Tara ist es wunderbar gelungen aufzuzeigen, wie lange Frauen schon abgewertet und entmenschlicht werden. Die Geschichten machen wütend aber auch zuversichtlich und mutig im Hinblick darauf, wie weit wir schon gekommen sind.
Ein Hochgenuss der Feministischen Literatur. Mit Witz und Verstand geschrieben. Als Hörbuch kann man es sich direkt von der Autorin gelesen anhören was dem Ganzen nochmal einen persönlichen Charme gibt musste ihr dann auch direkt erstmal auf TikTok folgen und schreiben bin sofort zum Fan geworden
“Ich bin wach, ich bin wütend. Und da ja vielleicht auch.” nachdem du das Buch gelesen hast. Es ist das erste Buch von Tara-Louise Wittwer was ich gelesen hab, aber sicher nicht das letzte. Puh, danach muss man erst wieder durchatmen, die ganze Wut die vorher irgendwo in einem geschlummert hat, fühlen und verarbeiten. Wahrscheinlich lesen das Buch zu 99% Frauen, dabei fände ich es fast schon wichtiger wenn Männer es lesen würden. Vielleicht würden sie female rage dann verstehen, vielleicht würden sie mal ihr Verhalten reflektieren und vielleicht würden sie ja sogar was ändern. Denn wie Tara es gesagt hat, sie sind es selbst schuld. Frauen brauchen Männer nicht mehr (es ist für sie ja auch laut Statistik eins der gefährlichsten Sachen mit einem zusammen zu sein), deshalb müssen sich diese jetzt mal anstrengend gewollt zu werden. Und das gefällt ihnen ja mal so garnicht. Not all men, aber es ist immer ein Mann. Ich finds toll eine Frau zu sein, aber nur weil es andere Frauen gibt. In Tara’s Worten:
“Mein Ziel ist es nicht mehr, von Männern geliebt zu werden als passiver Akt.
Gesehen zu werden, begehrt zu werden.
Mein Ziel ist es, Frauen zu lieben, als aktiver Akt.
Sie zu sehen, sie zu verstehen, mich in ihnen wiederzufinden.”
Tara schreibt über etwa 200 Seiten GENAU DAS was ich jeden Tag sagen - nein SCHREIEN möchte. Sie ist einfach Queen der Formulierungen! Danke für die Aufarbeitung - ich werde das Buch fleißig empfehlen.
„Nemesis‘ Töchter“ bringt für mich die Erkenntnisse verschiedenster Werke zusammen und geht darüber hinaus. Ob „Prima Facie“, „Vielfalt“ oder Geschichten aus historischen Quellen, nach und nach ergibt sich ein Gesamtbild, anhand dessen Tara aufzeigt, wie bedeutend Wut für Frauen* ist und was female rage auslösen kann.
Das Buch hat mich wütend gemacht, vor allem aber auch zuversichtlich. Diese Verbundenheit über Generationen, Herkunft, Alter und verschiedenste Lebensrealitäten hinweg tut gut. Danke an Tara dafür, dass sich das Buch letztendlich so anfühlt wie ein kurzes bestärkendes Zulächeln einer fremden Frau im Alltag - und irgendwie doch ist es irgendwie so viel mehr als das
Finde das Buch, wie Tara selbst auch schreibt, wirklich sehr geeignet, wenn man sich noch nicht viel mit dem Thema Feminismus und Female Rage befasst hat. Für mich selbst war insgesamt wenig wirklich neues dabei, weil ich persönlich keine Novizin mehr bin. Dennoch hat es mich an einigen Stellen zum Nachdenken gebracht. Empfehlung!
Empowernd aber gleichzeitig auch zum nachdenken anregend.
Dieses Buch war stark, stark in jeglicher Form.
Es hat mich zum nachdenken angeregt, meinen Blickwinkel justiert und gleichzeitig aber auch empowernd zurück gelassen.
Es war teilweise erschreckend zu hören, aber auch so verdammt gut aufklärend.
Schwesterlichkeit! Solidarität unter Frauen!
Gemeinsam! Miteinander! Füreinander!
Yes 🙌🏻.
Starke Worte von einer starken Frau.
„Ich bin Nemesis’ Tochter. Ich bin alle Frauen vor mir.“ ♀️
Ich muss zugeben, dass ich mich mit Nemesis Töchter etwas aus meiner Wohlfühlzone bewegt habe. Aufgrund eigener Erfahrungen hat mich der Klappentext allerdings sofort überzeugt.
