Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid
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Description
Book Information
Author Description
Alena Schröder, geboren 1979, arbeitet als freie Journalistin und Autorin in Berlin. Sie hat Geschichte, Politikwissenschaft und Lateinamerikanistik in Berlin und San Diego studiert und die Henri-Nannen-Schule besucht. Nach einigen Jahren in der ›Brigitte‹-Redaktion arbeitet sie heute frei u.a. als ›Brigitte‹-Kolumnistin. Gemeinsam mit Till Raether spricht sie in ihrem Podcast »sexy und bodenständig« über das Schreiben.
Posts
Das Buch erzählt eine spannende Geschichte über die Suche nach einem in der Nazi-Zeit verschwundenen Kunstwerk. Es ist angenehm und leicht zu lesen. Emotionale Themen sind gut eingearbeitet, sodass die Handlung einen auch nach dem Lesen noch beschäftigt. Aber: Mein Gott, sind mir viele Figuren unsympathisch. Jörg, Andreas, Ulrich, Trude, Evelyn ... 🤮 Das Ende war auch nicht besonders zufriedenstellend, aber noch okay. Trotzdem: Die Mischung aus Spannung, Geschichte und Emotionen macht das Buch lesenswert.
Das liest sich in einem Rutsch weg!
Alena Schröder hat ein mitreissendes Buch über vier Frauen geschrieben. Senta, Evelyn, Silvia und Hannah. Die Lesenden begleiten v.a. Hannah bei der Recherche zur Familiengeschichte. Alles beginnt mit einem Besuch bei Großmutter Evelyn, bei dem Hannah auf einen Brief einer israelischen Anwaltskanzlei stößt. Plötzlich gibt es angeheiratete jüdische Wurzeln und Evelyn die Erbin, die Restitutionsansprüche zu geraubter Kunst geltend machen kann. Bei der Schilderung der Geschichte geht es vor allem um die Auseinandersetzung von Evelyn mit der Vergangenheit, die sie immer verdrängt. Auch jetzt ist sie eigentlich nicht bereit, sich dem zu stellen und versucht die bohrenden Fragen von Hannah zu ignorieren. Auf verschiedenen Zeitebenen erzählt Alena Schröder vom Erstarken nationalsozialistischer Kräfte, dem Wegschauen des Großteils der Bevölkerung, dem perfiden Vernichtungsplan gegenüber der jüdischen Bevölkerung und der Flucht ins Exil. Die Charaktere sind aus meiner Sicht sehr gut beschrieben. Insbesondere Evelyn kann ich mir sehr gut als resolute Frau Doktor vorstellen. Ein wirklich tolles Lesevergnügen.
Auf der Suche nach Vermeer
Nachdem mich "Bei euch ist es immer so unheimlich still" bewegt zurückgelassen hatte, habe ich diesen Teil direkt nachgelegt. Ich war mir nicht im Klaren, dass die Romane aufeinander bezogen sind. Vieles, was im ersten Teil nur schemenhaft gezeichnet wurde, wird in diesem Teil vertieft; ich hatte zahlreiche "Aha-Momente". Die Darstellung der 20er, 30er und 40er Jahre und der zunehmenden Verdunkelung ist gelungen, ebenso wie die Beschreibung der Auswirkungen auf die Protagonistinnen Evelyn und Hannah in den 10er Jahren. Die Sprünge zwischen den Zeiten ist auch hier ein besonderes Merkmal des Romans. Insgesamt fühlte sich das Leseerlebnis rund an, auch wenn mir Teil 1 eine Spur besser gefallen hat. Ich empfehle, mit "Bei euch ist es..." zu starten.
Berührende Familiengeschichte
Ich bin begeistert von diesem Buch und konnte es kaum aus der Hand legen. Dieser Roman erzählt eine berührende und auch immer wieder erschütternde Familiengeschichte über ein Jahrhundert hinweg. Beeindruckend fand ich vor allem die Beschreibung der zunehmenden Unsicherheit und Verfolgung von Juden zu Beginn der NS-Zeit sowie die Tragik der nachfolgenden Jahre. Aber auch insgesamt hat mir das Buch ausgesprochen gut gefallen, es war trotz der zum Teil schwierigen Thematik flüssig zu lesen und die handelnden Personen wirkten real. Der rote Faden durch das Buch, die Suche nach einem in der NS-Zeit verschollenem Gemälde, war hoch interessant und gut umgesetzt. Ich kann dieses Buch nur jedem ans Herz legen!
Spannenede Lektüre
Die Hannah-Kapitel fand ich stark, die waren mega geschrieben. Die Kapitel aus der Vergangenheit waren zwar spannend, aber irgendwas störte mich, weil es sich zuweilen nicht ganz authentisch anfühlte. Alles in allem trotzdem ein sehr schöner Roman, den ich empfehlen kann, weil die Geschichte sich wunderbar erzählt.
Das Buch hat mich von der ersten bis zur letzten seite fasziniert. Ich war in jeder zeit dabei, ich konnte fühlen, schmecken riechen und tasten. Ich habe mit gelitten mit geweint mit gefiebert und mitgelacht. Ein so tolles atmosphärisches Buch. Grosse Leseempfehlung für alle die historische Romane lieben.

Ein Buch, dass ich nicht aus der Hand legen konnte.
Ich habe diesen Roman über Evelyn, Hanna und ihre Vorgängerinnen erst nach dem Buch „ Bei euch ist es immer so still“ gelesen. Also in umgekehrter Reihenfolge. Aber das war nicht so schlimm. Auch dieses Buch fand ich gut recherchiert und sehr gut geschrieben. Die Charaktere sind mir trotz ihrer Eigenheiten ans Herz gewachsen. Ich kann dieses Buch nur empfehlen und hoffe auf eine Fortsetzung.
Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen. Einmal in der Gegenwart und einmal zur Zeit des zweiten Weltkrieges bzw. in der Vorkriegszeit. Im Grunde genommen geht es um eine Familiengeschichte, die ich durchaus mochte und interessant fand, aber irgendwas hat mir gefehlt. Gerade die Handlung, die in der Vergangenheit spielt, hat mich nicht so berühren können. Und das sollte sie eigentlich tun. Die Charaktere blieben mir seltsam fremd und die Uni - Story in der Gegenwartswelt hat mich ebenfalls nicht abgeholt; eher unnötig und fraglich. Insgesamt eine gute Geschichte, die jedoch nicht fesseln konnte und mir nicht in Erinnerung bleiben wird.
