Man kann auch in die Höhe fallen

Man kann auch in die Höhe fallen

Hardback
4.1279

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Description

Mit Mitte fünfzig zieht der Erzähler zu seiner Mitte achtzigjährigen Mutter aufs Land, um dort an einem Roman über das Theater mit dem Titel »Scham und Bühne« zu schreiben. Es werden unvergleichliche, ereignisreiche Wochen, in denen er durch die Hilfe seiner Mutter aus einer tiefen Lebenskrise findet.

Nachdem er in Wien von einem Schlaganfall aus der Bahn geworfen wurde, hofft Joachim Meyerhoff, durch einen Neuanfang in Berlin wieder Fuß zu fassen. Doch alles kommt anders als gedacht. Die neue Stadt zerrt an den Nerven und die künstlerische Arbeit als Schriftsteller und Schauspieler fällt ihm von Tag zu Tag schwerer.

Auf der Geburtstagsfeier seines kleinen Sohnes ereignet sich ein Zwischenfall, der keinen Zweifel daran lässt, dass es so nicht weitergehen kann. Der Erzähler verlässt Berlin und zieht zu seiner Mutter aufs Land, die auf einem herrlichen Grundstück unweit vom Meer ein sehr selbstbestimmtes Leben führt. Mutter und Sohn sind sich immer schon sehr nah gewesen, aber diese gemeinsamen Wochen werden zu einer besonderen Zeit. Der Sohn klinkt sich ein in den Tagesablauf der Mutter, beginnt seinen Theaterroman und andere Geschichten zu schreiben und findet allmählich heraus aus Zorn und Nervosität, die ihn sein ganzes Leben begleitet haben.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
N/A
Format
Hardback
Pages
368
Price
26.80 €

Author Description

Joachim Meyerhoff, geboren 1967 in Homburg/Saar, aufgewachsen in Schleswig, hat als Schauspieler an verschiedenen Theatern gespielt, unter anderem am Burgtheater in Wien, am Schauspielhaus in Hamburg, an der Berliner Schaubühne und den Münchner Kammerspielen. Dreimal wurde er für seine Arbeit zum Schauspieler des Jahres gewählt. 2011 begann er mit der Veröffentlichung seines mehrteiligen Zyklus »Alle Toten fliegen hoch«. Seine Romane wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, zuletzt 2024 mit dem Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor.

Characteristics

1 reviews

Mood

Sad
Funny
Scary
Erotic
Exciting
Romantic
Disturbing
Thoughtful
Informative
Heartwarming
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58%
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Protagonist(s)

Likable
Credible
Developing
Multifaceted
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Pace

Fast0%
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Moderate100%
Variable0%

Writing Style

Simple0%
Complex0%
Moderate100%
Bildhaft (100%)

Posts

37
All
3.5

Erinnerungen & Mutter-Sohn-Beziehung

Der Schauspieler Joachim Meyerhoff gerät nach einem Schlaganfall in ein Burnout und nimmt sich eine Auszeit auf dem Land bei seiner 86jährigen Mutter. In dem Buch werden Erinnerungsfragmente und Theateranekdoten in kleine Geschichten über die skurrile Mutter verwoben. Meyerhoff kann gut schreiben. Er ist selbstverliebt aber intelligent genug, dies mit Selbstironie zu kompensieren. Das mochte ich nicht, und ich finde seine Mutter auch fragwürdig, wenn sie ihn als Siebenjährigen mit seinen Brüdern nach einem Streit stundenlang auf der Straße aussetzt und einfach wegfährt. Dagegen ist sein Ausraster gegenüber seinem Sohn ja fast harmlos. Das Buch hat mich zwiegespalten zurück gelassen. Ich glaube, dass Joachim Meyerhoff eine interessante, aber anstrengende Persönlichkeit hat. Und ich weiß auch nicht, ob ich noch mehr von ihm lesen muss.

5

Mein erstes Buch von Joachim Meyerhoff. Einfache Geschichten aus dem Leben. In einer Lebenskrise zieht er zu seiner Mutter aufs Land. Er erinnert sich an seine Kindheit und an seine Anfänge als Schauspieler. Ich fand's toll. Da werden wohl bald auch die anderen Bücher von ihm einziehen.

