Clytemnestra: The spellbinding retelling of Greek mythology’s greatest heroine
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Description
Huntress. Warrior. Mother. Murderess. Queen.
You are born to a king, but marry a tyrant. You stand helplessly as he sacrifices your child to placate the gods. You watch him wage war on a foreign shore and comfort yourself with violent thoughts of your own.
You play the part, fooling enemies who deny you justice. Slowly, you plot.
You are Clytemnestra.
But when the husband who owns you returns in triumph, what then?
Acceptance or vengeance - infamy follows both. So you bide your time and wait, until you might force the gods' hands and take revenge. Until you rise. For you understood something that the others don't. If power isn't given to you, you have to take it for yourself.
A blazing novel set in the world of Ancient Greece and told through the eyes of its greatest female protagonist, this is a thrilling tale of power and prophecies, of hatred, love, and of an unforgettable Queen who fiercely dealt out death to those who wronged her.
Book Information
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»𝙴𝚜 𝚐𝚒𝚋𝚝 𝚗𝚒𝚌𝚑𝚝𝚜 𝙼ä𝚌𝚑𝚝𝚒𝚐𝚎𝚛𝚎𝚜 𝚊𝚕𝚜 𝚎𝚒𝚗𝚎 𝚠𝚒𝚕𝚕𝚎𝚗𝚜𝚜𝚝𝚊𝚛𝚔𝚎 𝙵𝚛𝚊𝚞. (…) 𝙴𝚒𝚗𝚎 𝙵𝚛𝚊𝚞, 𝚍𝚒𝚎 𝚜𝚒𝚌𝚑 𝚗𝚒𝚌𝚑𝚝 𝚋𝚛𝚎𝚌𝚑𝚎𝚗 𝚞𝚗𝚍 𝚞𝚗𝚝𝚎𝚛𝚠𝚎𝚛𝚏𝚎𝚗 𝚕ä𝚜𝚜𝚝, 𝚒𝚜𝚝 𝚞𝚗𝚐𝚎𝚖𝚎𝚒𝚗 𝚋𝚎𝚠𝚞𝚗𝚍𝚎𝚛𝚗𝚜𝚠𝚎𝚛𝚝.« gääänseeeehautttttt! 🌀
Es kann Spoiler erhalten. Ich gab mir Mühe! Aber dennoch… seid gewarnt. 🚫 Vieeeeellll zu gerne gelesen. Uhhhhh! Die Autorin schaffte es, mich so tief in die Geschichte hineinzuziehen, dass ich mich beim Lesen wortwörtlich durch Papier und Buchstaben hindurch mitten in den Trojanischen Krieg teleportiert fühlte. 🗡️ Seite an Seite mit Klytaimnestra. Ich mein, alleine schon das …wow.🔥 Sobald ich das Buch (Kindle) in die Hand nahm, war ich vor Christus zurückversetzt und atmete dieselbe angstdurchflutete Luft wie sie und ihre Kinder. Und wollte öfter, als es noch gesund wäre, ihrem „tollen“Ehemann sein ekelhaftes Leben ein Ende setzen. Eigentlich schon bei deren erster Begegnung … Wahnsinn. Also, hätte definitiv eine Verfilmung verdient. Das Beeindruckendste ist aber, dass es wieder einmal ein historischer Roman ist, der meine Wahrnehmung so durcheinandergebracht hat, dass ich im Nachhinein nicht mehr sicher sagen kann, ob ich ein Buch gelesen oder einen Film gesehen habe. So unglaublich mitreißend, bildstark und roh. Alles wirkt unverfälscht und echt. Die Autorin hat wirklich den perfekten Erzählstil für so eine erschütternde Story gewählt. Sehr, sehr tolle Arbeit. 🥇 Besonders stark fand ich, dass man zwar mitfiebert und mitfühlt, aber längst nicht alle Entscheidungen der Geschwister – vor allem ja die von unserer Hauptprotagonistin Klytaimnestra – gutheißen kann. Teilweise sogar ganz und gar nicht. Ich habe euch in meinen Updates erzählt, dass ich den Schreib- und Erzählstil anfangs etwas kalt und monoton fand und noch nicht richtig drin war. So bis Seite 200? Dann hatten wir einen großen Sprung nach der ersten ekelhaften Aktion ihres neuen Ehemanns. Tja, und genau ab da war es vorbei mit monotonem und schnellem, beinahe emotionslosem Runterrattern der Geschichte. Denn nach der ersten Schockwelle beginnt die Geschichte – und zwar so richtig. Jetzt im Nachhinein weiß ich, dass die Autorin am Anfang ganz bewusst ein hohes Tempo gewählt hat. Die Vorgeschichte sollte schnell, aber auch eindrucksvoll (hat sie geschafft, omg war das ekelhaft!!!!!) hinter sich gelassen werden. Denn die Zeitsprünge sind brutal: Allein nachdem Agamemnon fort ist, vergehen wieder einmal zehn Jahre. Zehn Jahre, in denen sie allein regiert. Zehn Jahre mit Schmerz, Trauer und Wut – Gefühle, die nicht einmal ein ganzes Jahrzehnt lindern kann. Ich kann hier nicht viel verraten. Könnte ich, aber möchte ich nicht. Wenn ihr ihre Lebensgeschichte noch nie gehört oder – so wie ich vor dem Buch – nicht gegoogelt habt, würde ich sonst schon einiges spoilern, und das will ich nicht. Lernt ihre Story kennen. Es ist es wert. Wir bekommen auch sehr, sehr viel von unzähligen anderen Charakteren mit, auch über ihre anderen Geschwister. So, dass man alle Tode tatsächlich „betrauert“ – und wenn nicht betrauert, dann sie zumindest mitnimmt. Besonders zwei Personen. Ihr Bruder – damit sage ich jetzt nicht viel – war mein persönlicher kleiner Crush in der Geschichte, und sein Tod hat mich echt sehr traurig gemacht. Omg. Schlimm war es!!!!! ❤️🩹😮💨 Erst nachdem ich das Buch beendet hatte, habe ich gesehen, dass hinten ein mehrseitiges Glossar zu Begriffen und Namen enthalten ist. Also könnt ihr alles nachlesen. Einige Begriffe habe ich gegoogelt (die nicht ohnehin verständlich waren), vor allem aber, um es auch bildlich vor mir zu haben. Kann ich wirklich nur empfehlen. Einfach googeln. Habe ich auch bei Pompeji gemacht – ich konnte mir zum Beispiel nicht vorstellen, wie zur Hölle die Verträge unterschrieben haben, wenn sie weder Stifte noch Papier bzw. Blätter hatten. Auch bei den Namen habe ich es genauso gemacht: Sobald jemand auftauchte, habe ich mir seinen oder ihren Lebensweg angeschaut. Durchinhaliert, hahahaha. Man könnte denken, das spoilert aber für mich war es genau das Gegenteil. So konnte ich mir die Figuren besser merken, sie emotional besser einordnen und hatte einen viel intensiveren Zugang zur Geschichte. Außer bei einer Person. Eine hat mich völlig verstört. Ich muss mich noch viel mehr mit ***** Geschichte beschäftigen – denn was ihr Mann getan hat … das hat mich am meisten getroffen. Ja, Agamemnon ist ein Hund. Er tötet grundlos, verletzt, misshandelt – und damit komme ich schon schwer klar. Aber dieser eine Verrat, also richtiger Verrat, war so widerlich und grausam, dass er mich nachhaltig erschüttert hat. Immer noch! Er kotzt mich so an. Ich kann das gar nicht in Worte fassen. Anyways, Girls. Es ist keine glückliche Story. Aber es ist ein extrem bewegender, emotionaler, verstörender, actionreicher historischer Roman, den ich wirklich jedem empfehlen kann. Wie immer bei schwerer Lektüre rate ich euch, lest zuerst die Leseprobe – egal ob auf dem Handy oder dem Kindle. 📲 Von mir gibt es ein ganz klares Ja.🤍 Ich bin so dankbar, noch solche sinnvollen, tiefgehenden Bücher lesen zu dürfen. Auch wenn ich Snack-Books liebe und einfache Geschichten genauso – mein Herz schlägt genau für sowas. Besonders für historische Romane. Das ist einfach mein Ding. Und wenn ich mir ein Urteil erlauben darf: Laut Google gilt Klytaimnestra als kaltblütige Mörderin und Ehebrecherin. Aber diese Frau erhielt keinerlei Hilfe, nachdem sie nicht nur ihren geliebten Ehemann, sondern auch ihr neugeborenes Kind „verlor“. Verlor ist ja harmlos ausgedrückt, ne. Nach dem Verrat ihres Vaters musste sie sich allein durch alles schlagen, allein mit seinem „Verrat“ klarkommen – und trug dennoch Verantwortung für ihre Geschwister und ihre Mutter, half, wo sie konnte, tat alles für ihre geliebten Menschen. Alles!!!! Ab dem Moment, als Agamemnon sie zu sich nahm, war sie nicht mehr dieselbe. Sage ich, wie es ist. Sie war bis zu ihrem Lebensende geschädigt und traumatisiert. Und ich glaube, ab genau diesem Augenblick, als sie endgültig mit ihm gehen musste, wartete sie nur noch darauf, dass sie endlich das Leben rächt, das ihr genommen wurde, noch bevor es überhaupt richtig begonnen hatte. Frauenrache. Genau das ist es. Sie kommt genau dann, wenn sie kommen muss – und wenn man 10 Jahre warten muss. Hauptsache, das Gleichgewicht wird wiederhergestellt. ⚖️ Denn es vergingen über zehn Jahre, bis sie schließlich ihre Rache nahm. Nachdem Iphigenie für ein bisschen Wind geopfert wurde – als wäre sie nichts weiter als Vieh – von ihrem eigenen Vater … ja. Tja. Was soll ich sagen …. Sie nahm ihre Rache. Und zwar für alles. Sie nahm in Kauf, dass sie draufgeht und tat es dennoch. Für ihre Kinder, für all den Schmerz, für all die gestohlenen Jahre. Mein Mutterherz hat dieses Leid, das sie trug, kaum ertragen. Der Tod ihrer Tochter war nicht nur völlig unnötig er war fast das Grausamste, was ich je gelesen habe. Diese Schreie. Ihr Flehen nach ihrem Vater. Die Autorin hat mich in diesen Kapiteln regelrecht zerrissen. Und ihre Geschichte werde ich niemals vergessen. Obwohl ich wusste, wie es ausgehen würde. Obwohl klar war, dass niemand kommt, um sie zu retten. Dass sie ihre Tochter nicht retten kann. Man hofft trotzdem. Bis zur letzten Sekunde. Dass es doch anders ausgeht. Wirklich wahnsinnig emotional. Und extrem aufwühlend. Mit vielen anderen Entscheidungen von ihr bin ich allerdings überhaupt nicht einverstanden. Vor allem mit ihren ganzen „Bett-Männer“-Geschichten. Ja, andere Zeit. Andere Moralvorstellungen. Andere Auffassung von Sex und Intimität ich weiß. Aber … nein, Girl. Sie wurde so oft durch männlichen Einfluss benebelt. Und ganz ehrlich? Ich hätte es gefeiert, wenn sie öfter selbst Hand angelegt hätte 🤚 und einfach mal die Finger von Männern gelassen hätte. Das ist meine ganz persönliche Meinung. Natürlich verstehe ich ihre Suche nach Zugehörigkeit, nach Halt, nach Zärtlichkeit. Verstehe ich viel zu gut sogar. Aber dennoch. Eine mächtige Frau in einer mächtigen Position wird oft noch mächtiger und dazu dreckiger manipuliert als wir Normalos. Gerade deshalb hätte sie mehr Abstand zu ihren Bett-Männern halten sollen. Die Person, die ich im ganzen Buch am wenigsten mochte, ist ihre Tochter Elektra. Ihr Buch liegt bereits bei mir zu Hause, und ich hoffe sehr, darüber einen besseren Zugang zu ihren Gedanken zu bekommen denn aktuell verstehe ich sie von Grund auf nicht. Und diese Besessenheit von ihrem Vater … uff. Ne. Also. Ihr wisst Bescheid, Elektra wird gelesen, und gucken wir mal vielleicht ist das ein perfektes Folgebuch nach Klytaimnestra. Denn ich brauche mehr. Mehr von ihnen. Mehr von diesem Wahnsinn. Große Empfehlung! 🤍 Über mehr als ein Jahrzehnt hinweg trug Klytaimnestra Schmerz, Verlust und Wut in sich, bis Agamemnon zurückkehrte und sie ihre Rache nahm. Gänsehaut! ⤵️ »Manchmal ist es besser zu bluten, als gar nichts zu fühlen.« Aber du musst lernen, deine Umgebung richtig wahrzunehmen und sie deinem Willen zu unterwerfen, denn sonst wirst du unterworfen.« »Kraft entsteht durch vielerlei Elemente, und eines davon ist Wille.« Es gibt nichts Mächtigeres als eine willensstarke Frau. Das bist du seit jeher, und du musst es bleiben, was andere dir auch antun. Für Männer ist es einfacher, stark zu sein, weil wir dazu erzogen werden. Aber eine Frau, die sich nicht brechen und unterwerfen lässt, ist ungemein bewundernswert. Hass ist ein übles Kraut. Es verwurzelt sich in deinem Herzen und wächst und wächst, bis alles andere abstirbt. »Dann kam Agamemnon nach Sparta und ermordete meinen Mann. Unseren kleinen Sohn riss er ihm aus den Armen und tötete auch ihn. Das kann niemals vergeben werden. Mein ganzes Leben lang wurde mir Unrecht angetan. Ich wurde ausgepeitscht und vergewaltigt, misshandelt und verprügelt. Ich wurde von meinem eigenen Vater verraten und wie ein Stück Vieh an Agamemnon verhökert. Aber ich bin noch immer hier. Alles, was ich getan habe, tat ich, um die Menschen zu schützen, die ich liebe. Hättet Ihr das nicht auch getan?«

