Solange ein Streichholz brennt
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Book Information
Author Description
Christian Huber, geboren in Regensburg, schreibt für Print, Online, Fernsehen und die Bühne. Mit dem Team von Jan Böhmermanns »Neo Magazin Royale« wurde er u. a. für die Goldene Kamera und den Deutschen Comedypreis nominiert. Sein Podcast »Gefühlte Fakten« zählt zu den beliebtesten Deutschlands. Sein Roman »Man vergisst nicht, wie man schwimmt« eroberte sofort die Bestsellerlisten. Der Autor lebt in Köln.
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🔥Obdachlosigkeit kann wirklich jeden treffen🐶
Solange ein Streichholz brennt beschäftigt sich mit Obdachlosigkeit und dem Umgang der Gesellschaft damit. Eine junge Journalistin begleitet für eine Reportage einen Obdachlosen und lernt ihn und sich selbst dabei besser kennen als sie denkt. Diese Begegnung verändert nicht nur ihre Wahrnehmung von Obdachlosigkeit, sondern auch ihre Perspektive auf ihr eigenes Leben und welche Werte sie vertritt. Wie weit würde sie für ihre Karriere bei einem großen Fernsehsender gehen? Und was muss passieren, um in Deutschland auf der Straße zu landen? Das Buch war definitiv keine leichte Lektüre. Es ist gut geschrieben und man kommt schnell in die Geschichte rein. Das Thema und was passiert, ist jedoch weder leicht noch oberflächlich. Mich hat das Buch wirklich bewegt und zeigt mir wieder einmal wie privilegiert die meisten von uns sind. Ich werde auf alle Fälle noch länger über dieses Buch nachdenken!

Wie entgleitet ein Leben? Ein toller tiefgründiger Roman über das harte Leben auf der Straße, gesellschaftliche Abneigung, Hoffnung, Vergebung und Liebe. Großartig und ohne jeden Kitsch erzählt. Es dauert ein bisschen bis die Geschichte ihre ganze emotionale Wucht entfaltet. Anfangs ist der Leser nur Beobachter aber von Seite zu Seite wird man tiefer in den Sog gezogen, möchte wissen was mit Bohm passiert ist, leidet mit und hofft auf ein Happy End. Ich bin extrem begeistert von der Erzählweise und dem fantastischen Schreibstil. ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ Ein Buch das zum Nachdenken anregt und zeigt das jeder Obdachlose eine Geschichte hat und die Gesellschaft nicht wegschauen sollte.
Sichtbarkeit für die Unsichtbaren
Alina droht, ihren Job zu verlieren. Ihre letzte Chance ist eine Reportage über Obdachlosigkeit. Diese macht sie über Bohm, der auf der Straße lebt und versucht, seine Vergangenheit zu verdrängen. Die Geschichte wird abwechselnd aus Alinas und Bohms Sicht erzählt. Hier prallen zwei Welten aufeinander. Die ehrgeizige und etwas unsensible Alina und Bohm, dem es schwer fällt, sich zu öffnen, der aber trotzdem mehr Wärme ausstrahlt als Alina. Diese war mir anfangs eher unsympathisch, im Laufe des Buches entwickelt sie sich aber glücklicherweise zu einer empathischeren Person. Das Thema Obdachlosigkeit wird in dieser Geschichte sensibel, aber ungeschönt dargestellt. Es kommt nicht oft in Büchern vor, umso wichtiger ist es, dass das Leben auf der Straße mehr Sichtbarkeit erhält. Viele Stellen haben mich berührt und auch öfters schlucken lassen. Die Liebesgeschichte hingegen ging mir zu schnell. Ich hätte mir mehr Momente gewünscht, die die Annäherung der beiden zeigen. Beide haben eigentlich einen Schutzpanzer abzulegen und das hätte meines Erachtens länger gebraucht. Trotzdem war der Umgang der beiden (bis auf Alina am Anfang) schön mitanzusehen. Auch ein bisschen mehr Tiefe bei den Hauptfiguren hätte ich gut gefunden. Vieles wird nur angerissen und gerade die Gründe, warum Bohm in der Obdachlosigkeit gelandet ist, hätten ausführlicher dargelegt werden können, denn so konnte ich seine Entscheidung nicht hundertprozentig nachvollziehen. Alles in allem aber ein bewegendes und kurzes Buch, welches zum Nachdenken anregt.
Das eine Auge blau, den Mund voll mit Dreck Liebe im Bauch, aber Stress im Gepäck (Peter Fox)
Wenn Alkohol deine Familie zerstört und du in die Obdachlosigkeit rutscht, ist man am Tiefpunkt seines Lebens angekommen - oder gibt es doch noch einen Weg raus? Diese Geschichte rund um Bohm und Alina hat mich echt begeistert. Sie eine Journalistin und er ein Obdachloser mit einem Alkoholproblem. Und doch passen die zwei auf eine ganz besondere Art und Weiße zusammen. Ein Buch das mich gefesselt hat. Nicht nur durch den Schreibstil sondern die Botschaft dahinter war für mich ausschlaggebend. Fast jeder( mich eingeschlossen)hat Vorurteile gegenüber Obdachlose, aber man sollte echt hinterfragen warum sie so leben - den ich denke kaum das Sie auf der Straße glücklich sind. Und meist steckt ein Schicksalsschlag dahinter - und es kann wircklich JEDEN treffen. Ein Buch das wirklich jeder lesen sollte - klare Leseempfehlung

Jahreshighlight – berührend, tiefgründig, authentisch 
Der Mittdreißiger Bohm ist seit fünf Jahren obdachlos, als die Journalistin Alina auf ihn aufmerksam wird, um ihn für ihre TV -Reportage durch seinen Alltag auf der Straße zu begleiten. Unterschiedlicher könnten die aktuellen Lebenswelten der beiden Protagonisten nicht sein, doch je mehr Alina von Bohms Alltag erfährt und beide allmählich Vertrauen zueinander fassen, umso deutlicher wird, dass Bohm ein Geheimnis mit sich herumträgt, das sein Leben hat entgleisen lassen. Wie kann es passieren, dass Menschen aus ihren Leben gerissen werden und auf der Straße landen? Wie und wodurch können scheinbar sichere Lebensumstände entgleisen? Und könnte es wieder ein danach geben?  Der Roman ist ein richtiges Herzensbuch: spannend, unter die Haut gehend, authentisch und ehrlich, aber kein bisschen kitschig – ganz klare Leseempfehlung! 
Man lebt nicht in der Vergangenheit, nicht in der Zukunft, sondern nur in der Gegenwart-Bohm zu Alina Wann ist oben und wann ist unten im Leben? Trotz des schönen, ansprechenden Cover's wollte ich dieses Buch eigentlich lesen, da mich das Thema nicht so ansprach. Doch nachdem ich die guten Bewertungen des Romans sah, habe ich mich entschieden, ihn doch zu lesen, bzw zu hören. Nur gut, denn dies war eine berührende Geschichte mit Tiefgang. Bohm, Obdachlos und Mitte dreißig, lebt in den Kölner Straßen. Wir lernen ihn als typischen heruntergekommenen Typen kennen, der etwas Geheimnisvolles an sich hat. Alina, Journalistin bei einem Kölner TV Sender, fühlt sich beruflich im Abseits. Da erhält sie die Chance, eine Reportage über einen Menschen der Straße zu machen. Und so beginnt ein Weg, der beide aufeinander zufühlt. Und auch Fox, der Hund, bekommt seine Rolle. Der Roman wird in abwechselnd Kapitel, mal Alinas Sicht, mal Bom's, erzählt. So kann man sich gut in die prima geschilderten Charaktere der beiden hineinfühlen und alles fühlt sich lebendig an. Anschaulich und nachvollziehbar wird erzählt, wie sich Bohm auf der Straße fühlt. Schmutz, Kälte, Einsamkeit kann man sich gut vorstellen. Aber auch die Zwänge, Ängste, Hoffnungen die Alina durchlebt schildert Christian Huber so, dass man sie fühlen kann. Das hat mich sehr bewegt und angesprochen. Klare, eindeutige Sätze machen es leicht, sich alles vorzustellen und mitzuleben. Dialoge enthielten oft untergründiges gegenseitiges Misstrauen und Unverständnis, aber auch Anziehung, die die Spannung und Unsicherheit in ihren Begegnungen spiegelt. Ein paar Wendungen erscheinen etwas geschönt, aber für mich passend. Nicht wird übertrieben dargestellt, nicht verurteilend oder abwertend. Es ist ihr Leben und andere in dieser Situation würden anders reagieren. Das ist eine Stärke des Buches. Es verallgemeinert nicht, übertreibt nicht (Außer vielleicht ein wenig mit Jakob dem Blender) Es gelingt Christian Huber die Abgrenzung unserer Gesellschaft, das Desinteresse und die Abneigung gegenüber Armen, Obdachlosen und Bedürftigen durch die Handlungen deutlich zu machen. Vieles schockiert, berührt tief und lässt mich zukünftig anders hinsehen. Kein perfektes Buch, aber fast. Eine Geschichte, die bleibt. Anrührend, wachrüttelnd. LESENSWERT. Ich hätte nicht gedacht, dass mich diese Geschichte so bewegen würde. Die Situation der Menschen ohne Obdach, die Hilfslosigkeit, die Art wie sie behandelt werden, wie man sie übersieht und über sie hinwegsehen, bewegt mich sehr. Die Arbeit der Sozialarbeiter wird im Buch auch gut beschrieben, wie wichtig ihr Dienst ist.
Empfehlung ❤️ und Warnung
✨Rezensionsexemplar✨ Das war mein erstes Buch des Autors und ich muss gestehen, dass es mich psychisch stark belastet und herausgefordert hat. So viel zum Thema: Was hast du denn, es ist nur ein Buch. Nun, dieses Buch hier hat mich im ersten Drittel komplett hyperventilieren lassen 😢😢. ✨Zitat „Egal, wohin er gegangen war, durch die Parkanlagen, unter den Brücken am Rhein entlang oder durch die Innenstadt: Gefolgt war ihm der Hund. Er hatte sich nicht abschütteln lassen. Beschleunigte Bohm den Schritt, verfiel der Hund in Trab, ging Bohm langsamer, schien das Tier das als Aufforderung zu sehen, um näher zu kommen.“ ✨Inhalt Bohm lebt auf der Straße. Er hat aufgrund von Umständen, über die er nicht spricht, alles verloren und schlägt sich als Obdachloser durch die Straßen von Köln durch. Alina ist gescheiterte Journalistin, der sich eine letzte berufliche Chance bietet: eine Reportage über Bohm und seinen harten Alltag… ✨Meinung Ich bin froh, dass ich dieses Buch beendet habe, sage ich Euch wie es ist. Es hat mich extrem aufgewühlt. Eine Situation kommt vor, die ich so nicht habe kommen sehen und es macht mich einfach kaputt, wenn ich daran denke. Ansonsten muss man sagen, dass der Autor sehr sensibel mit dem Thema Obdachlosigkeit umgeht. Schonungslos, ehrlich, ohne Rücksicht darauf, dass jedes Wort, das er schreibt, einfach schmerzt, aber trotzdem sehr sensibel und respektvoll. Das war für mich das allerwichtigste und ein wichtiger Grund, warum ich dieses Buch unbedingt lesen wollte. Ich wurde vermutlich noch ein wenig mehr getriggert, als es normalerweise der Fall wäre, denn ich habe durch Vorerfahrungen (lange Tätigkeit als studentische Hilfskraft in einem spanischen Obdachlosenzentrum, als ich jünger war) einfach auch in real life schon viel gehört, gesehen und erfahren. Das ist natürlich alles hochgekocht. Denn es kann jedem passieren, die Umstände müssen nur besonders unglücklich ineinandergreifen. Ich heule wieder! Und hyperventiliert bin ich wegen einer anderen Situation, diese kann ich Euch nicht spoilern, aber es ist besser, sich zu wappnen. Jedenfalls: Das Buch ist sehr sehr schön geschrieben. Bohm war mir von Anfang an sympathisch, was jedoch im späteren Verlauf auch auf die Probe gestellt wurde, denn die Geschichte verlief in eine für mich unerwartete Richtung. Alina musste man längere Zeit erst mal tolerieren oder versuchen zu tolerieren, aber ihr Charakter macht eine gute Reise durch. Auch ist in dem Buch klar, wer die Antagonisten sind, nämlich alle diejenigen, die sich von oben herab äußern, ganz zu schweigen von den „Ideen“ um die Einschaltquoten zu verbessern 🤬🤬🤬. ✨Fazit Ich würde mir wünschen, dass mit der Zeit möglichst viele Menschen die Gelegenheit ergreifen, Bohm und Alina (und Fox 💘) kennenzulernen. 5/5⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

"Wenn das Streichholz bis auf die Fingerspitzen runtergebrannt ist, dann dreht man es um und hält es brennend weiter am verkohlten Ende. So bleibt einem noch Zeit."
Daniel Bohm lebt auf der Straße. Seinen vollständigen Namen nennt er erst, als er einer TV-Produktion zustimmt, für die er mit der Fernsehjournalistin Alina zusammenarbeiten soll. Bohm selbst hält sich jedoch bedeckt, aus seinem Leben möchte er möglichst nichts preisgeben. Mit dieser Reportage über das Leben auf der Straße will Alina nicht nur ihren Job retten, sondern auch ein Stück weit sich selbst. Doch ausgerechnet dieser obdachlose Mann bringt ihre Gefühlswelt völlig durcheinander. "Sie beugte sich vor, Griff eine von Bohms Holzmäusen und legte sie wieder zurück. Dabei streifte ihr Blick den von bohk für den Bruchteil einer Sekunde" Es darf nicht, es kann nicht...unzählige Gedanken und dabei die Gewissheit, dass Liebe keine Adresse braucht, um einen zu finden. Kennt ihr diese Momente, in denen etwas ein so intensives Gefühl in einem auslöst? Bei diesem Buch habe ich das ganz extrem wahrgenommen. Neben der wirklich guten Story kann ich gar nicht genau deuten, wie der Autor es geschafft hat, mich in einen derartigen Sog zu ziehen. Ich könnte schwören, Bohm persönlich kennengelernt zu haben,- ich könnte schwören, in seinen grünen Augen all seine Ängste, Zweifel, Sorgen, Gefühle und Geschichten gelesen zu haben… Es ist schlicht unmöglich, Bohm und seinen Hund Fox nicht ins Herz zu schließen. Ich habe beim Lesen die Playlist vom Ende des Buches rauf und runter gehört, habe annotiert und geheult, wie es mir wirklich selten bei Büchern passiert. Danach wusste ich erst einmal gar nicht, wie ich überhaupt ein neues Buch beginnen sollte. Dieses Buch ist eine Liebesgeschichte über alle Grenzen hinaus! Über den Verstand, über soziale Hürden und über sich selbst. Es ist eine bewegende und unglaublich intensive Geschichte über die Schwere von Schuld und die Befreiung durch Vergebung und die unerschütterliche Gewissheit, wenn sich etwas trotz allem absolut richtig anfühlt. Es erzählt von der Kraft eines einzigen Augenblicks, der die Tiefe eines ganzen Lebens in sich trägt und mich vollkommen sprachlos zurückgelassen hat. Es flüstert in meinem Ohr, 'ein eventueller Jahreshighlight-Anwärter' ❣️

