Die Wölfe von Pompeji
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Description
»Die Wölfe von Pompeji« ist ein historischer Roman, der das lange übersehene Leben der Frauen im antiken Pompeji neu betrachtet. Perfekt für Fans von Pat Barker und Madeline Miller.
»Amara: Verkauft von ihrer Mutter. Versklavt in einem Bordell. Entschlossen für ihre Freiheit zu kämpfen.«
Amara war eine geliebte Bürgerstochter, bis der Tod ihres Vaters ihre Familie ins Elend stürzte. Jetzt gehört sie einem Mann, den sie verachtet, und ist Teil der Wölfinnen von Pompeji, eine Sklavin im berüchtigtsten Bordell der Stadt. Zusammen mit den anderen Mädchen versucht sie jeden Tag zu überleben. Trotz ihrer Ängste und Sorgen können sie sich aufeinander verlassen. Und Amaras Geist ist noch lange nicht gebrochen. Scharfsinnig und einfallsreich erkennt sie, dass die Straßen von Pompeji voller Möglichkeiten stecken und alles in dieser Stadt seinen Preis hat. Aber wie viel wird ihre Freiheit kosten?
Im antiken Pompeji, das seinem Schicksal unausweichlich entgegentritt, schildert Elodie Harper abgrundtiefe Kontraste zwischen Reichtum und Elend, Männern und Frauen, freien Bürgern und rechtlosen Sklaven.
Band eins der »Wolfshöhlen-Trilogie«
»Eine großartige Geschichte über das Schicksal und Leben mutiger Frauen, die sich den Umständen nicht beugen wollen, um das bessere Leben kämpfen und einander in jeder Hinsicht unterstützen. Beeindruckende Bilder entstehen beim Lesen dieser bewegenden Geschichte. Mit großem Vergnügen empfehle ich diesen Roman an alle Interessierten. Mir hat es ausgesprochen gut gefallen.« ((Leserstimme auf Netgalley))
»Trotz der harten Realität des Lebens als Sklavenprostituierte war dieses Buch auch mit so viel Hoffnung, Liebe und Humor zwischen den Frauen erfüllt.
Die Autorin hat einen brillanten historischen Roman geschrieben. Ich es kaum erwarten kann, zu lesen, wie Amaras Reise weitergeht.«
((Leserstimme auf Netgalley))
»Elodie Harper beschreibt das erschütternde Schicksal von Sklavinnen. Man wusste, das ihr Leben hart war, aber so entsetzlich – darüber hat man nicht nachgedacht. Die Geschichte einer starken Frau, emphatisch und doch unterhaltsam zu lesen. In einem Rutsch verschlungen!« ((Leserstimme auf Netgalley))
Book Information
Author Description
Elodie Harper ist Journalistin und preisgekrönte Kurzgeschichtenautorin. Ihre Geschichte »Wildes Schwimmen« gewann 2016 den Kurzgeschichtenwettbewerb »Bazaar of Bad Dreams«, unter der Jury von Stephen King. Derzeit ist sie Reporterin bei ITV News Anglia und arbeitete zuvor als Produzentin für Channel 4 News. Elodie Harper studierte in Oxford neben englischer Literatur auch lateinische Poesie, seither hat sie ein Faible für die Antike. »Die Wölfe von Pompeji« ist ein #1 London Times Bestseller.
Posts
Fesselnd 🧡 »Dies ist wahrlich ein Goldenes Zeitalter; denn mit Gold lassen sich hohe Ehren kaufen; mit Gold kauft man Liebe.«
Als ich jugendlich war, war TV-Konsum eine ganz andere Art von Spaß und Entspannung. Ich erinnere mich so gerne an die Tage, an denen ich krank zu Hause lag und Filme erwischt habe, die ich sonst nie gesehen hätte, weil ich in der Schule gewesen wäre. Dieses Gefühl, etwas zufällig zu entdecken, wovon man null Plan hat – wie es heißt, wie alt es ist, was einen erwartet – und dann nach der ersten Werbepause zu denken: Omg, ich darf den Anfang nicht verpassen, ich muss wissen, wie das heißt! Genau dieses Gefühl hat mir dieses Buch gegeben. 👀😂 Ich weiß nicht, ob ihr das relaten könnt aber ich hoffe ja. Von Beginn an ist man mitten drin. Es ist unfassbar gut und interessant geschrieben, und es hat mir wirklich wehgetan, es wegzulegen und schlafen zu gehen. Ich wollte unbedingt wissen, was dieses Buch verbirgt: Was kommt? Was hat es auf sich? Entwickelt es sich so, wie ich denke? Wird es brutal? Wird es angesichts des Settings im Bordell zu vulgär oder zu schlimm? Was kommt auf mich zu? Das Buch war – obwohl ich nur durch den Klappentext neugierig wurde und sofort gekauft habe – eine riesige Überraschung. Und dank des lebhaften und übertrieben guten Erzählstils ist man mitten drin, wenn nicht sogar eine der Frauen (Gott bewahre natürlich 😭😂). Aber ihr versteht, was ich meine: Man glaubt, die Frauen zu kennen, man spürt die Situation, sie erdrückt einen manchmal. Man ist gespannt wie ein Bogen, wenn etwas passiert. Man fühlt. Man lebt. Man zittert mit. Wahnsinn. Hier und da kommt meine Dark-Romance-Leserseele durch – besonders, was die nicht wirklich vorhandenen „Love Interests“ betrifft. Aber ich sag’s ehrlich: Auch wenn ich weiß, dass es kein Liebesroman ist, es macht übertrieben viel Spaß, mit den Männern (bzw. für die Männer ) mitzufiebern und ein paar Szenen oder Wünsche im Kopf durchzuspielen. Wir haben einerseits Felix, den Zuhälter von Amara und den anderen Girls. Und spätestens nach seinem letzten Geständnis war ich wieder wie am Anfang: Er könnte… er wird es nie… er würde sie niemals gehen lassen… aber es könnte eine bewegende Love Story sein. Hahahahahaha und jetzt denken alle, die das Buch kennen: „Was stimmt nicht mit dir?“ 🤣🤣 Und wahrscheinlich habt ihr recht. Also scheiß auf Felix, wir haben unseren Sklavenjungen. 😬🌚Von dem wir nur ab und zu etwas lesen, aber wenn, dann ist es intensiv. Er ist verliebt.🥹 Und man fühlt das. Man fühlt mit beiden. Aber gleichzeitig hat man so ein ungutes Gefühl … könnte er ein Lügner sein? Bitte NEIN 😮💨 Das würde mich zerstören 🫣😂 Ich habe zu viel Hoffnung in ihn. Diese kleinen Rendezvous, ihre Treffen, diese Botschaften, die sie an die Wand kratzen … 😭😭😭 come on Girls. Er ist eine Maus. Aber da unsere Queen Amara gerissen, schlau und stark ist (ich liebe alles an ihr!!!), spielt sie ihre Karten bisher ziemlich clever aus. Und Rufus … (ich bin kein Fan von Rufus) … aber vielleicht ist er derjenige, der ihr am Ende beim letzten Sprung hilft. Ich glaube zwar nicht, aber ich lasse mich überraschen. Die Frauen, alle sind so gut getroffen und beschrieben. Man kann sie super unterscheiden. Am Anfang denkt man: „Oh je, so viele Frauen, so viele Namen“ – aber es ist wirklich nicht schwer, ihnen zu folgen. Amara ist eine Protagonistin zum Lieben. Ihre Geschichte ist spannend, fesselnd und interessant. Die Beziehungen zwischen den Frauen, ihre Beziehungen zu den Männern, was sie tut, was sie plant, wie klug sie handelt – alles ist gelungen und macht unglaublich Spaß. Ihr könnt euch vorstellen, wie happy ich war, als ich erfahren habe, dass es eine Reihe ist und noch zwei Bände auf mich warten 😂🙂↔️ Und jaaaa … tut euch selbst einen Gefallen und lest nicht den Klappentext von Band 2 oder 3. Ihr werdet soooo hässlich gespoilert wie ich 😂😂 Seit gestern bin ich nur so: Wie??? Was?? Warum??? Mit wem?!?! Ich bin durch. Ich hoffe auf den Sklavenjungen, aber das wird niemals Realität 😮💨😭 Das Ende ist ein einziger Fiebertraum für uns alle, die Band 2 nicht greifbar haben 😂 also meeeeeee. Ich freue mich viel zu sehr auf die Folgebände und darauf, wie Amara all das meistert, wie es ihr ergeht – und Rufus … Girls, ich habe immer noch einen bitteren Geschmack im Mund, wenn ich seinen Namen lese. Da kommt noch was … er ist … kosmisch. Alles in allem: eine lebhafte, bildhafte und bewegende Story über Amara und die Wölfinnen von Pompeji. Ich hätte nie gedacht, dass mich ein historischer Roman so fesseln würde, aber er hat mir zwei Nächte reines Lesefieber geschenkt. Ich kann es euch nur empfehlen.🧡 Noch kurz etwas zum Thema Vulgarität oder „Aktszenen“: Nein. Es wird nichts beschrieben – also der Akt an sich. Vulgär ist es joa unten könnt ihr bissle reinlesen aber es ist passend und nicht übertrieben. Ja, die Begriffe sind nicht immer sanft, aber man wird weder überhäuft noch erdrückt. Es passt einfach. Alles in allem ist es sehr rund und man kann es wirklich leicht genießen und lieben. Kurze Randinfo, weil spannend. Pompeji existiert heute noch, aber nicht als lebende Stadt. Es ist eine archäologische Ausgrabungsstätte in Italien. Die antike Stadt wurde im Jahr 79 n. Chr. beim Ausbruch des Vesuvs komplett unter Asche begraben und später wieder freigelegt. Man kann Pompeji heute besuchen, aber dort lebt niemand – es sind Ruinen, Straßen und erhaltene Häuser, die wie eine eingefrorene Momentaufnahme wirken. Im Buch sehen wir Pompeji jedoch in seiner lebendigen Zeit – die Welt, in der Amara als Hure/ Sklave leben musste. ⤵️ »›Morgen fange ich an zu leben‹, sagst du, Postumus: immer morgen. Sag mir, dieses ›morgen‹, Postumus, wann kommt es? Wie weit ist dieses ›morgen‹ noch entfernt?