Naja, normalerweise schau immer ob es ein Teil einer Reihe ist oder es weitere Bücher gibt. Es ist ein Auftakt.
Familiengeschichte. Entscheidungen und ein verschwundenes Vermeer Gemälde. Es lässt Fragen offen, die im neuen Buch vielleicht geklärt werden.
✨ Zwischen Generationen, Schmerz und Hoffnung! 📖 Ein Roman voller Leben, Liebe und Schicksal 🌸
⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️/5
Mit „Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid“ hat Alena Schröder einen Roman geschaffen, der mich von der ersten bis zur letzten Seite vollkommen gefesselt hat.
Wir begleiten vier Frauen aus vier Generationen – und genau das hat dieses Buch für mich so besonders gemacht. Jede einzelne Geschichte hatte ihre eigene Tiefe, ihre eigenen Wunden, Hoffnungen und Entscheidungen. Ich fand es unglaublich spannend, in jede dieser Frauen eintauchen zu dürfen und mitzuerleben, wie eng ihre Schicksale miteinander verknüpft sind.
Manche Leser empfinden das Buch vielleicht als traurig oder bedrückend, doch für mich war es vor allem faszinierend. Es zeigt auf eine sehr ehrliche und menschliche Weise, wie unterschiedlich Menschen sind und wie sehr das Leben prägen – und manchmal auch verbittern – kann. Trotzdem werden die Figuren nie einfach als „böse“ dargestellt. Gerade diese Vielschichtigkeit hat mich sehr berührt.
Der Schreibstil war warm, intensiv und voller Gefühl. Ich konnte komplett in die Geschichte abtauchen und habe jede Seite genossen. Für mich ist dieser Roman absolut gelungen und ein Buch, das noch lange nachhallt.
✨ Mein Fazit:
Eine bewegende Familien- und Lebensgeschichte über Generationen hinweg, voller Emotionen, Verbindungen und menschlicher Tiefe – ein Buch, in das einzutauchen sich absolut lohnt. 😉🙂
Toller erster Teil über Familiengeheimnisse und verdrängte Vergangenheit über Generationen hinweg.
Eine sehr spannende Familiengeschichte über vier Generationen und die Geheimnisse, die Familien über Jahrzehnte prägen können. Obwohl ich zuerst den zweiten Teil gelesen habe, war das überhaupt kein Problem – im Gegenteil: Dadurch hat sich für mich der Kreis dieser Familiengeschichte jetzt sogar besonders schön geschlossen.
Im Mittelpunkt stehen Evelyn und ihre Enkelin Hannah. Ausgelöst durch einen Brief aus Israel über ein verschollenes Kunstvermögen beginnt Hannah, Nachforschungen anzustellen und stößt dabei auf vieles, worüber in der Familie jahrzehntelang geschwiegen wurde. Nach und nach entfaltet sich eine bewegende Geschichte über Herkunft, verdrängte Vergangenheit und schwierige Mutter-Tochter-Beziehungen.
Besonders interessant fand ich, wie sich gewisse Muster über Generationen hinweg wiederholen: Oft fühlen sich die Kinder von ihren Müttern nicht wirklich verstanden, während die Verbindung zur jeweils übernächsten Generation deutlich enger ist. Genau das macht die Figuren und ihre Beziehungen so spannend und emotional nachvollziehbar.
Der Schreibstil ist wieder sehr bildhaft und richtig schön zu lesen. Mir hat dieser erste Teil sogar noch etwas besser gefallen als der zweite. Ein wirklich gelungenes Buch über Familiengeheimnisse, Erinnerung und die Frage, wie sehr die Vergangenheit bis in die Gegenwart hineinwirkt.
Freu mich schon auf den 3. Teil.
Mehrere Generationen, verschiedene Zeitebenen und ein verschollener Kunstschatz - was will man mehr? Sehr gut geschrieben, ich wollte immer wissen wie es weiter geht. Freue mich auf Teil 2.
Bewegende Familiengeschichte mit bleibender Wirkung
Insgesamt ist „Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid“ eine bewegende Geschichte, die ich als sehr lesenswert empfunden habe.
Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen, die Kapitel wechseln gut zwischen den Generationen und lassen einen schnell in die Geschichte hineinrutschen.