Das Buch behandelt vor allem eines: Frauen. Genauer gesagt die Ungerechtigkeiten, denen Frauen seit hunderten, wenn nicht sogar tausenden von Jahren ausgesetzt sind. Themen wie Frauenverbrennungen unter dem Deckmantel der Hexenverfolgung, Magdalenenheime, Gewalt gegenüber Frauen, die Male-Loneliness-Epidemic und vor allem Female Rage stehen im Mittelpunkt.
Ein Zitat, das mir besonders im Kopf geblieben ist, war sinngemäß, dass Männer froh sein sollten, dass Frauen Gleichberechtigung wollen und keine Rache. Und genau das beschreibt das Buch meiner Meinung nach sehr gut. Es ist kein männerfeindliches Buch und definitiv kein Aufruf zu Männerhass, wie oft behauptet wird. Vielmehr zeigt es auf, wie Frauen über Generationen hinweg systematisch unterdrückt wurden und teilweise immer noch werden. Gleichzeitig wirft es die Frage auf, ob Female Rage vielleicht auch ein Resultat traumatischer Erfahrungen unserer Vorfahrinnen sein könnte. Denn jede Frau, die heute lebt, hat weibliche Vorfahren, die in Angst, Unterdrückung oder Abhängigkeit leben mussten.
Ich finde dieses Buch unglaublich wichtig und ehrlich gesagt finde ich, dass es eher als Schullektüre angeboten werden sollte, anstatt irgendwo im Esoterik-Bereich (da habe ich es nach Anfrage gefunden) eines Buchladens zu stehen.
Für mich ein absolutes must-read!💯
Ich bin relativ neu im Feminismus-Game und dieses Buch hat mir viele Impulse gegeben.
Geschichte und Mythologie sind extrem durch den männlichen Blick und das Patriarchat geprägt, vielleicht wird es für uns alle mal Zeit die Perspektive zu wechseln.
Und dieses Buch hat mir persönlich sehr dabei geholfen. Wenn wir das männliche Framing ablegen, stellen sich die Geschichten von Nemesis, den Furien, der Hexenverfolgung und so weiter in einem ganz anderen Licht dar. Es ist wahnsinnig spannend und öffnet einem die Augen.
Sowohl Frauen als auch Männer können von den Denkansätzen hier profitieren und ich würde jede Petition unterschreiben, die fordert es zu Pflichtlektüre für alle Menschen zu machen.
Dies ist kein Buch gegen Männer, dies ist ein Buch für Frauen
Wütend, ehrlich, provokant und gleichzeitig so unfassbar nachvollziehbar. Dieses Buch spricht Dinge aus, die viele Frauen ihr ganzes Leben fühlen, aber oft nie laut sagen. Es geht um gesellschaftliche Erwartungen, Sexismus, weibliche Wut und darum, dass Frauen ständig lernen sollen, leiser, freundlicher und angenehmer zu sein. Beim Lesen hatte ich oft das Gefühl, verstanden zu werden. Nicht alles war neu für mich, aber die Art, wie hier Gefühle und Erfahrungen in Worte gefasst werden, hat mich trotzdem sehr getroffen. Der Schreibstil ist direkt, modern und teilweise wie ein Gespräch mit einer Freundin, die endlich ausspricht, was viele denken. Auch wenn ich Tara Wittwers Meinung zu Transfrauen nicht in allen Punkten teile, finde ich dieses Buch extrem wichtig und relevant. Für mich ganz klar kein Buch gegen Männer, sondern eines für Frauen.
5⭐️ – Ein Buch, das mich etwas gelehrt hat, was ich nicht zu lernen erwartet hatte.
Fantasy ist eigentlich meine Welt – Magie, andere Realitäten, Geschichten, die einen aus dem Alltag reißen. Sachbücher über feministische Themen? Nicht mein übliches Terrain. Es war die Rezension einer anderen Person, die mich innehalten ließ – und am Ende dazu gebracht hat, dieses Buch überhaupt aufzuschlagen.
Eine Entscheidung, die ich nicht bereut habe.
Wittwer führt einen durch drei Jahrtausende Menschheitsgeschichte und fragt dabei immer wieder: Wo kommt diese Wut her – und was entsteht, wenn Frauen aufhören, sie allein zu tragen?
Klingt zunächst nach einer Geschichte, die ohne mich erzählt wird. Aber je weiter ich las, desto mehr verstand ich: Diese Geschichte erklärt auch mich. Die Strukturen, die Frauen kleingehalten haben, sind dieselben, die Männern bestimmte Gefühle verboten haben. Wir sind beide Produkte desselben Systems – nur auf unterschiedlichen Seiten seiner Auswirkungen.