Update 📃 Seite 170 ~𝘋𝘪𝘦 𝘎ö𝘵𝘵𝘦𝘳 𝘣𝘦𝘨ü𝘯𝘴𝘵𝘪𝘨𝘦𝘯 𝘫𝘦𝘯𝘦, 𝘢𝘯 𝘥𝘦𝘯𝘦𝘯 𝘴𝘪𝘦 𝘎𝘦𝘧𝘢𝘭𝘭𝘦𝘯 𝘧𝘪𝘯𝘥𝘦𝘯.~
Beichte. Ich habe diesen ganzen Familien-Stammbaum der alten Reichen aus der antiken Mythologie nie wirklich gecheckt – und ehrlich gesagt hat es mich auch nie interessiert.😌 Um um GANZ ehrlich zu sein, ich finde, dass das in der Schule viel zu schnell, viel zu kalt, viel zu unemotional und viel zu trocken erklärt und „beigebracht“ wird. Denn sind wir mal ehrlich, das sind keine Storys, mit denen man eine 10-Jährige fesseln kann. Man versteht es auch nicht wirklich in dem Alter…. Aber naja. Anyways. Soviel zu mir und diesen ganzen alten …. alten Dingen. Ja, so beinhaltet es alles🥲. Mein am meisten gehasstes Fach war tatsächlich Weltgeschichte. Wer hätte es gedacht oder? 😄 Es war mir einfach zu trocken. Und wie ihr mich hier wahrscheinlich inzwischen ein bisschen durch mein Schreiben kennenlernen konntet: Ich bin eine sehr aufgeweckte, leicht zu begeisternde Person, die schnell Feuer fängt, von Herzen connectet und es liebt zu quatschen. Ich liebe gute Storys – sie zu lesen, sie zu erzählen, sie wiederzugeben, drüber zu plaudern – und mich komplett reinzufräsen, am besten mit meinem Hyperfokus. Dann sauge ich in kurzer Zeit alle Infos auf, die ich brauche und tauche komplett ein. Genau so bin ich. 😂 Also, Tea Time, Tea Time 🫖 in jede Menge. Und ich bitte euch. Seien wir mal ehrlich. So viel Gossip und so viele Geheimnisse wie diese alten Götter hatte wirklich niemand … 🌚😌. Es war nur eine Frage der Zeit, bis ich auf diesen Zug springe und euch diese Storys schmackhaft mache. 🤓😂 Zumindest versuche ich’s. Tja, lieber später als nie, scheinbar ist so mit 32 genau die perfekte Zeit für antiken Tea. Das Gute ist, was ich euch auch von Herzen empfehlen kann, ich habe Google bereit, wir haben Google bereit, und jeder Name, der vorkommt, wird innerhalb von zwei Sekunden durch Google gejagt. 😄Und weil ich in der Story drin bin, weiß ich auch sofort nach einmal Wikipedia durchlesen, wer mit wem, wo, wann, warum und weshalb… Stammbaum steht. 🌳 Aber ! es sind wirklich viele Namen. Sehr viele. Und scheinbar alle wichtig. 🌚😂 Diese Seite ist die spaßige. Mir macht es Spaß zu googeln und diese Lücken zu füllen. Was weniger spaßig ist; Die Story bzw. wie es geschrieben ist, mir ist klar es ist kein glückliches Märchen mit Happy End. Oke. Wissen wir. Aber mehr Nähe hätte ich erwartet. Es ist eher eine kompakte, relativ kurz gehaltene Zusammenfassung mit wenig emotionaler Tiefe. Es ist eben eine wirklich historische Erzählweise. Meine Meinung nach. Ob ich Recht habe. Girls I don’t now es ist erst mein zweites Buch in diesem Bereich 🤓 also seid gnädig mit meiner Einschätzung. Aber ich glaube trotzdem, dass es so ist. (🌚) Es geht hier nicht darum, dass wir alles „märchenhaft“ schön serviert bekommen wie in einem Roman, sondern darum, dass wir diese Leben und die relevanten Figuren der damaligen Zeit kennenlernen. Ich finde, es ist ein Buch, das sehr spannend sein KANN – besonders für Leute, die wirklich null Ahnung hatten, wer Klytäemnestra ist wer Helena ist, was mit Sparta was mit Troja, wer ihre Geschwister sind… eben wie bei mir. Aber ich weiß auch dass es nicht jedem gefallen wird – schlicht wegen dem Schreibstil. Er ist sehr kalt, das Tempo schnell, wenig Emotion, und sprachlich anspruchsvoll. Anspruchsvoll as f. So richtig. 😂 Und durch die Namen – mindestens 20 beginnen mit T, der Rest mit P. Man muss jeden Buchstaben genau erfassen, weil Vater, Lover, Bruder und der 60. andere von irgendwoher auch alle mit T anfangen und zu 90 % auf -es oder -us enden. 😂😂😂 Ich schwöre, das macht mich fertig. Ich hab mich richtig gefreut, als ich endlich Odysseus gelesen habe. Endlich mal ein Name, den man kennt und sich merken kann. Warum wohl? EINMAL ein Buchstabe, der nicht T ist. Ein Wunder! Ich wollte es eigentlich schmackhaft machen hahahaha – aber ich muss euch natürlich realistisch vorwarnen und richtig berichten. Wenn man einmal raus ist, ist man raus. Und der Weg zurück ist SCHWER. Wenn man aber im Flow ist, merkt man beim Lesen kaum, dass man liest. Komisch widersprüchlich. Mir macht es bisher Spaß. Aber würde ich nicht sagen, dass ich „Feuer gefangen“ habe. Burn ist noch nicht da. 🔥 Ich glaube, es wird mich berühren – es geht ja um weibliche Rage, also weibliche Wut, Brutalität, Trauer. Aber diese Art zu erzählen… Hmmmmm…. Ihr wisst eh was kommt. Girls, muss ich noch was sagen? Ich habe einfach Pompeji-Niveau erwartet 😂 Jaaa, blockiert mich alle, ich gehe mir selbst auf den Sack aber was soll ich machen? Sag’s mir. Ich kann da gerade nichts dafür. Diese emotionalen Nachbeben gehen nicht aus mir raus. Wofür ich dieses Buch schon jetzt danke, abgesehen von den vielen Stunden Googeln und Weiterbildung – auch wenn man dieses Wissen im Alltag nicht wirklich braucht, um Miete zu zahlen oder zu überleben – finde ich es dennoch sehr schön, sich für etwas zu interessieren und begeistern zu können, und wenn es sich dabei um alte Geschichten handelt, dann umso mehr.🫂 Ja, ich hätte es vielleicht etwas „nahbarer“ geschrieben oder mir gewünscht, dass die Autorin es greifbarer macht, sodass wir mit Kyläemnesta zusammen leiden und durch ihre Augen alles erleben und fühlen können. So stehen wir aktuell nur da, schauen zu – zwar interessiert, aber ein Stück weit distanziert. Und ich möchte, dass sie mich richtig mit ihrem antiken Tea beschüttelt. 🫖 Was mich nach Pompeji auch hier am meisten erschüttert, traurig macht und zum Nachdenken bringt, sind die Positionen der Frauen. Es scheint keine andere Option im Leben zu geben, außer sich an einen Mann zu binden – binden zu müssen –, Mutter zu sein, zu funktionieren und das gleiche Leben zu führen wie alle davor, danach oder dazwischen. Es macht mich fertig. Es macht mich fertig, dass man beim Lesen immer wieder vor Augen geführt bekommt, dass sie keine Wahl hatten. Und das hatten sie nie. Zero. Zero Option. Wir können uns wahrlich glücklich schätzen – auch wenn nicht alles perfekt ist –, und stolz darauf sein, wohin wir bisher gekommen sind, wohin alle Frauen vor uns es geschafft haben, für uns. Für uns. Und genau deshalb dürfen wir niemals damit aufhören. 🫂❤️🩹 ⤵️ „Könige und Helden sterben wie die Fliegen, aber Königinnen überleben sie alle." „Was Königinnen angeht, so werden sie entweder gehasst oder vergessen. Sie weiß bereits, welche Option ihr besser passt. Soll sie doch für immer gehasst werden.“ »Er begehrt dich«, sagt Leda schließlich. Ihre grünen Augen wirken matt wie angelaufenes Kupfer. »Sieht er nicht, dass ich schwanger bin?« Leda schüttelt den Kopf. »Manche Männer begehren immer nur das, was sie nicht haben können.« »Man bringt uns bei, die Ehe sei das Ende von Kindheit und Vergnügen, aber das ist nicht wahr. So viel verändert sich nicht im Leben.« »Woher weißt du das?« »Ich bin einfach überzeugt davon. Das wird nur von Männern behauptet, damit wir uns für alles verantwortlich fühlen, während sie sich weiterhin wie Kinder benehmen dürfen.« Helena lacht.
Clytemnestra ist eine starke Frau und weiß sich auch im Ringen zu verteidigen. Sie gilt als schlau und weise für ihr Alter. Jedoch ereilt ihr ein unschönes Schicksal. ,, Ledas daughter will twice and thrice wed... " Natürlich bewahrheitet dies sich und ihr widerfahren schreckliche Dinge, die es schwer nachzuvollziehen gilt, da man sich nie wirklich in die Situationen versetzen kann. Diese schrecklichen Dinge, die ihr passieren lässt sie Entschlüsse fassen, die sie auch verfolgt. Auch zur Folge, dass sie noch weniger mit anderen symphatisiert, die sich der damaligen gesellschaftlichen Norm hingaben. Hier tauchen wir tief in die Mythologie ein. Besonders Bekannte werden hier erwähnt wie Jason, Odysseus oder Achilles. Auch viele Götter und andere Gegebenheiten werden hier erwähnt. Hier erhält man einen völlig anderen Blick auf dir großen Helden der Mythologie.
Klytämnestra ⚔️💪🏻
Besonders gefallen hat mir der Fokus auf Klytämnestra da in vielen anderen Erzählungen meist Helena im Zentrum steht. Ich mag es generell sehr, wenn griechische Mythologie aus einer feministischen Sicht erzählt wird und weibliche Figuren mehr Tiefe, Eigenständigkeit und eine eigene Stimme erhalten. In dieser Geschichte schwingt immer wieder die klare Haltung mit, dass „Mann“ sich Macht und Besitz nicht einfach nehmen kann, ohne dass daraus Konsequenzen entstehen. Besonders gefallen hat mir, dass Klytämestra sich gegen die Menschen zur Wehr setzte, die ihr grosses Leid verursacht haben! Interessant fand ich auch die Darstellung der Frauen in Sparta, die hier das Kämpfen lernen und körperlich stark sind. Ich mag die griechische Mythologie sehr und finde sie unglaublich spannend, dennoch hatte ich bei diesem Buch nicht durchgehend das starke Bedürfnis, immer weiterzulesen. Vielleicht lag es an der fehlenden Zeit während der Feiertage oder daran, dass mir die Geschichte rund um die Prinzessin von Sparta bereits sehr vertraut war, da ich schon mehrere Bücher über diese Figuren gelesen habe. Der Schreibstil hat mir grundsätzlich aber gut gefallen. Insgesamt war es aber sehr lesenswert, jedoch kein absolutes Highlight für mich.

