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»𝙴𝚜 𝚐𝚒𝚋𝚝 𝚗𝚒𝚌𝚑𝚝𝚜 𝙼ä𝚌𝚑𝚝𝚒𝚐𝚎𝚛𝚎𝚜 𝚊𝚕𝚜 𝚎𝚒𝚗𝚎 𝚠𝚒𝚕𝚕𝚎𝚗𝚜𝚜𝚝𝚊𝚛𝚔𝚎 𝙵𝚛𝚊𝚞. (…) 𝙴𝚒𝚗𝚎 𝙵𝚛𝚊𝚞, 𝚍𝚒𝚎 𝚜𝚒𝚌𝚑 𝚗𝚒𝚌𝚑𝚝 𝚋𝚛𝚎𝚌𝚑𝚎𝚗 𝚞𝚗𝚍 𝚞𝚗𝚝𝚎𝚛𝚠𝚎𝚛𝚏𝚎𝚗 𝚕ä𝚜𝚜𝚝, 𝚒𝚜𝚝 𝚞𝚗𝚐𝚎𝚖𝚎𝚒𝚗 𝚋𝚎𝚠𝚞𝚗𝚍𝚎𝚛𝚗𝚜𝚠𝚎𝚛𝚝.« gääänseeeehautttttt! 🌀
Es kann Spoiler erhalten. Ich gab mir Mühe! Aber dennoch… seid gewarnt. 🚫 Vieeeeellll zu gerne gelesen. Uhhhhh! Die Autorin schaffte es, mich so tief in die Geschichte hineinzuziehen, dass ich mich beim Lesen wortwörtlich durch Papier und Buchstaben hindurch mitten in den Trojanischen Krieg teleportiert fühlte. 🗡️ Seite an Seite mit Klytaimnestra. Ich mein, alleine schon das …wow.🔥 Sobald ich das Buch (Kindle) in die Hand nahm, war ich vor Christus zurückversetzt und atmete dieselbe angstdurchflutete Luft wie sie und ihre Kinder. Und wollte öfter, als es noch gesund wäre, ihrem „tollen“Ehemann sein ekelhaftes Leben ein Ende setzen. Eigentlich schon bei deren erster Begegnung … Wahnsinn. Also, hätte definitiv eine Verfilmung verdient. Das Beeindruckendste ist aber, dass es wieder einmal ein historischer Roman ist, der meine Wahrnehmung so durcheinandergebracht hat, dass ich im Nachhinein nicht mehr sicher sagen kann, ob ich ein Buch gelesen oder einen Film gesehen habe. So unglaublich mitreißend, bildstark und roh. Alles wirkt unverfälscht und echt. Die Autorin hat wirklich den perfekten Erzählstil für so eine erschütternde Story gewählt. Sehr, sehr tolle Arbeit. 🥇 Besonders stark fand ich, dass man zwar mitfiebert und mitfühlt, aber längst nicht alle Entscheidungen der Geschwister – vor allem ja die von unserer Hauptprotagonistin Klytaimnestra – gutheißen kann. Teilweise sogar ganz und gar nicht. Ich habe euch in meinen Updates erzählt, dass ich den Schreib- und Erzählstil anfangs etwas kalt und monoton fand und noch nicht richtig drin war. So bis Seite 200? Dann hatten wir einen großen Sprung nach der ersten ekelhaften Aktion ihres neuen Ehemanns. Tja, und genau ab da war es vorbei mit monotonem und schnellem, beinahe emotionslosem Runterrattern der Geschichte. Denn nach der ersten Schockwelle beginnt die Geschichte – und zwar so richtig. Jetzt im Nachhinein weiß ich, dass die Autorin am Anfang ganz bewusst ein hohes Tempo gewählt hat. Die Vorgeschichte sollte schnell, aber auch eindrucksvoll (hat sie geschafft, omg war das ekelhaft!!!!!) hinter sich gelassen werden. Denn die Zeitsprünge sind brutal: Allein nachdem Agamemnon fort ist, vergehen wieder einmal zehn Jahre. Zehn Jahre, in denen sie allein regiert. Zehn Jahre mit Schmerz, Trauer und Wut – Gefühle, die nicht einmal ein ganzes Jahrzehnt lindern kann. Ich kann hier nicht viel verraten. Könnte ich, aber möchte ich nicht. Wenn ihr ihre Lebensgeschichte noch nie gehört oder – so wie ich vor dem Buch – nicht gegoogelt habt, würde ich sonst schon einiges spoilern, und das will ich nicht. Lernt ihre Story kennen. Es ist es wert. Wir bekommen auch sehr, sehr viel von unzähligen anderen Charakteren mit, auch über ihre anderen Geschwister. So, dass man alle Tode tatsächlich „betrauert“ – und wenn nicht betrauert, dann sie zumindest mitnimmt. Besonders zwei Personen. Ihr Bruder – damit sage ich jetzt nicht viel – war mein persönlicher kleiner Crush in der Geschichte, und sein Tod hat mich echt sehr traurig gemacht. Omg. Schlimm war es!!!!! ❤️🩹😮💨 Erst nachdem ich das Buch beendet hatte, habe