Was mich am meisten getroffen hat, war nicht die Wut selbst, sondern ihre Herkunft. Wittwer legt frei, wie tief verwurzelte gesellschaftliche Erzählungen über Generationen weitergegeben wurden – mit dem einzigen Zweck, Frauen zu destabilisieren, klein zu halten und zum Schweigen zu bringen. Und sie tut das nicht anklagend, nicht pauschal – sondern mit einer analytischen Präzision, die man respektieren muss, auch wenn man sich manchmal unwohl dabei fühlt. Vielleicht gerade dann.
Den Ausgangspunkt bildet Nemesis, die antike Göttin des gerechten Ausgleichs – kein Symbol blinder Vergeltung. Diese Unterscheidung ist wichtig, und Wittwer hält sie konsequent durch. Das Buch ist kein Plädoyer für Gegenhass – es geht um Verbindung, um gegenseitige Stärkung, um das, was entsteht, wenn Wut nicht nach innen, sondern nach außen gerichtet wird: in Gemeinschaft. Das merkt man. Und genau deshalb konnte ich als Mann dieses Buch lesen, ohne mich in die Defensive gedrängt zu fühlen.
Wittwers größte Stärke liegt im Ton: Sie schafft es, komplexe Zusammenhänge klar zu machen, ohne dabei belehrend zu wirken – und sie weckt Haltung, ohne in Empörung zu verfallen.
Ich habe das Buch zugeklappt und eine Weile einfach nur nachgedacht. Nicht nur weil mich etwas erschüttert hat – sondern weil ich gemerkt habe, wie viele blinde Flecken ich hatte. Und vielleicht noch habe.
Dieses Buch richtet sich nicht nur an Frauen. Es richtet sich an alle, die verstehen wollen, warum bestimmte Wut existiert – und was sie über uns alle aussagt. Es ist kein bequemes Lesen – aber es ist ein notwendiges!
"Seid froh, dass wir nur Gleichberechtigung wollen und keine Rache"
Anfangs war ich skeptisch, ob „Nemesis Töchter“ das richtige Buch für mich ist – bin dann aber durch die kurzen Kapitel, das starke und wichtige Thema und den direkten, zugänglichen Schreibstil schnell ins Buch reingekommen.
Besonders hängen geblieben ist mir der Gedanke, dass die früheren Hexenjagden im Grunde gezielte Femizide waren – eine Perspektive, über die ich vorher so nie nachgedacht habe. Umso befremdlicher, wie oft heute noch oberflächlich oder fast schon „touristisch“ damit umgegangen wird, ohne das Leid der (überwiegend) betroffenen Frauen wirklich aufzuarbeiten.
Auch beim Thema Gleichberechtigung trifft das Buch einen Nerv: Der Satz "Seid froh, dass wir nur Gleichberechtigung wollen und keine Rache" bleibt im Kopf – gerade im Kontrast zu Aussagen wie "Gleichberechtigung gibt es doch, was wollen Frauen denn noch?!". Denn das Buch zeigt deutlich, dass echte Gleichberechtigung noch nie vollständig Realität war.
Kein leichtes Buch, aber ein wichtiges – es macht wütend, regt zum Nachdenken an und bleibt hängen. Eine Empfehlung an jeden, da das Thema uns alle betrifft!
Drei sind besser als eine, dreihundert sind besser als drei, wir alle - als Schwestern
Ich habe dieses Buch geliebt. Und ich bin danach wütender als vorher.
Nicht diese kurze, verpuffende Wut. Sondern diese leise, konstante Wut, die sich festsetzt, weil sie plötzlich Sinn ergibt. Eine Wut, die sich nicht nur aus dem eigenen Leben speist, sondern sich anfühlt, als würde sie von irgendwoher mitkommen. Als wäre sie älter als ich.
„Nemesis’ Töchter“ nimmt dich nicht an die Hand, um dich zu beruhigen. Es nimmt dich an die Hand, um dir zu zeigen, dass du nicht verrückt bist. Dass dieses Gefühl, weniger wert zu sein, nicht aus dir kommt. Dass dieses „Ich will nicht sein wie die anderen Frauen“ kein Zufall ist, sondern etwas, das uns beigebracht wurde. Dass selbst so etwas Banales wie die Abwertung von Pink Teil eines größeren Musters ist.
Und genau da entsteht etwas, das ich so vorher nicht greifen konnte:
Diese Wut gehört nicht nur mir.
Es ist eine generationsübergreifende Wut.
Eine Wut von Frauen, die vor uns gelebt haben, die denunziert wurden, entmenschlicht wurden, gegeneinander ausgespielt wurden. Eine Wut, die keinen Platz hatte und deshalb weitergegeben wurde, leise, unterschwellig, oft unbenannt.