Ein Buch über die Rache einer Frau, die ihren Weg skrupellos geht. Wow, die Lebensgeschichte der klytämnestra hat mich begeistert. Unglaublich gut und gefühlvoll geschrieben, beschreibt die Autorin die Leidensgeschichte der Frau und die Stärke sich in einer Welt beherrscht von Göttern und Männern zu behaupten
Übersetzt von Sibylle Schmidt "Man wird singen über ihre Mutter, die Königin, verführt von einem Gott, über ihre Brüder, Ringkämpfer und Rossebändiger, über ihre eitle Schwester Helena, die ihren Gatten verließ, über Agamemnon, den stolzen Löwen von Mykene, über den weisen, vielgestaltigen Odysseus, über den verräterischen verfluchten Aigisthos, über Klytämestra, die grausame Königin und untreue Gattin. Doch das ist nicht von Bedeutung. Sie war dabei. Sie weiß, dass Lieder niemals die Wahrheit sagen." (S.540-41) Ich lese die letzte Seite von "Klytämnestra", atme tief durch, lege das Buch weg und möchte alles gleichzeitig machen. Ich möchte alle Bücher, die noch ungelesen in meinem Regal warten über die griechische Mythologie lesen und dann noch einmal die, die ich schon gelesen habe. Ich möchte wieder einmal nach Griechenland, dieses Mal noch genauer hinsehen in die geschichtsträchtige und bedeutsame Vergangenheit des Landes, vielleicht auch auf den Spuren einiger Namen wandeln, am liebsten das Geschichtsstudium noch einmal machen und ein bisschen dankbarer sein für alles, was man gelernt hat. Und ich muss zugeben, so frisch nach "Klytämnestra" bin ich verdammt nahe dran zum ersten Mal "Troja" zu schauen. Costanza Casati hat jedenfalls meine Begeisterung für die griechische Mythologie neu entfacht aber vor allem hat sie eine großartige, eine mitreißende, eine intensive und unfassbar spannende Neuerzählung von "Klytämnestra" gewagt, die unglaublich gut gelang. Den Namen "Klytämnestra" habe ich vor diesem Buch zum ersten Mal gehört, was leider nicht für die Geschichtsschreibung spricht aber typisch ist für gesellschaftliche Vergangenheit und Gegenwart. Doch glücklicherweise hat Casati ihr in ihrem Roman eine Stimme gegeben und zwar nicht nur eine, die sich Gehör verschafft, sondern auch eine, die tief ins Innere der Königin von Mykene blicken lässt und sie, die bekannt war für begangene Rache, Hass und Untreue in einem ganz anderen Licht erscheinen lässt. Klytämnestra wächst als Tochter des Königs von Sparta auf. Sie scheint ein freies Leben zu führen, was bei den Frauen in Sparta damals auch üblich war. Sie gehört zu den besten weiblichen Kämpferinnen und hegt ein besonderes Verhältnis zu ihrer Schwester, der schönen Helena. Auch vor einer angedachten Heirat wird Klytämnestra gefragt, ob es ihr freier Wille sei diesen Mann zu heiraten. Doch in dem Moment, in dem sie glaubt, dass ihr Leben vor Glück erfüllt ist, wird Klytämnestra klar, dass sie nur ein Spielball in den Mächteverhältnissen männlicher Machtgier ist. "Klytämnestra" war wild, gerade zu Beginn der Geschichte, wenn man noch nicht mit viel rechnet und auch im Verlauf war es an einigen Stellen sogar schwer zu ertragen, doch es ist dieser unglaubliche Charakter, diese großartige erzählte Frauenfigur, diese unglaubliche Königin, die das Buch von der ersten Seite an trug und völlig zurecht zu dessen Hauptfigur gemacht wurde. Denn "Klytämnestra" war so viel mehr als eine ehebrechende Frau, die bloß von Rachegefühlen geleitet wurde. Sie war empathisch, sie war klug und gerissen, sie war gütig und verlor nie das, was wichtig war aus dem Blick. Sie war mutig stark, treu und von einer so irrsinnig großen Liebe getrieben alle die, die sie im Herzen trug zu beschützen. Sie hatte aber auch Fehler, die sie aber immer selbstreflektierend sah, beurteilte und versuchte es besser zu machen und aus ihren Fehlern zu lernen. Und sie vergaß nicht, nie. Es war so ein großes Glück diese Geschichte aus Klytämnestras Sicht zu erzählen, denn sie brauchte das alles gar nicht, diese typisch griechisch-mythologischen Erzählstränge. Natürlich spielen die Götter auch hier eine Rolle, indem sie zahlreich erwähnt werden. Doch greifen sie nie in die Geschichte ein, alles spielt sich in Casatis Roman fast schon auf rationaler Ebene ab, die Götter spielen eher in den Köpfen und Erzählungen der Menschen eine Rolle und manchmal führt das ins Verderben, doch die Geschichte kommt ganz ohne göttliche Eingriffe aus. Und dadurch zeigt sich eben auch viel deutlicher, wie viel unsinnige Gewalt in den Köpfen der Menschen entsteht, die fernab jeglicher Rationalität ist und Gewaltverbrechen verübt werden, die mit den 'Willen der Götter' oder höheren Mächten relativiert werden. Ein Verhalten, das sich übrigens bis in unsere Gegenwart gezogen hat. Auch der trojanische Krieg wird zur Mitte von "Klytämnestra" thematischer Bestandteil der Geschichte, doch auch hier nimmt dieser glücklicherweise nur eine Randnotiz ein. Denn wir folgen als Leser:innen keinem von der Geschichte betitelten Helden in den großen Kampf nach Troja. Wir bleiben im Palast bei Klytämnestra, Königin von Mykene. Völlig zu Recht, denn hier werden wir Zeug:innen wie sie befreit von männlicher Unterdrückung ihr Volk regiert, sich gegen jegliche Widerstände durchsetzt und immer mehr Achtung erhält. "Klytämnestra" ist dieses Kunststück gelungen. Es gibt keine von göttlichen Fügungen durchziehenden Handlungsstrang, der große Krieg findet fern von den Palastmauern statt und bricht hier höchstens mit der ein oder anderen Botschaft eines Boten ein und das braucht es auch nicht für die Handlung. Es ist unsinnig, denn Klytämnestras unbändiges Wesen reicht völlig alleine aus, um diese großartige Neuerzählung zu tragen. Und das war höchste Zeit, denn dieser Frau musste dringend eine Bühne geboten werden. "Menschenleben sind nicht denkbar ohne Leid. Aber wenn es ein paar Momente Glück gibt, Lichtblitze, die den düsteren Himmel erhellen, hat sich ein Leben gelohnt." S. 538

Mein Eindruck: Ich muss zugeben, dass ich selten Bücher lese, in denen Mythologien ein Thema sind, aber als ich dieses hier entdeckte, wurde ich tatsächlich neugierig. Der Einstieg in die Geschichte gelang mir sehr gut und nach wenigen Seiten war ich schon mittendrin und regelrecht gefesselt. Der Schreibstil der Autorin ist bemerkenswert, denn er ließ sich wunderbar leicht lesen, was das Eintauchen in die Erzählung zu einem angenehmen Erlebnis machte. Wir begleiten Klytämnestra von Kindesbeinen an. Wie sie aufwächst, die Beziehung zu ihren Eltern und Geschwistern, ihre Entwicklung vom Kind zu einer starken Frau. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll, denn dieses Buch hat mich tatsächlich schwer beeindruckt. Die Art und Weise wie die Autorin Klytämnestra als eine faszinierende Persönlichkeit darstellt – gütig, hin und wieder hart, aber gerecht und liebevolle Mutter – hat mir außerordentlich gut gefallen. Zitat (S. 29): „‘Ehrgeiz, Mut, Misstrauen‘, fuhr Gorgophone fort. ‚Das braucht ihr, wenn ihr bald Königinnen sein werdet. Nur damit könnt ihr die Männer überleben, die euch beseitigen wollen‘“ Die Geschichte offenbarte mir eine ganz andere Seite Klytämnestras, die von mächtigen Männern beherrscht und zu Unrecht angeklagt wird. Man wird auf eine Reise durch Wut und Trauer mitgenommen, während sich die Protagonistin gegen das ihr zugefügte Unrecht wehrt. Es ist beeindruckend, wie sie sich im Laufe ihres Lebens entwickelt und trotz aller Widerstände zu einer starken, unabhängigen Frau und Königin heranwächst, die ihr Schicksal selbst in die Hand nimmt und bereit ist um das zu kämpfen, was ihr lieb und teuer ist. Die Autorin zeichnet sie zudem als gebildet, aber auch berechnend, was Klytämnestras Charakter eine faszinierende Komplexität verleiht. Klytämnestras Sehnsucht nach Liebe inmitten von Misshandlung und Missachtung verleiht ihrer Figur eine tiefgreifende emotionale Nähe, die den Leser mitnimmt. Man kann nicht anders, als mit ihr gemeinsam zu lachen, zu weinen, mit ihr zu leiden und zu hoffen. Meiner Meinung nach ist „Klytämnestra“ nicht nur ein historischer Roman, sondern auch ein kraftvolles Plädoyer für Selbstbestimmung und Widerstand. Constanza Casati hat hier ein tiefgründiges Werk erschaffen, das mich von Anfang bis Ende in den Bann gezogen hat. Zitat (S. 214): „Sie sah ihren Vater an und sagte: „Früher oder später wirst du sterben. Und ich werde nicht um dich trauern. Ich werde auf die Flammen schauen, die dich verzehren, und jubilieren.“ Fazit: Constanza Casati hat mit “Klytämnestra“ ein fesselndes Porträt geschaffen, das die Tiefe und Vielschichtigkeit dieser starken Frau auf beeindruckende Weise einfängt. Dieses Buch hat mich so dermaßen gepackt, gefesselt und begeistert und zählt damit zu meinen Highlights 2023. Und falls es bis hier hin noch nicht ersichtlich ist: Unbedingt lesen! Ein Buch, das in keinem Regal fehlen darf.

Tolle Idee, anderer Blick, aber…
Griechische Geschichte/ Mythologie - ein gerade sehr aktuelles und trendiges Thema. Da den Blick auf die weiblichen Figuren zu richten - auch nicht neu, aber so dringend nötig. Klythämnestra, Prinzessin von Sparta, verliert alles, was sie liebt - Mann, Kind, Freiheit und Zuversicht auf eine bessere Zukunft. Ich werde hier nichts über die Handlung schreiben, doch so viel sei gesagt: Hass und Rache bestimmen jede Seite dieses Buches. Sogar schon vor den dramatischen Ereignissen im Leben der Protagonistin. Der Anfang zieht sich etwas, man lernt das Setting und die wichtigsten Charaktere kennen. Dann nimmt das ganze Fahrt auf und die Figurenentwicklung ist deutlich sowie nachvollziehbar. Doch im letzten Drittel sackt dies dramatisch ab. Neue Figuren bleiben oberflächlich und farblos. Sie dienen nur dem Fortgang der Handlung und es wirkt beinahe so, als habe die Autorin die Lust an ihrer Geschichte verloren und wollte sie nur noch beenden. Bezüglich der Übersetzung: Ich finde diese ganz gut gelungen, da alt-griechische Begriffe fließend eingebaut werden und das Lesen einem Fluss entspricht. Allerdings benötigt man für die Vorzeitigkeit, wenn man im Präsens schreibt, das Perfekt, nicht das Präteritum. Klingt kleinkariert, aber warum bringen wir dies unseren Kindern denn dann bei? Warum sollten wir Wert auf eine grammatikalisch korrekte Sprache legen? Ich denke, wir sollten dabei nicht einfach über all diese Dinge hinweggehen, sondern auf genau solche „Kleinigkeiten“ achten. Insgesamt war es ein recht angenehmes Lesevergnügen - mit ein paar Kritikpunkten.
Ein guter Roman mit ein paar persönlichen Stolpersteinen
Bei „Klytämnestra“ von Costanza Casati handelt es sich um eine moderne Nacherzählung des griechischen Mythos rund um die namensgebende Protagonistin Klytämnestra. Klytämnestra ist die Tochter des Königs von Sparta und die Schwester der schönen Helena und wird eines Tages mit dem berühmten Krieger Agamemnon verheiratet. Dieser ist so sehr auf seine kriegerischen Erfolge aus, dass Klytämnestra eines Tages von ihm dazu gezwungen wird, die gemeinsame Tochter Iphigenie zugunsten seines Krieges zu opfern. Getrieben von Trauer und Wut möchte sie Rache an all diejenigen nehmen, die ihr Unrecht getan haben, und so nimmt das Schicksal seinen Lauf… Mich hat das Thema allein schon deshalb interessiert, da ich meine Bachelorarbeit über die Figur der Iphigenie in verschiedenen literarischen Werken geschrieben habe und da fand ich es gerade einmal interessant, einen Roman zu lesen, welcher die Sicht der Klytämnestra behandelt. Da ich persönlich den Mythos dementsprechend schon kannte und auch mit den Figuren vertraut bin, würde ich es jedem empfehlen, sich vorher einmal mit der Geschichte auseinanderzusetzen, da ich mir sehr gut vorstellen kann, dass es zu Beginn ziemlich verwirrend sein wird und zum Ende hin auch nicht unbedingt besser wird 😅 Denn dort sind viele verschiedene, außergewöhnliche Namen vertreten, viele verschiedene Konstellationen und Verbindungen zwischen den einzelnen Familien, und ich denke, dass es ganz schnell sehr schwierig werden könnte, da hinterherzukommen. Die Geschichte hat mir insgesamt sehr gut gefallen, auch wie sie verpackt wurde - es ist wie gesagt eine Nacherzählung - und dementsprechend konnte ich schon erwarten, was im Laufe des Romans passieren wird. Jedoch hat mir leider die Form bzw. der Schreibstil der Autorin nicht wirklich zugesagt. Und zwar hat mich hier besonders die auffallend einfache Wortwahl gestört - gerade zu Beginn, als Episoden aus der Kindheit und Jugend Klytämnestras erzählt werden -, da dort ziemlich kurze Kapitel enthalten sind, die größtenteils nur kurze, einfache Sätze beinhalten. Das kann für den ein oder anderen natürlich von Vorteil sein, jedoch hatte ich zwischenzeitlich immer wieder das Gefühl, dass ich hier eine Nacherzählung eines griechischen Mythos für Kinder lese, da mir der Schreibstil einfach zu einfach und nicht genügend elaboriert erschien. Das kann eventuell daran liegen, dass sich die Figuren im Allgemeinen sehr modern ausdrücken, was ich trotz der Tatsache, dass es sich hier um eine moderne Nacherzählung handelt, in dem Ausmaß nicht erwartet hatte. Ich kann mir jedoch sehr gut vorstellen, dass es denjenigen, die eine sehr niedrigschwellige Version eines griechischen Mythos lesen möchten, gefallen könnte. Zudem ist mir die Handlung etwas zu schnell vorangeschritten, da sehr viel in der Zeit gesprungen wurde, es wurden kurze Episoden erzählt, die meines Erachtens gar nicht wirklich wichtig für die Handlung waren und vielmehr wie Lückenfüller wirkten. Nichtsdestotrotz hat mich dieser Roman sehr gut unterhalten, der gesamte Mythos ist schließlich sehr erschreckend und skandalös, wodurch der Unterhaltungsfaktor definitiv gegeben ist. Selbstverständlich kann man sich auch sehr gut in Klytämnestras Figur hineinversetzen, denn, was diese Frau erleben musste, ist wirklich unglaublich. Letztendlich war es für mich ein guter Roman, mit ein paar persönlichen Stolpersteinen und einer feministischen Protagonistin, die sich gegen die Männerwelt durchsetzt und Rache nimmt, also was will man mehr?!

