Dark Places - Gefährliche Erinnerung
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DER ZWEITE ROMAN VON GILLIAN FLYNN - AUTORIN DES MEGA-BESTSELLERS »Gone Girl«
Sie war sieben, als die Schüsse fielen. Als sie in die kalte Nacht hinauslief und sich versteckte. Als ihre Mutter und ihre beiden Schwestern umgebracht wurden. Als ihre Zeugenaussage ihren Bruder hinter Gitter brachte. Jetzt, 25 Jahre später, ist aus Libby Day eine verbitterte, einsame Frau geworden, deren Leben eigentlich keines mehr ist. Doch inzwischen gibt es Leute, die an der Schuld ihres Bruders zweifeln. Libby muss noch einmal ihre Vergangenheit aufrollen: Was hat sie in jener verhängnisvollen Nacht wirklich gesehen? Ihre Erinnerungen bringen sie in Lebensgefahr – so wie damals.
Book Information
Author Description
Gillian Flynn ist mit ihrem dritten Buch >Gone GirlCry BabyBritish Dagger AwardsDark PlacesLiteraturpreise:British Dagger Award
Posts
Spannung baut sich erst langsam auf, Neugier siegt, viele unsympathische Personnen
Libby überlebt als kleines Mädchen ein Familiendrama für das anscheind ihr Bruder verantwortlich ist. Als ihr das Spendengeld ausgeht, versucht sie an Geld zu kommen indem sie versucht an die Dark Places zurück zu kehren. In diesem Buch wimmelt es von unsympathischen Personen und es fällt nicht leicht die Handlungen nach zu voll ziehen. Am Ende empfand ich aber Mitlied mit einigen Beteiligten und die Auflösung hätte ich so auch nicht kommen sehen. Durch die verschiedenen Perspektivwechsel und Zeitebenen erhält man einen guten Einblick in das Innenleben und Motive der Beteiligten.
Während des Lesens ist mir aufgefallen, dass ich das Buch schonmal gelesen hab, und ich weiss einfach noch zu viel als das es spannend für mich wäre, weshalb ich das leider abbrechen musste. Deshalb bei diesem Read leider nur 3 Sterne, ich weiss aber, dass ich es beim ersten Durchgang besser bewertet hätte. Ansonsten ein unterhaltsames, spannendes Buch.
Ein fesselndes Buch, dass mich wirklich sehr gut unterhalten hat.
Diese Geschichte ist ein gute Beispiel dafür, dass man nicht nach den ersten Seiten abbrechen sollte. Zumindest nicht sofort. Es ging mir hier tatsächlich so. In den ersten Seiten lernen wir Libby kennen, die Überlebende von jener Nacht. Libby jetzt 32 Jahre alt und hat keine Ahnung was sie mit ihrem Leben anfangen soll und da das Geld knapp wird, machte sie nun die erste Gedanken darüber. Ich wollte das Buch deshalb fast abbrechen, weil ich sowas gar nicht leiden kann. Mit Ü30 sollte man wissen wie man das Geld verdienen möchte. Egal welchen Schicksalsschlag man hatte. Hab dennoch weitergelesen und es nicht bereut. Die fesselnde Schreibweise hat mich hier mitnehmen können. Typisch für eine Übersetzung von Christine Strüh, die mir schon ein paar Geschichten gut erzählen konnte. Der Spannungsroman zeigt auch dass die Protagonistin über sich hinauswachsen kann und wir erfahren hier auch aus Sicht von Ben, der deswegen im Gefängnis sitzt, was damals passiert. Zudem befasst sich nun Libby endlich nach 25 Jahren mit den damaligen Geschehnissen und kleiner Spoiler, es ist nicht alles so, wie sie es in Erinnerung hatte. Eine spannende Familientragödie.
Die Hauptcharaktere wie immer unsympathisch aber mitreißend. Die Sichtwechsel und Zeitsprünge haben die Story lebendig gemacht, aber zu ein paar Facts fehlen mir die Erklärungen (was aber auch an mir liegen kann). Alles in allem hatte ich mehr Vergnügen als bei "Crybaby", aber nicht so viel wie bei "Gone girl".
Schöner twist am Ende. Wie man es von ihr kennt.
Ich mag sehr, wie sie schreibt und ihre Romane aufbaut. Sie wechselt mit den Kapiteln zwischen den maßgeblichen Personen hin und her und verschafft dem Leser so einen guten Einblick und auch die Möglichkeit, sich selbst ein Bild zu machen und automatisch mitzurätseln. Da das mein zweites Buch von ihr war und ich auf ihre schönen twists am Ende vorbereitet war, kamen mir vor allem auf den letzten 100 Seiten die unterschiedlichsten Gedanken, aber das letztendliche Szenario war nicht dabei! Sie kriegt mich immer wieder! 😄
Kurzbeschreibung: Sie war sieben, als die Schüsse fielen. Als sie in die kalte Nacht hinauslief und sich versteckte. Als ihre Mutter und ihre beiden Schwestern umgebracht wurden. Als ihre Zeugenaussage ihren Bruder hinter Gitter brachte. Jetzt, 25 Jahre später, ist aus Libby Day eine verbitterte, einsame Frau geworden, deren Leben eigentlich keines mehr ist. Doch inzwischen gibt es Leute, die an der Schuld ihres Bruders zweifeln. Libby muss noch einmal ihre Vergangenheit aufrollen: Was hat sie in jener verhängnisvollen Nacht wirklich gesehen? Ihre Erinnerungen bringen sie in Lebensgefahr – so wie damals. *Quelle* Zur Autorin: Gillian Flynn wuchs in Kansas City auf. Sie arbeitete als Journalistin für den San Francisco Examiner und U.S. News & World Report und war die leitende TV-Kritikerin von Entertainment Weekly. Die Autorin lebt nach Stationen in Los Angeles und New York heute in Chicago. Meinung: 1985: Die 7-jährige Libby Day muss mitansehen, wie ihre Mutter Patty und ihre beiden Schwestern Michelle und Debby grausam ermordet werden. Als Täter benennt sie ihren 15-jährigen Bruder Ben. Er war anscheinend Mitglied in einer Satanisten-Sekte, die Tiere geopfert hat und soll Drogen