NEMESIS' TÖCHTER
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Description
Ein feministisches Plädoyer für die Anerkennung weiblicher Wut von Platz-1- SPIEGEL -Bestseller-Autorin Tara-Louise Wittwer alias @wastarasagt
Seit Jahrhunderten werden Frauen unterdrückt. Frauen, die in irgendeiner Weise Stärke ausgestrahlt, sich selbst ermächtigt und zur Wehr gesetzt haben, werden belächelt, verurteilt und dämonisiert. Und all diese Frauen leben in uns weiter - ihre Angst, ihre Freude, ihre Liebe. Und ihre Wut. All diese Mütter, Großmütter und Urgroßmütter. Alle Frauen der Geschichte, die große Opfer auf dem steinigen Weg zur Gleichberechtigung bringen mussten.
Auf der Suche nach den Ursprüngen von Female Rage taucht Tara-Louise Wittwer (Sorry, aber …) in die europäische Geschichte ein und erzählt die ungehörten Geschichten der Frauen, die sich gegen das männliche Narrativ der Schwäche und Passivität gestemmt haben. Von den Sagen der Antike, bis zur Realität des 21. Jahrhunderts, von Giulia Tofana, der legendären Giftmischerin, bis zu den unbekannten Heldinnen des Alltags.
Die SPIEGEL-Bestseller-Autorin bringt tiefsitzende, über Generationen vererbte patriarchale Narrative ans Licht, mit denen nur ein Ziel verfolgt wurde: Frauen zu schwächen, zu verunsichern und mundtot zu machen. Wir leben in einer Gesellschaft, die Frauen systematisch Unrecht tut und verhindern will, dass sie sich gegenseitig stärken. Doch die Zeit der Pick-me-Girls ist vorbei und Frauen müssen sich miteinander solidarisieren.
Tara-Louise Wittwer zeigt, was Frauen erreichen können, wenn sie zusammenhalten, damit ihre Wut irgendwann heilen kann.
Book Information
Author Description
Tara-Louise Wittwer, geboren 1990, ist studierte Kulturwissenschaftlerin und lebt in Berlin. Hier arbeitet sie als Autorin und Content Creatorin. 2019 gründete sie ihr Unternehmen wastarasagt mit dem gleichnamigen, schnell wachsenden Instagram-Account. Auf ihren Social-Media-Kanälen spricht sie über Feminismus sowie den Einfluss von Popkultur und Medien auf die eigene Identität, internalisierte Misogynie und darüber, wie alte Rollenbilder stetig reproduziert werden. Ihre Bücher „Sorry, aber...“ und „Nemesis´Töchter“ waren SPIEGEL-Bestseller.
Characteristics
19 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
5⭐️ – Ein Buch, das mich etwas gelehrt hat, was ich nicht zu lernen erwartet hatte.
Fantasy ist eigentlich meine Welt – Magie, andere Realitäten, Geschichten, die einen aus dem Alltag reißen. Sachbücher über feministische Themen? Nicht mein übliches Terrain. Es war die Rezension einer anderen Person, die mich innehalten ließ – und am Ende dazu gebracht hat, dieses Buch überhaupt aufzuschlagen. Eine Entscheidung, die ich nicht bereut habe. Wittwer führt einen durch drei Jahrtausende Menschheitsgeschichte und fragt dabei immer wieder: Wo kommt diese Wut her – und was entsteht, wenn Frauen aufhören, sie allein zu tragen? Klingt zunächst nach einer Geschichte, die ohne mich erzählt wird. Aber je weiter ich las, desto mehr verstand ich: Diese Geschichte erklärt auch mich. Die Strukturen, die Frauen kleingehalten haben, sind dieselben, die Männern bestimmte Gefühle verboten haben. Wir sind beide Produkte desselben Systems – nur auf unterschiedlichen Seiten seiner Auswirkungen. Was mich am meisten getroffen hat, war nicht die Wut selbst, sondern ihre Herkunft. Wittwer legt frei, wie tief verwurzelte gesellschaftliche Erzählungen über Generationen weitergegeben wurden – mit dem einzigen Zweck, Frauen zu destabilisieren, klein zu halten und zum Schweigen zu bringen. Und sie tut das nicht anklagend, nicht pauschal – sondern mit einer analytischen Präzision, die man respektieren muss, auch wenn man sich manchmal unwohl dabei fühlt. Vielleicht gerade dann. Den Ausgangspunkt bildet Nemesis, die antike Göttin des gerechten Ausgleichs – kein Symbol blinder Vergeltung. Diese Unterscheidung ist wichtig, und Wittwer hält sie konsequent durch. Das Buch ist kein Plädoyer für Gegenhass – es geht um Verbindung, um gegenseitige Stärkung, um das, was entsteht, wenn Wut nicht nach innen, sondern nach außen gerichtet wird: in Gemeinschaft. Das merkt man. Und genau deshalb konnte ich als Mann dieses Buch lesen, ohne mich in die Defensive gedrängt zu fühlen. Wittwers größte Stärke liegt im Ton: Sie schafft es, komplexe Zusammenhänge klar zu machen, ohne dabei belehrend zu wirken – und sie weckt Haltung, ohne in Empörung zu verfallen. Ich habe das Buch zugeklappt und eine Weile einfach nur nachgedacht. Nicht nur weil mich etwas erschüttert hat – sondern weil ich gemerkt habe, wie viele blinde Flecken ich hatte. Und vielleicht noch habe. Dieses Buch richtet sich nicht nur an Frauen. Es richtet sich an alle, die verstehen wollen, warum bestimmte Wut existiert – und was sie über uns alle aussagt. Es ist kein bequemes Lesen – aber es ist ein notwendiges!

Ich bin wütend. Und du ja vielleicht auch.
Mini-Zusammenfassung: In Nemesis’ Töchter geht es um weibliche Wut. Ihren Ursprung, ihre Berechtigung und warum sie über Jahrtausende unterdrückt wurde. Es verbindet Fakten, Geschichte und persönliche Einordnungen und macht sichtbar, was viele von uns längst fühlen. Rezension: Das ist mein zweiter Versuch, eine Rezension zu diesem Buch zu schreiben. Beim ersten Mal war ich einfach nur wütend. So richtig wütend. Ich habe in die Tasten gehämmert, alles runtergeschrieben und dann gemerkt … Ich kriege es nicht hin, das zu sagen, was ich eigentlich fühle. Nicht, weil es nicht da ist, sondern weil mir die Worte fehlen. Und genau da wurde mir klar: Alles, was ich sagen will, habe ich eigentlich schon in diesem Buch gelesen. Ich bin keine Autorin. Ich bin nicht besonders wortgewandt. Aber dieses Buch ist es. Und es spricht genau das aus, was ich fühle. Deshalb ist das Einzige, was ich wirklich sagen kann: Jede*r sollte dieses Buch lesen. Es tut gut. Es tut weh. Es verletzt. Es triggert. Aber vor allem zeigt es die Wahrheit. „Not all men, but somehow always men.“ Ich schaue nach links und rechts – und es ist eine von drei. Und ich bin es auch. Dieses Buch ist laut. Und genau deshalb braucht es noch mehr Lautstärke. Mehr Aufmerksamkeit. Mehr Präsenz. Nicht nur, weil es sie verdient, sondern weil es sie braucht. Ich wünsche mir, dass dieses Buch gelesen wird. Dass wir darüber sprechen. Dass wir wütend sind. Und dass wir etwas verändern. Fühlt euch gedrückt (wenn ihr möchtet). Ich drücke mich selbst auch. Alles Gute nachträglich zu unserem feministischen Kampftag. 🖤 Vielleicht ein bisschen verspätet. Aber das ist egal, weil es sowieso ein feministisches Kampfleben und kein Tag ist. Lest dieses Buch. Lasst uns lauter werden.

Dies ist kein Buch gegen Männer, dies ist ein Buch für Frauen
Wütend, ehrlich, provokant und gleichzeitig so unfassbar nachvollziehbar. Dieses Buch spricht Dinge aus, die viele Frauen ihr ganzes Leben fühlen, aber oft nie laut sagen. Es geht um gesellschaftliche Erwartungen, Sexismus, weibliche Wut und darum, dass Frauen ständig lernen sollen, leiser, freundlicher und angenehmer zu sein. Beim Lesen hatte ich oft das Gefühl, verstanden zu werden. Nicht alles war neu für mich, aber die Art, wie hier Gefühle und Erfahrungen in Worte gefasst werden, hat mich trotzdem sehr getroffen. Der Schreibstil ist direkt, modern und teilweise wie ein Gespräch mit einer Freundin, die endlich ausspricht, was viele denken. Auch wenn ich Tara Wittwers Meinung zu Transfrauen nicht in allen Punkten teile, finde ich dieses Buch extrem wichtig und relevant. Für mich ganz klar kein Buch gegen Männer, sondern eines für Frauen.

Es öffnet einen die Augen
• NEMESIS' TÖCHTER: 3000 Jahre zwischen Female Rage und Zusammenhalt • Seit Jahrhunderten werden Frauen unterdrückt. Frauen, die in irgendeiner Weise Stärke ausgestrahlt, sich selbst ermächtigt und zur Wehr gesetzt haben, werden belächelt, verurteilt und dämonisiert. Und all diese Frauen leben in uns weiter - ihre Angst, ihre Freude, ihre Liebe. Und ihre Wut. All diese Mütter, Großmütter und Urgroßmütter. Alle Frauen der Geschichte, die große Opfer auf dem steinigen Weg zur Gleichberechtigung bringen mussten. Auf der Suche nach den Ursprüngen von Female Rage taucht Tara-Louise Wittwer (Sorry, aber …) in die europäische Geschichte ein und erzählt die ungehörten Geschichten der Frauen, die sich gegen das männliche Narrativ der Schwäche und Passivität gestemmt haben. Von den Sagen der Antike, bis zur Realität des 21. Jahrhunderts, von Giulia Tofana, der legendären Giftmischerin, bis zu den unbekannten Heldinnen des Alltags. Rezension: Nemesis Töchter – 3000 Jahre zwischen Female Rage und Zusammenhalt von Tara-Louise Wittwer ist ein kraftvoller, emotionaler und zugleich augenöffnendes Buch auf die Geschichte der Frau und die anhaltenden Unstimmigkeiten. Dieses Buch sollte tatsächlich zur Pflichtlektüre für jede Frau werden. Es schafft es, historische Entwicklungen, gesellschaftliche Strukturen und weibliche Erfahrungen so miteinander zu verweben, dass man nicht nur versteht, sondern fühlt. Beim Lesen hatte ich immer wieder das Gefühl, dass mir Zusammenhänge klar werden, die zuvor unsichtbar waren. Der Schreibstil ist locker, zugänglich und oft überraschend humorvoll. Der Autorin gelingt es, komplexe Themen verständlich darzustellen, ohne dabei an Tiefe zu verlieren. Man liest sich förmlich durch die Seiten, obwohl die Inhalte stellenweise schwer wiegen. Gerade der Wechsel aus Leichtigkeit und Ernst macht das Buch so besonders. Inhaltlich überzeugt es durch fundiertes Wissen, das gut und greifbar gemacht wird. Gleichzeitig ist es ein sehr berührendes Werk, das Emotionen weckt. Von der Wut über die Ungerechtigkeiten bis hin zu einem tiefen Gefühl von Verbundenheit und Solidarität unter Frauen. Ein Buch, das nicht nur informiert, sondern verändert. Es öffnet die Augen, erweitert den Blick und bleibt lange im Kopf.
Female Rage mit vielen Augenöffnern
Tara- Louise Wittwer stellt in ,,Nemesis Töchter" die Unterdrückung der Frauen im historischen Kontext unglaublich gut dar. Hierbei werden nicht nur die Hexenjagd, was eigentlich eine Frauenjagd laut Witwer ist, sondern auch Fakten zur bekannten "Giftmischerin" und vielen anderen historischen Ereignissen erwähnt, in welchem die Frauen systematisch unterdrückt werden. Als Hörbuch wird hier nochmal viel mehr Emotionen, Wut und Fassungslossigkeit rübergebracht, da die Autorin dies selbst eingesprochen hat. Ich würde das Hörbuch gegenüber dem Lesen des Buches ehr empfehlen, da man so die Emotionen der Autorin viel besser dargestellt bekommt. Ich fand es auch super, dass Tara-Lousie Wittwer viel selbstreflektiert und eingesteht, dass sie selbst nicht immer so gedacht hat. Definitiv ein Augenöffner, auch im historischen Kontextit Infos, die man vorher eventuell noch nicht wusste.
Ich bin wach, ich bin wütend!
Der Grundgedanke des Buches hat mir wirklich super gefallen. Das erste Kapitel hat mich total mitgerissen, ich konnte das Buch nicht mehr weglegen. Im weiteren Verlauf hatte ich den Eindruck, dass sich Argumente immer wiederholen. Dass die Autorin, obwohl sie etwas wirklich Wichtiges und Richtiges zu sagen hat, sich auf mache plakativ wirksame Bildnisse eingeschossen hat. Das hat sich jedoch im weiteren Verlauf wieder geändert. Später habe ich mehrmals schlucken und mir Tränen der Wut wegwischen müssen. Nicht nur Wut wegen der Ungerechtigkeit und Ungleichheit, sondern auch auf mich selbst. Ich war auch ein Pick Me Girl, das hat mir zwar nicht erst das Buch klargemacht, aber vor Augen geführt wie ich selbst aufgewachsen bin und mit welchen ,,Vorbildern“ ich in meiner Jugend auch durch Girlie- Filme konditioniert wurde. Dieses Buch ist gerade jetzt wichtig und wird jeden Tag wichtiger, denn wir sind einfach noch nicht wütend genug!
„Frauen in der Geschichte wurden diffamiert, denunziert, dehumanisiert, delegitimiert, nur um ihnen nicht zuhören zu müssen und um sie kleinzuhalten. Sie wurden belächelt, benutzt, enthauptet, gequält, verbrannt, getötet, missbraucht, ertränkt, gesteinigt, zwangsverheiratet, besessen, losgelassen, therapiert, weggesperrt und doch: Hier sind wir, kollektiv, [...], und haben erkannt: Wut ist ein Ventil und treibende Kraft für Solidarität.“
Nemesis Töchter spricht mir in jedem Kapitel aus der Seele. In vielen der beschriebenen Situationen erkenne ich meine eigenen Gedanken, Worte und Erfahrungen wieder. Ich habe viele wichtige Impulse mitgenommen und werde über einige Passagen noch lange nachdenken. Ein Must Read für alle, die sich mit der Geschichte der Unterdrückung von Frauen beschäftigen wollen. Ein sehr guter Einstieg für neue Feminist:innen. Besonders empfehlenswert ist auch das Hörbuch, das von der Autorin selbst gelesen wird.
„Mein Ziel ist es nicht mehr, von Männern geliebt zu werden, als passiver Akt. Gesehen zu werden, begehrt zu werden. Mein Ziel ist es, Frauen zu lieben, als aktiver Akt. Sie zu sehen, sie zu verstehen, mich in ihnen wiederzufinden.“
Nemesis Töchter hat mich noch lange nach dem Lesen beschäftigt. Es hat mich wütend und aufgewühlt und auch frustriert zurück gelassen. Und das ist gut so! Das ist genau richtig. Wie kann es sein, dass wir nach 12000 Jahren Patriarchat, struktureller Gewalt, Unterdrückung und Benachteiligung noch immer den Mann als unseren Hauptgewinn empfinden und uns noch immer nicht wehren? Klar, mir ist bewusst, dass wir Frauen ebenfalls im Patriarchat sozialisiert und darin aufgewachsen sind, aber es ist doch längst Zeit wütend zu sein. Oder nicht? Daher ist die Arbeit von Menschen wie Tara-Louise Wittwer so unglaublich wichtig. Auf informative und berührende Weise führt uns die Autorin durch Geschichte, aber auch durch Religion und Mythologie und zeigt die patriarchalen Strukturen auf, die uns seit tausenden von Jahren prägen. Tara thematisiert die Male Loneliness Epidemic genauso wie die Wahrnehmung von Müttern. Das Buch ist intim, ehrlich und schmerzhaft. Durch ihre ironische und selbstreflektierte Art habe ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen können und es in einem Rutsch durchgelesen. Es ist mein absolutes Jahreshighlight und sollte von jedem Menschen gelesen werden. Ein Plädoyer ans Aufwachen, an die Schwesterlichkeit und die Solidarität unter Frauen.
"Solange patriarchale Strukturen existieren, wird es Mechanismen geben, um female rage unterdrücken zu wollen. Aber eben auch nur aus einem Grund: weil sie die Macht hat, Dinge zu verändern. Weil sie Systeme aufbricht. Und weil sie am Ende gewinnt."
------------------------------------------------------- 'Nemesis' Töchter' von Tara-Louise Wittwer spricht mir aus dem Herzen. Es geht um female rage, und man ich habe so viel davon gefühlt als ich dieses Buch gelesen habe. Es ist mir wichtig geworden eine Verbindung zu dieser Wut zu entwickeln, sie zu verstehen um sie auch nutzen zu können. Tara hat meine Gedanken geordnet und neue Denkanstöße gegeben. Ich möchte meine Wut, meine female rage nicht mehr verstecken, nur weil ich dann für manche Leute, für die Gesellschaft zu viel bin. Ich möchte mich von ihr leiten lassen, weil sie in manchen Situationen besser reagieren kann als ich. Bis ich an diesem Punkt bin wird es sicher noch dauern, aber 'Nemesis' Töchter' hat mir gezeigt, dass auch das okay ist. Und das ist nicht alleine bin. Nach diesem Buch spüre ich einen viel größeren Zusammenhalt unter uns Frauen. Wie Tara sagte: "Ich schreibe dieses Buch nicht, weil ich Männer hasse. Ich schreibe dieses Buch, weil ich Frauen liebe." Eine absolute Leseempfehlung von mir!

