Vom Winde verweht
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Description
Keine andere Liebesgeschichte hat das Publikum auf der ganzen Welt so mitgerissen wie diese große Saga um die verwöhnte Scarlett O'Hara und ihren zynischen Verehrer Rhett Butler.Mit einzigartiger Intensität zeichnet Margaret Mitchell nach, wie eine große Liebe zerbricht und lässt gleichzeitig eine längst vergangene Epoche lebendig werden.
Die Südstaatlerin Scarlett O'Hara ist jung und vom Leben verwöhnt. Als Tochter eines Plantagenbesitzers lebt sie im Luxus auf dem Familiengut Tara, und es mangelt ihr nicht an Verehrern. Doch der Ausbruch des Bürgerkriegs verändert mit einem Schlag alles. Plötzlich muss Scarlett mit aller Kraft um die Erhaltung ihres Familienbesitzes kämpfen. Ein Mann taucht immer wieder in ihrem Leben auf und steht ihr in den Wirren der Nachkriegszeit bei: der skrupellose Kriegsgewinnler Rhett Butler. Zwischen ihm und Scarlett entwickelt sich eine große Liebe, doch beide sind auch viel zu stolz und eigensinnig, um diese Liebe zu leben... Margaret Mitchells Klassiker wurde sofort nach Erscheinen im Jahre 1936 zum Bestseller und hat seitdem Millionen Leser auf der ganzen Welt begeistert. Die legendäre Verfilmung drei Jahre später machte Vivien Leigh als Scarlett und Clark Gable als Rhett zum berühmtesten Liebespaar der Filmgeschichte.
Book Information
Author Description
Margaret Mitchell wurde am 8. November 1900 in Atlanta, Georgia, geboren. Sie entstammte einer alten Südstaatenfamilie. Sie arbeitete als Reporterin für das »Atlanta Journal«, bevor die Folgen eines Autounfalls sie zwangen, das Haus zu hüten. In dieser Zeit begann sie, ihren Roman zu schreiben, der nach zehnjähriger Arbeit 1936 erschien. 1949 wurde Margaret Mitchell auf dem Weg ins Kino von einem Taxi überfahren und starb wenig später in ihrer Heimatstadt Atlanta.
Posts
Dieser Klassiker aus dem Jahre 1936 gehört zu meinen absoluten Lieblingsbüchern.Mindestens dreimal gelesen und den Film gesehen.Einfach immer wieder lesenswert. Ich habe mit Scarlett gehofft,gebangt und gelitten obwohl sie eine eigensuechtige und verwöhnte Tochter aus gutem Hause ist,die die Bürgerkriegsjahre von 1861 bis 1871 in den Südstaaten erlebt. Wer Klassiker liebt und das Buch noch nicht kennt,liegt hier richtig.
Das beste Buch, das existiert. Wirklich.
6 Monate habe ich Gone With The Wind gelesen und ich bereue keine Sekunde. Ich kann gar nicht alle Gefühle beschreiben, die ich beim Lesen hatte. Man durchlebt so viel mit der Protagonistin Scarlett, dass man ihre Art am Ende des Buches versteht. Man sieht ihre Entwicklung und warum sie so geworden ist, wie sie ist. Nebenbei habe ich noch die ganze Geschichte des Bürgerkriegs gelernt und könnte ein zweistündiges Referat darüber halten. Ich liebe einfach alles an diesem Buch (außer dem Rassismus). Wenn ich auf die vergangenen Kapitel zurückblicke, erkenne ich wie weit Scarlett gekommen ist und das Ende… Ich hätte schreien können. Ich würde direkt noch mal 1000 Seiten lesen, um diese Story weiterlesen zu können. Phänomenal, 10/10, sehr empfehlenswert, Lieblingsbuch. Ich würde noch mehr schreiben, aber ich muss noch das Ende verarbeiten. Wow.
Schöner Klassiker
Am Anfang hatte ich ehrlich gesagt einige Schwierigkeiten, in Vom Winde verweht hineinzufinden. Die Geschichte wirkte zunächst etwas zäh, und ich musste mich erst an den Schreibstil und die vielen Details gewöhnen. Doch je weiter ich gelesen habe, desto mehr hat mich das Buch in seinen Bann gezogen. Besonders spannend fand ich den historischen Hintergrund. Die Darstellung der Zeit rund um den amerikanischen Bürgerkrieg und die gesellschaftlichen Veränderungen danach war sehr eindrucksvoll und hat mir neue Einblicke gegeben. Gerade die unterschiedlichen Perspektiven auf das Thema Sklaverei und den Umgang mit den Menschen in dieser Zeit machen das Buch zu einem wichtigen, wenn auch nicht immer einfachen Leseerlebnis. Die Hauptfigur Scarlett O’Hara ist dabei wohl eine der auffälligsten und zugleich widersprüchlichsten Figuren, die ich je gelesen habe. Sie ist stark und entschlossen, aber gleichzeitig auch sehr naiv und oft egoistisch in ihrem Denken und Handeln. Es gab viele Momente, in denen sie mich richtig aufgeregt hat. Trotzdem – oder vielleicht gerade deswegen – ist sie eine Figur, die im Gedächtnis bleibt. Ich wusste beim Lesen oft nicht, ob ich sie mögen oder eher ablehnen soll. Im Verlauf der Geschichte, die sich über viele Jahre erstreckt, ist es jedoch sehr interessant, ihre Entwicklung mitzuerleben. Auch die Liebesgeschichte, die sich durch das Buch zieht, ist komplex und alles andere als kitschig. Gerade dieses Auf und Ab macht das Ganze so besonders. Am Ende kann ich sagen, dass sich das Dranbleiben definitiv gelohnt hat. Vom Winde verweht ist ein bewegendes, vielschichtiges Buch, das nicht nur eine persönliche Geschichte erzählt, sondern auch große historische Themen behandelt. Trotz meiner anfänglichen Schwierigkeiten würde ich es auf jeden Fall weiterempfehlen – vor allem als klassische Literatur, die zum Nachdenken anregt und lange im Kopf bleibt.
Diesen dicken Schinken (1119 Seiten) schleppte ich die letzten zwei Monate immer wieder mit. Ob nach Finnland, bei Spaziergängen oder bis nach Australien. Scarlett O'Hara und Rhett Butler waren oft mit dabei. Zwar las ich nebenbei noch viele andere Bücher, nach etwa 150 Seiten war ich aber in der Geschichte drin und freute mich immer weiterzulesen. Dieses Cover wird dem Buch leider nicht gerecht. Es ist viel mehr als nur eine Liebesschnulze. Krieg, Freiheit, Sklaverei, Erziehung, Sitte, Traditionen, Liebe, aber insbesondere Freundschaft sind die grossen Themen. Erzählt wird aus der Sicht von Scarlett O'Hara die auf einer sehr behüteten Baumwollplantage aufwächst. Umgeben von Dienern (alles Sklaven) frönt sie dem schönen Leben. Bis der Krieg ausbricht und ihr bisheriges privilegierte Leben zusammenbricht. Maragaret Mitchell erzählt wunderbar detailliert. Ich finde mich im Süden der USA wieder und begleitete so Scarlett über ein gutes Jahrzehnt. Gegen hinten raus ist die Geschichte etwas langatmig, während teilweise längere Zeitabschnitte übersprungen werden. Alles in allem aber ein durchwegs lohnenswerter Klassiker. Vielleicht werde ich mir auch mal den Film zu Gemüte führen.
Ich glaube mir ist es noch nie so schwer gefallen wie jetzt ein Buch zu bewerten. Die Geschichte ist interessant und ich kann mir gut vorstellen wie es damals war aber Scarlett war mir von Anfang an unsympathisch und trotzdem musste ich für manches was sie getan hat bewundern. Das Ende hätte ich mir allerdings anders gewünscht.
Ein Lebens Lesehighlight.
Dieses Buch ist wirklich ganz toll recherchiert, oder aber die Autorin schrieb aus eigener Erfahrung und hat die göttliche Gabe, alles so detailgenau und geschichtlich hervorragend zu beschreiben, dass man jede Menge Hintergrundwissen erlangt und sich in jede Situation problemlos hineinversetzen kann, wie es kaum zu glauben ist. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, sehr interessant, auch dann, wenn man den Film kennt. In der Originalvorlage ist manches anders - sehr viel wurde im Film aber auch genau so umgesetzt, wie es die Autorin beschrieben hat. Leider hatte sie ja ein recht kurzes Leben und es war ihr einziges Buch - umso schöner, dass es ein Welterfolg wurde. Für mich ist es ein Lebenslesehighlight. Ich liebe den Film, aber das Buch ist großartig! Aktuell lese ich Scarlett - Die Fortsetzung von »Vom Winde verweht« und es gefällt mir bis jetzt richtig gut.
Ein epischer Klassiker!
Wow…ich glaube, ich habe noch nie ein so intensives Buch gelesen. Es ist ein episches Meisterwerk. Ja, es gab ein paar Längen, aber ich konnte es kaum aus der Hand legen. Scarlett hat eine so wahnsinnige Entwicklung hinter sich. Von der verwöhnten Plantagentochter, zu einer unabhängigen starken Frau. Der Schreibstil war sehr atmosphärisch und niemals langweilig. Die Charaktere waren so tief und sehr gut ausgearbeitet. Ich konnte mir jeden Einzelnen gut vorstellen. Das Ende hat mir das Herz gebrochen 💔 dennoch eine klare Leseempfehlung.

