Blauer Hibiskus
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Description
Blauer Hibiskus - Ein ergreifender Roman über das Erwachsenwerden im von Unruhen geprägten Nigeria
In ihrem Debütroman Blauer Hibiskus erzählt die nigerianische Bestsellerautorin Chimamanda Ngozi Adichie eindringlich die Geschichte der 15-jährigen Kambili. Aufgewachsen in einer wohlhabenden Familie, umgeben von den namensgebenden blauen Hibiskusblüten, hohen Mauern und der von politischen Unruhen geprägten Welt Nigerias, schildert Kambili ein Jahr voller einschneidender Ereignisse.
Mit sanfter, aber eindringlicher Stimme berichtet sie von dem Terror, der ihr Land erschüttert, ihrer Familie, die auseinanderbricht, und dem Ende ihrer behüteten Kindheit. Adichie gelingt es meisterhaft, die Verzweiflung und Schönheit dieser prägenden Zeit einzufangen und den Leser tief in Kambilis Gefühlswelt eintauchen zu lassen.
Blauer Hibiskus ist ein Meilenstein der jungen Weltliteratur und war für den renommierten Man-Booker-Preis nominiert. Mit diesem bewegenden Coming-of-Age-Roman gelang Chimamanda Ngozi Adichie ein beeindruckendes Debüt, das Kritiker und Leser gleichermaßen begeisterte.
Book Information
Author Description
Chimamanda Ngozi Adichie ist eine der großen Stimmen der Weltliteratur. Ihr Werk wird in 55 Sprachen übertragen. Für »Americanah« erhielt sie 2013 den Heartland Prize for Fiction und den National Book Critics Circle Award. Ihr Roman »Blauer Hibiskus« war für den Booker Prize nominiert, »Die Hälfte der Sonne« erhielt den Orange Prize for Fiction 2007. Mit ihrem TED-Talk »We should all be Feminists« verankerte die Nigerianerin den Feminismus fest in der Popkultur. Auf Deutsch liegt der Text im FISCHER Taschenbuch vor: »Mehr Feminismus! Ein Manifest und vier Stories«. Zuletzt erschienen im FISCHER Taschenbuch »Liebe Ijeawele. Wie unsere Töchter selbstbestimmte Frauen werden« (2017) und bei S. FISCHER »Trauer ist das Glück, geliebt zu haben« (2021). 2018 wurde Chimamanda Ngozi Adichie mit dem PEN Pinter Prize und dem Everett M. Rogers Award ausgezeichnet. 2019 wurde ihr der Kasseler Bürgerpreis »Das Glas der Vernunft« verliehen. 2020 erhielt sie den Internationalen Hermann-Hesse-Preis für »Blauer Hibiskus«. Im Frühjahr 2025 erschien Adichies lang erwarteter Roman »Dream Count«, der auf der Longlist für den renommierten Women’s Prize for Fiction 2025 steht. 2025 wurde sie mit dem erstmalig vergebenen Felix-Jud-Preis für Widerständiges Denken ausgezeichnet. Chimamanda Ngozi Adichie wurde 1977 in Nigeria geboren und lebt heute in Lagos und in den USA.
Characteristics
2 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
🌺Ein stiller, eindringlicher Roman über das Aufwachsen in einer streng religiösen Familie im Nigeria der 90er. Adichie erzählt Kambilis Geschichte mit großer Feinfühligkeit. Besonders eindrucksvoll: der Kontrast zwischen dem schweigenden Elternhaus und der offenen, warmen Welt der Tante, oft unterstrichen durch unterschiedliche Gerichte. Im Hintergrund herrschen politische Unruhen und Zensur, die das Gefühl von Angst verstärken ohne zu in den Fokus zu rücken. Ein starkes Debüt🌺
Die Geschichte hat mich sehr berührt. Zwischen religiösem Wahn, häuslicher Gewalt, Alltag in Nigeria, der Macht des Geldes und politischer Unterdrückung wird hier eine ganz tolle Geschichte erzählt. "Die Kunst des stillen Weinens hatte sie nicht gelernt; sie hatte sie nie lernen müssen." Großes Leseempfehlung!
