Britt-Marie war hier
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Book Information
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Frederik Backman gelingt mit diesem Buch wieder eine ganz besonders herzerwärmende Geschichte! 🥰 Man muss Britt-Marie einfach lieben - auch wenn ihre sozialen Kompetenzen anfänglich doch mehr als ausbaufähig erscheinen. 😅 Das Buch hat mich zum Lachen gebracht und oft aber auch nachdenklich gestimmt. Es hat eindeutig mein Herz berührt! ❤️ Es ist ein witziger und dennoch berührender Roman über Verlust und Neuanfang, die Liebe im reiferen Alter, das Gewinnen und Verlieren und vor allem das Mitspielen! 😊 Nach 'Ein Mann namens Ove' mein zweitliebstes Buch des Autors und eine klare Leseempfehlung von mir.😍🥰 Lediglich über das Ende muss ich mir mehr Gedanken machen ... deshalb der halbe Punkt Abzug.

Ich habe für dieses Buch Ewigkeiten gebraucht weil die erste Hälfte echt langatmig war aber danach wurde es so gut wie jedes Buch von Fredrik Backman was ich gelesen habe.
Der Autor schafft es immer wieder Figuren zu erfinden die echt sind. Auf den ersten Blick würde man meinen die Protagonistin ist anstrengend und nervig. Sie scheint nicht sonderlich sozial zu sein, doch wenn man sie kennenlernt merkt man das sie einfach das genaue Gegenteil ist. Alle Figuren in diesem Buch sind echt. Mit Ecken und Kanten und doch super liebenswert. Die erste Hälfte des Buches war aber etwas langatmig und hat sich sehr gezogen. Man hat gespürt worauf die Geschichte hinausläuft aber irgendwie schien es nicht wirklich weiter zu gehen. In der zweiten Hälfte kam dann alles Schlag auf Schlag und eine Wendung ist passiert mit der man nicht rechnen konnte. Diese Geschichte ist, wenn man die erste Hälfte schafft, sehr zu empfehlen wenn man auch Protagonisten mag die merkwürdig zu sein scheinen.
Ich glaube in jedem von uns steckt ein wenig Britt-Marie. Manchmal etwas zu verkopft und verschlossen, aber am Ende doch mit einem großen Herzen. Das Buch hatte eine sehr schöne Story, packende Figuren und eine interessante (Dorf) Umgebung und vor allem eine Geschichte über das echte Leben. Es hatte aber auch ein paar Längen. Über das Ende musste ich etwas nachdenken, aber ich glaube diese Auflösung gefällt mir tatsächlich unerwartet gut. Für mich nicht so stark wie "Ein Mann namens Ove", aber trotzdem schön und ich werde die Story in Borg nicht so schnell vergessen.
Ein unterschätztes Buch
Backman schafft es, eine unsymaptische Figur (ja, schon fast eine Karen) sympathisch zu machen. Mit all ihren Macken versteht man Britt-Marie im Laufe der Geschichte immer besser und irgendwie ist jeder von uns auch ein bisschen wie Britt-Marie. Das Buch ist viel tiefgründiger, als es auf den ersten Blick wirkt. Themen wie Trauma, psychischer Missbrauch, gesellschaftlicher Druck auf Frauen oder auch Sexismus werden durch Humor und Geschichten greifbar gemacht. Der Schreibstil ist typisch Backman: witzig, markant und gleichzeitig emotional. Lässt sich gut lesen, ohne zu langatmig zu sein. Die Charakterentwicklung ist nachvollziehbar und nicht übereilt. (🥰Als Bonus gibt es sogar eine Dreiecksromanze zwischen älteren Figuren – ich wünsche mir, so was würde es öfter geben.) Insgesamt ist es eine emotionale Geschichte mit nachhaltiger Wirkung und für mich ein unterschätztes Buch.

Ein tolles Buch, aber es wäre noch mehr drin gewesen
Die ersten 250 Seiten des Buches dachte ich, dass dieses Buch zwar thematisch ganz anders als „Ein Mann namens Ove“ aber genauso ein Meisterwerk werden würde. Die Frau namens Britt-Marie ist herrlich schrullig, die Bewohner des Dorfes „Borg“ laden sehr dazu ein sich näher mit ihnen zu Beschäftigen und das zu Beginn angeteaserte Thema „Fußball“ bleibt angenehm klein. Jedoch können die weiteren 250 Seiten dieses Nivau leider nicht ganz halten. Im letzten Drittel haben mich persönlich die Ausflüge zu den englischen Fußball Mannschaften nicht abgeholt, die Nebencharaktere wurden eher blasser als lebendiger und ich hätte mir tatsächlich mehr Zeit zwischen Britt-Marie und der sehr kleinen Bewohnerin gewünscht. Das Ende ist wiederum sehr schön und so nicht unbedingt zu erahnen! Trotz der oben beschriebenen Punkte ist auch das letzte Drittel weit weg davon schlecht zu sein und so ist es ein insgesamt schöner Trip in das kleines Dörfchen geworden!

„Manchmal kann man leichter damit leben, nicht zu wissen, wer man ist, wenn man wenigstens weiß, wo man ist.“ Wie bin ich durch dieses Buch durchgeflogen. Britt-Marie mochte ich schon in dem Vorband echt gern und hier hat er nochmal eine Schippe draufgelegt. Es war stellenweise einfach nur voller Situationskomik. Britt-Maries Gedankengänge und die Szenen mit der Frau vom Arbeitsamt waren so herrlich 😂 Und dann kam der berührende Teil. Allein wie sie sich in der Kleinstadt den Jugendlichen langsam annähert, fand ich so schön. 🥹 Und ihre ganze Entwicklung war so toll beschrieben - das ist aber wirklich ein Autor wo man ungelogen jeden Satz zitieren könnte ♥️ Für mich wieder ein ganz tolles Buch von ihm, an das ich noch lange denken werde ♥️
Britt-Marie verurteilt niemanden, aber….
