Yesteryear: Roman - Vom NYT-Nr.1 Bestseller zum SPIEGEL-Bestseller – jetzt auch auf Deutsch
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Book Information
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Verrückt! Schräg! Großartig! Und noch viel mehr … Gerade in einer Zeit, in der vor allem in der virtuellen Welt Christfluencer, Manosphere und Misogynie immer präsenter werden, ist dieses Buch so wichtig. Und genau diese Entwicklungen nimmt die Autorin Caro Claire Burke klug und teilweise herrlich bissig aufs Korn. Besonders gelungen fand ich auch den Schreibstil im Roman, der mich von der ersten Seite an mitgerissen hat. Sarkastisch, clever und emotional genau auf den Punkt. „Dem Ehemann zustimmen, wenn er seinen Text abspult und behauptet, das Hähnchen sei perfekt gegart. Alle Lorbeeren der Schwiegermutter überlassen, obwohl sie bis unter die Hutschnur mit Tabletten vollgepumpt ist und das gefrorene Hühnchen beinahe in die Spülmaschine gesteckt hätte. Lächeln. Lächeln. Lächeln. Lächeln. Lächeln. Beten.“ (S. 174) Schwer zu sagen, wer von den Hauptfiguren unsympathischer ist: Natalie, die sich einer fundamentalistisch-christlichen Mission verschrieben hat und auf ihrem Tradwife-Instagram-Kanal die „gute alte Zeit“ mit klar verteilten Rollenbildern propagiert, oder Caleb, der jeder Verschwörungserzählung hinterherläuft und sie völlig unkritisch weiterverbreitet. Natürlich ist alles mehr Sein als Schein. Auch die völlig durchgeknallten Schwiegereltern fügen sich hier gut ein. Trotz dieser für mich absolut inakzeptablen Weltsicht musste ich beim Lesen immer wieder schmunzeln, weil manche Gedankengänge und Aussagen von Natalie einfach so absurd sind. Das Ende hätte ich mir persönlich etwas anders gewünscht, aber C.C. Burke schafft es eindrucksvoll, ein aktuelles Thema so aufzubereiten, dass der Humor nicht zu kurz kommt. Grandios!

Knaller 🤯
Meine Lieben… was hab ich da gelesen? Und vor allem: Wie soll ich dieses Buch bewerten, ohne zu viel zu verraten? 😂 Ich versuche es mal: Wir haben hier: * Mama Natalie, eine berühmte Influencerin, die ihr komplettes Leben mit der Öffentlichkeit teilt * eine typische amerikanische Großfamilie mit fünf Kindern – Nummer 6 ist unterwegs * ein sehr christliches Umfeld (Sehr christlich.. mhm) * eine große, idyllische Ranch Alles wirkt harmonisch, perfekt, ein absolutes Träumchen … … oder? Denn plötzlich wacht Natalie zwar auf ihrer Ranch auf… aber mit einer anderen Familie?! Und genau da beginnt der ganze Spaß. Vergangenheit und Gegenwart sorgen dafür, dass man mit jedem Kapitel verwirrter wird. (Ohne Witz, Verwirrung pur!) Das Buch lebt dabei nicht von Action. Es ist eher ruhig erzählt, hat aber doch Schockmomente und zieht sich stellenweise auch etwas. Aber: Du. Kannst. Es. Nicht. Aus. Der. Hand. Legen!! Du. Musst. Wissen. Was. Du. Da. Liest!! Du. Willst. Dich. Auskennen!! 😂😂😂 Bis zum Schluss wusste ich nicht, wohin die Reise geht. Nach jedem Kapitel hatte ich eine neue Theorie. Und ich lag nicht mal ansatzweise richtig 🤯 Das Ende war schockierend gut, rund und einfach perfekt passend, als der komplette Knoten im Gehirn endlich aufgegangen ist Ich hab jetzt noch immer den Mund nicht zubekommen 🤯 Klare Empfehlung
Fünf Millionen Menschen folgen Natalie auf Instagram, wo sie ihr perfektes Leben zeigt: die idyllische Farm, ihre fünf Kinder, ihren Ehemann Caleb, ihren christlichen Glauben und natürlich das Rezept für das perfekte Sauerteigbrot. Das Paradebeispiel einer Tradwife. Dass hinter all dem nicht nur Nannys und Farmhelfer, sondern auch ein ganzes Produktionsteam steckt, muss natürlich niemand wissen. Probleme und Skandale? Die werden schön unter den Teppich gekehrt. Bis Natalie eines Tages aufwacht und sich in der Pionierzeit wiederfindet und plötzlich das Leben leben muss, dass sie online immer als so erstrebenswert angepriesen hat. 🐄 Natalie präsentiert sich als die perfekte Christin, dabei ist Nächstenliebe für sie ein Fremdwort. Tatsächlich glaube ich, dass sie in meinem persönlichen Ranking der schlimmsten Charaktere problemlos unter den Top 3 landet. Ihr Charakter ist ein einziger großer Widerspruch – und genau das funktioniert zusammen mit ihrem schwarzen Humor perfekt. Ich habe sie zu keiner Zeit gemocht und trotzdem konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen. Die Auflösung am Schluss? Darauf wäre ich niemals gekommen. Ich habe es regelrecht verschlungen und gleichzeitig wieder deutlich gemacht bekommen, was für ein Fiebertraum Social Media eigentlich ist.

Was war das für ein wilder Ritt
Ich glaube ich bin eine der wenigen Leserinnen, die mit der Protagonistin sympathisiert hat. Ich konnte Natalie total verstehen und glaube das alles sehr realistisch dargestellt wurde. Der ganzen Erzählstrang aus der Vergangenheiten, mit ihren Follower, den Nannys, ihrem rosaroten Farmleben fand ich super. Auch ihr Werdegang war sehr interessant. Und auch die Zeit heute mit dem ursprünglichen Landleben hatte teas für sich. Aber die Auflösung hat mir gar nicht gefallen. Das war für mich total absurd und nicht nachvollziehbar. Ich kann auch die Beweggründe, die hinter dieser Entscheidend steht nicht verstehen. Das Ende wirft ein seltsames Licht auf die gesamte Story und lässt mich mit einem Bauchgrummeln zurück.

Das Buch, um das man dieses Jahr wohl nicht herum kommt: Eine erfolgreiche Tradwife-Influencerin wird aus ihrer sorgfältig inszenierten Farmidylle augenscheinlich ins Jahr 1855 versetzt. Plötzlich muss Protagonistin Natalie ohne Filter, Personal, moderne Medizin und eigenes Geld in genau jener Vergangenheit zurechtkommen, die sie ihren Followern als Sehnsuchtsort verkauft hat. Die Autorin präsentiert eine kluge Satire auf eine Nostalgie, die harte Arbeit, Abhängigkeit und fehlende Rechte hinter schönen Bildern verschwinden lässt. Besonders gelungen ist dabei, dass Natalie selbst keine naive Anhängerin dieser Idylle ist: Sie hat daraus ein Geschäftsmodell gemacht und weiß sehr genau, wie künstlich das Leben ist, das sie vermarktet. Die Auflösung am Ende ist konsequent satirisch zugespitzt, wirkte auf mich aber nicht ganz schlüssig. Das bleibt ein kleiner Vorbehalt bei einem Roman, den ich ansonsten sehr gern gelesen habe: unterhaltsam, bissig und mit einer Hauptfigur, die man nicht mögen muss, um ihr gespannt zu folgen.
Eine christliche TradWife-Influencerin erwacht plötzlich in der Pilgerzeit? Hold my beer!
Wow wow wow. Was hab ich da gerade gelesen? Ein schockierend detaillierter Einblick in das Leben einer Influencerin, die mit viel Lügen und gottesfürchtiger Heuchelei vorgibt, ein „traditionelles“ Leben zu führen. Und diese perfekte Wifey wacht dann plötzlich in der Kälte ihres Hauses auf, das zwar irgendwie ihres ist- aber mit gaaaaaanz anderen Standards. Letztlich einfach nur eine wahnsinnig traurige Geschichte über unschuldige Kinder, die unter narzisstischen und egozentrischen Eltern aufwachsen müssen. Mit der Aufklärung der „Zeitreise“ hätt ich niemals gerechnet- Chapeau an die Autorin. Die Kurve war krass! Dieses Buch sollte sich jede Social-Media-Mum, die ihre Kinder vor die Kamera zerrt und damit Geld verdient, wirklich mal zu Herzen nehmen. Fette Leseempfehlung!

Kompletter Fiebertraum 😅
Ich hatte ehrlich gesagt ein bisschen Angst vor diesem Buch, einfach weil der Hype so riesig ist und ich bei sowas mittlerweile oft denke: okay, bestimmt overhyped. Aber ich muss wirklich sagen: Das Buch hat mich komplett überrascht. Ich fand es SO unfassbar witzig. Die Protagonistin ist wirklich herrlich daneben – gemein, schrecklich, völlig nicht in Ordnung – und genau das macht dieses Buch so unterhaltsam. Man taucht komplett in ihren Kopf ein und denkt sich die ganze Zeit nur: Mädchen, was stimmt eigentlich nicht mit dir? 😭 Ich musste wirklich oft lachen. Man kommt super schnell durch die Seiten und ich fand auch total spannend, wie sich die Geschichte entwickelt hat. Mit diesem Ausgang hätte ich wirklich absolut nicht gerechnet. Das hat mich komplett überrascht. Ein kleines bisschen kürzer hätte das Ganze für mich trotzdem sein dürfen, gerade in der Mitte hat es sich hier und da etwas gezogen. Und ich glaube auch, dass die englische Originalversion wahrscheinlich nochmal besser funktioniert hätte, weil die Übersetzung manchmal etwas holprig wirkte. Trotzdem: wirklich ein großartig unterhaltsames Buch, das mich total abgeholt hat.
Die Scheinwelt einer Tradwife-Influencerin
Das Buch hat wunderbar satirisch gezeigt wie Fake oft das Influencerleben ist. Natalie inszeniert sich als die perfekte Christin, Ehefrau, Mutter und Farmerin- eine echte Tradwife eben. Aber eigentlich ist sie nur gehässig und überheblich und wird einem von Seite zu Seite unsympathischer. Als sie dann überraschend „die gute alte Zeit“ erlebt, kommt einiges anders. Mir hat das Lesen wirklich gut gefallen und ich wollte wissen was es mit der Zeitreise auf sich hat. Auch die Rückblicke in Natalies Leben waren interessant. Die Auflösung war anders, als ich es erwartet hätte und passte insgesamt zusammen.
Ich muss noch nach Worte suchen 🙈
Es fällt mir wirklich schwer hier die richtigen Worte zu finden - vllt bin ich zu tief im True Crime Genre drinnen, und mir sind Namen wie Ruby Frankie und die Ballerina Farm bekannt sodass mich das Buch nicht völlig geschockt hat… Auch muss ich ehrlich sagen fand ich die Auflösung zwar cool und einfallsreich aber dann auch wieder fernab der Realität … Ich würde wirklich sehr gerne über das Buch diskutieren 🙈
Mehr Schein als Sein, das Leben einer Influencerin.
„Yesteryear“ hat mich von der ersten bis zur letzten Seite unglaublich gut unterhalten. Der Schreibstil war leicht, flüssig und gleichzeitig so fesselnd, dass ich immer weiterlesen wollte. Schon nach wenigen Seiten war ich mitten in der Geschichte angekommen. Mit den Charakteren hatte ich anfangs allerdings meine Schwierigkeiten – vor allem mit der Hauptprotagonistin. Sie wirkte auf mich sehr arrogant, berechnend und emotional völlig verschlossen. Sie zeigte kaum Gefühle und machte es damit nicht nur ihrer Familie schwer, sondern auch mir als Leser manchmal. Immer wieder dachte ich: „Warum sagt sie nicht einfach, was sie fühlt? Warum redet sie nicht endlich?“ Viele Konflikte hätten dadurch vermutlich verhindert werden können. Aber genau diese Art machte sie gleichzeitig auch interessant und authentisch. Was ich besonders spannend fand: Ich hatte vor dem Lesen eine völlig andere Erwartung an das Buch. Trotzdem wurde ich keineswegs enttäuscht – eher im Gegenteil. Die Geschichte entwickelte sich in eine Richtung, mit der ich niemals gerechnet hätte. Und dann kam dieser eine Moment, der mich komplett überrascht hat. Ich war gleichzeitig schockiert, traurig und sprachlos. Ab diesem Zeitpunkt konnte ich das Buch überhaupt nicht mehr aus der Hand legen. Die letzten 150 Seiten waren für mich absoluter Ausnahmezustand. Ich musste einfach wissen, wie alles endet. Die Spannung wurde immer intensiver und die Geschichte nahm Wendungen, die ich niemals vorhergesehen hätte. Genau das hat das Buch für mich so besonders gemacht: Es war überraschend und völlig anders, als ich gedacht hatte.
Vom Schein und Sein
“Und wer war ich? Eine Bilderbuchchristin. Das All-American-Dream-Girl, ein hottes, emsiges Bienchen, das durch die abgründigsten, dunkelsten Fantasien der Nation summt. Die Mutter, die jede Frau sein wollte, und die Frau, von der sich jeder Mann wünschte, dass sie zu Hause auf ihn wartete. Wie eine Nonne in einem Porno - völlig abwegig, aber bei Gott, es funktionierte. Ich heiße Natalie Heller Mills, und Perfektion ist mein größtes Talent.” Die Yesteryear-Ranch ist auf Social Media einer der beliebtesten Accounts Amerikas, die ganze Nation liebt die Familie Mills und klebt an Natalies Lippen. Ihre Produkte finden reißenden Absatz, was sie backt, backt die amerikanische Frau nach. Der amerikanische Traum, eine Farm auf dem Land, Freiheit total. Und alles mit Gottes himmlischer Unterstützung, natürlich. Eine echte Bilderbuchfamilie. Self-made wird hier groß geschrieben, im wahrsten Sinn des Wortes. Natur pur, alles wird selbst angebaut und verarbeitet. Und immer ist die Kamera dabei, alles für die Reichweite. Natalie weiß genau, was ihre Follower sehen wollen, was nicht und erst recht, was sie nicht sehen (und wissen) dürfen. »Stellt ihr euch nicht ... ein bisschen sehr zur Schau?«, hatte sie gefragt, als wir uns eine Woche zuvor auf einen Kaffee getroffen hatten. »Willst du wirklich, dass so viele Menschen Jessa nur mit Windel bekleidet sehen? «Ich zuckte die Achseln. Schon längst war ich überzeugt, meine Kinder seien online sehr viel sicherer aufgehoben als im echten Leben - ihre beste Version würde für immer in meinem Smartphone konserviert sein, wie kleine Käfer in Bernstein. Ich musste an die Frau bei Whole Foods denken, an ihr verstörtes Gesicht. Egal, wie verletzend manche Kommentare im Netz waren, sie waren nichts gegen die Erinnerung an diesen Gesichtsausdruck. »Ich glaube, du verstehst nicht, wie Social Media funktioniert.« Ihre eigene Mutter macht sich Sorgen. Ihr Schwiegervater, der Präsident werden will, unterstützt sie. Ihr eigenes Team wird immer größer und plötzlich ist nichts mehr wie vorher. Natalie findet sich in einem ihr unbekannten Haus wieder, alles erinnert an die früheste Pionierzeit und plötzlich ist die harte Arbeit, die sie stets vorgab, ihr Alltag. Was bleibt vom amerikanischen Traum, vom Schein, vom Sein? Caro Claire Burke hat ein Buch geschrieben, das einen nicht mehr loslässt und wenn man das Buch beendet hat, möchte man umgehend Social media aus seinem Leben verbannen. Sie ist eine fantastische Erzählerin, deren Bissigkeit ihresgleichen sucht. Es war für mich ein bisschen als ob man Bret Easton Ellis, Jan Böhmermann und Donna Tartt gemischt hätte und heraus kam dieses Werk. Wir lernen Natalie kennen, eine absolut unsympathische Protagonistin, ich würde ihr ungern folgen, aber als Mary ihre Wunde nähte, tat sie mir leid. Ziemlich skurril, welch emotionale Achterbahnfahrt diese Protagonistin in einem auslösen kann. Und skurril ist diese Geschichte allemal. “Yesteryear” ist ein Buch, das sich nicht einfach einordnen lässt. Hier trifft Zeitgenössisches auf Historisches, streift Psychothrillerelemente, Satire und bietet eine außergewöhnlichen Sprache, die hervorragend übersetzt wurde. Mein persönlicher Anwärter auf das Buch des Jahres! Danke Caro Burke!
Perfektion ist auch nur eine hübsche Form des Wahnsinns.
Nathalie ist die perfekte Frau: Gläubige Christin, Ehefrau, Mutter. Immer freundlich, immer geschniegelt, immer das amerikanische Idealbild in Menschengestalt. Zusammen mit ihrem Mann und ihren Kindern lebt sie auf der Yesteryear Ranch und zeigt als Tradwife-Influencerin, wie wunderbar das traditionelle Leben fernab der modernen Welt doch angeblich ist. Aber tut sie das wirklich? Und falls ja: Ist dieses Leben tatsächlich so perfekt? Dieses Buch hat mich komplett geflasht. Nathalie ist dabei keine Figur, die man automatisch sympathisch findet. Authentisch? Vielleicht. Freundlich? Nach außen. Empathisch? Eher schwierig. Und trotzdem ist sie als Figur absolut grandios! Dieses Buch ist bissig, bitterböse, klug und permanent unterschwellig unangenehm. Wie eine perfekt gefilterte Instagram-Welt, unter der es gewaltig fault. Der Schreibstil der Autorin ist unglaublich pointiert. Jeder Satz sitzt und man rauscht durch diese Geschichte wie auf einem wilden Gedankenritt zwischen Faszination und innerem „Oh Gott“. Dabei regt das Buch ständig zum Nachdenken an: Über Rollenbilder, über Social Media und Selbstinszenierung. Und darüber, wie freiwillig das alles eigentlich wirklich ist. Große Empfehlung für alle, die mal wieder Lust auf etwas haben, das nicht nach Schema F funktioniert... fernab vom literarischen Einheitsbrei.

