Eine unruhige Reise in ein fremdes Land
Die Kapitel nähern sich der immer gleichen Person aus jeweils unterschiedlichen Zeiten (1990-2019) und Perspektiven (Kinder, Klassenkameradin, Touristen, etc) ohne je das Innenleben und die Gedanken eben dieser zu offenbaren. Wir lernen den Protagonisten nur durch die Augen der anderen kennen und dazu viele Alltagssituationen und Regeln des fiktiven Landes Kirthan. So bekomme ich als Leserin einen Eindruck ohne objektive Sicherheit zu erlangen und bleibe seltsam fremd. Mein bisher viertes Buch von Pehnt, deren Schreibstil ich sehr mag. Der ständige Erzähler- und Jahreswechsel unterbricht für mich aber den Lesefluss. „Die Erbsen werden hier wachsen, sagt Nime und es klingt wie eine Zeile eines Gedichtes, das ich früher in der Schule auswendig lernen musste.“