konsumiert haben. Bis heute ist Libby nie so ganz über diese Vorkommnisse hinweg gekommen und hält Ben immer noch für schuldig. Doch nun ist der Spendenfonds, der damals für sie als einzige Überlebende des Massakers eingerichtet wurde, so gut wie aufgebraucht und Libby weiß nicht, wie sie ihr Leben finanzieren soll, da sie nie arbeiten gegangen ist und keine Ausbildung hat. Da kommt ihr Lyle Wirth gerade richtig: Er ist Mitglied des „Kill Club“, einem Verein von Kriminal-Fans, die von Bens Unschuld überzeugt sind und ihr viel Geld dafür bieten, den Fall eigenständig nochmals aufzurollen. Libby macht sich auf die Suche nach damaligen Freunden und Bekannten, spricht auch mit ihrem Bruder Ben im Gefängnis. Und ganz langsam kommen ihr Zweifel an seiner Schuld... Finstere Orte konnte mich von Anfang bis Ende stark begeistern. War Gone Girl im letzten Jahr für mich eine eher mäßige Lektüre, konnte mich Gillian Flynn mit ihrem Roman-Vorgänger durchweg vereinnahmen und in Atem halten. Libby Day ist der Hauptcharakter des Buches. Sie kommt anfangs sehr unsympathisch daher, ist labil, hat so gut wie mit ihrem Leben abgeschlossen, ist sehr sarkastisch und auch ein wenig weltfremd. Ihre Vergangenheit hat sie nicht richtig verarbeitet und verdrängt sie, anstatt sich damit auseinanderzusetzen. Die Geschichte selbst wird abwechselnd in verschiedenen Zeit- und Handlungsebenen erzählt. Da wäre einmal Libbys Sicht in der Gegenwart und die ihrer Mutter Patty und ihres Bruders Ben in der Vergangenheit, am Vortag und Tag des Massakers. Bis zum Schluss ist der Leser nicht sicher, ob Ben nun die furchtbare Tat begangen hat oder nicht, denn Gillian Flynn versteht es, ihn auf der einen Seite als unschuldig wirken zu lassen, aber auf der anderen Seite auch wiederum nicht. Denn der Umgang, den er zur damaligen Zeit pflegte, war nicht der beste. Seine zweifelhaften Freunde Trey und Diondra, die ihn geschickt manipulieren, wirken sich sehr negativ auf Ben aus. Aber auch Bens Vater, ein immer in Geldschwierigkeiten steckender Alkoholiker, der die Familie verlassen hat, wirkt verdächtig. Am Ende steht eine glaubhafte Lösung, mit der ich so nicht gerechnet hätte und tragisch ist. Doch vorher wird der Leser mit einer Familiengeschichte konfrontiert, die alles andere als eine heile Welt im beschaulich-ländlichen Kansas ist, die sich rasant lesen lässt und auch Mitleid erzeugt. Fazit: Finstere Orte ist in diesem Monat schon jetzt mein Lesehighlight! Tiefgehende Charaktere, die Mitleid aber auch Antipathie erzeugen und eine tragische Familiengeschichte, die in grausamen Morden mündet, halten den Leser von Anfang bis Ende in Atem. Unbedingte Leseempfehlung!
War ganz okay, mehr leider nicht
Ich bin etwas hin und her gerissen was dieses Buch betrifft. Angefangen hatte es sehr gut und das blieb es auch sehr lange. Es war düster, beklemmend, die Charaktere unsympathisch aber irgendwann zog es sich ohne Spannung in die Länge und ich wollte einfach nur noch wissen was genau jetzt eigentlich passiert ist. Das Ende war, naja, unerwartet aber irgendwie auch nicht "wow". Ich hatte mir da etwas mehr erhofft. Der Schreibstil ist auch Nichts für jeden. Ich denke ich werde von der Autorin kein weiteres Buch lesen.
Ein düsteres Buch, das mich mit dem gesammten Schreibstil in ein klebrig, düsteres Gefühl zieht ohne die Aussicht die sonnige Seite je wieder zu sehen. Ein völlig absurdes Szenario, ich frage mich ob auch nur irgendjemand vorher auf die Idee käme, wie der Fall gelöst wird.. Es hat mich aber auch nicht losgelassen, ich habe es kaum aus der Hand legen können. Wesentlich angenehmer als Gone Girl geschrieben! Auch wenn ich mich frage ob Flynn so in die Welt blickt... voller dunkler, trauriger und trostloser Adjektive. Ich brauche jedenfalls erstmal ein Kontrastprogramm!
This was my second read by Gillian Flynn, right after Sharp Objects. Although I liked the idea, I thought the plot could've picked up a bit faster. In the end, it still had me hooked with a lot of shocking scenes! I couldn't put it down, especially in the last 100 pages. Definitely deserved 4 stars.
Ohne die Leserunde hier hätte ich es vermutlich abgebrochen. Gillian Flynn ist einfach nicht "meine" Autorin und ich werde von ihr nichts weiteres lesen. Die Grundidee der Geschichte (...und auch das Ende) ist gut. Dafür 2 Sterne - Aber die Umsetzung ist einfach nicht meins gewesen. Bis zu den letzten paar Seiten ist mir einfach kein einziger Charakter auch nur ansatzweise sympathisch geworden, weshalb ich nicht mitgefiebert habe und mir letztendlich die Schicksale irgendwie egal waren. Diese verkorkste Farmersfamilie war einfach "nicht mein Ding", auch wenn das komisch klingt. Wie Libby versucht den Fall aufzulösen fand ich am Ende ganz spannend, aber letztendlich hat sie es auch nicht wirklich aus eigenem Antrieb gestartet (...wo wir wieder beim Thema Unsympath) wären. Auch gefällt mir irgendwie der Schreibstil/die Sprache nicht so gut, auch wenn es vermutlich zum Kontext und den Personen passt. Das Buch hat zudem so einige Längen, wo ich wirklich augenrollend dasaß und nur dachte: "Komm in die Pötte". Sicherlich ist die Realität oft verrückter und grausamer, als man sich das ausdenken könnte, aber irgendwie war mir das ales zu viel und zu überspitzt.