𝘠𝘦𝘴𝘵𝘦𝘳𝘺𝘦𝘢𝘳 ist ein ungewöhnliches, starkes und einprägsames Buch, über das ich noch lange nachdenken werde.
📱🌾🐄🐓 𝘞𝘦𝘯𝘯 𝘪𝘤𝘩 𝘯𝘪𝘤𝘩𝘵 𝘮𝘦𝘩𝘳 𝘸𝘦𝘪𝘵𝘦𝘳𝘸𝘶𝘴𝘴𝘵𝘦, 𝘩𝘢𝘣𝘦 𝘪𝘤𝘩 𝘬𝘶𝘳𝘻 𝘪𝘯𝘯𝘦𝘨𝘦𝘩𝘢𝘭𝘵𝘦𝘯 𝘶𝘯𝘥 𝘥𝘢𝘯𝘯 - 𝘸𝘦𝘪𝘴𝘴𝘵 𝘥𝘶, 𝘸𝘢𝘴 𝘪𝘤𝘩 𝘥𝘢𝘯𝘯 𝘨𝘦𝘮𝘢𝘤𝘩𝘵 𝘩𝘢𝘣𝘦? 𝘐𝘤𝘩 𝘩𝘢𝘣𝘦 𝘮𝘪𝘳 𝘷𝘰𝘳𝘨𝘦𝘴𝘵𝘦𝘭𝘭𝘵, 𝘪𝘤𝘩 𝘸𝘶̈𝘳𝘥𝘦 𝘣𝘦𝘰𝘣𝘢𝘤𝘩𝘵𝘦𝘵. 💭 Auf dieses Buch war ich wirklich unglaublich gespannt und schon nach wenigen Seiten war klar: 𝘠𝘦𝘴𝘵𝘦𝘳𝘺𝘦𝘢𝘳 ist definitiv kein Roman, den ich schnell wieder vergesse. So etwas habe ich bisher noch nicht gelesen. Besonders die Mischung aus Social Media, Rollenbildern und der Frage nach Realität und Inszenierung macht das Buch extrem besonders. An dieser Stelle ein ganz großes Dankeschön an @team.bloggerportal für das Rezensionsexemplar und der tollen Bloggerbox! 🫶🏻 Im Mittelpunkt steht Natalie, Mutter, Farmerin und Influencerin. Nach außen wirkt sie wie die perfekte Tradwife. Anfangs wirkte sie auf mich ehrlich gesagt eher unsympathisch. Doch je mehr die Geschichte voranschreitet, desto besser verstand ich, wie sie überhaupt in diese Situation geraten ist und warum sie so handelt, wie sie handelt. Dadurch entsteht ständig ein Wechsel zwischen Verständnis, Mitgefühl und erneuter Distanz. Genau das macht ihre Figur so spannend und vielschichtig. Auch ihr Mann Caleb und die Kinder sorgen später für eine ganz eigene Dynamik, vor allem als Natalie plötzlich mit einer viel härteren Realität konfrontiert wird. Das Buch behandelt Themen wie Selbstinszenierung auf Social Media, traditionelle Rollenbilder und Religion. Das Farmsetting in Idaho passt perfekt zu dieser Atmosphäre zwischen vermeintlicher Idylle und unterschwelliger Bedrohung. Besonders spannend wurde es für mich, als Natalie sich plötzlich im frühen 19. Jahrhundert wiederfindet. Ab diesem Punkt wollte ich unbedingt wissen, was hinter allem steckt. Durch die ständigen Wechsel zwischen den Zeitebenen war ich zugegeben manchmal etwas verwirrt, und zwischendurch gab es kleinere Längen. Ab der Hälfte entwickelt das Buch jedoch einen enormen Sog. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie alles zusammenhängt. Gleichzeitig hatte ich Angst, dass mich die Auflösung enttäuschen könnte. Zum Glück war genau das Gegenteil der Fall: Die Auflösung fand ich richtig stark und absolut unerwartet. 𝘠𝘦𝘴𝘵𝘦𝘳𝘺𝘦𝘢𝘳 ist ein ungewöhnliches, starkes und einprägsames Buch, über das ich noch lange nachdenken werde. Nicht perfekt, aber definitiv etwas Besonderes und für mich eine klare Leseempfehlung. ⭐️⭐️⭐️⭐️☆,₅ (9/10)

Absolut verrückt – und genau deshalb so genial
In "Yesteryear" von Caro Claire Burke bekommt man keine klassische Geschichte serviert sondern ein literarisches Erlebnis, das sich irgendwo zwischen Wahnsinn, Satire und schonungsloser Überzeichnung bewegt. Im Mittelpunkt steht Natalie, eine Protagonistin, die alles ist... nur nicht gewöhnlich. Laut Klappentext erwartet einen eine Story, die mit Erwartungen bricht, Grenzen verschiebt und sich nicht davor scheut, komplett aus dem Rahmen zu fallen. Realität und Absurdität verschwimmen dabei so sehr, dass man sich immer wieder fragt: What the fuck lese ich hier gerade? Als meine BuddyRead-Partnerin Nadine mir dieses Buch geschickt hat, war meine erste Reaktion, dass ich es nicht uuuuunbedingt lesen muss aber bei so vielen guten Rezensionen und dadurch das es so unfassbar verrückt klang, konnte ich dann doch nicht widerstehen. Und ich kann es nicht anders sagen: Ich habe es KEIN bisschen bereut. „Yesteryear“ ist eines dieser Bücher, die man kaum beschreiben kann, ohne ihnen dabei nicht gerecht zu werden. Es ist laut, schräg, überzogen, teilweise komplett drüber und genau darin liegt seine Stärke. Ich habe beim Lesen wirklich Tränen gelacht, so absurd komisch sind manche Situationen. Gleichzeitig gab es immer wieder Momente, in denen ich mit offenem Mund dasaß und dachte: Das kann jetzt nicht ernst gemeint sein…? Diese Mischung aus Humor und völliger Fassungslosigkeit zieht sich durch das ganze Buch und macht es zu einem echten Pageturner. Natalie als Hauptfigur ist dabei alles andere als leicht. Sie ist impulsiv, chaotisch, stellenweise unfassbar anstrengend und jaaaaaaa.....auch wirklich nervtötend. Aber genau das macht sie irgendwie interessant. Sie ist keine glatt geschriebene, perfekte Figur, sondern jemand, der aneckt, übertreibt, Fehler macht und dabei manchmal komplett übers Ziel hinausschießt. Man schwankt ständig zwischen „Ich kann sie nicht mehr ertragen“ und „Ich will unbedingt wissen, wie es mit ihr weitergeht“, genau dieses Wechselspiel hält einen beim Lesen fest. Der Schreibstil ist schnell, bissig und voller Energie. Man wird regelrecht durch die Seiten getragen, ohne eine Pause zu bekommen, was perfekt zur Geschichte passt. Gleichzeitig steckt zwischen all dem Chaos und der Skurrilität auch eine gewisse Tiefe. Hinter dem überdrehten Humor blitzen immer wieder ernste Untertöne auf, die dem Ganzen eine zusätzliche Ebene verleihen. Es ist definitiv kein „einfaches“ Buch im klassischen Sinne. Nicht, weil es schwer zu lesen wäre, sondern weil es einen emotional und gedanklich fordert. Man muss sich auf diese Art von Erzählung einlassen können, auf das Unkonventionelle, das Schräge, das teilweise völlig Überzogene. Aber wenn man das tut, wird man mit einem unglaublich einzigartigen Leseerlebnis belohnt. „Yesteryear“ ist ein wilder Ritt: absurd, laut, manchmal anstrengend, aber absolut genial. Ein Buch, das polarisiert, im Kopf bleibt (gerade wenn man den Inhalt/das Thema des Buchs mit etwas Abstand betrachtet) und definitiv nicht für jeden ist. PS: Ich lehne mich jetzt mal weit aus dem Fenster: Wenn dieses Buch bald verfilmt wird, so wird der Film niemals an das heranreichen, was hier auf den Seiten passiert. Diese besondere Mischung aus Tempo, Witz, Irrsinn und Gefühl, das lässt sich kaum einfangen.

Eine spitzzüngige Anklage am gesellschaftlichen Zeitgeist!
Was ist real und was nicht?! Den gängigen Social Media Plattformen versuche ich mich gezielt fernzuhalten und besitze keinen Account darauf, trotzdem stolpert man im Zeitalter des Internets natürlich immer mal wieder darüber. Ebenso hatte ich nach wenigen Kapitel dieses Buchs eine sehr bekannte Influencerin vor Augen wodurch ich mir ein gutes Bild von dem beschrieben Handlungsort machen konnte. Dass die Autorin Caro Clair Burke ebenfalls von dort ihre Inspiration hergeholt hat, ist kaum zu überlesen. Der Roman stellt sich zahlreichen Fragen ganz im Sinne des modernen Zeitgeists zu Geschlechterrollen, wirklichem "Frei sein", Sozialen Medien, der extrem kritischen Manosphere, "Family" Influencern, "Trade Wifes", dem Zwiespalt der Karrierefrau und den stark polarisierenden politischen Ansichten vorallem zu Amerika. Zudem sehen sich die LeserInnen der moralisch grauen Hauptprotagonistin Natalie gegenüber, mit der man nicht wirklich sympathisieren kann, gleichzeitig hat sie jedoch die fesselnde Sogwirkung eines Autounfalls- ihr inauthentisches Selbst nach außen und ihre witzigen, zynischen Gedanken nach innen. Ist Natalie, die Person an sich bloß problematisch oder ist sie nur das Produkt von den Leuten mit denen sie sich umgibt? Es handelt sich eigentlich um einen literarischen Roman, aber in einigen Abschnitten fühlt es sich wie ein psychologischer Thriller an, da es die Autorin mit einem sehr bildhaften Schreibstil schafft eine in die Enge treibende Atmosphäre zu erschaffen. Das Ende ist Geschmackssache und war für mich leider zu wirr und somit der einzige Kritikpunkt in einem sonst sehr überzeugendem Erstlingswerk! Fazit: Eine zynisch, stichelnde Anklage an unsere neumoderne, oberflächliche, nach außen perfekt inszenierte, falsche Welt, die laut nachhallt!

Aktuell und einzigartig 🌾🐄
Ich habe wirklich noch nie so ein Buch gelesen. Die Geschichte entwickelt sich langsam und verläuft immer weiter zusammen. Es ist wirklich so ein Buch, bei dem die Puzzlestücke nacheinander zusammen passen. Ich mochte den Schreibstil und den Aufbau unendlich gerne und fand auch das Ende sehr gut. Es ist definitiv kein cozy Buch und man hasst alle Erwachsenen, aber das macht es so spannend. Die Gedankenwelt der Protagonistin ist sehr verstörend, allerdings hatte ich immer wieder Momente in denen ich Natalie verstehen konnte. Die Thematik rund um Social Media, Kinder im Netz, Religion, Tradwife und alles weitere fand ich sehr gut gelungen und aktuell. Daher ist dieses Buch definitiv eine Empfehlung von mir!!

Und wer war ich? Eine Bilderbuchchristin ... eine Nonne in einem Porno – völlig abwegig, aber bei Gott, es funktionierte
⭐️⭐️⭐️⭐️½ Rezension zu Yesteryear 📖✨ Natalie lebt auf der Yesteryear-Ranch den perfekten amerikanischen Traum. Ein hübsches Farmleben 🌾, ein attraktiver Ehemann, eine große Kinderschar 👨👩👧👦 und tausende Instagram-Follower 📱, die jedes Detail feiern. Selbstgebackenes Sauerteigbrot 🥖 inklusive. Doch hinter der makellosen Fassade sieht es ganz anders aus… Eines Morgens wacht Natalie auf und nichts ist mehr wie zuvor 😳. Plötzlich findet sie sich im 19. Jahrhundert wieder ⏳. Kein Smartphone, keine Nanny, keine Farmhelfer, keine Elektrizität ⚡❌. Nur harte Realität und die Frage: Wie zur Hölle ist sie hier gelandet? 🤯 Diese Rezension fällt mir nicht leicht – nicht, weil mir das Buch nicht gefallen hat, sondern weil es so ungewöhnlich ist. Schon nach wenigen Seiten war ich komplett gefesselt von dieser skurrilen, stellenweise urkomischen 😂 und gleichzeitig überraschend traurigen Geschichte 😢. Natalie selbst war mir nicht wirklich sympathisch 😅, aber genau das hat es spannend gemacht. Ihre Kommentare sind oft herrlich bissig und haben mich mehrfach laut lachen lassen 🤭. Ihr Ehemann Caleb wirkt dabei eher schlicht gestrickt 🙈, und das stark religiöse Setting ⛪ setzt dem Ganzen noch die Krone auf – im positiven Sinne. Faszinierend fand ich den Einstieg in Natalies Leben als Trad-Wife-Influencerin 🤳. Das war so bizarr. Doch dann geht es schnell in die Vergangenheit und ab da wechseln sich Gegenwart und Rückblicke geschickt ab 🔄, bis sich am Ende alles zusammenfügt 🧩. Niemals wäre ich auf die wirklich gute Auflösung gekommen. Das Buch wirft viele spannende Fragen auf 💭, über Selbstbild, Mutterschaft, Social Media und die Illusion eines perfekten Lebens. Das Buch welches ich mir der lieben Nadine im Buddyread gelesen habe, eigener sich perfekt dir jeden Buchclub📚👀, denn es macht unglaublich Spaß alles zu diskutieren. Ein kleiner Minuspunkt. Das letzte Drittel wird ziemlich wild 🎢 und fast etwas überladen. Hier wäre weniger vielleicht mehr gewesen. Trotzdem bleibt Yesteryear ein unterhaltsamer, ungewöhnlicher und thematisch aktueller Roman, der zum Nachdenken anregt 🤔, auch wenn er nicht in jeder Hinsicht in die Tiefe geht. Fazit: Für alle, die etwas anderes lesen wollen, gerne lachen 😂 und sich gleichzeitig mit gesellschaftlichen Themen auseinandersetzen – klare Empfehlung 👍✨.

Eine messerscharfe Satire, die die Influencer-Welt seziert
Das im Netz mehr Fake herrscht als sonst irgendwo, ist nichts Neues. Hier wird das Thema aber wirklich innovativ und gut aufgegriffen. Natalie ist die beste unsympathische Protagonistin seit langem und die man wirklich hasst. Ihre inneren Monologe sind brutal ehrlich. Das Ende war unerwartet und befriedigend 😀
Dieses Buch ist echt ein Fiebertraum. Story und Auflösung fand ich maximal verwirrend und gruselig, aber es war spannend
Puhh, was soll man zu diesem Buch sagen. Es verwirrt einen, es verstört, es macht einen wütend und lässt einen ratlos zurück. Ich kann ehrlich nicht sagen, ob ich das Buch gut finde oder eher so lala. Zum Inhalt selber kann ich nicht viel sagen, da einfach jeder Einblick Spoiler enthalten würde. Nur soviel: Ich habe vom Klappentext und der Leseprobe etwas komplett anderes erwartet. Nämlich einen Einblick in die Scheinwelt einer Tradwife-Influencerin. Und ja, das bekommt man auch ein wenig, aber da ist noch viel mehr. Die Protas sind durchweg gruselig in meinen Augen. Gruselig in der Art, dass ihr Verhalten einfach nur verstörend ist für Menschen, die ein aufklärerisches Weltbild haben. Allen voran die Hauptprotagonistin: Natalie. Nur in den wenigsten Fällen fand ich kam ein wenig Sympathie rüber. In den meisten Fällen dachte ich mir nur "Wtf, was für eine Bitch". Ich fand die Einschätzung einer Person, dass sie keine Familie hat, sondern ein Unternehmen, mehr als treffend. Auf der anderen Seite ist das Buch aber wirklich auch sehr spannend. Die Autorin schafft es einen in die Geschichte zu ziehen, einfach weil man wissen will, was hinter der ganzen Story steckt, die auf einmal ins Absurde abdriftet. Die Auflösung selbst ist dann auch nur bedingt logisch, wo bei mir einfach viele Fragen aufgeploppt sind, u.a. warum niemand früher eingegriffen hat in das ganze Setting. Mein Fazit: Definitiv kein einfaches Buch, aber eines worüber sich trefflich streiten/diskutieren lässt. Ich gebe 3,5 von 5 Sternen.

