Die Verlorene

Die Verlorene

Hardback
4.6398

By using these links, you support READO. We receive an affiliate commission without any additional costs to you.

Description

Ein vergessener Gutshof, eine verhängnisvolle Liebe, eine junge Frau auf der Suche nach ihren Wurzeln

Laura ist schwanger. Ein Wunschkind. Warum kann sie sich nicht freuen? Als ihre geliebte Großmutter Änne schwer erkrankt, merkt Laura, wie wenig sie über ihre eigene Familiengeschichte weiß. Auf der Suche nach Antworten fährt sie zum ehemaligen Gutshof ihrer Familie und taucht immer tiefer ein in die Vergangenheit. Und plötzlich geht es nicht mehr nur um Fragen nach dem Früher, sondern auch um Lauras eigenes Glück.

Über sieben Jahrzehnte zuvor: Die Dachkammer des Gutshofs ist Ännes ganze Welt. Frei bewegen kann sie sich nur nachts. Bis die Begegnung mit Karl ihr Leben und das ihrer Lieben ins Wanken bringt ...

»Eine berührende Familiengeschichte über mehrere Generationen, die von Frankfurt nach Schlesien führt und immer wieder die Frage aufwirft: Wie viel wissen wir eigentlich wirklich über unsere eigene Familie?« Katharina Mahrenholtz

Der große Familienroman von Bestsellerautorin Miriam Georg (»Elbleuchten«)

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Hardback
Pages
512
Price
24.70 €

Author Description

Miriam Georg, geboren 1987, schrieb sich mit den Hamburg-Dilogien »Elbleuchten«, »Das Tor zur Welt« und »Im Nordwind« an die Spitze der Bestsellerlisten. Für »Die Verlorene« hat sie sich von ihrer eigenen Familiengeschichte und ihrer Ausbildung zur Systemischen Therapeutin inspirieren lassen. Sie hat einen Studienabschluss in Europäischer Literatur und lebt mit ihrer gehörlosen Hündin Rosali in Berlin-Neukölln. Auf Instagram ist sie unter @miriam__georg zu finden.

Posts

106
All
4.5

Liebe, Verrat, Vergebung

In diesem Buch lernen wir einerseits 2019 Laura und ihrer Mutter Ellen kennen. Es wird erzählt wie Ellens Mutter Änne stirbt, welche Probleme es immer zwischen den Beiden gab, aber auch viel Zuneigung. Als bei der Haushaltsauflösung einige Ungereimtheiten auftauchen, beschließt Laura nach Schlesien, der ehemaligen Heimat ihrer Oma, zu reisen und den Dingen auf die Spur zu gehen. Im 2. Erzählstrang sind wir ab 1943 in Schlesien und begleiten Änne und ihre Familie während der letzten Kriegsjahre und den Enteignungen nach 1945. So nach und nach entwirren sich die Geschehnisse und zeigen ein völlig neues Bild von Ellens Mutter. Die Autorin versteht es zu erzählen ohne dabei sofort zu viel zu offenbaren. So nach und nach entwickelt sich die Geschichte, es gibt immer wieder Aha-Momente und die letzten 100 Seiten waren so spannend und es gab so unerwartete Wendungen, dass ich gar nicht mehr aufhören konnte. Eine Familiengeschichte voller Liebe, Verrat und Vergebung. Eine absolute Leseempfehlung von mir.

4.5

Großartig- ein Buch, dass man nicht mehr weglegen möchte

Miriam Georg hat eine beeindruckende Familiengeschichte geschrieben, die von ihrer eigenen inspiriert wird, wie sie im Nachwort schreibt. Wir starten im Jahr 2019 und landen im Leben von Laura und ihrer Mutter Elena. Gerade haben sie vom lebensgefährlichen Sturz Ännes erfahren, der Mutter von Elena. Sie wird aus dem Koma nicht mehr aufwachen. Damit beginnt auch die Erkenntnis, dass Änne zu ihrer Herkunft und dem Leben in Schlesien nicht die ganze Wahrheit gesagt hat. In Ännes Haus finden sich alte Fotos und Dokumente, die mehr Fragen aufwerfen als beantworten. Kurz entschlossen begibt sich Laura auf Recherchereise nach Schlesien und bringt erstaunliche Erkenntnisse zu Tage. Miriam Georg erzählt die Geschichte auf 2 Ebenen. Einmal im Jahr 2019 auf der Suche von Laura und dann parallel in den Jahren 1943 bis 1946 auf einem Gestüt in Schlesien, dem Wohnort von Lauras Vorfahren. Wir lesen von den Gräueltaten im Krieg, spüren den Hunger, erleben die erste Liebe von Luise, Ännes Schwester. Eine Liebe zu einem Kriegsgefangenen, die unter keinem guten Stern steht. Das Buch steckt voller Geheimnisse und Wendungen, die sich im Verlauf der Geschichte aufklären, manches ist auch vorhersehbar - das macht es aber nicht weniger spannend. Das Buch ist leicht und mitreißend erzählt. Ich konnte es nicht weg legen....

Großartig- ein Buch, dass man nicht mehr weglegen möchte
4.5

Ein tolles Buch über Erinnerung, Flucht, Vertreibung und das nicht Ausgesprochene.

Als Änne stirbt, findet ihre Enkelin Laura Bilder und Unterlagen, die nicht zu der Geschichte ihrer Großmutter passen. Laura macht sich suf den Weg nach Polen, ins ehemalige Schlesien auf die Spuren ihrer Familie. Die Reise wirbelt die ganze Geschichte, die sie bis dato kannte, durcheinander. Meine Großeltern samt meiner Mutter und deren Geschwister sind auch aus Schlesien geflüchtet. Über vieles wurde geschwiegen und einem Großteil der Geschichte meiner Familie kenne ich bis heute nicht. Daher kam dieses Buch mir von der ersten Seite an, sehr vertraut vor. Ein Satz meiner Oma ist aber bis heute präsent. Da waren wir die deutschen Drecksschweine und hier die Polacken.

5

Ein Roman auf zwei Zeitebenen-Familiengeschichte, die so überraschend ist. Gutshof in Schlesien während des zweiten Weltkrieges. Zwei Mädchen, Zwillinge ( Änne&Luise) und ihre Familie. In der Gegenwart Laura-(Enkelin von Änne )findet nach deren Tod ,Dokumente und Fotos . Und alles, was Laura und ihre Mutter Ellen glaubten zu wissen, ist in Frage gestellt.

Wunderbar geschrieben, bildhaft mit authentischen Charakteren. Perspektivwechsel lassen die Motive der Protagonisten nachvollziehen und machen das lesen besonders interessant.

4.5

Flüssig, anschaulich und schnell lesbar, mit einem Geheimnis, schön beschriebene Landschaften, Charaktere, die gut beschrieben sind und sich glaubhaft entwickeln. Diese Art Geschichten lese ich sehr gern. Ich mochte das bäuerliche Leben auf dem Pappelhof in Schlesien; besonders gut werden die Arbeiten während und nach dem Krieg geschildert. Spannend, aufregend, schockierend. Und zum Schluss eine Überraschung. Änne stürzt und verliert das Bewusstsein. Ihre Tochter Ellen ruft daraufhin ihre eigene Tochter Laura an, die sich sofort auf den Weg macht. Im Prolog erfährt man bereits, dass ein uralter Name auf einem Zettel eine Rolle spielen wird. Und schon war meine Neugier geweckt, zumal der gute Schreibstil das Hineinfinden in die Familiengeschichte leicht macht. Während sich die Geschichte weiter entfaltet, wird in zwei Zeitebenen, zwischen denen hin und her gesprungen wird, erzählt, dass es Geheimnisse im Leben von Änne gibt über die sie nach Beendigung des Kriegs nie gesprochen hat. Ein mitreißender Roman, der lange im Gedächtnis bleiben wird.