Die Figuren wirken echt und lebendig und bleiben im Gedächtnis.
Die Geschichte bleibt nach dem Lesen im Kopf und regt dazu an, über die eigene Familie und die eigene Herkunft nachzudenken.
Auch dieser Roman von Alena Schröder, der Teil einer Trilogie ist, hat mich nicht vollständig abgeholt.
Ich habe die Charaktere als zu konstruiert empfunden, mir hat die Verbindung zu ihnen gefehlt.
Es gab immer wieder seltsame Formulierungen wie z.B. selbstbesoffene Betoffenheit?
In der zweiten Hälfte der Geschichte habe ich mehr Zugang zur Story gefunden.
Ich hatte von Alena Schröder bereits den Band „Bei euch ist es immer so unheimlich still“ gelesen. aber es ist völlig irrelevant, in welcher Reihenfolge man die beiden Bücher gelesen hat, das fand ich ganz praktisch.
Den dritten Band „Mein ganzen Leben …“ möchte ich jetzt trotzdem noch lesen. Ich warte auf einen guten Abschluss.
Das Buch hat mich von der ersten bis zur letzten seite fasziniert. Ich war in jeder zeit dabei, ich konnte fühlen, schmecken riechen und tasten. Ich habe mit gelitten mit geweint mit gefiebert und mitgelacht. Ein so tolles atmosphärisches Buch. Grosse Leseempfehlung für alle die historische Romane lieben.
Wunderbar erzählt aus verschiedenen Perspektiven und zu unterschiedlichen Zeiten liest sich dieses Buch leicht weg, trotz des teilweise schweren Inhalts. Die Schreibstil und Ton der Autorin hat mir sehr gefallen.
Das Buch erzählt von Hannah, deren Oma unverhofft Erbin verschwundener Gemälde werden soll, die ein Teil ihrer Familie als Juden an die Nazis verloren hatte. Auf der Suche nach diesen Gemälden kommt Hannah der Familiengeschichte mehr und mehr auf die Spur, knüpft alte Bande neu und findet ihren eigenen Weg.
Das Buch erzählt in zwei Zeitsträngen, Hannahs Zeit und die Zeit ihrer Großmutter. Deren Erlebnisse mit ihrer Mutter, ihrer Tante und im Krieg sind so gut dargestellt, dass man richtig mitfiebern kann.
Auch der Zeitstrang, in dem von Hannah erzählt wird, ist kurzweilig und lässt einen mitfühlen. Hannah ist mir wirklich ans Herz gewachsen, aber auch alle anderen Charaktere.
Ich finde, ein echter Lesegenuss!
Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid erzählt mit großer Klarheit von Frauen über mehrere Generationen hinweg – von Entscheidungen, Brüchen und dem, was weitergegeben wird, ohne je ausgesprochen zu werden. Unaufgeregt, präzise und sehr nah an den Figuren.
Absolut empfehlenswert!
An sich eine schlüssige, wenn auch nicht unbedingt neue Geschichte zu diesem Thema. Die Zeitsprünge waren teilweise etwas viel/ kurz hintereinander, jedoch konnte man trotzdem den Faden der Gesamtgeschichte behalten. Die Protagonisten sind sehr unterschiedlich, aber jeder auf seine Art gut aufgebaut und passend zur Geschichte.
Gern gelesen - auch wenn das so eigentlich gar nicht meine eigentliche Leserichtung ist hat mir das Buch wirklich gut gefallen. Die Story hat sich gut weg lesen lassen, alle losen Enden haben sich zum Schluss gefunden und man konnte mit der Hauptprotagonistin mitfiebern und sie war bis zum Schluss sympathisch.
Tolle Protagonisten, schmerzhafter Roman (im positiven Sinne!)
Ich habe es geliebt, Hannah, Evelyn und Senta kennenzulernen und sie in unterschiedlichen Epochen in ihrem Leben zu begleiten.
Dabei habe ich mir so häufig gedacht, wenn die doch nur mal miteinander reden würden! Es hätte sich so vieles aufgeklärt und so viele emotionale Verletzungen hätten nicht passieren müssen.
