Den Mund voll ungesagter Dinge
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Description
Book Information
Author Description
Anne Freytag hat International Management studiert und als Grafikdesignerin gearbeitet, bevor sie sich ganz dem Schreiben von Romanen widmete. Für ihre ersten beiden Jugendbücher wurde sie für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert, für ihren dritten Roman »Nicht weg und nicht da« für den Buxtehuder Bullen 2018. Außerdem erhielt sie dafür den Bayerischen Kunstförderpreis in der Sparte Literatur. Zuletzt bei Heyne fliegt erschienen: »Das Gegenteil von Hasen«. Die Autorin lebt mit ihrem Mann in München.
Characteristics
8 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
"ich will mich an Ecken und Kanten stoßen, weil sie sonst austauschbar und langweilig wären. Ich muss nicht alles an einen Charakter mögen, ich muss es nur glauben können"
Sophie ist 17 und "muss" mit ihrem Vater nach München ziehen, weil der nun endlich wieder eine Frau hat. Sophie hat ihre Mutter nie kennengelernt, für sie ist ihre Mutter gestorben - die Wahrheit ist kaum einfacher zu ertragen, Sophie's Mutter hat sich nach deren Geburt aus den Staub gemacht. Bock hatte sie also auf all das überhaupt nicht, weder auf die neue Familie ihres Vaters - welche nun auch ihre Familie sein sollte, auf neue Menschen oder gar die neue Umgebung. Das einzigste was ihr kontinuierlich Halt gibt, ist ihr bester Freund Lukas, aber der hatte nichts besseres zu tun, wegen seiner Freundin nach Paris zu ziehen. Mit zwei Dingen konnte Sophie jedoch nicht rechnen, mit dem neuen Gefühl was Familie bedeutet, noch welche Erlebnisse sie mit dem Nachbarsmädchen Alex erlebt und welche Emotionen das in ihr auslöst. Es handelt sich hierbei um einen Jugendroman, zugegeben war ich genau deshalb anfänglich unsicher. Ab einem gewissen Alter, tut man sich wohl einfach schwerer sich in eine bestimmte Zielgruppe ausreichend einzufinden. Trotzdem habe ich mich ganz bewusst als erstes für einen Jugendroman der Autorin entschieden. Durch so viel positive Resonanz sollte dieses Buch mein Einstieg werden. Es war nicht so 100% meine Story, trotz allem bleibt es definitiv nicht mein letztes Buch der Autorin, Anne Freytag schreibt so unglaublich gut, fließend und angenehm, es lässt einen an den geschriebenen Wörtern so leicht teilhaben.

Schönes Buch über das erwachsen werden und sich selbst finden
Sophie ist 17 als ihr Vater mit ihr von Hamburg nach München zieht. Dort sollen sie mit seiner Freundin und deren beiden Söhnen zusammen leben. Sophie ist weniger begeistert, steht sie doch kurz vor dem Abi. Und richtig Lust auf Happy-Family hat sie auch nicht. Lichtblick ist das Nachbarsmädchen Alex. Die beiden verstehen sich und und fühlen sich verbunden - und dann stellt ein Kuss Sophies Welt auf den Kopf Eine schöne, gefühlvolle Liebesgeschichte. Besonders hat mir auch Sophies Beziehung zu ihrem Vater und der neuen Familie gefallen, die sich langsam aufgebaut hat. Die gesamte Geschichte war authentisch geschrieben.
„Ich bin nicht nur eine Sache. Ich bin das alles. Und das ist erst der Anfang.“
Wieder ein wahnsinnig toller, flüssig zu lesender und berührender Schreibstil, der mich absolut begeistert hat. Ich glaube ich fand den Titel eines Buches noch nie passender, denn Sophie hat wirklich so unglaublich viele ungesagte Dinge in ihrem Mund. Auch mir fiel es und fällt es auch immer noch schwer, meine Gedanken und Gefühle laut auszusprechen, das zu sagen, was ich wirklich sagen will. Das mag der Grund sein, warum ich sie so gut verstanden habe. Wieder geht es um das Erwachsenwerden, um das finden einer Identität, eines Sinns. Dabei bleibt alles nachvollziehbar und authentisch. Ich freue mich sehr, dass dies meine erste queere Liebesgeschichte war 🌈! Not to forget: die Covergestaltung ist so liebevoll und ergibt nach dem Lesen so viel Sinn und hat mich nach dem Beenden des Buches nochmal mehr gecatcht. Leseempfehlung!

Wow. Einfach nur wow. Ich LIEBE das Buch. Sobald ich fertig war wollte ich es einfach wieder lesen. Ich habe die Geschichte geliebt und gehasst. Woran erkennt man, dass das Buch, das man liest ein gutes Buch ist? Indem man anfängt alles zu Verfluchen, was dem Hauptcharakter im Weg steht. Und wie ich das getan habe. Ich musste lachen und weinen. Sophie und Alex sind mir so ans Herz gewachsen, dass ich am liebsten einen weiteren Band hätte, nur um sie wieder zu sehen. Ich glaube an meinen Worten lässt sich erkennen, dass ich das Buch zu 100% empfehlen würde. Lies es. Du wirst es auch lieben.
Schön und nah am Leben🫶🏼✨️
Anne Freytags Erzählstil hat mich von Anfang an gepackt und tief in die Geschichte hineingezogen. Ich war sofort an Sophies Seite, auch wenn ich nicht immer mit ihr warm wurde. Sophie und Alex waren mir nicht durchweg sympathisch. Gerade zu Beginn fand ich Sophie etwas zu kindisch für ihr Alter, aber im Laufe der Geschichte änderte sich mein Blick auf sie, besonders ihre Selbstzweifel und Ängste kamen authentisch rüber. Besonders toll fand ich Lena, die nicht die typische Stiefmutter-Klischee bedient, sondern einfach eine gute Beziehung zu Sophie aufbauen will und eine sympathische Person ist. Verständlich, dass Vater Christian sie liebt. Und dann ist da noch der kleine Leon, den ich am liebsten in den Arm genommen und gedrückt hätte (und natürlich auch Valentin). Die langsamen Annäherungen zwischen Sophie und Alex haben bei mir gemischte Gefühle ausgelöst. Ich sehe die beiden nicht unbedingt als lesbisch, obwohl sie hier ihre Gefühle füreinander entdecken. Für mich wirken sie eher bisexuell, da sie beide schon Erfahrungen mit Männern gemacht haben. Aber das ist wohl meine persönliche Perspektive. Mir gefällt, dass die Geschichte nicht auf die sexuelle Orientierung fokussiert, sondern auf das Verlieben, die Liebe und das Gefühl, geliebt zu werden – ganz egal von wem. Die Essenz der Gefühle bleibt davon unberührt.
𝔸𝕥𝕖𝕞𝕓𝕖𝕣𝕒𝕦𝕓𝕖𝕟 🅆🅄🄽🄳🄴🅁🅂🄲🄷🄾̈🄽 U͎n͎ü͎b͎e͎r͎t͎r͎e͎f͎f͎l͎i͎c͎h͎
Sophie hatte es noch nie ganz einfach das beginnt damit dass ihre Mutter sie als kleines Kind verlassen hat und endet mit sehr vielen schlechten Entscheidungen aber als ihr Vater mit ihr nach München zu ihrer "neuen Familie" ziehen will ist das wie die Kirche auf der Torte zuerst findet sie es total schlimm dort aber als sie das Nachbars Mädchen Alex kennenlernt merkt sie dass der Umzug vielleicht gar nicht so schlimm war Anne Freytag hat sich diesmal selbst übertroffen ich Weine fast nie bei Büchern aber dieses buch hat es geschafft mich mehr mals zum heulen zu bringen Die Geschichte ist herzerwärmend und wunderschön und mann muss es gelesen haben ich bin der meinung es ist eines der besten Bücher die je geschrieben wurde
Sollte jede:r Teenie gelesen haben!
Was als scheinbare 0815-Story beginnt, wird zu einer mitreißenden queeren Coming-off-Age-Geschichte, die zeitlos und altersunabhängig bleibt. Ich habe es sehr gerne gelesen, gerne mitgefühlt und mich von Anne Freytags schöner Sprache inspirieren und zum Nachdenken anregen lassen, dass ich Lust bekommen habe, mehr von ihr zu lesen :) ich habe zwar (noch) keine Kinder, aber kann es kaum erwarten, sie dieses Buch aus dem Regal nehmen zu sehen :)
3,75 sterne
Diese Buch umfasst perfekt wie es ist als Jugendliche erwachsen zu werden. Der schreibtstil war super flüssig und ich liebe wie anne freytag die Wörter benutzt & gefühl reinbringt. habe die kurze Kapitel geliebt und bin durch geflogen. Das hier war mein erstes büch von ihr und sicher nicht mein letztes. Trotzdem was es manchmal etwas "langweilig"

Ich liebe das Buch. Ich habe vorher noch nie ein Buch von Anne Freytag gelesen, aber ihr Schreibstil ist total angenehm. Die Protagonisten sind der hammer, ich mag vor allem Sophie doch manchmal ist sie auch ein bisschen stur. Das Cover und vor allem die Buchgestaltung sind so cool, es ist so kreativ und auch die Song Listen sind einfach toll. Wie gesagt anfangs war es vielleicht nicht so spannend, aber ab dem Wendepunkt (der Kuss) wurde es immer spannender. Die Gefühle wurden gut beschrieben so das man sie sehr gut nachvollziehen konnte. Alles in allem, ein tolles und wunderschönes Buch.
So gut geschrieben, voller Emotionen... Einfach ein so unglaublich tolles Buch ❤️
Ich liebe dieses Buch so sehr! Es beinhaltet so viele Emotionen und macht spaß zu lesen. Ich habe dieses Buch irgendwann nicht mehr aus der Hand bekommen. Spannend, traurig, süß und verständnisvoll gemacht. In einigen Situationen erkenne ich mich selber wieder und konnte so viele Verbindungen Aufbauen. Tolles Buch, werde ich definitiv nocheinmal lesen und eine Menge Makieren 💖
Ich liebe Anne Freytag für ihre Art! Wie sie es schafft diese Worte zu finden, die diese Gefühle beschreiben in die man sich sofort hineinversetzen kann! Das buch ist anders-ja! Aber es ist so wundervoll!! Man denkt danach anders- über vieles! Ich bin froh, dieses buch gelesen zu haben! Denn ich liebe es! Wirklich! <3
War nicht so meins
Geschichte an sich ist okay, hat mich jetzt aber nicht gepackt. Mit 12 oder 13 Jahren hätte ich das Buch sicher cool gefunden, aber wenn man schon ein wenig älter ist finde ich es nicht mehr sehr ansprechend. Mich hat gestört dass das Schicksal der Haupt-Protagonistin immer wieder angesprochen wurde aber eigentlich gar keine Rolle gespielt hat. Auch der Schreibstil war jetzt nicht so meins (zum Beispiel oft so „Mainstream“ Beschreibungen, die dauernd wieder benutzt wurden oder auch dauernde Erwähnung welches Lied gerade gehört wird oder welches Lied im Radio läuft).
Hat mir richtig gut gefallen. Die Charaktere, den Plot, das Setting... es hat einfach alles gepasst. Vor allem Sophie konnte ich gut verstehen und ihre Gedanken wurden so realistisch beschrieben, sodass ich richtig mit ihr mitfühlen konnte. Alex hat mich zwischendurch etwas genervt (vor allem gegen Mitte/Ende des Buches), aber sie musste ja auch sich selbst weiterentwickeln, was sie am Ende des Buches zum Glück noch maxht. An die kurzen Kapitel musste ich mich erst gewöhnen, aber deswegen und durch den lockeren und leichten Schreibstil bin ich super schnell durch das Buch durchgekommen. Das Ende ging mir etwas zu schnell, hätte mir da noch ein paar mehr Seiten gewünscht
Ein wirklich schönes Jugendbuch. Sprachlich der Altersklasse angepasst, bietet der Roman viele mögliche Herausforderungen als Gedankenanstoß an. Locker und leicht geschrieben für zwischendurch oder für Menschen, die sich noch nicht gefunden haben. Sei bei Alex‘ und Sophie’s erster Begegnung und dem Beginn ihrer Beziehung dabei 🖤
Eine Geschichte die sich für mich so unglaublich schnell weggelesen hat und von der ich so viel erfahren wollte. Gerade die Verbindung zwischen Sophie und Lukas ist besonders und das einfangen ihrer Unsicherheiten sowie der tiefe Einblick in ihre Gefühlswelt die auf einmal nach dem Umzug nach München Kopf steht. Die beiden Hauptprotagonistinnen Sophie und Alex stehen im Mittelpunkt und nebenbei werden eine Handvoll anderer eingeführt die allerdings relativ blass bleiben und kaum Geschichte bekommen. Ab der Mitte des Buches dachte ich stets, dass miteinander reden mal angebracht wäre (Wie ganz dem Buchtitel entsprechend natürlich nicht) über das „was danach kommt, was passiert hier gerade“ und dabei dachte ich mir dann, das sogar eine andere Geschichte möglich gewesen wäre. Gleichzeitig fand ich auch das verschweigen, die Angst der eigenen Gefühle und den Prozess des eigenen Erkennens sowie Erfahrungen sammeln auch plausibel. Es sind die ersten Erfahrungen der beiden jungen Menschen.
Es war traumhaft!
Geschichten über Jugendlieben gibt es wahrscheinlich so viele wie Sand am Meer - diese hier ist aber etwas ganz besonderes. Sophie ist fast 18 und muss mit ihrem (alleinerziehenden) Vater von Hamburg nach München ziehen. Erst ist alles schrecklich und man fühlt den Kummer der Jugendlichen. Dann trifft sie auf ihre Nachbarin Alex und nach und nach entwickelt sich eine zaghafte und verbotene Liebesgeschichte. Auch wenn ich selbst nicht lesbisch bin, hat mich die Liebe der Mädchen sehr tief berührt, ich habe beim Lesen gelacht und geweint und kann sagen: Das Buch ist definitiv eines meiner Highlights!

Zum wohlfühlen!
Kein Highlight, aber ein Buch zum wohlfühlen. Die Charaktere, der Plot und der Schreibstil sind sehr gut; lässt einen durch die Seiten fliegen. Die Gestaltung des Buches ist auch super schön. Überall findet man kleine Illustrationen, die in der Geschichte vorkommen und man schaut immer welche Illustration zum Kapitel passt. Wahrscheinlich könnte ich noch viel mehr zum Buch sagen, aber es sind nur formlose Gedanken über die tolle Geschichte. Also bleibe ich zurück mit einem Mund voll ungesagter Dinge…
Was eine tolle Geschichte!
- Ich hab wirklich alles daran geliebt und wie süß die beiden immer gedacht haben. - Manche Texte die man gelesen hatte, dachte man sich nur ,,Ahhh wie süß" 😂 - Ich musste sogar bei dem Buch weinen, weil es eine Stelle gab, wo es Streit gab und dieser einer Satz mich fertig gemacht hat 😩 - Liest dieses Buch, wenn ihr auf süße Liebesgeschichten steht 😂
Das Buch “Den Mund voll ungesagter Dinge” von Anne Freytag stand schon lange auf meiner Wunschliste. Umso mehr habe ich mich über die Neuerscheinung als Hardcover gefreut, da ich bereits ein anderes Buch der Autorin als Hardcover besitze. Das Cover ist eher schlicht gestaltet, sticht aber trotzdem durch die knallige rote Farbe hervor. Wenn man das Buch jedoch aufschlägt, kann man wunderbare Illustrationen passend zum Buch bewundern. Auch im Buch selbst finden sich immer wieder kleine passende Illustrationen, die das Buch verschönern. Zum Schluss findet man auch noch eine passende Playlist zur Geschichte. Der Schreibstil von Anne Freytag hat mir persönlich sehr gut gefallen. Die Geschichte hat sich sehr flüssig und angenehm gelesen. Ganz besonders hat mich beeindruckt, wie realistisch die Autorin es schafft die Gefühle der Protagonistin zu beschreiben. Ich konnte mich sehr gut in die Charaktere einfühlen. Die Protagonistin Sophie zieht mit ihrem Vater von Hamburg nach München, zu der Familie seiner Freundin. Sophie ist davon alles andere als begeistert und würde am liebsten in Hamburg bleiben. In München hat sie keine Lust auf ihr neues Leben und gibt ihrer neuen Familie auch kaum eine Chance. In ihren Augen sind alle außer sie glücklich und keiner scheint zu merken, dass es ihr gar nicht gut geht. Bis sie auf ein Mädchen aus der Nachbarschaft trifft. Mit Alex spürt sie sofort eine Verbindung, die möglicherweise sogar über Freundschaft hinaus geht. Im Laufe des Buches erforscht Sophie ihre Identität und entwickelt sich weiter. Manche Handlungen der Protagonistinnen konnte ich nicht komplett nachvollziehen, doch ich finde gerade in einem Jugendroman ist es wichtig, dass die Charaktere Erfahrungen machen und sich dadurch weiterentwickeln. Ich finde die Autorin hat mit “Den Mund voll ungesagter Dinge” ein sehr wichtiges, zeitgenössisches Jugendbuch geschrieben. Insgesamt kann ich das Buch jedem weiterempfehlen, der ein Buch über das Erwachsenwerden mit all seinen Höhen und Tiefen lesen möchte
Spannende Erkenntnisse, Gefühle von Zerrissenheit, Freude, Leid und Trauer. Mit dieser tollen Geschichte öffnet die Autorin eine Gedanken-, und Gefühlswelt, die sicher viele beschäftigt. Wer bin ich, was will ich, darf ich so sein. Ich sehe das Buch als eine Unterstützung für Menschen, denen es genauso geht.
