Pause

Pause

Ebook
4.3316

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Description

Der Tag als die Notärztin kam, war der Tag, an dem ich wieder zu meinen Eltern gezogen bin. Mit sechsunddreißig. Nach einem einschneidenden Erlebnis zieht Hanna Hals über Kopf von Berlin in ihre alte Heimat Lüneburg zurück – zu ihren Eltern, in ihr altes Kinderzimmer, das mittlerweile das Büro ihres Vaters ist, samt Drucker, elektrischen Rollos und 90 cm Gästebett. Doch wie soll das funktionieren: ein Familienalltag von null auf hundert mit drei erwachsenen Menschen, die seit jeher Konflikte lieber unter den Teppich kehren, als sie zu klären? Zwischen alten und frischen Wunden muss Hanna lernen, sich selbst zu heilen und ihre Familie mit anderen Augen zu sehen. Und sie entdeckt, dass einen die Liebe auch in den in den hilflosesten Momenten findet … Ein warmherziges, zart-witziges und ehrliches Buch über Momente am Boden und den langen Weg zur Verarbeitung von Schicksalsschlägen.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Ebook
Pages
320
Price
4.99 €

Author Description

Lena Kupke, geboren 1986, hat English Studies und Geschichte in Bonn studiert. Sie ist Autorin und Stand-up-Comedian. 2021 erschien ihr Stand-up Comedy Special im ZDF sowie ihr Sachbuch ›Wahrheit oder Pflicht‹. Sie ist häufig zu sehen bei Till Reiners´ ›Happy Hour‹ auf 3Sat und bei ›Falsch, aber anders lustig‹ in der ARD Mediathek. ›Pause‹ ist ihr Debütroman.

Characteristics

1 reviews

Mood

Sad
Funny
Scary
Erotic
Exciting
Romantic
Disturbing
Thoughtful
Informative
Heartwarming
80%
N/A
N/A
N/A
84%
N/A
N/A
N/A
N/A
92%

Protagonist(s)

Likable
Credible
Developing
Multifaceted
100%
100%
90%
91%

Pace

Fast0%
Slow0%
Moderate100%
Variable0%

Writing Style

Simple0%
Complex0%
Moderate100%
Außergewöhnlich (100%)

Posts

97
All
5

Lachen, obwohl einem eigentlich zum Heulen ist🥲

Manche Bücher schaffen das Kunststück, schwere Themen zu behandeln und dabei gleichzeitig berührend, ehrlich und überraschend witzig zu sein. "Pause" gehört definitiv dazu! Plot Wenn das Leben ungefragt die Notbremse zieht. In dieser Geschichte geht es um Themen, die viele Menschen betreffen und über die trotzdem oft viel zu wenig gesprochen wird: Fehlgeburten, mentale Erschöpfung, Depressionen und Burnout. Statt diese Themen jedoch ausschließlich düster und bedrückend zu erzählen, gelingt es Lena Kupke, ihnen mit einer großen Portion Menschlichkeit, Selbstironie und feinem Humor zu begegnen. Genau dadurch fühlen sich die Figuren und ihre Erfahrungen umso greifbarer an🙏🏽 Protagonisten Chaotisch, ehrlich und herrlich menschlich. Lena wirkt nicht wie eine reine Stellvertreterin für schwierige Themen, sondern wie ein echter Mensch mit Ecken, Kanten und dem Talent, auch in den absurdesten Situationen irgendwie weiterzumachen. Gerade diese Mischung aus Verletzlichkeit und trockenem Humor hat dafür gesorgt, dass ich mich ihr schnell verbunden gefühlt habe😌 Schreibstil Leichtigkeit trifft Tiefgang. Was mich am meisten beeindruckt hat: Wie leicht sich dieses Buch trotz seiner Schwere lesen lässt. Lena Kupke schafft es, ernste Themen anzusprechen, ohne dass die Geschichte jemals erdrückend wird. Stattdessen gibt es immer wieder Momente, die einen zum Schmunzeln bringen und daran erinnern, dass das Leben manchmal die miesesten Karten verteilt – und man es trotzdem irgendwie schafft, weiter zu machen❤️‍🩹 Kritik Ich habe erstaunlich wenig auszusetzen. Vielleicht nur, dass mich das Buch stellenweise so gut abgeholt hat, dass ich mich unangenehm oft ertappt gefühlt habe. Frechheit eigentlich😛 Fazit "Pause" ist ein ehrliches, berührendes und gleichzeitig unglaublich unterhaltsames Buch über Themen, die oft im Verborgenen bleiben. Es beweist, dass man über Schmerz schreiben kann, ohne die Hoffnung zu verlieren – und dass Humor manchmal genau das ist, was man braucht, um schwierige Zeiten zu überstehen🙏🏽 Wer ein Buch sucht, das ernste Themen mit Herz, Humor und erstaunlich viel Leichtigkeit erzählt, sollte dieses unbedingt lesen – ich kann es wärmstens empfehlen!

Lachen, obwohl einem eigentlich zum Heulen ist🥲
4.5

"Du weißt nicht, wie stark du bist, bis du stark sein musst!"

Dieses Buch hat mich auf eine emotionale Achterbahnfahrt geschickt, weil ich so gut mit der Protagonistin Hanna mitfühlen konnte. Die Geschichte hat mich berührt und zum Nachdenken gebracht, gerade was die Themen Mental Health, zu sich selbst finden und das Gefühl Rückschritte zu machen und zu versagen angeht. Doch Hanna macht keine Rückschritte, sondern lernt endlich, sich auch einmal Zeit für sich zu nehmen. Die Geschichte beginnt dort, wo Hanna am Ende ihrer Kraft zu sein scheint. Durch ihren Zusammenbruch ist sie gezwungen, vorerst zurück zu ihren Eltern zu ziehen. Ab da erlebt sie ein ständiges Auf und Ab, begegnet vielen Konflikten, gesteht sich so manche Wahrheit ein und geht der Frage nach, wer sie eigentlich ist, wenn sie nicht stark sein muss. Dabei fand ich Hanna enorm stark. Zwar hat sie mich zwischendurch etwas genervt, jedoch fand ich die Art, wie sie geschrieben wurde in keiner Sekunde überzogen. Ich fand sie im Gegenteil sogar von Seite zu Seite nahbarer, mit all ihren Charakterzügen und Emotionen. (Aber eine Frage kann ich mir dennoch nicht verkneifen: Wer bitte findet Menschen komisch, weil sie dreiviertel acht sagen? Das ist eine legitime Zeitangabe. 🤭🙂‍↕️) Der Schreibstil von Lena Kupke ist recht modern, die Dialoge wirken authentisch und die Sprechweise manchmal etwas ungewohnt. Gerade das fand ich jedoch spannend. Ich hatte das Gefühl, dass gerade das mir sehr dabei geholfen hat, Hanna besser zu verstehen und mit ihr mitzufühlen. Das Buch behandelt viele wichtige, wenn auch oft unterdrückte Emotionen: Wut, Frust, Ängste und Burnout und das auf eine so greifbare Weise, dass mich der Fragebogen, den Hanna für eine Bewilligung ihres Reha-Antrags ausfüllen sollte, selbst ziemlich beschäftigt hat. Es ist kaum zu glauben, dass es sich hierbei um ein Debüt handelt, diesen Faktor mit einbezogen, geht eine große Leseempfehlung raus.

"Du weißt nicht, wie stark du bist, bis du stark sein musst!"
5

Super Buch 🧡🫶🏻

„Ein Geräusch, das ich in Berlin noch nie gehört habe. Die Nachbarschaft meiner Eltern ist das Rasenmäherland. Irgendwo wird immer gemäht, es ist quasi der Soundtrack meiner Kindheit.“ ✨Inhalt Hanna erleidet eine Panikattacke bei der Arbeit, bekommt allerlei Diagnosen und kommt erst mal mit 36 Jahren bei ihren Eltern in Lüneburg unter. In Berlin lässt sie ihren Freund zurück. Ihre Eltern haben eigene Routinen und Abläufe. Und Hanna ist gefangen zwischen Wut und Trauer… ✨Meinung Ich mochte das Buch sofort. Bereits der Klappentext war mein Geschmack und als ich angefangen habe zu lesen, war direkt klar, dass das passt. Dabei ist die Geschichte mitnichten perfekt. Aber das Leben ist es auch nicht. Hannas Eltern, ihre Schwester und deren Partnerin waren für mich sehr greifbare Charaktere. Es mag an den nicht wenigen Wiederholungen liegen und daran, dass ihnen bestimmte Rollen innerhalb des Gefüges zugewiesen worden waren. So oder so konnte ich sie mir gut vorstellen. Die Geschichte war tragisch und komisch zugleich. Eine Triggerwarnung wäre nicht schlecht, gibt es in diesen Büchern aber nicht. Muss man auf sich zukommen lassen. Hanna zeigt uns einerseits echt viel von sich, andererseits wird das Wesentliche nicht zerredet, sondern findet hauptsächlich im Kontext statt. Evtl. ein Hinweis darauf, dass man nicht alle Details über die Traumas anderer wissen muss, um dennoch für sie da zu sein. ✨Fazit Ich habe Hanna gern begleitet und wünsche ihr alles Gute 🥹🫶🏻. Macht Euch gern ein eigenes Bild! 5/5⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ Rezensionsexemplar

