Am Fluss der Sterne
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Description
Einst galt Xi'an als schönste Stadt der zivilisierten Welt, der Kaiserhof als Hort des Luxus und der Kultur. Doch seit Kitai in weiten Teilen an die Barbaren aus dem Norden gefallen ist, herrscht Angst auf den Straßen, und das Heulen der Wölfe hallt durch verfallene Gemäuer.
Nur einem Mann scheint es möglich, das Reich der Mitte wieder zu neuer Größe zu führen: Ren Daiyan, Heerführer, ehemaliger Geächteter, Bogenschütze von fast mythischer Gestalt. An seiner Seite: die geheimnisvolle Lin Shan, vielleicht die klügste, auf jeden Fall aber die faszinierendste Frau ihrer Zeit ...
»Das Werk eines Meisters auf der Höhe seiner Kunst!« The Washington Post
Book Information
Author Description
Guy Gavriel Kay ist der erfolgreichste Fantasy-Autor Kanadas. Er wurde in über 25 Sprachen übersetzt und hat drei Mal den World Fantasy Award verliehen bekommen. Zusammen mit Christopher Tolkien hat er das »Silmarillion« herausgegeben. »Im Schatten des Himmels« wurde mit dem Sunburst Award als »Bester Roman des Jahres« sowie mit dem Prix Elbakin als »Bester Fantasy-Roman des Jahres« ausgezeichnet.
Posts
Sehr atmosphärische Historical Fiction
"Die Quellen von Flüssen sind für gewöhnlich schwer auszumachen. Und die großen Ereignisse und Veränderungen entstehen allzu häufig ähnlich unbemerkt, ihr Ursprung wird nur von jenen aufgedeckt, die sich die Mühe machen, in die Vergangenheit zu blicken. Dies ist ein weiteres Bild, das jeder kennt: Erst indem wir zurückblicken, sehen wir wirklich klar." Mit "Am Fluss der Sterne" liefert uns Guy Gavriel Kay den zweiten Teil seiner großen Kitai-Saga, die inspiriert ist von Personen und Ereignissen der Nördlichen Song-Dynastie Chinas. Es ist ein Roman, in dem Historisches mit Fiktion zu einem großen Werk verschmilzt. "Am Anfang standen die Träume eines Jungen, und dann ..." Seit Kitai in großen Teilen an die Barbaren des Nordens gefallen ist, ist die einst wunderschöne Stadt Xi'an mehr und mehr verfallen, der Glanz des alten Kaiserhofs verblasst und Es herrscht Angst in den Straßen. Das Land ist gespalten und wird von einem Kaiser beherrscht, der sich mehr für die Poesie interessiert, als fürs Regieren. Und so findet er großen Gefallen an Lin Shan. Die wunderschöne, wenn auch teils gefährliche Gedichte schreibt und die so ganz anders ist, als Frauen des Reiches sein sollten. Lin Shan hat einen messerscharfen Verstand, den sie auch einzusetzen weiß. Der Junge Ren Daiyan hat wie viele Jungen den Traum das Reich Kitai wieder zu altem Glanz und Größe zu führen. Einer der Helden der Vergangenheit zu sein. Doch im Dienste des kaiserlichen Magistrats werden Dinge in Gang gesetzt, die ihn erst zum Geächteten machen, ehe er zu einem großen Heerführer und zu einer fast schon mysthischen Gestalt wird. "Es war möglich, dass Menschen ins eigene Leben traten, eine Rolle darin spielten und dann wieder verschwanden. Wenn man allerdings Jahre später auf einem Pferd unter tropfenden Blättern saß und über das nachdachte, was sie einem erzählt hatten, waren sie dann wirklich verschwunden?" Guy Gavriel Kay besticht mich auch in diesem Buch mit seiner außergewöhnlich tollen Sprache und seiner bildgewaltigen Erzählung, die uns ins Reich der Mitte katapultiert. Geprägt ist dieser Roman von politischem Kalkül und Intrigen, Ehre und Loyalität, Liebe und Verrat. Besonders überzeugend sind hier auch die Konversationen, die man schon fast kunstvoll nennen kann. Hier wird respektvoll intrigiert und beleidigt - das ist schon köstlich zu lesen. Die ganze Geschichte wird getragen von einem Gefühl von Erhabenheit und Größe. Ich kann dieses Gefühl gar nicht so richtig in Worte fassen. Das einzige Manko an diesem Buch ist, dass mir etwas die Nähe zu den Figuren fehlte - was bei dieser Geschichte allerdings nicht so sehr ins Gewicht fällt. Fazit: Tolle Historical-Fiction, die sich durch politische Raffinesse mit einem Hauch Mythologie und Volksglauben auszeichnet. Für mich hätte es gerne etwas mehr Volksglaube und Mythologie sein dürfen, aber das war schon okay so. (Zwischen dem ersten und dem zweiten Buch liegen gut 1000 Jahre, daher kann man beide auch unabhängig voneinander lesen - wie ich finde.)

