Gespräche mit Freunden
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Description
Book Information
Author Description
Sally Rooney wurde 1991 geboren, ist in Castlebar, County Mayo, aufgewachsen und lebt in Dublin. Ihre frühen Arbeiten sind erschienen in The New Yorker, Granta, The White Review, The Dublin Review, The Stinging Fly, Kevin Barrys Stonecutter und der Anthologie Winter Pages. Sie studierte am Trinity College Dublin, zunächst Politik, machte dann ihren Master in Literatur. Sie war dort 2013 die Nr. 1 bei den European University Debating Championships. Rooneys Debütroman »Gespräche mit Freunden« war Book of the Year in Sunday Times, Guardian, Observer, Daily Telegraph und Evening Standard. Der Roman kam auf die Shortlist des Sunday Independent Newcomer of the Year Award 2017, des International Dylan Thomas Prize und des Rathbones Folio Prize 2018. Rooney war die Gewinnerin des Sunday Times/Peters Fraser & Dunlop Young Writer of the Year Award 2017, den u.a. auch Zadie Smith und Sarah Waters gewannen. Rooney ist inzwischen Redakteurin des irischen Literaturmagazins The Stinging Fly. Ihr zweiter Roman »Normale Menschen« wurde für den Man Booker Prize 2018 nominiert und gewann u.a. den Costa Novel Award, den An Post Irish Novel of the Year Award und den British Book Award (Novel of the Year und Book of the Year).
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Einfach mal was Anderes.
Ich bin etwas zwischen begeistert und gelangweilt von dieser Geschichte und dem Schreibstil. Es gibt keine Satzzeichen für direkte Rede, was mich dazu veranlasst hat, das Hörbuch zum Lesen dazu zu hören, sonst hätte ich das nicht geschaft. Die Protagonistin wird so unemotional und neutral beschrieben, dass ich manchmal mwhrere Anläufe gebraucht habe Interesse für das Geschehen aufzubauen. Trotzdem habe ich das Buch verschlungen und mitgefühlt. Ein spannendes Konzept und ich bin mir sicher, dass ich irgendwann weitere Bücher von Sally Rooney lesen werde.
Das dritte Buch von Sally Rooney, das ich gelesen habe und es hat meine Erwartungen teilweise erfüllt. Die Story dreht sich um Frances und Bobbi, zwei beste Freundinnen, die eine ungewöhnliche Freundschaft mit einem verheirateten Paar eingehen. Der Anfang war vielversprechend und hat meine Neugier geweckt. ☕️ Allerdings konnte ich mich mit keinem der Charaktere wirklich anfreunden, da sie für mich im Laufe der Geschichte immer schwerer zu verstehen waren. Frances wurde irgendwann zu sehr zum Pick me und Bobbis Art war zwar ehrlich, aber auch triggernd. 🥶 Die Seiten flogen jedoch dank des einzigartig ehrlichen und authentischen Schreibstils dahin. Die Charaktere waren auch in diesem Buch wie gewohnt meinungsstark, doch hier wirkte das manchmal zu konstruiert. 🥲 Trotz allem habe ich mich in vielen Momenten erwischt und durchschaut gefühlt – ein Effekt, den ich an Rooneys Büchern so liebe. 🫶🏻 Ein inspirierendes Werk mit den typischen Höhen und Tiefen der Autorin. Auch wenn ich den Misscommunication-Trope nervig finde, bleibt er auch in diesem Rooney-Buch faszinierend. 🙂↕️ Habt ihr dieses Buch schon gelesen?

Ich glaube, insgeheim mögen sich die Charaktere absolut nicht - nicht einmal sich selbst. Anfangs war es schwer in die Geschichte einzusteigen, da alle Charaktere, inklusive der Protagonistin, zutiefst unsympathisch und nüchtern sind. Das legt sich natürlich je weiter man in der Erzählung voran kommt. Trotzdem konnte ich mit Frances passiver Art nicht viel anfangen. Sie handelt selten aktiv und lässt alles passieren (zumindest bis auf den initialen Kuss, der quasi alles ins Laufen bringt), agiert jedoch störrisch und dramatisch, wenn Leute sich aufgrund ihrer Passivität nicht so verhalten, wie sie sich das vorstellt. Grundsätzlich mag ich Bücher, in denen alle Charaktere moralisch zu hinterfragen sind und Beziehungsgeflechte mehrschichtig und kompliziert sind. Auch das offene Ende hat mir gut gefallen, ich hätte mir lediglich insgesamt ein bisschen mehr Emotionen gewünscht. Alle Charaktere nehmen diese Ganze Geschichte so nüchtern und gefühlskalt einfach so hin, was ich mir in der Realität tatsächlich nicht so vorstellen kann. Werde mir die Miniserie auch zeithnah genehmigen.
Achtung Affäre! Geniales aber ambivalentes Werk
Also Sally Rooney ist für mich eine meiner neuen Lieblingsschriftstellerinnen. Ich fand Normal People auch schon sehr gut. Aber dieses Werk ist voller Ambivalenzen, voller Grauzonen und moralischen Verwerflichkeiten. Die beiden Studentinnen Bobbi und Frances sind ein Paar. Sie lernen das zehn jahre ältere Ehepaar Melissa und Nick kennen. Die zwichenmenschlichen Beziehungen sind kompliziert. Aber mir gefällt, wie nachvollziehbar Rooney diese Differenzen und Anziehungen beschreibt. In Ihrer Danksagung schreibt sie, dass viele Dialoge einen echten Ursprung haben und ihre Freunde ihr als eine Art Schablone dienten und das merkt man beim lesen. Die Dialoge sind echt, sie lassen sich schnell lesen. Mich haben sie mitgeirssen. Ganz nebenbei werden relevante philosopische, gesellschaftliche Konzepte diskutiert. Das Niveau ist dadurch fast anspruchsvoll. Gleichzeitig wird immer wieder die Affäre, um die es geht thematisiert. Am beeindruckensten ist für mich der Schreibstil: Es wird mit einer Liebe zum Detail, jedes Gefühl und jeder Schritt beschrieben. Gleichzeitig, weiß die Autorin genau, was sich nicht zu erzählen lohnt, wird ausgelassen. So kommt keine Langeweile auf. Außerdem ein Pluspunkt: es wird eine echte Freundschaft zwischen Frauen thematisiert. Das kommt in der Literatur, leider nur selten vor. Ich würde empfehlen, das Buch als junge Frau zu lesen, viele Probleme, die man als Frau hat, werden angesprochen. Man fühlt sich beim lesen fast wie in seinen eigenen Gedanken. Viele kritisieren wie unsympathisch die Protagonistin ist, aber ich kann sie irgendwie sehr gut verstehen, auch wenn ich nicht gut finde, wie sie sich verhält. Am meisten liebe ich wirklich die Art, wie die Autorin schreibt, wie sie denkt, wie sie fühlt: Zitate: „Als Bobbi über mich sprach, fühlte es sich an, als würde ich mich zum ersten Mal in einem Spiegel sehen.“ „Ich hatte keine Errungenschaften oder Besitztümer, die bewiesen, dass ich eine ernsthafte Person war.“ „Es war, als hätte jemand das Ende eines unsichtbaren Bleistifts angehoben und sanft mein ganzes Erscheinungsbild ausradiert.“ „Das Innere meines Körpers war heiß wie Öl. Ich war besessen von einer überwältigenden und intensiven Energie, die mir zu drohen schien.“ „Das ganze Thema finanzieller Abhängigkeit ist so messed up.“ „Ich muss lustig und sympathisch sein, dachte ich. Eine lustige Person würde eine Dankes-E-Mail schicken.“
Sally Rooney‘s style of writing always feels unique, highly contemporary, and brilliantly observant. I love that she makes you feel like you get to know the characters intimately, while still keeping a distance that ultimately makes them even more real. Still, Conversations with Friends was my least favorite of her novels. The characters, especially Frances, were irritatingly unlikeable throughout the entire book. I get that that might have been the point, but it was still hard to get through at times. Her strangeness reminded me of the narrator in The Bell Jar, who I remember finding equally as captivating and disconcerting. This feeling was even stronger in the case of Frances because she seemed so utterly unaware of her troubling behavior and the obvious underlying mental health problems. Also, since I wish I’d had a specific trigger warning before reading: The book contains depictions of disordered eating habits and self harm.
