Notizen zu einer Hinrichtung

Notizen zu einer Hinrichtung

Hardback
4.1712

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Description

»Ein erschütternder Thriller über drei Frauen, die in den Bannkreis eines Serienmörders geraten.« Brit Bennett

In 12 Stunden soll Ansel Packer hingerichtet werden. Doch dies ist nicht seine Geschichte. Dies ist die Geschichte der Frauen, die er zurückgelassen hat.

Ansel Packer weiß ganz genau, was er verbrochen hat, und wartet nun auf seine Hinrichtung – das gleiche grausame Schicksal, das er vor Jahren seinen Opfern auferlegt hat. Doch er will nicht sterben. Er will anerkannt und verstanden werden.

Durch ein Kaleidoskop von Frauen – eine Mutter, eine Schwester, eine Kommissarin der Mordkommission – erfahren wir die Geschichte von Ansels Leben. Atemberaubend spannend und mit erstaunlichem Einfühlungsvermögen zeichnet Kukafka ein erschütterndes Porträt von Weiblichkeit, während sie gleichzeitig das Narrativ des Serienmörders und unsere kulturelle Besessenheit von Kriminalgeschichten hinterfragt

»Brillant.« Chris Whitaker

»Ein Muss.« The Times

»Umwerfend.« Observer

»Fesselnd.« New York Times

»Meisterhaft.« Guardian

Book Information

Main Genre
Thriller
Sub Genre
N/A
Format
Hardback
Pages
348
Price
22.70 €

Author Description

Danya Kukafka studierte an der New York University Creative Writing unter Colson Whitehead. Mit ihrem Debüt »Girl in Snow« gelang ihr auf Anhieb ein Bestseller, der in mehreren Sprachen erschienen ist. Danya Kukafka lebt heute in New York, wo sie als Literaturagentin arbeitet.

Characteristics

1 reviews

Mood

Sad
Funny
Scary
Erotic
Exciting
Romantic
Disturbing
Thoughtful
Informative
Heartwarming
70%
N/A
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Protagonist(s)

Likable
Credible
Developing
Multifaceted
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Pace

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Variable100%

Writing Style

Simple0%
Complex100%
Moderate0%
Außergewöhnlich (100%)

Posts

166
All
5

"We cannot be whole until we face what has broken us."

Ein Wechselbad der Gefühle. Mir hat das Buch echt gut gefallen. Geschrieben aus der Sicht eines Mörders, aber auch aus der Sicht der Frauen in seinem Leben. Die Geschichte erstreckt sich über Jahrzehnte und gibt über verschiedene Perspektiven einen tiefgründigen Einblick in das Leben der einzelnen Charaktere. Überraschend anders, aber sehr gut. Womöglich sogar Potenzial zum Jahreshighlight 2025 😁

"We cannot be whole until we face what has broken us."
4

Ansel Packer hat noch 12 Stunden Zeit bis er hingerichtet wird. Er, der Serienmörder, möchte nicht sterben. Er möchte, dass man ihn versteht. Ihm Anerkennung schenkt. Wir erfahren seine Geschichte. Durch seine Mutter, die Ermittlerin, eine Angehörige. Ein Teil auch durch Ansel selbst. Da es aus mehreren Perspektiven erzählt wird, ergibt sich am Ende ein Gesamtbild. Düsteres Setting, trauriger Plot. Ein Buch was wieder mal deutlich macht, wie wichtig die Stimme der Opfer ist, wenn sie selbst keine mehr haben. Wie wichtig es ist, eine Erinnerung zu bewahren. Ein grandioses Buch, das nachdenklich macht und lange nachhallt.

4

Das Buch erzählt die Geschichte eines Mannes, der wegen mehrerer Morde im Gefängnis sitzt und auf seine Hinrichtung wartet. Die Handlung springt zwischen verschiedenen Perspektiven und Zeiten. Ich mag den Schreibstil und die etwas anderer Erzählart. Es geht weniger um den Täter selbst, sondern um die Auswirkungen seiner Taten auf die Menschen. „Es gibt Gutes und es gibt Böses, und der Widerspruch lebt in jedem. Das Gute ist einfach das Zeug, das es wert ist, in Erinnerung behalten zu werden.“ „Trauer war ein Loch. Ein Portal zum Nichts.“ „Man muss nicht alles haben. Man muss nur herausfinden, wie viel genug ist.“