Kein Buch, das ich bisher gelesen habe, beschreibt „Female Rage“ so eindringlich wie dieses. Von der griechischen Mythologie bis zur Hexenverbrennung – oder sollte man besser sagen: Frauenverbrennung – von der Rolle der Frau in der Gesellschaft, ob damals oder heute, über Körperkultur, Medizin und Social Media – Tara erzählt von all den Dingen, die Frauen angetan wurden, die sie ertragen mussten – und immer noch müssen. Von Julian, Hans, Max und wie sie sonst noch heißen; von all den Podcast-Bros und TikTok-Coaches, die Frauen gezielt kleinreden, unterdrücken und belächeln. Seien es gut recherchierte Fälle oder alltägliche Situationen – sie alle lassen einen fassungslos zurück. Fassungslos und unsagbar wütend. Dabei denkt man sich oft: „Oh, die Situation kenne ich doch.“ Und ja, das macht einen noch wütender und das soll es auch. Ich habe die ein oder andere Träne verdrückt und das nicht (nur) aus Traurigkeit, sondern weil ich so verdammt wütend war. Aber Tara erzählt auch von Frauen. Von all den Frauen, die vor uns kamen. Die sich dafür eingesetzt haben, dass sich Dinge verändern. Die sich gegen das Patriarchat und die Misogynie gestellt haben. Die gekämpft haben – für uns alle. Und sie erzählt vom Zusammenhalt, von der Liebe und von der Macht, die wir Frauen besitzen. ❤️🩹 „Ich bin nicht verrückt. Ich bin wach, ich bin wütend. Und du ja vielleicht auch.“ Eine ganz wichtige Lektüre – ein Buch, das man gelesen haben sollte. Ob Frau oder Mann. Ich werde jetzt erstmal nach dem nächsten Rage Room in meiner Nähe suchen.

Drei sind besser als eine, dreihundert sind besser als drei, wir alle - als Schwestern
Ich habe dieses Buch geliebt. Und ich bin danach wütender als vorher. Nicht diese kurze, verpuffende Wut. Sondern diese leise, konstante Wut, die sich festsetzt, weil sie plötzlich Sinn ergibt. Eine Wut, die sich nicht nur aus dem eigenen Leben speist, sondern sich anfühlt, als würde sie von irgendwoher mitkommen. Als wäre sie älter als ich. „Nemesis’ Töchter“ nimmt dich nicht an die Hand, um dich zu beruhigen. Es nimmt dich an die Hand, um dir zu zeigen, dass du nicht verrückt bist. Dass dieses Gefühl, weniger wert zu sein, nicht aus dir kommt. Dass dieses „Ich will nicht sein wie die anderen Frauen“ kein Zufall ist, sondern etwas, das uns beigebracht wurde. Dass selbst so etwas Banales wie die Abwertung von Pink Teil eines größeren Musters ist. Und genau da entsteht etwas, das ich so vorher nicht greifen konnte: Diese Wut gehört nicht nur mir. Es ist eine generationsübergreifende Wut. Eine Wut von Frauen, die vor uns gelebt haben, die denunziert wurden, entmenschlicht wurden, gegeneinander ausgespielt wurden. Eine Wut, die keinen Platz hatte und deshalb weitergegeben wurde, leise, unterschwellig, oft unbenannt. Und plötzlich ist sie da. Klar. Berechtigt. Und dann kommt dieser Gedanke, der sich nicht mehr abschütteln lässt: Nicht alle Männer. Aber immer ein Mann. Und immer eine Frau, die es abbekommt. Das Buch zeigt nicht nur, dass Frauen entwertet und klein gehalten wurden. Es zeigt auch, wie sehr wir das verinnerlicht haben. Wie oft Frauen noch auf andere Frauen zeigen, statt auf das System dahinter. Wie lange wir mitgemacht haben, weil wir gar nicht gesehen haben, dass wir mitmachen. Und ja, auch Männer erleben Gewalt. Aber auch hier wird klar: Diese Gewalt geht meist wieder von Männern aus. Diese Realität auszuhalten, ohne sie weichzuspülen, ist unangenehm. Aber genau das macht das Buch. Was dieses Buch besonders macht, ist nicht, dass es komplett neue Theorien liefert. Es ist, dass es etwas in dir bestätigt, das du vielleicht schon lange gefühlt hast, aber nie so klar greifen konntest. Und genau dadurch wird es so nah. So ehrlich. So schmerzhaft treffend. Ich war beim Lesen nicht wütend auf das Buch. Ich war wütend mit ihm. Und gleichzeitig ist da etwas anderes entstanden. Eine neue Form von Blick auf andere Frauen. Dieses kurze, stille Gefühl: Du bist eine von uns. Nicht im Sinne von Abgrenzung, sondern im Sinne von Verbindung. Dieses Buch macht dich nicht sanfter. Es macht dich klarer. Und vielleicht ist genau das die größte Stärke: Es gibt dieser Wut einen Platz. Einen Namen. Einen Zusammenhang. Und wenn ich ein Gefühl daraus mitnehme, dann ist es dieses: Schrei nicht hübsch! Schrei nicht angepasst! Schrei laut! Schrei wütend!

Guck nach rechts. Guck nach links. Eine von drei.
Ein Female-Rage-Starterpack auf knapp 200 Seiten. Hier wird nicht sanft herangeführt, sondern gesagt: bitte anschnallen. Tara schafft es, eine Figur oder Zustand zu sein für all die weibliche Wut, die entsteht, wenn man einmal verstanden hat, wie patriarchale Strukturen wirklich wirken. Und das Gemeine ist ja: Wenn du einmal hinter die Verschleierung blickst, siehst du klar und kannst nicht mehr wegsehen. Was ich an Tara besonders schätze, ist ihre Authentizität ihrer Gefühle. Sie spricht laut den Elefanten im Raum an. Sie ist nicht destruktiv, sie ist klärend. Diese Wut animiert und motiviert, wie ein Lauffeuer. Als chronischer People Pleaser trainiere ich ebenfalls meinen Wutmuskel nach außen häufiger - und berechtigterweise - zu flexen. Und das sollten wir alle tun. Das Buch liest sich wie ein persönlicher Kommentar, durchzogen von Fakten, rhetorischen Fragen und dieser bitteren, wütenden Ironie, die gleichzeitig wehtut und gut tut. Gerade wenn frau/maus sich bisher wenig mit Feminismus beschäftigt hat, ist das ein sehr zugänglicher Einstieg. Auch ich bin an ein paar Stellen hängen geblieben und hab geschluckt bei erschreckenden Vergleichen, Fakten und Gedanken. Es hätte gerne länger sein dürfen, die Aufarbeitung tiefer gehen können. Aber vielleicht ist genau das der Punkt: ein Anfang, kein Abschluss. Und wie geil ist bitte das Cover?! 12/10 Message delivered. Ich möchte vor allem allen FLINTA-Personen meine Hand reichen und abschließend sagen: Lasst uns gemeinsam wütend zusammenhalten! Danke an NetGalley und den Knaur Verlag für das Rezensionsexemplar.
Auch Männer sollten dieses Buch lesen
Ein gutes Buch, welches für mich persönlich keine überraschenden Erkenntnisse oder neuen Gedankenanstöße bietet aber dennoch sehr gelungen das Thema Female Rage behandelt. Ich finde es häufig schade, dass es meistens Frauen sind, die zu solchen Büchern greifen, da sich diese ohnehin schon viel mit dem Thema befassen und auch eigene Erfahrungen haben. Dabei könnte so ein Perspektivenwechsel gerade für männliche Leser interessant sein.
Eine absolute Leseempfehlung für alle!
Ja, ich bin wach, ich bin wütend und ich fühle mich mit Frauen stärker verbunden als je zuvor. Ich stehe an eurer Seite, hinter euch und vor euch! Wir haben uns! Wir lassen uns nicht mehr kleinhalten – im Namen der Mutter, der Tochter und der heiligen Wut! Das Buch ist wirklich Mega gut und überzeugt vor allem durch die starken geschichtlichen Einbettungen. Mach dem Buch kann ich nicht mehr zurück…
Tara-Louise Wittwer bezeichnet sich in "Nemisis' Töchter" selbst als Einstiegsfeministin und genau das beschreibt ihr neustes Buch sehr gut. Wer das Weltgeschehen schon länger mit dem "female gaze" verfolgt, erfährt wenig Neues: Hexenverfolgung, Tripperburgen, Tradwives, Perlicot u.s.w. Wir begeben uns einmal quer durch die Geschichte des who is who der Mysogenie. ABER: Dennoch ist mein Buch voll mit Annotationen, weil: hier eine starke Passage, dort ein cooler Take. Einfach wichtige Worte, die mir aus der Seele sprechen. Was unbewusst schon lang in meinem Kopf geistert, findet sich hier so gut nieder geschrieben, wie ich es selbst nie könnte. Alle, die schon länger mit der Materie vertraut sind, werden oft denken: "This, girl! Genau so!" Und alle, die sich diesen Themen das erste Mal stellen, werden dagegen mit vielen Erkenntnissen und Aha-Erlebnissen belohnt. "Nemesis Töchter" liest sich oftmals auch so, also ob Tara-Louise dieses Buch v.a. für sich selbst schreiben wollte. Und ja, das Buch entfacht die richtige Wut - den Female Rage, aber ich habe auch ein neues Wort gelernt: Schwesterlichkeit. Und ich habe vor, es fest in meinen Sprachgebrauch aufzunehmen. 😊
Female Rage hoch 100 ‼️
Nemesis – Töchter von Tara-Louise Wittwer hat bei mir etwas aufgerissen, das ich nicht so schnell wieder loswerde. Der Moment, der mich wirklich zum Stutzen gebracht hat, war dieser eine Erkenntnis: Es war keine „Hexenverbrennung“. Es war Frauenverbrennung. Punkt. Und plötzlich kippt alles, was man gelernt hat, was man als Wort einfach übernommen hat. Dieses „Hexen“-Narrativ wirkt auf einmal wie eine Verharmlosung von etwas, das eigentlich pure Gewalt gegen Frauen war. Und genau da ist diese Wut in mir hochgeschossen. Nicht leise, nicht reflektiert, sondern richtig roh. Beim Lesen habe ich gemerkt, wie sich diese Wut stapelt - die von Tara, die von den Frauen im Buch, und irgendwann fühlt es sich an wie eine Wut, die schon viel länger existiert als ich selbst. Es hat mich nicht ruhig gelassen. Im Gegenteil. Es hat mich wütend gemacht auf dieses Wegschieben, dieses Schönreden, dieses Umbenennen von Geschichte, bis sie weniger brutal klingt, als sie war. Und aus genau dieser Wut kommt dieser Tatendrang. Dieses „Ich will mehr wissen, ich will mehr lesen, ich will das nicht mehr übersehen“. Es ist nicht dieses ruhige Nachdenken, sondern eher ein inneres Drängen, nichts davon einfach wieder zu vergessen. Dieses Buch ist kein leises Buch. Es ist laut, es ist unbequem, und es lässt dich nicht einfach so wieder raus.
Female Rage & Sisterhood
Eine Reise durch die Geschichte der Frauen und die Entwicklung des female rage, sowie ein Plädoyer für Schwesternschaft. Ich bin durch die Seiten geflogen und habe mich an so vielen Stellen gesehen gefühlt, hatte bei so vielen Passagen einen hohen Puls und konnte den female rage in jeder Faser meines Körpers spüren. Da ich schon viele Bücher zum Feminismus gelesen habe, war mir vieles bereits bekannt und trotzdem hat es sich gelohnt eine weitere Perspektive kennenzulernen. Ein großartiges Buch!
Ein kraftvolles, streitbares Buch über weibliche Wut und Solidarität. Kein leichtes Sachbuch, aber ein wichtiges für alle, die sich mit feministischen Perspektiven auseinandersetzen wollen.
Nemesis’ Töchter ist ein wütendes und bewusst unbequemes Buch. Tara-Louise Wittwer spannt einen Bogen über rund 3000 Jahre weiblicher Unterdrückung und Widerstand – von der Antike bis heute. Der Bezug auf Nemesis, die Göttin der Vergeltung, steht dabei sinnbildlich für unterdrückte weibliche Wut. Stark ist vor allem die Verbindung historischer Beispiele mit aktuellen gesellschaftlichen Strukturen. Wiederkehrende Muster wie Schuldumkehr, Kontrolle über weibliche Körper und das Abwerten weiblicher Wut werden klar benannt. Der Stil ist emotional, direkt und persönlich, was das Buch gut zugänglich macht, aber auch konfrontierend wirkt. Der Ton ist bewusst zugespitzt und lässt wenig Raum für Zwischentöne. Das kann polarisieren, passt jedoch zur klaren Haltung des Buches. Nemesis’ Töchter will nicht ausgleichen, sondern aufrütteln.