Dieses Buch und vor allem Britt-Marie kann man nur lieben. Anfangs dachte ich, oh du meine Güte, die halte ich nicht lange aus. Aber schnell ist sie mir sehr ans Herz gewachsen. Auch im Alter kann man noch über sich hinaus wachsen. Fredrik Backman schafft es, mit ganz alltäglichen Geschichten ein Buch ganz wunderbar, herzlich und berührend zu füllen. Ich hoffe, es kommt noch viel mehr!!!
Ich bin mit einem guten Gefühl ins dieses Buch gegangen. Würde jedoch schnell enttäuscht. Zum einen lang es daran, dass ich mit den Charakteren überhaupt nicht connecten konnte. Als Leser hat man schon Hintergrundinformationen bekommen, aber sie würden irgendwie nicht emotional aufgenommen. Der Schreibstil hat mir hier gar nicht gefallen, obwohl mir der Schreibstil in „Oma lässt grüßen und sagt, es tut ihr leid“ viel besser gefallen hat. Das eben genannte Buch sollte man übrigens vorher gelesen haben, wenn man vorhat, „Britt-Marie war hier“ zu lesen. Ich wollte dieses Buch einfach nur schnell beenden.🥲
Wow ♥️ Die letzten fast 400 Seiten am Stück gelesen. Ganz ganz viel Liebe für Fredrik Backman ♥️♥️♥️ Das Buch kann definitiv mit „Ein Mann namens Ove“ mithalten. Ja eigener Schreibstil an den man sich vielleicht erst gewöhnen muss aber ich liebe ihn. Die mit einem schlimmen Putzfimmel ausgestattete, etwas eigenartige aber liebenswerte 63-jährige Britt-Marie landet in Borg. Einem Dorf, das von der Finanzkrise hart getroffen wurde. Nahezu alle Läden sind geschlossen und von den wenigen die noch da sind, hat kaum einer Arbeit. Die Kinder haben keinen Sportplatz mehr und spielen daher mehr schlecht als recht auf einem Parkplatz Fußball. Britt-Marie tut also das was sie am besten kann: sie räumt auf. Was er wieder für tolle ausgefallene aber liebenswerte Charaktere geschaffen hat. Mit einer Tiefe wie ich sie sonst nur noch selten lese. Und das bei einer Horde Kinder wo ich das ja nochmal schwieriger finde, denen schon Tiefe zu verleihen. Aber auch alle anderen Dorfbewohner. Und erst recht Britt-Marie. Da fiel keiner durchs Raster und keiner war so wie der andere. Lustig und traurig gleichermaßen war es wieder. Und dann hat er auch noch die positive Kraft des Fußballs in die Geschichte eingebaut. „Der Fußball zwingt das Leben weiterzugehen“ ♥️ Am Ende hatte ich wieder ein Tränchen im Auge und zwischendrin musste ich auch wieder mehrmals laut auflachen. Zauberhaft!
Ich bin schwer ins Buch hereingekommen und die ersten 100 Seiten waren nicht so einfach zu lesen. Vor allem die Hauptfigur konnte ich anfangs gar nicht leiden. Aber ab dem Moment als Britt-Marie‘s „Abenteuer“ in Borg beginnt und weitere Charaktere dazukommen, merkt man Fredrik Backmans humorvollen und schönen Lesestil heraus. Seine anderen Werke haben mir dennoch definitiv besser gefallen und am Anfang hätte ich nicht gedacht, dass ich doch 3 Sterne vergebe. Nichtsdestotrotz ist es nicht verkehrt dem Buch eine Chance zu geben, da man teilweise wirklich mitfühlt.
"Jede Leidenschaft ist kindisch." ♡
5 Sterne und ich hab zweimal geweint! 💔 Zuerst war ich mir unsicher, ob das Buch was für mich ist, da ich "Oma lässt grüßen..." einfach abbrechen musste, der Schreibstil und die Geschichte war wirklich nicht meins und Britt-Marie kam dort auch schon vor und war unausstehlich. Aber da es sich hier um Fredrik Backman handelt, musste ich es trotzdem unbedingt wenigstens versuchen. Britt-Marie ist Anfang 60, neu arbeitssuchend und auf dem besten Weg zum ersten Mal in ihrem Leben eine eigenständige Person zu werden. Nicht mehr in Schatten anderer stehen oder ausgenutzt werden. Dies führt sie in den kleinen Ort Borg, mitten in der Pampa, aber oh, was für ein toller Ort es doch ist. Borgs Einwohner haben zwar alle ihre Päckchen zu tragen, aber herzlich sind sie allemal. In schweren Zeiten scheinen sie zusammen zu halten, egal was oder wer kommt. Über Umwege wird Britt-Marie nun nicht nur Hausmeisterin des geschlossenen Jugendzentrums, sondern auch Trainerin der lokalen Fußballmannschaft. Und dann kam ihr Ehemann Kent... Backman schafft es mal wieder, dass einem die Figuren relativ schnell ans Herz wachsen und man sofort mit ihnen mitfühlt. Das macht das Verkraften von Schicksalsschlägen der Figuren wirklich nicht leichter. (Sami 😭💔) Auch zu sehen wie sich Britt-Marie langsam in die neue Gemeinschaft einfügt und viele Sachen zum ersten Mal macht, ist schön zu sehen. Ein Neuanfang kann auch im Alter möglich sein, wenn man sich denn traut und Britt-Marie ist halt eine Springerin! Der Schreibstil, welcher Britt-Marie sehr gut beschreibt, war anfangs etwas gewöhnungsbedürftig. Diese ständigen Wiederholungen und Widersprüche. Auch mit den Fußball-Referenzen konnte ich jetzt nicht so viel anfangen, aber verständlich ist es trotzdem. Man fliegt, wie bei allen Backman Büchern, förmlich durch die Geschichte. Insgesamt könnte man sagen es hat Ähnlichkeiten mit Ein Mann namens Ove, aber es ist einfach nochmal besser!
