Die Erfindung der Flügel
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Description
Die elfjährige Sarah, wohlbehütete Tochter reicher Gutsbesitzer, erhält in Charleston ein ungewöhnliches Geburtstagsgeschenk, versehen mit einer violettfarbenen Schleife – die zehnjährige Hetty »Handful«, die ihr als Dienstmädchen zur Seite stehen soll. Dass Sarah dem schwarzen Mädchen allerdings das Lesen beibringt, hatten ihre Eltern nicht erwartet. Und dass sowohl Sarah als auch Hetty sich befreien wollen aus den Zwängen ihrer Zeit, natürlich auch nicht. Doch Sarah ahnt: Auf sie wartet eine besondere Aufgabe im Leben. Obwohl sie eine Frau ist. Handful ihrerseits sehnt sich nach einem Stück Freiheit. Denn sie weiß aus den märchenhaften Geschichten ihrer Mutter: Einst haben alle Menschen Flügel gehabt …
Ausstattung: Mit Lesebändchen und eingelegter Grußkarte
Book Information
Author Description
Sue Monk Kidds Debütroman »Die Bienenhüterin« avancierte vom Geheimtipp zum Bestseller. Der Roman wurde allein in den USA über sechs Millionen Mal verkauft, er wurde in sechsunddreißig Sprachen übersetzt. Millionen LeserInnen haben ihre berührenden Geschichten wie »Die Meerfrau« oder »Die Erfindung der Flügel« verschlungen. »Das Buch Ana« ist Sue Monk Kidds vierter Roman, der in den USA sofort auf der Bestsellerliste stand und von der Presse begeistert aufgenommen wurde. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in South Carolina.
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Die Geschichte dreht sich um Sarah, die ihr ganzes Leben gegen die Sklaverei gekämpft hat. Ihre Schwester folgte ihr auf diesem Weg und gemeinsam machten sie vieles möglich. Gleichzeitig erzählt die Geschichte vom Leben der Sklavin Handful. Viele schlimme Donge erwarten sie in ihrem Leben, doch nie hat sie die Hoffnung auf Freiheit aufgegeben. Mit ihrer kleinen Schwester will sie das Unmögliche schaffen. Eine sehr berührende Geschichte.
Ein Roman über das Leben der Schwestern Grimké, welcher zu Anfang des 19. Jahrhunderts im Süden Amerikas, v.a. in Charleston spielt. Während das Leben der Schwestern, die wegweisende Abolitionistinnen und Frauenrechtlerinnen waren, an historischen Fakten orientiert geschildert wird, ist das Leben der Sklavin Handful und ihrer Familie weitestgehend fiktiv. Es ist ein zuriefst ergreifender und berührender Roman über Sklaverei, Rassismus, Ausbeutung, Unterdrückung, Demütigung und Gewalt. Über das Recht auf Freiheit sowohl des Körpers als auch des Geistes. Ein Buch , das einen nicht loslässt und auch heute noch aktuell ist. Chapeau vor diesen Frauen, die vor zwei Jahrhunderten schon wagten, sich gegen alle Konventionen, gegen die eigene Familie und Heimat zu stellen und für die gleichen Rechte von Weiß und Schwarz sowie Mann und Frau zu kämpfen! Ein toller Roman. Trotz der Schwere der Themen so leicht geschrieben, dass man ihn nicht mehr aus der Hand legen möchte.
Berührende Geschichte, basierend auf wahren Figuren
Die Erfindung der Flügel erzählt eine sehr berührende Geschichte über Sklaverei und Frauenrechte, basierend auf wahren Figuren. Erzählt wird das Leben von zwei Frauen, deren Lebensumstände kaum unterschiedlicher sein könnten. Dennoch wird schnell deutlich, dass beide auf ihre eigene Art unterdrückt werden. Wie Hatty es im Buch so treffend ausdrückt: Bei der einen ist der Körper nicht frei, bei der anderen ist es der Geist. Die historischen Umstände werden dabei offen und ohne Beschönigung dargestellt, was das Buch zwar eindrucksvoll, aber auch zu keiner leichten Lektüre macht. Ich mochte die kurzen Kapitel, durch die sich das Buch flüssig lesen lässt. Viele Szenen sind emotional und gehen nahe. Mit der Figur Hatty konnte ich mich allerdings bis zum Schluss nicht richtig anfreunden. Auch wenn ihr viel Unrecht widerfährt, fehlte mir etwas, das sie für mich wirklich greifbar und sympathisch macht. Trotzdem mochte ich das Buch. Es ist emotional, aber auch spannend und bleibt sicherlich lange im Gedächtnis.
Unerschütterlicher Mut von Frauen im Jahr 1803-1838
Ein, auf historischen Fakten basierender, Roman über die ersten Versuche der Abschaffung von Sklaverei und die ersten Schritte hin zu Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau. Mein erster Roman der diese beiden Themen behandelt und ich bin nicht enttäuscht worden! Ich fand die Erzählweise und die Geschichte wunderbar. Ja es wird teils sehr viel über Religion geschrieben, allerdings darf man nicht vergessen, dass dies zu der damaligen Zeit der Lebensinhalt, grade von Frauen, war. Das Thema Sklaverei, sowie Frauenrechte, wurde meines Erachtens gut und greifbar beschrieben. An viele Stellen war ich erschüttert was damals alles so normal gewesen zu sein scheint. Umso schöner war es zu lesen, dass Sarah und Handful, die Hauptprotagonistinnen, mutig und stolz waren und für die Sache gekämpft und gelebt haben. Sarah und ihre Schwester Angelina haben zu den ersten Frauen gehört, welche als offizielle Rednerinnen der Anti- Sklaverei- Bewegung tätig waren. Sarah war die erste Frau, welche ein feministisches Manifest in den Vereinigten Staaten verfasst hat und Angelina war die erste Frau die vor einem Organ der Legislative gesprochen hat. Handful ist leider nur Fiktion um in dem Buch auch der Seite der Sklaven eine Stimme zu geben. Inspirierende Frauen der Geschichte, deren Leben in einem wundervollen Buch wiedergegeben wurde.

Ein jünges Mädchen bekommt eine Sklavin zum Geburtstag und fügt an sich gegen die Sklaverei zu wenden.
Ein auf wahren Begebenheiten beruhendes und mit realen Personen besetztes Buch über die Anfänge der Sklavereiabschaffung. Das Buch handelt hauptsächlich von drei Frauen, zwei Schwestern, die für die Abschaffung der Sklaverei kämpfen, und von einer Sklavin, die mit den Schwestern befreundet ist. Der Perspektivwechsel in den Kapiteln macht die Unterschiede des Lebensstils von Weißen und Schwarzen zum damaligen Zeitpunkt nochmal deutlicher. Der Roman ist nicht gerade sehr spannend geschrieben, das es eine zum Teil wahre Geschichte ist, macht es wieder wett. Interessant ist es auch, dass die Schwestern parallel für Frauenrechte gekämpft haben.

Einst haben alle Menschen Flügel gehabt …
Eine Geschichte zweier Frauen, die auf ihre rebellische Art sich gegen die Gesellschaftsnormen auflehnen und ihr Leben neu bestimmen. Es geht um das Sklavenmadchen Handful, welche ein Geschenk ist für die elfjährige Sarah. Doch Sarah, ein kleiner rebellischer Freigeits, sieht mehr in denn Mädchen und bringt Handful das Lesen bei. Diese kleine Tat bringt den Stein ins Rollen in einer Zeit, wo das Leben der Frauen durch Zwänge und festgelegte Normen bestimmt ist und so erleben beide Mädchen ihren eigenen Weg raus aus dieses Zwängen. Sie kämpfen, verzweifeln und leben leidenschaftlich. Wenn ihr wissen wollt, wie das Leben der beiden so unterschiedlichen und doch im Herzen so gleichen Mädchen Anfang des 19. Jahrhunderts ist, lest dieses Buch. Absolut empfehlenswert.
ergreifend und hat mich sehr beschäftigt
die Grimké Schwestern gab es wirklich, auch ein paar andere Herren und Damen aus dem Buch entspringen der Realität. Ich weiß nicht ob ich den Mut zu der damaligen Zeit gehabt hätte und ich bewundere die zwei Grimkés, sowie die fiktiven Persönlichkeiten Hetty Handful und Charlotte. Die Ausdrucks- und Schreibweise des Buches gefällt mir sehr gut, allerdings ist mit der Schluss, wie bei der Bienenhüterin auch, zu abgehackt. Vielleicht habe ich mir aber auch nur noch mehr Kapitel gewünscht, denn es hat mich arg beschäftigt, selbst wenn ich. nicht am Lesen war. Im Nachwort die Erläuterungen der Autorin fand ich auch sehr interessant. Die Recherchearbeit, die hinter diesem Bich steckt ist bemerkenswert. Sehr zu empfehlen 👍
Sarah und Angelina Grimké waren US-amerikanische Abolitionistinnen und Feministinnen zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Sie wuchsen in einem wohlhabenden Haushalt in Charleston auf, wodurch sie schon früh in den Kontakt mit der Unterdrückung schwarzer Menschen und der Sklaverei kamen. Auch die gesellschaftliche Unterordnung der Frauen erfuhren sie am eigenen Leib, als sie von ihrer Familie in ihrem Wissensdurst und ihren beruflichen Träumen beschränkt wurden. Nach dem Tod des Vaters lösten sich beide von ihrem Familienhaus und engagierten sich stark für die Gleichstellung der Frauen und für die Abschaffung der Sklaverei. [1] [2] Sue Monk Kidd ehrt das Andenken an diese beiden Frauen mit ihrem Roman "Die Erfindung der Flügel", in welchem wir nicht nur Sarah ab ihrem elften Lebensjahr begleiten, sondern auch die ihr zu diesem Anlass geschenkte Sklavin Hetty "Handful". Sarah sträubt sich schon im Kindesalter gegen die Sklaverei und bringt Handful das Lesen bei. Damit legt sie den Grundstein für zwei sehr bewegte Lebenswege, die mich sehr fasziniert haben. Der Autorin ist es äußerst gut gelungen, Fiktion und Fakten miteinander zu einem beeindruckenden Roman zu verknüpfen. So hoffnungsfroh der Inhalt des Buches auch klingt, so hart war er auch in manchen Kapiteln. Schonungslos wird der typische Alltag der Sklaven auf einem Hof wie dem der Grimkés in South Carolina dargestellt mit all seinen Höhen und den quantitativ weit überlegenen Tiefen. Psychische und Physische Gewalt, Respektlosigkeit und menschenunwürdige Lebens- und Arbeitsumstände werden den Leserinnen und Lesern vor Augen geführt, wodurch der Roman sicherlich nicht zur leichten Lektüre zu zählen ist. Besonders gefallen hat mir, dass die Autorin ihren Fokus nicht nur auf die Grimké-Schwestern richtet, sondern auch Handful eine Stimme verleiht. Auch wenn es weit mehr Aufzeichnungen und Fakten zu Sarah und Angelinas Taten gibt, ist es extrem wichtig, auch die Sklavin Handful selbst zu Wort kommen zu lassen und den Leserinnen und Lesern einen Einblick in Handfuls Perspektive zu geben. Sue Monk Kidd räumt im Nachwort ein, dass es offensichtlich weit weniger belastbare historische Fakten zu Handful gibt und in ihrem Charakter weitaus mehr Fantasie stecken dürfte, trotzdem möchte ich diesen Aspekt positiv hervorheben. Dazu eine Textstelle, kurz nachdem Handful ein Buch gefunden hat, in welchem jeder Sklave des Hofes mit einem Dollarwert beziffert wurde und sie zunächst stolz über die mit Abstand höchsten Werte von ihr und ihrer Mutter war: Wir waren keine vollwertigen Menschen. Ich hatte es nie geglaubt, ich hatte es nicht einen Tag in meinem Leben geglaubt, aber wenn man lange genug auf die Weißen hört, siegt irgendwann das Traurige, Entmutigende in einem selbst und man zweifelt. Nun verließ mich der Stolz auf unseren Wert. Zum ersten Mal empfand ich Schmerz und Scham über das, was ich war. Nach einer Weile ging ich runter in den Keller. Als Mauma meine wunden Augen sah, sagte sie: "Was du wert bist, das kann niemand in ein Buch schreiben." (S. 155) Ein sehr inspirierender und bewegender Roman, den ich uneingeschränkt empfehlen kann. Zum Abschluss der Rezension möchte ich noch ein Gespräch zwischen Handful und Sarah aus der Sicht von Handful zitieren: Sie war gefangen, so wie ich, wenn auch von ihren geistigen Schranken und den geistigen Schranken all der Menschen rings um sie, und nicht vom Gesetz. Mr Vesey hatte in der afrikanischen Kirche immer wieder gesagt: Gebt acht, denn ihr könnt zweifach versklavt werden, einmal mit eurem Körper, und einmal mit eurem Geist. Das versuchte ich ihr zu erklären. Ich sage: "Mein Körper mag ein Sklave sein, aber nicht mein Geist. Bei dir ist es umgekehrt." (S. 273)
Es handelt sich um eine romanhafte Biografie in den Südstaaten im 19. Jahrhundert. Zwei Schwestern bzw. Frauenrechtlerinnen agieren als Verfechterinnen für die Anti-Sklaven-Bewegung. Die Geschichte wird abwechselnd in der Ich-Forn aus der Sicht der Sklavin Hetty und der Plantagenbesitzertochter Sarah erzählt.
