23. Mai
Rating:2.5

📖 hat mich nicht besonders gecatcht 😶‍🌫️

„Lügen, die wir uns erzählen“ konnte mich leider nicht überzeugen. Die Geschichte hatte zwar eine interessante Grundidee, aber die Charaktere haben mich beim Lesen eher genervt als mitgerissen. Besonders die Hauptprotagonistin konnte ich oft nicht nachvollziehen. Für mich wirkte es so, als würde sie ihre eigene Ehe selbst sabotieren, anstatt offen mit ihrem Mann zu sprechen. Genau das war für mich das größte Problem des Buches: Es fehlte an ehrlicher Kommunikation. Viele Konflikte hätten meiner Meinung nach ganz einfach gelöst werden können, wenn die Figuren miteinander geredet hätten. Stattdessen wurden Missverständnisse immer weiter aufgebaut, was auf mich irgendwann eher künstlich und anstrengend wirkte. Dadurch fiel es mir schwer, mit den Charakteren mitzufühlen oder ihre Entscheidungen ernst zu nehmen. Die Handlung zog sich für mich teilweise unnötig in die Länge, weil vieles vermeidbar gewesen wäre. Insgesamt leider kein Buch, das mich begeistern konnte. Die Idee war gut, aber die Figuren und ihr Verhalten haben mir das Lesen eher schwer gemacht.

Lügen, die wir uns erzählen
Lügen, die wir uns erzählenby Anne FreytagKampa Verlag
22. Mai
Rating:4

Der Roman für alle Altersgruppen, wenn man schon mal geliebt hat 🌱

Wow. Mein erstes Buch von der heißgeliebten Anne Freytag :) und ja, es war eine wunderschöne Reise.🧑‍🩰 Als junge Frau in den Zwanzigern mag mir vielleicht nicht jede Lebenserfahrung in diesem Buch vertraut sein und dennoch habe ich jedes Wort verstanden. Manche Sätze und das große Ganze erschließen sich mir vielleicht erst vollständig in zwanzig Jahren, aber genau das macht dieses Buch besonders: Es wartet auf einen. Die Sprache lässt wenig ungesagt. Die Geschichte von Helene ist beeindruckend erzählt, und irgendwo findet man sich selbst darin wieder. Alle Figuren sind sorgfältig gezeichnet. Ihre Situationen und Gedanken lassen sich genau nachvollziehen. Hut ab vor dieser erzählerischen Leistung!🫪 Auch diese Parallelen zu Anna waren wundervoll erzählt, aus ihrer Sicht zu lesen, hat dem Buch gut getan! Vollständig in den Bann gezogen hat mich das Buch leider nicht, da die Geschichte stellenweise etwas monoton wirkte. Ich habe für Helene mitgefiebert…doch das Ende hat mich zwiegespalten zurückgelassen: Einerseits enttäuschend, andererseits irgendwie konsequent. Aber hey, wenigstens kann sie jetzt endlich für sich selbst leben. 😭 Nun noch ein Zitat, das zum zweiten Lesen einlädt: „Der Abschied war überfällig. Weil jede Entscheidung besser ist, als keine zu treffen, selbst wenn man sich gegen den anderen entscheidet. Denn vielleicht entscheidet man sich damit endlich für sich.” Ein Hoch auf Trennungen! 💛

Lügen, die wir uns erzählen
Lügen, die wir uns erzählenby Anne FreytagKampa Verlag
21. Mai
Post image
Rating:4

Für unseren Buchclub haben wir Lügen, die wir uns erzählen von Anne Freytag gelesen – und mich hat das Buch wirklich überrascht. Schon nach den ersten Kapiteln war ich komplett in der Geschichte drin und habe es innerhalb kürzester Zeit durchgelesen. Der Schreibstil ist unglaublich packend, emotional und gleichzeitig sehr feinfühlig. Besonders gut gelungen fand ich die Zeitsprünge. Oft reißen mich solche Wechsel eher aus einer Geschichte heraus, hier war genau das Gegenteil der Fall: Man hat sich sofort wieder in der jeweiligen Zeit zurechtgefunden und konnte den Entwicklungen problemlos folgen. Auch die Perspektivwechsel haben die Geschichte bereichert und zusätzliche Tiefe geschaffen. Vor allem die Sicht der Tochter fand ich sehr gelungen – ihre Gedanken, Gefühle und Konflikte wirkten authentisch und nachvollziehbar. Was das Buch für mich besonders gemacht hat, war die emotionale Nähe zur Protagonistin. Man konnte wirklich mitfühlen, ihre Entscheidungen verstehen und hat beim Lesen gemerkt, wie sehr einen die Geschichte beschäftigt. Gerade die leisen Zwischentöne und die Frage danach, welche Wahrheiten wir uns selbst erzählen, bleiben noch lange im Kopf. Für mich eine ganz klare Empfehlung – emotional, klug geschrieben und ein Buch, das man nur schwer aus der Hand legen kann.

Lügen, die wir uns erzählen
Lügen, die wir uns erzählenby Anne FreytagKampa Verlag
20. Mai
Das Leben, das wir führen und das, was wir verpassen...
Rating:4.5

Das Leben, das wir führen und das, was wir verpassen...