« Martial, Epigramm 5,58 »Parfüms sind der sinnloseste aller Luxusartikel... Ihr größter Reiz besteht darin, dass eine vorbeigehende Frau damit auch diejenigen anlockt, die eigentlich beschäftigt sind.« Plinius der Ältere, Naturgeschichte Wer das Leben verachtet, weist leicht Gott zurück.« Graffiti in Pompeji ••• »Das ist eine von meinen.« Sie schaut auf. Ein Sklave beobachtet sie. Amara beeilt sich, die Lampe verlegen zurückzustellen. »Entschuldigung.« »Nein, ich meine, ich habe sie entworten.« »Besitzen tue ich keine davon.« Er ist sehr gut aussehend stellt Amara fest. Schlank, mit dunklem Haar und einem freundlichen, offenen Gesicht. Er sieht überhaupt nicht aus wie Felix, denkt sie. Dann fragt sie sich, warum der Vergleich für sie überhaupt eine Rolle spielt. Er kommt zu ihr, nimmt die Lampe wieder aus dem Regal und dreht sie um. »Das ist mein Zeichen«, sagt er und berührt ein Symbol auf der Rückseite, den griechischen Buchstaben M. ••• »Meiner Familie ging das Geld aus«, sagt er. » Und ich war das Letzte, was sie zu verkaufen hatten.« Er wirkt verlegen angesichts ihres Schweigens. »Ist das die Lampe, die du möch-test?«, fragt er. Sie errötet. Ihr Umhang verdeckt ihre bunte Toga und ihre nackten Beine. Er hat keine Ahnung, was sie ist. Und jetzt wird sie diesen schönen Fremden aus Athen um eine Ladung Schwanzlampen bitten müssen. »Mein Herr wohnt gegenüber dem Elefant«, beginnt sie langsam. Auf seinem Gesicht flackert ein Hauch von Verständnis auf. ••• »Was bist du nur für eine selbstlose Hure. Ich kann nicht glauben, dass du versuchst, mich reicher zu machen.« Er blickt auf die silbernen Ohrringe. »Du kannst nicht ernsthaft anneh-men, dass du etwas von dem zusätzlichen Geld zu Gesicht bekommen würdest. Du bist nicht so schlau, wie du aussiehst, wenn du denkst, dass ich den Gewinn mit dir teilen werde,« Mit einer verschwörerischen Geste winkt Felix sie näher heran. »Also sag mir, worum ging es dir?« Amara ist misstrauisch. »Ich weiß es nicht.« »Komm schon«, sagt Felix. »Ich werde nicht böse sein. Ich frage nur, weil es mich interessiert. Also sag es mir «»Warum hast du mich gekauft?«, fragt sie. »Ich wurde als Konkubine angeboten. Ich bin gebildet, ich spiele die Leier. Ich weiß, das hat dich mehr gekostet. Wenn du all diese Fähigkeiten nicht für dich haben wolltest, warum hast du es dann getan? Was für eine Investition bin ich, wenn ich den Rest meiner Tage da unten in den Zellen schufte?« ••• »Was für ein neuer Kunde?« »Ein Mann namens Rufus. Er wird dich darum bitten, mich für einen Abend zu kaufen.« Sie zögert, denn sie weiß, wie sehr Felix es hasst, Ratschläge zu erhalten. »Ich hoffe, dass er eine langfristige Investition ist, also denke ich, dass es besser wäre, am Anfang nicht zu viel zu verlangen, damit er auch weiterhin zahlt.« »Du leitest jetzt also das Geschäft, oder wie?« »Nein«, sagt sie. »Ich wollte nicht ...« »Amara«, erwidert Felix und grinst. »Das war ein Scherz. Das hast du gut gemacht. Der alte Mann hat einen guten Preis bezahlt.« Er nimmt eines der Kleider in die Hand »Wenn dieser neue Kunde zu einem Stammkunden wird, kannst du sie behalten und anziehen, wenn du mit ihm ausgehst. Wenn nicht, werde ich sie verkaufen.« Er winkt mit der Hand zu den Kleidern, die sie noch anhat. »Aber jetzt brauchst du sie bestimmt nicht zu tragen.« Amara hat geahnt, dass er sie dazu zwingen würde, sich umzuziehen, und ihre alte grelle Toga von unten mit heraufgebracht. Sie zieht sich aus und reicht ihm die neuen Kleider. »Du hast zugenommen«, sagt er und betrachtet sie, während sie sich anzieht. »Es steht dir.« »Dann solltest du mich mehr füttern«, sagt sie und riskiert einen Scherz. »Wenn es dir so gefällt.« Felix schüttelt den Kopf, sieht aber amüsiert aus. Eine Erinnerung an die Nacht, die sie zusammen verbracht haben, kommt ihr wieder in den Sinn. Wie er seinen Kopf an ihre Schulter gelegt hat. ••• »Und ich glaube, er liebt dich. Ich habe ihn noch nie so viel für eine andere Frau tun sehen. Nicht einmal annähernd.« »Die Liebe, die ein Herr für seinen Sklaven empfindet, ich nehme an, das ist alles, was einer von uns erhoffen kann, um sich darauf ein Leben aufzubauen.«❤️🩹🧡

„Nichts gehört einem nicht einmal das Glück.“🏛️
Wow was ein Buch! Das Buch zog mich von Anfang an in eine andere Welt, die mich wirklich umgehauen hat. Fünf starke Frauen, denen jegliche Würde, Lebensfreude und Selbstbestimmung genommen wurden, um bitter versklavt zu werden. Das Buch nimmt uns mit in eine Welt, in der die Hoffnung auf ein besseres Leben fast wie ein unerreichbarer Traum wirkt. 🍂 Ein selbstbestimmtes Leben ist purer Luxus. Ein Leben mit riesigen Hunger nach Anerkennung und gefangen in der Wolfshöhle, kämpfen sie sich durch, und genau dieser Hunger entfacht in einigen von ihnen einen unglaublich fesselnden Kampfgeist für die Freiheit. Kurz gesagt war es eine emotionale Achterbahnfahrt. Denn die Geschichte steckt voller Liebe, voller Hoffnung, voller Mut, aber auch voller Hass. 🫂 Das Buch hat mich einfach so süchtig gemacht, dass ich das es einfach nicht mehr aus der Hand legen wollte.
~ Dich an diesem Ort zurückzulassen war eine Qual.~ P❤️🩹
(Sooooryyyyy lässt video wieder mal nicht zu!!! 🥺musste es löschen !) Ich wusste von der Echtheit der Orte und von den Videoaufnahmen der Touristen nicht. Erst als ich mit Band 2 angefangen habe und immer tiefer eingetaucht bin -wurde mir klar, wie vertraut mir diese Orte vorkommen. Ich habe sie exakt so gesehen, die ganze Zeit, nur aufgrund der zwei Bücher, die ich bis dahin gelesen hatte. Nur durch das Gelesene! Das war erschreckend und gleichzeitig unglaublich beeindruckend. Das Worldbuilding ist wirklich fantastisch. Die Autorin hat diese Welt geatmet und gefühlt; das sieht man auch auf ihrer Instagram-Seite. Wie oft sie dort war, wie viel sie selbst gesehen, erlebt und aufgesogen hat genau so bringt sie es auch in ihren Büchern rüber. Dieses Bordell bleibt für mich für immer „Felix’ Bordell“. Und ich weiß, ich weiß es wirklich: Wenn man oben die Räumlichkeiten – das „Büro“ – besuchen könnte (was man leider nicht darf), dann wären die Wände rot. Ich bin mir da absolut sicher. (Googelt mal Wachstafel, auch so ein faszinierendes Ding, mit dem sie damals Verträge und alles Mögliche festgehalten haben. Googlet allgemein alles oder schreibt tiktok Pompeji rein da kommt soooo sooo viel raus.) Ich habe gestern Band 3 beendet, oder besser gesagt: das Buch hat mich beendet – und mir geht es überhaupt nicht gut. Im schlimmsten und im besten Sinne dieses Satzes. Fragt nicht, ich weiß selbst nicht, wie das möglich ist, aber es ist so. Ich weiß nicht, ob ich jemals wieder etwas so intensiv fühlen werde. Natürlich berührt es auch wegen der historischen Echtheit und wegen der tragischen Geschehnisse, die diesen Ort ausgelöscht haben. Meiner Meinung nach kommt man da nicht drum herum, wenn man dafür empfänglich ist. Aber ich hoffe von ganzem Herzen, dass ich noch viele ähnliche Bücher finde (ich suche schon!), denn dieses Leseerlebnis war für mich eine besondere Art der Bereicherung. Und mein Girl Amara sowieso. 🫂 Eine wunderschöne Arbeit der Autorin ✍️ über eine Zeit, die einem das Herz bricht. Bricht, wortwörtlich. Im guten wie im schlechten Sinne. ⤵️ Sie nimmt den Kajal, zieht die Striche um ihre Augen nach, wo sie verschmiert sind, trägt aber keine Paste auf die Haut auf. Als sie noch im Bordell arbeitete, war das unerschwinglich, und jetzt ist Rufus daran gewöhnt, sie mit nacktem Gesicht zu sehen. Das einzige Mal, als sie sie für ihn benutzt hat, hat er es gehasst. All die Worte, mit denen er sie beschreibt - lieblich, zart, naiv -, versteht sie eher als Anweisungen denn als Komplimente. Es spielt keine Rolle, dass sie in einem Bordell gearbeitet hat, dass sie den gewalttätigsten Zuhälter von Pompeji überlistet hat oder dass sie mit ihrer Wut Berge versetzen kann. Das will ihr Liebhaber nicht sehen, also verbirgt sie es. (Das ist kein Spoiler – auf jeder fünften Seite passiert etwas. Ich passe schon auf, dass ihr nicht gespoilert werdet.)

4,5 🌟 Eine Hommage an die Seelen, die unter der Asche Pompejis weiteratmen.