Besonders die Zeitsprünge in die Vergangenheit haben mich sehr berührt. Die NS-Zeit ist unfassbar schmerzhaft und wurde hier, wie ich finde, sehr realistisch, aber nicht übertrieben dargestellt. Dabei hat mir im Besonderen gefallen, wie die verschiedenen Seiten geschildert wurden: Senta und Julius, verfolgt und im Exil lebend, Trude, harte NS-Befürworterin und Evelyn, die irgendwie dazwischen stand.
Aber auch Hannahs Nebengeschichte konnte ich gut nachfühlen, denn ich habe ebenso das Gefühl, dass wir in der heutigen Zeit alle Möglichkeiten haben und daraus nicht wählen können/wollen, weil es eben zu viele sind und wir dadurch gar nicht mehr klar wissen, was wir wollen und was wir mit einem plötzlichen Reichtum machen würden.
Das Buch hat viel in mir bewegt und ich würde gerne erfahren, wie es Hannah nach ihrem Abenteur geht.
Eine schöne Geschichte, bei der man mitleiden konnte,
Über 3 Generationen erzählt, beginnend vor der Machtergreifung. Das Schicksal einer Familie in dem Wirren des Krieges und eine verschwundene Kunstsammlung eine jüdischen Kunsthändlers.
Das Ende war überraschend, traurig und unerwartet. Ich hätte mir ein anderes Ende gewünscht
"Junge Frau, ..." stand schon länger auf meiner Leseliste und hat mich nicht enttäuscht. Die Mischung aus Familiendrama, Historienroman und Kunstgeschichte funktioniert wirklich gut und wird durch die Erzählweise mit verschiedenen Perspektiven nicht langweilig. Auch wenn ich mir noch mehr Tiefgang gewünscht hätte, fand ich das Buch wirklich gelungen und ich werde wohl auch den Nachfolger, der die Vorgeschichte erzählt, noch lesen. Besonders gut finde ich, dass hier Geschichte aus weiblicher Perspektive erzählt wird, auch wenn die Protagonistinnen mir doch ein wenig zu sehr auf Männer angewiesen sind. Aber vielleicht wird mich "Bei euch ist es immer so unheimlich still" da ja überraschen...
Die depressiv wirkende Studentin Hannah sucht ihren Platz im Leben in und gibt sich eigenen Tagträumen hin, sie wirkt zuweilen naiv. Regelmäßig besucht sie ihre Großmutter Evelyn in der Seniorenresidenz,diese wartet aufs eigene Ableben. Ein Brief über ein mögliches jüdisches Erbe aufgrund einer Enteignung zu Nazizeiten führt tief in die eigene Vergangenheit. Ein Buch über 4 Generationen von verschiedenen Frauen mit tiels unterdrückten Wünschen und Blick ins Muttersein. Die Autorin in trifft einen guten Erzählton und nimmt einen unterhaltsam mit. Beim Lesen habe ich das Gefühl entwickelt, das einige Erzählstränge noch nicht abgeschlossen sind. Die Geschichte um Hannahs Mutter lässt ebenso Fragen offen, wie der weitere Weg des Gemäldes.
Schönes Buch, hat mich aber nicht umgehauen. Die Protagonistin Hannah wurde mir erst ganz am Ende wirklich sympathisch und auch die anderen Figuren gingen mir nicht richtig nahe. Der Schreibstil hat mir hingegen gefallen und auch den Aufbau der Geschichte mochte ich. Ich werde auch den zweiten Teil lesen :)
Ich fands echt ein super Buch!
Ich mag diese Art von Romanen sowieso total gerne und die deutsche Geschichte bzw. Vergangenheit ist zu wichtig, um nicht noch viele Bücher darüber zu lesen. Der Schreibstil war toll und auch die Charaktere. Werde es empfehlen!
Ich bin begeistert von diesem Buch und konnte es kaum aus der Hand legen.
Dieser Roman erzählt eine berührende und auch immer wieder erschütternde Familiengeschichte über ein Jahrhundert hinweg. Beeindruckend fand ich vor allem die Beschreibung der zunehmenden Unsicherheit und Verfolgung von Juden zu Beginn der NS-Zeit sowie die Tragik der nachfolgenden Jahre.
Aber auch insgesamt hat mir das Buch ausgesprochen gut gefallen, es war trotz der zum Teil schwierigen Thematik flüssig zu lesen und die handelnden Personen wirkten real. Der rote Faden durch das Buch, die Suche nach einem in der NS-Zeit verschollenem Gemälde, war hoch interessant und gut umgesetzt.