Solange ein Streichholz brennt von Christian Huber ist das erste Buch, das ich von dem Autor gelesen habe, aber bestimmt nicht das letzte. Es ist eine wunderschöne Liebesgeschichte mit einem großartigen und zum Inhalt passenden Cover. Ich habe das Buch größtenteils gehört, wunderbar eingelesen von Robert Stadlober und Maria Wördemann. Alina ist junge Redakteurin, früher war sie sehr erfolgreich, doch ihr Stern ist am Sinken. Sie bekommt sie das Angebot, eine Reportage für eine Sendung zu drehen, die ihrer Karriere den nötigen Aufschwung geben könnte, und zwar soll sie für die Pilotsendung eines neuen Magazins einen Beitrag über Obdachlosigkeit beisteuern, als Titel schlägt sie vor: Wie entgleitet ein Leben? Sie fragt den 36jährigen Bohm, ob sie ihn gegen Bezahlung eine Woche lang begleiten darf. Bohm lehnt zunächst ab, da er nicht im Fernsehen gezeigt werden will, doch dann braucht er sofort Geld und sagt zu. Das Buch ist abwechselnd aus der Perspektive von Alina und Bohm geschrieben. Christian Huber betont in seinem Podcast „Gefühlte Fakten“, dass es kein Roman über Obdachlosigkeit ist, dem stimme ich absolut zu. Es ist eine Liebesgeschichte, in der ein Hund namens Fox eine wichtige Rolle spielt. Wie gut, dass ich in einem anderen Podcast schon gehört habe, dass ein Autor niemals einen Hund sterben lassen darf, da er sich damit bei seinen Leser*innen ins Abseits manövriert. Warum Bohm obdachlos geworden ist, erfahren wir erst gegen Ende des Romans. Seine Geschichte, der fesselnde und teils poetische Schreibstil hat mich sehr berührt, ganz besonders eine Szene mit Mathilda und Anton und den Million-Dollar-Mäusen. Ich mochte das Lokalkolorit. Alle, die Köln kennen, werden die von Bohm und Alina aufgesuchten Orte wiedererkennen und vielleicht beim nächsten Besuch der Deutzer Kirmes oder beim Spaziergang an der Rheinpromenade an die beiden denken. Ich habe das Hörbuch sehr gern gehört, es hat für mich ähnliche Vibes wie die Bücher von Ewald Arenz. Eine warmherzige und berührende Geschichte, die ich euch ans Herz legen möchte.
>> „Die Frage ist doch“, sprach sie weiter, „ist wirklich jeder seines Glückes Schmied?“ << 🍀⚒️🤝
Milchstraße trifft Andromedagalaxie, Alina trifft Bohm, Kollision vorprogrammiert? Mit „Solange ein Streichholz brennt“ hat Christian Huber nicht nur mein Wissen im Kosmos der Wahrheit-oder-Plicht-Spiele erweitert, sondern vor allem eine berührende und eindrucksvolle Geschichte geschrieben. Dieses Werk berührt und nimmt mit, holt ab und lässt eintauchen und greift subtil noch Medien- und Gesellschaftskritik auf. Dabei bedient Huber sich einer Sprache des Alltags, die wie aus dem Leben geschnitten scheint. Das Lesen fiel leicht, obwohl die Worte Gewicht haben. Durch die abwechselnden Perspektiven der beiden Hauptfiguren wird die Verbindung, die sich zwischen Alina und Bohm stetig festigt, nachvollziehbar. a Auch weil der Plot um die Liebe, die soziale Grenzen sprengt, unrealistisch realistisch möglich wird. Zeitgleich regt das Buch, durch seinen Plot mit den Begnungen, der Reportage und den kleinen Details aus Bohms Lebensrealität, zu Reflexion und Auseinandersetzung mit eigenen und gesellschaftlichen Wertvorstellungen an. Huber lenkt die Aufmerksamkeit auf eine Gruppe von Menschen, die in der Gesellschaft sichtbar unsichtbar existieren und deren tägliches Leben vor allem vom Überleben geprägt zu sein scheint. Und stellt dabei Fragen, die jede:n betreffen. Kleins Me-Problem am Rande: Ich persönlich war zunächst nicht auf eine Liebesgeschichte vorbereitet, weil ich mal wieder auf den Klappentext verzichtete. Zwischenzeitlich beschlich mich immer wieder die Sorge, eine allumfänglichen Tragödie geliefert zu bekommen. Aber dies ist trotz allem eine schöne Geschichte, mit Hoffnung, neuen Perspektiven und eben viel Liebe 🐶🫶. Für mich hätte es die Liebesgeschichte nicht gebraucht. Auch wenn sich mir die dramaturgische Wahl erschließt, fühlte es sich für mich nach „zu schnell, zu viel“ an. Huber trägt keinesfalls zu sehr auf, trotzdem war der Roman mir an mancher Stelle ein wenig zu konstruiert im Beziehungsaufbau. Ich bedanke mich beim dtv Verlag und NetGalleyDE für das Rezensionsexemplar, Auf das dieser „eine Moment“ in der Zukunft seine Früchte entfalten mag. Denn dieserGeschichte zeigt, dass es neben den „Schmieden“ noch andere Handwerker:innen gibt, die aushelfen können, wenn man bereit ist sein Glück (wieder) zu finden.
Bewegend!
Ein unheimlich rührendes Buch, in dem die Leben zweier Menschen im Vordergrund stehen, die unterschiedlicher nicht sein können. Dennoch treffen sie zusammen, beide mit genug emotionalem Gepäck dabei. Zwischendurch musste ich wegen dem Hund ein paar Tränchen lassen- aber ich will nicht spoilern. Lest das Buch! Es ist wichtig 🖤

Ich LIEBE dieses Buch!!
Mit Solange ein Streichholz brennt hat Christian Huber einen Roman geschaffen, der mich tief berührt und begeistert hat. Im Zentrum stehen Alina, eine Fernsehjournalistin, deren Karriere stagniert, und Bohm, der auf der Straße lebt. Zwei Leben, die unterschiedlicher kaum wirken könnten – und sich doch auf eine Weise spiegeln, die unter die Haut geht. Was als berufliche Begegnung beginnt, entwickelt sich zu etwas viel Größerem: einer leisen, intensiven Annäherung zweier einsamer Seelen. Besonders beeindruckt hat mich die Figurenzeichnung. Alina und Bohm fühlen sich so echt an, so menschlich, mit all ihren Widersprüchen, Zweifeln und inneren Kämpfen. Durch die wechselnden Perspektiven ist man ihnen unglaublich nah – man versteht nicht nur ihr Handeln, sondern fühlt es. Und ja – die Geschichte ist in Teilen vorhersehbar, stellenweise pathetisch und auch ein wenig plakativ. Aber genau das hat mich überraschenderweise überhaupt nicht gestört. Im Gegenteil: Es tut einfach gut, diesen Roman zu lesen. Er gibt einem Wärme, Hoffnung und dieses seltene, ehrliche Feel-Good-Gefühl, das man nicht zerdenken will. Und dann diese Entwicklung zwischen ihnen: dieses vorsichtige Näherkommen, das Knistern, das Zögern, das Leugnen. Man spürt als Leser längst, was zwischen ihnen entsteht, während sie selbst noch dagegen ankämpfen. Genau diese feinen Zwischentöne machen die Geschichte so besonders. Neben der Liebesgeschichte steckt viel Gesellschaftskritik im Roman – ohne je zu schwer zu werden. Der Blick auf Obdachlosigkeit und die Medienwelt ist schonungslos, aber sensibel erzählt. Es geht um Würde, um Wertschätzung und darum, wie schnell ein Leben aus der Bahn geraten kann. Das Symbol des Streichholzes zieht sich dabei so kraftvoll durch die Geschichte: dieses Bild vom Festhalten, obwohl es längst schmerzt. Vom Loslassen, das notwendig ist, um nicht daran zu verbrennen. Und das Ende? Nicht kitschig. Nicht perfekt. Aber voller Hoffnung. Ein Roman, der aufwühlt und gleichzeitig auffängt. Einer, der vielleicht nicht subtil ist – aber genau deshalb so gut tut. Für mich ganz klar: ein Feel-Good-Roman mit Herz und eines der besten Bücher dieses Jahres. ✨

Anfangs fast zu leicht – und am Ende erstaunlich tief. Ein trauriger und gleichzeitig sehr schöner Roman.
In „Solange ein Streichholz brennt, lernen wir Bohm, einen Obdachlosen in den Straßen Kölns und die junge Journalisten Alina kennen. Für ein neues TV-Format begleitet Alina Bohm und dessen Hund Fox. Aus der zunächst professionellen Beziehung, entwickelt sich schnell mehr. Zu Beginn noch sehr verschlossen, öffnet sich Bohm und seine Geschichte wird immer tiefgründiger, sowohl seine Geschichte als Obdachloser als auch wie er dazu wurde. Der Roman „Solange ein Streichholz brennt“ von Christian Huber behandelt die Themen Obdachlosigkeit, Schuld und Hoffnung auf einen Neuanfang. Im Mittelpunkt stehen der obdachlose Bohm und die Journalistin Alina, die aus völlig unterschiedlichen Lebenswelten stammen. Durch Bohms Geschichte zeigt der Roman, dass hinter jedem obdachlosen Menschen persönliche Schicksale und Verletzungen verborgen sind. Alina verändert durch die Begegnung mit Bohm ihren Blick auf die Gesellschaft und erkennt die Folgen von Vorurteilen und Gleichgültigkeit. Gleichzeitig kritisiert der Roman den oberflächlichen Umgang der Gesellschaft und der Medien mit Menschen am Rand des Lebens. Insgesamt vermittelt der Roman die Botschaft, dass Mitgefühl und Verständnis wichtiger sind als vorschnelle Urteile. Solange ein Streichholz brennt ist noch Zeit für Wahrheit und Hoffnung. Ich brauchte am Anfang etwas, um wirklich hineinzufinden. Vieles wirkte zunächst leicht oder fast etwas zu oberflächlich. Aber je weiter ich gelesen habe, desto mehr hat mich das Buch erreicht. Die Figuren gewinnen an Tiefe und plötzlich merkt man, wie traurig manche Geschichten eigentlich sind. Am Ende hat mich der Roman emotional doch sehr getroffen. Es gab Momente, die mich wirklich zu Tränen gerührt haben. Christian Huber schreibt ruhig, angenehm und sehr menschlich. Genau das macht das Buch so schön zu lesen. ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ Weil sich hinter der ruhigen Oberfläche eine sehr berührende Geschichte verbirgt. SolangeEinStreichholzBrennt #ChristianHuber #BohmundAlina #Fox #Obddachlosigkeit #Würde #Hoffnung #Liebe

Zwei Welten… Die junge Fernsehjournalist Alina, die endlich von dem Sender, für den sie arbeitet, eine Chance bekommt, ihre Kreativität und ihr journalistisches Gespür unter Beweis zu stellen und der Obdachlose Bohm, für den jeder Tag auf der Straße ein Überlebenskampf ist. Ein Moment… Alina übernimmt den Auftrag, einen Einspieler mit dem Titel „Wie entgleitet ein Leben“ für eine neue Talkshow zu drehen. Sie lernt Bohm kennen, der sie erst sehr wiederwillig, aber aus Gründen, seinen Alltag auf der Straße mit der Kamera begleiten lässt. Diese intensive Zusammenarbeiten lässt eine Nähe zwischen den beiden entstehen, die für große Verunsicherung auf beiden Seiten sorgt. Alles ändert sich… Die beiden Protagonisten fangen an sich selbst zu hinterfragen, ihre Normen und Werte, die ihnen wichtig sind im Leben, welche Vorurteile sie prägen und natürlich wie sie die Gefühle einordnen sollen, die sie füreinander empfinden. Denn sie fangen an sich immer wohler in der Gesellschaft des anderen zu fühlen. Aber wie sieht es mit der gesellschaftlichen Akzeptanz für eine solche Verbindung aus. Ich muss gestehen, so gut mir die Idee des Plots gefallen hat, habe ich trotzdem lange gebraucht, um in die Geschichte reinzukommen. Alina und Bohm wirkten im ersten Drittel des Buches für mich sehr eindimensional, mir fehlte die Tiefe und ich habe die erste Anziehungskraft der Beiden nicht wirklich gefühlt und nachvollziehen können. Bohms ungebrochener Lebenswille, trotz seines oft menschenunwürdigen Lebens auf der Straße jedoch hat mich sehr mitgenommen und mich meine eigene Haltung zur Obdachlosigkeit hinterfragen lassen. Alina war mir am Anfang der Geschichte nicht sehr sympathisch und ihre Gedankenwelt für mich nicht immer nachvollziehbar, aber mit Fortschreiten der Geschichte machte sie für mich eine starke Entwicklung durch. Die Frage „Wie entgleitet ein Leben“ wird zum zentralen Thema des Romans und bildet den Spannungsbogen. Ab der Hälfte konnte ich den Roman dann kaum noch aus der Hand legen. Die Ereignisse rund um Alina und Bohm fangen an sich zu überschlagen und die Auflösung am Ende, warum Bohm in der Obdachlosigkeit gelandet ist, hat mich zu Tränen gerührt. Ein gesellschaftskritischer, sehr berührender Roman, den ich, nach anfänglichen Schwierigkeiten, sehr gern gelesen habe und der mir viel Stoff zum nachdenken mitgegeben hat.

Hat ein Obdachloser Liebe verdient?
Bohm lebt seit fünf Jahren auf der Straße. Alina is eine aufstrebende Journalistin bei RTI. Eines Tages kreuzen sich ihre Wege und sie verändern ihre Leben für immer. Wie ist aus Daniel Bohm geworden? Was hat es mit diesem mysteriösen Typen auf sich. Man könnte meinen es handelt sich um einen gesellschaftskritischen Roman. Jedoch ist dies eine Liebesgeschichte. Mit einem zugegebenermaßen ungewöhnlichen Charakter. Ich habe noch nie erlebt, dass in einem Roman das Leben eines Obdachlosen so ausschweifend thematisiert wurde. Mit welchen Tücken und Stigmen Bohm sich rumschlagen muss. Christian Huber schafft es dieses Thema spannend zu verwerten, ohne mahnen mit erhobenem Finger auf uns zu zeigen. Er zeigt uns einfach eine andere Lebensrealität auf, wie es gute Autoren nun mal tun. Und mit diesem Buch hat Christian Huber endgültig bewiesen, dass er einer ist. Ich war schon ein Riesen Fan von „Man vergisst nicht, wie man schwimmt“ und es hat mir auch ein wenig besser gefallen, als dieses Buch. Trotzdem hat Christian Huber es wieder mal geschafft, dass ich gut unterhalten wurde und trotzdem oft einen Klos im Hals hatte. Ich verfolge schon lange seine Arbeiten und bin großer Fan. Trotzdem wollte ich das möglichst objektiv bewerten. Mein Gesamtfazit lautet, dass es anfangs etwas dahin schwimmt, zum Ende aber wieder ordentlich an Fahrt aufnimmt. Es zeigt gut, dass Obdachlosigkeit wirklich jeden treffen kann. Und wie hart es ist, damit zu leben. Und dass man trotz allem einfach ein Mensch ist, der genau die gleichen Gefühle hat, wie alle anderen. Spannend und berührend.
Wie ein Leben entgleitet
In "Solange ein Streichholz brennt" begleiten wir Bohm und Alina. Bohm lebt seit einiger Zeit auf der Straße und lernt Alina kennen, als sie auf der Suche nach einem Protagonisten für ihre Dokumentation über Obdachlosigkeit ist. Alina darf ihn ein paar Tage begleiten und versucht herauszufinden, wie ein Leben entgleiten kann. Christian Hubers Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, er erzählt sehr bildhaft, emotional und gleichzeitig poetisch. Die Kontraste zwischen den beiden Leben von Alina & Bohm sind sehr groß. Alina ist eine Journalistin, die das Gefühl hat, dass ihre Karriere stagniert, ihr Job durch Einsparungen bei ihrem Sender bedroht ist und somit darauf hofft, dass ihre nächste Dokumentation erfolgreich wird. Und Bohm kämpft gleichzeitig auf der Straße um's Überleben, einen trockenen Schlafplatz und Nahrung. Und beide sind doch auf ähnliche Art und Weise zerrissen und auf der Suche nach Sinn. Beide Hauptprotagonisten wurden sehr glaubwürdig und authentisch gezeichnet, sodass man sich gut in sie einfühlen konnte. "Solange ein Streichholz brennt" hat mich berührt, zum Nachdenken angeregt und mich erfahren lassen, wie wenig und gleichzeitig viel es manchmal braucht, bis ein Leben entgleitet.
Bohm besitzt nichts weiter, außer einem Rucksack, ein paar geschnitzten Mäuse und einem ungeöffneten Brief. Er lebt auf der Straße, begleitet wird er nur von seinem Hund. Die Vergangenheit verdrängt er, so gut es eben geht. Damit will er nichts mehr zu tun haben. Alina ist Reporterin und immer auf der Suche nach einer Story. Beruflich läuft es nicht so wie gewünscht und da kommt ihr die Chance auf eine Reportage über Obdachlosigkeit gerade recht. So trifft sie auf Bohm. Zwei Leben, wie sie unterschiedlicher kaum sein können. Doch irgendwas ist da. Vielleicht schon eine ganz zarte Bindung, trotz der sozialen Unterschiede und der ganzen Unsicherheit. Aber kann das gehen und will Bohm sich mit seiner Vergangenheit auseinandersetzen? Ein leises aber sehr eindringliches und emotionales Werk ist Christian Huber hier gelungen. Bohm, der Obdachlose und Alina, die Reporterin. Zwei zunächst sehr unterschiedliche Welten, die da aufeinander treffen. Die Protagonisten sind richtig toll gelungen. Bohm erfüllt kein Klischee, ist ein vielschichtiger, verletzlicher Mensch. Er trinkt um zu vergessen, so umgeht er all den Schmerz. Alina wirkt auch sehr authentisch. Sie ist ständig im Zwiespalt zwischen ihrer Karriere und ihren moralischen Ansprüchen. Der Schreibstil ist ganz klar und ruhig, eher unaufgeregt. Die Geschichte kann sich so ganz langsam entfalten. Lange musste ich darauf warten warum Bohm auf der Straße lebt. Die Geduld wurde aber belohnt. Mir hat gut gefallen, dass die Liebesgeschichte nicht so im Vordergrund steht. Vielmehr geht es um das Leben der beiden, um soziale Ungleichheit und Vorurteile. Die Liebesgeschichte schwingt zwar immer mit, bietet aber auch genug Raum für andere Themen. Ein sehr berührender, leiser und nachdenklich stimmender Roman, den ich euch sehr ans Herz legen möchte.
"Schuld blieb nicht zurück. Sie zog mit. In Gedanken. In Träume. In die Haut, bis hinab in die Knochen. Sie zerdrückte das Herz und zerstörte die Seele. Alles wurde stumpf und taub und tot." [S. 346] Bohm lebt auf der Straße. Alina begleitet ihn (eine Woche) für eine Reportage, die ihre Karriere vorantreiben soll. Langsam entsteht eine Verbindung zwischen ihnen und beide müssen ihre Entscheidungen überdenken. Das hatte Tiefe und ging nah, ohne kitschig zu sein. Empfehlung.
Christian Hubers Buch "Solange ein Streichholz brennt", das heute im @dtv_verlag erschienen ist, hat mich sensiblisiert, Menschen, die auf der Strasse leben, genauer wahrzunehmen und davon auszugehen, dass sie Schweres erlebt haben und jeden Tag mit neuen Schwierigkeiten konfrontiert werden. Es ist ein starkes Buch, das mich intensiv zum Nachdenken gebracht hat, auch wenn es in einigen Episoden vielleicht ein bisschen zu gut für das wahre Leben ist.
Christian Huber erzählt von seinen Hauptfiguren Alina und Bohm, die beide unter grossem Druck stehen. Alina arbeitet bei einem Fernsehsender und rechnet damit, gekündigt zu werden, weil keines ihrer bisherigen Projekte Anerkennung finden konnte. Jetzt hat sie eine letzte Chance bekommen. Sie will einen perfekten Film über das Leben von Obdachlosen drehen, der als Einstieg in eine Talkshow laufen soll. Bohm lebt seit fünf Jahren auf der Strasse und sorgt sich jede Nacht darum, einen sicheren Schlafplatz zu finden. Immer wieder ist er mit Kälte und Nässe, mit Vorurteilen und Gewalt konfrontiert. Nun schwebt der Hund, der ihm zugelaufen ist und den er schnell in sein Herz geschlossen hat, in Lebensgefahr. Daher braucht er Geld. Das bringt ihn dazu, für Alinas Filmprojekt zur Verfügung zu stehen. Christian Huber erzählt davon, wie Alina Bohm durch seinen Alltag begleitet und aus anfänglicher Distanz immer grösses Interesse an ihm und seinem Leben erwächst. Da ist Wärme, da ist Tiefe, da sind Streichholztricks, auf die sie neugierig ist. Da wird manches einfach und bleibt zugleich kompliziert. Denn Angst und Scham schwingen immer mit. Parellel dazu macht Alina unerwartete Erfahrungen mit Kollegen, die gut situiert leben, die in starkem Kontrast mit ihren Erlebnissen mit Bohm stehen. Christian Huber macht etwas zugänglich, was wir in unserem Leben leicht übersehen. Er zeigt ganz klar, dass es nicht um Zuschauen, sondern nur um echtes Mitfühlen gehen kann. Dazu tragen seine detailierte Beobachtungsgabe, seine bildhafte Art zu schreiben und seine feinfühlige Figurenzeichnung bei. Er schafft es Spannung zu erzeugen und mit überraschenden Wendungen zu halten, so dass ich das Buch kaum zur Seite legen konnte. Ein besonderes Add-on des Romans ist die Tracklist, die sich am Ende findet.