4.5

Als Änne stirbt, erkennen deren Tochter Ellen und Enkelin Laura, dass Änne ihnen vieles verheimlicht hat. Laura reist daraufhin in Ännes frühere Heimat, nach Schlesien. Sie sucht den Hof, auf dem Änne aufgewachsen ist, und hofft, Antworten zu finden. Auf zwei Zeitebenen wird Lauras Suche und Ännes Jugend von 1943-47 erzählt. Das Buch entwickelt sehr schnell einen enormen Sog. Ein bisschen zu viel Drama und Klischees vergebe ich der Autorin gerne, weil ich einfach finde, dass sie eine großartige Erzählerin ist. Es sind am Ende die kleinen, leisen Momente, die nachvollziehbar machen, welche Traumata damals geschehen sind. Mit dem Ende hatte ich mal wieder meine Probleme, aber ich habe mich sehr bemüht, Verständnis zu haben und das Ganze nicht nur als "notwendigen" Twist zu sehen. Auch ich habe Bekannte, deren Eltern aus Schlesien vertrieben wurden - ganz klassisch von einem großen Hof und sie sind nie wieder auch nur für einen Besuch in die Heimat zurück gekehrt. Dafür, wie viele Menschen davon betroffen waren und sind, weiß ich eigentlich viel zu wenig darüber. Ein bisschen mehr weiß ich jetzt durch dieses Buch.

5

Ihr bisher bestes Buch 💞

Mit dem Roman " Die Verlorene" hat Miriam Georg meiner Meinung nach eins Ihrer besten Bücher geschrieben. Geprägt und inspiriert ist das Buch von Ihrer eigenen Familiengeschichte. Es ist ein Roman in dem es um Verlust, Familiengeheimnisse, die Suche nach Zugehörigkeit, Heimatverbundenheit aber auch um Liebe, Verrat und Schuld geht. Ein Buch was man unbedingt gelesen haben muss. Eine klare Leseempfehlung von mir 📚💞

5

Einfach mal wieder WOW ! Dieses Buch hat abermals bestätigt: Miriam Georg ist eine absolut fabelhafte Geschichtenerzählerin 😊 Ich habe von der erste Sekunde an ganz tief im Buch drinne gesteckt und konnte mir alles super bildlich vorstellen - das macht für mich immer viel aus. Super spannend, sehr gut recherchiert und toll erzählt. Auch der Gegenwarts-Teil hat mir extrem gut gefallen - an manchen Stellen war es so spannend, dass es schon fast gruselig war ☺️ Das Ende hat mich dann nochmal so richtig gepackt - vor allem auch in Hinblick auf das Nachwort. Ganz klare Herzensempfehlung ❤️

Einfach mal wieder WOW !

Dieses Buch hat abermals bestätigt: Miriam Georg ist eine absolut fabelhafte Geschichtenerzählerin 😊 
Ich habe von der erste Sekunde an ganz tief im Buch drinne gesteckt und konnte mir alles super bildlich vorstellen - das macht für mich immer viel aus. 

Super spannend, sehr gut recherchiert und toll erzählt. 

Auch der Gegenwarts-Teil hat mir extrem gut gefallen - an manchen Stellen war es so spannend, dass es schon fast gruselig war ☺️

Das Ende hat mich dann nochmal so richtig gepackt - vor allem auch in Hinblick auf das Nachwort. 
Ganz klare Herzensempfehlung ❤️
3.5

„Erinnerung ist keine einfache Wiederholung, sondern eine Form des Überlebens.“

🖤💔Die Verlorene von Miriam Georg ist ein Roman, der mich gleichzeitig berührt und auch ein wenig enttäuscht zurückgelassen hat. 🖤Im Mittelpunkt steht Laura, die nach dem Tod ihrer Großmutter Änne beginnt, Fragen zu stellen. Schon immer hatte sie das Gefühl, dass ihre Großmutter mehr verschweigt, als sie preisgibt. Auf der Suche nach Antworten stößt sie auf die Vergangenheit in Schlesien, die nach dem zweiten Weltkrieg von Flucht, Verlust und schweren Entscheidungen geprägt ist. Dieser Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit hat mir sehr gut gefallen, weil er die Geschichte abwechslungsreich macht und nach und nach ein Bild entsteht, das sowohl Laura als auch die Lesenden überrascht. Besonders die Rückblenden in die Nachkriegszeit waren für mich das Highlight, sie sind intensiv, authentisch und emotional geschrieben. 💔Was Miriam Georg sehr schön gelingt, ist die Verbindung zwischen den Generationen. Man spürt, wie stark die Vergangenheit in das Leben der Nachfahren hineinwirkt und wie wichtig es ist, sich mit diesen Geschichten auseinanderzusetzen. Genau das macht das Buch für mich auch so lesenswert und nachdenklich. 🖤Trotzdem muss ich sagen, dass die Handlung für mich stellenweise sehr konstruiert wirkte und absolut vorhersehbar war. Relativ schnell war mir der Plot klar und unerwartete Wendungen gab es leider dadurch keine. Änne und ihr seltsames Verhalten konnte ich leider überhaupt nicht nachvollziehen. Die Geschichte wie es zu der unerwünschten Schwangerschaft kam, kann ich vielleicht noch irgendwie verstehen, wie sie aber danach mit ihrem Kind umgegangen ist, dass ihre ganze Familie für ihren Fehler büßen musste, entzieht sich leider meinem Verständnis. Fazit: Alles in allem ist "Die Verlorene" ein bewegender Roman über Familiengeheimnisse, starke Frauen und die Macht der Vergangenheit. Er hat mich berührt, auch wenn er für meinen Geschmack nicht durchgehend spannend war. Daher vergebe ich 3,5 Sterne – eine gute Geschichte, die mich zum Nachdenken gebracht hat, aber mich nicht restlos begeistern konnte.

„Erinnerung ist keine einfache Wiederholung, sondern eine Form des Überlebens.“
3

Die Geschichte konnte mich leider nicht begeistern. Einige Charaktere blieben für mich sehr fern und nicht nachvollziehbar. Zudem habe ich auch schon besseres zum Thema generationsübergreifende Traumata gelesen, und irgendwas fehlte mir hier um mich emotional richtig mitzunehmen.

5

Die Vergangenheit unserer Mütter, die Zukunft unserer Töchter Ein großartiger Roman über Vergangenheit, Versöhnung, Versuche die eigene Familie zu verstehen und kennen zu lernen. Warum sind wir so und nicht anders? Gerade von den Orten, wo es schön war, wird berichtet - in vollen Zügen. Die Menschen, denen man dort begegnet ist, werden außen vorgelassen. Familie - ist es wirklich das größte Glück, oder geht auch mal der Glaube verloren!?! Lest selbst diesen einmalig berührenden Roman

4.5

Ein bewegender Roman über Verlust, Schweigen und das Wiederfinden der eigenen Geschichte

Die Verlorene von Miriam Georg war mein erstes Buch der Autorin und es ist ganz sicher nicht mein letztes. Schon nach der Leseprobe war meine Neugier geweckt, und ich habe mich sehr auf das Buch gefreut. Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen und führt uns in das Schlesien des Zweiten Weltkriegs sowie in eine spätere Gegenwart, in der die Vergangenheit langsam ans Licht kommt. Stück für Stück entfaltet sich ein Familiengeheimnis, das über Jahrzehnte verborgen blieb. Nicht etwas aus Gleichgültigkeit, sondern weil viele Menschen aus dieser Zeit gelernt haben zu schweigen. Aus Schmerz, aus Schuld, aus Scham oder Angst oder einfach um weiterleben zu können. Eindringlich waren für mich die Passagen, die im kriegsgezeichneten Schlesien spielen. Miriam Georg schildert hier, wie hart und unmenschlich diese Zeit war. Flucht, Hunger, Verlust, die ständige Angst und das Gefühl, nirgends mehr dazuzugehören. Man spürt, wie die Leben auseinanderbrechen und Menschen gezwungen sind, Entscheidungen zu treffen, die sie für immer prägen. Diese historischen Abschnitte wirken intensiv und authentisch. Der zweite Zeitstrang greift diese Vergangenheit auf und zeigt, wie sehr die damaligen Ereignisse bis in die Gegenwart nachwirken. Die Wahrheit kommt nicht auf einmal ans Licht, sondern bruchstückhaft, wie Erinnerungen eben oft funktionieren. Dieses langsame Enthüllen des Geheimnisses sorgt für Spannung und emotionale Tiefe. Ich konnte mich sehr gut in die Figuren hineinfühlen, habe mit ihnen gehofft, gelitten und gebangt. Der Schreibstil ist ruhig und einfühlsam. Die Autorin nimmt sich Zeit für ihre Figuren und ihre inneren Konflikte, ohne die Geschichte je langatmig wirken zu lassen. Gerade das Zusammenspiel der beiden Zeitebenen macht den Roman für mich so stark, so dass ich immer weiter lesen wollen. Für mich war es ein bewegender, emotionaler Roman über Identität, Herkunft und die Narben, die die Geschichte in Familien hinterlassen kann.