Helene wird von ihrem Mann Georg verlassen. Wegen einer jüngeren Frau. Und eigentlich ist das fast schon absurd, denn ursprünglich wollte sie sich doch trennen. Vor vielen Jahren schon, wegen Alex, ihrer großen Liebe. Aber dann kam das Leben dazwischen: Ehe, Kinder, Erwartungen und vielleicht auch die eigenen Ängste. Nun steht Helene kurz vor der Scheidung, mit zwei Kindern und einem Leben, das sich plötzlich fremd anfühlt. Ich habe dieses Buch im Urlaub angefangen und war auf den ersten Seiten erst einmal kurz unsicher, ob das gerade wirklich die richtige Lektüre für entspannte Urlaubstage ist. Denn das Ganze wirkte zunächst ziemlich schwer. Aber dann war ich komplett drin. Der Schreibstil von Anne Freytag ist wirklich unglaublich stark. Wortgewaltig, ehrlich, intensiv. So intensiv, dass manche Sätze fast ein bisschen weh tun. Es geht um Rollenbilder. Um Frauen als Ehefrau, Mutter, Tochter, Karrierefrau. Um Erwartungen von außen und um die, die wir uns selbst auferlegen. Es geht um Beziehungen in allen Formen: Zu Partnern, Kindern, Geschwistern, vergangenen Lieben. Und darum, wie kompliziert das Leben manchmal einfach ist. Helene selbst war für mich nicht immer sympathisch. Aber vielleicht machte genau das es aus. Denn sie fühlt sich echt an. Die Autorin schafft es wirklich grandios, Ehrlichkeit und Realität einzufangen, ohne dabei künstlich dramatisch zu werden. Ein intensives, kluges und unglaublich gut geschriebenes Buch.

Lügen, die wir uns erzählen
Lügen, die wir uns erzählenby Anne FreytagKampa Verlag
12. Mai
Rating:3

Ich brauchte leider deutlich länger als üblich das Buch zu lesen und das sagt einiges aus..

Das Buch war nicht schlecht, aber auch nicht außerordentlich gut. Ich finde es hat sich etwas in die Länge gezogen und die ständigen Zeitenwechsel waren teils irritierend. Es war in meinen Augen OK, mehr aber auch nicht.

Lügen, die wir uns erzählen
Lügen, die wir uns erzählenby Anne FreytagKampa Verlag
11. Mai
Rating:4

Wer entscheidet ob man im Leben glücklich oder unglücklich ist?

In diesem Roman geht es um eine Ehe, die auf dem Prüfstand steht. Dies betrifft auch die zwei Kinder der Ehepartner. Wann schleicht sich der Alltag ein, ohne das man es bemerkt? Ist man ein guter Vater? Ist man eine gute Mutter? Hat man ein Anrecht auf ein eigenes Leben und Karriere trotz Kindern? Manchmal sind es Träume, die einen blockieren und manchmal auch der Richtwert, den man für sich selbst erwartet. Am Ende muss man Mut haben, die Dinge zu tun, die sich richtig anfühlen und zu sich selbst zu finden.

Lügen, die wir uns erzählen
Lügen, die wir uns erzählenby Anne FreytagKampa Verlag
3. Mai
Rating:4.5

Genau den Nerv der Zeit getroffen …

Der Roman hat genau den Nerv der Zeit getroffen, meiner Zeit. Als Mama von zwei kleinen Kindern, gefangen im Alltag, zwischen Wäsche, Job ist ja da auch noch die Ehe!! Helene ist eine tolle Frau, die wieder zu sich findet 🩷 Ob mit ihrem Ehemann oder ohne, sie ist immer für sich da. Absolut empfehlenswertes Buch 📖 Das Ende ist offen und lässt Hoffnung aufleben 🩷

Lügen, die wir uns erzählen
Lügen, die wir uns erzählenby Anne FreytagKampa Verlag
29. Apr.
Rating:5

Dieses Buch hat mich vollkommen überwältigt. Selten habe ich ein Werk gelesen, in dem Sprache und Inhalt so kraftvoll miteinander verschmelzen. Viele Sätze sind nicht nur schön formuliert, sondern treffen mit einer Wucht, die einen regelrecht innehalten lässt. Es sind genau diese Momente, in denen man beim Lesen innehält, zurückblättert und einen Abschnitt noch einmal liest, weil er so stark nachhallt. Chapéu! „Und es ist dieser Augenblick, in dem ich meine Wut durchschaue. Meine Wut, die mich begleitet, solange ich denken kann, stets an meiner Seite, wie ein gut abgerichteter Hund - eine Wut, die in Wahrheit Trauer ist.“

Lügen, die wir uns erzählen
Lügen, die wir uns erzählenby Anne FreytagKampa Verlag
29. Apr.
Rating:3.5

Okay

Die Geschichte war gut. Für meinen Geschmack etwas zu lang. Aber der Aufbau hat mir gut gefallen. Nur die ständigen Vergleiche um Gefühle zu erklären haben mich etwas genervt, da es aus meiner Sicht nicht nötig gewesen wäre diese oft/immer mit Vergleichsbildern zu untermauern. Das Ende war mir dann doch zu plump und kitschig. Es ist das zweite Buch von Freytag, was mich nicht komplett in den Bann zieht. Hatte hohe Erwartungen, da es ziemlich gehyped wurde. Blaue Wunder hat mich nicht angesprochen, dieses Buch schon mehr.

Lügen, die wir uns erzählen
Lügen, die wir uns erzählenby Anne FreytagKampa Verlag
29. Apr.
Rating:4

Emotionaler Roman

Es geht viel um Gefühle, Selbsttäuschung, Wahrnehmung und wie wir uns manchmal unsere eigene Wahrheit zurechtlegen. Nicht alles was nach außen hin perfekt erscheint ist auch so. Der Schreibstil ist angenehm und man kommt schnell in das Buch rein. Dadurch das die Probleme und Gedanken der Protagonisten realitätsnah sind, ist das Geschehen greifbar und regt zum Nachdenken an. Das einzige Negative ist, dass es sich an manchen Stellen etwas zieht.