Ganz toll! Irgendwie anders schön
Für mich ist dieser Roman jetzt schon die Romanentdeckung des Jahres! Die Story ist endlich mal etwas Anderes, sodass ich schon beim Klappentext direkt neugierig wurde. Auch beim Lesen war ich ab Seite 1 begeistert und konnte das Buch kaum weglegen. Es lässt sich einfach lesen, es macht Spaß, man will wissen wie es weitergeht und die Charaktere sind toll ausgearbeitet, sodass ich direkt mit Ihnen sympathisiert habe. Vor allem mit Alina und Fox. Es kommt wirklich selten bei mir vor, aber ich habe an der ein oder anderen Stelle geweint, sowohl aus Mitgefühl als auch aus Freude. Ich fand auch das Ende stimmig, selbst wenn ich noch gerne viel mehr gelesen hätte.
Das spannende kam erst am Ende
Die ersten 250 Seiten dachte ich über den Autor "du willst zu viel und bleibst zu flach, das kannst du besser!". Ich hatte mich nach "Man verlernt nicht wie man schwimmt" sehr auf das Nachfolgebuch gefreut und war dann nach den ersten Seiten irgendwie...enttäuscht? Mir sprangen Logikfehler ins Gesicht, die Charaktere bekamen für mich keine Gesichter, alles wirkte konstruiert und zu vereinfacht dargestellt. Doch ich blieb dran und hoffte, dass sich unter der Spitze des Eisbergs noch mehr verbirgt. Und ja, es kam ein Eisberg. Nach ein paar unnötigen und vorhersehbaren Szenen wurde es endlich, endlich tiefer und für mich wirklich interessanter. Ich wünsche mir eine Fortsetzung, möchte Saskias Geschichte lesen und mehr über Daniels Kindheit erfahren. Mich interessiert die Perspektive von Anton und Mathilda. Da kann noch so viel erzählt werden!
Solange das Streichholz brennt, ist alles möglich 💜
Zwei Welten, die plötzlich aufeinander treffen. Bohm lebt seit fünf Jahren auf der Straße und kämpft sich durch. Er trägt einen Brief mit sich rum, den er nicht öffnen will. Ein Hund ist ihm zugelaufen, mit dem er versucht zu überleben. Eines Tages lernt er Alina kennen. Eine Fernsehjournalistin, die endlich Karriere machen will. Sie hat nun die Chance mit einer Reportage über Menschen auf der Straße und sucht sich dafür Bohm aus. Sie begleitet ihn 7 Tage lang. In diesen 7 Tagen lernen sie sich kennen. Da ist was. Sie spüren eine Verbindung. „Hast du manchmal auch Angst, nicht du selbst zu sein?“ Das war mal wieder ein richtig toller Roman. Eine traurige Geschichte durch den Einblick in das Leben auf der Straße, eine ehrliche und emotionale Erzählung über Schmerz, Leid, Angst und Hoffnung. Ich habe gelacht, gefühlt, geweint, gehofft und geliebt beim Lesen. Eine schöne Schreibweise und eine Geschichte, die im Kopf bleibt - genauso wie das Buch von ihm „man vergisst nicht, wie man schwimmen lernt.“ Gehe jeden Tag für dein Leben los - solange das Streichholz brennt, hast du alle Möglichkeiten 💜✨ „Denn man konnte vor allem weglaufen, aber nicht vor sich selbst.“
Ein besonderer, berührender Roman, der zum Nachdenken anregt, ein Highlight!!
Bohm ist obdachlos und das Leben auf der Straße ist alles andere als leicht. Er fertigt kleine Holzmäuse an, die er verkauft, um über die Runden zu kommen. Sein Hund Fox ist immer an seiner Seite. Die junge TV-Journalistin Alina hingegen bangt um ihre berufliche Zukunft. Unerwartet erhält sie jedoch eine neue Chance. Sie soll eine Reportage über das Leben auf der Straße drehen. Dabei trifft sie auf Bohm. Zwei völlig unterschiedliche Lebenswelten prallen aufeinander und plötzlich entsteht etwas zwischen ihnen … Dieser Roman hat mich von der ersten bis zur letzten Seite in seinen Bann gezogen und tief berührt. Es fiel mir unglaublich schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Perspektive von Alina und Bohm erzählte. Der Roman ist emotional, aber zugleich gibt es immer wieder Momente, die ein Lächeln hervorrufen. Bohm war mir sofort sympathisch und es hat mich bewegt zu lesen, wie er täglich darum kämpft seinen Alltag auf der Straße zu bewältigen. Themen wie Ausgrenzung, Vorurteile und Ungerechtigkeit werden sehr authentisch dargestellt. Gleichzeitig spürt man, dass Bohm etwas aus seiner Vergangenheit zu verdrängen versucht. Was hat ihn dazu gebracht auf der Straße zu leben? Auch Alina, die aus einer ganz anderen Welt stammt, macht eine bemerkenswerte Entwicklung durch. Anfangs dreht sich bei ihr alles um ihre Karriere und die Chance auf eine brisante Reportage. Doch nach und nach lernt sie Bohm besser kennen und beginnt, ihn immer mehr zu schätzen. Ein eindringlicher Roman über Obdachlosigkeit, Sucht, das Leben, Selbstzweifel und eine besondere Freundschaft. Eine berührende Geschichte die zum Nachdenken anregt, ein Highlight, unbedingt lesen!!!

Wow…ergreifend bis zum letzten Wort
Leise, einfühlsam, mächtig - wir folgen in diesem Buch Alina und Bohm, zwei Charaktere die an völlig unterschiedlichen Stellen der Gesellschaft stehen und doch viel gemeinsam haben. Alina versucht in ihrem Job zu bestehen und Bohm versucht, auf der Straße über die Runden zu kommen. Klingt nach Klischee? Weit gefehlt! Alina und Bohm sind Schicksalsgenossen - sie sieht in ihm ein Sprungbrett zurück in ihre Welt und er braucht Geld für ne lebenswichtige Hunde-OP. Doch in der gemeinsamen Zeit sind es unangenehme Wahrheiten über das eigene Leben und leise Momente der Öffnung, die beide zueinander streben lässt. Wer hier Kitsch-Romanze erwartet bekommt eher eine Dosis sehr mehrdimensionaler Gefühls- und Lebenswelten. Zwei Menschen die viel wissen und kennen und trotzdem offen für einander sein wollen. Ein Genuss bis zum letzten Wort! Unbedingt lesen!
„Ein einziger Moment kann alles verändern. Oder wie Sie sagen: das Schicksal. Aber manche Menschen sind das Schicksal.“ (Zitat auf Seite 229) ✨…. Zwei Welten, ein Moment, alles ändert sich & genau hier beginnt ein wunderbarer Roman, den ich so, nicht erwartet habe 🤍.. Alina & Bohm, zwei Welten, die nichts miteinander zutun haben & doch, entwickelt sich was ganz feines … Ein Geheimnis, was Alina aufdecken möchte & es steckt immer mehr, als das was wir sehen … Bohm, eine Persönlichkeit, was mich wahnsinnig fasziniert hat & so auch seine Geschichte.. Die Sichten von Alina & Bohm, runden die Geschichte unglaublich gut ab & der flüssige Schreibstil sowie die kurzen Kapitel, lassen einem beim lesen nicht los … Zusätzlich die Tracklist zu gewissen Kapitel, machen das Buch zum Highlight 🎶📖🥰 Eine aussergewöhnliche Geschichte, die unglaublich gut geschrieben ist & auch uns Leser viel zum Nachdenken bringt .. was steckt hinter so einem Menschen & viele hatten auch ein wunderbares Leben, vor der Strasse…. Was ist passiert, das man sich entschliesst so zuleben & hat man eine Wahl ?! „Wie entgleitet ein Leben?“ „War Unglück etwas, das sich in einem ansammelt wie Müll? Wurde man zu einem Berg von Müll?“ (… Zitate auf Seite 179 & 149) Fazit; ✨…ein wunderbares Buch, das vieles auch zum Nachdenken anregt & schaut bitte hin, es steckt so viel mehr, als das man sieht .. ein wunderbares feines Highlight von einem Autoren, von dem ich zukünftig mehr lesen möchte … 📚 … & nicht zu vergessen die 🐭… die Mäuse, sooo eine interessante wahre Story, was genau, das lest bitte selbst 📖🐭🥰💸💰 Eure Lovely Miri 🐾
Ein ganz tolles Buch!
Schon beim Lesen des Klappentextes wusste ich, dass mir dieser Roman sehr gefallen würde. Kürzlich steckte ich noch in einer kleinen Leseflaute – und bin dann auf dieses Buch gestoßen. Von Anfang an war ich neugierig auf Bohms Geschichte und habe die Seiten förmlich inhaliert. Der Schreibstil von Christian Huber macht es leicht, schnell in die Geschichte einzutauchen. Es ist eine zugleich schöne und traurige Erzählung, die einen berührt und nachdenklich zurücklässt. Besonders eindrücklich ist die Erkenntnis, dass das, was Bohm widerfährt, im Grunde jeden treffen kann. Und jetzt hätte ich auch gerne eine Ein-Million-Dollar-Maus – und einen kleinen Weggefährten wie Fox.
5/5 ⭐️
Dieses Buch ist definitiv ein Highlight für mich gewesen. Der Schreibstil war so direkt, besonders und hat mich in seinen Bann gezogen. Ich fand diese Geschichte wahnsinnig herzergreifend, traurig, und inspirierend. Obwohl dieses Buch mit 350 Seiten recht kurz ist, brauchte ich immer mal Pausen, weil es mich so mitgenommen hat. Die Realität ist oft trauriger als Fiktion.
Solange das Streichholz brennt, wird nur die Wahrheit gesagt!
Ein unglaublich Herz erwährmendes Buch! Es treffen zwei Welten aufeinander, die sich troz Problemen immer weiter annähern und feststellen, so unterschiedlich sind sie garnicht. Es geht um Vertrauen, Verrat und letztendlich dem Weg zu sich selbst. Es in spannend erzählt und liest sich extrem gut. Persönlich gefallen mir besonders die Anspielungen zur zeitgenössischen Popkultur.
Ein bewegender, feinfühliger Roman, der einen auch nicht loslässt, wenn man das Buch zugeschlagen hat. Christian Huber gelingt es, soziale Themen mit emotionaler Tiefe zu verbinden, ohne belehrend zu wirken. Wer Geschichten mag, die unter die Haut gehen, wird dieses Buch kaum aus der Hand legen können.
In dem Roman geht es um Bohm, der seit 5 Jahren auf der Straße lebt. Warum es dazu gekommen ist verrät er niemand. Er besitzt nichts mehr außer einem alten Rucksack, ein paar selbst geschnitzten Holzmäusen und einem ungeöffneten Brief und ein zugelaufenen Hund, den er Fox nennt. Parallel dazu lernen wir die Fernsehjournalistin Alina kennen, deren Karriere auf der Kippe steht. Als letzte Chance erhält sie den Auftrag, eine Reportage über das Leben von obdachlosen Menschen zu drehen. Dabei wird ihr Bohm als möglicher Ansprechpartner empfohlen – eine Begegnung, die für beide weitreichende Folgen haben wird. Der Roman ist in vier Teile gegliedert und wird abwechselnd aus der Perspektive von Bohm und Alina erzählt. Dadurch lernen wir die beiden Protagonisten sehr gut kennen und beim lesen war mir insbesondere Bohm sofort sympathisch. Schnell entwickelt die Geschichte eine starke Sogwirkung: Man möchte unbedingt mehr über seinen Alltag auf der Straße erfahren – und vor allem darüber, was ihn in diese Situation gebracht hat. Christian Huber schildert das Leben auf der Straße sehr authentisch. Auch die Vorurteile und die oft unsichtbare Ausgrenzung durch die Gesellschaft werden eindrücklich dargestellt, auch wenn ich mir an einigen Stellen noch etwas mehr Schärfe gewünscht hätte. Besonders gelungen ist die Entwicklung der Beziehung zwischen Alina und Bohm. Ihre Gespräche und der behutsame Umgang miteinander sind ein zentraler Bestandteil der Geschichte und verleihen dem Roman zusätzliche Tiefe. Ich mochte Christian Hubers Erzählstil sehr gerne: ruhig, unaufgeregt und dennoch durchgehend fesselnd. Immer wieder gibt es berührende Momente – etwa in den Szenen mit Fox, in den Begegnungen zwischen Bohm und Alina und insbesondere im vierten Teil des Buches, der emotional noch einmal besonders intensiv wird. Das Buch hat mich sehr bewegt und zum Nachdenken angeregt. Wie oft begegnet man Menschen, die auf der Straße leben, und fragt sich flüchtig, was wohl passiert sein muss? Dabei gerät leicht in Vergessenheit, wie schnell man selbst in eine solche Lage geraten kann. Genau dieses Bewusstsein vermittelt Christian Huber auf eindrucksvolle Weise – ohne zu urteilen oder zu belehren. Ich finde es besonders wertvoll, dass „Solange ein Streichholz brennt“ ein Thema in den Mittelpunkt stellt, das in der Literatur oft nur am Rande behandelt wird. Auch der Titel ist sehr treffend gewählt und zieht sich symbolisch durch die gesamte Geschichte. Auch der Titel des Romans ist so treffend gewählt und ist im Roman immer wieder von Bedeutung. Ein bewegender, feinfühliger Roman, der einen auch nicht loslässt, wenn man das Buch zugeschlagen hat. Christian Huber gelingt es, soziale Themen mit emotionaler Tiefe zu verbinden, ohne belehrend zu wirken. Wer Geschichten mag, die unter die Haut gehen, wird dieses Buch kaum aus der Hand legen können.
Eine Stimme für die Unsichtbaren
Wie oft geht man gedankenverloren an einem obdachlosen Menschen vorbei, ohne ihn wirklich zu sehen. Man nimmt dieses menschliche Schicksal kaum noch wahr, stört sich – wenn überhaupt – eher an dem Geruch oder den herumliegenden Sachen. Doch dort liegen echte Menschen. Menschen mit Schicksalsschlägen, mit Krankheiten und mit falschen Abzweigungen im Leben. Genau diesen Menschen gibt Christian Huber in seinem Buch „Solange ein Streichholz brennt“ eine Stimme. Die Geschichte lebt vor allem von dem starken Kontrast zwischen zwei völlig unterschiedlichen Leben, die nebeneinander gestellt werden: auf der einen Seite eine Reporterin, die versucht, ihre Karriere in Gang zu bringen, auf der anderen Seite ein obdachloser Mann, dessen einziges Ziel es ist, den nächsten Tag zu überleben. Dieser Gegensatz zwischen den beiden Protagonisten bringt die Kernaussagen des Buches besonders eindringlich auf den Punkt. Während die eine um beruflichen Erfolg kämpft, kämpft der andere schlicht um Würde, Wärme und eine Chance auf einen weiteren Morgen. Dabei zeigt das Buch auch die weniger sichtbaren Seiten dieses Lebens: Gefühle von Scham, Angst und ständiger Ungewissheit begleiten den obdachlosen Protagonisten und machen deutlich, wie belastend der Alltag auf der Straße sein kann. Gerade diese leisen, inneren Momente verleihen der Geschichte ihre emotionale Tiefe. Natürlich ist der Werdegang der Geschichte nicht unbedingt die Realität, die viele wohnungslose Menschen tatsächlich erleben oder die auch nur annähernd denkbar wäre. Das Elend vieler Betroffener ist oft noch viel schlimmer und schwerer zu ertragen. Dennoch gelingt es dem Buch, eine berührende und sehr emotionale Geschichte zu erzählen. Es schafft es, das Ungesehene ein Stück sichtbarer zu machen und den Blick auf Menschen zu lenken, an denen man im Alltag vielleicht viel zu oft achtlos vorbeigeht. „Solange ein Streichholz brennt“ ist damit nicht nur eine bewegende Erzählung, sondern auch eine Erinnerung daran, dass hinter jedem Menschen auf der Straße ein individuelles Schicksal steht – und dass ein kurzer Moment des Hinsehens manchmal schon viel verändern kann.