Bewegende Story!
Worte für dieses Buch zu finden fällt mir schwer. Anfangs habe ich nichts gecheckt. Trotzdem diese Sogwirkung, was passiert da? Man tappt wirklich eine ganze Weile im Dunkeln…bis plötzlich nicht mehr. Dann zerreißt es einen etwas, mich zumindest ganz schön. Ehrlich, ich konnte das Buch nicht weglegen. Dieser Schreibstil ist wahnsinnig toll, manchmal sogar ein bisschen poetisch. Ich mag dieses Buch sehr, mich hat es auf vielen Ebenen berührt. Ich habe immer wieder ganz viel über die Protas und die Themen nachgedacht und habe mich darauf gefreut weiter zu lesen. Auf jeden Fall ein Hightlight!
Hervorragende Geschichte. Aber zugleich verwirrend, erschreckend und teilweise bizarr. Eine Protagonistin, die einem manchmal richtig leid tut, nur um sie im nächsten Moment wieder aus der Geschichte reißen zu wollen. Selten lässt mich ein Buch mit solch ambivalenten Gefühlen zurück. Dieses hier auf jeden Fall und es wird mich in meinen Gedanken bestimmt auch noch eine Weile begleiten.
„Yesteryear“ von Caro Claire Burke hat mich wirklich auf mehreren Ebenen komplett wütend gemacht und genau deshalb war es so gut. Dieses Buch zerlegt gnadenlos die perfekte Social Media Fassade der sogenannten Tradwife-Influencerinnen. Diese künstlich inszenierte Welt aus Sauerteigbrot, Dauerlächeln, gehorsamer Ehefrau und „gottesfürchtigem“ Familienleben wirkt nach außen idyllisch, bis man merkt wie viel Heuchelei, Kontrolle und Selbstinszenierung dahintersteckt. Genau diese ultrakonservative amerikanische Christen Bubble, die anderen Frauen erklären will, wie sie zu leben haben, war beim Lesen einfach nur abstoßend. Im Mittelpunkt steht Natalie Heller Mills. Erfolgreiche Momfluencerin, schwanger mit dem sechsten Kind, Farmhaus, Cowboy Ehemann, Millionen Follower. Sie verkauft ihren Fans das perfekte Familienleben während hinter den Kulissen Nannys, ein Produktionsteam und jede Menge Lügen dafür sorgen, dass die Fassade überhaupt funktioniert. Und dann passiert etwas, das die Story komplett eskalieren lässt. Natalie wacht plötzlich im 19. Jahrhundert auf. Kein Smartphone. Keine Waschmaschine. Kein Content Team. Kein hübsch gefiltertes Tradwife Leben mehr. Nur die harte Realität dieses Lebensstils, den sie online glorifiziert. Und das ist nicht schön. *schadenfreude* Was das Buch so stark macht, Natalie ist keine sympathische Hauptfigur. Sie ist arrogant, berechnend, fanatisch religiös und verachtet im Grunde jede Frau, die nicht in ihr rückständiges Weltbild passt. Feministinnen? Für sie „zornige Weiber“. Ihr Mann? Mittel zum Zweck. Ihre Kinder? Teil ihrer Marke. Sie hält sich moralisch für überlegen, während sie selbst permanent manipuliert und andere Menschen ausnutzt. Trotzdem konnte ich nicht aufhören zu lesen. Weil es so schrecklich real ist. Die Atmosphäre ist unangenehm, die Gesellschaftskritik sitzt perfekt und dieser komplette Absturz ihrer perfekten Welt war einfach extrem befriedigend zu verfolgen. Besonders spannend fand ich die verschiedenen Zeitebenen und den langsamen Zerfall ihrer sorgfältig aufgebauten Scheinwelt. Der Plot entwickelt sich irgendwann in eine Richtung, mit der ich absolut nicht gerechnet habe. Einziger Kritikpunkt, einige Passagen waren für mich zu ausschweifend. Trotzdem hat mich das Buch komplett gepackt und beschäftigt mich immer noch. Für alle, die diese romantisierte Tradwife Ideologie genauso kritisch sehen wie ich, ist das hier ein absolutes Must Read. Kalt, bissig, provozierend und erschreckend nah an der Realität von Social Media. Und dass bereits eine Verfilmung geplant ist, überrascht mich ehrlich null. 🔥

American Psycho Tradwife
Das Buch hat mich gleichermaßen fasziniert und abgestoßen. Erzählerisch ist es sehr gut, die Perspektive des „unreliable narrators“ passt perfekt zur Handlungsstruktur und lässt das Ende plausibel erscheinen. Am erschreckensden finde ich, dass das Bild, das hier satirisch von Amerika gezeichnet wird, gar nicht so weit von der Realität entfernt ist. Ganz klare Leseempfehlung.
Perfekte Lügen im perfekten Leben
„Yesteryear“ ist eines dieser Bücher, bei denen ich sehr genau verstehe, warum sie so gehypt werden und gleichzeitig gemerkt habe, dass sie für mich persönlich nicht funktionieren. Das macht diese Rezension nicht leichter, aber umso ehrlicher. Im Zentrum steht Natalie Heller Mills: Social-Media-Ikone, Mutter von sechs Kindern, Bewohnerin einer perfekt renovierten Farm, Ehefrau eines attraktiven Mannes. Kurz gesagt: das Idealbild einer traditionellen, frommen, erfolgreichen Frau. Millionen Menschen folgen ihr, weil sie genau das liefert, wonach viele sich sehnen: Ordnung, Sinn, eine scheinbar makellose Welt. Alles wirkt kontrolliert, liebevoll, richtig. Zweifel, Skandale oder Risse haben darin keinen Platz. Doch eines Tages kippt dieses Bild. Natalie wird mit der Frage konfrontiert, was von all dem übrig bliebe, wenn die unsichtbaren Stützen wegfallen würden: keine Nannys, kein Team, keine helfenden Hände, keine Inszenierung. Was passiert, wenn sie plötzlich das Leben leben müsste, das sie anderen verkauft? Die Grundidee fand ich extrem spannend. Influencer-Kultur, religiöse Rollenbilder, Patriarchat, performative Mutterschaft. Das Buch greift viele hochaktuelle Themen auf, die zum Nachdenken anregen. Auch der Schreibstil ist stark: flüssig, scharf beobachtet, mit einem Sog, der einen weiterlesen lässt, selbst wenn man innerlich die Augen verdreht. Und genau hier liegt mein größtes Problem: Natalie als Protagonistin. Ich habe selten eine Hauptfigur gelesen, die ich derart anstrengend fand. Natalie ist unzuverlässig, zynisch, abwertend, innerlich voller Verachtung. Ihre heile Welt ist reine Fassade, ihre Moral selektiv, ihr Blick auf andere Menschen oft grausam. Sie urteilt, vergleicht, erhebt sich und verachtet gleichzeitig ihr eigenes Leben. Das kann literarisch gewollt sein, ja. Aber für mich wurde es auf Dauer ermüdend. Es gab Momente, in denen ich verstand, was die Autorin zeigen wollte. Doch echtes Mitgefühl konnte ich nicht entwickeln. Nicht, weil die Themen zu schwer wären, sondern weil mir diese Figur emotional verschlossen blieb. Ich habe sie nicht begleitet, sondern ertragen. Auch die Entwicklung der Geschichte, inklusive des Bruchs mit der bekannten Realität, hat mich letztlich nicht überzeugt. Das Ende ließ mich eher ratlos zurück als berührt. Ich habe viele Seiten gelesen und mich am Schluss gefragt, ob der Weg für mich persönlich dorthin lohnend war. Und trotzdem ist „Yesteryear“ kein schlechtes Buch. Es ist klug geschrieben, provokant, gut durchdacht und wird vielen Lesern genau das geben, was sie suchen. Ich habe mich nie gelangweilt. Am Ende bleiben für mich drei Sterne. Für die starke Idee, den überzeugenden Stil und den Mut zur Zuspitzung. Und für die Erkenntnis, dass ein Buch gut sein kann, selbst wenn es mich persönlich nicht abholt. Nicht jedes Hype-Buch muss ein Herzensbuch werden. Und das ist auch okay.
Die Scheinwelt der Yesteryear-Farm 🌾🐄🤳🍞
Yesteryear hat mich komplett überrascht. Hinter der perfekten Tradwife Fassade mit Farmleben, Familie und Social Media Idylle steckt eine bissige, gesellschaftskritische Geschichte, die gleichzeitig unterhaltsam und unangenehm ehrlich ist. Natalie ist keine typische sympathische Hauptfigur, aber genau das macht sie so spannend. Man fiebert trotz allem mit ihr mit und merkt schnell, wie brüchig dieses perfekte Leben eigentlich ist. Clever, überspitzt und absolut fesselnd erzählt. Jetzt bin ich noch in der „Ballerinafarm“ von Hannah Neeleman gefangen. Denn fast genauso stelle ich mir das oberflächliche Leben von Natalie Heller Mills vor.

Bin zwei Tage ins tradwife business eingetaucht...
Das war wirklich ein wilder Ritt. Dieses Buch hat mich die letzten zwei Tage völlig vereinnahmt. Es hat mich wütend, sprachlos, traurig gemacht. Ich hatte mich vor dieser Geschichte noch nicht so eingehend mit tradwifes und Insta fame beschäftigt. Aber was uns Mrs. Burke hier auftischt ist einfach der absolute Hammer. In diesem Roman stecken neben deftigem Sarkasmus und Zynismus, ziemlich viele handfeste Lebensweisheiten, welche ich mir im Rausch gar nicht alle markiert oder aufgeschrieben habe. Ich verrate nichts...! Sage nur, Amerika, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten... Und ich bin froh, dass ich mir die finalen Seiten heute ungestört im Café zu Gemüte führen konnte. Ein klasse Debüt. Believe the hype!
So so DEEP
WORUM GEHT ES? Natalie ist Influencerin. Riesige Ranch, Ehemann, fünf Kinder, farm-to-table-Lifestyle, alles perfekt dargestellt für die Millionen Follower. Sie die ideale christliche Tradwife, die ihr bestes Leben lebt. Und dann wacht sie eines Morgens auf - im falschen Haus, mit dem falschen Mann, mit den falschen Kindern. Im 19. Jahrhundert. AUFBAU & SCHREIBSTIL Das Buch spielt auf mehreren Zeitebenen und das funktioniert richtig, ich meine wirklich SO RICHTIG gut. Wir erleben Natalie in der Gegenwart, wir sehen, wie alles angefangen hat - Studium, Ehe, erstes Kind, der Aufbau ihres Imperiums. Und dann ist da noch das 19. Jahrhundert. Der Schreibstil ist flüssig, man merkt kaum, wie die Seiten vergehen. Die Autorin arbeitet stark mit Spannung und kleinen Verschiebungen in der Wahrnehmung, dieses permanente Gefühl von „da stimmt etwas nicht" trägt enorm zur Atmosphäre bei. Ich hab's geliebt. Der Plottwist dahinter ist schwer zu beschreiben, ohne zu spoilern. Wer viel liest, denkt vielleicht in die Richtung. Aber selbst dann ist der Moment, wo alles offenbart wird, einer dieser, wo man die Augen schließt und tief durchatmet. NATALIE Sie ist keine Heldin. Sie ist auch keine Antiheldin im klassischen Sinne. Sie ist einfach sie selbst (?) Ihr inneren Monologe haben mich zum Lachen, zum Augenrollen und manchmal sogar zum Nicken gebracht. Sie ist selbstgerecht, berechnend, und hält sich für Gottes persönlichen Liebling. Für mich war sie so oft hochgradig unsympathisch, aber NIE langweilig. BACKEN, BETEN, POSTEN Jetzt mal im Ernst. Auf den ersten Blick wirkt vieles fast schon harmlos. Sauerteigbrot backen, das Leben als Stay-at-home-Mom, ein bisschen „Farmlife"-Ästhetik. Diese Bilder haben (für einige) etwas Beruhigendes, fast Nostalgisches. Hach wie schön, wie einfach, wie entschleunigend. Hinter dieser scheinbar sanften Oberfläche schwingt aber etwas mit, das sich nicht mehr nur wie ein Lifestyle anfühlt. Diese „Tradwife"-Ästhetik ist eben nicht nur ein bisschen Vintage-Romantik oder ein Rückzug ins Häusliche. Sie transportiert (in ihrer Zuspitzung) auch sehr klare Rollenbilder und Weltvorstellungen. Was von außen oft wie „einfaches Leben" oder „echte Werte" wirkt, verliert in Realität schnell alles Idealisierte. Stattdessen wird sichtbar, wie eng solche Vorstellungen mit Machtverhältnissen, Ausschlüssen und sehr begrenzten Rollenbildern verbunden sind. LETS DEEP DIVE… Ich musste beim Lesen unweigerlich an den Fall von Ruby Franke denken. Natürlich sind das zwei völlig unterschiedliche Ebenen - ein Roman auf der einen Seite, ein realer, strafrechtlich aufgearbeiteter Fall auf der anderen. Aber was es verbindet, ist dieses Unbehagen bei der Frage, wie viel von dem, was wir als „perfekte Familienidylle" konsumieren, eigentlich Inszenierung ist und was dahinter liegt. Info: Ruby Franke hat über Jahre hinweg auf Social Media ein Bild von sich und ihrer Familie aufgebaut, das nach außen sehr "perfekt" wirkte. Eine idealisierte Familienwelt, die viele Menschen lange als authentisch wahrgenommen haben. Später kam allerdings ans Licht, dass hinter dieser Fassade massive Kindesmi$$handlung stattfand. Genau an diesem Punkt hat Yesteryear für mich nochmal eine zusätzliche Schicht bekommen. Denn auch dort geht es nicht nur um eine Tradwife-Fantasie oder um nostalgische Bilder von Familie und Farmleben, sondern um die Frage, was passiert, wenn Identität zur durchgehenden Performance wird. Je länger ich darüber nachgedacht habe, desto mehr hat sich für mich diese unangenehme Schnittstelle gezeigt zwischen romantisierten Familienbildern, Influencer-Kultur und der völligen Unsichtbarkeit dessen, was hinter der Kamera passiert. ... AND PULL THIS ENTRE THING APART Das Buch hat für mich weit mehr gemacht als nur zu unterhalten. Es hat mich daran erinnert, wie wichtig es ist, genauer hinzusehen, welche Bilder und Ideologien online als „natürlich", „traditionell" oder „unschuldig" verkauft werden. Dieses ständige Zurücksehnen nach einer Zeit, in der „alles noch normal" gewesen sei, ist oft codierte Sprache für gesellschaftliche Ordnungssysteme, die auf Ausgrenzung basiert haben. Und ja, it is that deep. Manchmal steckt hinter einer ästhetischen Oberfläche deutlich mehr politische Bedeutung, als man zuerst wahrhaben möchte.

Ein Literarischer Knaller
Eine Protagonistin, die so zynisch und gehässig ist, dass man sie nicht ausstehen kann, und dabei voller Doppelmoral und Heuchelei ist, also genau das Gegenteil von dem ist, was sie zu sein vorgibt. Generell ein Buch mit Widersprüchen, zynischem Humor und hervorragender Doppeldeutigkeit. Manchmal war ich verwirrt, manchmal war mir die Bedeutung klar wie ein Schrei ins Gesicht. Es gibt in diesem Buch sehr viel zum nachdenken, sehr viel zu diskutieren und erörtern. Insbesondere das Thema Kinder kriegen und Frau sein in der Gesellschaft und soziale Unterschiede wurde charmant in die Geschichte eingewoben. Zur Mitte hin ist es schon sehr ruhig, es passiert wenig, wir kommen nicht schnell voran. Aber dafür gibt es viel zwischen den Zeilen - und wenn man es am wenigsten erwartet, nimm das Buch zum Ende richtig an Fahrt auf und haut uns einen Plottwist um die Ohren, der mich wirklich begeistern und schockieren konnte. Auch wenn sich die Mitte etwas gezogen hat, wollte ich das Buch am Ende nicht mehr aus der Hand legen. Ein Buch, das ich in seiner Gänze erst ganz am Ende beurteilen konnte und erstmal einige Tage verdauen muss. Auf jeden Fall etwas SEHR besonderes und - in dem Maße nicht erwartet - auf jeden Fall eins meiner Jahreshighlights!!i
✨ Rezension ✨ Yester Year | Caro Claire Burke | Heyne | 464 Seiten | Übersetzt von Dietlind Falk und Lisa Kögeböhn | ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ Yester Year… Vielleicht das Hype Buch des Jahres so far? Auf jeden Fall zu recht, denn das war wirklich ein wilder Ritt! Wir begleiten hier eine unfassbar unsympathische Protagonistin auf ihrem Weg zu Trad Wife Ruhm, Absturz und zurück ins Jahr 1855. Nicht ganz in dieser Reihenfolge… Natalie ist perfekt. Und konservativ. Und angelt sich den Sohn eines Senators, um mit ihm die perfekte konservative Familie zu gründen. Allerdings erfüllt ihr nun Ehemann nicht alle Erwartungen und so muss Natalie sich selbst was ausdenken. Es entsteht das Leben auf der Yester Year Ranch und der passende Content fürs Netz. Allerdings läuft das nicht so, wie man meinen könnte. Denn was man auf Social Media nicht sieht, sind zwei Nannys, eine Contant Planerin und einige Farmhelfer… Und irgendwie läuft alles gar nicht so perfekt, wie es scheint. Als sie dann aufwacht und es ist plötzlich 1855 ist die Verwirrung komplett. Was ist da passiert? Ein wilder Fiebertraum, über mehrere Zeitebenen, unglaublich gut und unterhaltsam geschrieben und mit Protagonisten die man von der ersten Seite an verachten kann… Viel Sog zieht einen hier schnell durch die Seiten. Für mich ein Highlight das so viele aktuelle Themen und Probleme aufgreift und deutlich macht. Lest es unbedingt!