Leute, ich brauche Hilfe. Oder eine Therapie. Oder einfach nur neue Freunde?! 🤣 Ein fettes (und sehr verheultes) Danke an @nisanur24, die mir dieses Buch mit der Unschuldsmiene eines Engels empfohlen hat, nur um zuzusehen wie meine Seele langsam zerbröselt. Nisa, ich hoffe du bist stolz auf dich. Ich liege hier in Embryonalstellung auf dem Sofa und mein Herz ist nur noch ein Haufen antiker Schutt! Ich gehöre ja zu den Menschen, die es absolut lieben von einem Buch emotional komplett hingerichtet zu werden. Und Harper hat mich nicht nur erschlagen, sie hat mich danach noch dreimal überrollt. Aber hinter all dem Drama steckt eine tiefgreifende, schmerzhafte Wahrheit. Dieses Buch ist eine ehrfürchtige Hommage an all die Frauen, die in der Geschichte Pompejis oft nur als Schatten oder bloße Nummern existierten. Während Touristen heute durch die Ruinen des echten Lupanar laufen und vielleicht über die Graffiti schmunzeln, gibt Elodie Harper den Seelen, die dort gefangen waren ihre Menschlichkeit und Würde zurück. Es macht einen so unendlich traurig, wenn man sich vor Augen führt, dass diese Frauen wirklich dort saßen, in diesen fensterlosen Zellen ohne jedes Recht auf ihren eigenen Körper oder ihr eigenes Leben. Man spürt diese subtile, ständige Beklemmung fast körperlich. Es war die bittere Realität einer Welt, die Frauen wie Ware behandelte. Man möchte Amara in dieser Welt am liebsten schützend zur Seite stehen. Jedes Mal, wenn sie sich traute auch nur ein winziges bisschen Hoffnung zuzulassen, habe ich mit ihr gezittert und gebetet, dass sie nicht zerbricht. Besonders das Schicksal von Cassia hat mich völlig zerrissen. Wenn man selbst nachempfinden kann, was für ein unvorstellbarer Schmerz der Verlust eines Kindes ist, geht einem ihre Geschichte direkt unter die Haut. Aber ihre realen Umstände waren an psychischer Grausamkeit nicht zu überbieten. Die Art und Weise, wie Felix ihre mütterliche Liebe als reines Druckmittel benutzt hat, um sie seelisch zu brechen, war kaum zu ertragen. Dass sie in einer Welt lebte, in der ihr sogar das Recht auf ihre Kinder und ihre eigene Trauer abgesprochen wurde, macht ihren Weg so unendlich tragisch. Es ist eine schmerzhafte Erinnerung daran, dass hinter jedem Namen, der in Stein geritzt wurde, ein echtes, blutendes Herz stand. Auch das Ende des Buches lässt einen mit einer Mischung aus Fassungslosigkeit und tiefer Verbundenheit zu Amara zurück. Man spürt ihre Verluste, als wären es die eigenen. Ein emotionales Meisterwerk über Resilienz und die Kraft der Freundschaft unter widrigsten Umständen. Nisa, danke für diesen Tipp...... mein Kopf braucht jetzt Band 2, aber mein Herz braucht erst mal eine Pause! ❤️🩹🏛✨️

Schonungslos, atmosphärisch und gedanklich tiefgehend – ein starker Historienroman über Liebe in Freiheit und Unfreiheit
Die Wölfe von Pompeji von Elodie Harper ist ein eindringlicher Historienroman, der den Leser in das Pompeji des Jahres 74 n. Chr. führt – nur wenige Jahre vor dem verheerenden Ausbruch des Vesuvs. Im Zentrum der Handlung stehen mehrere Frauen, die als Sklavinnen in einem Bordell leben und arbeiten. Insbesondere der erste der vier Abschnitte überzeugt durch seine schonungslose Darstellung der unterschiedlichen Wege in die Sklaverei. Gerade hier gelingt es dem Roman, die Lebensrealität der Figuren so eindrücklich zu schildern, dass beim Lesen ein spürbares Unbehagen entsteht. Im weiteren Verlauf entwickelt sich die Handlung zu einer vielschichtigen Erzählung über Betrug, Verrat sowie die Sehnsucht nach Freiheit und Liebe. Dabei wird immer wieder deutlich, dass selbst kleinste Fortschritte innerhalb dieses Systems nur durch strategisches Handeln und das Ausnutzen begrenzter Möglichkeiten erreicht werden können. Zugleich wirft der Roman grundlegende Fragen auf: Was bedeutet Liebe unter Bedingungen der Unfreiheit? Aber auch was bedeutet Freiheit ohne Libe? Freiheit in der Abhängigkeit bzw. scheinbaren Gefangenschaft eines anderen? Und welche hat letztlich mehr Gewicht – die Sehnsucht nach emotionaler Bindung oder der Wunsch nach Selbstbestimmung?
»Wer sich mit Hunden hinlegt, wird mit Flöhen aufwachen.« überliefert, wird Seneca zugeschrieben
Zeig mir die Geschäftsbücher eines Zuhälters: Du wirst sehen, der Saldo ist positiv. Alle anderen Tiere erlangen Befriedigung durch die Paarung; der Mensch erlangt fast keine. Denn Leben heißt, wach zu sein.« Plinius der Ältere, Naturgeschichte »Parfüms sind der sinnloseste aller Luxusartikel...Ihr größter Reiz besteht darin, dass eine vorbeigehende Frau damit auch diejenigen anlockt, die eigentlich beschäftigt sind.« Plinius der Ältere, Naturgeschichte Der Körper sucht das, was der Geist mit Liebe verwundet hat. »So begann man, Tiere einzusperren, denen die Natur den Himmel als ihr Element zugewiesen hatte.« Plinius der Ältere, Naturgeschichte, Über die Käfighaltung der Vögel Ich schwöre, ich war in meinem jungen Leben noch nie so töricht und habe noch nie etwas getan, was ich mehr bereut habe, als dich letzte Nacht allein zurückzulassen, um zu verbergen, wie verzweifelt ich dich liebe. 25 Nur eins ist sicher, nämlich dass es so etwas wie Sicherheit nicht gibt. Plinius der Ältere, Naturgeschichte Nichts ist es wert, dieses Risiko einzugehen, und doch ist der Gedanke, einen Liebhaber zu wählen, endlich ihren eigenen Wünschen nachzugehen, berauschend. Sie kann nicht davon ablassen. »Jeden Abend, wenn ich ins Bett gehe, schließe ich meine Tür ab«, flüstert sie.»Aber heute Abend werde ich das nicht tun.« Sie steht auf, spürt, wie seine Finger aus den ihren gleiten, und verlässt den Garten, bevor sie ihre Meinung ändern kann. »Darf ich morgen Abend wiederkommen und dich zum Weinen bringen?« »Ja«, sagt Amara. »Obwohl ich nicht sicher bin, wie ich ohne dich von jetzt bis morgen durchhalten soll.« Ihre Antwort bringt eine Dunkelheit in den Raum. Er so nah bei ihr, fühlt sie sich völlig sicher, und doch ist sie sich bewusst, dass keiner von ihnen jemals so gefährdet war. »Wenn wir uns so treffen wollen«, sagt er, »müssen wir uns gegenseitig beschützen. Das bedeutet, dass wir tagsüber so tun müssen, als würden wir uns überhaupt nicht bemerken. Keine heimlichen Gesten oder Blicke. Du ignorierst mich einfach. Wenn Rufus mich einmal bestrafen sollte, lässt du ihn. Und wenn er dir wehtut, kann ich nicht eingreifen.« »Ich liebe dich, Plinia Amara«, sagt er. »Und ich werde immer versuchen, deiner würdig zu sein.« 1 Von allen Lebewesen kennt nur der Mensch Trauer ... und ebenso Ehrgeiz, Gier und grenzenlose Lebenslust. Plinius der Ältere, Naturgeschichte 23 Die Liebe schreibt mir den Weg vor, den Cupido weist, ich aber schreibe, dass ich lieber sterben würde, als ohne dich ein Gott zu sein Graffito in Pompeji 43 Zeig mir einen Menschen, der kein Sklave ist; der eine ist ein Sklave des Sex, der andere des Geldes, wieder ein anderer des Ehrgei-zes; alle sind Sklaven der Hoffnung oder der Angst. Seneca der Jüngere, Briefe eines Stoikers »Die Schönheit vergeht, Liebhaber sind genauso schlimm. Doch ein Schrank voller Münzen hat noch nie eine Frau zum Weinen gebracht. Das hat meine liebe Mutter immer gesagt. Sie hätte dich sicher gemocht. Ich bin froh, dass du ein vernünftiges Mädchen bist. Lass dir nie von einem Mann einreden, Geld sei unromantisch.« 18 Erster Autor: Liebende leben wie die Bienen, ein Leben voller Honig. Zweiter Autor: Schön wär's. Graffitis in Pompeji Von den neuen Huren kennt sich keine mit Buchhaltung aus?«, fragt sie, blickt sich um und stellt fest, dass der Tisch nicht mehr mit Tafeln vollgestapelt ist. »Nein.« Er lächelt. Du bist unersetzlich.« »Versuchst du, charmant zu sein?«Warum wirst du nicht wütend und nennst mich eine Schlampe? Dann fühle ich mich gleich wie zu Hause.« Du bist zu Hause«, antwortet Felix. Meine Lieblingshure.« Amara sieht, wie er ihr Unbehagen in sich aufsaugt, das Lächeln auf seinem Gesicht ist dieses Mal echt. Es ist schon so lange her, dass sie mit ihm zusammen war, dass sie vergessen hatte, wie attraktiv er ist. »Du hast mir gesagt, der Schönling sei gewalttätig. Was bist du doch für eine kleine Lügnerin.« »Vielleicht ist er das.« »Wenn er klug ist, ist er es. Das ist der einzige Weg, eine Frau zu kontrollieren.« ⤵️💭 Eventuell ist es mein zweites Vor-Geburtstagsgeschenk von mir an mich selbst. Eventuell … 🧡🥹 Meine Herzensreihe. Mein absolutes „Roman Empire“. Erholt habe ich mich immer noch nicht, obwohl es jetzt schon einige Monate her ist(2!), dass ich diese Reihe gelesen habe. Sie hat mich unausgesprochen heftig berührt. I don’t know wie, warum oder wieso das passieren konnte, aber ich überlege jeden Tag, die Reihe noch einmal anzufangen. Jeden Tag. Ich bin eine absolute Fan und damit ist es das zweite Buch, das ich in mehr als einer Ausgabe besitze. Wie man es unschwer erkennen kann. 🥹🫣 Und wenn ihr meine Posts kennt, wisst ihr auch, welches das andere ist :) 🐉 Girls, die Wolf Den Bücher auf Englisch sind anders schön. Wow! Wow wow wow Sieht ja selbst. Für alle drei habe ich 27 € bezahlt. Noch mal wow denn auf Deutsch kostet 1stk 22€😅😣 Braucht man das? Definitiv nicht! Habe ich aber ein Regal, das ich mit meinen Herzensreihen schmücken möchte? Auf jeden Fall. Und genau deshalb muss diese Reihe genauso, wie sie jetzt ist, eye catch mäßig ins Highlight Regal. Damit sie bei jedem einzelnen Post, den ich Hochlande immer zu sehen ist. 🧡 Ich gehe weinen. Diese Schätze bei mir zu haben … wow. Ich freue mich so sehr. Sie haben mir so viel gegeben. So, so viel. Und das gleich für ein ganzes Leben 🧡 Diese Geschichte wird mich bis zu meinem Tod nicht mehr aus dem Kopf gehen.
𝘿𝙞𝙚 𝙒ö𝙡𝙛𝙚 𝙫𝙤𝙣 𝙋𝙤𝙢𝙥𝙚ji ist Band 1 der sogenannten Wolfshöhlentrilogie von Elodie Harper. Die Autorin wirft uns hier ins südliche Italen des Jahres 74nC. Es sind die Jahre vor dem tragischen Vulkanausbruch und Pompeji ist eine sehr typische römische Stadt. Elodie Harper führt uns durch die antiken Strassen hin zu einem Hurenhaus, in dem Die Wölfinnen arbeiten. Die Geschichte wird erzählt von Amara. Sie ist eine ehemalige Freie, in Griechenland geboren, Tochter eines Arztes, die nach dem Tod des Vaters von der eigenen Mutter als Konkubine verkauft wird. Jahre später arbeitet sie in Pompeji und träumt davon, ihre einstige Freiheit wiederzuerlangen. In ungeschönter Sprache erfahren wir vom Leben der Huren, ihren Sorgen, Ängsten. Wir erfahren von Gewalt, Leid und Missbrauch. Wir erfahren etwas über die Ware Mensch, aber auch über die, die diese Ware verkaufen oder nutzen. Mich hat dieses Buch sofort an 𝐈𝐜𝐡, 𝐒𝐩𝐞𝐫𝐥𝐢𝐧𝐠 erinnert, gibt es doch grosse inhaltliche Ähnlichkeiten. Ich, Sperling hatte, wie ich finde, eine noch grössere emotionale Aufdringlichkeit. Haben mich DIE WÖLFE VON POMPEJI sehr berührt, so ging der SPERLING mir zutiefst an die Nieren. Diesen Vergleich konnte ich die ganze Zeit nicht ablegen und deshalb habe ich das halbe Sternchen abgezogen. Nichtsdestotrotz ist dies ein tolles History Buch, dass mit seinen warmen Anteilen, der Erzählung von Freundschaft, Schwesternschaft und Loyalität auch Hoffnung macht.