5

Ich bin ehrlich: Ich bin in dieses Buch gestartet und dachte mir nur so: „Ja… mal schauen, ob das was wird.“ 😶 Und dann? Dann hat es mich komplett zerstört. Emotional. Psychisch. Innerlich. 💔🫠 Dieses Buch ist kein klassischer Thriller. Vergesst alles, was ihr über Serienmörder-Geschichten kennt. Wirklich. ❌ Denn hier geht es nicht um den Täter. Hier geht es um die Frauen. Und genau das macht dieses Buch so unfassbar besonders. 🤍 Wir begleiten die letzten Stunden eines verurteilten Serienmörders. 12 Stunden bis zur Hinrichtung. ⏳ Aber das ist nur der Rahmen. Die eigentliche Geschichte gehört den Frauen, die er zurückgelassen hat: Frauen, die geliebt haben. Frauen, die gelitten haben. Frauen, die überlebt haben. Und Frauen, die es nicht durften. 🕊️ Was dieses Buch mit mir gemacht hat? Es hat mich wütend gemacht. 😤 Es hat mich traurig gemacht. 😢 Und es hat mich auf eine ganz leise, brutale Art wachgerüttelt. Denn ein Satz ist mir so im Kopf geblieben, dass er mich nicht mehr loslässt: Dass die Opfer oft vergessen werden – weil die Welt lieber auf das Monster schaut. Und genau das ist der Punkt. Wie oft reden wir über Täter? Wie oft kennen wir ihre Namen? Und wie selten sprechen wir über die Menschen, denen alles genommen wurde? 💔 Dieses Buch dreht das um. Radikal. Ehrlich. Schonungslos. Die Geschichten der Frauen sind roh. Ungefiltert. Teilweise schwer auszuhalten. Und genau deshalb fühlen sie sich so real an. Hier wird nichts romantisiert. Nichts beschönigt. Manchmal sind Szenen unangenehm. Manchmal will man wegschauen. Aber genau das ist der Punkt: 👉 Man soll nicht wegschauen. Was mich komplett zerstört hat, war das Ende. 🫠 Diese leisen Gedanken daran, was hätte sein können… Welche Leben diese Frauen geführt hätten… Welche Zukunft ihnen genommen wurde… Ich habe wirklich geweint. 😭🤍 Und das passiert mir nicht oft. Dieses Buch ist kein „Ich lese mal schnell einen Thriller“. Das ist ein Buch, das dich mitnimmt und nicht mehr loslässt. Es ist laut in seiner Aussage, aber leise in seiner Erzählweise. Und genau deshalb trifft es so tief. 🎯 ⭐ 5 Sterne Ein Jahreshighlight. Ohne Diskussion. Ein Buch, das nicht nur erzählt – sondern etwas verändert. 🖤📚🔥 Und ganz ehrlich? Das ist kein Buch über einen Serienmörder. Das ist ein Buch über die Menschen, die er niemals hätte zerstören dürfen. 💔

2

Wie ein dreijähriger im Süßigkeitenladen bin ich aus der Buchhandlung raus stolziert als ich endlich dieses Wunderschöne Schätzchen in der Hand hielt. Denn dies stand schon Ewigkeiten auf meiner Liste und nun sollte es endlich so weit sein. Dementsprechend voller Vorfreude ging ich dann auch in die Geschichte rein, nur um dann festzustellen, dass es mich überhaupt nicht abholt. Unangenehme Situation! Fast so unangenehm wie die Situation in der, der eher weniger fuchsige „Ansel“ sich befand. Ich habe ihm seine letzten 12 Stunden begleitet und ganz nebenbei noch die Geschichte dahinter in kennengelernt und ich meine die ganze Geschichte aus mehreren Perspektiven. Es war tiefgründig, es war ruhig, es war trotz nur ca. 350 Seiten lang und anstrengend. Kurz gesagt, es war überhaupt, nicht dass, was ich mir vorgestellt habe. Aber es war eine Geschichte, die so aufgebaut ist, dass sie ganz viele Menschen die nicht „Chris“ heißen sicher mega gefallen wird. Wie ein ganz ruhig erzählter Drama Film passt, glaube ich am besten. Hab ich es bereut? Jain! Ich kann ja noch nicht mal sagen, dass die Geschichte nicht gut war, sie war halt einfach nicht mein Stil. Was ich aber sagen kann, das Buch gehört definitiv zu den schönsten im Regal.

Post image
3.5

„Da muss es eine Zeit gegeben haben, hatte der Reporter zu dir gesagt. Eine Zeit, als Sie noch nicht so waren. Sollte es sie je gegeben haben, würdest du dich gern daran erinnern.“

„Notizen zu einer Hinrichtung“ von Danya Kukafka bietet eine spannende Grundidee und eine interessante Herangehensweise. Dabei sind die Auseinandersetzung mit Gewalt gegen Frauen und die Kritik an der Faszination für männliche Serienkiller zentrale Themen. Besonders hervorzuheben sind die Charaktere Lavender und Saffy, die durch ihre Komplexität und Vielschichtigkeit bestechen. Zudem wird die Frage aufgeworfen, ob eine Person wirklich nur böse sein kann und welche Ursprünge dahinterstehen. Leider verliert die Geschichte nach einem packenden Einstieg bereits deutlich an Tempo und Spannung. Der zunächst vielversprechende Reflexionsansatz wird im weiteren Verlauf immer flacher und lässt den emotionalen oder intellektuellen Tiefgang vermissen, den man sich erhofft hatte. Die Sprache ist zwar an manchen Stellen tiefgründig, bleibt aber insgesamt zu nüchtern, um die Perspektiven der verschiedenen Frauen wirklich lebendig werden zu lassen. Zwar haben die Frauen das Wort, doch es gelingt der Autorin nicht, ihnen die notwendige Tiefe zu verleihen. Die zusätzliche Perspektive von Ansel raubt den weiblichen Charakteren eher Raum und lässt einige davon blass erscheinen, sie nimmt der Erzählung auch ein Stück weit ihren Fluss. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass „Notizen zu einer Hinrichtung“ mit einer faszinierenden Idee und starken Charakteren beginnt, aber durch ein nachlassendes Tempo und eine oft zu distanzierte Erzählweise den Zugang zu seinen zentralen Themen und vor allen den Figuren verliert. Trotz seiner guten Ansätze bleibt das Buch hinter den Erwartungen zurück.

4

Page Turner!

Ohne große Erwartungen habe ich das Buch begonnen und wurde direkt hineingezogen in die Geschichte um das traurige Leben des Ansel Packer. Von der Mutter verlassen, im Heim nicht verstanden, von seinem Umfeld unterschätzt. Nun hat er nur noch 12h zu leben. Durch die Perspektiven seiner Opfer, der Polizei und der Familie erfahren wir, warum Ansel zum Mörder wurde. Große Empfehlung! Auch für alle, die sonst keine Krimi und Thriller Fans sind.