Und plötzlich ist sie da. Klar. Berechtigt.
Und dann kommt dieser Gedanke, der sich nicht mehr abschütteln lässt:
Nicht alle Männer. Aber immer ein Mann. Und immer eine Frau, die es abbekommt.
Das Buch zeigt nicht nur, dass Frauen entwertet und klein gehalten wurden. Es zeigt auch, wie sehr wir das verinnerlicht haben. Wie oft Frauen noch auf andere Frauen zeigen, statt auf das System dahinter. Wie lange wir mitgemacht haben, weil wir gar nicht gesehen haben, dass wir mitmachen.
Und ja, auch Männer erleben Gewalt. Aber auch hier wird klar: Diese Gewalt geht meist wieder von Männern aus. Diese Realität auszuhalten, ohne sie weichzuspülen, ist unangenehm. Aber genau das macht das Buch.
Was dieses Buch besonders macht, ist nicht, dass es komplett neue Theorien liefert. Es ist, dass es etwas in dir bestätigt, das du vielleicht schon lange gefühlt hast, aber nie so klar greifen konntest. Und genau dadurch wird es so nah. So ehrlich. So schmerzhaft treffend.
Ich war beim Lesen nicht wütend auf das Buch.
Ich war wütend mit ihm.
Und gleichzeitig ist da etwas anderes entstanden. Eine neue Form von Blick auf andere Frauen. Dieses kurze, stille Gefühl: Du bist eine von uns. Nicht im Sinne von Abgrenzung, sondern im Sinne von Verbindung.
Dieses Buch macht dich nicht sanfter.
Es macht dich klarer.
Und vielleicht ist genau das die größte Stärke:
Es gibt dieser Wut einen Platz. Einen Namen. Einen Zusammenhang.
Und wenn ich ein Gefühl daraus mitnehme, dann ist es dieses:
Schrei nicht hübsch! Schrei nicht angepasst! Schrei laut! Schrei wütend!
Ein gekonnter Rundblick auf die systematischen Unterdrückung von Frauen und den Zorn, den wir alle in uns tragen.
In „Nemesis Töchter“ ist alles vereint: geschichtlicher Exkurs, Jetzt-Analyse und Lösungsansätze, wie wir als Frauen aber auch als Gesellschaft mit den begangenen Verbrechen am weiblichen Geschlecht umgehen könnten. Viele der Kapitel haben mich erschrocken, manche waren bittere Realität. Gelegentlich habe ich mich an Wiederholungen gestört und doch habe ich das Dritte Buch der Autorin gern gelesen und habe wieder viel neues Wissen und eine ordentliche Portion „female rage“ mitgenommen!
Eine echte Empfehlung, egal für welches Geschlecht!
"Ich bin Nemesis' Tochter, ich bin alle Frauen vor mir, ich bin jede Hexe, die verbrannt wurde, und mit Hexe meine ich Frau.... ich trage die Wut der Frauen vor mir in mir, die Angst, die Freude, die Liebe, generationsübergreifend, ich greife zurück, ich bin meine eigene Person, aber auch meine Mutter, meine Großmutter und die, die vor ihr waren."
📖 Nemesis ' Töchter
✍🏽 Tara-Louise Wittwer
📚 Knaur
📅 Erscheinungstermin 01.05.2025
➕ Informativ
➕ Entspannt zu hören
➕ Einige ganz neue Aspekte, die mich nun beschäftigen
Tara-Louise Wittwer erzählt die Geschichte aller Frauen - auch für die, die den Feminismus als scheinbar Gott-gegeben und nicht weiter notwendig erachten. Dabei erfährt auch die feministisch interessierte Frau noch Neues. Sie klärt auf, rüttelt auf und informiert... immer durchsetzt mit eigenen Anekdoten und persönlichen Eindrücken. Kein Sachbuch, sondern Gesellschaftskritik, einfach zu lesen/zu hören und doch Halt das Gelesene in mir nach.
Vor allem ihre Rechnung des Zeitgeschehens in Mütter-Generationen hat meine Perspektive nachhaltig verändert.
Nach allem, was Frauen in Jahrhunderten des Patriarchats ertragen haben, ist das Erreichte einerseits unfassbar, andererseits auch nur ein Anfang. Gerade heute, in einer Zeit, in der als Gegenposition zum Feminismus jetzt wieder das Unterdrücken der Frauen - in Form von Gewalt in der Beziehung, Femizid und Vergewaltigungsnetzwerken wieder besonders intensiv ist - gilt es standhaft gegenzuhalten für uns, und alle Töchter, die noch folgen werden.