ich gesehen, dass hinten ein mehrseitiges Glossar zu Begriffen und Namen enthalten ist. Also könnt ihr alles nachlesen. Einige Begriffe habe ich gegoogelt (die nicht ohnehin verständlich waren), vor allem aber, um es auch bildlich vor mir zu haben. Kann ich wirklich nur empfehlen. Einfach googeln. Habe ich auch bei Pompeji gemacht – ich konnte mir zum Beispiel nicht vorstellen, wie zur Hölle die Verträge unterschrieben haben, wenn sie weder Stifte noch Papier bzw. Blätter hatten. Auch bei den Namen habe ich es genauso gemacht: Sobald jemand auftauchte, habe ich mir seinen oder ihren Lebensweg angeschaut. Durchinhaliert, hahahaha. Man könnte denken, das spoilert aber für mich war es genau das Gegenteil. So konnte ich mir die Figuren besser merken, sie emotional besser einordnen und hatte einen viel intensiveren Zugang zur Geschichte. Außer bei einer Person. Eine hat mich völlig verstört. Ich muss mich noch viel mehr mit ***** Geschichte beschäftigen – denn was ihr Mann getan hat … das hat mich am meisten getroffen. Ja, Agamemnon ist ein Hund. Er tötet grundlos, verletzt, misshandelt – und damit komme ich schon schwer klar. Aber dieser eine Verrat, also richtiger Verrat, war so widerlich und grausam, dass er mich nachhaltig erschüttert hat. Immer noch! Er kotzt mich so an. Ich kann das gar nicht in Worte fassen. Anyways, Girls. Es ist keine glückliche Story. Aber es ist ein extrem bewegender, emotionaler, verstörender, actionreicher historischer Roman, den ich wirklich jedem empfehlen kann. Wie immer bei schwerer Lektüre rate ich euch, lest zuerst die Leseprobe – egal ob auf dem Handy oder dem Kindle. 📲 Von mir gibt es ein ganz klares Ja.🤍 Ich bin so dankbar, noch solche sinnvollen, tiefgehenden Bücher lesen zu dürfen. Auch wenn ich Snack-Books liebe und einfache Geschichten genauso – mein Herz schlägt genau für sowas. Besonders für historische Romane. Das ist einfach mein Ding. Und wenn ich mir ein Urteil erlauben darf: Laut Google gilt Klytaimnestra als kaltblütige Mörderin und Ehebrecherin. Aber diese Frau erhielt keinerlei Hilfe, nachdem sie nicht nur ihren geliebten Ehemann, sondern auch ihr neugeborenes Kind „verlor“. Verlor ist ja harmlos ausgedrückt, ne. Nach dem Verrat ihres Vaters musste sie sich allein durch alles schlagen, allein mit seinem „Verrat“ klarkommen – und trug dennoch Verantwortung für ihre Geschwister und ihre Mutter, half, wo sie konnte, tat alles für ihre geliebten Menschen. Alles!!!! Ab dem Moment, als Agamemnon sie zu sich nahm, war sie nicht mehr dieselbe. Sage ich, wie es ist. Sie war bis zu ihrem Lebensende geschädigt und traumatisiert. Und ich glaube, ab genau diesem Augenblick, als sie endgültig mit ihm gehen musste, wartete sie nur noch darauf, dass sie endlich das Leben rächt, das ihr genommen wurde, noch bevor es überhaupt richtig begonnen hatte. Frauenrache. Genau das ist es. Sie kommt genau dann, wenn sie kommen muss – und wenn man 10 Jahre warten muss. Hauptsache, das Gleichgewicht wird wiederhergestellt. ⚖️ Denn es vergingen über zehn Jahre, bis sie schließlich ihre Rache nahm. Nachdem Iphigenie für ein bisschen Wind geopfert wurde – als wäre sie nichts weiter als Vieh – von ihrem eigenen Vater … ja. Tja. Was soll ich sagen …. Sie nahm ihre Rache. Und zwar für alles. Sie nahm in Kauf, dass sie draufgeht und tat es dennoch. Für