Ein Meisterwerk gegen Vorurteile und für Toleranz und Menschlichkeit, egal ob es die Hautfarbe, das Geschlecht oder die Religion betrifft, wir alle sind aufgefordert, Unrecht nicht hinzunehmen, wie klein und nutzlos wir uns in dem großen Ameisenhaufen namens Welt auch fühlen mögen. Dieses Buch beschreibt die Hoffnung, dass auch scheinbar unüberwindbare Dinge überwunden werden können - wenn wir all unseren Mut zusammennehmen.
Sarah Grimkè wächst als priveligiertes weißes Mädchen der Südstaaten auf. Sie ist gut gebildet, vertritt ihre Meinung und träumt davon eine der ersten weiblichen Rechtsanwältinnen zu werden. Zu ihrem elften Geburtstag bekommt sie ein Geschenk welches sie aus der Fassung bringt. Die zehnjährige Sklavin Hetty Handful Grimkè steht mit einer violetten Schleife um den Hals vor ihr und soll ihr zukünftig dienen. Sarah ist entsetzt. Der Schrecken der Sklaverei bringt sie zum Stottern. Sie möchte die Sklaverei nicht unterstützen und versucht ihr Geschenk abzulehnen. Nachdem ihre Versuche erfolglos bleiben, beschließt sie Hetty Handful das Lesen beizubringen. Ein zartes und verbotenes freundschaftliches Band entwickelt sich zwischen den beiden und begleitet sie durch Höhen und Tiefen ihres Lebens im Kampf um Emanzipation. Als Leser:innen begleiten wir die beiden Charaktere über 35 Jahre. Dabei lesen wir im Wechsel aus beiden Perspektiven und können so die Gedanken, Emotionen und Konflikte beider nachempfinden. Es entsteht eine spannende Dynamik zwischen Handful und Sarah, die aus meiner Perspektive in Bezug auf die Geschichte beider Protagonistinnen nachvollziebar ist. Für mich ein interessantes und einfühlsames Buch über die Grausamkeit der Sklaverei und den Versuch von Emanzipation von Sklav:innen und Frauen.
Ein wirklich empfehlenswertes Buch über die Bewegung der Abschaffung der Sklaverei in Amerika. Dabei verschmelzen im Buch historische Fakten und echten Personen (wie die Grimké Schwestern) mit Fiktion miteinander. Die Geschichte wird dabei aus Sicht von Sarah Grimké und „ihrer“ Sklavin Hetty (Handful) erzählt.
Ein wirklich großartiger Roman der mich auch nach dem Lesen ließ lange nicht los ließ.
Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Handful und aus der Sicht von Sarah erzählt und man begleitet deren Leben für mehrere Jahrzehnte. Ich fand es unglaublich spannend zu sehen, wie sich beide zu starken Frauen entwickeln, die trotz ihrer unterschiedlichen Situationen versuchen sich von den Zwängen ihrer Zeit zu befreien. Was ich auch sehr toll fand war, dass Sarah nicht als die weiße Heldin dargestellt wurde die Handful rettet. Beide Frauen sind alleine stark und stehen für sich ein. Beeindruckend fand ich auch, dass der Roman auf der Geschichte der Grimké Schwestern beruht, die die ersten Pionierinnen der Bewegung gegen die Sklaverei waren. Alles in allem kann ich das Buch nur jedem ans Herz legen. Es ist spannend geschrieben und trotz des doch eher schweren Themas und manchen Szenen leicht zu lesen und an vielen Stellen auch unterhaltsam. Ich bin nur so über die Seiten geflogen und für mich gehört es zu meinen Jahreshighlights! 😊
Ein Buch, das einen daran erinnert, wie wichtig Geschichten sind.
Ein halb fiktiver Roman, über eine tiefe Freundschaft und der große Wunsch nach Freiheit. Zwei so mutige, starke Frauen, die um ihre Selbstbestimmung kämpfen und dabei ihr Leben aufs Spiel setzen. Voller Schmerz und Leid. Ein großartiger Roman, der sich mit dem Thema der Sklaverei beschäftig und das auflehnen der Sarah Grimké gegen die damalige Gesellschaft. Ein absolutes Muss!
Zwei Mädchen. Zwei Schicksale. Zwei Frauen, die sich mit ihrem Schicksal nicht abfinden wollen (und werden). Eine grausame Zeit: Sklaverei und das Patriachat beherrschen die Vorstellungen der Menschen in Nordamerika. Wie kann jemand in dieser Welt überleben, wenn sie sich nicht in sie einfügen möchte? Eine Geschichte voller Grausamkeit und dem Mut für die Menschlichkeit zu kämpfen. 🐦⬛🔻
📚 Inhalt Sarah lebt als verwöhnte Tochter reicher Gutsbesitzer in den Südstaaten Amerikas. Zu ihrem elften Geburtstag erhält sie ein ungewöhnliches Geburtstagsgeschenk: die zehnjährige Sklavin Handful, die ihr ab sofort zu Diensten stehen soll. Doch bereits als Kind kann und möchte Sarah das Konzept der Sklaverei nicht unterstützen und bringt Handful stattdessen das Lesen bei, die einzige Form der Freiheit, die sie als kleines Mädchen verschenken kann. Beide Mädchen wachsen zu starken Frauen heran, die beide ihre Träume verfolgen und von «mehr» träumen, als es zu dieser Zeit vorstellbar ist. Sie sind beide bereit, Opfer zu bringen und ihre ungewöhnliche Freundschaft soll über viele Jahre fortbestehen. 📖 Meinung Durch den Roman begleiten wir Sarah und Handful von der Kindheit bis ins Erwachsenenalter. Natürlich könnten die Unterschiede zwischen den beiden Frauen nicht grösser sein und dies wird von der Autorin immer wieder unmissverständlich beschrieben. Was mich tatsächlich zunächst gestört hat, mit der Zeit aber sehr gut gefallen hat und für die Geschichte absolut nötig war, war der Aspekt der Freundschaft zwischen den beiden Frauen. Sarah hat Handful immer als Freundin angesehen, doch umgekehrt war es nie so. Handful war stets vorsichtig und zurückhaltend, da das Machtverhältnis zwischen den beiden unüberwindbar ist. Handfuls Misstrauen hat mich wirklich gestört, genauso wie Sarah auch, aber gemeinsam mit Sarah habe ich gelernt, wieso Handful so denkt und fühlt. Und trotz dieser aufrechterhaltener Distanz, mochte Handful Sarah und wollte ihr wahrscheinlich mehr vertrauen, zumindest interpretiere ich das so herein. Abgesehen von der besonderen Freundschaft der beiden, gefielen mir ihre unterschiedlichen Charakterentwicklungen auch sehr gut. Ich kann gar nicht sagen, welche Geschichte ich lieber verfolgt habe, denn die Kapitel wechseln immer wieder zwischen Handful und Sarah ab. In beiden wächst ein Widerstand, ein Wunsch nach Veränderung. Beide sind bereit, alles zu riskieren und aufzugeben, um für ihre Ideale zu kämpfen. Und der Kampf gestaltet sich für beide Frauen als sehr herausfordernd. Beide Protagonistinnen sind mutige Frauen, die ohne Männer an ihrer Seite für ihre Rechte, Wünsche und Überzeugungen kämpfen und dafür alles aufs Spiel setzen würden. Sie machen Fehler, verletzen geliebte Menschen, wachsen und verändern sich. Eine wirklich beeindruckende Geschichte, die man unbedingt gelesen haben sollte. Ich denke, dass mich dieser Roman noch lange begleiten wird und ich immer wieder daran denken werde.
Aufgrund der vielen positiven Rezensionen und einem Angebot für das eBook hatte ich mich zum Kauf dieses biographischen Romans über Sarah Grimke entschieden, einer Kämpferin für die Gleichberechtigung von Schwarzen und Frauen im 19. Jahrhundert. Die Idee, die Geschichte aus dem Blickwinkel der 11 jährigen Sarah und ihrer von der Familie aufgezwungenen gleichaltrigen Sklavin Handful zu schreiben, fand ich zu Beginn noch recht interessant. Aber nach dem ersten Drittel des Buchs stellte sich eine Leseunlust ein, bei der ich mich fragte, warum mein Empfinden so ganz anders ist, wie bei den meisten Leser/innen. Mir hat vor allem nicht gefallen, dass es wenig Entwicklung bei den handelnden Personen gab. Die Kinder agieren und sprechen schon so, wie sie auch Jahre später als Erwachsene auftreten. Die Sprache ist einfach gehalten, was zwar bei Handful durchaus authentisch wirkt, auf Dauer mir aber wie ein Tagebucheintrages eines Kinds vorkommt. Es wurde mir einfach langweilig mit der Zeit. Zudem fiel es mir schwer, richtig Sympathien zu irgendeiner Person zu entwickeln. Sarah wirkt oft verbittert und weinerlich, bei ihrem Kampf gegen die Konventionen. Handful ist bemitleidenswert und die Erwachsenen agieren eigentlich fast ausschließlich menschenverachtend. So war vielleicht auch die Zeit, doch das Buch ist halt keine Biographie, sondern immer noch ein Roman und da wirkt die Schwarz-Weiß-Zeichnung von Gut und Böse mir dann zu plakativ. Ich musste mir dann auch über andere Quellen erst mal erlesen, ob die Geschichte der Grimke-Schwestern wirklich so wahr. Offensichtlich hat die Autorin sich da schon nahe am Orginal gehalten, auch wenn es Handful in dieser Art nicht genau so gab. Alles in allem kann ich die Begeisterung über dieses Buch nicht nachvollziehen. Dafür war diese eigentlich spannende Geschichte einer bemerkenswerten Frau meiner Ansicht nach nicht gut genug geschrieben.
Richtig gut
Wieder din Buch der Autorin, das mich total begeistert. Es beinhaltet so viele wichtige Themen. Manche sind sogar aus Perspektiven geschrieben, die ich bisher nicht kannte. Der Leser begleitet zwei junge Mädchen beim Erwachsenwerden. Zwei Mädchen deren Ausgangslage im Leben nicht unterschiedlicher sein könnte und doch sind beide Gefangene ihrer Zeit und Traditionen. Beide sehnen sich nach Flügeln. Beiden gehen ihren Weg. Große Emotionen, wunderbare Zitate - hat mich wirklich berührt.

Mein Fazit: Das Buch hat mich zutiefst beeindruckt, die Geschichte hat mich berührt, der Schreibstil mich entführt. Mein Jahreshighlight bisher! Absolut lesenswert! Inhalt: Die elfjährige Sarah, wohlbehütete Tochter reicher Gutsbesitzer, erhält in Charleston ein ungewöhnliches Geburtstagsgeschenk – die zehnjährige Hetty »Handful«, die ihr als Dienstmädchen zur Seite stehen soll. Dass Sarah dem schwarzen Mädchen allerdings das Lesen beibringt, hatten ihre Eltern nicht erwartet. Und dass sowohl Sarah als auch Hetty sich befreien wollen aus den Zwängen ihrer Zeit, natürlich auch nicht. Doch Sarah ahnt: Auf sie wartet eine besondere Aufgabe im Leben. Obwohl sie eine Frau ist. Handful ihrerseits sehnt sich nach einem Stück Freiheit. Denn sie weiß aus den märchenhaften Geschichten ihrer Mutter: Einst haben alle Menschen Flügel gehabt … (Klappentext) Meine Meinung: Von den ersten Seiten an hatten mich Sarah und Handful gepackt. Die Geschichte reißt einen mit sobald man zu lesen beginnt. Der Schrecken der Sklaverei ist zum greifen nahe und trotzdem versprühen beide Mädchen eine positive und faszinierende Ausstrahlung. Ich habe selten ein Buch gelesen, welches mich so beeindruckt hat. Für mein Empfinden stimmt bei dieser Geschichte einfach alles. Das Buch erzählt die Lesensgeschichte der beiden und beginnt im Kindesalter. Über die Jahre hinweg kam keine einzige Periode in der ich nicht völlig gebannt der Erzählung folgte. Die Autorin schafft eine ganz besondere Stimmung, sie schlägt Brücken zwischen der grausamen Sklaverei und dem Verständnis junger Mädchen dafür. Jede Wendung fügt sich perfekt, es hätte nicht anders erzählt werden können. Handful und Sarah leben zusammen und doch in völlig verschiedenen Welten. Das Sklavenmädchen dass zwar körperlich hörig sein muss, doch im Geiste frei bleibt. Sarah, die Tochter eines betuchten Richters, die in ihre Bestimmung hineinwächst gegen die Sklaverei zu kämpfen. Die Geschichten beider Mädchen berührten mich und werden mich nicht mehr los lassen. Die Botschaft beider Frauen ist laut und klar - nimm dein Leben in die Hand und schweig nicht! Der Schreibstil ist einfach zauberhaft! Gefühlvoll und bildreich. Der großartige Schreibstil rundet für mich das Buch ab. Trotz dem "schwierigen" Thema macht er die Geschichte lebhaft, unterhaltsam und farbenfroh. Dieses Buch geht für mich über den letzten Satz hinaus. Ich habe Sarahs und Handfuls Leben verfolgt und werde sie noch lange in meinen Gedanken haben. Selbst im letzten Satz wird noch Emotion übermittelt - danke an eine großartige Autorin.
