Anne in Windy Willows
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Kurz und knapp: zu wenig von den alten und zu viel von den neuen Charakteren. Anne arbeitet als Rektorin an der Summer Hight in Windy Willow. Sie wohnt in einem Turmfenster in der Spooklane und erlebt allerhand mit den neuen Menschen um sich rum. So gibt es einen FamilienClan der es ist zunächst sehr schwer macht. Viele suchen bei ihr Rat in Liebesdingen.. und sie kann es nicht lassen sich im weitere Geschichten einzumischen. Ehrlich gesagt war mit das teils etwas viel, was auch daran lag das viele schwierige Charaktere und noch anstrengendere Gespräche dargestellt wurden. Geradezu toxisch und Narzisstisch. Und obwohl Anne ihrem Verlobten Gilbert immer wieder Briefe schreibt erfährt man nur wenig bis nichts über die bekannten Charaktere. Sie fährt zwar im Sommer und Winter weiter nach Green Gable aber auch da erlebt man weder etwas von Davy noch von Gilbert, Diana oder Marilla. Das hat mich schrecklich frustriert das der Schwerpunkt hier ausschließlich auf die Menschen aus Windy Willow gelegt wurde. 3 Jahre vergehen als Rektorin aber man bekommt nur den Eindruck vom Anne als Lehrerin. Es wurde dennoch toll gelesen von Eva Mattes, Sie ist wirklich eine Meisterin ihres Fachs! Inhaltlich ist es aber nicht mein Liebster Band. Man merkt wie Erwachsen Anne geworden ist, die Fantasy geht ihr so langsam abhanden. Ich hoffe sie wird sie wieder finden. Band 5 hab ich gebraucht gefunden, da freu ich mich auch schon drauf. Danach muss ich wohl leider pausieren bis ich am die übrigen Bände rankomme. Oder ein Verlag sich ein Verlag entschließt die Gesamtreihe neuaufzulegen. Daumen drücken! 🙏
„Anne in Windy Willows“ ist der vierte Band der Anne Shirley-Reihe von Lucy Maud Montgomery und gehört definitiv zu den Teilen, an die ich so gar keine Erinnerung mehr aus meiner Kindheit/ Jugend habe. Ich könnte noch nicht mal beschwören, ob ich es überhaupt gelesen habe, denn ich um die schöne „alte“ HC-Ausgabe des Loewe-Verlags vollständig im Regal zu haben, musste ich Band 4-6 im vergangenen Jahr nachkaufen. Ich sehe noch das Buchregal einer Schulfreundin vor mir, die die Reihe komplett hatte, aber ob ich mir Band 4-6 jemals von ihr ausgeliehen habe … ich werde alt, ich weiß es nicht mehr. Nach ihrem Examen am Redmond-Kollege verschlägt es Anne in diesem Band nach Summerside die High School, an der sie für 3 Jahre als Rektorin unterrichten wird. Sie stößt in der Stadt, an der Schule, bei den Schüler und anderen Lehrern auf heftigen Widerstand vor allem durch die Familie Pringle, die ihren eigenen Kandidaten für Annes Stelle vorgesehen hatten und ihr nun jegliche Steine in den Weg legen, die sie nur finden können. Das fing schon bei der Suche nach einer Unterkunft an, doch schließlich kann Anne ein Zimmer in Windy Willows bei zwei alten Damen – Tante Chatty und Tante Kate – und deren Hauswirtschafterin Rebecca Dew. Wie schon im Vorgängerband „Anne in Kingsport“ fehlen mir Avonlea und seine Bewohner, allen voran Marilla sehr und auch Diana, Annes Busenfreundin aus der Kindheit taucht nur noch am Rande auf. Mag sein, dass das sogar realistisch ist, das erlebt man ja auch heute selbst noch, dass beste Freund*innen aus der Schulzeit sich aus den Augen verlieren, weil sich die Lebensmittelpunkte einfach verschoben haben. Aber traurig bin ich deswegen trotzdem. Aber in einem ist die Autorin eine wahre Meisterin: sie schafft es immer wieder mich in ihre Bücher und die durchaus ziemlich heile Welt von Anne zu ziehen, was gerade in so heftigen Zeiten mit dem Krieg in der Ukraine und der noch immer herrschenden Corona-Pandemie wirklich gut tut. Auch wenn man schon sehr deutlich merkt, dass das keine modernen Kinder-/ Jugendbücher sind, sondern vor gut 90 Jahren geschrieben worden sind. Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass meine Nichte mit ihren 13 Jahren die Bücher nicht mögen würde weil es einfach etwas altbacken und teilweise auch wirklich oberflächlich wirken könnte. Da reiht sich Episödchen an Episödchen, viele ohne großen Tiefgang oder Auswirkungen auf nur irgendwas. Und dann Annes Gedanken, wenn sie Menschen zum ersten Mal begegnet, und diesen erstmal nur auf seine Äußeres reduziert und sich über dessen Aussehen oft aus lustig macht. So plump würde das wohl kein*e moderne*r Autor*in mehr schreiben. Für mich sind die Anne-Bücher wohl genauso Nostalgie pur wie für meine Mama die Nesthäkchen-Reihe, die sie auch mit über 80 immer noch gerne liest. Also kann ich wohl davon ausgehen, dass ich mit über 80 noch über Anne Shirley werde schmunzeln können und dass sie auch in … naja … 30-40 Jahren noch den gleichen großen Platz in meinem Herzen einnehmen kann. Ich kann nicht anders, ich liebe Anne mit ihrem großen, großen Herzen, ihrer zupackenden Art und wie sie sich um ihre Mitmenschen kümmert, selbst wenn diese ihr gegenüber nicht immer freundlich gesinnt sind. In diesem Sinne freue ich mich auf die weiteren Geschichten mit Anne und jeden einzelnen Re-Read den ich sicherlich noch unternehmen werde.
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Kurz und knapp: zu wenig von den alten und zu viel von den neuen Charakteren. Anne arbeitet als Rektorin an der Summer Hight in Windy Willow. Sie wohnt in einem Turmfenster in der Spooklane und erlebt allerhand mit den neuen Menschen um sich rum. So gibt es einen FamilienClan der es ist zunächst sehr schwer macht. Viele suchen bei ihr Rat in Liebesdingen.. und sie kann es nicht lassen sich im weitere Geschichten einzumischen. Ehrlich gesagt war mit das teils etwas viel, was auch daran lag das viele schwierige Charaktere und noch anstrengendere Gespräche dargestellt wurden. Geradezu toxisch und Narzisstisch. Und obwohl Anne ihrem Verlobten Gilbert immer wieder Briefe schreibt erfährt man nur wenig bis nichts über die bekannten Charaktere. Sie fährt zwar im Sommer und Winter weiter nach Green Gable aber auch da erlebt man weder etwas von Davy noch von Gilbert, Diana oder Marilla. Das hat mich schrecklich frustriert das der Schwerpunkt hier ausschließlich auf die Menschen aus Windy Willow gelegt wurde. 3 Jahre vergehen als Rektorin aber man bekommt nur den Eindruck vom Anne als Lehrerin. Es wurde dennoch toll gelesen von Eva Mattes, Sie ist wirklich eine Meisterin ihres Fachs! Inhaltlich ist es aber nicht mein Liebster Band. Man merkt wie Erwachsen Anne geworden ist, die Fantasy geht ihr so langsam abhanden. Ich hoffe sie wird sie wieder finden. Band 5 hab ich gebraucht gefunden, da freu ich mich auch schon drauf. Danach muss ich wohl leider pausieren bis ich am die übrigen Bände rankomme. Oder ein Verlag sich ein Verlag entschließt die Gesamtreihe neuaufzulegen. Daumen drücken! 🙏