Super Buch 🧡🫶🏻
4.5

Pause von Lena Kupke habe ich sehr gern gelesen und gehört, eingelesen von der Autorin. Hanna landet nach einem Zusammenbruch im Krankenhaus, sie bekommt Panikattacken, Schweißausbrüche und fängt scheinbar grundlos an zu weinen. Ihr Freund Paul muss arbeiten und kann sie nicht im Krankenhaus abholen, dafür sind aber ihre Eltern sofort bereit, zweihundert Kilometer zu fahren, um ihr Kind nach Hause zu holen. Für Hanna ist es ein seltsames Gefühl, wieder im Elternhaus zu wohnen. Aus verschiedenen Gründen verlängert sich ihr Aufenthalt, und sie braucht Klamotten und Kosmetika. Sie besucht ihre Schwester Sara, die mit ihrer Freundin in der Nähe der Eltern wohnt. Wie früher als Kinder geraten sie schnell aneinander und stoßen sich gegenseitig vor den Kopf. Hanna kam mir mit ihren 35 Jahren sehr unreif vor, eher wie eine 20- als eine 35jährige. Über die mit Anglizismen gespickten Nachrichten ihrer Freundin Blanca habe ich mich köstlich amüsiert. Hannas Erlebnisse aus der Yoga-Stunde kamen mir bekannt vor: „Büromäuse, die Adidas oder Nike tragen, die ihre Socken immer einen Tick zu lange anlassen, bis die Lehrerin im passiv-aggressiver Yogasprache sagt: „Wenn du magst, ist jetzt ein guter Zeitpunkt, deine Socken auszuziehen, falls du welche trägst.“ Und alle Yogis wissen, dass sie eigentlich sagen möchte: WTF! Zieht eure Socken aus! Ihr habt doch sonst gar keinen Grip!“ (S. 126) Was ich nicht gebraucht hätte, waren die Einblicke in Hannas Intimleben, ich verzichte gern auf Geschichten über Schamlippen und Pobacken. Ich konnte mich sehr gut mit Hannas Mutter identifizieren, was wahrscheinlich daran liegt, dass wir in einem ähnlichen Alter sind. Ich fand sie ihrer Tochter gegenüber sehr liebevoll und fürsorglich, genau wie Hannas Vater, den ich auch sehr mochte. Bei den Mutter-Tochter- und Vater-Tochter-Gesprächen hatte ich meistens ein Lächeln im Gesicht. Was der Auslöser für Hannas Zusammenbruch war, wird spätestens am Ende klar, als sie nach einer unsensiblen Bemerkung ihrer Mutter ausrastet. Das Ende hat mir gut gefallen, Hanna ist auf dem Wege der Besserung, was sie auch ihrem Onkel Thommi zu verdanken hat. Das Buch hat mich gut unterhalten und mich oft zum Schmunzeln, manchmal zum Stirnrunzeln gebracht. Ich habe es gern gelesen und empfehle es weiter.

PAUSE - Lena Kupke - dtv - ET 15.05.2026 - 316 Seiten Worum geht‘s? Schicksalsschlag, toxisches Umfeld, Aufarbeitung von Traumata und Kindheitsthemen Mein Leseeindruck: Hanna, 36, wird nach Einlieferung ins Krankenhaus nach einer Panikattacke von ihren Eltern wieder in heimatliche Gefilde geholt. Drei Erwachsene leben nun plötzlich wieder zusammen auf engem Raum, müssen sich zusammenraufen, neu erfinden im Zusammenleben. Durch diese Notsituation trifft Hannah auf ihr Kindheits- und Teenie-Ich, nähert sich wieder ihrer Schwester an, lernt, sich zu heilen und loszulassen, ergreift die Chance, sich auf Neues einzulassen. Geht wieder aus, feiert, lernt einen neuen Mann kennen und lieben. Lustig, ehrlich, unterhaltsam ist diese kleine Pause und sehr empfehlenswert zu lesen, denn irgendwann kommt doch jeder einmal wieder in die Situation, dass das eigene Elternhaus beziehungsweise die Eltern und Geschwister doch diejenigen sind, die einem am nächsten stehen und Halt geben können. Ein absolut warmherziges, unterhaltsames, authentisches, flüssig zu lesendes Buch über Traumata, den manchmal langen Weg bis zur Verarbeitung, welches ich innerhalb eines Tages gelesen habe.

4

Ein ehrliches, warmes und gleichzeitig schmerzhaft reales Buch über mentale Erschöpfung und Familie.

Pause hat mich beim Hören ziemlich schnell abgeholt. Nicht, weil die Geschichte unglaublich spektakulär wäre, sondern gerade weil sie sich so echt angefühlt hat. Dieses Buch steckt voller Alltag, Stress, unausgesprochener Konflikte, Überforderung und diesen kleinen Momenten zwischen Humor und Traurigkeit, in denen man sich plötzlich selbst wiedererkennt. Hanna zieht mit Mitte dreißig zurück zu ihren Eltern und genau dieses Zurückfallen in alte Muster, obwohl man eigentlich längst erwachsen ist, fand ich super realistisch geschrieben. In dieser Familie wird vieles eher runtergeschluckt als ausgesprochen und genau das hat sich total nah angefühlt. Ich konnte mich in diesem ständigen Funktionieren, der Erschöpfung und dem Gefühl, dass irgendwann einfach alles zu viel wird, oft selbst wiederfinden. Gleichzeitig ist das Buch aber nicht nur schwer. Es hat auch Humor, absurde Alltagssituationen und kleine cozy Momente. Diese Mischung mochte ich sehr. Auch das Hörbuch hat mir richtig gut gefallen. Lena Kupke spricht ihr eigenes Buch selbst und genau dadurch wirkte alles nochmal ehrlicher und nahbarer. Ein absolutes Highlight war es für mich zwar nicht, aber trotzdem ein wirklich gutes und sehr menschliches Buch. Vor allem das Ende fand ich stark und emotional nachvollziehbar.

Ein ehrliches, warmes und gleichzeitig schmerzhaft reales Buch über mentale Erschöpfung und Familie.
4.5

Das war mal eine Achterbahn der Gefühle, ich habe gelacht, geweint und war wütend. In der ein oder anderen Situation habe ich mich selbst ein bißchen wieder gefunden, vllt war es deshalb so emotional Hanna auf ihrem Weg zu begleiten. Manchmal wünsche ich mir auch ein Haus in einem schwedischen Wald für eine Pause.

4.5

Nachhausekommen

Pause hat mich von Anfang an abgeholt. Ich mochte den Schreibstil total gerne, weil er so direkt und ehrlich ist. Die Gedanken und Gefühle von Hanna werden ungefiltert ausgesprochen, ohne dass etwas beschönigt oder unnötig ausgeschmückt wird. Das Thema fand ich sehr stark und wichtig. Es ist emotional, bewegend und wahrscheinlich etwas, womit viele Menschen etwas anfangen können. Besonders die Familiendynamik hat bei mir einige Emotionen ausgelöst – manche Situationen haben mich wirklich wütend gemacht. Hanna war für mich nicht immer einfach. Zwischendurch hat sie mich etwas genervt, weil sie sich oft selbst in die Opferrolle gedrängt hat. Trotzdem hat das für mich zu ihrer Figur und ihrer Entwicklung gepasst. Ich freue mich auf hoffentlich viele weitere Bücher von Lena.

2

Bin ich sehr enttäuscht? Ja🥺 Davon mal abgesehen dass Zeitangaben durcheinander gewirbelt wurden, ohne dass es dem Lektorat auffällt, sie Wein trinkt obwohl sie die Bar verlassen hat oder auf Instagram rumscrollt, wo sie doch die App gelöscht hat, kommt halt auch erschwerend hinzu, dass sämtliche Protagonisten einen am Helm haben, mega anstrengend und unsympathisch sind. Ok nicht ganz, Alexander ist toll und die Nachbarin der Eltern. Es wurde auch bis zum Schluss nicht klar benannt, was ihr widerfahren ist, ja man kann es sich denken aber leck mich am Arsch: Rede doch mal! Das bemängelt sie an allen, dass sie nicht gesehen wird, man ihr nicht beistand, nicht geredet wird.. aber sie jammert und heult nur um sich rum aber nennt die Dinge nicht beim Namen. Es war so unfassbar anstrengend. Und wenn miteinander geredet wurde, ja Himmel, da stellen sich mir direkt wieder die Nackenhaare auf. Die Mutter besteht nur aus Wiederholungen ( generell gibt es sehr viele Wiederholungen im Buch), die Schwester ist auch nicht auszuhalten und Paul.. ach komm, ich will das Buch gar nicht so auseinandernehmen, es hat ja seiner Anhängerschaft. Meins war’s nicht.

5

Highlight!!!!

So gut!! Seit langem ein richtiges Highlight. Jede Seite geliebt. Tolle komische, berührende Szenen mit den Eltern, die manchmal zum Brüllen komisch sind!

4.5

Ich konnte mich so gut hineinversetzen.

Mit viel Feingefühl, Ehrlichkeit und leisen Zwischentönen erzählt der Roman von Überforderung, Sehnsucht nach Ruhe und dem Versuch, sich selbst nicht zu verlieren. Besonders in Hanna konnte ich mich in einigen Situationen sehr gut hineinversetzen – genau das hat das Buch für mich so greifbar gemacht. Die Atmosphäre ist ruhig und gleichzeitig emotional nahbar, ohne dabei kitschig zu werden. Für mich definitiv ein Buch, das nachhallt.

Ich konnte mich so gut hineinversetzen.
4.5

Eine sehr bewegende und zugleich heilsame Geschichte. Manche vorkommende Personen haben mich wütend gemacht, andere haben Potenzial zur greenflag und andere stecken scheinbar einfach in ihrer Generation fest. Ich hab mich an vielen Stellen in der Protagonistin wiederfinden können. Ein tolles Debüt, das wirklich zu empfehlen ist.

4

Schweres Thema, gute Umsetzung, es grüßt das wahre Leben !