Sehr umfassend, sehr klar, sehr deutlich. Gibt bestimmt was zu kritisieren, hab ich aber keine Lust drauf. Zu wichtige Themen, zu große Betroffenheit und so viel Wut, dass der Inhalt für mich nur in Etappen ging. Jetzt fühle ich mich gestärkt!
Danke, Tara, für dieses tolle und wichtige Buch, das so wütend macht und gleichzeitig so heilsam ist. Ein wilder Ritt durch die Geschichte des Patriarchats von den Anfängen bis heute. Sehr gutes Buch für den femistischen Einstieg. Hätte zum Teil aber gerne noch etwas mehr in die Tiefe gehen können.
Egal ob Frau oder Mann - es sollte jeder mal lesen. Leider habe ich nur die sorge, dass es von vielen Männern nicht so gur aufgenommen wird wie von Frauen.. :/
• NEMESIS' TÖCHTER: 3000 Jahre zwischen Female Rage und Zusammenhalt •
Seit Jahrhunderten werden Frauen unterdrückt. Frauen, die in irgendeiner Weise Stärke ausgestrahlt, sich selbst ermächtigt und zur Wehr gesetzt haben, werden belächelt, verurteilt und dämonisiert. Und all diese Frauen leben in uns weiter - ihre Angst, ihre Freude, ihre Liebe. Und ihre Wut. All diese Mütter, Großmütter und Urgroßmütter. Alle Frauen der Geschichte, die große Opfer auf dem steinigen Weg zur Gleichberechtigung bringen mussten.
Auf der Suche nach den Ursprüngen von Female Rage taucht Tara-Louise Wittwer (Sorry, aber …) in die europäische Geschichte ein und erzählt die ungehörten Geschichten der Frauen, die sich gegen das männliche Narrativ der Schwäche und Passivität gestemmt haben. Von den Sagen der Antike, bis zur Realität des 21. Jahrhunderts, von Giulia Tofana, der legendären Giftmischerin, bis zu den unbekannten Heldinnen des Alltags.
Rezension:
Nemesis Töchter – 3000 Jahre zwischen Female Rage und Zusammenhalt von Tara-Louise Wittwer ist ein kraftvoller, emotionaler und zugleich augenöffnendes Buch auf die Geschichte der Frau und die anhaltenden Unstimmigkeiten.
Dieses Buch sollte tatsächlich zur Pflichtlektüre für jede Frau werden. Es schafft es, historische Entwicklungen, gesellschaftliche Strukturen und weibliche Erfahrungen so miteinander zu verweben, dass man nicht nur versteht, sondern fühlt. Beim Lesen hatte ich immer wieder das Gefühl, dass mir Zusammenhänge klar werden, die zuvor unsichtbar waren.
Der Schreibstil ist locker, zugänglich und oft überraschend humorvoll. Der Autorin gelingt es, komplexe Themen verständlich darzustellen, ohne dabei an Tiefe zu verlieren. Man liest sich förmlich durch die Seiten, obwohl die Inhalte stellenweise schwer wiegen. Gerade der Wechsel aus Leichtigkeit und Ernst macht das Buch so besonders.
Inhaltlich überzeugt es durch fundiertes Wissen, das gut und greifbar gemacht wird. Gleichzeitig ist es ein sehr berührendes Werk, das Emotionen weckt. Von der Wut über die Ungerechtigkeiten bis hin zu einem tiefen Gefühl von Verbundenheit und Solidarität unter Frauen.
Ein Buch, das nicht nur informiert, sondern verändert. Es öffnet die Augen, erweitert den Blick und bleibt lange im Kopf.
Als wie sag ich das jetzt?
Ich wollte nichts zu diesem Buch schreiben. Warum nicht? Weil ich keine 5 Sterne vergeben konnte.
Warum konnte ich keine 5 Sterne vergeben? Weil das Buch mir dann doch in Teilen zu anekdotisch war. Weil mir an einigen Stellen Belege fehlten, die die durchaus klug kontextualisierten Fakten auch als solche nachwiesen und nicht die Möglichkeit ließ, einfach nur auf Behauptungen der Autorin zu stoßen. Weil ich finde, dass diese, der Autorin sehr eigene Art zu argumentieren, besser auf Social Media als auf Buchseiten, die nach mehr Quellenangaben schreien, passt. Und weil die Autorin sich quasi selber ihre 5-Sterne-Deluxe-Rezension geschrieben hat. Denn als Leserin beendet man das Buch und weiß, was man zu tun hat, wenn man denn zeigen möchte, man habe verstanden. Unter 5 Sterne ≠ Women support Women.