Die depressiv wirkende Studentin Hannah sucht ihren Platz im Leben in und gibt sich eigenen Tagträumen hin, sie wirkt zuweilen naiv. Regelmäßig besucht sie ihre Großmutter Evelyn in der Seniorenresidenz,diese wartet aufs eigene Ableben. Ein Brief über ein mögliches jüdisches Erbe aufgrund einer Enteignung zu Nazizeiten führt tief in die eigene Vergangenheit. Ein Buch über 4 Generationen von verschiedenen Frauen mit tiels unterdrückten Wünschen und Blick ins Muttersein. Die Autorin in trifft einen guten Erzählton und nimmt einen unterhaltsam mit. Beim Lesen habe ich das Gefühl entwickelt, das einige Erzählstränge noch nicht abgeschlossen sind. Die Geschichte um Hannahs Mutter lässt ebenso Fragen offen, wie der weitere Weg des Gemäldes.
Anders als erwartet
Das Buch erzählt von Hannah, deren Oma unverhofft Erbin verschwundener Gemälde werden soll, die ein Teil ihrer Familie als Juden an die Nazis verloren hatte. Auf der Suche nach diesen Gemälden kommt Hannah der Familiengeschichte mehr und mehr auf die Spur, knüpft alte Bande neu und findet ihren eigenen Weg. Das Buch erzählt in zwei Zeitsträngen, Hannahs Zeit und die Zeit ihrer Großmutter. Deren Erlebnisse mit ihrer Mutter, ihrer Tante und im Krieg sind so gut dargestellt, dass man richtig mitfiebern kann. Auch der Zeitstrang, in dem von Hannah erzählt wird, ist kurzweilig und lässt einen mitfühlen. Hannah ist mir wirklich ans Herz gewachsen, aber auch alle anderen Charaktere. Ich finde, ein echter Lesegenuss!
Eindrücklicher Frauenroman über 4 Generationen hinweg.
Berlin in den Zwanzigern. Senta versucht einen Neuanfang in Berlin, doch dafür musste sie ihr Kind zurücklassen. Mit dem Aufstieg der Nationalsozialisten gerät ihr Leben nun wieder ins Wanken. Fast ein Jahrhundert später bekommt Evelyn einen Brief, dass sie eine Erbin eines geraubten Kunstschatzes sei. Doch ihre Enkelin Hannah versteht nicht. Warum weiss nichts von einer jüdischen Verwandtschaft? Wo sind die Bilder jetzt? Wieso spricht ihre Grossmutter nicht über die Vergangenheit und ihre Mutter Senta. In diesem Buch geht es um das Leben und ihren Entscheidungen von vier Frauen über Generationen hinweg. Ihre Leben wurden vom Nationalsozialismus geprägt und zeigen noch in der Zukunft ihre Auswirkungen. Der Fokus liegt auf der Erzählung der Frauen und ihrer Selbstfindung und nicht auf der Wiedergutmachung mit den Bildern aus der Familiengeschichte, wie ich es anfangs erwartet habe. Trotzdem war die Erzählung eindrücklich. Mein Fazit: Vier Frauen suchen ihre Bestimmung und müssen lernen, dass man dafür harte Entscheidungen treffen muss. 5 Sterne.

Unterhaltsames Familienepos
"Junge Frau, ..." stand schon länger auf meiner Leseliste und hat mich nicht enttäuscht. Die Mischung aus Familiendrama, Historienroman und Kunstgeschichte funktioniert wirklich gut und wird durch die Erzählweise mit verschiedenen Perspektiven nicht langweilig. Auch wenn ich mir noch mehr Tiefgang gewünscht hätte, fand ich das Buch wirklich gelungen und ich werde wohl auch den Nachfolger, der die Vorgeschichte erzählt, noch lesen. Besonders gut finde ich, dass hier Geschichte aus weiblicher Perspektive erzählt wird, auch wenn die Protagonistinnen mir doch ein wenig zu sehr auf Männer angewiesen sind. Aber vielleicht wird mich "Bei euch ist es immer so unheimlich still" da ja überraschen...
Ein Buch, dass für mich, durch die Charaktere, nicht wegzulegen war!✨
Die Story fand ich jetzt nicht sonderlich packend aber die Charaktere, die so authentisch sind und trotz ihrer Macken und Probleme richtig spannend und liebenswert werden, haben das Buch für mich zu einem Highlight gemacht!✨ Die Zeitsprünge fand ich sehr gelungen und die, mit der Zeit klar werdenden Familienstrukturen, waren sehr schön erzählt. Der Autorin ist es sehr gut gelungen, die Zeit des Nationalsozialismus so in Worte zu fassen, dass es ohne zu Tiefgründigen zu werden, unter die Haut ging. Ich hätte es schön gefunden, wenn die Geschichte zu Ende geschrieben wäre. Den zweiten Teil werde ich definitiv lesen!🥰
Primär ein generationsübergreifendes Buch, das das Schicksal von 4 starken Frauen schildert. Zum zweiten erhält man einen Eindruck von der Sisyphusarbeit, um eine Wiedergutmachung des erlittenen Kunstraubs in der Nazizeit zu belegen und zu gewähren. Und zum Schluss noch, Suche nach dem Wohin der jüngsten Protagonistin.
Wertvoll!
Erwartet hatte ich eine andere Geschichte, die sich mehr mit Kunstverbrechen und Provinienzforschung beschäftigt. Tatsächlich ist es eher eine Lebensgeschichte über vier Generationen von Frauen, die absolut lesenswert ist. Ich schielen auch schon auf den Nachfolger, der sich mit der hier spärlich behandelten dritten Generation beschäftigt!
Schön, aber irgendwie nicht rund.
Ich liebe Geschichten, die um den zweiten Weltkrieg herum spielen und mehrere Generationen umfassen. Bei diesem Buch, hat mich der Klappentext sehr schnell überzeugt, trotzdem habe ich das Buch lange vor mir her geschoben. Es hat dann auch eine Weile gedauert, bis ich so richtig in der Geschichte war. Anfangs ließen sich die Handlungsstränge und Zeitsprünge für mich nicht wirklich gut überblicken. Mir hat der rote Faden gefehlt. Es wirkte manchmal, wie angerissen und nicht fertig erzählt. Ab etwa der Hälfte war ich endlich richtig drin und mochte die Geschichte trotz vorhersehbarer Elemente sehr. So wirklich rund war es für mich trotzdem nicht. Es gibt viele Handlungsstränge, die zu wenig zur eigentlichen Geschichte beitragen und nur unvollständig aufgeklärt werden. Hannah war für mich nur schwer greifbar. Der Brief, der zu Beginn eine tragende Rolle einzunehmen scheint, ist irgendwann ganz von der Bildfläche verschwunden. So wirklich geklärt ist die Anfangsthematik letztlich auch nicht. So sperrig wie der Titel ist, hat sich auch die Handlung manchmal angefühlt. Mich hat dieses Buch sehr unterhalten, aber auch mit einigen Fragezeichen zurückgelassen.
tiefgehend und gleichzeitig präzise
Ich fand dieses Buch toll. Der Schreibstil ist durchzogen mit trockenem Humor, aber mit gleichzeitig so tiefgehenden Einblicken in die Figuren. Keine der Figuren ist wirklich herzerwärmend, das liegt jedoch daran, dass sie nicht überzeichnet oder nach einer Wunschvorstellung geschrieben wurden. Die Figuren sind alle „normal“ und authentisch. Alle sind auf ihre Art und Weise sehr eigen und verbohrt, aber trotzdem irgendwie sympathisch, weil man Teile von sich selbst in ihnen wieder erkennen kann. Die Figur Jörg Sudmann war wirklich der nervigste und theatralischste Alman, den man je erlebt hat und war gerade deshalb an so vielen Stellen unfassbar witzig. Besonders spannend waren für mich die Beziehungsdynamiken der Frauen der unterschiedlichen Generationen. Viele „große“ Sinnfragen des Frauseins lassen sich wiederfinden und die Einblicke in das Erleben dieser Frauen zu den unterschiedlichen Zeitpunkten fand ich sehr sehr interessant. Ich werde definitiv die Fortsetzung lesen.