Faszinierende Antiheldin
Obwohl ich den Roman schon vor einiger Zeit beendet habe, fällt mir eine Rezi sehr schwer. Ich fand den geschichts-politischen Hintergrund sehr interessant. Die Sprache war zwar nicht literarisch, aber so bildhaft und ausschweifend, dass ich das Gefühl hatte ich wüsste genau wie die Kleider, Plantagen, Landschaften etc. ausgesehen haben. Das Beste aber am Buch war Scarlett O'Hara. So eine furchtbare, egoistische und opportunistische Figur ist mir als Hauptprotagonistin noch nie untergekommen. Sie handelt extrem pragmatisch, kümmert sich aber auch um ihre Familie indem sie handelt und auf gesellschaftliche Konventionen pfeift, solange sie ihr zum Vorteil gereichen. Bei ihrer Art als Mutter rollten sich bei mir die Zehennägel hoch und überhaupt fand ich sie vom Charakter einfach nur furchtbar. Wie großartig! Ich hatte den Eindruck einen echten Menschen vor mir zu haben und keine fiktive Figur. Ich halte sie auf ihre Art auch für feministisch, da sie eben nicht das süße, hübsche, brave Ding ist, das wartet bis man sie bemerkt und ihr gegeben wird, sondern sich nimmt was ihr ihrer Meinung nach zusteht. Auch wenn es ihr nicht gehört. Jetzt kommen wir zu meinem Zwiespalt. Dass der Rassismus sehr unangenehm präsent ist, geschenkt. Allerdings hatte ich beim Lesen das Gefühl, dass die Autorin den Rassismus als Person teilt, da diese Aussagen auch so im Buch vorkamen und nicht nur in Gedanken und wörtlicher Rede. Und ganz ganz schlimm: (Achtung! ab jetzt wird gespoilert ❗) Wieso heißt es Liebesgeschichte??? Sie kann Rhett die meiste Zeit nicht ausstehen, hasst ihn regelrecht und als er um ihre Hand anhält sagt sie NEIN! Und was tut er? Er küsst sie gegen ihren Willen und dann ist's mit der Hochzeit doch ok. Bitte was?! Die Szene in der er übergriffig wird und sie Nein schreit (!) , sich wehrt und wirklich nicht will, wird wie aufgelöst? Im Nachhinein ist es die beste Nacht ihres Lebens. Doppel bitte was?! Und der Schluss, oh Mann. Krasser Spoiler❗❗❗ Sie erkennt dass sie ihn liebt, für ihn ist es aber schon wieder vorbei und sie ist Schuld. Sie wollte ihn nie heiraten, er hat ihr nie seine wahren Gefühle gestanden und sie ist Schuld? Boah hat mich das aufgeregt! Ich würds von "größte Liebesgeschichte der Welt" zu "toxischer Dark Romance" ändern.
Vorab bereits die Information, dass ich ein großer Fan der Verfilmung mit Vivien Leigh bin und mich daher riesig auf das Buch gefreut habe. Zuerst dachte ich mir, oh man, das ist aber mal ein dicker 'Schinken', aber ich war sofort Feuer und Flamme dafür. Eigentlich langweile ich mich bei zu langen Erklärungen von Örtlichkeiten und dem Aussehen von Personen, wie bei Buddenbrook. Hier jedoch hat mich das nicht gestört, da es super in die Story integriert wurde und nicht nur eine Aneinanderreihung von Erklärungen war. Wir begleiten Scarlett O'Hara über mehrere Jahre und manche Entscheidungen sind natürlich nicht immer die Richtigen, aber wir als Leser können sie entweder verstehen oder hassen. Ich kann die meisten davon verstehen und mich in sie hineinfühlen. Anfangs kam ich schwer in den Schreibstil hinein, aber nach zwei Kapiteln konnte man kaum aufhören zu lesen und hat sich daran gewöhnt. Mir hat das Buch wirklich sehr gut gefallen und langsam merke ich, dass diese Art von Büchern mein Herz erobern. Für mich rundum gelungen und gehört bereits jetzt ebenfalls zu meinen Favoriten. Außerdem ist der Film sehr nah am Originalbuch, was mich ebenfalls sehr freut. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen. ✨️

„Alle Kriege sind heilig für die, die mitkämpfen müssen. Wenn die Leute, die den Krieg erklären, ihn nicht heiligsprächen, wer wäre dann so dumm zu kämpfen?“ Ich habe es nicht erwartet - wirklich nicht. Der Film ist ja vielen bekannt - und im Film mochte ich Scarlett wirklich nicht. Aber im Buch hat sie mein Herz im Sturm erobert. So eine starke Protagonistin. 😳 und ihre Entwicklung ist einfach so wunderbar beschrieben. Margaret Mitchell hat 10 Jahre an dem Buch geschrieben - und es war bemerkenswert zu verfolgen wie sie die Geschichte um den Bürgerkrieg lebendig werden lässt. ♥️ Aber die Figuren - auch die fand ich so vielschichtig. Im Buch ist man sehr oft auch im Kopf der Nebenfiguren - und oft dachte ich: kannst du mich bitte diese Figur nicht einfach hassen lassen? Aber ich hab es gefeiert. An einen Menschen gibt es viele Graustufen- und gerade diese zeigt sie in jedem Charakter. Die Geschichte von Scarlett und Rhett ist von zu großem Stolz und Missverständnissen geprägt - sie brach mir wirklich an vielen Stellen das Herz. Für mich war es ein Klassiker, den ich erst noch verdauen muss - ich habe sehr viel Zeit mit Scarlett verbracht - und sie zu verlassen fällt mir jetzt gar nicht leicht. 🥹 Ganz klar eine Leseempfehlung - es lohnt sich definitiv an diesem Wälzer dranzubleiben ☺️
Ein amerikanisches Epos
Begeht bitte nicht den Fehler und tut „Vom Wind(e) verweht“ als Liebesroman oder gar als Schnulze ab. Ja, Margaret Mitchell schildert eine abenteuerliche, tragische Liebesgeschichte. Doch in ihrem großen amerikanischen Epos steckt so viel mehr. Es überstrahlt auch 90 Jahre nach der Erstveröffentlichung die meisten modernen Historienromane. Die Hardcoverausgabe, im Verlag Antje Kunstmann erschienen, enthält eine gelungene Neuübersetzung. Zugleich bietet diese Fassung die erste ungekürzte Übersetzung in deutscher Sprache überhaupt. Wir folgen Scarlett O’Hara, der Tochter eines Plantagenbesitzers, durch die Zeit des Sezessionskriegs und der darauffolgenden Reconstruction im Süden der Vereinigten Staaten. Auf 1.400 kurzweiligen Seiten nimmt Scarlett ihr Leben selbst in die Hand – äußert ungewöhnlich für eine Frau der damaligen Zeit. Sie wird unglücklich lieben, trauern, alles verlieren und doch niemals aufgeben. Schon im ersten Kapitel wird deutlich, dass Mitchell ihre Protagonistin anders zeichnet als die übrigen Südstaatenfrauen. Scarlett entwickelt sich im Verlauf der Geschichte zu einer lebenshungrigen, mehrfach verheirateten, erfolgreichen Geschäftsfrau. Ihr leidenschaftliches Wesen findet dabei in ihrer Hassliebe Rhett Butler einen Seelenverwandten und Gegenspieler in Personalunion. Scarlett lässt sich weder unterdrücken, noch in einer von Männern dominierten Gesellschaft Grenzen setzen. Bei der Lektüre hat mich vor allem ihre Charakterentwicklung beeindruckt. Dabei bleibt Scarlett trotz (oder womöglich wegen) ihrer Fehler stets liebenswert. Der Leser sollte sich jedoch vor Augen führen, dass der Roman die historischen Abläufe des Bürgerkriegs aus der Perspektive der besiegten weißen Südstaatler erzählt und damit teilweise prosüdlichen Narrativen folgt. Die Sklaverei wird romantisiert und die Rolle des Ku Klux Klan wird kaum kritisch betrachtet. Trotz dieser Umstände, ist für mich „Vom Wind verweht“ ein großartiges, epochales Werk. In vielen Facetten muss es den Vergleich mit dem monumentalen russischen Epos „Krieg und Frieden“ nicht scheuen. Auf jeden Fall ist der Roman es wert, vorurteilsfrei wieder- oder neuentdeckt zu werden.

Ich hätte nie gedacht, dass mich diese Geschichte so berührt.
Da ich vor über zwei Jahren mit diesem Roman begonnen habe, und dies auch einfach nur „weil man es mal gelesen haben sollte“, hatte ich nie eine wirkliche emotionale Bindung zu den Charakteren aufgebaut…bis zum letzten Teil des Buches… Der letzte Teil hat mich sprichwörtlich emotional ausgeweidet und auf einmal ist doch eine Bindung da, mit der ich nicht mehr gerechnet hatte. Natürlich darf man beim Lesen dieses Buches niemals vergessen, zu welcher Zeit es geschrieben und veröffentlicht wurde. Da es ein Klassiker ist gibt es von mir keine Bewertung, aber ich würde es allen weiterempfehlen, die ein wenig Geduld beim Lesen mitbringen und bereit sind auf eine Reise zu gehen. 🫶🏻
Eine epische Geschichte mit ambivalenten Charakteren
1120 Seiten und keine einzige langweilig! Eine epische Geschichte, voller Dramatik, Tragik, erfüllter und vieler unerfüllter Sehnsüchte und Wünsche. 1936 erschienen kann es ohne Schwierigkeiten mit heutigen Bestsellern mithalten. Die Charaktere sind nicht so einfach, sie handeln oft gegen die Norm und ohne moralische Skrupel. Das ist oft schwer nachzuvollziehen und noch seltener gutzuheißen. Dennoch sind sie beeindruckende und interessante Persönlichkeiten.
