Lügen, die wir uns erzählen

Lügen, die wir uns erzählen

Ebook
4.21227

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Description

Helene hätte ihren Mann verlassen sollen. Für Alex. Aber sie hat es nicht getan. Und jetzt hat ihr Mann sie verlassen – weil er sich in eine andere verliebt hat. »Es ist einfach passiert.« Mit diesem Satz zerreißt Georg das Gefüge, das Helene immer versucht hat zusammenzuhalten. Aber vielleicht ist das Ende gar kein Ende? Vielleicht ist es ein Anfang. Etwas, das Helene gebraucht hat, um sich aus dem gesellschaftlichen Korsett zu befreien, aus ihren ewigen Versuchen, den Bildern einer Frau zu entsprechen: als Ehe- und Karrierefrau, als Mutter und Tochter …

Was bedeutet es eigentlich, eine Frau zu sein? Diese Frage begleitet Helene, während sie beginnt, ihren eigenen Weg zu gehen.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Ebook
Pages
384
Price
18.99 €

Author Description

Anne Freytag hat International Management studiert, ist pünktlich zur Wirtschaftskrise fertig geworden, hat über einhundert Bewerbungen geschrieben, keinen Job gefunden, eine Weile in einer Boutique gearbeitet, sich arbeitslos gemeldet, zur Grafikdesignerin umgeschult, sich als Quereinsteigerin mit mieser Bezahlung in diversen Agenturen anstellen lassen und ist dann endlich ihrem Traum nachgegangen: Seit 2013 widmet sie sich ganz dem Schreiben. Für ihre Jugendbücher wurde sie mehrfach für Literaturpreise nominiert (u.a. zwei Mal in Folge für den Deutschen Jugendliteraturpreis) und damit ausgezeichnet (u.a. mit dem Bayerischen Kunstförderpreis in der Sparte Literatur). Anne Freytag lebt und arbeitet in München. Im Kampa Verlag sind ihre Romane Lügen, die wir uns erzählen und Blaues Wunder erschienen.

Characteristics

3 reviews

Mood

Sad
Funny
Scary
Erotic
Exciting
Romantic
Disturbing
Thoughtful
Informative
Heartwarming
56%
30%
N/A
24%
36%
37%
63%
68%
N/A
50%

Protagonist(s)

Likable
Credible
Developing
Multifaceted
69%
65%
83%
53%

Pace

Fast0%
Slow0%
Moderate100%
Variable0%

Writing Style

Simple33%
Complex0%
Moderate67%
Bildhaft (100%)Außergewöhnlich (50%)

Posts

234
All
4.5

Das Leben, das wir führen und das, was wir verpassen...

Helene wird von ihrem Mann Georg verlassen. Wegen einer jüngeren Frau. Und eigentlich ist das fast schon absurd, denn ursprünglich wollte sie sich doch trennen. Vor vielen Jahren schon, wegen Alex, ihrer großen Liebe. Aber dann kam das Leben dazwischen: Ehe, Kinder, Erwartungen und vielleicht auch die eigenen Ängste. Nun steht Helene kurz vor der Scheidung, mit zwei Kindern und einem Leben, das sich plötzlich fremd anfühlt. Ich habe dieses Buch im Urlaub angefangen und war auf den ersten Seiten erst einmal kurz unsicher, ob das gerade wirklich die richtige Lektüre für entspannte Urlaubstage ist. Denn das Ganze wirkte zunächst ziemlich schwer. Aber dann war ich komplett drin. Der Schreibstil von Anne Freytag ist wirklich unglaublich stark. Wortgewaltig, ehrlich, intensiv. So intensiv, dass manche Sätze fast ein bisschen weh tun. Es geht um Rollenbilder. Um Frauen als Ehefrau, Mutter, Tochter, Karrierefrau. Um Erwartungen von außen und um die, die wir uns selbst auferlegen. Es geht um Beziehungen in allen Formen: Zu Partnern, Kindern, Geschwistern, vergangenen Lieben. Und darum, wie kompliziert das Leben manchmal einfach ist. Helene selbst war für mich nicht immer sympathisch. Aber vielleicht machte genau das es aus. Denn sie fühlt sich echt an. Die Autorin schafft es wirklich grandios, Ehrlichkeit und Realität einzufangen, ohne dabei künstlich dramatisch zu werden. Ein intensives, kluges und unglaublich gut geschriebenes Buch.

Das Leben, das wir führen und das, was wir verpassen...
5

ERBARMUNGSLOS GUT ⭐️ KNALLHARTE EHRLICHKEIT ⭐️ GEWALTIGE SPRACHE ⭐️ Dieses Buch hält dem rauen Leben einen schonungslosen Spiegel vor ohne Schnörkel, ohne Ausreden. So ein ehrliches Werk habe ich lange nicht mehr gelesen. Die lebendige Bildsprache von Anne Freytag hat mich absolut begeistert. 👌💖 Klappentext: Helene hätte ihren Mann verlassen sollen. Für Alex. Aber sie hat es nicht getan. Und jetzt hat ihr Mann sie verlassen - weil er sich in eine andere verliebt hat. »Es ist einfach passiert. « Mit diesem Satz zerreißt Georg das Gefüge, das Helene immer versucht hat zusammenzuhalten. Aber vielleicht ist das Ende gar kein Ende? Vielleicht ist es ein Anfang. Etwas, das Helene gebraucht hat, um sich aus dem gesellschaftlichen Korsett zu befreien, aus ihren ewigen Versuchen, den Bildern einer Frau zu entsprechen: als Ehe-und Karrierefrau, als Mutter und Tochter ... Was bedeutet es eigentlich, eine Frau zu sein? Diese Frage begleitet Helene, während sie beginnt, ihren eigenen Weg zu gehen.

Post image
5

Wenn es in der Beziehung nicht läuft, läuft der Fernseher.

Überwältigend ist das erste Wort, dass mir nach dem Schluss von Anne Freytags Roman als erstes durch den Kopf schießt und ich meine Tränen aus den Augen gewischt habe. Diese pure Gewalt, mit der Anne Freytag die Emotionen aufs Papier gebracht hat, die in einer normal erscheinenden Familie unter der Oberfläche brodeln, trifft einen in der Leserschaft von vorne bis hinten. Aus der weiblichen Perspektive von Mutter und pubertierender Tochter auf die Familienkonstellationen, gepaart mit Blicken in die Vergangenheit und durch Therapiesitzungen bekommt man einen tiefgreifenden Einblick in diese Familie. Spürbar wird, dass auch in einem nahen Verhältnis viele Emotionen in sich aufgestaut werden und die Heftigkeit überwältigend ist. Man kann im Verlauf der Geschichte häufig schmunzeln, weinen oder sich in eine unbeschwerte Jugend in Paris träumen. Wer sich mit der psychologischen Seite einer Familienkonstellation beschäftigen möchte, oder eigene Konstrukte des Zusammenlebens hinterfragt, wird mit Lene und Anna zwei starke Protagonistinnen bekommen, deren Gefühle so detailliert wie großartig sind. Es war mir ein inneres Blumenpflücken, dieser ausdrucksstarken Eltern-Kind Beziehung zwischen eigenen Krisen und Pubertät zu folgen. Klare Leseempfehlung!

5

Tolles Buch

Ich hab geweint, gelacht, mitgefiebert, war wütend und traurig. Diese Buch hat so viele Gefühle in mir ausgelöst und ich habe es geliebt. Ein Buch über die schwierigsten Zeiten und trotzdem schön!

5

„Weil Nostalgie eine dreckige Lügnerin ist, die alles Vergangene schöner erscheinen lässt, als es tatsächlich war.“

Anne Freytag schafft es immer wieder Bücher zu schreiben, die einen nicht nur während des Lesens begleiten, sondern auch lange danach im Kopf und im Herzen bleiben. 📖 „Lügen, die wir uns erzählen“ ist intensiv, ehrlich und stellenweise fast schmerzhaft nah an der Realität. Der Roma behandelt Themen wie Selbstwahrnehmung, gesellschaftlichen Druck und die kleinen wie großen Lebenslügen mit einer beeindruckenden Feinfühligkeit. Die Figuren wirken unglaublich echt – mit all ihren Unsicherheiten, Fehlern und Sehnsüchten. Man erkennt sich selbst in ihnen wieder, manchmal mehr, als einem lieb ist. 😢 Besonders stark fand ich, wie das Buch mit Erwartungen bricht. Für mich ein absolutes Highlight!

„Weil Nostalgie eine dreckige Lügnerin ist, die alles Vergangene schöner erscheinen lässt, als es tatsächlich war.“
4.5