"Klytämnestra weiß, dass Königskinder ungestraft Häuser niederbrennen, vergewaltigen, stehlen und töten dürfen. Doch den Sohn eines anderen Edelmanns umzubringen, ist strengstens untersagt." In der Popkultur ist die schöne Helena, Königin von Sparta, allgegenwärtig - die schönste Frau der Welt, wegen der ein Krieg mit Troja ausbrach und das trojanische Pferd geboren wurde. Doch was ist mit Helenas Schwester Klytämnestra? Was ist über sie bekannt? Dass sie ihren Mann Agamemnon, den König von Mykene, hasste und ihn sowie seine "Geliebte" Kassandra umbrachte, nachdem er ihre Tochter Iphigenie opfern ließ. Klytämnestra, die Königin der Rache. Costanza Casati nimmt sich der Figur der Klytämnestra an und erzählt ihre Geschichte - wie sie in Sparta zur Kriegerin erzogen wurde, sich stets als Beschützerin ihrer Schwester Helena gefühlt hat, aufgewachsen ist mit dem Anspruch, eine Herrscherin zu werden. Und wie sie immer und immer wieder am gewaltvollen Patriarchat gescheitert ist, immer wieder in die Rolle der ohnmächtigen Gattin zurückgedrängt wurde. Doch Klytämnestra nahm diese Rolle nie an - stattdessen schmiedete sie heimlich Pläne und verübte Rache. Während mir die Aufarbeitung der Geschichte aus der griechischen Mythologie sehr gut gefallen hat und ich vor allem die Beziehung zwischen Klytämnestra und Helena spannend fand, waren mir einige Erzählstränge aufgrund der vielen Zeitraffer zu oberflächlich. Genau wie die meisten Figuren - nur sehr wenige hatten das Privileg, ambivalent geschrieben zu sein, die Mehrheit, insbesondere unter den männlichen Charakteren, war sehr eindeutig gut oder böse. Dennoch war das Leseerlebnis für mich überwiegend positiv aufgrund der hoch gehaltenen Spannung und des feministischen Blickwinkels. Übersetzt von Sibylle Schmidt. CN: T0d, Tierm0rd, häusliche G3walt, s3xualisierte G3walt, M0rd, Blut, Kindst0d, Verg3waltigung, Abl3ismus
Klytämnestra wächst mit vielen Freiheiten auf. Sie darf als Frau kämpfen, sie darf ihre Meinung frei äußern, sie darf ihr Leben genießen. Und das als Frau. Doch mit den ersten Werbern aus dem Ausland und Aussichten auf lukrative Hochzeitsarrangements lernt Klytämnestra schnell, dass Freiheit nicht ewig währt und ein kostbares Privileg in ihrem Land ist. Ihren ersten Mann wählt sie aus freien Stücken und bekommt ein Kind. Doch irgendwo lauert immer ein Wolf, den es nach dem dürstet, was bereits ein anderer besitzt. Ihr eigener Vater, ihre geliebte Mutter wissen um die Attentatspläne des tyrannischen Agamemnon auf ihren Ehemann. Unternommen wird nichts, Klytämnestras Glück liegt in Scherben und sie ist gezwungen, an der Seite eines Mannes, den sie verabscheut, in ein fremdes Königreich einzukehren, fernab ihrer geliebten Geschwister. Obwohl sie ihrer Mutter das Versprechen gibt, niemals ihre Rachegelüste überhand nehmen zu lassen - die Löwin ist gerade erst erwacht. Und ihre Rache wird wie ein Sturm über die Verräter rollen... "Klytämnestra" ist weitaus mehr als eine Neuinterpretation um die Orestes-Tragödie. Diese Geschichte ist eines von vielen Schicksalen unendlich vieler starker Frauen, die sich anpassen und kämpfen müssen, um in einer männerdominierten Welt zu überleben. "Klytämnestra" ist eine Hymne an alle Frauen, die ihre Freiheit durch gesellschaftlich auferlegte Rollenbilder einbüßen müssen. An alle Frauen, die von Männern unterdrückt, ignoriert, unterschätzt, ausgelacht und misshandelt werden. An alle Frauen, die ihre innere Löwin zähmen müssen, obwohl ihr Herz lauter denn je nach Rache schreit. An alle Frauen, die von religiösen Fanatikern ausgebeutet werden.
Seit meiner Begeisterung für die Welt von Percy Jackson habe ich eine tiefe Faszination für die griechische Mythologie entwickelt. Doch in all den Erzählungen über Helden und Götter war mir die Geschichte von Klytämnestra, der älteren Schwester von Helena, bisher unbekannt. Constanza Casati hat mit „Klytämnestra“ einen Roman geschaffen, der diese vergessene Figur in den Mittelpunkt rückt und ihre brutale, aber zugleich mitreißende Geschichte erzählt. • Was mich sofort ansprach, war der Fokus auf Klytämnestras Leben, ihre Schmerzen und ihre Gefühle. Die griechischen Gottheiten spielen hier eine untergeordnete Rolle, während sich die Erzählung auf Klytämnestras Schicksal konzentriert. Ihr Schmerz, ihre Wut und ihr unermesslicher Durst nach Rache waren so intensiv beschrieben, dass ich förmlich in ihre Welt eintauchte und ihre Motivationen nachvollziehen konnte. • Als Kriegerin erzogen, wurde Klytämnestra nachher unterdrückt und ihre Geschichte zeigt, dass sie bereit war, jeden Preis zu zahlen, um sich Gehör zu verschaffen. Trotz der Vielzahl an Namen und Figuren, die möglicherweise weniger bekannt sind, war es nicht schwierig, der Handlung zu folgen. Casati verwebt geschickt die verschiedenen Elemente und schafft eine mitreißende Erzählung, die einen von Anfang bis Ende fesselt. • Was mich persönlich besonders ansprach, war Klytämnestras Stärke und Unabhängigkeit. Sie ließ sich von keinem Mann unterdrücken und kämpfte für das, was sie für richtig hielt. In einer Welt voller Mythen und Machtstrukturen war sie eine herausragende und inspirierende Figur. • „Klytämnestra“ ist eine Geschichte, die einen in die Tiefen der griechischen Mythologie entführt und gleichzeitig die unbekannte, aber unglaublich starke Figur von Klytämnestra zum Leben erweckt. Ein Muss für alle, die starke Frauenfiguren und fesselnde mythologische Erzählungen lieben. • Danke an das @team.bloggerportal für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Klytemnästra ist ein Buch außerhalb meiner Comfortzone, meines Comfortgenre und doch genau das, was ich gebraucht habe. Wahnsinnig feministisch und gedankenanregend bekommen wir das Leben der rachsüchtigen Königin, untreuen Ehefrau und Ehemann Mörderischen Klytemnästra erzählt. Aus ihrer eigenen Sicht und ungeschönt bewahrheitet. Man erfährt was die junge Frau alles erleiden muss, sowohl körperlich, emotional und psychisch um zu der zu werden die im Mythos als bösartige Frau zu gelten. Allerdings ist dieses Buch das perfekte Beispiel dafür, dass Geschichte und vor allem Frauen in der Geschichte nicht nur schwarz oder weiß, gut oder böse sind, sondern Taten und Geschehnisse Menschen zu dem machen was sie sind. Klytemnästra ist eine starke, selbstbewusste, ungebrochene Frau die durch Ereignisse und Machtgier von Männern viel zu viel durchmachen musste. Jeden einzelnen gedanken den sie fasst hat mich zum nachdenken gebracht und dafür sorgt, dass man sie besset versteht und mit ihr mitfühlt. Klytemnästra ist ein Buch voller Schmerz, Kraft und Feminismus. Spannend und gut erzählt bekommt man ihren Leidensweg und ihre Beweggründe geschildert. Ich kann euch diesed Buch echt nur ans Herz legen. Es bringt einen sehr zum nachdenken und gibt einen ganz anderen Ausblick auf eine Frau, die in der von Männerngeschriebenen Geschichte als rachesüchtige und grausamr Frau dargestellt wird. In unseren Zeiten eine wahnsinnig wichtige Lektüre. Unerwarteted Jahreshighlight 5+/5 *
Momentan ist das Angebot an feministischen Retellings griechischer Mythologie ziemlich umfassend. Der Markt wird schier überschwemmt und es ist schwierig, die guten Geschichten herauszupicken. Mit ‚Klytämnestra‘ von Costanza Casati, übersetzt von Sibylle Schmidt, hatte ich Glück und eine jener Geschichten erwischt, die mir gefallen haben – selbst wenn es für mich nicht perfekt war. Casatis Schreibstil hatte einen unglaublichen Sog, der mich total in die Story gezogen hat. Ich konnte mich schwer von den Seiten lösen. Sparta und Mykene erwachten vor meinem inneren Auge zum Leben, bei einer bildhaften Beschreibung eines Tanzes ist mir besonders aufgefallen, wie gut und detailliert Casati beschreiben kann. Die Liebe Klytämnestras zu ihren Geschwistern ist spürbar, die indifferenten Gefühle ihrer Eltern gegenüber ebenso. Alle Figuren sind vielschichtig dargestellt, selbst die Bösen der Geschichte sind nicht nur böse und gewalttätig. Und selbst die vermeintlich Guten sind nicht gefeit vor Fehlern und unentschuldbaren Taten. Und doch hätte ich mehr gewollt. Mehr Wut, mehr Feminismus. Was Klytämnestra erleiden muss, ist unfassbar. Ihr Ehegatte wird ermordet, ihr Sohn ebenfalls. Dann wird sie mit einem grausamen Mann verheiratet, der sich zum Ziel gesetzt hat, sie zu brechen. Ihre Tochter wird bekanntermaßen geopfert, um von den Göttern günstige Winde nach Troja zu erbitten – um Klytämnestras Schwester Helena aus den Fängen von Paris zu befreien, der sie aus einer unglücklichen Ehe „entführt“ hat. Viele dieser grausamen Szenen passieren mehr oder weniger im Off. Doch Casati lässt Klytämnestra ihre Wut nicht ausleben, vielmehr gibt es nach diesen tragischen Ereignissen Zeitsprünge, die die Trauer ausblenden, den unbändigen Zorn. Zwar wird Rache am besten kalt serviert, aber zehn Jahre schwelende Vergeltungspläne waren mir dann einfach zu zeitverzögert. Meine Kenntnisse über die griechischen Sagen sind eher rudimentär, darum kann ich nicht beurteilen, wie getreu Casati erzählt hat. Doch das Ergebnis hat mich total gut unterhalten. Wer aber auf der Suche nach Female Rage ist, wird von ‚Klytämnestra‘ eher enttäuscht werden. Hier wird die Rache sehr kalt serviert und verliert dadurch an Dringlich- und Glaubwürdigkeit. Nichtsdestotrotz ist die Geschichte nicht nur wegen Casatis Schreibstils lesenswert. Auch die Figuren sind so lebensnah und vielschichtig beschrieben, dass ich mich kaum von den Seiten lösen konnte.

Für Fans der griechischen Mythologie
Wie viel kann eine Frau ertragen? 𝘒𝘭𝘺𝘵ä𝘮𝘯𝘦𝘴𝘵𝘳𝘢: 𝘔𝘶𝘵𝘵𝘦𝘳, 𝘔𝘰𝘯𝘢𝘳𝘤𝘩𝘪𝘯, 𝘔ö𝘳𝘥𝘦𝘳𝘪𝘯, Ü𝘣𝘦𝘳𝘭𝘦𝘣𝘦𝘯𝘥𝘦 Ich liebe die griechische Mythologie, das ist kein Geheimnis. Und auch dieses Werk konnte mich wieder abholen. Es klingt komisch, aber ich fühlte mich tröstlich Zuhause in dieser Geschichte, in diesem Buch. Ein Teil der Geschichte um Klytämnestra war mir bekannt, aber ich hatte sie noch nicht aus ihrer Sicht gelesen. Uns Leser wird die Geschichte von Klytämnestras Kindheit an einfühlsam und sehr anschaulich erzählt. Wir verharren viel in Klytämnestras Gedanken und in Dialogen. Wer eine rasante Story erwartet, in der es Schlag auf Schlag geht, ist mit diesem Buch nicht gut bedient. Es lebt von einer sehr bildlichen und detailgetreuen Erzählung von Land, Speisen und Leuten. Man taucht in die Geschichte ein und ist in ihr gefangen. Wunderbar gezeichnete Charaktere, die man fühlt und die mir unheimlich nahe gekommen sind. Ich war geschockt und verärgert, was Klytämnestra angetan wird und den Tränen nahe wie sie immer gestärkt, aber auch ein Stück gebrochen aus diesen Erfahrungen hervor geht. Klytämnestras Leben zeigt, wie einseitig Geschichte, oder in diesem Fall Mythe, weitergetragen wird. Wer ist das wahre Böse, und wer ist es nicht?! Findet es doch am besten selbst heraus, indem ihr diese tolle und berührende Geschichte lest!