3,5 Sterne. Am Anfang hätte ich dem Buch 4 Sterne gegeben, am Ende noch 3. Nach "Ein Mann namens Ove" war ich erneut ganz begeistert von Britt-Marie als neuen, schrulligen Hauptcharakter, auch wenn Backman für diesen Roman die gleichen Zutaten verwendet, wie schon beim Vorgänger und das Rad nicht neu erfindet. Leider habe ich dieses Mal aber keinen Zugang zu den vielen Nebencharakteren gefunden, die einen immer grössere Rolle im weiteren Verlauf der Handlung einnehmen, sodass Britt-Marie selbst eher in den Hintergrund rückt. Obwohl der Autor auf die Tränendrüse drückt und durch tragische Schicksale versucht, das Herz der Leser:innen für seine Nebencharaktere zu gewinnen, ist ihm das bei mir nicht gelungen. Ich weiss nicht wieso, aber die ganzen Nebencharaktere waren mir schlichtweg egal und ich habe mich kaum für ihre Handlungsstränge interessiert. Aus diesem Grund ist mein Interesse für die Geschichte auch mehr und mehr abgeflacht, bis ich am Ende eigentlich nur noch mit halbem Ohr zugehört habe. Bei mir ist der Funke für die Protagonistin schnell übergesprungen, bei den Nebencharakteren ist dies dieses Mal leider ausgeblieben. Ich fand "Ein Mann namens Ove" deshalb deutlich unterhaltsamer und emotionaler. "Britt-Marie war hier" kann man sich anhören, aber mein (Hör-)Buch war es dieses Mal nicht. Ich hab die Bewertung trotzdem mal wohlwollend auf 4 Sterne aufgerundet.
Ich habe diesen Roman bereits vor 2 Jahren das erste Mal gelesen und weil ich nicht mehr so genau im Detail wusste, warum er mir damals so gut gefallen hat, hab ich ihn nochmals gelesen- ich mag dieses Buch immer noch, ich empfinde es als sehr lebensnah, je nach Lebensumständen kann man sich in jedem der Protagonisten wiederfinden, nicht nur in Britt-Marie selbst, sondern auch in allen anderen... Man ist aufgerufen, hinter die Fassaden der Menschen zu schauen, sowohl im Roman als auch im eigenen Leben.
"Alle werden wissen : Britt-Marie war hier." Mit dieser Feststellung endet der Roman - und das ist mehr als Britt-Marie sich zu Beginn des Buches ganz tief -sehr tief- in ihrem Innern wünscht: Gesehen und wahrgenommen zu werden, Spuren zu hinterlassen, in Erinnerung zu bleiben. Sie wünscht es sich zunächst von ihrer Mutter, die sie nach dem Unfalltod der älteren Tochter nur noch als die "falsche lebende Tochter" empfindet. Später von ihren Liebes bzw. Ehebeziehungen, für die sie mehr ein verlässliches Möbelstück in der jeweiligen "Lebenswohnung" ist, das man in die Ecke schieben kann, weil ein Möbelstück keine Bedürfnisse, keine Empfindungen hat, es ist humorlos und sozial inkompetent... Der Knoten platzt, als die Geliebte ihre Mannes sie ins Krankenhaus ruft, er hatte einen Herzinfarkt. Bis zu diesem Anruf hat sie die Geliebte ignorieren können, den Parfumduft, den Pizzageruch an den Oberhemden ihres Mannes... so erzählt sie es der Arbeitsamtmitarbeitern, für die sie nach vielen Momenten des Genervtseins ein "Sonnenscheinmoment" in der deren (Arbeits-)Leben ist. Britt-Marie hat autistische Züge, die Macken der Kindheit, mit denen die Mutter neben der anderen unkomplizierteren Tochter ja auch nicht zurecht kam, haben sich manifestiert und neue hervorgerufen. Sie nimmt alles wörtlich- dies führt zu schrägen und lustigen Situationen,aber auch dazu, dass man sie wahrnimmt. Alles hat seine Ordnung, MUSS seine Ordnung haben- die Ordnung in einem Besteckkasten sagt ihrer Meinung nach alles über einen Menschen aus: Messer- Gabeln -Löffel- und nicht anders! Und alles muss sauber sein- FAXIN, ein Fensterputzmittel, sorgt für Klarheit und Natron mit unterschiedlichen Beimischungen für den Rest.. so kommt sie in einem Dorf an einer Durchgangsstrasse an, dort ist bereits alles an Infrastruktur aufgelöst bzw. an einem Ort versammelt, Post, Kneipe, Geschäft.... nur der Jugendtreff ist noch für 3 Wochen geöffnet, der Job des Hausmeisters wurde vom Arbeitsamt an die 60- jährige Britt-Marie vermittelt... Hier treffen jetzt eine grosse Lebenskrise, die nach einem Neuanfang schreit, auf eine Wirtschaftskrise, die ihrerseits viele Lebenskrisen- vermeintlich ohne Zukunft- erschaffen hat. Britt-Marie putzt erstmal- ausgiebig! Und führt Listen, mit Kugelschreiber... und mit Kugelschreiber Geschriebenes MUSS erledigt werden, das kann man nicht übergehen oder ausradieren-, es MUSS erledigt werden und danach vielleicht durchgestrichen. Sie wird Fussballtrainerin wider Willen, dieser Sport hat ihr ja zusätzlich die Aufmerksamkeit ihres Mannes gestohlen. Sie putzt ... in ihrem Leben, in den Läden, in den Häusern, in den Leben anderer, in dem vergessenen Dorf ... und beschäftigt sich mit Fussball, von Kindern dazu gezwungen... sie hat keine Ahnung davon und weil das so ist, wachen die Dorfbewohner aus der Lethargie auf und sie bekommt widerwillig Unterstützung, aber... und das ist zunächst wichtig - sie wird gebraucht. Als sie nicht mehr gebraucht wird, ist sie in ihrer Entwicklung bereits so weit, dass es sie traurig macht, aber ihr auch neue Wege öffnet, ein bequemer, alter Weg mit ihrem Ehemann- ein neuer bequemer mit neuem Mann in einem neuen Dorf oder aber den Weg, den sie für sich erträumt hat...
