Claraboia oder Wo das Licht einfällt
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Description
Eine Sensation aus dem Nachlass des Nobelpreisträgers: Jahrzehntelang galt sein Roman "Claraboia" als verschollen. Nun wurde er erstmals veröffentlicht.
In seinem 1953 vollendeten Werk beleuchtet Saramago das Schicksal der Bewohner eines Lissabonner Wohnhauses. Er blickt hinter jede Tür, lüftet die kleinen und großen Geheimnisse, erfasst die Sorgen und Nöte und beschwört dabei eindrucksvoll die Atmosphäre in Portugal während der Salazar-Diktatur.
Ein früher Morgen im Lissabon der 1950er Jahre. In einem Mietshaus nahe am Fluss erwacht das Leben. Der Schuster Silvestre öffnet seine Werkstatt, Isaura, die die Wohnung mit drei anderen Frauen teilt, setzt sich an die Nähmaschine. Justina plagt sich mit ihrem ständig nörgelnden Mann herum. Dona Lídia, die als Geliebte eines reichen Fabrikanten als Einzige keine finanziellen Sorgen hat, raucht ihre erste Zigarette... Die Atmosphäre ist geprägt von Armut, Melancholie und Argwohn. Der Alltagstrott verändert sich erst, als Silvestre einen Untermieter aufnimmt, der frischen Wind in die Hausgemeinschaft bringt.
Book Information
Author Description
José Saramago (1922-2010) wurde in Azinhaga in der portugiesischen Provinz Ribatejo geboren. Er entstammt einer Landarbeiterfamilie und arbeitete als Maschinenschlosser, technischer Zeichner und Angestellter. Später war er Mitarbeiter eines Verlags und Journalist, bevor er Schriftsteller wurde. Während der Salazar-Diktatur gehörte er zur Opposition.1998 erhielt er den Nobelpreis für Literatur.
Posts
Das verschollene Buch des Literaturnobelpreisträgers ist nach seinem Tod 2011 veröffentlicht worden. Er hatte es in den 50er Jahren geschrieben und sich nachträglich geweigert es zu veröffentlichen, da der Verlag sich nicht mehr gemeldet hatte und es Jahrzehnte rumliegen ließ. Grandios wie Saramago es schafft, auf nur 330 Seiten ein unglaublich tiefsinniges Portrait eines 6 Parteien Wohnhauses in Lissabon zu erstellen und dabei niemanden zu kurz kommen zu lassen. Alle Parteien sind von Geldnöten geplagt und ringen mit den Normen und Zwängen, von denen sie glauben, dass die Gesellschaft sie dazu nötigt und in die sie sich selbst begeben. Es könnte auch eine Anleitung zum Unglücklichsein sein, wenn da nicht Silvestre und seine Frau Mariana wären. Saramago zeichnet schonungslos die Gedanken und Streitigkeiten und deckt so viel Schmerz auf, der primär durch fehlerhafte Kommunikation und falschen Stolz verursacht wird, bzw. weil man halt über so etwas nicht redet. Mich hat wieder einmal erschreckt wie furchtbar konservativ die Gesellschaft noch in den 50er Jahren war: so viel Scham, Unerhörtes, unerträgliche Geschlechterrollen. Und dann ist da Abel, der Untermieter Sivestres, der seinen Platz im Leben sucht und sich mit Silvestre spektakuläre philosophische Dialoge liefert. Die Sprache ist klar und schnörkellos. Saramago verzichtet auf Vergleiche und blumige, opulente Ausschmückungen. Alles reduziert sich auf die, in die Spotlights gesetzten Personen und deren Tragik.
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Eine Sensation aus dem Nachlass des Nobelpreisträgers: Jahrzehntelang galt sein Roman "Claraboia" als verschollen. Nun wurde er erstmals veröffentlicht.
In seinem 1953 vollendeten Werk beleuchtet Saramago das Schicksal der Bewohner eines Lissabonner Wohnhauses. Er blickt hinter jede Tür, lüftet die kleinen und großen Geheimnisse, erfasst die Sorgen und Nöte und beschwört dabei eindrucksvoll die Atmosphäre in Portugal während der Salazar-Diktatur.
Ein früher Morgen im Lissabon der 1950er Jahre. In einem Mietshaus nahe am Fluss erwacht das Leben. Der Schuster Silvestre öffnet seine Werkstatt, Isaura, die die Wohnung mit drei anderen Frauen teilt, setzt sich an die Nähmaschine. Justina plagt sich mit ihrem ständig nörgelnden Mann herum. Dona Lídia, die als Geliebte eines reichen Fabrikanten als Einzige keine finanziellen Sorgen hat, raucht ihre erste Zigarette... Die Atmosphäre ist geprägt von Armut, Melancholie und Argwohn. Der Alltagstrott verändert sich erst, als Silvestre einen Untermieter aufnimmt, der frischen Wind in die Hausgemeinschaft bringt.
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José Saramago (1922-2010) wurde in Azinhaga in der portugiesischen Provinz Ribatejo geboren. Er entstammt einer Landarbeiterfamilie und arbeitete als Maschinenschlosser, technischer Zeichner und Angestellter. Später war er Mitarbeiter eines Verlags und Journalist, bevor er Schriftsteller wurde. Während der Salazar-Diktatur gehörte er zur Opposition.1998 erhielt er den Nobelpreis für Literatur.
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Das verschollene Buch des Literaturnobelpreisträgers ist nach seinem Tod 2011 veröffentlicht worden. Er hatte es in den 50er Jahren geschrieben und sich nachträglich geweigert es zu veröffentlichen, da der Verlag sich nicht mehr gemeldet hatte und es Jahrzehnte rumliegen ließ. Grandios wie Saramago es schafft, auf nur 330 Seiten ein unglaublich tiefsinniges Portrait eines 6 Parteien Wohnhauses in Lissabon zu erstellen und dabei niemanden zu kurz kommen zu lassen. Alle Parteien sind von Geldnöten geplagt und ringen mit den Normen und Zwängen, von denen sie glauben, dass die Gesellschaft sie dazu nötigt und in die sie sich selbst begeben. Es könnte auch eine Anleitung zum Unglücklichsein sein, wenn da nicht Silvestre und seine Frau Mariana wären. Saramago zeichnet schonungslos die Gedanken und Streitigkeiten und deckt so viel Schmerz auf, der primär durch fehlerhafte Kommunikation und falschen Stolz verursacht wird, bzw. weil man halt über so etwas nicht redet. Mich hat wieder einmal erschreckt wie furchtbar konservativ die Gesellschaft noch in den 50er Jahren war: so viel Scham, Unerhörtes, unerträgliche Geschlechterrollen. Und dann ist da Abel, der Untermieter Sivestres, der seinen Platz im Leben sucht und sich mit Silvestre spektakuläre philosophische Dialoge liefert. Die Sprache ist klar und schnörkellos. Saramago verzichtet auf Vergleiche und blumige, opulente Ausschmückungen. Alles reduziert sich auf die, in die Spotlights gesetzten Personen und deren Tragik.