Was für eine unglaublich emotionale Geschichte. Ich bin hin und weg und einfach sprachlos. Der Schreibstil hat mich völlig abgeholt und mich direkt in Sophie hineinversetzt. Ich konnte so gut mit Sophie mit empfinden und habe mich für sie unglaublich gefreut. Ich bin richtig Happy, das dieses Werk den Weg zu mir gefunden hat. Eine ganz große Empfehlung.
Seit einiger Zeit arbeite ich neben dem Studium in einer Buchhandlung (ich bin umgeben von Büchern und Lesern und bekomme auch noch Geld dafür, ein Traum). Gleich zu Anfang des Jahres drückte mir meine liebe Kollegin dieses Leseexemplar in die Hand und meinte, ich solle es doch mal lesen (ich sag's ja: ein Traum); ich decke momentan ein bisschen die Jugendbuchsparte bei uns ab, was Empfehlungen angeht. Zwar sagte mir der Autorinnenname etwas, ich hatte jedoch noch nie etwas von ihr gelesen. Als im Geschäft wenig los war, begann ich damit, mal rein zu lesen und dachte "was ist das denn?". Danach lag es bis gestern nur bei mir herum. Aus keinem besonderen Grund beschloss ich abends, ihm noch eine Chance zu geben. Zum Glück! Ja, es ist ein besonderer Schreibstil und ich brauchte einige Seiten, um damit zurechtzukommen. Dann war ich aber versunken in die Geschichte um Sophie, ein 17-jähriges Mädchen, das gerade Abitur macht und mit ihrem alleinerziehenden Vater von Hamburg nach München zieht. Plötzlich hat sie zwei kleine Brüder, zum ersten Mal in ihrem Leben eine Mutter und freundet sich mit dem Nachbarsmädchen Alex an. Sehr ungewöhnlich für sie, denn bisher hatte sie nur einen einzigen, männlichen Freund, der jetzt leider nicht mehr bei ihr in der Nähe wohnt. Mit Mädchen konnte sie nie viel anfangen und auch mit Jungs in Sachen Liebe lief es nicht wie erhofft. Eines Abends aber kommt es zu einem Kuss, der Sophies ohnehin schon nicht einfaches Leben völlig auf den Kopf stellt. Sobald ich einmal drin war, habe ich das Buch innerhalb weniger Stunden am Stück verschlungen. Im Nachhinein denke ich mir, dass ich mir vielleicht lieber mehr Zeit hätte nehmen sollen, um die vielen kleinen und meiner Meinung nach süßen Ideen, Musiktipps, die Aufmachung, all die liebevollen Details besser zu würdigen. Doch das Buch läuft ja nicht weg und ich werde es mit Sicherheit noch mal zur Hand nehmen, sobald meine Freundin es ebenfalls gelesen hat. Noch in der Nacht (Vorteil einer WG) habe ich es ihr in die Hand gedrückt mit den Worten "Ich habe sie gefunden: eine lesbische Liebesgeschichte mit Happy End!". Denn die wenigen Bücher, die es (im deutschen) Sprachraum zum Thema LGBTQ gibt, enden grundsätzlich dramatisch. So, als sollte es nicht sein, sehr zum Leidwesen von meiner lesbischen Freundin. Anne Freytag hat mit diesem Buch endlich eine Geschichte geschrieben, die auch diesen Menschen Hoffnung geben kann, statt sie zu nehmen. Ein großes Dankeschön dafür! Den Schreibstil, mit dem ich anfangs so gar nicht klarkam, finde ich inzwischen wunderbar einzigartig, beinahe poetisch und voller Metaphern. Das ganze Buch hat eine besondere Atmosphäre, die manchmal allerdings auch sehr deprimierend sein kann, deshalb noch einmal: Durchhalten! Nach all dem Drama kommt ein Happy-End!
Die Rezension ist auch auf meinem Blog verfügbar: https://inkofbooks.wordpress.com/2017/03/29/rezension-den-mund-voll-ungesagter-dinge-von-anne-freytag/ Ich habe irgendwie ein Händchen dafür, mir vielversprechende Bücher auszusuchen, die dann überhaupt nicht meinem Geschmack entsprechen. Wie auch immer ich das gerade hinbekomme. Ich wollte also UNBEDINGT „Den Mund voll ungesagter Dinge“ von Anne Freytag lesen, weil es sich so toll anhört: Ein Mädchen, was umziehen muss, sich in der neuen Stadt mit neuer Familie zurechtfinden muss und gleichzeitig entdeckt, dass sie auf ein Mädchen steht, was völliges Neuland für sie ist. Momentan ploppen immer mehr der „Diversity“-Bücher auf, denn das Thema interessiert offenbar viele und das auch zurecht. Denn wenn nur weiße, heterosexuelle Mädels und der obgligatorische Bad Boy in einem Buch existieren, schließt das schon ziemlich viele, ziemlich coole Menschen aus. Also hoffte ich, dass das Thema Repräsentation, die Angst vor Andersartigkeit, die Gedanken über die Sexualität hier gut eingefangen wären. Aber: Pustekuchen. POSITIV - Denkweise von Teenagern ist gut repräsentiert! Ich bin selber noch Teenager, dementsprechend kann ich an diesem Punkt wirklich sagen: Die Denkweise von Teenagern ist wirklich sehr gut abgebildet. Die Versagensängste, die verschiedenen Stufen der Einsamkeit, der Suche nach sich selbst, der Ablösung von den Eltern und natürlich der immer währende Leistungsdruck wurden in diesem Buch gut dargestellt und manche Gedanken hätten original aus meinem Kopf stammen können. Man kann also durchaus sagen, dass die Denkweise von Jugendlichen supertoll eingefangen wurde und dem ganzen eine Authentizität verleiht, die bemerkenswert ist. - Viele wunderschöne Metaphern! Der Schreibstil in diesem Buch ist wirklich bemerkenswert. Ich habe mich immer wieder dabei erwischt, wie ich darüber gestaunt habe, wie passend und vor allem gut ausgearbeitet die verschiedensten Metaphern sind, wie toll die Autorin formulieren konnte und wie flüssig die Sätze ineinander verflossen sind. Am Schreibstil sind mir wirklich kaum Mängel aufgefallen, er hat tolle Bilder erschaffen, Kontraste und Gegensätze aufgezeigt und natürlich viele Filme im Kopfkino erzeugt. Zum Schreibstil kann ich nur sagen: YESSAH! Ganz toll! - Charaktere mit Ecken und Kanten Auch wenn ich es nicht so recht zugeben will (für Näheres den negativen Part lesen), haben Freytags Charaktere Ecken und Kanten. Sie sind in keinem Fall glattgebügelt, lassen sich nicht in Schubladen einsortieren und haben alle ihre Macken, ihre Fehler und das macht sie absolut menschlich und natürlich auch authentisch. Gerade Sophie mit ihren negativen Gedanken, ihrem Sarkasmus, ihrer direkten Art aber auch der gleichzeitigen Verschlossenheit, hat mir sehr gut gefallen, auch weil sie viele Fehler macht, die man nicht gut finden muss, aber (meistens) wenigstens nachvollziehbar sind. - Viele süße Insider und eine tolle Freundschaft Auch die Freundschaft zwischen Sophie und Alex hat mir total gut gefallen. Die beiden entwickeln sich in ihrer Beziehung immer weiter, erleben Vieles zusammen, und haben bald eine ganze Liste von Dingen, die sie aneinander knüpfen und mit denen sie tolle Geschichten verbinden. Die Entstehung und Fortführung dieser Freundschaft erschien mir nicht immer logisch, ging mir manchmal zu schnell und zu unreflektiert, aber ansonsten waren es sehr süße und tolle Gespräche, die die beiden führten und die Erlebnisse, die die beiden hatten waren auch toll geschildert. NEGATIV - The Fuck? Was ist das für eine Repräsentation? Das größte Problem mit diesem Buch ist, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass das hier eine angemessene Repräsentation der LGBTQ-Community (vor allem dem L-Teil) ist, denn ganz ehrlich: Nein. Vorweg: Ich kenne niemanden, der lesbisch ist, ich bin selber rein hetero, habe also keine Referenzen um meine Behauptungen zu belegen. Ich bitte also um Erklärung, falls irgendetwas hier von so nicht stimmen sollte. Aber hier ist meine Meinung aus der Sichtweise, dass gerade LGBT-Jugendbücher Akzeptanz und Mut vermitteln sollen: Wenn jemand im gesamten Buch nicht akzeptiert, dass sie lesbisch ist, wenn sie selbst es nur als Phase abtut, wenn sie original sagt: „Es hat Vorteile, sich in ein Mädchen zu verlieben. Aber ich befürchte, die Nachteile überwiegen.“, dann sitze ich fassungslos in meinem Lesesessel. Wenn es in der Hälfte des Buches nur darum geht, wie absolut toll der Sex mit einem Mädchen ist, wie sie miteinander rummachen und generell eh nur an sich interessiert sind, wenn der lesbische Sex als Heilung dargestellt wird, ganz nach dem Motto: Wenn du Sex mit Jungs nicht magst, dann schlaf halt mit einem Mädchen. Wenn die Mädchen sich nicht prinzipiell lieben, sondern eher nur zusammen schlafen, weil es halt so toll ist, wenn Homosexualität immer noch rückständig als verpönt dargestellt wird, dann habe ich damit grundsätzlich Probleme. Ich wollte dieses Buch lieben, aber gerade diese Dinge haben es für mich wahnsinnig schwer gemacht, denn das kann ich einfach nicht akzeptieren. - Schon wieder: Betrügen, Hintergehen, FREMDGEHEN! Ich habe es schon so oft kritisiert, aber dieses Mal muss ich es hinaus schreien: WARUM DENKEN AUF EINMAL ALLE JUGENDBUCH-AUTOREN, DASS ES OK WÄRE, DEN PARTNERN FREMDZUGEHEN? UND DAS ES ABSOLUT KEIN PROBLEM WÄRE? Klleine Sache: Fremdgehen ist scheiße. Egal unter welchen Umständen. Sei doch wenigstens ehrlich mit deinem Partner und sag ihm, dass es jemand anderen gibt. Versteck es nicht hinter seinem Rücken und benimm dich wie der letzte Hinterwäldler. Ich weiß nicht, wie oft ich es noch betonen muss, aber fremdgehen ist ein No Go. Basta! Es macht die ganze Sache natürlich auch nicht besser, dass Alex einen Freund hat, der aber während der ganzen Aktivitäten mit Sophie einfach mal vergessen wird und als Alibi herhalten muss, weil sie sich nicht traut, es offen zuzugeben. - Kein Umgang mit dem Outing oder den Folgen Wenn man an ein Buch denkt, dass sich mit anderen Sexualitäten von Jugendlichen beschäftigt, denkt man doch immer, dass das Outing behandelt wird. Die Folgen davon, der Umgang des Umfeldes damit, das Gefühl, offen da zu stehen und sich selbst entblößen zu müssen. Nichts davon wird in diesem Buch angesprochen. SPOILER! Das Outing passiert zwei Zeilen vor dem Ende des Buches und auf einmal macht es keinem mehr etwas aus, alle tun so, als wäre das nur eine Phase und es wird von Grund auf ignoriert. SPOILER ENDE! Ja, ne. So hab ich mir das ganz und gar nicht vorgestellt. - Klischees, die kritisiert werden, aber selber benutzt werden Ich wusste wirklich nicht, ob das Buch sich selbst auf den Arm nimmt, oder ich hysterisch lachen sollte. In einem Teil des Buches wird sich darüber unterhalten, dass Buchcharaktere immer gewisse Klischees erfüllen, vor allem die meisten Protagonistinnen aus Jugendbüchern. Und dagegen hab ich auch gar nichts einzuwenden. Ich finde diese Erwähnung sogar ok. Aber wenn man sich dann von all diesen Klischees losspricht, obwohl man sie SELBST IM BUCH ANWENDET, habe ich ein Problem damit. Ein großes. Sophie weiß nämlich selbst mal wieder nicht, wie toll sie aussieht, wie schlau sie ist und so weiter und so fort. Aber das wird…vergessen? Offensichtlich hat da irgendwer nicht vernünftig aufgepasst, denn sich selbst in so großem Maße zu widersprechen ist schon eine Meisterleistung. Außerdem wird festgestellt, dass die besten Protagonisten immer Ecken und Kanten haben und nicht zwingend Sympathieträger sein müssen. Und das stimmt. Das ist vollkommen richtig. Aber weder Alex, noch Sophie sind Sympathieträger, noch haben sie Ecken und Kanten, die wirklich realistisch und authentisch sind. - Lukas nennt sie „Flittchen“ Ihr verdammter bester Freund! Ihr BESTER Freund! Er nennt sie Flittchen. Und zwar nicht nur manchmal, sondern immer. Das soll wohl lustig wirken, hat aber genau den gegenteiligen Effekt. Ich kenne es selbst von mir, dass ich und meine Freunde uns verrückte Spitznamen geben, aber „Flittchen“? Ernsthaft? Wie respektlos ist das denn bitte? Und woher kommt das? Sophie hat mal ganz schön viel roten Lippenstift getragen, hat schwarze Haare und ist ziemlich blass: Wie Schneewittchen. Aber weil das ihrem besten Freund zu nuttig aussah, hat er es einfach in „Schneeflittchen“ und irgendwann in die Kurzform abgewandelt. Aha. Ja, ne. So geht man nicht mit seinen besten Freunden um. Das kann man mir beim besten Willen nicht als „süß“ oder „neckend“ verkaufen. Das ist dumm. - Wie soll sich ein Mädchen in der gleichen Situation fühlen? Und nun kommen wir zu dem, was mir wirklich am allermeisten am Herzen liegt. An alle, die das Buch gelesen haben und/oder meine bisherigen Kritikpunkte nachvollziehen können: Wie denkt ihr, würde sich ein Mädchen fühlen, welches gerade entdeckt, dass sie vielleicht auf Mädchen steht? Wie würde sie sich fühlen? So als könnte sie damit an die Öffentlichkeit gehen? Als wäre es ok, anders zu sein und dies offen zur Schau zu stellen? Denkt ihr wirklich, dass dieses Mädchen nach der Lektüre dieses Buches mehr Mut hat, sich mit sich selbst und den Reaktionen ihres Umfelds auseinander zu setzen? Denkt ihr, dass dieses eine Mädchen, welchem vielleicht dieses Buch in die Hände fällt, sich akzeptiert und wohl in ihrer Haut fühlt? Dass sie nun weiß, dass das, was sie tut, komplett in Ordnung ist und nicht schlimm? Ich denke nicht. Ich denke, dieses Mädchen wird immense Probleme haben. Dieses Mädchen wird sich noch viel weniger trauen, die eigene Sexualität nicht akzeptieren, sich selbst verleumden. Und das alles, weil ein Buch ihr unterschwellig mitgeteilt hat, dass es zwar ganz in Ordnung ist, auf Mädchen zu stehen, das aber auf keinen Fall öffentlich gemacht werden darf, man am besten noch einen Alibi-Freund haben sollte und natürlich, dass es unendlich viele Nachteile hat. Sowas will ich nicht verantworten müssen. Fazit: „Den Mund voll ungesagter Dinge“ (Man, was ein Zungenbrecher-Titel) ist ein Buch, welches ich voller Spannung erwartete und auf das ich mich riesig gefreut habe. Und es dann einfach nur in den Sand gesetzt hat. Viele Stellen sind wunderschön geschrieben, voller toller Metaphern und Gedanken, die so jedem Teenagerkopf entspringen könnten. Allerdings hatte es so einige Probleme: Angefangen bei manchen Aussetzern im Schreibstil, weiter über die nicht glaubwürdige Liebesgeschichte, die misslungene Repräsentation von LGBTQ und die schließliche Ambivalenz beziehungsweise das elende Thema „Fremdgehen“. Dies macht es für mich zu einem Buch mit riesigem Potenzial, das ganz und gar nicht ausgeschöpft wurde und sich teilweise selbst torpedierte. 2,5 von 5 Tintenklecksen!