5

Der neue Meyerhoff schafft es mal wieder mal mich emotional voll mitzunehmen. Die Beschreibung der Beziehung zu seiner Mutter war sprachlich so nuanciert und feinfühlig - beeindruckend ! Überhaupt : Diese 86 jährige Mama, einfach ein Knaller 👍👍

5

Joachim Meyerhoff beschreibt im sechsten Teil seines Zyklus "Alle Toten fliegen hoch" das Verhältnis zu seiner eloquenten 87-Jährigen Mutter. In deren Haus mit großem Grundstück verbringt er anlässlich einer größeren Lebenskrise einige Monate Auszeit, findet das innere Gleichgewicht wieder und gewöhnt sich schließlich auch noch an ihren rasanten Fahrstil. Wunderbares Leseerlebnis!

Tipp: Die Reihe am besten mit der "Lücke" als Hörbuch beginnen.

5

Es macht einfach Spass dieses Buch zu lesen. Zwischendurch war ich froh dass ich es nicht unterwegs gelesen habe seil ich mir oft ein Schmunzeln oder Lachen nicht verkneifen konnte

2

Das war Nix!

Manche der Geschichten im Buch sind relativ unterhaltsam, andere fand ich eher langweilig. Dass der Autor seiner alten Mutter liebevoll mit viel Lob und Bewunderung ein literarisches Denkmal setzen will, darüber kann man vielleicht gerade noch hinwegsehen, auch wenn dieses ständige "sie ist die beste Köchin, die beste Kletterin, die beste Schwimmerin" etc., mit der Zeit nervig ist und unglaubwürdig wirkt. Insgesamt hat mich das Buch null erreicht und ich war froh als ich’s geschafft hatte.

2.5

Den Hype kann ich nicht ganz verstehen.

Mein erster Meyerhoff, und er lässt mich etwas ratlos zurück. Sprachlich ist er locker, oft witzig, ohne seicht zu werden. Aber thematisch fand ich es schwierig. Theater, Mutter,Familie, Schlaganfall - für mich zu viel.

5

Joachim Meyerhoff fährt in diesem autobiographischen Roman während einer Lebenskrise von Berlin zu seiner Mutter aufs Land in Schleswig-Holstein. Dort bleibt er etliche Wochen und erzählt vom Alltag mit seiner Mutter, vom täglichen Zusammensein, der Arbeit in ihrem Garten, aber auch vom Schreiben an seinem neuen Buch. Dazwischen gibt es immer wieder Kapitel mit Anekdoten aus Kindheit und Jugend des Protagonisten, aber auch von seinen Bühnenerfahrungen oder seinen Erlebnissen in Berlin. Meines Erachtens ein sehr gelungenes Buch, in dem sich komische und ernste Passagen abwechseln.

3

Streckenweise langatmig. Hatte mehr erwartet. Figur der Mutter = a role model

Nach zahlreichen euphorischen Rezensionen, bin ich zwiegespalten nach der Lektüre meines ersten Meyerhoffs. Manche Kapitel waren m.E. nichtssagend und ein wenig" klamaukig" ( z.B. das Kapitel Bibi und Tina und die Suche nach den verschollenen Geldscheinen ), die Theaterepisoden teilweise langatmig. Vielleicht waren es zuviele unterschiedliche Themen, die sich Meyerhoff hier vorgenommen hat. Mehrfach habe ich mit mir gerungen, nicht abzubrechen. Einzig die innige Beziehung zu seiner Mutter und die Erkenntnis , dass die gemeinsame Zeit endlich ist (......" spürte ich etwas auf mich zukommen, das sich bedrohlich anfühlte , eine Ahnung von Verlust ".) , haben mich sehr berührt. Die Mutter, deren skurrile Charakterzüge, Stärke und Lebenswille imponieren mir - so unabhängig und stark möchte man mit 86 sein ! Die letzten Kapitel haben mich für 's Durchhalten entschädigt. Ich werde jedoch noch eine Weile warten, bis ich mir ein weiteres Buch des Autors vornehme :)

Streckenweise langatmig.
Hatte mehr erwartet.
Figur der Mutter = a role model
1.5

Warum der Hype?

Mein erster Meyerhoff - und wahrscheinlich auch mein letzter. Liest und hört man doch derzeit so viel Gutes über den Autor, vermutlich nicht zuletzt aufgrund des aktuellen Kinofilms, so ist zumindest dieser Band wirklich unglaublich langweilig zu lesen. Erstaunlich, dass solch banale Anekdoten und Geschichten der Inhalt eines doch recht erfolgreichen Buches sind.