3,5 Sterne, Eines meiner Leseziele 2019 ist es, das bisherige Gesamtwerk von Gillian Flynn zu lesen. Dark Places ist das letzte Buch und das, das mir am wenigsten gefallen hat. Natürlich ist das Buch ein Page Turner, natürlich gibt es großartige Twists und Spannung zum Fingernägelkauen. ABER...im großen und ganzen ist das Buch ein PovertyPorn. Anders kann ich das nicht beschreiben. Die Armut der Familie wird regelrecht schaulustig ausgeschlachtet. Gillian Flynn lässt eine Protagonistin im Buch erzählen wie sie als Kind (wohlhabender Farmer) zu Schulzeiten auf die Armut von Mitschülern reagierte. Sie wollte nicht sehen, dass diese ihren "Free-Lunch" bekommen, sie wollte nicht mit der Armut konfrontiert werden. Und so ging es mir als Leserin dieses Buches auch. Die Armut ist entscheidend für den Plot, aber ich hätte das alles lieber nicht gelesen. Dazu ist das Buch an so vielen Stellen ekelhaft, abstoßen, herzzerreißend. Blut, Hundekot, Kotze, Eingeweide, Körperflüßigkeiten. Das war alles eine Spur too much für mich.
Wie von der Autorin gewohnt war Dark Places sehr düster, spannend und voller Wendungen. Die Geschichte hat mich schnell gepackt. Libby ist eine aussergewöhnliche und interessante Protagonistin, sie ist zu Beginn nicht unbedingt sympathisch, doch man kann ihre Einstellung aufgrund ihres Hintergrundes gut verstehen. Der Aufbau der Geschichte hat mir ebenfalls gut gefallen da man zusammen mit der Protagonistin anfängt zu rätseln was wirklich passiert ist. Das Ende war dann richtig fesselnd und die Auflösung konnte mich überraschen.
"Dark Places / Gefährliche Erinnerung" war mein zweites Buch dieser Autorin, und mehr und mehr gewinne ich dreierlei Eindrücke: Sie schreibt schwierige, sperrige weibliche Charaktere, die es einem nicht leicht machen, sie zu mögen. Ihre Romane lesen sich oft beinahe wie True Crime - diese Bücher, die über wahre Verbrechen geschrieben werden, und von denen kaum jemand zugibt, dass er sie liest. Düster, verstörend, beinahe unangenehm voyeuristisch... Aber lebensecht. Irgendwie bastelt sie aus diesen Zutaten Romane, die mich in einer Art Hassliebe faszinieren und völlig in ihren Bann ziehen - obwohl ich mir sicher bin, dass sie bestimmt nicht jedermanns Sache sind. Auch in diesem Buch ist die Protagonistin alles andere als eine strahlende, sympathische Heldin. Im zarten Alter von sieben Jahren hat sie die Morde an ihrer Mutter und ihren beiden Schwestern miterlebt, ihren Bruder Ben vor Gericht der Taten beschuldigt, und seither wird ihr ganzes Leben davon bestimmt. Damit meine ich nicht nur die emotionalen Narben - und die hat sie definitiv. Sie trinkt zuviel, sie kann oft tagelang kaum das Bett verlassen, gelähmt von Depressionen und Antriebslosigkeit. Sie stiehlt alles, was sie in die Finger bekommt. Sie kann sich kaum dazu bewegen, Lebensmittel für sich und ihre ständig hungrige Katze zu kaufen. Sie hat überlebt, aber irgendwie ist ihr Leben seither erstarrt, fast schon vorbei. Sie hat nie gelernt, ihr Leben wirklich selber in die Hand zu nehmen. Auch über zwanzig Jahre später lebt sie immer noch von den letzten Resten großzügiger Spendengelder, sie hat nie gearbeitet oder auch nur einen Beruf erlernt... Ihr Jugend hindurch ist sie von entferntem Verwandten zu entferntem Verwandten abgeschoben worden, da sie immer wieder durch ihr aggressives, unverschämtes Verhalten auffiel - einmal ging sie sogar soweit, den Schoßhund ihrer Tante zu misshandeln und dabei ausversehen zu töten. So verständlich ihr Zorn auf das Schicksal auch ist, so dachte ich mir als Leserin doch öfter: jetzt komm, du musst jetzt langsam mal aufstehen und dein Leben in den Griff bekommen! Aber das ist natürlich einfacher als gesagt, und im Endeffekt macht sie die ersten wichtigen Schritte nicht, um endlich zu heilen, sondern nur, um mehr Geld aus der Tragödie herauszuschlagen. Mehr möchte ich hier noch nicht verraten, aber an dieser Stelle beginnt eine widerwillige Reise Libbys zu sich selbst. Und so unangenehm, aggressiv und wütend Libby auch sein kann - sie tat mir immer mehr leid. Ein gestrandetes Kind, das nicht mehr weiter weiß, weil niemand mehr da ist, der ihm wirklich etwas bedeutet. Genauso ein Opfer der Tragödie wie die Toten. Auf ihrer Reise findet Libby einen unerwarteten Verbündeten, mit dem sie mehr gemeinsam hat, als sie erst vermutet, und das Schicksal bringt sie auch wieder mit ihrem entfremdeten Vater und ihrem eingesperrten Bruder zusammen - und dadurch muss sie immer wieder darüber nachdenken, ob sie damals wirklich gesehen hat, was sie vor Gericht ausgesagt hat, oder ob ihr das von Psychologen eingeflüstert wurde. Und im Endeffekt muss sie sich dem Gedanken stellen, wie wichtig es für sie überhaupt noch ist, wer damals die Schuld trug. Für mich sind die Bücher von Gillian Flynn nicht wirklich Thriller. Psychologische Geschichten von Gewalt, Verbrechen, Sucht und Hilflosigkeit, ja. Düstere Familiengeheimnisse, abgründige Kleinstadtgeschichten. Fehlgeleitete Charakter, moralische Zweideutigkeit... Wie oben schon gesagt: für mich entwickelt diese originelle Mischung einen unglaublichen Sog, und dadurch sind die Bücher auch von vorne bis hinten spannend - es ist eben nicht immer die typische Thrillerspannung, manchmal ist sie eher langsam und schleppend, oder unterschwellig halb verborgen. Ich denke, da muss jeder mal reinlesen und selber entscheiden, ob ihm diese Mischung gefällt. Der Schreibstil schwankt zwischen den oft nüchteren, fast beißenden Gedanken Libbys, ihrem schwarzem Humor, hastig unterdrückter leiser Hoffnung, ihrer unbestimmten Sehnsucht nach einem gesünderen, harmonischeren Leben... Sie beschönigt nichts, gerade nicht ihre eigenen Fehler, und genau deswegen funktioniert der Schreibstil für mich so gut: er ist ehrlich, schonungslos. Manche Passagen sehen wir auch durch die Augen anderer Charaktere, aber diese Schonungslosigkeit zieht sich durch das ganze Buch... Und dabei wird immer klarer, dass gut und böse selten klar umrissene Konzepte sind. Gillian Flynns Bücher sind für mich das, was man im englischen "aquired taste" nennt: etwas, an dessen Geschmack man sich erstmal gewöhnen muss, und dann liebt man es - oder man hasst es. Ich liebe die Bücher, und wenn ich einmal eines angefangen habe, kann ich es kaum noch weglegen! Am Besten, man löst sich direkt von Anfang an von allen Erwartungen, die möglicherweise durch den Klappentext oder den Ausdruck "Thriller" geweckt werden; meiner Meinung nach lesen sich die Bücher am Besten, wenn man nicht versucht, sie in eine bestimmte Schublade zu stecken.