"Gebt acht, denn ihr könnt zweifach versklavt werden, einmal mit eurem Körper, und einmal mit eurem Geist." Sarah bekommt zu ihrem 11. Geburtstag ein Sklavenmädchen geschenkt. Auch wenn sie das Geschenk aus tiefstem Herzen ablehnt, so wird doch das Mädchen Handful ihr Leben mitbestimmen. Eine Geschichte, erzählt aus zwei Erzählperspektiven, die sich über mehrere Jahrzehnte erstreckt. Die Autorin hat einen tollen Schreibstil und gibt jeder der Frauen einen eigenen Erzählton. Sowohl Handful als auch Sarah konnten mich emotional berühren und es gibt auch richtig tolle Nebenfiguren. Zwischenzeitlich hat mich das Buch mal verloren, die vielen Zeitsprünge wurden mir zuviel, die Ausschnitte in den Leben der Frauen zu episodenhaft. Dann aber zog das Tempo an und es gab richtig tolle Entwicklungen, die ich nicht erwartet habe. Und zum Ende hin wurde es dann auch noch mal richtig spannend. Und das Nachwort konnte mich begeistern und überraschen. Ich wusste zu Beginn des Buches nicht dass es sich teilweise um historische Persönlichkeiten handelte und auch die Ereignisse teils historisch verbürgt sind. Und in ihrem sehr detaillierten Nachwort erzählt die Autorin noch viel über Wahrheit und Fiktion und macht die Personen noch lebendiger. Tolles Buch und vor Allem sehr gute und wichtige Themen. Denn auch wenn Sklaverei das Hauptaugenmerk des Buches ist, so geht es auch um Selbstbestimmung, um Emanzipation, um Frauenrechte aber auch um Freundschaft und Familie. Ein historisches Zeitportait.
>>Geschichte besteht nicht nur aus Fakten und Ereignissen. Geschichte ist auch ein tiefer Schmerz im Herzen eines Menschen, und wir müssen die Geschichte wiederholen, bis es uns gelingt, den Schmerz eines anderen in unser eigenes Herz zu tragen.<>Im Angesicht des Bösen zu schweigen ist selbst eine Form des Bösen.<<
Das Buch hörte sich sehr vielversprechend an, doch leider hat es mich eher enttäuscht und mir nicht so gut gefallen. Es spielt in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in den amerikanischen Südstaaten. Wir begeleiten eine jungen Mädchen Sarah aus wohlhabendem Hause, wie sie mit ihrem Wunsch nach emanzipation, einem eigenen Berufsleben und der Freiheit der Sklaven kämpft. Als zweite Perspektive erfahren wir die Geschichte ihrer Kammerzofe, einer jungen schwarzen Sklavin, Hetti. Zuerst einmal zu den beiden Protagonistinnen: Zum einen hat dich die Entwicklung der beiden Frauen, die wir von ihrer Jugend bis in ihre 40iger begleiten, kaum in ihrer Sprache wiedergespiegelt. Sarah, und später auch ihre Schwester Nina, drückten sich keineswegs so aus, wie es für ihr Alter angemessen gewesen wäre. Dadurch hat sich ihr Erwachsen-werden auch nicht in ihrer Sprache widergespiegelt, was ich sehr schade fand. Auch bei Hetti fand ich, dass die Sprache nicht so ganz zu ihrer Rolle passt. Sie lernt mühsam das schreiben. Als sie Jahrzente nach ihren kleinen Unterrichtsstunden mit Sarah Briefe wechselt, entschuldigt sie sich dafür, dass ire Briefe voller Fehler seien, da sie schon lange nciht mehr die Gelegenheit zum lesen hatte. Gleichzeitig bekommen wir als Lesenden jedoch einen fehlerfreien Brief, der acuh sprachlich im Vergleich zu Sarahs eigenen Briefen für mich kaum herausstach. Außerdem fand ich Sarah als Protagonistin eher kühl und abweisend. Ich habe kaum etwas von ihrer Leidenschaft für ihren Kampf für die Emanzipation oder ihrer Wut über ihre bereits früh erfarene Ungerechtigkeit gespürt. Sie wirkte auch mich eher immer resigniert. Auch hier hätte ich mir also gewünscht, dass die Gefühle durch die Sprache noch besser bei mir ankommen, nicht nur durch die Aussagen von Sarah, sondern teifgreifender, so dass ich auch wirklich etwas von ihrer Wut spüre, und nicht nur von meiner eigenen. Nun noch zur Handlung. Das Buch wird beworben als die Geschichte von zwei Frauen "die die Welt veränderten". Und ja, die echte Sarah Grimké, die die Inspiration für dieses Buch lieferte hat die Welt verändert. Doch das spielte im Buch kaum eien Rolle. Das Buch umfasst knapp 500 Seiten. Den Großteil hiervon befassen wir uns damit, wie sie zu der Person wird, die sie war und wie ihre Ansichten zur Emanzipation von Frauen und Schwarzen in ihr gestärkt wurden. Wir erfahren viel über ihr Leben als Quäkerin und die gesellschaftlichen Erwartungen und Normen der damaligen Zeit. Doch ihre wirkliche Arbeit, ihre Reden und ihr Einsatz zur Emanzipation der Frauen und Sklavenbefreiung nehmen im Vergleich dazu nur einen kleinen Teil ein. Hiervon hätte ich gern so viel mehr gelesen. Von einer Frau, die die Welt veränderte, war leider nur spät im Buch etwas zu lesen, und für meinen Geschmack acuh viel zu wenig. Auch ihren inneren Konflikt hätte ich gerne stärker ausgearbeitet gehapt. Aber das hat vermutlich wieder damit zu tun, dass bei mir nur wenig von Sarahs Gefühlen ankahm. Insgesamt hatte ich mehr von dem Buch erhofft. Es hat einen interessanten Blick auf das Leben der damaligen Sklaven geworfen, doch der aktive Kampf für die Freiheit und Gleichheit aller Menschen kahm mir zu kurz. Da waren Hettis Bemühungen hierzu auch viel interessanter, als Sarahs ewige Auseinandersetzungen mit ihrer kleinen Quäkergemeinde.Von mir bekommt das Buch 2,5 Sterne, abgerundet auf 2 Sterne.
Das Buch hörte sich sehr vielversprechend an, doch leider hat es mich eher enttäuscht und mir nicht so gut gefallen. Es spielt in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in den amerikanischen Südstaaten. Wir begeleiten eine jungen Mädchen Sarah aus wohlhabendem Hause, wie sie mit ihrem Wunsch nach emanzipation, einem eigenen Berufsleben und der Freiheit der Sklaven kämpft. Als zweite Perspektive erfahren wir die Geschichte ihrer Kammerzofe, einer jungen schwarzen Sklavin, Hetti. Zuerst einmal zu den beiden Protagonistinnen: Zum einen hat dich die Entwicklung der beiden Frauen, die wir von ihrer Jugend bis in ihre 40iger begleiten, kaum in ihrer Sprache wiedergespiegelt. Sarah, und später auch ihre Schwester Nina, drückten sich keineswegs so aus, wie es für ihr Alter angemessen gewesen wäre. Dadurch hat sich ihr Erwachsen-werden auch nicht in ihrer Sprache widergespiegelt, was ich sehr schade fand. Auch bei Hetti fand ich, dass die Sprache nicht so ganz zu ihrer Rolle passt. Sie lernt mühsam das schreiben. Als sie Jahrzente nach ihren kleinen Unterrichtsstunden mit Sarah Briefe wechselt, entschuldigt sie sich dafür, dass ire Briefe voller Fehler seien, da sie schon lange nciht mehr die Gelegenheit zum lesen hatte. Gleichzeitig bekommen wir als Lesenden jedoch einen fehlerfreien Brief, der acuh sprachlich im Vergleich zu Sarahs eigenen Briefen für mich kaum herausstach. Außerdem fand ich Sarah als Protagonistin eher kühl und abweisend. Ich habe kaum etwas von ihrer Leidenschaft für ihren Kampf für die Emanzipation oder ihrer Wut über ihre bereits früh erfarene Ungerechtigkeit gespürt. Sie wirkte auch mich eher immer resigniert. Auch hier hätte ich mir also gewünscht, dass die Gefühle durch die Sprache noch besser bei mir ankommen, nicht nur durch die Aussagen von Sarah, sondern teifgreifender, so dass ich auch wirklich etwas von ihrer Wut spüre, und nicht nur von meiner eigenen. Nun noch zur Handlung. Das Buch wird beworben als die Geschichte von zwei Frauen "die die Welt veränderten". Und ja, die echte Sarah Grimké, die die Inspiration für dieses Buch lieferte hat die Welt verändert. Doch das spielte im Buch kaum eien Rolle. Das Buch umfasst knapp 500 Seiten. Den Großteil hiervon befassen wir uns damit, wie sie zu der Person wird, die sie war und wie ihre Ansichten zur Emanzipation von Frauen und Schwarzen in ihr gestärkt wurden. Wir erfahren viel über ihr Leben als Quäkerin und die gesellschaftlichen Erwartungen und Normen der damaligen Zeit. Doch ihre wirkliche Arbeit, ihre Reden und ihr Einsatz zur Emanzipation der Frauen und Sklavenbefreiung nehmen im Vergleich dazu nur einen kleinen Teil ein. Hiervon hätte ich gern so viel mehr gelesen. Von einer Frau, die die Welt veränderte, war leider nur spät im Buch etwas zu lesen, und für meinen Geschmack acuh viel zu wenig. Auch ihren inneren Konflikt hätte ich gerne stärker ausgearbeitet gehapt. Aber das hat vermutlich wieder damit zu tun, dass bei mir nur wenig von Sarahs Gefühlen ankahm. Insgesamt hatte ich mehr von dem Buch erhofft. Es hat einen interessanten Blick auf das Leben der damaligen Sklaven geworfen, doch der aktive Kampf für die Freiheit und Gleichheit aller Menschen kahm mir zu kurz. Da waren Hettis Bemühungen hierzu auch viel interessanter, als Sarahs ewige Auseinandersetzungen mit ihrer kleinen Quäkergemeinde.Von mir bekommt das Buch 2,5 Sterne, abgerundet auf 2 Sterne.
Geprägt durch „Fackeln im Sturm“ und „Vom Winde verweht“ haben mich die amerikanischen Südstaaten schon als Kind fasziniert und eine Reise zu diesen herrschaftlichen Plantagenvillen steht weit oben auf meiner Wunschliste. Auch, um vor Ort mehr über diese grausame Zeit der amerikanischen Geschichte zu lernen und mir ein Bild zu machen. Denn im Schulunterricht wurde das leider recht stiefmütterlich behandelt. Umso spannender habe ich die Geschichte von Sarah und Hetty oder „Handful“ empfunden, welche zumindest was Sarah betrifft sehr nah an den wahren Begebenheiten ist. Leider wurde das sehr aufschlussreiche Nachwort der Autorin nicht vertont, so dass ich es mir von einer Freundin abfotografiert habe lassen, denn dies lässt das Bild der Südstaaten und Sarahs Kampf für die Überwindung der Sklaverei und auch die Befreiung der Frauen aus dem Patriarchat noch viel intensiver wirken. Mit der etwas vorlauten und aufmüpfigen Sarah als kleines Mädchen hatte ich so meine Schwierigkeiten, zumal ihre Gedanken sehr erwachsen sind. Handful entwickelt sich dagegen mehr und für mich authentischer, auch wenn ihr geschichtliches Vorbild leider früh verstorben ist - so lebt sie aber in diesem beeindruckenden Buch weiter. Beide Frauen begleiten wir durch die Jahre und ihren jeweils eigenen Kampf gegen die gesellschaftlichen Normen. Was den Schwarzen zu Zeiten der Sklaverei angetan wurde ist abartig und erschreckend, bedenkt man dass uns nur 200 Jahre von dieser Zeit trennen. Erklärt es doch auch den noch immer herrschende Rassismus - nicht nur in den USA! Ein wirklich guter Roman zu einem so wichtigen Thema, welches durch die Protagonistinnen sehr ans Herz geht. Ich hatte mir nur eine etwas nähere Verbindung der beiden Frauen erwartet, aber dies wäre vielleicht nicht so realistisch gewesen. Aber einige Passagen werden sie getrennt voneinander dargestellt, wobei kein Strang der Geschichte weniger spannend als der andere war. Man fliegt durch die Seiten bzw. in meinem Fall die Minuten. Sehr zu empfehlen!