Vom Klappentext angesprochen und der Lust mal etwas Neues zu lesen, griff ich hierzu und bekam das volle Leben zu spüren, mit all seinen Facetten und Emotionen. Der Schreibstil war gut, zeitgemäß. Man war direkt im geschehen drinnund hatte direkt das Gefühl, die Prota bestens verstehen zu können, denn wie Hannah auch, wusste man nicht was passiert war. Ich kam allerdings nur sehr schwer in das Buch hinein, obwohl ich Hannah mochte und die Kommunikation gerade mit den Eltern, sehr gut fand, es waren diese typischen Eltern-Kind-Gespräche die immer gleich sind (ganz egal wie alt man ist) und musste oft schmunzeln. Die Idee und die Handlung waren gut und auch in der Umsetzung wirklich toll, nur tat ich mich mit der Schwere dieses Buches oft sehr schwer. Es war eine Achterbahnfahrt durch das Leben, es zeigte, wie es laufen kann und das man sich nicht schämen muss, wenn es nicht perfekt im eigenen Leben läuft. Es gab Mut für Neuanfänge. Ich fand Hannah super authentisch und richtig gut geschrieben! Man konnte alles an ihr Greifen und nachempfinden! Ganz große Empfehlung für alle die grad mit sich struggeln, nicht weiter wissen oder einen Neustart im eigenen Leben anstreben!

5

Mein erstes Jahreshighlight ✨

Ich konnte mich so unfassbar gut in Hanna wiederfinden. Wie wäre es wohl, wenn ich zurück in mein Elternhaus ziehen würde? Und wie gut und transparent die Gefühle von den jeweiligen Personen dargestellt werden hat mich auch sehr überzeugt. Ich hab’s so gern gelesen und bin ganz traurig, dass es nun zu Ende ist. Schlussendlich darf ich mich gern Hanna nähern und einfach auf Pause drücken. 🩷

Mein erstes Jahreshighlight ✨

Ein sehr ehrlicher Roman über Trauma, Überforderung, Familie und das Weitermachen - und das Weinen.

Jetzt sitze ich hier, hab gestern “Pause“ von Lena Kupke abgeschlossen, den Roman, der momentan in aller Munde ist, aber zunächst der Reihe nach: Lena Kupke erzählt in „Pause“ von Hanna bzw. eigentlich erzählt Hanna aus der Perspektive von Hanna. Hanna, eine 36jährige Frau bricht bei einer Präsentation zusammen und landet in einem Berliner Krankenhaus. Da sie dort nicht bleiben will entlässt sie sich selbst ind lässt sich schließlich von ihren Eltern abholen, die sie mit auf‘s Land nach Lüneburg nehmen. Hier beginnt sich nun langsam zu entschlüsseln, was mit Hanna wirklich los ist. Wir erfahren viel über das Verhältnis zu ihren Eltern, zu ihrer Schwester, zu ihrem Freund Paul und zum Leben auf dem Land und der dort „zurückgebliebenen“ Freunde und von anderen Bewohnern. Wir erfahren was es bedeutet mit Mitte 30 wieder zurückzukehren, zu den Eltern, auf‘s Land. „Pause“ erzählt von Trauma, Verlust und dem Druck, immer weiter funktionieren zu müssen. Der Roman zeigt sehr gut, wie Mental Load nicht nur aus Arbeit besteht, sondern aus Erwartungen, Beziehungen und unausgesprochenen Konflikten. Gleichzeitig geht es um Heimkehr: um das Zurückkommen an einen Ort, der gleichzeitig vertraut und fremd geworden ist. Besonders stark fand ich, wie Lena Kupke die Spannung zwischen Großstadtleben und Provinz beschreibt – und dieses Gefühl, dass manche Menschen weggegangen sind, während andere geblieben sind. Mich hat der Roman schnell erreicht. Hanna wirkt nie perfekt oder überzeichnet, sondern wie jemand, den man wirklich kennen könnte. Ja, manchmal nervt sie auch. Gerade deshalb funktionieren viele Szenen so gut. Ich mochte, dass sich die Geschichte langsam entfaltet und nicht sofort alles erklärt. Dadurch bekommen die Beziehungen und Konflikte mehr Gewicht. Der Roman ist traurig, manchmal unangenehm ehrlich und trotzdem sehr warm erzählt. Er hat mich all diese Emotionalen mitfühlen lassen. Das Aneinandervorbeireden, die Ticks und Gewohnheiten von Silvia und Wolfgang, der ungeschickte Umgang der Eltern mit Emotionen sind prima beschrieben. ABER: Teilweise hat mich der Roman verwirrt zurückgelassen. Auf Seite 58 ist es der 17.07.2023, an dem Hannas Papa laut Radio hört. Auf Seite 222 soll Hanna am 19.07.2024 zur Untersuchung beim Amtsarzt. Auf Seite 115 sagt Hanna zur ihrer Schwester, dass es das Jahr 2026 sei. Auf Seite 37 schaut Hannas Papa Olympia. Olympia waren vom 26.07.-11.08.2024. Auf Seite 73 wird aus dem Einkaufskörbchen bei dm ein Wagen. Auf Seite 173 nehmen Alexander und Hanna noch einen Schluck Wein, den sie woher haben? Ist das so gewollt? Kapiere ich es nicht? Bin ich zu dumm? Sind es Fehler, stimmt die Continuity nicht? Habe jetzt einen Tag darauf rumgedacht und komme zu keinem für mich befriedigen Ergebnis. Daher kann ich momentan noch keine Punkte vergeben. Das werde ich nachholen. #Pause #LenaKupke #Zusammenbruch #Heimkehr #Trauma #Generationen

Ein sehr ehrlicher Roman über Trauma, Überforderung, Familie und das Weitermachen - und das Weinen.
5

“Pause” von Lena Kupke handelt von Hanna, die während einer Kundenpräsentation zusammenbricht und in eine Klinik eingeliefert wird. Mangels Alternativen zieht sie notgedrungen vorübergehend wieder bei ihren Eltern ein, wo die Konflikte zwischen der Mittdreißigerin und ihren Eltern alte Verhaltensmuster aufzeigen. Hanna muss sich ihrer neuen Lebensrealität und ihren gesundheitlichen Problemen stellen. Das Hörbuch hat die Autorin selbst eingesprochen und sie hat dies mit so viel Witz und Gefühl getan, dass es eine wahre Freude ist. Einerseits fand ich das Thema Erschöpfungsdepression/Panikattacken/mentale Gesundheit sehr spannend und extrem gut und nah erzählt, andererseits wird auch der Clash der Generationen super-realistisch erzählt, insbesondere das Zurückfallen in Verhaltensmuster, die man als Kind schon gegenüber den Eltern gezeigt hat. Die Darbietung dieser Stellen war wirklich unfassbar gelungen. Sehr gefreut hat mich auch, dass hier nicht die Liebe bzw. Beziehung(en) der Protagonistin im Vordergrund stand. Alles in allem ein Buch, dass emotional sehr viel aufwühlen kann, aber trotzdem sommerlich-leicht erzählt wird. *Das Hörbuch wurde mir kostenfrei vom Verlag zur Verfügung gestellt.

4.5

Vielleicht muss manchmal alles kaputt gehen, damit man etwas Neues bauen kann. 🧱

Feinfühlig, warmherzig und mit viel leisem Humor erzählt „Pause“ von Hanna, die nach einem schweren Einschnitt in ihr Leben zurück zu ihren Eltern ziehen muss und sich plötzlich mit alten Konflikten, verdrängten Gefühlen und sich selbst auseinandersetzen muss. Zwischen Familienchaos, Schmerz und Neuanfang geht es um Verlust, Heilung und darum, Hilfe anzunehmen, wenn das eigene Leben aus dem Gleichgewicht geraten ist. 💭 Die Geschichte besticht nicht durch große Spektakel oder unerwartete Wendungen, sondern durch ihre Authentizität. Sie wirkt nie überladen oder gekünstelt. Stattdessen taucht sie ein in den Alltag, die Herausforderungen, die Konflikte und die vielen kleinen Momente zwischen Humor und Traurigkeit, die uns allen vertraut sind. 🪞 Die Figuren in „Pause“ sind unglaublich realistisch und wirken nicht wie typische Romanfiguren, sondern wie echte Menschen mit all ihren Ecken und Kanten. Die Geschichte entfaltet sich eher leise und nachhaltig und hinterlässt dabei einen bleibenden Eindruck. ✨ Obwohl man weiß, dass Hanna Traumatisches erlebt hat, bleibt ihre Geschichte vorerst im Verborgenen. Stattdessen enthüllt sich nach und nach der Grund für ihre Panikattacken, Wutanfälle und die innere Leere, die sie plagt. Ihre Konflikte mit sich selbst und ihrer eher verschlossenen, aber dennoch liebevollen Familie wirken authentisch und nachvollziehbar. Ich konnte ihre Gefühle die gesamte Geschichte über nachempfinden. Am Ende wünschte ich mir, mehr Zeit mit Hanna verbringen und ihren weiteren Weg begleiten zu können. 🧡 Eine klare Empfehlung für alle, die Geschichten mit ehrlichen, berührenden Einblicken ins echte Leben suchen! ☕️

Vielleicht muss manchmal alles kaputt gehen, damit man etwas Neues bauen kann. 🧱
3

Solide aber ausbaufähig.