Nur sorry, aber das war mir zu knapp gedacht. Ich lese hier immer noch ein Buch und in erster Linie möchte ich dazu, zur Orientierung anderer Leserinnen und zum konstruktiven Austausch, Feedback geben und nicht eine erzwungene, moralisch aufgeladene Bewertung hinterlassen. Ich befürchte immer, es hilft der Sache nicht.
Ich möchte aber, dass es der Sache hilft. Ich möchte viel mehr laute, wütende Frauenstimmen! Und Tara-Louise Wittwer ist eine ganz großartige, moderne, kluge davon - ich hätte es nur gerne kausaler belegt gehabt oder eben auch von vorne bis hinten ein freies Meinungsbild von ihr, ohne jegliche Quellen, gelesen. Hätte ich auch spannend gefunden.
Nemesis – Töchter von Tara-Louise Wittwer hat bei mir etwas aufgerissen, das ich nicht so schnell wieder loswerde.
Der Moment, der mich wirklich zum Stutzen gebracht hat, war dieser eine Erkenntnis: Es war keine „Hexenverbrennung“. Es war Frauenverbrennung. Punkt. Und plötzlich kippt alles, was man gelernt hat, was man als Wort einfach übernommen hat. Dieses „Hexen“-Narrativ wirkt auf einmal wie eine Verharmlosung von etwas, das eigentlich pure Gewalt gegen Frauen war.
Und genau da ist diese Wut in mir hochgeschossen. Nicht leise, nicht reflektiert, sondern richtig roh. Beim Lesen habe ich gemerkt, wie sich diese Wut stapelt - die von Tara, die von den Frauen im Buch, und irgendwann fühlt es sich an wie eine Wut, die schon viel länger existiert als ich selbst.
Es hat mich nicht ruhig gelassen. Im Gegenteil. Es hat mich wütend gemacht auf dieses Wegschieben, dieses Schönreden, dieses Umbenennen von Geschichte, bis sie weniger brutal klingt, als sie war.
Und aus genau dieser Wut kommt dieser Tatendrang. Dieses „Ich will mehr wissen, ich will mehr lesen, ich will das nicht mehr übersehen“. Es ist nicht dieses ruhige Nachdenken, sondern eher ein inneres Drängen, nichts davon einfach wieder zu vergessen.
Dieses Buch ist kein leises Buch. Es ist laut, es ist unbequem, und es lässt dich nicht einfach so wieder raus.
Ja, ich bin wach, ich bin wütend und ich fühle mich mit Frauen stärker verbunden als je zuvor. Ich stehe an eurer Seite, hinter euch und vor euch! Wir haben uns! Wir lassen uns nicht mehr kleinhalten – im Namen der Mutter, der Tochter und der heiligen Wut!
Das Buch ist wirklich Mega gut und überzeugt vor allem durch die starken geschichtlichen Einbettungen. Mach dem Buch kann ich nicht mehr zurück…
Das Hörbuch ist von Tara selbst eingesprochen und allein deswegen war es so gut! Sie betont beim Einsprechen ja dann alles genau so, wie sie es sich beim Schreiben gedacht hat, wie es gelesen werden sollte. Ich fand das ganz großartig!
Aber auch der Inhalt konnte mich komplett überzeugen! Mal wieder ein tolles Buch über Feminismus und warum er auch heute noch so wichtig ist!
Außerdem verstehe ich nun endlich, warum bei feministischen Demos Frauen auf Plakate „Nemesis Töchter“ schreiben 💞
Ich liebe die historischen Bezüge auf aktuelles Geschehen
Ein Buch, das gelesen werden sollte! Ich möchte die vielen kleinen Geschichten und man hat „die Wut die bleibt“ gespürt. Es bleibt ein Nachdenken, Wut und ein gutes Gefühl der Zusammengehörigkeit zurück.
Das war mein erstes Buch in die Richtung Sachbuch, und ich hatte etwas Bedenken, ob ob das Buch mir wohl „spannend“ genug sein würde. 
Ich war aber von Anfang an emotional sehr involviert und finde, dass die Autorin die Thematik rund um female Rage einfach auf den Punkt getroffen hat.
Neben den ganzen Beschreibungen von Situation im Alltag mit Männern, die mich gesehen gefühlt haben lassen, konnte ich durch die historischen Hintergründe zum Beispiel über die Magdalenenheime oder Hexenverbrennung so viel Neues über den Umgang mit Frauen in der Vergangenheit lernen.
Der Schreibstil hat mich ebenfalls sehr positiv überrascht, da es einerseits sachlich und faktisch sehr pointiert argumentiert war, aber andererseits humorvoll und fesselnd.
