Hier draußen

Hier draußen

Hardback
4.2299

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Description

Eine weiße Hirschkuh, eine dunkle Prophezeiung und ein Dorf, das kopfsteht

In Fehrdorf scheinen alle zu wissen, wo sie hingehören. Nur Ingo und Lara, die mit den Kindern von der Großstadt aufs holsteinische Dorf gezogen sind, haben Schwierigkeiten. Vor allem Ingo strapaziert die Pendelei zu seinem Start-Up nach Hamburg. Als er eines Abends eine weiße Hirschkuh anfährt, bringt das die gesamte Dorfgemeinschaft aus dem Gleichgewicht. Denn wer so eine tötet, heißt es, hat nur noch ein Jahr zu leben. Und plötzlich fragen sich auch der Dorfjäger, die Vorzeige-Landfrau und die Überbleibsel einer Öko-WG, ob sie das Landleben wirklich glücklich macht.

»Ein kluger und unverschämt lässiger Dorfroman, ohne Kitsch und Sentimentalität, voller Tier- und Menschenliebe. Martina Behm ist eine Meisterin der Beobachtung. Ich bewundere ihre Unerschrockenheit und ihren trockenen Humor.« Till Raether

»Dieser wunderbar erzählte Roman zerstört rigoros den Traum der Städter vom Dorfleben – und beweist gleichzeitig, dass es nichts Lebenswerteres gibt. Ich hoffe, die haben für mich da im Dorf noch ein Zimmer frei.« S usanne Matthiessen

»Ein richtig gutes Buch.« Max Moor

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Hardback
Pages
496
Price
24.70 €

Author Description

Martina Behm ist ausgebildete Journalistin, hat Volkswirtschaftslehre in Konstanz und Oxford studiert und lebt nach Stationen in Santiago de Chile und Hamburg wieder dort, wo ihre Wurzeln sind: in Schleswig-Holstein. Sie ist international als Strickdesignerin bekannt und Mutter zweier Teenager. ›Hier draußen‹ ist Martina Behms erster Roman.

Characteristics

2 reviews

Mood

Sad
Funny
Scary
Erotic
Exciting
Romantic
Disturbing
Thoughtful
Informative
Heartwarming
34%
39%
1%
15%
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Protagonist(s)

Likable
Credible
Developing
Multifaceted
28%
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63%

Pace

Fast0%
Slow50%
Moderate50%
Variable0%

Writing Style

Simple100%
Complex0%
Moderate0%
Bildhaft (100%)

Posts

76
All
3.5

Landidylle?

Nach „Hier draußen“ muss Ingo jeden Tag nach der Arbeit. „Hier draußen“ leben Lara und Ingo jetzt mit ihren Kindern und sie haben sich verändert. Noch mehr Veränderungen entsteht, als Ingo eine weiße Hirschkuh anfährt. Es verändert das gesamte Dorf. Martina Behm schaut mit dem Leser durch die Fenster der Dorffamilien und in ihre Geheimnisse, Wünsche, Träume - überall sieht man mehr als die makellose Fassade verrät. Ein lesenswertes und bemerkenswertes Buch, das nicht laut daher kommt, aber mit Wucht bleibt. 

3.5

Schon sehr speziell 🦌🌺

Das Buch ist sehr lang und thematisch sehr spitz 😅. Wenn Euch das (wie mir) egal ist, dann lest gern rein, darum geht es: Ingo und Lara ziehen von Hamburg nach Fehrdorf in Holstein. Sie kaufen dort einen Resthof und hoffen auf eine bessere Lebensqualität. Leider überfährt Ingo direkt eine weiße Hirschkuh, was in der Dorfgemeinschaft als schlimmes Omen gilt… Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen und ich habe das Buch gern gelesen. Es geht zum Großteil um Bauernhöfe und wie diese bewirtschaftet werden sowie welche Probleme und Zukunftsperspektiven es gibt. Es waren alles Betriebe mit Tieren, womit ich nichts anfangen kann, weil ich grundsätzlich dagegen bin. Ich empfinde Tierhaltung zum Zweck der Schlachtung als nicht mehr zeitgemäß und barbarisch. Meine persönliche Einstellung ist aber natürlich nicht in die Bewertung des Buchs eingeflossen. Die Lektüre war aber natürlich stellenweise unangenehm (Kurse wie man schlachtet etc.). Der Geschichte von Ingo und Lara bin ich gern gefolgt, auch wenn da nichts wirklich Neues passiert. Mit den anderen Dorfbewohnern (und es gibt viele Dorfbewohner) bin ich eher nicht so warm geworden, es fiel mir schwer den einzelnen Storylines zu folgen, die Geschichten waren zum Teil ähnlich und man war vielfach verwandt untereinander. Jedenfalls sind mir einige Charaktere mehr im Gedächtnis geblieben, als andere. Das ist kein Buch für zwischendurch, insbesondere in der Mitte hatte ich damit zu kämpfen, nicht den roten Faden zu verlieren. Auch fehlt eine Art Fazit und was mit dem Buch eigentlich ausgesagt werden sollte. Aber insgesamt war es in Ordnung, der tolle Schreibstil hat einiges herausgeholt. Macht Euch gern ein eigenes Bild! 3,5/5⭐️⭐️⭐️

Schon sehr speziell 🦌🌺
3

Ich weiß gar nicht so richtig, was ich zu dem Buch sagen, bzw. schreiben soll. Den Inhalt findet ihr im Klappentext. Klar, es geht ums Leben auf dem Land in seinen verschiedensten Facetten. Mehrgenerationen-Höfe und ihre Problematiken. Hoferben die keine Frauen finden und dann auch keine Erben haben. Miesepetrige, missgünstige und unsympathische Ehemänner die ihre Frauen unterdrücken. Bauernhöfe Die zu wenig erwirtschaften, die Banken aber erstmal das Geld für die Modernisierung rausrücken müssen. Dorffeste, welche traditionell durchgeführt werden müssen und so weiter und so weiter. Alles schön und gut und, ehrlich gesagt, für mich unglaublich langweilig und langatmig. Für manche sicherlich ein netter Schmöker, der auch flüssig zu lesen ist, mir hat das Buch nichts gegeben.

4

Lara und ihr Mann Ingo sind mit den Kindern aufs Dorf in einen renovierungsbedürftigen Hof gezogen. Sie möchten dem Alltagstrouble entfliehen und sehnen sich nach Ruhe. Als Ingo auf dem Weg nach Hause eine weiße Hirschkuh anfährt, verändert sich einiges. Im Dorf wird erzählt, dass man nach so einem Ereignis noch maximal ein Jahr lebt. Wir lernen in diesem Roman so einige Dorfbewohner kennen, die Charaktere sind alle sehr vielschichtig und interessant. Jeder hat so seine Sorgen und Nöte. Mein heimlicher Star hier ist eindeutig Uwe, der Jäger. Mit seiner manchmal recht eigentümlichen Art hab ich ihn ins Herz geschlossen. Die Story um die Prophezeiung mit der Hirschkuh verlor sich für mich zwischendurch leicht, aber die hätte ich gar nicht gebraucht. Ich war mit den interessanten Dorfbewohnern schon zufrieden. Insgesamt hätte das Buch für mich auch gern um ein paar Seiten kürzer sein können aber alle Leser, die Geschichten über Dorfbewohner mögen, werden viel Freude mit dem Buch haben.