Lügen, die wir uns erzählen
Lügen, die wir uns erzählenby Anne FreytagKampa Verlag
26. Apr.
Rating:3.5

Lügen, die wir uns erzählen“ ist ein emotionaler Roman über Selbsttäuschung, Beziehungen und die Wahrheiten, die wir uns selbst oft nicht eingestehen wollen. Die Geschichte liest sich angenehm und greift wichtige Themen auf, jedoch wirkt das Ende recht abrupt und hinterlässt ein etwas unfertiges Gefühl. Insgesamt ein gutes Buch, das berührt, aber nicht ganz ausschöpft, was möglich gewesen wäre 3,5 Sterne.

Lügen, die wir uns erzählen
Lügen, die wir uns erzählenby Anne FreytagKampa Verlag
24. Apr.
Rating:4.5

So ehrlich dass es fast weh tut.

Helene steht vor den Trümmern ihres Lebens. Eigentlich wollte sie selbst gehen – für eine alte Liebe. Stattdessen kommt ihr Mann ihr zuvor, verliebt sich in eine andere und verlässt sie. Was folgt, ist kein klassischer Trennungsroman, sondern das langsame Auseinandernehmen eines Lebens, das lange nur funktioniert hat. Die Stärke des Buches liegt klar in der Sprache. Sehr bildlich, oft nah dran, manchmal fast unangenehm ehrlich. Gedanken und Gefühle werden nicht erklärt, sondern gezeigt – und das funktioniert. Man merkt, wie viel zwischen den Zeilen passiert. Die Figuren wirken dadurch greifbar, nicht glatt. Was mich gestört hat: die Struktur. Die Zeitsprünge und Rückblicke sind nicht immer sauber gesetzt. Man verliert zwischendurch den Überblick, muss sich neu sortieren. Das wirkt nicht wie gewollte Komplexität, sondern eher wie Unschärfe. Am Ende bleibt ein sprachlich starkes Buch über Selbsttäuschung und Neuanfang, das inhaltlich nah dran ist – sich aber erzählerisch nicht ganz im Griff hat.

Lügen, die wir uns erzählen
Lügen, die wir uns erzählenby Anne FreytagKampa Verlag
22. Apr.
Rating:3.5

Familiendrama

Insgesamt ist Helenes Familiendrama weniger komplex und kompliziert als es zu Beginn scheint. Der Roman fängt viel zu plötzlich an und ich musste mehrfach starten, um dran zu bleiben. Helene durchlebt eine tiefe Krise als ihr Mann sie und die Kinder für eine andere Frau verlässt. Während sie sehr viele unaufgearbeitete Gefühle heraus holt , springt der Roman von Vergangenheit in Gegenwart. Das erzeugt leider eine bemühte Komplexität, sodass die Autorin selber anscheinend den Überblick verloren hat oder es wirkt zumindest so. Nicht alles passt logisch zusammen. Hinzu kommen viele gewollt schwer aufgeladene Textpassagen mit vielen Metaphern und Beschreibungen, die sich nicht so schön flüssig lesen lassen. Den Mittelteil als auch die Perspektive ihrer Tochter erzählt wird und ein Mann aus ihrer Studentenzeit mehr Platz findet, fand ich richtig toll.. Am Ende wird es sehr dramatisch und das emotionale Ende ist so konstruiert, dass es sich nicht passend anfühlt.

Lügen, die wir uns erzählen
Lügen, die wir uns erzählenby Anne FreytagKampa Verlag
20. Apr.
Rating:5

Anne Freytag erzählt auf berührende Weise von Familie, Rollenbildern und unausgesprochenen Worten, die so viel mehr sagen. Sie hat eine wunderschöne Sprache gefunden, feinfühlig, poetisch und klar. Ich hab das Buch gerne in die Hand genommen und das Cover geliebt!

Lügen, die wir uns erzählen
Lügen, die wir uns erzählenby Anne FreytagKampa Verlag
13. Apr.
Rating:3.5

„Ich kenne genug Leute, die nur älter und nicht erwachsener geworden sind.“ Dieses Buch zeigt sehr anschaulich, dass man erst Kinder kriegen sollte, wenn man sein eigenes Trauma aufgearbeitet hat, um es nicht an die nächste Generation weiterzugeben. 🫠 War nicht unbedingt ein Buch für meine Altersgruppe, aber ich kenne genug Leute (um zum Zitat zurückzukommen), denen ich das Buch sofort in die Hand drücken würde …

Lügen, die wir uns erzählen
Lügen, die wir uns erzählenby Anne FreytagKampa Verlag
13. Apr.
Rating:4

Wow was ein emotionaler Ritt!

