Briefe an Charley
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Description
Charley ist weg, schon lange. Aber seine Gefährtin lässt nicht ab von ihm. Zwar hat Charley sie verlassen, aber sie verlässt ihn noch lange nicht. Immer noch ist er ihr Gegenüber, ihr Gesprächspartner, sie denkt für ihn mit, sie sammelt Fundstücke für ihn, sie liest ihm vor, schreibt ihm Geschichten und führt Listen. In ihren Briefen an ihn dreht und wendet sie die gemeinsame Zeit. Wut, Verlassenheit, Sehnsucht und Erinnerungen wechseln einander ab. So erfindet sie Charley jeden Tag neu. Und mit dem Schreiben wächst die Macht über ihren Geliebten: Die Erzählerin allein bestimmt, wer Charley war und ist. Zugleich geraten für alle Beteiligten Gewissheiten ins Rutschen: Wie war es damals wirklich? Die mit zahlreichen literarischen Preisen bedachte Erzählerin Annette Pehnt legt ihren so vielschichtigen wie virtuosen Roman vor.
Book Information
Author Description
Annette Pehnt, geboren 1967 in Köln, studierte und arbeitete in Irland, Schottland, Australien und den USA. Heute lebt sie mit ihrer Familie in Freiburg und Hildesheim, wo sie das Institut für Literarisches Schreiben & Literaturwissenschaft leitet. 2001 veröffentlichte sie ihren ersten Roman »Ich muß los«, für den sie unter anderem mit dem Mara-Cassens-Preis ausgezeichnet wurde. 2002 erhielt sie in Klagenfurt den Preis der Jury für einen Auszug aus dem Roman »Insel 34«, 2008 den Thaddäus-Troll-Preis sowie die Poetikdozentur der Fachhochschule Wiesbaden und 2009 den Italo Svevo-Preis. 2022 wurde sie mit dem Rheingauer Literaturpreis und 2023 mit dem Großen Preis des Deutschen Literaturfonds für ihr Gesamtwerk ausgezeichnet, und 2026 erhielt sie den Johann-Peter-Hebel-Preis. 2011 erschien ihr Roman »Chronik der Nähe«, im selben Jahr erhielt sie den Solothurner Literaturpreis sowie den Hermann Hesse Preis. Darüber hinaus schrieb sie mehrere Kinderbücher, unter anderen »Der Bärbeiß«. Zuletzt veröffentlichte sie »Einen Vulkan besteigen«.
Posts
Ich bin nur mäßig begeistert. Ganz ernsthaft hab ich die ersten 50 Seiten oder so überhaupt nicht durchgestiegen. Sind es Briefe? Sind es Tagebucheinträge? Wieso schreibt sie den Namen CHARLEY nur in Großbuchstaben? Hat mich ein bisschen an die Bibel erinnert. Und CHARLEY ist Gott. Seltsam. Der Plot (gibt es überhaupt einen? Stünde zur Diskussion..) ist wahnsinnig dünn. Im Grunde ergießt sich die Ich-Erzählerin über das ganze Buch in Selbstmitleid, sie hat offensichtlich Probleme damit verlassen zu werden. Charley (wohl eine verflossene Liebe) hat sie verlassen, Ihre Tochter ist ausgezogen und im Grunde tut sie sich vor allem selbst leid. Sie denkt sich Geschichten über Charley aus, schreibt Briefe, die sie nie abschickt, alles sehr traurig. Zum Ende kommt sie zwar wieder einigermaßen zurande und will weniger durch die Briefe und wieder mehr im realen Leben leben, aber alles in allem hat mich die Geschichte absolut nicht abgeholt. Das Buch ist in teilweise sehr kurze Kapitel eingeteilt und lassen sich wunderbar lesen. Was ich schön fand, waren die Zitate von Roland Barthes, die den Kapiteln vorangestellt sind und auch, dass der Text von Roland Barthes in der eigentlichen Geschichte aufgegriffen wurden. Das fand ich einen netten Twist und ich hab absolut Lust bekommen mehr von dem Herrn zu lesen. Sprachlich ist das Buch eine glatte 10. Ich hab selten so schöne Sätze gelesen, auf fast jeder Seite wollte ich mir was anstreichen - schreiben können Sie Frau Pehnt. Wahnsinn. Trotzdem - wunderschöne Sprache alleine reicht halt einfach nicht. Inhaltlich ist das Buch für mich leider durchgefallen. Aber mei - es ist kurz und allein für den Schreibstil lohnt es sich mal reinzulesen. 2,5 von 5