Page Turner!
4.5

Ein interessanter "Thriller", der es schafft viele moralische, gesellschaftliche und philosophische Fragen aufkommen zu lassen wie z. B . "was wäre wenn... ", den Graustufen der menschlichen Persönlichkeit und dem was sie hat so entwickeln lassen, der Einstellung zur Todesstrafe usw. Spannende und tiefgründige Themen über die man zum Nachdenken kommen kann. Kann ich sehr empfehlen.

5

Ein unglaublich mitreißender Roman - eines der besten Bücher, die ich dieses Jahr und überhaupt jemals gelesen habe

Es handelt von einem Mann, Ansel Packer, der derzeit im Todestrakt aufgrund mehrerer Morde sitzt und um den letzten Tag vor seiner Hinrichtung, aber auch von der Beschäftigung mit seiner Vergangenheit. Die Story spielt zum Teil in der Gefängniszelle - wir erfahren viel von Ansels Wesen, seinen Gedanken und das in der 2. Person, was einen unglaublichen Effekt hatte. Als Leserin hatte ich das Gefühl, selbst dort zu sitzen, meiner Hinrichtung entgegenzublicken. Er hat dabei sehr abstruse, aber auch sinnvolle Gedanken und es schockiert, in den Geist dieses Mannes zu blicken, der zu normalen Emotionionen und zu Liebe nicht in der Form imstande zu sein scheint. Zum anderen Teil wird die Story aus der Sicht von drei Frauen erzählt (in der 3. Person), die auf die eine oder andere Weise Ansel Packers Leben irgendwann einmal berührt haben und in Unterschiedlicher Art zu ihm stehen. Dabei war die Geschichte nicht nur story-driven, sondern vor allem character-driven. Ich habe sehr mit den Frauen mitgefühlt, mitgefiebert und mitgelitten. Wir erfahren viel über die Lebenswelten und individuellen Probleme dieser Frauen. Es geht dabei nicht nur um den Prozess der Hinrichtung, sondern auch um die Sinnhaftigkeit der Todesstrafe, um die Unterscheidung zwischen Gut und Böse und ob Täter durch und durch böse sind. Wie werden Täter überhaupt zu Tätern und ist das alles, was sie dann definiert: dass sie Täter sind? Es werden philosophische Ideen behandelt, aber auch die Theorie der alternativen Universen bzw. Parallelwelten. Wer hätten wir sein können, hätten wir kleinste Entscheidungen anders getroffen? Welches Leben hätten wir führen können? Welche Leben berühren wir durch die Entscheidungen, die wir treffen? Dabei hat die Autorin es geschafft, den Opfern ihre Identität wiederzugeben - denn jedes Opfer war einmal oder ist noch immer ein Mensch mit einer Vergangenheit und einer Zukunft, die ihm genommen wurde oder einer neuen Zukunft, die ihm gegeben wurde. Die individuelle Identität seiner Opfer wird dem Täter mit diesem Buch entrissen und das ist ein so wundervoller Akt der Befreiung für alle Personen, die nicht nur Opfer, sondern auch Person/Mensch sind.

4.5

Es sind nur noch wenige Stunden, bis der Serienmörder Ansel Packer hingerichtet werden soll. Während dieser Galgenfrist rekapituliert aber nicht nur er sein Leben, sondern es kommen auch die Frauen zu Wort, die von ihm und seinen Taten beeinflußt wurden … Von ‚Notizen zu einer Hinrichtung‘ hatte ich etwas ganz anderes erwartet, war dann im Nachhinein aber absolut positiv überrascht und das Buch hat mich noch sehr lange beschäftigt. Vor allem, weil es sehr viele moralische Fragen aufwirft ohne vorgefertigte Antworten zu liefern. Und davon ist die über Gut und Böse nur die Geringste, denn vieles geht sehr viel tiefer. Für mich persönlich war es definitiv der Aspekt der Mikroentscheidungen, die so einiges in diesem Buch beeinflußen und die einem im Nachhinein sehr viele ‚Was-Wäre-Wenn‘-Gedanken bescheren. Was wäre gewesen, wenn man Ansel als Kind die Wahrheit gesagt hätte? Was wäre gewesen, wenn Saffy nicht zu Rachel und Blue gefahren wäre? Und wie verteilen diese Entscheidungen Schuld und Verantwortung in der Geschichte neu? Durch Kukafkas geschickte Erzählweise wird das Buch zu einem richtigen Pageturner, obwohl eigentlich von Anfang recht klar ist, was geschah und wie die Geschichte endet. Aber wie sie gerade den Frauen, deren Leben von Ansel und seinen Taten beeinflußt wurden eine Stimme gibt, ist einfach grandios und lässt einen nur so durch die Seiten fliegen. Und es macht dann auch wieder wett, dass durchaus die ein oder andere Sache nicht ganz logisch geklärt wird, vor allem warum Ansel mit Töten aufhört. Das ist psychologisch etwas zu unausgegorenen nach dem Motto ‚na ja, er hat es mal mit Töten versucht, hat ihm dann doch nichts gegeben und wieder gelassen‘. Aber trotz allem ist das Buch eine 100%ige Empfehlung, durch seine hervorragende Darstellung des großen moralischen Graubereiches in dem wir Menschen uns bewegen. Denn auch die Frauen sind nicht nur gut oder handeln immer einwandfrei (vor allem Hazel, die nicht mal sonderlich sympathisch ist). Gerade für all diese einfach gestrickten selbsternannten Moralapostel auf Social Media wäre dieses Buch eine absolute Leseempfehlung, nur wird es die wohl leider nicht erreichen …

4.5

Mal was ganz anderes

Die Geschichte wird aus 4 Perspektiven erzählt. Die Sicht des Täters wird aus der „Du“-Perspektive erzählt, woran ich mich erst gewöhnen musste aber dann fand ich es irgendwie gut 😊 es ist spannend zu lesen in welchem Verhältnis die Protagonisten zum Mörder stehen. Das Buch setzt sich mit der Frage auseinander, ob die Todesstrafe gerechtfertigt ist und ob der Mensch böse geboren wird oder das was sie erleben zu bösen Menschen macht. Es hat mir sehr gut gefallen.