meine vollständige Rezension: http://isabellsbooks.blogspot.de/ Instagram: isleepnaked Obwohl sich dieses Buch sehr schnell lesen ließ und bei mir auch stets Neugierde da war und ich wissen wollte, wie es weitergeht, war da dennoch irgendwie eine Art Barriere zwischen der Protagonistin Sophie und mir und dadurch auch zwischen mir und dem ganzen Buch. Doch erstmal zur Gestaltung des Buches. Ich persönlich bin etwas zwiegespalten was das Cover angeht - ich mag zwar das knallige Rot und die leicht regenbogenhafte Schriftfarben des Titels und auch irgendwie die Schriftart und wie es so gestaltet ist dass es aussieht als würde es aus einem Megafon herausgerufen werden, aber irgendwie ist es mir auch etwas zu sehr auf Jugendbuch getrimmt. Irgendwie hat es etwas kindliches was mich als 21 Jährige ein bisschen abstößt. Positiver überrascht war ich dagegen davon, dass, wenn man das Buch öffnet, sich auf der Rückseite des Covers Zeichnungen von der Hauptfigur Sophie befinden, die auch innerhalb der Geschichte nochmal eine Rolle spielen, weshalb ich ganz oft dahin zurückgeblättert habe. Solche kleinen Extras in Büchern gefallen mir immer sehr. Auch wenn man die Rückseite des Buches ausklappt, erhält man etwas - nämlich zwei Songlisten mit all den Liedern die im Buch erwähnt werden, was ich auch ganz toll fand. Zwar habe ich so im Gefühl, dass die Lieder nicht so wirklich meinem Musikgeschmack entsprechen, aber ich finde es dennoch eine schöne Geste. Außerdem hat das viele Reden über Musik mit der Nennung von echten Songs die Figuren im Buch sehr viel realer für mich gemacht. Über jedem Kapitel prangt außerdem auch noch eine kleine Zeichnung, was ich erneut als nettes Extra empfunden habe. Wenn wir schon beim Thema Kapitel sind, möchte ich hier auch hervorheben, dass ich die Kapitellängen in dem Buch extrem toll fand. Kurze Kapitel sind einfach der Beste Freund für Schnelllesen meiner Meinung nach. Ich finde es jedes Mal wieder faszinierend wie sehr nie-enden-wollende Kapitel meine Lesegeschwindigkeit verlangsamen und wie viel schneller ich ein Buch weglese wenn die Kapitel kurz sind. Mir hat es außerdem gut gefallen, dass jedes Kapitel seinen eigenen Titel hatte, da das zusätzlich zu den Zeichnungen immer dazu beigetragen hat, mich neugierig auf das nächste Kapitel zu machen und mir schonmal auszumalen, was wohl darin passieren wird. Mein Verhältnis zur Protagonistin Sophie glich in etwa einer Achterbahnfahrt - manchmal fühlte ich mich von ihr sehr verstanden und ihr dementsprechend nahe, doch manchmal konnte ich ihre Gedankengänge und Handlungen absolut nicht nachvollziehen wodurch sich eine Distanz zwischen uns aufgebaut hat. Zu Beginn des Romans war sie mit solch einer Wut und einem Trotz erfüllt, der mir einfach viel zu pubertär für ein Mädchen von 17, fast 18 Jahren vorkam. Sie war so negativ eingestellt, vollkommen undankbar und alles-schlechtredend und nichts-wertschätzend. Und ja, ich kann irgendwo nachvollziehen dass die verändernden Umstände des Umzugs aus der Heimat in ihr eine erneute Pubertät ausgelöst haben, aber trotzdem empfand ich sie als äußerst anstrengend. Zum Glück hat es dann nicht lange gedauert, dass nach und nach immer mehr Positives in ihr Leben geströmt ist und damit auch ihre Stimmung etwas besänftigt hat - auch wenn ich vor allem ihren Umgang mit Lena dennoch das ganze Buch hindurch viel zu "undankbare Göre"nhaft fand. Vor allem da ständig so viel Wert darauf gelegt wurde, zu betonen wie viel Mühe sich Lena gibt, empfand ich Sophies Verhalten ihr gegenüber nochmal umso unfairer und unverständlicher. Lena dagegen habe ich sofort ins Herz geschlossen und fand ihren Charakter wirklich großartig. Zu Beginn des Buches hat mich auch irgendwie das ganze Deutsche im Buch etwas aus der Bahn geworfen und kam mir eher befremdlich vor. Ich lese momentan hauptsächlich englische Bücher und lese diese auch lieber als deutsche Bücher da ich die englische Sprache einfach so viel schöner als die deutsche finde. Ich habe mir vorgenommen, nur noch deutsche Bücher von deutschen Autoren zu lesen und englische und französische Bücher im Original zu lesen. Aber es war schon irgendwie komisch, ein Buch zu lesen, dass von seinem Schauplatz her so viel näher bei meiner eigenen Realität spielt. Auch wenn ich es persönlich als in-Bayern-Lebende etwas unnötig fand, dass anfangs so negativ über Bayern gesprochen wurde, schätze ich, dass das wohl normal ist für jemanden der aus dem Norden Deutschlands kommt. Es war einfach seltsam zu lesen, dass die eine Romanfigur mal eben in Schwabing einkaufen geht, wenn man selbst dazu eine Verbindung hat. Oder wenn sie an den Starnberger See fahren an dem ich auch schon war. Das ist alles auf keinen Fall negativ, nur eben ziemlich ungewohnt für mich, denn dadurch wurde mir bewusst, dass zu den meisten anderen Büchern die ich lese, einfach schonmal eine ganz andere Distanz zwischen mir und den Figuren vorgegeben ist, die hierbei einfach wegfällt. Aber es hat mir auch gezeigt, dass es im Endeffekt bei der Identifikation auch gar nicht darum geht, ob die Figuren im selben Bundesland wohnen wie man selbst, sondern eher darum ob sie so ticken wie man selbst. Was mir am Befremdlichsten vorkam, war der Spitzname mit dem Sophies Vater sie gerufen hat: "Motte". Ich persönlich fand das extrem "cringy" zu lesen, da ich mir auch nicht erklären konnte wie man darauf kommt, dieses Wort als Spitznamen zu verwenden und dies auch nicht im Buch erklärt wurde. Der andere, für viele sicherlich problematischere, Spitzname im Buch war "Flittchen". In vielen anderen Rezensionen wird das sehr kritisch betrachtet. Ich persönlich muss sagen, dass ich mich während des Lesens nicht so sehr daran gestört hatte und den Spitznamen als weniger befremdlich als "Motte" empfand. Ich finde Spitznamen generell unnötig und finde, man hätte auch diesen getrost weglassen können. Und wenn wir schon bei Namen sind muss ich auch gestehen, dass ich den Namen "Sophie" nie so wirklich mit dem Charakter der Hauptfigur in Einklang bringen konnte. Irgendwie hat er für mich gar nicht zu ihr gepasst. Das war wohl auch mit ein Grund, warum es mir nicht so viel ausgemacht hat, dass Lukas sie "Flittchen" genannt hat. Ich habe einfach unfassbar viele Gedanken zu dem Buch und habe selbst etwas Angst, dass ich nach der Rezension den Mund noch voll ungesagter Dinge haben werde, weil ich gar nicht alles einbringen kann was ich möchte. Zum einen fand ich den Ausschnitt aus Sophies Leben bei dem man sie in dem Buch begleitet ganz schön gewählt, da es vor, während, und nach dem Abitur spielt und auch das Abitur selbst mit hineinverarbeitet wurde. Da mein Bruder gerade selbst mitten in seinem Abitur steckt, und da die Abiturzeit wohl jedem ganz gut im Gedächtnis bleiben wird, hat mir das gut gefallen. Das war auch wieder etwas, das in englischen Büchern so nie vorkommt, da dort einfach ein anderes Schulsystem herrscht. Was ich unglaublich toll fand und was für mich die meiste Identifikationsgrundlage geschaffen hat, waren die intensiven Auseinandersetzungen mit zwei speziellen Filmen, nämlich einmal "Jung und schön" und zum anderen "Blau ist eine warme Farbe". Da ich mich selbst schon ausführlich mit beiden Filmen auseinandergesetzt habe und dadurch selbst eine starke Bindung zu ihnen habe, hat die Rolle, die die beiden Filme in der Geschichte gespielt haben dem Buch viele Pluspunkte bei mir eingehandelt. Auch wenn die Sophie die ich mir vorgestellt habe, nicht so aussieht wie die Hauptfigur aus "Jung und schön". Aber vor allem die detaillierte Beschreibung des Filmschauens von "Blau ist eine warme Farbe" fand ich unglaublich gut und ist wohl meine Lieblingsszene im ganzen Buch, da ich mich so sehr in diese Lage versetzen konnte und extrem gut spüren konnte, wie unangenehm und geladen die Stimmung da gerade sein muss. Das Buch hat mir auch total Lust gemacht, den Film bald mal wieder anzusehen. Natürlich finde ich es auch erwähnenswert, dass Harry Potter, wenn auch nur kurz, vorkam. Wobei ich da ja definitiv Alex Meinung bin, was das beste Harry Potter Buch betrifft... Das Buch hatte mit seinen fast 400 Seiten wirklich eine ganze Menge zu bieten und vor allem eine Vielzahl an verschiedenen Charakteren. Ich fand vor allem die Freundschaft zwischen Lukas und Sophie sehr interessant und schön und habe die Szenen zwischen den beiden ziemlich gerne gelesen. Lukas kam mir irgendwie sehr erfrischend vor und ich mochte die intime aber platonische Beziehung zwischen den beiden. (Auch wenn seine "typisch-männlichen" Fragen zu lesbischem Sex unnötig waren und den Charakter platter gemacht haben als er es verdient hat. Andererseits denke ich, dass sich nunmal viele Leser die gleiche Frage wie er stellen, und deshalb war es wohl nicht ganz verkehrt, dass die Autorin das mit reingenommen hat.) Wie bereits schon erwähnt, konnte ich einige Entscheidungen und Handlungen von Sophie absolut nicht nachvollziehen. Sie sträubt sich gegen so tolle Möglichkeiten, für die andere sonst was geben würden und das wegen Gründen die einem irgendwie unbedacht erscheinen. (Zimmer, San Francisco) Auch wenn ich Alex von vornherein gleich viel toller als Sophie fand und sie generell als Charakter wunderbar optimistisch war, vor allem im Vergleich zu Sophie, war da auch zu ihr irgendwo eine Distanz bei mir da. Faszinierend fand ich dann aber, dass ich das Gefühl hatte, dass die Autorin das irgendwie bemerkt hat - dass einem als Leser vor allem Sophie irgendwie nicht 100% sympathisch sein kann - und dann die Unterhaltung zwischen Sophie und Alex eingebracht hat, in der sie sich darüber unterhalten, ob sie gute Buchcharaktere wären. Das kam mir ziemlich meta vor, was ich irgendwie mochte. Mir ist auch im Kopf geblieben, dass die beiden selbst finden, dass sie keine guten Buchcharaktere abgeben würden da sie zu sehr anecken und diese Aussage fand ich eigentlich ziemlich sympathisch. Und ich fand es auch mutig von Anne Freytag, dass sie eine Hauptfigur geschrieben hat, die Sachen macht und Entscheidungen trifft, die man als Leser nicht gutheißt, einfach weil sie sie fehlerhaft schreiben wollte. Ich mochte die Einstellung dahinter und dennoch hat es mich irgendwie davon abgehalten, mich vollkommen im Buch zu verlieren. Ich habe zum Beispiel keinerlei Emotion empfunden während der emotionaleren Szenen zwischen Sophie und Alex und auch keinerlei Kribbeln während ihren erotischeren Szenen. Das habe ich definitiv vermisst. Generell enthielt das Buch für meinen Geschmack zu viel Sex mit fehlender Erotik. Ich fand die vielen Sexszenen wirkten etwas gehäuft und irgendwann erweckten sie auch den Eindruck, dass es nur um Sex ginge. Das war mir etwas zu oberflächlich. Die emotionalste Szene für mich war die erste offene und tiefgehende Unterhaltung zwischen Lena und Sophie, die mich wirklich berührt hat. Und die erotischste Szene war für mich das Anschauen von "Blau ist eine warme Farbe", da ich das extrem realistisch geschrieben fand. Da Sophie jedoch auch noch bemerkte, dass Emma aus "Blau ist eine warme Farbe" sie an Alex erinnerte, konnte man als Leser der den Film gesehen hat nicht anders als selbst weitere Parallelen zwischen dem Film und dem Buch zu ziehen. Bei mir ist es schon etwas her, dass ich den Film zuletzt gesehen habe, aber es wirkte schon so, als hätte die Autorin sich stark daran orientiert. Vor allem was die vielen Sexszenen betrifft. Ich mochte es, dass vor allem die Charaktere Lena und Alex mehr ausgebaut wurden und vielschichtiger und tiefgründiger wirkten als man es als Leser erstmal angenommen hatte. Man muss wirklich sagen, dass es der Autorin gelungen ist, vor allem Sophie als Charakter mit vielen Dimensionen zu schreiben. Sie wirkt wie eine reale Person die man kennt aber bei der man, bzw. ich mir nicht wirklich sicher bin ob ich sie nun mag oder nicht. Dennoch muss ich sagen, dass ich definitiv das Gefühl hatte, dass Sophie innerhalb des Romans eine Entwicklung durchgemacht hat und sehr viel hingefallen und gewachsen ist. Und je mehr sie sich selbst geöffnet und kennengelernt hat, desto sympathischer fand ich sie auch. Ganz herzerwärmend fand ich die Darstellung der beiden Stiefbrüder - vor allem von Leon. Leon wurde wirklich so zuckersüß und niedlich beschrieben, dass ich ihn so sehr in mein Herz geschlossen habe, dass ich wirklich ein wenig traurig war, dass er in der zweiten Hälfte des Buches eigentlich gar nicht mehr vorkam. Er hat vor allem den Anfang in das Buch sehr positiv bereichert - sowohl für Sophie als auch für einen als Leser. Das Ende kam mir irgendwie viel zu abrupt. Das Buch hat sich sehr viel Zeit für eigentlich alles genommen und da hätte es sich auch mehr Zeit für die Lösung des Konflikts am Ende nehmen können. Irgendwie war mir das alles viel zu schnell geklärt, zu einfach und es kam mir vor, als wäre die Deadline für das Buch plötzlich dagewesen und die Autorin hätte dann einfach noch schnell das allerletzte Kapitel dazugeschrieben. Da hätte ein Kapitel als sanfterer Übergang irgendwie ganz gut getan. Ich finde man kann nicht das ganze Buch hindurch alles durchanalysieren und sich viel Zeit für alles nehmen und dann am Ende schnell, schnell machen. Außerdem gab es zwei Kapitel vor dem Ende eine sehr schöne Unterhaltung, die meiner Meinung nach ein besseres, mutigeres und unverschönteres Ende für das Buch abgegeben hätte. Die meisten Leser des Buches wissen sicher von Anfang an, dass es sich hierbei um die Liebesgeschichte zwischen zwei Mädchen dreht. Und das tat ich auch. Dann war ich aber recht überrascht darüber, dass sich das Buch doch sehr viel Zeit genommen hat, bevor es damit überhaupt erstmal seinen Lauf nahm. Aber ich mochte den langsamen Aufbau eigentlich ganz gerne. Ich finde es nur immer wieder in Büchern, Serien und Filmen so frustrierend, wenn es außer hetero und lesbisch/schwul keine andere Sexualität zu geben scheint. Jedes Mal verdrehe ich entnervt die Augen, wenn sich mal wieder ein Charakter fragt, ob er/sie nun homosexuell ist weil er/sie eine Person des gleichen Geschlechts geküsst hat, aber wie das sein kann, wenn er/sie doch auch schon Personen des anderen Geschlechts geküsst hat und das auch mochte. ... Das trägt alles jedes Mal dazu bei um bei den Lesern/Zuschauern ebenfalls die Annahme zu bestärken, dass man entweder hetero- oder homosexuell sein kann und das es absolut gar nichts dazwischen gibt. Das Wort bisexuell scheint nach wie vor absolut keine Option zu sein. (Wobei es noch viel mehr Sexualitäten dazwischen gibt..) Ich fände es einfach schön, wenn in diese "Bin ich lesbisch/schwul? Oder doch hetero?" Überlegungen auch mal die Überlegung "Hm, vielleicht bin ich ja bisexuell?" miteingebracht werden würde. Einfach nur mal erwähnen, dass es das ja auch gäbe. Niemand muss sich irgendein Label geben, aber es ist dennoch wichtig, dass man Aufmerksamkeit dafür schafft, dass es wirklich sehr viele verschiedene Label gibt. Denn viele fühlen sich nunmal doch besser, wenn sie wissen, dass das, was sie empfinden auch anderen so geht, und dass sie damit nicht allein sind und dass es mehr Möglichkeiten als hetero- und homosexuell gibt. FAZIT Im Großen und Ganzen habe ich dieses Buch wirklich sehr gerne gelesen. Ich wollte die ganze Zeit immer weiter lesen und habe es auch sehr schnell durchgelesen. Der Schreibstil von Anne Freytag hat mir sehr gut gefallen und ich habe jetzt definitiv auch Interesse daran, ihre anderen Bücher zu lesen. Ich denke, dass mir das Buch noch einige Zeit im Kopf bleiben wird, was vor allem an der Ausarbeitung der Hauptfigur liegt, die mit ihren Ecken und Kanten einige Male bei mir angeeckt ist, was irgendwie dazu geführt hat, dass ich eine Distanz zu ihr aufgebaut habe, die mich davon abgehalten hat, dass mich das Buch tiefer berühren konnte und dass ich mich damit identifizieren konnte. Manche Entscheidungen und Handlungen der Hauptfigur konnte ich einfach überhaupt nicht nachvollziehen und mir ging, als die Romanze zwischen den beiden Mädchen dann mal angefangen hat, irgendwie alles viel zu schnell. Dennoch hatte das Buch sehr vieles was mir sehr gefallen hat, wie die intensive Beschäftigung mit den Filmen "Jung und schön" und vor allem "Blau ist eine warme Farbe", die vielen interessanten Figuren um Sophie und Alex herum und die Identifikationsmomente bezogen auf München und das Abitur. Auch wenn ich einiges zu bemängeln habe, überwiegt am Ende dennoch der Fakt, dass das Buch mir sehr viel geboten hat, eine tolle, unterhaltende Geschichte mit einer queeren Liebesgeschichte und sehr vielschichtig ausgearbeiteten Charakteren die nicht jedem gefallen wollen. BEWERTUNG Ich verleihe diesem Buch 3,5 von 5 Sternen.