Eine ganz wichtige Botschaft verpackt in einen klugen, emotionalen Roman über das Verstehen fremder Leben – und darüber, dass es nie zu spät ist, das eigene Leben neu zu denken.
Mit "Solange ein Streichholz brennt" von Christian Huber hatte ich anfangs eine kleine Sorge. Keine, die an Hubers handwerklichen Fähigkeiten zweifeln sollte. Dass der Kerl Geschichten erzählen kann, ist unstrittig, sein Werk als Buchautor ("Man vergisst nicht wie man schwimmt"), Texter für Film und Fernsehen (ZDF Neo Magazin Royal) oder Podcaster (Gefühlte Fakten) ist groß. Aber vielleicht war es die Prämisse seines neuen Buches welche mich zu vorschnell auf die falsche Fährte lockte? In "Solange ein Streichholz brennt" begleiten wir in sich abwechselnden Kapiteln den verbitterten, eigenbrötlerischen Obdachlosen Bohm und die wenig empathische TV-Journalistin Alina. Schnell macht uns die Geschichte klar dass die beiden sich annähern, vielleicht sogar mehr aus dieser Begegnung werden kann. Wird das zu klischeehaft? Zu vorhersehbar? In diesem Moment, wir sind noch vergleichsweise früh zu Beginn der Geschichte, befürchtete ich einen neuen Ableger vom hässlichen Entlein. Aber die Angst hielt nicht lange. Denn ziemlich schnell passiert etwas anderes: Man schaut zwei Menschen dabei zu, wie sie beginnen, einander wirklich zu verstehen. Nicht oberflächlich, nicht romantisch – sondern einfach ehrlich. Bohm, seit 5 Jahren auf der Flucht vor gemachten Fehlern stellt sich erstmalig dass was im Buch als "die Ruine seiner Entscheidungen" bezeichnet wird, die Zeit vor seiner Obdachlosigkeit auf den Straßen Kölns. Und Alina die es schafft sich von einem zur so vor Verwertungslogik strotzendem Fernsehjob zu emanzipieren. Die mühsam aufgebauten Fassaden der beiden bröckeln in gemeinsamen Unternehmungen. Zwei Leben, die sich zunächst völlig fremd sind, die eigentlich in verschiedenen Welten stattfinden, öffnen sich Stück für Stück. Sie lernen voneinander, und genau darin liegt die Stärke dieses Romans. Das Lesen ist eine unbändige Freude dabei zwei Menschen beim Prozess des Verstehens eines jeweils fremden Lebens zuzuschauen. Es geht gar nicht um die Liebe, es geht auch nicht um Obdachlosigkeit oder eine Kritik am Fernsehbetrieb. Es geht darum Menschen die Möglichkeit zu geben gemachte Fehler abzulegen und neue Chancen zu erhalten. Eine ganz wichtige Botschaft verpackt in einen klugen, emotionalen Roman über das Verstehen fremder Leben – und darüber, dass es nie zu spät ist, das eigene Leben neu zu denken.

Hmm wie warmer Honig :)
Tut der Seele gut, das Buch. Der Schreibstil ist sehr angenehm und gemütlich, die emotionale Zerrissenheit des Protagonisten wird sehr gut eingefangen. Manche Menschen rundherum sind dafür etwas flach gezeichnet (die „bösen“ Charaktere sind halt wirklich einfach nur böse). In Summe aber einfach ein richtig schöner, wohltuender Liebesroman über Menschen, die einander heilen. Könnte man sicher auch gut am Strand lesen!

Ein Buch, das bleibt
Als ich dieses Buch beendet habe, saß ich danach noch lange einfach nur da und habe die Wand angestarrt. Nicht, weil das Ende besonders schockierend gewesen wäre. Sondern weil ich dieses Gefühl nicht loslassen wollte, das die Geschichte in mir ausgelöst hat. Es ist eines dieser Bücher, die nachhallen. Am besten lässt es sich vielleicht als eine Art modernes Märchen beschreiben: ruhig, eindringlich und dabei nie kitschig. Gleichzeitig steckt unglaublich viel gesellschaftliche Relevanz darin. Besonders hervorheben möchte ich die Darstellung von Obdachlosigkeit. Dieses Thema findet in Büchern viel zu selten Raum, und hier wird es nicht nur am Rande behandelt. Einer der beiden Hauptcharaktere ist selbst obdachlos. Man merkt deutlich, dass sich der Autor intensiv damit auseinandergesetzt hat. Nichts wird beschönigt, und genau das macht die Geschichte so authentisch und berührend. Aber nicht nur inhaltlich überzeugt das Buch, auch sprachlich ist es einfach wunderschön geschrieben. Der Schreibstil sorgt dafür, dass man komplett eintaucht. Ich habe mitgefiebert, gelacht und geweint. Ein Detail, das sich für mich total verändert hat, ist das Cover. Als ich das Buch zum ersten Mal gesehen habe, hat es mich überhaupt nicht angesprochen. Nach dem Lesen liebe ich es aber richtig. Ich mag es total, wenn die Covergestaltung plötzlich Sinn ergibt und man denkt: Das ist einfach richtig gut umgesetzt. Für mich ist das eine klare Leseempfehlung: ein berührendes, besonderes Buch, das noch lange im Kopf und im Herzen bleibt.
Ein wichtiges, berührendes Buch, das lange nachhallt und den Blick auf die Welt ein kleines Stück verändert.
Mit „Solange ein Streichholz brennt“ zeigt Christian Huber erneut, wie eindrucksvoll seine Geschichten sind. Auch wenn sich dieses Buch kaum mit seinem Werk „Man vergisst nicht, wie man schwimmt“ vergleichen lässt, wird doch schnell klar, was beide verbindet - eine subtile Emotionalität, ein feinsinniger Blick auf zwischenmenschliche Beziehungen und ein Schreibstil, der tief berührt. Im Zentrum stehen Alina und Bohm - zwei Figuren, deren Lebensrealitäten gegensätzlicher kaum sein könnten. Während Alina ein scheinbar sicheres Leben führt, mit festem Job, sozialen Strukturen und Stabilität, lebt Bohm auf der Straße. Doch genau darin liegt die Stärke des Romans, denn er zeigt, wie trügerisch Sicherheit sein kann und wie schnell ein Leben aus der Bahn geraten kann. Schritt für Schritt wird deutlich, wie Bohm in diese Situation geraten ist und das durch eine Verkettung unglücklicher Umstände, die erschreckend nahbar wirken. Besonders eindrucksvoll ist dabei die Sensibilisierung für das Thema Obdachlosigkeit. Der Roman regt zum Nachdenken an und schafft Verständnis, auch wenn man sich stellenweise noch tiefere Einblicke in den Alltag auf der Straße gewünscht hätte. Stattdessen rückt zunehmend die Beziehung zwischen Alina und Bohm in den Vordergrund. Ihre Begegnung ist geprägt von Respekt, vorsichtiger Annäherung und einem gegenseitigen Lernen, das leise und wirkungsvoll erzählt wird. Auch Alinas eigenes Leben nimmt Raum ein. Nicht jeder Handlungsstrang überzeugte mich dabei gleichermaßen. Insbesondere die Entwicklungen rund um ihren Chef wirken stellenweise etwas weniger stimmig. Dennoch fügen sich die verschiedenen Perspektiven zu einem Gesamtbild zusammen, das vor allem durch seine Figuren trägt. Christian Hubers Schreibstil bleibt dabei eine große Stärke, dieser ist leicht, flüssig und voller Tiefe. Man gleitet förmlich durch die Seiten und spürt gleichzeitig die emotionale Wucht zwischen den Zeilen. Trotz kleiner Kritikpunkte ist dieser Roman ein absolutes Highlight. Ein wichtiges, berührendes Buch, das lange nachhallt und den Blick auf die Welt ein kleines Stück verändert. Für mich eine klare Leseempfehlung
❤️🔥SOLANGE EIN STREICHHOLZ BRENNT - Christian Huber - DTV - ET 26.03.2026 - 352 Seiten Der neue Roman des SPIEGEL-Bestsellerautors - ein modernes Märchen? Wie tief kann man fallen und wer reicht einem auch dann noch die Hand, wenn man am Boden liegt? Worum geht’s? Schuld und Vergebung, Kraft und Komplexität der Liebe, Armut und Flucht —> mehr zum Inhalt siehe Klappentext Stimmen zum Buch: »Der Mann kann schreiben!« Olli Schulz Zum Autor: Christian Huber, geboren in Regensburg, schreibt für Print, Online, Fernsehen und die Bühne. Mit dem Team von Jan Böhmermanns »Neo Magazin Royale« wurde er u. a. für die Goldene Kamera und den Deutschen Comedypreis nominiert. Sein Podcast »Gefühlte Fakten« zählt zu den beliebtesten Deutschlands. Sein Roman »Man vergisst nicht, wie man schwimmt« eroberte sofort die Bestsellerlisten. Der Autor lebt in Köln. Mein Leseeindruck: Als ich mir am Freitag einen Ausflug in unseren neuen Thalia gönnte, stieß ich auf dieses Buch. Schon nach den ersten Zeilen war ich „hooked“ und habe es auch über das Wochenende nicht mehr aus der Hand gelegt, denn es entspricht genau meinem Geschmack; es ist spannend, horizonterweiternd, einfühlsam, berührend, Lovestory inklusive. Mehr braucht es gar nicht zu sagen meinerseits. Lest dieses Buch, ihr werdet dieses moderne Märchen genauso lieben, wie ich! Ein großartiger, bewegender Roman über Schuld und Vergebung, Abgründe, Liebe, Armut und Flucht Fazit: Eine mitreißende Liebesgeschichte über soziale Grenzen hinweg und mein Überraschungs-Highlight für diesen Monat! ❤️🔥 Eure, Claudia #solangeeinstreichholzbrennt #neuerscheinung Hat dir mein Beitrag gefallen? Dann folge mir gerne, weitere Besprechungen zu erhalten. Eine schöne Bestätigung ist es natürlich auch immer, wenn mein besprochenes Buch abgespeichert wird in deine Wunschliste!

Absolutes Herzensbuch
📖 So lange ein Streichholz brennt 📝 Christian Huber 📍 DTV Verlag Viele Jahre schon ist das Thema Obdachlosigkeit ein Thema, welches mich persönlich beschäftigt und interessiert. Ich versuche zu verstehen, warum Menschen diesen Weg wählen. In Deutschland muss niemand zwangsläufig auf der Straße leben, da ein rechtlicher Anspruch auf Unterbringung besteht. Kommunen sind verpflichtet, Obdachlose in Notunterkünften aufzunehmen. Dennoch leben viele Menschen durchaus auch bewusst auf der Straße, nicht selten aufgrund von psychischen Problemen, Bürokratie oder einfach nur mangelndem Wohnraum. Christian Hubers „So lange ein Streichholz brennt“ ist ein leises, zutiefst menschliches Buch – eines, das sich nicht scheut, dorthin zu schauen, wo viele lieber wegsehen. Im Zentrum steht ein Leben am Rand der Gesellschaft: Obdachlosigkeit wird hier nicht abstrakt beschrieben, sondern spürbar gemacht. Man fühlt die Kälte der Nächte, die Unsicherheit jedes neuen Tages, die ständige Gratwanderung zwischen Würde und Verzweiflung. Und doch ist da etwas, das allem standhält: die Beziehung zu einem Hund. Diese Liebe ist kein kitschiges Beiwerk, sondern für mich das emotionale Herz des Buches. Es ist diese besondere Verbindung, die dem Protagonisten Kraft gibt, weiterzumachen. Sie zeigt, dass selbst unter den härtesten Bedingungen Liebe existieren kann – roh, ungeschönt und dennoch voller Wärme. Der Hund wird so zu mehr als einem Begleiter: Er ist Familie, Trost und ein letzter Rest von Geborgenheit in einer meist kalten, zerbrechlichen Welt. Und dann gibt’s da noch die junge Journalistin Alina, die eine Reportage über „Bohm“ schreiben soll. Fast unbemerkt nähern sie sich einander an wodurch das Buch schließlich seine eigentliche emotionale Wucht entfaltet. Es erzählt von Einsamkeit – aber auch davon, wie selbst ein kleines Licht, wie ein kurzer Moment von Nähe, ausreicht, um nicht völlig im Dunkeln zu verschwinden. „So lange ein Streichholz brennt“ ist deshalb nicht nur eine Geschichte über Obdachlosigkeit. Es ist eine Geschichte über Würde, über das Festhalten am Leben – und über eine Liebe, die vielleicht unscheinbar wirkt, aber stärker ist als jede Kälte.
Wie ein Film im Kopf, der einen am Ende einfach kurz still werden lässt.
Zwei Menschen aus komplett unterschiedlichen Welten treffen aufeinander – Bohm, der seit Jahren auf der Straße lebt, und Alina, die in ihrem eigenen Leben feststeckt. Und irgendwie geht es genau ab diesem Moment um viel mehr als nur ihre Geschichten. Genau darum geht es in „Solange ein Streichholz brennt“ von Christian Huber. Ich kannte den Autor schon durch seinen Podcast und habe damals „Man vergisst nicht, wie man schwimmt“ gelesen – und geliebt. Aber das hier hat mich nochmal anders getroffen. Ich war direkt drin. Kein langsames Reinkommen, kein „mal schauen“ – einfach sofort dieses Gefühl von: okay, ich bleib hier. Der Schreibstil ist super locker, fast wie Gedanken, die einfach aufgeschrieben wurden. Und genau das macht es so leicht zu lesen – und gleichzeitig so intensiv. Was mich aber wirklich beschäftigt hat, waren die Szenen rund um Bohm. Weil man das ja im Alltag auch ständig sieht – gerade in Großstädten – und irgendwie trotzdem viel zu selten wirklich darüber nachdenkt, was dahinter steckt. Beim Lesen hatte ich mehr als einmal diesen Moment von: man schaut hin… und dann doch wieder weg. Und genau das hat das Buch bei mir irgendwie aufgebrochen. Ich bin komplett durch die Seiten geflogen, weil ich einfach wissen wollte, wie es weitergeht. Es hat sich weniger wie Lesen angefühlt – eher wie ein Film, der einfach im Kopf abläuft. Und dann dieses Ende… Ich saß wirklich kurz einfach nur da und wusste nicht so richtig, was ich sagen soll. Für mich war das wie ein richtig guter Netflix-Film – nur dass er danach nicht einfach vorbei ist. Und vielleicht mochte ich es genau deshalb so sehr, weil es einen nicht komplett loslässt. Weil es einen dazu bringt, nochmal anders hinzuschauen. Nicht nur im Buch – sondern auch im echten Leben.
Die Geschichte eines Lebens, das langsam entglitten ist… Mit viel Aufrichtigkeit erzählt Christian Huber davon, wie Bohm mit Anfang 30 auf der Straße lebt und dort auf Alina trifft. Eine Begegnung, die sowohl für Bohm als auch für Alina von großer Bedeutung ist. Christian Huber zwingt den Leser in ein Schicksal zu schauen ohne das es schaulustig oder theatralisch wirkt. Ein Roman der nachdenklich stimmt und gleichermaßen unterhaltsam ist. Die Geschichte beginnt wie ein unscheinbares Streichholz, doch kaum entzündet entfacht sie ein loderndes Feuer, das einen bis zur letzten Seite nicht mehr loslässt.
Description
Book Information
Author Description
Christian Huber, geboren in Regensburg, schreibt für Print, Online, Fernsehen und die Bühne. Mit dem Team von Jan Böhmermanns »Neo Magazin Royale« wurde er u. a. für die Goldene Kamera und den Deutschen Comedypreis nominiert. Sein Podcast »Gefühlte Fakten« zählt zu den beliebtesten Deutschlands. Sein Roman »Man vergisst nicht, wie man schwimmt« eroberte sofort die Bestsellerlisten. Der Autor lebt in Köln.
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🔥Obdachlosigkeit kann wirklich jeden treffen🐶
Solange ein Streichholz brennt beschäftigt sich mit Obdachlosigkeit und dem Umgang der Gesellschaft damit. Eine junge Journalistin begleitet für eine Reportage einen Obdachlosen und lernt ihn und sich selbst dabei besser kennen als sie denkt. Diese Begegnung verändert nicht nur ihre Wahrnehmung von Obdachlosigkeit, sondern auch ihre Perspektive auf ihr eigenes Leben und welche Werte sie vertritt. Wie weit würde sie für ihre Karriere bei einem großen Fernsehsender gehen? Und was muss passieren, um in Deutschland auf der Straße zu landen? Das Buch war definitiv keine leichte Lektüre. Es ist gut geschrieben und man kommt schnell in die Geschichte rein. Das Thema und was passiert, ist jedoch weder leicht noch oberflächlich. Mich hat das Buch wirklich bewegt und zeigt mir wieder einmal wie privilegiert die meisten von uns sind. Ich werde auf alle Fälle noch länger über dieses Buch nachdenken!