Lieb sie doch, die Sally Rooney!
Was soll ich sagen? Sally Rooney schafft es immer, dass ich an ihren Romanen kleben bleibe und ich das Gefühl habe, weiterlesen zu müssen, um den Figuren wieder nahe sein zu können. Ich liebe Frances in vielerlei Hinsicht: ihre Liebe zu Bobbi, ihr Verlangen nach Nick, wie sie manche Dinge hasst und darüber denkt. Manchmal habe ich sie entnervt verfolgt: rennt sie wieder zu Nick, er behandelt sie echt nicht gut, sagt sie Bobbi nichts von der Geschichte, schluckt ihre Meinung herunter und flüchtet. Nick - der treudoofe und erfolglose Mann der Geschichte. Ich verstehe, warum Frances ihn anziehend findet, bin aber froh erwachsener darüber zu denken. Wenn ich 21 wäre, da würde ich sicherlich ähnlich denken und handeln. Und Melissa? Irgendwie cool und abgeklärt. Gleichzeitig aber verletzlich und irgendwie auf verkorkste Art immer noch in Nick verliebt. Ihre krasse Ehrlichkeit war manchmal wie ein Schlag ins Gesicht. Bobbi hat krass feministische Gedankengänge und Einstellungen. Einerseits super cool, andererseits war mir das manchmal zu viel Hardliner. Ich liebe übrigens das Ende! Ich kann mir vorstellen, dass einige Lesende das anders sehen. Aber es macht Frances eben authentisch. Sie ist jung und wird noch öfter Fehler machen. Da kann man sich auch mal für die Person entscheiden, der man völlig verfallen ist. Liebs!
Sally Rooney's Schreibstil ist unvergleichbar. Sie erzählt Geschichten lebensweise und gedankenanregend. Auch conversations with friends konnte mich wieder von ihrer Schreibkunst überzeugen. Die Charaktere versuchen nicht sympathisch rüberzukommen, sondern einfach nur ehrlich. Ich kaufe ihr jeden Gedanken ab und fühle mit den Charakteren mit.
𖦹
ich glaube, ich habe irgendwann vor einem jahr die serie geschaut. ich mochte sie sehr. jedoch gefiel mir beim lesen nicht, dass ich dadurch bereits assoziative vorstellungen von den im buch enthaltenen charakteren hatte. dass in meinem kopf sozusagen schon festgelegt ist, wie sie aussehen, hat meine eigene vorstellungskraft etwas eingeschränkt. zu beginn dachte ich, das buch wird etwas langweiliger zu lesen, weil ich die serie ja schon kenne. aber eigentlich erinnerte ich mich im endeffekt nicht an viel. durch das buch wurde mir eine ganz andere ebene der handlung eröffnet. ich konnte genau sehen, was in frances kopf abläuft. konnte es schwarz auf weiß lesen sozusagen. somit musste ich nicht ausschließlich erraten, was die figur gerade denkt. auch wenn das in der serie gut gemacht ist und ich dieses erraten mag. mir fiel jedoch sehr früh auf, dass das buch dadurch eine andere form der tiefe erreicht, was mich sehr begeistert hat. begleitet von sally rooneys schreibstil ist es extrem schön zu lesen. auch wenn normal people mein lieblingsbuch ist bzw. eines meiner lieblingsbücher seit jahren ist, habe ich vergessen, wie sehr ich sally rooneys art zu schreiben liebe. nachdem ich jetzt gerade beautiful world, where are you lese, ist mir allerdings aufgefallen, dass der schreibstil in conversations with friends schon anders ist. ich habe jede seite genossen zu lesen. das war bei büchern in den letzten jahren doch eher selten. wie bei 22 bahnen von caroline wahl hat das lesen des buches und der schreibstil sich auch auf meine art zu schreiben und zu denken ausgewirkt, was ich extrem faszinierend fand. es hat quasi einfluss auf meine eigene gedankenwelt genommen. generell bewirkt lesen das bei mir. ich habe angefangen, eigene beobachtungen und gefühle anders zu denken. sozusagen. mehr formuliert wie in einem buch oder aus der sicht eines charakters innerhalb eines buches. es ist schwer in worte zu fassen. ich habe in irgendwie poetischer klingenden sätzen gedacht und in meinem kopf meine umwelt angefangen, poetischer zu beschreiben? zumindest war das mein eindruck. beispielsweise, wenn mir eine person entgegenkam, die assoziationen zu etwas in meiner vergangenheit hervorrief, dann hat mein kopf das in sätzen gedacht, die auch frances hätte denken können. nur als beispiel. ich drücke mich kreativer aus, was sich auch in meinen eigenen gedanken zeigt. außerdem habe ich saya grays album saya oft beim lesen in der bahn gehört und ich finde, dieses album passt sehr gut zum vibe des buches. dadurch, dass ich viel mehr sehen konnte, was in frances gedankenwelt abläuft, im vergleich zur verfilmung, habe ich auch viel mehr mit ihr als figur sympathisiert. sie war weniger eine abstrakte, unerreichbare identität für mich. ich sah mich oft sogar in ihr selbst wieder. in ihren gedanken oder verhaltensweisen oder wünschen. nachdem ich mich in der serie nicht so mit ihrem charakter verbunden gefühlt habe, finde ich das sehr interessant und faszinierend. ich mochte irgendwie alle charaktere und zeitgleich mochte ich trotzdem keinen von ihnen. auch wenn es eins meiner lieblingsbücher von nun an sein wird, mochte ich das ende nicht allzu sehr.
Sally Rooney fängt subtil Nähe, Sehnsucht und Verletzlichkeit ein – ein kluger, leiser Roman über Liebe und Freundschaft.
Mit Gespräche mit Freunden entwirft Sally Rooney ein feinsinniges Porträt von Beziehungen, Freundschaft und Selbstfindung in der heutigen Zeit. Der Roman ist leise, subtil und zugleich scharf wie ein Skalpell: Er beleuchtet die Nuancen von Nähe, Sehnsucht und Verletzlichkeit ohne übertriebene Dramatik. Im Zentrum steht Frances, eine kontrollierte, analytische Erzählerin, die ihre Gefühle meist auf Distanz hält. Gerade diese Mischung aus Selbstkontrolle und verletzlicher Offenbarung macht sie zu einer faszinierenden Protagonistin, deren innerer Konflikt den Kern des Buches bildet. Ihre enge, aber oft unausgeglichene Freundschaft mit Bobbi zeigt die Komplexität moderner Beziehungen – chaotisch, liebevoll, manchmal schmerzhaft. Die Begegnungen mit dem älteren Ehepaar Melissa und Nick offenbaren subtil die Spannungen von Macht, Erfahrung und unausgesprochener Sehnsucht. Nick wird für Frances zunehmend ein Anziehungspunkt, während Bobbi sich von Melissa fasziniert zeigt – ein komplexes Geflecht aus Emotionen, das niemals einfach ist. Rooney beleuchtet Intimität und Abhängigkeit mit brutaler Ehrlichkeit: Die Figuren wirken menschlich, verletzlich und nie idealisiert. Der Schreibstil ist messerscharf und nüchtern, was die emotionalen Momente umso intensiver wirken lässt. Die Gespräche über Kunst, Politik, Gender und Selbstreflexion wirken manchmal prätentiös, sind aber bewusst so gesetzt, um die Gedankenwelt der Figuren authentisch zu spiegeln. Auch die Darstellung von Untreue wird nicht romantisiert, sondern zeigt den Schmerz, die Komplexität und moralische Ambivalenz realistischer Beziehungen. Das Ende rundet die Geschichte still, aber bittersüß ab – kein dramatisches Finale, sondern ein leiser, passender Abschluss, der die inneren Entwicklungen der Figuren würdigt. Fazit: Gespräche mit Freunden ist ein kluger, leiser Roman über Freundschaft, Liebe und Selbstfindung, der die Feinheiten menschlicher Beziehungen brillant einfängt. Für alle, die subtile, psychologisch dichte Literatur schätzen, ist dieses Buch ein Muss.
Gutes Debüt
Schon in ihrem Debüt zeigt Sally Rooney ein gutes Gespür und gute Beobachtungsgabe von Zwischenmenschlichem. Hier trifft sie die porträtierte Generation sehr gut und kann sie gut beschreiben, irgendwo zwischen Pseudointellekt und irrationalen Gefühlen. Sprachlich ist das alles oft etwas repetitiv, was ab und zu etwas anstrengend macht zu lesen. Und wann ist’s zum Verbrechen geworden Anführungszeichen zu benutzen?