Nachdem mir "Gone Girl" überhaupt nicht gefallen hat, muss ich zugeben das ich Skeptisch war. Seeeehr Skeptisch. Doch ich wurde positiv überrascht. Die Geschichte war richtig gut. Direkt von der ersten Minute an, war ich gefesselt. Man hat sofort gemerkt das da was nicht Stimmt. Der Spannungsbogen wurde kontinuierlich gehalten, bis kurz vor Schluss wusste man nicht was jetzt stimmt und was nicht. Es kam immer wieder eine neue Überraschung ans Tageslicht und man musste Rätseln. Was dann dabei raus gekommen ist.... WOW Ich war schockiert. Libby als Charakter war mir anfangs echt unsympathisch, ich mochte sie nicht. Doch sie konnte sich gut entwickeln im laufe der Zeit. Ein kleines bisschen meckern muss ich aber. Der Schreibstil ging mir manchmal auf den Kecks. Eigentlich ist er locker und leicht, das man nur so durch die Seiten fliegt. Doch manchmal war er zäh wie Kaugummi. Da ist die Autorin etwas abgeschweift und hat dinge erzählt, die für die Geschichte echt nicht wichtig waren. Das ist aber auch das einzige was ich zu Meckern habe. Daher gibt es 4 Sterne von mir.
Libby ist die einzige Überlebende, nach einem Mord an ihrer Familie. Ben , ihr Bruder, sitzt du diesen Mord im Gefängnis. Letztendlich ist nichts überraschendes passiert, Ben hat seine Schwester nicht getötet sondern es war seine Freundin. Der Rest der Familie wurde umgebracht weil seine Mutter ihre Lebensversicherung einlösen wollte und Deshalb jemanden mit einem Mord an sich beauftragt hat. Diese Auftrag ist aber außer Kontrolle geraten. Insgesamt waren die Ergebnisse nicht besonders überraschend sondern genauso wie es auch im ersten Moment erschienen. Ben war während seiner Jugend sehr unterwürfig und hat alles getan was seine Freundin Diondra wollte, deshalb hat er die Morde auch nicht verhindert und ist damit mit schuldig, auch wenn er nicht aktiv getötet hat. Deshalb finde ich die Entlastung von Ben zum Ende nicht besonders sinnvoll, da er, auch wenn er nicht getötet hat, trotzdem Mittäter ist. Insgesamt ist das Buch nicht besonders überraschend oder spannend. Die Erzählungen und Rückblenden aus der Mordnacht können eine gewisse Spannung erzeugen, während die aktuellen Ereignisse wenig zum Buch beitragen.
"Sie war sieben, als die Schüsse fielen. Als sie in die kalte Nacht hinauslief und sich versteckte. Als ihre Mutter und ihre beiden Schwestern umgebracht wurden. Als ihre Zeugenaussage ihren Bruder hinter Gitter brachte. Jetzt, 25 Jahre später, ist aus Libby Day eine verbitterte, einsame Frau geworden, deren Leben eigentlich keines mehr ist. Doch inzwischen gibt es Leute, die an der Schuld ihres Bruders zweifeln. Libby muss noch einmal ihre Vergangenheit aufrollen: Was hat sie in jener verhängnisvollen Nacht wirklich gesehen? Ihre Erinnerungen bringen sie in Lebensgefahr – so wie damals" Die Geschichte wird aus verschiedene Perspektiven und Rückblenden erzählt, sodass man von den Geschehnissen einen sehr guten Eindruck gewinnen konnte. Der rote Faden zieht sich durch die ganze Geschichte und durch jede Rückblende und durch jeden Blickwinkel erhält man ein Puzzleteil, das einen immer näher an die Lösung bringt. Es ist wirklich sehr spannend gewesen und ich habe mit meinen Buddyreadpartner echt einige Theorien aufgestellt. Die Hauptprotagonistin Libby war mir so unsympathisch, was auch anscheinend so gewollt ist, aber die hätte ich gerne mal durchgeschüttelt. Dadurch war es auch schwer Mitgefühl für sie aufzubringen. Dennoch hat sie sich im Laufe der Geschichte weiterentwickelt, sodass ich sie sogar am Ende mochte. Es hätte ein so gutes Buch werden können, aber aufgrund des Endes muss ich einen halben Stern abziehen. Das Ende hat mich enttäuschend zurückgelassen. Das hätte ich mir anders gewünscht. Dennoch eine sehr gute Geschichten. Ich würde dieses Buch empfehlen. 4,5 von 5 Sternen ⭐⭐⭐⭐
Die Geschichte war gut, ich habe lange gerätselt wie es sich wohl alles auflöst. So wie es dann kam hätte ich es nicht erwartet, wirklich überraschend oder schockierend war es allerdings trotzdem nicht. Für mich gab es keinerlei Spannungsbogen, nicht mal am Ende. Ich fand die Geschichte zwar gut, aber ein Thriller war es in meinen Augen überhaupt nicht, von daher gibt es nur 2 Sterne.