Well, this is exactely what I am talking about.
Genau solche Bücher will ich lesen. über solche Bücher will ich sprechen, über solche Geschichten nachdenken. Ich habe wirklich jede Seite gehasst: wir begleiten die (streng gläubige, konservative, selbstbezogene und unglaublich narzisstische) Protagonistin auf Ihrem Weg von der jungen Studentin, Ehefrau und Mutter zur öffentlichen Tradwife und Influencerin. Keine einzige erwachsene Person in diesem Buch war mir sympathisch. Größtenteils nicht mal die Kinder Und trotzdem (! war das Buch einfach sooooooo gut, dass ich nicht aufhören konnte mit lesen und mit Nachdenken. Ich musste immer wieder unterbrechen und mit mir selbst argumentieren. Die Geschichte ist auf so schlaue, satirische und trauria wahre Weise erzählt und die behandelten Themen wie die zunehmende Romantisierung traditioneller Werte und vergangener Zeiten, Rückkehr zu konservativen Ansichten, Idealisierung von Tradwife Influencerinnen und der gesellschaftliche Druck unter dem Frauen und Mütter stehen sind so hoch aktuell wie nie. Wenn du die Kapazität dafür hast: bitte lies dieses Buch Denn anders als die Protaqonistin dürfen wir die Augen nicht vor den aktuellen Entwicklungen und Geschehen verschließen und uns nicht einfach rausnehmen aus der Welt um uns.
"Heute ist der letzte Tag des Lebens, wie ich es mir immer vorgestellt habe."
Natalie Heller Mills ist Tradwife und Influenzerin. Auf Instagram inszeniert sie ihr Bilderbuchleben in Perfektion, doch eines Tages wacht sie in eben jener Welt auf, die sie vorgibt zu leben. Nur ist hier nichts mehr mit heiler Welt und Zuckerwarte. Die Story läuft relativ gemütlich vor sich hin. Wechselt von Gegenwart und Vergangenheit hin und her und im Verlauf klärt sich, warum Natalie nun dort ist wo sie ist. Ein wunderbares Buch über Schein und Sein, Instagram Inszenierung, Mutterschaft und klassische Rollenbilder. Auch der Glaube kommt hier nicht zu kurz, was mir allerdings manchmal zu viel war, aber insgesamt absolut notwendig. Natalie ist in ihrem Tun unglaublich fanatisch und perfektionistisch. Ihr Familienleben eher eine Firma als wirklich liebevolles zu Hause. Sie ist nicht wirklich eine Figur zum gerne haben, aber das muss auch nicht immer sein. Den Plotttwist habe ich echt so nicht kommen sehen. Einfach nur gut. In meine Augen ein absolutes Mustread!

Die Autorin versteht es meisterhaft, mit bissigem, schwarzem Humor zu arbeiten und dabei eine Protagonistin in den Mittelpunkt zu stellen, die alles andere als sympathisch ist und einen trotzdem fesselt. Genau das sorgt dafür, dass man an dem Buch dranbleibt und einem das Lachen immer wieder im Hals stecken bleibt. Gleichzeitig greift die Geschichte Themen auf, die zum Nachdenken anregen. Vor allem die Auflösung hat es in sich. Sie ist überraschend, verstörend und wirkt lange nach, sodass die Geschichte einem auch nach der letzten Seite nicht so schnell aus dem Kopf geht.
Fiebertraum 🔥
"Eine Frau hatte drei Aufgaben. Eine gute Mutter zu sein, eine gute Ehefrau zu sein und das Haus sauber zu halten. Ach, und immer schön lächeln!" Mal was ganz andere, als ich sonst üblich lese. Aber es war richtig gut 5⭐️🔥 Wenn man bei der Protagonistin zwischen Antipathie und Mitleid hängt, aber die eigene Wut der weiblichen Ansicht runterschlucken muss. Ich war schnell in der Story drin und hab es in 3 Tagen Verschlungen. Auch dieses verdrehte christliche Frauenbild war teilweise echt verstörend, aber spannend umgesetzt und hat gut zur Stimmung gepasst. Kein Wohlfühlbuch, aber definitiv eins, das hängen bleibt. Große Empfehlung!
Wow
Ich habe dieses Ebook gewonnen und vorher null von dem Buch gewusst, also völlig blind rein 😅 Und wow... Ich fand es mega gut. Ich kann mir vorstellen, dass es so eine Familie wirklich irgendwo un Amerika geben könnte. Was mir für die Kinder ein wenig Leid tun würde 🙈 Aber ich möchte nicht spoilern, nur so viel, es ist eine zynische, witzige,dunkle Erzählung, einer Mutter, die es nicht leicht hat aber es sich auch sehr schwer macht.
"Ich heiße Natalie Heller Mills und Perfektion ist mein größtes Talent."
Natalie Heller Mills scheint das perfekte Leben zu führen: eine idyllische Farm, eine große Familie und eine riesige Online-Community, die ihr scheinbar makelloses Leben bewundert. In ihren Videos inszeniert sie eine Welt, in der alles harmonisch und unter Kontrolle wirkt. Probleme haben dort keinen Platz. Doch hinter den Kulissen beginnt diese perfekte Fassade zu bröckeln, als Natalie sich mit der Frage konfrontiert sieht, wie ihr Leben wohl ohne all die unsichtbaren Helfer aussehen würde, die ihren Alltag überhaupt erst möglich machen und sie gezwungen ist, ein echtes Leben als Tradwife zuführen. Der Schreibstil ist unglaublich fesselnd, ich bin regelrecht durch die Seiten geflogen. Gleichzeitig erfordern die wechselnden Zeitebenen Aufmerksamkeit, um den Überblick zu behalten. Besonders spannend für mich war Natalie selbst. Sie entpuppt sich als deutlich widersprüchlicher, als ihr Online-Image vermuten lässt. Ihre Kinder werden größtenteils von Nannys betreut, während sie selbst an ihrer öffentlichen Persona arbeitet. Man merkt, wie viel Aufwand es sie kostet, ihre Scheinwelt aufrechtzuerhalten, sowohl vor ihrer Familie als auch vor der Öffentlichkeit. Sie ist durch und durch unsympathisch und dennoch baut man einen Funken Empathie auf, während man ihrem Leben folgt. Das Ende hat mir besonders gut gefallen, da es überraschend spannende, fast schon thrillerartige Elemente enthält. Für jemanden wie mich, der seine Nase eher in Fantasy/Kinder-&Jugendbücher steckt, war das ein wirklich eindrückliches Leseerlebnis.
Ihr Leben ist perfekt, so lange man nicht hinter die Kulissen schaut
Natalie Heller Mills hat alles: eine malerisch renovierte Farm, fünf Kinder, die um ihre Liebe buhlen, und einen Mann, der in Cowboystiefeln immerhin eine gute Figur abgibt. Vom Sauerteig bis zur Kindererziehung, nichts scheint ihr zu misslingen. Kein Wunder also, dass Millionen von Menschen ihr folgen, ihre Videos schauen, ihre Bilder anklicken. Sie gibt ihnen das, was sie wollen: eine heile Welt. Skandale werden unter den Teppich gekehrt, da, wo sie hingehören. Doch eines Tages wacht Natalie auf und sieht sich mit einer unbequemen Frage konfrontiert: Was wäre, wenn sie keine Nannys beschäftigen könnte, es keine helfenden Hände auf der Farm gäbe, kein Produktionsteam? Was wäre, wenn sie auf einmal das Leben führen müsste, das sie immer vorgetäuscht hat?

Eine Hassliebe in Buchform
Natalie ist die personifizierte Perfektion. Sie führt ein Traumleben auf einer abgelegenen Farm als Mutter und Hausfrau, umringt von einer Schar Kinder und einem liebevollen Ehemann, sehr bedacht auf traditionelle und christliche Werte. Zumindest glauben das ihre Millionen von Followern! Täglich dürfen sie Natalie dabei zusehen, wie sie scheinbar mühelos den Haushalt, die Kindererziehung und ihr Dasein als Frau meistert. Doch hinter den Kulissen zeigt sich deutlich eine ganz andere Welt: Natalie und ihr Mann werden durch eine Schar Farmhelfer und Nannies unterstützt, die schön abseits der Kameras bleiben sollen. Die große Geldsumme auf dem Konto schadet hier auch nicht unbedingt. Schnell wird klar, dass die heile Welt nur im Scheinwerferlicht existiert. Und als Natalie plötzlich tatsächlich nur noch mit den Mitteln der Pionierzeit auskommen muss, bröckelt die Fassade ganz schnell... Selten war mir eine Protagonistin so unsymphatisch! Natalie hält sich ab der ersten Seite für unfehlbar und straft alle anderen Frauen mit Verachtung. Nicht selten werden diese in ihrem Kopf aufs übelste beschimpft. Feminismus geradezu verteufelt. Nur ihre art des Glaubens und Lebens wird als der einzig richtige Lebensentwurf gesehen. Erst im Verlauf der Geschichte kann man ihre Entwicklung zumindest nachvollziehen, wenn auch nicht unbedingt gutheißen. Und trotz dieser Abneigung Natalie gegenüber, oder gerade deswegen, entwickelt diese Geschichte eine enorme Sogwirkung ab der ersten Seite! Man wartet ( und hofft auch insgeheim) darauf, dass ihre Welt irgendwann implodiert und ihr um die Ohren fliegt. Ganz unerwartet wurde dieses Buch ganz schnell zu einem Lesehighlight!
📚 Rezension 📚 Caro Claire Burke - Yester Year 🎧 Hörbuch | EBook 📖 464 | ET: 7.04.2026 Vielen Dank @team für das Rezensionsexemplar Ich habe dieses Buch angefangen… und dachte erst: „Was zur Hölle lese ich da eigentlich?“ Am Ende saß ich einfach nur sprachlos da. 😳📚 🖤 Worum geht’s? Perfekte Farm. Perfekte Kinder. Perfekte Ehe. Natalie Heller Mills verkauft auf Social Media den amerikanischen Traum — und Millionen Menschen feiern sie dafür. Aber was passiert, wenn diese perfekte Fassade plötzlich zusammenbricht? 😳 Genau DAS macht dieses Buch so unfassbar spannend. ✨Meine Meinung: Natalie ist keine sympathische Protagonistin. Wirklich nicht. Sie ist nervig, überfordert, arrogant und teilweise kaum auszuhalten. ABER genau deshalb konnte ich nicht aufhören zu lesen. 👀 Denn plötzlich wacht sie im 19. Jahrhundert auf. Keine Nannys. Kein Strom. Keine Hilfe. Keine perfekte Instagram-Welt mehr. Und ab da wurde das Buch einfach SO gut. 😮💨 Die Mischung aus Social-Media-Scheinwelt und dem harten Leben früher war unglaublich atmosphärisch geschrieben. Ich wusste bis fast zum Ende nicht, was hier eigentlich real ist — und genau dieser Aspekt hat mich komplett gefesselt. 💭 Das Buch zeigt perfekt, wie leicht wir Menschen online idealisieren. Wie schnell wir glauben, dass andere „das perfekte Leben“ führen. Und dass hinter schönen Bildern oft viel mehr steckt, als wir sehen. 🖤 Besonders geliebt habe ich: ✨ die realistischen und unperfekten Familienbeziehungen ✨ die Atmosphäre der früheren Zeit ✨ Natalies emotionale Entwicklung ✨ dieses Ende… das mich komplett berührt hat 😭 ✍️ Fazit: Dieses Buch war ungewöhnlich, emotional, spannend und definitiv eines dieser Bücher, über die man danach sofort reden muss.

79/2026 📖
Ich wollte dieses Buch wirklich so gerne mögen, weil das Thema an sich eigentlich wahnsinnig interessant und auch echt wichtig ist, aber die Umsetzung war für mich leider eine absolute Katastrophe. Ich fand es einfach nur sterbenslangweilig und der Schreibstil war für mich persönlich absolut grottig. Dazu kam, dass mir die Charaktere allesamt komplett unsympathisch waren. Mir hat auch total der rote Faden gefehlt und wie sich die Geschichte zum Ende hin entwickelt hat, war für mich einfach nur noch haarsträubend und viel zu wild konstruiert. Das ganze Buch hätte man locker auf 200 Seiten kürzen können, dann wäre es vielleicht sogar etwas interessanter gewesen, aber so war es für mich leider gar nichts.
Faszinierend unangenehm 🎭📖✨
Was für ein Buch…! Auch wenn Nathalie wirklich unsympathisch ist, hatte ich trotzdem wirklich oft Mitleid mit ihr. Sie ist weder das klassische Opfer noch die klassische Täterin. Psychologisch gesehen fand ich ihre Entwicklung irgendwie halt auch nachvollziehbar…?! In diese fremden Gedanke abzutauchen war auf jeden Fall spannend. Ich wusste so gar nicht, wo die Story eigentlich hinführt und in was für einen Fiebertraum ich da gerade hineingezogen werde. Konnte es wirklich nicht aus der Hand legen. Von mir eine ganz klare Empfehlung!

Spannender Beginn, ein Knaller zum Ende
Das Buch hat sehr spannend begonnen, mir hat es die Verlogenheit und Geschäftstüchtigkeit vieler Influencerinnen lebhaft vor Augen geführt. Das Ende beinhaltet einen echten Knalleffekt. Dazwischen hat es leider viele Längen, trotzdem ist die Botschaft angekommen und die Welt der Tradwives hat mich regelrecht das Fürchten gelehrt. Auf jeden Fall super gut geschrieben und deshalb eine Leseempfehlung.
Top
Bücher zum Thema „Tradwives“ finde ich sowieso immer super interessant, aber dieses Buch hat‘s wirklich geschafft das Thema ganz sonderbar zu behandeln. Es war wirklich im ganzen Buch so gut beschrieben, wie diese ganze Tradwife Thematik mehr Schein als Sein ist und das auf ganz verschiedene Arten, vor allem wie beschrieben wurde, wenn man wirklich ohne jegliche Modernisierung lebt. Der Schreibstil war so gut und leicht, dass man wirklich direkt abtauchen konnte, ohne groß in die Geschichte reinfinden zu müssen. Kann das Buch wirklich jedem ans Herz legen, der sich für die Thematik interessiert.
Was habe ich da gerade gelesen? 🫠
Man kann mit Sicherheit sagen, dass ich noch nie ein Buch wie dieses gelesen habe! Es war eine wilde Fahrt im ‚Was zur Hölle passiert hier eigentlich?‘-Express. Ich war die ganze Zeit über total verwirrt, wollte aber unbedingt wissen, was hinter all dem steckt. In der Mitte hat es sich ein wenig gezogen. Aber die letzten 25 % habe ich in einem Rutsch durchgelesen. Es war also fesselnd, aber auch sehr verstörend – ich habe mich mehrmals gefragt, ob das hier vielleicht doch ein Thriller ist? Die Geschichte hat eine düsterere Richtung eingeschlagen, als ich erwartet hatte, und definitiv einige Fragen offengelassen. Eine Analyse zu diesem Buch ist dringend nötig. Insgesamt bleibe ich nach dem Ganzen nicht gerade mit einem guten Gefühl zurück 🙈
Ein Highlight!
Lange hat mich kein Buch mehr so reingezogen, so fasziniert - und zugleich auch so durchgeschüttelt. Gleichzeitig schrecklich und unterhaltsam, wie ein Fiebertraum. Ein wirklich großes Debüt! Ich würde so gerne fünf Sterne geben, aber ganz kann ich über die kleinen Ungereimtheiten und offenen Fragen nicht weggehen. Ein paar Seiten und Antworten mehr hätten definitiv gut getan.
Book Information
Posts
Verrückt! Schräg! Großartig! Und noch viel mehr … Gerade in einer Zeit, in der vor allem in der virtuellen Welt Christfluencer, Manosphere und Misogynie immer präsenter werden, ist dieses Buch so wichtig. Und genau diese Entwicklungen nimmt die Autorin Caro Claire Burke klug und teilweise herrlich bissig aufs Korn. Besonders gelungen fand ich auch den Schreibstil im Roman, der mich von der ersten Seite an mitgerissen hat. Sarkastisch, clever und emotional genau auf den Punkt. „Dem Ehemann zustimmen, wenn er seinen Text abspult und behauptet, das Hähnchen sei perfekt gegart. Alle Lorbeeren der Schwiegermutter überlassen, obwohl sie bis unter die Hutschnur mit Tabletten vollgepumpt ist und das gefrorene Hühnchen beinahe in die Spülmaschine gesteckt hätte. Lächeln. Lächeln. Lächeln. Lächeln. Lächeln. Beten.“ (S. 174) Schwer zu sagen, wer von den Hauptfiguren unsympathischer ist: Natalie, die sich einer fundamentalistisch-christlichen Mission verschrieben hat und auf ihrem Tradwife-Instagram-Kanal die „gute alte Zeit“ mit klar verteilten Rollenbildern propagiert, oder Caleb, der jeder Verschwörungserzählung hinterherläuft und sie völlig unkritisch weiterverbreitet. Natürlich ist alles mehr Sein als Schein. Auch die völlig durchgeknallten Schwiegereltern fügen sich hier gut ein. Trotz dieser für mich absolut inakzeptablen Weltsicht musste ich beim Lesen immer wieder schmunzeln, weil manche Gedankengänge und Aussagen von Natalie einfach so absurd sind. Das Ende hätte ich mir persönlich etwas anders gewünscht, aber C.C. Burke schafft es eindrucksvoll, ein aktuelles Thema so aufzubereiten, dass der Humor nicht zu kurz kommt. Grandios!