5

Wunderbarer, kurzer, anschaulicher und authentischer Schreibstil. Man meint, einen norddeutschen Menschen kurz und prägnant reden zu hören. Mit wenigen Worten zeichnet Martina Behm eine Frühstückszene und man fühlt sich, als wäre man dabei. Oder man sitzt mit dem wortkargen Uwe auf dem Hochsitz. Wunderbar. Wir begegnen Menschen mit ihren Wünschen und Eigenheiten auf dem Land in Schlesweig-Holstein. Meist sieht es hinter verschlossenen Türen anders aus, als man meint und die Idylle, die Lara und Ingo meinten mit ihren Kindern hier auf dem Land, jenseits der Großstadt zu finden, erfüllt nicht ihre Vorstellungen. Alles ist so anders. Letztendlich stellt sich die Frage, ob man hier richtig ist, auch wenn die Idylle keine ist. Und das wundervolle an der Geschichte: es gibt keine fertigen Lösungen, nichts wird glatt gezogen. So ist das Leben. LESENSWERT!

4.5

Ein sehr gelungener Roman über das Dorfleben, die Landwirtschaft und was oft hinter der vermeintlichen Idylle wirklich steckt. Erzählt wird hier aus verschiedenen Perspektiven und die Autorin schaffte es bei mir sehr gut, mich mitzunehmen und das Leid und die Freude der Betroffenen nachzuempfinden. Die Charaktere waren sehr greifbar und detailliert beschrieben. Mir hat die Erzählweise sehr gut gefallen und vieles konnte ich mir bildhaft vorstellen. Insgesamt flogen die Stunden nur so dahin und ich hätte der Geschichte noch länger lauschen können ohne gedanklich abzudriften. Als Hörbuch sehr gut vertont und eine Empfehlung von mir.

3

Dorfleben kenne ich anders

Da habe ich mich wohl leider vergriffen. Anhand des Klappentextes hatte ich eine zumindest etwas spannende Story auf dem Land erwartet und wurde dahingehend schwer enttäuscht. Mehrmals habe ich überlegt, das Buch abzubrechen, mich aber bis zum Ende durchgebissen. Zum Schluss wurde es auch etwas interessanter, alles in allem aber nicht meins. Die Story zieht sich. Die Elemente, die mein Interesse geweckt hatten, spielten dann eher eine untergeordnete Rolle. Der Wildunfall und die damit verbundene dunkle Prophezeiung bilden zwar den Einstieg, werden im Verlauf aber nur noch in Nebensätzen erwähnt. "Ein Dorf, das kopfsteht" kam ebenfalls nur wenig durch, tatsächliche Auswirkungen auf die Charaktere durch den Unfall waren für mich nicht erkennbar. Mir fehlte der rote Faden. Dies konnte für mich auch durch die Figuren nicht ausgeglichen werden. Es kommen sehr viele Haupt- und Nebencharaktere vor, sodass ich zeitweise den Überblick verloren hatte, wer wer ist. Es fehlt ihnen dadurch an Tiefe, zusätzlich verstärkt dadurch, dass sich an etlichen Stereotypen bedient wurde. Das angesprochene Frauenbild ist so antiquiert, dass ich vor Wut hätte in die Tischplatte beißen können. Die Story wird ruhig und nüchtern erzählt, der Schreibstil passt perfekt zum Inhalt. Durch den Klappentext wurden bei mir falsche Erwartungen erzeugt, weshalb mich das Buch leider gar nicht überzeugen konnte. Aber es wird seine Liebhaber finden.

Dorfleben kenne ich anders
4

Eine interessantes, lebensnahes Debüt zum Leben auf dem Dorf, das ich sehr gerne weiterempfehle

✨ Große Leseempfehlung ✨ Dorf- und Landleben, Soziale Konventionen Mein Leseeindruck: Diesen Roman habe ich auf Instagram entdeckt, welcher mich aus der persönlichen Erfahrung heraus ansprach, da ich selbst einmal von der historischen Kleinstadt mit gehobenem kulturellem Angebot, wo alles fußläufig erreichbar ist und man eine gewisse Anonymität besitzt aufs Land gezogen bin und das ein einschneidendes Erlebnis für mich war. „Hier draußen“ ist ein moderner Dorfroman, der in einer kleinen Ortschaft in der Provinz in Norddeutschland in der Gegenwart spielt. Es gibt aber auch Einschübe und Rückblenden, die die Handlung füttern. In diesem Roman geht es viel um Mensch- und Tier, das Miteinander, deren Probleme von Alt und Jung, welches auch die Stärke des Romans widerspiegelt. Exemplarisch beschließt ein Ehepaar Ingo und Lara mit ihren Kindern von der Stadt auf´s Land zu ziehen und sieht sich vor neue Herausforderungen gestellt. Aber auch die Themen, der Bauern, die noch Land bewirtschaften werden aufgegriffen, des Jägers, der Landfrauen….Das Anpassen, Unterordnen, Einordnen. - Eines Tages überfährt Ingo, als er auf dem Nachhauseweg ist eine Hirschkuh, dumm nur dass es eine Sage gibt, die Böses vorhersagt und man nur noch ein Jahr zu leben hat, wenn man diese erlegt. Insgesamt hätte dem Roman mit 500 Seiten und kleiner Schrift meiner Meinung nach etwas Kürzung gut getan, es wirkte für mich alles etwas überladen. Doch trotz der minimalen Kritik habe ich es sehr genossen in die Leben der vielen verschiedenen Familien- und Lebensformen einzutauchen. Fazit: Eine interessantes, lebensnahes Debüt zum Leben auf dem Dorf, das ich sehr gerne weiterempfehle

4.5

Ich bin auf dem Dorf und in Schleswig-Holstein aufgewachsen und ich fühlte mich so dicht dran, wie selten. Fast jede Person hätte ich mit einer realen Person belegen können. Und die Städter, die aufs Land ziehen, um dann festzustellen, dass nicht alles bilderbuchmäßig und romantisch ist.... Eine wunderbare Studie des Landlebens, mit seinen Schattenseiten, aber auch schönen Momenten. Ich liebs.

4.5

Lesenswert!

Wer vom Dorf kommt kann dieses Buch nur mögen. Die einzelnen Charaktere werden bildhaft erzählt und bilden zusammen eine Dorfgemeinschaft mit Höhen und Tiefen in ihrem Zusammenleben. Ich persönlich hätte das Märchen mit der weißen Hirschkuh nicht gebraucht, denn auch so wurde das Leben in diesem Dorf vor den Toren Hamburgs sehr eindringlich und lebensnah beschrieben. Ich empfehle es gerne weiter.