Es fällt mir grad total schwer etwas zusammenfassendes zu dem Buch zu schreiben. Das Buch ist vollgepackt mit emotionalen Themen wie Liebe, falschen Lebesentscheidungen, unglücklichen Beziehungen, Unerfüllter Kinderwunsch, Fehlgeburten, Mutter-Tochter-Beziehung, Bruder-Schwester-Beziehung, Überforderung mit der Mutterrolle, dem eigenen Selbstbild und der Suche danach. Und vielem mehr. Helene hat wirklich ein komplexes Leben, das wird schnell deutlich, aber mit jeder Seite wird der Nebel dichter, und dann auch zum Ende hin lichter. Helene ist auf der Suche nach ihrem selbst, nachdem sie ihr Leben lang Rollen gespielt hat, für ihre furchtbare Mutter, für ihre erste große Liebe, für ihren Mann und für ihre Kinder. Alles bricht in sich zusammen, aber nicht plötzlich. Sie nutzt diesen Bruch um zu sich selbst zu finden um ihre Geschichte aufzuarbeiten und die Beziehung zu ihrer eigentlichen großen Liebe abzuschließen. Am Ende ging es mir dann etwas schnell alles, aber ich denke das Buch beschreibt die Krisen die wir alle mehrmals im Leben erleben und die uns aber auch daran erinnern, was und wer wirklich wichtig ist, wen wir lieben, wer uns gut tut und wer wir sein wollen. Müsst ihr selbst gelesen haben, ich kann’s nicht besser erklären. Das einzige was mich gestört hat, waren die teils fehlerhaften Zeitbezüge, sowas ist natürlich schade, bei einer professionellen Autorin und vorallem Lektorat. Aber vielleicht soll das auch nur ihre Erinnerung an all das widerspiegelten, die sind ja auch nicht immer chronologisch korrekt :)

Lügen, die wir uns erzählen
Lügen, die wir uns erzählenby Anne FreytagKampa Verlag
9. Apr.
Rating:4

starke Protagonistin

Ich liebe Anne Freitags Bücher sehr und hab mittlerweile fast alle gelesen. Ich nehme immer etwas mit aus ihren Geschichten, so auch bei diesem. Ich mochte es, wie die Protagonistin für sich eingestanden ist und was für eine Entwicklung sie in dem Buch durchgemacht hat. Bei dem Ende bin ich mir nicht ganz sicher, ob ich es mag oder nicht. ✨ (Am liebsten wäre ich selbst in das Haus im Wald eingezogen)

Lügen, die wir uns erzählen
Lügen, die wir uns erzählenby Anne FreytagKampa Verlag
8. Apr.
Rating:4

🤌📖✒️🤿🐢🧱🏚🌊⛱️

„Lügen, die wir uns erzählen“ hat mir insgesamt richtig gut gefallen. Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig, sodass man gut durch die Geschichte kommt. Trotzdem zieht es sich an manchen Stellen etwas, besonders zum Ende hin. Was die Geschichte selbst angeht: Ich glaube, vor zehn Jahren hätte ich das Buch ganz anders wahrgenommen. Man muss gewisse Dinge im Leben selbst erlebt haben, um die Tiefe wirklich zu verstehen und richtig zu fühlen. Es wirkt unglaublich authentisch und ehrlich, fast schon unangenehm ehrlich an manchen Punkten. Genau das macht das Buch aber auch besonders.

Lügen, die wir uns erzählen
Lügen, die wir uns erzählenby Anne FreytagKampa Verlag
8. Apr.
Rating:5

Aufwühlend und emotional

Ich habe mich in dem Buch so so oft erkannt. Was es für mich wahrscheinlich auch noch echter wirken ließ. Ich denke viele von uns kämpfen mit alten Wunden, auferlegten Überzeugungen und falschen Glaubenssätzen. Das innere Gefühl von kaputt sein und nicht weiter wissen. Es geht um Selbstliebe und Selbstakzeptanz und die Aufarbeitung und Überwindung alter Wunden. Und wie sich ein Leben verändern kann, wenn alte Mauen eingerissen werden. Ich habs geliebt

Lügen, die wir uns erzählen
Lügen, die wir uns erzählenby Anne FreytagKampa Verlag
7. Apr.
Rating:5

‘‘Und jetzt stehe ich barfuß in den Scherben meines Lebens, und ich habe sie mit verursacht,,

Das Buch wird mich nachhaltig beschäftigen. Die Realität wie sie im Buch beschrieben ist kennen sicherlich viele Paare im echten Leben, und das macht das Buch so unfassbar gut. Der Schreibstil ist so vertraut, irgendwie so, dass die Worte von einem selbst kommen könnten. Ich habe mich einfach wohlgefühlt und es werden für mich noch viele weitere ungelesene Bücher von Anne Freytag folgen.

Lügen, die wir uns erzählen
Lügen, die wir uns erzählenby Anne FreytagKampa Verlag
6. Apr.
„Weil Nostalgie eine dreckige Lügnerin ist, die alles Vergangene schöner erscheinen lässt, als es tatsächlich war.“
Rating:5

„Weil Nostalgie eine dreckige Lügnerin ist, die alles Vergangene schöner erscheinen lässt, als es tatsächlich war.“

Anne Freytag schafft es immer wieder Bücher zu schreiben, die einen nicht nur während des Lesens begleiten, sondern auch lange danach im Kopf und im Herzen bleiben. 📖 „Lügen, die wir uns erzählen“ ist intensiv, ehrlich und stellenweise fast schmerzhaft nah an der Realität. Der Roma behandelt Themen wie Selbstwahrnehmung, gesellschaftlichen Druck und die kleinen wie großen Lebenslügen mit einer beeindruckenden Feinfühligkeit. Die Figuren wirken unglaublich echt – mit all ihren Unsicherheiten, Fehlern und Sehnsüchten. Man erkennt sich selbst in ihnen wieder, manchmal mehr, als einem lieb ist. 😢 Besonders stark fand ich, wie das Buch mit Erwartungen bricht. Für mich ein absolutes Highlight!