Wie entgleitet ein Leben? Ein toller tiefgründiger Roman über das harte Leben auf der Straße, gesellschaftliche Abneigung, Hoffnung, Vergebung und Liebe. Großartig und ohne jeden Kitsch erzählt. Es dauert ein bisschen bis die Geschichte ihre ganze emotionale Wucht entfaltet. Anfangs ist der Leser nur Beobachter aber von Seite zu Seite wird man tiefer in den Sog gezogen, möchte wissen was mit Bohm passiert ist, leidet mit und hofft auf ein Happy End. Ich bin extrem begeistert von der Erzählweise und dem fantastischen Schreibstil. ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ Ein Buch das zum Nachdenken anregt und zeigt das jeder Obdachlose eine Geschichte hat und die Gesellschaft nicht wegschauen sollte.
Sichtbarkeit für die Unsichtbaren
Alina droht, ihren Job zu verlieren. Ihre letzte Chance ist eine Reportage über Obdachlosigkeit. Diese macht sie über Bohm, der auf der Straße lebt und versucht, seine Vergangenheit zu verdrängen. Die Geschichte wird abwechselnd aus Alinas und Bohms Sicht erzählt. Hier prallen zwei Welten aufeinander. Die ehrgeizige und etwas unsensible Alina und Bohm, dem es schwer fällt, sich zu öffnen, der aber trotzdem mehr Wärme ausstrahlt als Alina. Diese war mir anfangs eher unsympathisch, im Laufe des Buches entwickelt sie sich aber glücklicherweise zu einer empathischeren Person. Das Thema Obdachlosigkeit wird in dieser Geschichte sensibel, aber ungeschönt dargestellt. Es kommt nicht oft in Büchern vor, umso wichtiger ist es, dass das Leben auf der Straße mehr Sichtbarkeit erhält. Viele Stellen haben mich berührt und auch öfters schlucken lassen. Die Liebesgeschichte hingegen ging mir zu schnell. Ich hätte mir mehr Momente gewünscht, die die Annäherung der beiden zeigen. Beide haben eigentlich einen Schutzpanzer abzulegen und das hätte meines Erachtens länger gebraucht. Trotzdem war der Umgang der beiden (bis auf Alina am Anfang) schön mitanzusehen. Auch ein bisschen mehr Tiefe bei den Hauptfiguren hätte ich gut gefunden. Vieles wird nur angerissen und gerade die Gründe, warum Bohm in der Obdachlosigkeit gelandet ist, hätten ausführlicher dargelegt werden können, denn so konnte ich seine Entscheidung nicht hundertprozentig nachvollziehen. Alles in allem aber ein bewegendes und kurzes Buch, welches zum Nachdenken anregt.
Das eine Auge blau, den Mund voll mit Dreck Liebe im Bauch, aber Stress im Gepäck (Peter Fox)
Wenn Alkohol deine Familie zerstört und du in die Obdachlosigkeit rutscht, ist man am Tiefpunkt seines Lebens angekommen - oder gibt es doch noch einen Weg raus? Diese Geschichte rund um Bohm und Alina hat mich echt begeistert. Sie eine Journalistin und er ein Obdachloser mit einem Alkoholproblem. Und doch passen die zwei auf eine ganz besondere Art und Weiße zusammen. Ein Buch das mich gefesselt hat. Nicht nur durch den Schreibstil sondern die Botschaft dahinter war für mich ausschlaggebend. Fast jeder( mich eingeschlossen)hat Vorurteile gegenüber Obdachlose, aber man sollte echt hinterfragen warum sie so leben - den ich denke kaum das Sie auf der Straße glücklich sind. Und meist steckt ein Schicksalsschlag dahinter - und es kann wircklich JEDEN treffen. Ein Buch das wirklich jeder lesen sollte - klare Leseempfehlung

Jahreshighlight – berührend, tiefgründig, authentisch 
Der Mittdreißiger Bohm ist seit fünf Jahren obdachlos, als die Journalistin Alina auf ihn aufmerksam wird, um ihn für ihre TV -Reportage durch seinen Alltag auf der Straße zu begleiten. Unterschiedlicher könnten die aktuellen Lebenswelten der beiden Protagonisten nicht sein, doch je mehr Alina von Bohms Alltag erfährt und beide allmählich Vertrauen zueinander fassen, umso deutlicher wird, dass Bohm ein Geheimnis mit sich herumträgt, das sein Leben hat entgleisen lassen. Wie kann es passieren, dass Menschen aus ihren Leben gerissen werden und auf der Straße landen? Wie und wodurch können scheinbar sichere Lebensumstände entgleisen? Und könnte es wieder ein danach geben?  Der Roman ist ein richtiges Herzensbuch: spannend, unter die Haut gehend, authentisch und ehrlich, aber kein bisschen kitschig – ganz klare Leseempfehlung! 
Man lebt nicht in der Vergangenheit, nicht in der Zukunft, sondern nur in der Gegenwart-Bohm zu Alina Wann ist oben und wann ist unten im Leben? Trotz des schönen, ansprechenden Cover's wollte ich dieses Buch eigentlich lesen, da mich das Thema nicht so ansprach. Doch nachdem ich die guten Bewertungen des Romans sah, habe ich mich entschieden, ihn doch zu lesen, bzw zu hören. Nur gut, denn dies war eine berührende Geschichte mit Tiefgang. Bohm, Obdachlos und Mitte dreißig, lebt in den Kölner Straßen. Wir lernen ihn als typischen heruntergekommenen Typen kennen, der etwas Geheimnisvolles an sich hat. Alina, Journalistin bei einem Kölner TV Sender, fühlt sich beruflich im Abseits. Da erhält sie die Chance, eine Reportage über einen Menschen der Straße zu machen. Und so beginnt ein Weg, der beide aufeinander zufühlt. Und auch Fox, der Hund, bekommt seine Rolle. Der Roman wird in abwechselnd Kapitel, mal Alinas Sicht, mal Bom's, erzählt. So kann man sich gut in die prima geschilderten Charaktere der beiden hineinfühlen und alles fühlt sich lebendig an. Anschaulich und nachvollziehbar wird erzählt, wie sich Bohm auf der Straße fühlt. Schmutz, Kälte, Einsamkeit kann man sich gut vorstellen. Aber auch die Zwänge, Ängste, Hoffnungen die Alina durchlebt schildert Christian Huber so, dass man sie fühlen kann. Das hat mich sehr bewegt und angesprochen. Klare, eindeutige Sätze machen es leicht, sich alles vorzustellen und mitzuleben. Dialoge enthielten oft untergründiges gegenseitiges Misstrauen und Unverständnis, aber auch Anziehung, die die Spannung und Unsicherheit in ihren Begegnungen spiegelt. Ein paar Wendungen erscheinen etwas geschönt, aber für mich passend. Nicht wird übertrieben dargestellt, nicht verurteilend oder abwertend. Es ist ihr Leben und andere in dieser Situation würden anders reagieren. Das ist eine Stärke des Buches. Es verallgemeinert nicht, übertreibt nicht (Außer vielleicht ein wenig mit Jakob dem Blender) Es gelingt Christian Huber die Abgrenzung unserer Gesellschaft, das Desinteresse und die Abneigung gegenüber Armen, Obdachlosen und Bedürftigen durch die Handlungen deutlich zu machen. Vieles schockiert, berührt tief und lässt mich zukünftig anders hinsehen. Kein perfektes Buch, aber fast. Eine Geschichte, die bleibt. Anrührend, wachrüttelnd. LESENSWERT. Ich hätte nicht gedacht, dass mich diese Geschichte so bewegen würde. Die Situation der Menschen ohne Obdach, die Hilfslosigkeit, die Art wie sie behandelt werden, wie man sie übersieht und über sie hinwegsehen, bewegt mich sehr. Die Arbeit der Sozialarbeiter wird im Buch auch gut beschrieben, wie wichtig ihr Dienst ist.
Empfehlung ❤️ und Warnung
✨Rezensionsexemplar✨ Das war mein erstes Buch des Autors und ich muss gestehen, dass es mich psychisch stark belastet und herausgefordert hat. So viel zum Thema: Was hast du denn, es ist nur ein Buch. Nun, dieses Buch hier hat mich im ersten Drittel komplett hyperventilieren lassen 😢😢. ✨Zitat „Egal, wohin er gegangen war, durch die Parkanlagen, unter den Brücken am Rhein entlang oder durch die Innenstadt: Gefolgt war ihm der Hund. Er hatte sich nicht abschütteln lassen. Beschleunigte Bohm den Schritt, verfiel der Hund in Trab, ging Bohm langsamer, schien das Tier das als Aufforderung zu sehen, um näher zu kommen.“ ✨Inhalt Bohm lebt auf der Straße. Er hat aufgrund von Umständen, über die er nicht spricht, alles verloren und schlägt sich als Obdachloser durch die Straßen von Köln durch. Alina ist gescheiterte Journalistin, der sich eine letzte berufliche Chance bietet: eine Reportage über Bohm und seinen harten Alltag… ✨Meinung Ich bin froh, dass ich dieses Buch beendet habe, sage ich Euch wie es ist. Es hat mich extrem aufgewühlt. Eine Situation kommt vor, die ich so nicht habe kommen sehen und es macht mich einfach kaputt, wenn ich daran denke. Ansonsten muss man sagen, dass der Autor sehr sensibel mit dem Thema Obdachlosigkeit umgeht. Schonungslos, ehrlich, ohne Rücksicht darauf, dass jedes Wort, das er schreibt, einfach schmerzt, aber trotzdem sehr sensibel und respektvoll. Das war für mich das allerwichtigste und ein wichtiger Grund, warum ich dieses Buch unbedingt lesen wollte. Ich wurde vermutlich noch ein wenig mehr getriggert, als es normalerweise der Fall wäre, denn ich habe durch Vorerfahrungen (lange Tätigkeit als studentische Hilfskraft in einem spanischen Obdachlosenzentrum, als ich jünger war) einfach auch in real life schon viel gehört, gesehen und erfahren. Das ist natürlich alles hochgekocht. Denn es kann jedem passieren, die Umstände müssen nur besonders unglücklich ineinandergreifen. Ich heule wieder! Und hyperventiliert bin ich wegen einer anderen Situation, diese kann ich Euch nicht spoilern, aber es ist besser, sich zu wappnen. Jedenfalls: Das Buch ist sehr sehr schön geschrieben. Bohm war mir von Anfang an sympathisch, was jedoch im späteren Verlauf auch auf die Probe gestellt wurde, denn die Geschichte verlief in eine für mich unerwartete Richtung. Alina musste man längere Zeit erst mal tolerieren oder versuchen zu tolerieren, aber ihr Charakter macht eine gute Reise durch. Auch ist in dem Buch klar, wer die Antagonisten sind, nämlich alle diejenigen, die sich von oben herab äußern, ganz zu schweigen von den „Ideen“ um die Einschaltquoten zu verbessern 🤬🤬🤬. ✨Fazit Ich würde mir wünschen, dass mit der Zeit möglichst viele Menschen die Gelegenheit ergreifen, Bohm und Alina (und Fox 💘) kennenzulernen. 5/5⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

"Wenn das Streichholz bis auf die Fingerspitzen runtergebrannt ist, dann dreht man es um und hält es brennend weiter am verkohlten Ende. So bleibt einem noch Zeit."
Daniel Bohm lebt auf der Straße. Seinen vollständigen Namen nennt er erst, als er einer TV-Produktion zustimmt, für die er mit der Fernsehjournalistin Alina zusammenarbeiten soll. Bohm selbst hält sich jedoch bedeckt, aus seinem Leben möchte er möglichst nichts preisgeben. Mit dieser Reportage über das Leben auf der Straße will Alina nicht nur ihren Job retten, sondern auch ein Stück weit sich selbst. Doch ausgerechnet dieser obdachlose Mann bringt ihre Gefühlswelt völlig durcheinander. "Sie beugte sich vor, Griff eine von Bohms Holzmäusen und legte sie wieder zurück. Dabei streifte ihr Blick den von bohk für den Bruchteil einer Sekunde" Es darf nicht, es kann nicht...unzählige Gedanken und dabei die Gewissheit, dass Liebe keine Adresse braucht, um einen zu finden. Kennt ihr diese Momente, in denen etwas ein so intensives Gefühl in einem auslöst? Bei diesem Buch habe ich das ganz extrem wahrgenommen. Neben der wirklich guten Story kann ich gar nicht genau deuten, wie der Autor es geschafft hat, mich in einen derartigen Sog zu ziehen. Ich könnte schwören, Bohm persönlich kennengelernt zu haben,- ich könnte schwören, in seinen grünen Augen all seine Ängste, Zweifel, Sorgen, Gefühle und Geschichten gelesen zu haben… Es ist schlicht unmöglich, Bohm und seinen Hund Fox nicht ins Herz zu schließen. Ich habe beim Lesen die Playlist vom Ende des Buches rauf und runter gehört, habe annotiert und geheult, wie es mir wirklich selten bei Büchern passiert. Danach wusste ich erst einmal gar nicht, wie ich überhaupt ein neues Buch beginnen sollte. Dieses Buch ist eine Liebesgeschichte über alle Grenzen hinaus! Über den Verstand, über soziale Hürden und über sich selbst. Es ist eine bewegende und unglaublich intensive Geschichte über die Schwere von Schuld und die Befreiung durch Vergebung und die unerschütterliche Gewissheit, wenn sich etwas trotz allem absolut richtig anfühlt. Es erzählt von der Kraft eines einzigen Augenblicks, der die Tiefe eines ganzen Lebens in sich trägt und mich vollkommen sprachlos zurückgelassen hat. Es flüstert in meinem Ohr, 'ein eventueller Jahreshighlight-Anwärter' ❣️