„Warum kannst du nicht einfach mal glücklich sein?“

𝘐𝘤𝘩 𝘸𝘶𝘴𝘴𝘵𝘦 𝘦𝘴 𝘴𝘦𝘭𝘣𝘴𝘵 𝘯𝘪𝘤𝘩𝘵. 𝘐𝘤𝘩 𝘸ä𝘳𝘦 𝘦𝘴 𝘨𝘦𝘳𝘯 𝘨𝘦𝘸𝘦𝘴𝘦𝘯 - 𝘨𝘭ü𝘤𝘬𝘭𝘪𝘤𝘩. 𝘌𝘪𝘯𝘦 𝘞𝘦𝘪𝘭𝘦 𝘸𝘢𝘳 𝘪𝘤𝘩 𝘦𝘴. 𝘑𝘦𝘥𝘰𝘤𝘩 𝘯𝘪𝘤𝘩𝘵 𝘢𝘯𝘯ä𝘩𝘦𝘳𝘯𝘥 𝘴𝘰 𝘰𝘧𝘵, 𝘸𝘪𝘦 𝘪𝘤𝘩 𝘨𝘦𝘭ä𝘤𝘩𝘦𝘭𝘵 𝘶𝘯𝘥 𝘨𝘦𝘯𝘪𝘤𝘬𝘵 𝘩𝘢𝘵𝘵𝘦 𝘰𝘥𝘦𝘳 𝘨𝘭𝘢𝘶𝘣𝘩𝘢𝘧𝘵 𝘷𝘦𝘳𝘴𝘪𝘤𝘩𝘦𝘳𝘵, 𝘥𝘢𝘴𝘴 𝘦𝘴 𝘮𝘪𝘳 𝘨𝘶𝘵 𝘨𝘪𝘯𝘨. 𝘐𝘤𝘩 𝘸𝘢𝘳 𝘨𝘶𝘵 𝘥𝘢𝘳𝘪𝘯 𝘨𝘦𝘸𝘰𝘳𝘥𝘦𝘯, 𝘨𝘭ü𝘤𝘬𝘭𝘪𝘤𝘩 𝘢𝘶𝘴𝘻𝘶𝘴𝘦𝘩𝘦𝘯, 𝘴𝘰 𝘨𝘶𝘵, 𝘥𝘢𝘴𝘴 𝘪𝘤𝘩 𝘯𝘪𝘤𝘩𝘵 𝘯𝘶𝘳 𝘮𝘦𝘪𝘯 𝘜𝘮𝘧𝘦𝘭𝘥, 𝘴𝘰𝘯𝘥𝘦𝘳𝘯 𝘪𝘳𝘨𝘦𝘯𝘥𝘸𝘢𝘯𝘯 𝘢𝘶𝘤𝘩 𝘮𝘪𝘤𝘩 𝘴𝘦𝘭𝘣𝘴𝘵 𝘥𝘢𝘮𝘪𝘵 𝘨𝘦𝘵ä𝘶𝘴𝘤𝘩𝘵 𝘩𝘢𝘵𝘵𝘦. 𝘉𝘦𝘪 𝘎𝘦𝘰𝘳𝘨 𝘸𝘢𝘳 𝘥𝘪𝘦 𝘔𝘢𝘴𝘬𝘦 𝘥𝘢𝘯𝘯 𝘨𝘦𝘧𝘢𝘭𝘭𝘦𝘯, 𝘮𝘪𝘵 𝘥𝘦𝘳 𝘒𝘭𝘦𝘪𝘥𝘶𝘯𝘨 𝘶𝘯𝘥 𝘥𝘦𝘳 𝘚𝘤𝘩𝘮𝘪𝘯𝘬𝘦. 𝘐𝘤𝘩 𝘩𝘢𝘵𝘵𝘦 𝘮𝘦𝘪𝘯𝘦 𝘍𝘢𝘴𝘴𝘢𝘥𝘦 𝘯𝘢𝘤𝘩 𝘥𝘦𝘳 𝘈𝘳𝘣𝘦𝘪𝘵 𝘢𝘣𝘨𝘦𝘯𝘰𝘮𝘮𝘦𝘯 𝘶𝘯𝘥 𝘮𝘪𝘤𝘩 𝘷𝘦𝘳𝘭𝘦𝘵𝘻𝘭𝘪𝘤𝘩 𝘶𝘯𝘥 𝘦𝘤𝘩𝘵 𝘨𝘦𝘻𝘦𝘪𝘨𝘵. 𝘕𝘶𝘳 𝘥𝘢𝘴𝘴 𝘎𝘦𝘰𝘳𝘨 𝘥𝘪𝘦 𝘓ü𝘨𝘦 𝘭𝘪𝘦𝘣𝘦𝘳 𝘮𝘰𝘤𝘩𝘵𝘦, 𝘸𝘦𝘪𝘭 𝘥𝘪𝘦 𝘨𝘶𝘵𝘦𝘯 𝘶𝘯𝘥 𝘴𝘤𝘩𝘭𝘦𝘤𝘩𝘵𝘦𝘯 𝘡𝘦𝘪𝘵𝘦𝘯 𝘳𝘶𝘩𝘪𝘨 𝘣𝘦𝘴𝘴𝘦𝘳 𝘩ä𝘵𝘵𝘦𝘯 𝘴𝘦𝘪𝘯 𝘬ö𝘯𝘯𝘦𝘯 - 𝘢𝘭𝘭𝘦𝘴 𝘨𝘶𝘵, 𝘯𝘪𝘤𝘩𝘵𝘴 𝘴𝘤𝘩𝘭𝘦𝘤𝘩𝘵, 𝘶𝘯𝘥 𝘪𝘤𝘩 𝘴𝘵𝘳𝘢𝘩𝘭𝘦𝘯𝘥 𝘴𝘤𝘩ö𝘯 𝘶𝘯𝘥 𝘩𝘦𝘪𝘵𝘦𝘳 𝘮𝘪𝘵 𝘥𝘦𝘳 𝘈𝘯𝘨𝘦𝘸𝘰𝘩𝘯𝘩𝘦𝘪𝘵, 𝘚𝘰𝘳𝘨𝘦𝘯 𝘶𝘯𝘥 𝘗𝘳𝘰𝘣𝘭𝘦𝘮𝘦 𝘮𝘪𝘵 𝘮𝘦𝘪𝘯𝘦𝘯 𝘍𝘳𝘦𝘶𝘯𝘥𝘪𝘯𝘯𝘦𝘯 𝘻𝘶 𝘣𝘦𝘴𝘱𝘳𝘦𝘤𝘩𝘦𝘯. Beängstigend realitätsnah. 🤍 Ich werde vermutlich gar nicht die passenden Wörter finden, um das Gefühl, das dieses Buch vermittelt, und die Story selbst wirklich gerecht zu werden. Es fühlte sich an, als hätte ich einen großartigen Drama-Film gesehen. Es war bildstark, emotional, aber nicht überdramatisiert. Es war spannend und interessant, von wo bis wohin wir Helene begleiten und wie sie ihre Phase der Selbstfindung meistert. Wir begleiten eine Frau, die ihr Happy End sucht und all den Schmerz, die Enttäuschungen und Schwierigkeiten verarbeitet, während sie versucht, endlich auch sich selbst besser kennenzulernen und zu verstehen. Und genau diese Reise führt sie schließlich zu ihrem wahren Happy End. Ein Ende, das mich mehr als glücklich gemacht hat. Denn selbstbewusste und selbstreflektierende Frauen (und allgemein Menschen) haben Grenzen und diese Grenzen sichern ihre seelische Stabilität und ihre Ruhe. Eine Ruhe, die jeder Mensch braucht. Wenn man Kinder hat, ist man zudem eine Vorbildfunktion für kleine Wesen, die auf uns angewiesen sind. Und diese Vorbildfunktion besteht nicht nur darin, nach dem Süßigkeitenessen die Zähne zu putzen und kein Cola zu trinken (ich hatte gerade kein besseres Beispiel 😄). Nein, sie besteht vor allem darin, was wir vorleben. Denn das, was wir vorleben, werden unsere Kinder als „normal“ empfinden. Kinder, in deren Zuhause es „brennt“, glauben, dass die ganze Welt in Flammen steht.❤️‍🩹 In diesem Fall waren Helenes Kinder zwar schon älter, und dennoch finde ich es wunderschön, dass sie ihnen mit ihren endgültigen Schritten in die richtige Richtung so vieles gezeigt und vorgelebt hat. Gänsehaut. ✨ Es ist nie zu spät, sich selbst zu finden, sich selbst kennenzulernen und für sich einzustehen. Dinge zu tun, die man schon immer tun wollte, Entscheidungen zu treffen oder auch nicht, wenn man sie nicht möchte. Zu lernen, dass wir die Einzigen sind, die über unser Leben bestimmen. Dass unser Glück von niemand anderem abhängt als von uns selbst. Egal, welche Entscheidung wir treffen ob sie sich am Ende lohnt oder nicht Hauptsache, wir haben Seelenfrieden. Seelenfrieden ist das key. 🔑 ❤️‍🩹 Die Kapitel waren sehr gut und dynamisch aufgebaut, es wurde nie langweilig. Das ganze Buch über werden wir immer wieder in die Vergangenheit zurückversetzt. Zusätzlich bekommt die Tochter ihre eigene Perspektive, was meiner Meinung nach ein absolutes Meisterwerk ist. Die Autorin hat die emotionale Welt einer Teenagerin so authentisch dargestellt. Ich habe mich oft wiedererkannt bzw. mein damaliges Ich, als meine Eltern sich scheiden ließen, ich war 13. Es ist absolut gelungen, beide Seiten realitätsnah und emotional zu beschreiben, ohne übertriebene Geschehnisse. Es war echt. Es hat mich mitgenommen, zum Nachdenken gebracht und mir das Gefühl gegeben, verstanden zu werden. Und dass ich für mich einstehen muss – das Leben ist zu kurz. Ich weiß was zu tun ist, aber es ist jetzt Zeit auch es in Realität umzusetzen. Auch wenn das Buch kein klassisches „Happy-Thema“ verarbeitet, geht man am Ende nicht mit einem schlechten Gefühl aus der Geschichte. Es ist ein großartiger Lebensabschnitt von Helene, voller Wahrheiten und Erkenntnisse, die viele von uns vielleicht schon öfter gedacht, aber noch nie laut ausgesprochen haben. Es beschäftigt, es ist bleibendes. Ich würde es definitiv allen Frauen über 30 mit Kindern empfehlen, einfach weil man die emotionale Lage dann besonders gut nachvollziehen kann. Ich würde es aber grundsätzlich jeder Frau empfehlen – egal wie alt, ob mit oder ohne Kinder, verheiratet oder nicht. Es steckt so viel Wahres in diesem Buch. Allerdings glaube ich auch, dass es ohne „eigene Lebenserfahrung“(kling hässlich und wünsche niemanden was ähnliches erleben zu müssen damit ihr das Buch fühlen könnt!) nicht dieselbe Tiefe entfalten kann. Hätte ich das mit 20 verstanden? Glaube ich nicht nein. Mit 25? Auch nicht wirklich. Manche Dinge muss man selbst erleben, um sie zu verstehen. Leider ist es eben so…. Das Buch entromantisiert vieles, was seit Langem von der Gesellschaft überromantisiert wird – und ich finde es mehr als gut, dass solche Bücher existieren! Ja, entromantisiert es! Das Ende hat mich vollkommen erfüllt und grenzenlos glücklich gemacht. Am Anfang hatte ich wirklich Angst, dass es in eine Richtung geht, die vermittelt: Ohne Mann, ohne Partner, ohne Liebe sind wir nicht komplett. Aber das hat das Buch nicht getan. Ich habe mich nie von unnötigem Drama oder unrealistischen Situationen erdrückt gefühlt – im Gegenteil, ich wurde wirklich positiv überrascht. Ehrlich gesagt hatte ich, nachdem ich die ersten paar Seiten gelesen hatte, eine in einer Midlife-Crisis steckende, selbsthassende, ungönnerische, neidische und auf andere zeigende Frau erwartet – aber ich habe genau das Gegenteil bekommen! Sie war gerissen, stark, selbstbestimmt, risikobereit, gutherzig, echt und real. Für mich ist dieses Buch ein absolutes Meisterwerk – im Schreibstil, im Story, Charakter tiefe und vor allem in der Botschaft, die es uns Frauen mitgeben möchte: „ 𝚂𝚘𝚕𝚊𝚗𝚐𝚎 𝚎𝚜 𝚍𝚎𝚒𝚗𝚎𝚗 𝚒𝚗𝚗𝚎𝚛𝚎𝚗 𝙵𝚛𝚒𝚎𝚍𝚎𝚗 𝚔𝚘𝚜𝚝𝚎𝚝, 𝚒𝚜𝚝 𝚎𝚜 𝚣𝚞 𝚝𝚎𝚞𝚎𝚛.“ Oder auch „𝚆𝚎𝚛 𝚜𝚒𝚌𝚑 𝚜𝚎𝚕𝚋𝚜𝚝 𝚏𝚒𝚗𝚍𝚎𝚗 𝚖ö𝚌𝚑𝚝𝚎; 𝚍𝚊𝚛𝚏 𝚊𝚗𝚍𝚎𝚛𝚎 𝚗𝚒𝚌𝚑𝚝 𝚗𝚊𝚌𝚑 𝚍𝚎𝚖 𝚆𝚎𝚐 𝚏𝚛𝚊𝚐𝚎𝚗.“ (Btw: Meine absoluten Lieblingszitate –und ich finde, sie passen hier einfach perfekt.) Großartig.🫂🤍✨ Definitiv Empfehlung.