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DER ZWEITE ROMAN VON GILLIAN FLYNN - AUTORIN DES MEGA-BESTSELLERS »Gone Girl«
Sie war sieben, als die Schüsse fielen. Als sie in die kalte Nacht hinauslief und sich versteckte. Als ihre Mutter und ihre beiden Schwestern umgebracht wurden. Als ihre Zeugenaussage ihren Bruder hinter Gitter brachte. Jetzt, 25 Jahre später, ist aus Libby Day eine verbitterte, einsame Frau geworden, deren Leben eigentlich keines mehr ist. Doch inzwischen gibt es Leute, die an der Schuld ihres Bruders zweifeln. Libby muss noch einmal ihre Vergangenheit aufrollen: Was hat sie in jener verhängnisvollen Nacht wirklich gesehen? Ihre Erinnerungen bringen sie in Lebensgefahr – so wie damals.
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Author Description
Gillian Flynn ist mit ihrem dritten Buch >Gone GirlCry BabyBritish Dagger AwardsDark PlacesLiteraturpreise:British Dagger Award
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Spannung baut sich erst langsam auf, Neugier siegt, viele unsympathische Personnen
Libby überlebt als kleines Mädchen ein Familiendrama für das anscheind ihr Bruder verantwortlich ist. Als ihr das Spendengeld ausgeht, versucht sie an Geld zu kommen indem sie versucht an die Dark Places zurück zu kehren. In diesem Buch wimmelt es von unsympathischen Personen und es fällt nicht leicht die Handlungen nach zu voll ziehen. Am Ende empfand ich aber Mitlied mit einigen Beteiligten und die Auflösung hätte ich so auch nicht kommen sehen. Durch die verschiedenen Perspektivwechsel und Zeitebenen erhält man einen guten Einblick in das Innenleben und Motive der Beteiligten.
Während des Lesens ist mir aufgefallen, dass ich das Buch schonmal gelesen hab, und ich weiss einfach noch zu viel als das es spannend für mich wäre, weshalb ich das leider abbrechen musste. Deshalb bei diesem Read leider nur 3 Sterne, ich weiss aber, dass ich es beim ersten Durchgang besser bewertet hätte. Ansonsten ein unterhaltsames, spannendes Buch.
Ein fesselndes Buch, dass mich wirklich sehr gut unterhalten hat.
Diese Geschichte ist ein gute Beispiel dafür, dass man nicht nach den ersten Seiten abbrechen sollte. Zumindest nicht sofort. Es ging mir hier tatsächlich so. In den ersten Seiten lernen wir Libby kennen, die Überlebende von jener Nacht. Libby jetzt 32 Jahre alt und hat keine Ahnung was sie mit ihrem Leben anfangen soll und da das Geld knapp wird, machte sie nun die erste Gedanken darüber. Ich wollte das Buch deshalb fast abbrechen, weil ich sowas gar nicht leiden kann. Mit Ü30 sollte man wissen wie man das Geld verdienen möchte. Egal welchen Schicksalsschlag man hatte. Hab dennoch weitergelesen und es nicht bereut. Die fesselnde Schreibweise hat mich hier mitnehmen können. Typisch für eine Übersetzung von Christine Strüh, die mir schon ein paar Geschichten gut erzählen konnte. Der Spannungsroman zeigt auch dass die Protagonistin über sich hinauswachsen kann und wir erfahren hier auch aus Sicht von Ben, der deswegen im Gefängnis sitzt, was damals passiert. Zudem befasst sich nun Libby endlich nach 25 Jahren mit den damaligen Geschehnissen und kleiner Spoiler, es ist nicht alles so, wie sie es in Erinnerung hatte. Eine spannende Familientragödie.
Die Hauptcharaktere wie immer unsympathisch aber mitreißend. Die Sichtwechsel und Zeitsprünge haben die Story lebendig gemacht, aber zu ein paar Facts fehlen mir die Erklärungen (was aber auch an mir liegen kann). Alles in allem hatte ich mehr Vergnügen als bei "Crybaby", aber nicht so viel wie bei "Gone girl".
Schöner twist am Ende. Wie man es von ihr kennt.
Ich mag sehr, wie sie schreibt und ihre Romane aufbaut. Sie wechselt mit den Kapiteln zwischen den maßgeblichen Personen hin und her und verschafft dem Leser so einen guten Einblick und auch die Möglichkeit, sich selbst ein Bild zu machen und automatisch mitzurätseln. Da das mein zweites Buch von ihr war und ich auf ihre schönen twists am Ende vorbereitet war, kamen mir vor allem auf den letzten 100 Seiten die unterschiedlichsten Gedanken, aber das letztendliche Szenario war nicht dabei! Sie kriegt mich immer wieder! 😄
Kurzbeschreibung: Sie war sieben, als die Schüsse fielen. Als sie in die kalte Nacht hinauslief und sich versteckte. Als ihre Mutter und ihre beiden Schwestern umgebracht wurden. Als ihre Zeugenaussage ihren Bruder hinter Gitter brachte. Jetzt, 25 Jahre später, ist aus Libby Day eine verbitterte, einsame Frau geworden, deren Leben eigentlich keines mehr ist. Doch inzwischen gibt es Leute, die an der Schuld ihres Bruders zweifeln. Libby muss noch einmal ihre Vergangenheit aufrollen: Was hat sie in jener verhängnisvollen Nacht wirklich gesehen? Ihre Erinnerungen bringen sie in Lebensgefahr – so wie damals. *Quelle* Zur Autorin: Gillian Flynn wuchs in Kansas City auf. Sie arbeitete als Journalistin für den San Francisco Examiner und U.S. News & World Report und war die leitende TV-Kritikerin von Entertainment Weekly. Die Autorin lebt nach Stationen in Los Angeles und New York heute in Chicago. Meinung: 1985: Die 7-jährige Libby Day muss mitansehen, wie ihre Mutter Patty und ihre beiden Schwestern Michelle und Debby grausam ermordet werden. Als Täter benennt sie ihren 15-jährigen Bruder Ben. Er war anscheinend Mitglied in einer Satanisten-Sekte, die Tiere