3.5

Hm- viele Vorschusslorbeeren

War sort of ok. Eigentlich ist ein normaler Roman über Dorfleben - 70/80 bis heute. Die Probleme der Bauern, wenn sie keine Agrarunternehmer geworden sind. Ach und natürlich wie Städter sich in dem Konstrukt eingliedern. Ich finde den Grat als früheres Kind vom Dorf ziemlich schmal. Manchmal kam ich mir „vorgeführt“ vor. Ja auch meine Eltern hatten Kunststoffterassenstühle mit Blumen auf den Polstern, wie viele in der Stadt übrigens auch. Das Geld wurde in anderes gesteckt, beispielsweise in neues Land. Da war für Holzmöbel kein Geld da. Bei manchen Charakteren (sie sind wirklich zahlreich, wie in einem Dorf) hat mir das Ende gefehlt. Da hätte ich gerne gewusst, wie ihr Leben unmittelbar weitergeht, Mir haben in diesem Genre Mühlensommer, Altes Land, Mitgift viel besser gefallen. Der Plot mit dem weißen Hirsch ist nicht so wichtig und dient wohl mehr als Aufhänger.

4.5

Toller Dorfroman „Hier draußen“ ist ein warmherziger , gut erzählter Dorfroman, der das Leben auf dem Land im fiktiven, norddeutschen Fehrdorf für mein Empfinden sehr authentisch darstellt. Als Einstieg in die Geschichte erzählt die Autorin von einem Wildunfall. Ingo, Zugezogener und Pendler fährt auf dem Weg nach Hause ausgerechnet eine weiße Hirschkuh an. Der Jäger, Uwe, der herbeigerufen wird, will das Tier auf keinen Fall alleine erschießen. Aberglaube hin oder her, das bringt Unglück heißt es im Dorf, und der Schütze hätte nur noch ein Jahr zu leben. Also drücken sie gemeinsam ab, was nicht ohne Folgen bleibt. Nach und nach lernt man viele der Dorfbewohner kennen. Die einen mag man mehr, die anderen weniger. Lara und Ingo hatten sich ein Idyll vorgestellt, als sie mit ihren Kindern aus Hamburg hier herzogen, aber der Alltag ist dann doch nicht so einfach. Der Wildunfall verändert Ingo und das Ehepaar entfremdet sich immer mehr. Auch andere Dorfbewohner bekommen in dem Roman eine Stimme z. B. Tove, die an ihrer unglücklichen Ehe festhält, weil man nicht geht als Landfrau oder Jutta und Armin, die aus der ursprünglichen Wohngemeinschaft übrig geblieben sind, zusammenwohnen, aber nicht zusammen sind . Es sind kleine Geschichten über eine vielfältige Dorfgemeinschaft, die wenn es dicke kommt zusammenhält. Ich mochte den ruhigen, humorvollen Erzählton der Autorin sehr und habe das Hörbuch, wunderbar gelesen von Julia Nachtmann, sehr genossen.

5

HIER DRAUSSEN Martina Behm Was für ein großartiges Buch! Ich glaube, ich habe noch nie ein so authentisches und stimmungsvolles Buch über das Leben in einem Dorf in Schleswig-Holstein gelesen oder gehört. Lara und Ingo, einst Stadtmenschen aus Hamburg, ziehen mit großen Hoffnungen aufs Land – auf einen alten Resthof in einem kleinen Dorf. Lara träumt davon, dass ihre Kinder frei und naturnah aufwachsen. Doch schnell wird klar: Die Realität sieht anders aus. Als „die Neue“ wird sie zu keiner Feier eingeladen, oft ist sie allein – denn auch Ingo wird die tägliche Pendelei aus der Hafencity bald zu viel. Von den erhofften Besuchen der alten Freunde aus Hamburg keine Spur. Doch das Buch erzählt nicht nur von Lara und Ingo. Es ist das vielstimmige Porträt eines ganzen Dorfes. Da ist Förster Uwe, der sich mit Ingo anfreundet – und ein gut gehütetes Geheimnis mit sich trägt. Wir begegnen Tove, die unter ihrem sturen, wortkargen Mann Enno leidet und gern ausbrechen würde, aber aus finanziellen Gründen bleibt. Sönke, der Betreiber eines Geflügelmastbetriebs, kämpft sich durch die ständigen Umstellungen in der Landwirtschaft und droht am Burn-out zu zerbrechen – nicht zuletzt durch die immer wiederkehrende Vogelgrippe. Und dann sind da noch Armin und Jutta, einst Hippies und Aussteiger. Als Letzte ihrer Kommune leben sie heute noch in der alten Schmiede. Jutta gibt keine Batikkurse mehr, sondern bringt jungen Menschen bei, wie man Hühner schlachtet – eine eigenwillige, aber faszinierende Wendung ihres Lebens. Martina Behm gelingt es meisterhaft, das Dorf mit all seinen Eigenheiten, Abgründen und kleinen Wundern zum Leben zu erwecken. Die Figuren wirken so echt, die Atmosphäre so dicht, dass ich mich fühlte, als wäre ich selbst vor Ort – mitten in Holstein. Ein besonderes Lob gilt auch der Hörbuchfassung: Julia Nachtmann verleiht den Figuren mit ihrer Stimme eine beeindruckende Tiefe. Fazit: Ein lebendiges, berührendes und absolut empfehlenswertes Buch über das Leben auf dem Land – mit all seinen Brüchen und Schönheiten. Große Lese/Hörempfehlung 5/5

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5

Authentische unterhaltsame Geschichte

Ich habe „Hier draußen“ als Hörbuch gehört. Martina Behm erzählt hier die Geschichte der Einwohner des fiktiven schleswig-holsteinischen Dorfes Fehrdorf. Die Geschichte wird langsam erzählt, wodurch man aber nach und nach eine Bindung zu den Protagonistinnen und Protagonisten aufbaut. Aus meiner Sicht und Erfahrung wird hier sehr authentisch das heutige Dorfleben beschrieben und ich habe die Protagonistinnen und Protagonisten gern durch das Buch begleitet. Manche waren mir mehr, andere weniger sympathisch. Authentisch erschienen mir aber alle und in jedem beliebigen Dorf dürfte eine jede und ein jeder von ihnen vertreten sein. Die Geschichte wurde interessant aufgelöst. Julia Nachtmann hat das Hörbuch toll eingesprochen und mich mit ihrer Art und Tonlage in genau die zur Geschichte passende Stimmung versetzt. Hörempfehlung für alle, die sich für eine ruhig und authentisch erzählte Dorfgeschichte interessieren.

2.5

Für neu Zugezogene ist das Leben auf dem Land nicht die Idylle, die man sich als Stadtbewohner gemeinhin vorstellt. Gut, das wissen wir spätestens seit "Unterleuten" oder "Altes Land". Martina Brehm gelingt es allerdings, die Ödnis, die auf dem Lande herrscht, eins zu eins mit ihrem extrem langweiligen Buch rüberzubringen. Die einzige Spannung die den Leser, wenn er zwischenzeitlich nicht an Langeweile verstorben ist am Weiterblättern hält - trifft die Prophezeiung ein, die am Anfang des Buchs angedeutet wird. Das soll hier aber nicht verraten werden.

4.5

sehr lesenswert- Dorfleben wie es stattfindet

5

Richtig gut, tolle Collage!

