THE LANDMARK SECOND NOVEL FROM ONE OF AMERICA'S GREATEST WRITERS
'A pleasure, revelation and genuine literary event' GUARDIAN 'Beguiling and distinctive' INDEPENDENT 'Warm, sardonic ... wryly funny' SUNDAY TIMES 'Perhaps the most important novel on race to come out of the white South in decades' NEW YORK TIMES 'Compelling in its timeliness' WASHINGTON POST
'Every man's island, Jean Louise, every man's watchman, is his conscience.'
Maycomb, Alabama. Twenty-six-year-old Jean Louise Finch - 'Scout' - returns home from New York City to visit her ageing father, Atticus.
Set against the backdrop of the civil rights tensions and political turmoil that were transforming the South, Jean Louise's homecoming turns bittersweet when she learns disturbing truths about her close-knit family, the town and the people dearest to her.
Featuring many of the iconic characters from To Kill a Mockingbird, and set twenty years after Harper Lee's beloved Pulitzer Prize-winning masterpiece, Go Set a Watchman is an unforgettable story.
Ich habe hier aufgegeben, bin null in die Story reingekommen. Fand alles eher verwirrend und sehr schwammig. Die Dialoge sind oft eher wiederholend und ein richtig roter Faden wurde mir nicht ersichtlich. Die Rückblende hat dabei auch nicht geholfen.
Viele wichtige Themen werden zwar irgendwie angerissen, aber sehr undeutlich und schwammig.
Fand auch den Schreibstil eher anstrengend zu lesen.
Leider nichts für mich..
Apr 26, 2026
Abgebrochen nach ca. 1/3
Ich habe hier aufgegeben, bin null in die Story reingekommen. Fand alles eher verwirrend und sehr schwammig. Die Dialoge sind oft eher wiederholend und ein richtig roter Faden wurde mir nicht ersichtlich. Die Rückblende hat dabei auch nicht geholfen.
Viele wichtige Themen werden zwar irgendwie angerissen, aber sehr undeutlich und schwammig.
Fand auch den Schreibstil eher anstrengend zu lesen.
Leider nichts für mich..
Nicht halb so kraftvoll wie die endgültige Fassung.
Erstmal vorneweg: Dieses Buch ist weder eine Fortsetzung noch eine „Fortsetzung“ von „Wer die Nachtigall stört…“
Es ist eine frühe Fassung, ein Versuch, der Grundstein.
Man sollte auch nicht vergessen, dass Harper Lee selber nie mit der Veröffentlichung einverstanden gewesen war.
Es gibt zwar ein Zeugnis über die Größe ihres Ruhmes als Schriftstellerin ab, dass die Verlage sich die Finger danach lecken eine ältere, unausgereiftere, weniger abgerundete Variante eines bereits bestehenden Buches zu veröffentlichen, aber dies war nie in Harper Lees Sinne.
In „Wer die Nachtigall stört…“ wird der Rassismus subtil, tänzelnd, unschuldig von einem Kind mit dreckigem Gesicht und verschmitztem Lächeln erbarmungslos mit dem Rücken an die Wand gestellt und erhält genau dadurch diese außergewöhnliche Kraft.
„Gehe hin, stelle einen Wächter“ hingegen tritt dem Rassismus wie ein stolperndes Erschießungskommando entgegen. Nicht grundsätzlich verkehrt - aber weit weniger kraftvoll.
Feb 1, 2026
2.5
Nicht halb so kraftvoll wie die endgültige Fassung.
Erstmal vorneweg: Dieses Buch ist weder eine Fortsetzung noch eine „Fortsetzung“ von „Wer die Nachtigall stört…“
Es ist eine frühe Fassung, ein Versuch, der Grundstein.
Man sollte auch nicht vergessen, dass Harper Lee selber nie mit der Veröffentlichung einverstanden gewesen war.
Es gibt zwar ein Zeugnis über die Größe ihres Ruhmes als Schriftstellerin ab, dass die Verlage sich die Finger danach lecken eine ältere, unausgereiftere, weniger abgerundete Variante eines bereits bestehenden Buches zu veröffentlichen, aber dies war nie in Harper Lees Sinne.
In „Wer die Nachtigall stört…“ wird der Rassismus subtil, tänzelnd, unschuldig von einem Kind mit dreckigem Gesicht und verschmitztem Lächeln erbarmungslos mit dem Rücken an die Wand gestellt und erhält genau dadurch diese außergewöhnliche Kraft.