geopfert hat und soll Drogen konsumiert haben. Bis heute ist Libby nie so ganz über diese Vorkommnisse hinweg gekommen und hält Ben immer noch für schuldig. Doch nun ist der Spendenfonds, der damals für sie als einzige Überlebende des Massakers eingerichtet wurde, so gut wie aufgebraucht und Libby weiß nicht, wie sie ihr Leben finanzieren soll, da sie nie arbeiten gegangen ist und keine Ausbildung hat. Da kommt ihr Lyle Wirth gerade richtig: Er ist Mitglied des „Kill Club“, einem Verein von Kriminal-Fans, die von Bens Unschuld überzeugt sind und ihr viel Geld dafür bieten, den Fall eigenständig nochmals aufzurollen. Libby macht sich auf die Suche nach damaligen Freunden und Bekannten, spricht auch mit ihrem Bruder Ben im Gefängnis. Und ganz langsam kommen ihr Zweifel an seiner Schuld... Finstere Orte konnte mich von Anfang bis Ende stark begeistern. War Gone Girl im letzten Jahr für mich eine eher mäßige Lektüre, konnte mich Gillian Flynn mit ihrem Roman-Vorgänger durchweg vereinnahmen und in Atem halten. Libby Day ist der Hauptcharakter des Buches. Sie kommt anfangs sehr unsympathisch daher, ist labil, hat so gut wie mit ihrem Leben abgeschlossen, ist sehr sarkastisch und auch ein wenig weltfremd. Ihre Vergangenheit hat sie nicht richtig verarbeitet und verdrängt sie, anstatt sich damit auseinanderzusetzen. Die Geschichte selbst wird abwechselnd in verschiedenen Zeit- und Handlungsebenen erzählt. Da wäre einmal Libbys Sicht in der Gegenwart und die ihrer Mutter Patty und ihres Bruders Ben in der Vergangenheit, am Vortag und Tag des Massakers. Bis zum Schluss ist der Leser nicht sicher, ob Ben nun die furchtbare Tat begangen hat oder nicht, denn Gillian Flynn versteht es, ihn auf der einen Seite als unschuldig wirken zu lassen, aber auf der anderen Seite auch wiederum nicht. Denn der Umgang, den er zur damaligen Zeit pflegte, war nicht der beste. Seine zweifelhaften Freunde Trey und Diondra, die ihn geschickt manipulieren, wirken sich sehr negativ auf Ben aus. Aber auch Bens Vater, ein immer in Geldschwierigkeiten steckender Alkoholiker, der die Familie verlassen hat, wirkt verdächtig. Am Ende steht eine glaubhafte Lösung, mit der ich so nicht gerechnet hätte und tragisch ist. Doch vorher wird der Leser mit einer Familiengeschichte konfrontiert, die alles andere als eine heile Welt im beschaulich-ländlichen Kansas ist, die sich rasant lesen lässt und auch Mitleid erzeugt. Fazit: Finstere Orte ist in diesem Monat schon jetzt mein Lesehighlight! Tiefgehende Charaktere, die Mitleid aber auch Antipathie erzeugen und eine tragische Familiengeschichte, die in grausamen Morden mündet, halten den Leser von Anfang bis Ende in Atem. Unbedingte Leseempfehlung!
War ganz okay, mehr leider nicht
Ich bin etwas hin und her gerissen was dieses Buch betrifft. Angefangen hatte es sehr gut und das blieb es auch sehr lange. Es war düster, beklemmend, die Charaktere unsympathisch aber irgendwann zog es sich ohne Spannung in die Länge und ich wollte einfach nur noch wissen was genau jetzt eigentlich passiert ist. Das Ende war, naja, unerwartet aber irgendwie auch nicht "wow". Ich hatte mir da etwas mehr erhofft. Der Schreibstil ist auch Nichts für jeden. Ich denke ich werde von der Autorin kein weiteres Buch lesen.
Ein düsteres Buch, das mich mit dem gesammten Schreibstil in ein klebrig, düsteres Gefühl zieht ohne die Aussicht die sonnige Seite je wieder zu sehen. Ein völlig absurdes Szenario, ich frage mich ob auch nur irgendjemand vorher auf die Idee käme, wie der Fall gelöst wird.. Es hat mich aber auch nicht losgelassen, ich habe es kaum aus der Hand legen können. Wesentlich angenehmer als Gone Girl geschrieben! Auch wenn ich mich frage ob Flynn so in die Welt blickt... voller dunkler, trauriger und trostloser Adjektive. Ich brauche jedenfalls erstmal ein Kontrastprogramm!
This was my second read by Gillian Flynn, right after Sharp Objects. Although I liked the idea, I thought the plot could've picked up a bit faster. In the end, it still had me hooked with a lot of shocking scenes! I couldn't put it down, especially in the last 100 pages. Definitely deserved 4 stars.
Ohne die Leserunde hier hätte ich es vermutlich abgebrochen. Gillian Flynn ist einfach nicht "meine" Autorin und ich werde von ihr nichts weiteres lesen. Die Grundidee der Geschichte (...und auch das Ende) ist gut. Dafür 2 Sterne - Aber die Umsetzung ist einfach nicht meins gewesen. Bis zu den letzten paar Seiten ist mir einfach kein einziger Charakter auch nur ansatzweise sympathisch geworden, weshalb ich nicht mitgefiebert habe und mir letztendlich die Schicksale irgendwie egal waren. Diese verkorkste Farmersfamilie war einfach "nicht mein Ding", auch wenn das komisch klingt. Wie Libby versucht den Fall aufzulösen fand ich am Ende ganz spannend, aber letztendlich hat sie es auch nicht wirklich aus eigenem Antrieb gestartet (...wo wir wieder beim Thema Unsympath) wären. Auch gefällt mir irgendwie der Schreibstil/die Sprache nicht so gut, auch wenn es vermutlich zum Kontext und den Personen passt. Das Buch hat zudem so einige Längen, wo ich wirklich augenrollend dasaß und nur dachte: "Komm in die Pötte". Sicherlich ist die Realität oft verrückter und grausamer, als man sich das ausdenken könnte, aber irgendwie war mir das ales zu viel und zu überspitzt.