Charleston im frühen 19. Jahrhundert. Die junge Sarah Grimké erhält zu ihrem 12. Geburtstag ihre eigene Sklavin geschenkt: die elfjährige Hettie, genannt “Handful”. Doch Sarah ist sich schon als Kind sicher, dass sie Sklaverei für falsch hält, und versucht vergebens, das Geschenk abzulehnen oder Handful freizulassen. Handfuls Mutter, die aufrührerische Charlotte, nimmt Sarah das Versprechen ab, irgendwann dafür zu sorgen, dass Handful freikommt. Wird Sarah dieses Versprechen halten können? Anders als in ihrem ersten Roman “The Secret Life of Bees” (Die Bienenhüterin) sind die Protagonistinnen des zweiten Romans von Sue Monk Kidd teilweise historisch, in erster Linie Sarah Grimké und ihre Familie. Beim Lesen wusste ich das noch nicht, aber es gefällt mir sehr, wie Sue Monk Kidd den historischen Figuren fiktive Charaktere zur Seite gestellt hat, nämlich die Sklaven, von denen nur die Namen bekannt sind. Die Geschichte wird durchgängig in der ersten Person erzählt, jedoch abwechselnd von Sarah und Handful. Verwirrend ist das in diesem Fall nicht, denn allein schon durch die Sprache ist ersichtlich, wer gerade erzählt. (Wäre interessant, zu sehen, wie das in der Übersetzung umgesetzt wurde.) Diese Erzählweise schafft nicht nur eine besondere Nähe zu den Charakteren sondern bewirkt auch, dass der Leser die Ereignisse sowohl die Sicht der Weißen als auch der Sklaven kennenlernt. Dies ist insbesondere bei den grausamen Bestrafungen der Sklaven wichtig, wenn auch teilweise schwer zu ertragen. Wir werden Zeuge, wie Handful sich zu einer selbstbewussten Persönlichkeit entwickelt, die sich nach außen hin zwar zu fügen scheint, sich jedoch innerlich nicht mit ihrem Sklaventum abfindet. Sarah hingegen macht eine schier unglaubliche Entwicklung durch, die für das stotternde, von der Familie unterbutterte Mädchen besonders bemerkenswert ist. Dieses Buch hat mich wirklich überzeugt, es bietet höchst interessante, tiefe Charaktere in Kombination mit einer spannenden, erstaunlichen und teilweise historischen Geschichte um Abolutionismus und Emanzipitation. Alle Daumen hoch!
Ein Buch über die Unbekannten Grimké Schwestern
Angelina und Sarah Grimké existieren und kamen aus einer Sklavenhalterfamilie im Süden.. jedoch waren sie auch die Ersten, die für die Befreiung der Sklaven wie auch der Frauen aufstanden und sich engagierten. Das Buch wurde aus 2 Sichten geschrieben, der von Sarah und der ihrer Kammerzofe Hetty Ein interessantes und lohnenswertes Buch über die Sklaverei sowie die Geschichte der Grimké Schwestern
Meine Meinung Meine Erwartungen an dieses Buch waren recht hoch. Einerseits hatte ich viel gutes darüber gelesen und andererseits weil ich wusste das die Grimké Schwestern die Inspiration dazu waren. Im Nachhinein bin ich am Ende des Buches enttäuscht gewesen. Das Buch hat einen guten Schreibstil. Es liest sich flüssig ohne zu stocken und wird abwechselnd aus der Sicht von Sarah und Handful erzählt. Beide haben ihre eigenen Gedanken und Wünsche. Auf Grund des Schreibstils erfahren wir viel über ihr Leben und ihre Gefühle. Beide haben eine Sehnsucht nach Freiheit und bei beiden Frauen ahnt man, das sie diese nicht erreichen können. Was mich jedoch an dem Stil gestört hat, waren die teils zu großen Zeitabstände. Oftmals waren Jahre vergangen und manchmal kam beim Lesen das Gefühl auf etwas wichtiges verpasst zu haben. Das hatte einen komischen Beigeschmack. Gerade bei dem so wichtigen Themen hätte ich mir mehr Details gewünscht. Plötzlich waren Umstände da, die ich als Leser als gegeben hinnehmen musste, ohne zu wissen wie es dazu kam. Natürlich konnte man sich seinen Teil denken, aber ob das so war oder gewesen wäre, die Frage blieb unbeantwortet. Ich kam Sarah und Handful nie wirklich nahe. Sie blieben immer in der Ferne. Die Autorin vermochte es die verschiedenen Charaktere anschaulich und glaubhaft zu gestalten. Auch die Atmosphäre war zum greifen nahe, aber insbesondere zum Ende des Buches ging davon etwas verloren. Irgendwie hatte ich immer die Erwartung da kommt noch was, der große Knall - gleich, ganz bestimmt - aber nein. So schonungslos und ergreifend manche Stellen im Buch auch sind, so wenig fesselten mich dafür andere Passagen. Fazit Ein Roman der eigentlich alle Zutaten eines guten historischen Buches hat, aber mich am Ende nicht überzeugen konnte. Kann man lesen, muss man aber nicht.
Meine Meinung Meine Erwartungen an dieses Buch waren recht hoch. Einerseits hatte ich viel gutes darüber gelesen und andererseits weil ich wusste das die Grimké Schwestern die Inspiration dazu waren. Im Nachhinein bin ich am Ende des Buches enttäuscht gewesen. Das Buch hat einen guten Schreibstil. Es liest sich flüssig ohne zu stocken und wird abwechselnd aus der Sicht von Sarah und Handful erzählt. Beide haben ihre eigenen Gedanken und Wünsche. Auf Grund des Schreibstils erfahren wir viel über ihr Leben und ihre Gefühle. Beide haben eine Sehnsucht nach Freiheit und bei beiden Frauen ahnt man, das sie diese nicht erreichen können. Was mich jedoch an dem Stil gestört hat, waren die teils zu großen Zeitabstände. Oftmals waren Jahre vergangen und manchmal kam beim Lesen das Gefühl auf etwas wichtiges verpasst zu haben. Das hatte einen komischen Beigeschmack. Gerade bei dem so wichtigen Themen hätte ich mir mehr Details gewünscht. Plötzlich waren Umstände da, die ich als Leser als gegeben hinnehmen musste, ohne zu wissen wie es dazu kam. Natürlich konnte man sich seinen Teil denken, aber ob das so war oder gewesen wäre, die Frage blieb unbeantwortet. Ich kam Sarah und Handful nie wirklich nahe. Sie blieben immer in der Ferne. Die Autorin vermochte es die verschiedenen Charaktere anschaulich und glaubhaft zu gestalten. Auch die Atmosphäre war zum greifen nahe, aber insbesondere zum Ende des Buches ging davon etwas verloren. Irgendwie hatte ich immer die Erwartung da kommt noch was, der große Knall - gleich, ganz bestimmt - aber nein. So schonungslos und ergreifend manche Stellen im Buch auch sind, so wenig fesselten mich dafür andere Passagen. Fazit Ein Roman der eigentlich alle Zutaten eines guten historischen Buches hat, aber mich am Ende nicht überzeugen konnte. Kann man lesen, muss man aber nicht.
"Die Erfindung der Flügel" ist ein eindringliches und bewegendes Buch, das die Grausamkeiten der Sklaverei und den Wunsch nach Freiheit einfühlsam darstellt. Sue Monk Kidd gelingt es, eine komplexe und berührende Geschichte zu erzählen, die mich tief berührt hat. Ich empfehle dieses Buch allen, die sich für historische Romane mit starken Charakteren und gesellschaftlicher Relevanz interessieren.
"Die Erfindung der Flügel" ist ein fesselndes und kritisches Buch, das mich als schwarze Frau gleichermaßen interessiert und berührt hat. Es war jedoch auch schmerzhaft und traurig, das Leiden meiner schwarzen Schwestern zu lesen, die als Sklavinnen ihr Leben fristen mussten. Die Erzählweise, die die Beziehung zwischen der Besitzerin und dem Sklavenmädchen beleuchtet, ist besonders faszinierend. Obwohl die beiden in einer Zeit geboren wurden, in der sie aufgrund der Rassentrennung keine Freunde sein können, entwickeln sie dennoch Gefühle füreinander, die man als Freundschaft bezeichnen könnte, auch wenn sie es nie aussprechen. Es ist beeindruckend zu sehen, wie die Besitzerin alles daransetzt, die Sklaverei zu beenden, und dadurch ihr privilegiertes Leben aufs Spiel setzt, während das Sklavenmädchen von einem Leben in Freiheit träumt und versucht, seinem Leben einen Sinn zu geben. Trotz der harten Zeit, in der sie leben, haben die beiden Kontakt zueinander und sind füreinander da.
Aufgrund der vielen positiven Rezensionen und einem Angebot für das eBook hatte ich mich zum Kauf dieses biographischen Romans über Sarah Grimke entschieden, einer Kämpferin für die Gleichberechtigung von Schwarzen und Frauen im 19. Jahrhundert. Die Idee, die Geschichte aus dem Blickwinkel der 11 jährigen Sarah und ihrer von der Familie aufgezwungenen gleichaltrigen Sklavin Handful zu schreiben, fand ich zu Beginn noch recht interessant. Aber nach dem ersten Drittel des Buchs stellte sich eine Leseunlust ein, bei der ich mich fragte, warum mein Empfinden so ganz anders ist, wie bei den meisten Leser/innen. Mir hat vor allem nicht gefallen, dass es wenig Entwicklung bei den handelnden Personen gab. Die Kinder agieren und sprechen schon so, wie sie auch Jahre später als Erwachsene auftreten. Die Sprache ist einfach gehalten, was zwar bei Handful durchaus authentisch wirkt, auf Dauer mir aber wie ein Tagebucheintrages eines Kinds vorkommt. Es wurde mir einfach langweilig mit der Zeit. Zudem fiel es mir schwer, richtig Sympathien zu irgendeiner Person zu entwickeln. Sarah wirkt oft verbittert und weinerlich, bei ihrem Kampf gegen die Konventionen. Handful ist bemitleidenswert und die Erwachsenen agieren eigentlich fast ausschließlich menschenverachtend. So war vielleicht auch die Zeit, doch das Buch ist halt keine Biographie, sondern immer noch ein Roman und da wirkt die Schwarz-Weiß-Zeichnung von Gut und Böse mir dann zu plakativ. Ich musste mir dann auch über andere Quellen erst mal erlesen, ob die Geschichte der Grimke-Schwestern wirklich so wahr. Offensichtlich hat die Autorin sich da schon nahe am Orginal gehalten, auch wenn es Handful in dieser Art nicht genau so gab. Alles in allem kann ich die Begeisterung über dieses Buch nicht nachvollziehen. Dafür war diese eigentlich spannende Geschichte einer bemerkenswerten Frau meiner Ansicht nach nicht gut genug geschrieben.
Ein Buch das sehr bewegt über die Sklaverei. Sarah Grimké und ihre Schwester Nina kämpfen dagegen an. Ein sehr tolles Buch. ▪️ Grimké ▪️ Sklaverei ▪️ Denmark Vesey ▪️ Quäker ▪️ Freiheit ▪️ flüchten Geschichte besteht nicht nur aus Fakten und Ereignissen. Geschichte ist auch ein tiefer Schmerz im Herzen, eines Menschen und wir müssen die Geschichte wiederholen, bis es uns gelingt, den Schmerz eines anderen in unser eigenes Herz zu tragen.
Stellenweise etwas langatmig, aber ein Muss !
Wie wichtig kann Lektüre im 21. Jahrhundert noch sein? Ja ! Hier geht es um eine in der Sklaverei Geborene und die Tochter ihres Besitzers. Es geht um Familie und Kultur, Verbundenheit (ja, sogar Freundschaft) über die Hautfarbe hinaus. Es geht um Konsequenzen und Menschlichkeit. Um Rassismus und die Bekämpfung. Das Buch ist emotional. Aber subtil emotional. Hier erwartet einen keine Erotik oder die große Liebe. Hier steht die Freundschaft und das eigene Schicksal im Vordergrund und das Einreißen der Grenzen. Heutzutage aus keinem Buchregal mehr wegzudenken.