„Ein verblüffender Gedanke, daß eine Frau ebenso gut oder besser als ein Mann Geschäfte machen konnte.“
Meine Gedanken zu diesem Buch zusammenzufassen ist schwer. Ein fast 1000 Seiten dicker Wälzer, in dem sehr vielschichtige Figuren dargestellt werden. Allen voran Scarlett O‘Hara, die zu Beginn ein verwöhntes Mädchen ist und deren einziges Ziel es ist, sämtliche Männer um den Finger zu wickeln. Doch im Laufe der Geschichte wächst sie über sich hinaus, steht (auch auf Kosten anderer) für sich und die, die ihr nahestehen ein und schreckt dabei wirklich vor nichts zurück. Neben den spannenden Figuren mochte ich vor allem den politisch-geschichtlichen Hintergrund, der meiner Meinung nach durchaus mehr im Fokus hätte stehen können als sämtliche „Liebesgeschichten“. Klingt doch eigentlich nach einem guten Buch -oder? Naja, ich hatte so meine Probleme mit dem Roman. Zum einen fand ich ihn streckenweise sehr langatmig und literarisch bzw. sprachlich gesehen nicht sonderlich hervorstechend. Zum anderen finden sich im Text extrem rassistische und sexistische Aussagen. Mir ist bewusst, aus welcher Zeit der Text stammt. Dennoch ist es hart, diese Zeilen zu lesen. Und während man an der für die damalige Zeit sehr fortschrittlichen Figur von Scarlett klar herauslesen kann, wie die Autorin zu solch frauenfeindlichem Vehalten oder Aussagen steht, kann ich das im Bezug auf den Rassismus nicht so klar einordnen und frage mich auch jetzt noch, was hierauf bezogen die Aussage der Autorin war. Mein jedoch allergrößtes Problem und der Grund, warum dieses Buch mich so unfassbar sauer gemacht hat, ist die Romantisierung von Übergriffigkeiten. Es kommt zu mehreren Grenzüberschreitungen gegenüber Scarlett, die klar ihre Grenzen kommuniziert („Nein.“ oder „Hör auf“). Diese werden aber übergangen und Scarletts Reaktion darauf ist, sich zum Gegenüber hingezogen zu fühlen und es gut zu finden, obwohl sie noch kurz zuvor vor Angst laut geschrien hat. Wirklich? Wenn das nicht der Vorreiter von Dark Romance ist… Und das traurige daran ist eigentlich, dass genau dies als „größte Liebesgeschichte des Jahrhunderts“ angepriesen wird. Nein danke, nicht für mich.
„Das Unglück stärkt den Menschen oder es zerbricht ihn.“ Antikriegsbuch, Emanzipationsgesschichte, farbenprächtiges Sittengemälde des alten Südens und auch ein wenig Liegbesgeschichte – schillernd, mitreissend, spannend, faszinierend und emotional ohne je kitschig zu sein. Fulminant erzählt mit feinsten Charakaterstudien, die denen der grossen Russen in nichts nach stehen. Ich stimme Andreas Nohl, der den Schinken kürzlich mit seiner Partnerin neu ins Deutsche übersetzt hat, absolut zu: „Vom Wind verweht ist eines der verkanntesten Bücher der Weltliteratur“ Wir erleben den Untergang der Südstaaten und mit ihm Scarlett O’Haras Entwicklung vom verwöhnten Backfisch zur skrupellosen Geschäftsfrau. „In der trüben Winterdämmerung langte sie am Ende des mühseligen Weges an, den sie in der Nacht, da Atlanta fiel, angetreten hatte. Als verwöhntes, selbstsüchtiges Kind hatte sie sich damals aufgemacht in der Fülle der Jugend und des Gefühls, sehr ratlos noch vor dem Leben. Jetzt am Ende des Weges war von diesem Kinde nichts mehr übrig.“ Die Handlung setzt kurz vor dem amerikanischen Bürgerkrieg ein, schildert farbenprächtig den alten Süden und zeigt die Schrecken und Grauen des Krieges aus der Sicht der Plantagentochter Scarlett. Dank der dichten, farbigen und faszinierenden Beschreibungen der Menschen und Ereignisse hat mich dises Buch in sich hineingezogen wie nur wenige Bücher. Was für eine hervorragende Erzählerin war doch Margaret Mitchell! Scarlett O’Hara, unsympathisch, selbtsüchtig, eingebildet und kindisch. Rhett Butler, der übrigens gar nicht so oft vor kommt in diesem Buch. Geheimnisvoll, oft unergründlich, faszinierend. Die Szenen, in denen er und Scarlett sich bekämpfen und bekriegen, ihre Kräfte messen, gehören zu den Highlights des Buches. Melly, durch und durch gut, von Scarlett gehasst und geliebt. Um sie herum noch viele weitere differenziert ausgearbeitete spannende Figuren. Bei einer Besprechung dieses Buches muss man sicher auch auf den Rassismus eingehen, der dem Buch heutzutage viele Gegner einbringt. Der alte Süden war rassisistisch und die gesamte Gesellschaftsstruktur und er Reichtum fusste auf Rassismus und der Ausbeutung der Sklaven. In vom Winde verweht wird der alte Süden als die gute alte Zeit verklärt. In diesem Sinne wird auch die Sklaverei und der Rassismus legitimiert. Da gibt es Passagen, da sträuben sich einem die Nackenhaare… Allerdings finde ich es falsch, das Buch deswegen zu verbannen oder nicht mehr zu lesen. Dafür ist es einfach zu gut und ein zu wichtiges Zeugnis jener Zeit und des Bürgerkriegs. Vom Winde verweht will zeigen, wie der alte Süden war, und dazu gehört es eben auch zu zeigen, wie die Südstaatler damals gedacht und gefühlt haben, was ihre Überzeugungen waren. Vom Winde verweht ohne die rassistische Einstellung seiner Protagonisten wäre nicht authentisch. Aus demselben Grund stehe ich auch der Eliminierung sämtlicher N-Worte in der neuen Übersetzung zwiespältig gegenüber. Wer den Film vom Winde verweht kennt, hat keine Ahnung, was ihn im Buch erwartet. Ich war so selbstvergessen in der Geschichte gefangen, dass ich völlig unvorbereitet und unvermittelt in das Ende hineingerast bin. Den Schluss der Geschichte habe ich erlebt wie einen Tsunami. Unvorbereitet, urgewaltig, zerstörerisch und trostlos. Es war aus, und alles war vom Wind verweht. Abolute Leseempfehlung, am besten auf Englisch! Ich habe halb gehört, halb gelesen. Das deutsche Hörbuch ist grandios gesproche von Ulrich Noethen. Verschlungen im Juli 2020
Vom Winde verweht liest sich leicht. Mir gefiel vor allem wie sich Scarlett im laufe der Zeit weiterentwickelt
Scarlett O‘Hara, die Tochter eines reichen Plantagenbesitzers verliebt sich in Ashley. Dieser heiratet jedoch Melanie. Am Tag der Verlobung von Ashley und Melanie lernt Scarlett den draufgängerischen Rhett Butler kennen. Dieser wird ihr Verehrer. Doch es fällt ihr schwer, seine Liebe zu erwidern. Mit dem Ausbruch des Amerikanischen Bürgerkrieges gerät ihr Leben aus den Fugen. Die US- amerikanische Schriftstellerin Margaret Mitchell wurde für ihren Roman „Vom Winde verweht“ mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet. Ich kannte den Film vor dem Buch und hoffte, dass das Ende im Buch anders ist 😅

Hatte vor Jahren den Film gesehen, von dem mir nur wenig in Erinnerung geblieben ist. Jetzt nach gute 20 Jahren lag das Buch bei mir auf dem SuB und jetzt habe ich mich darangewagt. Ich fand es gut auch wenn es nicht mein Genre ist wo ich mich wohlfühle. Doch lese ich gerne Bücher die verfilmt wurden und jetzt habe ich es geschafft. Es wäre schneller gegangen wenn es nicht so kleingeschrieben wäre. Hat aber trotzdem Spaß gemacht und ich würde es wieder lesen. Denn die Geschichte war schon interessant.
I never had a favorite book until I read Gone with the Wind. It took me a month and a half to read the book, as I savored every word, attempting to prolong my stay within its pages. I could talk about this book endlessly, but I'll attempt to be concise. Gone with the Wind touches upon all existing discourses, among which are love and hate, gluttony and hunger, war and peace, life and death, the north and the south, right and wrong, freedom and slavery. Each character in the story is portrayed as a genuine human being, full of strengths and weaknesses. At times, you feel immense pride for Scarlett, a courageous young woman who refuses to surrender and adapts to the horrors brought about by the Civil War. Her favorite phrase, “I can't think about that right now. If I do, I'll go crazy. I'll think about that tomorrow,” showcases her resilience. Scarlett sacrifices much to survive and protect her loved ones. However, there are also moments when you hate and despise her as she goes over people’s heads to achieve her own selfish ambitions. Scarlett fights relentlessly for wealth and the beloved person, believing they will bring her happiness. But once she has it all, she realizes it isn’t what she truly needed. Despite enduring many formidable trials throughout her life, she manages to grow up only in the end of the book. This novel shows us that there is no winner in any war. The Yankees, who fought to abolish slavery, resorted to burning down entire cities and families in the name of what they believed to be right. Once the slaves were freed and began voting for the Republicans, the Union discarded them as unwanted, giving rise to a fresh wave of racism. The Confederates, however, treated their slaves with a paternalistic attitude, but “only if they knew their place.” Several characters in the book even join the Ku Klux Klan to reinstate the old order. There were no winners in this war, only losers who treated slaves as mere possessions, forgetting that they were humans. Another significant topic of "Gone with the Wind" is love. This powerful feeling weaves its way through the lives of the characters, leaving a lasting impact on their journeys. Scarlett finds herself irresistibly drawn to Ashley, the only person who rejects her charms. However, her love for Ashley is met with heartbreak when he chooses to marry Melanie, a woman whom Scarlett despises. As the war enters their lives, the women build a strong bond that Scarlett rejects due to her selfishness. Blinded by her infatuation with Ashley, Scarlett does not notice that Melanie is the only person who is always by her side, willing to do anything for her. Chasing money and prestige, attempting to reclaim a bygone epoch, Scarlett fails to recognize the wealth of love surrounding her. Throughout her life, she is violent and dismissive towards those who genuinely love her, perceiving love as a weakness. Despite facing numerous challenges, her greatest fear remains vulnerability. Cloaked in spikes and sarcasm, she denies herself the truth that she deeply loves those closest to her. The only entity she truly loves and protects with devotion is her home, Tara – the red soil that gave her strength in the toughest moments of her life. Tara becomes her sanctuary, a place that shapes her pride and dignity, where she feels strong and alive. Scarlett repeatedly sacrifices herself for Tara, going so far as to take lives to defend it. Regardless of the circumstances, she is certain of one thing: no one can wrest her home away from her. By forging her own path through life, Scarlett finds herself alone. She defies people's expectations about her just to prove her point. And the only person who can truly understand her psychology is Rhett. He sees her unfiltered, comprehending her motivations and flaws with an intimacy she herself cannot grasp. He loves her for all her imperfections, yet their pride and selfishness ruin everything. Through Scarlett's journey, we witness the tragic impact of missed opportunities, selfishness, and the destructive force of pride. “Gone with the Wind” enlightens us about the nuances of the world, showing that it is not simply black and white. To truly live and understand, we must embrace the multitude of shades and complexities it presents.