3,5 Sterne, Eines meiner Leseziele 2019 ist es, das bisherige Gesamtwerk von Gillian Flynn zu lesen. Dark Places ist das letzte Buch und das, das mir am wenigsten gefallen hat. Natürlich ist das Buch ein Page Turner, natürlich gibt es großartige Twists und Spannung zum Fingernägelkauen. ABER...im großen und ganzen ist das Buch ein PovertyPorn. Anders kann ich das nicht beschreiben. Die Armut der Familie wird regelrecht schaulustig ausgeschlachtet. Gillian Flynn lässt eine Protagonistin im Buch erzählen wie sie als Kind (wohlhabender Farmer) zu Schulzeiten auf die Armut von Mitschülern reagierte. Sie wollte nicht sehen, dass diese ihren "Free-Lunch" bekommen, sie wollte nicht mit der Armut konfrontiert werden. Und so ging es mir als Leserin dieses Buches auch. Die Armut ist entscheidend für den Plot, aber ich hätte das alles lieber nicht gelesen. Dazu ist das Buch an so vielen Stellen ekelhaft, abstoßen, herzzerreißend. Blut, Hundekot, Kotze, Eingeweide, Körperflüßigkeiten. Das war alles eine Spur too much für mich.
Wie von der Autorin gewohnt war Dark Places sehr düster, spannend und voller Wendungen. Die Geschichte hat mich schnell gepackt. Libby ist eine aussergewöhnliche und interessante Protagonistin, sie ist zu Beginn nicht unbedingt sympathisch, doch man kann ihre Einstellung aufgrund ihres Hintergrundes gut verstehen. Der Aufbau der Geschichte hat mir ebenfalls gut gefallen da man zusammen mit der Protagonistin anfängt zu rätseln was wirklich passiert ist. Das Ende war dann richtig fesselnd und die Auflösung konnte mich überraschen.
"Dark Places / Gefährliche Erinnerung" war mein zweites Buch dieser Autorin, und mehr und mehr gewinne ich dreierlei Eindrücke: Sie schreibt schwierige, sperrige weibliche Charaktere, die es einem nicht leicht machen, sie zu mögen. Ihre Romane lesen sich oft beinahe wie True Crime - diese Bücher, die über wahre Verbrechen geschrieben werden, und von denen kaum jemand zugibt, dass er sie liest. Düster, verstörend, beinahe unangenehm voyeuristisch... Aber lebensecht. Irgendwie bastelt sie aus diesen Zutaten Romane, die mich in einer Art Hassliebe faszinieren und völlig in ihren Bann ziehen - obwohl ich mir sicher bin, dass sie bestimmt nicht jedermanns Sache sind. Auch in diesem Buch ist die Protagonistin alles andere als eine strahlende, sympathische Heldin. Im zarten Alter von sieben Jahren hat sie die Morde an ihrer Mutter und ihren beiden Schwestern miterlebt, ihren Bruder Ben vor Gericht der Taten beschuldigt, und seither wird ihr ganzes Leben davon bestimmt. Damit meine ich nicht nur die emotionalen Narben - und die hat sie definitiv. Sie trinkt zuviel, sie kann oft tagelang kaum das Bett verlassen, gelähmt von Depressionen und Antriebslosigkeit. Sie stiehlt alles, was sie in die Finger bekommt. Sie kann sich kaum dazu bewegen, Lebensmittel für sich und ihre ständig hungrige Katze zu kaufen. Sie hat überlebt, aber irgendwie ist ihr Leben seither erstarrt, fast schon vorbei. Sie hat nie gelernt, ihr Leben wirklich selber in die Hand zu nehmen. Auch über zwanzig Jahre später lebt sie immer noch von den letzten Resten großzügiger Spendengelder, sie hat nie gearbeitet oder auch nur einen Beruf erlernt... Ihr Jugend hindurch ist sie von entferntem Verwandten zu entferntem Verwandten abgeschoben worden, da sie immer wieder durch ihr aggressives, unverschämtes Verhalten auffiel - einmal ging sie sogar soweit, den Schoßhund ihrer Tante zu misshandeln und dabei ausversehen zu töten. So verständlich ihr Zorn auf das Schicksal auch ist, so dachte ich mir als Leserin doch öfter: jetzt komm, du musst jetzt langsam mal aufstehen und dein Leben in den Griff bekommen! Aber das ist natürlich einfacher als gesagt, und im Endeffekt macht sie die ersten wichtigen Schritte nicht, um endlich zu heilen, sondern nur, um mehr Geld aus der Tragödie herauszuschlagen. Mehr möchte ich hier noch nicht verraten, aber an dieser Stelle beginnt eine widerwillige Reise Libbys zu sich selbst. Und so unangenehm, aggressiv und wütend Libby auch sein kann - sie tat mir immer mehr leid. Ein gestrandetes Kind, das nicht mehr weiter weiß, weil niemand mehr da ist, der ihm wirklich etwas bedeutet. Genauso ein Opfer der Tragödie wie die Toten. Auf ihrer Reise findet Libby einen unerwarteten Verbündeten, mit dem sie mehr gemeinsam hat, als sie erst vermutet, und das Schicksal bringt sie auch wieder mit ihrem entfremdeten Vater und ihrem eingesperrten Bruder zusammen - und dadurch muss sie immer wieder darüber nachdenken, ob sie damals wirklich gesehen hat, was sie vor Gericht ausgesagt hat, oder ob ihr das von Psychologen eingeflüstert wurde. Und im Endeffekt muss sie sich dem Gedanken stellen, wie wichtig es für sie überhaupt noch ist, wer damals die Schuld trug. Für mich sind die Bücher von Gillian Flynn nicht wirklich Thriller. Psychologische Geschichten von Gewalt, Verbrechen, Sucht und Hilflosigkeit, ja. Düstere Familiengeheimnisse, abgründige Kleinstadtgeschichten. Fehlgeleitete Charakter, moralische Zweideutigkeit... Wie oben schon gesagt: für mich entwickelt diese originelle Mischung einen unglaublichen Sog, und dadurch sind die Bücher auch von vorne bis hinten spannend - es ist eben nicht immer die typische Thrillerspannung, manchmal ist sie eher langsam und schleppend, oder unterschwellig halb verborgen. Ich denke, da muss jeder mal reinlesen und selber entscheiden, ob ihm diese Mischung gefällt. Der Schreibstil schwankt zwischen den oft nüchteren, fast beißenden Gedanken Libbys, ihrem schwarzem Humor, hastig unterdrückter leiser Hoffnung, ihrer unbestimmten Sehnsucht nach einem gesünderen, harmonischeren Leben... Sie beschönigt nichts, gerade nicht ihre eigenen Fehler, und genau deswegen funktioniert der Schreibstil für mich so gut: er ist ehrlich, schonungslos. Manche Passagen sehen wir auch durch die Augen anderer Charaktere, aber diese Schonungslosigkeit zieht sich durch das ganze Buch... Und dabei wird immer klarer, dass gut und böse selten klar umrissene Konzepte sind. Gillian Flynns Bücher sind für mich das, was man im englischen "aquired taste" nennt: etwas, an dessen Geschmack man sich erstmal gewöhnen muss, und dann liebt man es - oder man hasst es. Ich liebe die Bücher, und wenn ich einmal eines angefangen habe, kann ich es kaum noch weglegen! Am Besten, man löst sich direkt von Anfang an von allen Erwartungen, die möglicherweise durch den Klappentext oder den Ausdruck "Thriller" geweckt werden; meiner Meinung nach lesen sich die Bücher am Besten, wenn man nicht versucht, sie in eine bestimmte Schublade zu stecken.