ihre Kinder, für all den Schmerz, für all die gestohlenen Jahre. Mein Mutterherz hat dieses Leid, das sie trug, kaum ertragen. Der Tod ihrer Tochter war nicht nur völlig unnötig er war fast das Grausamste, was ich je gelesen habe. Diese Schreie. Ihr Flehen nach ihrem Vater. Die Autorin hat mich in diesen Kapiteln regelrecht zerrissen. Und ihre Geschichte werde ich niemals vergessen. Obwohl ich wusste, wie es ausgehen würde. Obwohl klar war, dass niemand kommt, um sie zu retten. Dass sie ihre Tochter nicht retten kann. Man hofft trotzdem. Bis zur letzten Sekunde. Dass es doch anders ausgeht. Wirklich wahnsinnig emotional. Und extrem aufwühlend. Mit vielen anderen Entscheidungen von ihr bin ich allerdings überhaupt nicht einverstanden. Vor allem mit ihren ganzen „Bett-Männer“-Geschichten. Ja, andere Zeit. Andere Moralvorstellungen. Andere Auffassung von Sex und Intimität ich weiß. Aber … nein, Girl. Sie wurde so oft durch männlichen Einfluss benebelt. Und ganz ehrlich? Ich hätte es gefeiert, wenn sie öfter selbst Hand angelegt hätte 🤚 und einfach mal die Finger von Männern gelassen hätte. Das ist meine ganz persönliche Meinung. Natürlich verstehe ich ihre Suche nach Zugehörigkeit, nach Halt, nach Zärtlichkeit. Verstehe ich viel zu gut sogar. Aber dennoch. Eine mächtige Frau in einer mächtigen Position wird oft noch mächtiger und dazu dreckiger manipuliert als wir Normalos. Gerade deshalb hätte sie mehr Abstand zu ihren Bett-Männern halten sollen. Die Person, die ich im ganzen Buch am wenigsten mochte, ist ihre Tochter Elektra. Ihr Buch liegt bereits bei mir zu Hause, und ich hoffe sehr, darüber einen besseren Zugang zu ihren Gedanken zu bekommen denn aktuell verstehe ich sie von Grund auf nicht. Und diese Besessenheit von ihrem Vater … uff. Ne. Also. Ihr wisst Bescheid, Elektra wird gelesen, und gucken wir mal vielleicht ist das ein perfektes Folgebuch nach Klytaimnestra. Denn ich brauche mehr. Mehr von ihnen. Mehr von diesem Wahnsinn. Große Empfehlung! 🤍 Über mehr als ein Jahrzehnt hinweg trug Klytaimnestra Schmerz, Verlust und Wut in sich, bis Agamemnon zurückkehrte und sie ihre Rache nahm. Gänsehaut! ⤵️ »Manchmal ist es besser zu bluten, als gar nichts zu fühlen.« Aber du musst lernen, deine Umgebung richtig wahrzunehmen und sie deinem Willen zu unterwerfen, denn sonst wirst du unterworfen.« »Kraft entsteht durch vielerlei Elemente, und eines davon ist Wille.« Es gibt nichts Mächtigeres als eine willensstarke Frau. Das bist du seit jeher, und du musst es bleiben, was andere dir auch antun. Für Männer ist es einfacher, stark zu sein, weil wir dazu erzogen werden. Aber eine Frau, die sich nicht brechen und unterwerfen lässt, ist ungemein bewundernswert. Hass ist ein übles Kraut. Es verwurzelt sich in deinem Herzen und wächst und wächst, bis alles andere abstirbt. »Dann kam Agamemnon nach Sparta und ermordete meinen Mann. Unseren kleinen Sohn riss er ihm aus den Armen und tötete auch ihn. Das kann niemals vergeben werden. Mein ganzes Leben lang wurde mir Unrecht angetan. Ich wurde ausgepeitscht und vergewaltigt, misshandelt und verprügelt. Ich wurde von meinem eigenen Vater verraten und wie ein Stück Vieh an Agamemnon verhökert. Aber ich bin noch immer hier. Alles, was ich getan habe, tat ich, um die Menschen zu schützen, die ich liebe. Hättet Ihr das nicht auch getan?«