Jetzt wo Kent nicht mehr da ist, ist Britt-Marie doch etwas verloren. Sie braucht dringend eine Aufgabe und wo findet man die besser, als beim Arbeitsamt. Die Mitarbeiterin ist mit Britt-Maries ganz eigenen Anschauungen etwas überfordert und schickt sie in ein abgelegenes Dorf, in dem ein Hausmeister im Jugendtreff gesucht wird. Borg ist seit der Wirtschaftskrise ein verschlafenes Nest, ohne Perspektive für die Jugend. Die Langeweile vertreiben sie sich mit Fußball. Zunächst erscheint Britt-Marie mit ihren Ansichten und Putzfimmel wie ein Fremdkörper doch dann staubwedelt sie sich in die Herzen aller und bringt ein bisschen Schwung in den tristen Alltag der Dorfbevölkerung. Dies ist mein drittes Buch von Frederik Backmann und wahrscheinlich nicht mein Letztes. Eigentlich mochte ich Britt-Marie im Buch „Oma läßt grüßen und sagt es tut ihr leid“ nicht sonderlich. Sie gehörte halt zu diesen spießigen Nachbarn, die strikt darauf achten, dass sich alle an die Regeln halten und vergötterte ihren Gatten Kent doch ein bisschen zu sehr. Doch in diesem Buch schließt man diese doch eigenwillige Frau unfreiwillig in sein Herz. Es kommt aufgrund Britt-Maries Prinzipientreue zu komischen Szenen, insbesondere ihre Sachbearbeiterin hat da so manches auszustehen. Ich musste wirklich manchmal aufhören zu lesen, vor lauter Lachen. Auch ihre absolute Ehrlichkeit ist für manch heitere Begebenheit gut, denn nicht immer kommen ihre Komplimente als solche auch an. Aber auch das Dorf Borg ist voll von kauzigen Bewohnern, besonders die Inhaberin des Kiosk/Pizzeria/Lebensmittelladens, ist eine Marke für sich. Dennoch profitieren beide Seiten von ihren Eigenheiten und es entsteht eine Freundschaft, die natürlich niemand als solche auch betiteln würde. Am Ende befreit Britt-Marie sich und zieht zum ersten Mal in ihrem Leben los, die Welt zu entdecken und ich habe es ihr aus vollem Herzen gegönnt. Was ich an dem Autor mag, ist das es ihm gelingt, absolut unbequeme, kauzige Charaktere zu erschaffen und sich diese in die Herzen der Leser schleichen, ob man es will oder nicht und ich hoffe da kommen noch ganz viele davon, denn sie machen mein Leben bunter und fördern auch meine Toleranz gegenüber den Querschlägern in meinem realen Leben.
Buddyreading this book with Darcey was just the best experience!! <3 I loved almost everything about this book. It made me laugh, tear up, giving me the whole emotional rollercoaster. Backman's characters are lovely people, full of flaws. I appreciate him for his realism. The characters aren't just good or just bad. It is the mixture of both that makes them unique. Honestly, I can't wait to read Backman's next novel. LOTS OF LOVE!! <3
"Aber den größten Dank dir, meinem Leser. Danke für deine Zeit." schreibt Fredrik Backman ganz am Ende seines Romanes. Und wieder einmal kann ich den Dank nur zurückgeben. Danke Fredrik, danke für Deine Zeit. Danke für Deine Worte, danke für Deine Geschichten, danke für Deine Bücher. Auch wenn Britt-Marie das für mich bislang schwächste Buch von Fredrik Backman war ist es eigentlich eine Frechheit von Schwäche in Verbindung mit diesem Buch zu sprechen, denn es ist immer noch großartig und auch diesmal hatte ich am Ende Tränen in den Augen. Es hat mich nicht ganz so berührt und bewegt wie seine beiden Vorgänger, aber es ist und bleibt ein tolles, tolles, tolles Buch. Ich hoffe, die Inspiration verlässt Fredrik nie. Ich kann nicht weniger als 5 Sterne geben, das wäre unfair.