Schon jetzt gehört dieses Buch zum Highlight meines Lesejahres 2021. Ein alter Klassiker in völlig neuer und unwiderstehlicher Neuauflage! Natürlich darf man den historischen Kontext nicht aus den Augen verlieren, aber gerade die Entwicklung von Scarlett O‘Hara hat mich über Tage hinweg nicht losgelassen. Auch wenn ich sie ein ums andere Mal verflucht habe, ist sie mir sehr ans Herz gewachsen und ich habe richtig mit ihr gelitten. Ich habe mit ihr gelacht, mit ihr geweint, öfters habe ich mich stark über ihre verkorkste Denkweise geärgert, aber um kein Geld der Welt würde ich diese Leseerfahrung missen wollen. Mein Highlight 2021, wenn nicht sogar eines meiner neuen Lieblingsbücher. Ich freue mich richtig darauf, sie in „Scarlett“ wieder zu sehen!
„Das Unglück stärkt den Menschen oder es zerbricht ihn.“ Antikriegsbuch, Emanzipationsgesschichte, farbenprächtiges Sittengemälde des alten Südens und auch ein wenig Liegbesgeschichte – schillernd, mitreissend, spannend, faszinierend und emotional ohne je kitschig zu sein. Fulminant erzählt mit feinsten Charakaterstudien, die denen der grossen Russen in nichts nach stehen. Ich stimme Andreas Nohl, der den Schinken kürzlich mit seiner Partnerin neu ins Deutsche übersetzt hat, absolut zu: „Vom Wind verweht ist eines der verkanntesten Bücher der Weltliteratur“ Wir erleben den Untergang der Südstaaten und mit ihm Scarlett O’Haras Entwicklung vom verwöhnten Backfisch zur skrupellosen Geschäftsfrau. „In der trüben Winterdämmerung langte sie am Ende des mühseligen Weges an, den sie in der Nacht, da Atlanta fiel, angetreten hatte. Als verwöhntes, selbstsüchtiges Kind hatte sie sich damals aufgemacht in der Fülle der Jugend und des Gefühls, sehr ratlos noch vor dem Leben. Jetzt am Ende des Weges war von diesem Kinde nichts mehr übrig.“ Die Handlung setzt kurz vor dem amerikanischen Bürgerkrieg ein, schildert farbenprächtig den alten Süden und zeigt die Schrecken und Grauen des Krieges aus der Sicht der Plantagentochter Scarlett. Dank der dichten, farbigen und faszinierenden Beschreibungen der Menschen und Ereignisse hat mich dises Buch in sich hineingezogen wie nur wenige Bücher. Was für eine hervorragende Erzählerin war doch Margaret Mitchell! Scarlett O’Hara, unsympathisch, selbtsüchtig, eingebildet und kindisch. Rhett Butler, der übrigens gar nicht so oft vor kommt in diesem Buch. Geheimnisvoll, oft unergründlich, faszinierend. Die Szenen, in denen er und Scarlett sich bekämpfen und bekriegen, ihre Kräfte messen, gehören zu den Highlights des Buches. Melly, durch und durch gut, von Scarlett gehasst und geliebt. Um sie herum noch viele weitere differenziert ausgearbeitete spannende Figuren. Bei einer Besprechung dieses Buches muss man sicher auch auf den Rassismus eingehen, der dem Buch heutzutage viele Gegner einbringt. Der alte Süden war rassisistisch und die gesamte Gesellschaftsstruktur und er Reichtum fusste auf Rassismus und der Ausbeutung der Sklaven. In vom Winde verweht wird der alte Süden als die gute alte Zeit verklärt. In diesem Sinne wird auch die Sklaverei und der Rassismus legitimiert. Da gibt es Passagen, da sträuben sich einem die Nackenhaare… Allerdings finde ich es falsch, das Buch deswegen zu verbannen oder nicht mehr zu lesen. Dafür ist es einfach zu gut und ein zu wichtiges Zeugnis jener Zeit und des Bürgerkriegs. Vom Winde verweht will zeigen, wie der alte Süden war, und dazu gehört es eben auch zu zeigen, wie die Südstaatler damals gedacht und gefühlt haben, was ihre Überzeugungen waren. Vom Winde verweht ohne die rassistische Einstellung seiner Protagonisten wäre nicht authentisch. Aus demselben Grund stehe ich auch der Eliminierung sämtlicher N-Worte in der neuen Übersetzung zwiespältig gegenüber. Wer den Film vom Winde verweht kennt, hat keine Ahnung, was ihn im Buch erwartet. Ich war so selbstvergessen in der Geschichte gefangen, dass ich völlig unvorbereitet und unvermittelt in das Ende hineingerast bin. Den Schluss der Geschichte habe ich erlebt wie einen Tsunami. Unvorbereitet, urgewaltig, zerstörerisch und trostlos. Es war aus, und alles war vom Wind verweht. Abolute Leseempfehlung, am besten auf Englisch! Ich habe halb gehört, halb gelesen. Das deutsche Hörbuch ist grandios gesproche von Ulrich Noethen. Verschlungen im Juli 2020
„Das Unglück stärkt den Menschen oder es zerbricht ihn.“ Antikriegsbuch, Emanzipationsgesschichte, farbenprächtiges Sittengemälde des alten Südens und auch ein wenig Liegbesgeschichte – schillernd, mitreissend, spannend, faszinierend und emotional ohne je kitschig zu sein. Fulminant erzählt mit feinsten Charakaterstudien, die denen der grossen Russen in nichts nach stehen. Ich stimme Andreas Nohl, der den Schinken kürzlich mit seiner Partnerin neu ins Deutsche übersetzt hat, absolut zu: „Vom Wind verweht ist eines der verkanntesten Bücher der Weltliteratur“ Wir erleben den Untergang der Südstaaten und mit ihm Scarlett O’Haras Entwicklung vom verwöhnten Backfisch zur skrupellosen Geschäftsfrau. „In der trüben Winterdämmerung langte sie am Ende des mühseligen Weges an, den sie in der Nacht, da Atlanta fiel, angetreten hatte. Als verwöhntes, selbstsüchtiges Kind hatte sie sich damals aufgemacht in der Fülle der Jugend und des Gefühls, sehr ratlos noch vor dem Leben. Jetzt am Ende des Weges war von diesem Kinde nichts mehr übrig.“ Die Handlung setzt kurz vor dem amerikanischen Bürgerkrieg ein, schildert farbenprächtig den alten Süden und zeigt die Schrecken und Grauen des Krieges aus der Sicht der Plantagentochter Scarlett. Dank der dichten, farbigen und faszinierenden Beschreibungen der Menschen und Ereignisse hat mich dises Buch in sich hineingezogen wie nur wenige Bücher. Was für eine hervorragende Erzählerin war doch Margaret Mitchell! Scarlett O’Hara, unsympathisch, selbtsüchtig, eingebildet und kindisch. Rhett Butler, der übrigens gar nicht so oft vor kommt in diesem Buch. Geheimnisvoll, oft unergründlich, faszinierend. Die Szenen, in denen er und Scarlett sich bekämpfen und bekriegen, ihre Kräfte messen, gehören zu den Highlights des Buches. Melly, durch und durch gut, von Scarlett gehasst und geliebt. Um sie herum noch viele weitere differenziert ausgearbeitete spannende Figuren. Bei einer Besprechung dieses Buches muss man sicher auch auf den Rassismus eingehen, der dem Buch heutzutage viele Gegner einbringt. Der alte Süden war rassisistisch und die gesamte Gesellschaftsstruktur und er Reichtum fusste auf Rassismus und der Ausbeutung der Sklaven. In vom Winde verweht wird der alte Süden als die gute alte Zeit verklärt. In diesem Sinne wird auch die Sklaverei und der Rassismus legitimiert. Da gibt es Passagen, da sträuben sich einem die Nackenhaare… Allerdings finde ich es falsch, das Buch deswegen zu verbannen oder nicht mehr zu lesen. Dafür ist es einfach zu gut und ein zu wichtiges Zeugnis jener Zeit und des Bürgerkriegs. Vom Winde verweht will zeigen, wie der alte Süden war, und dazu gehört es eben auch zu zeigen, wie die Südstaatler damals gedacht und gefühlt haben, was ihre Überzeugungen waren. Vom Winde verweht ohne die rassistische Einstellung seiner Protagonisten wäre nicht authentisch. Aus demselben Grund stehe ich auch der Eliminierung sämtlicher N-Worte in der neuen Übersetzung zwiespältig gegenüber. Wer den Film vom Winde verweht kennt, hat keine Ahnung, was ihn im Buch erwartet. Ich war so selbstvergessen in der Geschichte gefangen, dass ich völlig unvorbereitet und unvermittelt in das Ende hineingerast bin. Den Schluss der Geschichte habe ich erlebt wie einen Tsunami. Unvorbereitet, urgewaltig, zerstörerisch und trostlos. Es war aus, und alles war vom Wind verweht. Abolute Leseempfehlung, am besten auf Englisch! Ich habe halb gehört, halb gelesen. Das deutsche Hörbuch ist grandios gesproche von Ulrich Noethen. Verschlungen im Juli 2020
Description
Keine andere Liebesgeschichte hat das Publikum auf der ganzen Welt so mitgerissen wie diese große Saga um die verwöhnte Scarlett O'Hara und ihren zynischen Verehrer Rhett Butler.Mit einzigartiger Intensität zeichnet Margaret Mitchell nach, wie eine große Liebe zerbricht und lässt gleichzeitig eine längst vergangene Epoche lebendig werden.