Description
Die elfjährige Sarah, wohlbehütete Tochter reicher Gutsbesitzer, erhält in Charleston ein ungewöhnliches Geburtstagsgeschenk, versehen mit einer violettfarbenen Schleife – die zehnjährige Hetty »Handful«, die ihr als Dienstmädchen zur Seite stehen soll. Dass Sarah dem schwarzen Mädchen allerdings das Lesen beibringt, hatten ihre Eltern nicht erwartet. Und dass sowohl Sarah als auch Hetty sich befreien wollen aus den Zwängen ihrer Zeit, natürlich auch nicht. Doch Sarah ahnt: Auf sie wartet eine besondere Aufgabe im Leben. Obwohl sie eine Frau ist. Handful ihrerseits sehnt sich nach einem Stück Freiheit. Denn sie weiß aus den märchenhaften Geschichten ihrer Mutter: Einst haben alle Menschen Flügel gehabt …
Ausstattung: Mit Lesebändchen und eingelegter Grußkarte
Book Information
Author Description
Sue Monk Kidds Debütroman »Die Bienenhüterin« avancierte vom Geheimtipp zum Bestseller. Der Roman wurde allein in den USA über sechs Millionen Mal verkauft, er wurde in sechsunddreißig Sprachen übersetzt. Millionen LeserInnen haben ihre berührenden Geschichten wie »Die Meerfrau« oder »Die Erfindung der Flügel« verschlungen. »Das Buch Ana« ist Sue Monk Kidds vierter Roman, der in den USA sofort auf der Bestsellerliste stand und von der Presse begeistert aufgenommen wurde. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in South Carolina.
Posts
Die Geschichte dreht sich um Sarah, die ihr ganzes Leben gegen die Sklaverei gekämpft hat. Ihre Schwester folgte ihr auf diesem Weg und gemeinsam machten sie vieles möglich. Gleichzeitig erzählt die Geschichte vom Leben der Sklavin Handful. Viele schlimme Donge erwarten sie in ihrem Leben, doch nie hat sie die Hoffnung auf Freiheit aufgegeben. Mit ihrer kleinen Schwester will sie das Unmögliche schaffen. Eine sehr berührende Geschichte.
Ein Roman über das Leben der Schwestern Grimké, welcher zu Anfang des 19. Jahrhunderts im Süden Amerikas, v.a. in Charleston spielt. Während das Leben der Schwestern, die wegweisende Abolitionistinnen und Frauenrechtlerinnen waren, an historischen Fakten orientiert geschildert wird, ist das Leben der Sklavin Handful und ihrer Familie weitestgehend fiktiv. Es ist ein zuriefst ergreifender und berührender Roman über Sklaverei, Rassismus, Ausbeutung, Unterdrückung, Demütigung und Gewalt. Über das Recht auf Freiheit sowohl des Körpers als auch des Geistes. Ein Buch , das einen nicht loslässt und auch heute noch aktuell ist. Chapeau vor diesen Frauen, die vor zwei Jahrhunderten schon wagten, sich gegen alle Konventionen, gegen die eigene Familie und Heimat zu stellen und für die gleichen Rechte von Weiß und Schwarz sowie Mann und Frau zu kämpfen! Ein toller Roman. Trotz der Schwere der Themen so leicht geschrieben, dass man ihn nicht mehr aus der Hand legen möchte.
Berührende Geschichte, basierend auf wahren Figuren
Die Erfindung der Flügel erzählt eine sehr berührende Geschichte über Sklaverei und Frauenrechte, basierend auf wahren Figuren. Erzählt wird das Leben von zwei Frauen, deren Lebensumstände kaum unterschiedlicher sein könnten. Dennoch wird schnell deutlich, dass beide auf ihre eigene Art unterdrückt werden. Wie Hatty es im Buch so treffend ausdrückt: Bei der einen ist der Körper nicht frei, bei der anderen ist es der Geist. Die historischen Umstände werden dabei offen und ohne Beschönigung dargestellt, was das Buch zwar eindrucksvoll, aber auch zu keiner leichten Lektüre macht. Ich mochte die kurzen Kapitel, durch die sich das Buch flüssig lesen lässt. Viele Szenen sind emotional und gehen nahe. Mit der Figur Hatty konnte ich mich allerdings bis zum Schluss nicht richtig anfreunden. Auch wenn ihr viel Unrecht widerfährt, fehlte mir etwas, das sie für mich wirklich greifbar und sympathisch macht. Trotzdem mochte ich das Buch. Es ist emotional, aber auch spannend und bleibt sicherlich lange im Gedächtnis.
Unerschütterlicher Mut von Frauen im Jahr 1803-1838
Ein, auf historischen Fakten basierender, Roman über die ersten Versuche der Abschaffung von Sklaverei und die ersten Schritte hin zu Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau. Mein erster Roman der diese beiden Themen behandelt und ich bin nicht enttäuscht worden! Ich fand die Erzählweise und die Geschichte wunderbar. Ja es wird teils sehr viel über Religion geschrieben, allerdings darf man nicht vergessen, dass dies zu der damaligen Zeit der Lebensinhalt, grade von Frauen, war. Das Thema Sklaverei, sowie Frauenrechte, wurde meines Erachtens gut und greifbar beschrieben. An viele Stellen war ich erschüttert was damals alles so normal gewesen zu sein scheint. Umso schöner war es zu lesen, dass Sarah und Handful, die Hauptprotagonistinnen, mutig und stolz waren und für die Sache gekämpft und gelebt haben. Sarah und ihre Schwester Angelina haben zu den ersten Frauen gehört, welche als offizielle Rednerinnen der Anti- Sklaverei- Bewegung tätig waren. Sarah war die erste Frau, welche ein feministisches Manifest in den Vereinigten Staaten verfasst hat und Angelina war die erste Frau die vor einem Organ der Legislative gesprochen hat. Handful ist leider nur Fiktion um in dem Buch auch der Seite der Sklaven eine Stimme zu geben. Inspirierende Frauen der Geschichte, deren Leben in einem wundervollen Buch wiedergegeben wurde.

Ein jünges Mädchen bekommt eine Sklavin zum Geburtstag und fügt an sich gegen die Sklaverei zu wenden.
Ein auf wahren Begebenheiten beruhendes und mit realen Personen besetztes Buch über die Anfänge der Sklavereiabschaffung. Das Buch handelt hauptsächlich von drei Frauen, zwei Schwestern, die für die Abschaffung der Sklaverei kämpfen, und von einer Sklavin, die mit den Schwestern befreundet ist. Der Perspektivwechsel in den Kapiteln macht die Unterschiede des Lebensstils von Weißen und Schwarzen zum damaligen Zeitpunkt nochmal deutlicher. Der Roman ist nicht gerade sehr spannend geschrieben, das es eine zum Teil wahre Geschichte ist, macht es wieder wett. Interessant ist es auch, dass die Schwestern parallel für Frauenrechte gekämpft haben.

Einst haben alle Menschen Flügel gehabt …
Eine Geschichte zweier Frauen, die auf ihre rebellische Art sich gegen die Gesellschaftsnormen auflehnen und ihr Leben neu bestimmen. Es geht um das Sklavenmadchen Handful, welche ein Geschenk ist für die elfjährige Sarah. Doch Sarah, ein kleiner rebellischer Freigeits, sieht mehr in denn Mädchen und bringt Handful das Lesen bei. Diese kleine Tat bringt den Stein ins Rollen in einer Zeit, wo das Leben der Frauen durch Zwänge und festgelegte Normen bestimmt ist und so erleben beide Mädchen ihren eigenen Weg raus aus dieses Zwängen. Sie kämpfen, verzweifeln und leben leidenschaftlich. Wenn ihr wissen wollt, wie das Leben der beiden so unterschiedlichen und doch im Herzen so gleichen Mädchen Anfang des 19. Jahrhunderts ist, lest dieses Buch. Absolut empfehlenswert.
ergreifend und hat mich sehr beschäftigt
die Grimké Schwestern gab es wirklich, auch ein paar andere Herren und Damen aus dem Buch entspringen der Realität. Ich weiß nicht ob ich den Mut zu der damaligen Zeit gehabt hätte und ich bewundere die zwei Grimkés, sowie die fiktiven Persönlichkeiten Hetty Handful und Charlotte. Die Ausdrucks- und Schreibweise des Buches gefällt mir sehr gut, allerdings ist mit der Schluss, wie bei der Bienenhüterin auch, zu abgehackt. Vielleicht habe ich mir aber auch nur noch mehr Kapitel gewünscht, denn es hat mich arg beschäftigt, selbst wenn ich. nicht am Lesen war. Im Nachwort die Erläuterungen der Autorin fand ich auch sehr interessant. Die Recherchearbeit, die hinter diesem Bich steckt ist bemerkenswert. Sehr zu empfehlen 👍
Sarah und Angelina Grimké waren US-amerikanische Abolitionistinnen und Feministinnen zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Sie wuchsen in einem wohlhabenden Haushalt in Charleston auf, wodurch sie schon früh in den Kontakt mit der Unterdrückung schwarzer Menschen und der Sklaverei kamen. Auch die gesellschaftliche Unterordnung der Frauen erfuhren sie am eigenen Leib, als sie von ihrer Familie in ihrem Wissensdurst und ihren beruflichen Träumen beschränkt wurden. Nach dem Tod des Vaters lösten sich beide von ihrem Familienhaus und engagierten sich stark für die Gleichstellung der Frauen und für die Abschaffung der Sklaverei. [1] [2] Sue Monk Kidd ehrt das Andenken an diese beiden Frauen mit ihrem Roman "Die Erfindung der Flügel", in welchem wir nicht nur Sarah ab ihrem elften Lebensjahr begleiten, sondern auch die ihr zu diesem Anlass geschenkte Sklavin Hetty "Handful". Sarah sträubt sich schon im Kindesalter gegen die Sklaverei und bringt Handful das Lesen bei. Damit legt sie den Grundstein für zwei sehr bewegte Lebenswege, die mich sehr fasziniert haben. Der Autorin ist es äußerst gut gelungen, Fiktion und Fakten miteinander zu einem beeindruckenden Roman zu verknüpfen. So hoffnungsfroh der Inhalt des Buches auch klingt, so hart war er auch in manchen Kapiteln. Schonungslos wird der typische Alltag der Sklaven auf einem Hof wie dem der Grimkés in South Carolina dargestellt mit all seinen Höhen und den quantitativ weit überlegenen Tiefen. Psychische und Physische Gewalt, Respektlosigkeit und menschenunwürdige Lebens- und Arbeitsumstände werden den Leserinnen und Lesern vor Augen geführt, wodurch der Roman sicherlich nicht zur leichten Lektüre zu zählen ist. Besonders gefallen hat mir, dass die Autorin ihren Fokus nicht nur auf die Grimké-Schwestern richtet, sondern auch Handful eine Stimme verleiht. Auch wenn es weit mehr Aufzeichnungen und Fakten zu Sarah und Angelinas Taten gibt, ist es extrem wichtig, auch die Sklavin Handful selbst zu Wort kommen zu lassen und den Leserinnen und Lesern einen Einblick in Handfuls Perspektive zu geben. Sue Monk Kidd räumt im Nachwort ein, dass es offensichtlich weit weniger belastbare historische Fakten zu Handful gibt und in ihrem Charakter weitaus mehr Fantasie stecken dürfte, trotzdem möchte ich diesen Aspekt positiv hervorheben. Dazu eine Textstelle, kurz nachdem Handful ein Buch gefunden hat, in welchem jeder Sklave des Hofes mit einem Dollarwert beziffert wurde und sie zunächst stolz über die mit Abstand höchsten Werte von ihr und ihrer Mutter war: Wir waren keine vollwertigen Menschen. Ich hatte es nie geglaubt, ich hatte es nicht einen Tag in meinem Leben geglaubt, aber wenn man lange genug auf die Weißen hört, siegt irgendwann das Traurige, Entmutigende in einem selbst und man zweifelt. Nun verließ mich der Stolz auf unseren Wert. Zum ersten Mal empfand ich Schmerz und Scham über das, was ich war. Nach einer Weile ging ich runter in den Keller. Als Mauma meine wunden Augen sah, sagte sie: "Was du wert bist, das kann niemand in ein Buch schreiben." (S. 155) Ein sehr inspirierender und bewegender Roman, den ich uneingeschränkt empfehlen kann. Zum Abschluss der Rezension möchte ich noch ein Gespräch zwischen Handful und Sarah aus der Sicht von Handful zitieren: Sie war gefangen, so wie ich, wenn auch von ihren geistigen Schranken und den geistigen Schranken all der Menschen rings um sie, und nicht vom Gesetz. Mr Vesey hatte in der afrikanischen Kirche immer wieder gesagt: Gebt acht, denn ihr könnt zweifach versklavt werden, einmal mit eurem Körper, und einmal mit eurem Geist. Das versuchte ich ihr zu erklären. Ich sage: "Mein Körper mag ein Sklave sein, aber nicht mein Geist. Bei dir ist es umgekehrt." (S. 273)
Es handelt sich um eine romanhafte Biografie in den Südstaaten im 19. Jahrhundert. Zwei Schwestern bzw. Frauenrechtlerinnen agieren als Verfechterinnen für die Anti-Sklaven-Bewegung. Die Geschichte wird abwechselnd in der Ich-Forn aus der Sicht der Sklavin Hetty und der Plantagenbesitzertochter Sarah erzählt.