4

Das Buch hat mir sehr gut gefallen aber zu einem Highlight hat es bei mir leider nicht gereicht. Ich werde die Autorin aber auf jeden Fall weiter im Auge behalten.

5

⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ Ohne Zweifel Miriam Georgs bisher bestes Buch!

Dieser Roman ist etwas Besonderes. Er ehrt eine Generation von Menschen, die harte Zeiten überstehen mussten - viel härter, als wir in unserer weichgespülten Gegenwart sie uns vorstellen können. Was die Kriegsgeneration, und besonders die Menschen in Schlesien, durchgemacht haben - dafür gibt es kaum Worte. Miriam Georg findet trotzdem welche. Entstanden ist ein Roman, der - wenn ich mich an ihre ersten Bücher zurückerinnere - viel mehr Tiefgang hat, ein ganzes Stück vielschichtiger ist und Figuren entwirft, die unheimlich lebensnah und greifbar sind. Auch wenn sie bei weitem keine perfekten Held(inn)en sind. Die Rahmenhandlung bildet ein Ereignis im Jahr 2019. Änne, die Mutter von Ellen und Großmutter von Laura, stirbt mit über 90 Jahren, kurz nachdem ihr ein Gemälde zugeschickt wurde. Ein Gemälde, auf dem der Name Luise vermerkt ist. Ellen ist außer sich, denn gefühlt passt nichts zusammen. Vieles aus ihrem „ersten Leben“ in Schlesien hat Änne für sich behalten, nur Bruchstücke konnte Ellen erahnen. Doch Enkelin Laura begibt sich kurzerhand auf Spurensuche und fährt nach Schlesien, um den „Pappelhof“ zu suchen - das Gut, auf dem die Familie seit vielen Generationen lebte. Und nicht ahnend, dass damit die gesamte Familiengeschichte auf den Kopf gestellt werden wird. Die Grundidee des Romans ist also nicht neu - Familiengeheimnisse aus der Zeit des zweiten Weltkriegs, ein Familienmitglied, das Antworten finden will und eine Erzählung auf zwei Zeitebenen - grundsätzlich ein typischer Aufbau für einen Familienroman. Der große Pluspunkt dieses Buches ist aber aus meiner Sicht, WIE Miriam Georg diese Geschichte erzählt und ihre Figuren strickt, denn das hebt sich aus meiner Sicht deutlich aus der Masse solcher Romane heraus und steht für meine Begriffe ebenbürtig neben Autorinnen wie beispielsweise Susanne Abel, deren „Stay away from Gretchen“ zu Recht ein riesiger Erfolg war. Vielleicht liegt es daran, dass Miriam Georg hier (auch) Teile ihrer eigenen Familiengeschichte bzw. Erlebnisse ihrer Vorfahren einfließen lässt. Die Figuren sind erkennbar mit Liebe geformt und haben trotzdem alle ihre Ecken und Kanten. Niemand ist eindimensional nur gut oder nur böse. Sie alle treffen gute und schlechte Entscheidungen - der/die eine mehr, der/die andere weniger. Insbesondere die Hauptfiguren, die Schwestern Änne und Luise, sind absolut gelungen. Und obwohl ich eine doch ein wenig lieber mochte als die andere, konnte ich immer irgendwie auch verstehen, was die andere in ihren Handlungen antrieb. Letztendlich fühlte sich insbesondere der historische Erzählstrang absolut echt an und deckte sich auch an vielen Stellen mit Erzählungen meiner eigenen Großeltern über die Zeit des zweiten Weltkriegs. Es gab allerdings auch ein, zwei Wendungen, die mir ein wenig „too much“ erschienen, insbesondere am Ende, bei der Auflösung der (doch sehr komplexen) Familienstrukturen. Ich möchte das jetzt nicht explizit benennen, um nicht zu spoilern. Das Interessante ist aber: wenn ich im Nachgang darüber nachdenke und das Buch gedanklich für mich „einordne“, stört mich das nicht. Der Gesamteindruck des Buches ist einfach so kraft- und gehaltvoll, dass ich gar nicht anders kann als 5 Sterne zu vergeben. Dieser Roman ist sehr berührend, aber auch aufwühlend und zum Teil verstörend. Dennoch bleibt er dabei immer respektvoll gegenüber den Menschen, die in dieser Zeit Entscheidungen treffen mussten - auch wenn diese vielleicht anderen Menschen Leid zufügten. Ohne Zweifel Miriam Georgs bisher bestes Buch!

⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ 
Ohne Zweifel Miriam Georgs bisher bestes Buch!
4

Hörbuch. Es geht um eine Familiengeschichte auf zwei Zeitebenen (heute und 1943 in Schlesien).

4.5

Über Generationen hinweg – eine schön geschriebene, berührende Geschicht

Ich hab es als Hörbuch gehört und fand den Einstieg zunächst etwas schwer, da ich anfangs nicht sofort verstanden habe, worum es genau geht und wie die Figuren zueinanderstehen. Mit der Zeit fügt sich jedoch alles zu einem stimmigen Puzzle zusammen, sodass man die Zusammenhänge erkennt und sich gut in die Charaktere hineinversetzen kann. Besonders beeindruckt hat mich die Detailgenauigkeit und die schöne, bildhafte Sprache der Autorin. Die Geschichte entfaltet sich langsam, aber intensiv, und sobald man einmal hineingefunden hat, packt sie einen emotional sehr stark. Das Buch behandelt Themen rund um Kriegs- und Nachkriegszeit und erzählt eine zutiefst emotionale, familiäre Geschichte. Viele Szenen bleiben lange im Kopf und laden dazu ein, auch nach dem Lesen noch darüber nachzudenken.

5

🔹️ Änne und Luise 🔹️

🔸️ Meine Meinung 🔸️ Ich muss gestehen, das mich diese Geschichte von Miriam Georg restlos begeistert hat und sie noch lange in mir nachklingen wird. Sehr gut gelungen sind wie immer die Einführungen der verschiedenen Charaktere in unterschiedlichen Zeitsträngen. Der Plot spielt in den 1940er Jahren (in Schlesien) und 2019 (in Frankfurt). Wie es meistens so ist, haben mir die Kapitel aus dem "Damals" etwas besser gefallen, aber das liegt wahrscheinlich daran, weil man den einzelnen Personen näher kommt und viel mehr passiert, was innerhalb des Pappelhofs geschieht. Ich habe eigentlich alle Gefühle durchlebt beim Lesen, die es gibt. Wut, Trauer, Liebe, Hass, Neid und Verständnis bei ausweglosen Situationen. Auch die enge Beziehung der Schwestern war gut dargestellt, man konnte ahnen was sie füreinander empfinden, aber auch später dann, wie sie sich entfernen und jede ihre eigene Lebenserfahrung machen muss. Der Schreibstil ist sehr bildlich und intensiv was die Gedanken und die Gefühle der Personen betrifft. Das habe ich auch genauso schon in den anderen Büchern von Miriam Georg erlebt, sie reißt mich immer vollends mit.