Eine spannende Familiengeschichte über 4 Generationen.
Senta, Evelyn, Sylvia, Hannah. Vier Frauen, vier Generationen. Alle mit ihren eigenen Herausforderungen. Besonders gefallen mir die vielschichtigen Charakter der Frauen. Jede hat sympathische, aber auch einige unsympathische Eigenschaften. Dadurch, dass je nach Kapitel sowohl Zeit als auch Charakter-Sicht wechseln, versteht man die Handlungen und Gefühle der Frauen besser und kann sich (mal mehr, mal weniger) gut in sie hineinfühlen.
Interessante Familiengeschichte, die das Schicksal von vier Generationen erzählt. Das Buch fängt sehr vielversprechend an, allerdings klären sich die vielen Fragen und Handlungsstränge zum Ende hin nicht gänzlich auf und lassen mich eher unzufrieden zurück. Es fehlte mir an Tiefe und die Protagonisten waren mir leider alle auch nicht sonderlich sympathisch. Alles in allem war das gesamte Buch bis zum Schluss von einer sehr gedrückten Stimmung durchzogen.
Ein Roman wie eine Serie. Alena Schröder bietet mit „Junge Frau am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid“ ein wunderbares Lesevergnügen über verschiedenen Generationen und Zeitepochen. Neben der Protagonistin Hannah lernen wir ihre Großmutter Evelyn und wiederum Evelyns Mutter Senta kennen. Alle drei stehen an unterschiedlichen Punkten in ihrem Leben, alle drei müssen sich den verschiedensten Herausforderungen stellen. Ein dichtes, zum Teil witziges und lebendiges Buch.

Ein Brief von einer Anwaltskanzlei in Israel bringt alles ins Rollen....
Kein Thriller über die Suche nach einst jüdischen Kunstschätzen, welche durch die Nationalsozialisten enteignet wurden, aber ein sehr emotionales und äußerst spannendes Buch. Der Roman erzählt uns in zwei Erzählsträngen von 4 Frauen aus 4 Generationen, auf der Suche nach Selbstverwirklichung und die daraus resultierende Mutter-Tochter Beziehung. Im Vergangenheitspart ist Senta unsere Hauptprotagonisten und im Gegenwartspart Hannah. Die beiden Generationen dazwischen, nämlich Sentas Tochter Evelyn und wiederum deren Tochter Silvia, welche Hannahs Mutter ist, kommen dabei auch nicht zu kurz. Alle Charaktere sind sehr überzeugend und die historischen Hintergründe verständlich und sensibel dargestellt. Wir erleben die Grauen des Krieges, die Unmenschlichkeit des Nationalsozialismus, Judenverfolgung/Holocaust, verhängnisvolle Liebschaften aber auch Liebe, Freundschaft, Selbstfindung und Toleranz. Am Ende bleiben noch ein paar Fragen offen, welche Alena Schröder hoffentlich in ihrem Folgeroman "Bei euch ist es immer so unheimlich still" beantwortet. Eine klare Leseempfehlung 🤗

Ein interessanter Familienroman über mehrere Generationen. Es geht um die Aufdeckung von Familiengeheimnissen, Judenverfolgung, Raubkunst und vor allem um die Beziehungen zwischen Müttern und Töchtern. Die Charaktere wirken authentisch mit Ecken und Kanten. Der Schreibstil war für mich ungewohnt, aus der 3. Person geschrieben. Ich fand es trotzdem spannend und unterhaltsam. Nur das Ende hätte ich mir irgendwie anders gewünscht. Klare Leseempfehlung!
Ans Herz gehende Familiengeschichte
Hannah besucht ihre Großmutter Evelyn zwei Mal wöchentlich im Altersheim. Die resolute fast hundertjährige Dame nimmt kein Blatt vor den Mund; nur über ihre Vergangenheit schweigt sie sich aus. Als eines Tages ein Brief einer israelischen Anwaltskanzlei eintrifft und Evelyn als Erbin eines Kunstvermögens benannt wird, konfrontiert Hannah sie mit der jüdischen Verwandtschaft, von der die Enkelin bisher noch nie gehört hatte. Doch Evelyn schweigt weiter. Hannah begibt sich nun selbst auf die Suche nach ihren Wurzeln sowie den von den Nazis geraubten Kunstwerken. Das Buch beschreibt in zwei Erzählsträngen neben der Geschichte aus der Vergangenheit und dem Kunstraub hauptsächlich die Suche der Enkelin nach Identität und Zugehörigkeit. Der in Teilen autobiographische Roman endet nicht so, wie man es eventuell erwartet hat. Dennoch ist es für Hannah ein zufriedenstellende Abschluss und Neubeginn. Der Roman ist schön geschrieben und hat mich richtig gefesselt, obwohl die Handlung nicht direkt mitreißend war. Allerdings fand ich den sensiblen Schreibstil der Autorin sehr schön und habe mit Hannah mitgefiebert, dass sie die für sie richtige Entscheidung treffen möge. Großmutter Evelyn hat sich nicht immer freundlich benommen; bei der Aufarbeitung der Vergangenheit ist dies jedoch nachvollziehbar. Ein empfehlenswertes Buch für alle, die Familiengeschichten mögen. Band 2 "Bei euch ist es immer so unheimlich still" ist gerade erschienen, behandelt aber die Zeit davor von der gebeutelten Mutter-Tochter-Beziehung von Evelyn und Hannahs Mutter Silvia. Diesen Roman möchte ich auch unbedingt noch lesen.