Hier draußen von Martina Behm war eine Superdichte Erzählung über eine Gemeinschaft im schleswig-holsteinischen Dorf. Man bekommt viele Einblicke hinter die Haustüren der einzelnen Familien und bemerkt gleich: alle haben ihre eigenen Baustellen, und auch wenn der Vorgarten picobello, gepflegt ist, hat doch jeder seine eigenen Geheimnisse, Schwierigkeiten und Probleme. Am Anfang hatte ich das Gefühl, dass vor allen Dingen Lara und Ingo mit ihrer Familie im Vordergrund stehen, Aber am Ende bin ich mir dessen gar nicht mehr so ganz sicher. Vielleicht geht es doch eher darum, die verschiedenen Themen zu heben, mit denen die Dorfbewohner:innen sich konfrontiert sehen: Leben, Liebe und Dating im Alter, Geldsorgen (in der Landwirtschaft), Vereinbarkeit von Arbeit und Familie, Aufteilung von Care-Arbeit, Alternative Lebensmodelle und noch so vieles mehr. Mir hat der Roman total gut gefallen und ich habe auch in der ein oder anderen Szene meine Heimat wiedererkannt. Die Lesart von Julia Nachtmann gefällt mir zum wiederholten Male ebenfalls sehr gut. Die plattdeutschen Einflüsse und die Umsetzung waren super. Perfect Match.

3

Die ersten Kapitel waren für meinen Geschmack mit zu vielen Personen besetzt. Absolute verwirrend. Es hat seine Zeit gedauert, bis ich in dieses Buch hineingefunden habe. Nette Geschichte über das Landleben. Hat mich aber leider nicht so ganz überzeugt.

5

Was für ein schreibgewaltiges Debüt von der Autorin❤ und ein starker Roman, den man nicht nur liest sondern auch fühlt

Schon die Leseprobe hatte mich mit ihren tiefen und feinfühligen Worten voll erreicht und weit fortgetragen- fortgetragen in das kleine Dorf, weit hinaus auf das Land. Genau dortin sind Lara und ihr Mann Ingo gezogen, zusammen mit ihren zwei Kindern. Hier kann man zur Ruhe kommen, weit fort von der Hektik der Stadt und der Schnelllebigkeit. Doch was ist, wenn man durch einen Unfall mit einem Aberglauben in Berührung kommt und sich auf einmal neue und andere Wege ergeben? Diese Geschichte die von der Autorin leise erzählt wird und deren Worte voller Stärke den Leser eiskalt erwischen und dessen Wirkung sich von voller Pracht entfalten regen zum Nachdenken und innehalten an. Auch ich lebe auf den Land und ich liebe es total. Diese Ruhe die mich bis in alle Poren erreichet und die mich zum tief einatmen inspirieren und die dann dieses warme Gefühl von „Ich bin zuhause „ in mir verströmen. Und genau dieses Gefühl hat mir der Roman vermittelt. Ein Buch das berührt und die auch zum nachdenken anregen. Die Charaktere, sehr viel an der Hand, laden ein zum entdecken und zum kennenlernen. Menschen wie Du und ich, alle völlig verschieden, manche mit einem leichten Gebäck an der Hand und manche wiederum durch schwere Last geprägt. Und doch habe sie alle was gemeinsam. Jeder von ihnen möchte ankommen im Leben, Dinge tun- die ihm gut tun und die man nicht tun möchte, weil es gar von einem erwartet wird. Die Erwartungen von anderen Menschen an uns ist doch manchmal ziemlich groß. Doch, ist es nicht wichtig, das wir uns dabei wohl fühlen? Das wir das tun, was uns voller Liebe und Dankbarkeit erfüllt? Ist es nicht wichtig, das man einander an die Hand nimmt und das wir uns gegenseitig Mut machen und die uns vor Augen führen, dass Wir allesamt wichtig sind. Das man auch mal hinter die Fassade schauen sollte. Ich hätte noch ewig weiter lesen können, denn alle Charaktere sind ans Herz gewachsen. Dieser Roman voller Empathie und Wärme lädt ein zum Innehalten und um sich zu fragen, was wirklích wichtig ist im Leben. Das alles und noch so viel mehr, hat die Autorin perfekt vereint und dem Leser einen sehr lesen- und liebenswerten Roman serviert, der noch lange nachhallen wird. Fazit: 5 Sterne für einen sehr starken Roman, den man nicht einfach nur liest, sondern auch fühlt

Was für ein schreibgewaltiges Debüt von der Autorin❤ und ein starker Roman, den man nicht nur liest  sondern auch fühlt
5

Grandios

Autorin: Martina Behm Buch: Hier draußen Genre: Roman Hörbuch 14 h 6 min 🎧🎧🎧🎧🎧 Klappentext: Eine weiße Hirschkuh, eine dunkle Prophezeiung und ein Dorf, das kopfsteht In Fehrdorf scheinen alle zu wissen, wo sie hingehören. Nur Ingo und Lara, die mit den Kindern von der Großstadt aufs holsteinische Dorf gezogen sind, haben Schwierigkeiten. Vor allem Ingo strapaziert die Pendelei zu seinem Start-Up nach Hamburg. Als er eines Abends eine weiße Hirschkuh anfährt, bringt das die gesamte Dorfgemeinschaft aus dem Gleichgewicht. Denn wer so eine tötet, heißt es, hat nur noch ein Jahr zu leben. Und plötzlich fragen sich auch der Dorfjäger, die Vorzeige-Landfrau und die Überbleibsel einer Öko-WG, ob sie das Landleben wirklich glücklich macht. 🎧🎧🎧🎧🎧 Meine Meinung: Ich muss erst einmal loben. Die Hörbuchsprecherin ist super gewählt, Stimmfarbe, Betonung, Sprachtempo.. hier passt einfach alles. Auch der Schreibstil der Autorin ist einzigartig. Ich würde ihn als nüchtern beschreiben. Den Alltag im Dorf, die Beschreibungen, .. sehr realistisch. Hier wurde nichts beschönigt oder ausgedacht. Dies hat mir sehr gut gefallen. Ebenfalls das Kennenlernen der Protagonisten, die Unfälle, die Tiere, .. nach ein paar Kapiteln war ich so im Buch gefangen, das ich es nicht mehr ausschalten konnte. Die 14 Stunden sind gut angelegt. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt, behalte die Autorin im Auge. Nach dem Lob kommt Kritik.. oder dochnicht . Ich habe nichts zu kritisieren 🎧🎧🎧🎧🎧 Fazit: Hinter dem Cover hätte ich nicht so eine tolle und tiefgründige Geschichte erwartet. Absolut gelungenes Hörbuch.

