Look inside

Specialized Books

Ugliness

4.3(215)
Language
English
Available nowFree shipping
Buy Now

About the book

"A sweeping meditation on a subject rarely addressed . . . Hilal takes on our beauty-worshipping celebrity culture and the beauty industry for . . . keeping women in an expensive prison of self-doubt . . . Ugliness makes a 'big picture' argument, panning outward from one young woman's life to some of the largest issues we confront globally—hence to all of our lives."—Rhonda Garelick in The New York TimesHow do power and beauty join forces to determine who is considered ugly? What role does that ugliness play in fomenting hatred? Moshtari Hilal, an Afghan-born author and artist who lives in Germany, has written a touching, intimate, and highly political book. Dense body hair, crooked teeth, and big noses: Hilal uses a broad cultural lens to question norms of appearance—ostensibly her own, but in fact everyone's. She writes about beauty salons in Kabul as a backdrop to the U.S. invasion of Afghanistan, Darwin's theory of evolution, Kim Kardashian, and a utopian place in the shadow of her nose. With a profound mix of essay, poetry, her own drawings, and cultural and social history of the body, Hilal explores notions of repulsion and attraction, taking the reader into the most personal of realms to put self-image to the test. Why are we afraid of ugliness?
ISBN9781954404281
PublisherIngram Publisher Services
Publication Date02/11/25
Pages213

Reviews & Ratings

215 ratings

31 reviews

4.3

Tap to filter

  • julsico
    julsico

    77 Followers

    5.0

    Schön hässlich

    Wow, was für ein Cover - was für ein Buch. Ich habe noch nie wirklich über das Konzept „Hässlichkeit“ nachgedacht und vor allem darüber, woher unsere Vorstellung von Schönheit und somit auch Hässlichkeit kommt. Dabei ist so vieles, was Moshtari Hilal aus eigener Erfahrung berichtet oder wiedergibt, so einleuchtend. Besonders aufschlussreich empfand ich das breite Spektrum der Beurteilungen, die zum Ergebnis „hässlich“ führen. Deine Nase sieht nicht aus wie von Kim Kardashian? - hässlich. Du hast zu viele Haare am Körper - hässlich. Du hast Merkmale an dir, die dich zu einem besonderen und unverwechselbaren Individuum machen? - Oh nein, du bist einfach nur hässlich. Die bedeutendsten Erkenntnisse bestanden für mich darin, dass „Hässlichkeit“ die eigentliche Norm und „Schönheit“ ein nicht erreichbares Trugbild darstellt. Der Begriff der Hässlichkeit soll dabei vor allem ausgrenzen, verletzlich machen und Abweichungen von einer kapitalistischen und somit menschenfeindlichen Projektion markieren. Wir sollten dieses mit Scham befleckte Wort allerdings neu denken, es mit Selbstbewusstsein füllen und es als Stärke umdeuten - Moshtari Hilals Text ist dafür ein zentraler Grundstein und für mich schon jetzt ein Must-Read für jede(n).

    Nov 21, 2024

  • soulfulrina_reads
    soulfulrina_reads

    116 Followers

    5.0

    Was bedeutet eigentlich Hässlichkeit?

    Ist Hässlichkeit das, was wir nicht sehen wollen? Eine Schönheit, die nicht in die Norm passt? Eine Physiognomie, die nicht ins Bild einer „überlegenen Rasse“ passt? Genau diesen Fragen geht die Autorin nach. Das Buch ist eine vielschichtige Mischung aus Essays, Gedichten, Bildern und tagebuchartigen Kapiteln. Hilal spannt einen weiten Bogen: von Darwins Forschungen über die Rassenideologie der NS-Zeit bis hin zur Geschichte der Schönheitschirurgie. Dabei wird deutlich, dass Schönheitsideale keine Naturgesetze sind, sondern menschengemachte Konstrukte. „Hässlichkeit“ wurde schon früh genutzt, um Menschen auszugrenzen - wegen einer markanten Nase, starker Behaarung oder einer anderen Hautfarbe, die als „unrein“ und minderwertig abgestempelt wurden. Sogar die Idee, potenzielle Verbrecher anhand äußerer Merkmale zu erkennen, knüpfte daran an. Was mich besonders beschäftigt hat, war die Stelle, an der beschrieben wird, dass schon in Zeiten der Judenverfolgung Menschen ihre Gesichter chirurgisch verändern wollten, um weniger „auffällig“ zu wirken – aus Angst um ihr Leben. Mir war nicht bewusst, wie alt die ästhetische Chirurgie tatsächlich ist und unter welchen Umständen sie entstand. Auch heute zeigt sich: Die Schönheitsindustrie boomt, weil wir „Hässlichkeit“ nicht sehen möchten. Menschen mit Narben, Spuren von Krankheit oder Gewalt erinnern uns an das, was wir am meisten fürchten - das Unkontrollierbare, das Negative, vielleicht sogar den Tod selbst. Viele Schönheitsideale gehen auf wissenschaftliche und gesellschaftliche Vorstellungen zurück, die lange Zeit vor allem von Männern geprägt wurden – und bis heute nachwirken. Hilal zeigt, dass Hässlichkeit nicht einfach das Gegenteil von Schönheit ist, sondern ein politisches und ideologisches Konzept. Sie verknüpft Vergangenheit und Gegenwart und streut dabei ihre eigenen Erfahrungen und Reflexionen ein. Das macht das Buch nicht nur klug, sondern auch sehr persönlich. Für mich war es ein Werk, das zum Nachdenken anregt, feministische Perspektiven eröffnet und durch die Mischung aus Sachbuch, Poesie, Geschichte und Tagebuch eine besondere Tiefe bekommt. Dieses Buch hat bei mir einen Nerv getroffen. Ich lese gern über unbequeme Themen, um mich selbst und die Gesellschaft besser zu verstehen. Je mehr ich darüber nachdenke, desto klarer wird mir: Unser Blick in den Spiegel zeigt oft weniger, wer wir wirklich sind, als vielmehr die Spuren historisch geprägter Schönheitsideale - Vorstellungen, die vor langer Zeit entwickelt wurden und bis heute unser Denken beeinflussen.

    Sep 2, 2025

3 of 31 reviews

Reading is better with the READO app.

Discover books, track progress, read together.

Library

Keep track