5

Großartig!

Herr Meyerhoff trifft genau meinen Humor, ich hätte noch stundenlang zuhören können.

5

Ein orangenen Koffer wird in einem Berliner Hotel mit Polizei und großem personalen und emotionalem Aufwand gesucht, weil darin die Keller-Erinnerungsstück der Familie sind. Sie finden sich im Zug nach Hamburg. Eine Mutter schmeißt ihre streitenden Kinder aus dem Auto raus, später fährt sie eine Rasenmäherchoreo im Garten ihrer gescheiterten Ehe und rettet ihren erwachsene Sohn. Der Sohn erinnert sich während einer Auszeit und Schreibblockade bei seiner Mutter und schreibt wieder, findet die alten Erinnerungen. Sie sind einfach, wie der Koffer im Stress nicht mitgenommen, weitergefahren im Zug aber nicht verloren. Meyerhoffs Buch ist wie ein Freund!

4.5

Herz und Krise

In einer Lebenskrise raus aus dem Alltag und zurück zu Mama. In ein behütetes, geregeltes und zutiefst liebenswürdiges Umfeld. Die Geschichten wechseln zwischen Rückblicken zu Geschichten aus dem Theaterleben, Familienereignissen und der Auszeit bei seiner Mutter. Wundervoll geschrieben. Der Charakter der Mutter einfach zauberhaft. Mehrfach dachte ich: was für eine starke Frau! Macht einfach ihr Ding! Lediglich die Geschichten zum Theater waren teilweise etwas zäh zu lesen.

4

Erstes Buch in 2025 abgeschlossen: Joachim Meyerhoff - Man kann auch in die Höhe fallen erschienen im Kiepenheuer &Witsch Verlag. Wie immer voller absurder Komik, lustiger Geschichten und schräger Anekdoten - diesmal steht die rüstige und auch unglaublich schrullige 86-jährige Mutter Meyerhoffs im Mittelpunkt, zu der er aufs Land zieht um seiner Familie und der ihn überfordernden Großstadt Berlin zu entfliehen. Für Fans der autobiographischen Romanreihe ein absolutes Must-Read. Stellenweise ist mir Meyerhoff ein wenig zu wehleidig. Insgesamt ist der Roman aber sehr unterhaltsam und kurzweilig.

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4

Interessanterweise hatte ich beim Lesen immer die Stimme des Autos im Kopf, da ich vor kurzem erst sein Buch, Diese Lücke, diese entsetzliche Lücke, gehört hatte Mit der Stimme im Kopf gestaltete sich das Lesen sehr kurzweilig, wobei ich die Passagen über seine Theaterauftritte teilweise sehr langatmig fand. Dafür gefiel mir die Szenen mit seiner Mutter, sehr, sehr gut. Diese herausragende Persönlichkeit hat mich voll in ihren Bann gezogen. Noch ein Buch von ihm würde ich wahrscheinlich wieder hören, da er eine wunderbare erzähl Stimme hat

3.5

Meyerhoffs Erzählung über eine Auszeit auf dem Landgut seiner Mutter ist so locker, leicht und munter geschrieben als würde er am Kaffeetisch sitzen und erzählen. Nach einem Familienstreit und Burnout versucht er dort zur Ruhe zu kommen und zu schreiben. Im riesigen Garten gibt es viel zu tun, wir erfahren wie die energische Seniorin ihre Tage gestaltet und ihren Sohn zur Gartenarbeit delegiert. Eine amüsante Aneinanderreihung von Anekdoten mit und über seine Mutter.

Ruhe zu kommen und zu schreiben. Im riesigen Garten gibt es viel zu tun, wir erfahren wie die energische Seniorin ihre Tage gestaltet und ihren Sohn zur Gartenarbeit delegiert. Eine amüsante Aneinanderreihung von Anekdoten mit und über seine Mutter.