Ein wirklich gut geschriebenes Buch, diese Schreibweise fesselt mich einfach. Die Charaktere lernt man aus Frances Perspektive kennen und schon bald fängst du an sie genauso zu lieben, zu hassen aber auch zu verstehen, auch wenn du nicht mit allen Entscheidungen einverstanden bist. Freundschaften schwanken manchmal zwischen lieben und hass, das hat Sally Rooney mit der Freundschaft zwischen Bobby und Frances auf den Punkt gebracht. Nicht alles ist immer Friede Freude Eierkuchen sondern es kann auch mal richtig krachen… Frances möchte einfach gesehen werden, ob im positiven oder negativen, Hauptsache sie wird als Mensch wahrgenommen der es wert ist zu leben und geliebt zu werden. Ich wollte immer, dass jeder Frances versteht wie ich es habe aber das hat sie selbst noch nichtmal getan, da kann ich nicht verlangen dass andere sie so sehen wie ich sie sah, als eine Person die voller Emotionen steckt, jedoch keine Ahnung hat wie sie mit ihnen umzugehen hat und sie zeigen soll. Emotional konnte ich mich mit vielen Themen identifizieren auch, wenn ich sie noch nicht durchlebt habe, jedoch haben es freunde von mir… Zitat: „ its a Book that gets you in your feelings and is hard to get out“
Konnte mich emotional nicht erreichen.
Ich verstehe, weshalb viele dieses Buch super finden, doch mich konnte es nicht überzeugen. Ich habe Respekt davor, dass Sally Rooney unbequeme Beziehungen und emotionale Unsicherheiten thematisiert, aber mit den Figuren bin ich nicht warm geworden. Ihr Umgang miteinander war distanziert, manipulativ und alle waren emotional unreif. Ihre Entscheidungen haben mich eher frustriert als berührt. Die "moderne" Realität, die hier gezeichnet wird, war für mich schwer nachvollziehbar und der Roman allgemein anstrengend zu lesen.
Witzig, traurig, unterhaltsam, ehrlich
Der Roman hatte für mich ein bisschen von allem. An Stellen ist er witzig und unterhaltsam, an anderen sehr traurig. Hinterlässt einen teils betroffen, den destruktiven Gedanken der Protagonistin zu folgen. Die Charaktere sind komplex, die Gedanken sehr ehrlich.
Angenehm zu lesen- unsympathische Charaktere und vermeidbare Konflikte
Zu Beginn des Werks findet man als Lesender sehr gut in die Handlung und kann den Handlungsschritten der Protagonistin/ Erzählerin aufgrund ihrer sehr direkten, und persönlichen Erzählung gut folgen und fühlt mit ihr. Ihr Erzählweise ist sehr subjektiv, bietet dabei sehr viel Menschlichkeit und Möglichkeiten, sich mit ihren Gefühlen und Gedanken zu identifizieren, aber auch ihre eher kontroversen Entscheidungen zu reflektieren. Im Laufe des Werks sah ich mich damit konfrontiert, dass ich keinen der 4 Hauptcharaktere als sympathisch empfand. In mehreren Situationen ging es mir durch den Kopf, dass es, obwohl es wie der Titel andeutet, viel um Konversationen unter den Beteiligten geht, keine klare Kommunikation stattfindet. Des Weiteren empfand ich die Charaktere alle als sehr überspitze Karikaturen bestimmter Stereotype und jeder hatte auf seine Art und Weise das Gefühl der Leidtragende zu sein und auch dies empfand ich als sehr anstrengend. Trotzdem ein angenehmes, ehrliches und sehr offenes Werk. Leider mit sehr schwierigen Charakteren, die viele Probleme mit klarer Kommunikation hätten lösen können. Auch das Ende empfand ich leider als unbefriedigend , da es in meinen Augen keine Einsicht, Rücksicht oder Wachstum der Charaktere zeigt. Es lässt sich natürlich argumentieren, dass genau dies von der Autorin intendiert war, dies vermag ich aber nicht zu beurteilen.
Oh Sally. Where to begin? Some of you might remember that about two years ago I read "Normal People" and was phenomenally underwhelmed by it. But then one thing lead to another, Alex Katz had an exhibition at the Guggenheim, the Bookstagrammers won book trivia, and all of a sudden I was reading "Conversations With Friends" on a plane back to Germany. So here is the story of Sally Rooney and me trying one more time. First of all, "Conversations With Friends" was significantly more engaging than "Normal People" was. I flew right through it, read it in no time - and felt like biting it. But not in a cute and sexy way but more in a "I f***ing hate every character in this goddamn book and I don't know what to do with all this aggression I am feeling here"-way. So what to make of that in terms of reviewing a book? Because here is the thing: "Conversations With Friends" is well written, and it made me feel something. Those are two things that can generally be said about good books. But still I have a problem with Sally Rooney, namely the same problem I already had when reading "Normal People". I feel like she romanticizes unhealthy behavior. As a young woman, you do not have to wallow in self-imposed agony to be interesting; to have a life worth talking about. Emotional self-harm (or self-harm of any kind) is not cool. It doesn't make you "The mysteriously poetic and elusive lady". If anything, it makes you "The lady who suffers unnecessarily". You can lead a stable and happy life with healthy communication and enriching relationships and still have your hOt GiRL tWeNtiEs, regardless of what Sally Rooney's books tell you. Not all people are out to get you, love doesn't have to hurt this much, you CAN open up to people, and an honest and open conversation solves more problems than a bottle of red wine, pain killers and meaningless s3x with strangers ever will. So these are my two cents on "Conversations With Friends". Feel free to disagree in the comments, I'm ready to discuss
„Conversations with Friends“ war mein erstes Buch von Sally Rooney – und irgendwie auch mal was ganz anderes. Am Anfang musste ich mich echt an den Schreibstil gewöhnen, weil die Autorin komplett ohne Anführungszeichen schreibt. Das hat mich teilweise voll verwirrt, weil ich manchmal nicht verstanden habe, wer gerade redet. Erzählt wird aus der Ich-Perspektive von Frances. Inhaltlich bin ich so ein bisschen hin- und hergerissen. Ich fande es aufjedenfall Mega gut das so viele wichtige Themen aufgegriffen wurden, und in manchen Situationen hab ich mich echt in Frances wiedergefunden. Andererseits war ich oft einfach nur genervt oder verwirrt von den ganzen Charakteren. Manchmal konnte ich ihre Gefühle und Reaktionen nachvollziehen – und dann wieder gar nicht. Was mir aber wiederum sehr gut gefallen hat, dass es super real war mit Situationen die wirklich so öfter passieren als man denkt. Am Ende gibt’s von mir 3,5 Sterne ⭐️.

Ich weiß wieder gar nicht was ich sagen soll … für mich schafft es die Autorin, dass ich den Figuren auf so wenigen Seiten so schnell nah komme, dass ich sie gar nicht mehr verlassen will. Wie auch bei „normale Menschen“ dachte ich, gib mir mehr Seiten - ich will noch mehr wissen. Jede Figur fand ich wieder grandios, auch hat mich das Buch so zum nachdenken gebracht 🫶 Der Schreibstil ist wieder der Hammer gewesen und schnell entwickelte er einen ähnlichen Sog wie bei „normale Menschen“. Ich kann noch nicht genau sagen, was die Autorin mit mir macht - aber auch welche Art und mit welchem Inhalt sie die Seiten ihrer Bücher füllt - das hat für mich definitiv was mit Magie zu tun 😳
Loved it!
Another Rooney that had me flying through the pages. She mostly tells stories which are not full of action, event followed by event, yet draws her characters so well that you find yourself mesmerised nevertheless. The inner thoughts of her protagonist(s) and the picture she draws of the people around might not always be relatable for everybody, but they do realistically show the complexity of human relationships and the multilayeredness of our motives, all being shaped by our past and learned patterns. Interesting read!