Hanna muss gezwungenermaßen Maßen mit 36 von Berlin wieder zu ihren Eltern nach Lüneburg ziehen. Wir haben einen Lebenskrise-Roman. Hannas Leben verläuft nicht wie gewünscht. Der Job läuft mies,ihr langjähriger Freund macht schluss und ihre Familie steckt voller Generationstraumata( emotionale Unreife etc ). In der gesamten Geschichte spürt man das unwohl Gefühl welches Hanna bei ihren Eltern hat. Sie sind nicht bösartig,aber selber voll mit umverarbeiteten Dingen. Es wird mehrfach bis kurz vor Ende erwähnt ,dass Hanna etwas schreckliches erlebt hat was die Familie scheinbar einfach unter den Teppich kehrt(wie alle Probleme). Ich habe es beendet und fand es nicht schlecht,jedoch war es nicht das Highlight was ich gehofft hatte. Mir fehlte der rote Faden. Mir waren die Protagonisten,alle bis auf die Nachbarin von Hannas Eltern allesamt unsympathisch. Die Zeitangaben scheinen in diesem Debüt nicht gut durchdacht worden zu sein. Zudem hat mir mehr von Alexander gefehlt. Einem sehr tollen Mann , der Hanna seit langem ein gutes Gefühl gibt.Nein, ich wollte keine Lovestory aber die Sache mit Alexander hätte etwas mehr einfließen dürfen(für meinen Geschmack!).

4.5

So menschlich, nahbar und ehrlich, dass es stellenweise weh getan hat. Habe mich oft selbst darin gefunden.

Dieses Buch war für mich vor allem eins: unglaublich nahbar. Hanna wird nach einem Zusammenbruch plötzlich aus ihrem eigenen Leben gerissen und landet wieder dort, wo man als erwachsener Mensch vielleicht am wenigsten landen möchte: im alten Kinderzimmer. Bei den Eltern. In einer Familie, in der vieles eher unter den Teppich gekehrt als ausgesprochen wird. Und genau darin liegt die Stärke dieses Buches. Es erzählt nicht künstlich dramatisch, sondern auf eine sehr menschliche Art von Momenten, in denen das Leben einen zwingt, stehenzubleiben. Von alten Wunden, frischen Überforderungen, unausgesprochenen Konflikten und der Frage, wie man Hilfe annimmt, wenn man eigentlich lieber einfach funktionieren würde. Ich glaube, viele Menschen können sich in Hannas Gedankenwelt wiederfinden. Dieses „Uh, das kenne ich“ war beim Lesen oft da. Nicht laut, nicht übertrieben, sondern eher leise schmerzhaft. Auf eine ehrliche Art. Die Figuren fühlen sich dabei nicht wie perfekte Romanfiguren an, sondern wie Menschen. Mit Macken, Schutzmechanismen, Liebe, Unsicherheit und all dem, was Beziehungen eben ausmacht. Familie, Partnerschaft, Selbstfindung, Wachstum – alles wirkt alltäglich und trotzdem besonders. Ein warmes, kluges und fein humorvolles Buch über Pausen, die man sich nicht ausgesucht hat, aber vielleicht trotzdem gebraucht hat. Mich hat es sehr berührt.

So menschlich, nahbar und ehrlich, dass es stellenweise weh getan hat. Habe mich oft selbst darin gefunden.
5

Eine besondere Geschichte

„Pause“ ist eines dieser Bücher, das sich leise in dein Herz schleicht und dort bleibt. Lena Kupke erzählt die Geschichte von Hanna unglaublich ehrlich, emotional und gleichzeitig mit einer Wärme, die sich wie eine Umarmung anfühlt. Besonders berührt hat mich, wie realistisch die Themen Überforderung, Zusammenbruch, Familie und Selbstfindung dargestellt werden. Hanna ist keine perfekte Figur und genau das macht sie so nahbar. Zwischen schmerzhaften Momenten, alten Konflikten und kleinen Hoffnungsschimmern zeigt das Buch, dass es okay ist, nicht immer stark zu sein. Trotz der ernsten Themen bringt die Geschichte auch humorvolle und liebevolle Momente mit, die alles wunderbar ausbalancieren. Die familiären Dynamiken wirken echt, manchmal chaotisch, manchmal traurig, aber immer voller Gefühl. Für mich ein ruhiger, tiefgehender Roman über Neuanfänge, Heilung und darüber, dass man manchmal gezwungen wird, eine Pause einzulegen, um wieder zu sich selbst zu finden.

5

Ein unglaublich berührender Roman, der mich zum Lachen und zum Weinen gebracht hat. So viel Gefühl, so viel Echtheit.

⏸️🧡 𝘋𝘶 𝘸𝘦𝘪𝘴𝘴𝘵 𝘯𝘪𝘤𝘩𝘵, 𝘸𝘪𝘦 𝘴𝘵𝘢𝘳𝘬 𝘥𝘶 𝘣𝘪𝘴𝘵, 𝘣𝘪𝘴 𝘥𝘶 𝘴𝘵𝘢𝘳𝘬 𝘴𝘦𝘪𝘯 𝘮𝘶𝘴𝘴𝘵! 💭 Schon die Leseprobe hat mich total begeistert, deshalb war meine Vorfreude riesig und 𝘗𝘢𝘶𝘴𝘦 hat das alles tatsächlich noch übertroffen. Für mich ein absolutes Highlight, mit dem ich so nicht gerechnet hätte. Im Mittelpunkt steht Hanna, die nach einer Panikattacke zurück zu ihren Eltern nach Lüneburg zieht. In dieser Zeit wird deutlich, wer wirklich für sie da ist und wer eben nicht. Besonders berührend fand ich, wie sehr sie versucht, niemandem zur Last zu fallen, obwohl sie selbst dringend Halt bräuchte. Ihre Eltern habe ich sehr ins Herz geschlossen. Anfangs wirkte der Vater wie der verlässlichere Part, während die Mutter eher überfordert scheint, doch schnell zeigt sich, wie viel Wärme, Humor und Eigenheit auch in ihr steckt. Gerade ihre kleinen Marotten machen sie unglaublich liebenswert. Auch die Nebenfiguren sind nahbar und authentisch gezeichnet. Jede Figur bringt ihre eigene Dynamik mit, was das Gesamtbild besonders lebendig macht. Thematisch geht es um Trauma, Schicksalsschläge, Familie und Selbstfürsorge. Lena Kupkes Schreibstil ist einfach großartig: einfühlsam, ehrlich und gleichzeitig immer wieder durchzogen von feinem Humor. Besonders die Dialoge haben mir gefallen. Durch die Sprache erkennt man sofort, wie das Gegenüber ist: lustig, nervig, etc. Die Figurenzeichnung ist hier wirklich eine Stärke. Und dann gibt es diese Momente, in denen Hanna die Worte fehlen und genau da hat mich das Buch emotional komplett erwischt. Ich hatte mehrfach feuchte Augen. 🥺🥹 Ein unglaublich berührender Roman, der mich zum Lachen und zum Weinen gebracht hat. So viel Gefühl, so viel Echtheit. Für mich ein echtes Highlight. Absolute Leseempfehlung! 🧡 ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ (10/10)

Ein unglaublich berührender Roman, der mich zum Lachen und zum Weinen gebracht hat. So viel Gefühl, so viel Echtheit.
4

Es fällt mir nicht ganz so leicht eine Rezi zu schreiben. Nicht, weil ich dieses Buch nicht so überzeugend oder gar schlecht fand, sondern weil ich keine Ahnung habe wie ich meine Gefühle und Gedanken zu diesem Werk ausdrücken soll! Mich hat es berührt. Ich habe vieles nachempfinden können. Hier wird so viel einfach auf den Punkt gebracht und angesprochen. Gute und ehrliche Dialoge. Aber auch vieles was mich sehr bewegt hat. Gutes und vor allem ein aussagestarkes Buch!

5

Wie das Leben so spielt

Nachdem Hannas Leben so arg aus den Fugen geraten ist, dass plötzlich nichts mehr geht und sie sich schließlich im Krankenhaus wiederfindet, muss sie, mit ihren 36 Jahren, zurück ins Haus ihrer Eltern ziehen. Von Berlin nach Lüneburg und dann auch noch mitten hinein ins elterliche Familienleben - für Hanna nicht nur eine Niederlage, sondern der reinste Alptraum. Lena Kupke erzählt in ihrem Roman „Pause“ die Geschichte vom langen und schmerzhaften Weg der Selbstfindung. Sie erzählt von Familie, von Verlust, Liebe und der Verarbeitung von Schicksalsschlägen, sowie von Zusammenbruch und Neubeginn. Vielleicht war ich im ersten Moment vom schonungslos offenen Schreibstil und der, teils überaus humorvollen, Ehrlichkeit der Autorin etwas „schockiert“. Allerdings habe ich diese dann auch ebenso schnell lieben gelernt. Rückblickend betrachtet würde ich sagen, macht genau diese das Buch nicht nur aus, sondern trägt auch dazu bei, dass die Passagen nicht langatmig erscheinen. Auch die Charaktere finde ich großartig gezeichnet und dargestellt. Manchmal vielleicht etwas „drüber“, doch genau deshalb fühlen sie sich auch so ECHT an. Ja, im Buch werden allerhand Klischees bedient, allerdings möchte ich mich nicht davon freisprechen, dass ich diese, genauso wie Hannas gelegentlich doch recht „unpassenden“ Gedanken, nicht manchmal auch genau so in meinem Kopf habe. Auch kenne ich das Gefühl der Hauptprotagonistin nur allzu gut, wenn das Leben plötzlich über einem zusammenbricht, man Schicksalsschläge erleidet, ohne Plan dasteht, das Umfeld mit Schweigen reagiert und man als logische Konsequenz Panikattacken entwickelt. Sich nur noch nach einer PAUSE sehnt. Daher ist die Erzählung aus meiner Sicht absolut authentisch, nachvollziehbar und dabei auch noch herrlich ehrlich, teilweise „rotzig“ und ebenso mutig. Mich hat das Buch jedenfalls komplett abgeholt und auch sehr berührt. Ich habe übrigens das Hörbuch gehört und war bei der Auswahl zunächst etwas skeptisch, da es sich um eine Autorenlesung handeln sollte. Völlig unbegründet, denn wie sich schnell herausstellte, lag ich mit meinen Befürchtungen völlig falsch! Ich glaube sogar, dass erst das gesprochene, eigene Wort von Lena Kupke der Geschichte so richtig Leben und Tiefgang eingehaucht hat. Durch ihren lebhaften, akzentuierten Vortrag hat sie nicht nur die jeweils vorherrschenden Stimmungen lebensecht transportiert, sondern auch die Einzigartigkeit der jeweiligen Charaktere. Insbesondere die Darstellung der Mutter - ich kenne diese Art von Menschen und konnte sie 1:1 wiedererkennen - ist grandios! Fazit: Es hat wahnsinnigen Spaß gemacht diesem Hörbuch zu lauschen! Es hat mich sowohl zum Lachen und Erröten, als auch zum Nachdenken und Weinen gebracht. Aufgrund eigener, ähnlicher Erfahrungen hat es mich darüber hinaus auch sehr berührt, ja, vielleicht sogar Trost und Hoffnung gespendet. Für mich auf jeden Fall ein nachhallendes Jahreshighlight, das ich wärmstens empfehlen kann!