Danke für deine harte Arbeit Tara!
Das Buch hat so viel mit mir gemacht und wenn ich ein Buch als verpflichtende Schullektüre festlegen dürfte, würde ich ohne eine Sekunde zu überlegen dieses Buch wählen.
„…oder wie Martin Luther, der sagte: „Wenn sie aber darüber (während der Geburt) stirbt, so ist das nicht schlimm. Sie ist dazu da, Kinder zu gebären und zu sterben.““
🙂🙂🙂
Ein Buch, das sich ins Gehirn brennt. Wütend machend, augenöffnend – und absolut unverzichtbar.
„Seid doch froh, dass wir nur Gleichberechtigung wollen und keine Rache.” Dieser Satz wird mir nicht mehr aus dem Kopf gehen. Und das ist vielleicht das größte Kompliment, das ich einem Buch machen kann.
Ich würde mich als Feministin bezeichnen – und trotzdem hat mich dieses Buch gezeigt, wie wenig ich wirklich weiß. Über feministische Geschichte, über Sagen, über Strukturen die bis heute wirken. Tripperburgen. Magdalenenheime. Das Kassandra-Syndrom. Dinge, die wehtun zu lesen – und die Wut nur größer machen.
Ich war laut und unangepasst, schon in der Schule. Und wie bei Tara haben mich das Lehrer spüren lassen – mit schlechten Noten und Namen. Dieses Buch hat mir zum ersten Mal klar gemacht, woran das wirklich lag. Nicht daran, dass ich ein lautes Kind war. Sondern daran, dass ich ein Mädchen mit einer Meinung war. Das saß.
Tara schreibt mit einer Leidenschaft, die dieses Buch zu allem macht – nur nicht zu einem trockenen Sachbuch. Ich habe es verschlungen. Und obwohl sie sich selbst als „Einstiegsfeministin” bezeichnet, ist es für alle: für Frauen, die neu auf dem Gebiet sind, für alte Hasen – und für Männer sowieso.
Sororité! Denn Frauen die zusammenhalten, verändern die Welt.
Mein erstes feministisches Buch und gleich ein Volltreffer
Eigentlich sind solche Bücher meilenweit von meinem typischen Lesegeschmack entfernt. Mein letztes Sachbuch hab ich in der Ausbildung gelesen. Und das nicht mal komplett. Aber irgendwie hat mich das Buch hier angesprochen und ich habe es definitiv nicht bereut!
Dieses Buch befasst sich mit so vielen Themen. Female Rage und Zusammenhalt, wie es auf dem Cover steht, aber eben auch geschichtliche Einwürfe, gesellschaftliche Probleme und alltägliche Situation kommen zur Sprache. Und kurz: ich hab den Schreibstil geliebt! Es war nicht zu hochgestochen. Es hat sich angefühlt als ob man mit einer Freundin zusammen sitzt und ihr einfach zuhört. Und "fühlen" ist ein gutes Thema. Ich hab nämlich nicht gedacht bei einem Sachbuch so viel zu fühlen. So viel Wut, so viel Traurigkeit und so viele Gänsehautmomente, positive und negative, hab ich wirklich nicht erwartet.
Ein hammer gutes Sachbuch bei dem mir sicher vieles in Erinnerung bleiben wird.
Ein super wichtiges Thema in mehr oder weniger zwei Teile aufteilt: historisch und aktuell. Immer mit persönlicher Meinung und Note der Autorin. Dabei zeigt sie, wie wichtig eigentlich der Zusammenhalt unter Frauen ist, wieso es „nie alle Männer sind, aber immer Männer“ und wie wir Frauen Muster aufbrechen können.
Wie bei allen Büchern kann man sich natürlich darüber streiten, ob man die Erzählweise gut findet, ob es der Stil ist, den man mag oder nicht. Aber das spielt hier gar keine Rolle - denn wenn ich es schlechter bewerten würde, hätte ich womöglich einiges in diesem Buch nciht verstanden :) s
Wichtiges Thema, (für mich) nicht die beste Umsetzung
Eine Bewertung, die mir wirklich nicht leichtfällt, da ich Tara seit Jahren folge und ihre Inhalte wichtig finde.
Leider war dieses Buch für mich zu oberflächlich, zu repetitiv und unnötig von Selbstinszenierung durchzogen, wodurch ich keinen Zugang zu Ihrer eigentlichen Message finden konnte.