Rooney is a master of depicting human behaviour and interpersonal communication. That one significant email from Melissa was a work of art in itself! I didn't like this one as much as Normal People though. The first half read quite slow and I feel the writing could be more dense in that part. Overall, I couldn't connect to the characters that well but the whole constellation of figures with their motives and flaws was still very intriguing.
meh
Frances hat mich ab der Hälfte des Buches ca. so sehr genervt - 90% ihrer Gedanken waren absolut autonormal & trotzdem beschreibt sie sich selbst als „so anders als alle“ & „so ein schlechter Mensch“ & „so nicht normal“. pick me des todes! Sie verhält sich kindisch, kann überhaupt nicht kommunizieren & ist alles in allem eine langweilige Hauptfigur. & wie oft kann man die Beschreibung „i swallowed a mouthful of wine/water/…“ eigentlich benutzen? ahh so schade, mochte die beiden anderen Büchern gerne aber das konnte ich mir nur schwer geben.
Das Buch hat mich viel fühlen lassen.
Ich bin mir noch nicht ganz sicher, wie ich das Buch bewerten soll. Es hat mich auf jeden Fall einiges fühlen lassen. Habe aber zwischendurch gemerkt, dass ich in meinem Leben etwas deprimierter durch die Welt gehe.. Die Schreibweise und Länge war sehr gut, aber die Stimmung war für mich manchmal zu negativ. Obwohl das Leben nunmal so sein kann.
Alltagsliteratur die begeistert
Mein zweites Buch von Sally Rooney und auch diesmal hat es mir ihr Schreibstil wirklich angetan. Wie Gedankenzüge ausformuliert wurden war faszinierend denn durch sie habe ich mich selbst wie die FMC gefühlt ✨ Eine tolle Revision der heutigen Beziehungskultur und gleichzeitig eine Erinnerung daran, wie wichtig Kommunikation und Gefühlsoffenheit in Beziehungen sind, egal ob in Freundschaft oder Partnerschaft.
Ein intimes Porträt von Beziehungen und Identität
In "Gespräche mit Freunden" bietet Sally Rooney einen faszinierenden Einblick in die komplexen Dynamiken zwischen Freundschaft, Liebe und Selbstentdeckung. Durch ihre einfühlsame Erzählweise entfaltet Rooney ein intimes Porträt von vier Charakteren, deren Beziehungen und Identitäten sich auf faszinierende und manchmal schmerzliche Weise miteinander verflechten. Die Dialoge sind scharfsinnig und authentisch, und Rooneys Fähigkeit, subtile Emotionen und Zwischentöne einzufangen, macht das Buch zu einem unvergesslichen Leseerlebnis. "Gespräche mit Freunden" ist eine bemerkenswerte Reflexion über die Suche nach Zugehörigkeit und die Komplexität menschlicher Verbindungen, die den Leser noch lange nach dem Zuschlagen des Buches beschäftigen wird.

Das war mal ein Auf und Ab für mich. Mein erstes Buch von Sally Rooney finde ich schwierig zu bewerten. Auf der einen Seite war die Geschichte interessant, auf der anderen Seite hat sich mich phasenweise nicht gepackt. Die Charaktere fand ich zum einen total faszinierend, authentisch und nachvollziehbar (ich hab mich zum Teil wiedererkannt in einigen Verhaltensmustern von Frances), zum anderen fand ich alle vier irgendwie nervig (phasenweise), was aber vermutlich auch für die Authentizität der Protas spricht. Ich fand es wirklich gut, dass Themen in diesem Buch behandelt wurden, die in unserer teilweise Gesellschaft totgeschwiegen werden (z.B. Endometriose), zum anderen gingen mir manche der Themen aber auch nicht tief genug (z.B. die Ausarbeitung von Beziehungen junger Erwachsener zu ihren Eltern). Das Ende hat mir gefallen, bis der Punkt kam im Buch, an dem es mir nicht mehr gefallen hat (quasi der letzte Satz). Insgesamt verstärkt das Ende aber meinen Eindruck, den ich von einigen Charakteren im Laufe der Geschichte bekommen habe (opportunistisch, unreif, selbstzerstörerisch). Insgesamt bleibe ich, wenn auch gut unterhalten, zwiegespalten zurück. Ich denke, ich werde weitere Bücher der Autorin lesen, nur um zu sehen, ob sie ihre vielversprechenden Tendenzen in späteren Büchern stärker ausarbeiten kann.
„Wenn sich zwei Menschen gegenseitig glücklich machen, dann funktioniert es.“ Hat mir so viel besser gefallen als Normal People - keine Ahnung ob es am Buch oder der Sprache lag. Hätte es am liebsten in einer Sitzung komplett durchgelesen. Rein von der Wellenlänge her sind Sally Rooney‘s Bücher aber glaub ich insgesamt nichts für mich. Ich glaube, wir sehen die Welt ein bisschen verschieden. Aber vllt macht es auch genau das gerade so interessant, mehr von ihr zu lesen.
Wow. Ich habe diese Buch innerhalb von zweieinhalb Tagen verschlungen, und das nicht umsonst. Eigentlich passieren keine Ereignisse, die Spannung entstehen lassen, aber die Sprache und die Verwicklungen und Freundschaften haben mich total gepackt. Die Charaktere waren total authentisch, manche mochte ich, manche weniger, und das hat sich im Verlauf teilweise auch geändert. Ich hatte keine großen Erwartungen an das Buch, weil ich nicht so ganz wusste, worum es geht und das ist auch schwer in Worte zu fassen. Das war das erste Buch von Sally Rooney, das ich gelesen habe und ich freu mich schon auf weitere.
"Conversations with friends" creates a very cold and distant atmosphere. At times it did feel very raw and realistic and managed to captivate me but it was also often arduous to read. I didn't particularly like the characters and I didn't care about them or their struggles a whole lot. Frances is very indecisive and self-destructive in way that makes it hard to root for her. To sum it up the book had lots of potential but didn't live up to it. It made me curious for Sally Rooney's other works though.
Classic Rooney
Protagonistin nervt einen nach nur wenigen Seiten. Irgendwann fragt man sich, ob man lediglich den Geltungsdrang der Schriftstellerin in den Charakteren wiederfindet. Dennoch gut geschrieben, ich zumindest mag ihren Stil. Weniger die Charaktere bzw. diese scheinbar komplexen intellektuellen „pick me“ Figuren. Da die Protagonisten aber sehr jung ist, kann man sich mit dem Bedürfnis, alle anderen durchschauen und sich abheben zu wollen von dem Rest, emotional nachvollziehen. Dennoch hat man das Gefühl, wie bei allen Büchern von Rooney, sich in einer ganz bestimmten 'Bubble' zu bewegen - Künstlerkreise, die zu allem eine ganz starke Meinung haben müssen und diese dann philosophisch angehaucht, in der Villa eines reichen Bekannten, Wein trinkend, erörtern. Schön geschrieben, viele Emotionen, Ängste und Unsicherheiten zwischen den Zeilen - dadurch dennoch gern gelesen!
???
Naja, nach dem ersten Drittel hätte ich es am liebsten abgebrochen. Man muss sagen, dass es Sally Rooney gut gelingt, ihre Protagonistin als unausstehlich darzustellen. Die Geschichte war unrealistisch, die Figuren sichtlich erfunden und unzuverlässig. Frances, die Protagonistin, ist eine einzige Dramaqueen, die ganz dringend ne Therapie machen sollte, weswegen man das Buch alle 5 Minuten genervt zur Seite legt, um sich zu beruhigen. Die grundlegende Storyline hatte Potenzial und Rooneys literarischer Stil gefällt mir sowieso.
ungeschliffen, egoistisch und unsympathisch
erscheinen die Hauptcharaktere vom „Conversations with Friends häufig. Was zuerst nicht wirklich einladend klingt, regt einem immer wieder zur Selbst-Reflexion an. Diese reale und ehrliche Darstellung von Charakteren finde ich mutig. Das Buch ist direkt. Manche Passagen wie ein Faustschlag ins Gesicht. Manche Seiten hinterlassen einen bitteren Geschmack. Vor allem, wenn man Denk- und Verhaltensweisen von sich selbst wiedererkennt und mit eigenen Schwächen und Fehlern konfrontiert wird. Es zeigt die Komplexität von Gefühlen und Beziehungen. Für mich war es gleichzeitig zeitweise anstrengend zu lesen und trotzdem kehrte ich immer wieder zurück. Wie Nick, Melissa, Bobbie und Frances selbst.