Knaller 🤯
Meine Lieben… was hab ich da gelesen? Und vor allem: Wie soll ich dieses Buch bewerten, ohne zu viel zu verraten? 😂 Ich versuche es mal: Wir haben hier: * Mama Natalie, eine berühmte Influencerin, die ihr komplettes Leben mit der Öffentlichkeit teilt * eine typische amerikanische Großfamilie mit fünf Kindern – Nummer 6 ist unterwegs * ein sehr christliches Umfeld (Sehr christlich.. mhm) * eine große, idyllische Ranch Alles wirkt harmonisch, perfekt, ein absolutes Träumchen … … oder? Denn plötzlich wacht Natalie zwar auf ihrer Ranch auf… aber mit einer anderen Familie?! Und genau da beginnt der ganze Spaß. Vergangenheit und Gegenwart sorgen dafür, dass man mit jedem Kapitel verwirrter wird. (Ohne Witz, Verwirrung pur!) Das Buch lebt dabei nicht von Action. Es ist eher ruhig erzählt, hat aber doch Schockmomente und zieht sich stellenweise auch etwas. Aber: Du. Kannst. Es. Nicht. Aus. Der. Hand. Legen!! Du. Musst. Wissen. Was. Du. Da. Liest!! Du. Willst. Dich. Auskennen!! 😂😂😂 Bis zum Schluss wusste ich nicht, wohin die Reise geht. Nach jedem Kapitel hatte ich eine neue Theorie. Und ich lag nicht mal ansatzweise richtig 🤯 Das Ende war schockierend gut, rund und einfach perfekt passend, als der komplette Knoten im Gehirn endlich aufgegangen ist Ich hab jetzt noch immer den Mund nicht zubekommen 🤯 Klare Empfehlung
Fünf Millionen Menschen folgen Natalie auf Instagram, wo sie ihr perfektes Leben zeigt: die idyllische Farm, ihre fünf Kinder, ihren Ehemann Caleb, ihren christlichen Glauben und natürlich das Rezept für das perfekte Sauerteigbrot. Das Paradebeispiel einer Tradwife. Dass hinter all dem nicht nur Nannys und Farmhelfer, sondern auch ein ganzes Produktionsteam steckt, muss natürlich niemand wissen. Probleme und Skandale? Die werden schön unter den Teppich gekehrt. Bis Natalie eines Tages aufwacht und sich in der Pionierzeit wiederfindet und plötzlich das Leben leben muss, dass sie online immer als so erstrebenswert angepriesen hat. 🐄 Natalie präsentiert sich als die perfekte Christin, dabei ist Nächstenliebe für sie ein Fremdwort. Tatsächlich glaube ich, dass sie in meinem persönlichen Ranking der schlimmsten Charaktere problemlos unter den Top 3 landet. Ihr Charakter ist ein einziger großer Widerspruch – und genau das funktioniert zusammen mit ihrem schwarzen Humor perfekt. Ich habe sie zu keiner Zeit gemocht und trotzdem konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen. Die Auflösung am Schluss? Darauf wäre ich niemals gekommen. Ich habe es regelrecht verschlungen und gleichzeitig wieder deutlich gemacht bekommen, was für ein Fiebertraum Social Media eigentlich ist.

Was war das für ein wilder Ritt
Ich glaube ich bin eine der wenigen Leserinnen, die mit der Protagonistin sympathisiert hat. Ich konnte Natalie total verstehen und glaube das alles sehr realistisch dargestellt wurde. Der ganzen Erzählstrang aus der Vergangenheiten, mit ihren Follower, den Nannys, ihrem rosaroten Farmleben fand ich super. Auch ihr Werdegang war sehr interessant. Und auch die Zeit heute mit dem ursprünglichen Landleben hatte teas für sich. Aber die Auflösung hat mir gar nicht gefallen. Das war für mich total absurd und nicht nachvollziehbar. Ich kann auch die Beweggründe, die hinter dieser Entscheidend steht nicht verstehen. Das Ende wirft ein seltsames Licht auf die gesamte Story und lässt mich mit einem Bauchgrummeln zurück.

Das Buch, um das man dieses Jahr wohl nicht herum kommt: Eine erfolgreiche Tradwife-Influencerin wird aus ihrer sorgfältig inszenierten Farmidylle augenscheinlich ins Jahr 1855 versetzt. Plötzlich muss Protagonistin Natalie ohne Filter, Personal, moderne Medizin und eigenes Geld in genau jener Vergangenheit zurechtkommen, die sie ihren Followern als Sehnsuchtsort verkauft hat. Die Autorin präsentiert eine kluge Satire auf eine Nostalgie, die harte Arbeit, Abhängigkeit und fehlende Rechte hinter schönen Bildern verschwinden lässt. Besonders gelungen ist dabei, dass Natalie selbst keine naive Anhängerin dieser Idylle ist: Sie hat daraus ein Geschäftsmodell gemacht und weiß sehr genau, wie künstlich das Leben ist, das sie vermarktet. Die Auflösung am Ende ist konsequent satirisch zugespitzt, wirkte auf mich aber nicht ganz schlüssig. Das bleibt ein kleiner Vorbehalt bei einem Roman, den ich ansonsten sehr gern gelesen habe: unterhaltsam, bissig und mit einer Hauptfigur, die man nicht mögen muss, um ihr gespannt zu folgen.
Eine christliche TradWife-Influencerin erwacht plötzlich in der Pilgerzeit? Hold my beer!
Wow wow wow. Was hab ich da gerade gelesen? Ein schockierend detaillierter Einblick in das Leben einer Influencerin, die mit viel Lügen und gottesfürchtiger Heuchelei vorgibt, ein „traditionelles“ Leben zu führen. Und diese perfekte Wifey wacht dann plötzlich in der Kälte ihres Hauses auf, das zwar irgendwie ihres ist- aber mit gaaaaaanz anderen Standards. Letztlich einfach nur eine wahnsinnig traurige Geschichte über unschuldige Kinder, die unter narzisstischen und egozentrischen Eltern aufwachsen müssen. Mit der Aufklärung der „Zeitreise“ hätt ich niemals gerechnet- Chapeau an die Autorin. Die Kurve war krass! Dieses Buch sollte sich jede Social-Media-Mum, die ihre Kinder vor die Kamera zerrt und damit Geld verdient, wirklich mal zu Herzen nehmen. Fette Leseempfehlung!

Kompletter Fiebertraum 😅
Ich hatte ehrlich gesagt ein bisschen Angst vor diesem Buch, einfach weil der Hype so riesig ist und ich bei sowas mittlerweile oft denke: okay, bestimmt overhyped. Aber ich muss wirklich sagen: Das Buch hat mich komplett überrascht. Ich fand es SO unfassbar witzig. Die Protagonistin ist wirklich herrlich daneben – gemein, schrecklich, völlig nicht in Ordnung – und genau das macht dieses Buch so unterhaltsam. Man taucht komplett in ihren Kopf ein und denkt sich die ganze Zeit nur: Mädchen, was stimmt eigentlich nicht mit dir? 😭 Ich musste wirklich oft lachen. Man kommt super schnell durch die Seiten und ich fand auch total spannend, wie sich die Geschichte entwickelt hat. Mit diesem Ausgang hätte ich wirklich absolut nicht gerechnet. Das hat mich komplett überrascht. Ein kleines bisschen kürzer hätte das Ganze für mich trotzdem sein dürfen, gerade in der Mitte hat es sich hier und da etwas gezogen. Und ich glaube auch, dass die englische Originalversion wahrscheinlich nochmal besser funktioniert hätte, weil die Übersetzung manchmal etwas holprig wirkte. Trotzdem: wirklich ein großartig unterhaltsames Buch, das mich total abgeholt hat.
Die Scheinwelt einer Tradwife-Influencerin
Das Buch hat wunderbar satirisch gezeigt wie Fake oft das Influencerleben ist. Natalie inszeniert sich als die perfekte Christin, Ehefrau, Mutter und Farmerin- eine echte Tradwife eben. Aber eigentlich ist sie nur gehässig und überheblich und wird einem von Seite zu Seite unsympathischer. Als sie dann überraschend „die gute alte Zeit“ erlebt, kommt einiges anders. Mir hat das Lesen wirklich gut gefallen und ich wollte wissen was es mit der Zeitreise auf sich hat. Auch die Rückblicke in Natalies Leben waren interessant. Die Auflösung war anders, als ich es erwartet hätte und passte insgesamt zusammen.
Ich muss noch nach Worte suchen 🙈
Es fällt mir wirklich schwer hier die richtigen Worte zu finden - vllt bin ich zu tief im True Crime Genre drinnen, und mir sind Namen wie Ruby Frankie und die Ballerina Farm bekannt sodass mich das Buch nicht völlig geschockt hat… Auch muss ich ehrlich sagen fand ich die Auflösung zwar cool und einfallsreich aber dann auch wieder fernab der Realität … Ich würde wirklich sehr gerne über das Buch diskutieren 🙈
Mehr Schein als Sein, das Leben einer Influencerin.
„Yesteryear“ hat mich von der ersten bis zur letzten Seite unglaublich gut unterhalten. Der Schreibstil war leicht, flüssig und gleichzeitig so fesselnd, dass ich immer weiterlesen wollte. Schon nach wenigen Seiten war ich mitten in der Geschichte angekommen. Mit den Charakteren hatte ich anfangs allerdings meine Schwierigkeiten – vor allem mit der Hauptprotagonistin. Sie wirkte auf mich sehr arrogant, berechnend und emotional völlig verschlossen. Sie zeigte kaum Gefühle und machte es damit nicht nur ihrer Familie schwer, sondern auch mir als Leser manchmal. Immer wieder dachte ich: „Warum sagt sie nicht einfach, was sie fühlt? Warum redet sie nicht endlich?“ Viele Konflikte hätten dadurch vermutlich verhindert werden können. Aber genau diese Art machte sie gleichzeitig auch interessant und authentisch. Was ich besonders spannend fand: Ich hatte vor dem Lesen eine völlig andere Erwartung an das Buch. Trotzdem wurde ich keineswegs enttäuscht – eher im Gegenteil. Die Geschichte entwickelte sich in eine Richtung, mit der ich niemals gerechnet hätte. Und dann kam dieser eine Moment, der mich komplett überrascht hat. Ich war gleichzeitig schockiert, traurig und sprachlos. Ab diesem Zeitpunkt konnte ich das Buch überhaupt nicht mehr aus der Hand legen. Die letzten 150 Seiten waren für mich absoluter Ausnahmezustand. Ich musste einfach wissen, wie alles endet. Die Spannung wurde immer intensiver und die Geschichte nahm Wendungen, die ich niemals vorhergesehen hätte. Genau das hat das Buch für mich so besonders gemacht: Es war überraschend und völlig anders, als ich gedacht hatte.
Vom Schein und Sein
“Und wer war ich? Eine Bilderbuchchristin. Das All-American-Dream-Girl, ein hottes, emsiges Bienchen, das durch die abgründigsten, dunkelsten Fantasien der Nation summt. Die Mutter, die jede Frau sein wollte, und die Frau, von der sich jeder Mann wünschte, dass sie zu Hause auf ihn wartete. Wie eine Nonne in einem Porno - völlig abwegig, aber bei Gott, es funktionierte. Ich heiße Natalie Heller Mills, und Perfektion ist mein größtes Talent.” Die Yesteryear-Ranch ist auf Social Media einer der beliebtesten Accounts Amerikas, die ganze Nation liebt die Familie Mills und klebt an Natalies Lippen. Ihre Produkte finden reißenden Absatz, was sie backt, backt die amerikanische Frau nach. Der amerikanische Traum, eine Farm auf dem Land, Freiheit total. Und alles mit Gottes himmlischer Unterstützung, natürlich. Eine echte Bilderbuchfamilie. Self-made wird hier groß geschrieben, im wahrsten Sinn des Wortes. Natur pur, alles wird selbst angebaut und verarbeitet. Und immer ist die Kamera dabei, alles für die Reichweite. Natalie weiß genau, was ihre Follower sehen wollen, was nicht und erst recht, was sie nicht sehen (und wissen) dürfen. »Stellt ihr euch nicht ... ein bisschen sehr zur Schau?«, hatte sie gefragt, als wir uns eine Woche zuvor auf einen Kaffee getroffen hatten. »Willst du wirklich, dass so viele Menschen Jessa nur mit Windel bekleidet sehen? «Ich zuckte die Achseln. Schon längst war ich überzeugt, meine Kinder seien online sehr viel sicherer aufgehoben als im echten Leben - ihre beste Version würde für immer in meinem Smartphone konserviert sein, wie kleine Käfer in Bernstein. Ich musste an die Frau bei Whole Foods denken, an ihr verstörtes Gesicht. Egal, wie verletzend manche Kommentare im Netz waren, sie waren nichts gegen die Erinnerung an diesen Gesichtsausdruck. »Ich glaube, du verstehst nicht, wie Social Media funktioniert.« Ihre eigene Mutter macht sich Sorgen. Ihr Schwiegervater, der Präsident werden will, unterstützt sie. Ihr eigenes Team wird immer größer und plötzlich ist nichts mehr wie vorher. Natalie findet sich in einem ihr unbekannten Haus wieder, alles erinnert an die früheste Pionierzeit und plötzlich ist die harte Arbeit, die sie stets vorgab, ihr Alltag. Was bleibt vom amerikanischen Traum, vom Schein, vom Sein? Caro Claire Burke hat ein Buch geschrieben, das einen nicht mehr loslässt und wenn man das Buch beendet hat, möchte man umgehend Social media aus seinem Leben verbannen. Sie ist eine fantastische Erzählerin, deren Bissigkeit ihresgleichen sucht. Es war für mich ein bisschen als ob man Bret Easton Ellis, Jan Böhmermann und Donna Tartt gemischt hätte und heraus kam dieses Werk. Wir lernen Natalie kennen, eine absolut unsympathische Protagonistin, ich würde ihr ungern folgen, aber als Mary ihre Wunde nähte, tat sie mir leid. Ziemlich skurril, welch emotionale Achterbahnfahrt diese Protagonistin in einem auslösen kann. Und skurril ist diese Geschichte allemal. “Yesteryear” ist ein Buch, das sich nicht einfach einordnen lässt. Hier trifft Zeitgenössisches auf Historisches, streift Psychothrillerelemente, Satire und bietet eine außergewöhnlichen Sprache, die hervorragend übersetzt wurde. Mein persönlicher Anwärter auf das Buch des Jahres! Danke Caro Burke!
Perfektion ist auch nur eine hübsche Form des Wahnsinns.
Nathalie ist die perfekte Frau: Gläubige Christin, Ehefrau, Mutter. Immer freundlich, immer geschniegelt, immer das amerikanische Idealbild in Menschengestalt. Zusammen mit ihrem Mann und ihren Kindern lebt sie auf der Yesteryear Ranch und zeigt als Tradwife-Influencerin, wie wunderbar das traditionelle Leben fernab der modernen Welt doch angeblich ist. Aber tut sie das wirklich? Und falls ja: Ist dieses Leben tatsächlich so perfekt? Dieses Buch hat mich komplett geflasht. Nathalie ist dabei keine Figur, die man automatisch sympathisch findet. Authentisch? Vielleicht. Freundlich? Nach außen. Empathisch? Eher schwierig. Und trotzdem ist sie als Figur absolut grandios! Dieses Buch ist bissig, bitterböse, klug und permanent unterschwellig unangenehm. Wie eine perfekt gefilterte Instagram-Welt, unter der es gewaltig fault. Der Schreibstil der Autorin ist unglaublich pointiert. Jeder Satz sitzt und man rauscht durch diese Geschichte wie auf einem wilden Gedankenritt zwischen Faszination und innerem „Oh Gott“. Dabei regt das Buch ständig zum Nachdenken an: Über Rollenbilder, über Social Media und Selbstinszenierung. Und darüber, wie freiwillig das alles eigentlich wirklich ist. Große Empfehlung für alle, die mal wieder Lust auf etwas haben, das nicht nach Schema F funktioniert... fernab vom literarischen Einheitsbrei.