2.5

"Man kann auch in die Höhe fallen" von Joachim Meyerhoff ist ein autobiografischer Roman, der die Leser in die Lebensgeschichte des Autors eintauchen lässt, aber dennoch nicht alle Erwartungen erfüllt. Die Charaktere sind authentisch und sympathisch, doch ihre Entwicklung bleibt oft eindimensional und vorhersehbar. Meyerhoff gelingt es zwar, interessante Einblicke in seine Welt zu geben, aber die Tiefe und Komplexität der Figuren bleibt hinter den Erwartungen zurück. Mein Lieblingscharakter ist seine Mutter. Der Roman greift einige relevante Themen auf, wie den Spagat zwischen Berufs- und Familienleben sowie die Herausforderungen des Älterwerdens. Diese Themen werden jedoch nicht immer ausreichend vertieft, wodurch das Potenzial für eine tiefere Auseinandersetzung verloren geht.

5

Für mich das stärkste Buch der Reihe. Ich habe die Mutter sehr ins Herz geschlossen.

5

Berührend, lustig, inspirierend, zum Nachdenken anregend...

Oh wie habe ich diese Buch geliebt, in den Geschichten gelebt, von Herzen gelacht und berührt Tränen geweint, nachgedacht, mitgefühlt und jedes Kapitel genossen. Absolute Empfehlung!

4

Ich habe die Erzählungen des Autors wieder sehr genossen. Ich mag einfach, wie er Geschichten erzählt. Sicher nicht das stärkste Buch der Reihe, aber absolut lesenswert.

5

Meine mutter, wunderbar

Was für ein schönes Buch. Ich fühle mich glücklich nach dem lesen und unterhalten. Es hat mich einfach zufrieden gemacht das Buch zu lesen. Ich möchte mehr davon

5

Wie immer toll geschrieben und sehr unterhaltsam!

5

Dieses Buch hat so viel mit mir gemacht. Es war das erste Buch, das ich von Joachim Meyerhoff gelesen habe.. deshalb wusste ich nicht wirklich, was mich erwartet. Dieser Mann schreibt mit einer unglaublichen Hingabe und hat das seltene Talent, sogar in tragische Situationen schön viel Humor zu pfeffern - und zwar so, dass es funktioniert. Und was mir am allerbesten gefallen hat: Es hat sich angefühlt, als hätte auch ich 10 Wochen bei seiner Mama auf dem Land verbracht. 🥹

4.5

Grandioses Buch. Der beste Teil der Reihe „Alle Toten fliegen hoch“. Ein herzzerreißendes Buch über Meyerhoffs Mutter. Mit herrlich absurden, saukomischen Szenen. Das Buch liest sich herrlich einfach so weg.

4

Meyerhoff mit einer Hommage an seine Mutter.

Er steckt in einer Lebenskrise, nach Schlaganfall und Umzug nach Berlin, wollen die Dinge nicht mehr ihre Mitte finden. Er muss gehen, raus aus der Situation und sucht sein Exil auf dem Land bei seiner Mutter. Hier kommt er langsam zu Ruhe, ihr Wesen, die Gartenarbeit und das Schreiben lassen ihn wieder atmen. Nicht der beste Meyerhoff, aber ein Guter. Noch anekdotenhafter als sonst erzählt er von seiner tollen Mutter, dem Theater, vom Leben in Norddeutschland und dem langen Weg aus der Krise. Man möchte die Mutter im eigenen Leben haben.