Ein Meisterwerk gegen Vorurteile und für Toleranz und Menschlichkeit, egal ob es die Hautfarbe, das Geschlecht oder die Religion betrifft, wir alle sind aufgefordert, Unrecht nicht hinzunehmen, wie klein und nutzlos wir uns in dem großen Ameisenhaufen namens Welt auch fühlen mögen. Dieses Buch beschreibt die Hoffnung, dass auch scheinbar unüberwindbare Dinge überwunden werden können - wenn wir all unseren Mut zusammennehmen.
Sarah Grimkè wächst als priveligiertes weißes Mädchen der Südstaaten auf. Sie ist gut gebildet, vertritt ihre Meinung und träumt davon eine der ersten weiblichen Rechtsanwältinnen zu werden. Zu ihrem elften Geburtstag bekommt sie ein Geschenk welches sie aus der Fassung bringt. Die zehnjährige Sklavin Hetty Handful Grimkè steht mit einer violetten Schleife um den Hals vor ihr und soll ihr zukünftig dienen. Sarah ist entsetzt. Der Schrecken der Sklaverei bringt sie zum Stottern. Sie möchte die Sklaverei nicht unterstützen und versucht ihr Geschenk abzulehnen. Nachdem ihre Versuche erfolglos bleiben, beschließt sie Hetty Handful das Lesen beizubringen. Ein zartes und verbotenes freundschaftliches Band entwickelt sich zwischen den beiden und begleitet sie durch Höhen und Tiefen ihres Lebens im Kampf um Emanzipation. Als Leser:innen begleiten wir die beiden Charaktere über 35 Jahre. Dabei lesen wir im Wechsel aus beiden Perspektiven und können so die Gedanken, Emotionen und Konflikte beider nachempfinden. Es entsteht eine spannende Dynamik zwischen Handful und Sarah, die aus meiner Perspektive in Bezug auf die Geschichte beider Protagonistinnen nachvollziebar ist. Für mich ein interessantes und einfühlsames Buch über die Grausamkeit der Sklaverei und den Versuch von Emanzipation von Sklav:innen und Frauen.
Ein wirklich empfehlenswertes Buch über die Bewegung der Abschaffung der Sklaverei in Amerika. Dabei verschmelzen im Buch historische Fakten und echten Personen (wie die Grimké Schwestern) mit Fiktion miteinander. Die Geschichte wird dabei aus Sicht von Sarah Grimké und „ihrer“ Sklavin Hetty (Handful) erzählt.
Ein wirklich großartiger Roman der mich auch nach dem Lesen ließ lange nicht los ließ.
Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Handful und aus der Sicht von Sarah erzählt und man begleitet deren Leben für mehrere Jahrzehnte. Ich fand es unglaublich spannend zu sehen, wie sich beide zu starken Frauen entwickeln, die trotz ihrer unterschiedlichen Situationen versuchen sich von den Zwängen ihrer Zeit zu befreien. Was ich auch sehr toll fand war, dass Sarah nicht als die weiße Heldin dargestellt wurde die Handful rettet. Beide Frauen sind alleine stark und stehen für sich ein. Beeindruckend fand ich auch, dass der Roman auf der Geschichte der Grimké Schwestern beruht, die die ersten Pionierinnen der Bewegung gegen die Sklaverei waren. Alles in allem kann ich das Buch nur jedem ans Herz legen. Es ist spannend geschrieben und trotz des doch eher schweren Themas und manchen Szenen leicht zu lesen und an vielen Stellen auch unterhaltsam. Ich bin nur so über die Seiten geflogen und für mich gehört es zu meinen Jahreshighlights! 😊
Ein Buch, das einen daran erinnert, wie wichtig Geschichten sind.
Ein halb fiktiver Roman, über eine tiefe Freundschaft und der große Wunsch nach Freiheit. Zwei so mutige, starke Frauen, die um ihre Selbstbestimmung kämpfen und dabei ihr Leben aufs Spiel setzen. Voller Schmerz und Leid. Ein großartiger Roman, der sich mit dem Thema der Sklaverei beschäftig und das auflehnen der Sarah Grimké gegen die damalige Gesellschaft. Ein absolutes Muss!
Zwei Mädchen. Zwei Schicksale. Zwei Frauen, die sich mit ihrem Schicksal nicht abfinden wollen (und werden). Eine grausame Zeit: Sklaverei und das Patriachat beherrschen die Vorstellungen der Menschen in Nordamerika. Wie kann jemand in dieser Welt überleben, wenn sie sich nicht in sie einfügen möchte? Eine Geschichte voller Grausamkeit und dem Mut für die Menschlichkeit zu kämpfen. 🐦⬛🔻
📚 Inhalt Sarah lebt als verwöhnte Tochter reicher Gutsbesitzer in den Südstaaten Amerikas. Zu ihrem elften Geburtstag erhält sie ein ungewöhnliches Geburtstagsgeschenk: die zehnjährige Sklavin Handful, die ihr ab sofort zu Diensten stehen soll. Doch bereits als Kind kann und möchte Sarah das Konzept der Sklaverei nicht unterstützen und bringt Handful stattdessen das Lesen bei, die einzige Form der Freiheit, die sie als kleines Mädchen verschenken kann. Beide Mädchen wachsen zu starken Frauen heran, die beide ihre Träume verfolgen und von «mehr» träumen, als es zu dieser Zeit vorstellbar ist. Sie sind beide bereit, Opfer zu bringen und ihre ungewöhnliche Freundschaft soll über viele Jahre fortbestehen. 📖 Meinung Durch den Roman begleiten wir Sarah und Handful von der Kindheit bis ins Erwachsenenalter. Natürlich könnten die Unterschiede zwischen den beiden Frauen nicht grösser sein und dies wird von der Autorin immer wieder unmissverständlich beschrieben. Was mich tatsächlich zunächst gestört hat, mit der Zeit aber sehr gut gefallen hat und für die Geschichte absolut nötig war, war der Aspekt der Freundschaft zwischen den beiden Frauen. Sarah hat Handful immer als Freundin angesehen, doch umgekehrt war es nie so. Handful war stets vorsichtig und zurückhaltend, da das Machtverhältnis zwischen den beiden unüberwindbar ist. Handfuls Misstrauen hat mich wirklich gestört, genauso wie Sarah auch, aber gemeinsam mit Sarah habe ich gelernt, wieso Handful so denkt und fühlt. Und trotz dieser aufrechterhaltener Distanz, mochte Handful Sarah und wollte ihr wahrscheinlich mehr vertrauen, zumindest interpretiere ich das so herein. Abgesehen von der besonderen Freundschaft der beiden, gefielen mir ihre unterschiedlichen Charakterentwicklungen auch sehr gut. Ich kann gar nicht sagen, welche Geschichte ich lieber verfolgt habe, denn die Kapitel wechseln immer wieder zwischen Handful und Sarah ab. In beiden wächst ein Widerstand, ein Wunsch nach Veränderung. Beide sind bereit, alles zu riskieren und aufzugeben, um für ihre Ideale zu kämpfen. Und der Kampf gestaltet sich für beide Frauen als sehr herausfordernd. Beide Protagonistinnen sind mutige Frauen, die ohne Männer an ihrer Seite für ihre Rechte, Wünsche und Überzeugungen kämpfen und dafür alles aufs Spiel setzen würden. Sie machen Fehler, verletzen geliebte Menschen, wachsen und verändern sich. Eine wirklich beeindruckende Geschichte, die man unbedingt gelesen haben sollte. Ich denke, dass mich dieser Roman noch lange begleiten wird und ich immer wieder daran denken werde.
Aufgrund der vielen positiven Rezensionen und einem Angebot für das eBook hatte ich mich zum Kauf dieses biographischen Romans über Sarah Grimke entschieden, einer Kämpferin für die Gleichberechtigung von Schwarzen und Frauen im 19. Jahrhundert. Die Idee, die Geschichte aus dem Blickwinkel der 11 jährigen Sarah und ihrer von der Familie aufgezwungenen gleichaltrigen Sklavin Handful zu schreiben, fand ich zu Beginn noch recht interessant. Aber nach dem ersten Drittel des Buchs stellte sich eine Leseunlust ein, bei der ich mich fragte, warum mein Empfinden so ganz anders ist, wie bei den meisten Leser/innen. Mir hat vor allem nicht gefallen, dass es wenig Entwicklung bei den handelnden Personen gab. Die Kinder agieren und sprechen schon so, wie sie auch Jahre später als Erwachsene auftreten. Die Sprache ist einfach gehalten, was zwar bei Handful durchaus authentisch wirkt, auf Dauer mir aber wie ein Tagebucheintrages eines Kinds vorkommt. Es wurde mir einfach langweilig mit der Zeit. Zudem fiel es mir schwer, richtig Sympathien zu irgendeiner Person zu entwickeln. Sarah wirkt oft verbittert und weinerlich, bei ihrem Kampf gegen die Konventionen. Handful ist bemitleidenswert und die Erwachsenen agieren eigentlich fast ausschließlich menschenverachtend. So war vielleicht auch die Zeit, doch das Buch ist halt keine Biographie, sondern immer noch ein Roman und da wirkt die Schwarz-Weiß-Zeichnung von Gut und Böse mir dann zu plakativ. Ich musste mir dann auch über andere Quellen erst mal erlesen, ob die Geschichte der Grimke-Schwestern wirklich so wahr. Offensichtlich hat die Autorin sich da schon nahe am Orginal gehalten, auch wenn es Handful in dieser Art nicht genau so gab. Alles in allem kann ich die Begeisterung über dieses Buch nicht nachvollziehen. Dafür war diese eigentlich spannende Geschichte einer bemerkenswerten Frau meiner Ansicht nach nicht gut genug geschrieben.
Richtig gut
Wieder din Buch der Autorin, das mich total begeistert. Es beinhaltet so viele wichtige Themen. Manche sind sogar aus Perspektiven geschrieben, die ich bisher nicht kannte. Der Leser begleitet zwei junge Mädchen beim Erwachsenwerden. Zwei Mädchen deren Ausgangslage im Leben nicht unterschiedlicher sein könnte und doch sind beide Gefangene ihrer Zeit und Traditionen. Beide sehnen sich nach Flügeln. Beiden gehen ihren Weg. Große Emotionen, wunderbare Zitate - hat mich wirklich berührt.

Mein Fazit: Das Buch hat mich zutiefst beeindruckt, die Geschichte hat mich berührt, der Schreibstil mich entführt. Mein Jahreshighlight bisher! Absolut lesenswert! Inhalt: Die elfjährige Sarah, wohlbehütete Tochter reicher Gutsbesitzer, erhält in Charleston ein ungewöhnliches Geburtstagsgeschenk – die zehnjährige Hetty »Handful«, die ihr als Dienstmädchen zur Seite stehen soll. Dass Sarah dem schwarzen Mädchen allerdings das Lesen beibringt, hatten ihre Eltern nicht erwartet. Und dass sowohl Sarah als auch Hetty sich befreien wollen aus den Zwängen ihrer Zeit, natürlich auch nicht. Doch Sarah ahnt: Auf sie wartet eine besondere Aufgabe im Leben. Obwohl sie eine Frau ist. Handful ihrerseits sehnt sich nach einem Stück Freiheit. Denn sie weiß aus den märchenhaften Geschichten ihrer Mutter: Einst haben alle Menschen Flügel gehabt … (Klappentext) Meine Meinung: Von den ersten Seiten an hatten mich Sarah und Handful gepackt. Die Geschichte reißt einen mit sobald man zu lesen beginnt. Der Schrecken der Sklaverei ist zum greifen nahe und trotzdem versprühen beide Mädchen eine positive und faszinierende Ausstrahlung. Ich habe selten ein Buch gelesen, welches mich so beeindruckt hat. Für mein Empfinden stimmt bei dieser Geschichte einfach alles. Das Buch erzählt die Lesensgeschichte der beiden und beginnt im Kindesalter. Über die Jahre hinweg kam keine einzige Periode in der ich nicht völlig gebannt der Erzählung folgte. Die Autorin schafft eine ganz besondere Stimmung, sie schlägt Brücken zwischen der grausamen Sklaverei und dem Verständnis junger Mädchen dafür. Jede Wendung fügt sich perfekt, es hätte nicht anders erzählt werden können. Handful und Sarah leben zusammen und doch in völlig verschiedenen Welten. Das Sklavenmädchen dass zwar körperlich hörig sein muss, doch im Geiste frei bleibt. Sarah, die Tochter eines betuchten Richters, die in ihre Bestimmung hineinwächst gegen die Sklaverei zu kämpfen. Die Geschichten beider Mädchen berührten mich und werden mich nicht mehr los lassen. Die Botschaft beider Frauen ist laut und klar - nimm dein Leben in die Hand und schweig nicht! Der Schreibstil ist einfach zauberhaft! Gefühlvoll und bildreich. Der großartige Schreibstil rundet für mich das Buch ab. Trotz dem "schwierigen" Thema macht er die Geschichte lebhaft, unterhaltsam und farbenfroh. Dieses Buch geht für mich über den letzten Satz hinaus. Ich habe Sarahs und Handfuls Leben verfolgt und werde sie noch lange in meinen Gedanken haben. Selbst im letzten Satz wird noch Emotion übermittelt - danke an eine großartige Autorin.