Ich kann dieses Buch nur jedem ans Herz legen!
Die Hannah-Kapitel fand ich stark, die waren mega geschrieben. Die Kapitel aus der Vergangenheit waren zwar spannend, aber irgendwas störte mich, weil es sich zuweilen nicht ganz authentisch anfühlte. Alles in allem trotzdem ein sehr schöner Roman, den ich empfehlen kann, weil die Geschichte sich wunderbar erzählt.
Erzählt wird eine berührende, mehrere Generationen umfassende Geschichte, nur leider sind mir die Hauptcharaktere fremd geblieben, lernen wir doch nur Fragmente von ihnen kennen. Für mich hätte das Buch daher gerne dicker sein können ☺️
Ich habe schon etliche Bücher über den Holocaust und den Nationalsozialismus gelesen. Dieses Buch war eine etwas andere Geschichte, die mir aber auch sehr gefallen hat und ebenfalls sehr interessant war. Diesmal ging es um Nachkommen, die etwas über die alte Zeit wissen wollten und zudem die Verwandschaft eben auch mal auf der Seite der Nationalsozialisten waren. Es war und ist einfach unvorstellbar und grauenhaft, was man den Juden damals angetan hat. Aber: es ist auch nicht einfach als Deutsche in diesen Zeiten aufzuwachsen und dem Nationalsozialismus nicht zu verfallen, wenn man quasi keine andere Wahl hatte.
Alena Schröder hat einen tollen Schreibtstil und beschreibt die Szenen so real und gefühlvoll, da kann man das Buch auch nur schlecht weglegen. Hat mir sehr gut gefallen und ich werde mir auf jeden Fall noch den zweiten Teil zulegen.
Interessant wie hier die Geschichte unseres Landes mit der Geschichte einer Familie verknüpft wird, wie es bestimmt viele gibt.
Wir alle sollten die Generationen der Ur-/ Grosseltern zu Lebzeiten nach ihren Geschichten fragen- und dringend was draus lernen!!!
Das Buch hat mir gut gefallen, der Stil ist leicht und flüssig.
Das Buch erzählt eine spannende Geschichte über die Suche nach einem in der Nazi-Zeit verschwundenen Kunstwerk. Es ist angenehm und leicht zu lesen. Emotionale Themen sind gut eingearbeitet, sodass die Handlung einen auch nach dem Lesen noch beschäftigt.
Aber: Mein Gott, sind mir viele Figuren unsympathisch. Jörg, Andreas, Ulrich, Trude, Evelyn ... 🤮
Das Ende war auch nicht besonders zufriedenstellend, aber noch okay.
Trotzdem: Die Mischung aus Spannung, Geschichte und Emotionen macht das Buch lesenswert.
Nachdem ich jetzt die Vorgeschichte gelesen habe, musste ich dieses Buch unbedingt noch einmal lesen und war wie beim letzten Mal begeistert. Der Schreibstil ist einfach und so liest sich das Buch sehr schnell weg. Die Handlung welche in der Gegenwart und Vergangenheit spielt und somit spannende Fragen nach und nach erschließt, lässt einen das Buch nicht beiseite legen. Der einzige Störfaktor waren für mich die Charaktere, welche dann doch recht offensichtlich der Fantasie entsprungen sind und deren Aktionen, vor allen in der Gegenwartshandlung teils etwas unnatürlich waren. [SPOILER]
Das Kennenlernen zwischen Hanna und ihrer besten Freundin war auch etwas an den Haaren herbeigezogen und realitätsfern.
Ansonsten tollen Buch.
Hat mich ein wenig an Schullektüre erinnert, in der man über den Holocaust lernen soll, aber auch eine Liebesgeschichte eingebaut wird, um die jungen Lesenden bei der Stange zu halten?!
Für mich hätte die Spurensuche nach Hannahs Vergangenheit auch gerne der einzige Erzählstrang sein können ☺️
In falscher Reihenfolge gelesen, was aber gar nicht schlimm war.
Was für eine Geschichte, was für ein Erbe, das viele von uns noch immer in sich tragen. Ich konnte das Buch kaum zur Seite legen, eine wirklich fesselnd erzählte Familiengeschichte.