Solange ein Streichholz brennt von Christian Huber ist das erste Buch, das ich von dem Autor gelesen habe, aber bestimmt nicht das letzte. Es ist eine wunderschöne Liebesgeschichte mit einem großartigen und zum Inhalt passenden Cover. Ich habe das Buch größtenteils gehört, wunderbar eingelesen von Robert Stadlober und Maria Wördemann. Alina ist junge Redakteurin, früher war sie sehr erfolgreich, doch ihr Stern ist am Sinken. Sie bekommt sie das Angebot, eine Reportage für eine Sendung zu drehen, die ihrer Karriere den nötigen Aufschwung geben könnte, und zwar soll sie für die Pilotsendung eines neuen Magazins einen Beitrag über Obdachlosigkeit beisteuern, als Titel schlägt sie vor: Wie entgleitet ein Leben? Sie fragt den 36jährigen Bohm, ob sie ihn gegen Bezahlung eine Woche lang begleiten darf. Bohm lehnt zunächst ab, da er nicht im Fernsehen gezeigt werden will, doch dann braucht er sofort Geld und sagt zu. Das Buch ist abwechselnd aus der Perspektive von Alina und Bohm geschrieben. Christian Huber betont in seinem Podcast „Gefühlte Fakten“, dass es kein Roman über Obdachlosigkeit ist, dem stimme ich absolut zu. Es ist eine Liebesgeschichte, in der ein Hund namens Fox eine wichtige Rolle spielt. Wie gut, dass ich in einem anderen Podcast schon gehört habe, dass ein Autor niemals einen Hund sterben lassen darf, da er sich damit bei seinen Leser*innen ins Abseits manövriert. Warum Bohm obdachlos geworden ist, erfahren wir erst gegen Ende des Romans. Seine Geschichte, der fesselnde und teils poetische Schreibstil hat mich sehr berührt, ganz besonders eine Szene mit Mathilda und Anton und den Million-Dollar-Mäusen. Ich mochte das Lokalkolorit. Alle, die Köln kennen, werden die von Bohm und Alina aufgesuchten Orte wiedererkennen und vielleicht beim nächsten Besuch der Deutzer Kirmes oder beim Spaziergang an der Rheinpromenade an die beiden denken. Ich habe das Hörbuch sehr gern gehört, es hat für mich ähnliche Vibes wie die Bücher von Ewald Arenz. Eine warmherzige und berührende Geschichte, die ich euch ans Herz legen möchte.
>> „Die Frage ist doch“, sprach sie weiter, „ist wirklich jeder seines Glückes Schmied?“ << 🍀⚒️🤝
Milchstraße trifft Andromedagalaxie, Alina trifft Bohm, Kollision vorprogrammiert? Mit „Solange ein Streichholz brennt“ hat Christian Huber nicht nur mein Wissen im Kosmos der Wahrheit-oder-Plicht-Spiele erweitert, sondern vor allem eine berührende und eindrucksvolle Geschichte geschrieben. Dieses Werk berührt und nimmt mit, holt ab und lässt eintauchen und greift subtil noch Medien- und Gesellschaftskritik auf. Dabei bedient Huber sich einer Sprache des Alltags, die wie aus dem Leben geschnitten scheint. Das Lesen fiel leicht, obwohl die Worte Gewicht haben. Durch die abwechselnden Perspektiven der beiden Hauptfiguren wird die Verbindung, die sich zwischen Alina und Bohm stetig festigt, nachvollziehbar. a Auch weil der Plot um die Liebe, die soziale Grenzen sprengt, unrealistisch realistisch möglich wird. Zeitgleich regt das Buch, durch seinen Plot mit den Begnungen, der Reportage und den kleinen Details aus Bohms Lebensrealität, zu Reflexion und Auseinandersetzung mit eigenen und gesellschaftlichen Wertvorstellungen an. Huber lenkt die Aufmerksamkeit auf eine Gruppe von Menschen, die in der Gesellschaft sichtbar unsichtbar existieren und deren tägliches Leben vor allem vom Überleben geprägt zu sein scheint. Und stellt dabei Fragen, die jede:n betreffen. Kleins Me-Problem am Rande: Ich persönlich war zunächst nicht auf eine Liebesgeschichte vorbereitet, weil ich mal wieder auf den Klappentext verzichtete. Zwischenzeitlich beschlich mich immer wieder die Sorge, eine allumfänglichen Tragödie geliefert zu bekommen. Aber dies ist trotz allem eine schöne Geschichte, mit Hoffnung, neuen Perspektiven und eben viel Liebe 🐶🫶. Für mich hätte es die Liebesgeschichte nicht gebraucht. Auch wenn sich mir die dramaturgische Wahl erschließt, fühlte es sich für mich nach „zu schnell, zu viel“ an. Huber trägt keinesfalls zu sehr auf, trotzdem war der Roman mir an mancher Stelle ein wenig zu konstruiert im Beziehungsaufbau. Ich bedanke mich beim dtv Verlag und NetGalleyDE für das Rezensionsexemplar, Auf das dieser „eine Moment“ in der Zukunft seine Früchte entfalten mag. Denn dieserGeschichte zeigt, dass es neben den „Schmieden“ noch andere Handwerker:innen gibt, die aushelfen können, wenn man bereit ist sein Glück (wieder) zu finden.
Bewegend!
Ein unheimlich rührendes Buch, in dem die Leben zweier Menschen im Vordergrund stehen, die unterschiedlicher nicht sein können. Dennoch treffen sie zusammen, beide mit genug emotionalem Gepäck dabei. Zwischendurch musste ich wegen dem Hund ein paar Tränchen lassen- aber ich will nicht spoilern. Lest das Buch! Es ist wichtig 🖤

Ich LIEBE dieses Buch!!
Mit Solange ein Streichholz brennt hat Christian Huber einen Roman geschaffen, der mich tief berührt und begeistert hat. Im Zentrum stehen Alina, eine Fernsehjournalistin, deren Karriere stagniert, und Bohm, der auf der Straße lebt. Zwei Leben, die unterschiedlicher kaum wirken könnten – und sich doch auf eine Weise spiegeln, die unter die Haut geht. Was als berufliche Begegnung beginnt, entwickelt sich zu etwas viel Größerem: einer leisen, intensiven Annäherung zweier einsamer Seelen. Besonders beeindruckt hat mich die Figurenzeichnung. Alina und Bohm fühlen sich so echt an, so menschlich, mit all ihren Widersprüchen, Zweifeln und inneren Kämpfen. Durch die wechselnden Perspektiven ist man ihnen unglaublich nah – man versteht nicht nur ihr Handeln, sondern fühlt es. Und ja – die Geschichte ist in Teilen vorhersehbar, stellenweise pathetisch und auch ein wenig plakativ. Aber genau das hat mich überraschenderweise überhaupt nicht gestört. Im Gegenteil: Es tut einfach gut, diesen Roman zu lesen. Er gibt einem Wärme, Hoffnung und dieses seltene, ehrliche Feel-Good-Gefühl, das man nicht zerdenken will. Und dann diese Entwicklung zwischen ihnen: dieses vorsichtige Näherkommen, das Knistern, das Zögern, das Leugnen. Man spürt als Leser längst, was zwischen ihnen entsteht, während sie selbst noch dagegen ankämpfen. Genau diese feinen Zwischentöne machen die Geschichte so besonders. Neben der Liebesgeschichte steckt viel Gesellschaftskritik im Roman – ohne je zu schwer zu werden. Der Blick auf Obdachlosigkeit und die Medienwelt ist schonungslos, aber sensibel erzählt. Es geht um Würde, um Wertschätzung und darum, wie schnell ein Leben aus der Bahn geraten kann. Das Symbol des Streichholzes zieht sich dabei so kraftvoll durch die Geschichte: dieses Bild vom Festhalten, obwohl es längst schmerzt. Vom Loslassen, das notwendig ist, um nicht daran zu verbrennen. Und das Ende? Nicht kitschig. Nicht perfekt. Aber voller Hoffnung. Ein Roman, der aufwühlt und gleichzeitig auffängt. Einer, der vielleicht nicht subtil ist – aber genau deshalb so gut tut. Für mich ganz klar: ein Feel-Good-Roman mit Herz und eines der besten Bücher dieses Jahres. ✨

Anfangs fast zu leicht – und am Ende erstaunlich tief. Ein trauriger und gleichzeitig sehr schöner Roman.
In „Solange ein Streichholz brennt, lernen wir Bohm, einen Obdachlosen in den Straßen Kölns und die junge Journalisten Alina kennen. Für ein neues TV-Format begleitet Alina Bohm und dessen Hund Fox. Aus der zunächst professionellen Beziehung, entwickelt sich schnell mehr. Zu Beginn noch sehr verschlossen, öffnet sich Bohm und seine Geschichte wird immer tiefgründiger, sowohl seine Geschichte als Obdachloser als auch wie er dazu wurde. Der Roman „Solange ein Streichholz brennt“ von Christian Huber behandelt die Themen Obdachlosigkeit, Schuld und Hoffnung auf einen Neuanfang. Im Mittelpunkt stehen der obdachlose Bohm und die Journalistin Alina, die aus völlig unterschiedlichen Lebenswelten stammen. Durch Bohms Geschichte zeigt der Roman, dass hinter jedem obdachlosen Menschen persönliche Schicksale und Verletzungen verborgen sind. Alina verändert durch die Begegnung mit Bohm ihren Blick auf die Gesellschaft und erkennt die Folgen von Vorurteilen und Gleichgültigkeit. Gleichzeitig kritisiert der Roman den oberflächlichen Umgang der Gesellschaft und der Medien mit Menschen am Rand des Lebens. Insgesamt vermittelt der Roman die Botschaft, dass Mitgefühl und Verständnis wichtiger sind als vorschnelle Urteile. Solange ein Streichholz brennt ist noch Zeit für Wahrheit und Hoffnung. Ich brauchte am Anfang etwas, um wirklich hineinzufinden. Vieles wirkte zunächst leicht oder fast etwas zu oberflächlich. Aber je weiter ich gelesen habe, desto mehr hat mich das Buch erreicht. Die Figuren gewinnen an Tiefe und plötzlich merkt man, wie traurig manche Geschichten eigentlich sind. Am Ende hat mich der Roman emotional doch sehr getroffen. Es gab Momente, die mich wirklich zu Tränen gerührt haben. Christian Huber schreibt ruhig, angenehm und sehr menschlich. Genau das macht das Buch so schön zu lesen. ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ Weil sich hinter der ruhigen Oberfläche eine sehr berührende Geschichte verbirgt. SolangeEinStreichholzBrennt #ChristianHuber #BohmundAlina #Fox #Obddachlosigkeit #Würde #Hoffnung #Liebe

Zwei Welten… Die junge Fernsehjournalist Alina, die endlich von dem Sender, für den sie arbeitet, eine Chance bekommt, ihre Kreativität und ihr journalistisches Gespür unter Beweis zu stellen und der Obdachlose Bohm, für den jeder Tag auf der Straße ein Überlebenskampf ist. Ein Moment… Alina übernimmt den Auftrag, einen Einspieler mit dem Titel „Wie entgleitet ein Leben“ für eine neue Talkshow zu drehen. Sie lernt Bohm kennen, der sie erst sehr wiederwillig, aber aus Gründen, seinen Alltag auf der Straße mit der Kamera begleiten lässt. Diese intensive Zusammenarbeiten lässt eine Nähe zwischen den beiden entstehen, die für große Verunsicherung auf beiden Seiten sorgt. Alles ändert sich… Die beiden Protagonisten fangen an sich selbst zu hinterfragen, ihre Normen und Werte, die ihnen wichtig sind im Leben, welche Vorurteile sie prägen und natürlich wie sie die Gefühle einordnen sollen, die sie füreinander empfinden. Denn sie fangen an sich immer wohler in der Gesellschaft des anderen zu fühlen. Aber wie sieht es mit der gesellschaftlichen Akzeptanz für eine solche Verbindung aus. Ich muss gestehen, so gut mir die Idee des Plots gefallen hat, habe ich trotzdem lange gebraucht, um in die Geschichte reinzukommen. Alina und Bohm wirkten im ersten Drittel des Buches für mich sehr eindimensional, mir fehlte die Tiefe und ich habe die erste Anziehungskraft der Beiden nicht wirklich gefühlt und nachvollziehen können. Bohms ungebrochener Lebenswille, trotz seines oft menschenunwürdigen Lebens auf der Straße jedoch hat mich sehr mitgenommen und mich meine eigene Haltung zur Obdachlosigkeit hinterfragen lassen. Alina war mir am Anfang der Geschichte nicht sehr sympathisch und ihre Gedankenwelt für mich nicht immer nachvollziehbar, aber mit Fortschreiten der Geschichte machte sie für mich eine starke Entwicklung durch. Die Frage „Wie entgleitet ein Leben“ wird zum zentralen Thema des Romans und bildet den Spannungsbogen. Ab der Hälfte konnte ich den Roman dann kaum noch aus der Hand legen. Die Ereignisse rund um Alina und Bohm fangen an sich zu überschlagen und die Auflösung am Ende, warum Bohm in der Obdachlosigkeit gelandet ist, hat mich zu Tränen gerührt. Ein gesellschaftskritischer, sehr berührender Roman, den ich, nach anfänglichen Schwierigkeiten, sehr gern gelesen habe und der mir viel Stoff zum nachdenken mitgegeben hat.

Hat ein Obdachloser Liebe verdient?
Bohm lebt seit fünf Jahren auf der Straße. Alina is eine aufstrebende Journalistin bei RTI. Eines Tages kreuzen sich ihre Wege und sie verändern ihre Leben für immer. Wie ist aus Daniel Bohm geworden? Was hat es mit diesem mysteriösen Typen auf sich. Man könnte meinen es handelt sich um einen gesellschaftskritischen Roman. Jedoch ist dies eine Liebesgeschichte. Mit einem zugegebenermaßen ungewöhnlichen Charakter. Ich habe noch nie erlebt, dass in einem Roman das Leben eines Obdachlosen so ausschweifend thematisiert wurde. Mit welchen Tücken und Stigmen Bohm sich rumschlagen muss. Christian Huber schafft es dieses Thema spannend zu verwerten, ohne mahnen mit erhobenem Finger auf uns zu zeigen. Er zeigt uns einfach eine andere Lebensrealität auf, wie es gute Autoren nun mal tun. Und mit diesem Buch hat Christian Huber endgültig bewiesen, dass er einer ist. Ich war schon ein Riesen Fan von „Man vergisst nicht, wie man schwimmt“ und es hat mir auch ein wenig besser gefallen, als dieses Buch. Trotzdem hat Christian Huber es wieder mal geschafft, dass ich gut unterhalten wurde und trotzdem oft einen Klos im Hals hatte. Ich verfolge schon lange seine Arbeiten und bin großer Fan. Trotzdem wollte ich das möglichst objektiv bewerten. Mein Gesamtfazit lautet, dass es anfangs etwas dahin schwimmt, zum Ende aber wieder ordentlich an Fahrt aufnimmt. Es zeigt gut, dass Obdachlosigkeit wirklich jeden treffen kann. Und wie hart es ist, damit zu leben. Und dass man trotz allem einfach ein Mensch ist, der genau die gleichen Gefühle hat, wie alle anderen. Spannend und berührend.
Wie ein Leben entgleitet
In "Solange ein Streichholz brennt" begleiten wir Bohm und Alina. Bohm lebt seit einiger Zeit auf der Straße und lernt Alina kennen, als sie auf der Suche nach einem Protagonisten für ihre Dokumentation über Obdachlosigkeit ist. Alina darf ihn ein paar Tage begleiten und versucht herauszufinden, wie ein Leben entgleiten kann. Christian Hubers Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, er erzählt sehr bildhaft, emotional und gleichzeitig poetisch. Die Kontraste zwischen den beiden Leben von Alina & Bohm sind sehr groß. Alina ist eine Journalistin, die das Gefühl hat, dass ihre Karriere stagniert, ihr Job durch Einsparungen bei ihrem Sender bedroht ist und somit darauf hofft, dass ihre nächste Dokumentation erfolgreich wird. Und Bohm kämpft gleichzeitig auf der Straße um's Überleben, einen trockenen Schlafplatz und Nahrung. Und beide sind doch auf ähnliche Art und Weise zerrissen und auf der Suche nach Sinn. Beide Hauptprotagonisten wurden sehr glaubwürdig und authentisch gezeichnet, sodass man sich gut in sie einfühlen konnte. "Solange ein Streichholz brennt" hat mich berührt, zum Nachdenken angeregt und mich erfahren lassen, wie wenig und gleichzeitig viel es manchmal braucht, bis ein Leben entgleitet.
Bohm besitzt nichts weiter, außer einem Rucksack, ein paar geschnitzten Mäuse und einem ungeöffneten Brief. Er lebt auf der Straße, begleitet wird er nur von seinem Hund. Die Vergangenheit verdrängt er, so gut es eben geht. Damit will er nichts mehr zu tun haben. Alina ist Reporterin und immer auf der Suche nach einer Story. Beruflich läuft es nicht so wie gewünscht und da kommt ihr die Chance auf eine Reportage über Obdachlosigkeit gerade recht. So trifft sie auf Bohm. Zwei Leben, wie sie unterschiedlicher kaum sein können. Doch irgendwas ist da. Vielleicht schon eine ganz zarte Bindung, trotz der sozialen Unterschiede und der ganzen Unsicherheit. Aber kann das gehen und will Bohm sich mit seiner Vergangenheit auseinandersetzen? Ein leises aber sehr eindringliches und emotionales Werk ist Christian Huber hier gelungen. Bohm, der Obdachlose und Alina, die Reporterin. Zwei zunächst sehr unterschiedliche Welten, die da aufeinander treffen. Die Protagonisten sind richtig toll gelungen. Bohm erfüllt kein Klischee, ist ein vielschichtiger, verletzlicher Mensch. Er trinkt um zu vergessen, so umgeht er all den Schmerz. Alina wirkt auch sehr authentisch. Sie ist ständig im Zwiespalt zwischen ihrer Karriere und ihren moralischen Ansprüchen. Der Schreibstil ist ganz klar und ruhig, eher unaufgeregt. Die Geschichte kann sich so ganz langsam entfalten. Lange musste ich darauf warten warum Bohm auf der Straße lebt. Die Geduld wurde aber belohnt. Mir hat gut gefallen, dass die Liebesgeschichte nicht so im Vordergrund steht. Vielmehr geht es um das Leben der beiden, um soziale Ungleichheit und Vorurteile. Die Liebesgeschichte schwingt zwar immer mit, bietet aber auch genug Raum für andere Themen. Ein sehr berührender, leiser und nachdenklich stimmender Roman, den ich euch sehr ans Herz legen möchte.
"Schuld blieb nicht zurück. Sie zog mit. In Gedanken. In Träume. In die Haut, bis hinab in die Knochen. Sie zerdrückte das Herz und zerstörte die Seele. Alles wurde stumpf und taub und tot." [S. 346] Bohm lebt auf der Straße. Alina begleitet ihn (eine Woche) für eine Reportage, die ihre Karriere vorantreiben soll. Langsam entsteht eine Verbindung zwischen ihnen und beide müssen ihre Entscheidungen überdenken. Das hatte Tiefe und ging nah, ohne kitschig zu sein. Empfehlung.
Christian Hubers Buch "Solange ein Streichholz brennt", das heute im @dtv_verlag erschienen ist, hat mich sensiblisiert, Menschen, die auf der Strasse leben, genauer wahrzunehmen und davon auszugehen, dass sie Schweres erlebt haben und jeden Tag mit neuen Schwierigkeiten konfrontiert werden. Es ist ein starkes Buch, das mich intensiv zum Nachdenken gebracht hat, auch wenn es in einigen Episoden vielleicht ein bisschen zu gut für das wahre Leben ist.
Christian Huber erzählt von seinen Hauptfiguren Alina und Bohm, die beide unter grossem Druck stehen. Alina arbeitet bei einem Fernsehsender und rechnet damit, gekündigt zu werden, weil keines ihrer bisherigen Projekte Anerkennung finden konnte. Jetzt hat sie eine letzte Chance bekommen. Sie will einen perfekten Film über das Leben von Obdachlosen drehen, der als Einstieg in eine Talkshow laufen soll. Bohm lebt seit fünf Jahren auf der Strasse und sorgt sich jede Nacht darum, einen sicheren Schlafplatz zu finden. Immer wieder ist er mit Kälte und Nässe, mit Vorurteilen und Gewalt konfrontiert. Nun schwebt der Hund, der ihm zugelaufen ist und den er schnell in sein Herz geschlossen hat, in Lebensgefahr. Daher braucht er Geld. Das bringt ihn dazu, für Alinas Filmprojekt zur Verfügung zu stehen. Christian Huber erzählt davon, wie Alina Bohm durch seinen Alltag begleitet und aus anfänglicher Distanz immer grösses Interesse an ihm und seinem Leben erwächst. Da ist Wärme, da ist Tiefe, da sind Streichholztricks, auf die sie neugierig ist. Da wird manches einfach und bleibt zugleich kompliziert. Denn Angst und Scham schwingen immer mit. Parellel dazu macht Alina unerwartete Erfahrungen mit Kollegen, die gut situiert leben, die in starkem Kontrast mit ihren Erlebnissen mit Bohm stehen. Christian Huber macht etwas zugänglich, was wir in unserem Leben leicht übersehen. Er zeigt ganz klar, dass es nicht um Zuschauen, sondern nur um echtes Mitfühlen gehen kann. Dazu tragen seine detailierte Beobachtungsgabe, seine bildhafte Art zu schreiben und seine feinfühlige Figurenzeichnung bei. Er schafft es Spannung zu erzeugen und mit überraschenden Wendungen zu halten, so dass ich das Buch kaum zur Seite legen konnte. Ein besonderes Add-on des Romans ist die Tracklist, die sich am Ende findet.

