Blue Sisters
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Description
Book Information
Characteristics
2 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Was ein Verlust so anrichten kann…
In Blue Sisters geht es um 3, ehemals 4 Schwestern. Die eine Schwester verstirbt und 1 Jahr später erleben wir, wie die restlichen 3 das ganze verarbeiten. Es geht sehr in die Tiefe. Wir haben hier auch ganz präsent das Thema Sucht & Endometriose. Ich musste mich erstmal rein finden, da ich das Buch auf englisch gelesen habe. Mir fiel es auch erst schwer mich auf die Protagonisten einzulassen aber zum Ende hin war es doch nochmal emotional und sehr nahbar. Ich finde es sehr gut, dass die Erkrankung Endometriose thematisiert wurde und welche Folgen es haben kann. Die Erkrankung hat einfach mehr Aufmerksamkeit in unserer Gesellschaft verdient, vor allem da so viele davon betroffen sind (Dunkelziffer wahrscheinlich höher).
Hat mir sehr gut gefallen und ich, als große Schwester, hab mich in vielen Situationen selbst wieder gefunden. Ich mochte das starke Band der Schwestern, auch wenn ihre Liebe zueinander auch einigen Schwierigkeiten ausgesetzt war. Auch die Trauerbewältigung kann ich tief nachvollziehen, vor allem am Ende des Buches, wenn Avery darüber spricht, wie sehr sie ihre Schwester Nicky vermisst und immer vermissen wird und dass nur noch das bleibt, das ewige Vermissen, ohne Erfüllung, ohne Wiedersehen ohne Antwort... (vgl S 328) Diese Stelle hat mich wohl am meisten bewegt und getroffen. Das Happy End fand ich sehr passend und schön beschrieben, aus Baby Nicoles Sicht.
Ihre Köpfe waren allesamt einander zugeneigt, als schreckten sie vor etwas zurück, was jenseits des Gemäldes lag. Damals waren sie vier wie eine kleine Ziegenherde, dachte Bonnie. Sie sah sich und die anderen vor sich, wie sie einen Weg durch das zerklüftete Gebirge ihrer Kindheit suchten, jene schroffe, unwirtliche Gegend; Avery und Bonnie die starken, wendigen Ziegen, die voranliefen, Nicky und Lucky, die flauschigen Zicklein, die hinterhertollten. "Gut, dass ihr einander habt," hatte die Künstlerin gesagt und sie mit ernster Miene betrachtet, während sie an dem Bild arbeitete. "Euren Schwestern gegenüber müsst ihr euch nie erklären." - Zitat, Seiten 140, 141 Nachdem die Schriftstellerin Coco Mellors mit ihrem Debüt "Cleopatra und Frankenstein" einen internationalen Bestseller vorgelegt hat, widmet sie sich in dem vorliegenden Roman der Geschichte der "Blue Sisters", vier Schwestern, von denen eine Schwester bereits verstorben ist, als wir in die Handlung einsteigen. Versprochen wird uns laut Klappentext eine warmherzige Geschichte, sprachlich brillant, und mit psychologischen Tiefgang. Aber kann der Roman die damit geweckten Erwartungen erfüllen? Ausgangspunkt der Geschichte ist die Nachricht der Mutter an ihre Töchter, dass die Eltern gedenken, in naher Zukunft die Wohnung ihrer verstorbenen Tochter Nicky in New York zu verkaufen und die Schwestern damit aufgefordert werden, sich mit dem Nachlass zu beschäftigen, denn die verwaiste Wohnung ist bisher unangetastet geblieben. Der tragische Todesfall der jungen Frau, der sich in dieser Wohnung ereignete, ist gerade mal ein Jahr her. Es ist also eine delikate Ausgangslage, die beim Lesen jede Menge Fragen aufwirft und auch für Spannung sorgt. Da zudem bereits in Kapitel 1 das starke Band der Schwesternschaft heraufbeschworen wurde, möchte man unbedingt diese Schwestern kennenlernen und sehen, wie sich die Dynamik zwischen ihnen entwickelt. Doch leider sind diese drei Protagonistinnen, die alle ein Liebessuchtproblem haben, sehr plakativ und irgendwie auch oberflächlich gestaltet. Da ist Avery, die taffe Anwältin und trockene Alkoholikerin, die mit ihrer Ehefrau in London lebt und im Begriff ist, ihre Ehe an die Wand zu fahren. Dann ist da Bonnie, die zurückgezogen in USA lebt, nachdem ihr geliebter Trainer bei ihrem letzten Boxkampf das Handtuch in den Ring geworfen hat. Zuletzt ist da noch die jüngste Schwester Lucky, die seit Jahren modelt und das Partygirl gibt, aber sehr wahrscheinlich auch ein Drogen- und Alkoholproblem hat. Ach, und natürlich sind alle drei einfach wunderschön und mit den Schatten einer traurigen Kindheit belegt. Man kann sich die Geschichte so gut als Popkornkino vorstellen mit all den filmreif geschilderten Szenen (inklusive Sex und Drama pur). Aber dieser eindeutig dopamingesteuerte Plot ist auf die Dauer für die Lesenden doch ziemlich ermüdend und nervig. Dieser Roman schafft weder ein Bewusstsein für die wirklich wichtigen Themen im Buch, weil er entweder nur an der Oberfläche bleibt oder Kalenderspruchweisheiten als Lösung anbietet; noch eine emotionale Verbindung zu diesen für die meisten doch sehr lebensfern gestalteten Figuren. FAZIT Schwesterngeschichten lese ich sonst so gerne, aber dieser Roman hat mich überhaupt nicht abgeholt. Die übertriebene, fast theatralische Gestaltung mancher Szenen hat mich tierisch genervt und das Ende fand ich super kitschig. Für eine leichte Unterhaltung wäre die Geschichte geeignet gewesen, aber der Roman will mehr sein - und scheitert dabei. Allerdings erfreut sich der Roman auch durchaus großer Beliebtheit. Daher ist das natürlich nur mein ganz subjektiver Eindruck. Und die Lektüre hat mich an ein Lied von Phil Collins erinnert: "When I'm feeling blue, all I have to do, is take a Look at you ..." Wer erkennt das Lied?
"As long as you are alive, it is never too late to be found."
Ein Buch über Schwestern, die ein gemeinsames aber auch persönliche Schicksale teilen. Drei Schwestern, die nicht ungleicher sein können haben ihre vierte Schwester verloren. Die Mutter will die Wohnung der vierten Schwester auflösen und nun sind sie alle, ein Jahr nach ihrem Tod, wieder mit der Wahrheit konfrontiert, es nie wirklich verarbeitet zu haben.. Die drei verbliebenen Schwestern haben alle eine so unterschiedliche Lebensgestaltung und doch hat jede ihre individuelle Probleme und Süchte aufgebaut.. ich fand es unheimlich zäh in die verschiedenen Welten der jeweiligen Schwestern einzutauchen und habe zwischendurch immer wieder Namen und Zusammenhänge vergessen, weil es alles nur an der Oberfläche angekratzt wird und es zu viele Sichtweisenänderungen gibt meiner Meinung nach. An sich eigentlich ein schönes Buch mit tollem Thema von Zusammenhalt, Trauer, Trauerbewältigung, aber für mich leider völlig langweilig und zu oberflächlich gestaltet..
Suchtgefahr!!
Dieses Juwel habe ich unerwartet an 4 Tagen weggesuchtet-sowohl als Printausgabe, als auch als Hörbuch. Beides sehr zu empfehlen. Die Blue-Schwestern eint ein tief sitzender familiäre Schmerz, verschiedenste Suchtprobleme und die Sehnsucht und Hoffnung auf eine hellere Zukunft. Die Charaktere sind unglaublich vielschichtig und gut ausgearbeitet! Ich hab‘s geliebt!!
In Blue Sisters lernen wir die drei Schwestern Lucky, Bonnie und Avery kennen. Bis vor Kurzem hatten sie noch eine 4. Schwester, Lucky, die verstorben ist. In jedem Kapitel erfährt man abwechselnd aus den Perspektiven der verbliebenen Schwestern, wie sie mit der Trauer umgehen, was ihren Alltag ausmacht, was sie erlebt haben und wie sie die Familiendynamik wahrnehmen. Insgesamt fand ich das thematisch super spannend und interessant. Die wechselnden Perspektiven haben mir super gefallen und dass ich so nach und nach mehr über jede Schwester (und auch über die verstorbene Nicky) erfahren hab. Der Einstieg fiel mir etwas schwer, leider kann ich bei langen Kapiteln auch nicht so super aufmerksam lesen und brauche viel länger, muss öfter nochmal zurück. 🫠 zum Ende hin wurde es aber richtig richtig gut und auf der letzten Seite bin ich richtig emotional geworden!
Als älteste von drei Schwestern kann ich sagen, dass mich das Buch sehr berührt hat. Ich konnte mich dementsprechend sehr gut mit Avery und ihren Gedanken identifizieren, da ich genauso alles für meine jüngeren Schwestern tun würde. Eine Schwester zu verlieren, kann ich mir garnicht vorstellen - das Buch hat dieses Leid, die Schuldgefühle und die Identitätskrise, die das bei den anderen ausgelöst hat sehr gut vermittelt. Ich konnte mit allen Charakteren sehr mitfühlen und auch die teilweise schwierigen und verwerflichen Handlungen irgendwie nachvollziehen - jede der Schwestern war stark auf ihre eigene Art und Weise. Es wurde nichts beschönigt, es war einfach realistisch.