Ein großartiger Auftakt!
"Es wäre für euch besser gewesen, gemeinsam zu verhungern. Die Ehre einer Frau ist das Wertvollste, was sie hat." Elodie Harpers "Die Wölfe von Pompeji" ist der Auftakt ihrer historischen Trilogie rund um das Leiden der Frauen im antiken Pompeji. Amara blickt oft zurück auf ihr Leben vor dem Tod ihres Vaters. Als Arzttochter hatte sie ein sorgenfreies und behütetes Leben. Doch dessen Tod stürzt ihre Mutter und sie ins Elend und so blieb der Mutter nichts als Amara zu verkaufen. Jetzt gehört sie Felix, der sie wie jede andere Frau verachtet und in dessen Bordell sie arbeiten muss - als eine der Wölfinnen von Pompeji. Trotz ihrer Ängste und Sorgen halten die jungen Frauen zusammen und versuchen irgendwie zu überleben. Amara will nichts mehr als ihre Freiheit zurück und so sucht sie auf den Straßen von Pompeji nach Möglichkeiten, die ihr die Tore zur Freiheit öffnen. "Jeden Tag möchte ich zu Hause sein, ich träume davon, ich sehe es, ich höre die Stimmen meiner Eltern. Aber es ist unmöglich. Nicht mit der Scham darüber, wer ich jetzt bin. Es würde sie umbringen, wenn ich zurückkäme." Harper nimmt uns mit in die zwar düstere doch auch faszinierende Welt des antiken Pompejis und lässt Pompeji vor meinen Augen lebendig werden. Sehr atmosphärisch erzählt sie uns die Geschichte von Amara und ihren Freundinnen, ihrem Leben im Bordell, ihren Ängsten, Sorgen und Nöten, aber auch ihren Wünschen. Amara ist eine starke Protagonistin, die dank ihrer Wut auf die Männer und das Schicksal vieler Frauen ungebrochen ist. Sie will ihrem Schicksal entfliehen und dafür muss sie so manches Mal ihr Herz verschließen. Auch die anderen Protagonisten mochte ich gerne, vor allem Dido, die die Jüngste unter den Frauen ist. Die Handlung ist spannend und packend erzählt. Und der Erzählstil so flüssig, dass man nur so durch die Seiten rauscht. Wer also Lust hat auf eine historische Trilogie, mit starken Frauen im Vordergrund, der sollte definitiv mal einen Blick hierauf werfen.

„Amara weiß, dass sich unter den Falten der hellen Toga keine Sanftheit verbirgt. Nichts, was den Anschein von Zärtlichkeit erwecken könnte, wenn er einen umarmt.“ Ich bin so gespannt auf Teil 2 und 3! Für Fans der römischen Kultur ein absoluter Must-read! Fängt den Charakter der damaligen Zeit und die Haltung wie über Sklaven und Huren gedacht wurde erschreckend gut ein. Kein Romance Buch! Aber wirklich unglaublich fesselnd!
Die Sklaverei hatte Hochkonjunktur in der Blütezeit von Pompeji und so sind auch Amara und ihre Kolleginnen, die gleichzeitig ihre einzigen Freundinnen sind, im Dienste eines Bordells. Die meisten können sich in ihr Schicksal fügen, doch Amara, die als Arzttochter aufgewachsen ist, kann sich damit nicht abfinden und gibt alles dafür, um sich ihre Freiheit zurückzuerkämpfen. Mit einer flüssig zu lesenden, nicht allzu blumigen Sprache, die einen aber trotzdem einzufangen weiß, erzählt Elodie Harper vom Schicksal einer Bordellbelegschaft im alten Pompeji. Man lernt direkt zu Beginn die Protagonistin Amara und ihre beklemmende Lebensumstände als versklavte Prostituierte kennen, wobei auch der Schreibstil diese Atmosphäre gut rüberbringt. Amara ist dabei kein Charakter, der ausschließlich Sympathien erweckt. In ihrer Entwicklung verhält sie sich teilweise kalt oder selbstbezogen. Aber ihr manchmal schon unmenschlich zu nennendes Verhalten, wird in ihrer Situation wiederum nachvollziehbar und macht sie eher menschlicher und greifbarer. Die Autorin schafft es Amara zu einer interessanten und vielschichtigen Protagonistin zu gestalten, die, zusammen mit der einnehmenden Geschichte, dafür sorgt, dass man ihr Schicksal weiterverfolgen möchte. Auch die Nebencharaktere haben für mich zur Klasse der Geschichte beigetragen und viele verschiedene Facetten gezeigt, in denen ein Mensch mit etwas umgehen kann. Nicht nur die Slavinnen, die mit Amara im Bordell gearbeitet haben, auch die Kunden, außenstehende Charaktere und Feinde waren nicht völlig eindimensional und haben sehr positiv zum Fluss der Geschichte beigetragen. Die Handlung an sich erzählt keine allzu unbekannte Art der Geschichte, in der eine verzweifelte Person unbedingt um das Kämpfen will, was ihr lieb und teuer ist. Aber die Umsetzung des Ganzen ist absolut stark, hat für mich einen kraftvollen Sog entwickelt, der mich erst zum Ende wieder losgelassen hat. Mich hat der erste Teil der Wölfinnen von Pompeji definitiv überzeugt und neugierig auf mehr von Amaras Geschichte gemacht. Ich würde ihn fast uneingeschränkt empfehlen, vor allem für Lesende, deren Bücher gerne in historischen Kulissen spielen dürfen. Die Einschränkung gilt nur für Menschen, die zu empfindsam auf schwere Schicksalsschläge reagieren und/oder mit dem Thema Gewalt und Vergewaltigung nicht umgehen können. Das Rezensionsexemplar von #DieWölfevonPompeji gab es wieder von #NetGalleyDE, in Zusammenarbeit mit #Piper. Davon wurde meine Meinung jedoch nicht beeinflusst.
Ein Buch wie ein Besuch im Fast Food Restaurant - man snackt es so weg, irgendwie mag man es ja auch, aber weder beim Lesen und danach fühlt man sich wirklich gut damit
Ich habe eine Geschichte über Frauen in Pompeii erwartet. Was ich bekommen habe, war viel Leid, Abhängigkeit von ekelhaften Männern, Tortur und selbst Frauen, die nicht unbedingt zusammen hielten. Dazu fand ich auch den Schreibstil nicht sonderlich gut und es gab stellen, die mich echt gestört haben - wenn z.b. der Schnellimbiss besucht wird o.ä. Wie die Geschichte ausgeht werde ich mir wohl aus Spoilern erzählen lassen, denn das würde ich dann doch gerne wissen. Aber ansonsten war's für mich echt nix.
In ihrem ersten Teil der Trilogie entführt Elodie Harper die Leser in die faszinierende Welt des antiken Roms, bzw. in das antike Pompeji und schafft dabei eine fesselnde Atmosphäre voller Intrigen und Geheimnisse. Die Handlung folgt der Protagonistin Amara, die im Schatten des Vesuvs in einem Bordell lebt und dafür arbeitet. Ich für meinen Teil verschlinge geradezu alle möglichen Romane, die in der Antike spielen. Wobei ich in letzter Zeit viel mit Mythologie gelesen habe. Dieser hier dreht sich um das “reale” Leben zu der Zeit. Neben der Atmosphäre der Stadt und der damaligen Zeit, lebt der Roman von den Beziehungen zwischen den Charakteren und ihrer detaillierten Darstellung. Amaras eigene Entwicklung von einer unschuldigen Sklavin zu einer starken, klugen und fesselnden Frau ist ein weiterer Punkt, der sich nur den ganzen Roman zieht. Dabei zeigt die Autorin ein tiefes Verständnis für die historische Periode und erzählt authentisch über das Leben als Frau ohne viele Möglichkeiten. Neben der Protagonistin lernen wir weitere Bewohnerinnen kennen, wie auch ihre Geschichten. So bekommt man ein sehr breites Bild und auch wenn die Nebencharaktere mehr Tiefe vertragen würden, bietet der Roman einen interessanten Einblick in diesen Teil der antiken römischen Gesellschaft. Ich für meinen Teil bin gespannt, wie es für Amara und die anderen Frauen weitergeht. Schließlich ist die Serie als Trilogie angelegt und ich kann mir vorstellen, dass unsere Protagonistin in ihrem Leben noch sehr weit kommen wird. Die Handlung selbst ist gut durchdacht und hat mich gut gepackt! Ich habe das Buch in wenigen Tagen gelesen und die Mischung aus Intrigen, Romanze und Historie macht es zu einem packenden Leseerlebnis. Teilweise aber wurde es mir zu ausschweifend beschrieben und mit über 400 Seiten ist es einfach kein kurzer Schmöker. Alles in allem ist “Die Wölfe von Pompeji” eine fesselnde Reise in die antike Zeit. Trotz ein paar vorhersehbaren Momenten, ist es packend und der flüssige Erzählstil macht es zu einem lohnenswerten Leseerlebnis. Es gelingt der Autorin, die Zeit lebendig werden zu lassen und relevante Themen zu behandeln. Für alle Fans von spannenden historischen Romanen und des antiken Pompejis!
Elodie Harper may as well have lived when Pompeii wasn't a morbid tourist attraction, that's how immersive her writing is. The story grips you right from the start and twists your heartstrings when reading about all the horrible things these women go through. It's the perfect mix of hopeful optimism and tragedy. I also couldn't tell which way most situations were gonna go due to this exact blend. We're in Amara's head the entire time and the environment she's in is so entirely unpredictable that anything that happens to each of the women around her could end in success or complete devastation. Definitely keeps you on your toes. I'll definitely finish the trilogy once it's finished!
Ich habe mehr erwartet
Ich mochte wie die Autorin die Welt in der Amara lebt für den Leser beschrieben hat, denn da konnte ich mir sehr gut hineinversetzen. Ansonsten hat mich der Schreibstil nicht wirklich mitgerissen. Eigentlich dramatische und aufwühlende Ereignisse haben sich stumpf angefühlt und mich eher kalt gelassen. Vom Plot habe ich mehr erwartet, gerade auch wegen dem Klappentext, was mich schon etwas enttäuscht hat.