Chimamanda Ngozi Adichie ist mit ihrem Debüt ein ebenso zarter wie erschütternder Roman gelungen, der noch lange nachhallt. Der Schreibstil: Die Geschichte besticht durch eine beeindruckende Leichtigkeit im Ton. Das Buch ist ausgesprochen flüssig zu lesen; Adichie findet eine klare, bildhafte Sprache, die den Leser mühelos durch die Seiten trägt, ohne dabei an Tiefgang zu verlieren. Die Charaktere: Die Figurenzeichnung ist meisterhaft. Es sind vielschichtige, lebensechte Charaktere, die weit über bloße Schwarz-Weiß-Malerei hinausgehen. Besonders die stille Beobachtungsgabe der jungen Erzählerin Kambili macht ihre Entwicklung greifbar und authentisch. Die emotionale Tiefe: Man sollte sich jedoch nicht von der schönen Sprache täuschen lassen: Die Schilderungen von religiösem Fanatismus und häuslicher Gewalt sind an vielen Stellen schmerzhaft beim Mitfühlen. Die Beklemmung im Haus des Vaters ist fast physisch spürbar. Das Fazit: Trotz der emotionalen Schwere übt die Geschichte einen Sog aus, dem man sich kaum entziehen kann. Als die letzte Seite umgeschlagen war, hätte ich am liebsten sofort noch weitergelesen, um Kambili noch ein Stück länger auf ihrem Weg in die Freiheit zu begleiten.
Tragisch schön
Ich wollte schon lange was von Adichie lesen. Hatte eigentlich vor Americanah zu lesen, mir wurde aber gesagt Purple Hibiscus sei besser. Und ich muss sagen, das war eine sehr berührende, tragisch schöne Geschichte. Kambili, die Protagonistin, wächst in einem sehr reichen nigerianischen Haushalt auf. So reich sie sind, so religiös sind sie auch. Die Kinder sind so sehr von ihrem Vater und seinen fanatisch religiösen Ansichten geprägt, dass sie von anderen teilweise ausgeschlossen werden. Der einzige Ort, wo Kambili sich etwas davon zu lösen beginnt ist bei ihrer Tante und deren Familie. Dort lernt sie zu lachen, ihre Ansichten etwas zu hinterfragen und zu lieben. Eine sehr starke, traurige, aber auch hoffnungsvolle Geschichte, die mit sehr viel Tiefgang und äusserst fein gezeichneten Charakteren aufwartet - bin sehr beeindruckt!
Sehr gutes Buch.
Dieses Buch hat mich sehr überrascht. Es ging sehr viel deeper in meine Emotionen als ich erwartet hätte. Die Autorin verknüpft die Nebenstories und Charaktere sehr geschickt und beschreibt die familiären Gefühle und Widersprüche in der Gefühlswelt sehr realitätsnah. Mir gefiel vor Allem, wie die Sprache nebenbei ins Buch integriert wird und wie Kambili sich entwickelt. Ein wichtiger Roman, bei dem zum Thema häusliche Gewalt vielleicht eine Trigger Warnung angebracht wäre. Auf jeden Fall ein Buch, aus dem man viel lernen kann, aber auch viel fühlen muss und wird.

Ergreifender Coming-of-Age-Roman!