Was für ein Buch … ich bin regelrecht durchgeflogen. Eine Geschichte über vier Generationen hinweg und in 2 Zeitebenen, ich habe mich zu jeder Zeit gut herein gefunden. Das Thema NS-Raubgut fand ich total spannend, darüber habe ich noch nicht viel gelesen. Um diesen Kern entwickelt sich die Handlung - sowohl in der Gegenwart als auch in der NS-Zeit. Die meisten Charaktere sind nicht gerade sympathisch aber genau passend beschrieben. Ich empfehle das Buch uneingeschränkt weiter und werde mich gleich auf „Bei euch ist es immer so unheimlich still“ stürzen. Hier wird die Geschichte eines Familienmitglieds aus o.g. Buch intensiver erzählt und offenbar auch offene Fragen beantwortet. Ich bin total gespannt …
Auch dieser Roman von Alena Schröder, der Teil einer Trilogie ist, hat mich nicht vollständig abgeholt. Ich habe die Charaktere als zu konstruiert empfunden, mir hat die Verbindung zu ihnen gefehlt. Es gab immer wieder seltsame Formulierungen wie z.B. selbstbesoffene Betoffenheit? In der zweiten Hälfte der Geschichte habe ich mehr Zugang zur Story gefunden. Ich hatte von Alena Schröder bereits den Band „Bei euch ist es immer so unheimlich still“ gelesen. aber es ist völlig irrelevant, in welcher Reihenfolge man die beiden Bücher gelesen hat, das fand ich ganz praktisch. Den dritten Band „Mein ganzen Leben …“ möchte ich jetzt trotzdem noch lesen. Ich warte auf einen guten Abschluss.
Zeitsprünge und Generationsthema
An sich eine schlüssige, wenn auch nicht unbedingt neue Geschichte zu diesem Thema. Die Zeitsprünge waren teilweise etwas viel/ kurz hintereinander, jedoch konnte man trotzdem den Faden der Gesamtgeschichte behalten. Die Protagonisten sind sehr unterschiedlich, aber jeder auf seine Art gut aufgebaut und passend zur Geschichte.
Dieses Buch habe ich einfach nur weggeatmet, weil ich mich direkt mit allen Charakteren verbunden gefühlt habe. Die Geschichte ist super toll erzählt und ich habe auch die Zeitsprünge zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart total geliebt, bei denen immer wieder neue Informationen bekannt wurden. Der Schreibstil ist wunderschön und hat mich direkt die Atmosphäre spüren lassen. Einzig das Ende fand ich leider etwas ernüchternd, weil die Geschichte einfach nicht vollständig beendet wird und nicht alles aufgelöst wird. Es gibt aber einen Folgeband und ich hoffe, dass darin die noch fehlenden Puzzlestücke ergänzt werden. Sobald ich mit meiner SUB-Abbau-Challenge im März durch bin, wird auf jeden Fall Band 2 hier einziehen! Band 1 kann ich auf jeden Fall allen denjenigen sehr empfehlen, die historische Romane lieben.

"Vertrauen Sie dem Schicksal und folgen Sie weiter den Spuren, aber vergessen Sie dabei nichjt, selbst welche zu hinterlassen." Hannah bekommt die Information, Erbin eines verschollenen jüdischen Vermögens zu sein. Sie geht auf Spurensuche. Der zweite Zeitstrang erzählt die Geschichte von Hannahs Großmutter. Die Story ist wirklich interessant, es geht um den 2. Weltkrieg, um Raubkunst, um Schuld und Sühne und vor Allem um starke Frauen. Ich mag den unaufgeregten Schreibstil der Autorin, ich mag die Atmosphäre in beiden Erzählsträngen , ich mag den Wechsel zwischen den Zeiten, ich mag die Charaktere, vor Allem, da ist alle ihre Schattenseiten haben. Spannend auch, dass ungewöhnlicherweise auch Nebencharaktere zu Wort kommen, so hat man noch mal eine ganz andere Sicht auf die Ereignisse. Ich kann an einigen Stellen das Handeln der Personen nicht nachvollziehen und gerade ein Aspekt bei Hannah nervt mich schon sehr, aber so ist sie eben und so müssen wir sie als Leser akzeptieren. Das ein oder ander Klischee, was bedient wird ist vielleicht auch noch ein Kritikpunkt, den ich anbringen könnte. Das hat mein Lesevergnügen aber nur wenig geschmälert. Das Ende ist auch ungewöhnlich und nicht alle offenen Stränge sind abgeschlossen, was aber für mich hier durchaus passend ist. Alles in Allem ein toller Roman und ich freue mich, dass es ein weiteres Buch der Autorin gibt, in der die Geschichte von Hannahs Mutter erzählt wird.
Ich habe dieses Buch nach "Bei euch ist es immer so unheimlich still" gelesen - wohl in der falschen Reihenfolge. Die Akteure überschneiden sich, jedes Buch für sich ist lesenswert. Während das Erstgelesene auf zwei Zeitebenen in den 50er- und 60er-Jahren sowie 1989 spielte, rahmt dieses hier den Zeitraum ein: Es spielt in den 20er-Jahren und in der Gegenwart. Das erscheint mir unsortiert, zumal Silvia, die Hauptdarstellerin im zweiterschienen Buch, im ersten nur ganz nebenbei erwähnt wird, weil die Autorin sie an Krebs versterben ließ. Läse man die Bücher wiederum in der Reihenfolge des Erscheinens wäre Hannah, die Hauptdarstellerin im ersten Buch Promovendin, während sie im zweiten als Säugling auftaucht - befremdlich! Dafür gibt es einen Stern Abzug, den zweiten für das Ende ...
✨ Zwischen Generationen, Schmerz und Hoffnung! 📖 Ein Roman voller Leben, Liebe und Schicksal 🌸
⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️/5 Mit „Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid“ hat Alena Schröder einen Roman geschaffen, der mich von der ersten bis zur letzten Seite vollkommen gefesselt hat. Wir begleiten vier Frauen aus vier Generationen – und genau das hat dieses Buch für mich so besonders gemacht. Jede einzelne Geschichte hatte ihre eigene Tiefe, ihre eigenen Wunden, Hoffnungen und Entscheidungen. Ich fand es unglaublich spannend, in jede dieser Frauen eintauchen zu dürfen und mitzuerleben, wie eng ihre Schicksale miteinander verknüpft sind. Manche Leser empfinden das Buch vielleicht als traurig oder bedrückend, doch für mich war es vor allem faszinierend. Es zeigt auf eine sehr ehrliche und menschliche Weise, wie unterschiedlich Menschen sind und wie sehr das Leben prägen – und manchmal auch verbittern – kann. Trotzdem werden die Figuren nie einfach als „böse“ dargestellt. Gerade diese Vielschichtigkeit hat mich sehr berührt. Der Schreibstil war warm, intensiv und voller Gefühl. Ich konnte komplett in die Geschichte abtauchen und habe jede Seite genossen. Für mich ist dieser Roman absolut gelungen und ein Buch, das noch lange nachhallt. ✨ Mein Fazit: Eine bewegende Familien- und Lebensgeschichte über Generationen hinweg, voller Emotionen, Verbindungen und menschlicher Tiefe – ein Buch, in das einzutauchen sich absolut lohnt. 😉🙂

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Alena Schröder, geboren 1979, arbeitet als freie Journalistin und Autorin in Berlin. Sie hat Geschichte, Politikwissenschaft und Lateinamerikanistik in Berlin und San Diego studiert und die Henri-Nannen-Schule besucht. Nach einigen Jahren in der ›Brigitte‹-Redaktion arbeitet sie heute frei u.a. als ›Brigitte‹-Kolumnistin. Gemeinsam mit Till Raether spricht sie in ihrem Podcast »sexy und bodenständig« über das Schreiben.