Description
»Die Wölfe von Pompeji« ist ein historischer Roman, der das lange übersehene Leben der Frauen im antiken Pompeji neu betrachtet. Perfekt für Fans von Pat Barker und Madeline Miller.
»Amara: Verkauft von ihrer Mutter. Versklavt in einem Bordell. Entschlossen für ihre Freiheit zu kämpfen.«
Amara war eine geliebte Bürgerstochter, bis der Tod ihres Vaters ihre Familie ins Elend stürzte. Jetzt gehört sie einem Mann, den sie verachtet, und ist Teil der Wölfinnen von Pompeji, eine Sklavin im berüchtigtsten Bordell der Stadt. Zusammen mit den anderen Mädchen versucht sie jeden Tag zu überleben. Trotz ihrer Ängste und Sorgen können sie sich aufeinander verlassen. Und Amaras Geist ist noch lange nicht gebrochen. Scharfsinnig und einfallsreich erkennt sie, dass die Straßen von Pompeji voller Möglichkeiten stecken und alles in dieser Stadt seinen Preis hat. Aber wie viel wird ihre Freiheit kosten?
Im antiken Pompeji, das seinem Schicksal unausweichlich entgegentritt, schildert Elodie Harper abgrundtiefe Kontraste zwischen Reichtum und Elend, Männern und Frauen, freien Bürgern und rechtlosen Sklaven.
Band eins der »Wolfshöhlen-Trilogie«
»Eine großartige Geschichte über das Schicksal und Leben mutiger Frauen, die sich den Umständen nicht beugen wollen, um das bessere Leben kämpfen und einander in jeder Hinsicht unterstützen. Beeindruckende Bilder entstehen beim Lesen dieser bewegenden Geschichte. Mit großem Vergnügen empfehle ich diesen Roman an alle Interessierten. Mir hat es ausgesprochen gut gefallen.« ((Leserstimme auf Netgalley))
»Trotz der harten Realität des Lebens als Sklavenprostituierte war dieses Buch auch mit so viel Hoffnung, Liebe und Humor zwischen den Frauen erfüllt.
Die Autorin hat einen brillanten historischen Roman geschrieben. Ich es kaum erwarten kann, zu lesen, wie Amaras Reise weitergeht.«
((Leserstimme auf Netgalley))
»Elodie Harper beschreibt das erschütternde Schicksal von Sklavinnen. Man wusste, das ihr Leben hart war, aber so entsetzlich – darüber hat man nicht nachgedacht. Die Geschichte einer starken Frau, emphatisch und doch unterhaltsam zu lesen. In einem Rutsch verschlungen!« ((Leserstimme auf Netgalley))
Book Information
Author Description
Elodie Harper ist Journalistin und preisgekrönte Kurzgeschichtenautorin. Ihre Geschichte »Wildes Schwimmen« gewann 2016 den Kurzgeschichtenwettbewerb »Bazaar of Bad Dreams«, unter der Jury von Stephen King. Derzeit ist sie Reporterin bei ITV News Anglia und arbeitete zuvor als Produzentin für Channel 4 News. Elodie Harper studierte in Oxford neben englischer Literatur auch lateinische Poesie, seither hat sie ein Faible für die Antike. »Die Wölfe von Pompeji« ist ein #1 London Times Bestseller.
Posts
Fesselnd 🧡 »Dies ist wahrlich ein Goldenes Zeitalter; denn mit Gold lassen sich hohe Ehren kaufen; mit Gold kauft man Liebe.«
Als ich jugendlich war, war TV-Konsum eine ganz andere Art von Spaß und Entspannung. Ich erinnere mich so gerne an die Tage, an denen ich krank zu Hause lag und Filme erwischt habe, die ich sonst nie gesehen hätte, weil ich in der Schule gewesen wäre. Dieses Gefühl, etwas zufällig zu entdecken, wovon man null Plan hat – wie es heißt, wie alt es ist, was einen erwartet – und dann nach der ersten Werbepause zu denken: Omg, ich darf den Anfang nicht verpassen, ich muss wissen, wie das heißt! Genau dieses Gefühl hat mir dieses Buch gegeben. 👀😂 Ich weiß nicht, ob ihr das relaten könnt aber ich hoffe ja. Von Beginn an ist man mitten drin. Es ist unfassbar gut und interessant geschrieben, und es hat mir wirklich wehgetan, es wegzulegen und schlafen zu gehen. Ich wollte unbedingt wissen, was dieses Buch verbirgt: Was kommt? Was hat es auf sich? Entwickelt es sich so, wie ich denke? Wird es brutal? Wird es angesichts des Settings im Bordell zu vulgär oder zu schlimm? Was kommt auf mich zu? Das Buch war – obwohl ich nur durch den Klappentext neugierig wurde und sofort gekauft habe – eine riesige Überraschung. Und dank des lebhaften und übertrieben guten Erzählstils ist man mitten drin, wenn nicht sogar eine der Frauen (Gott bewahre natürlich 😭😂). Aber ihr versteht, was ich meine: Man glaubt, die Frauen zu kennen, man spürt die Situation, sie erdrückt einen manchmal. Man ist gespannt wie ein Bogen, wenn etwas passiert. Man fühlt. Man lebt. Man zittert mit. Wahnsinn. Hier und da kommt meine Dark-Romance-Leserseele durch – besonders, was die nicht wirklich vorhandenen „Love Interests“ betrifft. Aber ich sag’s ehrlich: Auch wenn ich weiß, dass es kein Liebesroman ist, es macht übertrieben viel Spaß, mit den Männern (bzw. für die Männer ) mitzufiebern und ein paar Szenen oder Wünsche im Kopf durchzuspielen. Wir haben einerseits Felix, den Zuhälter von Amara und den anderen Girls. Und spätestens nach seinem letzten Geständnis war ich wieder wie am Anfang: Er könnte… er wird es nie… er würde sie niemals gehen lassen… aber es könnte eine bewegende Love Story sein. Hahahahahaha und jetzt denken alle, die das Buch kennen: „Was stimmt nicht mit dir?“ 🤣🤣 Und wahrscheinlich habt ihr recht. Also scheiß auf Felix, wir haben unseren Sklavenjungen. 😬🌚Von dem wir nur ab und zu etwas lesen, aber wenn, dann ist es intensiv. Er ist verliebt.🥹 Und man fühlt das. Man fühlt mit beiden. Aber gleichzeitig hat man so ein ungutes Gefühl … könnte er ein Lügner sein? Bitte NEIN 😮💨 Das würde mich zerstören 🫣😂 Ich habe zu viel Hoffnung in ihn. Diese kleinen Rendezvous, ihre Treffen, diese Botschaften, die sie an die Wand kratzen … 😭😭😭 come on Girls. Er ist eine Maus. Aber da unsere Queen Amara gerissen, schlau und stark ist (ich liebe alles an ihr!!!), spielt sie ihre Karten bisher ziemlich clever aus. Und Rufus … (ich bin kein Fan von Rufus) … aber vielleicht ist er derjenige, der ihr am Ende beim letzten Sprung hilft. Ich glaube zwar nicht, aber ich lasse mich überraschen. Die Frauen, alle sind so gut getroffen und beschrieben. Man kann sie super unterscheiden. Am Anfang denkt man: „Oh je, so viele Frauen, so viele Namen“ – aber es ist wirklich nicht schwer, ihnen zu folgen. Amara ist eine Protagonistin zum Lieben. Ihre Geschichte ist spannend, fesselnd und interessant. Die Beziehungen zwischen den Frauen, ihre Beziehungen zu den Männern, was sie tut, was sie plant, wie klug sie handelt – alles ist gelungen und macht unglaublich Spaß. Ihr könnt euch vorstellen, wie happy ich war, als ich erfahren habe, dass es eine Reihe ist und noch zwei Bände auf mich warten 😂🙂↔️ Und jaaaa … tut euch selbst einen Gefallen und lest nicht den Klappentext von Band 2 oder 3. Ihr werdet soooo hässlich gespoilert wie ich 😂😂 Seit gestern bin ich nur so: Wie??? Was?? Warum??? Mit wem?!?! Ich bin durch. Ich hoffe auf den Sklavenjungen, aber das wird niemals Realität 😮💨😭 Das Ende ist ein einziger Fiebertraum für uns alle, die Band 2 nicht greifbar haben 😂 also meeeeeee. Ich freue mich viel zu sehr auf die Folgebände und darauf, wie Amara all das meistert, wie es ihr ergeht – und Rufus … Girls, ich habe immer noch einen bitteren Geschmack im Mund, wenn ich seinen Namen lese. Da kommt noch was … er ist … kosmisch. Alles in allem: eine lebhafte, bildhafte und bewegende Story über Amara und die Wölfinnen von Pompeji. Ich hätte nie gedacht, dass mich ein historischer Roman so fesseln würde, aber er hat mir zwei Nächte reines Lesefieber geschenkt. Ich kann es euch nur empfehlen.🧡 Noch kurz etwas zum Thema Vulgarität oder „Aktszenen“: Nein. Es wird nichts beschrieben – also der Akt an sich. Vulgär ist es joa unten könnt ihr bissle reinlesen aber es ist passend und nicht übertrieben. Ja, die Begriffe sind nicht immer sanft, aber man wird weder überhäuft noch erdrückt. Es passt einfach. Alles in allem ist es sehr rund und man kann es wirklich leicht genießen und lieben. Kurze Randinfo, weil spannend. Pompeji existiert heute noch, aber nicht als lebende Stadt. Es ist eine archäologische Ausgrabungsstätte in Italien. Die antike Stadt wurde im Jahr 79 n. Chr. beim Ausbruch des Vesuvs komplett unter Asche begraben und später wieder freigelegt. Man kann Pompeji heute besuchen, aber dort lebt niemand – es sind Ruinen, Straßen und erhaltene Häuser, die wie eine eingefrorene Momentaufnahme wirken. Im Buch sehen wir Pompeji jedoch in seiner lebendigen Zeit – die Welt, in der Amara als Hure/ Sklave leben musste. ⤵️ »›Morgen fange ich an zu leben‹, sagst du, Postumus: immer morgen. Sag mir, dieses ›morgen‹, Postumus, wann kommt es? Wie weit ist dieses ›morgen‹ noch entfernt?