Grandios
4

Lara und Ingo sind mit ihren beiden Kindern von Hamburg aufs Land gezogen, in die vermeintliche Idylle. Eines Abends fährt Ingo eine weiße Hirschkuh an, was laut Dorfmythologie bedeutet, dass er nur noch ein Jahr zu leben hat. Dieser Aspekt taucht zwar immer wieder auf, steht aber nicht so im Fokus, wie es mich der Klappentext vermuten ließ. Im Lauf des Buches lernt man verschiedene Dorfbewohner kennen, von alteingesessenen Bauern über deren zugezogene Frauen bis hin zu den Überbleibseln einer ehemaligen Öko-WG. Dabei kommt durch, dass das Landleben oft gar nicht so idyllisch ist, wie es von Städtern mit Sehnsucht nach Ruhe idealisiert wird. Und auch Laras und Ingos Ehe wird vor eine Zerreißprobe gestellt... Ich fand dieses Buch gut und angenehm lesbar, aber irgendwas fehlte mir subjektiv zum fünften Stern, ohne dass ich es genau benennen kann. Obwohl es Martina Behm gelingt, das Landleben weder im Stile von Landlust und ähnlichem zu verklären noch zu negativ und öde darzustellen, hatte ich an der einen oder anderen Stelle das Gefühl, dass mir persönlich doch ein wenig viel Klischee im Spiel war. Alles in allem jedoch eine unterhaltsame und dabei nicht allzu platte Lektüre.

5

Leben auf dem Dorf. Super eingefangen.

Leben auf dem Dorf. Super eingefangen.
5

Mega Debütroman.

Martina Behm erzählt vom Dorfleben und den Menschen die dort leben, dass nicht immer nur idyllisch ist. Es ist sehr facettenreich. Tolles Buch. Klare Empfehlung

5

Das Buch ist angenehm und flüssig zu lesen. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Ein beruhigendes, entspanntes und warmherziges Buch was ich gerne weiterempfehlen kann.

5

Was für ein wundervolles Buch. Zunächst habe ich rein gar nix erwartet, aber das Dorf und seine Mitbewohner hat mich einfach verzaubert - vielleicht weil ich selbst aus einem kleinen Dörfchen stamme. Sie beschreibt die Menschen einfach toll, selbst die grummeligsten Bewohner sind einem irgendwie doch sympathisch.

5

Absolute wohlfühl Leseempfehlung

Ich habe jede Seite geliebt , konnte es kaum erwarten weiterzulesen. Absolut fesselndes Erlebnis, man hat das Gefühl man nimmt richtig am Leben der Protagonisten Teil. Einfach toll.

5

Was für ein tolles Buch. Ohne in Klischees zu verfallen schafft es die Autorin, die Leser*innen mit auf die Reise in ein Dorf irgendwo im Norden zu nehmen. Die Charaktere sind unverwechselbar gezeichnet und mit Vorstellung von Städtern, Landleben erschöpfe sich darin, in einem Garten unter Obstbäumen selbstgebackenen Kuchen zu genießen, wird gründlich aufgeräumt.

3.5

Anders als erwartet

Ein gutes Buch , aber der Klappentext suggeriert einem eine spannende Story um eine weiße Hirschkuh , die eigentlich nur eine Nebenhandlung ist. Eigentlich sind es die Lebensgeschichten von Bewohnern eines Dorfes im tiefsten Schleswig-Holstein. So, wie man es als im Dorf aufgewachsener kennt.Die Bauern die um ihre Existenz kämpfen und sich fragen: Wer macht das hier wenn ich nicht mehr bin. Die Dorffeste , die hauptsächlich von den Frauen ausgerichtet werden. Es geht um veraltete Rollenbilder und junge Familien die aufs Dorf kommen und glauben dann wird alles schön und gut. Weniger arbeiten, mehr Raum, mehr Freizeit. Eigentlich eine Schöne Geschichte, allerdings sehr langatmige 250 Seiten am Anfang. Danach wird es etwas besser aber einen flotten schnell zu lesenden Roman darf man hier nicht erwarten.

3

Martina Behm beschreibt das Leben der Menschen in einem (fiktiven) Dorf in Norddeutschland ausgehend von heute mit Rückblenden in die Zeit, als die Protagonistinnen und Protagonisten jung waren und die Paare sich fanden, damals noch voller Hoffnungen und Träume. Inzwischen aufgerieben zwischen verschuldeten Bauernhöfen ohne Nachfolge, Krediten, gesundheitlichen Problemen und dörflichen Verpflichtungen, vor allem für die Frauen. Dazwischen ein junges Paar aus Hamburg, das in dieser fest verwurzelten Gemeinschaft seinen Platz sucht. Die Charaktere sind sehr schön gezeichnet, auch die Rückblenden sind sehr gelungen. Das Buch plätschert schön und ruhig dahin - mir war es am Ende aber zu lang und zu zäh. Daher dann am Ende doch nur 3 Sterne von mir.

4

Netter Dorfroman, schön herausgearbeitete Figuren und Dynamiken, aber insgesamt ein bisschen langweilig und nichts was mich nachhaltig beeindruckt. Dennoch hörenswert. Evt nicht zu lange Pausen machen. Beim Lesen fällt es sicher leichter, die Figuren zuzuordnen, aber beim Hören verlor ich manchmal den Überblick.

4

“Hier draußen” ist ein moderner Dorfroman, der in einer kleinen norddeutschen Ortschaft der Gegenwart spielt. Wir haben aber auch immer mal wieder Einschübe, Rückblenden, die die Situation auf der Handlungsebene mit Hintergrundinformationen unterfüttern. Diese Struktur hat mir sehr gefallen und war hier auch hilfreich, um das Gelesene besser zu verstehen. Wir begegen in diesem Buch mehreren Menschen, die ihren Lebensunterhalt mit Landwirtschaft verdienen. Die “alteingessenen” Dörfler sind alle um die 60 Jahre alt und entsprechend eingefahren, haben Gesundheits-, Finanz- und/oder Eheprobleme und viel zu viel Arbeit, denn die Kinder übernehmen in der Regel nicht mehr einfach so den Hof der Eltern, sondern ziehen in die Stadt oder in andere Bundesländer, studieren, leben ihr eigenes Leben. Ein umgekehrtes Phänomen ist der Zuzug gut situierter und gut ausgebildeter jüngerer Leute um die 30/40, die “hinaus aufs Land” wollen. So wie Lara und Ingo, zusammen mit ihren schulpflichtigen Kindern Erin und Erik. Sie haben sich einen “Resthof” gekauft - aber werden sie, die Städter aus Hamburg - er Manager bei einem Start-Up-Unternehmen, sie freiberufliche Grafikerin - wirklich den Rest ihres Lebens in diesem Kaff Fehrdorf verbringen? Dann gibt es noch Jutta und Armin, die “Öko-Hippies”, die vor 30 Jahren aus der Stadt ins Dorf gezogen sind, um eine WG zu gründen. Sie sind übriggeblieben, nicht wirklich zusammen, aber gelegentlich doch. Auch sie werden im Laufe der Handlung eine wichtige Rolle spielen. Aber die Handlung, was ist das hier überhaupt? Das ist ein wenig das Problem des Romans. Der rote Faden, um den sich die Erzählung lose windet, ist eigentlich, dass Ingo eines Abends, als er von Hamburg, wo er nach wie vor arbeitet, nach Hause pendelt, eine weiße Hirschkuh überfährt. Der ortsansässige Jäger und Schweinebauer Uwe, ein ewiger Junggeselle, erschießt mit Ingo zusammen das leidende Tier. Dumm nur, dass eine Prophezeiung sagt, wer eine weiße Hirschkuh tötet, wird innerhalb eines Jahres sterben. Das ist an sich schon sehr spannend, wird aber im Laufe des Plots oft aus den Augen verloren. Es geht vielmehr darum, die Dörfler und ihre Probleme detailliert zu beschreiben. Und das ist tatsächlich die Stärke des Romans. Besonders die Situation der ländlich lebenden Frauen hat Martina Behm hervorragend eingefangen. Anhand der jüngeren Städterin Lara beschreibt sie auf realistische Weise die Struggles einer arbeitenden Mutter, die sich für die Kinder, ihren Mann, das Haus, den Hund und und und den Allerwertesten aufreißt. Die als Selbständige weiterkommen möchte und der nur Steine in den Weg gelegt werden. Das Mental Load, oh dieses verdammte Mental Load. Die unsichtbaren Tasks, die Mütter immer und ständig auf dem Schirm haben müssen und die kein anderer sieht oder macht. Auch Tove Wirtz, die um die 60 ist, hat ihr Leben für andere gelebt: den undankbaren, cholerischen Mann, die beiden Söhne, die jetzt längst woanders wohnen, die Dorfgemeinschaft, den Hof. Wird auch sie nochmal ihr Glück finden? Uwe ist der unerwartete Sympathieträger des Romans. Seine Geschichte ist besonders herzzerreißend. Für meinen Geschmack wurde die Handlung etwas zu sehr in die Länge gezogen. Man hätte hier sehr gut kürzen können, vor allem was die detaillierten Beschreibungen des Zubereitens von Nahrung, etc., angeht. Manches hätte ich genauer wissen wollen, anderes war mir hingegen zu ausführlich ausgearbeitet. Alles in allem aber ein sehr unterhaltsamer, starker Dorfroman, den ich euch empfehlen kann.