4

Lena Kupke erzählt in ihrem Debütroman Pause die Geschichte der 36-jährigen Hanna, die nach einem Zusammenbruch und einer Panikattacke gezwungen ist, ihr Leben in Berlin hinter sich zu lassen und vorübergehend zurück zu ihren Eltern nach Lüneburg zu ziehen. Dort wird sie nicht nur mit ihrer Familie, sondern auch mit alten Wunden, verdrängten Gefühlen und der Frage konfrontiert, wie man wieder zu sich selbst findet. Dabei verbindet die Autorin ernste Themen wie mentale Gesundheit, Überforderung und familiäre Dynamiken mit viel Humor und einer überraschenden Leichtigkeit. Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Die Thematik ist sensibel und nachvollziehbar ausgearbeitet, und besonders Hanna konnte ich hervorragend verstehen. Viele ihrer Gedanken und Reaktionen wirkten auf mich absolut authentisch, sodass ich in einigen Situationen wahrscheinlich ähnlich gehandelt hätte. Gerade deshalb fiel es mir leicht, mit ihr mitzufühlen und ihre Entwicklung mitzuverfolgen. Der Schreibstil ist angenehm frisch, modern und eher jung gehalten, wodurch sich das Buch sehr leicht lesen lässt. Obwohl hier ein ernstes Thema behandelt wird, schafft Lena Kupke es, immer wieder humorvolle Momente einzubauen, sodass die Geschichte nie zu schwer wirkt. Gleichzeitig regt sie an mehreren Stellen zum Nachdenken an und zeigt eindrucksvoll, wie wichtig es manchmal ist, sich eine Pause zu erlauben. Einen kleinen Kritikpunkt hatte ich allerdings: Bei den Zeitangaben bin ich teilweise etwas ins Stolpern geraten. An einer Stelle ist von 2026 die Rede, an anderer wieder von 2023, obwohl es keine erkennbaren Zeitsprünge gibt. Entweder habe ich hier etwas übersehen oder es hat sich tatsächlich ein Fehler eingeschlichen. Das hat mich kurz irritiert, aber den Lesegenuss insgesamt nicht wirklich geschmälert. Alles in allem ist Pause ein gelungenes, ehrliches und emotionales Buch, das ernste Themen mit Wärme und Humor verbindet. Es hat Spaß gemacht zu lesen und gleichzeitig Denkanstöße gegeben. Von mir gibt es starke 4 von 5 Sternen. ⭐⭐⭐⭐☆

4.5

Hanna ohne h

Sommer 2023. Hanna Godig ist gerade dabei, eine Präsentation vorzustellen, als sie sich plötzlich auf dem Fußboden wiederfindet und eine Notärztin über ihr steht. Da ihr Freund Paul verhindert ist, holt ihr Vater Wolfgang sie heim nach Lüneburg. Geplant ist eine Nacht, doch Paul hat immer anderes vor und Hanna weiß bald nicht mehr, weswegen sie gerade weint, zu viel ist geschehen. Und dann muss sie sich ja auch noch mit 36 Jahren wieder zu Hause einleben. Das Erstlingswerk “Pause” von Lena Kupke startet fulminant und zieht sofort in den Bann. Wir begleiten Hanna bei ihrem Zusammenbruch und setzen sie anschließend Stück für Stück wieder zusammen und schließen sie dabei fest ins Herz. Wir leiden, lieben, lachen und weinen mit ihr und wünschen ihr einfach nur alles Liebe. “Pause” ist ein emotionaler Trip, der seine Spuren hinterlässt, aber auf so hoffnungsvolle, menschliche, liebevolle Art und Weise. Fein geschrieben und wohl jeder kennt die Charaktere des Buches aus der eigenen Familie, oder?!

5

Fantastische Geschichte. Wirklich ich liebs! Und die letzten Kapitel. Ich hab’s so gefühlt und mich kaputt gelacht. Das war so so gut. Ich wäre für eine Verfilmung ♥️ Gelesen und gehört. Das Hörbuch ist so so gut von Lena selbst eingesprochen. Ich will auch so eine Pause.

3

Das Buch hat mich auf jeden Fall gut unterhalten. Aber, und das hat mich nicht mehr Sterne geben lassen, die Protagonisten kam mir eher wie eine Anfang 20-Jährige vor, auch das Verhalten der Familie habe ich zum Teil als befremdlich empfunden. Mir ist schon klar, dass jeder mit bestimmten Situationen anders umgeht oder auch generell anders tickt, aber ich konnte vieles nicht nachvollziehen. Aber nichtsdestotrotz habe ich das Hörbuch gerne gehört und konnte gut dabei abschalten.

5

Ein so tiefsinnig und bewegendes Buch. Genau so kann es im Leben laufen. Man fühlt jedes Wort und jeden Gedanken.

5

Ganz viel Liebe für dieses Buch

"Vielleicht muss manchmal alles kaputtgehen, damit man etwas Neues bauen kann". Ein wunderschöner Roman über Familie, Liebe, Erwachsensein... Ich habe mich so oft in Hanna wiedergefunden - einfach toll

5

Der Elefant im Raum

Fast unerträglich, wie in dieser Familie über Offensichtliches nicht gesprochen wird - genauso kenne ich es auch von zu Hause. Deswegen fand ich die Geschichte sehr authentisch, Hanna war mir sehr symphatisch, die Mutter war mir allerdings oft etwas zuviel. 😅 Mein Fazit: eines meiner Highlights dieses Jahr, ich hätte gern noch lange weitergehört und , mitgeärgert, mitgeschmunzelt UND ich möchte auch so einen Alexander.

5

Jeder von uns braucht mal eine Pause

Mit „Pause“ ist Lena Kupke ein berührender und außergewöhnlich authentischer Roman gelungen, der lange nach dem Lesen – beziehungsweise in meinem Fall nach dem Hören – nachwirkt. Die Geschichte begleitet die 36-jährige Hanna, die eines Tages im Krankenhaus aufwacht und erfährt, dass sie einen epileptischen Anfall erlitten hat. Von einem Moment auf den anderen wird sie gezwungen, ihren gewohnten Alltag zu unterbrechen und für einige Tage zu ihren Eltern zurückzukehren. Was zunächst wie eine vorübergehende Notlösung erscheint, entwickelt sich schnell zu einer intensiven Auseinandersetzung mit Familie, Beziehungen, Erwartungen und den großen Fragen des Lebens. Besonders beeindruckt hat mich die Realitätsnähe der Geschichte. Die Situation, in der sich Hanna wiederfindet, wirkt zu keinem Zeitpunkt konstruiert oder übertrieben. Im Gegenteil: Sie zeigt, wie schnell sich das eigene Leben durch ein unerwartetes Ereignis verändern kann. Die Rückkehr ins Elternhaus macht deutlich, dass nicht nur Hanna sich im Laufe der Jahre verändert hat, sondern auch ihre Eltern. Alte Gewohnheiten, unausgesprochene Konflikte und unterschiedliche Lebensentwürfe prallen aufeinander. Genau diese Dynamik macht den Roman so glaubwürdig und nachvollziehbar. Eine der größten Stärken des Buches ist die Art und Weise, wie Lena Kupke die Gedanken- und Gefühlswelt ihrer Protagonistin schildert. Hanna ist eine Figur mit Ecken und Kanten, deren Ängste, Hoffnungen, Zweifel und Sehnsüchte sehr ausführlich dargestellt werden. Dadurch fällt es leicht, sich in ihre Lage hineinzuversetzen. Man erlebt ihre Unsicherheit, ihre Verletzlichkeit und ihre innere Zerrissenheit unmittelbar mit. Gleichzeitig begleitet man sie auf einer Reise, die sie dazu zwingt, ihr bisheriges Leben zu hinterfragen. Während der Handlung macht Hanna Erfahrungen, die viele Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen nachvollziehen können. Sie erlebt, wie es sich anfühlt, im Stich gelassen zu werden, aber auch, wie wichtig echte Zuneigung und Unterstützung sind. Sie erfährt Liebe, Ablehnung, Nähe und Distanz – oft gleichzeitig. Gemeinsam mit ihr stellt sich der Leser Fragen, die universeller kaum sein könnten: Was brauchen wir wirklich zum Leben? Was bedeuten Liebe, Familie und Freundschaft? Und wie definieren wir diese Begriffe eigentlich für uns selbst? Diese philosophischen und emotionalen Fragestellungen werden dabei nicht belehrend präsentiert, sondern ergeben sich ganz natürlich aus der Handlung und den Beziehungen der Figuren. Gerade deshalb regen sie zum Nachdenken an und verleihen der Geschichte eine besondere Tiefe. Ich habe „Pause“ als Hörbuch erlebt, das von Lena Kupke selbst eingelesen wurde. Ihre Lesung hat mich zusätzlich begeistert. Man spürt beim Zuhören, wie eng die Autorin mit ihren Figuren verbunden ist. Sie verleiht Hanna und den anderen Charakteren eine glaubwürdige Stimme und transportiert die Emotionen der Geschichte auf eine sehr authentische Weise. Das Hörbuch wirkt dadurch besonders lebendig und intensiv. Ganz persönlich hat mich dieses Buch auch deshalb so stark berührt, weil ich mich in Teilen von Hannas Geschichte wiedergefunden habe. Mitte April 2026 bin ich aus demselben Grund wie Hanna im Krankenhaus gelandet und musste ebenfalls eine unerwartete Pause von meinem gewohnten Alltag einlegen. Dadurch konnte ich viele ihrer Gedanken, Sorgen und Gefühle besonders gut nachvollziehen. Das Buch hat mir eindrucksvoll vor Augen geführt, wie einschneidend solche Ereignisse sein können, aber auch, wie wichtig es ist, innezuhalten und den Blick auf die Menschen und Dinge zu richten, die im Leben wirklich zählen. „Pause“ ist ein emotionaler, kluger und lebensnaher Roman über Verletzlichkeit, Familie, Freundschaft und Selbstfindung. Lena Kupke gelingt es, eine Geschichte zu erzählen, die ebenso persönlich wie universell ist. Wer Bücher mit authentischen Figuren, tiefgründigen Themen und einer großen emotionalen Ehrlichkeit schätzt, sollte diesem Roman unbedingt eine Chance geben.