Richtig gut ❣️❣️
Die Autorin hat ein Plädoyer gegen die Unterdrückung von Frauen geschrieben und das Mindeste, was wir tun können ist, es zu lesen und die Informationen zu verbreiten. Das war mein erstes Buch der Autorin und ich kann mich endlich mal wieder (fast) kurzfassen. Lest es unbedingt, es spricht nur die Wahrheit aus. Und das auf eine kurzweilige und humorvolle Art. Es gibt auch grausame Abschnitte, aber auch diese kommen mit Belegen und man muss sich ihnen stellen. Zitat: „Um herauszufinden, wer eine Hexe war, gab es verschiedene Methoden. Oft wurde der ganze Körper der Frau bei der sogenannten Wasserprobe ins Wasser geworfen. Gefesselt. Wenn die Frau an der Oberfläche schwamm, war es ein Zeichen für Hexerei und sie wurde ermordet. Wenn sie unterging, war sie keine Hexe, ertrank aber meist. Die Wahl lag also zwischen Sterben und Sterben…“ Ich wüsste nicht, was an dem Buch schlecht sein könnte. Es hat mir sehr gut gefallen, obwohl ich auch schon viele ähnliche Bücher gelesen und mich auch schon selbst in diese rabbit hole begeben habe. Viele Beispiele sind bekannt, aber man kann nicht oft genug daran erinnern. Zitat: „Ich will nicht mehr gemocht werden. Ich will gehört werden.“ Macht Euch gern ein eigenes Bild! 5/5⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

So ein wichtiges Buch. Ich habe alles daran geliebt! Ich hab angefangen zu lesen und konnte nicht mehr aufhören, weil alles einfach so wahr ist. ❤️ Es liest sich super leicht und fühlt sich eher an wie ein Gespräch mit einer Freundin, die einen versteht, als wie ein „Sachbuch“. Obwohl ich mich auch schon vorher mit dem Thema auseinandergesetzt habe, hat mir das Buch an vielen Stellen die Augen geöffnet. Für mich ist Nemesis’ Töchter eines der besten Bücher, die ich seit Langem gelesen habe. Ich finde wirklich jeder sollte dieses Buch lesen. 📚🔥

„Eine Hexe war niemand, Frauen aber alle“
Mit „Nemesis‘ Töchter“ gibt Tara-Louise Wittwer eine mehr als gut gekonterte Antwort auf die Aussage „Aber wir sind doch schon längst gleichberechtigt!“. Mit diesem Buch dürfte sie so ziemlich jeder Frau der Welt auf die eine oder andere Weise aus der Seele sprechen. Über lange schon schwelende Wut schreibt sie, über Gerechtigkeit und ja, auch über Rache, auch wenn diese nie das Ziel war. Sie schafft es auf kaum mehr als 200 Seiten, all den Druck, die Angst, die Ohnmacht und die Geschichte aller Frauen, die seit Jahrtausenden unter einem zutiefst kaputten System leiden, mit knappen, klaren Worten (und vielleicht auch einem Hauch verständlichem Zynismus) zusammenzufassen. Die meisten Dinge, die sie uns beschreibt, sind für uns leider nichts Neues, dennoch erschafft sie mit diesem lauten, aber doch nicht rachsüchtigen Buch ein unbeschreibliches Zusammenhaltsgefühl mit all jenen, die man vielleicht noch nicht getroffen hat oder auch niemals kennenlernen wird, mit denen man aber doch verbunden ist. „Nemesis‘ Töchter“ ist ein Buch über Frauen, von einer Frau, für Frauen, eines, das ermuntert, gemeinsam laut zu sein, aber auch tolerant, das Gemeinschaft erbittet und Hass löschen will, es ist aber auch kein Buch, das Männer hasst, eines, das auch Männer lesen sollten, auch wenn es ihnen vielleicht an mancher Stelle schwerfällt. Lest dieses Buch und vergesst nicht, ihr seid nicht allein, denn wir sind alle Schwestern, wir sind alle Menschen. Und: „Wir wollen nicht gemocht werden, wir wollen gehört werden.“

Wut, Geschichte und ein feministischer Einstieg
In „Nemesis’ Töchter” widmet sich Tara-Louise Wittwer einem Thema, das in der aktuellen Debatte eine wichtige Rolle spielt: weibliche Wut. Sie benennt sie, zeichnet ihre historischen Linien nach und zeigt, wie tief patriarchale Strukturen bis heute wirken. Wittwer beschreibt sich selbst als „Einstiegsfeministin“, und genau so funktioniert das Buch. Es erklärt Mechanismen und Muster, ohne Vorwissen zu erwarten. Sie spannt einen Bogen von der Antike bis zur Gegenwart und lässt unterschiedliche Frauen* sichtbar werden, bekannte Figuren wie Giulia Tofana ebenso wie namenlose Frauen* aus alltäglichen Kontexten. So entsteht ein Überblick darüber, wie weibliche Wut über Jahrhunderte unterdrückt, aber auch weitergegeben wurde. Die Stärke des Buches liegt in seiner Zugänglichkeit. Es macht Zusammenhänge verständlich und öffnet Türen in feministische Diskussionen. Gleichzeitig bleibt die Analyse bewusst oberflächlich. „Nemesis’ Töchter” streift viele Themen, ohne in die Tiefe zu gehen, und richtet sich damit klar an Menschen, die einen Einstieg suchen. Für erfahrene Leser:innen liefert es weniger neue Erkenntnisse, aber einen kompakten Blick auf die historischen und gesellschaftlichen Muster weiblicher Wut. Mit einer Bewertung von 4/5 ist „Nemesis’ Töchter“ ein niedrigschwelliger und zeitgemäßer Zugang zu einem Thema, das lange unsichtbar gemacht wurde. Ein Buch, das erklärt, einordnet und motiviert, sich weiter mit den Strukturen auseinanderzusetzen, die weibliche Wut formen und begrenzen.
Nemesis Töchter von Tara-Louise Wittwer ist ein klar geschriebenes, gut zugängliches feministisches Buch über weibliche Wut, Solidarität und strukturelle Ungleichheit. Historische Beispiele zeigen, wie alte Machtmechanismen bis heute fortwirken. Ein wichtiges, kluges Buch – besonders als Einstieg in feministische Themen, aber auch für alle, die sich schon länger damit beschäftigen.
Töchter der Nemesis von Tara-Louise Wittwer ist ein feministisches Sachbuch über weibliche Wut, Solidarität, strukturelle Gewalt und die Frage, wie sehr historische Machtmechanismen unsere Gegenwart bis heute prägen. Ausgangspunkt ist die Figur der Nemesis – nicht als rachsüchtige Göttin, sondern als Symbol für ausgleichende Gerechtigkeit. Von dort aus spannt das Buch einen Bogen über Geschichte, Popkultur, gesellschaftliche Zuschreibungen und persönliche Erfahrungen. Was mir beim Lesen bzw. Hören besonders aufgefallen ist: Das Buch ist sehr leicht zugänglich geschrieben. Es fühlt sich nicht schwer oder anstrengend an, sondern klar, direkt und strukturiert. Ich hatte nicht das Gefühl, mich durch etwas durcharbeiten zu müssen, sondern eher, dass Gedanken, Beobachtungen und Erfahrungen, die sich über Jahre angesammelt haben, hier eine Sprache bekommen. Die historischen Elemente fand ich besonders gelungen. Sie zeigen eindrücklich, dass sich gesellschaftliche Mechanismen im Kern kaum verändert haben – nur die Formen. Kontrolle, Abwertung, Pathologisierung und Vereinzelung von Frauen existieren heute noch, wenn auch subtiler und moderner verpackt. Gerade dieser Vergleich zwischen früher und heute macht deutlich, dass aktuelle Debatten keine Übertreibung sind, sondern Teil eines langen Kontinuums. An manchen Stellen hätte ich mir sogar noch mehr historische Beispiele gewünscht, einfach weil diese Einordnung für mich besonders stark war. Das ist aber eher ein Wunsch als ein wirklicher Kritikpunkt, denn insgesamt bleibt das Buch sehr rund, interessant und gut strukturiert. Natürlich war mir vieles thematisch nicht neu. Ich beschäftige mich schon lange mit Feminismus, Weiblichkeit und gesellschaftlichen Machtverhältnissen. Dazu kommt, dass ich eine Frau mit Behinderung bin und damit noch einmal anders und oft stärker von Abwertung, Unsichtbarkeit und struktureller Diskriminierung betroffen bin. Gerade deshalb habe ich das Buch nicht als „Erklärung“ erlebt, sondern als Bestätigung und Einordnung. Ich finde Töchter der Nemesis vor allem deshalb wichtig, weil es sich sehr gut als Einstiegsbuch eignet. Für Menschen, die beginnen, sich mit Feminismus auseinanderzusetzen, bietet es einen verständlichen, klaren und gleichzeitig tiefgehenden Zugang. Aber auch für Leser:innen, die sich schon länger mit diesen Themen beschäftigen, kann es viel sortieren, benennen und verbinden. Für mich ist es ein kluges, gut geschriebenes Buch, das nicht laut sein muss, um wirksam zu sein – und gerade deshalb lange nachhallt.
F*** the Patriarchy❗️
Was man nach dem Buch aufjedenfall ist, wütend! Und das ist gut so, das soll so. Dieses Buch ist unglaublich wichtig & würde ich jedem ans Herz legen. Ich war schon nach den ersten Kapiteln richtig wütend. Ich bin nicht so tief in dem Thema female rage drin aber nach diesem Buch will ich einfach nur noch ein Girls Girl sein. Wir können so viel mehr tun als wir denken. Absolute Empfehlung & für mich ein Highlight ! 💛 Ich empfehle auch das Hörbuch. Tara hat eine wundervolle Art Dinge zu erzählen & ich hätte ihr noch weitere Stunden zuhören können.
Empfehlenswert, aber ich hatte andere Erwartungen
"Seid doch froh, dass wir nur Gleichberechtigung wollen und keine Rache." Das Buch hat viele gute Rezensionen und ist gerade in aller Munde und wahrscheinlich liegt es daran, dass ich große Erwartungen daran hatte. Diese wurden nicht ganz erfüllt. Das Buch ist in zwei Teile gegliedert: Wut und Zusammenhalt. Im ersten Teil erklärt die Autorin unter anderem Konzepte wie "female rage" oder "Misogynie" (das Wort kennt die Texterkennung meines Gerätes übrigens nicht ...), sie beschreibt, wie Frauen über viele Jahrhunderte hinweg diffamiert werden und mit welchen Methoden sie unterdrückt werden. Im zweiten Teil geht sie darauf ein, dass Frauen sich untereinander mehr solidarisieren sollen, dass Scham die Seite wechseln muss und dass Frauen dazu hingehen, sich selbst mehr in den Mittelpunkt zu stellen und nicht den Mann. In ihren Beispielen beruft sich die Autorin oft auf mythologische Gestalten. Sie greift Ereignisse auf, die lange zurückliegen und die nicht vollständig belegbar sind, und sie stellt öfter Mutmaßungen an, wie sich eine bestimmte Situation abgespielt haben könnte. Zudem nutzt sie auch häufiger das Stilmittel der Überspitzung. All das mochte ich nicht so gerne, es war mir zu schwammig und zu wenig greifbar. Oft wirken ihre Sätze auch so, als hätte sie ihre Gedanken zu Papier gebracht, sie aber danach nicht noch mal etwas mehr strukturiert. Das empfand ich mehrmals als verwirrend und manche Sätze habe ich dann auch tatsächlich nicht verstanden, weil sie so verworren geschrieben waren. Für eine Person, die sich schon etwas mit dem Thema beschäftigt hat, ist auch nicht viel Neues dabei. Die Autorin bezeichnet sich selbst aber auch als "Einstiegsfeministin" und damit kann ich gut mitgehen. Für Leute, die sich dem Thema erst mal annähern möchten, ist das Buch geeignet. Es spricht viele wichtige und interessante Sachen an, ist nicht zu tiefgehend und erklärt gut. Ich denke, es reicht aus, um erst mal angemessen wütend zu machen. Und da ich die Autorin in ihrer Meinung trotzdem voll unterstütze, sie mutig finde und der Meinung bin, dass es nicht genug Bücher hierzu geben kann, vergebe ich trotz meiner Kritik vier Sterne. Denn: "Guck nach rechts. Guck nach links. Eine von drei."
DIESES BUCH. 🤯💥 Ich empfehle es jedem, sich das Hörbuch anzuhören. Es wurde von der Autorin selbst eingesprochen und - oh my - ist einfach SO gut! Welche Frau auch immer bisher nicht wütend war, spätestens nach den ersten zehn Minuten wird sie es sein. Und welche Frau auch immer noch aus Prinzip gegen andere Frauen wettert, spätestens zum Ende des Buches ist sie ein Girl’s Girl. 🎀 Dieses Buch ist lehrreich, augenöffnend, schockierend und vor allem eins: feministisch. Die Autorin versteht sich darauf, bei der Leserin (haha, denke das ist die Hauptzielgruppe, kann mir kaum vorstellen, dass ein Mann sowas liest) female rage auszulösen - UND DAS ZU RECHT! Ein Buch, das ich jeder Frau ans Herz legen kann (und muss). Must-Read. 💯
Dieses Buch führt durch die Geschichte und sozusagen durch die Geschichte des Leidens der Frau. Tara wechselt von Geschichte zur Gegenwart. Zitiert sehr kluge Frauen und schildert ihre Wut. Ihr Wunsch nach Zusammenhalt unter Frauen wird hier fein rausgearbeiten. Sehr gut geschrieben mit Wut und auch Humor.