𝐀𝐦 𝐅𝐥𝐮𝐬𝐬 𝐝𝐞𝐫 𝐒𝐭𝐞𝐫𝐧𝐞 ist der zweite Band der sogenannten Kitay Dilogie von Guy Gavriel Kay. Beide Bücher beschäftigen sich mit der Tang und der Song Dynastie im alten China. Guy Gavriel Kay verblendet hier tatsächliche historische Ereignisse mit fiktiven. Er erfindet Figuren, die es historisch belegt nicht gab, aber gegeben haben könnnte. Der zweite Band in diesem Zyklus spielt lange nach den Ereignissen von Band 1. Das chinesische Machtzentrum sitzt in einer anderen Metropole. Das alte Xi'an ist Tummelplatz für Archäologen und Legendenjägern geworden. Aber es sind immer noch die nördlichen Steppenreiter, die das chinesische Reich bedrohen. Alter Glanz perlt schon lange ab. Das Regime ist fett und faul und korrupt geworden. Die Jungen träumen von glorreichen Taten a la "Make Kitay great again". "𝐓𝐡𝐞 𝐰𝐨𝐫𝐥𝐝 𝐢𝐬 𝐧𝐨𝐭 𝐬𝐨𝐦𝐞𝐭𝐡𝐢𝐧𝐠 𝐭𝐨 𝐛𝐞 𝐮𝐧𝐝𝐞𝐫𝐬𝐭𝐨𝐨𝐝. 𝐈𝐭 𝐢𝐬 𝐯𝐚𝐧𝐢𝐭𝐲, 𝐢𝐥𝐥𝐮𝐬𝐢𝐨𝐧 𝐭𝐨 𝐞𝐯𝐞𝐧 𝐭𝐫𝐲." Ich liebe grundsätzlich historische und politische Fantasy, wobei der phantastische Anteil hier nur noch homöopathisch zu spüren ist. Das Buch wird beworben mit "Game of Thrones meets China" und diesem Vergleich kann ich tatsächlich mal etwas abgewinnen. Ich bin ein grosser Fan des Konzepts "die erste Hand des Königs" und das sehen wir hier in Form eines ersten Ministers, in dessen Händen sich enorme Macht ballt. Ich liebe Political Intrigue und das bekommt man vor allem in diesem zweiten Buch zur Genüge. Sprachlich erinnert mich Kay ein bischen an die Art von Tad Williams. Er hat so einen unaufgeregten, ausgeschmückten, intellektuellen Erzählstil, den ich ehrlich gesagt sehr mag. Beide Bücher der Reihe waren für mich total solide. Highlights im Sinne von Herzklopfen und aufgeregtem Umblättern waren sie jedoch nicht.

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Einst galt Xi'an als schönste Stadt der zivilisierten Welt, der Kaiserhof als Hort des Luxus und der Kultur. Doch seit Kitai in weiten Teilen an die Barbaren aus dem Norden gefallen ist, herrscht Angst auf den Straßen, und das Heulen der Wölfe hallt durch verfallene Gemäuer.
Nur einem Mann scheint es möglich, das Reich der Mitte wieder zu neuer Größe zu führen: Ren Daiyan, Heerführer, ehemaliger Geächteter, Bogenschütze von fast mythischer Gestalt. An seiner Seite: die geheimnisvolle Lin Shan, vielleicht die klügste, auf jeden Fall aber die faszinierendste Frau ihrer Zeit ...
»Das Werk eines Meisters auf der Höhe seiner Kunst!« The Washington Post
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Author Description
Guy Gavriel Kay ist der erfolgreichste Fantasy-Autor Kanadas. Er wurde in über 25 Sprachen übersetzt und hat drei Mal den World Fantasy Award verliehen bekommen. Zusammen mit Christopher Tolkien hat er das »Silmarillion« herausgegeben. »Im Schatten des Himmels« wurde mit dem Sunburst Award als »Bester Roman des Jahres« sowie mit dem Prix Elbakin als »Bester Fantasy-Roman des Jahres« ausgezeichnet.