𝘠𝘦𝘴𝘵𝘦𝘳𝘺𝘦𝘢𝘳 ist ein ungewöhnliches, starkes und einprägsames Buch, über das ich noch lange nachdenken werde.
📱🌾🐄🐓 𝘞𝘦𝘯𝘯 𝘪𝘤𝘩 𝘯𝘪𝘤𝘩𝘵 𝘮𝘦𝘩𝘳 𝘸𝘦𝘪𝘵𝘦𝘳𝘸𝘶𝘴𝘴𝘵𝘦, 𝘩𝘢𝘣𝘦 𝘪𝘤𝘩 𝘬𝘶𝘳𝘻 𝘪𝘯𝘯𝘦𝘨𝘦𝘩𝘢𝘭𝘵𝘦𝘯 𝘶𝘯𝘥 𝘥𝘢𝘯𝘯 - 𝘸𝘦𝘪𝘴𝘴𝘵 𝘥𝘶, 𝘸𝘢𝘴 𝘪𝘤𝘩 𝘥𝘢𝘯𝘯 𝘨𝘦𝘮𝘢𝘤𝘩𝘵 𝘩𝘢𝘣𝘦? 𝘐𝘤𝘩 𝘩𝘢𝘣𝘦 𝘮𝘪𝘳 𝘷𝘰𝘳𝘨𝘦𝘴𝘵𝘦𝘭𝘭𝘵, 𝘪𝘤𝘩 𝘸𝘶̈𝘳𝘥𝘦 𝘣𝘦𝘰𝘣𝘢𝘤𝘩𝘵𝘦𝘵. 💭 Auf dieses Buch war ich wirklich unglaublich gespannt und schon nach wenigen Seiten war klar: 𝘠𝘦𝘴𝘵𝘦𝘳𝘺𝘦𝘢𝘳 ist definitiv kein Roman, den ich schnell wieder vergesse. So etwas habe ich bisher noch nicht gelesen. Besonders die Mischung aus Social Media, Rollenbildern und der Frage nach Realität und Inszenierung macht das Buch extrem besonders. An dieser Stelle ein ganz großes Dankeschön an @team.bloggerportal für das Rezensionsexemplar und der tollen Bloggerbox! 🫶🏻 Im Mittelpunkt steht Natalie, Mutter, Farmerin und Influencerin. Nach außen wirkt sie wie die perfekte Tradwife. Anfangs wirkte sie auf mich ehrlich gesagt eher unsympathisch. Doch je mehr die Geschichte voranschreitet, desto besser verstand ich, wie sie überhaupt in diese Situation geraten ist und warum sie so handelt, wie sie handelt. Dadurch entsteht ständig ein Wechsel zwischen Verständnis, Mitgefühl und erneuter Distanz. Genau das macht ihre Figur so spannend und vielschichtig. Auch ihr Mann Caleb und die Kinder sorgen später für eine ganz eigene Dynamik, vor allem als Natalie plötzlich mit einer viel härteren Realität konfrontiert wird. Das Buch behandelt Themen wie Selbstinszenierung auf Social Media, traditionelle Rollenbilder und Religion. Das Farmsetting in Idaho passt perfekt zu dieser Atmosphäre zwischen vermeintlicher Idylle und unterschwelliger Bedrohung. Besonders spannend wurde es für mich, als Natalie sich plötzlich im frühen 19. Jahrhundert wiederfindet. Ab diesem Punkt wollte ich unbedingt wissen, was hinter allem steckt. Durch die ständigen Wechsel zwischen den Zeitebenen war ich zugegeben manchmal etwas verwirrt, und zwischendurch gab es kleinere Längen. Ab der Hälfte entwickelt das Buch jedoch einen enormen Sog. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie alles zusammenhängt. Gleichzeitig hatte ich Angst, dass mich die Auflösung enttäuschen könnte. Zum Glück war genau das Gegenteil der Fall: Die Auflösung fand ich richtig stark und absolut unerwartet. 𝘠𝘦𝘴𝘵𝘦𝘳𝘺𝘦𝘢𝘳 ist ein ungewöhnliches, starkes und einprägsames Buch, über das ich noch lange nachdenken werde. Nicht perfekt, aber definitiv etwas Besonderes und für mich eine klare Leseempfehlung. ⭐️⭐️⭐️⭐️☆,₅ (9/10)

Absolut verrückt – und genau deshalb so genial
In "Yesteryear" von Caro Claire Burke bekommt man keine klassische Geschichte serviert sondern ein literarisches Erlebnis, das sich irgendwo zwischen Wahnsinn, Satire und schonungsloser Überzeichnung bewegt. Im Mittelpunkt steht Natalie, eine Protagonistin, die alles ist... nur nicht gewöhnlich. Laut Klappentext erwartet einen eine Story, die mit Erwartungen bricht, Grenzen verschiebt und sich nicht davor scheut, komplett aus dem Rahmen zu fallen. Realität und Absurdität verschwimmen dabei so sehr, dass man sich immer wieder fragt: What the fuck lese ich hier gerade? Als meine BuddyRead-Partnerin Nadine mir dieses Buch geschickt hat, war meine erste Reaktion, dass ich es nicht uuuuunbedingt lesen muss aber bei so vielen guten Rezensionen und dadurch das es so unfassbar verrückt klang, konnte ich dann doch nicht widerstehen. Und ich kann es nicht anders sagen: Ich habe es KEIN bisschen bereut. „Yesteryear“ ist eines dieser Bücher, die man kaum beschreiben kann, ohne ihnen dabei nicht gerecht zu werden. Es ist laut, schräg, überzogen, teilweise komplett drüber und genau darin liegt seine Stärke. Ich habe beim Lesen wirklich Tränen gelacht, so absurd komisch sind manche Situationen. Gleichzeitig gab es immer wieder Momente, in denen ich mit offenem Mund dasaß und dachte: Das kann jetzt nicht ernst gemeint sein…? Diese Mischung aus Humor und völliger Fassungslosigkeit zieht sich durch das ganze Buch und macht es zu einem echten Pageturner. Natalie als Hauptfigur ist dabei alles andere als leicht. Sie ist impulsiv, chaotisch, stellenweise unfassbar anstrengend und jaaaaaaa.....auch wirklich nervtötend. Aber genau das macht sie irgendwie interessant. Sie ist keine glatt geschriebene, perfekte Figur, sondern jemand, der aneckt, übertreibt, Fehler macht und dabei manchmal komplett übers Ziel hinausschießt. Man schwankt ständig zwischen „Ich kann sie nicht mehr ertragen“ und „Ich will unbedingt wissen, wie es mit ihr weitergeht“, genau dieses Wechselspiel hält einen beim Lesen fest. Der Schreibstil ist schnell, bissig und voller Energie. Man wird regelrecht durch die Seiten getragen, ohne eine Pause zu bekommen, was perfekt zur Geschichte passt. Gleichzeitig steckt zwischen all dem Chaos und der Skurrilität auch eine gewisse Tiefe. Hinter dem überdrehten Humor blitzen immer wieder ernste Untertöne auf, die dem Ganzen eine zusätzliche Ebene verleihen. Es ist definitiv kein „einfaches“ Buch im klassischen Sinne. Nicht, weil es schwer zu lesen wäre, sondern weil es einen emotional und gedanklich fordert. Man muss sich auf diese Art von Erzählung einlassen können, auf das Unkonventionelle, das Schräge, das teilweise völlig Überzogene. Aber wenn man das tut, wird man mit einem unglaublich einzigartigen Leseerlebnis belohnt. „Yesteryear“ ist ein wilder Ritt: absurd, laut, manchmal anstrengend, aber absolut genial. Ein Buch, das polarisiert, im Kopf bleibt (gerade wenn man den Inhalt/das Thema des Buchs mit etwas Abstand betrachtet) und definitiv nicht für jeden ist. PS: Ich lehne mich jetzt mal weit aus dem Fenster: Wenn dieses Buch bald verfilmt wird, so wird der Film niemals an das heranreichen, was hier auf den Seiten passiert. Diese besondere Mischung aus Tempo, Witz, Irrsinn und Gefühl, das lässt sich kaum einfangen.

Eine spitzzüngige Anklage am gesellschaftlichen Zeitgeist!
Was ist real und was nicht?! Den gängigen Social Media Plattformen versuche ich mich gezielt fernzuhalten und besitze keinen Account darauf, trotzdem stolpert man im Zeitalter des Internets natürlich immer mal wieder darüber. Ebenso hatte ich nach wenigen Kapitel dieses Buchs eine sehr bekannte Influencerin vor Augen wodurch ich mir ein gutes Bild von dem beschrieben Handlungsort machen konnte. Dass die Autorin Caro Clair Burke ebenfalls von dort ihre Inspiration hergeholt hat, ist kaum zu überlesen. Der Roman stellt sich zahlreichen Fragen ganz im Sinne des modernen Zeitgeists zu Geschlechterrollen, wirklichem "Frei sein", Sozialen Medien, der extrem kritischen Manosphere, "Family" Influencern, "Trade Wifes", dem Zwiespalt der Karrierefrau und den stark polarisierenden politischen Ansichten vorallem zu Amerika. Zudem sehen sich die LeserInnen der moralisch grauen Hauptprotagonistin Natalie gegenüber, mit der man nicht wirklich sympathisieren kann, gleichzeitig hat sie jedoch die fesselnde Sogwirkung eines Autounfalls- ihr inauthentisches Selbst nach außen und ihre witzigen, zynischen Gedanken nach innen. Ist Natalie, die Person an sich bloß problematisch oder ist sie nur das Produkt von den Leuten mit denen sie sich umgibt? Es handelt sich eigentlich um einen literarischen Roman, aber in einigen Abschnitten fühlt es sich wie ein psychologischer Thriller an, da es die Autorin mit einem sehr bildhaften Schreibstil schafft eine in die Enge treibende Atmosphäre zu erschaffen. Das Ende ist Geschmackssache und war für mich leider zu wirr und somit der einzige Kritikpunkt in einem sonst sehr überzeugendem Erstlingswerk! Fazit: Eine zynisch, stichelnde Anklage an unsere neumoderne, oberflächliche, nach außen perfekt inszenierte, falsche Welt, die laut nachhallt!

Aktuell und einzigartig 🌾🐄
Ich habe wirklich noch nie so ein Buch gelesen. Die Geschichte entwickelt sich langsam und verläuft immer weiter zusammen. Es ist wirklich so ein Buch, bei dem die Puzzlestücke nacheinander zusammen passen. Ich mochte den Schreibstil und den Aufbau unendlich gerne und fand auch das Ende sehr gut. Es ist definitiv kein cozy Buch und man hasst alle Erwachsenen, aber das macht es so spannend. Die Gedankenwelt der Protagonistin ist sehr verstörend, allerdings hatte ich immer wieder Momente in denen ich Natalie verstehen konnte. Die Thematik rund um Social Media, Kinder im Netz, Religion, Tradwife und alles weitere fand ich sehr gut gelungen und aktuell. Daher ist dieses Buch definitiv eine Empfehlung von mir!!

Und wer war ich? Eine Bilderbuchchristin ... eine Nonne in einem Porno – völlig abwegig, aber bei Gott, es funktionierte
⭐️⭐️⭐️⭐️½ Rezension zu Yesteryear 📖✨ Natalie lebt auf der Yesteryear-Ranch den perfekten amerikanischen Traum. Ein hübsches Farmleben 🌾, ein attraktiver Ehemann, eine große Kinderschar 👨👩👧👦 und tausende Instagram-Follower 📱, die jedes Detail feiern. Selbstgebackenes Sauerteigbrot 🥖 inklusive. Doch hinter der makellosen Fassade sieht es ganz anders aus… Eines Morgens wacht Natalie auf und nichts ist mehr wie zuvor 😳. Plötzlich findet sie sich im 19. Jahrhundert wieder ⏳. Kein Smartphone, keine Nanny, keine Farmhelfer, keine Elektrizität ⚡❌. Nur harte Realität und die Frage: Wie zur Hölle ist sie hier gelandet? 🤯 Diese Rezension fällt mir nicht leicht – nicht, weil mir das Buch nicht gefallen hat, sondern weil es so ungewöhnlich ist. Schon nach wenigen Seiten war ich komplett gefesselt von dieser skurrilen, stellenweise urkomischen 😂 und gleichzeitig überraschend traurigen Geschichte 😢. Natalie selbst war mir nicht wirklich sympathisch 😅, aber genau das hat es spannend gemacht. Ihre Kommentare sind oft herrlich bissig und haben mich mehrfach laut lachen lassen 🤭. Ihr Ehemann Caleb wirkt dabei eher schlicht gestrickt 🙈, und das stark religiöse Setting ⛪ setzt dem Ganzen noch die Krone auf – im positiven Sinne. Faszinierend fand ich den Einstieg in Natalies Leben als Trad-Wife-Influencerin 🤳. Das war so bizarr. Doch dann geht es schnell in die Vergangenheit und ab da wechseln sich Gegenwart und Rückblicke geschickt ab 🔄, bis sich am Ende alles zusammenfügt 🧩. Niemals wäre ich auf die wirklich gute Auflösung gekommen. Das Buch wirft viele spannende Fragen auf 💭, über Selbstbild, Mutterschaft, Social Media und die Illusion eines perfekten Lebens. Das Buch welches ich mir der lieben Nadine im Buddyread gelesen habe, eigener sich perfekt dir jeden Buchclub📚👀, denn es macht unglaublich Spaß alles zu diskutieren. Ein kleiner Minuspunkt. Das letzte Drittel wird ziemlich wild 🎢 und fast etwas überladen. Hier wäre weniger vielleicht mehr gewesen. Trotzdem bleibt Yesteryear ein unterhaltsamer, ungewöhnlicher und thematisch aktueller Roman, der zum Nachdenken anregt 🤔, auch wenn er nicht in jeder Hinsicht in die Tiefe geht. Fazit: Für alle, die etwas anderes lesen wollen, gerne lachen 😂 und sich gleichzeitig mit gesellschaftlichen Themen auseinandersetzen – klare Empfehlung 👍✨.

Eine messerscharfe Satire, die die Influencer-Welt seziert
Das im Netz mehr Fake herrscht als sonst irgendwo, ist nichts Neues. Hier wird das Thema aber wirklich innovativ und gut aufgegriffen. Natalie ist die beste unsympathische Protagonistin seit langem und die man wirklich hasst. Ihre inneren Monologe sind brutal ehrlich. Das Ende war unerwartet und befriedigend 😀
Dieses Buch ist echt ein Fiebertraum. Story und Auflösung fand ich maximal verwirrend und gruselig, aber es war spannend
Puhh, was soll man zu diesem Buch sagen. Es verwirrt einen, es verstört, es macht einen wütend und lässt einen ratlos zurück. Ich kann ehrlich nicht sagen, ob ich das Buch gut finde oder eher so lala. Zum Inhalt selber kann ich nicht viel sagen, da einfach jeder Einblick Spoiler enthalten würde. Nur soviel: Ich habe vom Klappentext und der Leseprobe etwas komplett anderes erwartet. Nämlich einen Einblick in die Scheinwelt einer Tradwife-Influencerin. Und ja, das bekommt man auch ein wenig, aber da ist noch viel mehr. Die Protas sind durchweg gruselig in meinen Augen. Gruselig in der Art, dass ihr Verhalten einfach nur verstörend ist für Menschen, die ein aufklärerisches Weltbild haben. Allen voran die Hauptprotagonistin: Natalie. Nur in den wenigsten Fällen fand ich kam ein wenig Sympathie rüber. In den meisten Fällen dachte ich mir nur "Wtf, was für eine Bitch". Ich fand die Einschätzung einer Person, dass sie keine Familie hat, sondern ein Unternehmen, mehr als treffend. Auf der anderen Seite ist das Buch aber wirklich auch sehr spannend. Die Autorin schafft es einen in die Geschichte zu ziehen, einfach weil man wissen will, was hinter der ganzen Story steckt, die auf einmal ins Absurde abdriftet. Die Auflösung selbst ist dann auch nur bedingt logisch, wo bei mir einfach viele Fragen aufgeploppt sind, u.a. warum niemand früher eingegriffen hat in das ganze Setting. Mein Fazit: Definitiv kein einfaches Buch, aber eines worüber sich trefflich streiten/diskutieren lässt. Ich gebe 3,5 von 5 Sternen.