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Frederik Backman gelingt mit diesem Buch wieder eine ganz besonders herzerwärmende Geschichte! 🥰 Man muss Britt-Marie einfach lieben - auch wenn ihre sozialen Kompetenzen anfänglich doch mehr als ausbaufähig erscheinen. 😅 Das Buch hat mich zum Lachen gebracht und oft aber auch nachdenklich gestimmt. Es hat eindeutig mein Herz berührt! ❤️ Es ist ein witziger und dennoch berührender Roman über Verlust und Neuanfang, die Liebe im reiferen Alter, das Gewinnen und Verlieren und vor allem das Mitspielen! 😊 Nach 'Ein Mann namens Ove' mein zweitliebstes Buch des Autors und eine klare Leseempfehlung von mir.😍🥰 Lediglich über das Ende muss ich mir mehr Gedanken machen ... deshalb der halbe Punkt Abzug.

Ich habe für dieses Buch Ewigkeiten gebraucht weil die erste Hälfte echt langatmig war aber danach wurde es so gut wie jedes Buch von Fredrik Backman was ich gelesen habe.
Der Autor schafft es immer wieder Figuren zu erfinden die echt sind. Auf den ersten Blick würde man meinen die Protagonistin ist anstrengend und nervig. Sie scheint nicht sonderlich sozial zu sein, doch wenn man sie kennenlernt merkt man das sie einfach das genaue Gegenteil ist. Alle Figuren in diesem Buch sind echt. Mit Ecken und Kanten und doch super liebenswert. Die erste Hälfte des Buches war aber etwas langatmig und hat sich sehr gezogen. Man hat gespürt worauf die Geschichte hinausläuft aber irgendwie schien es nicht wirklich weiter zu gehen. In der zweiten Hälfte kam dann alles Schlag auf Schlag und eine Wendung ist passiert mit der man nicht rechnen konnte. Diese Geschichte ist, wenn man die erste Hälfte schafft, sehr zu empfehlen wenn man auch Protagonisten mag die merkwürdig zu sein scheinen.
Ich glaube in jedem von uns steckt ein wenig Britt-Marie. Manchmal etwas zu verkopft und verschlossen, aber am Ende doch mit einem großen Herzen. Das Buch hatte eine sehr schöne Story, packende Figuren und eine interessante (Dorf) Umgebung und vor allem eine Geschichte über das echte Leben. Es hatte aber auch ein paar Längen. Über das Ende musste ich etwas nachdenken, aber ich glaube diese Auflösung gefällt mir tatsächlich unerwartet gut. Für mich nicht so stark wie "Ein Mann namens Ove", aber trotzdem schön und ich werde die Story in Borg nicht so schnell vergessen.
Ein unterschätztes Buch
Backman schafft es, eine unsymaptische Figur (ja, schon fast eine Karen) sympathisch zu machen. Mit all ihren Macken versteht man Britt-Marie im Laufe der Geschichte immer besser und irgendwie ist jeder von uns auch ein bisschen wie Britt-Marie. Das Buch ist viel tiefgründiger, als es auf den ersten Blick wirkt. Themen wie Trauma, psychischer Missbrauch, gesellschaftlicher Druck auf Frauen oder auch Sexismus werden durch Humor und Geschichten greifbar gemacht. Der Schreibstil ist typisch Backman: witzig, markant und gleichzeitig emotional. Lässt sich gut lesen, ohne zu langatmig zu sein. Die Charakterentwicklung ist nachvollziehbar und nicht übereilt. (🥰Als Bonus gibt es sogar eine Dreiecksromanze zwischen älteren Figuren – ich wünsche mir, so was würde es öfter geben.) Insgesamt ist es eine emotionale Geschichte mit nachhaltiger Wirkung und für mich ein unterschätztes Buch.

Ein tolles Buch, aber es wäre noch mehr drin gewesen
Die ersten 250 Seiten des Buches dachte ich, dass dieses Buch zwar thematisch ganz anders als „Ein Mann namens Ove“ aber genauso ein Meisterwerk werden würde. Die Frau namens Britt-Marie ist herrlich schrullig, die Bewohner des Dorfes „Borg“ laden sehr dazu ein sich näher mit ihnen zu Beschäftigen und das zu Beginn angeteaserte Thema „Fußball“ bleibt angenehm klein. Jedoch können die weiteren 250 Seiten dieses Nivau leider nicht ganz halten. Im letzten Drittel haben mich persönlich die Ausflüge zu den englischen Fußball Mannschaften nicht abgeholt, die Nebencharaktere wurden eher blasser als lebendiger und ich hätte mir tatsächlich mehr Zeit zwischen Britt-Marie und der sehr kleinen Bewohnerin gewünscht. Das Ende ist wiederum sehr schön und so nicht unbedingt zu erahnen! Trotz der oben beschriebenen Punkte ist auch das letzte Drittel weit weg davon schlecht zu sein und so ist es ein insgesamt schöner Trip in das kleines Dörfchen geworden!

„Manchmal kann man leichter damit leben, nicht zu wissen, wer man ist, wenn man wenigstens weiß, wo man ist.“ Wie bin ich durch dieses Buch durchgeflogen. Britt-Marie mochte ich schon in dem Vorband echt gern und hier hat er nochmal eine Schippe draufgelegt. Es war stellenweise einfach nur voller Situationskomik. Britt-Maries Gedankengänge und die Szenen mit der Frau vom Arbeitsamt waren so herrlich 😂 Und dann kam der berührende Teil. Allein wie sie sich in der Kleinstadt den Jugendlichen langsam annähert, fand ich so schön. 🥹 Und ihre ganze Entwicklung war so toll beschrieben - das ist aber wirklich ein Autor wo man ungelogen jeden Satz zitieren könnte ♥️ Für mich wieder ein ganz tolles Buch von ihm, an das ich noch lange denken werde ♥️
Britt-Marie verurteilt niemanden, aber….