Nachdem mich "Bei euch ist es immer so unheimlich still" bewegt zurückgelassen hatte, habe ich diesen Teil direkt nachgelegt. Ich war mir nicht im Klaren, dass die Romane aufeinander bezogen sind. Vieles, was im ersten Teil nur schemenhaft gezeichnet wurde, wird in diesem Teil vertieft; ich hatte zahlreiche "Aha-Momente".
Die Darstellung der 20er, 30er und 40er Jahre und der zunehmenden Verdunkelung ist gelungen, ebenso wie die Beschreibung der Auswirkungen auf die Protagonistinnen Evelyn und Hannah in den 10er Jahren. Die Sprünge zwischen den Zeiten ist auch hier ein besonderes Merkmal des Romans.
Insgesamt fühlte sich das Leseerlebnis rund an, auch wenn mir Teil 1 eine Spur besser gefallen hat.
Ich empfehle, mit "Bei euch ist es..." zu starten.
Für mich war das Buch eine echte Überraschung – leise, berührend und gleichzeitig voller Gewicht. Sehr lesenswert.
Ich bin völlig unbedarft an dieses Buch herangegangen – der Titel klang schön, der Klappentext hat mich neugierig gemacht, aber ich hatte keine Ahnung, was da wirklich auf mich zukommt. Und genau das hat mich so überrascht: Wie tiefgehend und gleichzeitig fein erzählt dieser Roman ist.
Alena Schröder schafft es, verschiedene Zeitebenen miteinander zu verweben, ohne dass es je verwirrend wird. Besonders gefallen hat mir der aktuelle Handlungsstrang rund um Hannah. Ihre Perspektive war für mich am greifbarsten – diese Unsicherheit, die plötzliche Konfrontation mit der eigenen Familiengeschichte, das stille Aufarbeiten von Dingen, über die früher nicht gesprochen wurde. Das war sehr nah dran am echten Leben.
Was mich wirklich gepackt hat, war das Thema Kunstwerke – besonders die Frage nach Herkunft und gerechtem Besitz. Ich interessiere mich schon länger dafür, aber das Buch hat noch mal eine ganz neue emotionale Ebene hineingebracht. Es geht nicht nur um Kunst als Objekt, sondern um Geschichte, Verlust und auch um Gerechtigkeit, die vielleicht nie ganz herzustellen ist.
Was mir auch gefallen hat: Der Ton des Buchs ist ruhig, nie reißerisch. Es will nicht schockieren, sondern nachdenklich machen – und genau das tut es. Ich habe nach dem Lesen noch lange über manche Themen nachgedacht, besonders über das Schweigen in Familien und das, was man manchmal erst Jahre später erfährt oder zu verstehen beginnt.
Ich kann kaum glauben, dass es sich bei diesem Roman um den ersten Teil handelt – das Buch liest sich wie eine Fortsetzung zu „Bei euch ist es immer so unheimlich still“ (welches leider nicht so schön geschrieben ist) .
Alena Schröder gelingt es meisterhaft, verschiedene Zeitebenen und Perspektiven zu verweben, sodass man sofort in die Geschichte hineingezogen wird. Ich habe das Buch an nur einem Tag verschlungen – das spricht für sich.
Besonders beeindruckend ist, wie vielschichtig die Erzählweise ist: Die Kapitel wechseln zwischen verschiedenen Jahrzehnten und Figuren, und dennoch bleibt der rote Faden stets klar. Der Einblick in die Zeit des Nationalsozialismus ist ungeschönt, direkt und dabei nie plump. Schröder zeigt, dass moralische Kategorien wie „gut“ und „böse“ oft zu kurz greifen – dass Geschichte aus Grautönen besteht und jede Familie ihre eigenen Schatten mit sich trägt, die bis in nachfolgende Generationen wirken.
Was mir ebenfalls gefallen hat, ist die psychologische Tiefe der Figuren. Keine bleibt eindimensional, jede Entscheidung ist nachvollziehbar, auch wenn sie unbequem ist. Es ist ein stilles, leises Buch, das dennoch lange nachhallt.
Für mich ist Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid ein großartiger Roman, den ich immer wieder als Fortsetzung lesen würde – selbst wenn er eigentlich den Anfang bildet.