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Das Buch erzählt eine spannende Geschichte über die Suche nach einem in der Nazi-Zeit verschwundenen Kunstwerk. Es ist angenehm und leicht zu lesen. Emotionale Themen sind gut eingearbeitet, sodass die Handlung einen auch nach dem Lesen noch beschäftigt. Aber: Mein Gott, sind mir viele Figuren unsympathisch. Jörg, Andreas, Ulrich, Trude, Evelyn ... 🤮 Das Ende war auch nicht besonders zufriedenstellend, aber noch okay. Trotzdem: Die Mischung aus Spannung, Geschichte und Emotionen macht das Buch lesenswert.
Das liest sich in einem Rutsch weg!
Alena Schröder hat ein mitreissendes Buch über vier Frauen geschrieben. Senta, Evelyn, Silvia und Hannah. Die Lesenden begleiten v.a. Hannah bei der Recherche zur Familiengeschichte. Alles beginnt mit einem Besuch bei Großmutter Evelyn, bei dem Hannah auf einen Brief einer israelischen Anwaltskanzlei stößt. Plötzlich gibt es angeheiratete jüdische Wurzeln und Evelyn die Erbin, die Restitutionsansprüche zu geraubter Kunst geltend machen kann. Bei der Schilderung der Geschichte geht es vor allem um die Auseinandersetzung von Evelyn mit der Vergangenheit, die sie immer verdrängt. Auch jetzt ist sie eigentlich nicht bereit, sich dem zu stellen und versucht die bohrenden Fragen von Hannah zu ignorieren. Auf verschiedenen Zeitebenen erzählt Alena Schröder vom Erstarken nationalsozialistischer Kräfte, dem Wegschauen des Großteils der Bevölkerung, dem perfiden Vernichtungsplan gegenüber der jüdischen Bevölkerung und der Flucht ins Exil. Die Charaktere sind aus meiner Sicht sehr gut beschrieben. Insbesondere Evelyn kann ich mir sehr gut als resolute Frau Doktor vorstellen. Ein wirklich tolles Lesevergnügen.
Auf der Suche nach Vermeer
Nachdem mich "Bei euch ist es immer so unheimlich still" bewegt zurückgelassen hatte, habe ich diesen Teil direkt nachgelegt. Ich war mir nicht im Klaren, dass die Romane aufeinander bezogen sind. Vieles, was im ersten Teil nur schemenhaft gezeichnet wurde, wird in diesem Teil vertieft; ich hatte zahlreiche "Aha-Momente". Die Darstellung der 20er, 30er und 40er Jahre und der zunehmenden Verdunkelung ist gelungen, ebenso wie die Beschreibung der Auswirkungen auf die Protagonistinnen Evelyn und Hannah in den 10er Jahren. Die Sprünge zwischen den Zeiten ist auch hier ein besonderes Merkmal des Romans. Insgesamt fühlte sich das Leseerlebnis rund an, auch wenn mir Teil 1 eine Spur besser gefallen hat. Ich empfehle, mit "Bei euch ist es..." zu starten.
Berührende Familiengeschichte
Ich bin begeistert von diesem Buch und konnte es kaum aus der Hand legen. Dieser Roman erzählt eine berührende und auch immer wieder erschütternde Familiengeschichte über ein Jahrhundert hinweg. Beeindruckend fand ich vor allem die Beschreibung der zunehmenden Unsicherheit und Verfolgung von Juden zu Beginn der NS-Zeit sowie die Tragik der nachfolgenden Jahre. Aber auch insgesamt hat mir das Buch ausgesprochen gut gefallen, es war trotz der zum Teil schwierigen Thematik flüssig zu lesen und die handelnden Personen wirkten real. Der rote Faden durch das Buch, die Suche nach einem in der NS-Zeit verschollenem Gemälde, war hoch interessant und gut umgesetzt. Ich kann dieses Buch nur jedem ans Herz legen!
Spannenede Lektüre
Die Hannah-Kapitel fand ich stark, die waren mega geschrieben. Die Kapitel aus der Vergangenheit waren zwar spannend, aber irgendwas störte mich, weil es sich zuweilen nicht ganz authentisch anfühlte. Alles in allem trotzdem ein sehr schöner Roman, den ich empfehlen kann, weil die Geschichte sich wunderbar erzählt.
Das Buch hat mich von der ersten bis zur letzten seite fasziniert. Ich war in jeder zeit dabei, ich konnte fühlen, schmecken riechen und tasten. Ich habe mit gelitten mit geweint mit gefiebert und mitgelacht. Ein so tolles atmosphärisches Buch. Grosse Leseempfehlung für alle die historische Romane lieben.

Ein Buch, dass ich nicht aus der Hand legen konnte.
Ich habe diesen Roman über Evelyn, Hanna und ihre Vorgängerinnen erst nach dem Buch „ Bei euch ist es immer so still“ gelesen. Also in umgekehrter Reihenfolge. Aber das war nicht so schlimm. Auch dieses Buch fand ich gut recherchiert und sehr gut geschrieben. Die Charaktere sind mir trotz ihrer Eigenheiten ans Herz gewachsen. Ich kann dieses Buch nur empfehlen und hoffe auf eine Fortsetzung.
Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen. Einmal in der Gegenwart und einmal zur Zeit des zweiten Weltkrieges bzw. in der Vorkriegszeit. Im Grunde genommen geht es um eine Familiengeschichte, die ich durchaus mochte und interessant fand, aber irgendwas hat mir gefehlt. Gerade die Handlung, die in der Vergangenheit spielt, hat mich nicht so berühren können. Und das sollte sie eigentlich tun. Die Charaktere blieben mir seltsam fremd und die Uni - Story in der Gegenwartswelt hat mich ebenfalls nicht abgeholt; eher unnötig und fraglich. Insgesamt eine gute Geschichte, die jedoch nicht fesseln konnte und mir nicht in Erinnerung bleiben wird.
Die depressiv wirkende Studentin Hannah sucht ihren Platz im Leben in und gibt sich eigenen Tagträumen hin, sie wirkt zuweilen naiv. Regelmäßig besucht sie ihre Großmutter Evelyn in der Seniorenresidenz,diese wartet aufs eigene Ableben. Ein Brief über ein mögliches jüdisches Erbe aufgrund einer Enteignung zu Nazizeiten führt tief in die eigene Vergangenheit. Ein Buch über 4 Generationen von verschiedenen Frauen mit tiels unterdrückten Wünschen und Blick ins Muttersein. Die Autorin in trifft einen guten Erzählton und nimmt einen unterhaltsam mit. Beim Lesen habe ich das Gefühl entwickelt, das einige Erzählstränge noch nicht abgeschlossen sind. Die Geschichte um Hannahs Mutter lässt ebenso Fragen offen, wie der weitere Weg des Gemäldes.