Langweiliges Familiendrama🫣👎🏻
Mir war von Anfang an klar, dass dieses Buch kein Romance Buch oder sonst was ist. Ich wusste schon dass es sich um einen Roman über 4 Schwestern handelte und dachte, das es mir ja gefallen könnte… Falsch gedacht. Ich habe nichts gefühlt, rein gar nichts !! Weder Trauer, noch Freude, noch sonst irgendwas. Für mich war dieses Buch zäh und gähnend langweilig. Ab und zu gab es ein paar aufmunternde Worte und einige Stellen regten auch minimal zum Nachdenken an, aber ich kann nicht sagen das, dass Buch mich jetzt verändert hat oder das es etwas völlig neues ist. In diesem gesamten Buch ist rein gar nichts passiert und ich kann auch hier wieder die vielen positiven Rezensionen nicht nachvollziehen. Ich hatte echt Probleme dran zu bleiben und habe mich durchgequält. Keine Empfehlung!
"And yet from this surrender to reliance comes a capacity for individual resistance that's almost inhuman. Boxers are trained to be all fight, no flight." This book was swirling with emotions. The depictions of feeling and place were striking. Coco Mellors has the ability to make you feel like you are in a beautifully restored house in Hampstead, fuming with anger, in a crumbling cabin upstate NY confused and needing your mother or in a fancy atelier in Paris about to throw up. The writing was just gorgeous with meticulous attention to detail. The characters felt so real as if they could just walk off the page. Dialogues so believable you forget there’s a page between you and the characters talking. There's something so fascinating about family dynamics and especially sibling dynamics. Messy and raw characters working through their grief. It showed how your identity can be tied to those family dynamics and what happend if those dynamics change. It dealt with the complexity of addiction and the effects it has on the individual and those around them. Keep your Kleenex close! This book will bring out ugly tears.
Da der Klappentext so nach interessanter Familiengeschichte klang, wollte ich diese gern kesen. Doch nach dem 1. Viertel habe ich abgebrochen, da kein Zugang zu Protagonistinnen und Schreibstil. Auch zur Grundstory hatte ich keine Verbindung aufbauen können und kein Interesse entwickelt. Die Protagonistinnen waren mir zu frend. Hab es erst mal weggekegt.
Aus 4 wurden 3
Nach dem plötzlichen Tod ihrer Schwester Nicky müssen die Blue Sisters sich an ihre neue Lebensrealität gewöhnen. Wo es vorher immer 4 Perspektiven gab, existieren nun nur noch 3 – ein Bruch in der Symmetrie ihrer Beziehungen, mit welchem sie nur schwer zurechtkommen. Auch ein Jahr nach dem schrecklichen Ereignis nicht. Wir begleiten Avery, Bonnie und Lucky und gewinnen einen Einblick in ihr Leben und ihre Gefühlswelten - jede geprägt von ihren eigenen Problemen. Wir werden konfrontiert mit Gewalt und Drogenmissbrauch, exzessiven Partys und psychischen Problemen, aber auch mit divergenten Gefühlen und der überwiegenden Trägheit der Trauer, nachdem man einen geliebten Menschen verloren hat. Dabei beschreibt Mellors ihre Protagonistinnen so detailliert und voller Feingefühl, dass die Schwestern mit jeder weiteren Zeile zum Leben erwachen. Ein wundervoll melancholisches Buch über die einzigartige Verbindung von Geschwistern – auch über den Tod hinaus.

Blue Sisters – intensiv, schonungslos, bewegend
Dieses Buch hat mich wirklich tief berührt. Drei Schwestern, die durch die gemeinsame Trauer verbunden sind und sich gleichzeitig doch so fern fühlen. Jede kämpft auf ihre ganz eigene Weise mit dem Verlust, mit alten Wunden, mit der Sehnsucht nach Liebe und Halt. Die fehlende Zuneigung der Eltern, die Süchte, die sie seit ihrer Kindheit begleiten, und die komplizierte Schwesternliebe prägen ihr Leben. Mal zerstörerisch, mal rettend, aber immer voller Intensität. Die erste Hälfte des Romans war für mich ein vorsichtiges Kennenlernen. Doch irgendwann kam der Moment, an dem ich völlig in der Geschichte versunken bin. Ab da habe ich mitgefühlt, mitgelitten und konnte nicht mehr aufhören zu lesen. Ich war oft entsetzt über ihr Verhalten, über ihren Selbsthass, und gleichzeitig voller Mitgefühl für sie, für ihr Leid. Ein kraftvoller, emotionaler Roman über Familie, Schmerz, Nähe und Distanz, der mich noch lange beschäftigen wird.

Intensiv
Bereits nach wenigen Seiten wusste ich, dass das Buch nicht einfach werden würde. Wir lernen die vier Schwestern kennen, die mit dem Tod einer klarkommen müssen und erfahren nach Vorstellungskapiteln immer mehr aus dem Leben der Schwestern, ihr Fühlen und Denken, ihre Probleme und vor allem, wie sie versuchen, mit ihrem Verlust zurecht zu kommen. Während die eine Schwester ihre Passion im Boxsport gefunden hat, willensstark ist, hat die andere eine Modelkarriere in frühen Jahren begonnen - Alkohol und Drogen sind bei ihr Alltag. Liebe, die Frage nach Kindern, Betrug, das beschäftigt die nächste Schwester, während wir erfahren, wie es zum Tod der vierten Schwester gekommen ist. Alle vier hatten ihre Probleme und je mehr wir erfahren, umso mehr versteht man, wie schwer es ist, diesem Strudel zu entfliehen. Mellors beschreibt eine intensive Geschichte über eine dysfunktionale Familie, über Schwestern, die zwischen Kämpfen und sich selbst verlieren stehen, schafft es dabei aber auch immer mal wieder kleine amüsante Szenen einzubauen, hat es aber leider nicht geschafft, mich zu 100% emotional abzuholen - auch wenn ich bei ein paar Szenen heftig Schlucken musste. Ist das schlimm? Nein. Denn die Geschichte der vier Schwestern war für mich ein intensives Leseerlebnis mit nur wenigen Längen, wurde fantastisch erzählt und bietet gegen Ende sogar eine kleine Überraschung, die aber die Augen öffnet. Absolute Empfehlung, wenn man gerne mal bedrückende, intensive Dramen liest.

Diese Geschichte hat wehgetan.
Sie war stellenweise hart und beängstigend nah an der Realität. Genau deshalb verdient sie eigentlich eine sehr gute Bewertung – weil sie so intensiv wirkt. Für mich war sie aber schwer verdaulich. Ich habe unglaublich viel annotiert, weil so vieles mich tief getroffen hat. Gleichzeitig musste ich mir immer wieder Pausen nehmen und zwischendurch etwas anderes lesen, um durchatmen zu können. Am meisten berührt hat mich Bonnies Perspektive – sie hat ein Ziel, an dem sie festhält, und kämpft mit aller Kraft dafür. Das hat der Geschichte einen Lichtblick gegeben, der mir besonders gefallen hat. Triggerwarnung (Spoiler): Drogenmissbrauch, Tod, Vernachlässigung, Gewalt, Betrug.

