GRM

GRM

Hardback
3.4188
Soziale SchereMusikJugendkulturDer Tag

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Description

»Vermutlich war der Einzelne schon immer unwichtig. Es fiel nur weniger auf.«

Die Brave New World findet in wenigen Jahren statt. Vielleicht hat sie auch schon begonnen. Jeden Tag wird ein anderes westliches Land autokratisch. Algorithmen, die den Menschen ersetzen, liegen als Drohung in der Luft. Großbritannien, wo der Kapitalismus einst erfunden wurde, hat ihn inzwischen perfektioniert. Aber vier Kinder spielen da nicht mit – sondern gegen die Regeln. Und das mit aller Konsequenz. Willkommen in der Welt von GRM.

Sibylle Bergs neuer Roman beginnt in Rochdale, UK, wo der Neoliberalismus besonders gründliche Arbeit geleistet hat. Die Helden: vier Kinder, die nichts anderes kennen als die Realität des gescheiterten Staates. Ihr Essen kommt von privaten Hilfswerken, ihre Eltern haben längst aufgegeben. Die Hoffnung, in die sie sich flüchten, ist Grime, kurz GRM. Grime ist die größte musikalische Revolution seit dem Punk. Grime bringt jeden Tag neue YouTube-Stars hervor, Grime liefert immer neue Role-Models.

Als die vier begreifen, dass es zu Hause keine Hoffnung für sie gibt, brechen sie nach London auf. Hier scheint sich das Versprechen der Zukunft eingelöst zu haben. Jeder, der sich einen Registrierungschip einpflanzen lässt, erhält ein wunderbares Grundeinkommen. Die Bevölkerung lebt in einer perfekten Überwachungsdiktatur. Auf der Straße bleibt nur der asoziale, vogelfreie Abschaum zurück. Die vier Kinder aber – die fast keine Kinder mehr sind –, versuchen außerhalb des Systems zu überleben. Sie starten ihre eigene Art der Revolution.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Hardback
Pages
640
Price
25.70 €

Author Description

Sibylle Berg lebt in Zürich. Ihr Werk umfasst 27 Theaterstücke, 15 Bücher und wurde in 34 Sprachen übersetzt. Berg ist Herausgeberin von drei Büchern und verfasst Hörspiele und Essays. Sie erhielt diverse Preise und Auszeichnungen, u. a. den Schweizer Buchpreis, den Grand Prix Literatur, den Bertolt-Brecht-Preis und den Johann-Peter-Hebel-Preis. Seit 2024 ist sie Mitglied des Europäischen Parlaments. Bei Kiepenheuer & Witsch erschienen zuletzt die Romane »GRM/Brainfuck« (2019) und »RCE« (2022) sowie der Gesprächsband »Nerds retten die Welt« (2020) und der Gedichtband »Try Praying« (2024).

Characteristics

1 reviews

Mood

Sad
Funny
Scary
Erotic
Exciting
Romantic
Disturbing
Thoughtful
Informative
Heartwarming
69%
1%
50%
N/A
26%
N/A
82%
100%
39%
70%

Protagonist(s)

Likable
Credible
Developing
Multifaceted
52%
80%
75%
77%

Pace

Fast0%
Slow100%
Moderate0%
Variable0%

Writing Style

Simple0%
Complex100%
Moderate0%
Bildhaft (100%)Außergewöhnlich (100%)

Posts

31
All
3

Ein dystopischer Roman, der in Großbritannien der gar nicht Mal allzuweit entfernten Zukunft spielt. Sybille Berg zeigt hier die Abgründe der Menschheit auf, teilweise nicht leicht auszuhalten. In Summe war mir das Buch mit über 600 Seiten aber zu lang und die Story/Stories nicht stringent genug. Hatte etwas Mühe, dran zu bleiben. Daher am Ende mit 3 Sternen ein durchschnittlich gutes Buch, das ich immer noch weiter empfehlen kann. Es ist aber noch viel Luft nach oben.

3

Kann man lesen. Aber ist auch nicht so schnell weggelassen.