Ein eindringliches, kluges und wunderbar geschriebenes Buch, das ich uneingeschränkt empfehlen kann.
Klare Leseempfehlung.
Das Buch handelt von vier Frauen über vier Generationen hinweg. Die Leben wurden geprägt vom Nationalsozialismus, dessen Auswirkung sich auch in der Gegenwart zeigt. Die Charaktere sind nicht gerade liebenswert, aber alle unglaublich passend für diese Geschichte. Ich mochte den Schreibstil sehr gern - direkt, einfach, ungeschönt und geradeheraus.
Es geht um Raubkunst im Nationalsozialismus (zu dem Thema habe ich mich tatsächlich noch nicht viel beschäftigt), es geht um Emanzipation, Zukunftsperspektiven und um Selbstfindung. Ich hab’s sehr gerne gelesen!
Hanna steckt mitten in ihrer Promotion und besucht wöchentlich ihr 95 jährige, mürrische Großmutter im Seniorenheim. Als Hannah einen Brief aus Israel entdeckt indem Evelyn als Erbin eines verschollenen Kunstvermögen ausgewiesen wird, beginnt Hanna zu recherchieren.
Es werden abwechselnd von Evelyns Kindheit in den 1920, Evelyns Mutter Santa, die mit einem Juden verheiratet war und dessen Familie enteignet wurde und Hannahs Leben in der Gegenwart erzählt.
Mir hat sowohl die Geschichte als auch der Schreibstil sehr gut gefallen. Ich habe mich schnell in die Geschichte eingefunden und obwohl ich gewisse Probleme mit Evelyns Art hatte, so wurde ich am Ende doch versöhnt.
Spannende Geschichte durch die man schnell durchrast. Die Erzählung im verschiedenen Zeitebenen ist nicht verwirrend, man fiebert mit den Charakteren mit. Das Ende kam etwas plötzlich, ich hätte gerne noch mehr Zeit mit Hannah, Evelyn, Andreas und Jörg verbracht und insbesondere Rubi hätte noch etwas Charakterentwicklung verdient gehabt. Alles in allem aber ein tolles Buch!
Bin wirklich positiv überrascht von dem Buch! Mich hat die Geschichte wirklich sehr interessiert und es gab wirklich spannende Themen, die aufgegriffen werden! Das Ende war irgendwie traurig und schön! :-)
Der zweite Teil "Bei euch ist es immer so still (oder so😅)" den ich aber zuerst gelesen hab, weil ich nicht wusste, dass es der zweite Teil war.
Hab dann gedacht, komm, jetzt mach ich das Ding komplett. Und war schrecklich enttäuscht. Es war langatmig und langweilig. Die Protagonistin ist mir richtig auf den Keks gegangen und bin auch null in die Geschichte reingekommen.
Der zweite Teil ist halt die Vorgeschichte des ersten. Und da hab ich die Charaktere so lieb gewonnen. Und irgendwie hat der erste Teil dann für mich nicht zum zweiten gepasst. Ich weiß allerdings nicht, ob ich es besser gefunden hätte, wenn ich die Bücher in der richtigen Reihenfolge gelesen hätte. Ich glaube fast nicht 🫠
Ich finde das Buch nicht schlecht, aber ich bin ein bisschen ärgerlich über das Ende. Ich hätte gern mehr über die Charaktere erfahren. Es fühlte sich einfach wie pures Chaos an, ohne eine abgeschlossene Geschichte. Ehrlich gesagt bin ich nicht zufrieden - wegen der schwachen Struktur und der wenig ausgearbeiteten Figuren.
Andererseits war das Buch interessant und gut geschrieben. Die Geschichte war spannend und tiefsinnig.
Na ja, vielleicht ist das die neue Ära des Chaos - eine Zeit, in der der Mensch und seine Charaktere keine Rolle mehr spielen. Nur noch schnelle Geschichten, die wir im Sekundentakt konsumieren und gleich weiterklicken müssen.
Das Buch hat mir gut gefallen, ich bin auch in den Zeitsprüngen immer gleich drin gewesen. Es handelt auch über den Kunstraub zur NS Zeit, das hat mich ganz schön beschäftigt. Ich werde den 2. Band auch noch lesen.