„Den Mund voll ungesagter Dinge“ von Anne Freytag - ehrlich gesagt war ich eine Weile unschlüssig, ob das ein Buch für mich ist. Die Protagonistin Sophie ist noch recht jung und ich hatte ein bisschen die Befürchtung es könnte hier eher ein Buch für Teenager sein, das eben eher für die jüngeren Leser gemacht ist. Doch die Autorin Anne Freytag hat hier eine Geschichte über das sich selbst finden geschrieben, die nach meinem Empfinden für jung und alt absolut lesbar und wichtig ist! Denn letztlich müssen wir uns im Leben immer wieder selbst finden, es gibt so viele schwierige Phasen, in denen wir neu erkunden müssen wer wir sind, was wir wollen und was nicht, dass es letztlich kaum eine Rolle spielt in welchem Alter man sich befindet. Anne Freytag hat mich hier von der ersten Zeile an gehabt! Der Schreibstil ist einfach unglaublich toll! Locker, leicht, voller Lebendigkeit und absolut ehrlich, das hat mir unglaublich gut gefallen, weswegen ich dringend bald den nächsten Freytag lesen muss ;-) „Den Mund voll ungesagter Dinge“ kann ich absolut empfehlen, es ist ein Buch mit ganz vielen Ecken und Kanten, mit ganz viel Liebe, Wut, Selbstzweifel, Hoffnung, Ängsten, halt, Freundschaft und Ehrlichkeit – es einfach pur , … ohne Kitsch und dennoch wundervoll! Definitiv ein Lese-Highlight für mich dieses Jahr!
Das Buch war einfach so toll! Der Schreibstil von Anne Freytag hat mir richtig gut gefallen. Werde mir auf jeden Fall weitere Bücher von ihr holen.
Sophie wurde von ihrer Mutter verlassen, s sie noch nicht Mal laufen könnte. Seitdem lebt sie mit ihrem Vater alleine in Hamburg. Doch er hat eine Frau gefunden- Lena. Sie ziehen zu ihr nach München. Dort lernt Sophie ihr Halbbrüder Leon und Valentin kennen und ihren Hund Carlos. Sie versteht sich von Anfang an gut mit dem Nachbarsmädchen Alex, aber ist da nicht noch mehr?

4 Sterne Es war sehr schön, aber leider nicht das absolute Highlight auf das ich gewartet habe. Möglicherweise waren meine Erwartungen mal wieder zu hoch. Aber Anne Freytags Schreibstil hat mir unglaublich gut gefallen und ich bin froh nun endlich ein Buch von ihr gelesen zu haben! Da warten ja noch genug weitere auf mich ;)
Sophie ist fast 18 Jahre alt und hat keine Wahl. Da ihre Mutter niemals Teil der kleinen Familie war, bzw. es nicht sein wollte, beschließt ihr Vater zu seiner Freundin Lena nach München zu ziehen. Zwar hält Alex nicht sehr viel in Hamburg seit ihr allerbester Freund der Liebe wegen nach Paris gegangen ist. Aber begeistert über den Umzug ist sie auch nicht. So kurz vor dem Abitur in eine neue Schule zu wechseln, entspricht nicht dem Versprechen, das ihr Vater gegeben hat. Wird sie sich im neuen zu Hause bei Lena und deren zwei Söhnen auch willkommen fühlen? Kann sie ihr altes Ich zurücklassen und einen Strich unter ihrer Vergangenheit ziehen und in München einen Neuanfang wagen? Ist ein Neustart überhaupt notwendig? Fragen, die sie sich stellt und die ihr im Kopf herumschwirren. Wie hat es mir gefallen? Vorab - ich denke, jeder sollte sich den Vergleich mit "mein bester letzter sommer" sparen. Die zwei Geschichten könnten nicht unterschiedlicher sein. Sie haben nur das Genre gemeinsam und die Autorin, aber sonst nichts mehr. Die Geschichte greift neben einem Tabuthema (ein Wort, das mir persönlich überhaupt nicht gefällt, denn es sollte keine Tabus in dieser Hinsicht geben) auch das Thema Erwachsen werden auf. Sophie ist eine vielleicht nicht ganz typische fast 18 jährige junge Erwachsene. Sie schlägt sich mit üblichen Problemen herum, aber gleichzeitig fragt sie sich selbst, ob sie nicht einfach nur recht seltsam ist. Sie macht Dinge, die sie im nachhinein mehr als nur bereut. Die neue Familie, mit Vater, (Stief)Mutter und zwei (Stief)Brüdern überfordern sie. Ihr Kopf ist voller unbeantworteter Fragen und sie vertraut niemandem außer ihrem besten Freund, den sie leider nur via Skype sprechen kann. Sie hat einfach das Gefühl völlig auf sich alleine gestellt zu sein. Selbst ihr Vater entgleitet ihr immer mehr, zumindest empfindet sie es so. Seine Freundin Lena versucht Sophie in die Familie zu integrieren. Das fällt ihr aber nicht so leicht. Alex ist die gleichaltrige Tochter der Nachbarsfamilie. Sie besuchen die gleiche Schule und ganz langsam entsteht sowas wie eine Freundschaft. Beide Mädchen sind darauf bedacht nicht zu viel von sich selbst preis zu geben, um nicht verletzt zu werden. Zwar sind seit meiner Teenager Zeit schon einige Jährchen ins Land gezogen, aber die Gefühle und Gedanken, die ich damals hatte, sind immer noch präsent. Denn nur weil man erwachsen wird, ändern sich manche Fragen nicht. So zum Beispiel die wichtige Frage "Wie lerne ich jemanden kennen?" Ist das etwas, das wir als Kinder im Kindergarten oder in der Schule lernen und damit niemals wieder vergessen? Wieso fällt es mir jetzt als Frau von 45 Jahren dennoch so schwer Freundschaft zu schließen. Woher erlernt frau es Mutter zu sein, wenn frau selbst niemals eine Mutter hatte? Gibt es ein Muttergen, das sich im richtigen Moment entwickelt? Wie merke ich, dass ich "normal" bin? Was ist denn eigentlich normal? Dafür hätte ich wahnsinnig gerne so was wie einen Leitfaden, mit Punkten, die ich abhacken kann, um nicht aufzufallen. Die Geschichte bewegt auf jeden Fall. Egal, ob normal oder seltsam. Mich hat sich dazu angeregt, über eigentlich einfache Fragen, nachzudenken. Mich selbst und meine Entscheidungen zu hinterfragen, um schließlich zu Erkenntnis zu kommen, dass es gut ist, wie es ist. Vielen Dank an den Verlag für das Überraschungspaket mit diesem ganz besonderen Buch. Weniger Ein Roman über die Liebe zweier Mäd
Meine Meinung Ich hatte das Buch schon oft gesehen und mir genauso oft schon überlegt, es zu lesen. Warum ich es bisher nicht gemacht habe, weiß ich eigentlich auch nicht. Aber was ich weiß ist, dass ich es schön längst hätte lesen sollen. Der Schreibstil hat mir von Anfang sehr, sehr gut gefallen .Es gab viele amüsante Stellen, aber auch Stellen die mich zu Tränen gerührt haben. Ich wollte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Was ich sehr amüsant fand, waren die Kapitelüberschriften. Die Kapitellänge war perfekt. Sophie konnte ich anfangs nicht so ganz einschätzen und fand sie deswegen ein bisschen nervig, ABER das hat sich schnell geändert. Man spürt, wie verzweifelt und einsam sie eigentlich ist, sie stößt alle von sich, damit dies keiner bemerkt. Außer ihre besten Freund, Lukas, der in Paris lebt. Die beiden haben eine sehr enge Bindung zu einander das merkt man schnell, ihre liebevollen Neckereien sin sehr amüsant. Die beiden Skypen regelmäßig. Er ist ihr sicherer Hafen, den sie sehr vermisst. Das erste „Aufeinander treffen“ mit Alex ist sehr witzig. Die beiden Mädchen sind eigentlich sehr verschieden, aber vielleicht verstehen sie sich gerade deshalb so gut. Sophie, hat nie verstanden was es mit der Liebe auf sich hat, bis sie Alex trifft. Alex, die sie wirklich kennen lernen möchte und gerne Zeit mit verbringt. Die keine Vorurteile gegen sie hat, mit der sie lachen und über alles reden kann. Doch dann verändert ein Kuss alles? Sie ist teilweise mit sich und ihren Gefühlen total überfordert? Denn bisher hat sie immer nur mit Jungs geschafen,doch auf einmal sind da Gefühle für Alex ein Mädchen. Ihr Vater versucht für sie dazusein,aber sie stößt ihn immer wieder von sich,mit viel Mühe findet Lena,die neue Freundin ihres Vaters einen Zugang zu ihr. Bewertung Ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen,da mich die Geschichte von Sophie und Alex so sehr berührt hat. Die Beziehung der beiden ist etwas besonderes,vorallem da man miterleben darf wie sie sich entwickelt. Es ging nicht nur um zwei Mädchen,die sich in einander verlieben,es geht um so viel mehr. Es geht um die Fragen „Wer bin ich?“ „Wen liebe ich?“ „Wen darf ich lieben ?“ und wer entscheidet wen man lieben darf? Sollten wir nicht selbst entscheiden für wen unser Herz schneller schlägt,bei wem wir glücklich sind? Natürlich spielen auch die Themen Coming Out und die Reaktion darauf eine zentrale Rolle. Denn ist nicht vielleicht das schwerste daran sich selbst einzugestehen „anders“ zu sein (als alle von einem erwarten) ? Ich denke Bücher wie „Der Mund voll ungesagter Dinge“ sind unglaublich wichtig,damit Jugendliche verstehen,das es in Ordnung ist schwul,lesbisch,bisexuel … zu sein. Das sie dadurch nicht weniger Wert sind oder sich verstecken müssen. Denn niemand wacht eines morgens plötzlich auf und entscheidet sich dafür,nein wir sind so wie wir sind und wen wir lieben ist ein Teil unserer Persönlichkeit. Liebe ist liebe,egal wer wen liebt,solange diese Personen glücklich sind,ist alles richtig. Denn die Liebe kennt kein richtig oder falsch.Ich finde jeder sollte die Gefühle akzeptieren,niemand hat einen Recht über die Liebe anderer zu urteilen oder sie sogar zu verabscheuen. Denn nicht diese Liebe oder die Gefühle sind falsch,nein die Gesellschaft macht an diesem Punkt Fehler,da vielen Menschen die Akzeptanz, das Verständnis und das Einfühlungsvermögen fehlt. Deswegen wird um das Thema Outing so ein Trubel gemacht,da die Personen Angst vor Unverständnis, Zurückweisung oder Ablehnung haben. Aber keiner von uns möchte unglücklich sein oder sich verstecken,nur weil man nicht in die Gesellschaftliche Norm passt. Wir möchten doch alle nur Menschen finden,die uns verstehen und akzeptieren,so wie wir sind. Jeder von und ist pefekt,so wie er ist,mit seinen Ecken und Kanten,den Diamanten sind auch nicht perfekt. Wir alle haben unsere Ängste,manche sind verständlich,andere nicht. Denn haben mir nicht alle manchmal den Mund voll ungesagter Dinge? Vielen lieben Dank an Anne Freytag für diese wundervolle und besondere Geschichte über die Liebe und das Erwachsen werden. Dieses Buch hat 5 Sterne verdient.
Die spontanste und beste Buchauswahl, die ich je hatte!
Ich habe dieses Buch in der Stadtbücherei gefunden. Das Cover hat mich angesprochen, den Klappentext ignoriert und einfach reingelesen. Ich war sofort in der Geschichte gefangen und habe das Buch sofort lieben gelernt🥰 Definitiv ein Muss für alle, die auch gerne mal eine Liebesgeschichte zwischen Zwei Mädchen lesen möchten 🥰

Disclaimer: This review was translated from German, which is why the title does not match the English (insofar as the book was translated). With such a miserable book, where to begin? "Den Mund voll ungesagter Dinge" made me furious, made me doubt and showed me after half an eternity once again that there are also bad books in this world. But where do I even begin? There are so many criticisms of this book.... Let's start with the protagonist: Sophie, 17 years old, moves from Hamburg to Munich with her father because her stepmother Lena lives there with her two sons and their dog Carlos. First of all: Sophie is an extremely poorly developed character. She is self-centered, sinks into self-pity, is very quick to judge people based on their looks, and her actions, thoughts, and feelings are so erratic that you just can't follow them at all. Anne Freytag has tried to create an 0815 outsider character who is actually beautiful, but of course is unaware of it and constantly badmouths herself. What's the point? It's not entertaining to read at all and just seems hackneyed and uncreative. BAD! Let's continue with the plot itself: What the hell was the author thinking here? It all makes absolutely no sense front and back and seems contrived, intentional and not done. For me, this is less about this weird, hard-boiled "my mother left me when I was a baby" story and more about the whole LGBTQ+ thing. It's all so incredibly hackneyed and unrealistic that at certain points you just want to slam the book against the wall. Of course Sophie has had sex with a few guys, but it's always been completely shitty for her, she's just let it wash over her and felt empty afterwards. Of course, that's only the case because after a single kiss with a girl she's known for just a week or so, her lights go on and she finally realizes she's a lesbian. Of course, that couldn't have occurred to you before. I mean, let's disregard her sexuality: this book presents a completely false image of sex that could be extremely unsettling and, in some cases, frightening to young readers. Sex is presented only for the satisfaction of the man, the woman as such instrumentalized and presented only as a means to an end. This "habit" or whatever you should call the whole thing, of Sophie, that she gets drunk at parties and then just gets laid, because she, although she has been disappointed so often in this regard, still the idea of perfect, fantastic sex in which she FINALLY gets an orgasm, around in her head. It's just stupid that she never seems to open her mouth and say what she likes or doesn't like or maybe generally wants to get to know a person better before she gets into bed with him. The role of the lesbian girl is simply forced on her by the author, because she spasmodically tried to write a good LGBTQ+ novel, which should perhaps also help people who are themselves homosexual, bisexual, pansexual, or whatever, to stand by their sexuality. And this crampiness is simply far too evident at every turn, and also how incredibly poorly Anne Freytag has plotted and fleshed out the characters per se. Because, as I said, nothing there even begins to make any sense. Something I also absolutely couldn't understand was the whole "blue is a warm color" thing. What's the point of retelling this movie in the book, of scrutinizing every single scene, and of quoting or imitating the main characters, probably because the author can't think of anything better to do? I myself have seen the film and can say that this somehow unrealistic and strange film with this book was simply copied. That's all "Den Mund voll ungesagter Dinge" is: a cheap rip-off of a bad movie, written by an author who has absolutely not dealt with the subject matter and just gives the readers a completely wrong picture. It was just totally stupid and unnecessary when reading. You could have included "Blue is a warm color" briefly, but not to such an extent! It just added almost nothing to the plot, except for Sophie suddenly mutating into an Adele lookalike. The next thing, or rather character, I have to criticize is Luke. First of all, bimbo? Seriously? That has been so stupid, so disrespectful, and so annoying to read. I mean, even that weird backstory of how it got the name can't justify it. On top of that, there's also this neediness that Luke exudes. There is just a retarded portrayal of women or the role of women here: she merely serves as a lust object for the man. WTF? We live in the 21st century, how can an author think of portraying a woman like that? Even as a stylistic device, this is really totally dull, because Lukas still seems somehow approachable, and young readers probably wouldn't even notice what kind of garbage he's saying, but would simply adopt his ideals and values or apply them to their own lives. That simply can't be the intention of an author, can it? Mini-criticism: What's with these incessant song suggestions or mentions of songs? Actually, I like it when books mention songs from time to time. You can then turn on the song and have a better idea of the scenery (and maybe discovered your new favorite song ;)), but if the whole thing happens at least three times in every chapter, it just gets annoying in the long run and is too much of a good thing. In summary: this novel is absolutely not worth reading. It seems contrived and illogical at every turn. The author has not dealt with the subject well. It seems as if she had seen the movie "Blue is a Warm Color" and was just taken with the idea of putting the whole thing into a book. Sorry, Anne Freytag, that was probably nothing!
Auf "Den Mund voll ungesagter Dinge" war ich sehr gespannt, weil ich Anne Freytag als Autorin sehr gerne mag und ich sehr gespannt auf die Geschichte war, da ich es hier um eine lesbische Liebesgeschichte handelt. Der Einstieg in die Geschichte war ganz gut, auch wenn Sophie es einem eher schwer gemacht hat, sie zu mögen. Ich könnte ihre Gefühle zwar in Teile nachvollziehen, aber manchmal hat sie sich dennoch einfach nur unmöglich verhalten. Die erste Hälfte des Buches zieht sich ein wenig und es dauert bis zwischen Sophie und Alex etwas passiert. Doch auch dann habe ich mich schwer getan die Gefühle der beiden für einander zu spüren. Es kam mir leider alles sehr distanziert und auch zu sehr aufs Körperliche bezogen. Dennoch finde es gut und wichtig, dass es auch solche Geschichten, besonders im Jugendbuchbereich, gibt. Wie gesagt, ich bin mit dem Buch leider nicht ganz so warm geworden wie ich gedacht hätte, dafür fehlte mir auf der Gefühlsebene zu viel.
Wow wow wow !
Absolute 5 Sterne verdient ⭐️ Das Buch hat mir damals ca mit 13 das Leben einiges erleichtert. Ich habe mich normal und verstanden gefühlt und mein outing war dadurch viel angenehmer für mich . Jahre später denke ich öfters noch an dieses wundervolle Buch und lese es jetzt auch wieder zum 3 mal . Keine Worte dafür einfach toll!