4

"Nicht erzählte Geschichten, wurde mir klar, können sich entzünden und zu einer lebensbedrohlichen poetischen Sepsis führen." (S. 13) Wenn über uns die Welt zusammen- und unter unseren Füßen der Boden wegbricht, braucht es einen sicheren Hafen, an dem wir vor Anker gehen können. Für Joachim Meyerhoff ist es seine Mutter im heimischen Schleswig. Nach einem Schlaganfall, einem Umzug weg aus Wien nach Berlin, das ihm das Ankommen fast unmöglich machte, sucht er nach Ruhe. Er möchte wieder schreiben können, sich sortieren und findet den perfekten Ort dafür auf dem Land bei seiner Mutter. Und während er beim gemeinsamen Äpfelpflücken, Strandbaden und In-die-Sterne-gucken wieder zu sich selbst findet, kommen auch die Erinnerungen zurück in seinen Kopf und aufs Papier. Kindheitserinnerungen, Erinnerungen an seine Zeit als Schauspieler am Theater sowie eine kurze Episode im Filmgeschäft - all das schreibt er auf und liest es seiner Mutter vor. Damit ist aber nicht bloß ein weiterer Teil der "Alle Toten fliegen hoch"-Reihe entstanden, sondern vor allem ein sehr persönliches Denkmal an seine Mutter und die Mutterliebe an sich. Dieses Mutter-Sohn-Gespann ist so rührend, voller unausgesprochener Liebe und Momente der Nähe. Denn obwohl er unter dem Vorwand zu ihr kommt, ihr ein bisschen unter die Arme greifen zu wollen, hat die Mitte-80-Jährige das kein Stück nötig. Sie ist so resolut und dynamisch, dass sich manchmal die Rollen verkehren. Der Sohn sucht Trost und findet eine unerschütterliche Quelle der Stärke. Und genau das macht den Charme von "Man kann auch in die Höhe fallen" aus. Ich habe noch nicht alle vorherigen Teile dieser Reihe gelesen, was aber offensichtlich nicht schlimm ist. Auch ohne umfassende Kenntnisse der Meyerhoff'schen Biografie findet man schnell rein in dieses bunte Leben, das trotz familiärer Schicksalsschläge reich an Witz und Leichtigkeit ist. Meyerhoffs biografische Geschichten leben von Authentizität und Ehrlichkeit. Auch wenn es an "Wann wird es endlich wieder so wie es nie war" meiner Meinung nach nicht ganz ran kommt, besticht es dennoch durch seine bekannte Mischung aus Tragik und Humor und bereitet ein warmes, kurzweiliges Lesevergnügen.

4

Der sechste Band der Reihe hat mir sehr gut gefallen. Mit gewohntem Witz erzählt der Autor Episoden aus seinem Leben, eingebettet in die Rahmenhandlung, einem Besuch bei seiner Mutter in Norddeutschland. Die Beschreibung der Mutter war mir am Anfang zu überbordend positiv, wenn man das Buch allerdings als eine Hommage an sie liest, passt es.

3

anekdotisch traut belanglos

4

Mein erstes Buch von Joachim und ich wusste nicht genau, was auf mich zukommen wird. Bin für eine Woche in eine wunderbare Welt eingetaucht.

3.5

Man kann auch in die Höhe fallen" ist ein lesenswertes Buch für alle, die humorvolle Geschichten über das Leben und die Familie mögen. Wer jedoch eine tiefgründige Auseinandersetzung mit existenziellen Fragen erwartet, könnte enttäuscht sein.

3

Nicht meins zu privat, gehört eher in sein Tagebuch

Mein erstes Buch von Meyerhoff wohl auch das letzte. Autobiographisch erzählt Meyerhoff von seinem Schlaganfall und dem Rückzug zu seiner betagten Mutter um wieder auf die Beine zu kommen. Dieses Buch ist eine Ansammlung von Anekdoten über die Mutter, aus seinem Leben als Schauspieler und Autor. Genau das ist mein Problem, es sind Anekdoten kein Roman. Meyerhoff schreibt gut und witzig, insgesamt auf jeden Fall eine Liebeserklärung an seine Mutter. Aber meiner Meinung uninteressant wenn man nicht zur Familie gehört.

4

Schöner Schreibstil. Interessante Passagen über die familiären Beziehungen. Teilweise etwas langwierig bei Passagen über Job.

2

Nette Sammlung von bisher nicht verarbeiteten Anekdoten

Eines vorab: Es handelt sich nicht wirklich um einen Roman. Es ist eine Anekdoten-Sammlung und Hommage an seine Mutter. Das Buch hat, im Gegensatz von den bisherigen Bänden dieser Reihe, keine innere Systematik oder gar Dramatik. Es vereint ein paar neuere Anekdoten und einige ältere, die bisher nicht in die Bücher passten. Das ist durchaus flüssig zu lesen, aber immer wenn es interessant werden könnte, wenn es um ein "Warum?" geht, findet man leider nichts. Alles in allem ein Buch, bei dem man gern auf die Öffentlichen Bücherhallen oder das Taschenbuch warten kann.

5

Unglaublich unterhaltsam. Ich musste so oft laut lachen, wie bei keinem anderen Buch! Eine Hommage an die eigene Mutter. Eine starke, einzigartige Frau, von der ich sehr beeindruckt bin. Dazwischen sehr unterhaltsame Geschichten aus der Theaterwelt.