Anders als erwartet
Das Buch erzählt von Hannah, deren Oma unverhofft Erbin verschwundener Gemälde werden soll, die ein Teil ihrer Familie als Juden an die Nazis verloren hatte. Auf der Suche nach diesen Gemälden kommt Hannah der Familiengeschichte mehr und mehr auf die Spur, knüpft alte Bande neu und findet ihren eigenen Weg. Das Buch erzählt in zwei Zeitsträngen, Hannahs Zeit und die Zeit ihrer Großmutter. Deren Erlebnisse mit ihrer Mutter, ihrer Tante und im Krieg sind so gut dargestellt, dass man richtig mitfiebern kann. Auch der Zeitstrang, in dem von Hannah erzählt wird, ist kurzweilig und lässt einen mitfühlen. Hannah ist mir wirklich ans Herz gewachsen, aber auch alle anderen Charaktere. Ich finde, ein echter Lesegenuss!
Eindrücklicher Frauenroman über 4 Generationen hinweg.
Berlin in den Zwanzigern. Senta versucht einen Neuanfang in Berlin, doch dafür musste sie ihr Kind zurücklassen. Mit dem Aufstieg der Nationalsozialisten gerät ihr Leben nun wieder ins Wanken. Fast ein Jahrhundert später bekommt Evelyn einen Brief, dass sie eine Erbin eines geraubten Kunstschatzes sei. Doch ihre Enkelin Hannah versteht nicht. Warum weiss nichts von einer jüdischen Verwandtschaft? Wo sind die Bilder jetzt? Wieso spricht ihre Grossmutter nicht über die Vergangenheit und ihre Mutter Senta. In diesem Buch geht es um das Leben und ihren Entscheidungen von vier Frauen über Generationen hinweg. Ihre Leben wurden vom Nationalsozialismus geprägt und zeigen noch in der Zukunft ihre Auswirkungen. Der Fokus liegt auf der Erzählung der Frauen und ihrer Selbstfindung und nicht auf der Wiedergutmachung mit den Bildern aus der Familiengeschichte, wie ich es anfangs erwartet habe. Trotzdem war die Erzählung eindrücklich. Mein Fazit: Vier Frauen suchen ihre Bestimmung und müssen lernen, dass man dafür harte Entscheidungen treffen muss. 5 Sterne.

Unterhaltsames Familienepos
"Junge Frau, ..." stand schon länger auf meiner Leseliste und hat mich nicht enttäuscht. Die Mischung aus Familiendrama, Historienroman und Kunstgeschichte funktioniert wirklich gut und wird durch die Erzählweise mit verschiedenen Perspektiven nicht langweilig. Auch wenn ich mir noch mehr Tiefgang gewünscht hätte, fand ich das Buch wirklich gelungen und ich werde wohl auch den Nachfolger, der die Vorgeschichte erzählt, noch lesen. Besonders gut finde ich, dass hier Geschichte aus weiblicher Perspektive erzählt wird, auch wenn die Protagonistinnen mir doch ein wenig zu sehr auf Männer angewiesen sind. Aber vielleicht wird mich "Bei euch ist es immer so unheimlich still" da ja überraschen...
Ein Buch, dass für mich, durch die Charaktere, nicht wegzulegen war!✨
Die Story fand ich jetzt nicht sonderlich packend aber die Charaktere, die so authentisch sind und trotz ihrer Macken und Probleme richtig spannend und liebenswert werden, haben das Buch für mich zu einem Highlight gemacht!✨ Die Zeitsprünge fand ich sehr gelungen und die, mit der Zeit klar werdenden Familienstrukturen, waren sehr schön erzählt. Der Autorin ist es sehr gut gelungen, die Zeit des Nationalsozialismus so in Worte zu fassen, dass es ohne zu Tiefgründigen zu werden, unter die Haut ging. Ich hätte es schön gefunden, wenn die Geschichte zu Ende geschrieben wäre. Den zweiten Teil werde ich definitiv lesen!🥰
Primär ein generationsübergreifendes Buch, das das Schicksal von 4 starken Frauen schildert. Zum zweiten erhält man einen Eindruck von der Sisyphusarbeit, um eine Wiedergutmachung des erlittenen Kunstraubs in der Nazizeit zu belegen und zu gewähren. Und zum Schluss noch, Suche nach dem Wohin der jüngsten Protagonistin.
Wertvoll!
Erwartet hatte ich eine andere Geschichte, die sich mehr mit Kunstverbrechen und Provinienzforschung beschäftigt. Tatsächlich ist es eher eine Lebensgeschichte über vier Generationen von Frauen, die absolut lesenswert ist. Ich schielen auch schon auf den Nachfolger, der sich mit der hier spärlich behandelten dritten Generation beschäftigt!
Schön, aber irgendwie nicht rund.
Ich liebe Geschichten, die um den zweiten Weltkrieg herum spielen und mehrere Generationen umfassen. Bei diesem Buch, hat mich der Klappentext sehr schnell überzeugt, trotzdem habe ich das Buch lange vor mir her geschoben. Es hat dann auch eine Weile gedauert, bis ich so richtig in der Geschichte war. Anfangs ließen sich die Handlungsstränge und Zeitsprünge für mich nicht wirklich gut überblicken. Mir hat der rote Faden gefehlt. Es wirkte manchmal, wie angerissen und nicht fertig erzählt. Ab etwa der Hälfte war ich endlich richtig drin und mochte die Geschichte trotz vorhersehbarer Elemente sehr. So wirklich rund war es für mich trotzdem nicht. Es gibt viele Handlungsstränge, die zu wenig zur eigentlichen Geschichte beitragen und nur unvollständig aufgeklärt werden. Hannah war für mich nur schwer greifbar. Der Brief, der zu Beginn eine tragende Rolle einzunehmen scheint, ist irgendwann ganz von der Bildfläche verschwunden. So wirklich geklärt ist die Anfangsthematik letztlich auch nicht. So sperrig wie der Titel ist, hat sich auch die Handlung manchmal angefühlt. Mich hat dieses Buch sehr unterhalten, aber auch mit einigen Fragezeichen zurückgelassen.
tiefgehend und gleichzeitig präzise
Ich fand dieses Buch toll. Der Schreibstil ist durchzogen mit trockenem Humor, aber mit gleichzeitig so tiefgehenden Einblicken in die Figuren. Keine der Figuren ist wirklich herzerwärmend, das liegt jedoch daran, dass sie nicht überzeichnet oder nach einer Wunschvorstellung geschrieben wurden. Die Figuren sind alle „normal“ und authentisch. Alle sind auf ihre Art und Weise sehr eigen und verbohrt, aber trotzdem irgendwie sympathisch, weil man Teile von sich selbst in ihnen wieder erkennen kann. Die Figur Jörg Sudmann war wirklich der nervigste und theatralischste Alman, den man je erlebt hat und war gerade deshalb an so vielen Stellen unfassbar witzig. Besonders spannend waren für mich die Beziehungsdynamiken der Frauen der unterschiedlichen Generationen. Viele „große“ Sinnfragen des Frauseins lassen sich wiederfinden und die Einblicke in das Erleben dieser Frauen zu den unterschiedlichen Zeitpunkten fand ich sehr sehr interessant. Ich werde definitiv die Fortsetzung lesen.