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Description
Book Information
Author Description
Sally Rooney wurde 1991 geboren, ist in Castlebar, County Mayo, aufgewachsen und lebt in Dublin. Ihre frühen Arbeiten sind erschienen in The New Yorker, Granta, The White Review, The Dublin Review, The Stinging Fly, Kevin Barrys Stonecutter und der Anthologie Winter Pages. Sie studierte am Trinity College Dublin, zunächst Politik, machte dann ihren Master in Literatur. Sie war dort 2013 die Nr. 1 bei den European University Debating Championships. Rooneys Debütroman »Gespräche mit Freunden« war Book of the Year in Sunday Times, Guardian, Observer, Daily Telegraph und Evening Standard. Der Roman kam auf die Shortlist des Sunday Independent Newcomer of the Year Award 2017, des International Dylan Thomas Prize und des Rathbones Folio Prize 2018. Rooney war die Gewinnerin des Sunday Times/Peters Fraser & Dunlop Young Writer of the Year Award 2017, den u.a. auch Zadie Smith und Sarah Waters gewannen. Rooney ist inzwischen Redakteurin des irischen Literaturmagazins The Stinging Fly. Ihr zweiter Roman »Normale Menschen« wurde für den Man Booker Prize 2018 nominiert und gewann u.a. den Costa Novel Award, den An Post Irish Novel of the Year Award und den British Book Award (Novel of the Year und Book of the Year).
Posts
Einfach mal was Anderes.
Ich bin etwas zwischen begeistert und gelangweilt von dieser Geschichte und dem Schreibstil. Es gibt keine Satzzeichen für direkte Rede, was mich dazu veranlasst hat, das Hörbuch zum Lesen dazu zu hören, sonst hätte ich das nicht geschaft. Die Protagonistin wird so unemotional und neutral beschrieben, dass ich manchmal mwhrere Anläufe gebraucht habe Interesse für das Geschehen aufzubauen. Trotzdem habe ich das Buch verschlungen und mitgefühlt. Ein spannendes Konzept und ich bin mir sicher, dass ich irgendwann weitere Bücher von Sally Rooney lesen werde.
Das dritte Buch von Sally Rooney, das ich gelesen habe und es hat meine Erwartungen teilweise erfüllt. Die Story dreht sich um Frances und Bobbi, zwei beste Freundinnen, die eine ungewöhnliche Freundschaft mit einem verheirateten Paar eingehen. Der Anfang war vielversprechend und hat meine Neugier geweckt. ☕️ Allerdings konnte ich mich mit keinem der Charaktere wirklich anfreunden, da sie für mich im Laufe der Geschichte immer schwerer zu verstehen waren. Frances wurde irgendwann zu sehr zum Pick me und Bobbis Art war zwar ehrlich, aber auch triggernd. 🥶 Die Seiten flogen jedoch dank des einzigartig ehrlichen und authentischen Schreibstils dahin. Die Charaktere waren auch in diesem Buch wie gewohnt meinungsstark, doch hier wirkte das manchmal zu konstruiert. 🥲 Trotz allem habe ich mich in vielen Momenten erwischt und durchschaut gefühlt – ein Effekt, den ich an Rooneys Büchern so liebe. 🫶🏻 Ein inspirierendes Werk mit den typischen Höhen und Tiefen der Autorin. Auch wenn ich den Misscommunication-Trope nervig finde, bleibt er auch in diesem Rooney-Buch faszinierend. 🙂↕️ Habt ihr dieses Buch schon gelesen?

Ich glaube, insgeheim mögen sich die Charaktere absolut nicht - nicht einmal sich selbst. Anfangs war es schwer in die Geschichte einzusteigen, da alle Charaktere, inklusive der Protagonistin, zutiefst unsympathisch und nüchtern sind. Das legt sich natürlich je weiter man in der Erzählung voran kommt. Trotzdem konnte ich mit Frances passiver Art nicht viel anfangen. Sie handelt selten aktiv und lässt alles passieren (zumindest bis auf den initialen Kuss, der quasi alles ins Laufen bringt), agiert jedoch störrisch und dramatisch, wenn Leute sich aufgrund ihrer Passivität nicht so verhalten, wie sie sich das vorstellt. Grundsätzlich mag ich Bücher, in denen alle Charaktere moralisch zu hinterfragen sind und Beziehungsgeflechte mehrschichtig und kompliziert sind. Auch das offene Ende hat mir gut gefallen, ich hätte mir lediglich insgesamt ein bisschen mehr Emotionen gewünscht. Alle Charaktere nehmen diese Ganze Geschichte so nüchtern und gefühlskalt einfach so hin, was ich mir in der Realität tatsächlich nicht so vorstellen kann. Werde mir die Miniserie auch zeithnah genehmigen.
Achtung Affäre! Geniales aber ambivalentes Werk
Also Sally Rooney ist für mich eine meiner neuen Lieblingsschriftstellerinnen. Ich fand Normal People auch schon sehr gut. Aber dieses Werk ist voller Ambivalenzen, voller Grauzonen und moralischen Verwerflichkeiten. Die beiden Studentinnen Bobbi und Frances sind ein Paar. Sie lernen das zehn jahre ältere Ehepaar Melissa und Nick kennen. Die zwichenmenschlichen Beziehungen sind kompliziert. Aber mir gefällt, wie nachvollziehbar Rooney diese Differenzen und Anziehungen beschreibt. In Ihrer Danksagung schreibt sie, dass viele Dialoge einen echten Ursprung haben und ihre Freunde ihr als eine Art Schablone dienten und das merkt man beim lesen. Die Dialoge sind echt, sie lassen sich schnell lesen. Mich haben sie mitgeirssen. Ganz nebenbei werden relevante philosopische, gesellschaftliche Konzepte diskutiert. Das Niveau ist dadurch fast anspruchsvoll. Gleichzeitig wird immer wieder die Affäre, um die es geht thematisiert. Am beeindruckensten ist für mich der Schreibstil: Es wird mit einer Liebe zum Detail, jedes Gefühl und jeder Schritt beschrieben. Gleichzeitig, weiß die Autorin genau, was sich nicht zu erzählen lohnt, wird ausgelassen. So kommt keine Langeweile auf. Außerdem ein Pluspunkt: es wird eine echte Freundschaft zwischen Frauen thematisiert. Das kommt in der Literatur, leider nur selten vor. Ich würde empfehlen, das Buch als junge Frau zu lesen, viele Probleme, die man als Frau hat, werden angesprochen. Man fühlt sich beim lesen fast wie in seinen eigenen Gedanken. Viele kritisieren wie unsympathisch die Protagonistin ist, aber ich kann sie irgendwie sehr gut verstehen, auch wenn ich nicht gut finde, wie sie sich verhält. Am meisten liebe ich wirklich die Art, wie die Autorin schreibt, wie sie denkt, wie sie fühlt: Zitate: „Als Bobbi über mich sprach, fühlte es sich an, als würde ich mich zum ersten Mal in einem Spiegel sehen.“ „Ich hatte keine Errungenschaften oder Besitztümer, die bewiesen, dass ich eine ernsthafte Person war.“ „Es war, als hätte jemand das Ende eines unsichtbaren Bleistifts angehoben und sanft mein ganzes Erscheinungsbild ausradiert.“ „Das Innere meines Körpers war heiß wie Öl. Ich war besessen von einer überwältigenden und intensiven Energie, die mir zu drohen schien.“ „Das ganze Thema finanzieller Abhängigkeit ist so messed up.“ „Ich muss lustig und sympathisch sein, dachte ich. Eine lustige Person würde eine Dankes-E-Mail schicken.“
Sally Rooney‘s style of writing always feels unique, highly contemporary, and brilliantly observant. I love that she makes you feel like you get to know the characters intimately, while still keeping a distance that ultimately makes them even more real. Still, Conversations with Friends was my least favorite of her novels. The characters, especially Frances, were irritatingly unlikeable throughout the entire book. I get that that might have been the point, but it was still hard to get through at times. Her strangeness reminded me of the narrator in The Bell Jar, who I remember finding equally as captivating and disconcerting. This feeling was even stronger in the case of Frances because she seemed so utterly unaware of her troubling behavior and the obvious underlying mental health problems. Also, since I wish I’d had a specific trigger warning before reading: The book contains depictions of disordered eating habits and self harm.
Lieb sie doch, die Sally Rooney!
