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Laures Zustand ist lebensbedrohlich als sie sich freiwillig in eine Klinik begibt. Sie hat extremes Untergewicht und allerlei Ausfallerscheinungen. Diagnose: Magersucht. Mit einer Magensonde und regelmäßigen Mahlzeiten soll sie auf ein Gewicht von 50 Kilogramm aufgepäppelt werden. Kein leichtes Unterfangen, denn nicht nur der Körper stellt sich quer. - Delphine de Vigan beschreibt sehr eindrücklich den Heilungsprozess dieser heimtückischen Krankheit. Auf der einen Seite zeigt sie die körperlichen Beschwerden, angefangen beim ständigen Frieren, fehlendem Hungergefühl und Kreislaufzusammenbrüchen, bis hin zu Problemen in der Verdauuung, Schmerzen und Krämpfen auf Grund von Nahrungsaufnahme und der Unfähigkeit Nahrung zu schlucken, auf. Hinzu kommen die psychischen Probleme. Die ständige Stimme, die richtet, wenn Kalorien zugeführt werden, die Angst vor Erhöhung des Körpergewichts, der erlebte Kontrollverlust, das Schamgefühl und die Unfähigkeit ein reales Spiegelbild zu erzeugen. Die Auseiandersetzung ist sehr intensiv, die Darstellung explizit. Sehr gut herausgearbeitet fand ich die Tatsache, dass Magersucht sehr wenig mit dem Wunsch zu tun hat, wirklich dünn zu sein, sondern vielmehr ein Erlebnis von Kontrolle ist. Meist hervorgerufen durch die Unfähigkeit andere Situationen zu kontrollieren. Über das Warum können auf Grund der Ausführungen nur Spekulationen angestellt werden, da sich die Behandlung hier lediglich auf das Zunehmen fokussiert und eine psychotherapeutische Sichtweise nicht stattfindet. Lediglich ab und an wird ein Blick in die Vergangenheit geworfen. Um zu verstehen, wie es dazu gekommen ist, empfehle ich definitiv „Das Lächeln meiner Mutter“ zu lesen, wo die Kindheit und Jugend tief thematisiert wird. Ein starkes Buch das definitiv eine Empfehlung bekommt.
Apr 3, 2025
Laures Zustand ist lebensbedrohlich als sie sich freiwillig in eine Klinik begibt. Sie hat extremes Untergewicht und allerlei Ausfallerscheinungen. Diagnose: Magersucht. Mit einer Magensonde und regelmäßigen Mahlzeiten soll sie auf ein Gewicht von 50 Kilogramm aufgepäppelt werden. Kein leichtes Unterfangen, denn nicht nur der Körper stellt sich quer. - Delphine de Vigan beschreibt sehr eindrücklich den Heilungsprozess dieser heimtückischen Krankheit. Auf der einen Seite zeigt sie die körperlichen Beschwerden, angefangen beim ständigen Frieren, fehlendem Hungergefühl und Kreislaufzusammenbrüchen, bis hin zu Problemen in der Verdauuung, Schmerzen und Krämpfen auf Grund von Nahrungsaufnahme und der Unfähigkeit Nahrung zu schlucken, auf. Hinzu kommen die psychischen Probleme. Die ständige Stimme, die richtet, wenn Kalorien zugeführt werden, die Angst vor Erhöhung des Körpergewichts, der erlebte Kontrollverlust, das Schamgefühl und die Unfähigkeit ein reales Spiegelbild zu erzeugen. Die Auseiandersetzung ist sehr intensiv, die Darstellung explizit. Sehr gut herausgearbeitet fand ich die Tatsache, dass Magersucht sehr wenig mit dem Wunsch zu tun hat, wirklich dünn zu sein, sondern vielmehr ein Erlebnis von Kontrolle ist. Meist hervorgerufen durch die Unfähigkeit andere Situationen zu kontrollieren. Über das Warum können auf Grund der Ausführungen nur Spekulationen angestellt werden, da sich die Behandlung hier lediglich auf das Zunehmen fokussiert und eine psychotherapeutische Sichtweise nicht stattfindet. Lediglich ab und an wird ein Blick in die Vergangenheit geworfen. Um zu verstehen, wie es dazu gekommen ist, empfehle ich definitiv „Das Lächeln meiner Mutter“ zu lesen, wo die Kindheit und Jugend tief thematisiert wird. Ein starkes Buch das definitiv eine Empfehlung bekommt.
Apr 3, 2025