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Sehr atmosphärische Historical Fiction
"Die Quellen von Flüssen sind für gewöhnlich schwer auszumachen. Und die großen Ereignisse und Veränderungen entstehen allzu häufig ähnlich unbemerkt, ihr Ursprung wird nur von jenen aufgedeckt, die sich die Mühe machen, in die Vergangenheit zu blicken. Dies ist ein weiteres Bild, das jeder kennt: Erst indem wir zurückblicken, sehen wir wirklich klar." Mit "Am Fluss der Sterne" liefert uns Guy Gavriel Kay den zweiten Teil seiner großen Kitai-Saga, die inspiriert ist von Personen und Ereignissen der Nördlichen Song-Dynastie Chinas. Es ist ein Roman, in dem Historisches mit Fiktion zu einem großen Werk verschmilzt. "Am Anfang standen die Träume eines Jungen, und dann ..." Seit Kitai in großen Teilen an die Barbaren des Nordens gefallen ist, ist die einst wunderschöne Stadt Xi'an mehr und mehr verfallen, der Glanz des alten Kaiserhofs verblasst und Es herrscht Angst in den Straßen. Das Land ist gespalten und wird von einem Kaiser beherrscht, der sich mehr für die Poesie interessiert, als fürs Regieren. Und so findet er großen Gefallen an Lin Shan. Die wunderschöne, wenn auch teils gefährliche Gedichte schreibt und die so ganz anders ist, als Frauen des Reiches sein sollten. Lin Shan hat einen messerscharfen Verstand, den sie auch einzusetzen weiß. Der Junge Ren Daiyan hat wie viele Jungen den Traum das Reich Kitai wieder zu altem Glanz und Größe zu führen. Einer der Helden der Vergangenheit zu sein. Doch im Dienste des kaiserlichen Magistrats werden Dinge in Gang gesetzt, die ihn erst zum Geächteten machen, ehe er zu einem großen Heerführer und zu einer fast schon mysthischen Gestalt wird. "Es war möglich, dass Menschen ins eigene Leben traten, eine Rolle darin spielten und dann wieder verschwanden. Wenn man allerdings Jahre später auf einem Pferd unter tropfenden Blättern saß und über das nachdachte, was sie einem erzählt hatten, waren sie dann wirklich verschwunden?" Guy Gavriel Kay besticht mich auch in diesem Buch mit seiner außergewöhnlich tollen Sprache und seiner bildgewaltigen Erzählung, die uns ins Reich der Mitte katapultiert. Geprägt ist dieser Roman von politischem Kalkül und Intrigen, Ehre und Loyalität, Liebe und Verrat. Besonders überzeugend sind hier auch die Konversationen, die man schon fast kunstvoll nennen kann. Hier wird respektvoll intrigiert und beleidigt - das ist schon köstlich zu lesen. Die ganze Geschichte wird getragen von einem Gefühl von Erhabenheit und Größe. Ich kann dieses Gefühl gar nicht so richtig in Worte fassen. Das einzige Manko an diesem Buch ist, dass mir etwas die Nähe zu den Figuren fehlte - was bei dieser Geschichte allerdings nicht so sehr ins Gewicht fällt. Fazit: Tolle Historical-Fiction, die sich durch politische Raffinesse mit einem Hauch Mythologie und Volksglauben auszeichnet. Für mich hätte es gerne etwas mehr Volksglaube und Mythologie sein dürfen, aber das war schon okay so. (Zwischen dem ersten und dem zweiten Buch liegen gut 1000 Jahre, daher kann man beide auch unabhängig voneinander lesen - wie ich finde.)

𝐀𝐦 𝐅𝐥𝐮𝐬𝐬 𝐝𝐞𝐫 𝐒𝐭𝐞𝐫𝐧𝐞 ist der zweite Band der sogenannten Kitay Dilogie von Guy Gavriel Kay. Beide Bücher beschäftigen sich mit der Tang und der Song Dynastie im alten China. Guy Gavriel Kay verblendet hier tatsächliche historische Ereignisse mit fiktiven. Er erfindet Figuren, die es historisch belegt nicht gab, aber gegeben haben könnnte. Der zweite Band in diesem Zyklus spielt lange nach den Ereignissen von Band 1. Das chinesische Machtzentrum sitzt in einer anderen Metropole. Das alte Xi'an ist Tummelplatz für Archäologen und Legendenjägern geworden. Aber es sind immer noch die nördlichen Steppenreiter, die das chinesische Reich bedrohen. Alter Glanz perlt schon lange ab. Das Regime ist fett und faul und korrupt geworden. Die Jungen träumen von glorreichen Taten a la "Make Kitay great again". "𝐓𝐡𝐞 𝐰𝐨𝐫𝐥𝐝 𝐢𝐬 𝐧𝐨𝐭 𝐬𝐨𝐦𝐞𝐭𝐡𝐢𝐧𝐠 𝐭𝐨 𝐛𝐞 𝐮𝐧𝐝𝐞𝐫𝐬𝐭𝐨𝐨𝐝. 𝐈𝐭 𝐢𝐬 𝐯𝐚𝐧𝐢𝐭𝐲, 𝐢𝐥𝐥𝐮𝐬𝐢𝐨𝐧 𝐭𝐨 𝐞𝐯𝐞𝐧 𝐭𝐫𝐲." Ich liebe grundsätzlich historische und politische Fantasy, wobei der phantastische Anteil hier nur noch homöopathisch zu spüren ist. Das Buch wird beworben mit "Game of Thrones meets China" und diesem Vergleich kann ich tatsächlich mal etwas abgewinnen. Ich bin ein grosser Fan des Konzepts "die erste Hand des Königs" und das sehen wir hier in Form eines ersten Ministers, in dessen Händen sich enorme Macht ballt. Ich liebe Political Intrigue und das bekommt man vor allem in diesem zweiten Buch zur Genüge. Sprachlich erinnert mich Kay ein bischen an die Art von Tad Williams. Er hat so einen unaufgeregten, ausgeschmückten, intellektuellen Erzählstil, den ich ehrlich gesagt sehr mag. Beide Bücher der Reihe waren für mich total solide. Highlights im Sinne von Herzklopfen und aufgeregtem Umblättern waren sie jedoch nicht.