Ich bin nur mäßig begeistert. Ganz ernsthaft hab ich die ersten 50 Seiten oder so überhaupt nicht durchgestiegen. Sind es Briefe? Sind es Tagebucheinträge? Wieso schreibt sie den Namen CHARLEY nur in Großbuchstaben? Hat mich ein bisschen an die Bibel erinnert. Und CHARLEY ist Gott. Seltsam. Der Plot (gibt es überhaupt einen? Stünde zur Diskussion..) ist wahnsinnig dünn. Im Grunde ergießt sich die Ich-Erzählerin über das ganze Buch in Selbstmitleid, sie hat offensichtlich Probleme damit verlassen zu werden. Charley (wohl eine verflossene Liebe) hat sie verlassen, Ihre Tochter ist ausgezogen und im Grunde tut sie sich vor allem selbst leid. Sie denkt sich Geschichten über Charley aus, schreibt Briefe, die sie nie abschickt, alles sehr traurig. Zum Ende kommt sie zwar wieder einigermaßen zurande und will weniger durch die Briefe und wieder mehr im realen Leben leben, aber alles in allem hat mich die Geschichte absolut nicht abgeholt. Das Buch ist in teilweise sehr kurze Kapitel eingeteilt und lassen sich wunderbar lesen. Was ich schön fand, waren die Zitate von Roland Barthes, die den Kapiteln vorangestellt sind und auch, dass der Text von Roland Barthes in der eigentlichen Geschichte aufgegriffen wurden. Das fand ich einen netten Twist und ich hab absolut Lust bekommen mehr von dem Herrn zu lesen. Sprachlich ist das Buch eine glatte 10. Ich hab selten so schöne Sätze gelesen, auf fast jeder Seite wollte ich mir was anstreichen - schreiben können Sie Frau Pehnt. Wahnsinn. Trotzdem - wunderschöne Sprache alleine reicht halt einfach nicht. Inhaltlich ist das Buch für mich leider durchgefallen. Aber mei - es ist kurz und allein für den Schreibstil lohnt es sich mal reinzulesen. 2,5 von 5
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Charley ist weg, schon lange. Aber seine Gefährtin lässt nicht ab von ihm. Zwar hat Charley sie verlassen, aber sie verlässt ihn noch lange nicht. Immer noch ist er ihr Gegenüber, ihr Gesprächspartner, sie denkt für ihn mit, sie sammelt Fundstücke für ihn, sie liest ihm vor, schreibt ihm Geschichten und führt Listen. In ihren Briefen an ihn dreht und wendet sie die gemeinsame Zeit. Wut, Verlassenheit, Sehnsucht und Erinnerungen wechseln einander ab. So erfindet sie Charley jeden Tag neu. Und mit dem Schreiben wächst die Macht über ihren Geliebten: Die Erzählerin allein bestimmt, wer Charley war und ist. Zugleich geraten für alle Beteiligten Gewissheiten ins Rutschen: Wie war es damals wirklich? Die mit zahlreichen literarischen Preisen bedachte Erzählerin Annette Pehnt legt ihren so vielschichtigen wie virtuosen Roman vor.
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Annette Pehnt, geboren 1967 in Köln, studierte und arbeitete in Irland, Schottland, Australien und den USA. Heute lebt sie mit ihrer Familie in Freiburg und Hildesheim, wo sie das Institut für Literarisches Schreiben & Literaturwissenschaft leitet. 2001 veröffentlichte sie ihren ersten Roman »Ich muß los«, für den sie unter anderem mit dem Mara-Cassens-Preis ausgezeichnet wurde. 2002 erhielt sie in Klagenfurt den Preis der Jury für einen Auszug aus dem Roman »Insel 34«, 2008 den Thaddäus-Troll-Preis sowie die Poetikdozentur der Fachhochschule Wiesbaden und 2009 den Italo Svevo-Preis. 2022 wurde sie mit dem Rheingauer Literaturpreis und 2023 mit dem Großen Preis des Deutschen Literaturfonds für ihr Gesamtwerk ausgezeichnet, und 2026 erhielt sie den Johann-Peter-Hebel-Preis. 2011 erschien ihr Roman »Chronik der Nähe«, im selben Jahr erhielt sie den Solothurner Literaturpreis sowie den Hermann Hesse Preis. Darüber hinaus schrieb sie mehrere Kinderbücher, unter anderen »Der Bärbeiß«. Zuletzt veröffentlichte sie »Einen Vulkan besteigen«.