„Anne in Windy Willows“ ist der vierte Band der Anne Shirley-Reihe von Lucy Maud Montgomery und gehört definitiv zu den Teilen, an die ich so gar keine Erinnerung mehr aus meiner Kindheit/ Jugend habe. Ich könnte noch nicht mal beschwören, ob ich es überhaupt gelesen habe, denn ich um die schöne „alte“ HC-Ausgabe des Loewe-Verlags vollständig im Regal zu haben, musste ich Band 4-6 im vergangenen Jahr nachkaufen. Ich sehe noch das Buchregal einer Schulfreundin vor mir, die die Reihe komplett hatte, aber ob ich mir Band 4-6 jemals von ihr ausgeliehen habe … ich werde alt, ich weiß es nicht mehr. Nach ihrem Examen am Redmond-Kollege verschlägt es Anne in diesem Band nach Summerside die High School, an der sie für 3 Jahre als Rektorin unterrichten wird. Sie stößt in der Stadt, an der Schule, bei den Schüler und anderen Lehrern auf heftigen Widerstand vor allem durch die Familie Pringle, die ihren eigenen Kandidaten für Annes Stelle vorgesehen hatten und ihr nun jegliche Steine in den Weg legen, die sie nur finden können. Das fing schon bei der Suche nach einer Unterkunft an, doch schließlich kann Anne ein Zimmer in Windy Willows bei zwei alten Damen – Tante Chatty und Tante Kate – und deren Hauswirtschafterin Rebecca Dew. Wie schon im Vorgängerband „Anne in Kingsport“ fehlen mir Avonlea und seine Bewohner, allen voran Marilla sehr und auch Diana, Annes Busenfreundin aus der Kindheit taucht nur noch am Rande auf. Mag sein, dass das sogar realistisch ist, das erlebt man ja auch heute selbst noch, dass beste Freund*innen aus der Schulzeit sich aus den Augen verlieren, weil sich die Lebensmittelpunkte einfach verschoben haben. Aber traurig bin ich deswegen trotzdem. Aber in einem ist die Autorin eine wahre Meisterin: sie schafft es immer wieder mich in ihre Bücher und die durchaus ziemlich heile Welt von Anne zu ziehen, was gerade in so heftigen Zeiten mit dem Krieg in der Ukraine und der noch immer herrschenden Corona-Pandemie wirklich gut tut. Auch wenn man schon sehr deutlich merkt, dass das keine modernen Kinder-/ Jugendbücher sind, sondern vor gut 90 Jahren geschrieben worden sind. Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass meine Nichte mit ihren 13 Jahren die Bücher nicht mögen würde weil es einfach etwas altbacken und teilweise auch wirklich oberflächlich wirken könnte. Da reiht sich Episödchen an Episödchen, viele ohne großen Tiefgang oder Auswirkungen auf nur irgendwas. Und dann Annes Gedanken, wenn sie Menschen zum ersten Mal begegnet, und diesen erstmal nur auf seine Äußeres reduziert und sich über dessen Aussehen oft aus lustig macht. So plump würde das wohl kein*e moderne*r Autor*in mehr schreiben. Für mich sind die Anne-Bücher wohl genauso Nostalgie pur wie für meine Mama die Nesthäkchen-Reihe, die sie auch mit über 80 immer noch gerne liest. Also kann ich wohl davon ausgehen, dass ich mit über 80 noch über Anne Shirley werde schmunzeln können und dass sie auch in … naja … 30-40 Jahren noch den gleichen großen Platz in meinem Herzen einnehmen kann. Ich kann nicht anders, ich liebe Anne mit ihrem großen, großen Herzen, ihrer zupackenden Art und wie sie sich um ihre Mitmenschen kümmert, selbst wenn diese ihr gegenüber nicht immer freundlich gesinnt sind. In diesem Sinne freue ich mich auf die weiteren Geschichten mit Anne und jeden einzelnen Re-Read den ich sicherlich noch unternehmen werde.