In dem Roman taucht man tief in die Welt der griechischen Mythologie ab. Protagonistin ist Klytämnestra. Wer mit dem Namen nichts anfangen kann: Sie ist die Schwester von Helena, Ehefrau von Agamemnon, Mutter von Elektra. Der Schreibstil ist lebendig, flüssig, packend! Die Autorin beschreibt Orte, Situationen, Personen mit so einer Tiefe, dass man nicht anders kann als ein genaues Bild davon im Kopf zu haben. Man liest von der Kindheit der Protagonistin und begleitet sie bis in ihr Erwachsenenleben. Dabei wird sie zu einer starken Frau erzogen, die mit viel Trauer und Wut konfrontiert wird, hervorgerufen durch ungerechte Situationen aufgrund patriarchaler Strukturen. Das Buch hat viele Seiten, klar wenn man ihr ganzes Leben mitverfolgen kann, dadurch entstehen auch ab und zu Längen. Teilweise liest man nicht aktiv von Dingen, sie werden nur im Nachhinein kurz erwähnt. Auch die Phasen in denen Klytämnestra trauert und ihre Wut aufbaut, werden nicht direkt beschrieben, sondern übersprungen. Teils vergehen zehn Jahre, von denen man nur im Nachhinein knapp erfährt. Dadurch hat man in diesem Buch nur sehr ruhige Wut. Ja, Klytämnestra ist sauer und handelt auch (teilweise) danach, jedoch sehr bedacht und langsam. Hier hätte ich mir etwas aktivere Wut gewünscht. Was mir noch sehr gefallen hat, ist das Personenverzeichnis am Ende vom Buch, denn sonst wäre ich oft verwirrt gewesen. Es sind viiiele Namen. Ebenso gibt es eine Karte, wodurch nochmal klarer wird wo die Schauplätze sind. Fazit: Obwohl es manchmal Längen gab und mir ein bisschen was gefehlt hat, würde ich das Buch auf jeden Fall empfehlen, wenn man eine fesselnde Neuerzählung der griechischen Mythologie (inklusive allen Ungerechtigkeiten und der Gewalt) aus Sicht einer Frau sucht.

Spannende Geschichte einer unbekannteren Figur der griechischen Geschichte für alle Leser*innen von "Ich bin Circe"
Jeder kennt Prinzessin Helena, für die der Krieg um Troja begonnen wurde, doch ihre Schwester Klytemnästra, ihre starke, kampflustige Schwester ist nicht ganz so bekannt, dabei ist ihre Geschichte umso erzählenswerter. Gedemütigt von ihrem zweiten Ehemann, an den sie unter Zwang verheiratet, rächt sie sich und geht ihren eigenen Weg. "Klytemnästra" hat keine mythologischen Elemente wie "Ich bin Circe", dafür ist die Geschichte aber umso spannender, denn es geht um Leben und Tod. Große Leseempfehlung! Verena von @team.bloggerportal
4,5* Ein packender und herzzerreißender Roman über Liebe, Verrat und Rache. Die Handlung Klytemnästra ist die Tochter des Königs von Sparta, Schwester der schönen Helena und Ehefrau von Agamenon. Ihr wird vorgeworfen, eine skrupellose Mörderin zu sein, doch die wahre Geschichte sieht ganz anders aus. Meine Meinung Was für ein unglaublich guter Debütroman der Autorin. Klytemnästras Geschichte wurde so spannend, emotional und temporeich erzählt, dass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen wollte. Klytemnästra ist eine starke Protagonistin, die von Rache getrieben wird. All ihre Gefühle und Beweggründe sind nachvollziehbar und man fiebert richtig mit ihr mit. So sehr ich mit Klytemnästra mitfühlen konnte, so sehr habe ich Agamenon verabscheut. Dieser Mann ist so skrupellos und es bricht einen das Herz, was er Klytemästra antut. Der Roman wird mir definitiv in Erinnerung bleiben. Ich kann euch das Buch besonders ans Herz legen, wenn ihr gerne Romane über griechische Mythologie lest. Bei Klytemnästra gibt es einige Überschneidungen zu der Handlung in „Das Lied des Achill“ und es war interessant, diese Handlungsstränge aus einer anderen Perspektive zu lesen.
In "Klytämestra" entführt uns Constanza Casati in die Welt der antiken griechischen Mythen und fokussiert sich dabei auf eine der faszinierendsten, aber oft vernachlässigten Figuren: Klytämnestra, die Tochter des Königs von Sparta. Als ihr Ehemann Agamemnon ihre Tochter den Göttern opfert, um günstige Winde zu erhalten, beginnt Klytämnestra, gegen ihn zu intrigieren – ein Rachefeldzug, der sich als zentrales Thema durch das Buch zieht. Klytämnestra als Heldin ist eine ungewöhnliche Wahl. Von ihrer Schwester Helena und den trojanischen Kriegen hat man natürlich schon viel gehört und gelesen, aber ich kannte Klytämnestras tragische und von Leid durchzogene Lebensgeschichte bisher nicht. So war ich gespannt auf diese Geschichte einer Frau aus der griechischen Mythologie. Es erinnert an "Circe" von Madeline Miller, das mich zurück zu den griechischen Mythen brachte. Feministische Neuerzählungen, welche Frauenfiguren in den Mittelpunkt stellen, sind ja gerade absolut im Trend. Im Vergleich zu "Circe" ist Casatis Schreibstil allerdings weniger poetisch und melodisch. Er wirkt schlichter und erzählender, manchmal fast sprunghaft, wenn sie von einer Szene zur nächsten hüpft. Dieses Stilmittel lässt die Geschichte zwar zügig voranschreiten, doch hätte ich mir stellenweise mehr Tiefe und Verweilen in bestimmten Szenen gewünscht. Für mich gab es zu wenige Einblick in die menschliche Natur, das allgemeine Leben der Frauen in Sparta und dem griechischen Leben. Ein Punkt, der mir weniger gefiel, war das übermäßige Name-Dropping. Auch wenn Klytämnestra im Mittelpunkt bleibt, merkt man, dass die Autorin das Fachgebiet studiert hat. Für die Story wäre es vielleicht besser gewesen, weniger wichtige Randfiguren und ihre Verbindungen untereinander wegzulassen. Eine schöne Landkarte ist vorhanden, aber leider sind nicht alle erwähnten Orte darauf zu finden. Der Stammbaum ist zwar hilfreich, spoilert jedoch gleichzeitig, falls man Klytämnestras Geschichte nicht bereits kennt. Die Geschichte wird chronologisch erzählt, was ich als angenehm empfand. Allerdings konnte ich den Figuren nicht so nahe kommen, da die Erzählweise oft distanziert wirkt – im Stile alter Sagenerzählungen, was für mich nicht immer passend war. Trotzdem gab es einige schön geschriebene Stellen, die ich mir markiert habe. Klytämnestras Leidensgeschichte ist besonders bewegend: Wie viel Leid kann ein Mensch ertragen? Hauptthemen des Buches sind Familie, Rache und Gerechtigkeit. Klytämnestra selbst ist wahnsinnig vielschichtig und eine komplexe Figur. Ich habe viel über ihre Geschichte gelernt, die es wert ist, erzählt zu werden. In vielen Erzählungen wird sie als grausame und rachsüchtige Frau dargestellt. Casati schafft es jedoch, dass man eine große Sympathie für sie empfindet und die meisten ihrer Handlungen durchaus nachvollziehen kann. Es gibt eben oft zwei Seiten einer Medaille, und die Welt ist nicht nur schwarz und weiß. Alles in allem ist "Klytämestra" von Constanza Casati eine lohnenswerte Lektüre für alle, die sich für griechische Mythologie und starke Frauenfiguren interessieren. Trotz einiger stilistischer Schwächen bietet das Buch eine tiefgehende und menschliche Perspektive auf eine der faszinierendsten Figuren der antiken Literatur. Vielen Dank an den Goldmann Verlag für das Rezensionsexemplar
Sehr nüchtern geschriebene Story über eine sehr interessante Frau in der griechischen Mythologie. Im Gegensatz zu d en anderen Büchern, die ich bereits in diesem Genre las, waren hier die Götter auffallend abwesend. Ebenso die Nähe zu den Charakteren und die Emotionen, leider. Ob richtig schlimme oder richtig gute Sachen passiert sind - es war mir gleichermaßen egal. Schade.
Eine Geschichte über eine Frau, die viel aushalten musste, viel verlor und doch alles mit eisernem Willen durchsetzte und überlebte. Jedoch getrieben durch Hass & Rachsucht. Ein wirklich eindrückliches Buch & eine spannende Abwechslung die Geschichte aus dem Blickwinkel einer Frau erzählt zu bekommen, die mittendrin war.
Es war von Anfang an nicht mein Buch. Spannende Grundidee und sicherlich ist Klytämnestra eine Frauenfigur der griechischen Mythologie, die ihren eigenen Roman verdient hat, aber leider ist mir eine Figur selterän dermaßen fern geblieben, wie Klytämnestra hier in diesem Buch. Ausführliche Rezi folgt
In einem bewährten und vertrauten Buddy-Read mit Bücherfreundin habe ich mit „Klytämnestra“ von Costanza Casati einen weiteren Roman zu Gschichten der griechischen Mythologie gelesen. Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut, da ich die Idee grandios fand, Klytämnestra einen Roman zu widmen, ihr eine eigene Stimme zu geben. Klytämnestra ist als Ehefrau von Agamemnon eine wichtige Figur der Troja-Geschichte, kommt dabei aber in der Regel nicht gut weg und wird oft sehr unsympathisch dargestellt. Auch in diesem Roman wird sie als stolz und machthungrig charakterisiert, aber sie liebt und hasst auch leidenschaftlich, nur dass sie mir das nicht wirklich sympathischer macht. Ihr Handeln, ihre Beweggründe, ihre Gefühle sind klar gezeichnet von der Autorin und ich kann durchaus verstehen, warum sie so handelt und fühlt, aber ich fühle sie nicht, ich fühle nicht mit ihr, leide nicht mit ihr. Was schade ist, denn In anderen Büchern, wo sie eher eine Nebenrolle spielt fand ich sie deutlich spannender und faszinierender. Sie hat zu wenig Konturen, um sich an ihr zu reiben zu wenig Charisma, um sie zu mögen. Letztendlich war sie mir einfach nur egal und das ist eine schlimmeres Urteil zu einer Hauptfigur, als wenn mir eine Hauptfigur unsympathisch ist. Leider bin ich nicht nur über die Darstellung von Klytämnestra enttäuscht, sondern vom kompletten Buch. Es ist so hübsch aufgemacht, so ein Schmuckstück im Regal, so eine gute Idee, aber meine Schwierigkeiten mit dem Buch haben sich schon im zweiten Leserunden-Abschnitt eingestellt. Ich könnte es auf den Arbeitsstress schieben, der zu dieser Zeit hoch war, aber es war einfach nicht mein Buch. Ich habe das Buch als langweilig und emotionslos erzählt empfunden. Das betrifft nicht nur meine Schwierigkeiten mit Klytämnestra sondern im Prinzip alles. Mich konnte Todesfälle oder Morde nicht berühren, ich rege mich nicht auf, kann noch nicht mal Agamemnon so leidenschaftlich hassen, wie er es verdient hätte. Mir fehlten Figuren (Götter und Göttinnen?), an denen ich mich reiben konnte, die mich faszinieren. Gegen Ende habe ich nur noch quergelesen, weil ich das „Drama“ einfach nur beenden wollte und dann kam auch noch ein Ende, das ich so nicht gut fand. Das war mir zu sehr „Friede-Freude-Eierkuchen“ wenn man das bei der Geschichte überhaupt sagen kann. Vor allem hat sich die Autorin hier nicht an das Ende von Klytämnestra aus der Troja-Geschichte gehalten sondern hat „zu früh“ ihren Roman beendet. Da s ist grundsätzlich erstmal kein großer negativer Kritikpunkt, aber ich hätte mir hierzu wirklich ein erklärendes und gutes Nachwort der Autorin gewünscht. Doch auch das haben wir hier nicht bekommen. Leider für mich ein Flop, auch wenn das Buch erstmal nicht aus dem Bücherregal ausziehen wird, noch ist Platz und es war zu teuer und ist zu hübsch, um es jetzt schon in einen öffentlichen Bücherschrank zu stellen. Es bleibt nur zu hoffen, dass der nächste Roman zu einer Geschichte/ Figur der griechischen Mythologie wieder besser wird.