Jeder von uns braucht mal eine Pause
5

Ich bin begeistert

Wisst Ihr was? Ich liebe es, was Bücher mit uns Lesern machen. Wie sie uns aufrütteln und durchschütteln.Ein mal komplett auf den Kopf stellen und dann wieder zurück. So erging es mir mit diesem Buch. Ja, es hat mich angesprochen, aber dass ich es am Ende so sehr lieben, mich so verstanden gefühlt habe, das hätte ich nicht gedacht. Hanna (ohne H am Ende 😉 ) bricht auf einer Präsentation zusammen, kommt ins Krankenhaus und wird dort von ihren Eltern abgeholt. Doch es geht nicht zurück in Hannas Wahlheimat Berlin, sondern ins Elternhaus nach Lüneburg. Dort muss sie feststellen, dass ihr Leben vielleicht doch nicht so in Ordnung ist, wie sie es sich immer gedacht hat und dass sie die Vergangenheit einholt. Hanna ist klar: sie braucht eine Pause. Und nun sitzen wir da. In Hannas Elternhaus, gemeinsam mit ihren schrulligen Eltern, die einen komplett anderen und total eingespielten Tagesablauf haben, als Hanna. Sie wird zurück geworfen in ihre Teenager Jahre, die sie hier mit ihrer Schwerster Sara (auch ohne H 😉). Wir werden nicht nur Zeugen, sondern ein Teil der Familiendynamik. Lena Kupke kann so tolle, normale und doch einzigartige Charaktere erschaffen. Wahnsinn. Sie sind so nahbar, gerade Hanna, dass ich wirklich, wirklich oft weinen musste, einfach weil ich genau wusste, wie Hanna sich gerade fühlt. Ich habe mich in so vielem als Frau, aber auch als Tochter wiedergefunden. Und auch wenn es manchmal nicht so anmutet, sind wir hier zu Gast bei Menschen, die einfach versuchen ihr Bestes zu geben. Auf ihre ganz eigene und persönliche Art und Weise. Ob das immer so richtig ist, sei dahin gestellt, aber hey, wir sind alles nur Menschen. Wir werden hineingeworfen in die alltäglichsten Begebenheiten und völlig ungeniert erzählt uns Hanna was ihr gerade so durch den Kopf geht. Und das habe ich so geliebt. Hier wurde nicht beschönigt, oder für den Leser zurecht geschrieben. Hier erleben wir den Alltag einer 36 jährigen Frau, mit all den kleinen Momenten im Leben, über die ich so noch nicht gelesen habe. Und das macht die Protagonisten hier extrem greifbar. Sie haben die gleichen, kleinen, oder auch größeren Probleme und das ist okay. Wir sind alle nicht perfekt. Haben unsere Ecken und Kanten und das ist auch gut so. Hanna hat natürlich ein Päckchen zu tragen. Und ich stand einfach manchmal gemeinsam mit ihr so da und wusste nicht weiter. Habe mit ihr geweint, habe mit mir geweint, wollte Hanna ganz fest in den Arm nehmen, die einfach nur halten. Habe mich dann in den Arm genommen und mich gehalten. Schonungslos wird der Gesellschaft in diesem Buch auf der einen Seite der Spiegel vorgehalten, aber hier wird nicht verurteilt, oder geurteilt. Klischees werden bedient und das auf eine ganz wunderbare Weise. Und unsere Protagonistin nimmt sich hier nicht aus und auch nicht zu ernst. Zumindest in den meisten Sequenzen. Ich habe dieses Buch wirklich sehr genossen. Dies Mal nicht gelesen, sondern gehört. Aber ich kann Euch sagen: das Buch wurde von der Autorin höchst persönlich eingesprochen und Leute, besser hätte die Entscheidung nicht sein können. Lena Kupke haucht ihren Protagonisten so wunderbar Leben ein. Ich wollte gar nicht, dass das Hörbuch endet. Eine ganz große Empfehlung. Und natürlich wird das Buch für mein Regal auch noch einziehen.

4.5

Der Tag, als die Notärztin kam, war der Tag, an dem ich wieder zu meinen Eltern gezogen bin. Mit sechsunddreißig.

Hannas Leben kommt von jetzt auf gleich zum Stillstand. Sie wacht im Krankenhaus auf und möchte eigentlich wieder so schnell wie möglich nach Hause nach Berlin – zu ihrem Freund und ihren Freunden. Aber niemand nimmt sich die Zeit, sie aus dem Krankenhaus abzuholen. Dann also ihre Eltern, die sich auch sofort auf den Weg machen und Hanna zu sich nach Hause nach Lüneburg nehmen. Was anfangs nur für eine Nacht gedacht war, wird dann doch länger. Mit 36 wieder zurück im Kinderzimmer ist für alle Beteiligten anstrengender als gedacht. Sie müssen sich wieder als Familie annähern. Da gibt es noch viel unausgesprochenes, aber Hanna ist sehr dankbar, dass sie sich zu Hause fallen lassen kann und sich dort geliebt fühlt. Nach und nach merkt sie, dass es Dinge gibt, die sie noch nicht verarbeitet hat und für die sie Hilfe benötigt. Sie kämpft mit Panikattacken, versucht herauszufinden, auf wen sie wirklich zählen kann und beginnt langsam mit der Neuordnung ihres Lebens. Lena Kupkes Stärke liegt in der Charakterzeichnung der verschiedenen Protagonisten und in den Dialogen. Das Zurückkehren ins Elternhaus mit den dadurch entstehenden Konflikten, ist sehr gut beobachtet. Die Familiendynamiken entfalten sich nachvollziehbar und auch Themen wie psychische Gesundheit, Freundschaften und Trauer werden glaubhaft beschrieben. Die Autorin zeigt auf, dass Liebe sich in unterschiedlichen Formen zeigen kann. „Pause“ von Lena Kupke ist ein sehr authentisches Buch. Ihre Schreibweise ist warmherzig, leicht und in den Dialogen total realistisch. Ich habe „Pause“ ziemlich schnell durchgehört, weil es mich sehr gut unterhalten hat. Das Buch enthält die richtige Mischung aus Humor, Tragik und Emotionalität.

4.5

Ich weiß nicht ob ich mich mehr in Hanna oder ihre Mutter reinversetzen konnte. Toll geschrieben und von der Autorin gelesen. Oft musste ich mir win Lachen verkneifen qeil die Situationen einfach auf den Punkt nachvollziehbar waren. Da mich das Ende nicht völlig zufrieden gestellt hat, keine 5 Sterne.

5

Ein tolles Buch über eine starke Frau, die nach einem Trauma den Halt verliert und eine Pause braucht. Sehr empfehlenswert!

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5

Gut zu hören, sehr viel geschmunzelt, sehr schöne Story

4.5

So gut. So authentisch. So warm. So traurig. So voller Liebe.

5

Ach Hannaschatz 🧡

Sooo ein tolles Buch, ich liebe den modernen Schreibstil wirklich sehr. Dass das auch noch ein Debütroman ist, finde ich unglaublich beeindruckend!

