Alles was Sie sehen ist neu
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Description
»Freiheit geht uns gar nichts an« Sieben Reisende, konfrontiert mit der Exotik und Härte des chinesischen Regimes
Sie kannten die Plätze, Kaiser und Pagoden aus den Nachrichten. Aber sie wollten alles sehen, hören und schmecken. Deshalb stehen sie nach einem langen Flug in Kirthan, vor ihnen der Reiseleiter, der Welterklärer. Er heißt Nime, ein junger Mann mit einer Stimme wie ein Märchenerzähler. Er wird ihnen den Tempel der ewigen Freundlichkeit zeigen, die schnurgeraden Prachtstraßen und das asiatische Essen.
Doch plötzlich ist Nime nicht mehr da. Und es stellt sich die Frage nach seinem Verschwinden und der Wahrheit hinter dem, was ihre Blicke erfassen.
»Alles was Sie sehen ist neu« kommt im Gewand des romantischen Reiseromans daher und zeigt die Begegnung mit dem Leben unter totalitärer Herrschaft, wie es westliche Reisende nicht erwarten.
»Eine aufwühlende Anklage aller Formen der Diktatur.« MDR
Book Information
Author Description
Annette Pehnt, geboren 1967 in Köln, studierte und arbeitete in Irland, Schottland, Australien und den USA. Heute lebt sie mit ihrer Familie in Freiburg und Hildesheim, wo sie das Institut für Literarisches Schreiben & Literaturwissenschaft leitet. 2001 veröffentlichte sie ihren ersten Roman »Ich muß los«, für den sie unter anderem mit dem Mara-Cassens-Preis ausgezeichnet wurde. 2002 erhielt sie in Klagenfurt den Preis der Jury für einen Auszug aus dem Roman »Insel 34«, 2008 den Thaddäus-Troll-Preis sowie die Poetikdozentur der Fachhochschule Wiesbaden und 2009 den Italo Svevo-Preis. 2022 wurde sie mit dem Rheingauer Literaturpreis und 2023 mit dem Großen Preis des Deutschen Literaturfonds für ihr Gesamtwerk ausgezeichnet, und 2026 erhielt sie den Johann-Peter-Hebel-Preis. 2011 erschien ihr Roman »Chronik der Nähe«, im selben Jahr erhielt sie den Solothurner Literaturpreis sowie den Hermann Hesse Preis. Darüber hinaus schrieb sie mehrere Kinderbücher, unter anderen »Der Bärbeiß«. Zuletzt veröffentlichte sie »Einen Vulkan besteigen«.
Posts
Eine unruhige Reise in ein fremdes Land
Die Kapitel nähern sich der immer gleichen Person aus jeweils unterschiedlichen Zeiten (1990-2019) und Perspektiven (Kinder, Klassenkameradin, Touristen, etc) ohne je das Innenleben und die Gedanken eben dieser zu offenbaren. Wir lernen den Protagonisten nur durch die Augen der anderen kennen und dazu viele Alltagssituationen und Regeln des fiktiven Landes Kirthan. So bekomme ich als Leserin einen Eindruck ohne objektive Sicherheit zu erlangen und bleibe seltsam fremd. Mein bisher viertes Buch von Pehnt, deren Schreibstil ich sehr mag. Der ständige Erzähler- und Jahreswechsel unterbricht für mich aber den Lesefluss. „Die Erbsen werden hier wachsen, sagt Nime und es klingt wie eine Zeile eines Gedichtes, das ich früher in der Schule auswendig lernen musste.“
Den Anfang vom Buch fand ich noch nicht so spannend dann hat es mich im Mittelteil sehr interessiert und das Ende hat mich ein bisschen unbefriedigt zurück gelassen. Im ersten Abschnitt geht es um eine Erzählerin, die mit ihrem Vater und einer Reisegruppe Urlaub in Kirthan macht. Von den Beschreibungen ähnelt das Land China. Im nächsten Abschnitt war ich dann irritiert, da es scheinbar um ganz andere Personen und eine andere Zeiten geht. Eine bestimmte Person zieht sich durch alle Abschnitte durch. Manchmal kennt die Erzählerin / der Erzähler diese Person nur kurz und manchmal gehört diejenige/derjenige zum engeren Bekannten- oder Familienkreis. Man lernt den Protagonisten der Geschichte nur aus Erzählungen von anderen Menschen kennen. Eine interessante Erzählweise aber manchmal hätte ich mir mehr Details gewünscht.