0.5

📚 Inhalt Die Überwachungsdiktatur ist fast perfekt. Jeden Tag wird ein anderes westliches Land autokratisch. Algorithmen ersetzen Menschen, Menschen ersetzen einander, es gibt kaum noch Platz für Träume, ausser in der Musik. Aber vier Jugendliche versuchen sich in einer Revolution. 📖 Meinung So ein schlechtes Buch habe ich lange nicht gelesen! Eigentlich habe ich mich sehr über diesen Fund gefreut, da ich es vor ein paar Jahren unbedingt lesen wollte. Es war damals so im Hype, mindestens in meiner Lesebubble. Lange Rede kurzer Sinn: lest es nicht. Es ist langweilig, schlecht geschrieben und in die Länge gezogen. Ich frage mich, wieso ich es überhaupt beendet habe. Ich habe mich beim Lesen nur genervt und die Augen verdreht. Ist direkt wieder aus meinem Regal ausgezogen.

3

Die neue Weltordnung ist vielleicht gar nicht neu sondern schon Existenz. Mit erschrecken brachte ich mich dazu dieses Buch zu lesen und in eine Gesellschaft einzutauchen die sämtliche Aspekte des Horrors integriert zu haben scheint. Überspitzt und in einem nicht enden wollenden Sprachfluss präsentiert Sibylle Berg Überforderung

Die neue Weltordnung ist vielleicht gar nicht neu sondern schon Existenz. Mit erschrecken brachte ich mich dazu dieses Buch zu lesen und in eine Gesellschaft einzutauchen die sämtliche Aspekte des Horrors integriert zu haben scheint. Überspitzt und in einem nicht enden wollenden Sprachfluss präsentiert Sibylle Berg Überforderung
4

Mit „GRM Brainfuck" wird auch die letzte rosarote Brille zerschlagen und ich muss dankend sagen: Zum Glück! Der Mensch ist ein Scheusal, auf seinen eigenen Vorteil bedacht und darunter leiden die Schwachen.

4

„ - was ist los mit dieser Welt. Ist es denn nirgends schön. Oder warm. Gibt es denn nirgends Menschen in geordneten Verhältnissen?” Grime oder auch GRM ist ein Musikgenre, der vor 20 Jahren in London aufkam und der Sound Gewalt und Hass darstellt, genau, wie die vier Kinder Hannah, Don, Peter und Karen, die sich später in der Geschichte zu Teenager entwickeln, all diese Aggressionen und Wut in sich tragen. Mit den Eltern in der Unterschicht aufgewachsen, erleben sie Gewalt und werden verstoßen. Wegen Mangel an Liebe und Fürsorge flüchten die Protagonist_innen von Rochdale nach London. Doch schnell merken sie, dass sie plötzlich ohne Nichts stehen. Kein Geld, kein Essen, keine Unterkunft. Aber sie haben noch sich und teilen sich die gleichen Sorgen. Immerhin etwas. Um sich an die Despoten zu rächen, beschließen sie eine Liste mit Namen aufzustellen. Damit die Rache auch gelingt, suchen sie sich in London nach einem sicheren Ort und wollen den Staat hacken. Sie greifen zu soziale Medien zu, verwenden die künstliche Intelligenz usw. Was sie wollen, ist eine Revolution, die zeigt, was der Staat mit ihnen alles macht. Lange habe ich mich nicht gewagt ein Buch von Sibylle Berg zu lesen, als ich von überall höre, wie Sibylle schreibt oder tickt. Doch GRM war das erste Buch und habe es als toll empfunden. Hier die Gründe: Sibylle beschreibt eine dystopische Zeit, einem futuristischen Großbritannien nach dem Brexit. Überspitzt stellt Sibylle die Gegenwart dar, obwohl ich denke, dass sie gar nicht so weit entfernt von der Realität ist. Wir haben es nur nicht vor Augen. Die Kapitalismuskritik im Roman, die Sibylle auch oft in den Theaterstücken aufführt, ist berechtigt und hart. Schockierend versucht Sibylle die Analyse der politischen Verhältnisse den Lesenden näher zu bringen. Erstaunlich, wie viel Arbeit und Recherche Sibylle in diesem Roman gesteckt hat. Mit vielen Wissenschaftler_innen, Professor_innen, usw. sprach Sibylle, um die dystopische Welt, die Welt von GRM zu beschreiben und wie ein Blick in die Kristallkugel den Untergang unserer Welt zu zeigen. In GRM stirbt die Hoffnung nicht zuletzt. In GRM gab es nie Hoffnung. Vorerst nicht. Drogenabhängige Menschen als Müll (=J-Wort) zu bezeichnen, fand ich sehr schwierig und hätte auch nicht sein müssen! Dass Sibylle viele Themen versucht zu behandeln und doch nur an der Oberfläche kratzt, ist keine Kritik an dem Buch. Denn es ist am Ende nur ein Roman und kein Sachbuch! Oft war ich tatsächlich sprachlich überfordert, weil so viele Figuren ins Spiel kamen. Es ist chaotisch, wirr, hart, kalt, lustig und ich liebe es! Wer Sibylle Berg nicht kennt und die Interviews auch nie gesehen hat, sollte dies – meiner Meinung nach – spätestens vor einem Buch tun. Sibylle Bergs Humor ist anders wild. Sobald man diese versteht, sind die Texte einfach witzig. Viele würden es zu depressiv, zu kalt, zu zynisch beschreiben. Ich würde sagen Sibylles Texte sind wie Spiegel unserer gescheiterten Gesellschaft. Wer das nicht rafft  #checkyourprivilege „(…) die Menschen sind nur zufrieden, wenn sie tot sind. Dann ist endlich mal Ruhe. Dann wollen sie nichts mehr.“