« Martial, Epigramm 5,58 »Parfüms sind der sinnloseste aller Luxusartikel... Ihr größter Reiz besteht darin, dass eine vorbeigehende Frau damit auch diejenigen anlockt, die eigentlich beschäftigt sind.« Plinius der Ältere, Naturgeschichte Wer das Leben verachtet, weist leicht Gott zurück.« Graffiti in Pompeji ••• »Das ist eine von meinen.« Sie schaut auf. Ein Sklave beobachtet sie. Amara beeilt sich, die Lampe verlegen zurückzustellen. »Entschuldigung.« »Nein, ich meine, ich habe sie entworten.« »Besitzen tue ich keine davon.« Er ist sehr gut aussehend stellt Amara fest. Schlank, mit dunklem Haar und einem freundlichen, offenen Gesicht. Er sieht überhaupt nicht aus wie Felix, denkt sie. Dann fragt sie sich, warum der Vergleich für sie überhaupt eine Rolle spielt. Er kommt zu ihr, nimmt die Lampe wieder aus dem Regal und dreht sie um. »Das ist mein Zeichen«, sagt er und berührt ein Symbol auf der Rückseite, den griechischen Buchstaben M. ••• »Meiner Familie ging das Geld aus«, sagt er. » Und ich war das Letzte, was sie zu verkaufen hatten.« Er wirkt verlegen angesichts ihres Schweigens. »Ist das die Lampe, die du möch-test?«, fragt er. Sie errötet. Ihr Umhang verdeckt ihre bunte Toga und ihre nackten Beine. Er hat keine Ahnung, was sie ist. Und jetzt wird sie diesen schönen Fremden aus Athen um eine Ladung Schwanzlampen bitten müssen. »Mein Herr wohnt gegenüber dem Elefant«, beginnt sie langsam. Auf seinem Gesicht flackert ein Hauch von Verständnis auf. ••• »Was bist du nur für eine selbstlose Hure. Ich kann nicht glauben, dass du versuchst, mich reicher zu machen.« Er blickt auf die silbernen Ohrringe. »Du kannst nicht ernsthaft anneh-men, dass du etwas von dem zusätzlichen Geld zu Gesicht bekommen würdest. Du bist nicht so schlau, wie du aussiehst, wenn du denkst, dass ich den Gewinn mit dir teilen werde,« Mit einer verschwörerischen Geste winkt Felix sie näher heran. »Also sag mir, worum ging es dir?« Amara ist misstrauisch. »Ich weiß es nicht.« »Komm schon«, sagt Felix. »Ich werde nicht böse sein. Ich frage nur, weil es mich interessiert. Also sag es mir «»Warum hast du mich gekauft?«, fragt sie. »Ich wurde als Konkubine angeboten. Ich bin gebildet, ich spiele die Leier. Ich weiß, das hat dich mehr gekostet. Wenn du all diese Fähigkeiten nicht für dich haben wolltest, warum hast du es dann getan? Was für eine Investition bin ich, wenn ich den Rest meiner Tage da unten in den Zellen schufte?« ••• »Was für ein neuer Kunde?« »Ein Mann namens Rufus. Er wird dich darum bitten, mich für einen Abend zu kaufen.« Sie zögert, denn sie weiß, wie sehr Felix es hasst, Ratschläge zu erhalten. »Ich hoffe, dass er eine langfristige Investition ist, also denke ich, dass es besser wäre, am Anfang nicht zu viel zu verlangen, damit er auch weiterhin zahlt.« »Du leitest jetzt also das Geschäft, oder wie?« »Nein«, sagt sie. »Ich wollte nicht ...« »Amara«, erwidert Felix und grinst. »Das war ein Scherz. Das hast du gut gemacht. Der alte Mann hat einen guten Preis bezahlt.« Er nimmt eines der Kleider in die Hand »Wenn dieser neue Kunde zu einem Stammkunden wird, kannst du sie behalten und anziehen, wenn du mit ihm ausgehst. Wenn nicht, werde ich sie verkaufen.« Er winkt mit der Hand zu den Kleidern, die sie noch anhat. »Aber jetzt brauchst du sie bestimmt nicht zu tragen.« Amara hat geahnt, dass er sie dazu zwingen würde, sich umzuziehen, und ihre alte grelle Toga von unten mit heraufgebracht. Sie zieht sich aus und reicht ihm die neuen Kleider. »Du hast zugenommen«, sagt er und betrachtet sie, während sie sich anzieht. »Es steht dir.« »Dann solltest du mich mehr füttern«, sagt sie und riskiert einen Scherz. »Wenn es dir so gefällt.« Felix schüttelt den Kopf, sieht aber amüsiert aus. Eine Erinnerung an die Nacht, die sie zusammen verbracht haben, kommt ihr wieder in den Sinn. Wie er seinen Kopf an ihre Schulter gelegt hat. ••• »Und ich glaube, er liebt dich. Ich habe ihn noch nie so viel für eine andere Frau tun sehen. Nicht einmal annähernd.« »Die Liebe, die ein Herr für seinen Sklaven empfindet, ich nehme an, das ist alles, was einer von uns erhoffen kann, um sich darauf ein Leben aufzubauen.«❤️🩹🧡

„Nichts gehört einem nicht einmal das Glück.“🏛️
Wow was ein Buch! Das Buch zog mich von Anfang an in eine andere Welt, die mich wirklich umgehauen hat. Fünf starke Frauen, denen jegliche Würde, Lebensfreude und Selbstbestimmung genommen wurden, um bitter versklavt zu werden. Das Buch nimmt uns mit in eine Welt, in der die Hoffnung auf ein besseres Leben fast wie ein unerreichbarer Traum wirkt. 🍂 Ein selbstbestimmtes Leben ist purer Luxus. Ein Leben mit riesigen Hunger nach Anerkennung und gefangen in der Wolfshöhle, kämpfen sie sich durch, und genau dieser Hunger entfacht in einigen von ihnen einen unglaublich fesselnden Kampfgeist für die Freiheit. Kurz gesagt war es eine emotionale Achterbahnfahrt. Denn die Geschichte steckt voller Liebe, voller Hoffnung, voller Mut, aber auch voller Hass. 🫂 Das Buch hat mich einfach so süchtig gemacht, dass ich das es einfach nicht mehr aus der Hand legen wollte.
~ Dich an diesem Ort zurückzulassen war eine Qual.~ P❤️🩹
(Sooooryyyyy lässt video wieder mal nicht zu!!! 🥺musste es löschen !) Ich wusste von der Echtheit der Orte und von den Videoaufnahmen der Touristen nicht. Erst als ich mit Band 2 angefangen habe und immer tiefer eingetaucht bin -wurde mir klar, wie vertraut mir diese Orte vorkommen. Ich habe sie exakt so gesehen, die ganze Zeit, nur aufgrund der zwei Bücher, die ich bis dahin gelesen hatte. Nur durch das Gelesene! Das war erschreckend und gleichzeitig unglaublich beeindruckend. Das Worldbuilding ist wirklich fantastisch. Die Autorin hat diese Welt geatmet und gefühlt; das sieht man auch auf ihrer Instagram-Seite. Wie oft sie dort war, wie viel sie selbst gesehen, erlebt und aufgesogen hat genau so bringt sie es auch in ihren Büchern rüber. Dieses Bordell bleibt für mich für immer „Felix’ Bordell“. Und ich weiß, ich weiß es wirklich: Wenn man oben die Räumlichkeiten – das „Büro“ – besuchen könnte (was man leider nicht darf), dann wären die Wände rot. Ich bin mir da absolut sicher. (Googelt mal Wachstafel, auch so ein faszinierendes Ding, mit dem sie damals Verträge und alles Mögliche festgehalten haben. Googlet allgemein alles oder schreibt tiktok Pompeji rein da kommt soooo sooo viel raus.) Ich habe gestern Band 3 beendet, oder besser gesagt: das Buch hat mich beendet – und mir geht es überhaupt nicht gut. Im schlimmsten und im besten Sinne dieses Satzes. Fragt nicht, ich weiß selbst nicht, wie das möglich ist, aber es ist so. Ich weiß nicht, ob ich jemals wieder etwas so intensiv fühlen werde. Natürlich berührt es auch wegen der historischen Echtheit und wegen der tragischen Geschehnisse, die diesen Ort ausgelöscht haben. Meiner Meinung nach kommt man da nicht drum herum, wenn man dafür empfänglich ist. Aber ich hoffe von ganzem Herzen, dass ich noch viele ähnliche Bücher finde (ich suche schon!), denn dieses Leseerlebnis war für mich eine besondere Art der Bereicherung. Und mein Girl Amara sowieso. 🫂 Eine wunderschöne Arbeit der Autorin ✍️ über eine Zeit, die einem das Herz bricht. Bricht, wortwörtlich. Im guten wie im schlechten Sinne. ⤵️ Sie nimmt den Kajal, zieht die Striche um ihre Augen nach, wo sie verschmiert sind, trägt aber keine Paste auf die Haut auf. Als sie noch im Bordell arbeitete, war das unerschwinglich, und jetzt ist Rufus daran gewöhnt, sie mit nacktem Gesicht zu sehen. Das einzige Mal, als sie sie für ihn benutzt hat, hat er es gehasst. All die Worte, mit denen er sie beschreibt - lieblich, zart, naiv -, versteht sie eher als Anweisungen denn als Komplimente. Es spielt keine Rolle, dass sie in einem Bordell gearbeitet hat, dass sie den gewalttätigsten Zuhälter von Pompeji überlistet hat oder dass sie mit ihrer Wut Berge versetzen kann. Das will ihr Liebhaber nicht sehen, also verbirgt sie es. (Das ist kein Spoiler – auf jeder fünften Seite passiert etwas. Ich passe schon auf, dass ihr nicht gespoilert werdet.)

4,5 🌟 Eine Hommage an die Seelen, die unter der Asche Pompejis weiteratmen.