Dieses Buch und vor allem Britt-Marie kann man nur lieben. Anfangs dachte ich, oh du meine Güte, die halte ich nicht lange aus. Aber schnell ist sie mir sehr ans Herz gewachsen. Auch im Alter kann man noch über sich hinaus wachsen. Fredrik Backman schafft es, mit ganz alltäglichen Geschichten ein Buch ganz wunderbar, herzlich und berührend zu füllen. Ich hoffe, es kommt noch viel mehr!!!
Ich bin mit einem guten Gefühl ins dieses Buch gegangen. Würde jedoch schnell enttäuscht. Zum einen lang es daran, dass ich mit den Charakteren überhaupt nicht connecten konnte. Als Leser hat man schon Hintergrundinformationen bekommen, aber sie würden irgendwie nicht emotional aufgenommen. Der Schreibstil hat mir hier gar nicht gefallen, obwohl mir der Schreibstil in „Oma lässt grüßen und sagt, es tut ihr leid“ viel besser gefallen hat. Das eben genannte Buch sollte man übrigens vorher gelesen haben, wenn man vorhat, „Britt-Marie war hier“ zu lesen. Ich wollte dieses Buch einfach nur schnell beenden.🥲
Wow ♥️ Die letzten fast 400 Seiten am Stück gelesen. Ganz ganz viel Liebe für Fredrik Backman ♥️♥️♥️ Das Buch kann definitiv mit „Ein Mann namens Ove“ mithalten. Ja eigener Schreibstil an den man sich vielleicht erst gewöhnen muss aber ich liebe ihn. Die mit einem schlimmen Putzfimmel ausgestattete, etwas eigenartige aber liebenswerte 63-jährige Britt-Marie landet in Borg. Einem Dorf, das von der Finanzkrise hart getroffen wurde. Nahezu alle Läden sind geschlossen und von den wenigen die noch da sind, hat kaum einer Arbeit. Die Kinder haben keinen Sportplatz mehr und spielen daher mehr schlecht als recht auf einem Parkplatz Fußball. Britt-Marie tut also das was sie am besten kann: sie räumt auf. Was er wieder für tolle ausgefallene aber liebenswerte Charaktere geschaffen hat. Mit einer Tiefe wie ich sie sonst nur noch selten lese. Und das bei einer Horde Kinder wo ich das ja nochmal schwieriger finde, denen schon Tiefe zu verleihen. Aber auch alle anderen Dorfbewohner. Und erst recht Britt-Marie. Da fiel keiner durchs Raster und keiner war so wie der andere. Lustig und traurig gleichermaßen war es wieder. Und dann hat er auch noch die positive Kraft des Fußballs in die Geschichte eingebaut. „Der Fußball zwingt das Leben weiterzugehen“ ♥️ Am Ende hatte ich wieder ein Tränchen im Auge und zwischendrin musste ich auch wieder mehrmals laut auflachen. Zauberhaft!
Ich bin schwer ins Buch hereingekommen und die ersten 100 Seiten waren nicht so einfach zu lesen. Vor allem die Hauptfigur konnte ich anfangs gar nicht leiden. Aber ab dem Moment als Britt-Marie‘s „Abenteuer“ in Borg beginnt und weitere Charaktere dazukommen, merkt man Fredrik Backmans humorvollen und schönen Lesestil heraus. Seine anderen Werke haben mir dennoch definitiv besser gefallen und am Anfang hätte ich nicht gedacht, dass ich doch 3 Sterne vergebe. Nichtsdestotrotz ist es nicht verkehrt dem Buch eine Chance zu geben, da man teilweise wirklich mitfühlt.
"Jede Leidenschaft ist kindisch." ♡
5 Sterne und ich hab zweimal geweint! 💔 Zuerst war ich mir unsicher, ob das Buch was für mich ist, da ich "Oma lässt grüßen..." einfach abbrechen musste, der Schreibstil und die Geschichte war wirklich nicht meins und Britt-Marie kam dort auch schon vor und war unausstehlich. Aber da es sich hier um Fredrik Backman handelt, musste ich es trotzdem unbedingt wenigstens versuchen. Britt-Marie ist Anfang 60, neu arbeitssuchend und auf dem besten Weg zum ersten Mal in ihrem Leben eine eigenständige Person zu werden. Nicht mehr in Schatten anderer stehen oder ausgenutzt werden. Dies führt sie in den kleinen Ort Borg, mitten in der Pampa, aber oh, was für ein toller Ort es doch ist. Borgs Einwohner haben zwar alle ihre Päckchen zu tragen, aber herzlich sind sie allemal. In schweren Zeiten scheinen sie zusammen zu halten, egal was oder wer kommt. Über Umwege wird Britt-Marie nun nicht nur Hausmeisterin des geschlossenen Jugendzentrums, sondern auch Trainerin der lokalen Fußballmannschaft. Und dann kam ihr Ehemann Kent... Backman schafft es mal wieder, dass einem die Figuren relativ schnell ans Herz wachsen und man sofort mit ihnen mitfühlt. Das macht das Verkraften von Schicksalsschlägen der Figuren wirklich nicht leichter. (Sami 😭💔) Auch zu sehen wie sich Britt-Marie langsam in die neue Gemeinschaft einfügt und viele Sachen zum ersten Mal macht, ist schön zu sehen. Ein Neuanfang kann auch im Alter möglich sein, wenn man sich denn traut und Britt-Marie ist halt eine Springerin! Der Schreibstil, welcher Britt-Marie sehr gut beschreibt, war anfangs etwas gewöhnungsbedürftig. Diese ständigen Wiederholungen und Widersprüche. Auch mit den Fußball-Referenzen konnte ich jetzt nicht so viel anfangen, aber verständlich ist es trotzdem. Man fliegt, wie bei allen Backman Büchern, förmlich durch die Geschichte. Insgesamt könnte man sagen es hat Ähnlichkeiten mit Ein Mann namens Ove, aber es ist einfach nochmal besser!