4

Der 2019 erschienene Roman "GRM" macht seinem Untertitel "Brainfuck" alle Ehre. Sibylle Berg erzählt von vier Kindern, später Jugendlichen, die am untersten Rand in einer runtergewirtschafteten Kleinstadt in der Nähe von Manchester aufwachsen. Sie alle erfahren Gewalt in unterschiedlichen Formen, Ablehnung und Verwahrlosung. Halt finden sie aneinander und in Grime, jener harten, aggressiven Musik, die Jugendliche wie sie zu Stars macht und hoffen lässt, auch mal einer davon zu sein. Erstmal aber sind sie nur wütend, wirklich wütend, und schwören Rache an jenen, die ihre Leben ruiniert haben. Dafür müssen sie nach London, in diese glitzernde, schillernde Metropole. London glitzert und schillert aber schon längst nur noch für die, die es sich leisten können und das sind die wenigsten. Für die Neuankömmlinge bleibt ein Matratzenlager in einer alten Fabrik. Die Macht konzentriert sich auf einige wenige Superreiche, die die Welt als ihre Spielwiese betrachten. Regeln? Gelten für sie nicht. Mit ausreichend Kohle kann man sich die Welt machen, wie man sie braucht. Für den Rest bleibt Arbeitslosigkeit, winzige und überteuerte Wohnungen, unbezahlbare Krankenhausrechnungen und immer weiter gekürzte Sozialleistungen. Bergs Dystopie kratzt an so vielen Stellen hart an der Realität, dass es manchmal schwer zu ertragen ist. Sie erzählt knapp, abgehackt und zackig von einer Welt, die new, aber nicht brave ist. Oder ist sie vielleicht nur anders? Trotz aller Härte ein wirklich lesenswertes Buch.

5

Was war das bitte für ein Buch?