Was für ein tolles Buch, das viele Themen bearbeitet. Schwesternschaft, Trauer, Verlust, Suchterkrankungen… Alle Figuren wirkten so real mit ihre eigenen Problemen und die Beziehungen der Schwestern zueinander, aber auch die komplizierte Beziehung zu den Eltern waren so eindrucksvoll beschrieben. Ich werde auf jeden Fall auch das erste Buch der Autorin lesen.
Die Geschichte von 4 Schwestern
Nach dem Tod der hoffnungsvollen, müssen sich 3 schwester all ihrer Dämonen stellen um wieder zusammen zu finden. Den Fehlern ihrer Mutter, den eigenen und der Tatsache wie kaputt ihre Kibdheit mit einem Alkohol abhängigen Vater mitten in New York eigendlich war. Sehr ehrlich, tragisch und hart...aber am schluss bleibt immer die Hoffnung. Für alle Schwestern die ihre Stärke aus einer kaputten Familie und dem festen und tiefen Band zueinander ziehen.
Wunderschönes 2. Buch von Coco Mellors
Ich habe das Debüt von Mellors noch nicht gelesen, aber Blue Sisters hat mich überzeugt Cleopatra und Frankenstein auf meine Leseliste zu setzen. Drei Schwestern versuchen ein Jahr nach dem Tod ihrer 4. Schwester mit der Trauer, die sie immernoch begleitet, klarzukommen. Themen wie Sucht, Kummer und fehlgeleitete Ambitionen - neben vielen weiteren - werden aufgegriffen. Wunderschön mit Herz und auch Humor geschrieben, immer abwechselnd aus den 3 pov‘s der Schwestern. Meiner Meinung nach greift es auch auf sehr interessante Art und Weise gewisse Tabuthemen auf. Ich kann es nur weiter empfehlen!!
Ausdrucksstark und mit ganz vielen Gefühlen. Der unterschiedlichsten Art. Ich habe es geliebt.
Diese Geschichte geht um die Blue Schwestern. Nick, Bonnie, Avery und Nicky. Und vor allem um die zwischenmenschlichen Beziehungen und was eben jede einzelne Schwester ausmacht. Zudem geht's um Verlust und Trauer, weil Nicky nicht mehr unten Ihnen weit. Und das haut nämlich alle anderen aus der Bahn. Sehr Ausdrucksvoll und mit ganz vielen Gefühlen hat mich die Geschichte zurück gelassen. Kann es nur empfehlen.
Zu hohe Erwartungen Als Schwestern in einer dysfunktionalen Familie aufzuwachsen, wo der Vater trank und die Mutter keine Mutter sein wollte, war für keines der vier Mädchen leicht gewesen und hatte sie geprägt und zusammengeschweißt. Dass jetzt eine von ihnen, nämlich Nicki so früh verstorben ist, nach einer Medikamentenüberdosis, hat die verbliebenen Schwestern völlig aus der Bahn geworfen. Wir lernen Avery, Bonnie und Lucky als erwachsene Frauen kennen, wie sie mit ihren Gefühlen und ihren eigenen Süchten kämpfen. Auch die Schuldfrage stellt sich jede von ihnen. Hätten sie das Unglück vielleicht verhindern können? Ein Jahr nach Nicki‘s Tod wollen die Eltern das Haus in New York, in dem sie alle aufgewachsen sind und in dem Nicki zuletzt gewohnt hatte verkaufen. Alte Wunden werden aufgerissen und die Schwestern sehen sich erneut von ihrer Trauer überwältigt. Coco Mellors gelingt die Darstellung der sehr unterschiedlichen Charaktere der Schwestern und ihrer Beziehungsgeflechte wirklich gut. Die Tonalität der Geschichte ist oft melancholisch aber nicht hoffnungslos. Ich bin etwas schwer in den Roman hineingekommen. Mal wieder ausführlich über Drogen- und Alkoholmissbrauch zu lesen hat mich zunächst etwas genervt ehrlich gesagt und es hat gedauert mit den Schwestern warmzuwerden. Es wurde dann aber besser und spätestens zur Hälfte des Buches war ich dann doch gefesselt von der Geschichte, weil sich die Charaktere auch weiterentwickelt haben und sie mir langsam sympathischer wurden. Das Ende war mir ein bisschen zu weichgespült für all das, was zuvor passiert ist. Nun ja, da kann man unterschiedlicher Meinung sein. Viele werden dieses versöhnliche Ende sicherlich auch feiern. Das Hörbuch wurde toll eingesprochen von Jodie Ahlborn. Insgesamt hat mir die Geschichte ganz gut gefallen. Allerdings konnte sie die hohen Erwartungen die ich hatte nicht vollständig erfüllen. 3,5 Sterne
Ein Buch voller Schwesternliebe
Und allem, was bei Geschwistern eben noch mit dazu gehört. Neid, Wut, Freude, Sorge. Davon gibt es bei den drei Blue Schwestern nach dem Tod der vierten mehr als genug. Jeder kämpft anders mit den Abgründen, die sich nach dem Tod von Nicky auftun und sind auch ein Jahr nach dem Verlust kurz davor, von der Trauer in den Abgrund gerissen zu werden. Obwohl die drei Schwestern unglaublich klischeehafte Berufe belegen, hab ich mich ihnen doch verbinden gefühlt, tief in ihre Psyche geblickt und mitgelitten. Besonders Bonnie hat’s mir richtig angetan. Das war emotional, fesselnd, vielschichtig und für mich als Schwester besonders bei der zwischenmenschlichen Beziehung der Schwestern untereinander absolut nachvollziehbar. Tolles Buch, bin wirklich durch die Seiten geflogen!
ruhig, bezaubernd, still und doch gewaltig
Ich habe mich jeden Tag gefreut weiter in diesem Buch lesen zu dürfen. Jetzt ist es zu Ende und das macht mich traurig. Eine tolle Geschichte über Familie, aber auch über das Überleben als Mensch. Man erkennt sich irgendwo, irgendwie wieder in jeder der Schwestern, auf die ein oder andere Weise. Es trägt einen sacht und ruhig, aber es macht gewaltig was mit dir. Ein tolles Buch!
Eine schöne Geschichte um Trauer, Schmerz und den Verlust eines geliebten Menschens. Es zeigt, wie unterschiedlich Menschen mit so einem Verlust umgehen, wie sie dabei auseinander driften und wieder zueinander finden können. Die Story kann man wunderbar nebenher hören. Sie ist angenehm und schön geschrieben. Der Schreibstil ist bereits wie bei Cleopatra und Frankenstein einfach und schlicht gehalten. Dadurch kommt man schnell voran.
4 unterschiedliche Schwestern und doch in einem Schicksal vereint.
Das Buch handelt von den vier Blue Schwestern: Avery, Bonnie, Nicky und Lucky. Jedes Kapitel erzählt abwechselnd ein Stück der Geschichte der Schwestern. Nach einem tragischen Verlust kehren sie zurück in ihr Apartment in New York, welches demnächst verkauft werden soll. Auf der Suche nach einer Lösung und auch wieder zu sich selbst stolpern sie über eigene Fehler und versuchen sich, jede auf ihre Art und Weise, wieder ins Leben zu verlieben und ihren Weg zu gehen. Eine Wucht von Buch. Leben nach dem Verlust einer geliebten Person & Suchtkrankheiten. Normalerweise nicht meine Art von Buch, da ich eher leichte Kost in Bücherform bevorzuge. Jedoch bin ich froh dieses Buch endlich von meinem SuB gefischt zu haben.