Lügen, die wir uns erzählen
Lügen, die wir uns erzählenby Anne FreytagKampa Verlag
5. Apr.
Diese ehrlichen Eingeständnisse haben mich wirklich tief berührt - ich fand es unglaublich
Rating:5

Diese ehrlichen Eingeständnisse haben mich wirklich tief berührt - ich fand es unglaublich

Dieses Buch hat mich über so viele verschiedene Beziehungen und Rollen zum nachdenken gebracht- unsere Angewohnheit Vergangenes schöner zu machen und im Alltag vieles nicht zu schätzen. Anne Freytag sprach mir in vielen Situationen aus der Seele vorallem fand sie im Bereich arbeitstätige Mutter und Frau Worte die es so auf den Punkt bringen.

Lügen, die wir uns erzählen
Lügen, die wir uns erzählenby Anne FreytagKampa Verlag
4. Apr.
Rating:4

Sprachgewaltig, Story mit verschenktem Potenzial

Das Buch hat mich von der ersten Seite in den Bann gezogen. Der Schreibstil ist wunderschön. Insbesondere zu Beginn hätte ich mir jeden 3. Satz markieren können. Die Geschichte hat mich ein bisschen an "Dirty Diana" erinnert. Der Klappentext gibt meines Erachtens den Inhalt des Buches nicht ganz wieder und ich hatte mehr erwartet. Mehr davon, wie Helene zu sich selbst findet, mehr Veränderung in ihr. Helene war jedoch von Anfang an stark, den Einfluss ihrer Mutter auf ihr eigenes Leben konnte sie jedoch bis dato nicht abschütteln. Den Aspekt der Geschichte fand ich wunderbar. Die Beziehung zu Alex war hingegen weniger nachvollziehbar. Ebenso wie die Beziehung zu ihrem Mann. Am meisten enttäuscht haben mich die Zeitsprünge. Das ear zwischendrin leider so verwirrend und an einer Stelle auch offensichtlich falsch. Denn erst stellt sie fest, dass Alex einen Roman geschrieben hat, als sie schon Kinder hat. Dann ist sie wiederum auf seiner Lesung und ist noch kinderlos. Das hat es mir leider etwas kaputt gemacht. Am meisten hat mich die Entwicklung ihrer Beziehung zu den Kindern berührt. Insgesamt ist das Buch lesenswert, ich hatte mir jedoch einen echten Kracher erhofft. Der wurde es leider nicht

Lügen, die wir uns erzählen
Lügen, die wir uns erzählenby Anne FreytagKampa Verlag
3. Apr.
Rating:3

Anfangs fiel es mir nicht leicht, in das Buch hineinzufinden. Die schonungslose Ehrlichkeit und der besondere Schreibstil haben mich zunächst eher irritiert und ich hatte meine Zweifel, ob mich die Geschichte wirklich erreichen würde. Doch mit der Zeit haben sich diese Bedenken aufgelöst. Je weiter ich gelesen habe, desto mehr konnte ich mich auf die Sprache und die Gedankenwelt einlassen. Schließlich habe ich begonnen, die eigentliche Schönheit in den Worten zu erkennen. Ein schonungsloses Buch, das mich sehr zum Nachdenken gebracht hat.

Lügen, die wir uns erzählen
Lügen, die wir uns erzählenby Anne FreytagKampa Verlag
31. März
Rating:5

Eine Liebe voller Abschiede

Zitat: "Weil es nichts mit Liebe zu tun hat, den eigenen Wert von dem abhängig zu machen, was andere tun, wie andere sich verhalten, wie andere einen finden." Dieses Buch wird mir noch lange in Erinnerung bleiben. Es hat mich tief berührt und sehr nachdenklich gestimmt. Besonders beeindruckt hat mich, mit welcher Leichtigkeit Anne Freytag Themen einfließen lässt, ohne dass die Geschichte jemals überladen wirkt. Dabei greift sie viele Aspekte auf, die uns im Alltag begegnen und zum Reflektieren anregen. Themen wie Ehe, Fehlgeburt, Kinderwunsch, Karriere, Lebensziele, Liebe, Rollenkonflikte, Beziehungen und Frausein in einer patriarchalen Gesellschaft, werden gekonnt miteinander verbunden. Im Zentrum stehen Erinnerungen, verdrängte Wahrheiten und alte Wunden, die langsam ans Licht kommen. Es geht um eine vergangene Liebe, um verpasste Chancen – aber auch um zweite Möglichkeiten. Die Geschichte bewegt sich immer wieder zwischen Gegenwart und Vergangenheit und zeigt eindrücklich, wie sehr frühere Erfahrungen unser heutiges Leben prägen. Ab und an hatte ich mit den Zeitsprüngen meine Schwierigkeiten, da sie so schnell wechselten. Die Protagonistin Helene ist eine Figur, die mich besonders bewegt hat. Sie ist jemand, der es immer allen recht machen wollte, geprägt von Eltern, die viel für sie entschieden haben. Dieses ständige Streben nach Perfektion und Anerkennung zieht sich wie ein roter Faden durch ihr Leben. Gleichzeitig wird schmerzhaft deutlich, wie lieblos und kalt sie selbst in ihrer Kindheit behandelt wurde – Erfahrungen, die tiefe Spuren hinterlassen haben. Auch die Beziehung zwischen Helene und ihrer Tochter Anna ist zentral. Beide sehnen sich nach Verständnis, schaffen es jedoch lange nicht, wirklich miteinander zu kommunizieren. Diese Sprachlosigkeit führt zu Missverständnissen und Schuldzuweisungen, die die Distanz zwischen ihnen noch vergrößern. Umso eindrucksvoller ist die Entwicklung, die diese Beziehung im Laufe der Geschichte durchläuft. Ich mochte es, dass wir auch die Sicht von Anna erleben durften. Auch wenn meine Kindheit anders verlaufen ist, als Anna ihre, konnte ich mich in ihre Sichtweise gut hineinversetzen. Insgesamt ist „Lügen, die wir uns erzählen“ ein melancholischer, feinfühliger Roman über Familie, Vergangenheit und die Schwierigkeit, sich selbst und einander wirklich zu verstehen. Ein Buch, das leise daherkommt, aber lange nachhallt. Und die wichtigste Botschaft in "Lügen, die wir uns erzählen" ist, dass wir unseren Müttern viel mehr Dankbarkeit entgegen bringen sollten. Meine Mutter hat sich all die Jahre um uns gekümmert, egal wie alt wir sind, denn ihre Hilfe in jeglicher Situation ist nach wie vor da. Sie hat ihre Bedürfnisse immer nach hinten gestellt und nie etwas dafür eingefordert. Sie liebt bedingungslos.