2025_#75 🫂 "Diese Erkenntnis verdichtet sich immer mehr, vor allem unter Frauen, wie unsichtbare Fäden, zart noch, wachsend, aber unumstritten da: Wir alle sind verbunden, als Frauen. Wir alle haben Geschichten zu erzählen. Geschichten, die uns jemand nicht glaubte, Geschichten, die umgedreht und verändert werden sollten, damit wir anders aussehen sollen, damit wir wieder einsam sein sollen, auf uns allein gestellt."
Wow, Tara hat sich selbst übertroffen 🤯 das war sooo gut, so schmerzhaft und gleichzeitig so heilsam. Ich habe das Buch verschlungen und jedes Wort nur so in mich aufgesaugt. Danke für dieses Meisterwerk 🤝🏼

Wir sind wach. Wir sind wütend. Wir sind Nemesis’ Töchter – spätestens nach diesem Buch
**************** Dieses Buch hat etwas in mir geheilt: Aufgewachsen als Teenager und junge Frau in den 2000er- und frühen 2010er-Jahren – einer Zeit, die für weibliche Selbstbilder unglaublich toxisch war – erkenne ich mich in so vielem wieder. Wir Frauen waren meist Konkurrentinnen statt Verbündete. Ich selbst war definitiv ein Pick-Me- und Chill-Girl, sozialisiert durch misogyn geprägte TV-Shows, den Kult um Rockstar-Ikonen und das Ideal des „coolen Mannes“. Genau deshalb fühlt sich Nemesis’ Töchter für mich an wie Befreiung: ein Aufruf zur Schwesternschaft, zur Solidarität und zum bewussten Hinschauen auf die Frauen links und rechts von uns. Ich sehe endlich die Frauen neben mir und dieses Buch hat mich das spüren lassen...Mit "Female Rage", aber auch mit unendlicher Liebe füreinander. Tara-Louise Wittwer schreibt und spricht mit einer Authentizität, die gleichzeitig wütend, zärtlich und aufrüttelnd ist. Im Hörbuch (von ihr selbst gelesen) wirkt das noch unmittelbarer – sie spricht einem förmlich aus der Seele. Ihre Worte schaffen Verbindung, und auch wenn sie manchmal überspitzt oder zynisch klingt, bleibt sie immer fair. Wie die Nemesis selbst: wütend, aber nie ungerecht. Nemesis’ Töchter ist kein Buch gegen Männer, sondern eines für Frauen – für Solidarität, Selbstreflexion und gegenseitige Anerkennung. Es erklärt, warum so viele von uns innerlich zerrissen waren, und ruft uns gleichzeitig auf, gemeinsam eine bessere Welt zu schaffen. Für mich ist es schon jetzt ein feministischer Weckruf – leidenschaftlich, ehrlich und empowernd. Jede Frau sollte dieses Buch lesen, nicht um gegen etwas zu kämpfen, sondern um sich selbst und anderen Frauen wieder näher zu fühlen.

Die Frau hat halt was zu sagen
Ich mag Tara unfassbar gerne, ich liebe ihre Humorvolle Art auf unfassbar schlimme Dinge aufmerksam zu machen und ich hab bis jetzt jedes Buch von ihr immer geliebt und immer etwas daraus mitgenommen das ich am liebsten sofort in die Welt geschriehen hätte. Und so hat auch dieses Buch von ihr über Female Rage woher es kommt und das es seit 12.000 Jahren Geschichte hat, unfassbar viel in mir ausgelöst. Ich bin was Feministische lektüre angeht schon Recht gut belesen weshalb mir natürlich nicht alle Sachen immer total neu waren. Aber auch da ist es so wichtig immer und immer Mal wieder davon zu lesen. Aber auch in diesem Buch greift wieder Taras unverwechselbare Art, und diesmal gibt es noch mehr Einschübe aus ihrem Leben und ihrer Gedankenwelt was sie noch nahbarer macht. Ich liebe die Art wie sie von Dingen erzählt. Ich hab nach dem lesen tatsächlich zwar auch Female Rage in mir aber vor allem fühl ich mich verbunden mit all den Frauen da draußen. Weil wir sind alle Wütend oder sollten es sein und jetzt ist die Zeit das wir aufhören es dem Patriarchat Recht zu machen und endlich Richtig Wütend werden und das zusammen. Für alle Frauen vor uns und alle Frauen die noch kommen!

Nemesis, die Göttin des gerechten Zorns und der ausgleichenden Gerechtigkeit. Furien - die Rachegöttinnen, die dafür zuständig sind, Übeltäter zu bestrafen. Frauen, die als Hexen verbrannt wurden, weil sie zu laut, zu alt, zu auffällig waren. Wir entscheiden, wie über Frauen geschrieben und gesprochen werden. Wir entscheiden, ob wir uns von Männern erklären lassen. Dieses Buch wird noch in Gedanken bleiben, zum Nachdenken anregen und das ein oder andere Thema vertieft werden.
Ein feministisches Meisterwerk
Dieses Buch muss jede Person lesen! Ein feministisches Meisterwerk über Female Rage, die Geschichte des Patriarchats und der Unterdrückung aller Frauen. Ich habe mich so verstanden und gehört gefühlt wie selten. Tara hat unglaublich gut recherchiert: von der Antike, über die Hexenverbrennung im Mittelalter bis zu Gisèle Pelicot. Ich habe während des Lesens so viel gefühlt, vor allem Wut, aber auch Zuversicht, dass es besser werden kann, wenn wir als Nemesis‘ Töchter zusammenhalten. Definitiv mein Jahreshighlight!

“Ich schreibe dieses Buch nicht weil ich Männer hasse. Ich schreibe dieses Buch, weil ich Frauen liebe.”
Tara schreibt einfach so, wie ich es liebe: direkt, ehrlich, klar und trotzdem mit einer Leichtigkeit, die mich sofort mitnimmt. Ihr Stil ist unglaublich nahbar, fast so, als würde eine Freundin mit mir reden – nur dass diese Freundin mir gleichzeitig die Augen öffnet. Beim Lesen hatte ich oft das Gefühl: Ja, genau so ist es! Endlich bringt es jemand auf den Punkt. Tara spricht mir aus dem Herzen. Sie zeigt aktuelle, wichtige Themen schonungslos auf – aber nie so, dass man sich klein oder schlecht fühlt, weil man es bisher vielleicht anders gemacht hat. Im Gegenteil: Es ist empowernd, es macht wach und es gibt Kraft. „Female Rage at its finest“ – selten so passend wie hier. Tara zeigt, wie wichtig Wut ist, wie berechtigt sie ist, und dass sie kein Makel, sondern ein Motor sein kann. Gleichzeitig macht sie transparent, dass auch sie selbst nicht vom System verschont bleibt. Diese Ehrlichkeit macht das Buch so stark: Es ist kein von oben herab, sondern ein „Wir sitzen alle drin – aber wir können etwas verändern“. Für mich ist Nemesis Töchter Pflichtlektüre für alle. Nicht nur, weil es ein wichtiges Buch über Feminismus, Gesellschaft und weibliche Wut ist – sondern auch, weil es zeigt, dass Veränderung nicht mit Perfektion beginnt, sondern mit Bewusstsein
Ein hochinteressantes Buch über Female Rage
Ich habe dieses Buch gelesen, weil ich a) Tara mega cool finde, und b) ich herausfinden wollte, was ich als Mann in der Gegenwart beitragen kann, um Misogynie zu bekämpfen. Tara schreibt mit einer aufmerksamen Wut, was es heißt, eine Frau zu sein, und welche Missstände bis heute existieren! Vieles war mir nicht bewusst oder klar, und ich glaube, dass Taras Buch mich zu einem noch stärkeren Feministen gemacht hat. Ganz nebenbei hab ich auch noch die soziologischen Hintergründe eines Manchilds erfahren und verstehe nun, wieso die Exfreunde meiner Schwestern solche Babys sind, und wieso meine große Schwester beispielsweise immer geglaubt hat, der Sinn ihres Lebens liege darin, Kinder in die Welt zu bringen (mittlerweile ist sie auch nicht mehr nur die Nebenrolle in ihrem eigenen Leben, thank god!). Wann schafft die Welt es, das Patriachat abzulegen? Kommen wir jemals dahin? Das werden wir vermutlich nie erfahren... Das Buch war ein Impulskauf—und hat doch so viel in mir ausgelöst. Danke, Tara!
"Wir, die Töchter Nemesis"
Einfach nur genial. Es ist die Erzählung jener Frauen die vor uns rannten, vor uns starben und sich für uns entschieden gegen das Patriarchat und gegen ein sie hassendes System zu kämpfen. Sie Bahnten mir und Millionen anderer Frauen einen Weg um unsere Stimmen noch lauter und noch wütender zu erheben. Denn das macht dieses Buch: wütend. Frauen werden seit Jahrtausenden verfolgt, versklavt, ermordet, unterdrückt. Warum? Weil sie aus der ihnen vorgegebenen Rolle fallen. Nicht die brave, liebe, gehorchen Mutter spielen. Sie zeigen Gefühle, sie zeigen Selbstbewusstsein, sie zeigen einen Zusammenhalt zwischen Schwestern. Schwesterlichkeit. Aber nicht nur die Geschichtlichen Arbeiten und Quellen in diesem Buch waren interessant und Gefühlsaufbrausend, auch die Kapitel wo Unterdrückung und Machtmissbrauch in unserer heutigen Gesellschaft immer noch verankert sind, waren mehr als nur tiefgründig und gut recherchiert. Das Buch brachte mich aber auch zum Lachen, zum weinen, ja auch zum schreien wenn ich ehrlich bin. Das hier ist nun mein zweites Buch von Tara-Louise Wittwer und ich habe beide Bücher VERSCHLUNGEN. Wirklich wirklich gutes und, meiner Meinung nach, wichtiges Buch! "Ich bin nicht verrückt. Ich bin wach, ich bin wütend. Und du ja vielleicht auch."
Sehr gutes Buch, dass mich sehr mitgenommen hat, da ich merkte, dass viele meiner Argumente und meiner eigenen Einstellung, ganz schön auseinander genommen wurde. Und ja, die Autorin hat in vielen Dingen so recht und ist zu Recht wütend, und nicht mehr geduldig und abwartend.. Irgendwann ist es einfach genug. Viele Dinge waren mir irgendwie gar nicht so deutlich bewusst oder vielleicht hab ich mich mit den gängigen Rollenbildern so arrangiert, dass es nicht mehr auffiel... Wie auch immer. Es wird höchste Zeit sich ins Bewusstsein zu rufen was falsch läuft und sich zusammen zu tun.
Female Rage vom Feinsten und dabei noch geschichtlich hinterlegt. Hab jede Minute hiervon geliebt auch wenn ich zwischendurch auch maximal wütend war. Tara schafft es Female Rage wissenschaftlich zu hinterfragen, zu belegen und bietet dazu noch anschauliche historische Beispiele. Ein Plädoyer für Zusammenhalt, das Aufbrechen patriarchaler Konstrukte und die Validität weiblicher Wut. Auch wenn nicht jeder Gedanke komplett zu Ende gedacht war gibts hier eine riesen Empfehlung von mir!
Characteristics
19 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Description
Ein feministisches Plädoyer für die Anerkennung weiblicher Wut von Platz-1- SPIEGEL -Bestseller-Autorin Tara-Louise Wittwer alias @wastarasagt
Seit Jahrhunderten werden Frauen unterdrückt. Frauen, die in irgendeiner Weise Stärke ausgestrahlt, sich selbst ermächtigt und zur Wehr gesetzt haben, werden belächelt, verurteilt und dämonisiert. Und all diese Frauen leben in uns weiter - ihre Angst, ihre Freude, ihre Liebe. Und ihre Wut. All diese Mütter, Großmütter und Urgroßmütter. Alle Frauen der Geschichte, die große Opfer auf dem steinigen Weg zur Gleichberechtigung bringen mussten.
Auf der Suche nach den Ursprüngen von Female Rage taucht Tara-Louise Wittwer (Sorry, aber …) in die europäische Geschichte ein und erzählt die ungehörten Geschichten der Frauen, die sich gegen das männliche Narrativ der Schwäche und Passivität gestemmt haben. Von den Sagen der Antike, bis zur Realität des 21. Jahrhunderts, von Giulia Tofana, der legendären Giftmischerin, bis zu den unbekannten Heldinnen des Alltags.
Die SPIEGEL-Bestseller-Autorin bringt tiefsitzende, über Generationen vererbte patriarchale Narrative ans Licht, mit denen nur ein Ziel verfolgt wurde: Frauen zu schwächen, zu verunsichern und mundtot zu machen. Wir leben in einer Gesellschaft, die Frauen systematisch Unrecht tut und verhindern will, dass sie sich gegenseitig stärken. Doch die Zeit der Pick-me-Girls ist vorbei und Frauen müssen sich miteinander solidarisieren.
Tara-Louise Wittwer zeigt, was Frauen erreichen können, wenn sie zusammenhalten, damit ihre Wut irgendwann heilen kann.
Book Information
Author Description
Tara-Louise Wittwer, geboren 1990, ist studierte Kulturwissenschaftlerin und lebt in Berlin. Hier arbeitet sie als Autorin und Content Creatorin. 2019 gründete sie ihr Unternehmen wastarasagt mit dem gleichnamigen, schnell wachsenden Instagram-Account. Auf ihren Social-Media-Kanälen spricht sie über Feminismus sowie den Einfluss von Popkultur und Medien auf die eigene Identität, internalisierte Misogynie und darüber, wie alte Rollenbilder stetig reproduziert werden. Ihre Bücher „Sorry, aber...“ und „Nemesis´Töchter“ waren SPIEGEL-Bestseller.
Posts
5⭐️ – Ein Buch, das mich etwas gelehrt hat, was ich nicht zu lernen erwartet hatte.
Fantasy ist eigentlich meine Welt – Magie, andere Realitäten, Geschichten, die einen aus dem Alltag reißen. Sachbücher über feministische Themen? Nicht mein übliches Terrain. Es war die Rezension einer anderen Person, die mich innehalten ließ – und am Ende dazu gebracht hat, dieses Buch überhaupt aufzuschlagen. Eine Entscheidung, die ich nicht bereut habe. Wittwer führt einen durch drei Jahrtausende Menschheitsgeschichte und fragt dabei immer wieder: Wo kommt diese Wut her – und was entsteht, wenn Frauen aufhören, sie allein zu tragen? Klingt zunächst nach einer Geschichte, die ohne mich erzählt wird. Aber je weiter ich las, desto mehr verstand ich: Diese Geschichte erklärt auch mich. Die Strukturen, die Frauen kleingehalten haben, sind dieselben, die Männern bestimmte Gefühle verboten haben. Wir sind beide Produkte desselben Systems – nur auf unterschiedlichen Seiten seiner Auswirkungen. Was mich am meisten getroffen hat, war nicht die Wut selbst, sondern ihre Herkunft. Wittwer legt frei, wie tief verwurzelte gesellschaftliche Erzählungen über Generationen weitergegeben wurden – mit dem einzigen Zweck, Frauen zu destabilisieren, klein zu halten und zum Schweigen zu bringen. Und sie tut das nicht anklagend, nicht pauschal – sondern mit einer analytischen Präzision, die man respektieren muss, auch wenn man sich manchmal unwohl dabei fühlt. Vielleicht gerade dann. Den Ausgangspunkt bildet Nemesis, die antike Göttin des gerechten Ausgleichs – kein Symbol blinder Vergeltung. Diese Unterscheidung ist wichtig, und Wittwer hält sie konsequent durch. Das Buch ist kein Plädoyer für Gegenhass – es geht um Verbindung, um gegenseitige Stärkung, um das, was entsteht, wenn Wut nicht nach innen, sondern nach außen gerichtet wird: in Gemeinschaft. Das merkt man. Und genau deshalb konnte ich als Mann dieses Buch lesen, ohne mich in die Defensive gedrängt zu fühlen. Wittwers größte Stärke liegt im Ton: Sie schafft es, komplexe Zusammenhänge klar zu machen, ohne dabei belehrend zu wirken – und sie weckt Haltung, ohne in Empörung zu verfallen. Ich habe das Buch zugeklappt und eine Weile einfach nur nachgedacht. Nicht nur weil mich etwas erschüttert hat – sondern weil ich gemerkt habe, wie viele blinde Flecken ich hatte. Und vielleicht noch habe. Dieses Buch richtet sich nicht nur an Frauen. Es richtet sich an alle, die verstehen wollen, warum bestimmte Wut existiert – und was sie über uns alle aussagt. Es ist kein bequemes Lesen – aber es ist ein notwendiges!