3.5

Mehr als nur ein Thriller...

Über den Dominioeffekt von Taten und über das was wäre wenn. Denn es geht nicht nur um diese eine (mögliche) Hinrichtung und wie es dazu gekommen ist. Wir blicken in die Gedanken und Gefühle von Täter und Opfern. Unter letzterem verstehe ich da auch Angehörige. Mich hat das Buch in seiner Tiefsinnigkeit überrascht. Auch die Erzählperspektive habe ich nicht erwartet. Am Besten, man lässt sich auf diese Geschichte ein. Erwartet keinen normalen Thriller. Denn es ist viel mehr als das...

4

Gedanken sind die Reinform dessen, was man hinterlassen kann.

4.5

Mal etwas ganz anderes!

Titel und Cover haben mein Interesse geweckt. Klappentext gelesen und ich war hyped und wollte „Notizen zu einer Hinrichtung“ unbedingt lesen. Aus mehreren Perspektiven beschreibt die Autorin mit einem unfassbar fesselnden Schreibstil die Aufklärung mehrerer Morde durch den Protagonisten Ansel. Dabei machen es eben diese Perspektivwechsel unglaublich spannend. Man weiß hier von Beginn an, wer der Mörder ist. Aber wird es aufgeklärt? Wird er zur Rechenschaft gezogen? Der Titel lässt es vermuten, könnte aber auch für die Hinrichtung seiner Opfer stehen. Wirklich ein toller und ausgefallener Roman. Ich werde mich nach anderen Büchern der Autorin umschauen!

4

Wir begleiten einen verurteilten Mörder durch seine letzten Stunden vor der Vollstreckung seines Todesurteils. In mehreren Perspektiven lernen wir seine Vorgeschichte und die Geschichten seiner Opfer kennen. Toll und packend geschrieben, keine Sekunde langweilig.

4.5

Reflexion über Menschlichkeit, Grauzonen und die Spuren, die wir hinterlassen

„Notizen einer Hinrichtung” von Danya Kukafka ist ein intensiver, berührender Roman, der das Genre der True-Crime-Literatur auf faszinierende Weise neu interpretiert. Statt sich nur auf das Verbrechen oder den Täter zu konzentrieren, nimmt uns Kukafka mit auf eine Reise durch die Leben der Menschen, die durch die Tat in den Abgrund gerissen wurden. Dabei werden die Geschichten von Angehörigen, Freunden und sogar der ermittelnden Polizistin kunstvoll verflochten und in emotional aufgeladener Sprache erzählt. Besonders beeindruckend ist Kukafkas Stil, der empathisch und respektvoll ist, ohne die Dramatik oder die Tragik der Situation zu mildern. Der Autorin gelingt es, den Leser tief in die Gefühlswelt der Figuren eintauchen zu lassen und dabei Fragen nach Schuld, Moral und Vergebung aufzuwerfen. Jeder Charakter ist komplex und lebendig, was das Buch zu einem unvergesslichen Erlebnis macht. Insgesamt ist “Notizen einer Hinrichtung” mehr als nur eine Geschichte über ein Verbrechen – es ist eine Reflexion über die Menschlichkeit, über die Grauzonen der Moral und über die Spuren, die wir in den Leben anderer hinterlassen. Ein absolutes Meisterwerk, das ich uneingeschränkt empfehle!

5

| Das Schlechte ging einem in Fleisch und Blut über, wurde zum festen Bestandteil des Körpers und zog die Schrecken dieser Welt an wie ein Magnet. |

In 12 Stunden soll Ansel Packer hingerichtet werden. Doch dies ist nicht seine Geschichte. Dies ist die Geschichte der Frauen, die er zurückgelassen hat. "Notizen zu einer Hinrichtung" war keine leichte Kost. Auf unglaublich tragische und schonungslose Art und Weise schildert Danya Kukafka die Geschichte eines Serienmörders und der Frauen, die ihn kennengelernt und mit ihm gelebt haben. Perspektivisch werden Ansels letzte Stunden vor seiner Hinrichtung in der Du-Perspektive geschildert. Durch die Perspektivenwechsel werden mehrere Handlungsfäden auf unterschiedlichen Zeitebenen miteinander verwoben und anschließend sauber aufgelöst, sodass trotz der düsteren Stimmung eine gewisse Spannung vorhanden ist. Müsste ich der Stimmung im Buch eine Farbe geben, würde ich grau dafür wählen. Die Atmosphäre war grundsätzlich wie als würde man durch einen Nebel hindurchsehen, dennoch fesselnd und anziehend. Große Empfehlung, aber nichts für schwache Nerven.

4.5

Ganz anders als erwartet...