Was soll ich sagen? Sally Rooney schafft es immer, dass ich an ihren Romanen kleben bleibe und ich das Gefühl habe, weiterlesen zu müssen, um den Figuren wieder nahe sein zu können. Ich liebe Frances in vielerlei Hinsicht: ihre Liebe zu Bobbi, ihr Verlangen nach Nick, wie sie manche Dinge hasst und darüber denkt. Manchmal habe ich sie entnervt verfolgt: rennt sie wieder zu Nick, er behandelt sie echt nicht gut, sagt sie Bobbi nichts von der Geschichte, schluckt ihre Meinung herunter und flüchtet. Nick - der treudoofe und erfolglose Mann der Geschichte. Ich verstehe, warum Frances ihn anziehend findet, bin aber froh erwachsener darüber zu denken. Wenn ich 21 wäre, da würde ich sicherlich ähnlich denken und handeln. Und Melissa? Irgendwie cool und abgeklärt. Gleichzeitig aber verletzlich und irgendwie auf verkorkste Art immer noch in Nick verliebt. Ihre krasse Ehrlichkeit war manchmal wie ein Schlag ins Gesicht. Bobbi hat krass feministische Gedankengänge und Einstellungen. Einerseits super cool, andererseits war mir das manchmal zu viel Hardliner. Ich liebe übrigens das Ende! Ich kann mir vorstellen, dass einige Lesende das anders sehen. Aber es macht Frances eben authentisch. Sie ist jung und wird noch öfter Fehler machen. Da kann man sich auch mal für die Person entscheiden, der man völlig verfallen ist. Liebs!
Sally Rooney's Schreibstil ist unvergleichbar. Sie erzählt Geschichten lebensweise und gedankenanregend. Auch conversations with friends konnte mich wieder von ihrer Schreibkunst überzeugen. Die Charaktere versuchen nicht sympathisch rüberzukommen, sondern einfach nur ehrlich. Ich kaufe ihr jeden Gedanken ab und fühle mit den Charakteren mit.
𖦹
ich glaube, ich habe irgendwann vor einem jahr die serie geschaut. ich mochte sie sehr. jedoch gefiel mir beim lesen nicht, dass ich dadurch bereits assoziative vorstellungen von den im buch enthaltenen charakteren hatte. dass in meinem kopf sozusagen schon festgelegt ist, wie sie aussehen, hat meine eigene vorstellungskraft etwas eingeschränkt. zu beginn dachte ich, das buch wird etwas langweiliger zu lesen, weil ich die serie ja schon kenne. aber eigentlich erinnerte ich mich im endeffekt nicht an viel. durch das buch wurde mir eine ganz andere ebene der handlung eröffnet. ich konnte genau sehen, was in frances kopf abläuft. konnte es schwarz auf weiß lesen sozusagen. somit musste ich nicht ausschließlich erraten, was die figur gerade denkt. auch wenn das in der serie gut gemacht ist und ich dieses erraten mag. mir fiel jedoch sehr früh auf, dass das buch dadurch eine andere form der tiefe erreicht, was mich sehr begeistert hat. begleitet von sally rooneys schreibstil ist es extrem schön zu lesen. auch wenn normal people mein lieblingsbuch ist bzw. eines meiner lieblingsbücher seit jahren ist, habe ich vergessen, wie sehr ich sally rooneys art zu schreiben liebe. nachdem ich jetzt gerade beautiful world, where are you lese, ist mir allerdings aufgefallen, dass der schreibstil in conversations with friends schon anders ist. ich habe jede seite genossen zu lesen. das war bei büchern in den letzten jahren doch eher selten. wie bei 22 bahnen von caroline wahl hat das lesen des buches und der schreibstil sich auch auf meine art zu schreiben und zu denken ausgewirkt, was ich extrem faszinierend fand. es hat quasi einfluss auf meine eigene gedankenwelt genommen. generell bewirkt lesen das bei mir. ich habe angefangen, eigene beobachtungen und gefühle anders zu denken. sozusagen. mehr formuliert wie in einem buch oder aus der sicht eines charakters innerhalb eines buches. es ist schwer in worte zu fassen. ich habe in irgendwie poetischer klingenden sätzen gedacht und in meinem kopf meine umwelt angefangen, poetischer zu beschreiben? zumindest war das mein eindruck. beispielsweise, wenn mir eine person entgegenkam, die assoziationen zu etwas in meiner vergangenheit hervorrief, dann hat mein kopf das in sätzen gedacht, die auch frances hätte denken können. nur als beispiel. ich drücke mich kreativer aus, was sich auch in meinen eigenen gedanken zeigt. außerdem habe ich saya grays album saya oft beim lesen in der bahn gehört und ich finde, dieses album passt sehr gut zum vibe des buches. dadurch, dass ich viel mehr sehen konnte, was in frances gedankenwelt abläuft, im vergleich zur verfilmung, habe ich auch viel mehr mit ihr als figur sympathisiert. sie war weniger eine abstrakte, unerreichbare identität für mich. ich sah mich oft sogar in ihr selbst wieder. in ihren gedanken oder verhaltensweisen oder wünschen. nachdem ich mich in der serie nicht so mit ihrem charakter verbunden gefühlt habe, finde ich das sehr interessant und faszinierend. ich mochte irgendwie alle charaktere und zeitgleich mochte ich trotzdem keinen von ihnen. auch wenn es eins meiner lieblingsbücher von nun an sein wird, mochte ich das ende nicht allzu sehr.
Sally Rooney fängt subtil Nähe, Sehnsucht und Verletzlichkeit ein – ein kluger, leiser Roman über Liebe und Freundschaft.
Mit Gespräche mit Freunden entwirft Sally Rooney ein feinsinniges Porträt von Beziehungen, Freundschaft und Selbstfindung in der heutigen Zeit. Der Roman ist leise, subtil und zugleich scharf wie ein Skalpell: Er beleuchtet die Nuancen von Nähe, Sehnsucht und Verletzlichkeit ohne übertriebene Dramatik. Im Zentrum steht Frances, eine kontrollierte, analytische Erzählerin, die ihre Gefühle meist auf Distanz hält. Gerade diese Mischung aus Selbstkontrolle und verletzlicher Offenbarung macht sie zu einer faszinierenden Protagonistin, deren innerer Konflikt den Kern des Buches bildet. Ihre enge, aber oft unausgeglichene Freundschaft mit Bobbi zeigt die Komplexität moderner Beziehungen – chaotisch, liebevoll, manchmal schmerzhaft. Die Begegnungen mit dem älteren Ehepaar Melissa und Nick offenbaren subtil die Spannungen von Macht, Erfahrung und unausgesprochener Sehnsucht. Nick wird für Frances zunehmend ein Anziehungspunkt, während Bobbi sich von Melissa fasziniert zeigt – ein komplexes Geflecht aus Emotionen, das niemals einfach ist. Rooney beleuchtet Intimität und Abhängigkeit mit brutaler Ehrlichkeit: Die Figuren wirken menschlich, verletzlich und nie idealisiert. Der Schreibstil ist messerscharf und nüchtern, was die emotionalen Momente umso intensiver wirken lässt. Die Gespräche über Kunst, Politik, Gender und Selbstreflexion wirken manchmal prätentiös, sind aber bewusst so gesetzt, um die Gedankenwelt der Figuren authentisch zu spiegeln. Auch die Darstellung von Untreue wird nicht romantisiert, sondern zeigt den Schmerz, die Komplexität und moralische Ambivalenz realistischer Beziehungen. Das Ende rundet die Geschichte still, aber bittersüß ab – kein dramatisches Finale, sondern ein leiser, passender Abschluss, der die inneren Entwicklungen der Figuren würdigt. Fazit: Gespräche mit Freunden ist ein kluger, leiser Roman über Freundschaft, Liebe und Selbstfindung, der die Feinheiten menschlicher Beziehungen brillant einfängt. Für alle, die subtile, psychologisch dichte Literatur schätzen, ist dieses Buch ein Muss.
Gutes Debüt
Schon in ihrem Debüt zeigt Sally Rooney ein gutes Gespür und gute Beobachtungsgabe von Zwischenmenschlichem. Hier trifft sie die porträtierte Generation sehr gut und kann sie gut beschreiben, irgendwo zwischen Pseudointellekt und irrationalen Gefühlen. Sprachlich ist das alles oft etwas repetitiv, was ab und zu etwas anstrengend macht zu lesen. Und wann ist’s zum Verbrechen geworden Anführungszeichen zu benutzen?
