Der Wind kennt meinen Namen

Der Wind kennt meinen Namen

Hardback
4.1218

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Description

Wien, 1938. Samuel Adler ist sechs Jahre alt, als sein Vater und die Familie alles verliert. In ihrer Verzweiflung verschafft Samuels Mutter ihrem Sohn einen Platz in einem Kindertransport, aus dem von den Nazis besetzten Österreich nach England. Samuel macht sich allein auf die Reise, außer einer Garnitur Wechselkleidung und seiner Geige hat er bei sich nichts – die Last der Einsamkeit und Ungewissheit wird ihn ein Leben lang begleiten.
Arizona, 2019. Acht Jahrzehnte später steigen Anita Díaz und ihre Mutter in den Zug, um der Gewalt in El Salvador zu entkommen und in den Vereinigten Staaten Zuflucht zu finden. Doch ihre Ankunft fällt mit der neuen brutalen Einwanderungspolitik zusammen: Die siebenjährige Anita wird an der Grenze von ihrer Mutter getrennt und landet in einem Lager. Allein und verängstigt, weit weg von allem, was ihr vertraut ist, sucht sie Zuflucht in Azabahar, einer magischen Welt, die nur in ihrer Fantasie existiert. Wie aber soll sie zurückfinden zur Mutter?

Isabel Allende hat eine fulminante historische Saga geschrieben, die miteinander verwobenen Geschichten zweier junger Menschen, die auf der Suche nach Familie und Heimat sind. Der Wind kennt meinen Namen erzählt von den Opfern, die Eltern bringen, und es ist ein Liebesbrief an die Kinder, die unvorstellbare Widrigkeiten überleben – und die niemals aufhören zu träumen und zu hoffen.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Generational Novels
Format
Hardback
Pages
335
Price
26.80 €

Author Description

Isabel Allende, geboren 1942 in Lima, ist eine der weltweit beliebtesten Autorinnen. Ihre Bücher haben sich millionenfach verkauft und sind in mehr als 40 Sprachen übersetzt worden. 2018 wurde sie – und damit erstmals jemand aus der spanischsprachigen Welt – für ihr Lebenswerk mit der National Book Award Medal for Distinguished Contribution to American Letters ausgezeichnet. Isabel Allendes gesamtes Werk ist im Suhrkamp Verlag erschienen.

Posts

34
All
4

Ein sehr berührendes Buch

5

Dieses Buch hat mich in seinen Bann gezogen und zu Tränen gerührt

4

Samuel, ein sechsjährigen jüdischer Junge aus Wien, den seine Mutter 1938 zu seiner Rettung vor den Nazis nach England schickt . Die kleine Anita, die auf der Flucht von El Salvador in die USA von ihrer Mutter getrennt wird. Ein kalifornischen Staranwalt, der sich in eine Flüchtlingshelferin verliebt. Die Haushaltshilfe eines pensionierten Musikers. Das Schicksal all dieser Personen schildert Isabel Allende Kapitel für Kapitel einfühlsam in ihrem aktuellen Buch, bei dem ich mich irgendwann gefragt habe, ob zwischen den Geschichten überhaupt ein Zusammenhang besteht. Auf wundersame Weise führt die große chilenische Erzählerin jedoch am Ende die Handlungsstränge zusammen zu einem anrührenden und lesenswerten Gesamtwerk.

4

Wow eine Geschichte durch verschiedene Fluchtgeschichten

Bisher mein bester Fund im Umsonstregal :) Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven geschrieben und beschreibt zunächst Schicksale der Flucht in verschiedenen Ländern und aus verschiedenen Fluchtgründen. Am Ende laufen die Stränge dann (ein wenig konstruiert, aber das fand ich nicht schlimm) zusammen. Ich habe sehr viel gelernt über den Bürgerkrieg in El Salvador und auch sonst orientiert sich das Buch sehr genau an historischen und politischen Geschehnissen und spielt zuletzt auch mitten in der Pandemie und der ersten Trumpregierung. Die Geschichte und die Charaktere sind sehr einnehmend und ich konnte es kaum weglegen. Eine tolle Idee für ein Buch verschiedene Arten und Zeitepochen von Flucht zusammenzuführen, einfach spannend, lehrreich und ziemlich traurig. Ein paar Interaktionen fand ich für die Geschichte nicht wichtig und die haben mir entsprechend zu viel Raum bekommen, aber sonst einfach toll!

5

Eine mitfühlende Geschichte über Ängste,Verluste und traumatisierte Kinder,die trotzdem die Hoffnung nicht aufgeben.Ein wunderbares Buch,empfehlenswert!