„Blauer Hibiskus“ ist ein berührender Coming-of-Age-Roman, der die komplexen Dynamiken einer wohlhabenden nigerianischen Familie beleuchtet. Adichie behandelt sensibel die Themen häusliche Gewalt und patriarchale Strukturen, die Kambili, Jaja und ihre Mutter psychisch belasten. Die 16-jährige Kambili wächst in einem von Angst und Gewalt geprägten Zuhause auf, regiert von ihrem gewalttätigen Vater Eugene. Seine brutalen Strafen führen zu einer ständigen Bedrohung und Isolation der Kinder. Nach den Strafen ist der Vater ungewöhnlich liebevoll und manipuliert sie so: „Das ist es, was du dir selber antust, wenn du der Sünde entgegengehst. Du verbrennst dir die Füße.“ / „Alles, was ich tue, tue ich nur zu deinem Besten.“ Die politischen Umstände Nigerias werden geschickt in die Erzählung verwoben, ohne dass sie von der emotionalen Reise der Protagonisten ablenken. Adichie schafft es, die Leser in die Gefühlswelt ihrer Figuren einzutauchen und gleichzeitig die gesellschaftlichen Missstände zu reflektieren, die viele Nigerianer zur Auswanderung treiben. Ich habe mit den Figuren mitgelitten und mitgefiebert, voller Hoffnung dem Teufelskreis aus Gewalt zu entkommen. Ein Lichtblick in Kambilis Leben ist ihre Tante Ifeoma, die mit ihrem modernen, fröhlichen Wesen eine willkommene Abwechslung zur Strenge und Gewalt des Elternhauses bietet. Die Besuche bei Ifeoma sind für Kambili und Jaja eine Flucht in eine Welt voller Leichtigkeit und Lebensfreude. Während Jaja sich zunehmend öffnet und seiner Tante vertraut, fällt es Kambili zunächst schwer, die Leichtigkeit zu leben, die sie umgibt. Ihre Entwicklung wird durch die ermutigenden Worte ihrer Tante, die sie dazu anregt, für sich selbst einzustehen, maßgeblich beeinflusst. Eine starke Protagonistin, die viel Leid und Unterdrückung erfahren muss und der es - mithilfe ihrer Tante und deren weltoffenen Einstellungen - zunehmend gelingt, für sich selbst einzustehen. Auch Jaja - ihr Bruder - ist ein starker Protagonist, welcher stets hinter der Familie steht und diese in Schutz nimmt.
Hatte mehr erwartet🕊️
Das war mein 2. Buch der Autorin. Habe es gekauft, weil mir Americanah so gut gefallen hat. Leider konnte ich in diese Geschichte nicht so gut eintauchen und das Lesen hat sich für mich sehr gezogen, obwohl das Buch nicht sonderlich lang ist :/. Dennoch fand ich die Thematik super interessant.

Das Buch war anders als die Bücher, die ich sonst lese. Aber deshalb war es auch interessant zu lesen. Ich habe ziemlich lange gebraucht, um in den Erzählstil reinzukommen und sie Charaktere kennenzulernen. Die Charakterentwicklung ist schön aufgebaut. Es werden viele wichtige gesellschaftlich-politische Themen aufgegriffen.
„Don’t they say that time flies when you are happy?“
I read this book for an English seminar and I really enjoyed it. It is a rather tragic but also hopeful story about a young girl called Kambili — which is a beautiful name. It’s her coming of age story and it deals with topics of family, religion, political instability, domestic violence and offers an insight into the (Igbo) culture of Nigeria. It’s about life outside of the „schedule“. I highly recommend this book to everybody really! „I wondered if it was the same snail, crawling out, being thrown back in, and then crawling out again. Determined. I wanted to buy the whole basket and set that one snail free.“ —Kambili
Schöne Geschichte- leider habe ich zu den Protagonisten keinen Zugang gefunden.
✨ "Blauer Hibiskus" ist ein Coming-of-Age-Roman der geschickt das ambivalente Familienleben von Kambili mit den Missständen des postkolonialen Nigerias verknüpft. So schildert Adichie ohne auf konkrete historische Ereignisse einzugehen Korruption, Vetternwirtschaft und Diktatur, welche den politischen Alltag prägen, ebenso wie die Ressourcenknappheit, an der die nigerianische Bevölkerung zu leiden hat. Anhand der Schilderung der Lebensumstände der Protagonisten macht Adichie verständlich, weshalb viele Nigerianer die Auswanderung als einzigen Ausweg begreifen. Ausführlichen Raum widmet die Autorin auch Ihrer Kritik an der patriarchalen Gesellschaft, ein weiteres zentrales Thema, ist die in der nigerianischen Gesellschaft allgegenwärtige und oftmals geduldete häusliche Gewalt. ✨ Der Autorin gelingt es auf eine ganz stille Weiße die nigerianische Geschichte zu vermitteln, bei welcher Licht und Schatten viel zu nah beieinander liegen. Die Gefühle und Erlebnisse der Protagonisten werden sehr authentisch und in einer tollen bildlichen Sprache wiedergegeben.