„Warum kannst du nicht einfach mal glücklich sein?“

Update 📃 Seite 120 Begeistert. ✨

Ich habe Tee zu spillen also hier ist mein kurzer Bericht für euch. ☕😌 Das Buch ist gestern angekommen und wurde direkt gelesen. Ich war super neugierig, was dieser Roman so an sich hat. Ich hatte schon öfter davon gehört oder es hier und da gesehen, aber nie so penetrant. Die Meinungen gehen meiner Meinung nach sehr auseinander, und ihr wisst ja, genau das weckt meine Neugier. 👀 Ich war direkt hooked und auch sofort in der Story drin. Wollte eigentlich gar nicht schlafen, aber da ich nun mal nicht mehr 20 bin, hat die Vernunft gesiegt. 😅 Und da kommt schon der erste Punkt: Seid ihr jung , also jung genug, um noch nie so richtig von Männern oder Beziehungen angefuckt gewesen zu sein dann werdet ihr dieses Buch wahrscheinlich nicht fühlen. Denn, meiner Meinung nach (aber wer bin ich schon 😌), ist es eher ein Buch für Frauen ü30, wenn nicht sogar ü40. Und die die Mütter sind. Ich bin 32 und leider Gottes fühle ich dieses Buch einfach… anders hart. Hätte ich es vor fünf Jahren gefühlt? Auf gar keinen Fall. Aber das ist eben nur meine persönliche Einschätzung jeder ist anders, macht andere Erfahrungen, denkt anders, lebt anders. Nummer 2: Es war schwer, die Story unserer Protagonistin nicht als real, sondern als Fiktion zu sehen. Es war einfach zu echt. Es ist zu echt. Und es hat bestimmt 50–60 Seiten gedauert, bis mein Gehirn akzeptiert hat, dass das hier nur ein Roman ist – kein Tagebuch einer echten Frau. Auch ihre Gedankengänge, wie sie handelt, was sie sagt … das alles war so greifbar real. Und ich musste mich einfach mal entspannen und es als eine erfundene Story sehen und nicht alles auf mich projizieren, was relativ schwer ist. Aber das erzähle ich gleich noch. Und jetzt? Jetzt will ich gar nicht mehr aufhören zu lesen. Ich brenne richtig darauf zu erfahren, was noch alles passiert und wohin ihre Reise sie führt. 🔥 Nummer 3: Ich hatte anfangs Angst, dass es in diese typische, toxische, klischeehafte „verlassene, mitleidvolle Ehefrau“-Story abrutscht. Am Anfang hatte sie Gedankengänge, mit denen ich mich null identifizieren konnte (muss ich auch nicht ). Aber da es eine Story mit Message ist, ist für mich wichtig, welche Message sie vermitteln will. Und ja, ich hatte echt Sorge, dass es in die falsche Richtung gehen könnte. Kann ich nach 120 Seiten sicher sagen, dass es nicht so wird? Nein, noch nicht. Noch kann alles passieren. Noch kann ich es am Ende sogar hassen 😬 es kann noch viele Wege einschlagen. Aber mein Gefühl sagt mir, dass es eher Frauen stärken wird – nicht, dass sie eingehen, sondern dass sie auferstehen, „fuck off“ sagen und das Leben genießen. 💪 Weil, Girls so viel Stress, nur um am Ende sowieso zu sterben? Lohnt sich nicht. Ich hoffe für unsere Protagonistin, dass sie am Ende glücklich wird und zwar nicht unbedingt, weil sie mit einem Partner ihr Glück findet, sondern weil sie genug Liebe in sich selbst findet, um glücklich zu sein. Mit oder ohne Mann. Ich werde berichten. Ich hoffe, ich habe heute Abend genug Zeit, um es richtig zu inhalieren weil: Holy moly, ist das spannend aufgebaut! 🤞🏽 Die Autorin springt zwischen Gegenwart und Vergangenheit, und bisher hatten wir sogar schon einen POV von ihrer Teenager-Tochter, und wow. Ich bin selbst ein Scheidungskind, und ich habe original genau das durchgemacht, was Anna hier durchmacht – mit beiden Elternteilen. In vielerlei Hinsicht ist dieses Buch für mich also wirklich interessant, aber auch ziemlich triggernd. Das Leben war mit 13 nicht einfach, und das Leben mit 32 ist es auch nicht. Der Unterschied ist nur: Heute weiß ich, wer ich bin und wer ich sein möchte. Mit 13 wollte ich einfach nur überleben. 💔 Also, ich fühle das Buch einerseits aus der Sicht meines damaligen Ichs und damit auch die POVs der Kinder. Hart! Und andererseits aus der Sicht von Helene, die zwar bestimmt zehn Jahre älter ist als ich, aber trotzdem fühlen sich manche Dinge an, als wären sie direkt aus meinem Tagebuch entsprungen. Wirklich beängstigend. 😶 Wie gesagt, ich hoffe, dass es am Ende nicht darauf hinausläuft, dass man als Frau nur mit einem Partner oder einem Mann glücklich sein kann. Ich wünsche mir, dass Helene in vielerlei Hinsicht noch an sich selbst arbeitet denn, Girl: Selbstliebe und Selbstarbeit sind der Key. 💪💖 Nun ja, ich werde euch berichten. Ich hoffe wirklich, dass das hier ein neues Highlight für mich wird. Mal sehen, mal sehen. 👀✨ ⤵️ Als hätte mich die Einsicht getroffen wie ein Projektil - dass ich genau so war, wie er mich beschrieben hatte. Ein leerer Raum, den man füllen konnte, womit man wollte. So war ich immer gewesen. Die Schülerin, die ihre guten Noten für sich behielt, um von ihren Freundinnen nicht als Streberin abgestempelt zu werden. Die Tochter, die sich bei dem Versuch aufrieb, brillant und gleichzeitig bescheiden zu sein, ein perfektes Mädchen, das sich wie ein Glühwürmchen ein- und wieder ausschaltete, je nachdem, was die Situation oder seine Eltern von ihm verlangten. Ein reaktiv-passives Geschöpf, das gelernt hatte, sich an seine Umgebung anzupassen, eine Form der Mimese, die in meiner Kindheit und Jugend mein Überleben gesichert hatte. Immer wenn zu Hause die Stimmung zu kippen drohte, hatte ich davon abgelenkt, hatte begonnen Geschichten zu erzählen, heiterte auf, war unbekümmert und ansteckend. Wenn ein Gespräch meiner Eltern zu einem Streit wurde, übersetzte ich deren Feindseligkeiten, um den Frieden zu wahren. Ich glaube, was Papa eigentlich damit sagen wollte, war ... oder Ich könnte mich irren, aber meinte Mama nicht im Grunde vielmehr... Ich war brav, ein Bilderbuchmädchen, das meine Mutter ihren Wünschen entsprechend anziehen und mein Vater überall mit hinnehmen konnte wie einen gut erzogenen Hund. Ein Zöpfchen links, ein Zöpfchen rechts, ein schüchternes Lächeln, saubere Schuhe. Auch in meiner Jugend war ich auf eine anständige Art hübsch gewesen, große Augen, kaum Schminke, eine rehhafte Unschuld im Blick. Ich hatte Röcke in der richtigen Länge getragen, meine Nase in Bücher gesteckt und im Haushalt geholfen. Weil ich wusste, wie krankhaft wichtig es ihm ist, gut dazustehen - vor allen, aber vor allem vor Anna. Er ihr Papa, ich Helene. Er der Gute, ich die Böse. Die Wahrheit ist, dass er Anna gar nicht kennt. Er fällt auf das kleine Mädchen rein, das sie ihm vorspielt, den pubertierenden Teenager spart sie für mich auf. Und genau den gebe ich jetzt ab. Es ist an der Zeit, dass Georg seine Tochter richtig kennenlernt. Sie und ihre Launen. Ich atme ein, dann sage ich: »Ich verstehe, dass du das alles erst mit Mariam besprechen musst. Sie ist jetzt Teil deines Lebens, sie muss einverstanden sein, das ist eine ziemliche Veränderung.« Ich mache eine Pause. »Aber ihr solltet euch mit der Entscheidung nicht allzu viel Zeit lassen - der Notar-termin ist bereits kommende Woche.« »Was?!«, fragt Georg. »Ja, ich weiß, das ist alles sehr überraschend«, sage ich. »Es war nicht geplant. Ich habe das Haus gesehen, und da habe ich mich verliebt.« Ich zucke entschuldigend mit den Schul-tern. »Es ist einfach passiert.« Pause. »Du weißt ja, wie das ist.« Schachmatt. Mein Körper reagierte auf den Gedanken mit Gänsehaut. Ich spürte, wie die Härchen an meinen Armen und in meinem Nacken sich langsam aufrichteten. Ein ungewohnt körperliches Gefühl, das ich fast vergessen hatte. Ich spuckte den scharfen Schaum ins Waschbecken, dann betrachtete ich mein Spiegelbild. Ich dachte wirklich, ich hätte einen Haken hinter Alex gemacht - aber ich hatte nur geheiratet. Ich hasse Georg. Er zieht aus, er fickt eine andere, und ich kann nicht mehr schreiben. Die eine Sache, die mir gehört hat. Die, in der ich gut war. Er hat mir das Leben genommen, ohne mich zu töten. Bei diesem Gedanken umklammere ich das Lenkrad fester und stelle mir vor, bei der nächsten Kurve einfach geradeaus zu fahren. Ich male mir den Moment in der Luft aus, wenn alle vier Räder den Asphalt verlassen, das leichte Gefühl im Magen, den Kontrollverlust, die plötzliche Klarheit, die zwei Wim-pernschläge später vom Aufprall abrupt gestoppt wird. Aber da sind kaum Bäume, nur Felder. Man würde mich finden, vermutlich wäre ich nur schwer verletzt. Der Landrover ein Totalschaden, ein moderner Panzer, der mir das Leben rettet, das ich beenden wollte. Meine Mutter hat immer gesagt: Wenn man hart genug ar-beitet, kann man alles erreichen. Bei ihr stimmt es - wobei ich nicht wirklich glaube, dass sie deswegen glücklich war. Angefangen hatte alles mit einer Routineuntersuchung bei meiner damaligen Frauenärztin, Dr. Schlossberger. Eine schreckliche Person. Frauenärzte generell, aber sie im Beson-deren. Ein stinknormaler Termin, ein kurzes Gespräch, das alles änderte. Sie: Wie sieht es denn bei Ihnen mit der Familienplanung aus? Wollen Sie Kinder? Ich: Ehrlich gesagt, habe ich mir darüber noch keine Gedanken gemacht. Blick in meine Akte. Sie: Sie sind einunddreißig? Ich: Ja. Sie: Na, dann sollten Sie die Entscheidung nicht zu lange aufschieben. Pause. Ihre Eier werden auch nicht jünger. Genau da hätte ich gehen sollen. Ihr sagen, dass sie sich ins Knie ficken kann. Rückblickend war dieser Moment in dieser Praxis der Anfang meiner Angst gewesen. Der Anfang des Versuchens. Es war, als wäre mein Kinderwunsch in exakt der Sekunde wach geworden, als hätte Dr. Schlossberger ihn mit ihrer Aussage aus dem Tiefschlaf gerissen.

