Bad Actors
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Description
Book Information
Author Description
Mick Herron, geboren 1963 in Newcastle-upon-Tyne, studierte Englische Literatur in Oxford, wo er auch lebt. Seit 2024 ist er Mitglied der Royal Society of Literature. Seine Romane wurden vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Theakston’s Old Peculier Novel of the Year Award, dem Raymond Chandler Award sowie dem Premio Pepe Carvalho; für sein Lebenswerk erhielt er 2025 den CWA Diamond Dagger. Seine Romane wurden in 29 Sprachen übersetzt, sowohl seine in London angesiedelte Slow Horses-Serie als auch die Oxford-Serie um die Privatermittlerin Zoë Boehm wurden mit Starbesetzung für Apple TV verfilmt.
Posts
Wenn Spione mehr fluchen als schießen
Zwischen zynischen Seitenhieben, britischer Bürokratie und dem Duft von abgestandenem Kaffee stolpert man direkt wieder in die wunderbar kaputte Welt der Slow Horses. Schon nach wenigen Seiten sitzt dieses Gefühl im Kopf, als würde Jackson Lamb persönlich gegenübergrinsen – ungepflegt, respektlos und leider erschreckend brillant. Genau dieser Mix macht süchtig. Die Handlung rund um das Verschwinden einer engen Mitarbeiterin des Premierministers klingt zunächst nach klassischem Spionageplot, entwickelt sich aber schnell zu einem bissigen Machtspiel voller Intrigen, verletzter Egos und politischer Spielchen. Mick Herron jongliert dabei mit trockenem Humor und messerscharfen Dialogen, dass man gleichzeitig grinsen und die Stirn runzeln muss. Action gibt es, aber viel stärker wirkt dieses leise, giftige Knistern zwischen den Figuren. Besonders stark: Niemand ist hier wirklich Held. Alle haben Macken, Geheimnisse oder schlicht einen schlechten Tag – und genau deshalb fühlt sich alles so verdammt echt an. Jackson Lamb bleibt das schmutzige Herz der Reihe, doch auch die Nebenfiguren bekommen genug Raum, um zu glänzen oder grandios zu scheitern. Dieses Chaos hat Methode, und die funktioniert erstaunlich gut. Am Ende bleibt dieses zufriedene Gefühl, einen cleveren, schwarzhumorigen Spionageroman gelesen zu haben, der mehr über Menschen erzählt als über Geheimdienste. Nicht ganz perfekt, weil manche Wendung bewusst verwirrend bleibt – aber genau das gehört hier irgendwie dazu. Der Kaffee wird kalt, das Grinsen bleibt. Und plötzlich will man doch wieder zurück in dieses heruntergekommene Büro voller hoffnungsloser Fälle.

Nicht so mein Geschmack
"Bad Actors" von Mick Herron war mein erster Band aus der Reihe um die Slow Horses. Und das war wohl der Fehler....Bei manchen Reihen sollte man tatsächlich von vorne beginnen. Cover und Klappentext haben mich gereizt. Ich fand die Story insgesamt sehr verworren, was wohl aber auch an mangelnden Vorkenntnissen lag. Jack Lamb war mir unsympathisch, mit den anderen Charakteren konnte ich mich einigermaßen anfreunden. Der Schreibstil hat mir gut gefallen, kurze und pointierte Sätze, der eine oder andere Lacher war auch drin. Die im Roman vorkommenden politischen Spitzen waren für meinen Geschmack allerdings überholt, der Roman ist immerhin schon fast drei Jahre alt. Und nichts ist so alt wie die Zeitung von gestern. Ich vermute, die späte Herausgabe hat mit lizenzrechtlichen Gründen zu tun? Leider konnten ich mich die Slow Horses nicht in ihren Bann ziehen. Über Geschmack lässt sich nicht streiten, andere Lesende mögen das anders sehen. Die 3 Sterne gibt es für den Schreibstil, der Rest hat mich leider nicht überzeugt!
Punktabzug wegen Störfaktor
Das war gemein. Das war fies. Das war einfach nicht in Ordnung. Ich, als größter Fan der lahmen Gäule, konnte mich diesmal kaum auf die (wirklich sehr gute) Story konzentrieren, weil der geschätzte Autor eine unfassbar drängende Frage meinerseits viel zu lange unbeantwortet ließ. Und so schoss ich durch die Seiten, weniger um die Erzählung zu genießen, sondern einzig und alleine, um endlich eine Antwort zu bekommen. Ein unnötiger Störfaktor und irgendwie blöder Spannungsbogen, den es nicht gebraucht hätte, denn - wie immer - war der Fall perfekt konstruiert. Wann kommt der nächste Teil?
Spionage, Zynismus und politische Abgründe – gewohnt bissig
In Bad Actors schickt Mick Herron seine schräg-liebenswerten Antiheld*innen der Slough House-Truppe erneut in ein gefährliches Spiel zwischen Regierung, Geheimdiensten und persönlichen Intrigen. Als eine Regierungsberaterin plötzlich verschwindet, und gleichzeitig politische Strippenzieher ihre ganz eigenen Ziele verfolgen, geraten die „Slow Horses“ mal wieder zwischen alle Fronten – und beweisen, dass sie mehr draufhaben, als man ihnen zutraut. Herron schafft es erneut, komplexe politische Themen mit Spionagespannung und satirischem Witz zu verweben. Die Charaktere – allen voran der ruppige Jackson Lamb – bleiben das absolute Highlight. Der Plot ist verschachtelt, teilweise fordernd, aber dafür umso lohnenswerter für Fans intelligenter Thriller mit Biss.