3

Mein erstes Buch von Joachim Meyerhoff! Die Geschichten rund um seine Mutter fand ich zum Teil sehr unterhaltsam und lustig! Die Theater-Geschichten fand ich leider hingegen etwas langatmig und sehr willkürlich aneinandergereiht.

2

MAN HÄTTE AUCH IN DIE HÖHE FALLEN KÖNNEN Ob es nun so durchdacht gewesen ist, mit den Kids drei Tag vor Weihnachten die örtliche Buchhandlung @buchladenposthof auszusuchen, um entspannt in die Ferien zu starten, das sei mal so dahingestellt, erkenntnisreich, war der Besuch allerdings allemal, denn einerseits bekam ich man in der Enge des Ladens nahezu hautnah mit, welchem Workload und Stress Buchhändler*innen im Weihnachtsgeschäft ausgesetzt sind und es dabei trotzdem schaffen, nett und zuvorkommenden zu bleiben und andererseits rüttelte das, was ich in den 15 Minuten dort erlebte, doch gehörig am Vertrauen in eines meiner aktuellen Lektüreerlebnisse, denn Joachim Meyerhoffs aktueller Roman „Man kann auch in die Höhe fallen“ war quasi der ständige Begleiter unseres Aufenthaltes. Einmal holte diesen zuvor bestellten Roman ein, einmal wurde seitens einer Kundin nachgefragt, der neue Meyerhoff vorrätig sei und einmal wurde er durch eine der Buchhändler*innen empfohlen. Ist der sechste Teil des autobiografischen Projekts „Alle Toten fliegen hoch“ des Theaterdarstellers also das große literarische Ding dieses Winters? Sicher nicht, aber beginnen wir vielleicht von vorne: Meyerhoffs Werk ist sowas wie die zugängliche, humorig-pointenhafte Version des autobiografischen Großprojekts „Min Kamp“ von Karl Ove Knausgård. Verarbeitet er im ersten Band „Amerika“ sein Auslandsjahr in der us-amerikanischen Provinz und den frühen Tod seines Bruders, so blickte er im zweiten Band „Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war“ auf seine Kindheit auf dem Gelände einer psychiatrischen Klinik, die sein Vater leitete. Im dritten Band „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“ setzte er seinen Großeltern ein Denkmal und erzählte von seiner Ausbildung als Schauspieler. Voller menschlicher Wärme und Würde setzte Meyerhoff in diesen drei Texten die teils skurrilen Protagonist*innen seiner Familie in Szene und fand auch in der Tragik des Verlust und des Alterns etwas Hoffnungsvolles und höchst unterhaltsames. Das war sicher bis dato keine große Literatur, aber es wusste, über die Figurenzeichnungen für sich einzunehmen, zum Lachen zu bringen und Mitfühlen zu evozieren. Leider verlor sich der vierte Band „Die Zweisamkeit in der Einzelgänger“ so sehr in Belanglosigkeit, dass ich mich kaum an den Inhalt erinnere. Die Unentschiedenheit des jungen Schauspielers Meyerhoff, der hier im Zentrum stand und zwischen drei unterschiedlichen Frauen hin und her irrt, wirkte im Vergleich zu den vorherigen Texten wie die Pflichtübung eines Autors, der sein einmal begonnenes Projekt weiterführen müsse. Zu der Austauschbarkeit dieses Textes gesellte sich zudem eine (in meiner Erinnerung erstmalig auftretende) eklige Onkelhaftigkeit, die sich auch in problematischen Darstellungen der drei Frauen äußerte, die Meyerhoff in diesem Lebensabschnitt täuscht. Der fünfte Band „Hamster im mittleren Stromgebiet“ hatte zumindest wieder einen Erzählanlass, der einen Plot nach sich zog, denn Meyerhoff, mittlerweile über 50 erzählt darin von seinem Schlaganfall und der Genesung von diesem. Das erinnerte in Teilen wieder an die ersten drei Bände, wenn auch die oben angekreidete „Onkelhaftigkeit“ hier erneut Gastauftritte hatte. Der neueste Band „Man kann auch in die Höhe fallen“ nun, beginnt mit der Flucht Meyerhoffs aus Berlin, für das er nach seinem Schlaganfall Wien hinter sich gelassen hat, mit dem er allerdings bisher nicht warm geworden ist. Die Nachwehen seiner Erkrankung, die neue Stadt und Schreibprobleme gipfeln in einem, vorerst nicht näher benannten, Eklat auf dem Kindergeburtstag seines Sohnes. Unter dem Vorwand, sich um seine 86-jährige, allein auf einem großen Anwesen in Schleswig-Holstein lebende Mutter kümmern zu wollen, flüchtet Meyerhoff aus der Hauptstadt. Allerdings hat sich das Care-Verhältnis zwischen der selbstbestimmten und sportlichen Frau, die ihren riesigen Garten selbst in Schuss hält, regelmäßig nackt im Meer schwimmen geht und abendliche Whiskeys genießt und ihrem Sohn nicht, wie bei der Alterskonstellation zu erwarten wäre, gedreht, sondern die Mutter ist es, die dem Sohn nach und nach durch die gebotenen Routinen, ihren offenen Ohren und ihrer unaufgeregten Art wieder zu innerem Frieden verhilft und dazu. Wieder mit dem Schreiben zu beginnen. Und so beginnt der fiktive Meyerhoff an dem Buch zu arbeiten, dass er eigentlich bereits vor seinem Schlaganfall schreiben wollte, nämlich eines, das ihm selbst die Begeisterung fürs Theater zurückbringen sollte. Von nun an wechseln sich Kapitel mit Betrachtungen über Meyerhoffs Mutter und Anekdoten aus seiner Theaterkarriere ab. Diese sind für sich genommen toll erzählt, beweisen in Teilen wunderbaren Sprachwitz und machen durchaus Lust auf Theater; konzeptionell hat sich mich das Zusammenspiel dieser beiden Ebenen allerdings nur bedingt erschlossen. Ich sehe durchaus, dass der Roman-Meyerhoff mehr, ausführlicher und positiver über seinen Job schreibt, je länger er im norddeutschen Garten Eden seiner Mutter Rosen schneidet und sich wünscht, auch endlich mal den Aufsitzmäher bedienen zu dürfen, aber ob es dafür über 350 Seiten Text gebraucht hätte, deren Plot daraus besteht, dass ein mittelalter Mann seine Partnerin und Kinder sitzen lässt, um sich von seiner Mutter aufpäppeln zu lassen und endlich mal ein wenig Me-Time zu haben, möchte ich bezweifeln. So ging es mir stellenweise wie dem Protagonisten, der in einer Theaterepisode während einer Aufführung in einem Aufzug im Theater stecken bleibt, obwohl er jeden Moment wieder auf er Bühne sein muss und der Notruf-Mitarbeiter ihm sagt, er müsse noch eine halbe Stunde auf die Erlösung warten. Ich danke @kiwi_verlag , dem meine Meinung – so hat es der Buchladenbesuch gezeigt – sicher herzlich egal sein kann, für das Rezensionsexemplar.