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Ich bin nur mäßig begeistert. Ganz ernsthaft hab ich die ersten 50 Seiten oder so überhaupt nicht durchgestiegen. Sind es Briefe? Sind es Tagebucheinträge? Wieso schreibt sie den Namen CHARLEY nur in Großbuchstaben? Hat mich ein bisschen an die Bibel erinnert. Und CHARLEY ist Gott. Seltsam. Der Plot (gibt es überhaupt einen? Stünde zur Diskussion..) ist wahnsinnig dünn. Im Grunde ergießt sich die Ich-Erzählerin über das ganze Buch in Selbstmitleid, sie hat offensichtlich Probleme damit verlassen zu werden. Charley (wohl eine verflossene Liebe) hat sie verlassen, Ihre Tochter ist ausgezogen und im Grunde tut sie sich vor allem selbst leid. Sie denkt sich Geschichten über Charley aus, schreibt Briefe, die sie nie abschickt, alles sehr traurig. Zum Ende kommt sie zwar wieder einigermaßen zurande und will weniger durch die Briefe und wieder mehr im realen Leben leben, aber alles in allem hat mich die Geschichte absolut nicht abgeholt. Das Buch ist in teilweise sehr kurze Kapitel eingeteilt und lassen sich wunderbar lesen. Was ich schön fand, waren die Zitate von Roland Barthes, die den Kapiteln vorangestellt sind und auch, dass der Text von Roland Barthes in der eigentlichen Geschichte aufgegriffen wurden. Das fand ich einen netten Twist und ich hab absolut Lust bekommen mehr von dem Herrn zu lesen. Sprachlich ist das Buch eine glatte 10. Ich hab selten so schöne Sätze gelesen, auf fast jeder Seite wollte ich mir was anstreichen - schreiben können Sie Frau Pehnt. Wahnsinn. Trotzdem - wunderschöne Sprache alleine reicht halt einfach nicht. Inhaltlich ist das Buch für mich leider durchgefallen. Aber mei - es ist kurz und allein für den Schreibstil lohnt es sich mal reinzulesen. 2,5 von 5
Ich bin nur mäßig begeistert. Ganz ernsthaft hab ich die ersten 50 Seiten oder so überhaupt nicht durchgestiegen. Sind es Briefe? Sind es Tagebucheinträge? Wieso schreibt sie den Namen CHARLEY nur in Großbuchstaben? Hat mich ein bisschen an die Bibel erinnert. Und CHARLEY ist Gott. Seltsam. Der Plot (gibt es überhaupt einen? Stünde zur Diskussion..) ist wahnsinnig dünn. Im Grunde ergießt sich die Ich-Erzählerin über das ganze Buch in Selbstmitleid, sie hat offensichtlich Probleme damit verlassen zu werden. Charley (wohl eine verflossene Liebe) hat sie verlassen, Ihre Tochter ist ausgezogen und im Grunde tut sie sich vor allem selbst leid. Sie denkt sich Geschichten über Charley aus, schreibt Briefe, die sie nie abschickt, alles sehr traurig. Zum Ende kommt sie zwar wieder einigermaßen zurande und will weniger durch die Briefe und wieder mehr im realen Leben leben, aber alles in allem hat mich die Geschichte absolut nicht abgeholt. Das Buch ist in teilweise sehr kurze Kapitel eingeteilt und lassen sich wunderbar lesen. Was ich schön fand, waren die Zitate von Roland Barthes, die den Kapiteln vorangestellt sind und auch, dass der Text von Roland Barthes in der eigentlichen Geschichte aufgegriffen wurden. Das fand ich einen netten Twist und ich hab absolut Lust bekommen mehr von dem Herrn zu lesen. Sprachlich ist das Buch eine glatte 10. Ich hab selten so schöne Sätze gelesen, auf fast jeder Seite wollte ich mir was anstreichen - schreiben können Sie Frau Pehnt. Wahnsinn. Trotzdem - wunderschöne Sprache alleine reicht halt einfach nicht. Inhaltlich ist das Buch für mich leider durchgefallen. Aber mei - es ist kurz und allein für den Schreibstil lohnt es sich mal reinzulesen. 2,5 von 5