Vier Schwestern, für immer verbunden
Das erste Buch ist Blue Sisters von Coco Mellors, welches im Mai 2024 erschien. Es geht um die Schwestern Avery, Bonnie, Nicky und Lucky. Die vier sind Erwachsen und jede lebt ihr eigenes unabhängiges Leben. Dennoch sind sie weiterhin eng miteinander verbunden und auch (Beziehungs-)Muster aus der Kindheit haben große Auswirkung auf ihr Verhalten. Ein Roman über Trauer, Suchterkrankungen, Abstinenz, Geschwisterliebe und Zuversicht. Ein packender Roman, der mich an vielen stellen sehr berührt und beeindruckt hat. Ich habe quasi jede freie Minute damit verbracht, das Buch zu hören. Die Stimme von Jodie Ahlborn hat für mich perfekt zu der Geschichte gepasst. Perfect Match.
So ein wunderschönes Buch, eine ganz besondere Geschichte über diese drei (vier) Schwestern. Coco Mellors hat es geschafft jeder ihre eigene Geschichte zu geben, die sich mit der der anderen zu einem Ganzen verflochten hat. Der Schreibstil ist so schön und besonders, reich an tollen Metaphern, aber nie zu euphemistisch, sondern immer schonungslos ehrlich. Ganz ganz toll ❤️
Ohne Erwartungen reingehört und absolut gefangen 🥰 Lieblingsbuch!
Ich bin traurig, dass das Buch zu Ende ist. Was für eine wundervolle Geschichte, welche so realitätsnah geschrieben ist. Vielleicht berührt sie mich auch besonders, weil ich auch Schwestern habe…aber ich konnte teilweise nicht aufhören weiterzuhören. Tolle Charaktere, starke Geschichte! Bin berührt und geflasht! Freue mich auf die nächsten Bücher von Coco Mellors!
„Aber das Vermissen nimmt kein Ende. Mein Leben hat sich aufgeteilt in ein Davor und ein Danach.“ (S.427)
Die drei Blue Schwestern müssen den Verlust ihrer vierten Schwester verarbeiten. Sie geraten immer wieder aus der Bahn und brechen den Kontakt zueinander ab. Jede von ihnen geht mit dem Verlust anders um. Sie treffen sich erst am Todestag wieder, um den Verkauf des Elternhauses zu verhindern. Dabei geraten sie aneinander und es sieht so aus, als ob sie sich erneut verlieren. Avery, Bonny, Lucky und Nicky werden direkt am Anfang detailliert dargestellt, sodass man einen guten Überblick über die Protagonistinnen bekommt. Die Kapitel sind aus der Perspektive der jeweiligen Charaktere geschrieben. Die Vergangenheit und die Gegenwart werden gut miteinander verbunden, sodass man sehr gut nachvollziehen kann, wieso jede Schwester so ist wie sie ist. Man wird mit schweren Themen, wie zum Beispiel Gewalt, Trauer, Sucht und psychischen Problemen konfrontiert. Diese werden realistisch, nahbar und emotional beschrieben. Man hat das Gefühl, die Charaktere zu kennen und mitten im Geschehen zu sein. Obwohl die Geschichte so traurig ist, gibt es einige Stellen zum Lachen, Hoffen und Mitfiebern. Einige Kapitel sind mir zu lang gewesen, weshalb ich einen halben Stern abziehe. Klare Leseempfehlung.

Für mich schwächer als der Vorgänger Cleopatra und Frankenstein
Coco Mellors erstes Buch habe ich sehr geliebt. Deshalb hatte ich mich auch unglaublich auf die Blue Sisters (Achtung Wortspiel) gefreut. Aber ich hatte so meine Probleme den richtigen Einstieg ins Buch zu finden. Vielleicht war es mir ein bisschen zu "blue", zuviele Drogen, zuviel Selbstzerstörung, einfach zuviel von Allem irgendwie. Ich habe mich mit keiner der Schwestern verbunden gefühlt, die waren mir alle "zu drüber". Insgesamt war es auch deshalb einfach kein Buch das ich nicht mehr aus der Hand legen konnte, bei dem ich unbedingt wissen wollte wie es weitergeht. Und so hat es sich auch durchgezogen. Definitiv kein gute Laune Buch sondern eher eins das mich zumindest ein bisschen runtergezogen hat. Aber für manche Lesestimmungen kann es natürlich trotzdem das perfekte Buch sein. Für andere, nicht für mich. Schade Dennoch möchte ich anmerken dass Coco Mellors eine wunderschöne Sprache hat. Manche Sätze funkeln wie der glitzernde Zement der New Yorker Bürgersteige.
Ein Buch für jede Schwester & jede Trauernde & jede trauernde Schwester
Ufff, das ist das erste Buch bei dem ich geheult habe. Und zwar so richtig. In dem Buch wird fantastisch gezeigt, dass es nach dem ersten Todestag mit der Trauer nicht vorbei ist. Da geht es erst so richtig los mit der Trauerverarbeitung. Dass die Realisation erst so richtig einsetzt. Dass man sich Dinge sucht, die einen fühlen lassen. Dass man trotz der Leere noch am Leben ist. Dass man akzeptieren muss, dass man jetzt anders ist. Dass man sich auf eine Art neu erfinden muss. Dass man Beziehungen zu gewissen Menschen nicht mehr aufrecht erhalten kann. Dass man Beziehungen zu gewissen Menschen wieder intensivieren kann. Und dass man in der Trauer Dinge tut, die oft nicht okay sind - man sie aber trotzdem macht. Es geht um Schwesternschaft, Drogenmissbrauch, Endometriose, Selbstzerstörung, Sucht in allen Facetten, Flucht und Auseinandersetzung mit dem Tod einer Schwester. "Aber das Vermissen nimmt kein Ende. Mein Leben hat sich aufgeteilt in ein Davor und ein Danach. [...]" (S. 427) Der letzte Monolog von Avery hat mich dann so richtig zerissen. Ich habe ganz viel mitgefühlt und nachvollziehen können. Die Schwestern und ihre Beziehungen zueinander werden unglaublich authentisch dargestellt.
Jahreshighlight!
Ich weiß, ihr kennt das Buch. 1000 Mal gesehen hier. Aber es sollte auch unbedingt eine riesengroße Bühne bekommen! Denn es ist ein absolutes Highlight! Ich habe es gerade in meinem ersten Urlaub mit Baby verschlungen und werde es wohl immer mit dieser für mich ganz besonderen Zeit in Verbindung bringen ♡ Zur Geschichte selbst muss ich wahrscheinlich nicht mehr viel sagen. Die Protagonistinnen sind drei Schwestern, Bonnie, Avery und Lucky, die ihre Schwester Nicky vor einem Jahr verloren haben. Die Wege der drei ganz unterschiedlichen Frauen haben sich nach dem großen Schicksalsschlag zerstreut und jede der Schwestern hadert mit dem Verlust und darüber hinaus mit ihren ganz eigenen Problemen, wie Sucht, Beziehungskrise oder unerfüllter Liebe. Doch die drei müssen sich wieder annähern, da die ehemalige Familienwohnung in New York aufgelöst werden soll. Eine große emotionale Herausforderung die vor den Frauen steht. Ich liebe es, wie detaillreich Coco Mellors ihre Charaktere zeichnet. Wie schon bei "Cleopatra und Frankenstein" hatte ich irgendwann das Gefühl, die Personen zu kennen, von denen ich da gerade lese. Die drei Schwestern sind so unterschiedlich und doch ist jede einzelne auf ihre Art liebenswert. Die Sprache, die Coco Mellors wählt, lässt einen durch die Seiten fliegen und ich hatte niemals das Gefühl, dass Passagen der knapp 450 Seiten überflüssig waren. Blue Sisters ist einfach ein rundum gelungener Roman, der Mellors Vorgängerwerk noch übertrifft, und von jedem/jeder gelesen werden sollte!