Eine spannende Familiengeschichte über 4 Generationen.
Senta, Evelyn, Sylvia, Hannah. Vier Frauen, vier Generationen. Alle mit ihren eigenen Herausforderungen. Besonders gefallen mir die vielschichtigen Charakter der Frauen. Jede hat sympathische, aber auch einige unsympathische Eigenschaften. Dadurch, dass je nach Kapitel sowohl Zeit als auch Charakter-Sicht wechseln, versteht man die Handlungen und Gefühle der Frauen besser und kann sich (mal mehr, mal weniger) gut in sie hineinfühlen.
Interessante Familiengeschichte, die das Schicksal von vier Generationen erzählt. Das Buch fängt sehr vielversprechend an, allerdings klären sich die vielen Fragen und Handlungsstränge zum Ende hin nicht gänzlich auf und lassen mich eher unzufrieden zurück. Es fehlte mir an Tiefe und die Protagonisten waren mir leider alle auch nicht sonderlich sympathisch. Alles in allem war das gesamte Buch bis zum Schluss von einer sehr gedrückten Stimmung durchzogen.
Ein Roman wie eine Serie. Alena Schröder bietet mit „Junge Frau am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid“ ein wunderbares Lesevergnügen über verschiedenen Generationen und Zeitepochen. Neben der Protagonistin Hannah lernen wir ihre Großmutter Evelyn und wiederum Evelyns Mutter Senta kennen. Alle drei stehen an unterschiedlichen Punkten in ihrem Leben, alle drei müssen sich den verschiedensten Herausforderungen stellen. Ein dichtes, zum Teil witziges und lebendiges Buch.

Ein Brief von einer Anwaltskanzlei in Israel bringt alles ins Rollen....
Kein Thriller über die Suche nach einst jüdischen Kunstschätzen, welche durch die Nationalsozialisten enteignet wurden, aber ein sehr emotionales und äußerst spannendes Buch. Der Roman erzählt uns in zwei Erzählsträngen von 4 Frauen aus 4 Generationen, auf der Suche nach Selbstverwirklichung und die daraus resultierende Mutter-Tochter Beziehung. Im Vergangenheitspart ist Senta unsere Hauptprotagonisten und im Gegenwartspart Hannah. Die beiden Generationen dazwischen, nämlich Sentas Tochter Evelyn und wiederum deren Tochter Silvia, welche Hannahs Mutter ist, kommen dabei auch nicht zu kurz. Alle Charaktere sind sehr überzeugend und die historischen Hintergründe verständlich und sensibel dargestellt. Wir erleben die Grauen des Krieges, die Unmenschlichkeit des Nationalsozialismus, Judenverfolgung/Holocaust, verhängnisvolle Liebschaften aber auch Liebe, Freundschaft, Selbstfindung und Toleranz. Am Ende bleiben noch ein paar Fragen offen, welche Alena Schröder hoffentlich in ihrem Folgeroman "Bei euch ist es immer so unheimlich still" beantwortet. Eine klare Leseempfehlung 🤗

Ein interessanter Familienroman über mehrere Generationen. Es geht um die Aufdeckung von Familiengeheimnissen, Judenverfolgung, Raubkunst und vor allem um die Beziehungen zwischen Müttern und Töchtern. Die Charaktere wirken authentisch mit Ecken und Kanten. Der Schreibstil war für mich ungewohnt, aus der 3. Person geschrieben. Ich fand es trotzdem spannend und unterhaltsam. Nur das Ende hätte ich mir irgendwie anders gewünscht. Klare Leseempfehlung!
Ans Herz gehende Familiengeschichte
Hannah besucht ihre Großmutter Evelyn zwei Mal wöchentlich im Altersheim. Die resolute fast hundertjährige Dame nimmt kein Blatt vor den Mund; nur über ihre Vergangenheit schweigt sie sich aus. Als eines Tages ein Brief einer israelischen Anwaltskanzlei eintrifft und Evelyn als Erbin eines Kunstvermögens benannt wird, konfrontiert Hannah sie mit der jüdischen Verwandtschaft, von der die Enkelin bisher noch nie gehört hatte. Doch Evelyn schweigt weiter. Hannah begibt sich nun selbst auf die Suche nach ihren Wurzeln sowie den von den Nazis geraubten Kunstwerken. Das Buch beschreibt in zwei Erzählsträngen neben der Geschichte aus der Vergangenheit und dem Kunstraub hauptsächlich die Suche der Enkelin nach Identität und Zugehörigkeit. Der in Teilen autobiographische Roman endet nicht so, wie man es eventuell erwartet hat. Dennoch ist es für Hannah ein zufriedenstellende Abschluss und Neubeginn. Der Roman ist schön geschrieben und hat mich richtig gefesselt, obwohl die Handlung nicht direkt mitreißend war. Allerdings fand ich den sensiblen Schreibstil der Autorin sehr schön und habe mit Hannah mitgefiebert, dass sie die für sie richtige Entscheidung treffen möge. Großmutter Evelyn hat sich nicht immer freundlich benommen; bei der Aufarbeitung der Vergangenheit ist dies jedoch nachvollziehbar. Ein empfehlenswertes Buch für alle, die Familiengeschichten mögen. Band 2 "Bei euch ist es immer so unheimlich still" ist gerade erschienen, behandelt aber die Zeit davor von der gebeutelten Mutter-Tochter-Beziehung von Evelyn und Hannahs Mutter Silvia. Diesen Roman möchte ich auch unbedingt noch lesen.