Ich glaube nicht, dass ich jemals zuvor etwas gelesen habe, das mich gleichzeitig so abgestossen, so wachgerüttelt – und ja, auch so beeindruckt hat. GRM ist kein Buch, das du gemütlich mit einer Tasse Tee auf dem Sofa liest. Es ist - wie der Untertitel sagt - Brainfuck. Und du solltest ihn nur in die Hand nehmen, wenn du bereit bist, ihn auszuhalten. Inhaltswarnung: GRM ist nichts für schwache Nerven. Es geht um Kinder – später Jugendliche – die das Allerschlimmste durchleben: Armut, Missbrauch, Gewalt, Vernachlässigung, Obdachlosigkeit. Kein bisschen beschönigt. Wenn du damit nicht gut umgehen kannst oder dich solche Themen stark belasten: Dann ist das Buch vielleicht nichts für dich. Worum geht’s? Das Buch spielt in einer gar nicht so fernen Zukunft in Grossbritannien. Genauer gesagt: in einer dystopischen Version von Rochdale. Obwohl – dystopisch? Ich bin mir ehrlich gesagt nicht sicher, ob das hier wirklich eine Dystopie ist oder einfach nur eine gnadenlos ehrliche Abbildung unserer Gegenwart – leicht überzeichnet, aber gar nicht so weit entfernt von dem, was jetzt schon Realität ist. „Die Kinder gehörten zur neu definierten Generation Z. Das Ende des Alphabets. Das Ende der Nahrungskette, gut erforscht, um Produkte besser verkaufen zu können. Sie waren die zweite Welle von Digital Natives. Körperlich verbunden mit digitaler Technologie, waren sie in Ermangelung irgendeiner Perspektive zur Darsteller-Generation geworden. Je voller die Welt wurde, je austauschbarer die Menschen, umso verzweifelter der Wunsch, gesehen zu werden.“ (Zitat) Wir begleiten vier Jugendliche, die sich irgendwie durch diese trostlose Welt kämpfen. Eine Welt, in der KI die Jobs übernommen hat und soziale Ungleichheit einfach hingenommen wird. Die Gesellschaft ist kaputt. Die Erwachsenen kaputt. Und die Kinder sowieso? Die Sprache in GRM ist... speziell. Keine Kapitel, keine klassische Struktur, stattdessen ein einziger, durchgehender Erzählsog, der dich über 600 Seiten mitzieht. Manche Sätze wirken abgehackt. Andere sind so messerscharf formuliert, dass du sie zweimal lesen willst – nicht, um sie zu verstehen, sondern um sie zu verdauen. "Millionen weißer Männer waren entmannt worden. So. Damit komm mal klar. Verdammte scheiße. Sie hatten zu viele männliche Hormone oder nicht mehr genug, beides ein schmerzhafter Umstand, und sie fanden sich in einer Welt, die sie nicht mehr benötigte. Nutzlos und wütend." (Zitat) Ja, Berg haut rein. Sie provoziert. Und sie zwingt dich zum Nachdenken. Ich mochte das sehr – aber ich verstehe auch jeden, der sagt: Das ist mir zu viel. Für mich war es genau richtig. Brutal ehrlich, konsequent unbequem. Je weiter ich gelesen habe, desto öfter habe ich mich gefragt: Ist das wirklich eine Zukunftsvision? Oder sind wir nicht längst da angekommen? Klar, in GRM ist alles überzeichnet. Aber viele Themen – soziale Spaltung, technologische Überwachung, Perspektivlosigkeit – sind heute schon real. Mein Fazit: GRM war eins meiner Highlights dieses Jahr. Kein Wohlfühlbuch, aber ein verdammt wichtiges. Eines dieser Bücher, das du nicht vergisst. Das dich zwingt, hinzuschauen. Und das dich am Ende mit mehr Fragen als Antworten zurücklässt. Wenn du bereit bist, dich durch über 600 Seiten Verzweiflung, Wut, Hoffnungslosigkeit – und winzigen Funken Widerstand – zu kämpfen, dann lies dieses Buch. Aber sei dir bewusst: Du kommst nicht unbeschadet raus. Und ich werde definitiv weiterlesen. RCE wartet schon.

3

200 Seiten weniger hätten dem Buch nicht geschadet.

Ein sehr beeindruckendes Buch. Der Schreibstil, die Perspektivwechsel, die grausame Realität. Leider war es für meinen Geschmack einfach etwas zu lang und hat sich dadurch wiederholt. Ein paar Bettszenen und Ditos weniger hätten dem Buch denke ich gut getan.

2

Leider hat mir das Buch nicht so gut gefallen, wie andere von Sibylle Berg. Ja, es ist bedrückend, unangenehm und irgendwie abstoßend. Das kennen und lieben wir von Berg in dieser Form. Nur diesmal fehlte mir die Story. Man erfährt viel über die dystopische nahe Zukunft und über viele einzelnen Personen, die oftmals nur ein einziges Mal auftauchen. Die Hauptfiguren bleiben einem fremd. Die einzigen zwei positiven Aspekte waren hier natürlich der Schreibstil und die Vorstellung einer nahen (leider aber ziemlich ungemütlichen) Zukunft.

5

Zynische Zukunfts- wie auch Gegenwartsliteratur, die gesellschaftskritischer und aktueller nicht sein könnte. Sibylle Bergs Sprache ist eiskalt, radikal und direkt. Sie öffnet Leser*innen so weit die Augen, dass man sie lieber gleich wieder verschliessen möchte.

3.5

Ein skurriler, brutaler Roman. Der sehr zum nachdenken anregt.