Ich liebe Coco Mellors !
Liebe diese Emotionen, die ihre Geschichten in mir auslösen. Ja was soll ich sagen - ich habe paar Tränchen vergossen. Es gab einige Schlüsselszenen, die unfassbar aussdrucksstark waren, obwohl es nicht viel an Worten verlangte. Wie macht diese Autorin das bloß? Das Gespräch mit Avery und ihrer Mutter - Bonnies erster Besuch im Boxclub mit Nicky - das Aufeinandertreffen und die Auseinandersetzung der drei Schwestern - Ich bin selbst Einzelkind und konnte mit diesem Buch vlt. ansatzweise verstehen, wie es ist Geschwister zu haben.
Ich habe hier ein ähnliches Dilemma wie bei ihrem Debütroman.
Ich habe mich sehr auf blue sisters gefreut. Geschichten über Geschwister, lese ich sehr gerne. Man verfolgt Avery, Bonnie und Lucky- 3 Schwestern die mit dem Verlust ihrer Schwester Nicky zu kämpfen haben. Die Schwestern könnten unterschiedlicher nicht sein. Was mir sofort aufgefallen ist, war Coco Mellors Schreibstil, der mir einfach richtig gut gefällt. Das Buch bedarf sich vieler Dialoge, die super natürlich und nachvollziehbar wirkten. Generell hat sich die Geschichte sehr natürlich angefühlt. Ich konnte mich in alle Schwestern hinein versetzen weil ich in jeder Dinge gefunden habe in denen ich mich selbst wieder gesehen habe. Was ich nicht so mochte war das sich nur auf typische Klischees konzentriert wurde und mir dann doch die Individualität und somit auch diese charakterliche Tiefe gefehlt hat. Ja jede Schwester hatte ihre Probleme und der Kummer des Verlusts war schon spürbar aber es hat trotzdem etwas gefehlt. Die Story war mir einfach zu rund und dadurch irgendwie zu flach. Auch das Ende war so „mh ja oke“ und Mellors hat die Wendung in ihrer Danksagung erklärt aber für die Geschichte der Schwestern war mir das dann doch zu wenig. All in all hab ich das Buch gern gelesen und es hat mich gut unterhalten, war mir leider dann einfach wie Cleopatra & Frankenstein (ihr Debüt) doch zu flach.
Characteristics
2 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
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Book Information
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Was ein Verlust so anrichten kann…
In Blue Sisters geht es um 3, ehemals 4 Schwestern. Die eine Schwester verstirbt und 1 Jahr später erleben wir, wie die restlichen 3 das ganze verarbeiten. Es geht sehr in die Tiefe. Wir haben hier auch ganz präsent das Thema Sucht & Endometriose. Ich musste mich erstmal rein finden, da ich das Buch auf englisch gelesen habe. Mir fiel es auch erst schwer mich auf die Protagonisten einzulassen aber zum Ende hin war es doch nochmal emotional und sehr nahbar. Ich finde es sehr gut, dass die Erkrankung Endometriose thematisiert wurde und welche Folgen es haben kann. Die Erkrankung hat einfach mehr Aufmerksamkeit in unserer Gesellschaft verdient, vor allem da so viele davon betroffen sind (Dunkelziffer wahrscheinlich höher).
Hat mir sehr gut gefallen und ich, als große Schwester, hab mich in vielen Situationen selbst wieder gefunden. Ich mochte das starke Band der Schwestern, auch wenn ihre Liebe zueinander auch einigen Schwierigkeiten ausgesetzt war. Auch die Trauerbewältigung kann ich tief nachvollziehen, vor allem am Ende des Buches, wenn Avery darüber spricht, wie sehr sie ihre Schwester Nicky vermisst und immer vermissen wird und dass nur noch das bleibt, das ewige Vermissen, ohne Erfüllung, ohne Wiedersehen ohne Antwort... (vgl S 328) Diese Stelle hat mich wohl am meisten bewegt und getroffen. Das Happy End fand ich sehr passend und schön beschrieben, aus Baby Nicoles Sicht.
Ihre Köpfe waren allesamt einander zugeneigt, als schreckten sie vor etwas zurück, was jenseits des Gemäldes lag. Damals waren sie vier wie eine kleine Ziegenherde, dachte Bonnie. Sie sah sich und die anderen vor sich, wie sie einen Weg durch das zerklüftete Gebirge ihrer Kindheit suchten, jene schroffe, unwirtliche Gegend; Avery und Bonnie die starken, wendigen Ziegen, die voranliefen, Nicky und Lucky, die flauschigen Zicklein, die hinterhertollten. "Gut, dass ihr einander habt," hatte die Künstlerin gesagt und sie mit ernster Miene betrachtet, während sie an dem Bild arbeitete. "Euren Schwestern gegenüber müsst ihr euch nie erklären." - Zitat, Seiten 140, 141 Nachdem die Schriftstellerin Coco Mellors mit ihrem Debüt "Cleopatra und Frankenstein" einen internationalen Bestseller vorgelegt hat, widmet sie sich in dem vorliegenden Roman der Geschichte der "Blue Sisters", vier Schwestern, von denen eine Schwester bereits verstorben ist, als wir in die Handlung einsteigen. Versprochen wird uns laut Klappentext eine warmherzige Geschichte, sprachlich brillant, und mit psychologischen Tiefgang. Aber kann der Roman die damit geweckten Erwartungen erfüllen? Ausgangspunkt der Geschichte ist die Nachricht der Mutter an ihre Töchter, dass die Eltern gedenken, in naher Zukunft die Wohnung ihrer verstorbenen Tochter Nicky in New York zu verkaufen und die Schwestern damit aufgefordert werden, sich mit dem Nachlass zu beschäftigen, denn die verwaiste Wohnung ist bisher unangetastet geblieben. Der tragische Todesfall der jungen Frau, der sich in dieser Wohnung ereignete, ist gerade mal ein Jahr her. Es ist also eine delikate Ausgangslage, die beim Lesen jede Menge Fragen aufwirft und auch für Spannung sorgt. Da zudem bereits in Kapitel 1 das starke Band der Schwesternschaft heraufbeschworen wurde, möchte man unbedingt diese Schwestern kennenlernen und sehen, wie sich die Dynamik zwischen ihnen entwickelt. Doch leider sind diese drei Protagonistinnen, die alle ein Liebessuchtproblem haben, sehr plakativ und irgendwie auch oberflächlich gestaltet. Da ist Avery, die taffe Anwältin und trockene Alkoholikerin, die mit ihrer Ehefrau in London lebt und im Begriff ist, ihre Ehe an die Wand zu fahren. Dann ist da Bonnie, die zurückgezogen in USA lebt, nachdem ihr geliebter Trainer bei ihrem letzten Boxkampf das Handtuch in den Ring geworfen hat. Zuletzt ist da noch die jüngste Schwester Lucky, die seit Jahren modelt und das Partygirl gibt, aber sehr wahrscheinlich auch ein Drogen- und Alkoholproblem hat. Ach, und natürlich sind alle drei einfach wunderschön und mit den Schatten einer traurigen Kindheit belegt. Man kann sich die Geschichte so gut als Popkornkino vorstellen mit all den filmreif geschilderten Szenen (inklusive Sex und Drama pur). Aber dieser eindeutig dopamingesteuerte Plot ist auf die Dauer für die Lesenden doch ziemlich ermüdend und nervig. Dieser Roman schafft weder ein Bewusstsein für die wirklich wichtigen Themen im Buch, weil er entweder nur an der Oberfläche bleibt oder Kalenderspruchweisheiten als Lösung anbietet; noch eine emotionale Verbindung zu diesen für die meisten doch sehr lebensfern gestalteten Figuren. FAZIT Schwesterngeschichten lese ich sonst so gerne, aber dieser Roman hat mich überhaupt nicht abgeholt. Die übertriebene, fast theatralische Gestaltung mancher Szenen hat mich tierisch genervt und das Ende fand ich super kitschig. Für eine leichte Unterhaltung wäre die Geschichte geeignet gewesen, aber der Roman will mehr sein - und scheitert dabei. Allerdings erfreut sich der Roman auch durchaus großer Beliebtheit. Daher ist das natürlich nur mein ganz subjektiver Eindruck. Und die Lektüre hat mich an ein Lied von Phil Collins erinnert: "When I'm feeling blue, all I have to do, is take a Look at you ..." Wer erkennt das Lied?
"As long as you are alive, it is never too late to be found."
Ein Buch über Schwestern, die ein gemeinsames aber auch persönliche Schicksale teilen. Drei Schwestern, die nicht ungleicher sein können haben ihre vierte Schwester verloren. Die Mutter will die Wohnung der vierten Schwester auflösen und nun sind sie alle, ein Jahr nach ihrem Tod, wieder mit der Wahrheit konfrontiert, es nie wirklich verarbeitet zu haben.. Die drei verbliebenen Schwestern haben alle eine so unterschiedliche Lebensgestaltung und doch hat jede ihre individuelle Probleme und Süchte aufgebaut.. ich fand es unheimlich zäh in die verschiedenen Welten der jeweiligen Schwestern einzutauchen und habe zwischendurch immer wieder Namen und Zusammenhänge vergessen, weil es alles nur an der Oberfläche angekratzt wird und es zu viele Sichtweisenänderungen gibt meiner Meinung nach. An sich eigentlich ein schönes Buch mit tollem Thema von Zusammenhalt, Trauer, Trauerbewältigung, aber für mich leider völlig langweilig und zu oberflächlich gestaltet..
Suchtgefahr!!
Dieses Juwel habe ich unerwartet an 4 Tagen weggesuchtet-sowohl als Printausgabe, als auch als Hörbuch. Beides sehr zu empfehlen. Die Blue-Schwestern eint ein tief sitzender familiäre Schmerz, verschiedenste Suchtprobleme und die Sehnsucht und Hoffnung auf eine hellere Zukunft. Die Charaktere sind unglaublich vielschichtig und gut ausgearbeitet! Ich hab‘s geliebt!!
In Blue Sisters lernen wir die drei Schwestern Lucky, Bonnie und Avery kennen. Bis vor Kurzem hatten sie noch eine 4. Schwester, Lucky, die verstorben ist. In jedem Kapitel erfährt man abwechselnd aus den Perspektiven der verbliebenen Schwestern, wie sie mit der Trauer umgehen, was ihren Alltag ausmacht, was sie erlebt haben und wie sie die Familiendynamik wahrnehmen. Insgesamt fand ich das thematisch super spannend und interessant. Die wechselnden Perspektiven haben mir super gefallen und dass ich so nach und nach mehr über jede Schwester (und auch über die verstorbene Nicky) erfahren hab. Der Einstieg fiel mir etwas schwer, leider kann ich bei langen Kapiteln auch nicht so super aufmerksam lesen und brauche viel länger, muss öfter nochmal zurück. 🫠 zum Ende hin wurde es aber richtig richtig gut und auf der letzten Seite bin ich richtig emotional geworden!
Als älteste von drei Schwestern kann ich sagen, dass mich das Buch sehr berührt hat. Ich konnte mich dementsprechend sehr gut mit Avery und ihren Gedanken identifizieren, da ich genauso alles für meine jüngeren Schwestern tun würde. Eine Schwester zu verlieren, kann ich mir garnicht vorstellen - das Buch hat dieses Leid, die Schuldgefühle und die Identitätskrise, die das bei den anderen ausgelöst hat sehr gut vermittelt. Ich konnte mit allen Charakteren sehr mitfühlen und auch die teilweise schwierigen und verwerflichen Handlungen irgendwie nachvollziehen - jede der Schwestern war stark auf ihre eigene Art und Weise. Es wurde nichts beschönigt, es war einfach realistisch.