Ich bin wütend. Und du ja vielleicht auch.
Mini-Zusammenfassung: In Nemesis’ Töchter geht es um weibliche Wut. Ihren Ursprung, ihre Berechtigung und warum sie über Jahrtausende unterdrückt wurde. Es verbindet Fakten, Geschichte und persönliche Einordnungen und macht sichtbar, was viele von uns längst fühlen. Rezension: Das ist mein zweiter Versuch, eine Rezension zu diesem Buch zu schreiben. Beim ersten Mal war ich einfach nur wütend. So richtig wütend. Ich habe in die Tasten gehämmert, alles runtergeschrieben und dann gemerkt … Ich kriege es nicht hin, das zu sagen, was ich eigentlich fühle. Nicht, weil es nicht da ist, sondern weil mir die Worte fehlen. Und genau da wurde mir klar: Alles, was ich sagen will, habe ich eigentlich schon in diesem Buch gelesen. Ich bin keine Autorin. Ich bin nicht besonders wortgewandt. Aber dieses Buch ist es. Und es spricht genau das aus, was ich fühle. Deshalb ist das Einzige, was ich wirklich sagen kann: Jede*r sollte dieses Buch lesen. Es tut gut. Es tut weh. Es verletzt. Es triggert. Aber vor allem zeigt es die Wahrheit. „Not all men, but somehow always men.“ Ich schaue nach links und rechts – und es ist eine von drei. Und ich bin es auch. Dieses Buch ist laut. Und genau deshalb braucht es noch mehr Lautstärke. Mehr Aufmerksamkeit. Mehr Präsenz. Nicht nur, weil es sie verdient, sondern weil es sie braucht. Ich wünsche mir, dass dieses Buch gelesen wird. Dass wir darüber sprechen. Dass wir wütend sind. Und dass wir etwas verändern. Fühlt euch gedrückt (wenn ihr möchtet). Ich drücke mich selbst auch. Alles Gute nachträglich zu unserem feministischen Kampftag. 🖤 Vielleicht ein bisschen verspätet. Aber das ist egal, weil es sowieso ein feministisches Kampfleben und kein Tag ist. Lest dieses Buch. Lasst uns lauter werden.

Dies ist kein Buch gegen Männer, dies ist ein Buch für Frauen
Wütend, ehrlich, provokant und gleichzeitig so unfassbar nachvollziehbar. Dieses Buch spricht Dinge aus, die viele Frauen ihr ganzes Leben fühlen, aber oft nie laut sagen. Es geht um gesellschaftliche Erwartungen, Sexismus, weibliche Wut und darum, dass Frauen ständig lernen sollen, leiser, freundlicher und angenehmer zu sein. Beim Lesen hatte ich oft das Gefühl, verstanden zu werden. Nicht alles war neu für mich, aber die Art, wie hier Gefühle und Erfahrungen in Worte gefasst werden, hat mich trotzdem sehr getroffen. Der Schreibstil ist direkt, modern und teilweise wie ein Gespräch mit einer Freundin, die endlich ausspricht, was viele denken. Auch wenn ich Tara Wittwers Meinung zu Transfrauen nicht in allen Punkten teile, finde ich dieses Buch extrem wichtig und relevant. Für mich ganz klar kein Buch gegen Männer, sondern eines für Frauen.

Es öffnet einen die Augen
• NEMESIS' TÖCHTER: 3000 Jahre zwischen Female Rage und Zusammenhalt • Seit Jahrhunderten werden Frauen unterdrückt. Frauen, die in irgendeiner Weise Stärke ausgestrahlt, sich selbst ermächtigt und zur Wehr gesetzt haben, werden belächelt, verurteilt und dämonisiert. Und all diese Frauen leben in uns weiter - ihre Angst, ihre Freude, ihre Liebe. Und ihre Wut. All diese Mütter, Großmütter und Urgroßmütter. Alle Frauen der Geschichte, die große Opfer auf dem steinigen Weg zur Gleichberechtigung bringen mussten. Auf der Suche nach den Ursprüngen von Female Rage taucht Tara-Louise Wittwer (Sorry, aber …) in die europäische Geschichte ein und erzählt die ungehörten Geschichten der Frauen, die sich gegen das männliche Narrativ der Schwäche und Passivität gestemmt haben. Von den Sagen der Antike, bis zur Realität des 21. Jahrhunderts, von Giulia Tofana, der legendären Giftmischerin, bis zu den unbekannten Heldinnen des Alltags. Rezension: Nemesis Töchter – 3000 Jahre zwischen Female Rage und Zusammenhalt von Tara-Louise Wittwer ist ein kraftvoller, emotionaler und zugleich augenöffnendes Buch auf die Geschichte der Frau und die anhaltenden Unstimmigkeiten. Dieses Buch sollte tatsächlich zur Pflichtlektüre für jede Frau werden. Es schafft es, historische Entwicklungen, gesellschaftliche Strukturen und weibliche Erfahrungen so miteinander zu verweben, dass man nicht nur versteht, sondern fühlt. Beim Lesen hatte ich immer wieder das Gefühl, dass mir Zusammenhänge klar werden, die zuvor unsichtbar waren. Der Schreibstil ist locker, zugänglich und oft überraschend humorvoll. Der Autorin gelingt es, komplexe Themen verständlich darzustellen, ohne dabei an Tiefe zu verlieren. Man liest sich förmlich durch die Seiten, obwohl die Inhalte stellenweise schwer wiegen. Gerade der Wechsel aus Leichtigkeit und Ernst macht das Buch so besonders. Inhaltlich überzeugt es durch fundiertes Wissen, das gut und greifbar gemacht wird. Gleichzeitig ist es ein sehr berührendes Werk, das Emotionen weckt. Von der Wut über die Ungerechtigkeiten bis hin zu einem tiefen Gefühl von Verbundenheit und Solidarität unter Frauen. Ein Buch, das nicht nur informiert, sondern verändert. Es öffnet die Augen, erweitert den Blick und bleibt lange im Kopf.
Female Rage mit vielen Augenöffnern
Tara- Louise Wittwer stellt in ,,Nemesis Töchter" die Unterdrückung der Frauen im historischen Kontext unglaublich gut dar. Hierbei werden nicht nur die Hexenjagd, was eigentlich eine Frauenjagd laut Witwer ist, sondern auch Fakten zur bekannten "Giftmischerin" und vielen anderen historischen Ereignissen erwähnt, in welchem die Frauen systematisch unterdrückt werden. Als Hörbuch wird hier nochmal viel mehr Emotionen, Wut und Fassungslossigkeit rübergebracht, da die Autorin dies selbst eingesprochen hat. Ich würde das Hörbuch gegenüber dem Lesen des Buches ehr empfehlen, da man so die Emotionen der Autorin viel besser dargestellt bekommt. Ich fand es auch super, dass Tara-Lousie Wittwer viel selbstreflektiert und eingesteht, dass sie selbst nicht immer so gedacht hat. Definitiv ein Augenöffner, auch im historischen Kontextit Infos, die man vorher eventuell noch nicht wusste.
Ich bin wach, ich bin wütend!
Der Grundgedanke des Buches hat mir wirklich super gefallen. Das erste Kapitel hat mich total mitgerissen, ich konnte das Buch nicht mehr weglegen. Im weiteren Verlauf hatte ich den Eindruck, dass sich Argumente immer wiederholen. Dass die Autorin, obwohl sie etwas wirklich Wichtiges und Richtiges zu sagen hat, sich auf mache plakativ wirksame Bildnisse eingeschossen hat. Das hat sich jedoch im weiteren Verlauf wieder geändert. Später habe ich mehrmals schlucken und mir Tränen der Wut wegwischen müssen. Nicht nur Wut wegen der Ungerechtigkeit und Ungleichheit, sondern auch auf mich selbst. Ich war auch ein Pick Me Girl, das hat mir zwar nicht erst das Buch klargemacht, aber vor Augen geführt wie ich selbst aufgewachsen bin und mit welchen ,,Vorbildern“ ich in meiner Jugend auch durch Girlie- Filme konditioniert wurde. Dieses Buch ist gerade jetzt wichtig und wird jeden Tag wichtiger, denn wir sind einfach noch nicht wütend genug!
„Frauen in der Geschichte wurden diffamiert, denunziert, dehumanisiert, delegitimiert, nur um ihnen nicht zuhören zu müssen und um sie kleinzuhalten. Sie wurden belächelt, benutzt, enthauptet, gequält, verbrannt, getötet, missbraucht, ertränkt, gesteinigt, zwangsverheiratet, besessen, losgelassen, therapiert, weggesperrt und doch: Hier sind wir, kollektiv, [...], und haben erkannt: Wut ist ein Ventil und treibende Kraft für Solidarität.“
Nemesis Töchter spricht mir in jedem Kapitel aus der Seele. In vielen der beschriebenen Situationen erkenne ich meine eigenen Gedanken, Worte und Erfahrungen wieder. Ich habe viele wichtige Impulse mitgenommen und werde über einige Passagen noch lange nachdenken. Ein Must Read für alle, die sich mit der Geschichte der Unterdrückung von Frauen beschäftigen wollen. Ein sehr guter Einstieg für neue Feminist:innen. Besonders empfehlenswert ist auch das Hörbuch, das von der Autorin selbst gelesen wird.
„Mein Ziel ist es nicht mehr, von Männern geliebt zu werden, als passiver Akt. Gesehen zu werden, begehrt zu werden. Mein Ziel ist es, Frauen zu lieben, als aktiver Akt. Sie zu sehen, sie zu verstehen, mich in ihnen wiederzufinden.“
Nemesis Töchter hat mich noch lange nach dem Lesen beschäftigt. Es hat mich wütend und aufgewühlt und auch frustriert zurück gelassen. Und das ist gut so! Das ist genau richtig. Wie kann es sein, dass wir nach 12000 Jahren Patriarchat, struktureller Gewalt, Unterdrückung und Benachteiligung noch immer den Mann als unseren Hauptgewinn empfinden und uns noch immer nicht wehren? Klar, mir ist bewusst, dass wir Frauen ebenfalls im Patriarchat sozialisiert und darin aufgewachsen sind, aber es ist doch längst Zeit wütend zu sein. Oder nicht? Daher ist die Arbeit von Menschen wie Tara-Louise Wittwer so unglaublich wichtig. Auf informative und berührende Weise führt uns die Autorin durch Geschichte, aber auch durch Religion und Mythologie und zeigt die patriarchalen Strukturen auf, die uns seit tausenden von Jahren prägen. Tara thematisiert die Male Loneliness Epidemic genauso wie die Wahrnehmung von Müttern. Das Buch ist intim, ehrlich und schmerzhaft. Durch ihre ironische und selbstreflektierte Art habe ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen können und es in einem Rutsch durchgelesen. Es ist mein absolutes Jahreshighlight und sollte von jedem Menschen gelesen werden. Ein Plädoyer ans Aufwachen, an die Schwesterlichkeit und die Solidarität unter Frauen.
"Solange patriarchale Strukturen existieren, wird es Mechanismen geben, um female rage unterdrücken zu wollen. Aber eben auch nur aus einem Grund: weil sie die Macht hat, Dinge zu verändern. Weil sie Systeme aufbricht. Und weil sie am Ende gewinnt."
------------------------------------------------------- 'Nemesis' Töchter' von Tara-Louise Wittwer spricht mir aus dem Herzen. Es geht um female rage, und man ich habe so viel davon gefühlt als ich dieses Buch gelesen habe. Es ist mir wichtig geworden eine Verbindung zu dieser Wut zu entwickeln, sie zu verstehen um sie auch nutzen zu können. Tara hat meine Gedanken geordnet und neue Denkanstöße gegeben. Ich möchte meine Wut, meine female rage nicht mehr verstecken, nur weil ich dann für manche Leute, für die Gesellschaft zu viel bin. Ich möchte mich von ihr leiten lassen, weil sie in manchen Situationen besser reagieren kann als ich. Bis ich an diesem Punkt bin wird es sicher noch dauern, aber 'Nemesis' Töchter' hat mir gezeigt, dass auch das okay ist. Und das ist nicht alleine bin. Nach diesem Buch spüre ich einen viel größeren Zusammenhalt unter uns Frauen. Wie Tara sagte: "Ich schreibe dieses Buch nicht, weil ich Männer hasse. Ich schreibe dieses Buch, weil ich Frauen liebe." Eine absolute Leseempfehlung von mir!