Update 📃 Seite 120
Begeistert. ✨
4

Du warst meine große Liebe. Und er war deine.

Helene ist vieles - Autorin, Mutter, Ex-Frau, Tochter, Schwester, Geliebte... Alle diese Facetten kommen in dem literarisches Debüt von Anne Freytag zur Sprache. Vielschichtig und offen. Helene steht vor dem Ende ihrer Ehe, Georg hat sie für eine jüngere Frau verlassen. Auf verschiedenen Zeitebenen, werden die Hintergründe, Missverständnisse und familiären Beziehungen ausgeleuchtet. Die Bindung zwischen Helene und Anna - ihrer Tochter -, von Vorwürfen und viel Liebe gekennzeichnet. Zwischen Georg und dem Sohn Jonas - ein nicht enden wollendes Missverständnis. Die Beziehung zwischen Helene und ihrer eigenen Mutter, die in einem Konaktabbruch endet. Letztlich beschreibt das Buch den Weg von Helene zu sich selbst, wie sie sich freischwimmt vom Alltag, von eingefahrenen Wegen und neues wagt. Auch wenn viele Themen angesprochen wurden, fand ich es nicht überladen.

4.5

Anne Freytag hat eine wunderschöne Art Situationen, Gefühle und Gegebenheiten zu umschreiben.

Ich habe es genossen dieses Buch zu lesen, teilweise hatte ich Gänsehaut weil ich so berührt war von der Schönheit der Sprache. Das Thema fand ich auch sehr interessant, da ich selbst schon länger verheiratet bin und Teenager Kinder habe, konnte ich mich wunderbar reinfühlen. Mit dem Ausgang hätte ich nicht gerechnet aber fand ich gut so. Das einzige was ich schade fand, dass ist aber Geschmackssache ist das es wenig Dialoge gab, es wurde eher über die Geschehnisse berichtet oder man war in den Gedanken der Protagonisten. Alles in allem ein hervorragender Roman den ich wärmstens empfehlen kann. 🥰

Anne Freytag hat eine wunderschöne Art Situationen, Gefühle und Gegebenheiten zu umschreiben.
4

Für unseren Buchclub haben wir Lügen, die wir uns erzählen von Anne Freytag gelesen – und mich hat das Buch wirklich überrascht. Schon nach den ersten Kapiteln war ich komplett in der Geschichte drin und habe es innerhalb kürzester Zeit durchgelesen. Der Schreibstil ist unglaublich packend, emotional und gleichzeitig sehr feinfühlig. Besonders gut gelungen fand ich die Zeitsprünge. Oft reißen mich solche Wechsel eher aus einer Geschichte heraus, hier war genau das Gegenteil der Fall: Man hat sich sofort wieder in der jeweiligen Zeit zurechtgefunden und konnte den Entwicklungen problemlos folgen. Auch die Perspektivwechsel haben die Geschichte bereichert und zusätzliche Tiefe geschaffen. Vor allem die Sicht der Tochter fand ich sehr gelungen – ihre Gedanken, Gefühle und Konflikte wirkten authentisch und nachvollziehbar. Was das Buch für mich besonders gemacht hat, war die emotionale Nähe zur Protagonistin. Man konnte wirklich mitfühlen, ihre Entscheidungen verstehen und hat beim Lesen gemerkt, wie sehr einen die Geschichte beschäftigt. Gerade die leisen Zwischentöne und die Frage danach, welche Wahrheiten wir uns selbst erzählen, bleiben noch lange im Kopf. Für mich eine ganz klare Empfehlung – emotional, klug geschrieben und ein Buch, das man nur schwer aus der Hand legen kann.

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4.5

Lügen, die wir uns erzählen

Eine bewegende Geschichte, die ich während meiner Trennung gelesen habe - mit vielen Paralelen zu meinem Gefühlsleben und meiner kleinen Welt. Mit einem wirklich schönen Ende <3

4

Es ist das Leben...

Was wäre wenn.... Dieser Roman handelt von den großen und kleinen Entscheidungen des Lebens, die aber auch sehr stark durch unsere aktuellen Umstände, Zufälle und unser aktuelles Umfeld beeinflusst werden. Doch gibt es falsche Entscheidungen? Helene ist 47, Mutter von 2 Teenagern, erfolgreich im Job und wird von ihrem Mann verlassen. Das bringt ihre Welt ins Wanken, zumal sie vor vielen Jahren ihn selbst gern verlassen hätte. Der Schreibstil ist sehr mitreißend. Es gibt Zeitsprünge und Perspektivwechsel. Ich habe die Zerrissenheit von Helene, die einfach allen ihr zugedachten Rollen gerecht werden will, sehr gespürt. Aber vielleicht reicht es auch einfach, sich selbst gut genug zu sein.

3

Ein schöner Roman, der mich trotzdem nicht zu 100% abgeholt hat aber das muss jeder für sich herausfinden. Story und Schreibstil sind gut

5

Ein absolut lesenswerter Roman von Anne Freytag. Das Leben einer Frau- Ehefrau-Mutter-Geliebte - nicht bis zum Ende des Lebens, aber erzählt in Rückblenden von Helene und auch aus Sicht deren Tochter Anne. Selten habe ich mit so in einem Roman wiedererkannt . Danke für dieses Lese-Highlight!

5

Ein ehrliches und realistisches Buch, über das Ändern von Zielen, das Loslassen, und das Brechen mit Erwartungen und Ansprüchen. Anne Freytag hat eine Familiengeschichte geschrieben, eine Studie über eine Trennung, vier Leben und die Auswirkung von Missverständnissen, Lügen und eigenen Vermutungen. Die Geschichte wird aus zwei Sichtweisen erzählt und es gibt viele Rückblenden, die ein großes Ganzes ergeben.