"Gebt acht, denn ihr könnt zweifach versklavt werden, einmal mit eurem Körper, und einmal mit eurem Geist." Sarah bekommt zu ihrem 11. Geburtstag ein Sklavenmädchen geschenkt. Auch wenn sie das Geschenk aus tiefstem Herzen ablehnt, so wird doch das Mädchen Handful ihr Leben mitbestimmen. Eine Geschichte, erzählt aus zwei Erzählperspektiven, die sich über mehrere Jahrzehnte erstreckt. Die Autorin hat einen tollen Schreibstil und gibt jeder der Frauen einen eigenen Erzählton. Sowohl Handful als auch Sarah konnten mich emotional berühren und es gibt auch richtig tolle Nebenfiguren. Zwischenzeitlich hat mich das Buch mal verloren, die vielen Zeitsprünge wurden mir zuviel, die Ausschnitte in den Leben der Frauen zu episodenhaft. Dann aber zog das Tempo an und es gab richtig tolle Entwicklungen, die ich nicht erwartet habe. Und zum Ende hin wurde es dann auch noch mal richtig spannend. Und das Nachwort konnte mich begeistern und überraschen. Ich wusste zu Beginn des Buches nicht dass es sich teilweise um historische Persönlichkeiten handelte und auch die Ereignisse teils historisch verbürgt sind. Und in ihrem sehr detaillierten Nachwort erzählt die Autorin noch viel über Wahrheit und Fiktion und macht die Personen noch lebendiger. Tolles Buch und vor Allem sehr gute und wichtige Themen. Denn auch wenn Sklaverei das Hauptaugenmerk des Buches ist, so geht es auch um Selbstbestimmung, um Emanzipation, um Frauenrechte aber auch um Freundschaft und Familie. Ein historisches Zeitportait.
>>Geschichte besteht nicht nur aus Fakten und Ereignissen. Geschichte ist auch ein tiefer Schmerz im Herzen eines Menschen, und wir müssen die Geschichte wiederholen, bis es uns gelingt, den Schmerz eines anderen in unser eigenes Herz zu tragen.<>Im Angesicht des Bösen zu schweigen ist selbst eine Form des Bösen.<<
Das Buch hörte sich sehr vielversprechend an, doch leider hat es mich eher enttäuscht und mir nicht so gut gefallen. Es spielt in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in den amerikanischen Südstaaten. Wir begeleiten eine jungen Mädchen Sarah aus wohlhabendem Hause, wie sie mit ihrem Wunsch nach emanzipation, einem eigenen Berufsleben und der Freiheit der Sklaven kämpft. Als zweite Perspektive erfahren wir die Geschichte ihrer Kammerzofe, einer jungen schwarzen Sklavin, Hetti. Zuerst einmal zu den beiden Protagonistinnen: Zum einen hat dich die Entwicklung der beiden Frauen, die wir von ihrer Jugend bis in ihre 40iger begleiten, kaum in ihrer Sprache wiedergespiegelt. Sarah, und später auch ihre Schwester Nina, drückten sich keineswegs so aus, wie es für ihr Alter angemessen gewesen wäre. Dadurch hat sich ihr Erwachsen-werden auch nicht in ihrer Sprache widergespiegelt, was ich sehr schade fand. Auch bei Hetti fand ich, dass die Sprache nicht so ganz zu ihrer Rolle passt. Sie lernt mühsam das schreiben. Als sie Jahrzente nach ihren kleinen Unterrichtsstunden mit Sarah Briefe wechselt, entschuldigt sie sich dafür, dass ire Briefe voller Fehler seien, da sie schon lange nciht mehr die Gelegenheit zum lesen hatte. Gleichzeitig bekommen wir als Lesenden jedoch einen fehlerfreien Brief, der acuh sprachlich im Vergleich zu Sarahs eigenen Briefen für mich kaum herausstach. Außerdem fand ich Sarah als Protagonistin eher kühl und abweisend. Ich habe kaum etwas von ihrer Leidenschaft für ihren Kampf für die Emanzipation oder ihrer Wut über ihre bereits früh erfarene Ungerechtigkeit gespürt. Sie wirkte auch mich eher immer resigniert. Auch hier hätte ich mir also gewünscht, dass die Gefühle durch die Sprache noch besser bei mir ankommen, nicht nur durch die Aussagen von Sarah, sondern teifgreifender, so dass ich auch wirklich etwas von ihrer Wut spüre, und nicht nur von meiner eigenen. Nun noch zur Handlung. Das Buch wird beworben als die Geschichte von zwei Frauen "die die Welt veränderten". Und ja, die echte Sarah Grimké, die die Inspiration für dieses Buch lieferte hat die Welt verändert. Doch das spielte im Buch kaum eien Rolle. Das Buch umfasst knapp 500 Seiten. Den Großteil hiervon befassen wir uns damit, wie sie zu der Person wird, die sie war und wie ihre Ansichten zur Emanzipation von Frauen und Schwarzen in ihr gestärkt wurden. Wir erfahren viel über ihr Leben als Quäkerin und die gesellschaftlichen Erwartungen und Normen der damaligen Zeit. Doch ihre wirkliche Arbeit, ihre Reden und ihr Einsatz zur Emanzipation der Frauen und Sklavenbefreiung nehmen im Vergleich dazu nur einen kleinen Teil ein. Hiervon hätte ich gern so viel mehr gelesen. Von einer Frau, die die Welt veränderte, war leider nur spät im Buch etwas zu lesen, und für meinen Geschmack acuh viel zu wenig. Auch ihren inneren Konflikt hätte ich gerne stärker ausgearbeitet gehapt. Aber das hat vermutlich wieder damit zu tun, dass bei mir nur wenig von Sarahs Gefühlen ankahm. Insgesamt hatte ich mehr von dem Buch erhofft. Es hat einen interessanten Blick auf das Leben der damaligen Sklaven geworfen, doch der aktive Kampf für die Freiheit und Gleichheit aller Menschen kahm mir zu kurz. Da waren Hettis Bemühungen hierzu auch viel interessanter, als Sarahs ewige Auseinandersetzungen mit ihrer kleinen Quäkergemeinde.Von mir bekommt das Buch 2,5 Sterne, abgerundet auf 2 Sterne.
Das Buch hörte sich sehr vielversprechend an, doch leider hat es mich eher enttäuscht und mir nicht so gut gefallen. Es spielt in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in den amerikanischen Südstaaten. Wir begeleiten eine jungen Mädchen Sarah aus wohlhabendem Hause, wie sie mit ihrem Wunsch nach emanzipation, einem eigenen Berufsleben und der Freiheit der Sklaven kämpft. Als zweite Perspektive erfahren wir die Geschichte ihrer Kammerzofe, einer jungen schwarzen Sklavin, Hetti. Zuerst einmal zu den beiden Protagonistinnen: Zum einen hat dich die Entwicklung der beiden Frauen, die wir von ihrer Jugend bis in ihre 40iger begleiten, kaum in ihrer Sprache wiedergespiegelt. Sarah, und später auch ihre Schwester Nina, drückten sich keineswegs so aus, wie es für ihr Alter angemessen gewesen wäre. Dadurch hat sich ihr Erwachsen-werden auch nicht in ihrer Sprache widergespiegelt, was ich sehr schade fand. Auch bei Hetti fand ich, dass die Sprache nicht so ganz zu ihrer Rolle passt. Sie lernt mühsam das schreiben. Als sie Jahrzente nach ihren kleinen Unterrichtsstunden mit Sarah Briefe wechselt, entschuldigt sie sich dafür, dass ire Briefe voller Fehler seien, da sie schon lange nciht mehr die Gelegenheit zum lesen hatte. Gleichzeitig bekommen wir als Lesenden jedoch einen fehlerfreien Brief, der acuh sprachlich im Vergleich zu Sarahs eigenen Briefen für mich kaum herausstach. Außerdem fand ich Sarah als Protagonistin eher kühl und abweisend. Ich habe kaum etwas von ihrer Leidenschaft für ihren Kampf für die Emanzipation oder ihrer Wut über ihre bereits früh erfarene Ungerechtigkeit gespürt. Sie wirkte auch mich eher immer resigniert. Auch hier hätte ich mir also gewünscht, dass die Gefühle durch die Sprache noch besser bei mir ankommen, nicht nur durch die Aussagen von Sarah, sondern teifgreifender, so dass ich auch wirklich etwas von ihrer Wut spüre, und nicht nur von meiner eigenen. Nun noch zur Handlung. Das Buch wird beworben als die Geschichte von zwei Frauen "die die Welt veränderten". Und ja, die echte Sarah Grimké, die die Inspiration für dieses Buch lieferte hat die Welt verändert. Doch das spielte im Buch kaum eien Rolle. Das Buch umfasst knapp 500 Seiten. Den Großteil hiervon befassen wir uns damit, wie sie zu der Person wird, die sie war und wie ihre Ansichten zur Emanzipation von Frauen und Schwarzen in ihr gestärkt wurden. Wir erfahren viel über ihr Leben als Quäkerin und die gesellschaftlichen Erwartungen und Normen der damaligen Zeit. Doch ihre wirkliche Arbeit, ihre Reden und ihr Einsatz zur Emanzipation der Frauen und Sklavenbefreiung nehmen im Vergleich dazu nur einen kleinen Teil ein. Hiervon hätte ich gern so viel mehr gelesen. Von einer Frau, die die Welt veränderte, war leider nur spät im Buch etwas zu lesen, und für meinen Geschmack acuh viel zu wenig. Auch ihren inneren Konflikt hätte ich gerne stärker ausgearbeitet gehapt. Aber das hat vermutlich wieder damit zu tun, dass bei mir nur wenig von Sarahs Gefühlen ankahm. Insgesamt hatte ich mehr von dem Buch erhofft. Es hat einen interessanten Blick auf das Leben der damaligen Sklaven geworfen, doch der aktive Kampf für die Freiheit und Gleichheit aller Menschen kahm mir zu kurz. Da waren Hettis Bemühungen hierzu auch viel interessanter, als Sarahs ewige Auseinandersetzungen mit ihrer kleinen Quäkergemeinde.Von mir bekommt das Buch 2,5 Sterne, abgerundet auf 2 Sterne.
Geprägt durch „Fackeln im Sturm“ und „Vom Winde verweht“ haben mich die amerikanischen Südstaaten schon als Kind fasziniert und eine Reise zu diesen herrschaftlichen Plantagenvillen steht weit oben auf meiner Wunschliste. Auch, um vor Ort mehr über diese grausame Zeit der amerikanischen Geschichte zu lernen und mir ein Bild zu machen. Denn im Schulunterricht wurde das leider recht stiefmütterlich behandelt. Umso spannender habe ich die Geschichte von Sarah und Hetty oder „Handful“ empfunden, welche zumindest was Sarah betrifft sehr nah an den wahren Begebenheiten ist. Leider wurde das sehr aufschlussreiche Nachwort der Autorin nicht vertont, so dass ich es mir von einer Freundin abfotografiert habe lassen, denn dies lässt das Bild der Südstaaten und Sarahs Kampf für die Überwindung der Sklaverei und auch die Befreiung der Frauen aus dem Patriarchat noch viel intensiver wirken. Mit der etwas vorlauten und aufmüpfigen Sarah als kleines Mädchen hatte ich so meine Schwierigkeiten, zumal ihre Gedanken sehr erwachsen sind. Handful entwickelt sich dagegen mehr und für mich authentischer, auch wenn ihr geschichtliches Vorbild leider früh verstorben ist - so lebt sie aber in diesem beeindruckenden Buch weiter. Beide Frauen begleiten wir durch die Jahre und ihren jeweils eigenen Kampf gegen die gesellschaftlichen Normen. Was den Schwarzen zu Zeiten der Sklaverei angetan wurde ist abartig und erschreckend, bedenkt man dass uns nur 200 Jahre von dieser Zeit trennen. Erklärt es doch auch den noch immer herrschende Rassismus - nicht nur in den USA! Ein wirklich guter Roman zu einem so wichtigen Thema, welches durch die Protagonistinnen sehr ans Herz geht. Ich hatte mir nur eine etwas nähere Verbindung der beiden Frauen erwartet, aber dies wäre vielleicht nicht so realistisch gewesen. Aber einige Passagen werden sie getrennt voneinander dargestellt, wobei kein Strang der Geschichte weniger spannend als der andere war. Man fliegt durch die Seiten bzw. in meinem Fall die Minuten. Sehr zu empfehlen!