Leute, ich brauche Hilfe. Oder eine Therapie. Oder einfach nur neue Freunde?! 🤣 Ein fettes (und sehr verheultes) Danke an @nisanur24, die mir dieses Buch mit der Unschuldsmiene eines Engels empfohlen hat, nur um zuzusehen wie meine Seele langsam zerbröselt. Nisa, ich hoffe du bist stolz auf dich. Ich liege hier in Embryonalstellung auf dem Sofa und mein Herz ist nur noch ein Haufen antiker Schutt! Ich gehöre ja zu den Menschen, die es absolut lieben von einem Buch emotional komplett hingerichtet zu werden. Und Harper hat mich nicht nur erschlagen, sie hat mich danach noch dreimal überrollt. Aber hinter all dem Drama steckt eine tiefgreifende, schmerzhafte Wahrheit. Dieses Buch ist eine ehrfürchtige Hommage an all die Frauen, die in der Geschichte Pompejis oft nur als Schatten oder bloße Nummern existierten. Während Touristen heute durch die Ruinen des echten Lupanar laufen und vielleicht über die Graffiti schmunzeln, gibt Elodie Harper den Seelen, die dort gefangen waren ihre Menschlichkeit und Würde zurück. Es macht einen so unendlich traurig, wenn man sich vor Augen führt, dass diese Frauen wirklich dort saßen, in diesen fensterlosen Zellen ohne jedes Recht auf ihren eigenen Körper oder ihr eigenes Leben. Man spürt diese subtile, ständige Beklemmung fast körperlich. Es war die bittere Realität einer Welt, die Frauen wie Ware behandelte. Man möchte Amara in dieser Welt am liebsten schützend zur Seite stehen. Jedes Mal, wenn sie sich traute auch nur ein winziges bisschen Hoffnung zuzulassen, habe ich mit ihr gezittert und gebetet, dass sie nicht zerbricht. Besonders das Schicksal von Cassia hat mich völlig zerrissen. Wenn man selbst nachempfinden kann, was für ein unvorstellbarer Schmerz der Verlust eines Kindes ist, geht einem ihre Geschichte direkt unter die Haut. Aber ihre realen Umstände waren an psychischer Grausamkeit nicht zu überbieten. Die Art und Weise, wie Felix ihre mütterliche Liebe als reines Druckmittel benutzt hat, um sie seelisch zu brechen, war kaum zu ertragen. Dass sie in einer Welt lebte, in der ihr sogar das Recht auf ihre Kinder und ihre eigene Trauer abgesprochen wurde, macht ihren Weg so unendlich tragisch. Es ist eine schmerzhafte Erinnerung daran, dass hinter jedem Namen, der in Stein geritzt wurde, ein echtes, blutendes Herz stand. Auch das Ende des Buches lässt einen mit einer Mischung aus Fassungslosigkeit und tiefer Verbundenheit zu Amara zurück. Man spürt ihre Verluste, als wären es die eigenen. Ein emotionales Meisterwerk über Resilienz und die Kraft der Freundschaft unter widrigsten Umständen. Nisa, danke für diesen Tipp...... mein Kopf braucht jetzt Band 2, aber mein Herz braucht erst mal eine Pause! ❤️🩹🏛✨️

Schonungslos, atmosphärisch und gedanklich tiefgehend – ein starker Historienroman über Liebe in Freiheit und Unfreiheit
Die Wölfe von Pompeji von Elodie Harper ist ein eindringlicher Historienroman, der den Leser in das Pompeji des Jahres 74 n. Chr. führt – nur wenige Jahre vor dem verheerenden Ausbruch des Vesuvs. Im Zentrum der Handlung stehen mehrere Frauen, die als Sklavinnen in einem Bordell leben und arbeiten. Insbesondere der erste der vier Abschnitte überzeugt durch seine schonungslose Darstellung der unterschiedlichen Wege in die Sklaverei. Gerade hier gelingt es dem Roman, die Lebensrealität der Figuren so eindrücklich zu schildern, dass beim Lesen ein spürbares Unbehagen entsteht. Im weiteren Verlauf entwickelt sich die Handlung zu einer vielschichtigen Erzählung über Betrug, Verrat sowie die Sehnsucht nach Freiheit und Liebe. Dabei wird immer wieder deutlich, dass selbst kleinste Fortschritte innerhalb dieses Systems nur durch strategisches Handeln und das Ausnutzen begrenzter Möglichkeiten erreicht werden können. Zugleich wirft der Roman grundlegende Fragen auf: Was bedeutet Liebe unter Bedingungen der Unfreiheit? Aber auch was bedeutet Freiheit ohne Libe? Freiheit in der Abhängigkeit bzw. scheinbaren Gefangenschaft eines anderen? Und welche hat letztlich mehr Gewicht – die Sehnsucht nach emotionaler Bindung oder der Wunsch nach Selbstbestimmung?
»Wer sich mit Hunden hinlegt, wird mit Flöhen aufwachen.« überliefert, wird Seneca zugeschrieben
Zeig mir die Geschäftsbücher eines Zuhälters: Du wirst sehen, der Saldo ist positiv. Alle anderen Tiere erlangen Befriedigung durch die Paarung; der Mensch erlangt fast keine. Denn Leben heißt, wach zu sein.« Plinius der Ältere, Naturgeschichte »Parfüms sind der sinnloseste aller Luxusartikel...Ihr größter Reiz besteht darin, dass eine vorbeigehende Frau damit auch diejenigen anlockt, die eigentlich beschäftigt sind.« Plinius der Ältere, Naturgeschichte Der Körper sucht das, was der Geist mit Liebe verwundet hat. »So begann man, Tiere einzusperren, denen die Natur den Himmel als ihr Element zugewiesen hatte.« Plinius der Ältere, Naturgeschichte, Über die Käfighaltung der Vögel Ich schwöre, ich war in meinem jungen Leben noch nie so töricht und habe noch nie etwas getan, was ich mehr bereut habe, als dich letzte Nacht allein zurückzulassen, um zu verbergen, wie verzweifelt ich dich liebe. 25 Nur eins ist sicher, nämlich dass es so etwas wie Sicherheit nicht gibt. Plinius der Ältere, Naturgeschichte Nichts ist es wert, dieses Risiko einzugehen, und doch ist der Gedanke, einen Liebhaber zu wählen, endlich ihren eigenen Wünschen nachzugehen, berauschend. Sie kann nicht davon ablassen. »Jeden Abend, wenn ich ins Bett gehe, schließe ich meine Tür ab«, flüstert sie.»Aber heute Abend werde ich das nicht tun.« Sie steht auf, spürt, wie seine Finger aus den ihren gleiten, und verlässt den Garten, bevor sie ihre Meinung ändern kann. »Darf ich morgen Abend wiederkommen und dich zum Weinen bringen?« »Ja«, sagt Amara. »Obwohl ich nicht sicher bin, wie ich ohne dich von jetzt bis morgen durchhalten soll.« Ihre Antwort bringt eine Dunkelheit in den Raum. Er so nah bei ihr, fühlt sie sich völlig sicher, und doch ist sie sich bewusst, dass keiner von ihnen jemals so gefährdet war. »Wenn wir uns so treffen wollen«, sagt er, »müssen wir uns gegenseitig beschützen. Das bedeutet, dass wir tagsüber so tun müssen, als würden wir uns überhaupt nicht bemerken. Keine heimlichen Gesten oder Blicke. Du ignorierst mich einfach. Wenn Rufus mich einmal bestrafen sollte, lässt du ihn. Und wenn er dir wehtut, kann ich nicht eingreifen.« »Ich liebe dich, Plinia Amara«, sagt er. »Und ich werde immer versuchen, deiner würdig zu sein.« 1 Von allen Lebewesen kennt nur der Mensch Trauer ... und ebenso Ehrgeiz, Gier und grenzenlose Lebenslust. Plinius der Ältere, Naturgeschichte 23 Die Liebe schreibt mir den Weg vor, den Cupido weist, ich aber schreibe, dass ich lieber sterben würde, als ohne dich ein Gott zu sein Graffito in Pompeji 43 Zeig mir einen Menschen, der kein Sklave ist; der eine ist ein Sklave des Sex, der andere des Geldes, wieder ein anderer des Ehrgei-zes; alle sind Sklaven der Hoffnung oder der Angst. Seneca der Jüngere, Briefe eines Stoikers »Die Schönheit vergeht, Liebhaber sind genauso schlimm. Doch ein Schrank voller Münzen hat noch nie eine Frau zum Weinen gebracht. Das hat meine liebe Mutter immer gesagt. Sie hätte dich sicher gemocht. Ich bin froh, dass du ein vernünftiges Mädchen bist. Lass dir nie von einem Mann einreden, Geld sei unromantisch.« 18 Erster Autor: Liebende leben wie die Bienen, ein Leben voller Honig. Zweiter Autor: Schön wär's. Graffitis in Pompeji Von den neuen Huren kennt sich keine mit Buchhaltung aus?«, fragt sie, blickt sich um und stellt fest, dass der Tisch nicht mehr mit Tafeln vollgestapelt ist. »Nein.« Er lächelt. Du bist unersetzlich.« »Versuchst du, charmant zu sein?«Warum wirst du nicht wütend und nennst mich eine Schlampe? Dann fühle ich mich gleich wie zu Hause.« Du bist zu Hause«, antwortet Felix. Meine Lieblingshure.« Amara sieht, wie er ihr Unbehagen in sich aufsaugt, das Lächeln auf seinem Gesicht ist dieses Mal echt. Es ist schon so lange her, dass sie mit ihm zusammen war, dass sie vergessen hatte, wie attraktiv er ist. »Du hast mir gesagt, der Schönling sei gewalttätig. Was bist du doch für eine kleine Lügnerin.« »Vielleicht ist er das.« »Wenn er klug ist, ist er es. Das ist der einzige Weg, eine Frau zu kontrollieren.« ⤵️💭 Eventuell ist es mein zweites Vor-Geburtstagsgeschenk von mir an mich selbst. Eventuell … 🧡🥹 Meine Herzensreihe. Mein absolutes „Roman Empire“. Erholt habe ich mich immer noch nicht, obwohl es jetzt schon einige Monate her ist(2!), dass ich diese Reihe gelesen habe. Sie hat mich unausgesprochen heftig berührt. I don’t know wie, warum oder wieso das passieren konnte, aber ich überlege jeden Tag, die Reihe noch einmal anzufangen. Jeden Tag. Ich bin eine absolute Fan und damit ist es das zweite Buch, das ich in mehr als einer Ausgabe besitze. Wie man es unschwer erkennen kann. 🥹🫣 Und wenn ihr meine Posts kennt, wisst ihr auch, welches das andere ist :) 🐉 Girls, die Wolf Den Bücher auf Englisch sind anders schön. Wow! Wow wow wow Sieht ja selbst. Für alle drei habe ich 27 € bezahlt. Noch mal wow denn auf Deutsch kostet 1stk 22€😅😣 Braucht man das? Definitiv nicht! Habe ich aber ein Regal, das ich mit meinen Herzensreihen schmücken möchte? Auf jeden Fall. Und genau deshalb muss diese Reihe genauso, wie sie jetzt ist, eye catch mäßig ins Highlight Regal. Damit sie bei jedem einzelnen Post, den ich Hochlande immer zu sehen ist. 🧡 Ich gehe weinen. Diese Schätze bei mir zu haben … wow. Ich freue mich so sehr. Sie haben mir so viel gegeben. So, so viel. Und das gleich für ein ganzes Leben 🧡 Diese Geschichte wird mich bis zu meinem Tod nicht mehr aus dem Kopf gehen.
𝘿𝙞𝙚 𝙒ö𝙡𝙛𝙚 𝙫𝙤𝙣 𝙋𝙤𝙢𝙥𝙚ji ist Band 1 der sogenannten Wolfshöhlentrilogie von Elodie Harper. Die Autorin wirft uns hier ins südliche Italen des Jahres 74nC. Es sind die Jahre vor dem tragischen Vulkanausbruch und Pompeji ist eine sehr typische römische Stadt. Elodie Harper führt uns durch die antiken Strassen hin zu einem Hurenhaus, in dem Die Wölfinnen arbeiten. Die Geschichte wird erzählt von Amara. Sie ist eine ehemalige Freie, in Griechenland geboren, Tochter eines Arztes, die nach dem Tod des Vaters von der eigenen Mutter als Konkubine verkauft wird. Jahre später arbeitet sie in Pompeji und träumt davon, ihre einstige Freiheit wiederzuerlangen. In ungeschönter Sprache erfahren wir vom Leben der Huren, ihren Sorgen, Ängsten. Wir erfahren von Gewalt, Leid und Missbrauch. Wir erfahren etwas über die Ware Mensch, aber auch über die, die diese Ware verkaufen oder nutzen. Mich hat dieses Buch sofort an 𝐈𝐜𝐡, 𝐒𝐩𝐞𝐫𝐥𝐢𝐧𝐠 erinnert, gibt es doch grosse inhaltliche Ähnlichkeiten. Ich, Sperling hatte, wie ich finde, eine noch grössere emotionale Aufdringlichkeit. Haben mich DIE WÖLFE VON POMPEJI sehr berührt, so ging der SPERLING mir zutiefst an die Nieren. Diesen Vergleich konnte ich die ganze Zeit nicht ablegen und deshalb habe ich das halbe Sternchen abgezogen. Nichtsdestotrotz ist dies ein tolles History Buch, dass mit seinen warmen Anteilen, der Erzählung von Freundschaft, Schwesternschaft und Loyalität auch Hoffnung macht.