5

Die 93jährige Änne ist schwer krank. Gern erzählt sie ihrer Tochter und Enkelin von den Sommern in Schlesien. Über die Menschen, die sie dort begleitet haben, spricht sie nicht. Ihr Enkelin Laura hat eine enge Beziehung zu ihr und möchte gern mehr wissen. Die Tochter Ellen hat eine eher distanzierte Verbindung zu ihrer Mutter Änne. Um mehr über die ältere Dame zu erfahren macht sich Laura auf die Suche nach dem alten Gutshof in Schlesien. Dort begegnet sie Menschen, mit denen sie nicht gerechnet hat und findet Antworten, die sie so nicht erwartet hat. Der Roman hat mich zutiefst berührt. Die Geschichte ist richtig gut. Sie hat mich sehr schnell in ihren Bann gezogen. In zwei Zeitebenen wird uns hier erzählt. In der Gegenwart die Enkelin, die auf der Suche nach Antworten ist und parallel dazu die Vergangenheit. Da wird uns die ganze Geschichte mitten im 2. Weltkrieg offenbart. Zutiefst berührt hat mich dieser Roman. Hat mich mitgenommen in eine andere Welt. Eine Welt, in der nichts sicher ist, man in ständiger Angst leben muss. Niemandem kann man vertrauen, Angriffe direkt vor der Haustür, plündern, Soldaten unterschiedlicher Herkunft im Haus. Für uns in der heutigen Zeit kaum vorstellbar. Der Roman kommt ohne Kitsch aus, beschränkt sich aufs wesentliche, ganz klare Sprache, wunderschöne Landschaftsbeschreibungen und authentische Protagonisten. Ein Buch, dass im Kopf bleibt. Eine ganz große Empfehlung von mir.

4

Ein berührender und spannender Familienroman über drei Frauengenerationen, ihre Geheimnisse und die bewegte Geschichte Schlesiens.

Ich war sehr gespannt auf das Buch, weil mich der Inhalt sofort angesprochen hat. Ich habe schon mehrere Romane von Miriam Georg gelesen und mag ihren Schreibstil sehr. Auch in diesem Buch schreibt sie wieder schön, leicht und bildhaft. Man kommt schnell in die Geschichte rein. Auch das Buchcover ist auffällig und besonders – es hebt sich von vielen anderen ab. Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt. Das gefällt mir sehr, denn so wird nach und nach die Vergangenheit klarer. Besonders spannend war für mich, wie langsam die Geheimnisse ans Licht kommen. Es geht um mehrere Generationen von Frauen – Großmutter, Mutter und Enkelin – und ihre Schicksale, die miteinander verbunden sind. Die Protagonistinnen sind sehr lebendig und feinfühlig dargestellt. Laura, die in der Gegenwart auf Spurensuche geht, wirkt sehr nahbar – ihre Fragen, Zweifel und das Bedürfnis nach Wahrheit machen sie sehr menschlich. Auch ihre Mutter und besonders die Großmutter Änne sind starke Figuren mit Tiefe. Man spürt ihre inneren Kämpfe, ihre Verletzlichkeit und ihre Stärke. Ich konnte beim Lesen richtig mitfühlen – vor allem, wenn es um schwierige Entscheidungen, Schuldgefühle oder das Schweigen innerhalb der Familie ging. Sehr interessant fand ich auch die Einblicke in das frühere Leben auf dem Bauernhof. Die harte Arbeit, die Abhängigkeit vom Wetter, die familiären Pflichten – all das wird sehr authentisch beschrieben und zeigt, wie entbehrungsreich und gleichzeitig bedeutungsvoll das Landleben damals war. In der Vergangenheit passieren auch grausame Dinge, die einen als Leser bewegen und betroffen machen. Man erfährt außerdem viel über die Geschichte Schlesiens und die Zeit des Zweiten Weltkriegs . Mich hat das Buch berührt und gut unterhalten. Es war spannend und gefühlvoll. Ich freue mich schon sehr auf das nächste Buch von Miriam Georg!

5

EMPFEHLUNG Die Verlorene von Miriam Georg Ich durfte dieses Buch im Zuge einer Leserunde bereits vorab lesen und es war mein erstes Buch der Autorin. Ich hatte das Buch bereits auf meiner Wunschliste und wollte es unbedingt lesen und hab mich sehr gefreut, als ich die Gewinnbenachrichtigung bekam. Es geht um eine unglaubliche Familiengeschichte, wo nichts so ist, wie es scheint. Der Schreibstil ist wunderschön und lebendig und ich mochte auch das Setting sehr, obwohl das Buch aus zwei Zeitebenen geschrieben wurde und eine davon, die Vergangenheit im 2. Weltkrieg spielt. Die Stimmung der Geschichte ist zunehmend düster und sehr bedrückend, gleichzeitig ist es super spannend und interessant zu Lesen und ich habe beim Lesen wirklich die volle Breitseite an Emotionen durchlebt. Wut, Trauer, Entsetzen, Hoffnung, Schock und das teilweise alles gleichzeitig. Es geht um Änne und ihre Familie und um Ellen und Laura, Mutter & Tochter. Änne ist ein sehr spezieller Charakter und sie hat mich die meiste Zeit einfach nur fassungslos gemacht mit ihrem Verhalten. Ich finde die Geschichte unglaublich berührend und authentisch, ich kann es noch gar nicht so richtig in Worte fassen, was ich für dieses Buch und diese Geschichte empfinde. Am Anfang war ich etwas skeptisch, weil es mich sehr stark bedrückt hat, aber relativ schnell hat die Geschichte so einen Sog auf mich gewirkt, dass ich das Buch am liebsten inhaliert hätte. Ein Buch über starke Frauen, Familiengeheimnisse, das Leben im Krieg und einfach nur eine absolute Leseempfehlung! Ich fand es absolut grandios und vorallem erinnert diese Geschichte daran: unsere Großeltern sind nicht nur Großeltern, sondern sie haben alle ein eigenständiges Leben vor uns geführt. Wir sehen nur einen Teil davon und wie gerne würde ich jetzt mit meinen über ihre Vergangenheit reden. Leider ist mir das nicht mehr möglich. Ich glaube diese Geschichte wird mich noch sehr lange beschäftigen. Absolutes Must Read!

Post image
5

Geschichte hautnah

Fesselnde Spurensuche und Familiengeschichte, die Geschichte greifbar macht. Man merkt, dass Miriam Georg viel recherchiert hat, en passant erfährt man viel zum Krieg, Vertreibung und dem Leben der Menschen im Krieg. Dazu starke Frauenfiguren und eine Liebesgeschichte. Großes Highlight!

5

Ein Roman, mit einer Tiefe, die zutiefst berührt und die noch lange nachhallt...

Dieser Roman ist anders, als die vorigen Bücher der Autorin. Es ist ihr persönlichster Roman, in der sie zum Teil ihre eigene Familiengeschichte mit fiktiven Charakteren in das damalige Zeitgeschehen miteinander verwebt- und herausgekommen ist ein Roman, der mich so gekonnt gefesselt unterhalten hat, dass ich auch noch tagelang später, meine Probleme habe, mich von diesem wunderbaren Roman zu trennen. Das liegt zum einen an dem wunderbaren und emotionsgeladenen Schreibstil der Autorin, als auch an ihrer großen Gabe, den Leser sofort mitzunehmen auf eine Reise, die einem nicht mehr so leicht loslässt und die haften bleibt. Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen und vereint die Jahre 2019 und die Jahre 1943 miteinander. Gekonnt zieht sie den Leser mit in eine Geschichte rein, die nicht spannender und unterhaltsamer aufgebaut hätte sein können. Wie gebannt war ich völlig versunken in einer anderen Welt und das Geschehen um mich herum war völlig ausgeblendet. Die Autorin behandelt in dem Buch so viele Themen, die nach und nach einem wahnsinnigen Sog entfalten, da geht es um den irrsinnigen und unnötigen Krieg mit all seinen Facetten, aber auch um Zusammenhalt, Verluste, Angst vor Veränderungen, aber auch um Hoffnung und wie stark unsere Gegenwart- doch auch auf die Vergangenheit aufgebaut ist. Ich habe so mit den Charakteren mitgelitten und habe sämtlichen Facetten an Emotionen durchlebt. Ein wahnsinnig starke Geschichte für die man nur den Hut ziehen kann! Zusätzlich fühlte ich diesen Roman so sehr, denn auch meine bereits verstorbenen Großeltern kamen aus Schlesien und besonders meine Großmutter hat nie, über diese Zeit gesprochen. Auch sie wurden vertrieben und sie sind nie wieder dorthin zurückkehrt. Zu schmerzhaft waren die Erinnerungen an das Geschehen. . Heute bedauere ich das sehr, dass ich damals nicht gezielter nachgefragt habe, aber ich war noch zu jung, um damals die Tragweite, der Vergangenheit verstehen zu können. Umso mehr fühlte ich mich durch das Lesen diesen wundervollen Romans, so sehr mit meinen Großeltern verbunden, sowie mit allen Protagonisten. Fazit: 5 Sterne für einen Roman, der eigentlich einen absoluten Sternschnuppenregen verdient hätte