Bewegende Story!
Worte für dieses Buch zu finden fällt mir schwer. Anfangs habe ich nichts gecheckt. Trotzdem diese Sogwirkung, was passiert da? Man tappt wirklich eine ganze Weile im Dunkeln…bis plötzlich nicht mehr. Dann zerreißt es einen etwas, mich zumindest ganz schön. Ehrlich, ich konnte das Buch nicht weglegen. Dieser Schreibstil ist wahnsinnig toll, manchmal sogar ein bisschen poetisch. Ich mag dieses Buch sehr, mich hat es auf vielen Ebenen berührt. Ich habe immer wieder ganz viel über die Protas und die Themen nachgedacht und habe mich darauf gefreut weiter zu lesen. Auf jeden Fall ein Hightlight!
Hervorragende Geschichte. Aber zugleich verwirrend, erschreckend und teilweise bizarr. Eine Protagonistin, die einem manchmal richtig leid tut, nur um sie im nächsten Moment wieder aus der Geschichte reißen zu wollen. Selten lässt mich ein Buch mit solch ambivalenten Gefühlen zurück. Dieses hier auf jeden Fall und es wird mich in meinen Gedanken bestimmt auch noch eine Weile begleiten.
„Yesteryear“ von Caro Claire Burke hat mich wirklich auf mehreren Ebenen komplett wütend gemacht und genau deshalb war es so gut. Dieses Buch zerlegt gnadenlos die perfekte Social Media Fassade der sogenannten Tradwife-Influencerinnen. Diese künstlich inszenierte Welt aus Sauerteigbrot, Dauerlächeln, gehorsamer Ehefrau und „gottesfürchtigem“ Familienleben wirkt nach außen idyllisch, bis man merkt wie viel Heuchelei, Kontrolle und Selbstinszenierung dahintersteckt. Genau diese ultrakonservative amerikanische Christen Bubble, die anderen Frauen erklären will, wie sie zu leben haben, war beim Lesen einfach nur abstoßend. Im Mittelpunkt steht Natalie Heller Mills. Erfolgreiche Momfluencerin, schwanger mit dem sechsten Kind, Farmhaus, Cowboy Ehemann, Millionen Follower. Sie verkauft ihren Fans das perfekte Familienleben während hinter den Kulissen Nannys, ein Produktionsteam und jede Menge Lügen dafür sorgen, dass die Fassade überhaupt funktioniert. Und dann passiert etwas, das die Story komplett eskalieren lässt. Natalie wacht plötzlich im 19. Jahrhundert auf. Kein Smartphone. Keine Waschmaschine. Kein Content Team. Kein hübsch gefiltertes Tradwife Leben mehr. Nur die harte Realität dieses Lebensstils, den sie online glorifiziert. Und das ist nicht schön. *schadenfreude* Was das Buch so stark macht, Natalie ist keine sympathische Hauptfigur. Sie ist arrogant, berechnend, fanatisch religiös und verachtet im Grunde jede Frau, die nicht in ihr rückständiges Weltbild passt. Feministinnen? Für sie „zornige Weiber“. Ihr Mann? Mittel zum Zweck. Ihre Kinder? Teil ihrer Marke. Sie hält sich moralisch für überlegen, während sie selbst permanent manipuliert und andere Menschen ausnutzt. Trotzdem konnte ich nicht aufhören zu lesen. Weil es so schrecklich real ist. Die Atmosphäre ist unangenehm, die Gesellschaftskritik sitzt perfekt und dieser komplette Absturz ihrer perfekten Welt war einfach extrem befriedigend zu verfolgen. Besonders spannend fand ich die verschiedenen Zeitebenen und den langsamen Zerfall ihrer sorgfältig aufgebauten Scheinwelt. Der Plot entwickelt sich irgendwann in eine Richtung, mit der ich absolut nicht gerechnet habe. Einziger Kritikpunkt, einige Passagen waren für mich zu ausschweifend. Trotzdem hat mich das Buch komplett gepackt und beschäftigt mich immer noch. Für alle, die diese romantisierte Tradwife Ideologie genauso kritisch sehen wie ich, ist das hier ein absolutes Must Read. Kalt, bissig, provozierend und erschreckend nah an der Realität von Social Media. Und dass bereits eine Verfilmung geplant ist, überrascht mich ehrlich null. 🔥

American Psycho Tradwife
Das Buch hat mich gleichermaßen fasziniert und abgestoßen. Erzählerisch ist es sehr gut, die Perspektive des „unreliable narrators“ passt perfekt zur Handlungsstruktur und lässt das Ende plausibel erscheinen. Am erschreckensden finde ich, dass das Bild, das hier satirisch von Amerika gezeichnet wird, gar nicht so weit von der Realität entfernt ist. Ganz klare Leseempfehlung.
Perfekte Lügen im perfekten Leben
„Yesteryear“ ist eines dieser Bücher, bei denen ich sehr genau verstehe, warum sie so gehypt werden und gleichzeitig gemerkt habe, dass sie für mich persönlich nicht funktionieren. Das macht diese Rezension nicht leichter, aber umso ehrlicher. Im Zentrum steht Natalie Heller Mills: Social-Media-Ikone, Mutter von sechs Kindern, Bewohnerin einer perfekt renovierten Farm, Ehefrau eines attraktiven Mannes. Kurz gesagt: das Idealbild einer traditionellen, frommen, erfolgreichen Frau. Millionen Menschen folgen ihr, weil sie genau das liefert, wonach viele sich sehnen: Ordnung, Sinn, eine scheinbar makellose Welt. Alles wirkt kontrolliert, liebevoll, richtig. Zweifel, Skandale oder Risse haben darin keinen Platz. Doch eines Tages kippt dieses Bild. Natalie wird mit der Frage konfrontiert, was von all dem übrig bliebe, wenn die unsichtbaren Stützen wegfallen würden: keine Nannys, kein Team, keine helfenden Hände, keine Inszenierung. Was passiert, wenn sie plötzlich das Leben leben müsste, das sie anderen verkauft? Die Grundidee fand ich extrem spannend. Influencer-Kultur, religiöse Rollenbilder, Patriarchat, performative Mutterschaft. Das Buch greift viele hochaktuelle Themen auf, die zum Nachdenken anregen. Auch der Schreibstil ist stark: flüssig, scharf beobachtet, mit einem Sog, der einen weiterlesen lässt, selbst wenn man innerlich die Augen verdreht. Und genau hier liegt mein größtes Problem: Natalie als Protagonistin. Ich habe selten eine Hauptfigur gelesen, die ich derart anstrengend fand. Natalie ist unzuverlässig, zynisch, abwertend, innerlich voller Verachtung. Ihre heile Welt ist reine Fassade, ihre Moral selektiv, ihr Blick auf andere Menschen oft grausam. Sie urteilt, vergleicht, erhebt sich und verachtet gleichzeitig ihr eigenes Leben. Das kann literarisch gewollt sein, ja. Aber für mich wurde es auf Dauer ermüdend. Es gab Momente, in denen ich verstand, was die Autorin zeigen wollte. Doch echtes Mitgefühl konnte ich nicht entwickeln. Nicht, weil die Themen zu schwer wären, sondern weil mir diese Figur emotional verschlossen blieb. Ich habe sie nicht begleitet, sondern ertragen. Auch die Entwicklung der Geschichte, inklusive des Bruchs mit der bekannten Realität, hat mich letztlich nicht überzeugt. Das Ende ließ mich eher ratlos zurück als berührt. Ich habe viele Seiten gelesen und mich am Schluss gefragt, ob der Weg für mich persönlich dorthin lohnend war. Und trotzdem ist „Yesteryear“ kein schlechtes Buch. Es ist klug geschrieben, provokant, gut durchdacht und wird vielen Lesern genau das geben, was sie suchen. Ich habe mich nie gelangweilt. Am Ende bleiben für mich drei Sterne. Für die starke Idee, den überzeugenden Stil und den Mut zur Zuspitzung. Und für die Erkenntnis, dass ein Buch gut sein kann, selbst wenn es mich persönlich nicht abholt. Nicht jedes Hype-Buch muss ein Herzensbuch werden. Und das ist auch okay.
Die Scheinwelt der Yesteryear-Farm 🌾🐄🤳🍞
Yesteryear hat mich komplett überrascht. Hinter der perfekten Tradwife Fassade mit Farmleben, Familie und Social Media Idylle steckt eine bissige, gesellschaftskritische Geschichte, die gleichzeitig unterhaltsam und unangenehm ehrlich ist. Natalie ist keine typische sympathische Hauptfigur, aber genau das macht sie so spannend. Man fiebert trotz allem mit ihr mit und merkt schnell, wie brüchig dieses perfekte Leben eigentlich ist. Clever, überspitzt und absolut fesselnd erzählt. Jetzt bin ich noch in der „Ballerinafarm“ von Hannah Neeleman gefangen. Denn fast genauso stelle ich mir das oberflächliche Leben von Natalie Heller Mills vor.

Bin zwei Tage ins tradwife business eingetaucht...
Das war wirklich ein wilder Ritt. Dieses Buch hat mich die letzten zwei Tage völlig vereinnahmt. Es hat mich wütend, sprachlos, traurig gemacht. Ich hatte mich vor dieser Geschichte noch nicht so eingehend mit tradwifes und Insta fame beschäftigt. Aber was uns Mrs. Burke hier auftischt ist einfach der absolute Hammer. In diesem Roman stecken neben deftigem Sarkasmus und Zynismus, ziemlich viele handfeste Lebensweisheiten, welche ich mir im Rausch gar nicht alle markiert oder aufgeschrieben habe. Ich verrate nichts...! Sage nur, Amerika, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten... Und ich bin froh, dass ich mir die finalen Seiten heute ungestört im Café zu Gemüte führen konnte. Ein klasse Debüt. Believe the hype!
So so DEEP
WORUM GEHT ES? Natalie ist Influencerin. Riesige Ranch, Ehemann, fünf Kinder, farm-to-table-Lifestyle, alles perfekt dargestellt für die Millionen Follower. Sie die ideale christliche Tradwife, die ihr bestes Leben lebt. Und dann wacht sie eines Morgens auf - im falschen Haus, mit dem falschen Mann, mit den falschen Kindern. Im 19. Jahrhundert. AUFBAU & SCHREIBSTIL Das Buch spielt auf mehreren Zeitebenen und das funktioniert richtig, ich meine wirklich SO RICHTIG gut. Wir erleben Natalie in der Gegenwart, wir sehen, wie alles angefangen hat - Studium, Ehe, erstes Kind, der Aufbau ihres Imperiums. Und dann ist da noch das 19. Jahrhundert. Der Schreibstil ist flüssig, man merkt kaum, wie die Seiten vergehen. Die Autorin arbeitet stark mit Spannung und kleinen Verschiebungen in der Wahrnehmung, dieses permanente Gefühl von „da stimmt etwas nicht" trägt enorm zur Atmosphäre bei. Ich hab's geliebt. Der Plottwist dahinter ist schwer zu beschreiben, ohne zu spoilern. Wer viel liest, denkt vielleicht in die Richtung. Aber selbst dann ist der Moment, wo alles offenbart wird, einer dieser, wo man die Augen schließt und tief durchatmet. NATALIE Sie ist keine Heldin. Sie ist auch keine Antiheldin im klassischen Sinne. Sie ist einfach sie selbst (?) Ihr inneren Monologe haben mich zum Lachen, zum Augenrollen und manchmal sogar zum Nicken gebracht. Sie ist selbstgerecht, berechnend, und hält sich für Gottes persönlichen Liebling. Für mich war sie so oft hochgradig unsympathisch, aber NIE langweilig. BACKEN, BETEN, POSTEN Jetzt mal im Ernst. Auf den ersten Blick wirkt vieles fast schon harmlos. Sauerteigbrot backen, das Leben als Stay-at-home-Mom, ein bisschen „Farmlife"-Ästhetik. Diese Bilder haben (für einige) etwas Beruhigendes, fast Nostalgisches. Hach wie schön, wie einfach, wie entschleunigend. Hinter dieser scheinbar sanften Oberfläche schwingt aber etwas mit, das sich nicht mehr nur wie ein Lifestyle anfühlt. Diese „Tradwife"-Ästhetik ist eben nicht nur ein bisschen Vintage-Romantik oder ein Rückzug ins Häusliche. Sie transportiert (in ihrer Zuspitzung) auch sehr klare Rollenbilder und Weltvorstellungen. Was von außen oft wie „einfaches Leben" oder „echte Werte" wirkt, verliert in Realität schnell alles Idealisierte. Stattdessen wird sichtbar, wie eng solche Vorstellungen mit Machtverhältnissen, Ausschlüssen und sehr begrenzten Rollenbildern verbunden sind. LETS DEEP DIVE… Ich musste beim Lesen unweigerlich an den Fall von Ruby Franke denken. Natürlich sind das zwei völlig unterschiedliche Ebenen - ein Roman auf der einen Seite, ein realer, strafrechtlich aufgearbeiteter Fall auf der anderen. Aber was es verbindet, ist dieses Unbehagen bei der Frage, wie viel von dem, was wir als „perfekte Familienidylle" konsumieren, eigentlich Inszenierung ist und was dahinter liegt. Info: Ruby Franke hat über Jahre hinweg auf Social Media ein Bild von sich und ihrer Familie aufgebaut, das nach außen sehr "perfekt" wirkte. Eine idealisierte Familienwelt, die viele Menschen lange als authentisch wahrgenommen haben. Später kam allerdings ans Licht, dass hinter dieser Fassade massive Kindesmi$$handlung stattfand. Genau an diesem Punkt hat Yesteryear für mich nochmal eine zusätzliche Schicht bekommen. Denn auch dort geht es nicht nur um eine Tradwife-Fantasie oder um nostalgische Bilder von Familie und Farmleben, sondern um die Frage, was passiert, wenn Identität zur durchgehenden Performance wird. Je länger ich darüber nachgedacht habe, desto mehr hat sich für mich diese unangenehme Schnittstelle gezeigt zwischen romantisierten Familienbildern, Influencer-Kultur und der völligen Unsichtbarkeit dessen, was hinter der Kamera passiert. ... AND PULL THIS ENTRE THING APART Das Buch hat für mich weit mehr gemacht als nur zu unterhalten. Es hat mich daran erinnert, wie wichtig es ist, genauer hinzusehen, welche Bilder und Ideologien online als „natürlich", „traditionell" oder „unschuldig" verkauft werden. Dieses ständige Zurücksehnen nach einer Zeit, in der „alles noch normal" gewesen sei, ist oft codierte Sprache für gesellschaftliche Ordnungssysteme, die auf Ausgrenzung basiert haben. Und ja, it is that deep. Manchmal steckt hinter einer ästhetischen Oberfläche deutlich mehr politische Bedeutung, als man zuerst wahrhaben möchte.

Ein Literarischer Knaller
Eine Protagonistin, die so zynisch und gehässig ist, dass man sie nicht ausstehen kann, und dabei voller Doppelmoral und Heuchelei ist, also genau das Gegenteil von dem ist, was sie zu sein vorgibt. Generell ein Buch mit Widersprüchen, zynischem Humor und hervorragender Doppeldeutigkeit. Manchmal war ich verwirrt, manchmal war mir die Bedeutung klar wie ein Schrei ins Gesicht. Es gibt in diesem Buch sehr viel zum nachdenken, sehr viel zu diskutieren und erörtern. Insbesondere das Thema Kinder kriegen und Frau sein in der Gesellschaft und soziale Unterschiede wurde charmant in die Geschichte eingewoben. Zur Mitte hin ist es schon sehr ruhig, es passiert wenig, wir kommen nicht schnell voran. Aber dafür gibt es viel zwischen den Zeilen - und wenn man es am wenigsten erwartet, nimm das Buch zum Ende richtig an Fahrt auf und haut uns einen Plottwist um die Ohren, der mich wirklich begeistern und schockieren konnte. Auch wenn sich die Mitte etwas gezogen hat, wollte ich das Buch am Ende nicht mehr aus der Hand legen. Ein Buch, das ich in seiner Gänze erst ganz am Ende beurteilen konnte und erstmal einige Tage verdauen muss. Auf jeden Fall etwas SEHR besonderes und - in dem Maße nicht erwartet - auf jeden Fall eins meiner Jahreshighlights!!i
✨ Rezension ✨ Yester Year | Caro Claire Burke | Heyne | 464 Seiten | Übersetzt von Dietlind Falk und Lisa Kögeböhn | ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ Yester Year… Vielleicht das Hype Buch des Jahres so far? Auf jeden Fall zu recht, denn das war wirklich ein wilder Ritt! Wir begleiten hier eine unfassbar unsympathische Protagonistin auf ihrem Weg zu Trad Wife Ruhm, Absturz und zurück ins Jahr 1855. Nicht ganz in dieser Reihenfolge… Natalie ist perfekt. Und konservativ. Und angelt sich den Sohn eines Senators, um mit ihm die perfekte konservative Familie zu gründen. Allerdings erfüllt ihr nun Ehemann nicht alle Erwartungen und so muss Natalie sich selbst was ausdenken. Es entsteht das Leben auf der Yester Year Ranch und der passende Content fürs Netz. Allerdings läuft das nicht so, wie man meinen könnte. Denn was man auf Social Media nicht sieht, sind zwei Nannys, eine Contant Planerin und einige Farmhelfer… Und irgendwie läuft alles gar nicht so perfekt, wie es scheint. Als sie dann aufwacht und es ist plötzlich 1855 ist die Verwirrung komplett. Was ist da passiert? Ein wilder Fiebertraum, über mehrere Zeitebenen, unglaublich gut und unterhaltsam geschrieben und mit Protagonisten die man von der ersten Seite an verachten kann… Viel Sog zieht einen hier schnell durch die Seiten. Für mich ein Highlight das so viele aktuelle Themen und Probleme aufgreift und deutlich macht. Lest es unbedingt!