2

Leider nicht meins..

Die Themen und die Geschichten über die Flüchtlinge sind eigentlich wie ich finde ein sehr emotionales Thema, aber ich fand dieses Buch sehr emotionslos. Was wirklich schade ist. Die Geschehnisse werden schnell runtergerattert. Es bleiben für mich auch Fragen offen. Ich denke man hätte dieses sensible Thema was ja leider stets aktuell ist anders vermitteln müssen.

3.5

Tragisch schöne Geschichte über ein kleines Mädchen und einen alten Mann, die beide verloren und einsam sind. Lesenswert mit ein paar Abstrichen ✨

4

Eine teilweise schwer zu ertragende Lektüre. Isabell Allende thematisiert die Unmenschlichkeit der amerikanischen Flüchtlingspolitik. Sie baut dazu eine Brücke von der Flucht vor dem Terrorregime der Nazis zu der vor den Massakern im El Salvador der Gegenwart. Ist es 1938 Samuel, der durch einen Kindertransport zunächst in England Zuflucht findet, so ist es 2019 die siebenjährige fast erblindete Anita, die auf der Flucht aus El Salvador an der amerikanischen Grenze der brutalen Einwanderungspolitik des ersten Trump-Regimes zum Opfer fällt und von ihrer Mutter getrennt wird. Ihrer nehmen sich die Menschrechtsaktivistin Selena und der Rechtsanwalt Frank an. Die tragische Geschichte wird von Isabell Allende in ruhiger und einfühlsamer Sprache erzählt und von Eva Mattes und ihrer Co-Interpretin im Hörbuch adäquat vorgetragen. Ständige Perspektivwechsel und eine Vielzahl von Akteuren verlangen dem Leser/Hörer einiges ab. Es lohnt sich aber, dabeizubleiben bis zum einigermaßen versöhnlichen, aber nicht kitschigen Ende.

4

Ein Buch, das sich superschnell lesen lässt, aber fast zu viele Dinge thematisieren will und dafür zu kurz ist. Aber toll hätte es werden können, wenn es vielleicht 100-200 Seiten mehr gehabt hätte.

„Der Wind kennt meinen Namen“ war für mich tatsächlich der erste Roman der Welt-Bestseller Autorin Isabel Allende. Mir sagen zwar einige ihrer Geschichten was und die Verfilmung von 1993 zu „Das Geisterhaus“ mit einer Vielzahl an Hollywoodstars im Ensemble habe ich auch gesehen, aber lesetechnisch hat es mich nie richtig zu dieser Autorin ziehen können. „Der Wind kennt meinen Namen“ war ein Spontankauf, nachdem ich über ihren zuvor erschienen Roman „Violeta“ gute Meinungen gehört hatte. Der Roman hat sich wirklich gut und schnell lesen lassen und gerade der Einstieg, als wir mit dem 6-jährigen Samuel Adler die Schrecken der Reichskristallnacht in all ihrer Brutalität hautnah miterleben müssen, war extrem gut gemacht. Leider hat ich aber schon nach ca. 70 Seiten bei mir eine leiser Zweifel geregt, ob das wirklich mein Buch werden könnte. Denn zeitweise war es mir zu oberflächlich, auch wenn das Buch ein wichtiges Thema (Flucht aus der Heimat, Einwanderungspolitik) über etliche Jahrzehnte hin behandelt. Es sind hier auch wirklich genug schreckliche und traurige Ereignisse geschildert worden, aber alles in allem fehlt mir doch ein wenig der Tiefgang – vielleicht hätten dem Buch ein paar Seiten mehr gut getan. Auch bin ich den Protagonisten oder auch den Nebenfiguren nie wirklich nahgekommen. Ich habe das Buch zwar mit 4 Sternen noch gut bewertet, aber je länger die Lektüre zurückliegt, desto weniger bin ich überzeugt von dem Buch und der Autorin. Ich weiß aktuell daher echt nicht, ob ich noch ein weiteres Mal mit einem Werk der Autorin versuchen soll. Spontan würde ich sagen, dass es genügend andere Bücher gibt, die mich mehr reizen.

3.5

Der sechsjährige Samuel flieht 1938 vor den Nazis mit dem Kindertransport aus Wien nach England, 80 Jahre flieht die siebenjährige Anita mit ihrer Mutter aus El Salvador in die USA, wo sie getrennt werden. Isabel Allende beschreibt in ihrem Roman Flucht früher und heute, Verzweiflung, Verlust, aber auch Hoffnung und unbändige Kraft. Das Buch blieb mir an einigen Stellen etwas zu oberflächlich und klischeehaft, dafür hätte man manche Sachen kürzen können.