Lügen, die wir uns erzählen
Lügen, die wir uns erzählenby Anne FreytagKampa Verlag
29. März
Rating:3.5

Tiefe Themen zu flach erzählt

Irgendwie geht es mir viel zu schnell, wie Helene anfängt, ihre Themen zu bearbeiten. Sie lebt sehr privilegiert, natürlich kann sie sich direkt ein neues Haus kaufen. Natürlich bekommt sie sofort einen Therapieplatz und der Therapeut erinnert sich nach Jahren der Therapiepause an alles was bei ihr los war, himmelt sie fast an und wird viel zu privat. Es werden so wichtige Themen aufgemacht- ungewollte Kinderlosigkeit, Fehlgeburten, das Auseinanderleben in einer Beziehung, eine dominante Mutter, patriarchale Strukturen, der Struggle arbeitender Mütter etc pp. Und ja, mir wird da teilweise zu leicht drüber hinweggewischt. Und klar, es geht um Helenes Wiederentdeckung ihrer Selbst, um ihre Befreiung aus den gewohnten Strukturen. Aber wo bzw neben wem landet sie letztendlich? Joah, ist alles vermutlich realistisch. Aber ich habe doch immer wieder die Hoffnung gehabt, dass das Buch ohne einen Mann am Ende (an ihrer Seite) auskommen könnte.

Lügen, die wir uns erzählen
Lügen, die wir uns erzählenby Anne FreytagKampa Verlag
29. März
Rating:3.5

Helene wird von ihrem Ehemann für eine andere verlassen und steht plötzlich vor der Frage, was sie eigentlich mit ihrem Leben anfangen will. Sie beginnt, ihre Rolle in ihrer Ehe, als Mutter und im sozialen Umfeld zu hinterfragen. Dabei wird schnell klar, dass sie diese Ehe schon viel früher hätte beenden wollen, es aber nie getan hat. Zu sehr war sie damit beschäftigt, die Rolle der glücklichen Ehefrau und später der aufopfernden Mutter zu erfüllen, während ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse immer mehr in den Hintergrund rückten. Mit dem Zusammenbruch ihrer Ehe beginnt Helene zu reflektieren und blickt auf prägende Ereignisse ihres Lebens zurück, insbesondere auf die Liebe zu einem anderen Mann, die sie sich selbst nie erlaubt hat. Ich mochte die intensiven Momente des Romans sehr und konnte an vielen Stellen mit Helene mitfühlen. Die Autorin spricht mit radikaler Ehrlichkeit schwierige gesellschaftliche Themen an, ohne dabei belehrend zu wirken. Die Verbindung zu dem anderen Mann konnte ich jedoch nicht ganz nachvollziehen. Auch empfand ich den Schreibstil stellenweise als etwas zu metaphorisch, vor allem in Momenten, in denen es für mich nicht notwendig gewesen wäre. Trotzdem hat mir das Buch insgesamt gut gefallen und konnte mich emotional erreichen.

Lügen, die wir uns erzählen
Lügen, die wir uns erzählenby Anne FreytagKampa Verlag
28. März
Rating:4

Kann Spuren von FOMO enthalten

Fear of missing out - in diesem Buch doch eigentlich eher nicht die Angst, etwas zu verpassen, sondern die vermeintliche Gewissheit bereits etwas verpasst zu haben. Diese vermeintliche Gewissheit bringt die Protagonistin oft dazu, nicht wahrnehmen zu können, dass das Ungewisse nicht immer gleich besser gewesen wäre. Mir gefielen die Erzählstränge der generativen Weitergabe toxischer Verhaltensmuster und den Willen, diese eben nicht an die eigene Tochter weiterzugeben. Es wurde hervorragend gezeigt, das mütterliche Muster durchbrochen werden können und in der eigenen Generation gestoppt werden können. Der Schreibstil war gut lesbar und hat einen guten Einblick in die Gedankenwelt geben können. Das ständige "mit ihm war es anders/besser" zu Beginn des Buches hat mich persönlich gestört. Die Entwicklung von Helene war sauber und gut nachvollziehbar und hat wirklich gut getan!

Lügen, die wir uns erzählen
Lügen, die wir uns erzählenby Anne FreytagKampa Verlag
23. März
„Lügen, die wir uns erzählen“ von Anne Freytag ist für mich ein mitreißender, sehr emotionaler Roman über eine Frau in der Lebensmitte, die nach dem Ende ihrer Ehe endlich beginnt, ehrlich zu sich selbst zu sein – nah dran am echten Leben, voller Schmerz, Klarheit und leiser Hoffnung.

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Rating:5

„Lügen, die wir uns erzählen“ von Anne Freytag ist für mich ein mitreißender, sehr emotionaler Roman über eine Frau in der Lebensmitte, die nach dem Ende ihrer Ehe endlich beginnt, ehrlich zu sich selbst zu sein – nah dran am echten Leben, voller Schmerz, Klarheit und leiser Hoffnung. .