Die Südstaatlerin Scarlett O'Hara ist jung und vom Leben verwöhnt. Als Tochter eines Plantagenbesitzers lebt sie im Luxus auf dem Familiengut Tara, und es mangelt ihr nicht an Verehrern. Doch der Ausbruch des Bürgerkriegs verändert mit einem Schlag alles. Plötzlich muss Scarlett mit aller Kraft um die Erhaltung ihres Familienbesitzes kämpfen. Ein Mann taucht immer wieder in ihrem Leben auf und steht ihr in den Wirren der Nachkriegszeit bei: der skrupellose Kriegsgewinnler Rhett Butler. Zwischen ihm und Scarlett entwickelt sich eine große Liebe, doch beide sind auch viel zu stolz und eigensinnig, um diese Liebe zu leben... Margaret Mitchells Klassiker wurde sofort nach Erscheinen im Jahre 1936 zum Bestseller und hat seitdem Millionen Leser auf der ganzen Welt begeistert. Die legendäre Verfilmung drei Jahre später machte Vivien Leigh als Scarlett und Clark Gable als Rhett zum berühmtesten Liebespaar der Filmgeschichte.
Book Information
Author Description
Margaret Mitchell wurde am 8. November 1900 in Atlanta, Georgia, geboren. Sie entstammte einer alten Südstaatenfamilie. Sie arbeitete als Reporterin für das »Atlanta Journal«, bevor die Folgen eines Autounfalls sie zwangen, das Haus zu hüten. In dieser Zeit begann sie, ihren Roman zu schreiben, der nach zehnjähriger Arbeit 1936 erschien. 1949 wurde Margaret Mitchell auf dem Weg ins Kino von einem Taxi überfahren und starb wenig später in ihrer Heimatstadt Atlanta.
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Dieser Klassiker aus dem Jahre 1936 gehört zu meinen absoluten Lieblingsbüchern.Mindestens dreimal gelesen und den Film gesehen.Einfach immer wieder lesenswert. Ich habe mit Scarlett gehofft,gebangt und gelitten obwohl sie eine eigensuechtige und verwöhnte Tochter aus gutem Hause ist,die die Bürgerkriegsjahre von 1861 bis 1871 in den Südstaaten erlebt. Wer Klassiker liebt und das Buch noch nicht kennt,liegt hier richtig.
Das beste Buch, das existiert. Wirklich.
6 Monate habe ich Gone With The Wind gelesen und ich bereue keine Sekunde. Ich kann gar nicht alle Gefühle beschreiben, die ich beim Lesen hatte. Man durchlebt so viel mit der Protagonistin Scarlett, dass man ihre Art am Ende des Buches versteht. Man sieht ihre Entwicklung und warum sie so geworden ist, wie sie ist. Nebenbei habe ich noch die ganze Geschichte des Bürgerkriegs gelernt und könnte ein zweistündiges Referat darüber halten. Ich liebe einfach alles an diesem Buch (außer dem Rassismus). Wenn ich auf die vergangenen Kapitel zurückblicke, erkenne ich wie weit Scarlett gekommen ist und das Ende… Ich hätte schreien können. Ich würde direkt noch mal 1000 Seiten lesen, um diese Story weiterlesen zu können. Phänomenal, 10/10, sehr empfehlenswert, Lieblingsbuch. Ich würde noch mehr schreiben, aber ich muss noch das Ende verarbeiten. Wow.
Schöner Klassiker
Am Anfang hatte ich ehrlich gesagt einige Schwierigkeiten, in Vom Winde verweht hineinzufinden. Die Geschichte wirkte zunächst etwas zäh, und ich musste mich erst an den Schreibstil und die vielen Details gewöhnen. Doch je weiter ich gelesen habe, desto mehr hat mich das Buch in seinen Bann gezogen. Besonders spannend fand ich den historischen Hintergrund. Die Darstellung der Zeit rund um den amerikanischen Bürgerkrieg und die gesellschaftlichen Veränderungen danach war sehr eindrucksvoll und hat mir neue Einblicke gegeben. Gerade die unterschiedlichen Perspektiven auf das Thema Sklaverei und den Umgang mit den Menschen in dieser Zeit machen das Buch zu einem wichtigen, wenn auch nicht immer einfachen Leseerlebnis. Die Hauptfigur Scarlett O’Hara ist dabei wohl eine der auffälligsten und zugleich widersprüchlichsten Figuren, die ich je gelesen habe. Sie ist stark und entschlossen, aber gleichzeitig auch sehr naiv und oft egoistisch in ihrem Denken und Handeln. Es gab viele Momente, in denen sie mich richtig aufgeregt hat. Trotzdem – oder vielleicht gerade deswegen – ist sie eine Figur, die im Gedächtnis bleibt. Ich wusste beim Lesen oft nicht, ob ich sie mögen oder eher ablehnen soll. Im Verlauf der Geschichte, die sich über viele Jahre erstreckt, ist es jedoch sehr interessant, ihre Entwicklung mitzuerleben. Auch die Liebesgeschichte, die sich durch das Buch zieht, ist komplex und alles andere als kitschig. Gerade dieses Auf und Ab macht das Ganze so besonders. Am Ende kann ich sagen, dass sich das Dranbleiben definitiv gelohnt hat. Vom Winde verweht ist ein bewegendes, vielschichtiges Buch, das nicht nur eine persönliche Geschichte erzählt, sondern auch große historische Themen behandelt. Trotz meiner anfänglichen Schwierigkeiten würde ich es auf jeden Fall weiterempfehlen – vor allem als klassische Literatur, die zum Nachdenken anregt und lange im Kopf bleibt.
Diesen dicken Schinken (1119 Seiten) schleppte ich die letzten zwei Monate immer wieder mit. Ob nach Finnland, bei Spaziergängen oder bis nach Australien. Scarlett O'Hara und Rhett Butler waren oft mit dabei. Zwar las ich nebenbei noch viele andere Bücher, nach etwa 150 Seiten war ich aber in der Geschichte drin und freute mich immer weiterzulesen. Dieses Cover wird dem Buch leider nicht gerecht. Es ist viel mehr als nur eine Liebesschnulze. Krieg, Freiheit, Sklaverei, Erziehung, Sitte, Traditionen, Liebe, aber insbesondere Freundschaft sind die grossen Themen. Erzählt wird aus der Sicht von Scarlett O'Hara die auf einer sehr behüteten Baumwollplantage aufwächst. Umgeben von Dienern (alles Sklaven) frönt sie dem schönen Leben. Bis der Krieg ausbricht und ihr bisheriges privilegierte Leben zusammenbricht. Maragaret Mitchell erzählt wunderbar detailliert. Ich finde mich im Süden der USA wieder und begleitete so Scarlett über ein gutes Jahrzehnt. Gegen hinten raus ist die Geschichte etwas langatmig, während teilweise längere Zeitabschnitte übersprungen werden. Alles in allem aber ein durchwegs lohnenswerter Klassiker. Vielleicht werde ich mir auch mal den Film zu Gemüte führen.
Ich glaube mir ist es noch nie so schwer gefallen wie jetzt ein Buch zu bewerten. Die Geschichte ist interessant und ich kann mir gut vorstellen wie es damals war aber Scarlett war mir von Anfang an unsympathisch und trotzdem musste ich für manches was sie getan hat bewundern. Das Ende hätte ich mir allerdings anders gewünscht.
Ein Lebens Lesehighlight.
Dieses Buch ist wirklich ganz toll recherchiert, oder aber die Autorin schrieb aus eigener Erfahrung und hat die göttliche Gabe, alles so detailgenau und geschichtlich hervorragend zu beschreiben, dass man jede Menge Hintergrundwissen erlangt und sich in jede Situation problemlos hineinversetzen kann, wie es kaum zu glauben ist. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, sehr interessant, auch dann, wenn man den Film kennt. In der Originalvorlage ist manches anders - sehr viel wurde im Film aber auch genau so umgesetzt, wie es die Autorin beschrieben hat. Leider hatte sie ja ein recht kurzes Leben und es war ihr einziges Buch - umso schöner, dass es ein Welterfolg wurde. Für mich ist es ein Lebenslesehighlight. Ich liebe den Film, aber das Buch ist großartig! Aktuell lese ich Scarlett - Die Fortsetzung von »Vom Winde verweht« und es gefällt mir bis jetzt richtig gut.
Ein epischer Klassiker!
Wow…ich glaube, ich habe noch nie ein so intensives Buch gelesen. Es ist ein episches Meisterwerk. Ja, es gab ein paar Längen, aber ich konnte es kaum aus der Hand legen. Scarlett hat eine so wahnsinnige Entwicklung hinter sich. Von der verwöhnten Plantagentochter, zu einer unabhängigen starken Frau. Der Schreibstil war sehr atmosphärisch und niemals langweilig. Die Charaktere waren so tief und sehr gut ausgearbeitet. Ich konnte mir jeden Einzelnen gut vorstellen. Das Ende hat mir das Herz gebrochen 💔 dennoch eine klare Leseempfehlung.