5

Urkraft der Menschlichkeit und des Überlebens

Frau Allende schafft es mit Worten das Unbegreifliche näher zu bringen. Mit viel Sensibilität, aber auch mit einem angemessenen Anteil von Objektivität, die die menschliche Sicht und deren Abgründe um so unwirklicher Erscheinen lässt. Damals wie heute ist es doch die Menschlichkeit, die Liebe die größte Herausforderung und das größte Ziel im Leben zu sein scheinen. Eines der für mich bewegensten Bücher, die ich bisher gelesen habe und ganz sicher auch eines der Wichtigsten.

5

Wunderschön, tragisch und lehrreich.

5

Ein weiteres tiefes und wunderbares Buch von Isabel Allende

Zwei Geschichten von Flucht, Einsamkeit, Verlassenheit, aber auch von Hoffnung und Liebe. Von neuem Vertrauen und dem Zurücklassen der Vergangenheit. Einfach wunderbar geschrieben.

4

Dramatik von Fluchtgeschichten

Dieser Roman behandelt verschiedene Themen und Geschehnisse. Die unterschiedlichen Geschichten spielen in der Vergangenheit (Kriegszeit) und in der heutigen Zeit. Der Einstieg in das Buch war sehr spannend wobei auch sehr dramatisch und darum für mich schwer zu verdauen. Das Schicksal, welches Menschen im Krieg erleiden müssen wurde einem sehr nahegebracht. Da heute leider viele Menschen solche Schicksale täglich erleben war das für mich sehr schwere Kost. Die Autorin hat einen gut verständlichen Schreibstil. Sie versteht es einem die Charaktere und ihre Schicksale nahe zu bringen. Leider verlor sie sich für mein Empfinden dann aber in ihren unterschiedlichen Geschichten. Das Ganze wurde mir irgendwann zu überladen und mir fehlte die Tiefgründigkeit vom ersten Drittel.

Dramatik von Fluchtgeschichten
4

Nicht das beste Buch der Autorin, abertrotz einiger Längen ein gelungenes Buch über das Schicksal von Flüchtlingskindern damals und heute.

4

„Wir haben alle sehr oft Angst, Samuel. Auch die aller tapfersten haben Angst aber sie stellen sich ihr und tun ihre Pflicht. Haben Sie auch schon mal Angst gehabt? sehr oft, Samuel“ S.53

Viele Geschichten über die Flucht, die alle miteinander verzweigt sind. Eine sehr traurige, aber doch schöne Erzählung. Die Geschichten haben mich mehr als nur einmal zu Tränen berührt.

„Wir haben alle sehr oft Angst, Samuel. Auch die aller tapfersten haben Angst aber sie stellen sich ihr und tun ihre Pflicht. 

Haben Sie auch schon mal Angst gehabt?

 sehr oft, Samuel“ S.53
4

Samuel gelangt mit einem Kindertransport von Wien nach England, damit er vor den Nazis sicher ist. 80 Jahre später wird Anita nach der Einwanderung aus El Salvador in die USA von ihrer Mutter getrennt. Beides Geschichten einer Flucht aus der Hoffnung heraus zu überleben. „Der Wind kennt meinen Namen“ erzählt von den Entbehrungen, der Furcht und dem Neubeginn. Das Buch gibt schonungslose Einblicke in die Gräueltaten der Täter und beleuchtet den unermüdlichen Einsatz der Helfer, die sich mit den Zuständen nicht abfinden wollen. Die kindlichen Protagonisten stehen für die vielen Menschen, die ihre Heimat verlassen, weil sie dort keine sichere Zukunft haben. Die Struktur des Romans habe ich als ungewöhnlich empfunden, da er lange Zeit erst einem, dann einem anderen Handlungsstrang folgt, ohne dass mir klar wurde, was beide miteinander zu tun haben könnten. Natürlich findet Isabel Allende einen Weg, sie zu verbinden und zu einem beeindruckenden Ende zu führen. Auf dem Weg dorthin entwickelt sich ein Sog durch die klare Sprache, in der immer auch ein Funken Magie mitschwingt. „Wir sind nicht verloren. Der Wind kennt meinen Namen und deinen auch. Alle wissen, wo wir sind. Ich bin hier mit dir, ich weiß, wo du bist, und du weißt, wo ich bin.“ Ich bin jedenfalls unter den Allende-Fans zu finden und habe auch diesmal wieder einen ergreifenden Roman von der Autorin zu lesen bekommen.