Bisher habe ich noch nichts von Chimamanda Ngozi Adichie gelesen, das mich nicht umgehauen hat, und so ist es auch mit "Purple Hibiscus". Die Protagonistin ist die 15-jährige Kambili, die in einer Familie aufwächst, in der Gewalt, Schuldgefühle und religiöser Fanatismus zur Tagesordnung gehören. Was mich an der Geschichte besonders fasziniert hat, war, wie die Abhängigkeit des Opfers vom Täter dargestellt wurde. Obwohl die Gewalt immer brutaler, absurder wurde, will Kambili bis zuletzt von ihrem Peiniger geliebt werden. Kurz: diese Geschichte erzählt, wie Missbrauch funktioniert, zumindest eine bestimmte Form des Missbrauchs. Und sie erzählt auch, wie unterschiedlich Menschen auf Missbrauch reagieren - sowohl die primär betroffenen, als auch die Unbeteiligten. Ein ganz großes Werk der Literatur, das sehr zum Nachdenken anregt, sehr einnehmend ist und auf eine traurige Art zeigt, dass Privilegien nicht gleich Privilegien sind.
"Purple Hibiscus" follows a Nigerian family in the 1990es. Inspired by her independent as well as strong aunt Ifeoma who encourages her children to develop an own personality and raises them in unconditional love, Kambili explores a new perspective on religion, love and family. Together with her brother Jaja the teenage girl learns to laugh and speak up for herself. In general, I believe that Adichie's use of language is brilliant. The symbols of the purple hibiscus, figurines and the "love sip" lead the reader through the story and depict the family's situation in a figurative way. Moreover, the characters are very well developed. Personally, I really enjoyed the relationship between Father Amadi and Kambili and how he opened up a new facet of the church to the girl. Amaka played a very important role in Kambili's character development, too. Overall, the first person limited narrator gives the reader constantly insights into Kambili's thoughts and feelings. Not only the consequences of domestic violence are shown in detail, but also how Kambili's self-perception changes. There are so many things I enjoyed about "Purple Hibiscus". It gave me a new perspective on Nigerian identity. However, the insights into the seemingly perfect family sadly can be applied to some families all over the world. One never knows what happens behind the impressive compound walls.
Characteristics
2 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Description
Blauer Hibiskus - Ein ergreifender Roman über das Erwachsenwerden im von Unruhen geprägten Nigeria
In ihrem Debütroman Blauer Hibiskus erzählt die nigerianische Bestsellerautorin Chimamanda Ngozi Adichie eindringlich die Geschichte der 15-jährigen Kambili. Aufgewachsen in einer wohlhabenden Familie, umgeben von den namensgebenden blauen Hibiskusblüten, hohen Mauern und der von politischen Unruhen geprägten Welt Nigerias, schildert Kambili ein Jahr voller einschneidender Ereignisse.
Mit sanfter, aber eindringlicher Stimme berichtet sie von dem Terror, der ihr Land erschüttert, ihrer Familie, die auseinanderbricht, und dem Ende ihrer behüteten Kindheit. Adichie gelingt es meisterhaft, die Verzweiflung und Schönheit dieser prägenden Zeit einzufangen und den Leser tief in Kambilis Gefühlswelt eintauchen zu lassen.
Blauer Hibiskus ist ein Meilenstein der jungen Weltliteratur und war für den renommierten Man-Booker-Preis nominiert. Mit diesem bewegenden Coming-of-Age-Roman gelang Chimamanda Ngozi Adichie ein beeindruckendes Debüt, das Kritiker und Leser gleichermaßen begeisterte.