5

Sternebewertung fiktiv

Hat euch schon einmal ein Buch gleichzeitig zum Lachen und zum Weinen gebracht? Mit Pause von Lena Kupke, erschienen im dtv Verlag, hatte ich genau dieses Leseerlebnis. Ich folge Lena Kupke schon seit längerer Zeit auf Social Media und liebe ihren Humor. Ihre Reels schaffen es regelmäßig, mich zum Lachen zu bringen. Umso gespannter war ich auf ihren Roman. Schon der Klappentext machte jedoch deutlich, dass mich hier keine reine Wohlfühlkomödie erwarten würde. Triggerwarnung: Fehlgeburt, Panikattacken, Depressionen. Im Mittelpunkt steht Hanna, Mitte dreißig, die nach einer Panikattacke im Krankenhaus landet. Obwohl die Ärzte weitere Untersuchungen empfehlen, verlässt sie die Klinik und lässt sich von ihren Eltern abholen. Eigentlich soll es nur ein kurzer Aufenthalt in ihrem Heimatort werden. Doch schnell wird klar, dass Hanna viel mehr mit sich herumträgt, als sie sich selbst eingestehen möchte. Zurück im Elternhaus fühlt sich das Lesen stellenweise wie eine Reise in die Vergangenheit an. Die Eltern sind ein eingespieltes Team mit festen Ritualen und klaren Abläufen. Alles wirkt auf den ersten Blick etwas kleinstädtisch und spießig, gleichzeitig aber auch vertraut und geborgen. Besonders die Beziehung zu ihrem Vater hat mir sehr gefallen. Zwischen den Zeilen spürt man die tiefe Verbundenheit der beiden. Ihre Mutter ist eine Figur, die mich immer wieder beschäftigt hat. Einerseits sorgt sie sich um ihre Tochter und liebt sie aufrichtig. Andererseits ist sie so sehr in ihrem eigenen Leben angekommen, dass für Hannas Krise oft wenig Raum bleibt. Genau diese Ambivalenz macht die Figur für mich so glaubwürdig. Auch Hannas Schwester sorgt immer wieder für Dynamik. Die beiden verbindet eine typische Geschwisterbeziehung zwischen Nähe, Streit, Verständnis und Missverständnissen. Während Hanna sehr emotional ist und über Gefühle sprechen möchte, begegnet ihre Schwester vielen Dingen eher pragmatisch und mit einer gewissen Distanz. Was mir besonders gefallen hat, ist die Balance zwischen Humor und Ernsthaftigkeit. Lena Kupke schafft es, Sarkasmus und Situationskomik in eine Geschichte einzubauen, die gleichzeitig von Verlust, Trauma und dem Druck erzählt, immer funktionieren zu müssen. Mehr als einmal musste ich lachen, und nur wenige Seiten später wurde es wieder sehr still und nachdenklich. Ein echtes Highlight waren für mich die Sprachnachrichten von Hannas Freundin aus Berlin. Sie haben mich großartig unterhalten. Jeder erzählt eigentlich nur das, was ihn gerade selbst beschäftigt, so funktionieren Sprachnachrichten meiner Meinung nach, wenn ich das mal so von Außen wahrnehme. Pause ist für mich ein Roman über das Innehalten. Über Menschen, die zu lange versucht haben zu funktionieren. Über Trauer, die keinen festen Zeitplan kennt. Über Fehlgeburten, psychische Belastungen und die Erwartungen, die wir an uns selbst stellen. Gleichzeitig ist es aber auch ein warmherziges, humorvolles und sehr menschliches Buch. Lena Kupke hat mich nicht nur unterhalten, sondern auch überrascht. Hinter dem Humor steckt eine Autorin, die schwierige Themen mit viel Feingefühl erzählt und Figuren erschafft, die sich anfühlen, als könnte man ihnen jederzeit begegnen.

5

Intensiv und emotional

Pause von Lena Kupke nimmt uns mit in Hannas Leben. Sie ist Mitte dreißig und scheint bei einer Präsentation eine Panikattacke zu erleiden und wird ins Krankenhaus eingeliefert. Da sie sich nicht weiter untersuchen lassen will, holen sie letztendlich ihre Eltern aus Berlin ab und sie verbringt die nächste Zeit bei ihnen in Lüneburg. Dabei bekommt man mit wie das Zurückkehren ins Elternhaus oft ablaufen kann: mit Strukturen und Abläufen, die gestört werden oder wie damals wieder ablaufen. Und nebenbei Familienmitglieder, die nicht wirklich über Gefühle und tiefgründiges reden, sondern alles oberflächlich belassen. Ich fand die Geschichte sehr berührend, man spürt mit der Protagonistin zusammen die Wut und Trauer und ich konnte mich total in sie hinein versetzen. Ich war aber auch genauso genervt von bestimmten Reaktionen, z.B. von ihrem Freund, der sie am Anfang der Handlung nicht Mal aus dem Krankenhaus holen wollte, oder auch von ihrer Mutter, die so strikt an ihren Routinen festgehalten hat und Hanna dabei wie ein Störfaktor in ihrem Alltag wirkte. Ich hatte da zwischendurch wirklich meine Schwierigkeiten Sympathie zu empfinden. Für mich war es ein wirklich intensives Buch, dass zum Nachdenken angeregt hat. Trotz der Kürze hatte man nicht das Gefühl, dass hier irgendwas ausgespart wurde, es war durchweg intensiv und emotional und auf den Punkt. Definitiv ein Buch, dass ich immer wieder lesen würde.

4.5

Ein tolles Debut von Lena und sie hat es wunderbar selbst eingesprochen. Die Geschichte von Hanna hat ihre Höhen und Tiefen. Sie zu begleiten nach allem was ihr passiert ist, war nicht immer leicht. Ihr Denken und Handeln nicht immer nachvollziehbar, aber das machte die Geschichte aus, sie war sehr realistisch dargestellt. Ebenso wie alte Dynamiken wieder erwachen, wenn Hanna wieder bei ihren Eltern wohnt. So manch eine Person hat einen richtig wütend gemacht und man wäre immer gerne selbst in die Geschichte gesprungen um mal seine Meinung mitzuteilen. Auf jeden Fall lesens-/hörenswert!

3.5

Warmherzig, ehrlich und nachdenklich – auch wenn mir die vielen schweren Themen stellenweise zu viel waren.

Hanna wird nach einem einschneidenden Erlebnis gezwungen, ihr Leben anzuhalten. Sie verlässt Berlin und kehrt zurück zu ihren Eltern nach Lüneburg. Dort trifft sie nicht nur auf ihre Vergangenheit, sondern auch auf familiäre Konflikte, die lange unter der Oberfläche geschlummert haben. Lena Kupke schreibt sehr menschlich, warmherzig und mit einem feinen Humor. Ich konnte mich gut in Hanna hineinversetzen und habe ihre Gedanken und Gefühle nachvollziehen können. Besonders gefallen hat mir, wie ehrlich über Überforderung, Trauer und die Suche nach dem eigenen Weg gesprochen wird. Gleichzeitig war das Buch für mich stellenweise auch anstrengend zu lesen. Hanna scheint mit einer ganzen Reihe schwerer Probleme konfrontiert zu sein – vom schwierigen Verhältnis zu ihrer Familie über die belastende Beziehung zu Paul bis hin zu weiteren Schicksalsschlägen, die nur angedeutet werden. Manchmal war mir diese Häufung persönlicher Krisen etwas zu viel. Deshalb habe ich für dieses Buch deutlich länger gebraucht als gewöhnlich. Nicht, weil es schlecht geschrieben wäre – im Gegenteil. Die Themen sind einfach schwer und verlangen Zeit, um verarbeitet zu werden. Trotz einiger offener Fragen am Ende hat mich Pause berührt. Es ist ein nachdenkliches Buch über Verlust, Heilung, Familie und die Erkenntnis, dass Hilfe anzunehmen oft der erste Schritt zurück ins Leben ist.

„Manchmal merkt man erst, wenn alles zusammenbricht, wer wirklich da ist.“ 🤍 Dieses Buch hatte ich ehrlich gesagt lange überhaupt nicht auf dem Schirm. Ich habe es irgendwann ständig bei Social Media gesehen, mir dann aus Neugier die Leseprobe runtergeladen … und danach direkt das ganze Buch gebraucht. Und was soll ich sagen? Mich hatte die Geschichte von der ersten Seite an. Hanna ist so eine unglaublich authentische Hauptfigur. Man merkt sofort, dass irgendetwas Schlimmes passiert sein muss, auch wenn nie alles komplett ausgesprochen wird. Aber genau dieses Zwischen-den-Zeilen-Lesen hat das Ganze für mich noch emotionaler gemacht. Man spürt einfach ihren Schmerz, ihre Überforderung und wie verloren sie eigentlich ist. Besonders wehgetan haben mir die Szenen rund um das Krankenhaus und danach die Rückkehr ins Elternhaus. Mit 36 wieder bei den Eltern zu wohnen, ist einfach nicht das Leben, das man sich vorgestellt hat. Und genau dieses angespannte Zusammenleben wurde so realistisch beschrieben. Man merkt, dass auf beiden Seiten Gefühle da sind, Sorgen da sind — aber irgendwie schafft es niemand, richtig darüber zu reden. Ich hatte beim Lesen so oft einfach nur das Bedürfnis, Hanna in den Arm zu nehmen. Weil sie einem teilweise wirklich unfassbar allein vorkommt. Das Buch ist ruhig erzählt, aber emotional hat es mich komplett abgeholt. Und genau diese Mischung aus Schmerz, Überforderung und trotzdem irgendwie Hoffnung macht die Geschichte so besonders. Ein unglaublich ehrliches und emotionales Buch über Zusammenbrechen, Auffangen und das Gefühl, seinen Platz im Leben verloren zu haben. #lenakupke #pause #buchliebe #bookstagramde #leseliebe

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4

Ein tolles Buch, was auch warmherzig ist. Helen ist einfach toll.