4

Dramatik von Fluchtgeschichten

Dieser Roman behandelt verschiedene Themen und Geschehnisse. Die unterschiedlichen Geschichten spielen in der Vergangenheit (Kriegszeit) und in der heutigen Zeit. Der Einstieg in das Buch war sehr spannend wobei auch sehr dramatisch und darum für mich schwer zu verdauen. Das Schicksal, welches Menschen im Krieg erleiden müssen wurde einem sehr nahegebracht. Da heute leider viele Menschen solche Schicksale täglich erleben war das für mich sehr schwere Kost. Die Autorin hat einen gut verständlichen Schreibstil. Sie versteht es einem die Charaktere und ihre Schicksale nahe zu bringen. Leider verlor sie sich für mein Empfinden dann aber in ihren unterschiedlichen Geschichten. Das Ganze wurde mir irgendwann zu überladen und mir fehlte die Tiefgründigkeit vom ersten Drittel.

Dramatik von Fluchtgeschichten
5

Ein Muss für jeden, der auf große Geschichten und Erzählungen steht. Fabelhaft geschrieben und verwoben.

Isabel Allendes neuester Roman „Der Wind kennt meinen Namen“ verwebt auf eindrucksvolle Weise die Schicksale von drei Protagonisten, die über verschiedene Zeiten und Orte hinweg miteinander verbunden sind. Die Geschichte beginnt 1938 in Wien, wo der kleine Samuel Alder durch den Kindertransport vor den Nazis nach Großbritannien gerettet wird. Allende zeichnet ein lebendiges Bild der Angst und Verzweiflung der jüdischen Gemeinschaft in Wien und schafft es, die historischen Fakten geschickt mit persönlichen Schicksalen zu verknüpfen. Samuel findet Zuflucht bei einer Quäkerfamilie, was ihm ermöglicht, die Schrecken des Krieges zu überleben und seine Leidenschaft für die Musik zu entdecken, die ihm einen inneren Zufluchtsort bietet. Die zweite Erzählung führt uns ins Jahr 1981 nach El Salvador, wo die junge Leticia das Massaker von El Mozote überlebt. Ihre Geschichte ist geprägt von Verlust und dem schmerzhaften Weg der Migration in die USA. Allende beleuchtet hier ein weniger bekanntes Kapitel der Geschichte und zeigt die Schwierigkeiten und Traumata, die mit der Flucht verbunden sind. Leticia und ihr Vater kämpfen ums Überleben und um ein neues Leben in einem fremden Land. Im Jahr 2019 treffen wir auf Anita, ein blindes Mädchen, das mit ihrer Mutter aus El Salvador in die USA flieht. An der Grenze werden sie getrennt, und Anita muss sich in einem fremden Land ohne ihre Mutter zurechtfinden. Die herzzerreißende Geschichte von Anita wird durch die Sozialarbeiterin Selena und den Anwalt Frank unterstützt, die alles daran setzen, Mutter und Tochter wieder zu vereinen. Allende nutzt diese aktuelle Geschichte, um die schrecklichen Auswirkungen der US-Familientrennungspolitik zu kritisieren und gleichzeitig die zeitlosen Themen von Flucht und Asyl zu betonen. Allende beweist erneut ihr Talent für tiefgründige Charakterstudien und historische Erzählungen. Einige Leser bemerken, dass die politische Botschaft des Buches manchmal die Charakterentwicklung überlagert, doch die emotionale Tiefe und die Komplexität der Figuren bleiben beeindruckend. Die Verknüpfung der verschiedenen Zeitebenen und die Darstellung von intergenerationellen Traumata und der Suche nach Identität und Zugehörigkeit machen das Buch zu einem intensiven Lese- bzw. Hörerlebnis. Das Hörbuch, gelesen von Eva Mattes und Laura Maire, hebt die Geschichte zusätzlich hervor. Beide Sprecherinnen verleihen den Charakteren durch ihre ausdrucksstarken und gefühlvollen Vorträge eine besondere Tiefe und machen das Zuhören zu einem wahren Genuss. Ihre stimmliche Vielfalt und die Fähigkeit, Emotionen zu transportieren, lassen die komplexen Erzählstränge noch lebendiger wirken. „Der Wind kennt meinen Namen“ ist ein kraftvolles, bewegendes Werk, das die Notwendigkeit menschlicher Solidarität und Mitgefühl eindrucksvoll vermittelt. Es erinnert uns daran, dass Flucht und Vertreibung universelle Erfahrungen sind, die jederzeit und überall stattfinden können. Allende fordert uns auf, unsere Menschlichkeit zu bewahren und uns für die Schwächsten in unserer Gesellschaft einzusetzen. Ein Buch, das lange nachhallt und zum Nachdenken anregt.