Faszinierende Antiheldin
Obwohl ich den Roman schon vor einiger Zeit beendet habe, fällt mir eine Rezi sehr schwer. Ich fand den geschichts-politischen Hintergrund sehr interessant. Die Sprache war zwar nicht literarisch, aber so bildhaft und ausschweifend, dass ich das Gefühl hatte ich wüsste genau wie die Kleider, Plantagen, Landschaften etc. ausgesehen haben. Das Beste aber am Buch war Scarlett O'Hara. So eine furchtbare, egoistische und opportunistische Figur ist mir als Hauptprotagonistin noch nie untergekommen. Sie handelt extrem pragmatisch, kümmert sich aber auch um ihre Familie indem sie handelt und auf gesellschaftliche Konventionen pfeift, solange sie ihr zum Vorteil gereichen. Bei ihrer Art als Mutter rollten sich bei mir die Zehennägel hoch und überhaupt fand ich sie vom Charakter einfach nur furchtbar. Wie großartig! Ich hatte den Eindruck einen echten Menschen vor mir zu haben und keine fiktive Figur. Ich halte sie auf ihre Art auch für feministisch, da sie eben nicht das süße, hübsche, brave Ding ist, das wartet bis man sie bemerkt und ihr gegeben wird, sondern sich nimmt was ihr ihrer Meinung nach zusteht. Auch wenn es ihr nicht gehört. Jetzt kommen wir zu meinem Zwiespalt. Dass der Rassismus sehr unangenehm präsent ist, geschenkt. Allerdings hatte ich beim Lesen das Gefühl, dass die Autorin den Rassismus als Person teilt, da diese Aussagen auch so im Buch vorkamen und nicht nur in Gedanken und wörtlicher Rede. Und ganz ganz schlimm: (Achtung! ab jetzt wird gespoilert ❗) Wieso heißt es Liebesgeschichte??? Sie kann Rhett die meiste Zeit nicht ausstehen, hasst ihn regelrecht und als er um ihre Hand anhält sagt sie NEIN! Und was tut er? Er küsst sie gegen ihren Willen und dann ist's mit der Hochzeit doch ok. Bitte was?! Die Szene in der er übergriffig wird und sie Nein schreit (!) , sich wehrt und wirklich nicht will, wird wie aufgelöst? Im Nachhinein ist es die beste Nacht ihres Lebens. Doppel bitte was?! Und der Schluss, oh Mann. Krasser Spoiler❗❗❗ Sie erkennt dass sie ihn liebt, für ihn ist es aber schon wieder vorbei und sie ist Schuld. Sie wollte ihn nie heiraten, er hat ihr nie seine wahren Gefühle gestanden und sie ist Schuld? Boah hat mich das aufgeregt! Ich würds von "größte Liebesgeschichte der Welt" zu "toxischer Dark Romance" ändern.
Vorab bereits die Information, dass ich ein großer Fan der Verfilmung mit Vivien Leigh bin und mich daher riesig auf das Buch gefreut habe. Zuerst dachte ich mir, oh man, das ist aber mal ein dicker 'Schinken', aber ich war sofort Feuer und Flamme dafür. Eigentlich langweile ich mich bei zu langen Erklärungen von Örtlichkeiten und dem Aussehen von Personen, wie bei Buddenbrook. Hier jedoch hat mich das nicht gestört, da es super in die Story integriert wurde und nicht nur eine Aneinanderreihung von Erklärungen war. Wir begleiten Scarlett O'Hara über mehrere Jahre und manche Entscheidungen sind natürlich nicht immer die Richtigen, aber wir als Leser können sie entweder verstehen oder hassen. Ich kann die meisten davon verstehen und mich in sie hineinfühlen. Anfangs kam ich schwer in den Schreibstil hinein, aber nach zwei Kapiteln konnte man kaum aufhören zu lesen und hat sich daran gewöhnt. Mir hat das Buch wirklich sehr gut gefallen und langsam merke ich, dass diese Art von Büchern mein Herz erobern. Für mich rundum gelungen und gehört bereits jetzt ebenfalls zu meinen Favoriten. Außerdem ist der Film sehr nah am Originalbuch, was mich ebenfalls sehr freut. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen. ✨️

„Alle Kriege sind heilig für die, die mitkämpfen müssen. Wenn die Leute, die den Krieg erklären, ihn nicht heiligsprächen, wer wäre dann so dumm zu kämpfen?“ Ich habe es nicht erwartet - wirklich nicht. Der Film ist ja vielen bekannt - und im Film mochte ich Scarlett wirklich nicht. Aber im Buch hat sie mein Herz im Sturm erobert. So eine starke Protagonistin. 😳 und ihre Entwicklung ist einfach so wunderbar beschrieben. Margaret Mitchell hat 10 Jahre an dem Buch geschrieben - und es war bemerkenswert zu verfolgen wie sie die Geschichte um den Bürgerkrieg lebendig werden lässt. ♥️ Aber die Figuren - auch die fand ich so vielschichtig. Im Buch ist man sehr oft auch im Kopf der Nebenfiguren - und oft dachte ich: kannst du mich bitte diese Figur nicht einfach hassen lassen? Aber ich hab es gefeiert. An einen Menschen gibt es viele Graustufen- und gerade diese zeigt sie in jedem Charakter. Die Geschichte von Scarlett und Rhett ist von zu großem Stolz und Missverständnissen geprägt - sie brach mir wirklich an vielen Stellen das Herz. Für mich war es ein Klassiker, den ich erst noch verdauen muss - ich habe sehr viel Zeit mit Scarlett verbracht - und sie zu verlassen fällt mir jetzt gar nicht leicht. 🥹 Ganz klar eine Leseempfehlung - es lohnt sich definitiv an diesem Wälzer dranzubleiben ☺️
Ein amerikanisches Epos
Begeht bitte nicht den Fehler und tut „Vom Wind(e) verweht“ als Liebesroman oder gar als Schnulze ab. Ja, Margaret Mitchell schildert eine abenteuerliche, tragische Liebesgeschichte. Doch in ihrem großen amerikanischen Epos steckt so viel mehr. Es überstrahlt auch 90 Jahre nach der Erstveröffentlichung die meisten modernen Historienromane. Die Hardcoverausgabe, im Verlag Antje Kunstmann erschienen, enthält eine gelungene Neuübersetzung. Zugleich bietet diese Fassung die erste ungekürzte Übersetzung in deutscher Sprache überhaupt. Wir folgen Scarlett O’Hara, der Tochter eines Plantagenbesitzers, durch die Zeit des Sezessionskriegs und der darauffolgenden Reconstruction im Süden der Vereinigten Staaten. Auf 1.400 kurzweiligen Seiten nimmt Scarlett ihr Leben selbst in die Hand – äußert ungewöhnlich für eine Frau der damaligen Zeit. Sie wird unglücklich lieben, trauern, alles verlieren und doch niemals aufgeben. Schon im ersten Kapitel wird deutlich, dass Mitchell ihre Protagonistin anders zeichnet als die übrigen Südstaatenfrauen. Scarlett entwickelt sich im Verlauf der Geschichte zu einer lebenshungrigen, mehrfach verheirateten, erfolgreichen Geschäftsfrau. Ihr leidenschaftliches Wesen findet dabei in ihrer Hassliebe Rhett Butler einen Seelenverwandten und Gegenspieler in Personalunion. Scarlett lässt sich weder unterdrücken, noch in einer von Männern dominierten Gesellschaft Grenzen setzen. Bei der Lektüre hat mich vor allem ihre Charakterentwicklung beeindruckt. Dabei bleibt Scarlett trotz (oder womöglich wegen) ihrer Fehler stets liebenswert. Der Leser sollte sich jedoch vor Augen führen, dass der Roman die historischen Abläufe des Bürgerkriegs aus der Perspektive der besiegten weißen Südstaatler erzählt und damit teilweise prosüdlichen Narrativen folgt. Die Sklaverei wird romantisiert und die Rolle des Ku Klux Klan wird kaum kritisch betrachtet. Trotz dieser Umstände, ist für mich „Vom Wind verweht“ ein großartiges, epochales Werk. In vielen Facetten muss es den Vergleich mit dem monumentalen russischen Epos „Krieg und Frieden“ nicht scheuen. Auf jeden Fall ist der Roman es wert, vorurteilsfrei wieder- oder neuentdeckt zu werden.

Ich hätte nie gedacht, dass mich diese Geschichte so berührt.
Da ich vor über zwei Jahren mit diesem Roman begonnen habe, und dies auch einfach nur „weil man es mal gelesen haben sollte“, hatte ich nie eine wirkliche emotionale Bindung zu den Charakteren aufgebaut…bis zum letzten Teil des Buches… Der letzte Teil hat mich sprichwörtlich emotional ausgeweidet und auf einmal ist doch eine Bindung da, mit der ich nicht mehr gerechnet hatte. Natürlich darf man beim Lesen dieses Buches niemals vergessen, zu welcher Zeit es geschrieben und veröffentlicht wurde. Da es ein Klassiker ist gibt es von mir keine Bewertung, aber ich würde es allen weiterempfehlen, die ein wenig Geduld beim Lesen mitbringen und bereit sind auf eine Reise zu gehen. 🫶🏻
Eine epische Geschichte mit ambivalenten Charakteren
1120 Seiten und keine einzige langweilig! Eine epische Geschichte, voller Dramatik, Tragik, erfüllter und vieler unerfüllter Sehnsüchte und Wünsche. 1936 erschienen kann es ohne Schwierigkeiten mit heutigen Bestsellern mithalten. Die Charaktere sind nicht so einfach, sie handeln oft gegen die Norm und ohne moralische Skrupel. Das ist oft schwer nachzuvollziehen und noch seltener gutzuheißen. Dennoch sind sie beeindruckende und interessante Persönlichkeiten.