Ein außergewöhnlich gutes Buch, das Female Rage ins richtige Licht rückt und dazu aufruft, die Gesellschaft noch mehr zu hinterfragen. Den Stil fand ich einerseits sehr treibend, andererseits waren die Sätze oft etwas wirr, wodurch ich einzelne Passagen zweimal lesen musste. Aber alles in allem ein großartiges Buch, das jede Person gelesen haben sollte!
Aus dem Buch konnte ich ein paar neue,interessante geschichtliche Tatsachen erlernen…
Ich kann nachvollziehen warum dieses Buch so gefeiert wird (wenn man in der Materie schon etwas drinne ist, wenig Neues)… mir persönlich ein paar zu viele Fußnoten(„stören den Lesefluss“)… aber ich Feier das die Autorin es schafft viele „aufzuwecken“ und ziehe meinen Hut davor das sie so tapfer täglich für unsere Sache einsteht✊🏽
Da ich mir für dieses Jahr vorgenommen habe, wieder viel mehr zu lesen – und ich das dank @kapitelreisende auch wirklich ganz gut schaffe – möchte ich euch heute ein Buch ans Herz legen, das mich sehr bewegt hat:
„Nemesis’ Töchter“ von Tara-Louise Wittwer
Dieses Buch ist für mich nicht einfach nur ein Sachbuch. Es ist ein Buch, das etwas in einem auslöst. Eines, das mich an vielen Stellen wütend gemacht hat, traurig, nachdenklich – und gleichzeitig auch bestärkt.
Beim Lesen hatte ich immer wieder diesen einen Gedanken:
Ja. Genau so ist es.
So vieles, was Frauen fühlen, erleben, aushalten oder viel zu oft still mit sich selbst ausmachen, bekommt hier Worte. Klare Worte. Ehrliche Worte. Unbequeme Worte. Und vielleicht ist genau das die große Stärke dieses Buches: Es beschönigt nichts.
Besonders bewegt hat mich, wie hier über weibliche Wut gesprochen wird. Nicht als Schwäche. Nicht als „zu viel“. Sondern als etwas, das eine Geschichte hat. Als Reaktion auf Ungerechtigkeit, Verletzungen, Erwartungen und jahrhundertealte Strukturen. Und genau darin liegt auch etwas unglaublich Kraftvolles.
Dieses Buch hält uns den Spiegel vor – als Gesellschaft, aber auch ganz persönlich. Es zeigt, wie tief manche Muster sitzen, wie normalisiert vieles ist und wie wichtig es ist, genauer hinzusehen. Nicht wegzuschauen. Nicht kleinzureden.
Ich musste beim Lesen immer wieder innehalten, weil viele Gedanken nachgewirkt haben. Es ist kein Buch, das man einfach konsumiert und wieder vergisst. Es bleibt. Und es macht etwas mit einem.
Für mich war es aufwühlend, klug, stark und sehr ehrlich geschrieben. Ein Buch, das nicht nur informiert, sondern emotional wirklich etwas in Bewegung bringt.
Also, falls ihr in diesem Jahr auch mehr lesen möchtet und ein Buch sucht, das euch fordert, berührt und gleichzeitig stärkt, dann kann ich euch „Nemesis’ Töchter“ von Herzen empfehlen.
#Leseliebe #Buchtipp #Feminismus #Sachbuch #NemesisTöchter
Tara-Louise Wittwer bezeichnet sich in "Nemisis' Töchter" selbst als Einstiegsfeministin und genau das beschreibt ihr neustes Buch sehr gut.
Wer das Weltgeschehen schon länger mit dem "female gaze" verfolgt, erfährt wenig Neues: Hexenverfolgung, Tripperburgen, Tradwives, Perlicot u.s.w. Wir begeben uns einmal quer durch die Geschichte des who is who der Mysogenie.
ABER: Dennoch ist mein Buch voll mit Annotationen, weil: hier eine starke Passage, dort ein cooler Take. Einfach wichtige Worte, die mir aus der Seele sprechen. Was unbewusst schon lang in meinem Kopf geistert, findet sich hier so gut nieder geschrieben, wie ich es selbst nie könnte.
Alle, die schon länger mit der Materie vertraut sind, werden oft denken: "This, girl! Genau so!"
Und alle, die sich diesen Themen das erste Mal stellen, werden dagegen mit vielen Erkenntnissen und Aha-Erlebnissen belohnt. "Nemesis Töchter" liest sich oftmals auch so, also ob Tara-Louise dieses Buch v.a. für sich selbst schreiben wollte. Und ja, das Buch entfacht die richtige Wut - den Female Rage, aber ich habe auch ein neues Wort gelernt: Schwesterlichkeit. Und ich habe vor, es fest in meinen Sprachgebrauch aufzunehmen. 😊