Characteristics
8 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Description
Book Information
Author Description
Anne Freytag hat International Management studiert und als Grafikdesignerin gearbeitet, bevor sie sich ganz dem Schreiben von Romanen widmete. Für ihre ersten beiden Jugendbücher wurde sie für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert, für ihren dritten Roman »Nicht weg und nicht da« für den Buxtehuder Bullen 2018. Außerdem erhielt sie dafür den Bayerischen Kunstförderpreis in der Sparte Literatur. Zuletzt bei Heyne fliegt erschienen: »Das Gegenteil von Hasen«. Die Autorin lebt mit ihrem Mann in München.
Posts
"ich will mich an Ecken und Kanten stoßen, weil sie sonst austauschbar und langweilig wären. Ich muss nicht alles an einen Charakter mögen, ich muss es nur glauben können"
Sophie ist 17 und "muss" mit ihrem Vater nach München ziehen, weil der nun endlich wieder eine Frau hat. Sophie hat ihre Mutter nie kennengelernt, für sie ist ihre Mutter gestorben - die Wahrheit ist kaum einfacher zu ertragen, Sophie's Mutter hat sich nach deren Geburt aus den Staub gemacht. Bock hatte sie also auf all das überhaupt nicht, weder auf die neue Familie ihres Vaters - welche nun auch ihre Familie sein sollte, auf neue Menschen oder gar die neue Umgebung. Das einzigste was ihr kontinuierlich Halt gibt, ist ihr bester Freund Lukas, aber der hatte nichts besseres zu tun, wegen seiner Freundin nach Paris zu ziehen. Mit zwei Dingen konnte Sophie jedoch nicht rechnen, mit dem neuen Gefühl was Familie bedeutet, noch welche Erlebnisse sie mit dem Nachbarsmädchen Alex erlebt und welche Emotionen das in ihr auslöst. Es handelt sich hierbei um einen Jugendroman, zugegeben war ich genau deshalb anfänglich unsicher. Ab einem gewissen Alter, tut man sich wohl einfach schwerer sich in eine bestimmte Zielgruppe ausreichend einzufinden. Trotzdem habe ich mich ganz bewusst als erstes für einen Jugendroman der Autorin entschieden. Durch so viel positive Resonanz sollte dieses Buch mein Einstieg werden. Es war nicht so 100% meine Story, trotz allem bleibt es definitiv nicht mein letztes Buch der Autorin, Anne Freytag schreibt so unglaublich gut, fließend und angenehm, es lässt einen an den geschriebenen Wörtern so leicht teilhaben.

Schönes Buch über das erwachsen werden und sich selbst finden
Sophie ist 17 als ihr Vater mit ihr von Hamburg nach München zieht. Dort sollen sie mit seiner Freundin und deren beiden Söhnen zusammen leben. Sophie ist weniger begeistert, steht sie doch kurz vor dem Abi. Und richtig Lust auf Happy-Family hat sie auch nicht. Lichtblick ist das Nachbarsmädchen Alex. Die beiden verstehen sich und und fühlen sich verbunden - und dann stellt ein Kuss Sophies Welt auf den Kopf Eine schöne, gefühlvolle Liebesgeschichte. Besonders hat mir auch Sophies Beziehung zu ihrem Vater und der neuen Familie gefallen, die sich langsam aufgebaut hat. Die gesamte Geschichte war authentisch geschrieben.
„Ich bin nicht nur eine Sache. Ich bin das alles. Und das ist erst der Anfang.“
Wieder ein wahnsinnig toller, flüssig zu lesender und berührender Schreibstil, der mich absolut begeistert hat. Ich glaube ich fand den Titel eines Buches noch nie passender, denn Sophie hat wirklich so unglaublich viele ungesagte Dinge in ihrem Mund. Auch mir fiel es und fällt es auch immer noch schwer, meine Gedanken und Gefühle laut auszusprechen, das zu sagen, was ich wirklich sagen will. Das mag der Grund sein, warum ich sie so gut verstanden habe. Wieder geht es um das Erwachsenwerden, um das finden einer Identität, eines Sinns. Dabei bleibt alles nachvollziehbar und authentisch. Ich freue mich sehr, dass dies meine erste queere Liebesgeschichte war 🌈! Not to forget: die Covergestaltung ist so liebevoll und ergibt nach dem Lesen so viel Sinn und hat mich nach dem Beenden des Buches nochmal mehr gecatcht. Leseempfehlung!

Wow. Einfach nur wow. Ich LIEBE das Buch. Sobald ich fertig war wollte ich es einfach wieder lesen. Ich habe die Geschichte geliebt und gehasst. Woran erkennt man, dass das Buch, das man liest ein gutes Buch ist? Indem man anfängt alles zu Verfluchen, was dem Hauptcharakter im Weg steht. Und wie ich das getan habe. Ich musste lachen und weinen. Sophie und Alex sind mir so ans Herz gewachsen, dass ich am liebsten einen weiteren Band hätte, nur um sie wieder zu sehen. Ich glaube an meinen Worten lässt sich erkennen, dass ich das Buch zu 100% empfehlen würde. Lies es. Du wirst es auch lieben.
Schön und nah am Leben🫶🏼✨️
Anne Freytags Erzählstil hat mich von Anfang an gepackt und tief in die Geschichte hineingezogen. Ich war sofort an Sophies Seite, auch wenn ich nicht immer mit ihr warm wurde. Sophie und Alex waren mir nicht durchweg sympathisch. Gerade zu Beginn fand ich Sophie etwas zu kindisch für ihr Alter, aber im Laufe der Geschichte änderte sich mein Blick auf sie, besonders ihre Selbstzweifel und Ängste kamen authentisch rüber. Besonders toll fand ich Lena, die nicht die typische Stiefmutter-Klischee bedient, sondern einfach eine gute Beziehung zu Sophie aufbauen will und eine sympathische Person ist. Verständlich, dass Vater Christian sie liebt. Und dann ist da noch der kleine Leon, den ich am liebsten in den Arm genommen und gedrückt hätte (und natürlich auch Valentin). Die langsamen Annäherungen zwischen Sophie und Alex haben bei mir gemischte Gefühle ausgelöst. Ich sehe die beiden nicht unbedingt als lesbisch, obwohl sie hier ihre Gefühle füreinander entdecken. Für mich wirken sie eher bisexuell, da sie beide schon Erfahrungen mit Männern gemacht haben. Aber das ist wohl meine persönliche Perspektive. Mir gefällt, dass die Geschichte nicht auf die sexuelle Orientierung fokussiert, sondern auf das Verlieben, die Liebe und das Gefühl, geliebt zu werden – ganz egal von wem. Die Essenz der Gefühle bleibt davon unberührt.
𝔸𝕥𝕖𝕞𝕓𝕖𝕣𝕒𝕦𝕓𝕖𝕟 🅆🅄🄽🄳🄴🅁🅂🄲🄷🄾̈🄽 U͎n͎ü͎b͎e͎r͎t͎r͎e͎f͎f͎l͎i͎c͎h͎
Sophie hatte es noch nie ganz einfach das beginnt damit dass ihre Mutter sie als kleines Kind verlassen hat und endet mit sehr vielen schlechten Entscheidungen aber als ihr Vater mit ihr nach München zu ihrer "neuen Familie" ziehen will ist das wie die Kirche auf der Torte zuerst findet sie es total schlimm dort aber als sie das Nachbars Mädchen Alex kennenlernt merkt sie dass der Umzug vielleicht gar nicht so schlimm war Anne Freytag hat sich diesmal selbst übertroffen ich Weine fast nie bei Büchern aber dieses buch hat es geschafft mich mehr mals zum heulen zu bringen Die Geschichte ist herzerwärmend und wunderschön und mann muss es gelesen haben ich bin der meinung es ist eines der besten Bücher die je geschrieben wurde
Sollte jede:r Teenie gelesen haben!
Was als scheinbare 0815-Story beginnt, wird zu einer mitreißenden queeren Coming-off-Age-Geschichte, die zeitlos und altersunabhängig bleibt. Ich habe es sehr gerne gelesen, gerne mitgefühlt und mich von Anne Freytags schöner Sprache inspirieren und zum Nachdenken anregen lassen, dass ich Lust bekommen habe, mehr von ihr zu lesen :) ich habe zwar (noch) keine Kinder, aber kann es kaum erwarten, sie dieses Buch aus dem Regal nehmen zu sehen :)
3,75 sterne
Diese Buch umfasst perfekt wie es ist als Jugendliche erwachsen zu werden. Der schreibtstil war super flüssig und ich liebe wie anne freytag die Wörter benutzt & gefühl reinbringt. habe die kurze Kapitel geliebt und bin durch geflogen. Das hier war mein erstes büch von ihr und sicher nicht mein letztes. Trotzdem was es manchmal etwas "langweilig"

Ich liebe das Buch. Ich habe vorher noch nie ein Buch von Anne Freytag gelesen, aber ihr Schreibstil ist total angenehm. Die Protagonisten sind der hammer, ich mag vor allem Sophie doch manchmal ist sie auch ein bisschen stur. Das Cover und vor allem die Buchgestaltung sind so cool, es ist so kreativ und auch die Song Listen sind einfach toll. Wie gesagt anfangs war es vielleicht nicht so spannend, aber ab dem Wendepunkt (der Kuss) wurde es immer spannender. Die Gefühle wurden gut beschrieben so das man sie sehr gut nachvollziehen konnte. Alles in allem, ein tolles und wunderschönes Buch.
So gut geschrieben, voller Emotionen... Einfach ein so unglaublich tolles Buch ❤️
Ich liebe dieses Buch so sehr! Es beinhaltet so viele Emotionen und macht spaß zu lesen. Ich habe dieses Buch irgendwann nicht mehr aus der Hand bekommen. Spannend, traurig, süß und verständnisvoll gemacht. In einigen Situationen erkenne ich mich selber wieder und konnte so viele Verbindungen Aufbauen. Tolles Buch, werde ich definitiv nocheinmal lesen und eine Menge Makieren 💖
Ich liebe Anne Freytag für ihre Art! Wie sie es schafft diese Worte zu finden, die diese Gefühle beschreiben in die man sich sofort hineinversetzen kann! Das buch ist anders-ja! Aber es ist so wundervoll!! Man denkt danach anders- über vieles! Ich bin froh, dieses buch gelesen zu haben! Denn ich liebe es! Wirklich! <3
War nicht so meins
Geschichte an sich ist okay, hat mich jetzt aber nicht gepackt. Mit 12 oder 13 Jahren hätte ich das Buch sicher cool gefunden, aber wenn man schon ein wenig älter ist finde ich es nicht mehr sehr ansprechend. Mich hat gestört dass das Schicksal der Haupt-Protagonistin immer wieder angesprochen wurde aber eigentlich gar keine Rolle gespielt hat. Auch der Schreibstil war jetzt nicht so meins (zum Beispiel oft so „Mainstream“ Beschreibungen, die dauernd wieder benutzt wurden oder auch dauernde Erwähnung welches Lied gerade gehört wird oder welches Lied im Radio läuft).
Hat mir richtig gut gefallen. Die Charaktere, den Plot, das Setting... es hat einfach alles gepasst. Vor allem Sophie konnte ich gut verstehen und ihre Gedanken wurden so realistisch beschrieben, sodass ich richtig mit ihr mitfühlen konnte. Alex hat mich zwischendurch etwas genervt (vor allem gegen Mitte/Ende des Buches), aber sie musste ja auch sich selbst weiterentwickeln, was sie am Ende des Buches zum Glück noch maxht. An die kurzen Kapitel musste ich mich erst gewöhnen, aber deswegen und durch den lockeren und leichten Schreibstil bin ich super schnell durch das Buch durchgekommen. Das Ende ging mir etwas zu schnell, hätte mir da noch ein paar mehr Seiten gewünscht
Ein wirklich schönes Jugendbuch. Sprachlich der Altersklasse angepasst, bietet der Roman viele mögliche Herausforderungen als Gedankenanstoß an. Locker und leicht geschrieben für zwischendurch oder für Menschen, die sich noch nicht gefunden haben. Sei bei Alex‘ und Sophie’s erster Begegnung und dem Beginn ihrer Beziehung dabei 🖤
Eine Geschichte die sich für mich so unglaublich schnell weggelesen hat und von der ich so viel erfahren wollte. Gerade die Verbindung zwischen Sophie und Lukas ist besonders und das einfangen ihrer Unsicherheiten sowie der tiefe Einblick in ihre Gefühlswelt die auf einmal nach dem Umzug nach München Kopf steht. Die beiden Hauptprotagonistinnen Sophie und Alex stehen im Mittelpunkt und nebenbei werden eine Handvoll anderer eingeführt die allerdings relativ blass bleiben und kaum Geschichte bekommen. Ab der Mitte des Buches dachte ich stets, dass miteinander reden mal angebracht wäre (Wie ganz dem Buchtitel entsprechend natürlich nicht) über das „was danach kommt, was passiert hier gerade“ und dabei dachte ich mir dann, das sogar eine andere Geschichte möglich gewesen wäre. Gleichzeitig fand ich auch das verschweigen, die Angst der eigenen Gefühle und den Prozess des eigenen Erkennens sowie Erfahrungen sammeln auch plausibel. Es sind die ersten Erfahrungen der beiden jungen Menschen.
Es war traumhaft!
Geschichten über Jugendlieben gibt es wahrscheinlich so viele wie Sand am Meer - diese hier ist aber etwas ganz besonderes. Sophie ist fast 18 und muss mit ihrem (alleinerziehenden) Vater von Hamburg nach München ziehen. Erst ist alles schrecklich und man fühlt den Kummer der Jugendlichen. Dann trifft sie auf ihre Nachbarin Alex und nach und nach entwickelt sich eine zaghafte und verbotene Liebesgeschichte. Auch wenn ich selbst nicht lesbisch bin, hat mich die Liebe der Mädchen sehr tief berührt, ich habe beim Lesen gelacht und geweint und kann sagen: Das Buch ist definitiv eines meiner Highlights!

Zum wohlfühlen!
Kein Highlight, aber ein Buch zum wohlfühlen. Die Charaktere, der Plot und der Schreibstil sind sehr gut; lässt einen durch die Seiten fliegen. Die Gestaltung des Buches ist auch super schön. Überall findet man kleine Illustrationen, die in der Geschichte vorkommen und man schaut immer welche Illustration zum Kapitel passt. Wahrscheinlich könnte ich noch viel mehr zum Buch sagen, aber es sind nur formlose Gedanken über die tolle Geschichte. Also bleibe ich zurück mit einem Mund voll ungesagter Dinge…
Was eine tolle Geschichte!
- Ich hab wirklich alles daran geliebt und wie süß die beiden immer gedacht haben. - Manche Texte die man gelesen hatte, dachte man sich nur ,,Ahhh wie süß" 😂 - Ich musste sogar bei dem Buch weinen, weil es eine Stelle gab, wo es Streit gab und dieser einer Satz mich fertig gemacht hat 😩 - Liest dieses Buch, wenn ihr auf süße Liebesgeschichten steht 😂
Das Buch “Den Mund voll ungesagter Dinge” von Anne Freytag stand schon lange auf meiner Wunschliste. Umso mehr habe ich mich über die Neuerscheinung als Hardcover gefreut, da ich bereits ein anderes Buch der Autorin als Hardcover besitze. Das Cover ist eher schlicht gestaltet, sticht aber trotzdem durch die knallige rote Farbe hervor. Wenn man das Buch jedoch aufschlägt, kann man wunderbare Illustrationen passend zum Buch bewundern. Auch im Buch selbst finden sich immer wieder kleine passende Illustrationen, die das Buch verschönern. Zum Schluss findet man auch noch eine passende Playlist zur Geschichte. Der Schreibstil von Anne Freytag hat mir persönlich sehr gut gefallen. Die Geschichte hat sich sehr flüssig und angenehm gelesen. Ganz besonders hat mich beeindruckt, wie realistisch die Autorin es schafft die Gefühle der Protagonistin zu beschreiben. Ich konnte mich sehr gut in die Charaktere einfühlen. Die Protagonistin Sophie zieht mit ihrem Vater von Hamburg nach München, zu der Familie seiner Freundin. Sophie ist davon alles andere als begeistert und würde am liebsten in Hamburg bleiben. In München hat sie keine Lust auf ihr neues Leben und gibt ihrer neuen Familie auch kaum eine Chance. In ihren Augen sind alle außer sie glücklich und keiner scheint zu merken, dass es ihr gar nicht gut geht. Bis sie auf ein Mädchen aus der Nachbarschaft trifft. Mit Alex spürt sie sofort eine Verbindung, die möglicherweise sogar über Freundschaft hinaus geht. Im Laufe des Buches erforscht Sophie ihre Identität und entwickelt sich weiter. Manche Handlungen der Protagonistinnen konnte ich nicht komplett nachvollziehen, doch ich finde gerade in einem Jugendroman ist es wichtig, dass die Charaktere Erfahrungen machen und sich dadurch weiterentwickeln. Ich finde die Autorin hat mit “Den Mund voll ungesagter Dinge” ein sehr wichtiges, zeitgenössisches Jugendbuch geschrieben. Insgesamt kann ich das Buch jedem weiterempfehlen, der ein Buch über das Erwachsenwerden mit all seinen Höhen und Tiefen lesen möchte
Spannende Erkenntnisse, Gefühle von Zerrissenheit, Freude, Leid und Trauer. Mit dieser tollen Geschichte öffnet die Autorin eine Gedanken-, und Gefühlswelt, die sicher viele beschäftigt. Wer bin ich, was will ich, darf ich so sein. Ich sehe das Buch als eine Unterstützung für Menschen, denen es genauso geht.