„Ein verblüffender Gedanke, daß eine Frau ebenso gut oder besser als ein Mann Geschäfte machen konnte.“
Meine Gedanken zu diesem Buch zusammenzufassen ist schwer. Ein fast 1000 Seiten dicker Wälzer, in dem sehr vielschichtige Figuren dargestellt werden. Allen voran Scarlett O‘Hara, die zu Beginn ein verwöhntes Mädchen ist und deren einziges Ziel es ist, sämtliche Männer um den Finger zu wickeln. Doch im Laufe der Geschichte wächst sie über sich hinaus, steht (auch auf Kosten anderer) für sich und die, die ihr nahestehen ein und schreckt dabei wirklich vor nichts zurück. Neben den spannenden Figuren mochte ich vor allem den politisch-geschichtlichen Hintergrund, der meiner Meinung nach durchaus mehr im Fokus hätte stehen können als sämtliche „Liebesgeschichten“. Klingt doch eigentlich nach einem guten Buch -oder? Naja, ich hatte so meine Probleme mit dem Roman. Zum einen fand ich ihn streckenweise sehr langatmig und literarisch bzw. sprachlich gesehen nicht sonderlich hervorstechend. Zum anderen finden sich im Text extrem rassistische und sexistische Aussagen. Mir ist bewusst, aus welcher Zeit der Text stammt. Dennoch ist es hart, diese Zeilen zu lesen. Und während man an der für die damalige Zeit sehr fortschrittlichen Figur von Scarlett klar herauslesen kann, wie die Autorin zu solch frauenfeindlichem Vehalten oder Aussagen steht, kann ich das im Bezug auf den Rassismus nicht so klar einordnen und frage mich auch jetzt noch, was hierauf bezogen die Aussage der Autorin war. Mein jedoch allergrößtes Problem und der Grund, warum dieses Buch mich so unfassbar sauer gemacht hat, ist die Romantisierung von Übergriffigkeiten. Es kommt zu mehreren Grenzüberschreitungen gegenüber Scarlett, die klar ihre Grenzen kommuniziert („Nein.“ oder „Hör auf“). Diese werden aber übergangen und Scarletts Reaktion darauf ist, sich zum Gegenüber hingezogen zu fühlen und es gut zu finden, obwohl sie noch kurz zuvor vor Angst laut geschrien hat. Wirklich? Wenn das nicht der Vorreiter von Dark Romance ist… Und das traurige daran ist eigentlich, dass genau dies als „größte Liebesgeschichte des Jahrhunderts“ angepriesen wird. Nein danke, nicht für mich.
„Das Unglück stärkt den Menschen oder es zerbricht ihn.“ Antikriegsbuch, Emanzipationsgesschichte, farbenprächtiges Sittengemälde des alten Südens und auch ein wenig Liegbesgeschichte – schillernd, mitreissend, spannend, faszinierend und emotional ohne je kitschig zu sein. Fulminant erzählt mit feinsten Charakaterstudien, die denen der grossen Russen in nichts nach stehen. Ich stimme Andreas Nohl, der den Schinken kürzlich mit seiner Partnerin neu ins Deutsche übersetzt hat, absolut zu: „Vom Wind verweht ist eines der verkanntesten Bücher der Weltliteratur“ Wir erleben den Untergang der Südstaaten und mit ihm Scarlett O’Haras Entwicklung vom verwöhnten Backfisch zur skrupellosen Geschäftsfrau. „In der trüben Winterdämmerung langte sie am Ende des mühseligen Weges an, den sie in der Nacht, da Atlanta fiel, angetreten hatte. Als verwöhntes, selbstsüchtiges Kind hatte sie sich damals aufgemacht in der Fülle der Jugend und des Gefühls, sehr ratlos noch vor dem Leben. Jetzt am Ende des Weges war von diesem Kinde nichts mehr übrig.“ Die Handlung setzt kurz vor dem amerikanischen Bürgerkrieg ein, schildert farbenprächtig den alten Süden und zeigt die Schrecken und Grauen des Krieges aus der Sicht der Plantagentochter Scarlett. Dank der dichten, farbigen und faszinierenden Beschreibungen der Menschen und Ereignisse hat mich dises Buch in sich hineingezogen wie nur wenige Bücher. Was für eine hervorragende Erzählerin war doch Margaret Mitchell! Scarlett O’Hara, unsympathisch, selbtsüchtig, eingebildet und kindisch. Rhett Butler, der übrigens gar nicht so oft vor kommt in diesem Buch. Geheimnisvoll, oft unergründlich, faszinierend. Die Szenen, in denen er und Scarlett sich bekämpfen und bekriegen, ihre Kräfte messen, gehören zu den Highlights des Buches. Melly, durch und durch gut, von Scarlett gehasst und geliebt. Um sie herum noch viele weitere differenziert ausgearbeitete spannende Figuren. Bei einer Besprechung dieses Buches muss man sicher auch auf den Rassismus eingehen, der dem Buch heutzutage viele Gegner einbringt. Der alte Süden war rassisistisch und die gesamte Gesellschaftsstruktur und er Reichtum fusste auf Rassismus und der Ausbeutung der Sklaven. In vom Winde verweht wird der alte Süden als die gute alte Zeit verklärt. In diesem Sinne wird auch die Sklaverei und der Rassismus legitimiert. Da gibt es Passagen, da sträuben sich einem die Nackenhaare… Allerdings finde ich es falsch, das Buch deswegen zu verbannen oder nicht mehr zu lesen. Dafür ist es einfach zu gut und ein zu wichtiges Zeugnis jener Zeit und des Bürgerkriegs. Vom Winde verweht will zeigen, wie der alte Süden war, und dazu gehört es eben auch zu zeigen, wie die Südstaatler damals gedacht und gefühlt haben, was ihre Überzeugungen waren. Vom Winde verweht ohne die rassistische Einstellung seiner Protagonisten wäre nicht authentisch. Aus demselben Grund stehe ich auch der Eliminierung sämtlicher N-Worte in der neuen Übersetzung zwiespältig gegenüber. Wer den Film vom Winde verweht kennt, hat keine Ahnung, was ihn im Buch erwartet. Ich war so selbstvergessen in der Geschichte gefangen, dass ich völlig unvorbereitet und unvermittelt in das Ende hineingerast bin. Den Schluss der Geschichte habe ich erlebt wie einen Tsunami. Unvorbereitet, urgewaltig, zerstörerisch und trostlos. Es war aus, und alles war vom Wind verweht. Abolute Leseempfehlung, am besten auf Englisch! Ich habe halb gehört, halb gelesen. Das deutsche Hörbuch ist grandios gesproche von Ulrich Noethen. Verschlungen im Juli 2020
Vom Winde verweht liest sich leicht. Mir gefiel vor allem wie sich Scarlett im laufe der Zeit weiterentwickelt
Scarlett O‘Hara, die Tochter eines reichen Plantagenbesitzers verliebt sich in Ashley. Dieser heiratet jedoch Melanie. Am Tag der Verlobung von Ashley und Melanie lernt Scarlett den draufgängerischen Rhett Butler kennen. Dieser wird ihr Verehrer. Doch es fällt ihr schwer, seine Liebe zu erwidern. Mit dem Ausbruch des Amerikanischen Bürgerkrieges gerät ihr Leben aus den Fugen. Die US- amerikanische Schriftstellerin Margaret Mitchell wurde für ihren Roman „Vom Winde verweht“ mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet. Ich kannte den Film vor dem Buch und hoffte, dass das Ende im Buch anders ist 😅

Hatte vor Jahren den Film gesehen, von dem mir nur wenig in Erinnerung geblieben ist. Jetzt nach gute 20 Jahren lag das Buch bei mir auf dem SuB und jetzt habe ich mich darangewagt. Ich fand es gut auch wenn es nicht mein Genre ist wo ich mich wohlfühle. Doch lese ich gerne Bücher die verfilmt wurden und jetzt habe ich es geschafft. Es wäre schneller gegangen wenn es nicht so kleingeschrieben wäre. Hat aber trotzdem Spaß gemacht und ich würde es wieder lesen. Denn die Geschichte war schon interessant.
I never had a favorite book until I read Gone with the Wind. It took me a month and a half to read the book, as I savored every word, attempting to prolong my stay within its pages. I could talk about this book endlessly, but I'll attempt to be concise. Gone with the Wind touches upon all existing discourses, among which are love and hate, gluttony and hunger, war and peace, life and death, the north and the south, right and wrong, freedom and slavery. Each character in the story is portrayed as a genuine human being, full of strengths and weaknesses. At times, you feel immense pride for Scarlett, a courageous young woman who refuses to surrender and adapts to the horrors brought about by the Civil War. Her favorite phrase, “I can't think about that right now. If I do, I'll go crazy. I'll think about that tomorrow,” showcases her resilience. Scarlett sacrifices much to survive and protect her loved ones. However, there are also moments when you hate and despise her as she goes over people’s heads to achieve her own selfish ambitions. Scarlett fights relentlessly for wealth and the beloved person, believing they will bring her happiness. But once she has it all, she realizes it isn’t what she truly needed. Despite enduring many formidable trials throughout her life, she manages to grow up only in the end of the book. This novel shows us that there is no winner in any war. The Yankees, who fought to abolish slavery, resorted to burning down entire cities and families in the name of what they believed to be right. Once the slaves were freed and began voting for the Republicans, the Union discarded them as unwanted, giving rise to a fresh wave of racism. The Confederates, however, treated their slaves with a paternalistic attitude, but “only if they knew their place.” Several characters in the book even join the Ku Klux Klan to reinstate the old order. There were no winners in this war, only losers who treated slaves as mere possessions, forgetting that they were humans. Another significant topic of "Gone with the Wind" is love. This powerful feeling weaves its way through the lives of the characters, leaving a lasting impact on their journeys. Scarlett finds herself irresistibly drawn to Ashley, the only person who rejects her charms. However, her love for Ashley is met with heartbreak when he chooses to marry Melanie, a woman whom Scarlett despises. As the war enters their lives, the women build a strong bond that Scarlett rejects due to her selfishness. Blinded by her infatuation with Ashley, Scarlett does not notice that Melanie is the only person who is always by her side, willing to do anything for her. Chasing money and prestige, attempting to reclaim a bygone epoch, Scarlett fails to recognize the wealth of love surrounding her. Throughout her life, she is violent and dismissive towards those who genuinely love her, perceiving love as a weakness. Despite facing numerous challenges, her greatest fear remains vulnerability. Cloaked in spikes and sarcasm, she denies herself the truth that she deeply loves those closest to her. The only entity she truly loves and protects with devotion is her home, Tara – the red soil that gave her strength in the toughest moments of her life. Tara becomes her sanctuary, a place that shapes her pride and dignity, where she feels strong and alive. Scarlett repeatedly sacrifices herself for Tara, going so far as to take lives to defend it. Regardless of the circumstances, she is certain of one thing: no one can wrest her home away from her. By forging her own path through life, Scarlett finds herself alone. She defies people's expectations about her just to prove her point. And the only person who can truly understand her psychology is Rhett. He sees her unfiltered, comprehending her motivations and flaws with an intimacy she herself cannot grasp. He loves her for all her imperfections, yet their pride and selfishness ruin everything. Through Scarlett's journey, we witness the tragic impact of missed opportunities, selfishness, and the destructive force of pride. “Gone with the Wind” enlightens us about the nuances of the world, showing that it is not simply black and white. To truly live and understand, we must embrace the multitude of shades and complexities it presents.