Ganz toll! Irgendwie anders schön
Für mich ist dieser Roman jetzt schon die Romanentdeckung des Jahres! Die Story ist endlich mal etwas Anderes, sodass ich schon beim Klappentext direkt neugierig wurde. Auch beim Lesen war ich ab Seite 1 begeistert und konnte das Buch kaum weglegen. Es lässt sich einfach lesen, es macht Spaß, man will wissen wie es weitergeht und die Charaktere sind toll ausgearbeitet, sodass ich direkt mit Ihnen sympathisiert habe. Vor allem mit Alina und Fox. Es kommt wirklich selten bei mir vor, aber ich habe an der ein oder anderen Stelle geweint, sowohl aus Mitgefühl als auch aus Freude. Ich fand auch das Ende stimmig, selbst wenn ich noch gerne viel mehr gelesen hätte.
Das spannende kam erst am Ende
Die ersten 250 Seiten dachte ich über den Autor "du willst zu viel und bleibst zu flach, das kannst du besser!". Ich hatte mich nach "Man verlernt nicht wie man schwimmt" sehr auf das Nachfolgebuch gefreut und war dann nach den ersten Seiten irgendwie...enttäuscht? Mir sprangen Logikfehler ins Gesicht, die Charaktere bekamen für mich keine Gesichter, alles wirkte konstruiert und zu vereinfacht dargestellt. Doch ich blieb dran und hoffte, dass sich unter der Spitze des Eisbergs noch mehr verbirgt. Und ja, es kam ein Eisberg. Nach ein paar unnötigen und vorhersehbaren Szenen wurde es endlich, endlich tiefer und für mich wirklich interessanter. Ich wünsche mir eine Fortsetzung, möchte Saskias Geschichte lesen und mehr über Daniels Kindheit erfahren. Mich interessiert die Perspektive von Anton und Mathilda. Da kann noch so viel erzählt werden!
Solange das Streichholz brennt, ist alles möglich 💜
Zwei Welten, die plötzlich aufeinander treffen. Bohm lebt seit fünf Jahren auf der Straße und kämpft sich durch. Er trägt einen Brief mit sich rum, den er nicht öffnen will. Ein Hund ist ihm zugelaufen, mit dem er versucht zu überleben. Eines Tages lernt er Alina kennen. Eine Fernsehjournalistin, die endlich Karriere machen will. Sie hat nun die Chance mit einer Reportage über Menschen auf der Straße und sucht sich dafür Bohm aus. Sie begleitet ihn 7 Tage lang. In diesen 7 Tagen lernen sie sich kennen. Da ist was. Sie spüren eine Verbindung. „Hast du manchmal auch Angst, nicht du selbst zu sein?“ Das war mal wieder ein richtig toller Roman. Eine traurige Geschichte durch den Einblick in das Leben auf der Straße, eine ehrliche und emotionale Erzählung über Schmerz, Leid, Angst und Hoffnung. Ich habe gelacht, gefühlt, geweint, gehofft und geliebt beim Lesen. Eine schöne Schreibweise und eine Geschichte, die im Kopf bleibt - genauso wie das Buch von ihm „man vergisst nicht, wie man schwimmen lernt.“ Gehe jeden Tag für dein Leben los - solange das Streichholz brennt, hast du alle Möglichkeiten 💜✨ „Denn man konnte vor allem weglaufen, aber nicht vor sich selbst.“
Ein besonderer, berührender Roman, der zum Nachdenken anregt, ein Highlight!!
Bohm ist obdachlos und das Leben auf der Straße ist alles andere als leicht. Er fertigt kleine Holzmäuse an, die er verkauft, um über die Runden zu kommen. Sein Hund Fox ist immer an seiner Seite. Die junge TV-Journalistin Alina hingegen bangt um ihre berufliche Zukunft. Unerwartet erhält sie jedoch eine neue Chance. Sie soll eine Reportage über das Leben auf der Straße drehen. Dabei trifft sie auf Bohm. Zwei völlig unterschiedliche Lebenswelten prallen aufeinander und plötzlich entsteht etwas zwischen ihnen … Dieser Roman hat mich von der ersten bis zur letzten Seite in seinen Bann gezogen und tief berührt. Es fiel mir unglaublich schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Perspektive von Alina und Bohm erzählte. Der Roman ist emotional, aber zugleich gibt es immer wieder Momente, die ein Lächeln hervorrufen. Bohm war mir sofort sympathisch und es hat mich bewegt zu lesen, wie er täglich darum kämpft seinen Alltag auf der Straße zu bewältigen. Themen wie Ausgrenzung, Vorurteile und Ungerechtigkeit werden sehr authentisch dargestellt. Gleichzeitig spürt man, dass Bohm etwas aus seiner Vergangenheit zu verdrängen versucht. Was hat ihn dazu gebracht auf der Straße zu leben? Auch Alina, die aus einer ganz anderen Welt stammt, macht eine bemerkenswerte Entwicklung durch. Anfangs dreht sich bei ihr alles um ihre Karriere und die Chance auf eine brisante Reportage. Doch nach und nach lernt sie Bohm besser kennen und beginnt, ihn immer mehr zu schätzen. Ein eindringlicher Roman über Obdachlosigkeit, Sucht, das Leben, Selbstzweifel und eine besondere Freundschaft. Eine berührende Geschichte die zum Nachdenken anregt, ein Highlight, unbedingt lesen!!!

Wow…ergreifend bis zum letzten Wort
Leise, einfühlsam, mächtig - wir folgen in diesem Buch Alina und Bohm, zwei Charaktere die an völlig unterschiedlichen Stellen der Gesellschaft stehen und doch viel gemeinsam haben. Alina versucht in ihrem Job zu bestehen und Bohm versucht, auf der Straße über die Runden zu kommen. Klingt nach Klischee? Weit gefehlt! Alina und Bohm sind Schicksalsgenossen - sie sieht in ihm ein Sprungbrett zurück in ihre Welt und er braucht Geld für ne lebenswichtige Hunde-OP. Doch in der gemeinsamen Zeit sind es unangenehme Wahrheiten über das eigene Leben und leise Momente der Öffnung, die beide zueinander streben lässt. Wer hier Kitsch-Romanze erwartet bekommt eher eine Dosis sehr mehrdimensionaler Gefühls- und Lebenswelten. Zwei Menschen die viel wissen und kennen und trotzdem offen für einander sein wollen. Ein Genuss bis zum letzten Wort! Unbedingt lesen!
„Ein einziger Moment kann alles verändern. Oder wie Sie sagen: das Schicksal. Aber manche Menschen sind das Schicksal.“ (Zitat auf Seite 229) ✨…. Zwei Welten, ein Moment, alles ändert sich & genau hier beginnt ein wunderbarer Roman, den ich so, nicht erwartet habe 🤍.. Alina & Bohm, zwei Welten, die nichts miteinander zutun haben & doch, entwickelt sich was ganz feines … Ein Geheimnis, was Alina aufdecken möchte & es steckt immer mehr, als das was wir sehen … Bohm, eine Persönlichkeit, was mich wahnsinnig fasziniert hat & so auch seine Geschichte.. Die Sichten von Alina & Bohm, runden die Geschichte unglaublich gut ab & der flüssige Schreibstil sowie die kurzen Kapitel, lassen einem beim lesen nicht los … Zusätzlich die Tracklist zu gewissen Kapitel, machen das Buch zum Highlight 🎶📖🥰 Eine aussergewöhnliche Geschichte, die unglaublich gut geschrieben ist & auch uns Leser viel zum Nachdenken bringt .. was steckt hinter so einem Menschen & viele hatten auch ein wunderbares Leben, vor der Strasse…. Was ist passiert, das man sich entschliesst so zuleben & hat man eine Wahl ?! „Wie entgleitet ein Leben?“ „War Unglück etwas, das sich in einem ansammelt wie Müll? Wurde man zu einem Berg von Müll?“ (… Zitate auf Seite 179 & 149) Fazit; ✨…ein wunderbares Buch, das vieles auch zum Nachdenken anregt & schaut bitte hin, es steckt so viel mehr, als das man sieht .. ein wunderbares feines Highlight von einem Autoren, von dem ich zukünftig mehr lesen möchte … 📚 … & nicht zu vergessen die 🐭… die Mäuse, sooo eine interessante wahre Story, was genau, das lest bitte selbst 📖🐭🥰💸💰 Eure Lovely Miri 🐾
Ein ganz tolles Buch!
Schon beim Lesen des Klappentextes wusste ich, dass mir dieser Roman sehr gefallen würde. Kürzlich steckte ich noch in einer kleinen Leseflaute – und bin dann auf dieses Buch gestoßen. Von Anfang an war ich neugierig auf Bohms Geschichte und habe die Seiten förmlich inhaliert. Der Schreibstil von Christian Huber macht es leicht, schnell in die Geschichte einzutauchen. Es ist eine zugleich schöne und traurige Erzählung, die einen berührt und nachdenklich zurücklässt. Besonders eindrücklich ist die Erkenntnis, dass das, was Bohm widerfährt, im Grunde jeden treffen kann. Und jetzt hätte ich auch gerne eine Ein-Million-Dollar-Maus – und einen kleinen Weggefährten wie Fox.
5/5 ⭐️
Dieses Buch ist definitiv ein Highlight für mich gewesen. Der Schreibstil war so direkt, besonders und hat mich in seinen Bann gezogen. Ich fand diese Geschichte wahnsinnig herzergreifend, traurig, und inspirierend. Obwohl dieses Buch mit 350 Seiten recht kurz ist, brauchte ich immer mal Pausen, weil es mich so mitgenommen hat. Die Realität ist oft trauriger als Fiktion.
Solange das Streichholz brennt, wird nur die Wahrheit gesagt!
Ein unglaublich Herz erwährmendes Buch! Es treffen zwei Welten aufeinander, die sich troz Problemen immer weiter annähern und feststellen, so unterschiedlich sind sie garnicht. Es geht um Vertrauen, Verrat und letztendlich dem Weg zu sich selbst. Es in spannend erzählt und liest sich extrem gut. Persönlich gefallen mir besonders die Anspielungen zur zeitgenössischen Popkultur.
Ein bewegender, feinfühliger Roman, der einen auch nicht loslässt, wenn man das Buch zugeschlagen hat. Christian Huber gelingt es, soziale Themen mit emotionaler Tiefe zu verbinden, ohne belehrend zu wirken. Wer Geschichten mag, die unter die Haut gehen, wird dieses Buch kaum aus der Hand legen können.
In dem Roman geht es um Bohm, der seit 5 Jahren auf der Straße lebt. Warum es dazu gekommen ist verrät er niemand. Er besitzt nichts mehr außer einem alten Rucksack, ein paar selbst geschnitzten Holzmäusen und einem ungeöffneten Brief und ein zugelaufenen Hund, den er Fox nennt. Parallel dazu lernen wir die Fernsehjournalistin Alina kennen, deren Karriere auf der Kippe steht. Als letzte Chance erhält sie den Auftrag, eine Reportage über das Leben von obdachlosen Menschen zu drehen. Dabei wird ihr Bohm als möglicher Ansprechpartner empfohlen – eine Begegnung, die für beide weitreichende Folgen haben wird. Der Roman ist in vier Teile gegliedert und wird abwechselnd aus der Perspektive von Bohm und Alina erzählt. Dadurch lernen wir die beiden Protagonisten sehr gut kennen und beim lesen war mir insbesondere Bohm sofort sympathisch. Schnell entwickelt die Geschichte eine starke Sogwirkung: Man möchte unbedingt mehr über seinen Alltag auf der Straße erfahren – und vor allem darüber, was ihn in diese Situation gebracht hat. Christian Huber schildert das Leben auf der Straße sehr authentisch. Auch die Vorurteile und die oft unsichtbare Ausgrenzung durch die Gesellschaft werden eindrücklich dargestellt, auch wenn ich mir an einigen Stellen noch etwas mehr Schärfe gewünscht hätte. Besonders gelungen ist die Entwicklung der Beziehung zwischen Alina und Bohm. Ihre Gespräche und der behutsame Umgang miteinander sind ein zentraler Bestandteil der Geschichte und verleihen dem Roman zusätzliche Tiefe. Ich mochte Christian Hubers Erzählstil sehr gerne: ruhig, unaufgeregt und dennoch durchgehend fesselnd. Immer wieder gibt es berührende Momente – etwa in den Szenen mit Fox, in den Begegnungen zwischen Bohm und Alina und insbesondere im vierten Teil des Buches, der emotional noch einmal besonders intensiv wird. Das Buch hat mich sehr bewegt und zum Nachdenken angeregt. Wie oft begegnet man Menschen, die auf der Straße leben, und fragt sich flüchtig, was wohl passiert sein muss? Dabei gerät leicht in Vergessenheit, wie schnell man selbst in eine solche Lage geraten kann. Genau dieses Bewusstsein vermittelt Christian Huber auf eindrucksvolle Weise – ohne zu urteilen oder zu belehren. Ich finde es besonders wertvoll, dass „Solange ein Streichholz brennt“ ein Thema in den Mittelpunkt stellt, das in der Literatur oft nur am Rande behandelt wird. Auch der Titel ist sehr treffend gewählt und zieht sich symbolisch durch die gesamte Geschichte. Auch der Titel des Romans ist so treffend gewählt und ist im Roman immer wieder von Bedeutung. Ein bewegender, feinfühliger Roman, der einen auch nicht loslässt, wenn man das Buch zugeschlagen hat. Christian Huber gelingt es, soziale Themen mit emotionaler Tiefe zu verbinden, ohne belehrend zu wirken. Wer Geschichten mag, die unter die Haut gehen, wird dieses Buch kaum aus der Hand legen können.
Eine Stimme für die Unsichtbaren
Wie oft geht man gedankenverloren an einem obdachlosen Menschen vorbei, ohne ihn wirklich zu sehen. Man nimmt dieses menschliche Schicksal kaum noch wahr, stört sich – wenn überhaupt – eher an dem Geruch oder den herumliegenden Sachen. Doch dort liegen echte Menschen. Menschen mit Schicksalsschlägen, mit Krankheiten und mit falschen Abzweigungen im Leben. Genau diesen Menschen gibt Christian Huber in seinem Buch „Solange ein Streichholz brennt“ eine Stimme. Die Geschichte lebt vor allem von dem starken Kontrast zwischen zwei völlig unterschiedlichen Leben, die nebeneinander gestellt werden: auf der einen Seite eine Reporterin, die versucht, ihre Karriere in Gang zu bringen, auf der anderen Seite ein obdachloser Mann, dessen einziges Ziel es ist, den nächsten Tag zu überleben. Dieser Gegensatz zwischen den beiden Protagonisten bringt die Kernaussagen des Buches besonders eindringlich auf den Punkt. Während die eine um beruflichen Erfolg kämpft, kämpft der andere schlicht um Würde, Wärme und eine Chance auf einen weiteren Morgen. Dabei zeigt das Buch auch die weniger sichtbaren Seiten dieses Lebens: Gefühle von Scham, Angst und ständiger Ungewissheit begleiten den obdachlosen Protagonisten und machen deutlich, wie belastend der Alltag auf der Straße sein kann. Gerade diese leisen, inneren Momente verleihen der Geschichte ihre emotionale Tiefe. Natürlich ist der Werdegang der Geschichte nicht unbedingt die Realität, die viele wohnungslose Menschen tatsächlich erleben oder die auch nur annähernd denkbar wäre. Das Elend vieler Betroffener ist oft noch viel schlimmer und schwerer zu ertragen. Dennoch gelingt es dem Buch, eine berührende und sehr emotionale Geschichte zu erzählen. Es schafft es, das Ungesehene ein Stück sichtbarer zu machen und den Blick auf Menschen zu lenken, an denen man im Alltag vielleicht viel zu oft achtlos vorbeigeht. „Solange ein Streichholz brennt“ ist damit nicht nur eine bewegende Erzählung, sondern auch eine Erinnerung daran, dass hinter jedem Menschen auf der Straße ein individuelles Schicksal steht – und dass ein kurzer Moment des Hinsehens manchmal schon viel verändern kann.