4.5

Erst das 6. Buch dieser Reihe hat es zu mir geschafft und ich weiß jetzt schon, dass ich auch die anderen lesen werde. Mit herrlicher Selbstironie, entwaffnender Ehrlichkeit und herausragendem Humor erzählt der Autor von seiner (zumindest in Ansätzen autobiographischen) Auszeit bei Mama. Diese ist 86 Jahre alt, aber so alt kann man wohl nicht werden, dass - vorausgesetzt man durfte das überhaupt so erleben - die heilende Mutterliebe nicht die beste Medizin ist. Ein überstandener Schlaganfall und die dadurch ausgelösten Panikattacken, Zweifel an der Sinnhaftigkeit des Jobs, Ausraster und Aussetzer im Berufs- und Privatleben. Keine einfache Mischung, der sich der Protagonist hier ausgesetzt sieht. Man möchte wahrlich nicht tauschen mit ihm, aber die Erlebnisse bei seiner Mutter sind schon wirklich einzigartig und liebenswert - da kann man sich gut vorstellen, dass diese Zeit alles wieder ein wenig in die richtigen Bahnen lenkt und beim Neusortieren der Prioritäten hilft. Ein wirklich lesenswertes, sehr kurzweiliges Buch mit zahlreichen Anekdoten aus dem Erfahrungsschatz eines Film- und Theaterschauspielers. Ich musste mehrmals lachen, konnte auch mitfühlen und freue mich auf die ersten 5 Bücher dieses Zyklus.

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