Book Information
Author Description
Chimamanda Ngozi Adichie ist eine der großen Stimmen der Weltliteratur. Ihr Werk wird in 55 Sprachen übertragen. Für »Americanah« erhielt sie 2013 den Heartland Prize for Fiction und den National Book Critics Circle Award. Ihr Roman »Blauer Hibiskus« war für den Booker Prize nominiert, »Die Hälfte der Sonne« erhielt den Orange Prize for Fiction 2007. Mit ihrem TED-Talk »We should all be Feminists« verankerte die Nigerianerin den Feminismus fest in der Popkultur. Auf Deutsch liegt der Text im FISCHER Taschenbuch vor: »Mehr Feminismus! Ein Manifest und vier Stories«. Zuletzt erschienen im FISCHER Taschenbuch »Liebe Ijeawele. Wie unsere Töchter selbstbestimmte Frauen werden« (2017) und bei S. FISCHER »Trauer ist das Glück, geliebt zu haben« (2021). 2018 wurde Chimamanda Ngozi Adichie mit dem PEN Pinter Prize und dem Everett M. Rogers Award ausgezeichnet. 2019 wurde ihr der Kasseler Bürgerpreis »Das Glas der Vernunft« verliehen. 2020 erhielt sie den Internationalen Hermann-Hesse-Preis für »Blauer Hibiskus«. Im Frühjahr 2025 erschien Adichies lang erwarteter Roman »Dream Count«, der auf der Longlist für den renommierten Women’s Prize for Fiction 2025 steht. 2025 wurde sie mit dem erstmalig vergebenen Felix-Jud-Preis für Widerständiges Denken ausgezeichnet. Chimamanda Ngozi Adichie wurde 1977 in Nigeria geboren und lebt heute in Lagos und in den USA.
Posts
🌺Ein stiller, eindringlicher Roman über das Aufwachsen in einer streng religiösen Familie im Nigeria der 90er. Adichie erzählt Kambilis Geschichte mit großer Feinfühligkeit. Besonders eindrucksvoll: der Kontrast zwischen dem schweigenden Elternhaus und der offenen, warmen Welt der Tante, oft unterstrichen durch unterschiedliche Gerichte. Im Hintergrund herrschen politische Unruhen und Zensur, die das Gefühl von Angst verstärken ohne zu in den Fokus zu rücken. Ein starkes Debüt🌺
Die Geschichte hat mich sehr berührt. Zwischen religiösem Wahn, häuslicher Gewalt, Alltag in Nigeria, der Macht des Geldes und politischer Unterdrückung wird hier eine ganz tolle Geschichte erzählt. "Die Kunst des stillen Weinens hatte sie nicht gelernt; sie hatte sie nie lernen müssen." Großes Leseempfehlung!
Chimamanda Ngozi Adichie ist mit ihrem Debüt ein ebenso zarter wie erschütternder Roman gelungen, der noch lange nachhallt. Der Schreibstil: Die Geschichte besticht durch eine beeindruckende Leichtigkeit im Ton. Das Buch ist ausgesprochen flüssig zu lesen; Adichie findet eine klare, bildhafte Sprache, die den Leser mühelos durch die Seiten trägt, ohne dabei an Tiefgang zu verlieren. Die Charaktere: Die Figurenzeichnung ist meisterhaft. Es sind vielschichtige, lebensechte Charaktere, die weit über bloße Schwarz-Weiß-Malerei hinausgehen. Besonders die stille Beobachtungsgabe der jungen Erzählerin Kambili macht ihre Entwicklung greifbar und authentisch. Die emotionale Tiefe: Man sollte sich jedoch nicht von der schönen Sprache täuschen lassen: Die Schilderungen von religiösem Fanatismus und häuslicher Gewalt sind an vielen Stellen schmerzhaft beim Mitfühlen. Die Beklemmung im Haus des Vaters ist fast physisch spürbar. Das Fazit: Trotz der emotionalen Schwere übt die Geschichte einen Sog aus, dem man sich kaum entziehen kann. Als die letzte Seite umgeschlagen war, hätte ich am liebsten sofort noch weitergelesen, um Kambili noch ein Stück länger auf ihrem Weg in die Freiheit zu begleiten.
Tragisch schön
Ich wollte schon lange was von Adichie lesen. Hatte eigentlich vor Americanah zu lesen, mir wurde aber gesagt Purple Hibiscus sei besser. Und ich muss sagen, das war eine sehr berührende, tragisch schöne Geschichte. Kambili, die Protagonistin, wächst in einem sehr reichen nigerianischen Haushalt auf. So reich sie sind, so religiös sind sie auch. Die Kinder sind so sehr von ihrem Vater und seinen fanatisch religiösen Ansichten geprägt, dass sie von anderen teilweise ausgeschlossen werden. Der einzige Ort, wo Kambili sich etwas davon zu lösen beginnt ist bei ihrer Tante und deren Familie. Dort lernt sie zu lachen, ihre Ansichten etwas zu hinterfragen und zu lieben. Eine sehr starke, traurige, aber auch hoffnungsvolle Geschichte, die mit sehr viel Tiefgang und äusserst fein gezeichneten Charakteren aufwartet - bin sehr beeindruckt!