Ich bin ganz ohne Vorstellung in das Buch rein. Und trotzdem wurde ich überrascht. Es ist irgendwie ganz anders. Bisschen stumpft, weil quasi keine wörtliche Rede verwendet wird, nur ganz ganz selten. Aber das passt so verdammt gut. Es passt dazu, zu verstehen, wer Ansel ist. Wie er denkt. Wieso er so denkt. Mich hat das Buch irgendwie eiskalt erwischt und total überrascht. Es ist einfach was komplett anderes. Auch vom Schreibstil her. Wirklich gelungen, meiner Meinung nach.

4

Unbedingt lesen. Ein sehr starker Roman.

4.5

Die Geschichte des Serienmörders Anselm hat mir wahnsinnig gut gefallen. Vor allem die erste Hälfte hat mich wahnsinnig gefesselt, das Buch war einfach mal was anderes. Große Leseempfehlung für nicht ganz so zart besaitete LeserInnen.

4

Spannend.

Das Buch hab ich von @liesmalwas geschenkt bekommen. Ich hab schon ewig keinen Thriller mehr gelesen. Jetzt frag ich mich, warum eigentlich nicht. Im Buch stehen 4 Personen im Fokus. Diese sind nicht, wie man annehmen könnte die Mordopfer und der Mörder. Denn die Mordopfer interessiert ja sowieso meist niemand, die Faszination liegt eher beim Täter und generell wird zwischen den Zeilen wird immer wieder deutlich gemacht, in was für einer misogynen Welt wir leben.

5

Ein Buch, das unter die Haut geht

Das Buch "Notizen zu einer Hinrichtung" von Danya Kukafka ist einfach atemberaubend! Von der ersten Seite an fesselte mich der unheimlich gut gelungene Schreibstil, sodass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Der Spannungsbogen wird meisterhaft aufrecht erhalten, und ich war regelrecht besessen davon, herauszufinden, wie die Geschichte weitergeht. Im Zentrum steht die bevorstehende Hinrichtung von Ansel Packer, einem Mann, der genau weiß, welche schrecklichen Taten er begangen hat. Doch anstatt sich seinem Schicksal zu ergeben, kämpft er darum, verstanden und anerkannt zu werden. Diese zentrale Konfliktlinie zieht sich durch das gesamte Buch und wirft Fragen auf nach Schuld, Reue und Vergebung. Die Emotionen, die dieses Buch in mir ausgelöst hat, waren unglaublich intensiv. Besonders die Mischung aus Wut und Trauer ließ mich nicht mehr los, während ich die Seiten verschlang. Die Art und Weise, wie Kukafka die Geschichte der Frauen, die Ansel Packer zurückgelassen hat, erzählt, ist einfach genial. Es ist nicht nur Ansels Geschichte, sondern auch die der Frauen, dessen Leben er durch seine Taten geprägt hat. Jede von ihnen hat auf ihre eigene Weise mit den Auswirkungen von Ansels Taten zu kämpfen. Die beeindruckende Leistung von Danya Kukafka zeigt sich auch darin, wie geschickt sie zwischen den verschiedenen Perspektiven und Zeitsträngen hin- und herwechselt. Dieses Wechselspiel zwischen den Frauen, die Ansel Packer kannten, und seinem eigenen Innenleben ist geschickt verwebt. Man taucht ein in die Gedankenwelt der Protagonistinnen, während gleichzeitig Ansel Packer selbst einen faszinierenden, wenn auch verstörenden Einblick in sein Innerstes gewährt. Das Buch ist für mich ein absolutes Highlight. Danya Kukafka hat hier ein Meisterwerk geschaffen, das nicht nur spannend und mitreißend ist, sondern auch zum Nachdenken anregt. Dieses Buch hat mich zutiefst berührt und beeindruckt – ein absolutes Muss für alle, die packende Literatur lieben!

4

Kluger Krimi

Und da ist er, der Perspektivwechsel. Als Leser*in ist einem sofort bekannt, wer der Täter ist und dass das Strafmaß Todesstrafe lautet. Was jedoch erst nach und nach aufgedeckt wird, sind nicht nur die Taten und die Rückblicke zur dazugehörigen Ermittlung, sondern auch alle Abzweigungen und Entscheidungen im Leben eines Menschen, der komplexer und ambivalenter ist, als sein Handeln vermuten lässt. Unglaublich spannend erzählt Danya Kukafka von Kindheitstraumata, frustrierender Detektivarbeit, Schicksalsschlägen und der winzigen Hoffnung auf ein besseres, zufriedenstellendes Leben. Subversiv, dass im Buch die vielen kleinen Zwischentöne des menschlichen Charakters zum Klingen kommen und mit den gängigen Täter-Opfer-Stereotypen gebrochen wird: Kein Mensch ist ausschließlich gut oder böse. Das Finale, die Hinrichtung im Staatsgefängnis, liest man dann dank Kukafka mit sehr gemischten Gefühlen.

4

Einmal was anderes

Ein Thriller bei dem man von Anfang an den Täter kennt. Die Geschichte um ihn und um die Frauen in seinem Leben. Spannend und fesselnd bis zum Schluss 👏

5

Was ein tolles Buch. Eher ein Zufallsfund, hat es mich von Anfang an gefesselt. Spannend und verstörend zugleich. Unbedingt lesen!

3.5

Gut geschrieben

Ich habe irgendwie etwas anderes erwartet, aber die Geschichte war dennoch gut. Aber mitgerrissen hat sie mich nicht, in dem Sinne, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte. Ich hätte es glaube ich spannender gefunden, wenn man nicht schon von Anfang an gewusst hätte, wer der Täter ist, sondern eine gewisse Unsicherheit geblieben wäre bis zum Ende.