Post image
5

„Alles steht in Wechselwirkung“

Martina Behm ist mit ihrem Debüt-Roman ein Meisterwerk gelungen, das ich ab sofort zu meinen Lieblingsbüchern zähle und das noch lange Zeit nachhallen wird. Wie so oft beschrieben geht es in „Hier draußen“ ums Landleben, sicherlich richtig. Ich lebe mittlerweile wieder wie meine Großeltern vor mir in einer ländlichen Region, aufgewachsen bin ich aber in suburbanen Gefilden und wandle daher immer ein wenig zwischen den Welten. Daher empfinde ich die Beschreibung der Geflogenheiten und Besonderheiten „uffm Dorf“ (wie man hier statt „uppn Dörp“ sagt), die die Autorin in ihrem Roman mit Worten zeichnet, auch als besonders gelungen und musste sehr oft denken: „Ganz genau so ist es. Ganz genau so.“ Mir gefiel zudem auch der Naturbezug des Romans ausgesprochen gut und auch der mythisch angehauchte Bezug zum Aberglauben im Zusammenhang mit der weißen Hirschkuh verlieh diesem Buch eine ganz besondere Atmosphäre. Am meisten berührt hat mich allerdings das „Dahinterliegende“, das meine Oma mit „nichts Menschliches ist mir fremd“ zusammenfassen würde. Wir begleiten die verschiedenen ProtagnistInnen von „Hier draußen“ ein Stück weit auf ihrem Weg, nachdem ein besonderes Ereignis (wie wir in der Psychotherapie sagen würden) „das gesamte System in Dynamik versetzt hat“. Es geht um enttäuschte Erwartungen an Lebenskonzepte und Mitmenschen, um den Druck gesellschaftlicher Konventionen, Einsamkeit, Leistungsdruck, den Wunsch dazuzugehören, Feminismus, den Wunsch nach freier Entfaltung, Gewalt, Verlust, Abschied, Zusammenhalt, Hoffnung, Neubeginn und auch um Liebe zu unseren Mitmenschen, zur Natur, zu anderen Lebewesen. Kurzum: Es geht um die ganze Bandbreite menschlichen Lebens und Fühlens und dabei sehen wir die Geschehnisse immer punktuell aus der Perspektive eines anderen Mitglieds des Dorfverbunds, mal weniger und mal mehr können wir uns einfühlen, sind gemeinsam mit den BewohnerInnen von Fehrdorf glücklich, traurig und auch wütend. Dabei gelingt es Martina Behm sehr gut, dass all das nicht in Richtung „Pathos“ abrutscht oder den Anspruch erhebt, mehr zu sein als es ist. Auch das Ende ist berührend, lebensnah und weit entfernt davon, kitschig zu sein. Brava.

5

Wortgewaltig, kraftvoll, lesenswert.

5

Ein schönes Buch über das Leben auf dem Land. Aus der Sicht unterschiedlicher Personen. Hier werden so viele verschiedene Blickwinkel auf das Leben auf dem Land, die Landwirtschaft, Familien, Beziehungen, Gesellschaftsmuster usw aufgezeigt. Ruhig, unaufgeregt, bewegend und authentisch. Im Mittelpunkt eine Familie aus Hamburg, die aufs Land gezogen ist mit großen Erwartungen.

4

Landleben

Ein Buch, das empfehlenswert ist für alle, die Bücher wie "Unterleuten," "Was man von hier aus sehen kann," "Altes Land"oder "Bergland" mochten.

4.5

Es ist ein Buch, in dem es eigentlich Hauptsächlich um das Dorfleben, die einzelnen Bewohner, ihr Zusammenleben und die Probleme und Gedanken Einzelner geht. Im Grunde nichts weltbewegendes, aber mich konnte die Geschichte so fesseln, man war bei den Charakteren hat mit ihnen gelitten, sie verstanden. Mir hat das Buch wirklich sehr gut gefallen, es war, trotz unschönen Dingen, die passiert sind und angesprochen wurden, ein kleines Wohlfühlbuch.