Ein Roman, mit einer Tiefe, die zutiefst berührt und die noch lange nachhallt...
5

Eine Spurensuche

Lauras Großmutter Änne stirbt und hinterlässt viele Fragezeichen: Warum hat sie nie gesagt, dass ihre Anfälle nicht wirklich epileptische sind? Was hat es mit den Briefen und Fotos auf sich, die Laura in der Wohnung findet oder mit dem Porzellanpferd, in dem etwas versteckt ist? Weil alles irgendwie mit der Flucht aus Schlesien zusammenhängt, begibt sich Laura auf Spurensuche und fährt in die Heimat ihrer Großmutter. Auf zwei Zeitebenen wird zum einen Lauras Spurensuche erzählt sowie die Geschichte von Änne und ihrer Familie in Schlesien am Ende des 2. Weltkriegs. Das Buch ist bis zum Schluss sehr spannend, weil die Geheimnisse erst nach und nach aufgelöst werden und immer neue Fragen hinzukommen. Gleichzeitig wird alles sehr feinfühlig und berührend dargestellt und die Familie facettenreich geschildert, wobei man auch in menschliche Abgründen blickt. Bewegend ist ebenfalls die Schilderung des Ende des Kriegs in Schlesien. Ich hätte mir vielleicht noch ein bisschen mehr Fokus aus Lauras Spurensuche gewünscht, sie kommt dann am Ende doch ziemlich einfach zu einer Auslösung. Insgesamt ist das Buch für mich jedoch ein absolutes Lesehighlight.

4.5

Der Pappelhof

So berührend, emotional und tiefgreifend! Lauras Oma Änne verstirbt unerwartet und plötzlich wiegen die unbeantworteten Fragen nach der Vergangenheit mehr als zuvor. Auf der Suche nach Antworten entdecken Laura und ihre Mutter Ellen Wahrheiten, mit denen niemand gerechnet hat. Das Buch ist in zwei Zeitebenen geschrieben. Wir haben 2019, in der wir den beiden auf deren Recherchereise folgen und wir haben die Jahre ab 1943, in denen wir Änne in ihrer Kindheit/Jugend begleiten. Am Anfang des Buches fehle mir noch ein wenig die Sogwirkung. Der wunderbare Schreibstil von Miriam Georg hat es mir aber leicht gemacht, diese „langsame Phase“ zu überstehen und auch diese zu genießen. Dann wurde es immer und immer spannender. Ich habe gar nicht mehr aufhören können zu lesen, immer wieder geweint und mit den Protagonisten mitgefühlt. Es war eine emotionale Achterbahnfahrt und ich habe sie sehr genossen!

Der Pappelhof
5

Ein kleines Meisterwerk!

Ich habe bereits die anderen Werke von Miriam Georg gelesen und sie hat mit ihrem Schreibstil mein Herz berührt. Die Verlorene ist jedoch, für mich, ein kleines Meisterwerk! Miriam Georg ist für mich eine begabte und herausragende Schriftstellerin und hat mit diesem Werk mein Herz zum weinen gebracht... Die Landschaften, Persönlichkeiten und Momente sind so wundervoll bildhaft beschrieben. Es mag vielleicht an der einen oder anderen Stelle vorhersehbar sein, aber das mindert in keinster Weise die Qualität der Geschichte. Man muss es einfach gelesen haben!

5

Rezension: Die Verlorene "Eine tief bewegende Familiengeschichte über Liebe, Verlust und die Suche nach Zugehörigkeit" "Die Verlorene" ist ein aufwühlender Roman, der tief unter die Haut geht. Mit großer emotionaler Kraft erzählt er die Geschichte zweier bemerkenswerter Frauen – Änne und Luise , Zwillinge – deren Leben durch Liebe, Verrat und Schuld untrennbar miteinander verwoben sind. Der Roman zeichnet ein eindringliches Bild familiärer Bindungen über Generationen hinweg, getragen von Themen wie Heimatverbundenheit, Einsamkeit und der schmerzhaften Erfahrung des Verlusts. Die Autorin schafft es, diese komplexen Gefühle in einer Sprache zu vermitteln, die zugleich poetisch und eindringlich ist. Änne und Luise sind zwei wundervoll gezeichnete Protagonistinnen, die auf sehr unterschiedliche Weise mit den Wunden ihrer Vergangenheit ringen. Ihre Geschichten laufen wie zwei Flüsse nebeneinander her – manchmal getrennt, manchmal ineinanderfließend – und entfalten eine emotionale Tiefe, die lange nachhallt. Es geht in diesem Buch nicht nur um die persönliche Tragik einzelner Figuren, sondern auch um größere Fragen: Wie prägen unausgesprochene Wahrheiten ganze Familien? Was bedeutet es, sich selbst zu verlieren – oder zu finden – in der Geschichte der eigenen Herkunft? "Die Verlorene" ist keine leichte Lektüre, aber eine, die sich lohnt. Ein Roman, der berührt, erschüttert und zum Nachdenken anregt – über das, was uns verbindet, was uns trennt, und was bleibt, wenn alles andere verloren scheint.

4

Wichtiges Thema der Vergangenheit fesselnd verpackt, allerdings sind nicht alle Wendungen gleichermaßen nachvollziehbar.

5

Ein fesselnder Roman

Lauras Großmutter hat nie über ihre Familie aus Schlesien gesprochen. Als sie schwer erkrankt, bleiben Lauras Fragen unbeantwortet. Auf der Suche nach der Vergangenheit reist sie zum ehemaligen Familiengut nach Schlesien und erfährt dort Erschütterndes über ihre Vorfahren. Wieder konnte mich Miriam Georg mit ihrem Roman begeistern. Der fesselnde Schreibstil und die Erzählung auf zwei Zeitebenen haben mich mitgerissen. Laura sucht Antworten und fragt sich, warum ihre Großmutter so schweigsam über die Vergangenheit war. Die Rückblicke zeigen das harte Leben im Krieg und eine dramatische, bewegende Geschichte. Es geht um den Überlebenskampf, Angst vor den Russen und Polen, erschreckende Ereignisse aber auch um Liebe und Familie. Die Entwicklungen sind dramatisch sowie überraschend. Ich habe den Roman verschlungen, doch ich hätte gerne zum Ende hin mehr über die Flucht erfahren. Ob Vergangenheit oder Gegenwart, die Autorin hat mich von Anfang bis Ende mit ihrem Buch in den Bann gezogen und zum Nachdenken angeregt. Ein Roman über Liebe, Eifersucht, menschliche Beziehungen, Heimatverlust, Kriegsgefangene und die Bewältigung von Traumata. Sehr gerne empfehle ich den Roman weiter.

Ein fesselnder Roman
4.5

mal wieder ein Buch, dass auf zwei Zeitebenen spielt- damit kriegt man mich ja immer. Wir begleiten also einmal Laura, die 2019 nach dem Tod ihrer Großmutter entdeckt, dass diese eine Frau mit Geheimnissen war und die Schwestern Luise und Änne, die 1941 in Schlesien auf dem Pappelhof leben. Mich hat das Buch direkt gecatcht, ich bin in insgesamt 3 Tagen durch die Seiten geflogen und auch, wenn ich schon ganz am Anfang eine Ahnung hatte, worauf alles hinauslaufen wird, ist mir ganz besonders doll aufgefallen, wieviel ich bei Die Verlorene gefühlt habe. Ich konnte so viele verschiedene Facetten des Fühlens durchleben, war teilweise verblüfft, wie ich mich in jede der Frauen hineinversetzen konnte und wie tief man dadurch in die Geschehnisse gezogen wurde. Am Ende schreibt die Autorin, dass es ihr bisher persönlichstes Buch war- und ich finde, dass hat man auch gemerkt. Hier steckte besonders viel Herz und eine ganz besondere Tiefe drin. Von mir also ne klare Leseempfehlung. Den halben Stern Abzug gibt es, weil mir der Plot dann etwas zu…..gewollt war. Oder auch zu dramatisch? Vielleicht auch zu plottig. Ich weiß es nicht.