4

Was für ein abgründiger, origineller Thriller, der auch sprachlich seinesgleichen sucht. Einzig am Ende nimmt es Fahrt ab (statt auf), sonst grandios gelungen!

5

Dieses Buch lässt einen mit einem mulmigen Gefühl zurück. Die Autorin schreibt wirklich eindrucksvoll. Man leidet mit allen Figuren dieser Geschichte auf unterschiedlicher Art mit. Ich denke mir wird das Buch lange im Gedächtnis bleiben.

4

Ein Serienmörder kurz vor der Hinrichtung - drei Frauen, die ihre Geschichte erzählen

Ansel Packer steht 12 Stunden vor seiner Hinrichtung. Er hofft auf einen Fluchtversuch und schreibt ein Manifest, in dem er seine Gedanken zu Gut und Böse festhält. Er ist ein Psychopath aus dem Lehrbuch. Seiner Meinung nach steht ihm zu, von allen bewundert zu werden. Die Mädchen, die er getötet hat, sollten seine Probleme lösen. Sein Manifest dreht sich ausschließlich um ihn. Auffällig ist auch, dass er sich immer wieder für das Böse entscheidet. Um all das geht es in diesem Buch nur am Rande. Im Mittelpunkt stehen die Geschichte von Ansels entfremdeter Mutter, einer Schwester und einer Kommissarin, die ihre Vergangenheit mit Ansel teilt. Ihre Lebenswege sind gekennzeichnet von Leid. Trotzdem sind sie für andere da und bedenken die Auswirkung ihres Handelns zumindest teilweise. Die Trostlosigkeit raubt beim Lesen teilweise den Atem, vor allem bei Lavender. Obwohl in dieser Geschichte die Morde nicht übermäßig grausig dargestellt werden, hat mich die teils derbe Sprache der Autorin stellenweise irritiert. Sehr gut gefallen hat mir, dass sie das letzte Wort den Frauen erteilt. Fazit: Das Buch ist gelungen und erzeugt Atmosphäre. Die Autorin verfolgt spannende Ansätze, die sie auch gut umsetzt. Leichte Kost ist dieser Roman allerdings nicht. Wer Serien wie Mindhunter mag, mag diese Geschichte wahrscheinlich auch.

3.5

Ein "Krimi" mal ganz anders. Hier stehen dir Morde selbst nicht im Fokus wie sonst, ebensowenig wie die große Ermittlungsarbeit darum herum. Keine großen Intrigen, Geheimnisse und Schießereien. Stattdessen dreht sich alles um die vielen zahllosen Leben, die durch das Auslöschen eines einzigen vernarbt und zerstört zurückgelassen wurden. Ansel Packer begeht einen Mord, und darunter leiden so viel mehr Menschen als er sich hätte vorstellen können. Parallel dazu stellt sich auch die Frage von Gut und Böse, Ungerechtigkeit und der Vorherbestimmung eines Lebens durch Dinge, die wir gar nicht beeinflussen können. Ein feministischer literarischer Krimi der vergleichsweise wenig ( im Grunde überhaupt keine ) Action bietet, uns trotzdem fesselnd und spannend durch die Leben der Frauen um Ansel herum führt, aber auch seine Gefühlswelt und Gedanken beleuchtet. Sicherlich keine leichte Kost, aber ich bin froh dieses Buch gelesen zu haben.

4

Gänsehaut die ganze Zeit!

Unfassbar bewegend und super clever konzipiert. Ich konnte es gar nicht weglegen.

5

WOW!

Eine unglaublich spannende und emotionale Geschichte – ich war stellenweise den Tränen nahe. Besonders gut fand ich den ständigen Perspektivwechsel. Das der Täter nicht zu stark in den Mittelpunkt gerückt wurde, gerade im Hinblick auf den aktuellen True Crime Hype, fand ich super. Absolute Empfehlung! 😊

WOW!
4.5

Oft ist es die Perspektive die es ausmacht.

Anfangs war ich ein wenig verwundert über all die verschiedenen Perspektiven, aber es ist genau richtig so. Auch ich bin jemand der gerne TrueCrime Fälle sich anschaut, es mag in einem Buch auch die Gedanken des Täters zu erfahren oder sich mit Serienmördern beschäftigt hat. Auch hier gibt es die Gedanken des Täters, auch gibt es die Gedanken der Ermittlerin, aber es gibt auch noch mehr. Es geht aber nicht nur im die Opfer in erster Linie sondern vielmehr auch was es mit jenen anstellt die weiter leben müssen. Definitiv keine leichte Kost, man fühlt sich immer wieder nicht gut beim Lesen, aber das ist auch gut so.

3.5

Ich weiß garnicht genau was ich fühle. Das Buch ist aufwühlend und hat mich nachdenklich gestimmt. Der Schreibstil ist distanziert und geht cdoch in die Tiefe. Gleichzeitig hab ich mir etwas mehr erhofft. Es hat mich nicht ganz gepackt. Gut fand ich in seine Gedanken abzutauchen. Gleichzeitig hätte ich es noch besser gefunden, wenn die Frauen einem noch näher gebracht worden wären. Auf jeden Fall empfehlenswert!

3.5

Wie verbringt ein Serienkiller seine letzten Stunden?

Ansel Packers letzte 12 Stunden sind ein Rückblick auf sein Leben und vor allem die Frauen darin. Der Schreibstil und die Grundidee fand ich richtig gut. Aber ein bisschen wenig Spannung kam für mich gesamt auf und manches blieb mir bei zu wenig Tiefe. Daher hatte es am Ende ein paar Längen für mich und war nicht ganz rund.