3.5

Ich dachte,ich bekomme die Geschichte einer jungen Familie erzählt: Die von der Großstadt Hamburg ins kleine, fiktive,idyllische,holsteinische Fehrdorf zieht. Die sich dort einen Hof gekauft haben,und mit ihren zwei Kindern jetzt so richtig aufblühen können. Aber Ingo, der Vater der Kinder, pendelt jeden Tag berufsbedingt weiterhin nach Hamburg. Gleich zu Beginn des Buches erwischt er auf dem Nachhauseweg eine weiße Hirschkuh mit dem Auto. Ein schlechtes Omen. Der Jäger des Dorfes weigert sich erst das Tier zu töten,denn wer das tut,hat nur noch ein Jahr zu leben. Also "zwingt" er Ingo,mit ihm zusammen den Abzug zu drücken und das Tier von seinen Qualen zu befreien. Aber es gab so viel mehr als nur diese Familie: Der Jäger Uwe, die Öko WG mit Jutta und Armin, Bauer Enno mit seiner Frau Tove und VIELE viele mehr! Die Kapitel tragen tierische Überschriften, so z.b "Alpaka" oder "Masthähnchen" und als Unterüberschrift erfährt der Leser, wo genau wir uns gerade befinden- auf welchem Hof. Der Schreibstil ist wirklich toll, die Autorin schafft eine wunderbare Atmosphäre, sodass dieser dörfliche Charakter gut zur Geltung kommt. Es wird sehr ausführlich über die einzelnen Dorfbewohner geschrieben. Was sie gerade denken, fühlen, worüber sie irgendwann mal nachgedacht haben und was in der Vergangenheit passiert ist. Die für die Geschichte "relevanten" Personen bleiben im Gedächtnis, es gibt aber wirklich viele Dorfbewohner die irgendwann mal zur Sprache kamen,wo ich die Hintergründe bereits wieder vergessen habe. Und das ist auch mein Kritikpunkt: für mich waren die Beschreibungen teilweise viel zu ausufernd und detailliert beschrieben. Die Charaktere verlieren sich in Gedanken oder Wörtern. Meinen Lesefluss hat das manchmal stark eingeschränkt,weil ich die Informationen nicht mehr abspeichern konnte. Weil es mich schlichtweg nicht abgeholt hat. Dann gab es aber wieder eine Storyline die mich dafür umso mehr interessiert hat. Das ist das Gute,wenn die Kapitel zwischen den Dorfbewohnern springen. Die Thematik mit der Hirschkuh dient hauptsächlich als Aufhänger. Denn die Auswirkungen auf die Bewohner wird schon in den jeweiligen Kapiteln deutlich. Ein Umdenken findet statt: Möchte man sein Leben wirklich so leben,wie man es bisher getan hat? Ist man glücklich? Die Schicksalsschläge der Leute in Fehrdorf zeigen,dass man auch nach zig Jahren Ehe nochmal neu anfangen kann. Vor allem starke Frauen werden hier nochmal hervorgehoben. Mir hat die Geschichte echt gut gefallen,es hat mich zum Nachdenken angeregt und ich finde sie zeigt ganz deutlich wie das Leben so spielt. Dennoch war es mir an einigen Stellen zu ausführlich und ausschweifend. Die Vielzahl an Personen haben mich oft verwirrt. Wer gehörte nochmal zu wem,und wer war wessen Tochter? Mit dem Ende bin ich ganz zufrieden,denn es gibt ja eigentlich keins. Das Leben spielt weiter,und es passiert was passiert. 🧡 Eine ruhige,unaufgeregte Geschichte mit viel Gefühl und Dorf-Idylle. ⭐⭐⭐,5 | 5 Sternen

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4.5

Dorfleben

Wir sind mal wieder auf dem Land unterwegs, eine Area, in der ich nicht gern leben würde, über die ich aber gerne lese. Laura und Ingo sind aus der Großstadt mit ihren Kindern nach Fehrdorf gezogen. Auf Lauras Betreiben haben sie einen Resthof erstanden und von nun an pendelt Ingo täglich nach Hamburg. Übermüdet fährt er eines Abends eine weiße Hirschkuh an. Uwe, Landwirt und Hobbyjäger hilft ihm dabei, dem Tier, den Gnadenschuss zu geben. Von ihm erfährt er auch, dass diejenigen, die ein weißes Damwild töten, nur noch ein Jahr zu leben haben. Obwohl Ingo eigentlich nicht auf solchen Aberglauben vertraut, beeinflusst ihn diese Prophezeiung maßgeblich. Wir bewegen uns nun in einem bunten Panoptikum von Dorfbewohnern, in dem das zugezogene Ehepaar nur eine der vielen Hauptrollen spielt. Da sind Tove und Enno. Dir einen Hof bewirtschaften und genauso wie bei Ingo und Lara kriselt es auch in deren Ehe. Die Überbleibsel einer Hippie-Kommune haben ein offenes Ohr für die Dorfbewohner und die erwachsenen Kinder einiger Protagonisten nehmen ebenfalls Einfluss auf das Geschehen. Martina Behm hat das Leben in einem kleinen Dorf mit viel Landwirtschaft von vielen Seiten beleuchtet. Dabei hat sie all die Sorgen und Nöte, die Hoffnungen und Wendungen einbezogen, die das Leben zum Teil idyllisch, aber einen weiten Teil auch beschwerlich machen. Besonders die Männer haben hier mit ihrer führenden Rolle als Macher, die die das Land bewirtschaften, das Vieh versorgen und alles zusammenhalten zu kämpfen. Die Frauen fordern mehr Raum für sich ein oder grenzen sich ab. Traditionen werden nicht mehr so intensiv gelebt, obwohl Männer es für sich immer noch einfordern. Und auch hier fällt auf, dass Frauen für sich schnell neue Lösungen finden, wenn das althergebrachte nicht mehr funktioniert, sich organisieren und vernetzen, während Männer dem nach trauen und auf unterschiedliche Weise sich selbst dadurch zu zerstören drohen. Ich glaube, dass die Autorin vieles sehr realistisch abgebildet hat. Wenn ich mich im Kreisen bewege, die im ländlichen Raum zu Hause sind, dann sind genau diese Themen aktuell. Der Kontrast zwischen moderner Landwirtschaft und dem finanziellen Überleben, das gesellschaftliche Leben, mit hohen Erwartungen an freiwilligenm Arbeitseinsatz der Frauen, sowie der Blick in die Zukunft und das Zusammenleben zwischen zugezogenen und alt Eingesessenen stehen hier im Zentrum. Der Aufbau des Romans ist sehr mitreißend. Aus verschiedenen Perspektiven drehen wir uns alle um das eine zentrale Thema: wird die Prophezeiung in Erfüllung gehen, wird jemand sterben oder ist das alles nur Humbug. Der fassbare Schreibstil, von Behm macht das Buch zu einem wahren Pageturner. Ich empfehle es gerne allen, die gut geschriebene Romane mit authentischer Atmosphäre und ein wenig Spannung gerne lesen.

1

Langeweile in Dauerschleife

Leider fand ich Hier draußen ausgesprochen langweilig. Die meisten männlichen Figuren wie auch die zwischenmenschlichen Beziehungen wirken auf mich unsympathisch und oft erschreckend stumpf. Es geschieht kaum etwas wirklich Spannendes, was vermutlich genau das Dorfleben widerspiegeln soll, das der Roman beschreibt. Dennoch fehlte mir jede Form von Dynamik oder Entwicklung. Die meisten Frauenfiguren tun mir leid, doch ihre Untätigkeit frustriert mich zugleich. Statt Mitgefühl blieb bei mir vor allem Ärger zurück. Insgesamt empfand ich das Buch als durchgehend unerquicklich und zäh. Für mich zog sich die Lektüre sehr und hinterließ eher Erschöpfung als Erkenntnis.

4

Toller Roman. Ich musste aus Zeitgründen ein paar Tage pausieren und hatte dann Schwierigkeiten mit den vielen Namen, aber halb so wild. Die Figuren sind ganz toll beschrieben, man hat das Gefühl mitten drin zu sein im Dorf. Viele "menschliche Kleinigkeiten" unausgesprochene Gefühle, agrarpolitische Dramen. . Einfach top!

5

Hat Lieblingsbuchpotential!