Jan 20, 2026
»𝙴𝚜 𝚐𝚒𝚋𝚝 𝚗𝚒𝚌𝚑𝚝𝚜 𝙼ä𝚌𝚑𝚝𝚒𝚐𝚎𝚛𝚎𝚜 𝚊𝚕𝚜 𝚎𝚒𝚗𝚎 𝚠𝚒𝚕𝚕𝚎𝚗𝚜𝚜𝚝𝚊𝚛𝚔𝚎 𝙵𝚛𝚊𝚞. (…) 𝙴𝚒𝚗𝚎 𝙵𝚛𝚊𝚞, 𝚍𝚒𝚎 𝚜𝚒𝚌𝚑 𝚗𝚒𝚌𝚑𝚝 𝚋𝚛𝚎𝚌𝚑𝚎𝚗 𝚞𝚗𝚍 𝚞𝚗𝚝𝚎𝚛𝚠𝚎𝚛𝚏𝚎𝚗 𝚕ä𝚜𝚜𝚝, 𝚒𝚜𝚝 𝚞𝚗𝚐𝚎𝚖𝚎𝚒𝚗 𝚋𝚎𝚠𝚞𝚗𝚍𝚎𝚛𝚗𝚜𝚠𝚎𝚛𝚝.« gääänseeeehautttttt! 🌀
Es kann Spoiler erhalten. Ich gab mir Mühe! Aber dennoch… seid gewarnt. 🚫 Vieeeeellll zu gerne gelesen. Uhhhhh! Die Autorin schaffte es, mich so tief in die Geschichte hineinzuziehen, dass ich mich beim Lesen wortwörtlich durch Papier und Buchstaben hindurch mitten in den Trojanischen Krieg teleportiert fühlte. 🗡️ Seite an Seite mit Klytaimnestra. Ich mein, alleine schon das …wow.🔥 Sobald ich das Buch (Kindle) in die Hand nahm, war ich vor Christus zurückversetzt und atmete dieselbe angstdurchflutete Luft wie sie und ihre Kinder. Und wollte öfter, als es noch gesund wäre, ihrem „tollen“Ehemann sein ekelhaftes Leben ein Ende setzen. Eigentlich schon bei deren erster Begegnung … Wahnsinn. Also, hätte definitiv eine Verfilmung verdient. Das Beeindruckendste ist aber, dass es wieder einmal ein historischer Roman ist, der meine Wahrnehmung so durcheinandergebracht hat, dass ich im Nachhinein nicht mehr sicher sagen kann, ob ich ein Buch gelesen oder einen Film gesehen habe. So unglaublich mitreißend, bildstark und roh. Alles wirkt unverfälscht und echt. Die Autorin hat wirklich den perfekten Erzählstil für so eine erschütternde Story gewählt. Sehr, sehr tolle Arbeit. 🥇 Besonders stark fand ich, dass man zwar mitfiebert und mitfühlt, aber längst nicht alle Entscheidungen der Geschwister – vor allem ja die von unserer Hauptprotagonistin Klytaimnestra – gutheißen kann. Teilweise sogar ganz und gar nicht. Ich habe euch in meinen Updates erzählt, dass ich den Schreib- und Erzählstil anfangs etwas kalt und monoton fand und noch nicht richtig drin war. So bis Seite 200? Dann hatten wir einen großen Sprung nach der ersten ekelhaften Aktion ihres neuen Ehemanns. Tja, und genau ab da war es vorbei mit monotonem und schnellem, beinahe emotionslosem Runterrattern der Geschichte. Denn nach der ersten Schockwelle beginnt die Geschichte – und zwar so richtig. Jetzt im Nachhinein weiß ich, dass die Autorin am Anfang ganz bewusst ein hohes Tempo gewählt hat. Die Vorgeschichte sollte schnell, aber auch eindrucksvoll (hat sie geschafft, omg war das ekelhaft!!!!!) hinter sich gelassen werden. Denn die Zeitsprünge sind brutal: Allein nachdem Agamemnon fort ist, vergehen wieder einmal zehn Jahre. Zehn Jahre, in denen sie allein regiert. Zehn Jahre mit Schmerz, Trauer und Wut – Gefühle, die nicht einmal ein ganzes Jahrzehnt lindern kann. Ich kann hier nicht viel verraten. Könnte ich, aber möchte ich nicht. Wenn ihr ihre Lebensgeschichte noch nie gehört oder – so wie ich vor dem Buch – nicht gegoogelt habt, würde ich sonst schon einiges spoilern, und das will ich nicht. Lernt ihre Story kennen. Es ist es wert. Wir bekommen auch sehr, sehr viel von unzähligen anderen Charakteren mit, auch über ihre anderen Geschwister. So, dass man alle Tode tatsächlich „betrauert“ – und wenn nicht betrauert, dann sie zumindest mitnimmt. Besonders zwei Personen. Ihr Bruder – damit sage ich jetzt nicht viel – war mein persönlicher kleiner Crush in der Geschichte, und sein Tod hat mich echt sehr traurig gemacht. Omg. Schlimm war es!!!!! ❤️🩹😮💨 Erst nachdem ich das Buch beendet hatte, habe ich gesehen, dass hinten ein