4

This book is tragically well written. Hadn’t I entered a reading slump a week after starting this book I would have devoured it in a few sittings. The only thing not making it 5 stars is that the middle part in the pov of the investigator was a bit too long with close to no suspense. Don’t get me wrong, I don’t always need suspense everywhere but this part was a little frustrating to get through. Some chapters were about 5-10 pages longer than needed. They didn’t hit as hard as the killer parts which is sad because I am not on team “hype up yet another serial killer” and this book sets a statement against this very culture so maybe it would have been good to make the women’s povs more intense than his. Anyway, still one of the better books I’ve read. Danya Kukafka’s writing style is immaculate!

4

There is good and there is evil, and the contradiction lives in everyone.

Nach leider einigen enttäuschenden Büchern endlich wieder etwas, das ich empfehlen kann und möchte. Tatsächlich ist es für mich kein Thriller, sondern vielmehr eine Erzählung der Geschichte über einen zum Tode verurteilten Serienmörder. Demnach darf man nicht die Spannung erwarten, die man von anderen Büchern kennt. Trotzdem war es ein Pageturner für mich und ich konnte zu allen Charakteren eine Bindung aufbauen. Ich habe bis zum Ende mitgefühlt und auch, wenn es so zu erwarten war und sinnig ist, habe ich mir dennoch einige Dinge anders gewünscht.

There is good and there is evil, and the contradiction lives in everyone.
4.5

Richtig gutes erschütterndes Buch. Die Geschichte ist absolut faszinierend, grausam und traurig.

4.5

Das Buch geht unter die Haut

Man liest atemlos und hat permanent ein ungutes Gefühl. Zwischenzeitlich hatte ich fast Angst vor dem Protagonistin, gleichzeitig tat er mir leid. Man will nicht, dass sich alles was ihm zugestoßen ist so auf sein Leben und das seiner Umgebung auswirkt. Ich habe am ersten Feiertag sehr viel Zeit mit dem Buch verbracht. Große Leseempfehlung, auch wenn es sicherlich Bücher gibt, die einem ein wohligeres Gefühl geben 😅

4.5

Emotional, beeindruckend, die Geschichte eines Serienmörders kurz vor seiner Hinrichtung aber erzählt von allen Frauen die durch seine Taten berührt wurden.

5

»Brillant.« Chris Whitaker »Ein Muss.« The Times »Umwerfend.« Observer »Fesselnd.« New York Times »Meisterhaft.« Guardian Dem kann man fast nichts mehr hinzufügen. Mein erstes Jahres-Highlight. Ehe ich mich versah, war ich schon auf seite 120. Man kann das buch kaum zur Seite legen. Fesselnd geschrieben, weil auch mal etwas ganz anderes. Während der letzten 12 Stunden bis zu seiner Hinrichtung von Ansel Packer (in Texas) lernen wir die Frauen in seinem Leben kennen, obwohl er eine davon nicht mal kannte die andere nur flüchtig und sein drittes opfer erst wiedererkannte als es schon Tod war. Seine Mutter, die ihn "scheinbar" verlassen hat. 3 Frauen, die eine ganz andere Zukunft hätten haben können. Hin und her gerissen von Schuld, wie wirkt sich das soziale Umfeld darauf aus wenn man schon in frühester Kindheit mit Gewalt und Verlust klarkommen muss. Über alles schwebte ab der 2. hälfte die Todesstrafe, rechtmäßigkeit und noch zeitgemäß? Ich sah gestern eine alte Folge einer Anwalts-Serie von 2005, in der auch jemand (sehr real rüber gebracht, meiner Meinung nach) hingerichtet wurde. Das hat das ganze nochmal etwas intensiver gemacht. Der Schreibstil ist wirklich sehr flüssig, trotz des schweren Themas. Zu keiner Zeit gab es eine Richtung die die Autorin vorgegeben hat. Das müssen wir mit uns ausmachen. Der Aufbau, mal ganz anders als andere Thriller. Hier ist es nicht Ansel, sondern die Frauen in seinem Leben die Lese-Zeit bekommen, Aufmerksamkeit. Auch der Weg zur Überführung des Täters, anders als sonst. Die Zeiten der verschiedenen ebenen werden klar definiert, hier verliert man nicht den Faden zwischen den Jahren und den letzten Stunden von Ansel in denen die Autorin hin und her springt, sehr strukturiert. Die Autorin werde ich sicher weiterverfolgen, ganz klare Empfehlung von mir. Eine emotional fesselnde Geschicht die noch lange in meinem Kopf bleiben wird.

4

Wenn die Moral ins Wanken gerät und richtig und falsch verschwimmen...

Über viele Jahre hinweg und aus vielen Perspektiven wird man ruhig durch die Geschichte von Ansel, bis zu seiner Hinrichtung geführt. Gerade der Perspektivwechsel hat mir sehr gut gefallen. Man kann sich in alle Protoganisten sehr gut hineinfühlen. Alles fügt sich nach und nach zusammen, es gibt Überraschungen, manches ist vorhersehbar. Man will Ansel hassen, trotzdem hinterfragt man gegen Ende die menschliche, gesellschaftliche und politische Moral komplett. Ein Buch, das nicht auf Spannung und Schnelligkeit beruht, sondern zum tiefgründigen Nachdenken anregt. Trotz der sensiblen Themen ist Kukafkas Schreibstil sanft und philosophisch. Mir hats gefallen!

4.5

Sehr lesenswert, die Geschichte aus der Sicht von Frauen die einen Teil des Lebensweges von dem Täter geteilt haben, als auch die letzten Stunden aus der Sicht des Täters.