Was für eine unglaublich emotionale Geschichte. Ich bin hin und weg und einfach sprachlos. Der Schreibstil hat mich völlig abgeholt und mich direkt in Sophie hineinversetzt. Ich konnte so gut mit Sophie mit empfinden und habe mich für sie unglaublich gefreut. Ich bin richtig Happy, das dieses Werk den Weg zu mir gefunden hat. Eine ganz große Empfehlung.
Seit einiger Zeit arbeite ich neben dem Studium in einer Buchhandlung (ich bin umgeben von Büchern und Lesern und bekomme auch noch Geld dafür, ein Traum). Gleich zu Anfang des Jahres drückte mir meine liebe Kollegin dieses Leseexemplar in die Hand und meinte, ich solle es doch mal lesen (ich sag's ja: ein Traum); ich decke momentan ein bisschen die Jugendbuchsparte bei uns ab, was Empfehlungen angeht. Zwar sagte mir der Autorinnenname etwas, ich hatte jedoch noch nie etwas von ihr gelesen. Als im Geschäft wenig los war, begann ich damit, mal rein zu lesen und dachte "was ist das denn?". Danach lag es bis gestern nur bei mir herum. Aus keinem besonderen Grund beschloss ich abends, ihm noch eine Chance zu geben. Zum Glück! Ja, es ist ein besonderer Schreibstil und ich brauchte einige Seiten, um damit zurechtzukommen. Dann war ich aber versunken in die Geschichte um Sophie, ein 17-jähriges Mädchen, das gerade Abitur macht und mit ihrem alleinerziehenden Vater von Hamburg nach München zieht. Plötzlich hat sie zwei kleine Brüder, zum ersten Mal in ihrem Leben eine Mutter und freundet sich mit dem Nachbarsmädchen Alex an. Sehr ungewöhnlich für sie, denn bisher hatte sie nur einen einzigen, männlichen Freund, der jetzt leider nicht mehr bei ihr in der Nähe wohnt. Mit Mädchen konnte sie nie viel anfangen und auch mit Jungs in Sachen Liebe lief es nicht wie erhofft. Eines Abends aber kommt es zu einem Kuss, der Sophies ohnehin schon nicht einfaches Leben völlig auf den Kopf stellt. Sobald ich einmal drin war, habe ich das Buch innerhalb weniger Stunden am Stück verschlungen. Im Nachhinein denke ich mir, dass ich mir vielleicht lieber mehr Zeit hätte nehmen sollen, um die vielen kleinen und meiner Meinung nach süßen Ideen, Musiktipps, die Aufmachung, all die liebevollen Details besser zu würdigen. Doch das Buch läuft ja nicht weg und ich werde es mit Sicherheit noch mal zur Hand nehmen, sobald meine Freundin es ebenfalls gelesen hat. Noch in der Nacht (Vorteil einer WG) habe ich es ihr in die Hand gedrückt mit den Worten "Ich habe sie gefunden: eine lesbische Liebesgeschichte mit Happy End!". Denn die wenigen Bücher, die es (im deutschen) Sprachraum zum Thema LGBTQ gibt, enden grundsätzlich dramatisch. So, als sollte es nicht sein, sehr zum Leidwesen von meiner lesbischen Freundin. Anne Freytag hat mit diesem Buch endlich eine Geschichte geschrieben, die auch diesen Menschen Hoffnung geben kann, statt sie zu nehmen. Ein großes Dankeschön dafür! Den Schreibstil, mit dem ich anfangs so gar nicht klarkam, finde ich inzwischen wunderbar einzigartig, beinahe poetisch und voller Metaphern. Das ganze Buch hat eine besondere Atmosphäre, die manchmal allerdings auch sehr deprimierend sein kann, deshalb noch einmal: Durchhalten! Nach all dem Drama kommt ein Happy-End!
Die Rezension ist auch auf meinem Blog verfügbar: https://inkofbooks.wordpress.com/2017/03/29/rezension-den-mund-voll-ungesagter-dinge-von-anne-freytag/ Ich habe irgendwie ein Händchen dafür, mir vielversprechende Bücher auszusuchen, die dann überhaupt nicht meinem Geschmack entsprechen. Wie auch immer ich das gerade hinbekomme. Ich wollte also UNBEDINGT „Den Mund voll ungesagter Dinge“ von Anne Freytag lesen, weil es sich so toll anhört: Ein Mädchen, was umziehen muss, sich in der neuen Stadt mit neuer Familie zurechtfinden muss und gleichzeitig entdeckt, dass sie auf ein Mädchen steht, was völliges Neuland für sie ist. Momentan ploppen immer mehr der „Diversity“-Bücher auf, denn das Thema interessiert offenbar viele und das auch zurecht. Denn wenn nur weiße, heterosexuelle Mädels und der obgligatorische Bad Boy in einem Buch existieren, schließt das schon ziemlich viele, ziemlich coole Menschen aus. Also hoffte ich, dass das Thema Repräsentation, die Angst vor Andersartigkeit, die Gedanken über die Sexualität hier gut eingefangen wären. Aber: Pustekuchen. POSITIV - Denkweise von Teenagern ist gut repräsentiert! Ich bin selber noch Teenager, dementsprechend kann ich an diesem Punkt wirklich sagen: Die Denkweise von Teenagern ist wirklich sehr gut abgebildet. Die Versagensängste, die verschiedenen Stufen der Einsamkeit, der Suche nach sich selbst, der Ablösung von den Eltern und natürlich der immer währende Leistungsdruck wurden in diesem Buch gut dargestellt und manche Gedanken hätten original aus meinem Kopf stammen können. Man kann also durchaus sagen, dass die Denkweise von Jugendlichen supertoll eingefangen wurde und dem ganzen eine Authentizität verleiht, die bemerkenswert ist. - Viele wunderschöne Metaphern! Der Schreibstil in diesem Buch ist wirklich bemerkenswert. Ich habe mich immer wieder dabei erwischt, wie ich darüber gestaunt habe, wie passend und vor allem gut ausgearbeitet die verschiedensten Metaphern sind, wie toll die Autorin formulieren konnte und wie flüssig die Sätze ineinander verflossen sind. Am Schreibstil sind mir wirklich kaum Mängel aufgefallen, er hat tolle Bilder erschaffen, Kontraste und Gegensätze aufgezeigt und natürlich viele Filme im Kopfkino erzeugt. Zum Schreibstil kann ich nur sagen: YESSAH! Ganz toll! - Charaktere mit Ecken und Kanten Auch wenn ich es nicht so recht zugeben will (für Näheres den negativen Part lesen), haben Freytags Charaktere Ecken und Kanten. Sie sind in keinem Fall glattgebügelt, lassen sich nicht in Schubladen einsortieren und haben alle ihre Macken, ihre Fehler und das macht sie absolut menschlich und natürlich auch authentisch. Gerade Sophie mit ihren negativen Gedanken, ihrem Sarkasmus, ihrer direkten Art aber auch der gleichzeitigen Verschlossenheit, hat mir sehr gut gefallen, auch weil sie viele Fehler macht, die man nicht gut finden muss, aber (meistens) wenigstens nachvollziehbar sind. - Viele süße Insider und eine tolle Freundschaft Auch die Freundschaft zwischen Sophie und Alex hat mir total gut gefallen. Die beiden entwickeln sich in ihrer Beziehung immer weiter, erleben Vieles zusammen, und haben bald eine ganze Liste von Dingen, die sie aneinander knüpfen und mit denen sie tolle Geschichten verbinden. Die Entstehung und Fortführung dieser Freundschaft erschien mir nicht immer logisch, ging mir manchmal zu schnell und zu unreflektiert, aber ansonsten waren es sehr süße und tolle Gespräche, die die beiden führten und die Erlebnisse, die die beiden hatten waren auch toll geschildert. NEGATIV - The Fuck? Was ist das für eine Repräsentation? Das größte Problem mit diesem Buch ist, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass das hier eine angemessene Repräsentation der LGBTQ-Community (vor allem dem L-Teil) ist, denn ganz ehrlich: Nein. Vorweg: Ich kenne niemanden, der lesbisch ist, ich bin selber rein hetero, habe also keine Referenzen um meine Behauptungen zu belegen. Ich bitte also um Erklärung, falls irgendetwas hier von so nicht stimmen sollte. Aber hier ist meine Meinung aus der Sichtweise, dass gerade LGBT-Jugendbücher Akzeptanz und Mut vermitteln sollen: Wenn jemand im gesamten Buch nicht akzeptiert, dass sie lesbisch ist, wenn sie selbst es nur als Phase abtut, wenn sie original sagt: „Es hat Vorteile, sich in ein Mädchen zu verlieben. Aber ich befürchte, die Nachteile überwiegen.“, dann sitze ich fassungslos in meinem Lesesessel. Wenn es in der Hälfte des Buches nur darum geht, wie absolut toll der Sex mit einem Mädchen ist, wie sie miteinander rummachen und generell eh nur an sich interessiert sind, wenn der lesbische Sex als Heilung dargestellt wird, ganz nach dem Motto: Wenn du Sex mit Jungs nicht magst, dann schlaf halt mit einem Mädchen. Wenn die Mädchen sich nicht prinzipiell lieben, sondern eher nur zusammen schlafen, weil es halt so toll ist, wenn Homosexualität immer noch rückständig als verpönt dargestellt wird, dann habe ich damit grundsätzlich Probleme. Ich wollte dieses Buch lieben, aber gerade diese Dinge haben es für mich wahnsinnig schwer gemacht, denn das kann ich einfach nicht akzeptieren. - Schon wieder: Betrügen, Hintergehen, FREMDGEHEN! Ich habe es schon so oft kritisiert, aber dieses Mal muss ich es hinaus schreien: WARUM DENKEN AUF EINMAL ALLE JUGENDBUCH-AUTOREN, DASS ES OK WÄRE, DEN PARTNERN FREMDZUGEHEN? UND DAS ES ABSOLUT KEIN PROBLEM WÄRE? Klleine Sache: Fremdgehen ist scheiße. Egal unter welchen Umständen. Sei doch wenigstens ehrlich mit deinem Partner und sag ihm, dass es jemand anderen gibt. Versteck es nicht hinter seinem Rücken und benimm dich wie der letzte Hinterwäldler. Ich weiß nicht, wie oft ich es noch betonen muss, aber fremdgehen ist ein No Go. Basta! Es macht die ganze Sache natürlich auch nicht besser, dass Alex einen Freund hat, der aber während der ganzen Aktivitäten mit Sophie einfach mal vergessen wird und als Alibi herhalten muss, weil sie sich nicht traut, es offen zuzugeben. - Kein Umgang mit dem Outing oder den Folgen Wenn man an ein Buch denkt, dass sich mit anderen Sexualitäten von Jugendlichen beschäftigt, denkt man doch immer, dass das Outing behandelt wird. Die Folgen davon, der Umgang des Umfeldes damit, das Gefühl, offen da zu stehen und sich selbst entblößen zu müssen. Nichts davon wird in diesem Buch angesprochen. SPOILER! Das Outing passiert zwei Zeilen vor dem Ende des Buches und auf einmal macht es keinem mehr etwas aus, alle tun so, als wäre das nur eine Phase und es wird von Grund auf ignoriert. SPOILER ENDE! Ja, ne. So hab ich mir das ganz und gar nicht vorgestellt. - Klischees, die kritisiert werden, aber selber benutzt werden Ich wusste wirklich nicht, ob das Buch sich selbst auf den Arm nimmt, oder ich hysterisch lachen sollte. In einem Teil des Buches wird sich darüber unterhalten, dass Buchcharaktere immer gewisse Klischees erfüllen, vor allem die meisten Protagonistinnen aus Jugendbüchern. Und dagegen hab ich auch gar nichts einzuwenden. Ich finde diese Erwähnung sogar ok. Aber wenn man sich dann von all diesen Klischees losspricht, obwohl man sie SELBST IM BUCH ANWENDET, habe ich ein Problem damit. Ein großes. Sophie weiß nämlich selbst mal wieder nicht, wie toll sie aussieht, wie schlau sie ist und so weiter und so fort. Aber das wird…vergessen? Offensichtlich hat da irgendwer nicht vernünftig aufgepasst, denn sich selbst in so großem Maße zu widersprechen ist schon eine Meisterleistung. Außerdem wird festgestellt, dass die besten Protagonisten immer Ecken und Kanten haben und nicht zwingend Sympathieträger sein müssen. Und das stimmt. Das ist vollkommen richtig. Aber weder Alex, noch Sophie sind Sympathieträger, noch haben sie Ecken und Kanten, die wirklich realistisch und authentisch sind. - Lukas nennt sie „Flittchen“ Ihr verdammter bester Freund! Ihr BESTER Freund! Er nennt sie Flittchen. Und zwar nicht nur manchmal, sondern immer. Das soll wohl lustig wirken, hat aber genau den gegenteiligen Effekt. Ich kenne es selbst von mir, dass ich und meine Freunde uns verrückte Spitznamen geben, aber „Flittchen“? Ernsthaft? Wie respektlos ist das denn bitte? Und woher kommt das? Sophie hat mal ganz schön viel roten Lippenstift getragen, hat schwarze Haare und ist ziemlich blass: Wie Schneewittchen. Aber weil das ihrem besten Freund zu nuttig aussah, hat er es einfach in „Schneeflittchen“ und irgendwann in die Kurzform abgewandelt. Aha. Ja, ne. So geht man nicht mit seinen besten Freunden um. Das kann man mir beim besten Willen nicht als „süß“ oder „neckend“ verkaufen. Das ist dumm. - Wie soll sich ein Mädchen in der gleichen Situation fühlen? Und nun kommen wir zu dem, was mir wirklich am allermeisten am Herzen liegt. An alle, die das Buch gelesen haben und/oder meine bisherigen Kritikpunkte nachvollziehen können: Wie denkt ihr, würde sich ein Mädchen fühlen, welches gerade entdeckt, dass sie vielleicht auf Mädchen steht? Wie würde sie sich fühlen? So als könnte sie damit an die Öffentlichkeit gehen? Als wäre es ok, anders zu sein und dies offen zur Schau zu stellen? Denkt ihr wirklich, dass dieses Mädchen nach der Lektüre dieses Buches mehr Mut hat, sich mit sich selbst und den Reaktionen ihres Umfelds auseinander zu setzen? Denkt ihr, dass dieses eine Mädchen, welchem vielleicht dieses Buch in die Hände fällt, sich akzeptiert und wohl in ihrer Haut fühlt? Dass sie nun weiß, dass das, was sie tut, komplett in Ordnung ist und nicht schlimm? Ich denke nicht. Ich denke, dieses Mädchen wird immense Probleme haben. Dieses Mädchen wird sich noch viel weniger trauen, die eigene Sexualität nicht akzeptieren, sich selbst verleumden. Und das alles, weil ein Buch ihr unterschwellig mitgeteilt hat, dass es zwar ganz in Ordnung ist, auf Mädchen zu stehen, das aber auf keinen Fall öffentlich gemacht werden darf, man am besten noch einen Alibi-Freund haben sollte und natürlich, dass es unendlich viele Nachteile hat. Sowas will ich nicht verantworten müssen. Fazit: „Den Mund voll ungesagter Dinge“ (Man, was ein Zungenbrecher-Titel) ist ein Buch, welches ich voller Spannung erwartete und auf das ich mich riesig gefreut habe. Und es dann einfach nur in den Sand gesetzt hat. Viele Stellen sind wunderschön geschrieben, voller toller Metaphern und Gedanken, die so jedem Teenagerkopf entspringen könnten. Allerdings hatte es so einige Probleme: Angefangen bei manchen Aussetzern im Schreibstil, weiter über die nicht glaubwürdige Liebesgeschichte, die misslungene Repräsentation von LGBTQ und die schließliche Ambivalenz beziehungsweise das elende Thema „Fremdgehen“. Dies macht es für mich zu einem Buch mit riesigem Potenzial, das ganz und gar nicht ausgeschöpft wurde und sich teilweise selbst torpedierte. 2,5 von 5 Tintenklecksen!