mehrseitiges Glossar zu Begriffen und Namen enthalten ist. Also könnt ihr alles nachlesen. Einige Begriffe habe ich gegoogelt (die nicht ohnehin verständlich waren), vor allem aber, um es auch bildlich vor mir zu haben. Kann ich wirklich nur empfehlen. Einfach googeln. Habe ich auch bei Pompeji gemacht – ich konnte mir zum Beispiel nicht vorstellen, wie zur Hölle die Verträge unterschrieben haben, wenn sie weder Stifte noch Papier bzw. Blätter hatten. Auch bei den Namen habe ich es genauso gemacht: Sobald jemand auftauchte, habe ich mir seinen oder ihren Lebensweg angeschaut. Durchinhaliert, hahahaha. Man könnte denken, das spoilert aber für mich war es genau das Gegenteil. So konnte ich mir die Figuren besser merken, sie emotional besser einordnen und hatte einen viel intensiveren Zugang zur Geschichte. Außer bei einer Person. Eine hat mich völlig verstört. Ich muss mich noch viel mehr mit ***** Geschichte beschäftigen – denn was ihr Mann getan hat … das hat mich am meisten getroffen. Ja, Agamemnon ist ein Hund. Er tötet grundlos, verletzt, misshandelt – und damit komme ich schon schwer klar. Aber dieser eine Verrat, also richtiger Verrat, war so widerlich und grausam, dass er mich nachhaltig erschüttert hat. Immer noch! Er kotzt mich so an. Ich kann das gar nicht in Worte fassen. Anyways, Girls. Es ist keine glückliche Story. Aber es ist ein extrem bewegender, emotionaler, verstörender, actionreicher historischer Roman, den ich wirklich jedem empfehlen kann. Wie immer bei schwerer Lektüre rate ich euch, lest zuerst die Leseprobe – egal ob auf dem Handy oder dem Kindle. 📲 Von mir gibt es ein ganz klares Ja.🤍 Ich bin so dankbar, noch solche sinnvollen, tiefgehenden Bücher lesen zu dürfen. Auch wenn ich Snack-Books liebe und einfache Geschichten genauso – mein Herz schlägt genau für sowas. Besonders für historische Romane. Das ist einfach mein Ding. Und wenn ich mir ein Urteil erlauben darf: Laut Google gilt Klytaimnestra als kaltblütige Mörderin und Ehebrecherin. Aber diese Frau erhielt keinerlei Hilfe, nachdem sie nicht nur ihren geliebten Ehemann, sondern auch ihr neugeborenes Kind „verlor“. Verlor ist ja harmlos ausgedrückt, ne. Nach dem Verrat ihres Vaters musste sie sich allein durch alles schlagen, allein mit seinem „Verrat“ klarkommen – und trug dennoch Verantwortung für ihre Geschwister und ihre Mutter, half, wo sie konnte, tat alles für ihre geliebten Menschen. Alles!!!! Ab dem Moment, als Agamemnon sie zu sich nahm, war sie nicht mehr dieselbe. Sage ich, wie es ist. Sie war bis zu ihrem Lebensende geschädigt und traumatisiert. Und ich glaube, ab genau diesem Augenblick, als sie endgültig mit ihm gehen musste, wartete sie nur noch darauf, dass sie endlich das Leben rächt, das ihr genommen wurde, noch bevor es überhaupt richtig begonnen hatte. Frauenrache. Genau das ist es. Sie kommt genau dann, wenn sie kommen muss – und wenn man 10 Jahre warten muss. Hauptsache, das Gleichgewicht wird wiederhergestellt. ⚖️ Denn es vergingen über zehn Jahre, bis sie schließlich ihre Rache nahm. Nachdem Iphigenie für ein bisschen Wind geopfert wurde – als wäre sie nichts weiter als Vieh – von ihrem eigenen Vater … ja. Tja. Was soll ich sagen …. Sie nahm ihre Rache. Und zwar für alles. Sie nahm in Kauf, dass sie draufgeht und tat es dennoch. Für ihre Kinder, für all den