5

Ein Buch und die Frage, können Menschen vor dem Bösen bewahrt werden? Können Täter auch Opfer sein?

Ein Buch, vier Protagonisten. Jeder erzählt seine Geschichte. Durch die verschiedenen Erzählungen zum Serienmörder Ansel und sein Leben konnte man von Spannung, Wut, Mitgefühl und Frust viele Emotionen empfinden. Am Ende bleibt man mit der Frage zurück, ob Ansel ein Opfer seiner Kindheit und der fehlenden Stabilität im Anschluss war.

Ein Buch und die Frage, können Menschen vor dem Bösen bewahrt werden? Können Täter auch Opfer sein?
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• NOTIZEN EINER HINRICHTUNG • Tauche ein in die düstere Welt von Danya Kukafkas „Notizen einer Hinrichtung“, einem Roman, der die Grenzen zwischen Gut und Böse verschwimmen lässt. 👮🏽 I N H A L T: In 12 Stunden soll Ansel Packer hingerichtet werden. Doch dies ist nicht seine Geschichte. Dies ist die Geschichte der Frauen, die er zurückgelassen hat. Ansel Packer weiß ganz genau, was er verbrochen hat, und wartet nun auf seine Hinrichtung – das gleiche grausame Schicksal, das er vor Jahren seinen Opfern auferlegt hat. Doch er will nicht sterben. Er will anerkannt und verstanden werden. M E I N U N G: Eine Mutter, eine Kommissarin, eine Schwester - drei Frauen, die von ihren Begegnungen und Geschichten mit Ansel Parker erzählen. Eins ist klar: Ansel Parker ist der Dreh- und Angelpunkt der Handlung. In Danya Kukafkas „Notizen einer Hinrichtung“ taucht der Leser in eine verstörende Welt ein, in der die Grauzonen der Moral deutlich werden und die Grenzen zwischen Täter und Opfer verschwimmen. Im Mittelpunkt dieser düsteren Erzählung steht Ansel, eine faszinierende und gleichzeitig verstörende Figur, deren Charakterentwicklung in den Bann zieht. Ansel ist kein typischer Protagonist. Er ist kein Held, der die Welt retten will, sondern ein Mann, der von seinen eigenen Dämonen geplagt wird und sich in einem moralischen Zwiespalt befindet. Seine Gedanken und Handlungen geben einen tiefen Einblick in die Abgründe der menschlichen Psyche. Von Anfang an ist klar, dass Ansel keine einfache Figur ist. Seine Ambivalenz und sein zwielichtiges Verhalten lassen einen ständig daran zweifeln, auf welcher Seite er eigentlich steht. Die Frage nach Schuld und Sühne, nach Gerechtigkeit und Rache zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte und zwingt einen dazu, über seine eigenen moralischen Vorstellungen nachzudenken. Dabei wird keine einfache Antwort präsentiert, sondern vielmehr ein vielschichtiges Bild gezeichnet, das den Leser lange nach dem Zuklappen des Buches beschäftigt. 📖 Kein typischer Thriller, kein Krimi nach Schema F, sondern ein Buch, dass überrascht, fesselt und einen nicht mehr loslässt. | Anzeige |

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Diese Geschichte berührt auf vielen Ebenen, weil sie die Femizide aus allen Blickwinkeln betrachtet.

3.5

Interessant erzählt, aber weniger mitreißend, als ich erwartet hätte oder der Titel erwarten lassen würde.

„Notizen zu einer Hinrichtung“ ist auf jeden Fall mal etwas ganz anderes. Der Schreibstil hat mich aber angesprochen. Ruhig, sachlich und trotzdem interessant. Kukafka schreibt nicht reißerisch oder übertrieben emotional, sondern eher nüchtern und klar, fast schon distanziert. Das passt irgendwie zu der Geschichte, auch wenn es das Lesen manchmal ein bisschen stumpf wirken lässt. Die Erzählweise ist besonders. Man will zwar schon wissen, wie alles dazu gekommen ist und was genau passiert ist, aber mitreißend im klassischen Sinn fand ich es nicht. Etwas schade fand ich, dass es trotz des Klappentextes am Ende doch wieder viel um ihn, also den Täter, geht. Man bekommt sehr viel von seinem inneren Leben mit, während die drei Frauen, um die es eigentlich gehen sollte, etwas vage bleiben. Ich hatte auch überhaupt kein Mitleid mit Ansel – das Buch hat mich da eher auf Distanz gehalten. Trotzdem: ein gutes, ungewöhnliches Buch mit einem interessanten Ansatz und einem gesellschaftskritischen Unterton. Kein Pageturner, aber lesenswert – vor allem, wenn man etwas Ruhigeres mit Tiefe sucht.

4.5

Was für eine Überraschung

Ohne große Erwartung habe ich zu diesem Buch gegriffen und was soll ich sagen...WOW, es war eine richtig große Überraschung für mich. Der Schreibstil ist unkonventionell, aber hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Man weiß nicht wirklich, was einen erwartet und trotzdem ist es sofort spannend. Es ist grausam, es ist brutal, es ist dramatisch und sehr traurig. Es war Mal ein ganz anderes Buch und bleibt somit etwas ganz besonderes.

5

Eines meiner Highlights dieses Jahr

Wie kann man für eine Person gleichzeitig Mitleid, aber auch Hass empfinden? Durch dieses Buch wird einem noch einmal mehr klar, wie falsch es ist nur falsch oder richtig zu sehen. Vor allem aber fasziniert mich die respektvolle Art die Opfer zu den eigentlichen Protagonisten zu machen.

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