Ein großartiger Auftakt!
"Es wäre für euch besser gewesen, gemeinsam zu verhungern. Die Ehre einer Frau ist das Wertvollste, was sie hat." Elodie Harpers "Die Wölfe von Pompeji" ist der Auftakt ihrer historischen Trilogie rund um das Leiden der Frauen im antiken Pompeji. Amara blickt oft zurück auf ihr Leben vor dem Tod ihres Vaters. Als Arzttochter hatte sie ein sorgenfreies und behütetes Leben. Doch dessen Tod stürzt ihre Mutter und sie ins Elend und so blieb der Mutter nichts als Amara zu verkaufen. Jetzt gehört sie Felix, der sie wie jede andere Frau verachtet und in dessen Bordell sie arbeiten muss - als eine der Wölfinnen von Pompeji. Trotz ihrer Ängste und Sorgen halten die jungen Frauen zusammen und versuchen irgendwie zu überleben. Amara will nichts mehr als ihre Freiheit zurück und so sucht sie auf den Straßen von Pompeji nach Möglichkeiten, die ihr die Tore zur Freiheit öffnen. "Jeden Tag möchte ich zu Hause sein, ich träume davon, ich sehe es, ich höre die Stimmen meiner Eltern. Aber es ist unmöglich. Nicht mit der Scham darüber, wer ich jetzt bin. Es würde sie umbringen, wenn ich zurückkäme." Harper nimmt uns mit in die zwar düstere doch auch faszinierende Welt des antiken Pompejis und lässt Pompeji vor meinen Augen lebendig werden. Sehr atmosphärisch erzählt sie uns die Geschichte von Amara und ihren Freundinnen, ihrem Leben im Bordell, ihren Ängsten, Sorgen und Nöten, aber auch ihren Wünschen. Amara ist eine starke Protagonistin, die dank ihrer Wut auf die Männer und das Schicksal vieler Frauen ungebrochen ist. Sie will ihrem Schicksal entfliehen und dafür muss sie so manches Mal ihr Herz verschließen. Auch die anderen Protagonisten mochte ich gerne, vor allem Dido, die die Jüngste unter den Frauen ist. Die Handlung ist spannend und packend erzählt. Und der Erzählstil so flüssig, dass man nur so durch die Seiten rauscht. Wer also Lust hat auf eine historische Trilogie, mit starken Frauen im Vordergrund, der sollte definitiv mal einen Blick hierauf werfen.

„Amara weiß, dass sich unter den Falten der hellen Toga keine Sanftheit verbirgt. Nichts, was den Anschein von Zärtlichkeit erwecken könnte, wenn er einen umarmt.“ Ich bin so gespannt auf Teil 2 und 3! Für Fans der römischen Kultur ein absoluter Must-read! Fängt den Charakter der damaligen Zeit und die Haltung wie über Sklaven und Huren gedacht wurde erschreckend gut ein. Kein Romance Buch! Aber wirklich unglaublich fesselnd!
Die Sklaverei hatte Hochkonjunktur in der Blütezeit von Pompeji und so sind auch Amara und ihre Kolleginnen, die gleichzeitig ihre einzigen Freundinnen sind, im Dienste eines Bordells. Die meisten können sich in ihr Schicksal fügen, doch Amara, die als Arzttochter aufgewachsen ist, kann sich damit nicht abfinden und gibt alles dafür, um sich ihre Freiheit zurückzuerkämpfen. Mit einer flüssig zu lesenden, nicht allzu blumigen Sprache, die einen aber trotzdem einzufangen weiß, erzählt Elodie Harper vom Schicksal einer Bordellbelegschaft im alten Pompeji. Man lernt direkt zu Beginn die Protagonistin Amara und ihre beklemmende Lebensumstände als versklavte Prostituierte kennen, wobei auch der Schreibstil diese Atmosphäre gut rüberbringt. Amara ist dabei kein Charakter, der ausschließlich Sympathien erweckt. In ihrer Entwicklung verhält sie sich teilweise kalt oder selbstbezogen. Aber ihr manchmal schon unmenschlich zu nennendes Verhalten, wird in ihrer Situation wiederum nachvollziehbar und macht sie eher menschlicher und greifbarer. Die Autorin schafft es Amara zu einer interessanten und vielschichtigen Protagonistin zu gestalten, die, zusammen mit der einnehmenden Geschichte, dafür sorgt, dass man ihr Schicksal weiterverfolgen möchte. Auch die Nebencharaktere haben für mich zur Klasse der Geschichte beigetragen und viele verschiedene Facetten gezeigt, in denen ein Mensch mit etwas umgehen kann. Nicht nur die Slavinnen, die mit Amara im Bordell gearbeitet haben, auch die Kunden, außenstehende Charaktere und Feinde waren nicht völlig eindimensional und haben sehr positiv zum Fluss der Geschichte beigetragen. Die Handlung an sich erzählt keine allzu unbekannte Art der Geschichte, in der eine verzweifelte Person unbedingt um das Kämpfen will, was ihr lieb und teuer ist. Aber die Umsetzung des Ganzen ist absolut stark, hat für mich einen kraftvollen Sog entwickelt, der mich erst zum Ende wieder losgelassen hat. Mich hat der erste Teil der Wölfinnen von Pompeji definitiv überzeugt und neugierig auf mehr von Amaras Geschichte gemacht. Ich würde ihn fast uneingeschränkt empfehlen, vor allem für Lesende, deren Bücher gerne in historischen Kulissen spielen dürfen. Die Einschränkung gilt nur für Menschen, die zu empfindsam auf schwere Schicksalsschläge reagieren und/oder mit dem Thema Gewalt und Vergewaltigung nicht umgehen können. Das Rezensionsexemplar von #DieWölfevonPompeji gab es wieder von #NetGalleyDE, in Zusammenarbeit mit #Piper. Davon wurde meine Meinung jedoch nicht beeinflusst.
Ein Buch wie ein Besuch im Fast Food Restaurant - man snackt es so weg, irgendwie mag man es ja auch, aber weder beim Lesen und danach fühlt man sich wirklich gut damit
Ich habe eine Geschichte über Frauen in Pompeii erwartet. Was ich bekommen habe, war viel Leid, Abhängigkeit von ekelhaften Männern, Tortur und selbst Frauen, die nicht unbedingt zusammen hielten. Dazu fand ich auch den Schreibstil nicht sonderlich gut und es gab stellen, die mich echt gestört haben - wenn z.b. der Schnellimbiss besucht wird o.ä. Wie die Geschichte ausgeht werde ich mir wohl aus Spoilern erzählen lassen, denn das würde ich dann doch gerne wissen. Aber ansonsten war's für mich echt nix.
In ihrem ersten Teil der Trilogie entführt Elodie Harper die Leser in die faszinierende Welt des antiken Roms, bzw. in das antike Pompeji und schafft dabei eine fesselnde Atmosphäre voller Intrigen und Geheimnisse. Die Handlung folgt der Protagonistin Amara, die im Schatten des Vesuvs in einem Bordell lebt und dafür arbeitet. Ich für meinen Teil verschlinge geradezu alle möglichen Romane, die in der Antike spielen. Wobei ich in letzter Zeit viel mit Mythologie gelesen habe. Dieser hier dreht sich um das “reale” Leben zu der Zeit. Neben der Atmosphäre der Stadt und der damaligen Zeit, lebt der Roman von den Beziehungen zwischen den Charakteren und ihrer detaillierten Darstellung. Amaras eigene Entwicklung von einer unschuldigen Sklavin zu einer starken, klugen und fesselnden Frau ist ein weiterer Punkt, der sich nur den ganzen Roman zieht. Dabei zeigt die Autorin ein tiefes Verständnis für die historische Periode und erzählt authentisch über das Leben als Frau ohne viele Möglichkeiten. Neben der Protagonistin lernen wir weitere Bewohnerinnen kennen, wie auch ihre Geschichten. So bekommt man ein sehr breites Bild und auch wenn die Nebencharaktere mehr Tiefe vertragen würden, bietet der Roman einen interessanten Einblick in diesen Teil der antiken römischen Gesellschaft. Ich für meinen Teil bin gespannt, wie es für Amara und die anderen Frauen weitergeht. Schließlich ist die Serie als Trilogie angelegt und ich kann mir vorstellen, dass unsere Protagonistin in ihrem Leben noch sehr weit kommen wird. Die Handlung selbst ist gut durchdacht und hat mich gut gepackt! Ich habe das Buch in wenigen Tagen gelesen und die Mischung aus Intrigen, Romanze und Historie macht es zu einem packenden Leseerlebnis. Teilweise aber wurde es mir zu ausschweifend beschrieben und mit über 400 Seiten ist es einfach kein kurzer Schmöker. Alles in allem ist “Die Wölfe von Pompeji” eine fesselnde Reise in die antike Zeit. Trotz ein paar vorhersehbaren Momenten, ist es packend und der flüssige Erzählstil macht es zu einem lohnenswerten Leseerlebnis. Es gelingt der Autorin, die Zeit lebendig werden zu lassen und relevante Themen zu behandeln. Für alle Fans von spannenden historischen Romanen und des antiken Pompejis!
Elodie Harper may as well have lived when Pompeii wasn't a morbid tourist attraction, that's how immersive her writing is. The story grips you right from the start and twists your heartstrings when reading about all the horrible things these women go through. It's the perfect mix of hopeful optimism and tragedy. I also couldn't tell which way most situations were gonna go due to this exact blend. We're in Amara's head the entire time and the environment she's in is so entirely unpredictable that anything that happens to each of the women around her could end in success or complete devastation. Definitely keeps you on your toes. I'll definitely finish the trilogy once it's finished!
Ich habe mehr erwartet
Ich mochte wie die Autorin die Welt in der Amara lebt für den Leser beschrieben hat, denn da konnte ich mir sehr gut hineinversetzen. Ansonsten hat mich der Schreibstil nicht wirklich mitgerissen. Eigentlich dramatische und aufwühlende Ereignisse haben sich stumpf angefühlt und mich eher kalt gelassen. Vom Plot habe ich mehr erwartet, gerade auch wegen dem Klappentext, was mich schon etwas enttäuscht hat.





