Ich habe „Hier draussen" von Martina Behm sehr gerne gelesen. Das Buch bietet einen interessanten Einblick in das Leben von Menschen, ihre Beziehungen und ihr Gedanken- und Gefühlsleben. Ich mochte die Figuren gerne, weil es „normale" und echte Menschen mit Ecken und Kanten sind, mit denen ich mitgefühlt habe. Am Ende war ich traurig, dass die Geschichte schon vorbei ist, weil ich die Figuren gerne noch weiter begleitet hätte. Der Schreibstil war angenehm und flüssig. Man konnte der Geschichte gut folgen und hatte das Gefühl nah am Geschehen dran zu sein. Auch mochte ich es, die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt zu bekommen. Dadurch hat man noch einen tieferen Einblick bekommen. Einzig das Cover finde ich persönlich nicht so hübsch gestaltet. Aber das tut der Geschichte an sich natürlich keinen Abbruch. Mein Fazit: Das Buch hat definitiv Lieblingsbuchpotential!

5

Highlight für mich!

Thematisiert u.A. das Leben auf dem Land und vor allem in der Landwirtschaft, das Einfügen der Zugezogenen in die Dorfgemeinschaft, das Hinterfragen der Lebensumstände und des eigenen Lebensmodell vor dem Hintergrund einer Legende, dass man dem Tode geweiht ist, wenn man eine weiße Hirschkuh tötet (was der Protagonist versehentlich getan hat). Toller Schreibstil, hat extrem viel Spaß gemacht zu lesen, absolute Empfehlung 👌🏻

4

Stadt oder Land?

Stadt oder Land? Wo würdet ihr lieber leben? Mir persönlich sind der Stadtrand oder die Vororte am liebsten: man ist nah an der Natur, genießt aber auch die Vorzüge wie Einkaufsmöglichkeiten oder kurze Wege zu Schule, Ärzten etc. Gleichzeitig kennt man die Leute, genießt aber dennoch eine gewisse Anonymität. In Hier draußen haben Lara und Ingo den Schritt gewagt und sind aus der Hamburger Reihenhaussiedlung auf einen Resthof irgendwo in Schleswig-Holstein gezogen. Sie wollten mehr Platz, vor allem für die Kinder. Lara arbeitet vom Home Office aus, Ingo pendelt. Eigentlich wollten sie auch einen Coworking-Space eröffnen, doch bis jetzt wurde nichts daraus. Ganz so idyllisch wie sich die beiden das Landleben vorgestellt haben, läuft es allerdings nicht. Ingo ist von der vielen Fahrerei stark gestresst, Lara fühlt sich oft einsam und findet nicht so recht Anschluss im Dorf. Dann fährt Ingo eines Tages auf dem Heimweg eine Hirschkuh an, die nun erschossen werden muss. Der herbeigerufene Jäger Uwe macht dies aber nur gemeinsam mit Uwe. Denn wer eine Weiße erschießt, so weiß es der örtliche Aberglaube, ist selbst innerhalb eines Jahres dran. Hier draußen zeigt sehr gekonnt die unterschiedlichen Aspekte des Landlebens auf. Der enge Zusammenhalt der Einheimischen, wobei allerdings auch jeder und vor allem jede seine oder ihr Aufgabe zu erfüllen hat und auch am jeweiligen Platz zu bleiben hat. Da ist zum Beispiel Tove, die schon seit Jahren unter ihrem Mann leidet, aber bei ihm bleibt, weil man das halt so macht. Maggie hat ins Dorf hineingeheiratet, ist dort sehr glücklich. Sie ist diejenige, die sich am stärksten um die Organisation von Festen und dergleichen kümmert, um nur ja dazuzugehören und akzeptiert zu werden. Jutta lebt mit Armin in einer alten Schmiede. Die beiden sind der Rest einer freigeistigen WG und mittlerweile fester Bestandteil des Dorfes, auch wenn sie manchmal noch etwas skeptisch beäugt werden. Die Geschichten all dieser Personen beschreibt Martina Behm in ihrem Debüt. Sie macht dies erzählerisch sehr schön, immer mit wechselnden Perspektiven, teilweise mit Rückblicken. Dabei schafft sie es, die einzelnen Personen sehr lebensnah und vielseitig darzustellen. Besonders die Frauen stehen im Vordergrund, mit ihrer ganzen täglichen Belastung durch die Carearbeit. Aber auch die Männer sind durch die unterschiedlichsten Dinge belastet. Ein sehr gut zu lesender Roman, der lediglich in der Mitte etwas knapper gehalten werden könnte.

3

Es war einfach nicht mein Thema glaube ich. Ich fand es die meiste Zeit langweilig. Ein Dorf, viele Personen und im Prinzip passiert nichts.

4

Starkes Debut von Martina Behm- gerne mehr!Ein Dorf. Ein Aberglaube. Ein Unfall – und alles gerät ins Wanken. Das Leben in einem norddeutschen Dorf wirkt auf den ersten Blick idyllisch. Alles ist fein, bis ein weißer Hirsch über die Straße läuf und Ingo das Tier überfährt. Plötzlich kochen alte Ängste und uralte Überzeugungen hoch. Denn hier draußen glauben manche noch: Wer eine weiße Hirschkuh tötet, stirbt innerhalb eines Jahres. Behm erzählt sehr sympathisch und mit leiser Ironie von Menschen, die fest verwurzelt sind – oder gestrandet. Es geht um den Zusammenprall zwischen Stadt und Land, zwischen Fortschritt und Aberglauben, zwischen Zugehörigkeit und Fremdsein. Ihre Protagonisten sind Menschen mit Brüchen, Sorgen und Sehnsüchten: eine überforderte Landfrau, ein erschöpfter Geflügelbauer, eine Dorfgemeinschaft zwischen Rückzug und Zusammenhalt. Die meisten waren mit gleich sympathisch und irgendwie vertraut. Den Schreibstil fand ich sehr angenehm, flüssig zu lesen. Martina Behm gelingt es, aus dem Mikrokosmos Dorf eine große, stille Geschichte über das Menschsein zu erzählen – mit Tiefe, Witz und einem Gespür für das Unsichtbare hinter dem Sichtbaren. Ziemlich gut für ein Debut, wie ich finde, und sehr wohl lesenswert. „Hier draußen“ hat mich gut unterhalten.

4.5

Geschichten wie an einer Perlenkette

Ein langes Buch und kein Pageturner, trotzdem hat es mir so gut gefallen. Man taucht ein in das Leben einiger Familien in einen kleinen Dorf im Norden. Traditionen, Neues, Zugezogene, ausbrechen aus dem Trott.

5

Ein Juwel 🌟🌟🌟🌟🌟

5

Hat mir wahnsinnig gut gefallen. Nordisch wie Dörte Hansen, vielschichtig wie Juli Zeh. Ein hintersinniger Dorfroman mit knorrigen, alteingesessenen Bauern, hängengebliebenen Hippies und Zugezogenen aus der Großstadt. Spannend und lebendig geschrieben, Emotionen weckend, Bilder im Kopf erzeugend. Uwe Hennemann und Tove Wirtz waren meine Lieblinge. Ja, es sterben hier Tiere. Aber dies wird nicht ausufernd beschrieben, sondern sachlich- kurz, als zum (Land)Leben dazugehörend.

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