meine vollständige Rezension: http://isabellsbooks.blogspot.de/ Instagram: isleepnaked Obwohl sich dieses Buch sehr schnell lesen ließ und bei mir auch stets Neugierde da war und ich wissen wollte, wie es weitergeht, war da dennoch irgendwie eine Art Barriere zwischen der Protagonistin Sophie und mir und dadurch auch zwischen mir und dem ganzen Buch. Doch erstmal zur Gestaltung des Buches. Ich persönlich bin etwas zwiegespalten was das Cover angeht - ich mag zwar das knallige Rot und die leicht regenbogenhafte Schriftfarben des Titels und auch irgendwie die Schriftart und wie es so gestaltet ist dass es aussieht als würde es aus einem Megafon herausgerufen werden, aber irgendwie ist es mir auch etwas zu sehr auf Jugendbuch getrimmt. Irgendwie hat es etwas kindliches was mich als 21 Jährige ein bisschen abstößt. Positiver überrascht war ich dagegen davon, dass, wenn man das Buch öffnet, sich auf der Rückseite des Covers Zeichnungen von der Hauptfigur Sophie befinden, die auch innerhalb der Geschichte nochmal eine Rolle spielen, weshalb ich ganz oft dahin zurückgeblättert habe. Solche kleinen Extras in Büchern gefallen mir immer sehr. Auch wenn man die Rückseite des Buches ausklappt, erhält man etwas - nämlich zwei Songlisten mit all den Liedern die im Buch erwähnt werden, was ich auch ganz toll fand. Zwar habe ich so im Gefühl, dass die Lieder nicht so wirklich meinem Musikgeschmack entsprechen, aber ich finde es dennoch eine schöne Geste. Außerdem hat das viele Reden über Musik mit der Nennung von echten Songs die Figuren im Buch sehr viel realer für mich gemacht. Über jedem Kapitel prangt außerdem auch noch eine kleine Zeichnung, was ich erneut als nettes Extra empfunden habe. Wenn wir schon beim Thema Kapitel sind, möchte ich hier auch hervorheben, dass ich die Kapitellängen in dem Buch extrem toll fand. Kurze Kapitel sind einfach der Beste Freund für Schnelllesen meiner Meinung nach. Ich finde es jedes Mal wieder faszinierend wie sehr nie-enden-wollende Kapitel meine Lesegeschwindigkeit verlangsamen und wie viel schneller ich ein Buch weglese wenn die Kapitel kurz sind. Mir hat es außerdem gut gefallen, dass jedes Kapitel seinen eigenen Titel hatte, da das zusätzlich zu den Zeichnungen immer dazu beigetragen hat, mich neugierig auf das nächste Kapitel zu machen und mir schonmal auszumalen, was wohl darin passieren wird. Mein Verhältnis zur Protagonistin Sophie glich in etwa einer Achterbahnfahrt - manchmal fühlte ich mich von ihr sehr verstanden und ihr dementsprechend nahe, doch manchmal konnte ich ihre Gedankengänge und Handlungen absolut nicht nachvollziehen wodurch sich eine Distanz zwischen uns aufgebaut hat. Zu Beginn des Romans war sie mit solch einer Wut und einem Trotz erfüllt, der mir einfach viel zu pubertär für ein Mädchen von 17, fast 18 Jahren vorkam. Sie war so negativ eingestellt, vollkommen undankbar und alles-schlechtredend und nichts-wertschätzend. Und ja, ich kann irgendwo nachvollziehen dass die verändernden Umstände des Umzugs aus der Heimat in ihr eine erneute Pubertät ausgelöst haben, aber trotzdem empfand ich sie als äußerst anstrengend. Zum Glück hat es dann nicht lange gedauert, dass nach und nach immer mehr Positives in ihr Leben geströmt ist und damit auch ihre Stimmung etwas besänftigt hat - auch wenn ich vor allem ihren Umgang mit Lena dennoch das ganze Buch hindurch viel zu "undankbare Göre"nhaft fand. Vor allem da ständig so viel Wert darauf gelegt wurde, zu betonen wie viel Mühe sich Lena gibt, empfand ich Sophies Verhalten ihr gegenüber nochmal umso unfairer und unverständlicher. Lena dagegen habe ich sofort ins Herz geschlossen und fand ihren Charakter wirklich großartig. Zu Beginn des Buches hat mich auch irgendwie das ganze Deutsche im Buch etwas aus der Bahn geworfen und kam mir eher befremdlich vor. Ich lese momentan hauptsächlich englische Bücher und lese diese auch lieber als deutsche Bücher da ich die englische Sprache einfach so viel schöner als die deutsche finde. Ich habe mir vorgenommen, nur noch deutsche Bücher von deutschen Autoren zu lesen und englische und französische Bücher im Original zu lesen. Aber es war schon irgendwie komisch, ein Buch zu lesen, dass von seinem Schauplatz her so viel näher bei meiner eigenen Realität spielt. Auch wenn ich es persönlich als in-Bayern-Lebende etwas unnötig fand, dass anfangs so negativ über Bayern gesprochen wurde, schätze ich, dass das wohl normal ist für jemanden der aus dem Norden Deutschlands kommt. Es war einfach seltsam zu lesen, dass die eine Romanfigur mal eben in Schwabing einkaufen geht, wenn man selbst dazu eine Verbindung hat. Oder wenn sie an den Starnberger See fahren an dem ich auch schon war. Das ist alles auf keinen Fall negativ, nur eben ziemlich ungewohnt für mich, denn dadurch wurde mir bewusst, dass zu den meisten anderen Büchern die ich lese, einfach schonmal eine ganz andere Distanz zwischen mir und den Figuren vorgegeben ist, die hierbei einfach wegfällt. Aber es hat mir auch gezeigt, dass es im Endeffekt bei der Identifikation auch gar nicht darum geht, ob die Figuren im selben Bundesland wohnen wie man selbst, sondern eher darum ob sie so ticken wie man selbst. Was mir am Befremdlichsten vorkam, war der Spitzname mit dem Sophies Vater sie gerufen hat: "Motte". Ich persönlich fand das extrem "cringy" zu lesen, da ich mir auch nicht erklären konnte wie man darauf kommt, dieses Wort als Spitznamen zu verwenden und dies auch nicht im Buch erklärt wurde. Der andere, für viele sicherlich problematischere, Spitzname im Buch war "Flittchen". In vielen anderen Rezensionen wird das sehr kritisch betrachtet. Ich persönlich muss sagen, dass ich mich während des Lesens nicht so sehr daran gestört hatte und den Spitznamen als weniger befremdlich als "Motte" empfand. Ich finde Spitznamen generell unnötig und finde, man hätte auch diesen getrost weglassen können. Und wenn wir schon bei Namen sind muss ich auch gestehen, dass ich den Namen "Sophie" nie so wirklich mit dem Charakter der Hauptfigur in Einklang bringen konnte. Irgendwie hat er für mich gar nicht zu ihr gepasst. Das war wohl auch mit ein Grund, warum es mir nicht so viel ausgemacht hat, dass Lukas sie "Flittchen" genannt hat. Ich habe einfach unfassbar viele Gedanken zu dem Buch und habe selbst etwas Angst, dass ich nach der Rezension den Mund noch voll ungesagter Dinge haben werde, weil ich gar nicht alles einbringen kann was ich möchte. Zum einen fand ich den Ausschnitt aus Sophies Leben bei dem man sie in dem Buch begleitet ganz schön gewählt, da es vor, während, und nach dem Abitur spielt und auch das Abitur selbst mit hineinverarbeitet wurde. Da mein Bruder gerade selbst mitten in seinem Abitur steckt, und da die Abiturzeit wohl jedem ganz gut im Gedächtnis bleiben wird, hat mir das gut gefallen. Das war auch wieder etwas, das in englischen Büchern so nie vorkommt, da dort einfach ein anderes Schulsystem herrscht. Was ich unglaublich toll fand und was für mich die meiste Identifikationsgrundlage geschaffen hat, waren die intensiven Auseinandersetzungen mit zwei speziellen Filmen, nämlich einmal "Jung und schön" und zum anderen "Blau ist eine warme Farbe". Da ich mich selbst schon ausführlich mit beiden Filmen auseinandergesetzt habe und dadurch selbst eine starke Bindung zu ihnen habe, hat die Rolle, die die beiden Filme in der Geschichte gespielt haben dem Buch viele Pluspunkte bei mir eingehandelt. Auch wenn die Sophie die ich mir vorgestellt habe, nicht so aussieht wie die Hauptfigur aus "Jung und schön". Aber vor allem die detaillierte Beschreibung des Filmschauens von "Blau ist eine warme Farbe" fand ich unglaublich gut und ist wohl meine Lieblingsszene im ganzen Buch, da ich mich so sehr in diese Lage versetzen konnte und extrem gut spüren konnte, wie unangenehm und geladen die Stimmung da gerade sein muss. Das Buch hat mir auch total Lust gemacht, den Film bald mal wieder anzusehen. Natürlich finde ich es auch erwähnenswert, dass Harry Potter, wenn auch nur kurz, vorkam. Wobei ich da ja definitiv Alex Meinung bin, was das beste Harry Potter Buch betrifft... Das Buch hatte mit seinen fast 400 Seiten wirklich eine ganze Menge zu bieten und vor allem eine Vielzahl an verschiedenen Charakteren. Ich fand vor allem die Freundschaft zwischen Lukas und Sophie sehr interessant und schön und habe die Szenen zwischen den beiden ziemlich gerne gelesen. Lukas kam mir irgendwie sehr erfrischend vor und ich mochte die intime aber platonische Beziehung zwischen den beiden. (Auch wenn seine "typisch-männlichen" Fragen zu lesbischem Sex unnötig waren und den Charakter platter gemacht haben als er es verdient hat. Andererseits denke ich, dass sich nunmal viele Leser die gleiche Frage wie er stellen, und deshalb war es wohl nicht ganz verkehrt, dass die Autorin das mit reingenommen hat.) Wie bereits schon erwähnt, konnte ich einige Entscheidungen und Handlungen von Sophie absolut nicht nachvollziehen. Sie sträubt sich gegen so tolle Möglichkeiten, für die andere sonst was geben würden und das wegen Gründen die einem irgendwie unbedacht erscheinen. (Zimmer, San Francisco) Auch wenn ich Alex von vornherein gleich viel toller als Sophie fand und sie generell als Charakter wunderbar optimistisch war, vor allem im Vergleich zu Sophie, war da auch zu ihr irgendwo eine Distanz bei mir da. Faszinierend fand ich dann aber, dass ich das Gefühl hatte, dass die Autorin das irgendwie bemerkt hat - dass einem als Leser vor allem Sophie irgendwie nicht 100% sympathisch sein kann - und dann die Unterhaltung zwischen Sophie und Alex eingebracht hat, in der sie sich darüber unterhalten, ob sie gute Buchcharaktere wären. Das kam mir ziemlich meta vor, was ich irgendwie mochte. Mir ist auch im Kopf geblieben, dass die beiden selbst finden, dass sie keine guten Buchcharaktere abgeben würden da sie zu sehr anecken und diese Aussage fand ich eigentlich ziemlich sympathisch. Und ich fand es auch mutig von Anne Freytag, dass sie eine Hauptfigur geschrieben hat, die Sachen macht und Entscheidungen trifft, die man als Leser nicht gutheißt, einfach weil sie sie fehlerhaft schreiben wollte. Ich mochte die Einstellung dahinter und dennoch hat es mich irgendwie davon abgehalten, mich vollkommen im Buch zu verlieren. Ich habe zum Beispiel keinerlei Emotion empfunden während der emotionaleren Szenen zwischen Sophie und Alex und auch keinerlei Kribbeln während ihren erotischeren Szenen. Das habe ich definitiv vermisst. Generell enthielt das Buch für meinen Geschmack zu viel Sex mit fehlender Erotik. Ich fand die vielen Sexszenen wirkten etwas gehäuft und irgendwann erweckten sie auch den Eindruck, dass es nur um Sex ginge. Das war mir etwas zu oberflächlich. Die emotionalste Szene für mich war die erste offene und tiefgehende Unterhaltung zwischen Lena und Sophie, die mich wirklich berührt hat. Und die erotischste Szene war für mich das Anschauen von "Blau ist eine warme Farbe", da ich das extrem realistisch geschrieben fand. Da Sophie jedoch auch noch bemerkte, dass Emma aus "Blau ist eine warme Farbe" sie an Alex erinnerte, konnte man als Leser der den Film gesehen hat nicht anders als selbst weitere Parallelen zwischen dem Film und dem Buch zu ziehen. Bei mir ist es schon etwas her, dass ich den Film zuletzt gesehen habe, aber es wirkte schon so, als hätte die Autorin sich stark daran orientiert. Vor allem was die vielen Sexszenen betrifft. Ich mochte es, dass vor allem die Charaktere Lena und Alex mehr ausgebaut wurden und vielschichtiger und tiefgründiger wirkten als man es als Leser erstmal angenommen hatte. Man muss wirklich sagen, dass es der Autorin gelungen ist, vor allem Sophie als Charakter mit vielen Dimensionen zu schreiben. Sie wirkt wie eine reale Person die man kennt aber bei der man, bzw. ich mir nicht wirklich sicher bin ob ich sie nun mag oder nicht. Dennoch muss ich sagen, dass ich definitiv das Gefühl hatte, dass Sophie innerhalb des Romans eine Entwicklung durchgemacht hat und sehr viel hingefallen und gewachsen ist. Und je mehr sie sich selbst geöffnet und kennengelernt hat, desto sympathischer fand ich sie auch. Ganz herzerwärmend fand ich die Darstellung der beiden Stiefbrüder - vor allem von Leon. Leon wurde wirklich so zuckersüß und niedlich beschrieben, dass ich ihn so sehr in mein Herz geschlossen habe, dass ich wirklich ein wenig traurig war, dass er in der zweiten Hälfte des Buches eigentlich gar nicht mehr vorkam. Er hat vor allem den Anfang in das Buch sehr positiv bereichert - sowohl für Sophie als auch für einen als Leser. Das Ende kam mir irgendwie viel zu abrupt. Das Buch hat sich sehr viel Zeit für eigentlich alles genommen und da hätte es sich auch mehr Zeit für die Lösung des Konflikts am Ende nehmen können. Irgendwie war mir das alles viel zu schnell geklärt, zu einfach und es kam mir vor, als wäre die Deadline für das Buch plötzlich dagewesen und die Autorin hätte dann einfach noch schnell das allerletzte Kapitel dazugeschrieben. Da hätte ein Kapitel als sanfterer Übergang irgendwie ganz gut getan. Ich finde man kann nicht das ganze Buch hindurch alles durchanalysieren und sich viel Zeit für alles nehmen und dann am Ende schnell, schnell machen. Außerdem gab es zwei Kapitel vor dem Ende eine sehr schöne Unterhaltung, die meiner Meinung nach ein besseres, mutigeres und unverschönteres Ende für das Buch abgegeben hätte. Die meisten Leser des Buches wissen sicher von Anfang an, dass es sich hierbei um die Liebesgeschichte zwischen zwei Mädchen dreht. Und das tat ich auch. Dann war ich aber recht überrascht darüber, dass sich das Buch doch sehr viel Zeit genommen hat, bevor es damit überhaupt erstmal seinen Lauf nahm. Aber ich mochte den langsamen Aufbau eigentlich ganz gerne. Ich finde es nur immer wieder in Büchern, Serien und Filmen so frustrierend, wenn es außer hetero und lesbisch/schwul keine andere Sexualität zu geben scheint. Jedes Mal verdrehe ich entnervt die Augen, wenn sich mal wieder ein Charakter fragt, ob er/sie nun homosexuell ist weil er/sie eine Person des gleichen Geschlechts geküsst hat, aber wie das sein kann, wenn er/sie doch auch schon Personen des anderen Geschlechts geküsst hat und das auch mochte. ... Das trägt alles jedes Mal dazu bei um bei den Lesern/Zuschauern ebenfalls die Annahme zu bestärken, dass man entweder hetero- oder homosexuell sein kann und das es absolut gar nichts dazwischen gibt. Das Wort bisexuell scheint nach wie vor absolut keine Option zu sein. (Wobei es noch viel mehr Sexualitäten dazwischen gibt..) Ich fände es einfach schön, wenn in diese "Bin ich lesbisch/schwul? Oder doch hetero?" Überlegungen auch mal die Überlegung "Hm, vielleicht bin ich ja bisexuell?" miteingebracht werden würde. Einfach nur mal erwähnen, dass es das ja auch gäbe. Niemand muss sich irgendein Label geben, aber es ist dennoch wichtig, dass man Aufmerksamkeit dafür schafft, dass es wirklich sehr viele verschiedene Label gibt. Denn viele fühlen sich nunmal doch besser, wenn sie wissen, dass das, was sie empfinden auch anderen so geht, und dass sie damit nicht allein sind und dass es mehr Möglichkeiten als hetero- und homosexuell gibt. FAZIT Im Großen und Ganzen habe ich dieses Buch wirklich sehr gerne gelesen. Ich wollte die ganze Zeit immer weiter lesen und habe es auch sehr schnell durchgelesen. Der Schreibstil von Anne Freytag hat mir sehr gut gefallen und ich habe jetzt definitiv auch Interesse daran, ihre anderen Bücher zu lesen. Ich denke, dass mir das Buch noch einige Zeit im Kopf bleiben wird, was vor allem an der Ausarbeitung der Hauptfigur liegt, die mit ihren Ecken und Kanten einige Male bei mir angeeckt ist, was irgendwie dazu geführt hat, dass ich eine Distanz zu ihr aufgebaut habe, die mich davon abgehalten hat, dass mich das Buch tiefer berühren konnte und dass ich mich damit identifizieren konnte. Manche Entscheidungen und Handlungen der Hauptfigur konnte ich einfach überhaupt nicht nachvollziehen und mir ging, als die Romanze zwischen den beiden Mädchen dann mal angefangen hat, irgendwie alles viel zu schnell. Dennoch hatte das Buch sehr vieles was mir sehr gefallen hat, wie die intensive Beschäftigung mit den Filmen "Jung und schön" und vor allem "Blau ist eine warme Farbe", die vielen interessanten Figuren um Sophie und Alex herum und die Identifikationsmomente bezogen auf München und das Abitur. Auch wenn ich einiges zu bemängeln habe, überwiegt am Ende dennoch der Fakt, dass das Buch mir sehr viel geboten hat, eine tolle, unterhaltende Geschichte mit einer queeren Liebesgeschichte und sehr vielschichtig ausgearbeiteten Charakteren die nicht jedem gefallen wollen. BEWERTUNG Ich verleihe diesem Buch 3,5 von 5 Sternen.