4

Ich mag Anne Freytag‘s Schreibstil sehr sehr gerne. Und wie ehrlich und ungefiltert sie über menschliche Verletzlickeit und Fehlbarkeit schreibt. Ihre Geschichten sind aus dem Alltag, aber die Worte sind so viel tiefgehender. Ich lerne immer etwas dazu. Zudem war es die ganze Zeit spannend und ich wollte wissen, wie es weiter geht. Ich mochte auch die Perspektiv- und Zeitwechsel sehr gerne, ab und zu war ich aber dadurch auch etwas verwirrt. Das Ende der Geschichte hat mir leider nicht so gut gefallen, ich denke, die Protagonistin hätte ein anderes Ende „verdient“ und finde es trotz allem etwas schade, dass gefühlt ihr gesamte Lebensmotivation auf der Bestätigung von Männern beruht. Zudem konnte ich die ganze Zeit über ihre Verbindung zu Alex nicht wirklich nachempfinden, weil man einfach zu wenig über ihn erfährt. Was macht ihn aus? Wer ist er, dass er ihr x Jahre, eine Ehe und zwei Kinder später immer noch nicht aus dem Kopf geht? Man bekommt leider nur körperliche Szenen. Dennoch kann ich das Buch sehr empfehlen!!

4

Zwischen Zeilen und Zeiten

Das Buch hat mir sehr gut gefallen – es war ehrlich, berührend und an vielen Stellen auch überraschend. Manche Szenen kamen mir bekannt vor, andere haben mich zum Lächeln oder Nachdenken gebracht. Anne Freytags Schreibstil bringt Helenes Leben und ihre familiären Konflikte realistisch und nahbar rüber. Besonders bewegend fand ich die Rückblicke in ihre Kindheit mit der kalten Mutter – deren Auswirkungen spürt man bis in die nächste Generation. Helenes Entwicklung im Laufe der Geschichte ist stark und glaubwürdig: Sie wächst, trifft mutige Entscheidungen und stellt sich ihrer Vergangenheit. Auch die Geschichten von Anna und Jonas fand ich spannend, da sie eigene Herausforderungen mit dem Erwachsenwerden durchleben. Nur das Ende hat mich enttäuscht – nach all ihrer Entwicklung hätte ich Helene ein anderes, konsequenteres Ende gewünscht. Trotzdem spiegelt es wohl oft die Realität wider.

5

Echt, wahrhaftig und nachhaltig

Dieses Buch hinterlässt eine Wehmut und gleichzeitig ein Wahrhaftigkeit, die mich tief berührt hat. Es ist so lebensnah und dabei so unaufdringlich gespickt mit Weisheit und Erkenntnissen, die einen tief bewegen. Die Autorin zeichnet ein Bild von Lebenswegen, Liebe und Entscheidungen und jongliert mit Rollenbildern und Erwartungen, Vergangenheit und Gegenwart. Begegnet den eigenen Unzulänglichkeiten mit Hingabe und Verständnis. Tief, nachhaltig und echt. Absolute Empfehlung.

4

"Lügen, die wir uns erzählen" ist ein berührender und kluger Roman über das Ändern von Zielen, das Loslassen; es geht um Rollenbilder, um eine alte Liebe, um Familie, um Lügen und Missverständnisse und das große Schweigen. Diese Familiengeschichte wird sowohl aus der Sicht von Helene, als auch ihrer Tochter Anna erzählt. Es ist eine Studie über eine Trennung und die Auswirkung von Missverständnissen und Lügen. Die vielen Rückblenden ergeben das große Ganze; waren mir aber zuweilen zu sehr hin und her gesprungen, so dass ich manchmal Schwierigkeiten hatte zu folgen.

5

Ein kluger, einnehmender und tief berührender Roman. Absolute Leseempfehlung! Lest es, verschenkt es, sprecht darüber!

🩵💜LÜGEN, DIE WIR UNS ERZÄHLEN von Anne Freytag💜🩵 Erschienen im Kampa Verlag, 20. März 2024, 384 Seiten Worum geht’s? Rollenbilder, neue und alte Liebe, Familie, Missverständnisse und Kommunikation, Neuanfänge. Zitat aus dem Buch: „Es ist einfach passiert“ Fakten zu Autorin: ANNE FREYTAG hat International Management studiert, ist pünktlich zur Wirtschaftskrise fertig geworden, hat über einhundert Bewerbungen geschrieben, keinen Job gefunden, eine Weile in einer Boutique gearbeitet, sich arbeitslos gemel-det, zur Grafikdesignerin umgeschult, sich als Quereinsteigerin mit mieser Bezahlung in diversen Agenturen anstellen lassen und ist dann endlich ihrem Traum nachgegangen: dem Schreiben. Für ihre Jugendbücher wurde sie mehrfach für Literaturpreise nominiert (u.a. zweimal in Folge für den Deutschen Jugendliteraturpreis) und damit ausgezeichnet (u.a. mit dem Bayerischen Kunstförderpreis in der Sparte Literatur). Anne Freytag lebt und arbeitet in München. Lügen, die wir uns erzählen ist ihr literarisches Debüt. Mein Leseeindruck: Was soll ich sagen? Anne Freytag hat es geschafft. Sie hat mich eiskalt erwischt! Monatelang bin ich um diesen Roman herumgeschlichen….ich wusste er ist für mich, und doch hatte ich Respekt davor…ich wusste wohl instinktiv warum. Dieser Roman greift tief, ist so intensiv in Sprache, Thematiken, unvorhersehbaren Wendungen, wechselnden Erzählperspektiven. Selten war ich so ergriffen bei und nach Beendigung eines Romans. Ich musste das Buch erstmal sacken lassen und merke, dass es mir immer noch schwer fällt geeignete Worte zu finden. - Lasst euch Zeit für das Buch! Lest es, verschenkt es, sprecht darüber! Ein kluger, einnehmender und tief berührender Roman. Absolute Leseempfehlung!

Ein kluger, einnehmender und tief berührender Roman. Absolute Leseempfehlung! 

Lest es, verschenkt es, sprecht darüber!
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Eine scheinbar heile Welt...

... in einem Buch, auf das ich Zwiegespalten zurück blicke. Es geht um die sehr ausführliche Lebensgeschichte der Protagonistin Helene und später auch in manchen Teilen um den Blickwinkel zu der Geschichte Ihrer Tochter. Achtung, nachfolgenden Absatz enthält Spoiler!!! ⚠️ ⚠️ Es werden einige Klischees bedient (Mann verlässt Helene wegen einer jüngeren Frau, Tochter ist ein Papa Kind, Sohn ist ein Mama Kind und fühlt sich vom Vater ausgestoßen, weil er schwul ist). Zusammen wohnen Sie in einem Haus, dass zusammen mit dem Interieur, Helene so nie haben wollte. Mit der Trennung ist sie nun gezwungen, ihr Leben neu anzugehen und blickt darauf zurück welche Entscheidungen sie in ihrem Leben richtig und welche falsch getroffen hat. Ich finde es immer schwierig, wenn man die Entscheidung getroffen hat sich von seinem Partner zu trennen, dann aber zusammen bleibt weil ein Kind im Ammarsch ist. Im Grunde kann es nur schief gehen, weil ein Kind niemals eine Ehe retten kann. Und wenn man es dann noch nicht mal geschafft hat, offen und Ehrlich über seine Probleme zu reden, werden die Gräben nur noch tiefer. Viele Probleme sind hausgemacht und ich finde es schwer nachzuvollziehen, warum eine starke Protagonistin es nicht schafft, ihre Bedürfnisse offen auszusprechen und auch einzufordern. Das passt einfach nicht zusammen. Viele Gedanken, die sie mit sich selbst bespricht sind durchaus nachvollziehbar und es war schön zu lesen, wie sie später die Kurve bekommt und das Leben in die eigenen Hände nimmt. Nichts desto trotz, lässt mich "Lügen, die wir uns erzählen" mit gemischten Gefühlen zurück.

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Eindringlich, ehrlich und fein erzählt – ein Hörbuch, das berührt

„Lügen, die wir uns erzählen“ von Anne Freytag hat mir als Hörbuch sehr gut gefallen. Die Figuren wirken durch ihre Gedanken und Gefühle unglaublich echt, fast so, als würde man sie persönlich kennen. Ich konnte ihre Sichtweisen und inneren Konflikte gut nachvollziehen, auch wenn sie nicht immer leicht waren. Die Geschichte ist fein erzählt, ruhig, aber mit einer klaren Tiefe. Besonders mochte ich, wie unterschiedlich die Perspektiven sind und wie vielschichtig die Beziehungen zwischen den Figuren beschrieben werden. Ein sehr schönes, stimmiges Buch.

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Ein Buch, das berührt

In Lügen, die wir uns erzählen geht es um Helene, deren Leben plötzlich auf den Kopf gestellt wird, als ihr Mann sie verlässt. Dadurch fängt sie an, über ihr bisheriges Leben nachzudenken – über ihre Ehe, ihre Jugend und all die Dinge, die sie sich selbst eingeredet hat, um glücklich zu sein. Besonders ihre erste große Liebe Alex spielt dabei eine wichtige Rolle. Dieses Buch hat mich wirklich berührt. Anne Freytag schreibt unglaublich gefühlvoll und schafft es, dass man sich in Helene und ihre Gedanken hineinversetzen kann. Man denkt automatisch über das eigene Leben nach – über Entscheidungen, alte Erinnerungen und die Frage, ob man sich selbst immer ehrlich begegnet. Eine wunderschöne, emotionale Geschichte, die noch lange nachwirkt! „Weil jede Entscheidung besser ist, als keine zu treffen, selbst wenn man sich gegen den anderen entscheidet. Denn vielleicht entscheidet man sich damit endlich für sich.“ „Und jetzt sind da Anna und Jonas, die verstehen müssen, dass sie nicht beeinflussen können, wie andere mit ihnen umgehen. Dass sie gut sind, wie sie sind. Ich hoffe, sie lernen es schneller als ich.“ „Ich sollte Mariam nicht stalken, aber ich kann nicht anders. Wie bei einem Mückenstich, den man anfängt zu kratzen, und dann ist man im Wahn.“

5

Highlight.