5

Healing, aber messy💛

In Pause geht es um Hanna, die nach einem einschneidenden Erlebnis ziemlich plötzlich von Berlin zurück in ihre alte Heimat Lüneburg zieht. Zurück zu ihren Eltern. Zurück in ihr altes Kinderzimmer, das inzwischen allerdings das Büro ihres Vaters ist. Mit Drucker, elektrischen Rollos und einem 90-cm-Gästebett. Allein diese Ausgangssituation fand ich schon so tragikomisch und unangenehm real, dass ich direkt drin war. 🫶🏼 Hanna ist sechsunddreißig, aber plötzlich wieder mitten in diesem ganz speziellen Familiengefühl. Dieses „Ich bin erwachsen, aber bei meinen Eltern bin ich irgendwie sofort wieder mein jüngeres Ich“-Ding hat das Buch für mich richtig gut eingefangen. Dazu kommen alte Wunden, neue Verletzungen und eine Familie, die Konflikte eher wegschiebt, als sie wirklich auszusprechen. 🥺 Was ich an Pause besonders mochte: Es fühlt sich sehr echt an. Nicht künstlich dramatisch, nicht überladen, sondern eher leise, klug und emotional. Hannas Trauma wird nicht ausgeschlachtet oder für große Schockmomente benutzt. Stattdessen merkt man in kleinen Alltagssituationen, in ihren Gedanken und Reaktionen, wie sehr so ein Erlebnis den Alltag beeinflussen kann. Das fand ich sehr feinfühlig erzählt. 🤍 Die Charaktere hatten für mich alle ihre eigene kleine Vibe. Niemand war austauschbar, niemand wirkte nur wie eine Nebenfigur. Jede Person hatte Eigenheiten, Macken, unausgesprochene Themen und diese sehr echte Familienenergie. Beim Hören konnte ich mir dieses liebevolle, angespannte, chaotische Miteinander total gut vorstellen. ✨ Und ja, die Geschichte ist manchmal komisch, manchmal seltsam, manchmal viel. Aber genau das hat für mich gepasst. Leben ist eben nicht immer clean girl aesthetic, sondern manchmal emotional messy, unbequem, ein bisschen absurd und trotzdem voller kleiner Momente, in denen Hoffnung durchscheint. 🫧 Sehr schön fand ich auch Lena Kupkes Sprache. Ihre Wortwahl ist nahbar, weich und trotzdem klug. Der Kontrast zwischen Berlin und Lüneburg, zwischen altem Zuhause und neuem Selbst, zwischen Familienchaos und langsamem Heilen hat für mich gut funktioniert. 💌 Zum Hörbuch: Lena Kupke liest ihr eigenes Buch selbst — und für mich war das ein großer Pluspunkt. Ihre Stimme hatte viel Gefühl, ohne zu viel zu werden. Man hört, dass sie diese Geschichte kennt und fühlt. Die Pausen, Betonungen und kleinen Stimmungswechsel haben das Hörbuch sehr nah gemacht. Es hatte für mich ein bisschen diesen „eine Freundin erzählt dir nachts ihr Leben und du hörst einfach nur zu“-Vibe. 🎧🤍 Ich glaube, Pause passt besonders gut zu Menschen, die emotionale, ehrliche Geschichten mögen. Geschichten über Familie, Verletzlichkeit, Neuanfänge, innere Heilung und dieses bittersüße Gefühl, erwachsen zu sein und sich im alten Zuhause trotzdem kurz wieder klein zu fühlen. 📖✨

5

In einem Rutsch gelesen/gehört 🧡💭

Der Klappentext hat mich direkt abgeholt und auch das Buch selbst hat mich sehr gefesselt. Und das, weil es so nahbar, realistisch und warmherzig ist. Hanna landet nach einem Zusammenbruch im Krankenhaus und wird dort nicht von ihrem Freund abgeholt, sondern von ihren Eltern. Und ehe sie sich versieht, werden aus ein paar Tagen Erholung in ihrem Elternhaus doch einige Wochen. Aber ist das wirklich eine Pause für sie? Wir begleiten Hanna durch alle Hochs und Tiefs, die sie in ihrem neuen alten Umfeld durchlebt und dabei stellt sie sich auch dem eigentlich Ausgangspunkt ihrer Zusammenbrüche. Neben Hanna gibt es in diesem Buch auch einige andere tolle Charaktere. Und so wie die Autorin diese beschreibt, konnte ich mir alle so gut vorstellen. Und so eine Nachbarin wie Helen, wünscht sich wohl jeder?!🥺 „Pause“ ist unterhaltsam, komisch, tragisch und emotional. Eine bunte Mischung, die für die Protagonistin nicht immer nur schöne Momente hervorbringt. So wie es im echten Leben halt auch ist. Die Familiendynamik, Hannas Entwicklung und die zwischenmenschlichen Beziehungen haben mich sehr berührt. Und ich bin mir sicher, Einige können sich in Hannas Gedanken wiederfinden 💭 Ich habe das Buch als Hörbuch gehört und kann es euch sehr, sehr empfehlen - Lena Kupke liest es selbst und das sooo gut! Da das Buch ein Highlight für mich war, durfte das Buch auch noch in physischer Form bei mir einziehen und ich bin mir ganz sicher, dass ich es nochmal lesen werde 🧡

In einem Rutsch gelesen/gehört 🧡💭
3.5

Realistisch, ernst und zugleich amüsant

Ich mochte sehr die Beschreibung der Dynamiken in der Familie, in die Hanna so einfach wieder gerät, und wie die scheinbar festgeschriebenen Muster und Rollen innerhalb der Familie aufgezeigt wurden. Auch gut gefallen haben mir die Szenen mit Alexander als Kontrast dazu. Schön fand ich, dass entgegen meiner Erwartung die eigentliche, weil selbstgestaltete Pause für die Protagonistin erst am Ende beginnt. Insgesamt für mich kein Highlight, aber ich habe es gerne gehört und mich trotz der Schwere gut unterhalten gefühlt - Pluspunkte für Lena Kupke als Sprecherin.

4

Ein Buch, das schon mit dem Titel verrät, dass man im Leben manchmal einfach eine Pause braucht 🙏🏻

5

Wenn ein Buch auf einmal zu nahe an der eigenen Realität ist

Ich konnte Hanna in diesem Buch so gut verstehen, irgdwie ist das Buch für alle, die gerade erwachsen werden und sich mit verschiedenen Herausforderungen auseinandersetzen müssen, obwohl man diese am liebsten einfach ignorieren möchte. Das Gefühl in die Heimat zu fahren, das Leben in der Familie in der man aufgewachsen ist und das was ich verändert hat oder auch nicht. Und mitten drinnen das Trauma, was Raum ein nehmen möchte. Es ist trotz der Themen super leicht und lässt ein sich einfsch wohlfühlen.

5

„Du weißt nicht, wie stark du bist, bis du stark sein musst!“

Ich muss zugeben, dass ich in letzter Zeit immer wieder über dieses Buch gestolpert bin, weil die Reaktionen darauf unheimlich positiv und emotional sind. Nachdem ich „Pause“ von Lena Lüpke nun selbst in einem Rutsch durchgelesen habe, kann ich die allgemeine Begeisterung absolut nachempfinden. Es ist eines dieser seltenen Bücher, die einen nicht nur unterhalten, sondern die man nach dem Zuklappen erst einmal für einen Moment auf dem Schoß liegen lässt, um tief durchzuatmen. Das Buch widmet sich einem Thema, das uns in der heutigen, extrem schnelllebigen Zeit wohl alle betrifft: dem unbarmherzigen Druck der Leistungsgesellschaft, dem permanenten Gefühl, funktionieren zu müssen, und dem schmerzvollen, aber so verdammt wichtigen Moment, in dem der Körper oder die Psyche einfach „Stopp“ sagt. Die Geschichte fängt diese emotionale Erschöpfung tiefgreifend und unglaublich authentisch ein. Lena Lüpkes Schreibstil ist unheimlich feinfühlig, nahbar und völlig frei von kitschigen Klischees, was es einem unmöglich macht, sich nicht selbst in den Seiten widerzuspiegeln. Ein ganz wesentlicher und psychologisch meisterhaft ausgearbeiteter Aspekt der Geschichte ist dabei das familiäre Gefüge. Die Protagonistin zieht mit 36 Jahren nach ihrem Zusammenbruch wieder in ihr altes Jugendzimmer bei den Eltern ein – ein Schritt, der sich wie eine paradoxe Zeitreise anfühlt. Plötzlich ist man wieder mittendrin in den alten, festgefahrenen Mustern aus der Teenagerzeit. Obwohl man eine erwachsene Frau ist, die mitten im Leben stand, rutscht man automatisch wieder in die Rolle der Tochter, und diese vertraute, aber auch einengende Dynamik erzeugt ein ganz besonderes Spannungsfeld. Die Familie wird dabei nicht als böswillig dargestellt, was die Situation umso realistischer macht. Vielmehr herrscht hier eine lähmende Kultur des Schweigens. Über das traumatische Erlebnis, das überhaupt erst zu diesem Zustand geführt hat, wird nicht direkt gesprochen. Das Trauma schwebt wie ein unsichtbarer, schwerer Nebel über jedem gemeinsamen Abendessen. Man merkt auf fast jeder Seite, dass die Wunden da sind, doch statt sie aufzuarbeiten, wird in der Familie unheimlich viel heruntergeschluckt. Es ist diese typische, schmerzhafte Harmoniesucht, bei der schwierige Themen weggelächelt werden und niemand die Fassade einreißen möchte. Diese gut gemeinte, aber erdrückende Erwartungshaltung wiegt wie eine zentnerschwere Last auf ihren Schultern. Besonders stark ist die greifbare Weiterentwicklung der Protagonistin gelungen, gerade auch im Umgang mit ihren Liebsten. Man spürt auf jeder Seite den inneren Kampf zwischen dem Wunsch, der Familie gerecht zu werden, und dem mutigen Schritt, dieses schweigende Gefüge zu durchbrechen, um sich selbst nicht komplett zu verlieren. Es kostet sie unendlich viel Kraft, in diesem Umfeld Grenzen zu ziehen und verständlich zu machen, dass eine Pause kein Scheitern ist. Es ist kein klassischer, lauter Wohlfühlroman, sondern ein leises, reflektiertes und stellenweise sehr aufwühlendes Buch, das wie ein sanfter Weckruf wirkt. Die Lektüre fühlt sich an wie eine Art literarische Umarmung, die einem die Erlaubnis gibt, im eigenen Leben auch mal kurz durchzuatmen und radikal ehrlich zu sich selbst zu sein.

„Du weißt nicht, wie stark du bist, bis du stark sein musst!“
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