🥹3/5 💕2/5 🌶️0/5
Wenn ihr griechische Mythologie und female rage mögt, dann ist dieses Buch definitiv etwas für euch. Wir begleiten Klytämnestra durch ihr Leben, was nur aus Leid und Trauer zu bestehen scheint. Aber sie gibt nie auf, weil sie sich verzweifelt an ihre Rache klammert. Dieses Buch ist auf grausame Art ehrlich, was bei dieser Nacherzählung aber auch nötig war. Man fragt sich während dem Lesen immer wieder: Wie viel kann ein Mensch eigentlich ertragen? Der Schreibstil war sehr schön und bildhaft, was manche Szenen nur umso brutaler machte. Jedoch hat mich die Erzählung aus der 3. Person ein bisschen gestört. Die feministische Perspektive auf die Ereignisse im Buch ist wunderschön eingearbeitet und gibt einem die Hoffnung, dass Klytämnestra doch ein gutes Ende nimmt. *unbezahlte Werbung/Rezensionsexemplar
4.5/5✨ Truly extraordinary! I loved how Clytemnestra is a strong woman but not only in terms of mind and manner but also physically, and seeing how having grown up as a fighter influenced her mind and way to rule was highly interesting. Also I found the agnostic trait of Clytemnestra and Tyndareus extremely fascinating, it's not a common trope and was very well done!
Description
Huntress. Warrior. Mother. Murderess. Queen.
You are born to a king, but marry a tyrant. You stand helplessly as he sacrifices your child to placate the gods. You watch him wage war on a foreign shore and comfort yourself with violent thoughts of your own.
You play the part, fooling enemies who deny you justice. Slowly, you plot.
You are Clytemnestra.
But when the husband who owns you returns in triumph, what then?
Acceptance or vengeance - infamy follows both. So you bide your time and wait, until you might force the gods' hands and take revenge. Until you rise. For you understood something that the others don't. If power isn't given to you, you have to take it for yourself.
A blazing novel set in the world of Ancient Greece and told through the eyes of its greatest female protagonist, this is a thrilling tale of power and prophecies, of hatred, love, and of an unforgettable Queen who fiercely dealt out death to those who wronged her.
Book Information
Posts
»𝙴𝚜 𝚐𝚒𝚋𝚝 𝚗𝚒𝚌𝚑𝚝𝚜 𝙼ä𝚌𝚑𝚝𝚒𝚐𝚎𝚛𝚎𝚜 𝚊𝚕𝚜 𝚎𝚒𝚗𝚎 𝚠𝚒𝚕𝚕𝚎𝚗𝚜𝚜𝚝𝚊𝚛𝚔𝚎 𝙵𝚛𝚊𝚞. (…) 𝙴𝚒𝚗𝚎 𝙵𝚛𝚊𝚞, 𝚍𝚒𝚎 𝚜𝚒𝚌𝚑 𝚗𝚒𝚌𝚑𝚝 𝚋𝚛𝚎𝚌𝚑𝚎𝚗 𝚞𝚗𝚍 𝚞𝚗𝚝𝚎𝚛𝚠𝚎𝚛𝚏𝚎𝚗 𝚕ä𝚜𝚜𝚝, 𝚒𝚜𝚝 𝚞𝚗𝚐𝚎𝚖𝚎𝚒𝚗 𝚋𝚎𝚠𝚞𝚗𝚍𝚎𝚛𝚗𝚜𝚠𝚎𝚛𝚝.« gääänseeeehautttttt! 🌀
Es kann Spoiler erhalten. Ich gab mir Mühe! Aber dennoch… seid gewarnt. 🚫 Vieeeeellll zu gerne gelesen. Uhhhhh! Die Autorin schaffte es, mich so tief in die Geschichte hineinzuziehen, dass ich mich beim Lesen wortwörtlich durch Papier und Buchstaben hindurch mitten in den Trojanischen Krieg teleportiert fühlte. 🗡️ Seite an Seite mit Klytaimnestra. Ich mein, alleine schon das …wow.🔥 Sobald ich das Buch (Kindle) in die Hand nahm, war ich vor Christus zurückversetzt und atmete dieselbe angstdurchflutete Luft wie sie und ihre Kinder. Und wollte öfter, als es noch gesund wäre, ihrem „tollen“Ehemann sein ekelhaftes Leben ein Ende setzen. Eigentlich schon bei deren erster Begegnung … Wahnsinn. Also, hätte definitiv eine Verfilmung verdient. Das Beeindruckendste ist aber, dass es wieder einmal ein historischer Roman ist, der meine Wahrnehmung so durcheinandergebracht hat, dass ich im Nachhinein nicht mehr sicher sagen kann, ob ich ein Buch gelesen oder einen Film gesehen habe. So unglaublich mitreißend, bildstark und roh. Alles wirkt unverfälscht und echt. Die Autorin hat wirklich den perfekten Erzählstil für so eine erschütternde Story gewählt. Sehr, sehr tolle Arbeit. 🥇 Besonders stark fand ich, dass man zwar mitfiebert und mitfühlt, aber längst nicht alle Entscheidungen der Geschwister – vor allem ja die von unserer Hauptprotagonistin Klytaimnestra – gutheißen kann. Teilweise sogar ganz und gar nicht. Ich habe euch in meinen Updates erzählt, dass ich den Schreib- und Erzählstil anfangs etwas kalt und monoton fand und noch nicht richtig drin war. So bis Seite 200? Dann hatten wir einen großen Sprung nach der ersten ekelhaften Aktion ihres neuen Ehemanns. Tja, und genau ab da war es vorbei mit monotonem und schnellem, beinahe emotionslosem Runterrattern der Geschichte. Denn nach der ersten Schockwelle beginnt die Geschichte – und zwar so richtig. Jetzt im Nachhinein weiß ich, dass die Autorin am Anfang ganz bewusst ein hohes Tempo gewählt hat. Die Vorgeschichte sollte schnell, aber auch eindrucksvoll (hat sie geschafft, omg war das ekelhaft!!!!!) hinter sich gelassen werden. Denn die Zeitsprünge sind brutal: Allein nachdem Agamemnon fort ist, vergehen wieder einmal zehn Jahre. Zehn Jahre, in denen sie allein regiert. Zehn Jahre mit Schmerz, Trauer und Wut – Gefühle, die nicht einmal ein ganzes Jahrzehnt lindern kann. Ich kann hier nicht viel verraten. Könnte ich, aber möchte ich nicht. Wenn ihr ihre Lebensgeschichte noch nie gehört oder – so wie ich vor dem Buch – nicht gegoogelt habt, würde ich sonst schon einiges spoilern, und das will ich nicht. Lernt ihre Story kennen. Es ist es wert. Wir bekommen auch sehr, sehr viel von unzähligen anderen Charakteren mit, auch über ihre anderen Geschwister. So, dass man alle Tode tatsächlich „betrauert“ – und wenn nicht betrauert, dann sie zumindest mitnimmt. Besonders zwei Personen. Ihr Bruder – damit sage ich jetzt nicht viel – war mein persönlicher kleiner Crush in der Geschichte, und sein Tod hat mich echt sehr traurig gemacht. Omg. Schlimm war es!!!!! ❤️🩹😮💨 Erst nachdem ich das Buch beendet hatte, habe ich gesehen, dass hinten ein mehrseitiges Glossar zu Begriffen und Namen enthalten ist. Also könnt ihr alles nachlesen. Einige Begriffe habe ich gegoogelt (die nicht ohnehin verständlich waren), vor allem aber, um es auch bildlich vor mir zu haben. Kann ich wirklich nur empfehlen. Einfach googeln. Habe ich auch bei Pompeji gemacht – ich konnte mir zum Beispiel nicht vorstellen, wie zur Hölle die Verträge unterschrieben haben, wenn sie weder Stifte noch Papier bzw. Blätter hatten. Auch bei den Namen habe ich es genauso gemacht: Sobald jemand auftauchte, habe ich mir seinen oder ihren Lebensweg angeschaut. Durchinhaliert, hahahaha. Man könnte denken, das spoilert aber für mich war es genau das Gegenteil. So konnte ich mir die Figuren besser merken, sie emotional besser einordnen und hatte einen viel intensiveren Zugang zur Geschichte. Außer bei einer Person. Eine hat mich völlig verstört. Ich muss mich noch viel mehr mit ***** Geschichte beschäftigen – denn was ihr Mann getan hat … das hat mich am meisten getroffen. Ja, Agamemnon ist ein Hund. Er tötet grundlos, verletzt, misshandelt – und damit komme ich schon schwer klar. Aber dieser eine Verrat, also richtiger Verrat, war so widerlich und grausam, dass er mich nachhaltig erschüttert hat. Immer noch! Er kotzt mich so an. Ich kann das gar nicht in Worte fassen. Anyways, Girls. Es ist keine glückliche Story. Aber es ist ein extrem bewegender, emotionaler, verstörender, actionreicher historischer Roman, den ich wirklich jedem empfehlen kann. Wie immer bei schwerer Lektüre rate ich euch, lest zuerst die Leseprobe – egal ob auf dem Handy oder dem Kindle. 📲 Von mir gibt es ein ganz klares Ja.🤍 Ich bin so dankbar, noch solche sinnvollen, tiefgehenden Bücher lesen zu dürfen. Auch wenn ich Snack-Books liebe und einfache Geschichten genauso – mein Herz schlägt genau für sowas. Besonders für historische Romane. Das ist einfach mein Ding. Und wenn ich mir ein Urteil erlauben darf: Laut Google gilt Klytaimnestra als kaltblütige Mörderin und Ehebrecherin. Aber diese Frau erhielt keinerlei Hilfe, nachdem sie nicht nur ihren geliebten Ehemann, sondern auch ihr neugeborenes Kind „verlor“. Verlor ist ja harmlos ausgedrückt, ne. Nach dem Verrat ihres Vaters musste sie sich allein durch alles schlagen, allein mit seinem „Verrat“ klarkommen – und trug dennoch Verantwortung für ihre Geschwister und ihre Mutter, half, wo sie konnte, tat alles für ihre geliebten Menschen. Alles!!!! Ab dem Moment, als Agamemnon sie zu sich nahm, war sie nicht mehr dieselbe. Sage ich, wie es ist. Sie war bis zu ihrem Lebensende geschädigt und traumatisiert. Und ich glaube, ab genau diesem Augenblick, als sie endgültig mit ihm gehen musste, wartete sie nur noch darauf, dass sie endlich das Leben rächt, das ihr genommen wurde, noch bevor es überhaupt richtig begonnen hatte. Frauenrache. Genau das ist es. Sie kommt genau dann, wenn sie kommen muss – und wenn man 10 Jahre warten muss. Hauptsache, das Gleichgewicht wird wiederhergestellt. ⚖️ Denn es vergingen über zehn Jahre, bis sie schließlich ihre Rache nahm. Nachdem Iphigenie für ein bisschen Wind geopfert wurde – als wäre sie nichts weiter als Vieh – von ihrem eigenen Vater … ja. Tja. Was soll ich sagen …. Sie nahm ihre Rache. Und zwar für alles. Sie nahm in Kauf, dass sie draufgeht und tat es dennoch. Für ihre Kinder, für all den Schmerz, für all die gestohlenen Jahre. Mein Mutterherz hat dieses Leid, das sie trug, kaum ertragen. Der Tod ihrer Tochter war nicht nur völlig unnötig er war fast das Grausamste, was ich je gelesen habe. Diese Schreie. Ihr Flehen nach ihrem Vater. Die Autorin hat mich in diesen Kapiteln regelrecht zerrissen. Und ihre Geschichte werde ich niemals vergessen. Obwohl ich wusste, wie es ausgehen würde. Obwohl klar war, dass niemand kommt, um sie zu retten. Dass sie ihre Tochter nicht retten kann. Man hofft trotzdem. Bis zur letzten Sekunde. Dass es doch anders ausgeht. Wirklich wahnsinnig emotional. Und extrem aufwühlend. Mit vielen anderen Entscheidungen von ihr bin ich allerdings überhaupt nicht einverstanden. Vor allem mit ihren ganzen „Bett-Männer“-Geschichten. Ja, andere Zeit. Andere Moralvorstellungen. Andere Auffassung von Sex und Intimität ich weiß. Aber … nein, Girl. Sie wurde so oft durch männlichen Einfluss benebelt. Und ganz ehrlich? Ich hätte es gefeiert, wenn sie öfter selbst Hand angelegt hätte 🤚 und einfach mal die Finger von Männern gelassen hätte. Das ist meine ganz persönliche Meinung. Natürlich verstehe ich ihre Suche nach Zugehörigkeit, nach Halt, nach Zärtlichkeit. Verstehe ich viel zu gut sogar. Aber dennoch. Eine mächtige Frau in einer mächtigen Position wird oft noch mächtiger und dazu dreckiger manipuliert als wir Normalos. Gerade deshalb hätte sie mehr Abstand zu ihren Bett-Männern halten sollen. Die Person, die ich im ganzen Buch am wenigsten mochte, ist ihre Tochter Elektra. Ihr Buch liegt bereits bei mir zu Hause, und ich hoffe sehr, darüber einen besseren Zugang zu ihren Gedanken zu bekommen denn aktuell verstehe ich sie von Grund auf nicht. Und diese Besessenheit von ihrem Vater … uff. Ne. Also. Ihr wisst Bescheid, Elektra wird gelesen, und gucken wir mal vielleicht ist das ein perfektes Folgebuch nach Klytaimnestra. Denn ich brauche mehr. Mehr von ihnen. Mehr von diesem Wahnsinn. Große Empfehlung! 🤍 Über mehr als ein Jahrzehnt hinweg trug Klytaimnestra Schmerz, Verlust und Wut in sich, bis Agamemnon zurückkehrte und sie ihre Rache nahm. Gänsehaut! ⤵️ »Manchmal ist es besser zu bluten, als gar nichts zu fühlen.« Aber du musst lernen, deine Umgebung richtig wahrzunehmen und sie deinem Willen zu unterwerfen, denn sonst wirst du unterworfen.« »Kraft entsteht durch vielerlei Elemente, und eines davon ist Wille.« Es gibt nichts Mächtigeres als eine willensstarke Frau. Das bist du seit jeher, und du musst es bleiben, was andere dir auch antun. Für Männer ist es einfacher, stark zu sein, weil wir dazu erzogen werden. Aber eine Frau, die sich nicht brechen und unterwerfen lässt, ist ungemein bewundernswert. Hass ist ein übles Kraut. Es verwurzelt sich in deinem Herzen und wächst und wächst, bis alles andere abstirbt. »Dann kam Agamemnon nach Sparta und ermordete meinen Mann. Unseren kleinen Sohn riss er ihm aus den Armen und tötete auch ihn. Das kann niemals vergeben werden. Mein ganzes Leben lang wurde mir Unrecht angetan. Ich wurde ausgepeitscht und vergewaltigt, misshandelt und verprügelt. Ich wurde von meinem eigenen Vater verraten und wie ein Stück Vieh an Agamemnon verhökert. Aber ich bin noch immer hier. Alles, was ich getan habe, tat ich, um die Menschen zu schützen, die ich liebe. Hättet Ihr das nicht auch getan?«