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»Freiheit geht uns gar nichts an« Sieben Reisende, konfrontiert mit der Exotik und Härte des chinesischen Regimes
Sie kannten die Plätze, Kaiser und Pagoden aus den Nachrichten. Aber sie wollten alles sehen, hören und schmecken. Deshalb stehen sie nach einem langen Flug in Kirthan, vor ihnen der Reiseleiter, der Welterklärer. Er heißt Nime, ein junger Mann mit einer Stimme wie ein Märchenerzähler. Er wird ihnen den Tempel der ewigen Freundlichkeit zeigen, die schnurgeraden Prachtstraßen und das asiatische Essen.
Doch plötzlich ist Nime nicht mehr da. Und es stellt sich die Frage nach seinem Verschwinden und der Wahrheit hinter dem, was ihre Blicke erfassen.
»Alles was Sie sehen ist neu« kommt im Gewand des romantischen Reiseromans daher und zeigt die Begegnung mit dem Leben unter totalitärer Herrschaft, wie es westliche Reisende nicht erwarten.
»Eine aufwühlende Anklage aller Formen der Diktatur.« MDR
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Annette Pehnt, geboren 1967 in Köln, studierte und arbeitete in Irland, Schottland, Australien und den USA. Heute lebt sie mit ihrer Familie in Freiburg und Hildesheim, wo sie das Institut für Literarisches Schreiben & Literaturwissenschaft leitet. 2001 veröffentlichte sie ihren ersten Roman »Ich muß los«, für den sie unter anderem mit dem Mara-Cassens-Preis ausgezeichnet wurde. 2002 erhielt sie in Klagenfurt den Preis der Jury für einen Auszug aus dem Roman »Insel 34«, 2008 den Thaddäus-Troll-Preis sowie die Poetikdozentur der Fachhochschule Wiesbaden und 2009 den Italo Svevo-Preis. 2022 wurde sie mit dem Rheingauer Literaturpreis und 2023 mit dem Großen Preis des Deutschen Literaturfonds für ihr Gesamtwerk ausgezeichnet, und 2026 erhielt sie den Johann-Peter-Hebel-Preis. 2011 erschien ihr Roman »Chronik der Nähe«, im selben Jahr erhielt sie den Solothurner Literaturpreis sowie den Hermann Hesse Preis. Darüber hinaus schrieb sie mehrere Kinderbücher, unter anderen »Der Bärbeiß«. Zuletzt veröffentlichte sie »Einen Vulkan besteigen«.
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Eine unruhige Reise in ein fremdes Land
Die Kapitel nähern sich der immer gleichen Person aus jeweils unterschiedlichen Zeiten (1990-2019) und Perspektiven (Kinder, Klassenkameradin, Touristen, etc) ohne je das Innenleben und die Gedanken eben dieser zu offenbaren. Wir lernen den Protagonisten nur durch die Augen der anderen kennen und dazu viele Alltagssituationen und Regeln des fiktiven Landes Kirthan. So bekomme ich als Leserin einen Eindruck ohne objektive Sicherheit zu erlangen und bleibe seltsam fremd. Mein bisher viertes Buch von Pehnt, deren Schreibstil ich sehr mag. Der ständige Erzähler- und Jahreswechsel unterbricht für mich aber den Lesefluss. „Die Erbsen werden hier wachsen, sagt Nime und es klingt wie eine Zeile eines Gedichtes, das ich früher in der Schule auswendig lernen musste.“
Den Anfang vom Buch fand ich noch nicht so spannend dann hat es mich im Mittelteil sehr interessiert und das Ende hat mich ein bisschen unbefriedigt zurück gelassen. Im ersten Abschnitt geht es um eine Erzählerin, die mit ihrem Vater und einer Reisegruppe Urlaub in Kirthan macht. Von den Beschreibungen ähnelt das Land China. Im nächsten Abschnitt war ich dann irritiert, da es scheinbar um ganz andere Personen und eine andere Zeiten geht. Eine bestimmte Person zieht sich durch alle Abschnitte durch. Manchmal kennt die Erzählerin / der Erzähler diese Person nur kurz und manchmal gehört diejenige/derjenige zum engeren Bekannten- oder Familienkreis. Man lernt den Protagonisten der Geschichte nur aus Erzählungen von anderen Menschen kennen. Eine interessante Erzählweise aber manchmal hätte ich mir mehr Details gewünscht.