4

Dieses Buch hat mich durchgeschüttelt beim Lesen. Eine streckenweise sehr schwer zu ertragende Dystopie im England einer sehr nah denkbaren Zukunft, in der eine Gruppe von Kindern den kompletten sozialen Abstieg durchlebt, missbraucht, gequält und vernachlässigt wird, sich aber schließlich durch ihr Leben am Rand der Gesellschaft der digitalen Versklavung der Bevölkerung durch alte weiße Männer völlig entzieht. Die Sprache des Buchs ist extrem unkonventionell und streckenweise sehr anstrengend zu lesen, erfüllt aber voll und ganz ihren dystopischen Zweck. Ganz sicher kein angenehmes Buch, aber eines, bei dem man froh ist, es gelesen zu haben. In der ersten Hälfte bin ich oft ins Stocken gekommen, da sich die Geschichte nur langsam entwickelt und die detailreiche Schilderung der Lebensumstände der Kinder mich so deprimiert hat. In der zweiten Hälfte nimmt das ganze Fahrt auf und entwickelt eine morbide Spannung wissen zu wollen, wie es jetzt weitergeht mit dem Untergang der britischen Bevölkerung. Ich wünschte, man könnte es Science Fiction nennen, aber dafür ist alles Beschriebene viel zu nah an der möglichen Realität.

0.5

Ich konnte schon von Beginn an leider nichts damit anfangen. Schade

0.5

So ein schlechtes Buch habe ich lange nicht gelesen! Eigentlich habe ich mich sehr über diesen Fund gefreut, da ich es vor ein paar Jahren unbedingt lesen wollte. Es war damals so im Hype, mindestens in meiner Lesebubble. Lange Rede kurzer Sinn: lest es nicht. Es ist langweilig, schlecht geschrieben und in die Länge gezogen. Ich frage mich, wieso ich es überhaupt beendet habe. Ich habe mich beim Lesen nur genervt und die Augen verdreht. Ist direkt wieder aus meinem Regal ausgezogen.

3

Hui, wo soll ich anfangen? "GRM: Brainfuck" ist viel. Für meinen Geschmack an vielen Stellen etwas zu viel. Die Gesellschaftskritik ist definitiv pointiert und nachvollziehbar. Der Schreibstil ist etwas gewöhnungsbedürftig, da die Formulierungen sehr knapp sind. Mir hat dabie sehr gut gefallen, wie zwischen den perspektiven gesprungen worden ist. Weniger gut gefallen hat mir allerdings, dass es darüber hinaus so gar keine Kapitel / Strukturierung gab. Ich hatte beim Lesen selten ein gute Gefühl und bin mir auch sehr sicher, dass dies durchaus beabsichtigt ist und dennoch weiß ich nun nicht so recht, was ich mit diesem buch anfangen soll. Aufgrund der Tiefe und Relevanz ist es durchaus eine Leseempfehlung für mich, aber mit dem Hinweis, sich dabei auch pausen zu gönnen und das buch zur Seite zu legen, wenn es einem zu viel wird.

2.5

Es wird eine sehr bedrückende aber leider mögliche Zukunft in einem ungewohnten Schreibstil dargestellt, der mir aber gut gefallen hat. An manchen Stellen ist es echt hart zu lesen und die Ungerechtigkeit in unserer Gesellschaft wird deutlich. Leider werden die Vorgeschichten der einzelnen Protagonisten extrem in die Länge gezogen, weshalb ich es teilweise langweilig fand.

3

Besonderer Schreibstil und anfangs sehr interessant, nach 2/3 war aber irgendwie die Luft raus. Alles in allem zu wirr und repetitiv.

1

Nach 250 Seiten abgebrochen. Ist ganz sicher Geschmackssache, aber das Buch war mir zu hart. Sehr brutal und sowohl inhaltlich als auch von der Syntax extrem schwer zu lesen.

2

abgebrochen - ich mag Sibylle Bergs Stil, aber mir fehlt hier neben all dem "Finger in die vielen Wunden legen" eine Geschichte. Es kann mich einfach nicht fesseln.

2

Abgebrochen. Irgendwie komme ich da überhaupt nicht rein.

2

leider in der Mitte abgebrochen...

4

Crazy Leseerlebnis! Dystopisch, mitunter erschreckend real, mit Blick für Details schafft Berg hier ein Zukunftsszenario, das so oder so ähnlich tatsächlich nicht allzu abwegig ist. Hoffentlich aber doch ist ;-) Wir verfolgen Don, Hannah, Peter und Karen, vier Jugendliche zunächst einzeln, später nach ihrem zufälligen Aufeinandertreffen gemeinsam, bei ihren Erlebnissen. Sie alle enden ohne ihre Familien und durch schreckliche Erlebnisse ‚allein‘ beieinander und wollen sich an ihren jeweiligen Übeltätern rächen. Ihre Realität ist so rough, vulgär, entgrenzt, unmenschlich? und einfach krass, das alles wird aber so sachlich und wie beiläufig beschrieben, dass es einem nachhallt. Viel bleibt im Kopf (wird der Mensch echt so verroht? Steuern wir echt auf sowas zu? wo führt bloß alles hin?), wirklich nah kam ich persönlich den Figuren jedoch nicht. Womöglich war aber auch gerade das beabsichtigt?