Update 📃 Seite 170 ~𝘋𝘪𝘦 𝘎ö𝘵𝘵𝘦𝘳 𝘣𝘦𝘨ü𝘯𝘴𝘵𝘪𝘨𝘦𝘯 𝘫𝘦𝘯𝘦, 𝘢𝘯 𝘥𝘦𝘯𝘦𝘯 𝘴𝘪𝘦 𝘎𝘦𝘧𝘢𝘭𝘭𝘦𝘯 𝘧𝘪𝘯𝘥𝘦𝘯.~
Beichte. Ich habe diesen ganzen Familien-Stammbaum der alten Reichen aus der antiken Mythologie nie wirklich gecheckt – und ehrlich gesagt hat es mich auch nie interessiert.😌 Um um GANZ ehrlich zu sein, ich finde, dass das in der Schule viel zu schnell, viel zu kalt, viel zu unemotional und viel zu trocken erklärt und „beigebracht“ wird. Denn sind wir mal ehrlich, das sind keine Storys, mit denen man eine 10-Jährige fesseln kann. Man versteht es auch nicht wirklich in dem Alter…. Aber naja. Anyways. Soviel zu mir und diesen ganzen alten …. alten Dingen. Ja, so beinhaltet es alles🥲. Mein am meisten gehasstes Fach war tatsächlich Weltgeschichte. Wer hätte es gedacht oder? 😄 Es war mir einfach zu trocken. Und wie ihr mich hier wahrscheinlich inzwischen ein bisschen durch mein Schreiben kennenlernen konntet: Ich bin eine sehr aufgeweckte, leicht zu begeisternde Person, die schnell Feuer fängt, von Herzen connectet und es liebt zu quatschen. Ich liebe gute Storys – sie zu lesen, sie zu erzählen, sie wiederzugeben, drüber zu plaudern – und mich komplett reinzufräsen, am besten mit meinem Hyperfokus. Dann sauge ich in kurzer Zeit alle Infos auf, die ich brauche und tauche komplett ein. Genau so bin ich. 😂 Also, Tea Time, Tea Time 🫖 in jede Menge. Und ich bitte euch. Seien wir mal ehrlich. So viel Gossip und so viele Geheimnisse wie diese alten Götter hatte wirklich niemand … 🌚😌. Es war nur eine Frage der Zeit, bis ich auf diesen Zug springe und euch diese Storys schmackhaft mache. 🤓😂 Zumindest versuche ich’s. Tja, lieber später als nie, scheinbar ist so mit 32 genau die perfekte Zeit für antiken Tea. Das Gute ist, was ich euch auch von Herzen empfehlen kann, ich habe Google bereit, wir haben Google bereit, und jeder Name, der vorkommt, wird innerhalb von zwei Sekunden durch Google gejagt. 😄Und weil ich in der Story drin bin, weiß ich auch sofort nach einmal Wikipedia durchlesen, wer mit wem, wo, wann, warum und weshalb… Stammbaum steht. 🌳 Aber ! es sind wirklich viele Namen. Sehr viele. Und scheinbar alle wichtig. 🌚😂 Diese Seite ist die spaßige. Mir macht es Spaß zu googeln und diese Lücken zu füllen. Was weniger spaßig ist; Die Story bzw. wie es geschrieben ist, mir ist klar es ist kein glückliches Märchen mit Happy End. Oke. Wissen wir. Aber mehr Nähe hätte ich erwartet. Es ist eher eine kompakte, relativ kurz gehaltene Zusammenfassung mit wenig emotionaler Tiefe. Es ist eben eine wirklich historische Erzählweise. Meine Meinung nach. Ob ich Recht habe. Girls I don’t now es ist erst mein zweites Buch in diesem Bereich 🤓 also seid gnädig mit meiner Einschätzung. Aber ich glaube trotzdem, dass es so ist. (🌚) Es geht hier nicht darum, dass wir alles „märchenhaft“ schön serviert bekommen wie in einem Roman, sondern darum, dass wir diese Leben und die relevanten Figuren der damaligen Zeit kennenlernen. Ich finde, es ist ein Buch, das sehr spannend sein KANN – besonders für Leute, die wirklich null Ahnung hatten, wer Klytäemnestra ist wer Helena ist, was mit Sparta was mit Troja, wer ihre Geschwister sind… eben wie bei mir. Aber ich weiß auch dass es nicht jedem gefallen wird – schlicht wegen dem Schreibstil. Er ist sehr kalt, das Tempo schnell, wenig Emotion, und sprachlich anspruchsvoll. Anspruchsvoll as f. So richtig. 😂 Und durch die Namen – mindestens 20 beginnen mit T, der Rest mit P. Man muss jeden Buchstaben genau erfassen, weil Vater, Lover, Bruder und der 60. andere von irgendwoher auch alle mit T anfangen und zu 90 % auf -es oder -us enden. 😂😂😂 Ich schwöre, das macht mich fertig. Ich hab mich richtig gefreut, als ich endlich Odysseus gelesen habe. Endlich mal ein Name, den man kennt und sich merken kann. Warum wohl? EINMAL ein Buchstabe, der nicht T ist. Ein Wunder! Ich wollte es eigentlich schmackhaft machen hahahaha – aber ich muss euch natürlich realistisch vorwarnen und richtig berichten. Wenn man einmal raus ist, ist man raus. Und der Weg zurück ist SCHWER. Wenn man aber im Flow ist, merkt man beim Lesen kaum, dass man liest. Komisch widersprüchlich. Mir macht es bisher Spaß. Aber würde ich nicht sagen, dass ich „Feuer gefangen“ habe. Burn ist noch nicht da. 🔥 Ich glaube, es wird mich berühren – es geht ja um weibliche Rage, also weibliche Wut, Brutalität, Trauer. Aber diese Art zu erzählen… Hmmmmm…. Ihr wisst eh was kommt. Girls, muss ich noch was sagen? Ich habe einfach Pompeji-Niveau erwartet 😂 Jaaa, blockiert mich alle, ich gehe mir selbst auf den Sack aber was soll ich machen? Sag’s mir. Ich kann da gerade nichts dafür. Diese emotionalen Nachbeben gehen nicht aus mir raus. Wofür ich dieses Buch schon jetzt danke, abgesehen von den vielen Stunden Googeln und Weiterbildung – auch wenn man dieses Wissen im Alltag nicht wirklich braucht, um Miete zu zahlen oder zu überleben – finde ich es dennoch sehr schön, sich für etwas zu interessieren und begeistern zu können, und wenn es sich dabei um alte Geschichten handelt, dann umso mehr.🫂 Ja, ich hätte es vielleicht etwas „nahbarer“ geschrieben oder mir gewünscht, dass die Autorin es greifbarer macht, sodass wir mit Kyläemnesta zusammen leiden und durch ihre Augen alles erleben und fühlen können. So stehen wir aktuell nur da, schauen zu – zwar interessiert, aber ein Stück weit distanziert. Und ich möchte, dass sie mich richtig mit ihrem antiken Tea beschüttelt. 🫖 Was mich nach Pompeji auch hier am meisten erschüttert, traurig macht und zum Nachdenken bringt, sind die Positionen der Frauen. Es scheint keine andere Option im Leben zu geben, außer sich an einen Mann zu binden – binden zu müssen –, Mutter zu sein, zu funktionieren und das gleiche Leben zu führen wie alle davor, danach oder dazwischen. Es macht mich fertig. Es macht mich fertig, dass man beim Lesen immer wieder vor Augen geführt bekommt, dass sie keine Wahl hatten. Und das hatten sie nie. Zero. Zero Option. Wir können uns wahrlich glücklich schätzen – auch wenn nicht alles perfekt ist –, und stolz darauf sein, wohin wir bisher gekommen sind, wohin alle Frauen vor uns es geschafft haben, für uns. Für uns. Und genau deshalb dürfen wir niemals damit aufhören. 🫂❤️🩹 ⤵️ „Könige und Helden sterben wie die Fliegen, aber Königinnen überleben sie alle." „Was Königinnen angeht, so werden sie entweder gehasst oder vergessen. Sie weiß bereits, welche Option ihr besser passt. Soll sie doch für immer gehasst werden.“ »Er begehrt dich«, sagt Leda schließlich. Ihre grünen Augen wirken matt wie angelaufenes Kupfer. »Sieht er nicht, dass ich schwanger bin?« Leda schüttelt den Kopf. »Manche Männer begehren immer nur das, was sie nicht haben können.« »Man bringt uns bei, die Ehe sei das Ende von Kindheit und Vergnügen, aber das ist nicht wahr. So viel verändert sich nicht im Leben.« »Woher weißt du das?« »Ich bin einfach überzeugt davon. Das wird nur von Männern behauptet, damit wir uns für alles verantwortlich fühlen, während sie sich weiterhin wie Kinder benehmen dürfen.« Helena lacht.
Clytemnestra ist eine starke Frau und weiß sich auch im Ringen zu verteidigen. Sie gilt als schlau und weise für ihr Alter. Jedoch ereilt ihr ein unschönes Schicksal. ,, Ledas daughter will twice and thrice wed... " Natürlich bewahrheitet dies sich und ihr widerfahren schreckliche Dinge, die es schwer nachzuvollziehen gilt, da man sich nie wirklich in die Situationen versetzen kann. Diese schrecklichen Dinge, die ihr passieren lässt sie Entschlüsse fassen, die sie auch verfolgt. Auch zur Folge, dass sie noch weniger mit anderen symphatisiert, die sich der damaligen gesellschaftlichen Norm hingaben. Hier tauchen wir tief in die Mythologie ein. Besonders Bekannte werden hier erwähnt wie Jason, Odysseus oder Achilles. Auch viele Götter und andere Gegebenheiten werden hier erwähnt. Hier erhält man einen völlig anderen Blick auf dir großen Helden der Mythologie.
Klytämnestra ⚔️💪🏻
Besonders gefallen hat mir der Fokus auf Klytämnestra da in vielen anderen Erzählungen meist Helena im Zentrum steht. Ich mag es generell sehr, wenn griechische Mythologie aus einer feministischen Sicht erzählt wird und weibliche Figuren mehr Tiefe, Eigenständigkeit und eine eigene Stimme erhalten. In dieser Geschichte schwingt immer wieder die klare Haltung mit, dass „Mann“ sich Macht und Besitz nicht einfach nehmen kann, ohne dass daraus Konsequenzen entstehen. Besonders gefallen hat mir, dass Klytämestra sich gegen die Menschen zur Wehr setzte, die ihr grosses Leid verursacht haben! Interessant fand ich auch die Darstellung der Frauen in Sparta, die hier das Kämpfen lernen und körperlich stark sind. Ich mag die griechische Mythologie sehr und finde sie unglaublich spannend, dennoch hatte ich bei diesem Buch nicht durchgehend das starke Bedürfnis, immer weiterzulesen. Vielleicht lag es an der fehlenden Zeit während der Feiertage oder daran, dass mir die Geschichte rund um die Prinzessin von Sparta bereits sehr vertraut war, da ich schon mehrere Bücher über diese Figuren gelesen habe. Der Schreibstil hat mir grundsätzlich aber gut gefallen. Insgesamt war es aber sehr lesenswert, jedoch kein absolutes Highlight für mich.