„Gehe hin, stelle einen Wächter“ hingegen tritt dem Rassismus wie ein stolperndes Erschießungskommando entgegen. Nicht grundsätzlich verkehrt - aber weit weniger kraftvoll.
Ich war zunächst sehr skeptisch, als diese Buch veröffentlicht wurde. Posthum herausgebrauchte Bücher finde ich oft nur mittelmäßig. Die Autorin Harper Lee wird schon einen Grund gehabt haben, warum sie ihr Manuskript rund 60 Jahr unter Verschluss hielt. Es ist ja auch nicht so, dass sie eine permanent abliefernde Bestseller-Autorin war, sondern eher ein One-Hit-Wonder. Aber meine Skepsis war völlig unbegründet.
Dieses Buch ist ein Schlag in die Magengrube, voller Energie und spannender Konfrontation. Während die Nachtigall eher ein Wohlfühlbuch über eine glückliche Kindheit mit einem zum Heiligen erhobenen Vater ist, ist der Wächter das genaue Gegenteil. Beide Bücher werden aus der Sicht von Jean Louise Finch, genannt Scout, erzählt, wobei Harper Lee für beide Bücher genau den altersgerechten Erzählton trifft. Scout kehrt in diesem Buch als junge Frau zu einem Heimaturlaub aus New York nach Maycomb/Alabama zurück. Es passiert eigentlich nicht viel in der Geschichte, denn zumeist unterhält sie sich mit den bereits aus der Nachtigall bekannten Personen (ihre Verwandten, die Haushälterin, ihr Jugendfreund) oder schwelgt in Erinnerungen. Nachdem sie erkennt, dass ihr Vater und ihr Freund Hank an einer Bürgerversammlung teilnehmen, auf der rassistische Thesen der übelsten Art verbreitet werden, stürzt ihr Weltbild zusammen und sie beginnt sich von ihrer Vergangenheit abzunabeln. Sie tut dies weniger still und in Tränen, sondern lautstark, schimpfend und anklagend. Im Grunde ein Entwicklungsroman, wie man ihn sich wünscht.
Die Tatsache, dass ihrem Vater Atticus der Heiligenschein durch dieses Werk heruntergerissen wird, finde ich nicht tragisch. Im Gegenteil, es ist eher spannend und erhöht die Qualität des Buchs. Erstaunlich ist, dass auch immer wieder Verbindung zu dem bekannten Strafverfahren aus der Nachtigall gesponnen werden, in dem der Anwalt Atticus den Schwarzen vor der Verurteilung als Vergewaltiger bewahrte. Für heutige Leser/innen mag es ein Schock sein, wie oft das N-Wort hier fällt und mit welcher Selbstverständlichkeit die Südstaatler über die Rassenunterschiede sprechen. Ja, das Buch beinhaltet viel Rassismus. Aber ich bin mir sicher, dass es als zeitgenössisches Werk ein gutes Gesellschaftsbild des mittelständigen, ländlichen Alabamas der 50er Jahre darstellt. Scout wird im Verlauf des Buchs klar, dass ihrem Vater die Gerechtigkeit an sich wichtiger war als der Mensch, der unter der Ungerechtigkeit zu leiden hatte. Als alter Mann gesteht er den Schwarzen gewisse (wenige) Freiheit zu, aber nur bis zu einer bestimmt Grenze, an der sein persönlicher Wächter des Gewissens steht. Dies bedeutet, dass eine sexuelle Partnerschaft oder das Drücken einer gemeinsamen Schulbank von Schwarzen und Weißen von ihm abgelehnt werden. Es hört sich an wie eine Art "pragmatischer Rassismus", denn die Zeit ist noch nicht reif für mehr Gleichberechtigung.
Das Buch tut schon teilweise weh beim Lesen. Aber das schätze ich auch an dem Werk. Ambivalente Persönlichkeit sind doch viel interessanter als stromlinienförmige Langweiler. Einziger Kritikpunkt an diesem Buch: die Befreiung aus dem eigenen Kokon ist letztlich nicht konsequent durchgezogen und so knickt Scout am Ende doch ein (nachdem ihr ihr Onkel ins Gesicht geschlagen hatte und ihr die Leviten liest). Sie kehrt in den Schoß der Familie zurück. Ein Tritt in des Onkels Eier und eine finale Fahrt in die untergehende Sonne Richtung New York wäre für mich ein besserer Schluss gewesen.