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Mick Herron, geboren 1963 in Newcastle-upon-Tyne, studierte Englische Literatur in Oxford, wo er auch lebt. Seit 2024 ist er Mitglied der Royal Society of Literature. Seine Romane wurden vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Theakston’s Old Peculier Novel of the Year Award, dem Raymond Chandler Award sowie dem Premio Pepe Carvalho; für sein Lebenswerk erhielt er 2025 den CWA Diamond Dagger. Seine Romane wurden in 29 Sprachen übersetzt, sowohl seine in London angesiedelte Slow Horses-Serie als auch die Oxford-Serie um die Privatermittlerin Zoë Boehm wurden mit Starbesetzung für Apple TV verfilmt.
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Wenn Spione mehr fluchen als schießen
Zwischen zynischen Seitenhieben, britischer Bürokratie und dem Duft von abgestandenem Kaffee stolpert man direkt wieder in die wunderbar kaputte Welt der Slow Horses. Schon nach wenigen Seiten sitzt dieses Gefühl im Kopf, als würde Jackson Lamb persönlich gegenübergrinsen – ungepflegt, respektlos und leider erschreckend brillant. Genau dieser Mix macht süchtig. Die Handlung rund um das Verschwinden einer engen Mitarbeiterin des Premierministers klingt zunächst nach klassischem Spionageplot, entwickelt sich aber schnell zu einem bissigen Machtspiel voller Intrigen, verletzter Egos und politischer Spielchen. Mick Herron jongliert dabei mit trockenem Humor und messerscharfen Dialogen, dass man gleichzeitig grinsen und die Stirn runzeln muss. Action gibt es, aber viel stärker wirkt dieses leise, giftige Knistern zwischen den Figuren. Besonders stark: Niemand ist hier wirklich Held. Alle haben Macken, Geheimnisse oder schlicht einen schlechten Tag – und genau deshalb fühlt sich alles so verdammt echt an. Jackson Lamb bleibt das schmutzige Herz der Reihe, doch auch die Nebenfiguren bekommen genug Raum, um zu glänzen oder grandios zu scheitern. Dieses Chaos hat Methode, und die funktioniert erstaunlich gut. Am Ende bleibt dieses zufriedene Gefühl, einen cleveren, schwarzhumorigen Spionageroman gelesen zu haben, der mehr über Menschen erzählt als über Geheimdienste. Nicht ganz perfekt, weil manche Wendung bewusst verwirrend bleibt – aber genau das gehört hier irgendwie dazu. Der Kaffee wird kalt, das Grinsen bleibt. Und plötzlich will man doch wieder zurück in dieses heruntergekommene Büro voller hoffnungsloser Fälle.

Nicht so mein Geschmack
"Bad Actors" von Mick Herron war mein erster Band aus der Reihe um die Slow Horses. Und das war wohl der Fehler....Bei manchen Reihen sollte man tatsächlich von vorne beginnen. Cover und Klappentext haben mich gereizt. Ich fand die Story insgesamt sehr verworren, was wohl aber auch an mangelnden Vorkenntnissen lag. Jack Lamb war mir unsympathisch, mit den anderen Charakteren konnte ich mich einigermaßen anfreunden. Der Schreibstil hat mir gut gefallen, kurze und pointierte Sätze, der eine oder andere Lacher war auch drin. Die im Roman vorkommenden politischen Spitzen waren für meinen Geschmack allerdings überholt, der Roman ist immerhin schon fast drei Jahre alt. Und nichts ist so alt wie die Zeitung von gestern. Ich vermute, die späte Herausgabe hat mit lizenzrechtlichen Gründen zu tun? Leider konnten ich mich die Slow Horses nicht in ihren Bann ziehen. Über Geschmack lässt sich nicht streiten, andere Lesende mögen das anders sehen. Die 3 Sterne gibt es für den Schreibstil, der Rest hat mich leider nicht überzeugt!
Punktabzug wegen Störfaktor
Das war gemein. Das war fies. Das war einfach nicht in Ordnung. Ich, als größter Fan der lahmen Gäule, konnte mich diesmal kaum auf die (wirklich sehr gute) Story konzentrieren, weil der geschätzte Autor eine unfassbar drängende Frage meinerseits viel zu lange unbeantwortet ließ. Und so schoss ich durch die Seiten, weniger um die Erzählung zu genießen, sondern einzig und alleine, um endlich eine Antwort zu bekommen. Ein unnötiger Störfaktor und irgendwie blöder Spannungsbogen, den es nicht gebraucht hätte, denn - wie immer - war der Fall perfekt konstruiert. Wann kommt der nächste Teil?
Spionage, Zynismus und politische Abgründe – gewohnt bissig
In Bad Actors schickt Mick Herron seine schräg-liebenswerten Antiheld*innen der Slough House-Truppe erneut in ein gefährliches Spiel zwischen Regierung, Geheimdiensten und persönlichen Intrigen. Als eine Regierungsberaterin plötzlich verschwindet, und gleichzeitig politische Strippenzieher ihre ganz eigenen Ziele verfolgen, geraten die „Slow Horses“ mal wieder zwischen alle Fronten – und beweisen, dass sie mehr draufhaben, als man ihnen zutraut. Herron schafft es erneut, komplexe politische Themen mit Spionagespannung und satirischem Witz zu verweben. Die Charaktere – allen voran der ruppige Jackson Lamb – bleiben das absolute Highlight. Der Plot ist verschachtelt, teilweise fordernd, aber dafür umso lohnenswerter für Fans intelligenter Thriller mit Biss.