Kein Buch, das ich bisher gelesen habe, beschreibt „Female Rage“ so eindringlich wie dieses. Von der griechischen Mythologie bis zur Hexenverbrennung – oder sollte man besser sagen: Frauenverbrennung – von der Rolle der Frau in der Gesellschaft, ob damals oder heute, über Körperkultur, Medizin und Social Media – Tara erzählt von all den Dingen, die Frauen angetan wurden, die sie ertragen mussten – und immer noch müssen. Von Julian, Hans, Max und wie sie sonst noch heißen; von all den Podcast-Bros und TikTok-Coaches, die Frauen gezielt kleinreden, unterdrücken und belächeln. Seien es gut recherchierte Fälle oder alltägliche Situationen – sie alle lassen einen fassungslos zurück. Fassungslos und unsagbar wütend. Dabei denkt man sich oft: „Oh, die Situation kenne ich doch.“ Und ja, das macht einen noch wütender und das soll es auch. Ich habe die ein oder andere Träne verdrückt und das nicht (nur) aus Traurigkeit, sondern weil ich so verdammt wütend war. Aber Tara erzählt auch von Frauen. Von all den Frauen, die vor uns kamen. Die sich dafür eingesetzt haben, dass sich Dinge verändern. Die sich gegen das Patriarchat und die Misogynie gestellt haben. Die gekämpft haben – für uns alle. Und sie erzählt vom Zusammenhalt, von der Liebe und von der Macht, die wir Frauen besitzen. ❤️🩹 „Ich bin nicht verrückt. Ich bin wach, ich bin wütend. Und du ja vielleicht auch.“ Eine ganz wichtige Lektüre – ein Buch, das man gelesen haben sollte. Ob Frau oder Mann. Ich werde jetzt erstmal nach dem nächsten Rage Room in meiner Nähe suchen.

Drei sind besser als eine, dreihundert sind besser als drei, wir alle - als Schwestern
Ich habe dieses Buch geliebt. Und ich bin danach wütender als vorher. Nicht diese kurze, verpuffende Wut. Sondern diese leise, konstante Wut, die sich festsetzt, weil sie plötzlich Sinn ergibt. Eine Wut, die sich nicht nur aus dem eigenen Leben speist, sondern sich anfühlt, als würde sie von irgendwoher mitkommen. Als wäre sie älter als ich. „Nemesis’ Töchter“ nimmt dich nicht an die Hand, um dich zu beruhigen. Es nimmt dich an die Hand, um dir zu zeigen, dass du nicht verrückt bist. Dass dieses Gefühl, weniger wert zu sein, nicht aus dir kommt. Dass dieses „Ich will nicht sein wie die anderen Frauen“ kein Zufall ist, sondern etwas, das uns beigebracht wurde. Dass selbst so etwas Banales wie die Abwertung von Pink Teil eines größeren Musters ist. Und genau da entsteht etwas, das ich so vorher nicht greifen konnte: Diese Wut gehört nicht nur mir. Es ist eine generationsübergreifende Wut. Eine Wut von Frauen, die vor uns gelebt haben, die denunziert wurden, entmenschlicht wurden, gegeneinander ausgespielt wurden. Eine Wut, die keinen Platz hatte und deshalb weitergegeben wurde, leise, unterschwellig, oft unbenannt. Und plötzlich ist sie da. Klar. Berechtigt. Und dann kommt dieser Gedanke, der sich nicht mehr abschütteln lässt: Nicht alle Männer. Aber immer ein Mann. Und immer eine Frau, die es abbekommt. Das Buch zeigt nicht nur, dass Frauen entwertet und klein gehalten wurden. Es zeigt auch, wie sehr wir das verinnerlicht haben. Wie oft Frauen noch auf andere Frauen zeigen, statt auf das System dahinter. Wie lange wir mitgemacht haben, weil wir gar nicht gesehen haben, dass wir mitmachen. Und ja, auch Männer erleben Gewalt. Aber auch hier wird klar: Diese Gewalt geht meist wieder von Männern aus. Diese Realität auszuhalten, ohne sie weichzuspülen, ist unangenehm. Aber genau das macht das Buch. Was dieses Buch besonders macht, ist nicht, dass es komplett neue Theorien liefert. Es ist, dass es etwas in dir bestätigt, das du vielleicht schon lange gefühlt hast, aber nie so klar greifen konntest. Und genau dadurch wird es so nah. So ehrlich. So schmerzhaft treffend. Ich war beim Lesen nicht wütend auf das Buch. Ich war wütend mit ihm. Und gleichzeitig ist da etwas anderes entstanden. Eine neue Form von Blick auf andere Frauen. Dieses kurze, stille Gefühl: Du bist eine von uns. Nicht im Sinne von Abgrenzung, sondern im Sinne von Verbindung. Dieses Buch macht dich nicht sanfter. Es macht dich klarer. Und vielleicht ist genau das die größte Stärke: Es gibt dieser Wut einen Platz. Einen Namen. Einen Zusammenhang. Und wenn ich ein Gefühl daraus mitnehme, dann ist es dieses: Schrei nicht hübsch! Schrei nicht angepasst! Schrei laut! Schrei wütend!

Guck nach rechts. Guck nach links. Eine von drei.
Ein Female-Rage-Starterpack auf knapp 200 Seiten. Hier wird nicht sanft herangeführt, sondern gesagt: bitte anschnallen. Tara schafft es, eine Figur oder Zustand zu sein für all die weibliche Wut, die entsteht, wenn man einmal verstanden hat, wie patriarchale Strukturen wirklich wirken. Und das Gemeine ist ja: Wenn du einmal hinter die Verschleierung blickst, siehst du klar und kannst nicht mehr wegsehen. Was ich an Tara besonders schätze, ist ihre Authentizität ihrer Gefühle. Sie spricht laut den Elefanten im Raum an. Sie ist nicht destruktiv, sie ist klärend. Diese Wut animiert und motiviert, wie ein Lauffeuer. Als chronischer People Pleaser trainiere ich ebenfalls meinen Wutmuskel nach außen häufiger - und berechtigterweise - zu flexen. Und das sollten wir alle tun. Das Buch liest sich wie ein persönlicher Kommentar, durchzogen von Fakten, rhetorischen Fragen und dieser bitteren, wütenden Ironie, die gleichzeitig wehtut und gut tut. Gerade wenn frau/maus sich bisher wenig mit Feminismus beschäftigt hat, ist das ein sehr zugänglicher Einstieg. Auch ich bin an ein paar Stellen hängen geblieben und hab geschluckt bei erschreckenden Vergleichen, Fakten und Gedanken. Es hätte gerne länger sein dürfen, die Aufarbeitung tiefer gehen können. Aber vielleicht ist genau das der Punkt: ein Anfang, kein Abschluss. Und wie geil ist bitte das Cover?! 12/10 Message delivered. Ich möchte vor allem allen FLINTA-Personen meine Hand reichen und abschließend sagen: Lasst uns gemeinsam wütend zusammenhalten! Danke an NetGalley und den Knaur Verlag für das Rezensionsexemplar.
Auch Männer sollten dieses Buch lesen
Ein gutes Buch, welches für mich persönlich keine überraschenden Erkenntnisse oder neuen Gedankenanstöße bietet aber dennoch sehr gelungen das Thema Female Rage behandelt. Ich finde es häufig schade, dass es meistens Frauen sind, die zu solchen Büchern greifen, da sich diese ohnehin schon viel mit dem Thema befassen und auch eigene Erfahrungen haben. Dabei könnte so ein Perspektivenwechsel gerade für männliche Leser interessant sein.
Eine absolute Leseempfehlung für alle!
Ja, ich bin wach, ich bin wütend und ich fühle mich mit Frauen stärker verbunden als je zuvor. Ich stehe an eurer Seite, hinter euch und vor euch! Wir haben uns! Wir lassen uns nicht mehr kleinhalten – im Namen der Mutter, der Tochter und der heiligen Wut! Das Buch ist wirklich Mega gut und überzeugt vor allem durch die starken geschichtlichen Einbettungen. Mach dem Buch kann ich nicht mehr zurück…
Tara-Louise Wittwer bezeichnet sich in "Nemisis' Töchter" selbst als Einstiegsfeministin und genau das beschreibt ihr neustes Buch sehr gut. Wer das Weltgeschehen schon länger mit dem "female gaze" verfolgt, erfährt wenig Neues: Hexenverfolgung, Tripperburgen, Tradwives, Perlicot u.s.w. Wir begeben uns einmal quer durch die Geschichte des who is who der Mysogenie. ABER: Dennoch ist mein Buch voll mit Annotationen, weil: hier eine starke Passage, dort ein cooler Take. Einfach wichtige Worte, die mir aus der Seele sprechen. Was unbewusst schon lang in meinem Kopf geistert, findet sich hier so gut nieder geschrieben, wie ich es selbst nie könnte. Alle, die schon länger mit der Materie vertraut sind, werden oft denken: "This, girl! Genau so!" Und alle, die sich diesen Themen das erste Mal stellen, werden dagegen mit vielen Erkenntnissen und Aha-Erlebnissen belohnt. "Nemesis Töchter" liest sich oftmals auch so, also ob Tara-Louise dieses Buch v.a. für sich selbst schreiben wollte. Und ja, das Buch entfacht die richtige Wut - den Female Rage, aber ich habe auch ein neues Wort gelernt: Schwesterlichkeit. Und ich habe vor, es fest in meinen Sprachgebrauch aufzunehmen. 😊
Female Rage hoch 100 ‼️
Nemesis – Töchter von Tara-Louise Wittwer hat bei mir etwas aufgerissen, das ich nicht so schnell wieder loswerde. Der Moment, der mich wirklich zum Stutzen gebracht hat, war dieser eine Erkenntnis: Es war keine „Hexenverbrennung“. Es war Frauenverbrennung. Punkt. Und plötzlich kippt alles, was man gelernt hat, was man als Wort einfach übernommen hat. Dieses „Hexen“-Narrativ wirkt auf einmal wie eine Verharmlosung von etwas, das eigentlich pure Gewalt gegen Frauen war. Und genau da ist diese Wut in mir hochgeschossen. Nicht leise, nicht reflektiert, sondern richtig roh. Beim Lesen habe ich gemerkt, wie sich diese Wut stapelt - die von Tara, die von den Frauen im Buch, und irgendwann fühlt es sich an wie eine Wut, die schon viel länger existiert als ich selbst. Es hat mich nicht ruhig gelassen. Im Gegenteil. Es hat mich wütend gemacht auf dieses Wegschieben, dieses Schönreden, dieses Umbenennen von Geschichte, bis sie weniger brutal klingt, als sie war. Und aus genau dieser Wut kommt dieser Tatendrang. Dieses „Ich will mehr wissen, ich will mehr lesen, ich will das nicht mehr übersehen“. Es ist nicht dieses ruhige Nachdenken, sondern eher ein inneres Drängen, nichts davon einfach wieder zu vergessen. Dieses Buch ist kein leises Buch. Es ist laut, es ist unbequem, und es lässt dich nicht einfach so wieder raus.
Female Rage & Sisterhood
Eine Reise durch die Geschichte der Frauen und die Entwicklung des female rage, sowie ein Plädoyer für Schwesternschaft. Ich bin durch die Seiten geflogen und habe mich an so vielen Stellen gesehen gefühlt, hatte bei so vielen Passagen einen hohen Puls und konnte den female rage in jeder Faser meines Körpers spüren. Da ich schon viele Bücher zum Feminismus gelesen habe, war mir vieles bereits bekannt und trotzdem hat es sich gelohnt eine weitere Perspektive kennenzulernen. Ein großartiges Buch!
Ein kraftvolles, streitbares Buch über weibliche Wut und Solidarität. Kein leichtes Sachbuch, aber ein wichtiges für alle, die sich mit feministischen Perspektiven auseinandersetzen wollen.
Nemesis’ Töchter ist ein wütendes und bewusst unbequemes Buch. Tara-Louise Wittwer spannt einen Bogen über rund 3000 Jahre weiblicher Unterdrückung und Widerstand – von der Antike bis heute. Der Bezug auf Nemesis, die Göttin der Vergeltung, steht dabei sinnbildlich für unterdrückte weibliche Wut. Stark ist vor allem die Verbindung historischer Beispiele mit aktuellen gesellschaftlichen Strukturen. Wiederkehrende Muster wie Schuldumkehr, Kontrolle über weibliche Körper und das Abwerten weiblicher Wut werden klar benannt. Der Stil ist emotional, direkt und persönlich, was das Buch gut zugänglich macht, aber auch konfrontierend wirkt. Der Ton ist bewusst zugespitzt und lässt wenig Raum für Zwischentöne. Das kann polarisieren, passt jedoch zur klaren Haltung des Buches. Nemesis’ Töchter will nicht ausgleichen, sondern aufrütteln.