Feb 23, 2024
4.0
Ich war zunächst sehr skeptisch, als diese Buch veröffentlicht wurde. Posthum herausgebrauchte Bücher finde ich oft nur mittelmäßig. Die Autorin Harper Lee wird schon einen Grund gehabt haben, warum sie ihr Manuskript rund 60 Jahr unter Verschluss hielt. Es ist ja auch nicht so, dass sie eine permanent abliefernde Bestseller-Autorin war, sondern eher ein One-Hit-Wonder. Aber meine Skepsis war völlig unbegründet.
Dieses Buch ist ein Schlag in die Magengrube, voller Energie und spannender Konfrontation. Während die Nachtigall eher ein Wohlfühlbuch über eine glückliche Kindheit mit einem zum Heiligen erhobenen Vater ist, ist der Wächter das genaue Gegenteil. Beide Bücher werden aus der Sicht von Jean Louise Finch, genannt Scout, erzählt, wobei Harper Lee für beide Bücher genau den altersgerechten Erzählton trifft. Scout kehrt in diesem Buch als junge Frau zu einem Heimaturlaub aus New York nach Maycomb/Alabama zurück. Es passiert eigentlich nicht viel in der Geschichte, denn zumeist unterhält sie sich mit den bereits aus der Nachtigall bekannten Personen (ihre Verwandten, die Haushälterin, ihr Jugendfreund) oder schwelgt in Erinnerungen. Nachdem sie erkennt, dass ihr Vater und ihr Freund Hank an einer Bürgerversammlung teilnehmen, auf der rassistische Thesen der übelsten Art verbreitet werden, stürzt ihr Weltbild zusammen und sie beginnt sich von ihrer Vergangenheit abzunabeln. Sie tut dies weniger still und in Tränen, sondern lautstark, schimpfend und anklagend. Im Grunde ein Entwicklungsroman, wie man ihn sich wünscht.
Die Tatsache, dass ihrem Vater Atticus der Heiligenschein durch dieses Werk heruntergerissen wird, finde ich nicht tragisch. Im Gegenteil, es ist eher spannend und erhöht die Qualität des Buchs. Erstaunlich ist, dass auch immer wieder Verbindung zu dem bekannten Strafverfahren aus der Nachtigall gesponnen werden, in dem der Anwalt Atticus den Schwarzen vor der Verurteilung als Vergewaltiger bewahrte. Für heutige Leser/innen mag es ein Schock sein, wie oft das N-Wort hier fällt und mit welcher Selbstverständlichkeit die Südstaatler über die Rassenunterschiede sprechen. Ja, das Buch beinhaltet viel Rassismus. Aber ich bin mir sicher, dass es als zeitgenössisches Werk ein gutes Gesellschaftsbild des mittelständigen, ländlichen Alabamas der 50er Jahre darstellt. Scout wird im Verlauf des Buchs klar, dass ihrem Vater die Gerechtigkeit an sich wichtiger war als der Mensch, der unter der Ungerechtigkeit zu leiden hatte. Als alter Mann gesteht er den Schwarzen gewisse (wenige) Freiheit zu, aber nur bis zu einer bestimmt Grenze, an der sein persönlicher Wächter des Gewissens steht. Dies bedeutet, dass eine sexuelle Partnerschaft oder das Drücken einer gemeinsamen Schulbank von Schwarzen und Weißen von ihm abgelehnt werden. Es hört sich an wie eine Art "pragmatischer Rassismus", denn die Zeit ist noch nicht reif für mehr Gleichberechtigung.
Das Buch tut schon teilweise weh beim Lesen. Aber das schätze ich auch an dem Werk. Ambivalente Persönlichkeit sind doch viel interessanter als stromlinienförmige Langweiler. Einziger Kritikpunkt an diesem Buch: die Befreiung aus dem eigenen Kokon ist letztlich nicht konsequent durchgezogen und so knickt Scout am Ende doch ein (nachdem ihr ihr Onkel ins Gesicht geschlagen hatte und ihr die Leviten liest). Sie kehrt in den Schoß der Familie zurück. Ein Tritt in des Onkels Eier und eine finale Fahrt in die untergehende Sonne Richtung New York wäre für mich ein besserer Schluss gewesen.
Puh ich bin fast am Ende, aber ich schaffe es einfach nicht das Buch erneut in die Hand zu nehmen. Mich catched es gar nicht. Irgendwie durcheinander, es passiert so wenig, keine emotionale Bindung zu niemandem… Hm.