4

Ein Pageturner. Schnell und flüssig zu lesen. Spannend, vielleicht in manchen Momenten vorhersehbar, was der Spannung aber keinen Abbruch getan hat. Ein - teilweise - erschütternder Blick in die Geschichte.

5

Es wirkt sehr authentisch

🌹🌹🌹🌹🌹🌹🌹🌹🌹🌹🌹🌹🌹🌹🌹🌹🌹 Rezension zu "Die Verlorene" von Miriam Georg Es wirkt sehr authentisch ❤️❤️❤️❤️❤️ Lauras Großmutter Annie geht es nicht besonders gut. Sie erhält in der Gegenwart ihrer Mutter einen Anruf, das sie unverhofft in ein Krankenhaus gekommen ist. Sie bittet Laura darum, das sie sie dort besucht. In Frankfurt setzt sie sich in ein Taxi und fährt zu ihr hin. Weil sie sich dabei auch wirklich Sorgen in der Richtung macht. Wie geht es ihrer Großmutter? Auf mich wirkt es wie ein angenehmer und ruhiger Roman, den man sehr genießen kann. Dabei spiegelt er auch dabei das wirkliche Leben wieder. Denn, ganz wichtig ist, das man die eigene Großmutter in Ehren halten sollte, solange sie lebt. Es ist wirklich auf jeden Fall ein Roman, der einen wachrüttelt.😄 Und bei dem man dabei auch mit vollem und sinnlichen Herzen wirklich dabei ist. Mich hat er dabei auch teilweise zu Tränen gerührt und ich kann ihn jedem von Euch wirklich sehr ans Herz legen. Sehr lobenswert finde ich darin meinen Vornamen. Ob das wohl Zufall ist??? Es ehrt mich auf jeden Fall sehr. Danke dafür. Wenn ihr individuell Zeit habt, dann Lest es bitte. Es ist ein sehr zeitgenösischer Roman, der mich dabei auch wirklich sehr tief bewegt und gerührt hat. 🌹🌹🌹🌹🌹🌹🌹🌹🌹🌹🌹🌹🌹🌹🌹🌹🌹

3

Ich liebe die Bücher von Miriam Georg und habe mich auf das neuste Buch von ihr auch wirklich sehr gefreut. Miriam hat ein Talent für historische Romane und so schafft sie es die Protagonisten zu den jeweiligen Jahrzehnten super zu zeichnen. Wir bekommen die Geschichte aus der Gegenwart aus Sicht von Laura erzählt und aus der Vergangenheit, wie es Änne im Krieg ergangen ist. Laura begibt sich auf die Suche nach der Vergangenheit der Familie und ich muss sagen, mir hat das gegenwärtige nicht ganz so gut gefallen, auch wenn es authentisch war. Ich empfand einige Längen in der Story, bis sie überhaupt Fahrt aufgenommen hat, was mich hier schon zu Beginn leider ein wenig gestört hat. Leider haben sich immer mehr Störgefühle eingeschlichen, da das Glück doch dauerhaft im Buch auf der Seite der Familie war. Egal ob im Krieg oder auf den Spuren der Vergangenheit. Mir ist hier alles zu glatt gelaufen, was dadurch konstruiert für mich wirkte. Dazukommend habe ich recht schnell hinter die Kulissen schauen können und empfand die Geschichte für mich sehr vorhersehbar. Leider hab es noch einige andere Dinge, die mir dieses Mal nicht gefallen haben, weswegen ich nicht so viel Spaß hatte Laura auf ihrer Suche nach der Vergangenheit zu begleiten. Für mich bleibt die Dilogie von Elbleuchten weiterhin unangefochten auf Platz 1, hiermit konnte man mich leider nicht begeistern. Wer auf historische Romane und Familiengeheimnisse steht, der soll sich natürlich selbst ein Bild machen und gerne der Geschichte widmen. Meine war es dieses Mal nicht ☺️

Post image
5

Von Verlust und der Suche nach Zugehörigkeit Miriam Georg hat einen unheimlich fesselnden und tiefgründigen Roman vorgelegt. Er ist ein wenig anders als ihre bisherigen Werke, so spielt er auf zwei Zeitebenen (kurz vor Ende des 2. Weltkrieges und 2019) und er geht mit seinen Emotionen so tief beim Lesen, ich musste oft schlucken und es berührte mich so stark. Es hat mich sehr nachdenklich zurückgelassen, gerne würde ich heute auch mehr aus meiner eigenen Familiengeschichte wissen, nur leider geht dieses ebenfalls nicht mehr. Daher fühle ich mich Miriam Georg, die einiges über ihre eigenen Gedanken im Nachwort mit dem Leser zu ihrer eigenen Familiengeschichte und ihre Recherchen teilt, sehr verbunden. Grundlage bzw. Inspirationen zu dem Roman bildete nämlich ein Teil ihrer eigenen Familiengeschichte. Mit dem Tode der 93jährigen Änne und dem Sichten ihres Nachlasses wir der Drang für ihre junge Enkelin Laura übermächtig mehr über die eigene Familiengeschichte in Erfahrung zu bringen. Änne hat kurz vor ihrem Tod ein selbst gemaltes Bild aus Schlesien erhalten, auf dem sie abgebildet ist. Auch findet Laura und ihre Mutter Ellen im Nachlass eine halbe Fotografie aus Änne‘s Kindheit, die ihr sehr ähnlich sieht, jedoch auf der Rückseite steht der Name „Luise“. Diesen Namen kennen beide aber nicht. Laura macht sich schließlich auf den Weg nach Schlesien zu dem alten Pappelhof, auf dem Änne als Kind lebte. Ellen folgt ihr und zusammen versuchen sie die Zusammenhänge der Familiengeschichte um Änne zu ergründen. Dieses gestaltet sich schwierig, denn auf dem Pappelhof wohnt kein Verwandter mehr, aber die beiden erhalten dennoch dort die Gelegenheit dem Familiengeheimnis auf die Spur zu kommen. Gleichzeitig wird in Rückblenden die Familiengeschichte vor dem Leser ausgerollt, dieses so spannend aus der Sicht der unterschiedlichen Beteiligten, in einer ruhigen, klaren Sprache, aber die so tiefgehend Emotionen hervorrufen kann, dass ich gebannt diese Geschichte gelesen habe. Natürlich dachte ich häufig, ich kann die Zusammenhänge erkennen, aber als ich das Buch am Ende geschlossen habe, konnte ich sagen, ich wusste bisweilen nicht sehr viel. Dazu hat Miriam Georg mich als Leser so gut immer tiefer in diese Familiengeschichte mitgenommen, in der also nicht viel so war, wie es bisweilen jeweils schien. Eine grandiose Geschichte, die mich absolut begeistert zurücklässt, auch wenn es ernste und sehr emotionale Themen beinhaltete. Für Leser, die historische Romane auf zwei Zeitebenen mögen und nicht scheuen, ernste und sehr emotionale Blicke in die Vergangenheit zu werfen. Für mich ein Jahreshighlight.

4

Eine berührende und bewegende Familien Geschichte, die ich gern empfehle.

5

Hier passt alles

Wow – was für ein Buch! Geschichtlich sehr interessant, spannend bis zum Ende, völlig unvorhersehbar, eine berührende Familiengeschichte – und dabei wunderbar geschrieben. Hier passt einfach alles! Laura hatte ein inniges Verhältnis zu ihrer Großmutter. Als diese in ihrem Haus einen Unfall erleidet, entdeckt Laura einen Karton mit Briefen und Gegenständen aus der Vergangenheit, die viele Fragen aufwerfen. Leider verstirbt ihre Großmutter kurz darauf – ohne ihr noch etwas erzählen zu können. Lauras eigene Schwangerschaft weckt in ihr den Wunsch, mehr über ihre Wurzeln zu erfahren. So reist sie nach Schlesien, der Heimat, aus der ihre Oma einst vertrieben wurde, in der Hoffnung, Antworten zu finden … In Rückblenden entfaltet sich eine vielschichtige Familiengeschichte. Miriam George hat viele Erlebnisse aus ihrer eigenen Familiengeschichte in diesen Roman einfließen lassen. Es gelingt ihr auf eindrucksvolle Weise, die Situation und Stimmung des Jahres 1944 – dem Ende des Krieges – lebendig und authentisch einzufangen. Wie haben die Menschen damals gelebt? Was haben sie durchgemacht? Welchen Ängsten waren sie ausgesetzt? All diese Fragen werden feinfühlig und bewegend beantwortet. Die Familiengeschichte ist unglaublich spannend – man fliegt förmlich durch die Seiten und kann das Buch, vor allem zum Ende hin, kaum noch aus der Hand legen. Besonders beeindruckend ist, wie die Autorin es schafft, schreckliche Ereignisse anzusprechen, ohne ins Detail zu gehen. So wird beispielsweise eine Vergewaltigung nicht explizit beschrieben, sondern nur deren Nachwirkungen thematisiert – was ich als sehr angenehm und respektvoll empfunden habe. Der Roman ist berührend, aber nie kitschig. Hier stimmt einfach alles! Ich spreche eine große Leseempfehlung für dieses hervorragende Buch aus.