Langweiliges Familiendrama🫣👎🏻
Mir war von Anfang an klar, dass dieses Buch kein Romance Buch oder sonst was ist. Ich wusste schon dass es sich um einen Roman über 4 Schwestern handelte und dachte, das es mir ja gefallen könnte… Falsch gedacht. Ich habe nichts gefühlt, rein gar nichts !! Weder Trauer, noch Freude, noch sonst irgendwas. Für mich war dieses Buch zäh und gähnend langweilig. Ab und zu gab es ein paar aufmunternde Worte und einige Stellen regten auch minimal zum Nachdenken an, aber ich kann nicht sagen das, dass Buch mich jetzt verändert hat oder das es etwas völlig neues ist. In diesem gesamten Buch ist rein gar nichts passiert und ich kann auch hier wieder die vielen positiven Rezensionen nicht nachvollziehen. Ich hatte echt Probleme dran zu bleiben und habe mich durchgequält. Keine Empfehlung!
"And yet from this surrender to reliance comes a capacity for individual resistance that's almost inhuman. Boxers are trained to be all fight, no flight." This book was swirling with emotions. The depictions of feeling and place were striking. Coco Mellors has the ability to make you feel like you are in a beautifully restored house in Hampstead, fuming with anger, in a crumbling cabin upstate NY confused and needing your mother or in a fancy atelier in Paris about to throw up. The writing was just gorgeous with meticulous attention to detail. The characters felt so real as if they could just walk off the page. Dialogues so believable you forget there’s a page between you and the characters talking. There's something so fascinating about family dynamics and especially sibling dynamics. Messy and raw characters working through their grief. It showed how your identity can be tied to those family dynamics and what happend if those dynamics change. It dealt with the complexity of addiction and the effects it has on the individual and those around them. Keep your Kleenex close! This book will bring out ugly tears.
Da der Klappentext so nach interessanter Familiengeschichte klang, wollte ich diese gern kesen. Doch nach dem 1. Viertel habe ich abgebrochen, da kein Zugang zu Protagonistinnen und Schreibstil. Auch zur Grundstory hatte ich keine Verbindung aufbauen können und kein Interesse entwickelt. Die Protagonistinnen waren mir zu frend. Hab es erst mal weggekegt.
Aus 4 wurden 3
Nach dem plötzlichen Tod ihrer Schwester Nicky müssen die Blue Sisters sich an ihre neue Lebensrealität gewöhnen. Wo es vorher immer 4 Perspektiven gab, existieren nun nur noch 3 – ein Bruch in der Symmetrie ihrer Beziehungen, mit welchem sie nur schwer zurechtkommen. Auch ein Jahr nach dem schrecklichen Ereignis nicht. Wir begleiten Avery, Bonnie und Lucky und gewinnen einen Einblick in ihr Leben und ihre Gefühlswelten - jede geprägt von ihren eigenen Problemen. Wir werden konfrontiert mit Gewalt und Drogenmissbrauch, exzessiven Partys und psychischen Problemen, aber auch mit divergenten Gefühlen und der überwiegenden Trägheit der Trauer, nachdem man einen geliebten Menschen verloren hat. Dabei beschreibt Mellors ihre Protagonistinnen so detailliert und voller Feingefühl, dass die Schwestern mit jeder weiteren Zeile zum Leben erwachen. Ein wundervoll melancholisches Buch über die einzigartige Verbindung von Geschwistern – auch über den Tod hinaus.

Blue Sisters – intensiv, schonungslos, bewegend
Dieses Buch hat mich wirklich tief berührt. Drei Schwestern, die durch die gemeinsame Trauer verbunden sind und sich gleichzeitig doch so fern fühlen. Jede kämpft auf ihre ganz eigene Weise mit dem Verlust, mit alten Wunden, mit der Sehnsucht nach Liebe und Halt. Die fehlende Zuneigung der Eltern, die Süchte, die sie seit ihrer Kindheit begleiten, und die komplizierte Schwesternliebe prägen ihr Leben. Mal zerstörerisch, mal rettend, aber immer voller Intensität. Die erste Hälfte des Romans war für mich ein vorsichtiges Kennenlernen. Doch irgendwann kam der Moment, an dem ich völlig in der Geschichte versunken bin. Ab da habe ich mitgefühlt, mitgelitten und konnte nicht mehr aufhören zu lesen. Ich war oft entsetzt über ihr Verhalten, über ihren Selbsthass, und gleichzeitig voller Mitgefühl für sie, für ihr Leid. Ein kraftvoller, emotionaler Roman über Familie, Schmerz, Nähe und Distanz, der mich noch lange beschäftigen wird.

Intensiv
Bereits nach wenigen Seiten wusste ich, dass das Buch nicht einfach werden würde. Wir lernen die vier Schwestern kennen, die mit dem Tod einer klarkommen müssen und erfahren nach Vorstellungskapiteln immer mehr aus dem Leben der Schwestern, ihr Fühlen und Denken, ihre Probleme und vor allem, wie sie versuchen, mit ihrem Verlust zurecht zu kommen. Während die eine Schwester ihre Passion im Boxsport gefunden hat, willensstark ist, hat die andere eine Modelkarriere in frühen Jahren begonnen - Alkohol und Drogen sind bei ihr Alltag. Liebe, die Frage nach Kindern, Betrug, das beschäftigt die nächste Schwester, während wir erfahren, wie es zum Tod der vierten Schwester gekommen ist. Alle vier hatten ihre Probleme und je mehr wir erfahren, umso mehr versteht man, wie schwer es ist, diesem Strudel zu entfliehen. Mellors beschreibt eine intensive Geschichte über eine dysfunktionale Familie, über Schwestern, die zwischen Kämpfen und sich selbst verlieren stehen, schafft es dabei aber auch immer mal wieder kleine amüsante Szenen einzubauen, hat es aber leider nicht geschafft, mich zu 100% emotional abzuholen - auch wenn ich bei ein paar Szenen heftig Schlucken musste. Ist das schlimm? Nein. Denn die Geschichte der vier Schwestern war für mich ein intensives Leseerlebnis mit nur wenigen Längen, wurde fantastisch erzählt und bietet gegen Ende sogar eine kleine Überraschung, die aber die Augen öffnet. Absolute Empfehlung, wenn man gerne mal bedrückende, intensive Dramen liest.

Diese Geschichte hat wehgetan.
Sie war stellenweise hart und beängstigend nah an der Realität. Genau deshalb verdient sie eigentlich eine sehr gute Bewertung – weil sie so intensiv wirkt. Für mich war sie aber schwer verdaulich. Ich habe unglaublich viel annotiert, weil so vieles mich tief getroffen hat. Gleichzeitig musste ich mir immer wieder Pausen nehmen und zwischendurch etwas anderes lesen, um durchatmen zu können. Am meisten berührt hat mich Bonnies Perspektive – sie hat ein Ziel, an dem sie festhält, und kämpft mit aller Kraft dafür. Das hat der Geschichte einen Lichtblick gegeben, der mir besonders gefallen hat. Triggerwarnung (Spoiler): Drogenmissbrauch, Tod, Vernachlässigung, Gewalt, Betrug.