Richtig gut ❣️❣️
Die Autorin hat ein Plädoyer gegen die Unterdrückung von Frauen geschrieben und das Mindeste, was wir tun können ist, es zu lesen und die Informationen zu verbreiten. Das war mein erstes Buch der Autorin und ich kann mich endlich mal wieder (fast) kurzfassen. Lest es unbedingt, es spricht nur die Wahrheit aus. Und das auf eine kurzweilige und humorvolle Art. Es gibt auch grausame Abschnitte, aber auch diese kommen mit Belegen und man muss sich ihnen stellen. Zitat: „Um herauszufinden, wer eine Hexe war, gab es verschiedene Methoden. Oft wurde der ganze Körper der Frau bei der sogenannten Wasserprobe ins Wasser geworfen. Gefesselt. Wenn die Frau an der Oberfläche schwamm, war es ein Zeichen für Hexerei und sie wurde ermordet. Wenn sie unterging, war sie keine Hexe, ertrank aber meist. Die Wahl lag also zwischen Sterben und Sterben…“ Ich wüsste nicht, was an dem Buch schlecht sein könnte. Es hat mir sehr gut gefallen, obwohl ich auch schon viele ähnliche Bücher gelesen und mich auch schon selbst in diese rabbit hole begeben habe. Viele Beispiele sind bekannt, aber man kann nicht oft genug daran erinnern. Zitat: „Ich will nicht mehr gemocht werden. Ich will gehört werden.“ Macht Euch gern ein eigenes Bild! 5/5⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

So ein wichtiges Buch. Ich habe alles daran geliebt! Ich hab angefangen zu lesen und konnte nicht mehr aufhören, weil alles einfach so wahr ist. ❤️ Es liest sich super leicht und fühlt sich eher an wie ein Gespräch mit einer Freundin, die einen versteht, als wie ein „Sachbuch“. Obwohl ich mich auch schon vorher mit dem Thema auseinandergesetzt habe, hat mir das Buch an vielen Stellen die Augen geöffnet. Für mich ist Nemesis’ Töchter eines der besten Bücher, die ich seit Langem gelesen habe. Ich finde wirklich jeder sollte dieses Buch lesen. 📚🔥

„Eine Hexe war niemand, Frauen aber alle“
Mit „Nemesis‘ Töchter“ gibt Tara-Louise Wittwer eine mehr als gut gekonterte Antwort auf die Aussage „Aber wir sind doch schon längst gleichberechtigt!“. Mit diesem Buch dürfte sie so ziemlich jeder Frau der Welt auf die eine oder andere Weise aus der Seele sprechen. Über lange schon schwelende Wut schreibt sie, über Gerechtigkeit und ja, auch über Rache, auch wenn diese nie das Ziel war. Sie schafft es auf kaum mehr als 200 Seiten, all den Druck, die Angst, die Ohnmacht und die Geschichte aller Frauen, die seit Jahrtausenden unter einem zutiefst kaputten System leiden, mit knappen, klaren Worten (und vielleicht auch einem Hauch verständlichem Zynismus) zusammenzufassen. Die meisten Dinge, die sie uns beschreibt, sind für uns leider nichts Neues, dennoch erschafft sie mit diesem lauten, aber doch nicht rachsüchtigen Buch ein unbeschreibliches Zusammenhaltsgefühl mit all jenen, die man vielleicht noch nicht getroffen hat oder auch niemals kennenlernen wird, mit denen man aber doch verbunden ist. „Nemesis‘ Töchter“ ist ein Buch über Frauen, von einer Frau, für Frauen, eines, das ermuntert, gemeinsam laut zu sein, aber auch tolerant, das Gemeinschaft erbittet und Hass löschen will, es ist aber auch kein Buch, das Männer hasst, eines, das auch Männer lesen sollten, auch wenn es ihnen vielleicht an mancher Stelle schwerfällt. Lest dieses Buch und vergesst nicht, ihr seid nicht allein, denn wir sind alle Schwestern, wir sind alle Menschen. Und: „Wir wollen nicht gemocht werden, wir wollen gehört werden.“

Wut, Geschichte und ein feministischer Einstieg
In „Nemesis’ Töchter” widmet sich Tara-Louise Wittwer einem Thema, das in der aktuellen Debatte eine wichtige Rolle spielt: weibliche Wut. Sie benennt sie, zeichnet ihre historischen Linien nach und zeigt, wie tief patriarchale Strukturen bis heute wirken. Wittwer beschreibt sich selbst als „Einstiegsfeministin“, und genau so funktioniert das Buch. Es erklärt Mechanismen und Muster, ohne Vorwissen zu erwarten. Sie spannt einen Bogen von der Antike bis zur Gegenwart und lässt unterschiedliche Frauen* sichtbar werden, bekannte Figuren wie Giulia Tofana ebenso wie namenlose Frauen* aus alltäglichen Kontexten. So entsteht ein Überblick darüber, wie weibliche Wut über Jahrhunderte unterdrückt, aber auch weitergegeben wurde. Die Stärke des Buches liegt in seiner Zugänglichkeit. Es macht Zusammenhänge verständlich und öffnet Türen in feministische Diskussionen. Gleichzeitig bleibt die Analyse bewusst oberflächlich. „Nemesis’ Töchter” streift viele Themen, ohne in die Tiefe zu gehen, und richtet sich damit klar an Menschen, die einen Einstieg suchen. Für erfahrene Leser:innen liefert es weniger neue Erkenntnisse, aber einen kompakten Blick auf die historischen und gesellschaftlichen Muster weiblicher Wut. Mit einer Bewertung von 4/5 ist „Nemesis’ Töchter“ ein niedrigschwelliger und zeitgemäßer Zugang zu einem Thema, das lange unsichtbar gemacht wurde. Ein Buch, das erklärt, einordnet und motiviert, sich weiter mit den Strukturen auseinanderzusetzen, die weibliche Wut formen und begrenzen.
Nemesis Töchter von Tara-Louise Wittwer ist ein klar geschriebenes, gut zugängliches feministisches Buch über weibliche Wut, Solidarität und strukturelle Ungleichheit. Historische Beispiele zeigen, wie alte Machtmechanismen bis heute fortwirken. Ein wichtiges, kluges Buch – besonders als Einstieg in feministische Themen, aber auch für alle, die sich schon länger damit beschäftigen.
Töchter der Nemesis von Tara-Louise Wittwer ist ein feministisches Sachbuch über weibliche Wut, Solidarität, strukturelle Gewalt und die Frage, wie sehr historische Machtmechanismen unsere Gegenwart bis heute prägen. Ausgangspunkt ist die Figur der Nemesis – nicht als rachsüchtige Göttin, sondern als Symbol für ausgleichende Gerechtigkeit. Von dort aus spannt das Buch einen Bogen über Geschichte, Popkultur, gesellschaftliche Zuschreibungen und persönliche Erfahrungen. Was mir beim Lesen bzw. Hören besonders aufgefallen ist: Das Buch ist sehr leicht zugänglich geschrieben. Es fühlt sich nicht schwer oder anstrengend an, sondern klar, direkt und strukturiert. Ich hatte nicht das Gefühl, mich durch etwas durcharbeiten zu müssen, sondern eher, dass Gedanken, Beobachtungen und Erfahrungen, die sich über Jahre angesammelt haben, hier eine Sprache bekommen. Die historischen Elemente fand ich besonders gelungen. Sie zeigen eindrücklich, dass sich gesellschaftliche Mechanismen im Kern kaum verändert haben – nur die Formen. Kontrolle, Abwertung, Pathologisierung und Vereinzelung von Frauen existieren heute noch, wenn auch subtiler und moderner verpackt. Gerade dieser Vergleich zwischen früher und heute macht deutlich, dass aktuelle Debatten keine Übertreibung sind, sondern Teil eines langen Kontinuums. An manchen Stellen hätte ich mir sogar noch mehr historische Beispiele gewünscht, einfach weil diese Einordnung für mich besonders stark war. Das ist aber eher ein Wunsch als ein wirklicher Kritikpunkt, denn insgesamt bleibt das Buch sehr rund, interessant und gut strukturiert. Natürlich war mir vieles thematisch nicht neu. Ich beschäftige mich schon lange mit Feminismus, Weiblichkeit und gesellschaftlichen Machtverhältnissen. Dazu kommt, dass ich eine Frau mit Behinderung bin und damit noch einmal anders und oft stärker von Abwertung, Unsichtbarkeit und struktureller Diskriminierung betroffen bin. Gerade deshalb habe ich das Buch nicht als „Erklärung“ erlebt, sondern als Bestätigung und Einordnung. Ich finde Töchter der Nemesis vor allem deshalb wichtig, weil es sich sehr gut als Einstiegsbuch eignet. Für Menschen, die beginnen, sich mit Feminismus auseinanderzusetzen, bietet es einen verständlichen, klaren und gleichzeitig tiefgehenden Zugang. Aber auch für Leser:innen, die sich schon länger mit diesen Themen beschäftigen, kann es viel sortieren, benennen und verbinden. Für mich ist es ein kluges, gut geschriebenes Buch, das nicht laut sein muss, um wirksam zu sein – und gerade deshalb lange nachhallt.
F*** the Patriarchy❗️
Was man nach dem Buch aufjedenfall ist, wütend! Und das ist gut so, das soll so. Dieses Buch ist unglaublich wichtig & würde ich jedem ans Herz legen. Ich war schon nach den ersten Kapiteln richtig wütend. Ich bin nicht so tief in dem Thema female rage drin aber nach diesem Buch will ich einfach nur noch ein Girls Girl sein. Wir können so viel mehr tun als wir denken. Absolute Empfehlung & für mich ein Highlight ! 💛 Ich empfehle auch das Hörbuch. Tara hat eine wundervolle Art Dinge zu erzählen & ich hätte ihr noch weitere Stunden zuhören können.
Empfehlenswert, aber ich hatte andere Erwartungen
"Seid doch froh, dass wir nur Gleichberechtigung wollen und keine Rache." Das Buch hat viele gute Rezensionen und ist gerade in aller Munde und wahrscheinlich liegt es daran, dass ich große Erwartungen daran hatte. Diese wurden nicht ganz erfüllt. Das Buch ist in zwei Teile gegliedert: Wut und Zusammenhalt. Im ersten Teil erklärt die Autorin unter anderem Konzepte wie "female rage" oder "Misogynie" (das Wort kennt die Texterkennung meines Gerätes übrigens nicht ...), sie beschreibt, wie Frauen über viele Jahrhunderte hinweg diffamiert werden und mit welchen Methoden sie unterdrückt werden. Im zweiten Teil geht sie darauf ein, dass Frauen sich untereinander mehr solidarisieren sollen, dass Scham die Seite wechseln muss und dass Frauen dazu hingehen, sich selbst mehr in den Mittelpunkt zu stellen und nicht den Mann. In ihren Beispielen beruft sich die Autorin oft auf mythologische Gestalten. Sie greift Ereignisse auf, die lange zurückliegen und die nicht vollständig belegbar sind, und sie stellt öfter Mutmaßungen an, wie sich eine bestimmte Situation abgespielt haben könnte. Zudem nutzt sie auch häufiger das Stilmittel der Überspitzung. All das mochte ich nicht so gerne, es war mir zu schwammig und zu wenig greifbar. Oft wirken ihre Sätze auch so, als hätte sie ihre Gedanken zu Papier gebracht, sie aber danach nicht noch mal etwas mehr strukturiert. Das empfand ich mehrmals als verwirrend und manche Sätze habe ich dann auch tatsächlich nicht verstanden, weil sie so verworren geschrieben waren. Für eine Person, die sich schon etwas mit dem Thema beschäftigt hat, ist auch nicht viel Neues dabei. Die Autorin bezeichnet sich selbst aber auch als "Einstiegsfeministin" und damit kann ich gut mitgehen. Für Leute, die sich dem Thema erst mal annähern möchten, ist das Buch geeignet. Es spricht viele wichtige und interessante Sachen an, ist nicht zu tiefgehend und erklärt gut. Ich denke, es reicht aus, um erst mal angemessen wütend zu machen. Und da ich die Autorin in ihrer Meinung trotzdem voll unterstütze, sie mutig finde und der Meinung bin, dass es nicht genug Bücher hierzu geben kann, vergebe ich trotz meiner Kritik vier Sterne. Denn: "Guck nach rechts. Guck nach links. Eine von drei."
DIESES BUCH. 🤯💥 Ich empfehle es jedem, sich das Hörbuch anzuhören. Es wurde von der Autorin selbst eingesprochen und - oh my - ist einfach SO gut! Welche Frau auch immer bisher nicht wütend war, spätestens nach den ersten zehn Minuten wird sie es sein. Und welche Frau auch immer noch aus Prinzip gegen andere Frauen wettert, spätestens zum Ende des Buches ist sie ein Girl’s Girl. 🎀 Dieses Buch ist lehrreich, augenöffnend, schockierend und vor allem eins: feministisch. Die Autorin versteht sich darauf, bei der Leserin (haha, denke das ist die Hauptzielgruppe, kann mir kaum vorstellen, dass ein Mann sowas liest) female rage auszulösen - UND DAS ZU RECHT! Ein Buch, das ich jeder Frau ans Herz legen kann (und muss). Must-Read. 💯
Dieses Buch führt durch die Geschichte und sozusagen durch die Geschichte des Leidens der Frau. Tara wechselt von Geschichte zur Gegenwart. Zitiert sehr kluge Frauen und schildert ihre Wut. Ihr Wunsch nach Zusammenhalt unter Frauen wird hier fein rausgearbeiten. Sehr gut geschrieben mit Wut und auch Humor.