5

Mitreißende Familiengeschichte!

. Suchst du nach einem Roman, der dich als Leser einfach alles fühlen lässt? Freundschaft, Zuneigung, Liebe, Hass, Neid und Verständnis? Nach einem Roman, der von einer tragischen Familiengeschichte erzählt? Dann solltest du „Die Verlorene“ unbedingt lesen! Dieser Ausflug nach Schlesien war eine sehr emotionale Reise, die für mich wegen meiner Herkunft einen ganz besonderes Erlebnis war. 5/5 ⭐️ . Aber worum geht es genau… Als Lauras Großmutter Änne schwer erkrankt und es schon zu spät ist, Fragen über Ännes Vergangenheit und Familie zu stellen macht sich Laura kurzerhand auf den Weg nach Polen zum ehemaligen Gutshof der Familie. Bei der Suche nach Antworten auf ihre Fragen taucht Laura in die tragische Familiengeschichte ihrer Großmutter ein. . In „Die Verlorene“ begleiten wir die Schwestern Änne und Luise, sowie Ännes Tochter und ihre Tochter Laura durch die Vergangenheit und Gegenwart. Georgs generationsübergreifender Roman entführt uns nach Schlesien in die 1940er Jahre und nach Frankfurt 2019. (Schaut euch auch unbedingt Bilder von Schlesien in den 1940er Jahren an ;)) Die Geschichte der Schwestern war eine emotionale Achterbahn, die mich durch Georgs Schreibstil zum Mitglied der Familie werden lies. Die Protagonistinnen sind nicht unfehlbar und genau deswegen so liebenswert und realistisch. Die Geschichte um den Pappelhof hätte genauso passiert sein können… mit ihren guten, aber auch tragischen Elementen. Die Freude und Verzweiflung der Figuren ist förmlich spürbar. Durch die bildhafte Sprache wird die passende Umgebung dazu sichtbar. Zwar steht die Lebensgeschichte der Schwestern im Mittelpunkt des Gesehenes, jedoch wird das Grauen des zweiten Weltkriegs und seine Folgen für Mensch und Natur deutlich greifbar gemacht. Ich wurde mitgerissen, habe mitgefiebert und spreche deshalb eine große Leseempfehlung für „Die Verlorene“ von Miriam Georg aus! 🫶

Mitreißende Familiengeschichte!
5

GROSSARTIG! Ganz, ganz großes Kino! Mit eins der Highlights dieses Jahres! Von der ersten bis zur letzten Zeile! Ich bin wirklich geflasht!

4.5

Ein wunderbarer Roman, den ich nicht aus der Hand legen konnte. Er spielt auf zwei Ebenen: die Zeit in Schlesien in den letzten zwei Jahren des Krieges und 2018 /2019 in der Neuzeit. Der Stil ist einfach, ohne die Lust zu nehmen, immer weiter und weiterlesen zu wollen. Insgesamt haben mir die Kapitel über die Darstellung in Schlesien besser gefallen, sie sind warmherziger gestaltet. Es ist eine unglaubliche Geschichte mit Auswirkungen auf die nachfolgenden Generationen Ich frage mich immer noch, ob diese Geschichte tatsächlich so passiert sein könnte. Am Ende des Romans habe ich das erste Kapitel tatsächlich noch einmal gelesen, und plötzlich fügten sich die Geschehnisse richtig aneinander. Es gibt ein halben Punkt Abzug für den Klappentext. Zurück bleibt bei mir das Bedauern und/oder die Erleichterung darüber, dass ich nicht penetranter nach den Erlebnissen meiner Eltern gefragt habe. Meine Mutter war auch ein Zwillingskind.

4.5

Wer war meine Großmutter

Als Lauras Großmutter stirbt und sie beim Aufräumen Bilder ihrer Großmutter findet aus einer Zeit über die nie gesprochen wurde begibt sich Laura auf eine Reise der Spuren der Vergangenheit in welcher die Großmutter im Alter von Laura war Sehr bewegend und ein emotionales Ende

4

Ich fand es gut - der Spannungsbogen bleibt bis zum Ende

5

Vielen Dank an den @argonverlag und @netgalleyde für die zur Verfügungsstellung des Hörbuchs. Inhalt Lauras Großmutter Änne hat oft von den goldenen Sommern in Schlesien erzählt. Über die Menschen von damals wollte sie jedoch nie sprechen. Als Änne schwer erkrankt, scheint es Laura auf einmal zu spät für all ihre unausgesprochenen Fragen.  Auf der Suche nach Antworten fährt sie zum ehemaligen Gutshof ihrer Familie und taucht immer tiefer ein in die Vergangenheit. Dabei stößt sie auf schmerzliche Wahrheiten, die das Bild der Frau, die ihr so vertraut war, erschüttern. Und plötzlich geht es nicht mehr nur um Fragen nach dem Früher, sondern auch um Lauras eigenes Glück. Meinung Das Buch ist in zwei Zeitebenen unterteilt. In der Gegenwart lesen wir aus der Laura, die die geschichte ihrer kürzlich verstorbenen Großmutter entschlüsseln will. Die Vergangenheit spielt während des 2. Weltkrieges auf einem Gutshof in Schlesien. Das Buch fesselt von der ersten Seite an. Die vertonung fand ich sehr gelungen, die Sprecherin hat dem Hörer die Geschichte gut nahegebracht. Die Charaktere sind vielschichtig, das Buch rührt an und man kann garnicht aufhören zu lesen/hören, weil man nicht erwarten kann wie es weitergeht. Großartiges Buch Lese/ Hör Empfehlung

4

Ein bewegender Roman, der sowohl in der Gegenwart als auch in der Zeit des zweiten Weltkriegs spielt, angelehnt an ihre eigene Familiengeschichte. Die Zeitsprünge haben mir sehr gut gefallen, ein wenig hat es mich an die Großmutter Reihe von Trude Teige erinnert. Den Schreibstil von Miriam Georg mag ich sehr gerne, ihre Bücher entwickeln einen richtigen Sog, man kann sie schwer aus der Hand legen.

4

Ein bewegender Roman, der sowohl in der Gegenwart als auch in der Zeit des zweiten Weltkriegs spielt, angelehnt an ihre eigene Familiengeschichte. Die Zeitsprünge haben mir sehr gut gefallen, ein wenig hat es mich an die Großmutter Reihe von Trude Teige erinnert. Den Schreibstil von Miriam Georg mag ich sehr gerne, ihre Bücher entwickeln einen richtigen Sog, man kann sie schwer aus der Hand legen.

4.5

Familiengeheimnisse

Nachdem ihre Großmutter Änne verstorben ist begibt sich Laura nach Schlesien und sucht dort die Wurzeln ihrer Familie. Denn Änne hat kaum über ihre Vergangenheit und die Vertreibung gesprochen. Doch kurz vor ihrem Tod erhielt Änne ein Portrait von sich aus Polen, im Nachlass tauchen bisher unbekannte Bilder und Briefe auf, sodass Laura endlich mehr über die eigene Familiengeschichte herausfinden will. Doch was sie entdecken wird, wird vieles auf den Kopf stellen aber hoffentlich alte Wunden heilen können. Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt, im Kern zur Zeit des 2. Weltkrieges und der Gegenwart. Gerade die Vergangenheit macht hier einen enormen und emotional aufwühlenden Teil aus. Besonders ist hier die Dynamik unter den Protagonisten zu nennen, insbesondere der besonderen Schwesternbeziehung. Hierbei ist besonders Änne keine Sympathieträgerin und dennoch fiebert man mit. Der Schreibstil ist leicht und docj sehr eindringlich und emotional. Insbesondere das Nachwort der Autorin verbindet noch mehr. Ein Buch, das nachklingt und einen beschäftigt.