4

Isabel Allende verknüpft in ihrem Roman "Der Wind kennt meinen Namen" drei Schicksale von Kindern auf der Flucht miteinander: 1938 flieht der fünfjährige Samuel vor den Nazis aus Wien, seine Mutter muss ihn schweren Herzens auf einem Kindertransport nach England ziehen lassen. 1981 überlebt Leticia durch einen Zufall gemeinsam mit ihrem Vater das Massaker von El Mozote in El Salvador, bei dem die Armee während des Bürgerkriegs rund 900 Menschen ermordete. Sie fliehen in die USA, wo Vater und Tochter langsam Fuß fassen können. Etwa 30 Jahre später, 2019, setzt sich die Menschenrechtsaktivistin Selena gegen die politische Willkür an den Grenzen der USA ein, insbesondere kämpft sie für Kinder, die von ihren Eltern getrennt werden. Hilfe erhält sie von dem Anwalt Frank. Gemeinsam kümmern sie sich um die sehbehinderte Anita, die mit ihrer Mutter vor der Gewalt in El Salvador floh. Von ihrer Mutter fehlt nach der Trennung jede Spur. Die drei Erzählstränge über Flucht machen ein unmenschliches System sichtbar, das sich durch viele Jahrzehnte und politische Systeme zieht. Inspiriert wurde Allende von realen Begebenheiten: Sie gründete nach dem Tod ihrer Tochter Paula eine Stiftung für Geflüchtete, im Rahmen ihrer Stiftungsarbeit begegnete ihr auch der Fall eines blinden Flüchtlingskindes, das in den USA von seiner Mutter getrennt wurde. Ich habe den Roman mit großer Spannung gelesen, er konnte mich aber nicht immer emotional erreichen. Gerade die Kapitel aus Sicht des Kindes Anita fand ich sprachlich weniger gelungen, ich weiß aber nicht, ob das vielleicht auch an der Übersetzung liegen könnte. Zudem blieben mir die Figuren zu blass und die Verflechtung der drei Erzählstränge letztlich zu konstruiert. "Der Wind kennt meinen Namen" ist sicherlich nicht das stärkste Buch der Autorin, macht aber auf ein sehr aktuelles Thema aufmerksam und ist wirklich fesselnd - ich kann den Roman deshalb trotzdem empfehlen und habe richtig Lust, mehr von Isabel Allende zu lesen. Übersetzt von Svenja Becker.

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5

Isabel Allende ist eine großartige Autorin und versteht es mich mit ihren Büchern, so unterschiedlich sie auch sein mögen, in den Bann zu ziehen. Immer politisch, immer klug, immer rührend an Ungerechtigkeit und Versagen auf politischer Ebene! Ihre Fähigkeit übersinnliche Phänomene mit realistischen Themen zu verweben beweist sie auch wieder in diesem Buch. Diesmal ist es so aktuell wie nie zuvor (Corona) .In einer Zeit in der sich so viele Menschen auf den unfreiwilligen und lebensgefährlichen Weg der Flucht in ein fremdes Land mit ungewisser Zukunft begeben, ist es ein wichtiges Buch mit einer klaren Botschaft: "Ohne gegenseitige Hilfe und Verständnis geht es nicht!" Sicher ist nur eines, man kann nie ausschließen vielleicht selber in eine Situation zu kommen, in der man fliehen muss und Hilfe braucht!

3.5

Die persönlichen Schicksale von Personen verschiedener Generationen - verwoben in einer zeitlichen Schiene von 1938 bis 2020 - bis gut zur Hälfte des Buches erklären sich die Handlungsstränge nicht. Aber dann fügt sich alles nach und nach ganz selbstverständlich zusammen. Wer bis zur zweiten Hälfte durchhält und das Buch nicht weglegt, erlebt einige "Ahas' und mit sich näherndem Finale ein flammendes literarisches Plädoyer für Menschlichkeit. Der Hintergrund der aktuellen us-amerikanischen Einwanderungspolitik ist hochaktuell und auch ausdrücklich Thema. Es packt einen am Ende dann doch, dieses Buch. Aber es dauert eben etliche Seiten bis dahin. Dennoch klare Empfehlung.