Was für ein tolles Buch, das viele Themen bearbeitet. Schwesternschaft, Trauer, Verlust, Suchterkrankungen… Alle Figuren wirkten so real mit ihre eigenen Problemen und die Beziehungen der Schwestern zueinander, aber auch die komplizierte Beziehung zu den Eltern waren so eindrucksvoll beschrieben. Ich werde auf jeden Fall auch das erste Buch der Autorin lesen.
Die Geschichte von 4 Schwestern
Nach dem Tod der hoffnungsvollen, müssen sich 3 schwester all ihrer Dämonen stellen um wieder zusammen zu finden. Den Fehlern ihrer Mutter, den eigenen und der Tatsache wie kaputt ihre Kibdheit mit einem Alkohol abhängigen Vater mitten in New York eigendlich war. Sehr ehrlich, tragisch und hart...aber am schluss bleibt immer die Hoffnung. Für alle Schwestern die ihre Stärke aus einer kaputten Familie und dem festen und tiefen Band zueinander ziehen.
Wunderschönes 2. Buch von Coco Mellors
Ich habe das Debüt von Mellors noch nicht gelesen, aber Blue Sisters hat mich überzeugt Cleopatra und Frankenstein auf meine Leseliste zu setzen. Drei Schwestern versuchen ein Jahr nach dem Tod ihrer 4. Schwester mit der Trauer, die sie immernoch begleitet, klarzukommen. Themen wie Sucht, Kummer und fehlgeleitete Ambitionen - neben vielen weiteren - werden aufgegriffen. Wunderschön mit Herz und auch Humor geschrieben, immer abwechselnd aus den 3 pov‘s der Schwestern. Meiner Meinung nach greift es auch auf sehr interessante Art und Weise gewisse Tabuthemen auf. Ich kann es nur weiter empfehlen!!
Ausdrucksstark und mit ganz vielen Gefühlen. Der unterschiedlichsten Art. Ich habe es geliebt.
Diese Geschichte geht um die Blue Schwestern. Nick, Bonnie, Avery und Nicky. Und vor allem um die zwischenmenschlichen Beziehungen und was eben jede einzelne Schwester ausmacht. Zudem geht's um Verlust und Trauer, weil Nicky nicht mehr unten Ihnen weit. Und das haut nämlich alle anderen aus der Bahn. Sehr Ausdrucksvoll und mit ganz vielen Gefühlen hat mich die Geschichte zurück gelassen. Kann es nur empfehlen.
Zu hohe Erwartungen Als Schwestern in einer dysfunktionalen Familie aufzuwachsen, wo der Vater trank und die Mutter keine Mutter sein wollte, war für keines der vier Mädchen leicht gewesen und hatte sie geprägt und zusammengeschweißt. Dass jetzt eine von ihnen, nämlich Nicki so früh verstorben ist, nach einer Medikamentenüberdosis, hat die verbliebenen Schwestern völlig aus der Bahn geworfen. Wir lernen Avery, Bonnie und Lucky als erwachsene Frauen kennen, wie sie mit ihren Gefühlen und ihren eigenen Süchten kämpfen. Auch die Schuldfrage stellt sich jede von ihnen. Hätten sie das Unglück vielleicht verhindern können? Ein Jahr nach Nicki‘s Tod wollen die Eltern das Haus in New York, in dem sie alle aufgewachsen sind und in dem Nicki zuletzt gewohnt hatte verkaufen. Alte Wunden werden aufgerissen und die Schwestern sehen sich erneut von ihrer Trauer überwältigt. Coco Mellors gelingt die Darstellung der sehr unterschiedlichen Charaktere der Schwestern und ihrer Beziehungsgeflechte wirklich gut. Die Tonalität der Geschichte ist oft melancholisch aber nicht hoffnungslos. Ich bin etwas schwer in den Roman hineingekommen. Mal wieder ausführlich über Drogen- und Alkoholmissbrauch zu lesen hat mich zunächst etwas genervt ehrlich gesagt und es hat gedauert mit den Schwestern warmzuwerden. Es wurde dann aber besser und spätestens zur Hälfte des Buches war ich dann doch gefesselt von der Geschichte, weil sich die Charaktere auch weiterentwickelt haben und sie mir langsam sympathischer wurden. Das Ende war mir ein bisschen zu weichgespült für all das, was zuvor passiert ist. Nun ja, da kann man unterschiedlicher Meinung sein. Viele werden dieses versöhnliche Ende sicherlich auch feiern. Das Hörbuch wurde toll eingesprochen von Jodie Ahlborn. Insgesamt hat mir die Geschichte ganz gut gefallen. Allerdings konnte sie die hohen Erwartungen die ich hatte nicht vollständig erfüllen. 3,5 Sterne
Ein Buch voller Schwesternliebe
Und allem, was bei Geschwistern eben noch mit dazu gehört. Neid, Wut, Freude, Sorge. Davon gibt es bei den drei Blue Schwestern nach dem Tod der vierten mehr als genug. Jeder kämpft anders mit den Abgründen, die sich nach dem Tod von Nicky auftun und sind auch ein Jahr nach dem Verlust kurz davor, von der Trauer in den Abgrund gerissen zu werden. Obwohl die drei Schwestern unglaublich klischeehafte Berufe belegen, hab ich mich ihnen doch verbinden gefühlt, tief in ihre Psyche geblickt und mitgelitten. Besonders Bonnie hat’s mir richtig angetan. Das war emotional, fesselnd, vielschichtig und für mich als Schwester besonders bei der zwischenmenschlichen Beziehung der Schwestern untereinander absolut nachvollziehbar. Tolles Buch, bin wirklich durch die Seiten geflogen!
ruhig, bezaubernd, still und doch gewaltig
Ich habe mich jeden Tag gefreut weiter in diesem Buch lesen zu dürfen. Jetzt ist es zu Ende und das macht mich traurig. Eine tolle Geschichte über Familie, aber auch über das Überleben als Mensch. Man erkennt sich irgendwo, irgendwie wieder in jeder der Schwestern, auf die ein oder andere Weise. Es trägt einen sacht und ruhig, aber es macht gewaltig was mit dir. Ein tolles Buch!
Eine schöne Geschichte um Trauer, Schmerz und den Verlust eines geliebten Menschens. Es zeigt, wie unterschiedlich Menschen mit so einem Verlust umgehen, wie sie dabei auseinander driften und wieder zueinander finden können. Die Story kann man wunderbar nebenher hören. Sie ist angenehm und schön geschrieben. Der Schreibstil ist bereits wie bei Cleopatra und Frankenstein einfach und schlicht gehalten. Dadurch kommt man schnell voran.
4 unterschiedliche Schwestern und doch in einem Schicksal vereint.
Das Buch handelt von den vier Blue Schwestern: Avery, Bonnie, Nicky und Lucky. Jedes Kapitel erzählt abwechselnd ein Stück der Geschichte der Schwestern. Nach einem tragischen Verlust kehren sie zurück in ihr Apartment in New York, welches demnächst verkauft werden soll. Auf der Suche nach einer Lösung und auch wieder zu sich selbst stolpern sie über eigene Fehler und versuchen sich, jede auf ihre Art und Weise, wieder ins Leben zu verlieben und ihren Weg zu gehen. Eine Wucht von Buch. Leben nach dem Verlust einer geliebten Person & Suchtkrankheiten. Normalerweise nicht meine Art von Buch, da ich eher leichte Kost in Bücherform bevorzuge. Jedoch bin ich froh dieses Buch endlich von meinem SuB gefischt zu haben.