Charleston im frühen 19. Jahrhundert. Die junge Sarah Grimké erhält zu ihrem 12. Geburtstag ihre eigene Sklavin geschenkt: die elfjährige Hettie, genannt “Handful”. Doch Sarah ist sich schon als Kind sicher, dass sie Sklaverei für falsch hält, und versucht vergebens, das Geschenk abzulehnen oder Handful freizulassen. Handfuls Mutter, die aufrührerische Charlotte, nimmt Sarah das Versprechen ab, irgendwann dafür zu sorgen, dass Handful freikommt. Wird Sarah dieses Versprechen halten können? Anders als in ihrem ersten Roman “The Secret Life of Bees” (Die Bienenhüterin) sind die Protagonistinnen des zweiten Romans von Sue Monk Kidd teilweise historisch, in erster Linie Sarah Grimké und ihre Familie. Beim Lesen wusste ich das noch nicht, aber es gefällt mir sehr, wie Sue Monk Kidd den historischen Figuren fiktive Charaktere zur Seite gestellt hat, nämlich die Sklaven, von denen nur die Namen bekannt sind. Die Geschichte wird durchgängig in der ersten Person erzählt, jedoch abwechselnd von Sarah und Handful. Verwirrend ist das in diesem Fall nicht, denn allein schon durch die Sprache ist ersichtlich, wer gerade erzählt. (Wäre interessant, zu sehen, wie das in der Übersetzung umgesetzt wurde.) Diese Erzählweise schafft nicht nur eine besondere Nähe zu den Charakteren sondern bewirkt auch, dass der Leser die Ereignisse sowohl die Sicht der Weißen als auch der Sklaven kennenlernt. Dies ist insbesondere bei den grausamen Bestrafungen der Sklaven wichtig, wenn auch teilweise schwer zu ertragen. Wir werden Zeuge, wie Handful sich zu einer selbstbewussten Persönlichkeit entwickelt, die sich nach außen hin zwar zu fügen scheint, sich jedoch innerlich nicht mit ihrem Sklaventum abfindet. Sarah hingegen macht eine schier unglaubliche Entwicklung durch, die für das stotternde, von der Familie unterbutterte Mädchen besonders bemerkenswert ist. Dieses Buch hat mich wirklich überzeugt, es bietet höchst interessante, tiefe Charaktere in Kombination mit einer spannenden, erstaunlichen und teilweise historischen Geschichte um Abolutionismus und Emanzipitation. Alle Daumen hoch!
Ein Buch über die Unbekannten Grimké Schwestern
Angelina und Sarah Grimké existieren und kamen aus einer Sklavenhalterfamilie im Süden.. jedoch waren sie auch die Ersten, die für die Befreiung der Sklaven wie auch der Frauen aufstanden und sich engagierten. Das Buch wurde aus 2 Sichten geschrieben, der von Sarah und der ihrer Kammerzofe Hetty Ein interessantes und lohnenswertes Buch über die Sklaverei sowie die Geschichte der Grimké Schwestern
Meine Meinung Meine Erwartungen an dieses Buch waren recht hoch. Einerseits hatte ich viel gutes darüber gelesen und andererseits weil ich wusste das die Grimké Schwestern die Inspiration dazu waren. Im Nachhinein bin ich am Ende des Buches enttäuscht gewesen. Das Buch hat einen guten Schreibstil. Es liest sich flüssig ohne zu stocken und wird abwechselnd aus der Sicht von Sarah und Handful erzählt. Beide haben ihre eigenen Gedanken und Wünsche. Auf Grund des Schreibstils erfahren wir viel über ihr Leben und ihre Gefühle. Beide haben eine Sehnsucht nach Freiheit und bei beiden Frauen ahnt man, das sie diese nicht erreichen können. Was mich jedoch an dem Stil gestört hat, waren die teils zu großen Zeitabstände. Oftmals waren Jahre vergangen und manchmal kam beim Lesen das Gefühl auf etwas wichtiges verpasst zu haben. Das hatte einen komischen Beigeschmack. Gerade bei dem so wichtigen Themen hätte ich mir mehr Details gewünscht. Plötzlich waren Umstände da, die ich als Leser als gegeben hinnehmen musste, ohne zu wissen wie es dazu kam. Natürlich konnte man sich seinen Teil denken, aber ob das so war oder gewesen wäre, die Frage blieb unbeantwortet. Ich kam Sarah und Handful nie wirklich nahe. Sie blieben immer in der Ferne. Die Autorin vermochte es die verschiedenen Charaktere anschaulich und glaubhaft zu gestalten. Auch die Atmosphäre war zum greifen nahe, aber insbesondere zum Ende des Buches ging davon etwas verloren. Irgendwie hatte ich immer die Erwartung da kommt noch was, der große Knall - gleich, ganz bestimmt - aber nein. So schonungslos und ergreifend manche Stellen im Buch auch sind, so wenig fesselten mich dafür andere Passagen. Fazit Ein Roman der eigentlich alle Zutaten eines guten historischen Buches hat, aber mich am Ende nicht überzeugen konnte. Kann man lesen, muss man aber nicht.
Meine Meinung Meine Erwartungen an dieses Buch waren recht hoch. Einerseits hatte ich viel gutes darüber gelesen und andererseits weil ich wusste das die Grimké Schwestern die Inspiration dazu waren. Im Nachhinein bin ich am Ende des Buches enttäuscht gewesen. Das Buch hat einen guten Schreibstil. Es liest sich flüssig ohne zu stocken und wird abwechselnd aus der Sicht von Sarah und Handful erzählt. Beide haben ihre eigenen Gedanken und Wünsche. Auf Grund des Schreibstils erfahren wir viel über ihr Leben und ihre Gefühle. Beide haben eine Sehnsucht nach Freiheit und bei beiden Frauen ahnt man, das sie diese nicht erreichen können. Was mich jedoch an dem Stil gestört hat, waren die teils zu großen Zeitabstände. Oftmals waren Jahre vergangen und manchmal kam beim Lesen das Gefühl auf etwas wichtiges verpasst zu haben. Das hatte einen komischen Beigeschmack. Gerade bei dem so wichtigen Themen hätte ich mir mehr Details gewünscht. Plötzlich waren Umstände da, die ich als Leser als gegeben hinnehmen musste, ohne zu wissen wie es dazu kam. Natürlich konnte man sich seinen Teil denken, aber ob das so war oder gewesen wäre, die Frage blieb unbeantwortet. Ich kam Sarah und Handful nie wirklich nahe. Sie blieben immer in der Ferne. Die Autorin vermochte es die verschiedenen Charaktere anschaulich und glaubhaft zu gestalten. Auch die Atmosphäre war zum greifen nahe, aber insbesondere zum Ende des Buches ging davon etwas verloren. Irgendwie hatte ich immer die Erwartung da kommt noch was, der große Knall - gleich, ganz bestimmt - aber nein. So schonungslos und ergreifend manche Stellen im Buch auch sind, so wenig fesselten mich dafür andere Passagen. Fazit Ein Roman der eigentlich alle Zutaten eines guten historischen Buches hat, aber mich am Ende nicht überzeugen konnte. Kann man lesen, muss man aber nicht.
"Die Erfindung der Flügel" ist ein eindringliches und bewegendes Buch, das die Grausamkeiten der Sklaverei und den Wunsch nach Freiheit einfühlsam darstellt. Sue Monk Kidd gelingt es, eine komplexe und berührende Geschichte zu erzählen, die mich tief berührt hat. Ich empfehle dieses Buch allen, die sich für historische Romane mit starken Charakteren und gesellschaftlicher Relevanz interessieren.
"Die Erfindung der Flügel" ist ein fesselndes und kritisches Buch, das mich als schwarze Frau gleichermaßen interessiert und berührt hat. Es war jedoch auch schmerzhaft und traurig, das Leiden meiner schwarzen Schwestern zu lesen, die als Sklavinnen ihr Leben fristen mussten. Die Erzählweise, die die Beziehung zwischen der Besitzerin und dem Sklavenmädchen beleuchtet, ist besonders faszinierend. Obwohl die beiden in einer Zeit geboren wurden, in der sie aufgrund der Rassentrennung keine Freunde sein können, entwickeln sie dennoch Gefühle füreinander, die man als Freundschaft bezeichnen könnte, auch wenn sie es nie aussprechen. Es ist beeindruckend zu sehen, wie die Besitzerin alles daransetzt, die Sklaverei zu beenden, und dadurch ihr privilegiertes Leben aufs Spiel setzt, während das Sklavenmädchen von einem Leben in Freiheit träumt und versucht, seinem Leben einen Sinn zu geben. Trotz der harten Zeit, in der sie leben, haben die beiden Kontakt zueinander und sind füreinander da.
Aufgrund der vielen positiven Rezensionen und einem Angebot für das eBook hatte ich mich zum Kauf dieses biographischen Romans über Sarah Grimke entschieden, einer Kämpferin für die Gleichberechtigung von Schwarzen und Frauen im 19. Jahrhundert. Die Idee, die Geschichte aus dem Blickwinkel der 11 jährigen Sarah und ihrer von der Familie aufgezwungenen gleichaltrigen Sklavin Handful zu schreiben, fand ich zu Beginn noch recht interessant. Aber nach dem ersten Drittel des Buchs stellte sich eine Leseunlust ein, bei der ich mich fragte, warum mein Empfinden so ganz anders ist, wie bei den meisten Leser/innen. Mir hat vor allem nicht gefallen, dass es wenig Entwicklung bei den handelnden Personen gab. Die Kinder agieren und sprechen schon so, wie sie auch Jahre später als Erwachsene auftreten. Die Sprache ist einfach gehalten, was zwar bei Handful durchaus authentisch wirkt, auf Dauer mir aber wie ein Tagebucheintrages eines Kinds vorkommt. Es wurde mir einfach langweilig mit der Zeit. Zudem fiel es mir schwer, richtig Sympathien zu irgendeiner Person zu entwickeln. Sarah wirkt oft verbittert und weinerlich, bei ihrem Kampf gegen die Konventionen. Handful ist bemitleidenswert und die Erwachsenen agieren eigentlich fast ausschließlich menschenverachtend. So war vielleicht auch die Zeit, doch das Buch ist halt keine Biographie, sondern immer noch ein Roman und da wirkt die Schwarz-Weiß-Zeichnung von Gut und Böse mir dann zu plakativ. Ich musste mir dann auch über andere Quellen erst mal erlesen, ob die Geschichte der Grimke-Schwestern wirklich so wahr. Offensichtlich hat die Autorin sich da schon nahe am Orginal gehalten, auch wenn es Handful in dieser Art nicht genau so gab. Alles in allem kann ich die Begeisterung über dieses Buch nicht nachvollziehen. Dafür war diese eigentlich spannende Geschichte einer bemerkenswerten Frau meiner Ansicht nach nicht gut genug geschrieben.
Ein Buch das sehr bewegt über die Sklaverei. Sarah Grimké und ihre Schwester Nina kämpfen dagegen an. Ein sehr tolles Buch. ▪️ Grimké ▪️ Sklaverei ▪️ Denmark Vesey ▪️ Quäker ▪️ Freiheit ▪️ flüchten Geschichte besteht nicht nur aus Fakten und Ereignissen. Geschichte ist auch ein tiefer Schmerz im Herzen, eines Menschen und wir müssen die Geschichte wiederholen, bis es uns gelingt, den Schmerz eines anderen in unser eigenes Herz zu tragen.
Stellenweise etwas langatmig, aber ein Muss !
Wie wichtig kann Lektüre im 21. Jahrhundert noch sein? Ja ! Hier geht es um eine in der Sklaverei Geborene und die Tochter ihres Besitzers. Es geht um Familie und Kultur, Verbundenheit (ja, sogar Freundschaft) über die Hautfarbe hinaus. Es geht um Konsequenzen und Menschlichkeit. Um Rassismus und die Bekämpfung. Das Buch ist emotional. Aber subtil emotional. Hier erwartet einen keine Erotik oder die große Liebe. Hier steht die Freundschaft und das eigene Schicksal im Vordergrund und das Einreißen der Grenzen. Heutzutage aus keinem Buchregal mehr wegzudenken.

















































