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Erstaunlich wie wenig Handlung es bedarf, um ein gutes Buch zu bauen. Thomas Bernhards "Alte Meister" ist Kunst- und Gesellschaftskritik, die Fragen der Bedeutung von Kunst und ihrer Bewahrung aufwirft und zugleich in ihrer Radikalität lachhaft wird. Dabei bleibt einem das eigene Lachen zuweilen im Halse stecken, nicht zuletzt wegen elner zutiefst einsamen und verlorenen Hauptfigur, die mit abgrundtiefer Überzeugung und grenzenloser Überheblichkeit alles um sich herum seziert, so dass fast nichts Bestand hat und nur Verdruss übrig bleibt. So eine unverblümte Sicht des alten weißen Mannes, der nur sich selbst als den Nabel der Welt betrachtet (und das wortwörtlich ;-)), habe ich noch nicht gelesen.
Sep 1, 2024
Erstaunlich wie wenig Handlung es bedarf, um ein gutes Buch zu bauen. Thomas Bernhards "Alte Meister" ist Kunst- und Gesellschaftskritik, die Fragen der Bedeutung von Kunst und ihrer Bewahrung aufwirft und zugleich in ihrer Radikalität lachhaft wird. Dabei bleibt einem das eigene Lachen zuweilen im Halse stecken, nicht zuletzt wegen elner zutiefst einsamen und verlorenen Hauptfigur, die mit abgrundtiefer Überzeugung und grenzenloser Überheblichkeit alles um sich herum seziert, so dass fast nichts Bestand hat und nur Verdruss übrig bleibt. So eine unverblümte Sicht des alten weißen Mannes, der nur sich selbst als den Nabel der Welt betrachtet (und das wortwörtlich ;-)), habe ich noch nicht gelesen.
Sep 1, 2024