4

Ein toller Roman in 2 Zeitebenen

Laura kann sich über ihre Schwangerschaft nicht richtig freuen, obwohl es ein Wunschkind ist. Sie fragt sich, ob es mit der Vergangenheit ihrer Mutter bzw. ihrer Großmutter Änne zur tun hat. Ihre Großmutter ist nach einem schweren Sturz nicht mehr zu sich gekommen und dann gestorben. Warum hat Änne nie über ihre Vergangenheit in Schlesien gesprochen. Ihre Mutter Ellen war damals zu klein, um wirkliche Erinnerungen zu haben. Beim Ausräumen von Ännes Nachlass findet sie ein Kästchen, in dem sich nie verschickte Briefe befinden. Außerdem hat Änne kurz vor ihrem Sturz ein Gemälde zugeschickt bekommen, jedoch ohne Absender. Kurzerhand macht sich Laura auf den Weg in Ännes Vergangenheit. Sie reist in ein kleines Dorf in Polen, welches auf keine Landkarte zu finden ist. Dann machen wir eine Reise in die Vergangenheit ins Jahr 1943. Änne lebte damals auf einem Gutshof. Während ihre Familie auf dem gesamten Gutshof lebt, spielt sich Ännes Leben lediglich auf dem Dachboden ab. Sie darf diesen nur in der Nacht verlassen, um von niemanden gesehen zu werden. Ihre Familie versorgt sie mit Nahrung und alles, was sie braucht, was für die damalige 17jährige Änne nicht einfach war. Ihre Zwillingsschwester Luise hingegen, darf sich ganz normal auf dem Gutshof bewegen. Änne beneidet ihre Schwester um dessen freies Leben, während sie geheim gehalten wird. Als Luise sich dann in den Kriegsgefangenen Karl verliebt, steigt Ännes Neid ins unermessliche. Fazit: Diesen Roman hat Miriam Georg wieder in zwei Zeitebenen geschrieben. Zum einen im heute und dann machen wir einen Zeit Sprung ins Jahr 1943. Beide Zeitebenen fand ich interessant, wobei mir der historische Teil etwas besser gefallen hat. Der Schreibstil und die Beschreibung der Charaktere waren sehr gut und ich habe mich gut in die Story fallen lassen können. “Die Verlorene” bekommt von mir 4 von 5 Sterne und ich kann das Buch wirklich empfehlen. Ich freue mich schon auf weitere Bücher dieser Autorin.

4.5

Wie wichtig ist es für unsere eigene Geschichte, wo wir herkommen und was unsere Eltern erlebt haben? Haben wir einen Anspruch auf alle Wahrheiten? Ein schönes, berührendes Buch über Familie, Heimat, Traumata und die Schrecken des Krieges. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, bildhaft und angenehm zu lesen. Ein tolles Buch, das ich gerne empfehle.

4.5

Das Buch erzählt die Geschichte von Laura, die nach dem Tod ihrer Großmutter Änne nach Schlesien reist, um die Geheimnisse ihrer Familie zu lüften. Änne hat ihr oft von den goldenen Sommern erzählt, aber nie über die Menschen von damals gesprochen. ​@miriam__georg hat es geschafft, die damalige Kriegszeit und das Setting auf dem Gutshof so atmosphärisch und bildlich zu beschreiben, dass ich mich direkt dorthin versetzt gefühlt habe. Es war so interessant mal eine andere Perspektive aus dem Zweiten Weltkrieg zu bekommen. ​Was mich am meisten begeistert hat, war die Darstellung der Schwestern-Dynamik in der Vergangenheit. Die Charaktere sind unglaublich gut gezeichnet und die Beziehung der Schwestern ist so komplex und vielschichtig, dass man sich ständig fragt, wer eigentlich im Recht war. Ich hatte so viele widersprüchliche Gedanken und Emotionen. ​Die Gegenwart war für mich etwas schwächer, da die Charaktere nicht ganz so tiefgründig waren wie in der Vergangenheit. Trotzdem hat mich die Geschichte nicht losgelassen, und das emotionale Ende hat mich dann nochmal so richtig überrascht und zum Nachdenken gebracht. Es hat viele Aspekte der Geschichte in einem neuen Licht erscheinen lassen. Eine sehr gelungene, tiefgründige und emotionale Familiengeschichte, die ich euch nur wärmstens empfehlen kann.

Post image
5

Packende Familiengeschichte

Dies war wohl die erste Geschichte, in der mir die Protagonistin unsympathisch war und ich es doch im Ganzen sehr mochte. Der Wechsel zwischen den Erzählsträngen in der Vergangenheit und Gegenwart funktioniert hier gut und beide haben in etwas das gleiche Spannungsniveau. Vor allem zum Schluss ergibt sich ein rundes Bild.

5

Auf Reisen in die Vergangenheit der Familie

Miriam Georg hat es einfach drauf! Das beweist sie auch in ihrem neuen Roman "Die Verlorene". Als Lauras Großmutter Änne stirbt und sie mit ihrer Mutter Ellen den Nachlass durchforstet, stößt sie auf Dinge, die sich beide nicht erklären können. Sie entdecken ein Bild, den Namen Luise, einen geheimnisvollen Zettel, den Namen Karl.... Um herauszufinden, wer diese Menschen waren und was Änne verschwiegen hat, fahren die beiden Frauen nach Schlesien und suchen dort nach dem Gut Pappelhof und Ännes Vergangenheit. Einmal angefangen, hat mich dieser Roman nicht mehr losgelassen. Er ist spannend, sehr bildhaft und empathisch geschrieben, alle Charaktere und Schauplätze konnte ich mir gut vorstellen. Der Roman ist in zwei Zeitebenen geschrieben, die sich abwechseln. In der einen Ebene erleben wir das das Leben von Änne und ihrer Familie im und nach dem Krieg, ihr Leiden, die Besatzung Schlesiens durch die Russen und Vertreibung durch die Polen. Diese Ebene hat mich sehr berührt. Es ist immer wieder erschütternd zu lesen, zu was Menschen fähig sind! Die zweite Ebene spielt 2019 , zuerst in Frankfurt, dann in Schlesien und ist genauso spannend und aufwühlend. Hier begleiten wir Laura und Ellen bei ihren Nachforschungen. Die beiden Zeitebenen sind sehr gut miteinander verknüpft und so öffnet sich die Familiengeschichte von Änne, Ellen und Laura immer mehr. Trotz einer teilweise doch schweren Thematik ist der Roman in leicht verständlicher Sprache geschrieben. Er öffnet den Blick auf eine Vergangenheit, die die Beteiligten traumatisiert hat. Diese Traumata werden unbewusst auch innerhalb der Familie an die Kinder weitergegeben. Auf Fragen gibt es in den meisten Fällen nur ungenügende oder gar keine Antworten. Im Nachwort des Romans erfahren wir, dass Miriam Georg hier auch ein Stück ihrer eigenen Familiengeschichte mit verarbeitet hat. Aus diesem Grund hat sie ihren Roman auch ihrem Großvater gewidmet. Insgesamt ein spannender und faszinierendere Roman und für mich auch sicher nicht der letzte Roman der Autorin! 5 Sterne dafür und eine absolute Leseempfehlung!

4

Ein bewegender Roman, der auf zwei Zeitebenen spielt: in den letzten Jahres des zweiten Weltkriegs und in der Gegenwart. 2019 versuchen Laura und ihre Mutter Ellen das Geheimnis um ihre Großmutter/Mutter Änne zu lüften, die kaum über ihre Vergangenheit gesprochen hat. Dies führt die beiden auf einen Hof im ehemaligen Schlesien, wo sich nach und nach die Bruchstücke ihrer Familiengeschichte zusammensetzen. Das Buch hat mir gut gefallen und lässt sich trotz der Länge schnell lesen, weil die Geschichte einen regelrechten Sog entwickelt.

Create Post