2025_#75 🫂 "Diese Erkenntnis verdichtet sich immer mehr, vor allem unter Frauen, wie unsichtbare Fäden, zart noch, wachsend, aber unumstritten da: Wir alle sind verbunden, als Frauen. Wir alle haben Geschichten zu erzählen. Geschichten, die uns jemand nicht glaubte, Geschichten, die umgedreht und verändert werden sollten, damit wir anders aussehen sollen, damit wir wieder einsam sein sollen, auf uns allein gestellt."
Wow, Tara hat sich selbst übertroffen 🤯 das war sooo gut, so schmerzhaft und gleichzeitig so heilsam. Ich habe das Buch verschlungen und jedes Wort nur so in mich aufgesaugt. Danke für dieses Meisterwerk 🤝🏼

Wir sind wach. Wir sind wütend. Wir sind Nemesis’ Töchter – spätestens nach diesem Buch
**************** Dieses Buch hat etwas in mir geheilt: Aufgewachsen als Teenager und junge Frau in den 2000er- und frühen 2010er-Jahren – einer Zeit, die für weibliche Selbstbilder unglaublich toxisch war – erkenne ich mich in so vielem wieder. Wir Frauen waren meist Konkurrentinnen statt Verbündete. Ich selbst war definitiv ein Pick-Me- und Chill-Girl, sozialisiert durch misogyn geprägte TV-Shows, den Kult um Rockstar-Ikonen und das Ideal des „coolen Mannes“. Genau deshalb fühlt sich Nemesis’ Töchter für mich an wie Befreiung: ein Aufruf zur Schwesternschaft, zur Solidarität und zum bewussten Hinschauen auf die Frauen links und rechts von uns. Ich sehe endlich die Frauen neben mir und dieses Buch hat mich das spüren lassen...Mit "Female Rage", aber auch mit unendlicher Liebe füreinander. Tara-Louise Wittwer schreibt und spricht mit einer Authentizität, die gleichzeitig wütend, zärtlich und aufrüttelnd ist. Im Hörbuch (von ihr selbst gelesen) wirkt das noch unmittelbarer – sie spricht einem förmlich aus der Seele. Ihre Worte schaffen Verbindung, und auch wenn sie manchmal überspitzt oder zynisch klingt, bleibt sie immer fair. Wie die Nemesis selbst: wütend, aber nie ungerecht. Nemesis’ Töchter ist kein Buch gegen Männer, sondern eines für Frauen – für Solidarität, Selbstreflexion und gegenseitige Anerkennung. Es erklärt, warum so viele von uns innerlich zerrissen waren, und ruft uns gleichzeitig auf, gemeinsam eine bessere Welt zu schaffen. Für mich ist es schon jetzt ein feministischer Weckruf – leidenschaftlich, ehrlich und empowernd. Jede Frau sollte dieses Buch lesen, nicht um gegen etwas zu kämpfen, sondern um sich selbst und anderen Frauen wieder näher zu fühlen.

Die Frau hat halt was zu sagen
Ich mag Tara unfassbar gerne, ich liebe ihre Humorvolle Art auf unfassbar schlimme Dinge aufmerksam zu machen und ich hab bis jetzt jedes Buch von ihr immer geliebt und immer etwas daraus mitgenommen das ich am liebsten sofort in die Welt geschriehen hätte. Und so hat auch dieses Buch von ihr über Female Rage woher es kommt und das es seit 12.000 Jahren Geschichte hat, unfassbar viel in mir ausgelöst. Ich bin was Feministische lektüre angeht schon Recht gut belesen weshalb mir natürlich nicht alle Sachen immer total neu waren. Aber auch da ist es so wichtig immer und immer Mal wieder davon zu lesen. Aber auch in diesem Buch greift wieder Taras unverwechselbare Art, und diesmal gibt es noch mehr Einschübe aus ihrem Leben und ihrer Gedankenwelt was sie noch nahbarer macht. Ich liebe die Art wie sie von Dingen erzählt. Ich hab nach dem lesen tatsächlich zwar auch Female Rage in mir aber vor allem fühl ich mich verbunden mit all den Frauen da draußen. Weil wir sind alle Wütend oder sollten es sein und jetzt ist die Zeit das wir aufhören es dem Patriarchat Recht zu machen und endlich Richtig Wütend werden und das zusammen. Für alle Frauen vor uns und alle Frauen die noch kommen!

Nemesis, die Göttin des gerechten Zorns und der ausgleichenden Gerechtigkeit. Furien - die Rachegöttinnen, die dafür zuständig sind, Übeltäter zu bestrafen. Frauen, die als Hexen verbrannt wurden, weil sie zu laut, zu alt, zu auffällig waren. Wir entscheiden, wie über Frauen geschrieben und gesprochen werden. Wir entscheiden, ob wir uns von Männern erklären lassen. Dieses Buch wird noch in Gedanken bleiben, zum Nachdenken anregen und das ein oder andere Thema vertieft werden.
Ein feministisches Meisterwerk
Dieses Buch muss jede Person lesen! Ein feministisches Meisterwerk über Female Rage, die Geschichte des Patriarchats und der Unterdrückung aller Frauen. Ich habe mich so verstanden und gehört gefühlt wie selten. Tara hat unglaublich gut recherchiert: von der Antike, über die Hexenverbrennung im Mittelalter bis zu Gisèle Pelicot. Ich habe während des Lesens so viel gefühlt, vor allem Wut, aber auch Zuversicht, dass es besser werden kann, wenn wir als Nemesis‘ Töchter zusammenhalten. Definitiv mein Jahreshighlight!

“Ich schreibe dieses Buch nicht weil ich Männer hasse. Ich schreibe dieses Buch, weil ich Frauen liebe.”
Tara schreibt einfach so, wie ich es liebe: direkt, ehrlich, klar und trotzdem mit einer Leichtigkeit, die mich sofort mitnimmt. Ihr Stil ist unglaublich nahbar, fast so, als würde eine Freundin mit mir reden – nur dass diese Freundin mir gleichzeitig die Augen öffnet. Beim Lesen hatte ich oft das Gefühl: Ja, genau so ist es! Endlich bringt es jemand auf den Punkt. Tara spricht mir aus dem Herzen. Sie zeigt aktuelle, wichtige Themen schonungslos auf – aber nie so, dass man sich klein oder schlecht fühlt, weil man es bisher vielleicht anders gemacht hat. Im Gegenteil: Es ist empowernd, es macht wach und es gibt Kraft. „Female Rage at its finest“ – selten so passend wie hier. Tara zeigt, wie wichtig Wut ist, wie berechtigt sie ist, und dass sie kein Makel, sondern ein Motor sein kann. Gleichzeitig macht sie transparent, dass auch sie selbst nicht vom System verschont bleibt. Diese Ehrlichkeit macht das Buch so stark: Es ist kein von oben herab, sondern ein „Wir sitzen alle drin – aber wir können etwas verändern“. Für mich ist Nemesis Töchter Pflichtlektüre für alle. Nicht nur, weil es ein wichtiges Buch über Feminismus, Gesellschaft und weibliche Wut ist – sondern auch, weil es zeigt, dass Veränderung nicht mit Perfektion beginnt, sondern mit Bewusstsein
Ein hochinteressantes Buch über Female Rage
Ich habe dieses Buch gelesen, weil ich a) Tara mega cool finde, und b) ich herausfinden wollte, was ich als Mann in der Gegenwart beitragen kann, um Misogynie zu bekämpfen. Tara schreibt mit einer aufmerksamen Wut, was es heißt, eine Frau zu sein, und welche Missstände bis heute existieren! Vieles war mir nicht bewusst oder klar, und ich glaube, dass Taras Buch mich zu einem noch stärkeren Feministen gemacht hat. Ganz nebenbei hab ich auch noch die soziologischen Hintergründe eines Manchilds erfahren und verstehe nun, wieso die Exfreunde meiner Schwestern solche Babys sind, und wieso meine große Schwester beispielsweise immer geglaubt hat, der Sinn ihres Lebens liege darin, Kinder in die Welt zu bringen (mittlerweile ist sie auch nicht mehr nur die Nebenrolle in ihrem eigenen Leben, thank god!). Wann schafft die Welt es, das Patriachat abzulegen? Kommen wir jemals dahin? Das werden wir vermutlich nie erfahren... Das Buch war ein Impulskauf—und hat doch so viel in mir ausgelöst. Danke, Tara!
"Wir, die Töchter Nemesis"
Einfach nur genial. Es ist die Erzählung jener Frauen die vor uns rannten, vor uns starben und sich für uns entschieden gegen das Patriarchat und gegen ein sie hassendes System zu kämpfen. Sie Bahnten mir und Millionen anderer Frauen einen Weg um unsere Stimmen noch lauter und noch wütender zu erheben. Denn das macht dieses Buch: wütend. Frauen werden seit Jahrtausenden verfolgt, versklavt, ermordet, unterdrückt. Warum? Weil sie aus der ihnen vorgegebenen Rolle fallen. Nicht die brave, liebe, gehorchen Mutter spielen. Sie zeigen Gefühle, sie zeigen Selbstbewusstsein, sie zeigen einen Zusammenhalt zwischen Schwestern. Schwesterlichkeit. Aber nicht nur die Geschichtlichen Arbeiten und Quellen in diesem Buch waren interessant und Gefühlsaufbrausend, auch die Kapitel wo Unterdrückung und Machtmissbrauch in unserer heutigen Gesellschaft immer noch verankert sind, waren mehr als nur tiefgründig und gut recherchiert. Das Buch brachte mich aber auch zum Lachen, zum weinen, ja auch zum schreien wenn ich ehrlich bin. Das hier ist nun mein zweites Buch von Tara-Louise Wittwer und ich habe beide Bücher VERSCHLUNGEN. Wirklich wirklich gutes und, meiner Meinung nach, wichtiges Buch! "Ich bin nicht verrückt. Ich bin wach, ich bin wütend. Und du ja vielleicht auch."
Sehr gutes Buch, dass mich sehr mitgenommen hat, da ich merkte, dass viele meiner Argumente und meiner eigenen Einstellung, ganz schön auseinander genommen wurde. Und ja, die Autorin hat in vielen Dingen so recht und ist zu Recht wütend, und nicht mehr geduldig und abwartend.. Irgendwann ist es einfach genug. Viele Dinge waren mir irgendwie gar nicht so deutlich bewusst oder vielleicht hab ich mich mit den gängigen Rollenbildern so arrangiert, dass es nicht mehr auffiel... Wie auch immer. Es wird höchste Zeit sich ins Bewusstsein zu rufen was falsch läuft und sich zusammen zu tun.
Female Rage vom Feinsten und dabei noch geschichtlich hinterlegt. Hab jede Minute hiervon geliebt auch wenn ich zwischendurch auch maximal wütend war. Tara schafft es Female Rage wissenschaftlich zu hinterfragen, zu belegen und bietet dazu noch anschauliche historische Beispiele. Ein Plädoyer für Zusammenhalt, das Aufbrechen patriarchaler Konstrukte und die Validität weiblicher Wut. Auch wenn nicht jeder Gedanke komplett zu Ende gedacht war gibts hier eine riesen Empfehlung von mir!






















