3,5 Sterne. Am Anfang hätte ich dem Buch 4 Sterne gegeben, am Ende noch 3. Nach "Ein Mann namens Ove" war ich erneut ganz begeistert von Britt-Marie als neuen, schrulligen Hauptcharakter, auch wenn Backman für diesen Roman die gleichen Zutaten verwendet, wie schon beim Vorgänger und das Rad nicht neu erfindet. Leider habe ich dieses Mal aber keinen Zugang zu den vielen Nebencharakteren gefunden, die einen immer grössere Rolle im weiteren Verlauf der Handlung einnehmen, sodass Britt-Marie selbst eher in den Hintergrund rückt. Obwohl der Autor auf die Tränendrüse drückt und durch tragische Schicksale versucht, das Herz der Leser:innen für seine Nebencharaktere zu gewinnen, ist ihm das bei mir nicht gelungen. Ich weiss nicht wieso, aber die ganzen Nebencharaktere waren mir schlichtweg egal und ich habe mich kaum für ihre Handlungsstränge interessiert. Aus diesem Grund ist mein Interesse für die Geschichte auch mehr und mehr abgeflacht, bis ich am Ende eigentlich nur noch mit halbem Ohr zugehört habe. Bei mir ist der Funke für die Protagonistin schnell übergesprungen, bei den Nebencharakteren ist dies dieses Mal leider ausgeblieben. Ich fand "Ein Mann namens Ove" deshalb deutlich unterhaltsamer und emotionaler. "Britt-Marie war hier" kann man sich anhören, aber mein (Hör-)Buch war es dieses Mal nicht. Ich hab die Bewertung trotzdem mal wohlwollend auf 4 Sterne aufgerundet.
Ich habe diesen Roman bereits vor 2 Jahren das erste Mal gelesen und weil ich nicht mehr so genau im Detail wusste, warum er mir damals so gut gefallen hat, hab ich ihn nochmals gelesen- ich mag dieses Buch immer noch, ich empfinde es als sehr lebensnah, je nach Lebensumständen kann man sich in jedem der Protagonisten wiederfinden, nicht nur in Britt-Marie selbst, sondern auch in allen anderen... Man ist aufgerufen, hinter die Fassaden der Menschen zu schauen, sowohl im Roman als auch im eigenen Leben.
"Alle werden wissen : Britt-Marie war hier." Mit dieser Feststellung endet der Roman - und das ist mehr als Britt-Marie sich zu Beginn des Buches ganz tief -sehr tief- in ihrem Innern wünscht: Gesehen und wahrgenommen zu werden, Spuren zu hinterlassen, in Erinnerung zu bleiben. Sie wünscht es sich zunächst von ihrer Mutter, die sie nach dem Unfalltod der älteren Tochter nur noch als die "falsche lebende Tochter" empfindet. Später von ihren Liebes bzw. Ehebeziehungen, für die sie mehr ein verlässliches Möbelstück in der jeweiligen "Lebenswohnung" ist, das man in die Ecke schieben kann, weil ein Möbelstück keine Bedürfnisse, keine Empfindungen hat, es ist humorlos und sozial inkompetent... Der Knoten platzt, als die Geliebte ihre Mannes sie ins Krankenhaus ruft, er hatte einen Herzinfarkt. Bis zu diesem Anruf hat sie die Geliebte ignorieren können, den Parfumduft, den Pizzageruch an den Oberhemden ihres Mannes... so erzählt sie es der Arbeitsamtmitarbeitern, für die sie nach vielen Momenten des Genervtseins ein "Sonnenscheinmoment" in der deren (Arbeits-)Leben ist. Britt-Marie hat autistische Züge, die Macken der Kindheit, mit denen die Mutter neben der anderen unkomplizierteren Tochter ja auch nicht zurecht kam, haben sich manifestiert und neue hervorgerufen. Sie nimmt alles wörtlich- dies führt zu schrägen und lustigen Situationen,aber auch dazu, dass man sie wahrnimmt. Alles hat seine Ordnung, MUSS seine Ordnung haben- die Ordnung in einem Besteckkasten sagt ihrer Meinung nach alles über einen Menschen aus: Messer- Gabeln -Löffel- und nicht anders! Und alles muss sauber sein- FAXIN, ein Fensterputzmittel, sorgt für Klarheit und Natron mit unterschiedlichen Beimischungen für den Rest.. so kommt sie in einem Dorf an einer Durchgangsstrasse an, dort ist bereits alles an Infrastruktur aufgelöst bzw. an einem Ort versammelt, Post, Kneipe, Geschäft.... nur der Jugendtreff ist noch für 3 Wochen geöffnet, der Job des Hausmeisters wurde vom Arbeitsamt an die 60- jährige Britt-Marie vermittelt... Hier treffen jetzt eine grosse Lebenskrise, die nach einem Neuanfang schreit, auf eine Wirtschaftskrise, die ihrerseits viele Lebenskrisen- vermeintlich ohne Zukunft- erschaffen hat. Britt-Marie putzt erstmal- ausgiebig! Und führt Listen, mit Kugelschreiber... und mit Kugelschreiber Geschriebenes MUSS erledigt werden, das kann man nicht übergehen oder ausradieren-, es MUSS erledigt werden und danach vielleicht durchgestrichen. Sie wird Fussballtrainerin wider Willen, dieser Sport hat ihr ja zusätzlich die Aufmerksamkeit ihres Mannes gestohlen. Sie putzt ... in ihrem Leben, in den Läden, in den Häusern, in den Leben anderer, in dem vergessenen Dorf ... und beschäftigt sich mit Fussball, von Kindern dazu gezwungen... sie hat keine Ahnung davon und weil das so ist, wachen die Dorfbewohner aus der Lethargie auf und sie bekommt widerwillig Unterstützung, aber... und das ist zunächst wichtig - sie wird gebraucht. Als sie nicht mehr gebraucht wird, ist sie in ihrer Entwicklung bereits so weit, dass es sie traurig macht, aber ihr auch neue Wege öffnet, ein bequemer, alter Weg mit ihrem Ehemann- ein neuer bequemer mit neuem Mann in einem neuen Dorf oder aber den Weg, den sie für sich erträumt hat...