4

Das kleine bißchen hat noch gefehlt

Leider war die Bindung zu den hauptcharakteren zu distanziert, dennoch ein schönes Buch.

5

Eine Geschichte die ans Herz geht

Für mich ein wunderbares Buch, welches mich sehr berührt hat. Das Buch ist wunderbar zu lesen und die Geschichte reicht vom zweiten Weltkrieg bis ins Hier und Jetzt.

4

Die Geschichte umfasst mehrere unterschiedliche Perspektiven und Zeitlinien, die so erst einmal nicht im Zusammenhang stehen. Die ganze Zeit habe ich mich gefragt, worauf es hinauslaufen wird, weil es für mich nicht vorhersehbar. Erst auf den letzten 40 Seiten wurde es ersichtlich - davor hatte ich die ganze Zeit ein dickes Fragezeichen im Kopf. ❓ Die Geschichte rund um Anita war sehr tragisch und traurig, besonders was mit ihrer Mutter passiert ist, aber auch alles andere. Sie hatte wirklich kein gutes Leben bisher und von daher ist es sehr schön, dass sie jetzt ein Zuhause bei Mr. Bogart und ihrer Tante Lety gefunden hat. 🤍 Aber auch Samuel hatte kein schönes Leben. (Es hat übrigens gedauert, bis ich kapiert habe, dass Samuel den Spitznamen „Mr. Bogart“ hat. Es wurde zwar einmal am Rande erwähnt, dass seine Ehefrau ihn immer so genannt hat, aber irgendwie habe ich das trotzdem erst viel später begriffen, dass er Leticias Chef ist. 🙈) Das Ende finde ich wunderschön und hat die ganze Geschichte für mich wirklich noch stark verbessert. Der Schreibstil war auch ganz angenehm zu lesen. Dennoch blieben die ganz großen Emotionen aus und die Geschichte plätscherte eher so dahin, trotz der ernsten Themen. Erst am Ende wurde das ein bisschen anders. 😊

4

Heftiges Thema. Zu Beginn mit zu vielen Erzählsträngen, hat es etwas gedauert, bevor mich das Buch erreicht hat.

3

Ansich interessante Story, leicht zu lesen. Für meinen Geschmack zu leicht. Der Plot ist zu oberflächlich, hat kaum Tiefe. Alles wird irgendwie abgehandelt und sehr schnell erzählt. Werde mich in einem Jahr nicht mehr daran erinnern - schade.

4.5

Puh…das Buch hat mich tief berührt aber auch unendlich traurig und wütend gemacht. Es handelt von drei schrecklichen lebensverändernden und traumatischen Erlebnissen dreier Menschen zu unterschiedlichen Zeiten an unterschiedlichen Orten. Teilweise musste ich das Buch weglegen, weil ich das beschriebene Grauen kaum aushalten konnte. Und dennoch geht es neben dem ganzen Horror und Schmerz auch um Hoffnung und zeigt auf, was gute Menschen bewirken können. Vor allem das Ende und wie alle Geschichten zusammen führen hat mich tief bewegt. Ich kann das Buch nur jedem empfehlen! Die Beziehung zwischen Samuel und Anita lässt mich gar nicht mehr los ❤️

5

Mitreißend und herzöffnend...Erst verwirrend durch die vielen Charaktere, die aber alle auf wundervolle, unvorhergesehene und dennoch offensichtliche Weise (erst auf den zweiten Blick) miteinander verwoben sind. Und alle ein ganz essentielles Thema gemeinsam haben. Das der Flucht.

5

Toll, wie sich am Ende alle Geschichten miteinander verbunden haben!

2.5

Leider nicht mein Fall...

Es war mein erstes Buch der Autorin und ich bin jetzt leider auch nicht mehr sicher, ob ich noch eins von ihr lesen werde. Obwohl der Schreibstil gut und flüssig war, plätscherte der Inhalt nur so vor sich hin, fast als wäre alles nur Hintergrundrauschen. Gefühle? Kamen mMn nicht richtig rüber. "Spannungsbogen", nope. Die Figuren? Auch eher flach, um nicht zu sagen langweilig. Schade, da die Themen ja sowohl dauerhaft wichtig als auch relevant sind und man da sicherlich mehr hätte draus machen können. Mich konnte es nicht überzeugen.

2

Zu viele Geschichten in einem

Sehr langatmig, inhaltslos. Teilweise informativ, catcht aber leider nicht :(

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