Schmerz, für all die gestohlenen Jahre. Mein Mutterherz hat dieses Leid, das sie trug, kaum ertragen. Der Tod ihrer Tochter war nicht nur völlig unnötig er war fast das Grausamste, was ich je gelesen habe. Diese Schreie. Ihr Flehen nach ihrem Vater. Die Autorin hat mich in diesen Kapiteln regelrecht zerrissen. Und ihre Geschichte werde ich niemals vergessen. Obwohl ich wusste, wie es ausgehen würde. Obwohl klar war, dass niemand kommt, um sie zu retten. Dass sie ihre Tochter nicht retten kann. Man hofft trotzdem. Bis zur letzten Sekunde. Dass es doch anders ausgeht. Wirklich wahnsinnig emotional. Und extrem aufwühlend. Mit vielen anderen Entscheidungen von ihr bin ich allerdings überhaupt nicht einverstanden. Vor allem mit ihren ganzen „Bett-Männer“-Geschichten. Ja, andere Zeit. Andere Moralvorstellungen. Andere Auffassung von Sex und Intimität ich weiß. Aber … nein, Girl. Sie wurde so oft durch männlichen Einfluss benebelt. Und ganz ehrlich? Ich hätte es gefeiert, wenn sie öfter selbst Hand angelegt hätte 🤚 und einfach mal die Finger von Männern gelassen hätte. Das ist meine ganz persönliche Meinung. Natürlich verstehe ich ihre Suche nach Zugehörigkeit, nach Halt, nach Zärtlichkeit. Verstehe ich viel zu gut sogar. Aber dennoch. Eine mächtige Frau in einer mächtigen Position wird oft noch mächtiger und dazu dreckiger manipuliert als wir Normalos. Gerade deshalb hätte sie mehr Abstand zu ihren Bett-Männern halten sollen. Die Person, die ich im ganzen Buch am wenigsten mochte, ist ihre Tochter Elektra. Ihr Buch liegt bereits bei mir zu Hause, und ich hoffe sehr, darüber einen besseren Zugang zu ihren Gedanken zu bekommen denn aktuell verstehe ich sie von Grund auf nicht. Und diese Besessenheit von ihrem Vater … uff. Ne. Also. Ihr wisst Bescheid, Elektra wird gelesen, und gucken wir mal vielleicht ist das ein perfektes Folgebuch nach Klytaimnestra. Denn ich brauche mehr. Mehr von ihnen. Mehr von diesem Wahnsinn. Große Empfehlung! 🤍 Über mehr als ein Jahrzehnt hinweg trug Klytaimnestra Schmerz, Verlust und Wut in sich, bis Agamemnon zurückkehrte und sie ihre Rache nahm. Gänsehaut! ⤵️ »Manchmal ist es besser zu bluten, als gar nichts zu fühlen.« Aber du musst lernen, deine Umgebung richtig wahrzunehmen und sie deinem Willen zu unterwerfen, denn sonst wirst du unterworfen.« »Kraft entsteht durch vielerlei Elemente, und eines davon ist Wille.« Es gibt nichts Mächtigeres als eine willensstarke Frau. Das bist du seit jeher, und du musst es bleiben, was andere dir auch antun. Für Männer ist es einfacher, stark zu sein, weil wir dazu erzogen werden. Aber eine Frau, die sich nicht brechen und unterwerfen lässt, ist ungemein bewundernswert. Hass ist ein übles Kraut. Es verwurzelt sich in deinem Herzen und wächst und wächst, bis alles andere abstirbt. »Dann kam Agamemnon nach Sparta und ermordete meinen Mann. Unseren kleinen Sohn riss er ihm aus den Armen und tötete auch ihn. Das kann niemals vergeben werden. Mein ganzes Leben lang wurde mir Unrecht angetan. Ich wurde ausgepeitscht und vergewaltigt, misshandelt und verprügelt. Ich wurde von meinem eigenen Vater verraten und wie ein Stück Vieh an Agamemnon verhökert. Aber ich bin noch immer hier. Alles, was ich getan habe, tat ich, um die Menschen zu schützen, die ich liebe. Hättet Ihr das nicht auch getan?«
Jan 20, 2026