Ein wirklich gut geschriebenes Buch, diese Schreibweise fesselt mich einfach. Die Charaktere lernt man aus Frances Perspektive kennen und schon bald fängst du an sie genauso zu lieben, zu hassen aber auch zu verstehen, auch wenn du nicht mit allen Entscheidungen einverstanden bist. Freundschaften schwanken manchmal zwischen lieben und hass, das hat Sally Rooney mit der Freundschaft zwischen Bobby und Frances auf den Punkt gebracht. Nicht alles ist immer Friede Freude Eierkuchen sondern es kann auch mal richtig krachen… Frances möchte einfach gesehen werden, ob im positiven oder negativen, Hauptsache sie wird als Mensch wahrgenommen der es wert ist zu leben und geliebt zu werden. Ich wollte immer, dass jeder Frances versteht wie ich es habe aber das hat sie selbst noch nichtmal getan, da kann ich nicht verlangen dass andere sie so sehen wie ich sie sah, als eine Person die voller Emotionen steckt, jedoch keine Ahnung hat wie sie mit ihnen umzugehen hat und sie zeigen soll. Emotional konnte ich mich mit vielen Themen identifizieren auch, wenn ich sie noch nicht durchlebt habe, jedoch haben es freunde von mir… Zitat: „ its a Book that gets you in your feelings and is hard to get out“
Konnte mich emotional nicht erreichen.
Ich verstehe, weshalb viele dieses Buch super finden, doch mich konnte es nicht überzeugen. Ich habe Respekt davor, dass Sally Rooney unbequeme Beziehungen und emotionale Unsicherheiten thematisiert, aber mit den Figuren bin ich nicht warm geworden. Ihr Umgang miteinander war distanziert, manipulativ und alle waren emotional unreif. Ihre Entscheidungen haben mich eher frustriert als berührt. Die "moderne" Realität, die hier gezeichnet wird, war für mich schwer nachvollziehbar und der Roman allgemein anstrengend zu lesen.
Witzig, traurig, unterhaltsam, ehrlich
Der Roman hatte für mich ein bisschen von allem. An Stellen ist er witzig und unterhaltsam, an anderen sehr traurig. Hinterlässt einen teils betroffen, den destruktiven Gedanken der Protagonistin zu folgen. Die Charaktere sind komplex, die Gedanken sehr ehrlich.
Angenehm zu lesen- unsympathische Charaktere und vermeidbare Konflikte
Zu Beginn des Werks findet man als Lesender sehr gut in die Handlung und kann den Handlungsschritten der Protagonistin/ Erzählerin aufgrund ihrer sehr direkten, und persönlichen Erzählung gut folgen und fühlt mit ihr. Ihr Erzählweise ist sehr subjektiv, bietet dabei sehr viel Menschlichkeit und Möglichkeiten, sich mit ihren Gefühlen und Gedanken zu identifizieren, aber auch ihre eher kontroversen Entscheidungen zu reflektieren. Im Laufe des Werks sah ich mich damit konfrontiert, dass ich keinen der 4 Hauptcharaktere als sympathisch empfand. In mehreren Situationen ging es mir durch den Kopf, dass es, obwohl es wie der Titel andeutet, viel um Konversationen unter den Beteiligten geht, keine klare Kommunikation stattfindet. Des Weiteren empfand ich die Charaktere alle als sehr überspitze Karikaturen bestimmter Stereotype und jeder hatte auf seine Art und Weise das Gefühl der Leidtragende zu sein und auch dies empfand ich als sehr anstrengend. Trotzdem ein angenehmes, ehrliches und sehr offenes Werk. Leider mit sehr schwierigen Charakteren, die viele Probleme mit klarer Kommunikation hätten lösen können. Auch das Ende empfand ich leider als unbefriedigend , da es in meinen Augen keine Einsicht, Rücksicht oder Wachstum der Charaktere zeigt. Es lässt sich natürlich argumentieren, dass genau dies von der Autorin intendiert war, dies vermag ich aber nicht zu beurteilen.
Oh Sally. Where to begin? Some of you might remember that about two years ago I read "Normal People" and was phenomenally underwhelmed by it. But then one thing lead to another, Alex Katz had an exhibition at the Guggenheim, the Bookstagrammers won book trivia, and all of a sudden I was reading "Conversations With Friends" on a plane back to Germany. So here is the story of Sally Rooney and me trying one more time. First of all, "Conversations With Friends" was significantly more engaging than "Normal People" was. I flew right through it, read it in no time - and felt like biting it. But not in a cute and sexy way but more in a "I f***ing hate every character in this goddamn book and I don't know what to do with all this aggression I am feeling here"-way. So what to make of that in terms of reviewing a book? Because here is the thing: "Conversations With Friends" is well written, and it made me feel something. Those are two things that can generally be said about good books. But still I have a problem with Sally Rooney, namely the same problem I already had when reading "Normal People". I feel like she romanticizes unhealthy behavior. As a young woman, you do not have to wallow in self-imposed agony to be interesting; to have a life worth talking about. Emotional self-harm (or self-harm of any kind) is not cool. It doesn't make you "The mysteriously poetic and elusive lady". If anything, it makes you "The lady who suffers unnecessarily". You can lead a stable and happy life with healthy communication and enriching relationships and still have your hOt GiRL tWeNtiEs, regardless of what Sally Rooney's books tell you. Not all people are out to get you, love doesn't have to hurt this much, you CAN open up to people, and an honest and open conversation solves more problems than a bottle of red wine, pain killers and meaningless s3x with strangers ever will. So these are my two cents on "Conversations With Friends". Feel free to disagree in the comments, I'm ready to discuss
„Conversations with Friends“ war mein erstes Buch von Sally Rooney – und irgendwie auch mal was ganz anderes. Am Anfang musste ich mich echt an den Schreibstil gewöhnen, weil die Autorin komplett ohne Anführungszeichen schreibt. Das hat mich teilweise voll verwirrt, weil ich manchmal nicht verstanden habe, wer gerade redet. Erzählt wird aus der Ich-Perspektive von Frances. Inhaltlich bin ich so ein bisschen hin- und hergerissen. Ich fande es aufjedenfall Mega gut das so viele wichtige Themen aufgegriffen wurden, und in manchen Situationen hab ich mich echt in Frances wiedergefunden. Andererseits war ich oft einfach nur genervt oder verwirrt von den ganzen Charakteren. Manchmal konnte ich ihre Gefühle und Reaktionen nachvollziehen – und dann wieder gar nicht. Was mir aber wiederum sehr gut gefallen hat, dass es super real war mit Situationen die wirklich so öfter passieren als man denkt. Am Ende gibt’s von mir 3,5 Sterne ⭐️.

Ich weiß wieder gar nicht was ich sagen soll … für mich schafft es die Autorin, dass ich den Figuren auf so wenigen Seiten so schnell nah komme, dass ich sie gar nicht mehr verlassen will. Wie auch bei „normale Menschen“ dachte ich, gib mir mehr Seiten - ich will noch mehr wissen. Jede Figur fand ich wieder grandios, auch hat mich das Buch so zum nachdenken gebracht 🫶 Der Schreibstil ist wieder der Hammer gewesen und schnell entwickelte er einen ähnlichen Sog wie bei „normale Menschen“. Ich kann noch nicht genau sagen, was die Autorin mit mir macht - aber auch welche Art und mit welchem Inhalt sie die Seiten ihrer Bücher füllt - das hat für mich definitiv was mit Magie zu tun 😳
Loved it!
Another Rooney that had me flying through the pages. She mostly tells stories which are not full of action, event followed by event, yet draws her characters so well that you find yourself mesmerised nevertheless. The inner thoughts of her protagonist(s) and the picture she draws of the people around might not always be relatable for everybody, but they do realistically show the complexity of human relationships and the multilayeredness of our motives, all being shaped by our past and learned patterns. Interesting read!