3

Ich kann mich noch nicht entscheiden!

3

3 - as uneasy as the story of the 4 young main characters made me, and as awful it feels to know that this whole book isn't as much a dystopia but a depiction of the world we live in: After 400 pages it started to feel repetitive to me. The more blunted it made me, the more boring the story became. I liked the basic approach. The implementation - not so much.

1

Nach 250 Seiten abgebrochen. Ist ganz sicher Geschmackssache, aber das Buch war mir zu hart. Sehr brutal und sowohl inhaltlich als auch von der Syntax extrem schwer zu lesen.

3

Der Zynismus hätte ruhig mal gebrochen werden können um ein Abrutschen in die Naturalisierung der Umstände zu vermeiden. So frag ich mich, ob ich es statt mit Systemkritik nicht viel mehr mit Misanthropie zu tun habe.

2

Leider sind es nur 2 Sterne geworden weil mir das Buch einfach viel zu lang war und sich ab der Hälfte einfach nur noch alles wiederholt hat. Musste es dann auch kurz vor der 300. Seite abbrechen, weil es mich dann komplett verloren hat. Hätte das Buch nur 300 Seiten gehabt wäre es genial gewesen und hätte bestimmt 4 Sterne bekommen. Einfach einmal etwas ganz anderes aber in vielerlei Hinsicht absolut zutreffend und ein Spiegel der Gesellschaft (leider). Frau Berg hat hier etwas grandioses geschaffen, wie sie auch selbst in ihrem Dank am Ende des Buches feststellt, und allein schon dafür feiere ich sie

1

Zu depressiv, zu brutal, zu viel Porn...konnten wir alle 3 nicht aushalten. Wollte es mit meinen beiden Söhnen lesen.

5

Was Sibylle Berg hier abliefert, ist nichts weniger als ein atemberaubendes, radikales und enorm böses Meisterwerk über die Dummheit und zunehmende Verblödung der Menschheit und - womöglich - über ihren wohlverdienten Untergang. Von der ersten bis zur letzten Seite ist der Roman trotz beträchtlichen Umfangs (der hier und da vielleicht etwas gekürzt hätte werden können, was aber zu wenig stört, um einen Stern abzuziehen) ist "GRM Brainfuck" enorm unterhaltsam, aber das meiste Lachen bleibt beim darauffolgenden Satz schon wieder im Halse stecken. Sibylle Berg schreibt nicht. Sie seziert. Uns alle, jede und jeden. Hält uns den Spiegel vor, entblößt uns, zeigt unsere Schamlosigkeit, Bedeutungslosigkeit und Lächerlichkeit auf, ohne mit der Wimper zu zucken. Das habe ich in solcher Konsequenz, Radikalität und zynischer Ehrlichkeit selten gelesen. Dabei begleitet man vier Noch-Kinder bei ihrem elternlosen (aus diversen Gründen) Übergang ins Jugendlichenalter - das ganze unter dystopischen Voraussetzungen. Mehr sei inhaltlich nicht verraten. Das Buch ist aber auch deswegen so meisterhaft, weil Sibylle Berg es trotz Überspitzungen und Absurditäten, trotz der erwähnten Gnadenlosigkeit und Radikalität (manchmal Boshaftigkeit) gegenüber den vier Hauptfigur und unübersichtlich vielen Nebenfiguren in diesem Kosmos (manche treten nur eine halbe Seite lang auf), doch schafft, eine große Zärtlichkeit in den Lesenden gegenüber den Figuren zu erzeugen. Gerade die vier Hauptfiguren Don, Hannah, Peter und Karen betrachtet und beschreibt Berg eben auch mit großer Zuneigung, großem Einfühlungsvermögen und enormer Präzision. Letzteres trifft auf das gesamte Werk zu. "GRM" ist das aufregendste, zeitgenössische Werk deutschsprachiger Literatur, das ich seit bestimmt 10 Jahren gelesen habe. Ein ungeheurer Roman. Dieses Werk kann nur bestaunt und muss unbedingt gelesen werden. Eine klare Leseempfehlung von mir - eindeutiger denn je!

3

So eine kraftvolle, punktgenaue Sprache! Zeitweise war es für mich kaum auszuhalten! Hart! Härter! Brainfuck!

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