"Zu viel Geschichte und zu wenig Gegenwart, keine echte Verbindung mehr. Und doch schienen wir nicht vergangen. Wir schienen zeitlos. Eine große Liebe, die wir beide von einem Lebensabschnitt in den nächsten mitschleppten wie Kisten für den Keller voll mit Erinnerungen." [S. 115] Keine kitschige Liebesgeschichte; sondern ein Roman über die realitätsnahe Schilderung einer gescheiterten Ehe, die sowieso nur noch aufgrund der Kinder Bestand hatte, denn Helen hätte sich eigentlich schon trennen mögen, bevor sie von ihrer ersten Schwangerschaft erfuhr - denn eigentlich liebte sie (immer schon) Alex. Schlussendlich trennt sich dann ihr Mann Georg, wegen Mariam und dann ist Trennung und verlassen werden, nach so vielen Jahren gar nicht mal so leicht. Das war so lebensnah, wie ich es selten gelesen habe und ich habe soviel markiert, wie noch nie. Grandios.

4.5

So nah und echt erzählt, dass man vergisst, dass es eine Geschichte ist. 🏡

Lügen, die wir uns erzählen von Anne Freytag ist ein sehr emotionaler und intensiver Roman über Familie, Rollenbilder und unausgesprochene Wahrheiten. Obwohl ich selbst nicht verheiratet bin oder Kinder habe, fiel es mir sehr leicht, mich in die Geschichte hineinziehen zu lassen. Die Figuren und ihre Konflikte sind so lebensnah geschrieben, dass man beim Lesen oft vergisst, dass es sich um einen Roman handelt. Die Familie wirkte für mich real, fast greifbar. Man fühlt mit den Figuren, leidet mit ihnen und versteht ihre inneren Kämpfe. Die Geschichte saugt einen regelrecht ein und macht deutlich, wie sehr kleine Lügen und unausgesprochene Erwartungen ein Familiengefüge belasten können. Ein kleiner Kritikpunkt ist, dass die Perspektive der Tochter für mich persönlich etwas zu kurz kam. Gerade sie hätte noch viel mehr Raum verdient, da sie ebenfalls eine eigene, wichtige Geschichte zu erzählen hat. Mehr Kapitel aus ihrer Sicht hätten dem Roman zusätzliche Tiefe gegeben. Abgesehen davon ist das Buch jedoch sehr gelungen und berührend. Insgesamt bleibt ein positives Lesegefühl zurück!

5

Wenn das Ende der Anfang ist

Helenes gutbürgerliches Leben mit Mann und zwei Kindern gerät ins Wanken, als ihr Mann Georg sie für eine andere Frau verlässt. Helene fängt an, ihr Leben zu sezieren, ihre Vergangenheit mit ihrer großen Liebe Alexander, mit dem sie nie eine richtige Chance hatte, ihre erfolgreiche Karriere, die Anfänge ihrer Ehe, und auch ihre Mutterrolle. Und sie fragt sich, wer sie eigentlich ist unter all diesen Erwartungen der anderen. Was macht sie als Frau wirklich aus? Ich glaube kaum ein weiblicher Charakter hat mich in einem Buch jemals so berührt, wie Helene. Weil ich trotz vieler Unterschiede zwischen uns, so viel von mir in ihr entdeckt habe. Die zerrüttete Familie, in der Vergangenheit und im Jetzt, die Kälte und die Verletzungen die damit einhergehen und das prägende Verhältnis der kaltherzig, fordernden Mutter, der man doch nie genug sein kann. Anne Freytag stellt die Angepasstheit der Frau, die keinen Ärger machen will und deshalb ihre Gefühle runterschluckt, die doch eigentlich so dringend raus wollen, so meisterhaft dar. Und ich, ich spürte den Druck im ganzen Körper, weil man doch wieder nichts gesagt hat. Der Druck der Gesellschaft, die Erwartungshaltungen gegenüber Frauen. Und unsere Lügen. Die, die man in der Partnerschaft erzählt, aber vor allem die, die wir uns selbst erzählen. Durch die Ereignisse aus der Gegenwart und den Fragmenten aus der Vergangenheit, die ein Leben ergeben und uns Helene verstehen lassen, zeichnet der Roman das Bild einer Frau die nach der Trennung Schritt für Schritt die Kontrolle über ihr Leben zurück gewinnt, die wieder spürt, was sie ausmacht, die sich unabhängig von der Meinung anderer macht und eine stärke entwickelt, die ich einfach nur bewundern kann. Ein sprachliches und emotionales Meisterwerk, das mich so viel hat fühlen lassen, das mich als Frau so verstanden hat und das uns allen zeigt, dass jedes Ende ein wundervoller Anfang sein kann!

4

Helene, 49, Bestseller-Autorin, Eigenheim in München, zwei Kinder im Teenageralter. Ihr Mann Georg verlässt sie wegen einer anderen. Helene hatte eigentlich alles und doch war sie nicht zufrieden. Nach und nach erfahren wir in dem Buch die Geschichte ihrer Ehe, ihres Lebens, ihrer großen Liebe. Es geht darum, wie uns unsere Familie und unsere Beziehungen prägen. Um Bereuen, Begreifen und Verzeihen. Das Buch wird überwiegend aus Helenes Perspektive in verschiedenen Zeitebenen, aber auch aus der ihrer Tochter Anna erzählt, die ihr die Schuld für die Trennung gibt und mit der eigenen Identitätsfindung beschäftigt ist. Es werden die gesellschaftlichen Rollen von Männern und Frauen beleuchtet, die Rolle jedes einzelnen für eine funktionierende Beziehungund die Erfüllung der eigenen und der Bedürfnisse des anderen. Dabei ist nichts schwarz oder weiß. Doch eins macht das Buch ganz klar Reden ist immer besser als Schweigen. Der Schreibstil von Anne Freytag gefällt mir sehr und die Geschichte von Helene, Georg, Anna und Jonas hat für mich sehr viele wichtige Aspekte und Denkanstöße gegeben. Die vielen verschiedenen Zeitsprünge haben mir das Lesen etwas erschwert.

5

Bestes Buch von Anne Freytag

Ich liebe dieses Buch. Es ist wundervoll geschrieben, die Geschichte ist so nah am Leben und die Protagonisten durchlaufen eine Entwicklung, die für ebenfalls sehr schlüssig war. Mich hat es einfach abgeholt- große Empfehlung ❤️

4

„Der Abschied tut weh, und er war überfällig. weil jede Entscheidung besser ist, als keine zu treffen. Selbst wenn man sich gegen den anderen entscheidet. Denn vielleicht entscheidet man sich damit endlich für sich.“ Georg verlässt seine Frau Helene, für eine Andere. Dadurch stellt Helene ihr ganzes Leben in Frage. In Rückblicken erfahren wir, wie sie die Beziehung erlebt hat und welche Höhen und Tiefen es gab. Ein Roman, der mich sehr nachdenklich gestimmt hat und der mich Vieles in meinem Leben hat hinterfragen lassen. Ich mochte es, wie Anne Freytag das Thema Beziehungen, Kinder, Lebensentwürfe und Liebe darstellt und welche Fragen sie stellt. Die Geschichte wird aus Sicht Helenes und aus Sicht der Tochter dargestellt, was noch eine weitere Sichtweise ins Buch bringt. Ein bisschen zu kurz kommt mir die Männersicht, aber das Buch ist ganz klar feministisch angelegt und von daher ist das schon verständlich, so, wie es ist. Gut gefallen haben mir auch die veränderten Rollenbilder im Buch und vor Allem das große Thema von Schweigen und Lügen innerhalb einer Beziehung. Auch das Ende ist passend, wenn auch fast zu rund. Alles in Allem absolut lesenswert.

3.5

Interessante Themen mit einigen Längen.

Nach Blaues Wunder, das mich absolut begeistert hat, wollte ich unbedingt noch ein weiteres Buch von Anne Freytag lesen. Lügen, die wir uns erzählen ist eine tiefgründige und feinfühlige Geschichte über Rollenbilder, Selbstfindung und familiäre Umbrüche, wenn auch mit einigen Längen. Im Mittelpunkt steht Helene: zweifache Mutter von Teenagern, Autorin und Lektorin, die plötzlich von ihrem Mann für eine jüngere Frau verlassen wird. Besonders bitter: Helene hatte selbst schon vor Jahren über eine Trennung nachgedacht, es aber nie geschafft, den entscheidenden Schritt zu gehen. Die Geschichte wird aus ihrer Perspektive und der ihrer Tochter erzählt, was für spannende Einblicke sorgt. Rückblicke in die Vergangenheit machen zudem deutlich, wie sich Helenes Leben und Denken über die Jahre entwickelt haben. Freytag greift zentrale Fragen rund ums Muttersein und Frausein auf: Wie soll eine „gute“ Mutter sein? Wo bleibt man selbst zwischen Kindern, Job und Erwartungen von außen? Wie findet man den eigenen Weg? Der Schreibstil ist klar, emotional und sehr nah an den Figuren. Ich bin gut in die Geschichte eingetaucht und habe viele Szenen als ehrlich und berührend empfunden. Was mir allerdings gefehlt hat, war ein gewisser Sog oder eine Wendung, bei der man denkt: Jetzt passiert was! Die Handlung plätschert stellenweise ein bisschen vor sich hin, ohne dass sich die Figuren merklich weiterentwickeln oder überraschen. Die Themen sind stark, aber ein bisschen mehr Tempo oder ein emotionaler Knall hätten der Geschichte gutgetan.

Interessante Themen mit einigen Längen.
5

Ein Highlight, das lange nachhallt!