Jetzt wo Kent nicht mehr da ist, ist Britt-Marie doch etwas verloren. Sie braucht dringend eine Aufgabe und wo findet man die besser, als beim Arbeitsamt. Die Mitarbeiterin ist mit Britt-Maries ganz eigenen Anschauungen etwas überfordert und schickt sie in ein abgelegenes Dorf, in dem ein Hausmeister im Jugendtreff gesucht wird. Borg ist seit der Wirtschaftskrise ein verschlafenes Nest, ohne Perspektive für die Jugend. Die Langeweile vertreiben sie sich mit Fußball. Zunächst erscheint Britt-Marie mit ihren Ansichten und Putzfimmel wie ein Fremdkörper doch dann staubwedelt sie sich in die Herzen aller und bringt ein bisschen Schwung in den tristen Alltag der Dorfbevölkerung. Dies ist mein drittes Buch von Frederik Backmann und wahrscheinlich nicht mein Letztes. Eigentlich mochte ich Britt-Marie im Buch „Oma läßt grüßen und sagt es tut ihr leid“ nicht sonderlich. Sie gehörte halt zu diesen spießigen Nachbarn, die strikt darauf achten, dass sich alle an die Regeln halten und vergötterte ihren Gatten Kent doch ein bisschen zu sehr. Doch in diesem Buch schließt man diese doch eigenwillige Frau unfreiwillig in sein Herz. Es kommt aufgrund Britt-Maries Prinzipientreue zu komischen Szenen, insbesondere ihre Sachbearbeiterin hat da so manches auszustehen. Ich musste wirklich manchmal aufhören zu lesen, vor lauter Lachen. Auch ihre absolute Ehrlichkeit ist für manch heitere Begebenheit gut, denn nicht immer kommen ihre Komplimente als solche auch an. Aber auch das Dorf Borg ist voll von kauzigen Bewohnern, besonders die Inhaberin des Kiosk/Pizzeria/Lebensmittelladens, ist eine Marke für sich. Dennoch profitieren beide Seiten von ihren Eigenheiten und es entsteht eine Freundschaft, die natürlich niemand als solche auch betiteln würde. Am Ende befreit Britt-Marie sich und zieht zum ersten Mal in ihrem Leben los, die Welt zu entdecken und ich habe es ihr aus vollem Herzen gegönnt. Was ich an dem Autor mag, ist das es ihm gelingt, absolut unbequeme, kauzige Charaktere zu erschaffen und sich diese in die Herzen der Leser schleichen, ob man es will oder nicht und ich hoffe da kommen noch ganz viele davon, denn sie machen mein Leben bunter und fördern auch meine Toleranz gegenüber den Querschlägern in meinem realen Leben.
Buddyreading this book with Darcey was just the best experience!! <3 I loved almost everything about this book. It made me laugh, tear up, giving me the whole emotional rollercoaster. Backman's characters are lovely people, full of flaws. I appreciate him for his realism. The characters aren't just good or just bad. It is the mixture of both that makes them unique. Honestly, I can't wait to read Backman's next novel. LOTS OF LOVE!! <3
"Aber den größten Dank dir, meinem Leser. Danke für deine Zeit." schreibt Fredrik Backman ganz am Ende seines Romanes. Und wieder einmal kann ich den Dank nur zurückgeben. Danke Fredrik, danke für Deine Zeit. Danke für Deine Worte, danke für Deine Geschichten, danke für Deine Bücher. Auch wenn Britt-Marie das für mich bislang schwächste Buch von Fredrik Backman war ist es eigentlich eine Frechheit von Schwäche in Verbindung mit diesem Buch zu sprechen, denn es ist immer noch großartig und auch diesmal hatte ich am Ende Tränen in den Augen. Es hat mich nicht ganz so berührt und bewegt wie seine beiden Vorgänger, aber es ist und bleibt ein tolles, tolles, tolles Buch. Ich hoffe, die Inspiration verlässt Fredrik nie. Ich kann nicht weniger als 5 Sterne geben, das wäre unfair.




