Vier Schwestern, für immer verbunden
Das erste Buch ist Blue Sisters von Coco Mellors, welches im Mai 2024 erschien. Es geht um die Schwestern Avery, Bonnie, Nicky und Lucky. Die vier sind Erwachsen und jede lebt ihr eigenes unabhängiges Leben. Dennoch sind sie weiterhin eng miteinander verbunden und auch (Beziehungs-)Muster aus der Kindheit haben große Auswirkung auf ihr Verhalten. Ein Roman über Trauer, Suchterkrankungen, Abstinenz, Geschwisterliebe und Zuversicht. Ein packender Roman, der mich an vielen stellen sehr berührt und beeindruckt hat. Ich habe quasi jede freie Minute damit verbracht, das Buch zu hören. Die Stimme von Jodie Ahlborn hat für mich perfekt zu der Geschichte gepasst. Perfect Match.
So ein wunderschönes Buch, eine ganz besondere Geschichte über diese drei (vier) Schwestern. Coco Mellors hat es geschafft jeder ihre eigene Geschichte zu geben, die sich mit der der anderen zu einem Ganzen verflochten hat. Der Schreibstil ist so schön und besonders, reich an tollen Metaphern, aber nie zu euphemistisch, sondern immer schonungslos ehrlich. Ganz ganz toll ❤️
Ohne Erwartungen reingehört und absolut gefangen 🥰 Lieblingsbuch!
Ich bin traurig, dass das Buch zu Ende ist. Was für eine wundervolle Geschichte, welche so realitätsnah geschrieben ist. Vielleicht berührt sie mich auch besonders, weil ich auch Schwestern habe…aber ich konnte teilweise nicht aufhören weiterzuhören. Tolle Charaktere, starke Geschichte! Bin berührt und geflasht! Freue mich auf die nächsten Bücher von Coco Mellors!
„Aber das Vermissen nimmt kein Ende. Mein Leben hat sich aufgeteilt in ein Davor und ein Danach.“ (S.427)
Die drei Blue Schwestern müssen den Verlust ihrer vierten Schwester verarbeiten. Sie geraten immer wieder aus der Bahn und brechen den Kontakt zueinander ab. Jede von ihnen geht mit dem Verlust anders um. Sie treffen sich erst am Todestag wieder, um den Verkauf des Elternhauses zu verhindern. Dabei geraten sie aneinander und es sieht so aus, als ob sie sich erneut verlieren. Avery, Bonny, Lucky und Nicky werden direkt am Anfang detailliert dargestellt, sodass man einen guten Überblick über die Protagonistinnen bekommt. Die Kapitel sind aus der Perspektive der jeweiligen Charaktere geschrieben. Die Vergangenheit und die Gegenwart werden gut miteinander verbunden, sodass man sehr gut nachvollziehen kann, wieso jede Schwester so ist wie sie ist. Man wird mit schweren Themen, wie zum Beispiel Gewalt, Trauer, Sucht und psychischen Problemen konfrontiert. Diese werden realistisch, nahbar und emotional beschrieben. Man hat das Gefühl, die Charaktere zu kennen und mitten im Geschehen zu sein. Obwohl die Geschichte so traurig ist, gibt es einige Stellen zum Lachen, Hoffen und Mitfiebern. Einige Kapitel sind mir zu lang gewesen, weshalb ich einen halben Stern abziehe. Klare Leseempfehlung.

Für mich schwächer als der Vorgänger Cleopatra und Frankenstein
Coco Mellors erstes Buch habe ich sehr geliebt. Deshalb hatte ich mich auch unglaublich auf die Blue Sisters (Achtung Wortspiel) gefreut. Aber ich hatte so meine Probleme den richtigen Einstieg ins Buch zu finden. Vielleicht war es mir ein bisschen zu "blue", zuviele Drogen, zuviel Selbstzerstörung, einfach zuviel von Allem irgendwie. Ich habe mich mit keiner der Schwestern verbunden gefühlt, die waren mir alle "zu drüber". Insgesamt war es auch deshalb einfach kein Buch das ich nicht mehr aus der Hand legen konnte, bei dem ich unbedingt wissen wollte wie es weitergeht. Und so hat es sich auch durchgezogen. Definitiv kein gute Laune Buch sondern eher eins das mich zumindest ein bisschen runtergezogen hat. Aber für manche Lesestimmungen kann es natürlich trotzdem das perfekte Buch sein. Für andere, nicht für mich. Schade Dennoch möchte ich anmerken dass Coco Mellors eine wunderschöne Sprache hat. Manche Sätze funkeln wie der glitzernde Zement der New Yorker Bürgersteige.
Ein Buch für jede Schwester & jede Trauernde & jede trauernde Schwester
Ufff, das ist das erste Buch bei dem ich geheult habe. Und zwar so richtig. In dem Buch wird fantastisch gezeigt, dass es nach dem ersten Todestag mit der Trauer nicht vorbei ist. Da geht es erst so richtig los mit der Trauerverarbeitung. Dass die Realisation erst so richtig einsetzt. Dass man sich Dinge sucht, die einen fühlen lassen. Dass man trotz der Leere noch am Leben ist. Dass man akzeptieren muss, dass man jetzt anders ist. Dass man sich auf eine Art neu erfinden muss. Dass man Beziehungen zu gewissen Menschen nicht mehr aufrecht erhalten kann. Dass man Beziehungen zu gewissen Menschen wieder intensivieren kann. Und dass man in der Trauer Dinge tut, die oft nicht okay sind - man sie aber trotzdem macht. Es geht um Schwesternschaft, Drogenmissbrauch, Endometriose, Selbstzerstörung, Sucht in allen Facetten, Flucht und Auseinandersetzung mit dem Tod einer Schwester. "Aber das Vermissen nimmt kein Ende. Mein Leben hat sich aufgeteilt in ein Davor und ein Danach. [...]" (S. 427) Der letzte Monolog von Avery hat mich dann so richtig zerissen. Ich habe ganz viel mitgefühlt und nachvollziehen können. Die Schwestern und ihre Beziehungen zueinander werden unglaublich authentisch dargestellt.
Jahreshighlight!
Ich weiß, ihr kennt das Buch. 1000 Mal gesehen hier. Aber es sollte auch unbedingt eine riesengroße Bühne bekommen! Denn es ist ein absolutes Highlight! Ich habe es gerade in meinem ersten Urlaub mit Baby verschlungen und werde es wohl immer mit dieser für mich ganz besonderen Zeit in Verbindung bringen ♡ Zur Geschichte selbst muss ich wahrscheinlich nicht mehr viel sagen. Die Protagonistinnen sind drei Schwestern, Bonnie, Avery und Lucky, die ihre Schwester Nicky vor einem Jahr verloren haben. Die Wege der drei ganz unterschiedlichen Frauen haben sich nach dem großen Schicksalsschlag zerstreut und jede der Schwestern hadert mit dem Verlust und darüber hinaus mit ihren ganz eigenen Problemen, wie Sucht, Beziehungskrise oder unerfüllter Liebe. Doch die drei müssen sich wieder annähern, da die ehemalige Familienwohnung in New York aufgelöst werden soll. Eine große emotionale Herausforderung die vor den Frauen steht. Ich liebe es, wie detaillreich Coco Mellors ihre Charaktere zeichnet. Wie schon bei "Cleopatra und Frankenstein" hatte ich irgendwann das Gefühl, die Personen zu kennen, von denen ich da gerade lese. Die drei Schwestern sind so unterschiedlich und doch ist jede einzelne auf ihre Art liebenswert. Die Sprache, die Coco Mellors wählt, lässt einen durch die Seiten fliegen und ich hatte niemals das Gefühl, dass Passagen der knapp 450 Seiten überflüssig waren. Blue Sisters ist einfach ein rundum gelungener Roman, der Mellors Vorgängerwerk noch übertrifft, und von jedem/jeder gelesen werden sollte!

Ich liebe Coco Mellors !
Liebe diese Emotionen, die ihre Geschichten in mir auslösen. Ja was soll ich sagen - ich habe paar Tränchen vergossen. Es gab einige Schlüsselszenen, die unfassbar aussdrucksstark waren, obwohl es nicht viel an Worten verlangte. Wie macht diese Autorin das bloß? Das Gespräch mit Avery und ihrer Mutter - Bonnies erster Besuch im Boxclub mit Nicky - das Aufeinandertreffen und die Auseinandersetzung der drei Schwestern - Ich bin selbst Einzelkind und konnte mit diesem Buch vlt. ansatzweise verstehen, wie es ist Geschwister zu haben.
Ich habe hier ein ähnliches Dilemma wie bei ihrem Debütroman.
Ich habe mich sehr auf blue sisters gefreut. Geschichten über Geschwister, lese ich sehr gerne. Man verfolgt Avery, Bonnie und Lucky- 3 Schwestern die mit dem Verlust ihrer Schwester Nicky zu kämpfen haben. Die Schwestern könnten unterschiedlicher nicht sein. Was mir sofort aufgefallen ist, war Coco Mellors Schreibstil, der mir einfach richtig gut gefällt. Das Buch bedarf sich vieler Dialoge, die super natürlich und nachvollziehbar wirkten. Generell hat sich die Geschichte sehr natürlich angefühlt. Ich konnte mich in alle Schwestern hinein versetzen weil ich in jeder Dinge gefunden habe in denen ich mich selbst wieder gesehen habe. Was ich nicht so mochte war das sich nur auf typische Klischees konzentriert wurde und mir dann doch die Individualität und somit auch diese charakterliche Tiefe gefehlt hat. Ja jede Schwester hatte ihre Probleme und der Kummer des Verlusts war schon spürbar aber es hat trotzdem etwas gefehlt. Die Story war mir einfach zu rund und dadurch irgendwie zu flach. Auch das Ende war so „mh ja oke“ und Mellors hat die Wendung in ihrer Danksagung erklärt aber für die Geschichte der Schwestern war mir das dann doch zu wenig. All in all hab ich das Buch gern gelesen und es hat mich gut unterhalten, war mir leider dann einfach wie Cleopatra & Frankenstein (ihr Debüt) doch zu flach.






















