Sehr gutes Buch.
Dieses Buch hat mich sehr überrascht. Es ging sehr viel deeper in meine Emotionen als ich erwartet hätte. Die Autorin verknüpft die Nebenstories und Charaktere sehr geschickt und beschreibt die familiären Gefühle und Widersprüche in der Gefühlswelt sehr realitätsnah. Mir gefiel vor Allem, wie die Sprache nebenbei ins Buch integriert wird und wie Kambili sich entwickelt. Ein wichtiger Roman, bei dem zum Thema häusliche Gewalt vielleicht eine Trigger Warnung angebracht wäre. Auf jeden Fall ein Buch, aus dem man viel lernen kann, aber auch viel fühlen muss und wird.

Ergreifender Coming-of-Age-Roman!
„Blauer Hibiskus“ ist ein berührender Coming-of-Age-Roman, der die komplexen Dynamiken einer wohlhabenden nigerianischen Familie beleuchtet. Adichie behandelt sensibel die Themen häusliche Gewalt und patriarchale Strukturen, die Kambili, Jaja und ihre Mutter psychisch belasten. Die 16-jährige Kambili wächst in einem von Angst und Gewalt geprägten Zuhause auf, regiert von ihrem gewalttätigen Vater Eugene. Seine brutalen Strafen führen zu einer ständigen Bedrohung und Isolation der Kinder. Nach den Strafen ist der Vater ungewöhnlich liebevoll und manipuliert sie so: „Das ist es, was du dir selber antust, wenn du der Sünde entgegengehst. Du verbrennst dir die Füße.“ / „Alles, was ich tue, tue ich nur zu deinem Besten.“ Die politischen Umstände Nigerias werden geschickt in die Erzählung verwoben, ohne dass sie von der emotionalen Reise der Protagonisten ablenken. Adichie schafft es, die Leser in die Gefühlswelt ihrer Figuren einzutauchen und gleichzeitig die gesellschaftlichen Missstände zu reflektieren, die viele Nigerianer zur Auswanderung treiben. Ich habe mit den Figuren mitgelitten und mitgefiebert, voller Hoffnung dem Teufelskreis aus Gewalt zu entkommen. Ein Lichtblick in Kambilis Leben ist ihre Tante Ifeoma, die mit ihrem modernen, fröhlichen Wesen eine willkommene Abwechslung zur Strenge und Gewalt des Elternhauses bietet. Die Besuche bei Ifeoma sind für Kambili und Jaja eine Flucht in eine Welt voller Leichtigkeit und Lebensfreude. Während Jaja sich zunehmend öffnet und seiner Tante vertraut, fällt es Kambili zunächst schwer, die Leichtigkeit zu leben, die sie umgibt. Ihre Entwicklung wird durch die ermutigenden Worte ihrer Tante, die sie dazu anregt, für sich selbst einzustehen, maßgeblich beeinflusst. Eine starke Protagonistin, die viel Leid und Unterdrückung erfahren muss und der es - mithilfe ihrer Tante und deren weltoffenen Einstellungen - zunehmend gelingt, für sich selbst einzustehen. Auch Jaja - ihr Bruder - ist ein starker Protagonist, welcher stets hinter der Familie steht und diese in Schutz nimmt.
Hatte mehr erwartet🕊️
Das war mein 2. Buch der Autorin. Habe es gekauft, weil mir Americanah so gut gefallen hat. Leider konnte ich in diese Geschichte nicht so gut eintauchen und das Lesen hat sich für mich sehr gezogen, obwohl das Buch nicht sonderlich lang ist :/. Dennoch fand ich die Thematik super interessant.

Das Buch war anders als die Bücher, die ich sonst lese. Aber deshalb war es auch interessant zu lesen. Ich habe ziemlich lange gebraucht, um in den Erzählstil reinzukommen und sie Charaktere kennenzulernen. Die Charakterentwicklung ist schön aufgebaut. Es werden viele wichtige gesellschaftlich-politische Themen aufgegriffen.