Well, this is exactely what I am talking about.
Genau solche Bücher will ich lesen. über solche Bücher will ich sprechen, über solche Geschichten nachdenken. Ich habe wirklich jede Seite gehasst: wir begleiten die (streng gläubige, konservative, selbstbezogene und unglaublich narzisstische) Protagonistin auf Ihrem Weg von der jungen Studentin, Ehefrau und Mutter zur öffentlichen Tradwife und Influencerin. Keine einzige erwachsene Person in diesem Buch war mir sympathisch. Größtenteils nicht mal die Kinder Und trotzdem (! war das Buch einfach sooooooo gut, dass ich nicht aufhören konnte mit lesen und mit Nachdenken. Ich musste immer wieder unterbrechen und mit mir selbst argumentieren. Die Geschichte ist auf so schlaue, satirische und trauria wahre Weise erzählt und die behandelten Themen wie die zunehmende Romantisierung traditioneller Werte und vergangener Zeiten, Rückkehr zu konservativen Ansichten, Idealisierung von Tradwife Influencerinnen und der gesellschaftliche Druck unter dem Frauen und Mütter stehen sind so hoch aktuell wie nie. Wenn du die Kapazität dafür hast: bitte lies dieses Buch Denn anders als die Protaqonistin dürfen wir die Augen nicht vor den aktuellen Entwicklungen und Geschehen verschließen und uns nicht einfach rausnehmen aus der Welt um uns.
"Heute ist der letzte Tag des Lebens, wie ich es mir immer vorgestellt habe."
Natalie Heller Mills ist Tradwife und Influenzerin. Auf Instagram inszeniert sie ihr Bilderbuchleben in Perfektion, doch eines Tages wacht sie in eben jener Welt auf, die sie vorgibt zu leben. Nur ist hier nichts mehr mit heiler Welt und Zuckerwarte. Die Story läuft relativ gemütlich vor sich hin. Wechselt von Gegenwart und Vergangenheit hin und her und im Verlauf klärt sich, warum Natalie nun dort ist wo sie ist. Ein wunderbares Buch über Schein und Sein, Instagram Inszenierung, Mutterschaft und klassische Rollenbilder. Auch der Glaube kommt hier nicht zu kurz, was mir allerdings manchmal zu viel war, aber insgesamt absolut notwendig. Natalie ist in ihrem Tun unglaublich fanatisch und perfektionistisch. Ihr Familienleben eher eine Firma als wirklich liebevolles zu Hause. Sie ist nicht wirklich eine Figur zum gerne haben, aber das muss auch nicht immer sein. Den Plotttwist habe ich echt so nicht kommen sehen. Einfach nur gut. In meine Augen ein absolutes Mustread!

Die Autorin versteht es meisterhaft, mit bissigem, schwarzem Humor zu arbeiten und dabei eine Protagonistin in den Mittelpunkt zu stellen, die alles andere als sympathisch ist und einen trotzdem fesselt. Genau das sorgt dafür, dass man an dem Buch dranbleibt und einem das Lachen immer wieder im Hals stecken bleibt. Gleichzeitig greift die Geschichte Themen auf, die zum Nachdenken anregen. Vor allem die Auflösung hat es in sich. Sie ist überraschend, verstörend und wirkt lange nach, sodass die Geschichte einem auch nach der letzten Seite nicht so schnell aus dem Kopf geht.
Fiebertraum 🔥
"Eine Frau hatte drei Aufgaben. Eine gute Mutter zu sein, eine gute Ehefrau zu sein und das Haus sauber zu halten. Ach, und immer schön lächeln!" Mal was ganz andere, als ich sonst üblich lese. Aber es war richtig gut 5⭐️🔥 Wenn man bei der Protagonistin zwischen Antipathie und Mitleid hängt, aber die eigene Wut der weiblichen Ansicht runterschlucken muss. Ich war schnell in der Story drin und hab es in 3 Tagen Verschlungen. Auch dieses verdrehte christliche Frauenbild war teilweise echt verstörend, aber spannend umgesetzt und hat gut zur Stimmung gepasst. Kein Wohlfühlbuch, aber definitiv eins, das hängen bleibt. Große Empfehlung!
Wow
Ich habe dieses Ebook gewonnen und vorher null von dem Buch gewusst, also völlig blind rein 😅 Und wow... Ich fand es mega gut. Ich kann mir vorstellen, dass es so eine Familie wirklich irgendwo un Amerika geben könnte. Was mir für die Kinder ein wenig Leid tun würde 🙈 Aber ich möchte nicht spoilern, nur so viel, es ist eine zynische, witzige,dunkle Erzählung, einer Mutter, die es nicht leicht hat aber es sich auch sehr schwer macht.
"Ich heiße Natalie Heller Mills und Perfektion ist mein größtes Talent."
Natalie Heller Mills scheint das perfekte Leben zu führen: eine idyllische Farm, eine große Familie und eine riesige Online-Community, die ihr scheinbar makelloses Leben bewundert. In ihren Videos inszeniert sie eine Welt, in der alles harmonisch und unter Kontrolle wirkt. Probleme haben dort keinen Platz. Doch hinter den Kulissen beginnt diese perfekte Fassade zu bröckeln, als Natalie sich mit der Frage konfrontiert sieht, wie ihr Leben wohl ohne all die unsichtbaren Helfer aussehen würde, die ihren Alltag überhaupt erst möglich machen und sie gezwungen ist, ein echtes Leben als Tradwife zuführen. Der Schreibstil ist unglaublich fesselnd, ich bin regelrecht durch die Seiten geflogen. Gleichzeitig erfordern die wechselnden Zeitebenen Aufmerksamkeit, um den Überblick zu behalten. Besonders spannend für mich war Natalie selbst. Sie entpuppt sich als deutlich widersprüchlicher, als ihr Online-Image vermuten lässt. Ihre Kinder werden größtenteils von Nannys betreut, während sie selbst an ihrer öffentlichen Persona arbeitet. Man merkt, wie viel Aufwand es sie kostet, ihre Scheinwelt aufrechtzuerhalten, sowohl vor ihrer Familie als auch vor der Öffentlichkeit. Sie ist durch und durch unsympathisch und dennoch baut man einen Funken Empathie auf, während man ihrem Leben folgt. Das Ende hat mir besonders gut gefallen, da es überraschend spannende, fast schon thrillerartige Elemente enthält. Für jemanden wie mich, der seine Nase eher in Fantasy/Kinder-&Jugendbücher steckt, war das ein wirklich eindrückliches Leseerlebnis.
Ihr Leben ist perfekt, so lange man nicht hinter die Kulissen schaut
Natalie Heller Mills hat alles: eine malerisch renovierte Farm, fünf Kinder, die um ihre Liebe buhlen, und einen Mann, der in Cowboystiefeln immerhin eine gute Figur abgibt. Vom Sauerteig bis zur Kindererziehung, nichts scheint ihr zu misslingen. Kein Wunder also, dass Millionen von Menschen ihr folgen, ihre Videos schauen, ihre Bilder anklicken. Sie gibt ihnen das, was sie wollen: eine heile Welt. Skandale werden unter den Teppich gekehrt, da, wo sie hingehören. Doch eines Tages wacht Natalie auf und sieht sich mit einer unbequemen Frage konfrontiert: Was wäre, wenn sie keine Nannys beschäftigen könnte, es keine helfenden Hände auf der Farm gäbe, kein Produktionsteam? Was wäre, wenn sie auf einmal das Leben führen müsste, das sie immer vorgetäuscht hat?

Eine Hassliebe in Buchform
Natalie ist die personifizierte Perfektion. Sie führt ein Traumleben auf einer abgelegenen Farm als Mutter und Hausfrau, umringt von einer Schar Kinder und einem liebevollen Ehemann, sehr bedacht auf traditionelle und christliche Werte. Zumindest glauben das ihre Millionen von Followern! Täglich dürfen sie Natalie dabei zusehen, wie sie scheinbar mühelos den Haushalt, die Kindererziehung und ihr Dasein als Frau meistert. Doch hinter den Kulissen zeigt sich deutlich eine ganz andere Welt: Natalie und ihr Mann werden durch eine Schar Farmhelfer und Nannies unterstützt, die schön abseits der Kameras bleiben sollen. Die große Geldsumme auf dem Konto schadet hier auch nicht unbedingt. Schnell wird klar, dass die heile Welt nur im Scheinwerferlicht existiert. Und als Natalie plötzlich tatsächlich nur noch mit den Mitteln der Pionierzeit auskommen muss, bröckelt die Fassade ganz schnell... Selten war mir eine Protagonistin so unsymphatisch! Natalie hält sich ab der ersten Seite für unfehlbar und straft alle anderen Frauen mit Verachtung. Nicht selten werden diese in ihrem Kopf aufs übelste beschimpft. Feminismus geradezu verteufelt. Nur ihre art des Glaubens und Lebens wird als der einzig richtige Lebensentwurf gesehen. Erst im Verlauf der Geschichte kann man ihre Entwicklung zumindest nachvollziehen, wenn auch nicht unbedingt gutheißen. Und trotz dieser Abneigung Natalie gegenüber, oder gerade deswegen, entwickelt diese Geschichte eine enorme Sogwirkung ab der ersten Seite! Man wartet ( und hofft auch insgeheim) darauf, dass ihre Welt irgendwann implodiert und ihr um die Ohren fliegt. Ganz unerwartet wurde dieses Buch ganz schnell zu einem Lesehighlight!
📚 Rezension 📚 Caro Claire Burke - Yester Year 🎧 Hörbuch | EBook 📖 464 | ET: 7.04.2026 Vielen Dank @team für das Rezensionsexemplar Ich habe dieses Buch angefangen… und dachte erst: „Was zur Hölle lese ich da eigentlich?“ Am Ende saß ich einfach nur sprachlos da. 😳📚 🖤 Worum geht’s? Perfekte Farm. Perfekte Kinder. Perfekte Ehe. Natalie Heller Mills verkauft auf Social Media den amerikanischen Traum — und Millionen Menschen feiern sie dafür. Aber was passiert, wenn diese perfekte Fassade plötzlich zusammenbricht? 😳 Genau DAS macht dieses Buch so unfassbar spannend. ✨Meine Meinung: Natalie ist keine sympathische Protagonistin. Wirklich nicht. Sie ist nervig, überfordert, arrogant und teilweise kaum auszuhalten. ABER genau deshalb konnte ich nicht aufhören zu lesen. 👀 Denn plötzlich wacht sie im 19. Jahrhundert auf. Keine Nannys. Kein Strom. Keine Hilfe. Keine perfekte Instagram-Welt mehr. Und ab da wurde das Buch einfach SO gut. 😮💨 Die Mischung aus Social-Media-Scheinwelt und dem harten Leben früher war unglaublich atmosphärisch geschrieben. Ich wusste bis fast zum Ende nicht, was hier eigentlich real ist — und genau dieser Aspekt hat mich komplett gefesselt. 💭 Das Buch zeigt perfekt, wie leicht wir Menschen online idealisieren. Wie schnell wir glauben, dass andere „das perfekte Leben“ führen. Und dass hinter schönen Bildern oft viel mehr steckt, als wir sehen. 🖤 Besonders geliebt habe ich: ✨ die realistischen und unperfekten Familienbeziehungen ✨ die Atmosphäre der früheren Zeit ✨ Natalies emotionale Entwicklung ✨ dieses Ende… das mich komplett berührt hat 😭 ✍️ Fazit: Dieses Buch war ungewöhnlich, emotional, spannend und definitiv eines dieser Bücher, über die man danach sofort reden muss.

79/2026 📖
Ich wollte dieses Buch wirklich so gerne mögen, weil das Thema an sich eigentlich wahnsinnig interessant und auch echt wichtig ist, aber die Umsetzung war für mich leider eine absolute Katastrophe. Ich fand es einfach nur sterbenslangweilig und der Schreibstil war für mich persönlich absolut grottig. Dazu kam, dass mir die Charaktere allesamt komplett unsympathisch waren. Mir hat auch total der rote Faden gefehlt und wie sich die Geschichte zum Ende hin entwickelt hat, war für mich einfach nur noch haarsträubend und viel zu wild konstruiert. Das ganze Buch hätte man locker auf 200 Seiten kürzen können, dann wäre es vielleicht sogar etwas interessanter gewesen, aber so war es für mich leider gar nichts.
Faszinierend unangenehm 🎭📖✨
Was für ein Buch…! Auch wenn Nathalie wirklich unsympathisch ist, hatte ich trotzdem wirklich oft Mitleid mit ihr. Sie ist weder das klassische Opfer noch die klassische Täterin. Psychologisch gesehen fand ich ihre Entwicklung irgendwie halt auch nachvollziehbar…?! In diese fremden Gedanke abzutauchen war auf jeden Fall spannend. Ich wusste so gar nicht, wo die Story eigentlich hinführt und in was für einen Fiebertraum ich da gerade hineingezogen werde. Konnte es wirklich nicht aus der Hand legen. Von mir eine ganz klare Empfehlung!

Spannender Beginn, ein Knaller zum Ende
Das Buch hat sehr spannend begonnen, mir hat es die Verlogenheit und Geschäftstüchtigkeit vieler Influencerinnen lebhaft vor Augen geführt. Das Ende beinhaltet einen echten Knalleffekt. Dazwischen hat es leider viele Längen, trotzdem ist die Botschaft angekommen und die Welt der Tradwives hat mich regelrecht das Fürchten gelehrt. Auf jeden Fall super gut geschrieben und deshalb eine Leseempfehlung.
Top
Bücher zum Thema „Tradwives“ finde ich sowieso immer super interessant, aber dieses Buch hat‘s wirklich geschafft das Thema ganz sonderbar zu behandeln. Es war wirklich im ganzen Buch so gut beschrieben, wie diese ganze Tradwife Thematik mehr Schein als Sein ist und das auf ganz verschiedene Arten, vor allem wie beschrieben wurde, wenn man wirklich ohne jegliche Modernisierung lebt. Der Schreibstil war so gut und leicht, dass man wirklich direkt abtauchen konnte, ohne groß in die Geschichte reinfinden zu müssen. Kann das Buch wirklich jedem ans Herz legen, der sich für die Thematik interessiert.
Was habe ich da gerade gelesen? 🫠
Man kann mit Sicherheit sagen, dass ich noch nie ein Buch wie dieses gelesen habe! Es war eine wilde Fahrt im ‚Was zur Hölle passiert hier eigentlich?‘-Express. Ich war die ganze Zeit über total verwirrt, wollte aber unbedingt wissen, was hinter all dem steckt. In der Mitte hat es sich ein wenig gezogen. Aber die letzten 25 % habe ich in einem Rutsch durchgelesen. Es war also fesselnd, aber auch sehr verstörend – ich habe mich mehrmals gefragt, ob das hier vielleicht doch ein Thriller ist? Die Geschichte hat eine düsterere Richtung eingeschlagen, als ich erwartet hatte, und definitiv einige Fragen offengelassen. Eine Analyse zu diesem Buch ist dringend nötig. Insgesamt bleibe ich nach dem Ganzen nicht gerade mit einem guten Gefühl zurück 🙈
Ein Highlight!
Lange hat mich kein Buch mehr so reingezogen, so fasziniert - und zugleich auch so durchgeschüttelt. Gleichzeitig schrecklich und unterhaltsam, wie ein Fiebertraum. Ein wirklich großes Debüt! Ich würde so gerne fünf Sterne geben, aber ganz kann ich über die kleinen Ungereimtheiten und offenen Fragen nicht weggehen. Ein paar Seiten und Antworten mehr hätten definitiv gut getan.
























































