
279 Followers
"Mein Name ist Ana. Ich war die Frau von Jesus aus Nazareth. Ich bin eine Stimme." Sue Monk Kid will mit ihrem Buch darstellen, was möglich ist und stellt sich vor, wie es gewesen wäre, wenn Jesus eine Frau gehabt hätte. Denn das ist zu der Zeit Jesu in der jüdischen Welt selbstverständlich und der Mann fand damit seinen festen Platz in der Gesellschaft. Ich finde der Autorin ist ein wunderbarer Roman gelungen, welchem eine ausgiebige Recherche zugrunde liegt und sie historisch belegtes mit dem fiktiven Charakter Ana verknüpft. "Wenn Jesus wirklich eine Frau hatte, dann wäre sie die Frau in der Historie, die am deutlichsten zum Schweigen gebracht wurde und die am dringendsten eine Stimme braucht, um sich Gehör zu verschaffen." Das kennen wir ja auch von den Frauen aus dem Buch "Bible Bad Ass". In diesem Roman hier geht es also nicht in erster Linie um Jesus, sondern um die Frauen in seinem Umfeld, die nie, oder selten, erwähnt werden. Ana wächst in einem reichen Haus auf und darf lesen und schreiben lernen. Dies nutzt sie, um die Geschichten von den Frauen aufzuschreiben, die nicht gehört werden. Lieber schneidet man ihrer Freundin die Zunge raus, als ihr Gehör zu schenken. Dies spiegelt die Rolle der Frau in der Gesellschaft wieder. "Die Geburt einer Tochter ist ein Verlust. Jede Untat eines Mannes ist besser als alle Wohltaten einer Frau." Ana begehrt auf gegen diese Ungerechtigkeit und sucht nach Wegen dieser zu begegnen. Ihr Weg ist das Schreiben und in dieser Sehnsucht, das ihre Stimme gehört wird, wird sie immer von ihrer Tante bestätigt. "Kehre zu deiner Sehnsucht zurück. Sie wird dich alles lehren, was es zu lernen gibt." Und doch trennt so vieles die vorgegebenen Geschlechterrollen auch in ihrem Leben und Lieben mit Jesus. So "war er derjenige, der den Stein bearbeitete, und ich diejenige, die darauf saß." Immer wieder muss Ana ausharren und auf Jesus wartend zurückbleiben. Und diese "Erkenntnisse sind hart wie Steine, man kann sie nicht schlucken." Ana findet und geht diesen steinigen Weg. Mich hat das Lesen dieses Romanes unglaublich bereichert und mir auch ein zwei Weisheiten aufgezeigt, die ich auch gerne verinnerlichen und bewahrheiten möchte. Die für mich zentrale wird die Akzeptanz von Menschen sein, die ich nicht verstehe. "Du musst keine Liebe für sie empfinden. Versuch nur mit Liebe zu handeln." Ganz große Leseempfehlung ❤️🩹
Jan 2, 2025
"Mein Name ist Ana. Ich war die Frau von Jesus aus Nazareth. Ich bin eine Stimme." Sue Monk Kid will mit ihrem Buch darstellen, was möglich ist und stellt sich vor, wie es gewesen wäre, wenn Jesus eine Frau gehabt hätte. Denn das ist zu der Zeit Jesu in der jüdischen Welt selbstverständlich und der Mann fand damit seinen festen Platz in der Gesellschaft. Ich finde der Autorin ist ein wunderbarer Roman gelungen, welchem eine ausgiebige Recherche zugrunde liegt und sie historisch belegtes mit dem fiktiven Charakter Ana verknüpft. "Wenn Jesus wirklich eine Frau hatte, dann wäre sie die Frau in der Historie, die am deutlichsten zum Schweigen gebracht wurde und die am dringendsten eine Stimme braucht, um sich Gehör zu verschaffen." Das kennen wir ja auch von den Frauen aus dem Buch "Bible Bad Ass". In diesem Roman hier geht es also nicht in erster Linie um Jesus, sondern um die Frauen in seinem Umfeld, die nie, oder selten, erwähnt werden. Ana wächst in einem reichen Haus auf und darf lesen und schreiben lernen. Dies nutzt sie, um die Geschichten von den Frauen aufzuschreiben, die nicht gehört werden. Lieber schneidet man ihrer Freundin die Zunge raus, als ihr Gehör zu schenken. Dies spiegelt die Rolle der Frau in der Gesellschaft wieder. "Die Geburt einer Tochter ist ein Verlust. Jede Untat eines Mannes ist besser als alle Wohltaten einer Frau." Ana begehrt auf gegen diese Ungerechtigkeit und sucht nach Wegen dieser zu begegnen. Ihr Weg ist das Schreiben und in dieser Sehnsucht, das ihre Stimme gehört wird, wird sie immer von ihrer Tante bestätigt. "Kehre zu deiner Sehnsucht zurück. Sie wird dich alles lehren, was es zu lernen gibt." Und doch trennt so vieles die vorgegebenen Geschlechterrollen auch in ihrem Leben und Lieben mit Jesus. So "war er derjenige, der den Stein bearbeitete, und ich diejenige, die darauf saß." Immer wieder muss Ana ausharren und auf Jesus wartend zurückbleiben. Und diese "Erkenntnisse sind hart wie Steine, man kann sie nicht schlucken." Ana findet und geht diesen steinigen Weg. Mich hat das Lesen dieses Romanes unglaublich bereichert und mir auch ein zwei Weisheiten aufgezeigt, die ich auch gerne verinnerlichen und bewahrheiten möchte. Die für mich zentrale wird die Akzeptanz von Menschen sein, die ich nicht verstehe. "Du musst keine Liebe für sie empfinden. Versuch nur mit Liebe zu handeln." Ganz große Leseempfehlung ❤️🩹
Jan 2, 2025