Was für ein Buch … ich bin regelrecht durchgeflogen. Eine Geschichte über vier Generationen hinweg und in 2 Zeitebenen, ich habe mich zu jeder Zeit gut herein gefunden. Das Thema NS-Raubgut fand ich total spannend, darüber habe ich noch nicht viel gelesen. Um diesen Kern entwickelt sich die Handlung - sowohl in der Gegenwart als auch in der NS-Zeit. Die meisten Charaktere sind nicht gerade sympathisch aber genau passend beschrieben. Ich empfehle das Buch uneingeschränkt weiter und werde mich gleich auf „Bei euch ist es immer so unheimlich still“ stürzen. Hier wird die Geschichte eines Familienmitglieds aus o.g. Buch intensiver erzählt und offenbar auch offene Fragen beantwortet. Ich bin total gespannt …
Auch dieser Roman von Alena Schröder, der Teil einer Trilogie ist, hat mich nicht vollständig abgeholt. Ich habe die Charaktere als zu konstruiert empfunden, mir hat die Verbindung zu ihnen gefehlt. Es gab immer wieder seltsame Formulierungen wie z.B. selbstbesoffene Betoffenheit? In der zweiten Hälfte der Geschichte habe ich mehr Zugang zur Story gefunden. Ich hatte von Alena Schröder bereits den Band „Bei euch ist es immer so unheimlich still“ gelesen. aber es ist völlig irrelevant, in welcher Reihenfolge man die beiden Bücher gelesen hat, das fand ich ganz praktisch. Den dritten Band „Mein ganzen Leben …“ möchte ich jetzt trotzdem noch lesen. Ich warte auf einen guten Abschluss.
Zeitsprünge und Generationsthema
An sich eine schlüssige, wenn auch nicht unbedingt neue Geschichte zu diesem Thema. Die Zeitsprünge waren teilweise etwas viel/ kurz hintereinander, jedoch konnte man trotzdem den Faden der Gesamtgeschichte behalten. Die Protagonisten sind sehr unterschiedlich, aber jeder auf seine Art gut aufgebaut und passend zur Geschichte.
Dieses Buch habe ich einfach nur weggeatmet, weil ich mich direkt mit allen Charakteren verbunden gefühlt habe. Die Geschichte ist super toll erzählt und ich habe auch die Zeitsprünge zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart total geliebt, bei denen immer wieder neue Informationen bekannt wurden. Der Schreibstil ist wunderschön und hat mich direkt die Atmosphäre spüren lassen. Einzig das Ende fand ich leider etwas ernüchternd, weil die Geschichte einfach nicht vollständig beendet wird und nicht alles aufgelöst wird. Es gibt aber einen Folgeband und ich hoffe, dass darin die noch fehlenden Puzzlestücke ergänzt werden. Sobald ich mit meiner SUB-Abbau-Challenge im März durch bin, wird auf jeden Fall Band 2 hier einziehen! Band 1 kann ich auf jeden Fall allen denjenigen sehr empfehlen, die historische Romane lieben.

"Vertrauen Sie dem Schicksal und folgen Sie weiter den Spuren, aber vergessen Sie dabei nichjt, selbst welche zu hinterlassen." Hannah bekommt die Information, Erbin eines verschollenen jüdischen Vermögens zu sein. Sie geht auf Spurensuche. Der zweite Zeitstrang erzählt die Geschichte von Hannahs Großmutter. Die Story ist wirklich interessant, es geht um den 2. Weltkrieg, um Raubkunst, um Schuld und Sühne und vor Allem um starke Frauen. Ich mag den unaufgeregten Schreibstil der Autorin, ich mag die Atmosphäre in beiden Erzählsträngen , ich mag den Wechsel zwischen den Zeiten, ich mag die Charaktere, vor Allem, da ist alle ihre Schattenseiten haben. Spannend auch, dass ungewöhnlicherweise auch Nebencharaktere zu Wort kommen, so hat man noch mal eine ganz andere Sicht auf die Ereignisse. Ich kann an einigen Stellen das Handeln der Personen nicht nachvollziehen und gerade ein Aspekt bei Hannah nervt mich schon sehr, aber so ist sie eben und so müssen wir sie als Leser akzeptieren. Das ein oder ander Klischee, was bedient wird ist vielleicht auch noch ein Kritikpunkt, den ich anbringen könnte. Das hat mein Lesevergnügen aber nur wenig geschmälert. Das Ende ist auch ungewöhnlich und nicht alle offenen Stränge sind abgeschlossen, was aber für mich hier durchaus passend ist. Alles in Allem ein toller Roman und ich freue mich, dass es ein weiteres Buch der Autorin gibt, in der die Geschichte von Hannahs Mutter erzählt wird.
Ich habe dieses Buch nach "Bei euch ist es immer so unheimlich still" gelesen - wohl in der falschen Reihenfolge. Die Akteure überschneiden sich, jedes Buch für sich ist lesenswert. Während das Erstgelesene auf zwei Zeitebenen in den 50er- und 60er-Jahren sowie 1989 spielte, rahmt dieses hier den Zeitraum ein: Es spielt in den 20er-Jahren und in der Gegenwart. Das erscheint mir unsortiert, zumal Silvia, die Hauptdarstellerin im zweiterschienen Buch, im ersten nur ganz nebenbei erwähnt wird, weil die Autorin sie an Krebs versterben ließ. Läse man die Bücher wiederum in der Reihenfolge des Erscheinens wäre Hannah, die Hauptdarstellerin im ersten Buch Promovendin, während sie im zweiten als Säugling auftaucht - befremdlich! Dafür gibt es einen Stern Abzug, den zweiten für das Ende ...
✨ Zwischen Generationen, Schmerz und Hoffnung! 📖 Ein Roman voller Leben, Liebe und Schicksal 🌸
⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️/5 Mit „Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid“ hat Alena Schröder einen Roman geschaffen, der mich von der ersten bis zur letzten Seite vollkommen gefesselt hat. Wir begleiten vier Frauen aus vier Generationen – und genau das hat dieses Buch für mich so besonders gemacht. Jede einzelne Geschichte hatte ihre eigene Tiefe, ihre eigenen Wunden, Hoffnungen und Entscheidungen. Ich fand es unglaublich spannend, in jede dieser Frauen eintauchen zu dürfen und mitzuerleben, wie eng ihre Schicksale miteinander verknüpft sind. Manche Leser empfinden das Buch vielleicht als traurig oder bedrückend, doch für mich war es vor allem faszinierend. Es zeigt auf eine sehr ehrliche und menschliche Weise, wie unterschiedlich Menschen sind und wie sehr das Leben prägen – und manchmal auch verbittern – kann. Trotzdem werden die Figuren nie einfach als „böse“ dargestellt. Gerade diese Vielschichtigkeit hat mich sehr berührt. Der Schreibstil war warm, intensiv und voller Gefühl. Ich konnte komplett in die Geschichte abtauchen und habe jede Seite genossen. Für mich ist dieser Roman absolut gelungen und ein Buch, das noch lange nachhallt. ✨ Mein Fazit: Eine bewegende Familien- und Lebensgeschichte über Generationen hinweg, voller Emotionen, Verbindungen und menschlicher Tiefe – ein Buch, in das einzutauchen sich absolut lohnt. 😉🙂























