Nachdem mir "Gone Girl" überhaupt nicht gefallen hat, muss ich zugeben das ich Skeptisch war. Seeeehr Skeptisch. Doch ich wurde positiv überrascht. Die Geschichte war richtig gut. Direkt von der ersten Minute an, war ich gefesselt. Man hat sofort gemerkt das da was nicht Stimmt. Der Spannungsbogen wurde kontinuierlich gehalten, bis kurz vor Schluss wusste man nicht was jetzt stimmt und was nicht. Es kam immer wieder eine neue Überraschung ans Tageslicht und man musste Rätseln. Was dann dabei raus gekommen ist.... WOW Ich war schockiert. Libby als Charakter war mir anfangs echt unsympathisch, ich mochte sie nicht. Doch sie konnte sich gut entwickeln im laufe der Zeit. Ein kleines bisschen meckern muss ich aber. Der Schreibstil ging mir manchmal auf den Kecks. Eigentlich ist er locker und leicht, das man nur so durch die Seiten fliegt. Doch manchmal war er zäh wie Kaugummi. Da ist die Autorin etwas abgeschweift und hat dinge erzählt, die für die Geschichte echt nicht wichtig waren. Das ist aber auch das einzige was ich zu Meckern habe. Daher gibt es 4 Sterne von mir.
Libby ist die einzige Überlebende, nach einem Mord an ihrer Familie. Ben , ihr Bruder, sitzt du diesen Mord im Gefängnis. Letztendlich ist nichts überraschendes passiert, Ben hat seine Schwester nicht getötet sondern es war seine Freundin. Der Rest der Familie wurde umgebracht weil seine Mutter ihre Lebensversicherung einlösen wollte und Deshalb jemanden mit einem Mord an sich beauftragt hat. Diese Auftrag ist aber außer Kontrolle geraten. Insgesamt waren die Ergebnisse nicht besonders überraschend sondern genauso wie es auch im ersten Moment erschienen. Ben war während seiner Jugend sehr unterwürfig und hat alles getan was seine Freundin Diondra wollte, deshalb hat er die Morde auch nicht verhindert und ist damit mit schuldig, auch wenn er nicht aktiv getötet hat. Deshalb finde ich die Entlastung von Ben zum Ende nicht besonders sinnvoll, da er, auch wenn er nicht getötet hat, trotzdem Mittäter ist. Insgesamt ist das Buch nicht besonders überraschend oder spannend. Die Erzählungen und Rückblenden aus der Mordnacht können eine gewisse Spannung erzeugen, während die aktuellen Ereignisse wenig zum Buch beitragen.
"Sie war sieben, als die Schüsse fielen. Als sie in die kalte Nacht hinauslief und sich versteckte. Als ihre Mutter und ihre beiden Schwestern umgebracht wurden. Als ihre Zeugenaussage ihren Bruder hinter Gitter brachte. Jetzt, 25 Jahre später, ist aus Libby Day eine verbitterte, einsame Frau geworden, deren Leben eigentlich keines mehr ist. Doch inzwischen gibt es Leute, die an der Schuld ihres Bruders zweifeln. Libby muss noch einmal ihre Vergangenheit aufrollen: Was hat sie in jener verhängnisvollen Nacht wirklich gesehen? Ihre Erinnerungen bringen sie in Lebensgefahr – so wie damals" Die Geschichte wird aus verschiedene Perspektiven und Rückblenden erzählt, sodass man von den Geschehnissen einen sehr guten Eindruck gewinnen konnte. Der rote Faden zieht sich durch die ganze Geschichte und durch jede Rückblende und durch jeden Blickwinkel erhält man ein Puzzleteil, das einen immer näher an die Lösung bringt. Es ist wirklich sehr spannend gewesen und ich habe mit meinen Buddyreadpartner echt einige Theorien aufgestellt. Die Hauptprotagonistin Libby war mir so unsympathisch, was auch anscheinend so gewollt ist, aber die hätte ich gerne mal durchgeschüttelt. Dadurch war es auch schwer Mitgefühl für sie aufzubringen. Dennoch hat sie sich im Laufe der Geschichte weiterentwickelt, sodass ich sie sogar am Ende mochte. Es hätte ein so gutes Buch werden können, aber aufgrund des Endes muss ich einen halben Stern abziehen. Das Ende hat mich enttäuschend zurückgelassen. Das hätte ich mir anders gewünscht. Dennoch eine sehr gute Geschichten. Ich würde dieses Buch empfehlen. 4,5 von 5 Sternen ⭐⭐⭐⭐
Die Geschichte war gut, ich habe lange gerätselt wie es sich wohl alles auflöst. So wie es dann kam hätte ich es nicht erwartet, wirklich überraschend oder schockierend war es allerdings trotzdem nicht. Für mich gab es keinerlei Spannungsbogen, nicht mal am Ende. Ich fand die Geschichte zwar gut, aber ein Thriller war es in meinen Augen überhaupt nicht, von daher gibt es nur 2 Sterne.












