Rooney is a master of depicting human behaviour and interpersonal communication. That one significant email from Melissa was a work of art in itself! I didn't like this one as much as Normal People though. The first half read quite slow and I feel the writing could be more dense in that part. Overall, I couldn't connect to the characters that well but the whole constellation of figures with their motives and flaws was still very intriguing.
meh
Frances hat mich ab der Hälfte des Buches ca. so sehr genervt - 90% ihrer Gedanken waren absolut autonormal & trotzdem beschreibt sie sich selbst als „so anders als alle“ & „so ein schlechter Mensch“ & „so nicht normal“. pick me des todes! Sie verhält sich kindisch, kann überhaupt nicht kommunizieren & ist alles in allem eine langweilige Hauptfigur. & wie oft kann man die Beschreibung „i swallowed a mouthful of wine/water/…“ eigentlich benutzen? ahh so schade, mochte die beiden anderen Büchern gerne aber das konnte ich mir nur schwer geben.
Das Buch hat mich viel fühlen lassen.
Ich bin mir noch nicht ganz sicher, wie ich das Buch bewerten soll. Es hat mich auf jeden Fall einiges fühlen lassen. Habe aber zwischendurch gemerkt, dass ich in meinem Leben etwas deprimierter durch die Welt gehe.. Die Schreibweise und Länge war sehr gut, aber die Stimmung war für mich manchmal zu negativ. Obwohl das Leben nunmal so sein kann.
Alltagsliteratur die begeistert
Mein zweites Buch von Sally Rooney und auch diesmal hat es mir ihr Schreibstil wirklich angetan. Wie Gedankenzüge ausformuliert wurden war faszinierend denn durch sie habe ich mich selbst wie die FMC gefühlt ✨ Eine tolle Revision der heutigen Beziehungskultur und gleichzeitig eine Erinnerung daran, wie wichtig Kommunikation und Gefühlsoffenheit in Beziehungen sind, egal ob in Freundschaft oder Partnerschaft.
Ein intimes Porträt von Beziehungen und Identität
In "Gespräche mit Freunden" bietet Sally Rooney einen faszinierenden Einblick in die komplexen Dynamiken zwischen Freundschaft, Liebe und Selbstentdeckung. Durch ihre einfühlsame Erzählweise entfaltet Rooney ein intimes Porträt von vier Charakteren, deren Beziehungen und Identitäten sich auf faszinierende und manchmal schmerzliche Weise miteinander verflechten. Die Dialoge sind scharfsinnig und authentisch, und Rooneys Fähigkeit, subtile Emotionen und Zwischentöne einzufangen, macht das Buch zu einem unvergesslichen Leseerlebnis. "Gespräche mit Freunden" ist eine bemerkenswerte Reflexion über die Suche nach Zugehörigkeit und die Komplexität menschlicher Verbindungen, die den Leser noch lange nach dem Zuschlagen des Buches beschäftigen wird.

Das war mal ein Auf und Ab für mich. Mein erstes Buch von Sally Rooney finde ich schwierig zu bewerten. Auf der einen Seite war die Geschichte interessant, auf der anderen Seite hat sich mich phasenweise nicht gepackt. Die Charaktere fand ich zum einen total faszinierend, authentisch und nachvollziehbar (ich hab mich zum Teil wiedererkannt in einigen Verhaltensmustern von Frances), zum anderen fand ich alle vier irgendwie nervig (phasenweise), was aber vermutlich auch für die Authentizität der Protas spricht. Ich fand es wirklich gut, dass Themen in diesem Buch behandelt wurden, die in unserer teilweise Gesellschaft totgeschwiegen werden (z.B. Endometriose), zum anderen gingen mir manche der Themen aber auch nicht tief genug (z.B. die Ausarbeitung von Beziehungen junger Erwachsener zu ihren Eltern). Das Ende hat mir gefallen, bis der Punkt kam im Buch, an dem es mir nicht mehr gefallen hat (quasi der letzte Satz). Insgesamt verstärkt das Ende aber meinen Eindruck, den ich von einigen Charakteren im Laufe der Geschichte bekommen habe (opportunistisch, unreif, selbstzerstörerisch). Insgesamt bleibe ich, wenn auch gut unterhalten, zwiegespalten zurück. Ich denke, ich werde weitere Bücher der Autorin lesen, nur um zu sehen, ob sie ihre vielversprechenden Tendenzen in späteren Büchern stärker ausarbeiten kann.
„Wenn sich zwei Menschen gegenseitig glücklich machen, dann funktioniert es.“ Hat mir so viel besser gefallen als Normal People - keine Ahnung ob es am Buch oder der Sprache lag. Hätte es am liebsten in einer Sitzung komplett durchgelesen. Rein von der Wellenlänge her sind Sally Rooney‘s Bücher aber glaub ich insgesamt nichts für mich. Ich glaube, wir sehen die Welt ein bisschen verschieden. Aber vllt macht es auch genau das gerade so interessant, mehr von ihr zu lesen.
Wow. Ich habe diese Buch innerhalb von zweieinhalb Tagen verschlungen, und das nicht umsonst. Eigentlich passieren keine Ereignisse, die Spannung entstehen lassen, aber die Sprache und die Verwicklungen und Freundschaften haben mich total gepackt. Die Charaktere waren total authentisch, manche mochte ich, manche weniger, und das hat sich im Verlauf teilweise auch geändert. Ich hatte keine großen Erwartungen an das Buch, weil ich nicht so ganz wusste, worum es geht und das ist auch schwer in Worte zu fassen. Das war das erste Buch von Sally Rooney, das ich gelesen habe und ich freu mich schon auf weitere.
"Conversations with friends" creates a very cold and distant atmosphere. At times it did feel very raw and realistic and managed to captivate me but it was also often arduous to read. I didn't particularly like the characters and I didn't care about them or their struggles a whole lot. Frances is very indecisive and self-destructive in way that makes it hard to root for her. To sum it up the book had lots of potential but didn't live up to it. It made me curious for Sally Rooney's other works though.
Classic Rooney
Protagonistin nervt einen nach nur wenigen Seiten. Irgendwann fragt man sich, ob man lediglich den Geltungsdrang der Schriftstellerin in den Charakteren wiederfindet. Dennoch gut geschrieben, ich zumindest mag ihren Stil. Weniger die Charaktere bzw. diese scheinbar komplexen intellektuellen „pick me“ Figuren. Da die Protagonisten aber sehr jung ist, kann man sich mit dem Bedürfnis, alle anderen durchschauen und sich abheben zu wollen von dem Rest, emotional nachvollziehen. Dennoch hat man das Gefühl, wie bei allen Büchern von Rooney, sich in einer ganz bestimmten 'Bubble' zu bewegen - Künstlerkreise, die zu allem eine ganz starke Meinung haben müssen und diese dann philosophisch angehaucht, in der Villa eines reichen Bekannten, Wein trinkend, erörtern. Schön geschrieben, viele Emotionen, Ängste und Unsicherheiten zwischen den Zeilen - dadurch dennoch gern gelesen!
???
Naja, nach dem ersten Drittel hätte ich es am liebsten abgebrochen. Man muss sagen, dass es Sally Rooney gut gelingt, ihre Protagonistin als unausstehlich darzustellen. Die Geschichte war unrealistisch, die Figuren sichtlich erfunden und unzuverlässig. Frances, die Protagonistin, ist eine einzige Dramaqueen, die ganz dringend ne Therapie machen sollte, weswegen man das Buch alle 5 Minuten genervt zur Seite legt, um sich zu beruhigen. Die grundlegende Storyline hatte Potenzial und Rooneys literarischer Stil gefällt mir sowieso.
ungeschliffen, egoistisch und unsympathisch
erscheinen die Hauptcharaktere vom „Conversations with Friends häufig. Was zuerst nicht wirklich einladend klingt, regt einem immer wieder zur Selbst-Reflexion an. Diese reale und ehrliche Darstellung von Charakteren finde ich mutig. Das Buch ist direkt. Manche Passagen wie ein Faustschlag ins Gesicht. Manche Seiten hinterlassen einen bitteren Geschmack. Vor allem, wenn man Denk- und Verhaltensweisen von sich selbst wiedererkennt und mit eigenen Schwächen und Fehlern konfrontiert wird. Es zeigt die Komplexität von Gefühlen und Beziehungen. Für mich war es gleichzeitig zeitweise anstrengend zu lesen und trotzdem kehrte ich immer wieder zurück. Wie Nick, Melissa, Bobbie und Frances selbst.























