Im Mittelpunkt steht Helene, Ende vierzig, Mutter von zwei Teenagern, erfolgreich im Job und lange Zeit diejenige, die „funktioniert“. Eigentlich hätte sie ihren Mann Georg für ihre große Liebe Alex verlassen wollen – sie hat es nicht getan, und nun verlässt Georg sie für eine andere Frau. Mit dem Satz „Es ist einfach passiert“ zerbricht das Gefüge, das Helene jahrelang zusammengehalten hat, und sie steht plötzlich vor der Frage, wer sie abseits der Rollen als Ehefrau, Mutter, Tochter und Karrierefrau überhaupt ist. Die Erzählung springt zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zeigt ihre frühere Affäre mit Alex, das schleichende Ausbluten der Ehe und die jetzige Phase des Sortierens – ergänzt um Kapitel aus der Sicht der Tochter Anna, die das Familienchaos aus Teenagerperspektive spiegelt. Freytag fängt präzise die vielen kleinen Lügen ein, mit denen wir Beziehungen und Selbstbilder aufrechterhalten: „Uns geht es doch gut“, „das ist nur eine Phase“, „ich schaffe das schon“. Helene begreift nach und nach, wie sehr sie sich in den Erwartungen von außen verloren hat – in dem Anspruch, eine perfekte Partnerin, verständnisvolle Mutter (die sie ihrer Meinung nach nicht ist), leistungsstarke Arbeitnehmerin und „liebenswerte“ Tochter zu sein – und wie wenig Raum sie ihren eigenen Wünschen und Grenzen gelassen hat. Dabei arbeitet der Roman nicht nur mit Helenes Innenwelt, sondern zeigt auch, wie sich Muster aus ihrer Herkunftsfamilie (Schweigen, Feindseligkeit, unausgesprochene Konflikte) in ihrer eigenen Ehe wiederholen. Dass auch Annas Sicht einbezogen wird, macht deutlich, wie sehr elterliche Entscheidungen und unausgesprochene Spannungen sich auf die nächste Generation auswirken. Sprachlich ist der Roman sehr zugänglich, emotional und bildhaft; Freytag arbeitet mit pointierten Sätzen und Metaphern, wie die Fassade eines scheinbar perfekten Familienlebens, hinter der alle am Limit sind. Das ist stellenweise nah an der Grenze zum Gefühlskino, aber insgesamt überwiegt die Authentizität: Dialoge, innere Monologe und Rückblenden wirken glaubhaft und werden mit viel Empathie erzählt. Inhaltlich überzeugt mich besonders, dass der Roman zwar Schmerz und Wut nicht scheut, aber nicht in Bitterkeit stecken bleibt – aus dem Bruch entsteht Raum für einen echten Neuanfang, der nicht als Märchen, sondern als mühsamer, ehrlicher Prozess gezeigt wird. Für mich ist „Lügen, die wir uns erzählen“ damit ein sehr gelungener, zeitgenössischer Roman über Weiblichkeit, Rollenbilder, Selbstbetrug und die Frage, was von einem Leben übrig bleibt, wenn alle äußeren Sicherheiten wegbrechen. Er tut beim Lesen an manchen Stellen weh, kann aber – so empfand ich es – auch etwas Tröstliches und fast Heilendes haben, weil er zeigt, dass echte Nähe und Ehrlichkeit oft erst dann möglich werden, wenn die alten Lügen nicht mehr funktionieren.

Lügen, die wir uns erzählen
Lügen, die wir uns erzählenby Anne FreytagKampa Verlag
22. März
Rating:4

"Lügen die wir uns erzählen" war mein erstes Buch von Anne Freytag. Der Roman erzählt eine intensive und emotionale Geschichte über Wahrheit, Selbsttäuschung und der ständigen Frage: Was wäre wenn...? Der Schreibstil war direkt, manchmal regelrecht hart, aber immer für die aktuellen Geschehnisse passend. Allerdings kann die Thematik stellenweise etwas beklemmend wirken und ist vielleicht nicht für alle Leser leicht zu verarbeiten. Freytag schilder schonungslos was das scheitern einer Ehe mit einer Familie macht. Wie zerrissen jedes Familienmitglied ist und wie sehr jede Partei leidet. Der Wechsel der Perspektive zwischen Tochter und Mutter beschreibt die Emotionen von beiden Parteien. Es wird wenig beschönigt Wut, Vorwürfe und Verzweiflung, alles hat seinen Raum. Die zeitlichen Sprünge in die Vergangenheit haben mich anfangs etwas irritiert, sind aber für den Handlungsverlauf wichtig. Insgesamt war es ein ergreifendes, mutiges Buch. Leseempfehlung von mir...