Lügen, die wir uns erzählen - Anne Freytag 384 Seiten kampa verlag Zitate: "Ich kenne genug Leute, die nur älter sind und nicht erwachsener geworden." "Mit Georg war das anders. Mit ihm war ich echt - nicht immer glücklich, nur echt." Inhalt: Helene und Georg. Ein Ehepaar. Eltern. Hausbesitzer. Arbeitnehmer. Ihr Leben scheint perfekt, mit allem was man sich wünscht. Doch die beiden haben sich und ihr Paar sein verloren. Nicht einfach so - ein Prozess über Jahre. Und dann verliebt sich Georg und verlässt die Familie. Er tut das, was Helene sich vor Jahren verkniffen hat. Ein Buch aus allen Perspektiven erzählt, auch aus Sicht der Kinder. Das Ende hat mir sehr gut gefallen. Kein Happy End, aber versöhnlich - das tat gut nach der Lektüre! Meinung: Eine Geschichte über die Zerissenheit der Frau, in der heutigen Gesellschaft. An allen Gliedmaßen wird gezogen, bis man ausgelaugt und ausgebrannt ist. Carearbeit ist sooo kräftezehrend und wird immer noch viel zu sehr unterschätzt! Für mich war es eine sehr emotionale Geschichte, in der ich mitfühlen konnte, mich gesehen gefühlt habe und es genau deswegen so intensiv für mich war. Ein Highlight, das lange nachhallt! Meine Meinung zum Buch findet ihr auf Youtube im Lesemonat April oder im Kerngespräch mit @dunis.lesefutter auf meinem Kanal. Kennt ihr das Buch? Wie ging es Euch beim lesen? Habt ihr Buchtipps in ähnlicher Richtung?

5

Lügen, die wir uns erzählen steckt so sehr voller Wahrheiten. Tiefgreifend und bewegend, viele Sätze, die man immer wieder ließt, sich notiert , mit ihnen beschäftigt und sie festhalten möchte. Ein ganz ganz tolles Buch, in dem sich wohl jeder irgendwie wiederfindet und das Ende... Ich liebe es!

3.5

Ich habe die Jugendbücher von Anne Freytag sehr geliebt. Deswegen war ich auf ihr literarisches Debüt sehr gespannt. Ich habe ein bisschen gebraucht, um in die Geschichte zu kommen, aber zum Ende hin habe ich einen Zugang gefunden. Es gab keinen großen Spannungsbogen, aber das war eigentlich von vornherein klar. Ich habe das Gefühl, von anderen Büchern etwas verwöhnt zu sein. Helenes Geschichte war so authentisch und ehrlich, ohne rosarote Brille und Verherrlichungen. Die Geschichte über ein Leben, dass jeder führen könnte. In anderen Büchern wird immer ein riesen Spannungsbogen kreiert, sodass mich das "Normale" nicht so richtig gepackt hat. Das ist ein bisschen schade, weil Anne Freytag einen tollen, emotionalen Schreibstil hat und tiefgründige Geschichten schreibt.

3

Nachdem mir "Blaues Wunder" sehr gut gefallen hat, hat mich dieses Buch enttäuscht und stellenweise gelangweilt. Ich fand Helene nicht sonderlich sympathisch und konnte auch nicht alle ihre Entscheidungen nachvollziehen.

4.5

Dieses Buch enthält soviel Wahrheit. Die Darstellung der Beziehungen und der Auf und Ab's im Zwischenmenschlichen ist erschreckend genau. Man findet sich leicht selbst in der Geschichte wieder.

4

Bücher, die mir nicht auf Anhieb gefallen, durch mein kritisches Muster fallen, mit Vorurteilen jeglicher Colour behaftet erscheinen ( natürlich völlig subjektiv und unverdient) , aber dennoch mein Interesse wecken, höre ich meist als Hörbuch . Dieses hat mich positiv überrascht, mich emotional ergriffen, mich so viele Parallelen spüren lassen und in seiner immensen Wucht die vermeintlichen Trivialität vergessen lassen. Dieses Buch ist wichtig, zeigt uns Frauen im Alltag, das Hin- und Hergerissensein zwischen den Rollen, die wir möglichst mit Bravour meistern möchten - wunderbar umgesetzt. Chapeau, Anne Freytag ✊

4.5

Wahnsinn 🥹 Mein zweites Buch von Anne Freytag und wieder schreibt sie so feinfühlig ✨ Sie schafft es Situationen zwischenmenschlich auf den Punkt zu bringen 📍 Richtig nah gehende Geschichte, weil sie einfach die Ängste und Gefühle in der tiefsten Realität beschreibt. 🎧 Ich habe es als Hörbuch gehört (ganz tolle Sprecherin) und könnte mir vorstellen, dass es beim lesen sich zwischendrin immer wieder hinzieht.

5

Jede Seite wert!

Ich habe das Hörbuch innerhalb von 3 Tagen durchgehört. Bei jeder Gelegenheit wollte ich wissen wie es weiter geht. Der Roman ist so realitäts- und alltagsnah, er hat mich so gefesselt. Eine Familie, die von den heutigen Problemen geplagt ist. Trennung, Entscheidungen, Gefühle und so viel Echtheit! Ich würde diesen Roman jedem Empfehlen zu lesen! Toll! Möchte die weiteren Bücher von Anne Freytag unbedingt lesen/hören!

5

tut weh, tut gut

Eins meiner Lieblingsbücher aus diesem Jahr, ich habe so viele Zitate wie sonst selten rausgeschrieben und obwohl es stellenweise so weh tut, hat es eine große „ins Tun kommen" Wirkung. Toll geschrieben, viel „was wäre wenn", sympathische Charaktere, logische Weiterentwicklungen, sehr gute Musikauswahl, ach einfach empfehlenswert.

tut weh, tut gut
5

Mit „Lügen, die wir uns erzählen“ hat Anne Freytag mich wirklich tief getroffen. Dieses Buch ist eines, das sich leise in dein Herz schleicht und es dort nicht mehr loslässt. Besonders bewegt hat mich der Perspektivwechsel zwischen Anna und Helene. Dieser Wechsel ist nicht nur erzählerisch spannend, sondern macht die inneren Konflikte so greifbar, so echt. Man versteht beide Seiten, fühlt mit beiden, leidet mit beiden. Genau das macht die Geschichte so intensiv. Anne Freytag verpackt gesellschaftskritische Themen unglaublich feinfühlig: Rollenbilder, Erwartungen, Vorurteile, all das wird nicht belehrend, sondern erschreckend authentisch erzählt. Man ertappt sich beim Nachdenken über eigene Denkmuster. Über „Lügen“, die wir vielleicht selbst schon geglaubt haben. Dieses Buch ist traurig, ja. Es tut weh. Aber gleichzeitig steckt so viel Stärke darin. So viel Mut. Es zeigt, wie zerbrechlich Menschen sein können und wie kraftvoll, wenn sie beginnen, ehrlich zu sich selbst zu sein.

Mit „Lügen, die wir uns erzählen“ hat Anne Freytag mich wirklich tief getroffen. Dieses Buch ist eines, das sich leise in dein Herz schleicht  und es dort nicht mehr loslässt.

 Besonders bewegt hat mich der Perspektivwechsel zwischen Anna und Helene. Dieser Wechsel ist nicht nur erzählerisch spannend, sondern macht die inneren Konflikte so greifbar, so echt. Man versteht beide Seiten, fühlt mit beiden, leidet mit beiden. Genau das macht die Geschichte so intensiv.

Anne Freytag verpackt gesellschaftskritische Themen unglaublich feinfühlig: Rollenbilder, Erwartungen, Vorurteile, all das wird nicht belehrend, sondern erschreckend authentisch erzählt. Man ertappt sich beim Nachdenken über eigene Denkmuster. Über „Lügen“, die wir vielleicht selbst schon geglaubt haben.

Dieses Buch ist traurig, ja. Es tut weh. Aber gleichzeitig steckt so viel Stärke darin. So viel Mut. Es zeigt, wie zerbrechlich Menschen sein können und wie kraftvoll, wenn sie beginnen, ehrlich zu sich selbst zu sein.
4.5

„Als wäre alles, was ich immer wollte, bemerkt zu werden, während ich alles dafür tat, nicht aufzufallen.“

Helene stand einmal vor einer Entscheidung: Sie hätte ihren Mann verlassen können – für Alex. Doch sie tat es nicht. Jahre später ist es ihr Mann Georg, der sie verlässt, weil er sich in eine andere Frau verliebt hat. Mit dem scheinbar harmlosen Satz „Es ist einfach passiert.“ bricht das Leben auseinander, das Helene so lange zusammengehalten hat. Was folgt, ist keine klassische Trennungsgeschichte, sondern eine Reise durch Vergangenheit und Gegenwart. Helene blickt zurück auf die Entscheidungen, die sie getroffen hat – und auf jene, die sie nicht getroffen hat. Dabei stellt sich immer wieder die Frage, wie viel ihres Lebens wirklich ihr eigenes war und wie viel davon dem Versuch entsprang, gesellschaftlichen Erwartungen zu entsprechen: als Ehefrau, Karrierefrau, Mutter und Tochter. „Weil iede Entscheidung besser ist, als keine zu treffen, selbst wenn man sich gegen den anderen entscheidet. Denn vielleicht entscheidet man sich damit endlich für sich.“ „Weil es nichts mit Liebe zu tun hat, den eigenen Wert von dem abhängig zu machen, was andere tun, wie andere sich verhalten, wie andere einen finden.“

5

Das Einzige, was wir wirklich falsch entscheiden können, ist keine Entscheidung zu treffen.