„Den Mund voll ungesagter Dinge“ von Anne Freytag - ehrlich gesagt war ich eine Weile unschlüssig, ob das ein Buch für mich ist. Die Protagonistin Sophie ist noch recht jung und ich hatte ein bisschen die Befürchtung es könnte hier eher ein Buch für Teenager sein, das eben eher für die jüngeren Leser gemacht ist. Doch die Autorin Anne Freytag hat hier eine Geschichte über das sich selbst finden geschrieben, die nach meinem Empfinden für jung und alt absolut lesbar und wichtig ist! Denn letztlich müssen wir uns im Leben immer wieder selbst finden, es gibt so viele schwierige Phasen, in denen wir neu erkunden müssen wer wir sind, was wir wollen und was nicht, dass es letztlich kaum eine Rolle spielt in welchem Alter man sich befindet. Anne Freytag hat mich hier von der ersten Zeile an gehabt! Der Schreibstil ist einfach unglaublich toll! Locker, leicht, voller Lebendigkeit und absolut ehrlich, das hat mir unglaublich gut gefallen, weswegen ich dringend bald den nächsten Freytag lesen muss ;-) „Den Mund voll ungesagter Dinge“ kann ich absolut empfehlen, es ist ein Buch mit ganz vielen Ecken und Kanten, mit ganz viel Liebe, Wut, Selbstzweifel, Hoffnung, Ängsten, halt, Freundschaft und Ehrlichkeit – es einfach pur , … ohne Kitsch und dennoch wundervoll! Definitiv ein Lese-Highlight für mich dieses Jahr!
Das Buch war einfach so toll! Der Schreibstil von Anne Freytag hat mir richtig gut gefallen. Werde mir auf jeden Fall weitere Bücher von ihr holen.
Sophie wurde von ihrer Mutter verlassen, s sie noch nicht Mal laufen könnte. Seitdem lebt sie mit ihrem Vater alleine in Hamburg. Doch er hat eine Frau gefunden- Lena. Sie ziehen zu ihr nach München. Dort lernt Sophie ihr Halbbrüder Leon und Valentin kennen und ihren Hund Carlos. Sie versteht sich von Anfang an gut mit dem Nachbarsmädchen Alex, aber ist da nicht noch mehr?

4 Sterne Es war sehr schön, aber leider nicht das absolute Highlight auf das ich gewartet habe. Möglicherweise waren meine Erwartungen mal wieder zu hoch. Aber Anne Freytags Schreibstil hat mir unglaublich gut gefallen und ich bin froh nun endlich ein Buch von ihr gelesen zu haben! Da warten ja noch genug weitere auf mich ;)
Sophie ist fast 18 Jahre alt und hat keine Wahl. Da ihre Mutter niemals Teil der kleinen Familie war, bzw. es nicht sein wollte, beschließt ihr Vater zu seiner Freundin Lena nach München zu ziehen. Zwar hält Alex nicht sehr viel in Hamburg seit ihr allerbester Freund der Liebe wegen nach Paris gegangen ist. Aber begeistert über den Umzug ist sie auch nicht. So kurz vor dem Abitur in eine neue Schule zu wechseln, entspricht nicht dem Versprechen, das ihr Vater gegeben hat. Wird sie sich im neuen zu Hause bei Lena und deren zwei Söhnen auch willkommen fühlen? Kann sie ihr altes Ich zurücklassen und einen Strich unter ihrer Vergangenheit ziehen und in München einen Neuanfang wagen? Ist ein Neustart überhaupt notwendig? Fragen, die sie sich stellt und die ihr im Kopf herumschwirren. Wie hat es mir gefallen? Vorab - ich denke, jeder sollte sich den Vergleich mit "mein bester letzter sommer" sparen. Die zwei Geschichten könnten nicht unterschiedlicher sein. Sie haben nur das Genre gemeinsam und die Autorin, aber sonst nichts mehr. Die Geschichte greift neben einem Tabuthema (ein Wort, das mir persönlich überhaupt nicht gefällt, denn es sollte keine Tabus in dieser Hinsicht geben) auch das Thema Erwachsen werden auf. Sophie ist eine vielleicht nicht ganz typische fast 18 jährige junge Erwachsene. Sie schlägt sich mit üblichen Problemen herum, aber gleichzeitig fragt sie sich selbst, ob sie nicht einfach nur recht seltsam ist. Sie macht Dinge, die sie im nachhinein mehr als nur bereut. Die neue Familie, mit Vater, (Stief)Mutter und zwei (Stief)Brüdern überfordern sie. Ihr Kopf ist voller unbeantworteter Fragen und sie vertraut niemandem außer ihrem besten Freund, den sie leider nur via Skype sprechen kann. Sie hat einfach das Gefühl völlig auf sich alleine gestellt zu sein. Selbst ihr Vater entgleitet ihr immer mehr, zumindest empfindet sie es so. Seine Freundin Lena versucht Sophie in die Familie zu integrieren. Das fällt ihr aber nicht so leicht. Alex ist die gleichaltrige Tochter der Nachbarsfamilie. Sie besuchen die gleiche Schule und ganz langsam entsteht sowas wie eine Freundschaft. Beide Mädchen sind darauf bedacht nicht zu viel von sich selbst preis zu geben, um nicht verletzt zu werden. Zwar sind seit meiner Teenager Zeit schon einige Jährchen ins Land gezogen, aber die Gefühle und Gedanken, die ich damals hatte, sind immer noch präsent. Denn nur weil man erwachsen wird, ändern sich manche Fragen nicht. So zum Beispiel die wichtige Frage "Wie lerne ich jemanden kennen?" Ist das etwas, das wir als Kinder im Kindergarten oder in der Schule lernen und damit niemals wieder vergessen? Wieso fällt es mir jetzt als Frau von 45 Jahren dennoch so schwer Freundschaft zu schließen. Woher erlernt frau es Mutter zu sein, wenn frau selbst niemals eine Mutter hatte? Gibt es ein Muttergen, das sich im richtigen Moment entwickelt? Wie merke ich, dass ich "normal" bin? Was ist denn eigentlich normal? Dafür hätte ich wahnsinnig gerne so was wie einen Leitfaden, mit Punkten, die ich abhacken kann, um nicht aufzufallen. Die Geschichte bewegt auf jeden Fall. Egal, ob normal oder seltsam. Mich hat sich dazu angeregt, über eigentlich einfache Fragen, nachzudenken. Mich selbst und meine Entscheidungen zu hinterfragen, um schließlich zu Erkenntnis zu kommen, dass es gut ist, wie es ist. Vielen Dank an den Verlag für das Überraschungspaket mit diesem ganz besonderen Buch. Weniger Ein Roman über die Liebe zweier Mäd
Meine Meinung Ich hatte das Buch schon oft gesehen und mir genauso oft schon überlegt, es zu lesen. Warum ich es bisher nicht gemacht habe, weiß ich eigentlich auch nicht. Aber was ich weiß ist, dass ich es schön längst hätte lesen sollen. Der Schreibstil hat mir von Anfang sehr, sehr gut gefallen .Es gab viele amüsante Stellen, aber auch Stellen die mich zu Tränen gerührt haben. Ich wollte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Was ich sehr amüsant fand, waren die Kapitelüberschriften. Die Kapitellänge war perfekt. Sophie konnte ich anfangs nicht so ganz einschätzen und fand sie deswegen ein bisschen nervig, ABER das hat sich schnell geändert. Man spürt, wie verzweifelt und einsam sie eigentlich ist, sie stößt alle von sich, damit dies keiner bemerkt. Außer ihre besten Freund, Lukas, der in Paris lebt. Die beiden haben eine sehr enge Bindung zu einander das merkt man schnell, ihre liebevollen Neckereien sin sehr amüsant. Die beiden Skypen regelmäßig. Er ist ihr sicherer Hafen, den sie sehr vermisst. Das erste „Aufeinander treffen“ mit Alex ist sehr witzig. Die beiden Mädchen sind eigentlich sehr verschieden, aber vielleicht verstehen sie sich gerade deshalb so gut. Sophie, hat nie verstanden was es mit der Liebe auf sich hat, bis sie Alex trifft. Alex, die sie wirklich kennen lernen möchte und gerne Zeit mit verbringt. Die keine Vorurteile gegen sie hat, mit der sie lachen und über alles reden kann. Doch dann verändert ein Kuss alles? Sie ist teilweise mit sich und ihren Gefühlen total überfordert? Denn bisher hat sie immer nur mit Jungs geschafen,doch auf einmal sind da Gefühle für Alex ein Mädchen. Ihr Vater versucht für sie dazusein,aber sie stößt ihn immer wieder von sich,mit viel Mühe findet Lena,die neue Freundin ihres Vaters einen Zugang zu ihr. Bewertung Ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen,da mich die Geschichte von Sophie und Alex so sehr berührt hat. Die Beziehung der beiden ist etwas besonderes,vorallem da man miterleben darf wie sie sich entwickelt. Es ging nicht nur um zwei Mädchen,die sich in einander verlieben,es geht um so viel mehr. Es geht um die Fragen „Wer bin ich?“ „Wen liebe ich?“ „Wen darf ich lieben ?“ und wer entscheidet wen man lieben darf? Sollten wir nicht selbst entscheiden für wen unser Herz schneller schlägt,bei wem wir glücklich sind? Natürlich spielen auch die Themen Coming Out und die Reaktion darauf eine zentrale Rolle. Denn ist nicht vielleicht das schwerste daran sich selbst einzugestehen „anders“ zu sein (als alle von einem erwarten) ? Ich denke Bücher wie „Der Mund voll ungesagter Dinge“ sind unglaublich wichtig,damit Jugendliche verstehen,das es in Ordnung ist schwul,lesbisch,bisexuel … zu sein. Das sie dadurch nicht weniger Wert sind oder sich verstecken müssen. Denn niemand wacht eines morgens plötzlich auf und entscheidet sich dafür,nein wir sind so wie wir sind und wen wir lieben ist ein Teil unserer Persönlichkeit. Liebe ist liebe,egal wer wen liebt,solange diese Personen glücklich sind,ist alles richtig. Denn die Liebe kennt kein richtig oder falsch.Ich finde jeder sollte die Gefühle akzeptieren,niemand hat einen Recht über die Liebe anderer zu urteilen oder sie sogar zu verabscheuen. Denn nicht diese Liebe oder die Gefühle sind falsch,nein die Gesellschaft macht an diesem Punkt Fehler,da vielen Menschen die Akzeptanz, das Verständnis und das Einfühlungsvermögen fehlt. Deswegen wird um das Thema Outing so ein Trubel gemacht,da die Personen Angst vor Unverständnis, Zurückweisung oder Ablehnung haben. Aber keiner von uns möchte unglücklich sein oder sich verstecken,nur weil man nicht in die Gesellschaftliche Norm passt. Wir möchten doch alle nur Menschen finden,die uns verstehen und akzeptieren,so wie wir sind. Jeder von und ist pefekt,so wie er ist,mit seinen Ecken und Kanten,den Diamanten sind auch nicht perfekt. Wir alle haben unsere Ängste,manche sind verständlich,andere nicht. Denn haben mir nicht alle manchmal den Mund voll ungesagter Dinge? Vielen lieben Dank an Anne Freytag für diese wundervolle und besondere Geschichte über die Liebe und das Erwachsen werden. Dieses Buch hat 5 Sterne verdient.
Die spontanste und beste Buchauswahl, die ich je hatte!
Ich habe dieses Buch in der Stadtbücherei gefunden. Das Cover hat mich angesprochen, den Klappentext ignoriert und einfach reingelesen. Ich war sofort in der Geschichte gefangen und habe das Buch sofort lieben gelernt🥰 Definitiv ein Muss für alle, die auch gerne mal eine Liebesgeschichte zwischen Zwei Mädchen lesen möchten 🥰

Disclaimer: This review was translated from German, which is why the title does not match the English (insofar as the book was translated). With such a miserable book, where to begin? "Den Mund voll ungesagter Dinge" made me furious, made me doubt and showed me after half an eternity once again that there are also bad books in this world. But where do I even begin? There are so many criticisms of this book.... Let's start with the protagonist: Sophie, 17 years old, moves from Hamburg to Munich with her father because her stepmother Lena lives there with her two sons and their dog Carlos. First of all: Sophie is an extremely poorly developed character. She is self-centered, sinks into self-pity, is very quick to judge people based on their looks, and her actions, thoughts, and feelings are so erratic that you just can't follow them at all. Anne Freytag has tried to create an 0815 outsider character who is actually beautiful, but of course is unaware of it and constantly badmouths herself. What's the point? It's not entertaining to read at all and just seems hackneyed and uncreative. BAD! Let's continue with the plot itself: What the hell was the author thinking here? It all makes absolutely no sense front and back and seems contrived, intentional and not done. For me, this is less about this weird, hard-boiled "my mother left me when I was a baby" story and more about the whole LGBTQ+ thing. It's all so incredibly hackneyed and unrealistic that at certain points you just want to slam the book against the wall. Of course Sophie has had sex with a few guys, but it's always been completely shitty for her, she's just let it wash over her and felt empty afterwards. Of course, that's only the case because after a single kiss with a girl she's known for just a week or so, her lights go on and she finally realizes she's a lesbian. Of course, that couldn't have occurred to you before. I mean, let's disregard her sexuality: this book presents a completely false image of sex that could be extremely unsettling and, in some cases, frightening to young readers. Sex is presented only for the satisfaction of the man, the woman as such instrumentalized and presented only as a means to an end. This "habit" or whatever you should call the whole thing, of Sophie, that she gets drunk at parties and then just gets laid, because she, although she has been disappointed so often in this regard, still the idea of perfect, fantastic sex in which she FINALLY gets an orgasm, around in her head. It's just stupid that she never seems to open her mouth and say what she likes or doesn't like or maybe generally wants to get to know a person better before she gets into bed with him. The role of the lesbian girl is simply forced on her by the author, because she spasmodically tried to write a good LGBTQ+ novel, which should perhaps also help people who are themselves homosexual, bisexual, pansexual, or whatever, to stand by their sexuality. And this crampiness is simply far too evident at every turn, and also how incredibly poorly Anne Freytag has plotted and fleshed out the characters per se. Because, as I said, nothing there even begins to make any sense. Something I also absolutely couldn't understand was the whole "blue is a warm color" thing. What's the point of retelling this movie in the book, of scrutinizing every single scene, and of quoting or imitating the main characters, probably because the author can't think of anything better to do? I myself have seen the film and can say that this somehow unrealistic and strange film with this book was simply copied. That's all "Den Mund voll ungesagter Dinge" is: a cheap rip-off of a bad movie, written by an author who has absolutely not dealt with the subject matter and just gives the readers a completely wrong picture. It was just totally stupid and unnecessary when reading. You could have included "Blue is a warm color" briefly, but not to such an extent! It just added almost nothing to the plot, except for Sophie suddenly mutating into an Adele lookalike. The next thing, or rather character, I have to criticize is Luke. First of all, bimbo? Seriously? That has been so stupid, so disrespectful, and so annoying to read. I mean, even that weird backstory of how it got the name can't justify it. On top of that, there's also this neediness that Luke exudes. There is just a retarded portrayal of women or the role of women here: she merely serves as a lust object for the man. WTF? We live in the 21st century, how can an author think of portraying a woman like that? Even as a stylistic device, this is really totally dull, because Lukas still seems somehow approachable, and young readers probably wouldn't even notice what kind of garbage he's saying, but would simply adopt his ideals and values or apply them to their own lives. That simply can't be the intention of an author, can it? Mini-criticism: What's with these incessant song suggestions or mentions of songs? Actually, I like it when books mention songs from time to time. You can then turn on the song and have a better idea of the scenery (and maybe discovered your new favorite song ;)), but if the whole thing happens at least three times in every chapter, it just gets annoying in the long run and is too much of a good thing. In summary: this novel is absolutely not worth reading. It seems contrived and illogical at every turn. The author has not dealt with the subject well. It seems as if she had seen the movie "Blue is a Warm Color" and was just taken with the idea of putting the whole thing into a book. Sorry, Anne Freytag, that was probably nothing!
Auf "Den Mund voll ungesagter Dinge" war ich sehr gespannt, weil ich Anne Freytag als Autorin sehr gerne mag und ich sehr gespannt auf die Geschichte war, da ich es hier um eine lesbische Liebesgeschichte handelt. Der Einstieg in die Geschichte war ganz gut, auch wenn Sophie es einem eher schwer gemacht hat, sie zu mögen. Ich könnte ihre Gefühle zwar in Teile nachvollziehen, aber manchmal hat sie sich dennoch einfach nur unmöglich verhalten. Die erste Hälfte des Buches zieht sich ein wenig und es dauert bis zwischen Sophie und Alex etwas passiert. Doch auch dann habe ich mich schwer getan die Gefühle der beiden für einander zu spüren. Es kam mir leider alles sehr distanziert und auch zu sehr aufs Körperliche bezogen. Dennoch finde es gut und wichtig, dass es auch solche Geschichten, besonders im Jugendbuchbereich, gibt. Wie gesagt, ich bin mit dem Buch leider nicht ganz so warm geworden wie ich gedacht hätte, dafür fehlte mir auf der Gefühlsebene zu viel.
Wow wow wow !
Absolute 5 Sterne verdient ⭐️ Das Buch hat mir damals ca mit 13 das Leben einiges erleichtert. Ich habe mich normal und verstanden gefühlt und mein outing war dadurch viel angenehmer für mich . Jahre später denke ich öfters noch an dieses wundervolle Buch und lese es jetzt auch wieder zum 3 mal . Keine Worte dafür einfach toll!





















