Lügen, die wir uns erzählen
Lügen, die wir uns erzählenby Anne FreytagKampa Verlag
15. März
Rating:4.5

Sätze zum Unterstreichen

...ich bin beeindruckt davon, welche Worte und Sätze die Autorin für die allzu menschlichen, aber oft verborgenen Gefühle ihrer Figuren fand. Mich hat die Verletzlichkeit von Protagonistin Helene tief berührt. Immer wieder habe ich Sätze unterstrichen, weil sie so schön waren und unter die Haut gingen, so ehrlich und teils hart waren. Kurz zur Geschichte: Helene, 47, Mutter zweier Teenager-Kinder, erfolgreiche Autorin, wird von ihrem Mann verlassen, dabei war sie zuvor geblieben, trotz ihrer grossen Liebe Alex.... es wird mit Rückblenden, teils mit Perspektivwechseln zwischen den Personen gespielt. Die Autorin flechtet dabei alle möglichen Themen der 30er und 40er in ihren Erzählstrang mit hinein, das passiert nebenbei regt aber dennoch zum Nachdenken an. Ein bisschen Spuce war auch dabei und sonst sehr viel Wärme. <3

Lügen, die wir uns erzählen
Lügen, die wir uns erzählenby Anne FreytagKampa Verlag
14. März
Rating:5

Ein sehr schöner Roman

Es war eine sehr schöne Geschichte dahinter. Die Sprünge in die Vergangenheit mit Alex haben mich sehr mitfühlen lassen und irgendwie finde ich es schade, dass es so bei denen ausgegangen ist, denn es hat ja eigentlich richtig gut bei denen gepasst.

Lügen, die wir uns erzählen
Lügen, die wir uns erzählenby Anne FreytagKampa Verlag
13. März
Post image
Rating:5

ERBARMUNGSLOS GUT ⭐️ KNALLHARTE EHRLICHKEIT ⭐️ GEWALTIGE SPRACHE ⭐️ Dieses Buch hält dem rauen Leben einen schonungslosen Spiegel vor ohne Schnörkel, ohne Ausreden. So ein ehrliches Werk habe ich lange nicht mehr gelesen. Die lebendige Bildsprache von Anne Freytag hat mich absolut begeistert. 👌💖 Klappentext: Helene hätte ihren Mann verlassen sollen. Für Alex. Aber sie hat es nicht getan. Und jetzt hat ihr Mann sie verlassen - weil er sich in eine andere verliebt hat. »Es ist einfach passiert. « Mit diesem Satz zerreißt Georg das Gefüge, das Helene immer versucht hat zusammenzuhalten. Aber vielleicht ist das Ende gar kein Ende? Vielleicht ist es ein Anfang. Etwas, das Helene gebraucht hat, um sich aus dem gesellschaftlichen Korsett zu befreien, aus ihren ewigen Versuchen, den Bildern einer Frau zu entsprechen: als Ehe-und Karrierefrau, als Mutter und Tochter ... Was bedeutet es eigentlich, eine Frau zu sein? Diese Frage begleitet Helene, während sie beginnt, ihren eigenen Weg zu gehen.

Lügen, die wir uns erzählen
Lügen, die wir uns erzählenby Anne FreytagKampa Verlag
12. März
Rating:3.5

Ich bin zwiegespalten bei „Lügen, die wir uns erzählen“

Einerseits kann ich die wundervoll ausgeführte Transformation von Frau zu Mutter sehr fühlen. Diese Wut darüber, nie perfekt sein zu können, sich wütend an Idealen festzuhalten und ihnen frustriert nachzueifern, ist sehr eindrücklich und authentisch beschrieben. Gerade diese inneren Konflikte und der Druck, den viele Frauen im Spannungsfeld zwischen eigenen Ansprüchen und gesellschaftlichen Erwartungen erleben, sind sensibel und nachvollziehbar dargestellt. Andererseits gelingt es mir nicht vollständig, eine Verbindung zur Protagonistin aufzubauen. Sie wirkt zerrissen und emotional distanziert, geprägt von Verletzungen und Enttäuschungen. Diese Zerrissenheit ist spürbar, doch mir fehlt im Verlauf der Geschichte eine echte Entwicklung ihrer Figur. Stellenweise erscheint sie sehr passiv, wodurch ihre innere Dynamik für mich nicht immer greifbar wird. Zudem wird die Geschichte aus einer privilegierten Perspektive erzählt, zu der ich persönlich nur schwer einen Zugang finde. Die Zeitsprünge und Perspektivwechsel sind teilweise gelungen und bringen Dynamik in die Erzählung. Auch der Schreibstil ist grundsätzlich mitreißend und atmosphärisch dicht. Dennoch weist insbesondere die Mitte des Buches einige Längen auf, die den Lesefluss zeitweise abbremsen. Was mir am Ende jedoch am meisten gefehlt hat, ist eine deutliche Wendung der Geschichte. Ein Plot-Twist, eine spürbare Entwicklung – sowohl innerhalb der Handlung als auch in der Figur der Protagonistin. Insgesamt ein Buch mit starken Beobachtungen und intensiven Momenten, das mich in Teilen berührt hat, mich als Ganzes jedoch nicht vollständig überzeugen konnte.

Lügen, die wir uns erzählen
Lügen, die wir uns erzählenby Anne FreytagKampa Verlag
10. März
Rating:4.5

Helene und Georg haben sich kennengelernt, schnell verliebt, schnell geheiratet und dann eine Familie gewollt, was immer wieder schief ging. In diesem Prozess und auch als sie dann doch zwei Kinder bekamen, haben sie einander verloren und sich selbst. Georg, der sich in seine Affäre verliebte. Helene, die noch immer an ihre Studentenliebe Alex dachte. Ihre beiden Teenager Kinder, die völlig traurig, verloren, wütend sind. Sehr emotionales und tiefgreifendes Buch. Die Sprache/der Schreibstil hat mich total gefesselt und war unendlich bildlich. Sehr empfehlenswert. Der innere Kampf, den dort irgendwie alle geführt haben, war sehr greifbar und verständlich. Auch haben sie mich alle zwischendurch wütend gemacht, weil man einfach mal miteinander hätte sprechen müssen. Umso besser ist dann das Ende und die Auflösung.

Lügen, die wir uns erzählen
Lügen, die wir uns erzählenby Anne FreytagKampa Verlag