Am Anfang dieses besonderen Buchs sieht die Protagonistin Helene sich damit konfrontiert, dass alles radikal anders ist als zuvor: Ihr Mann verlässt sie für einen jüngeren Gegenentwurf zu ihrer selbst, die Teenager-Kinder beziehen radikal Stellung und die Frage „Was wäre wenn“ drängt sich ihr gefühlt mit jedem Pulsschlag und nahezu übergriffig auf: Was wäre, wenn ich mich damals für DEN anderen entschieden hätte. Und auch am Ende des Buchs ist wieder alles radikal anders. Zwischen Anfang und Ende begleiten wir Helene und ihre Tochter Anna immer wieder dabei, wie sie die Ereignisse reflektieren, fühlen uns mal von ihnen abgestoßen und dann wieder können wir sie aus tiefster Seele verstehen. Ihr Schmerz wird zu unserem. Und das ist stilistisch und sprachlich so genial gestaltet, dass es phasenweise kaum auszuhalten ist und ich mich bewusst aus der Fusion lösen und die Grundstimmung des Mittelteils abschütteln musste. Ein Lese-Highlight, das uns erleben und erspüren lässt, dass ein Weg erst dadurch entsteht, dass man ihn geht. Und unserer dadurch, dass eben genau wir ihn gehen. In der Retrospektive und wenn es brenzlig wird, werden wir uns gelegentlich wünschen, wir wären an dieser oder jener Weggabelung anders abgebogen, doch das würden wir genauso tun, wenn wir die alternative Richtung eingeschlagen hätten. Sehr lesenswert.

4

Helene und Georg haben zwei Kinder, sind verheiratet und erfolgreich in ihren Berufen. Doch dann verlässt Georg die Familie. Er hat eine neue Freundin. Zurück bleibt Helene, die nun sich selbst und die gemeinsame Familie in Frage stellt, sich selbst in Frage stellt. Wer ist sie eigentlich? Was will sie vom Leben und wie hätte ihr Leben ausgesehen, hätte sie sich für einen anderen Mann entschieden? Auch sie hätte Georg schon vor Jahren verlassen können um mit Alex, ihrer Jugendliebe, zusammen zu leben. Sie hat sich jedoch für Georg, für ihre Familie entschieden. Aber aus welchen Gründen?? Anne Freytag schreibt sehr emphatisch über eine Ehe, die irgendwann aufhörte aus Liebe zu existieren. Die nur noch aufrecht erhalten wurde durch Pflichtgefühl, Erwartungshaltungen von Außen und einer eingerichteten Bequemlichkeit. Die Dynamik innerhalb der Familie hat sie sehr fein beschrieben und nach und nach Gefühle der einzelnen Protagonist/innen entblättert. Außerdem hat sie wunderbar dargelegt, wie verdammt prägend unsere Kindheit ist und wie sehr die Erziehung unsere Basis für spätere Beziehungen bzw. für die Beziehung zu uns selbst ist. Ich habe es sehr gern gelesen. Es hat zum Nachdenken und Reflektieren angeregt. Mich hat es persönlich dazu gebracht, in mich selbst und meine Gefühlswelt hineinzuhorchen. Familiendynamiken zu hinterfragen und den Fokus darauf zu legen, darüber nachzudenken, was man selbst vom Leben möchte und wie sich das innerhalb einer Ehe vereinbaren und umsetzen lässt. Manchmal hätte ich mir von der Autorin gewünscht, noch tiefgründiger zu werden und noch mehr hinter die Fassade Georgs und weiter in seine Seele blicken zu können. Alles in Allem ist dieses Buch definitiv eine Empfehlung.

5

Lügen die wir uns (als Frau) selbst erzählen und versuchen alle unsere Rollen zu spielen bzw zu erfüllen, z.B. die der (ungeliebten) Tochter, der Ehefrau, der Mutter, der Business-Frau usw und dabei unsere Gefühle und unsere Wut unterdrücken, bis es nicht mehr geht.

Dieses Buch hat so messerscharfe Sätze, die mal schön sind und mal ungemein schmerzhaft. Helene, die Protagonistin, die mit der Lieblosigkeit ihrer Mutter zu kämpfen hat. Helene als Mutter, die versucht sich selbst nicht zu verlieren und ihrem Job gerecht zu werden, den sie nicht aufgeben will. Helene, die noch an ihre Jugendliebe denkt. Helene, die von ihrem Ehemann für eine andere verlassen wird. Helene, die versucht, nicht wie ihre Mutter zu werden. Dieses Buch ist so viel. Herausragende Sprache trifft Emotionen und Situationen, die wir alle so oder ähnlich schonmal erlebt haben. Sehr gut!

5

„Als hätte ein Benennen meiner Überforderung bedeutet, dass mit mir etwas nicht stimmt und nicht mit einem System, das Frauen alles abverlangt, aber nichts zurückgibt.“

Ein wirklich so, so tolles Buch über das realistische Leben einer Frau in unserer Gesellschaft und was es bedeutet, sich selbst zu verlieren und wieder zu finden - außerhalb von gesellschaftlichen Rollen. Anne Freytag beschreibt die alltäglichen und doch sehr tiefen Gedanken und Gefühle unseres alltäglichen Lebens so gut, und geht dabei besonders auf das Frau sein ein. Mutter und Liebhaberin sein, Karriere machen, mutig sein, seine Kinder lieben und dabei bloß nicht sich selbst verlieren und sich das eingestehen. Jeder Charakter hat hier so viel Tiefe und vor allem Helene (und Anna), aus deren Sichten das Buch geschrieben ist, sind zwei so vielschichtige und besondere Protagonistinnen! Der Prozess, den Helene im Laufe des Buches durchläuft ist so schön mitanzusehen: ich habe gelitten, war sauer, habe gelacht und immer mitfühlen können! 🥰 Vor allem das Ende hat mich wirklich so positiv überrascht, weil es so gar kein typisches happy end aus einer „Romanze“ ist, sondern total realistisch und offen. Zitate: „Weil jede Entscheidung besser ist, als keine zu treffen, selbst wenn man sich gegen den anderen entscheidet. Denn vielleicht entscheidet man sich damit endlich für sich.“ „Ich kenne genug Leute, die nur älter sind und nicht erwachsener geworden. Ein lebenslanges Wettrennen, bei dem andere die Richtung vorgeben - und man macht bis zur Erschöpfung mit, weil man immer damit beschäftigt ist, jemanden einzuholen.“

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Eine positive Überraschung

Eigentlich wollte ich nur ein Hörbuch, das eine lange Autofahrt angenehmer macht. Bekommen habe ich eine emotionale Achterbahn. Und das, obwohl ich sicherlich nicht viel mit Protagonistin Helene oder Tochter Anna gemeinsam habe. Außer vielleicht, dem Wunsch gemocht zu werden, aber wer hat das nicht? Ich dachte mir: ein kitschiges Buch über eine gescheiterte Ehe. Und ja, das Hauptthema war natürlich eine gescheiterte Ehe - aber eben auch Traumata und Sehnsüchte. Alles in allem hat mich das Hörbuch berührt. Jedoch lesen würde ich es nicht wollen. Ich glaube, dass für mich diese Geschichte nur gehört funktioniert.

Emotional, eindringlich, bewegend.

„Lügen, die wir uns erzählen” von Anne Freytag Was für ein intensives Buch, das ich noch zum Abschluss des Jahres zu Ende gelesen habe - was für eine Entdeckung! Anne Freytag ist bekannt für ihre sehr intensiven und preisgekrönten Jugendromane. In den Medien wird dieses Buch als ihr literarisches Debüt angepriesen. Unverständlich, denn literarisch verfasst @anne.other.freytag auch bislang wahre Emotions-Meisterwerke im Genre Jugendbuch. Ich habe schon länger auf „Lügen, die wir uns erzählen“ hingefiebert und es mir über die Feiertage als e-Book runtergeladen. Schon länger lag mein Tolino ungenutzt im Regal, denn Ich brauche eigentlich immer ein haptisches Erlebnis beim Lesen. Allerdings habe ich eine lange Autofahrt als Beifahrerin nicht ohne Buch verbringen wollen und bei Nacht geht das am besten mit einem e-Book. Ein Buch, das mich wirklich berührt und angefasst in meinem eigenen Leben. Anne Freytag schafft es, auf eine feinfühlige und eindringliche Weise Themen anzusprechen, die uns alle betreffen – die kleinen und großen Lügen, die wir uns erzählen, und die Wahrheiten, vor denen wir oft fliehen. Sie schafft es, die Figuren so eindringlich und vielschichtig zu erzählen, dass man einige Situationen selbst mitleidet und mitfühlt. Ich habe mich in vielen Aspekten wiedererkannt. Die Emotionen, die das Buch bei mir ausgelöst hat, schwingen noch lange nach. Es gehört sicher zu meinen TOP 3 aus diesem Jahr. Es war seit langem mein erstes e-Book, und obwohl ich das physische Buch gerne in Händen gehalten hätte, hat es keinen Deut an Intensität eingebüßt. Ein wirklich besonderes Leseerlebnis! 2024 hat meine Leseliebe aus früheren Tagen wieder ganz neu angestoßen. Ich hoffe, 2025 bringt mir wieder mehr dieser literarischen Alltagsfluchten.

Emotional, eindringlich, bewegend.
5

Wunderbares Familien Porträt

Mit feinen sprachlichen Bildern und tollen Beschreibungen der Figuren. Kann es sehr empfehlen!

Wunderbares Familien Porträt
4

Konnte mich emotionaler mehr packen wie gedacht.

Mich hat das Buch wirklich positiv überrascht. Es hat mich an manchen Stellen so mitfühlen lassen können. Mit der ganzen Situation, mit den Gefühlen der Charaktere und diese ganzen zwischenmenschlichen Beziehungen. Generell lesen bzw hören wir aus zwei Perspektiven. Von Helene. Mutter, Ehe- und Karrierefrau. Die andere Perspektive aus der Sicht von Anna. Die Tochter von Helene. Natürlich auch ganz viel über die Beziehungen zueinander. Wir haben sehr viele Rückblicke, die mit der Gegenwart verschmilzen und es manchmal wirklich genauerem zuhören gebraucht hat, um zu wissen wo ich gerade bin. Es geht, wie der Titel schon sagt, über die Lügen die wir uns erzählen. Sind wir auch wirklich glücklich und warum machen wir das, was wir tun? Toller und ein sehr nachhallendes Buch. Kann ich wirklich empfehlen.

5

Harter Stoff!

Helene. Lene. Lainie. Verschiedene Leben, Familiengeschichten, Verletzungen, Liebe. Und am Ende ist alles anders. Und gut.

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