Eine ganz wichtige Botschaft verpackt in einen klugen, emotionalen Roman über das Verstehen fremder Leben – und darüber, dass es nie zu spät ist, das eigene Leben neu zu denken.
Mit "Solange ein Streichholz brennt" von Christian Huber hatte ich anfangs eine kleine Sorge. Keine, die an Hubers handwerklichen Fähigkeiten zweifeln sollte. Dass der Kerl Geschichten erzählen kann, ist unstrittig, sein Werk als Buchautor ("Man vergisst nicht wie man schwimmt"), Texter für Film und Fernsehen (ZDF Neo Magazin Royal) oder Podcaster (Gefühlte Fakten) ist groß. Aber vielleicht war es die Prämisse seines neuen Buches welche mich zu vorschnell auf die falsche Fährte lockte? In "Solange ein Streichholz brennt" begleiten wir in sich abwechselnden Kapiteln den verbitterten, eigenbrötlerischen Obdachlosen Bohm und die wenig empathische TV-Journalistin Alina. Schnell macht uns die Geschichte klar dass die beiden sich annähern, vielleicht sogar mehr aus dieser Begegnung werden kann. Wird das zu klischeehaft? Zu vorhersehbar? In diesem Moment, wir sind noch vergleichsweise früh zu Beginn der Geschichte, befürchtete ich einen neuen Ableger vom hässlichen Entlein. Aber die Angst hielt nicht lange. Denn ziemlich schnell passiert etwas anderes: Man schaut zwei Menschen dabei zu, wie sie beginnen, einander wirklich zu verstehen. Nicht oberflächlich, nicht romantisch – sondern einfach ehrlich. Bohm, seit 5 Jahren auf der Flucht vor gemachten Fehlern stellt sich erstmalig dass was im Buch als "die Ruine seiner Entscheidungen" bezeichnet wird, die Zeit vor seiner Obdachlosigkeit auf den Straßen Kölns. Und Alina die es schafft sich von einem zur so vor Verwertungslogik strotzendem Fernsehjob zu emanzipieren. Die mühsam aufgebauten Fassaden der beiden bröckeln in gemeinsamen Unternehmungen. Zwei Leben, die sich zunächst völlig fremd sind, die eigentlich in verschiedenen Welten stattfinden, öffnen sich Stück für Stück. Sie lernen voneinander, und genau darin liegt die Stärke dieses Romans. Das Lesen ist eine unbändige Freude dabei zwei Menschen beim Prozess des Verstehens eines jeweils fremden Lebens zuzuschauen. Es geht gar nicht um die Liebe, es geht auch nicht um Obdachlosigkeit oder eine Kritik am Fernsehbetrieb. Es geht darum Menschen die Möglichkeit zu geben gemachte Fehler abzulegen und neue Chancen zu erhalten. Eine ganz wichtige Botschaft verpackt in einen klugen, emotionalen Roman über das Verstehen fremder Leben – und darüber, dass es nie zu spät ist, das eigene Leben neu zu denken.

Hmm wie warmer Honig :)
Tut der Seele gut, das Buch. Der Schreibstil ist sehr angenehm und gemütlich, die emotionale Zerrissenheit des Protagonisten wird sehr gut eingefangen. Manche Menschen rundherum sind dafür etwas flach gezeichnet (die „bösen“ Charaktere sind halt wirklich einfach nur böse). In Summe aber einfach ein richtig schöner, wohltuender Liebesroman über Menschen, die einander heilen. Könnte man sicher auch gut am Strand lesen!

Ein Buch, das bleibt
Als ich dieses Buch beendet habe, saß ich danach noch lange einfach nur da und habe die Wand angestarrt. Nicht, weil das Ende besonders schockierend gewesen wäre. Sondern weil ich dieses Gefühl nicht loslassen wollte, das die Geschichte in mir ausgelöst hat. Es ist eines dieser Bücher, die nachhallen. Am besten lässt es sich vielleicht als eine Art modernes Märchen beschreiben: ruhig, eindringlich und dabei nie kitschig. Gleichzeitig steckt unglaublich viel gesellschaftliche Relevanz darin. Besonders hervorheben möchte ich die Darstellung von Obdachlosigkeit. Dieses Thema findet in Büchern viel zu selten Raum, und hier wird es nicht nur am Rande behandelt. Einer der beiden Hauptcharaktere ist selbst obdachlos. Man merkt deutlich, dass sich der Autor intensiv damit auseinandergesetzt hat. Nichts wird beschönigt, und genau das macht die Geschichte so authentisch und berührend. Aber nicht nur inhaltlich überzeugt das Buch, auch sprachlich ist es einfach wunderschön geschrieben. Der Schreibstil sorgt dafür, dass man komplett eintaucht. Ich habe mitgefiebert, gelacht und geweint. Ein Detail, das sich für mich total verändert hat, ist das Cover. Als ich das Buch zum ersten Mal gesehen habe, hat es mich überhaupt nicht angesprochen. Nach dem Lesen liebe ich es aber richtig. Ich mag es total, wenn die Covergestaltung plötzlich Sinn ergibt und man denkt: Das ist einfach richtig gut umgesetzt. Für mich ist das eine klare Leseempfehlung: ein berührendes, besonderes Buch, das noch lange im Kopf und im Herzen bleibt.
Ein wichtiges, berührendes Buch, das lange nachhallt und den Blick auf die Welt ein kleines Stück verändert.
Mit „Solange ein Streichholz brennt“ zeigt Christian Huber erneut, wie eindrucksvoll seine Geschichten sind. Auch wenn sich dieses Buch kaum mit seinem Werk „Man vergisst nicht, wie man schwimmt“ vergleichen lässt, wird doch schnell klar, was beide verbindet - eine subtile Emotionalität, ein feinsinniger Blick auf zwischenmenschliche Beziehungen und ein Schreibstil, der tief berührt. Im Zentrum stehen Alina und Bohm - zwei Figuren, deren Lebensrealitäten gegensätzlicher kaum sein könnten. Während Alina ein scheinbar sicheres Leben führt, mit festem Job, sozialen Strukturen und Stabilität, lebt Bohm auf der Straße. Doch genau darin liegt die Stärke des Romans, denn er zeigt, wie trügerisch Sicherheit sein kann und wie schnell ein Leben aus der Bahn geraten kann. Schritt für Schritt wird deutlich, wie Bohm in diese Situation geraten ist und das durch eine Verkettung unglücklicher Umstände, die erschreckend nahbar wirken. Besonders eindrucksvoll ist dabei die Sensibilisierung für das Thema Obdachlosigkeit. Der Roman regt zum Nachdenken an und schafft Verständnis, auch wenn man sich stellenweise noch tiefere Einblicke in den Alltag auf der Straße gewünscht hätte. Stattdessen rückt zunehmend die Beziehung zwischen Alina und Bohm in den Vordergrund. Ihre Begegnung ist geprägt von Respekt, vorsichtiger Annäherung und einem gegenseitigen Lernen, das leise und wirkungsvoll erzählt wird. Auch Alinas eigenes Leben nimmt Raum ein. Nicht jeder Handlungsstrang überzeugte mich dabei gleichermaßen. Insbesondere die Entwicklungen rund um ihren Chef wirken stellenweise etwas weniger stimmig. Dennoch fügen sich die verschiedenen Perspektiven zu einem Gesamtbild zusammen, das vor allem durch seine Figuren trägt. Christian Hubers Schreibstil bleibt dabei eine große Stärke, dieser ist leicht, flüssig und voller Tiefe. Man gleitet förmlich durch die Seiten und spürt gleichzeitig die emotionale Wucht zwischen den Zeilen. Trotz kleiner Kritikpunkte ist dieser Roman ein absolutes Highlight. Ein wichtiges, berührendes Buch, das lange nachhallt und den Blick auf die Welt ein kleines Stück verändert. Für mich eine klare Leseempfehlung
❤️🔥SOLANGE EIN STREICHHOLZ BRENNT - Christian Huber - DTV - ET 26.03.2026 - 352 Seiten Der neue Roman des SPIEGEL-Bestsellerautors - ein modernes Märchen? Wie tief kann man fallen und wer reicht einem auch dann noch die Hand, wenn man am Boden liegt? Worum geht’s? Schuld und Vergebung, Kraft und Komplexität der Liebe, Armut und Flucht —> mehr zum Inhalt siehe Klappentext Stimmen zum Buch: »Der Mann kann schreiben!« Olli Schulz Zum Autor: Christian Huber, geboren in Regensburg, schreibt für Print, Online, Fernsehen und die Bühne. Mit dem Team von Jan Böhmermanns »Neo Magazin Royale« wurde er u. a. für die Goldene Kamera und den Deutschen Comedypreis nominiert. Sein Podcast »Gefühlte Fakten« zählt zu den beliebtesten Deutschlands. Sein Roman »Man vergisst nicht, wie man schwimmt« eroberte sofort die Bestsellerlisten. Der Autor lebt in Köln. Mein Leseeindruck: Als ich mir am Freitag einen Ausflug in unseren neuen Thalia gönnte, stieß ich auf dieses Buch. Schon nach den ersten Zeilen war ich „hooked“ und habe es auch über das Wochenende nicht mehr aus der Hand gelegt, denn es entspricht genau meinem Geschmack; es ist spannend, horizonterweiternd, einfühlsam, berührend, Lovestory inklusive. Mehr braucht es gar nicht zu sagen meinerseits. Lest dieses Buch, ihr werdet dieses moderne Märchen genauso lieben, wie ich! Ein großartiger, bewegender Roman über Schuld und Vergebung, Abgründe, Liebe, Armut und Flucht Fazit: Eine mitreißende Liebesgeschichte über soziale Grenzen hinweg und mein Überraschungs-Highlight für diesen Monat! ❤️🔥 Eure, Claudia #solangeeinstreichholzbrennt #neuerscheinung Hat dir mein Beitrag gefallen? Dann folge mir gerne, weitere Besprechungen zu erhalten. Eine schöne Bestätigung ist es natürlich auch immer, wenn mein besprochenes Buch abgespeichert wird in deine Wunschliste!

Absolutes Herzensbuch
📖 So lange ein Streichholz brennt 📝 Christian Huber 📍 DTV Verlag Viele Jahre schon ist das Thema Obdachlosigkeit ein Thema, welches mich persönlich beschäftigt und interessiert. Ich versuche zu verstehen, warum Menschen diesen Weg wählen. In Deutschland muss niemand zwangsläufig auf der Straße leben, da ein rechtlicher Anspruch auf Unterbringung besteht. Kommunen sind verpflichtet, Obdachlose in Notunterkünften aufzunehmen. Dennoch leben viele Menschen durchaus auch bewusst auf der Straße, nicht selten aufgrund von psychischen Problemen, Bürokratie oder einfach nur mangelndem Wohnraum. Christian Hubers „So lange ein Streichholz brennt“ ist ein leises, zutiefst menschliches Buch – eines, das sich nicht scheut, dorthin zu schauen, wo viele lieber wegsehen. Im Zentrum steht ein Leben am Rand der Gesellschaft: Obdachlosigkeit wird hier nicht abstrakt beschrieben, sondern spürbar gemacht. Man fühlt die Kälte der Nächte, die Unsicherheit jedes neuen Tages, die ständige Gratwanderung zwischen Würde und Verzweiflung. Und doch ist da etwas, das allem standhält: die Beziehung zu einem Hund. Diese Liebe ist kein kitschiges Beiwerk, sondern für mich das emotionale Herz des Buches. Es ist diese besondere Verbindung, die dem Protagonisten Kraft gibt, weiterzumachen. Sie zeigt, dass selbst unter den härtesten Bedingungen Liebe existieren kann – roh, ungeschönt und dennoch voller Wärme. Der Hund wird so zu mehr als einem Begleiter: Er ist Familie, Trost und ein letzter Rest von Geborgenheit in einer meist kalten, zerbrechlichen Welt. Und dann gibt’s da noch die junge Journalistin Alina, die eine Reportage über „Bohm“ schreiben soll. Fast unbemerkt nähern sie sich einander an wodurch das Buch schließlich seine eigentliche emotionale Wucht entfaltet. Es erzählt von Einsamkeit – aber auch davon, wie selbst ein kleines Licht, wie ein kurzer Moment von Nähe, ausreicht, um nicht völlig im Dunkeln zu verschwinden. „So lange ein Streichholz brennt“ ist deshalb nicht nur eine Geschichte über Obdachlosigkeit. Es ist eine Geschichte über Würde, über das Festhalten am Leben – und über eine Liebe, die vielleicht unscheinbar wirkt, aber stärker ist als jede Kälte.
Wie ein Film im Kopf, der einen am Ende einfach kurz still werden lässt.
Zwei Menschen aus komplett unterschiedlichen Welten treffen aufeinander – Bohm, der seit Jahren auf der Straße lebt, und Alina, die in ihrem eigenen Leben feststeckt. Und irgendwie geht es genau ab diesem Moment um viel mehr als nur ihre Geschichten. Genau darum geht es in „Solange ein Streichholz brennt“ von Christian Huber. Ich kannte den Autor schon durch seinen Podcast und habe damals „Man vergisst nicht, wie man schwimmt“ gelesen – und geliebt. Aber das hier hat mich nochmal anders getroffen. Ich war direkt drin. Kein langsames Reinkommen, kein „mal schauen“ – einfach sofort dieses Gefühl von: okay, ich bleib hier. Der Schreibstil ist super locker, fast wie Gedanken, die einfach aufgeschrieben wurden. Und genau das macht es so leicht zu lesen – und gleichzeitig so intensiv. Was mich aber wirklich beschäftigt hat, waren die Szenen rund um Bohm. Weil man das ja im Alltag auch ständig sieht – gerade in Großstädten – und irgendwie trotzdem viel zu selten wirklich darüber nachdenkt, was dahinter steckt. Beim Lesen hatte ich mehr als einmal diesen Moment von: man schaut hin… und dann doch wieder weg. Und genau das hat das Buch bei mir irgendwie aufgebrochen. Ich bin komplett durch die Seiten geflogen, weil ich einfach wissen wollte, wie es weitergeht. Es hat sich weniger wie Lesen angefühlt – eher wie ein Film, der einfach im Kopf abläuft. Und dann dieses Ende… Ich saß wirklich kurz einfach nur da und wusste nicht so richtig, was ich sagen soll. Für mich war das wie ein richtig guter Netflix-Film – nur dass er danach nicht einfach vorbei ist. Und vielleicht mochte ich es genau deshalb so sehr, weil es einen nicht komplett loslässt. Weil es einen dazu bringt, nochmal anders hinzuschauen. Nicht nur im Buch – sondern auch im echten Leben.
























