„Don’t they say that time flies when you are happy?“
I read this book for an English seminar and I really enjoyed it. It is a rather tragic but also hopeful story about a young girl called Kambili — which is a beautiful name. It’s her coming of age story and it deals with topics of family, religion, political instability, domestic violence and offers an insight into the (Igbo) culture of Nigeria. It’s about life outside of the „schedule“. I highly recommend this book to everybody really! „I wondered if it was the same snail, crawling out, being thrown back in, and then crawling out again. Determined. I wanted to buy the whole basket and set that one snail free.“ —Kambili
Schöne Geschichte- leider habe ich zu den Protagonisten keinen Zugang gefunden.
✨ "Blauer Hibiskus" ist ein Coming-of-Age-Roman der geschickt das ambivalente Familienleben von Kambili mit den Missständen des postkolonialen Nigerias verknüpft. So schildert Adichie ohne auf konkrete historische Ereignisse einzugehen Korruption, Vetternwirtschaft und Diktatur, welche den politischen Alltag prägen, ebenso wie die Ressourcenknappheit, an der die nigerianische Bevölkerung zu leiden hat. Anhand der Schilderung der Lebensumstände der Protagonisten macht Adichie verständlich, weshalb viele Nigerianer die Auswanderung als einzigen Ausweg begreifen. Ausführlichen Raum widmet die Autorin auch Ihrer Kritik an der patriarchalen Gesellschaft, ein weiteres zentrales Thema, ist die in der nigerianischen Gesellschaft allgegenwärtige und oftmals geduldete häusliche Gewalt. ✨ Der Autorin gelingt es auf eine ganz stille Weiße die nigerianische Geschichte zu vermitteln, bei welcher Licht und Schatten viel zu nah beieinander liegen. Die Gefühle und Erlebnisse der Protagonisten werden sehr authentisch und in einer tollen bildlichen Sprache wiedergegeben.
Bisher habe ich noch nichts von Chimamanda Ngozi Adichie gelesen, das mich nicht umgehauen hat, und so ist es auch mit "Purple Hibiscus". Die Protagonistin ist die 15-jährige Kambili, die in einer Familie aufwächst, in der Gewalt, Schuldgefühle und religiöser Fanatismus zur Tagesordnung gehören. Was mich an der Geschichte besonders fasziniert hat, war, wie die Abhängigkeit des Opfers vom Täter dargestellt wurde. Obwohl die Gewalt immer brutaler, absurder wurde, will Kambili bis zuletzt von ihrem Peiniger geliebt werden. Kurz: diese Geschichte erzählt, wie Missbrauch funktioniert, zumindest eine bestimmte Form des Missbrauchs. Und sie erzählt auch, wie unterschiedlich Menschen auf Missbrauch reagieren - sowohl die primär betroffenen, als auch die Unbeteiligten. Ein ganz großes Werk der Literatur, das sehr zum Nachdenken anregt, sehr einnehmend ist und auf eine traurige Art zeigt, dass Privilegien nicht gleich Privilegien sind.
"Purple Hibiscus" follows a Nigerian family in the 1990es. Inspired by her independent as well as strong aunt Ifeoma who encourages her children to develop an own personality and raises them in unconditional love, Kambili explores a new perspective on religion, love and family. Together with her brother Jaja the teenage girl learns to laugh and speak up for herself. In general, I believe that Adichie's use of language is brilliant. The symbols of the purple hibiscus, figurines and the "love sip" lead the reader through the story and depict the family's situation in a figurative way. Moreover, the characters are very well developed. Personally, I really enjoyed the relationship between Father Amadi and Kambili and how he opened up a new facet of the church to the girl. Amaka played a very important role in Kambili's character development, too. Overall, the first person limited narrator gives the reader constantly insights into Kambili's thoughts and feelings. Not only the consequences of domestic violence are shown in detail, but also how Kambili's self-perception changes. There are so many things I enjoyed about "Purple Hibiscus". It gave me a new perspective on Nigerian identity. However, the insights into the seemingly perfect family sadly can be applied to some families all over the world. One never knows what happens behind the impressive compound walls.
