Schon jetzt gehört dieses Buch zum Highlight meines Lesejahres 2021. Ein alter Klassiker in völlig neuer und unwiderstehlicher Neuauflage! Natürlich darf man den historischen Kontext nicht aus den Augen verlieren, aber gerade die Entwicklung von Scarlett O‘Hara hat mich über Tage hinweg nicht losgelassen. Auch wenn ich sie ein ums andere Mal verflucht habe, ist sie mir sehr ans Herz gewachsen und ich habe richtig mit ihr gelitten. Ich habe mit ihr gelacht, mit ihr geweint, öfters habe ich mich stark über ihre verkorkste Denkweise geärgert, aber um kein Geld der Welt würde ich diese Leseerfahrung missen wollen. Mein Highlight 2021, wenn nicht sogar eines meiner neuen Lieblingsbücher. Ich freue mich richtig darauf, sie in „Scarlett“ wieder zu sehen!
„Das Unglück stärkt den Menschen oder es zerbricht ihn.“ Antikriegsbuch, Emanzipationsgesschichte, farbenprächtiges Sittengemälde des alten Südens und auch ein wenig Liegbesgeschichte – schillernd, mitreissend, spannend, faszinierend und emotional ohne je kitschig zu sein. Fulminant erzählt mit feinsten Charakaterstudien, die denen der grossen Russen in nichts nach stehen. Ich stimme Andreas Nohl, der den Schinken kürzlich mit seiner Partnerin neu ins Deutsche übersetzt hat, absolut zu: „Vom Wind verweht ist eines der verkanntesten Bücher der Weltliteratur“ Wir erleben den Untergang der Südstaaten und mit ihm Scarlett O’Haras Entwicklung vom verwöhnten Backfisch zur skrupellosen Geschäftsfrau. „In der trüben Winterdämmerung langte sie am Ende des mühseligen Weges an, den sie in der Nacht, da Atlanta fiel, angetreten hatte. Als verwöhntes, selbstsüchtiges Kind hatte sie sich damals aufgemacht in der Fülle der Jugend und des Gefühls, sehr ratlos noch vor dem Leben. Jetzt am Ende des Weges war von diesem Kinde nichts mehr übrig.“ Die Handlung setzt kurz vor dem amerikanischen Bürgerkrieg ein, schildert farbenprächtig den alten Süden und zeigt die Schrecken und Grauen des Krieges aus der Sicht der Plantagentochter Scarlett. Dank der dichten, farbigen und faszinierenden Beschreibungen der Menschen und Ereignisse hat mich dises Buch in sich hineingezogen wie nur wenige Bücher. Was für eine hervorragende Erzählerin war doch Margaret Mitchell! Scarlett O’Hara, unsympathisch, selbtsüchtig, eingebildet und kindisch. Rhett Butler, der übrigens gar nicht so oft vor kommt in diesem Buch. Geheimnisvoll, oft unergründlich, faszinierend. Die Szenen, in denen er und Scarlett sich bekämpfen und bekriegen, ihre Kräfte messen, gehören zu den Highlights des Buches. Melly, durch und durch gut, von Scarlett gehasst und geliebt. Um sie herum noch viele weitere differenziert ausgearbeitete spannende Figuren. Bei einer Besprechung dieses Buches muss man sicher auch auf den Rassismus eingehen, der dem Buch heutzutage viele Gegner einbringt. Der alte Süden war rassisistisch und die gesamte Gesellschaftsstruktur und er Reichtum fusste auf Rassismus und der Ausbeutung der Sklaven. In vom Winde verweht wird der alte Süden als die gute alte Zeit verklärt. In diesem Sinne wird auch die Sklaverei und der Rassismus legitimiert. Da gibt es Passagen, da sträuben sich einem die Nackenhaare… Allerdings finde ich es falsch, das Buch deswegen zu verbannen oder nicht mehr zu lesen. Dafür ist es einfach zu gut und ein zu wichtiges Zeugnis jener Zeit und des Bürgerkriegs. Vom Winde verweht will zeigen, wie der alte Süden war, und dazu gehört es eben auch zu zeigen, wie die Südstaatler damals gedacht und gefühlt haben, was ihre Überzeugungen waren. Vom Winde verweht ohne die rassistische Einstellung seiner Protagonisten wäre nicht authentisch. Aus demselben Grund stehe ich auch der Eliminierung sämtlicher N-Worte in der neuen Übersetzung zwiespältig gegenüber. Wer den Film vom Winde verweht kennt, hat keine Ahnung, was ihn im Buch erwartet. Ich war so selbstvergessen in der Geschichte gefangen, dass ich völlig unvorbereitet und unvermittelt in das Ende hineingerast bin. Den Schluss der Geschichte habe ich erlebt wie einen Tsunami. Unvorbereitet, urgewaltig, zerstörerisch und trostlos. Es war aus, und alles war vom Wind verweht. Abolute Leseempfehlung, am besten auf Englisch! Ich habe halb gehört, halb gelesen. Das deutsche Hörbuch ist grandios gesproche von Ulrich Noethen. Verschlungen im Juli 2020
„Das Unglück stärkt den Menschen oder es zerbricht ihn.“ Antikriegsbuch, Emanzipationsgesschichte, farbenprächtiges Sittengemälde des alten Südens und auch ein wenig Liegbesgeschichte – schillernd, mitreissend, spannend, faszinierend und emotional ohne je kitschig zu sein. Fulminant erzählt mit feinsten Charakaterstudien, die denen der grossen Russen in nichts nach stehen. Ich stimme Andreas Nohl, der den Schinken kürzlich mit seiner Partnerin neu ins Deutsche übersetzt hat, absolut zu: „Vom Wind verweht ist eines der verkanntesten Bücher der Weltliteratur“ Wir erleben den Untergang der Südstaaten und mit ihm Scarlett O’Haras Entwicklung vom verwöhnten Backfisch zur skrupellosen Geschäftsfrau. „In der trüben Winterdämmerung langte sie am Ende des mühseligen Weges an, den sie in der Nacht, da Atlanta fiel, angetreten hatte. Als verwöhntes, selbstsüchtiges Kind hatte sie sich damals aufgemacht in der Fülle der Jugend und des Gefühls, sehr ratlos noch vor dem Leben. Jetzt am Ende des Weges war von diesem Kinde nichts mehr übrig.“ Die Handlung setzt kurz vor dem amerikanischen Bürgerkrieg ein, schildert farbenprächtig den alten Süden und zeigt die Schrecken und Grauen des Krieges aus der Sicht der Plantagentochter Scarlett. Dank der dichten, farbigen und faszinierenden Beschreibungen der Menschen und Ereignisse hat mich dises Buch in sich hineingezogen wie nur wenige Bücher. Was für eine hervorragende Erzählerin war doch Margaret Mitchell! Scarlett O’Hara, unsympathisch, selbtsüchtig, eingebildet und kindisch. Rhett Butler, der übrigens gar nicht so oft vor kommt in diesem Buch. Geheimnisvoll, oft unergründlich, faszinierend. Die Szenen, in denen er und Scarlett sich bekämpfen und bekriegen, ihre Kräfte messen, gehören zu den Highlights des Buches. Melly, durch und durch gut, von Scarlett gehasst und geliebt. Um sie herum noch viele weitere differenziert ausgearbeitete spannende Figuren. Bei einer Besprechung dieses Buches muss man sicher auch auf den Rassismus eingehen, der dem Buch heutzutage viele Gegner einbringt. Der alte Süden war rassisistisch und die gesamte Gesellschaftsstruktur und er Reichtum fusste auf Rassismus und der Ausbeutung der Sklaven. In vom Winde verweht wird der alte Süden als die gute alte Zeit verklärt. In diesem Sinne wird auch die Sklaverei und der Rassismus legitimiert. Da gibt es Passagen, da sträuben sich einem die Nackenhaare… Allerdings finde ich es falsch, das Buch deswegen zu verbannen oder nicht mehr zu lesen. Dafür ist es einfach zu gut und ein zu wichtiges Zeugnis jener Zeit und des Bürgerkriegs. Vom Winde verweht will zeigen, wie der alte Süden war, und dazu gehört es eben auch zu zeigen, wie die Südstaatler damals gedacht und gefühlt haben, was ihre Überzeugungen waren. Vom Winde verweht ohne die rassistische Einstellung seiner Protagonisten wäre nicht authentisch. Aus demselben Grund stehe ich auch der Eliminierung sämtlicher N-Worte in der neuen Übersetzung zwiespältig gegenüber. Wer den Film vom Winde verweht kennt, hat keine Ahnung, was ihn im Buch erwartet. Ich war so selbstvergessen in der Geschichte gefangen, dass ich völlig unvorbereitet und unvermittelt in das Ende hineingerast bin. Den Schluss der Geschichte habe ich erlebt wie einen Tsunami. Unvorbereitet, urgewaltig, zerstörerisch und trostlos. Es war aus, und alles war vom Wind verweht. Abolute Leseempfehlung, am besten auf Englisch! Ich habe halb gehört, halb gelesen. Das deutsche Hörbuch ist grandios gesproche von Ulrich Noethen. Verschlungen im Juli 2020




