Ein Buch über die Rache einer Frau, die ihren Weg skrupellos geht. Wow, die Lebensgeschichte der klytämnestra hat mich begeistert. Unglaublich gut und gefühlvoll geschrieben, beschreibt die Autorin die Leidensgeschichte der Frau und die Stärke sich in einer Welt beherrscht von Göttern und Männern zu behaupten
Übersetzt von Sibylle Schmidt "Man wird singen über ihre Mutter, die Königin, verführt von einem Gott, über ihre Brüder, Ringkämpfer und Rossebändiger, über ihre eitle Schwester Helena, die ihren Gatten verließ, über Agamemnon, den stolzen Löwen von Mykene, über den weisen, vielgestaltigen Odysseus, über den verräterischen verfluchten Aigisthos, über Klytämestra, die grausame Königin und untreue Gattin. Doch das ist nicht von Bedeutung. Sie war dabei. Sie weiß, dass Lieder niemals die Wahrheit sagen." (S.540-41) Ich lese die letzte Seite von "Klytämnestra", atme tief durch, lege das Buch weg und möchte alles gleichzeitig machen. Ich möchte alle Bücher, die noch ungelesen in meinem Regal warten über die griechische Mythologie lesen und dann noch einmal die, die ich schon gelesen habe. Ich möchte wieder einmal nach Griechenland, dieses Mal noch genauer hinsehen in die geschichtsträchtige und bedeutsame Vergangenheit des Landes, vielleicht auch auf den Spuren einiger Namen wandeln, am liebsten das Geschichtsstudium noch einmal machen und ein bisschen dankbarer sein für alles, was man gelernt hat. Und ich muss zugeben, so frisch nach "Klytämnestra" bin ich verdammt nahe dran zum ersten Mal "Troja" zu schauen. Costanza Casati hat jedenfalls meine Begeisterung für die griechische Mythologie neu entfacht aber vor allem hat sie eine großartige, eine mitreißende, eine intensive und unfassbar spannende Neuerzählung von "Klytämnestra" gewagt, die unglaublich gut gelang. Den Namen "Klytämnestra" habe ich vor diesem Buch zum ersten Mal gehört, was leider nicht für die Geschichtsschreibung spricht aber typisch ist für gesellschaftliche Vergangenheit und Gegenwart. Doch glücklicherweise hat Casati ihr in ihrem Roman eine Stimme gegeben und zwar nicht nur eine, die sich Gehör verschafft, sondern auch eine, die tief ins Innere der Königin von Mykene blicken lässt und sie, die bekannt war für begangene Rache, Hass und Untreue in einem ganz anderen Licht erscheinen lässt. Klytämnestra wächst als Tochter des Königs von Sparta auf. Sie scheint ein freies Leben zu führen, was bei den Frauen in Sparta damals auch üblich war. Sie gehört zu den besten weiblichen Kämpferinnen und hegt ein besonderes Verhältnis zu ihrer Schwester, der schönen Helena. Auch vor einer angedachten Heirat wird Klytämnestra gefragt, ob es ihr freier Wille sei diesen Mann zu heiraten. Doch in dem Moment, in dem sie glaubt, dass ihr Leben vor Glück erfüllt ist, wird Klytämnestra klar, dass sie nur ein Spielball in den Mächteverhältnissen männlicher Machtgier ist. "Klytämnestra" war wild, gerade zu Beginn der Geschichte, wenn man noch nicht mit viel rechnet und auch im Verlauf war es an einigen Stellen sogar schwer zu ertragen, doch es ist dieser unglaubliche Charakter, diese großartige erzählte Frauenfigur, diese unglaubliche Königin, die das Buch von der ersten Seite an trug und völlig zurecht zu dessen Hauptfigur gemacht wurde. Denn "Klytämnestra" war so viel mehr als eine ehebrechende Frau, die bloß von Rachegefühlen geleitet wurde. Sie war empathisch, sie war klug und gerissen, sie war gütig und verlor nie das, was wichtig war aus dem Blick. Sie war mutig stark, treu und von einer so irrsinnig großen Liebe getrieben alle die, die sie im Herzen trug zu beschützen. Sie hatte aber auch Fehler, die sie aber immer selbstreflektierend sah, beurteilte und versuchte es besser zu machen und aus ihren Fehlern zu lernen. Und sie vergaß nicht, nie. Es war so ein großes Glück diese Geschichte aus Klytämnestras Sicht zu erzählen, denn sie brauchte das alles gar nicht, diese typisch griechisch-mythologischen Erzählstränge. Natürlich spielen die Götter auch hier eine Rolle, indem sie zahlreich erwähnt werden. Doch greifen sie nie in die Geschichte ein, alles spielt sich in Casatis Roman fast schon auf rationaler Ebene ab, die Götter spielen eher in den Köpfen und Erzählungen der Menschen eine Rolle und manchmal führt das ins Verderben, doch die Geschichte kommt ganz ohne göttliche Eingriffe aus. Und dadurch zeigt sich eben auch viel deutlicher, wie viel unsinnige Gewalt in den Köpfen der Menschen entsteht, die fernab jeglicher Rationalität ist und Gewaltverbrechen verübt werden, die mit den 'Willen der Götter' oder höheren Mächten relativiert werden. Ein Verhalten, das sich übrigens bis in unsere Gegenwart gezogen hat. Auch der trojanische Krieg wird zur Mitte von "Klytämnestra" thematischer Bestandteil der Geschichte, doch auch hier nimmt dieser glücklicherweise nur eine Randnotiz ein. Denn wir folgen als Leser:innen keinem von der Geschichte betitelten Helden in den großen Kampf nach Troja. Wir bleiben im Palast bei Klytämnestra, Königin von Mykene. Völlig zu Recht, denn hier werden wir Zeug:innen wie sie befreit von männlicher Unterdrückung ihr Volk regiert, sich gegen jegliche Widerstände durchsetzt und immer mehr Achtung erhält. "Klytämnestra" ist dieses Kunststück gelungen. Es gibt keine von göttlichen Fügungen durchziehenden Handlungsstrang, der große Krieg findet fern von den Palastmauern statt und bricht hier höchstens mit der ein oder anderen Botschaft eines Boten ein und das braucht es auch nicht für die Handlung. Es ist unsinnig, denn Klytämnestras unbändiges Wesen reicht völlig alleine aus, um diese großartige Neuerzählung zu tragen. Und das war höchste Zeit, denn dieser Frau musste dringend eine Bühne geboten werden. "Menschenleben sind nicht denkbar ohne Leid. Aber wenn es ein paar Momente Glück gibt, Lichtblitze, die den düsteren Himmel erhellen, hat sich ein Leben gelohnt." S. 538

Mein Eindruck: Ich muss zugeben, dass ich selten Bücher lese, in denen Mythologien ein Thema sind, aber als ich dieses hier entdeckte, wurde ich tatsächlich neugierig. Der Einstieg in die Geschichte gelang mir sehr gut und nach wenigen Seiten war ich schon mittendrin und regelrecht gefesselt. Der Schreibstil der Autorin ist bemerkenswert, denn er ließ sich wunderbar leicht lesen, was das Eintauchen in die Erzählung zu einem angenehmen Erlebnis machte. Wir begleiten Klytämnestra von Kindesbeinen an. Wie sie aufwächst, die Beziehung zu ihren Eltern und Geschwistern, ihre Entwicklung vom Kind zu einer starken Frau. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll, denn dieses Buch hat mich tatsächlich schwer beeindruckt. Die Art und Weise wie die Autorin Klytämnestra als eine faszinierende Persönlichkeit darstellt – gütig, hin und wieder hart, aber gerecht und liebevolle Mutter – hat mir außerordentlich gut gefallen. Zitat (S. 29): „‘Ehrgeiz, Mut, Misstrauen‘, fuhr Gorgophone fort. ‚Das braucht ihr, wenn ihr bald Königinnen sein werdet. Nur damit könnt ihr die Männer überleben, die euch beseitigen wollen‘“ Die Geschichte offenbarte mir eine ganz andere Seite Klytämnestras, die von mächtigen Männern beherrscht und zu Unrecht angeklagt wird. Man wird auf eine Reise durch Wut und Trauer mitgenommen, während sich die Protagonistin gegen das ihr zugefügte Unrecht wehrt. Es ist beeindruckend, wie sie sich im Laufe ihres Lebens entwickelt und trotz aller Widerstände zu einer starken, unabhängigen Frau und Königin heranwächst, die ihr Schicksal selbst in die Hand nimmt und bereit ist um das zu kämpfen, was ihr lieb und teuer ist. Die Autorin zeichnet sie zudem als gebildet, aber auch berechnend, was Klytämnestras Charakter eine faszinierende Komplexität verleiht. Klytämnestras Sehnsucht nach Liebe inmitten von Misshandlung und Missachtung verleiht ihrer Figur eine tiefgreifende emotionale Nähe, die den Leser mitnimmt. Man kann nicht anders, als mit ihr gemeinsam zu lachen, zu weinen, mit ihr zu leiden und zu hoffen. Meiner Meinung nach ist „Klytämnestra“ nicht nur ein historischer Roman, sondern auch ein kraftvolles Plädoyer für Selbstbestimmung und Widerstand. Constanza Casati hat hier ein tiefgründiges Werk erschaffen, das mich von Anfang bis Ende in den Bann gezogen hat. Zitat (S. 214): „Sie sah ihren Vater an und sagte: „Früher oder später wirst du sterben. Und ich werde nicht um dich trauern. Ich werde auf die Flammen schauen, die dich verzehren, und jubilieren.“ Fazit: Constanza Casati hat mit “Klytämnestra“ ein fesselndes Porträt geschaffen, das die Tiefe und Vielschichtigkeit dieser starken Frau auf beeindruckende Weise einfängt. Dieses Buch hat mich so dermaßen gepackt, gefesselt und begeistert und zählt damit zu meinen Highlights 2023. Und falls es bis hier hin noch nicht ersichtlich ist: Unbedingt lesen! Ein Buch, das in keinem Regal fehlen darf.

Tolle Idee, anderer Blick, aber…
Griechische Geschichte/ Mythologie - ein gerade sehr aktuelles und trendiges Thema. Da den Blick auf die weiblichen Figuren zu richten - auch nicht neu, aber so dringend nötig. Klythämnestra, Prinzessin von Sparta, verliert alles, was sie liebt - Mann, Kind, Freiheit und Zuversicht auf eine bessere Zukunft. Ich werde hier nichts über die Handlung schreiben, doch so viel sei gesagt: Hass und Rache bestimmen jede Seite dieses Buches. Sogar schon vor den dramatischen Ereignissen im Leben der Protagonistin. Der Anfang zieht sich etwas, man lernt das Setting und die wichtigsten Charaktere kennen. Dann nimmt das ganze Fahrt auf und die Figurenentwicklung ist deutlich sowie nachvollziehbar. Doch im letzten Drittel sackt dies dramatisch ab. Neue Figuren bleiben oberflächlich und farblos. Sie dienen nur dem Fortgang der Handlung und es wirkt beinahe so, als habe die Autorin die Lust an ihrer Geschichte verloren und wollte sie nur noch beenden. Bezüglich der Übersetzung: Ich finde diese ganz gut gelungen, da alt-griechische Begriffe fließend eingebaut werden und das Lesen einem Fluss entspricht. Allerdings benötigt man für die Vorzeitigkeit, wenn man im Präsens schreibt, das Perfekt, nicht das Präteritum. Klingt kleinkariert, aber warum bringen wir dies unseren Kindern denn dann bei? Warum sollten wir Wert auf eine grammatikalisch korrekte Sprache legen? Ich denke, wir sollten dabei nicht einfach über all diese Dinge hinweggehen, sondern auf genau solche „Kleinigkeiten“ achten. Insgesamt war es ein recht angenehmes Lesevergnügen - mit ein paar Kritikpunkten.
Ein guter Roman mit ein paar persönlichen Stolpersteinen
Bei „Klytämnestra“ von Costanza Casati handelt es sich um eine moderne Nacherzählung des griechischen Mythos rund um die namensgebende Protagonistin Klytämnestra. Klytämnestra ist die Tochter des Königs von Sparta und die Schwester der schönen Helena und wird eines Tages mit dem berühmten Krieger Agamemnon verheiratet. Dieser ist so sehr auf seine kriegerischen Erfolge aus, dass Klytämnestra eines Tages von ihm dazu gezwungen wird, die gemeinsame Tochter Iphigenie zugunsten seines Krieges zu opfern. Getrieben von Trauer und Wut möchte sie Rache an all diejenigen nehmen, die ihr Unrecht getan haben, und so nimmt das Schicksal seinen Lauf… Mich hat das Thema allein schon deshalb interessiert, da ich meine Bachelorarbeit über die Figur der Iphigenie in verschiedenen literarischen Werken geschrieben habe und da fand ich es gerade einmal interessant, einen Roman zu lesen, welcher die Sicht der Klytämnestra behandelt. Da ich persönlich den Mythos dementsprechend schon kannte und auch mit den Figuren vertraut bin, würde ich es jedem empfehlen, sich vorher einmal mit der Geschichte auseinanderzusetzen, da ich mir sehr gut vorstellen kann, dass es zu Beginn ziemlich verwirrend sein wird und zum Ende hin auch nicht unbedingt besser wird 😅 Denn dort sind viele verschiedene, außergewöhnliche Namen vertreten, viele verschiedene Konstellationen und Verbindungen zwischen den einzelnen Familien, und ich denke, dass es ganz schnell sehr schwierig werden könnte, da hinterherzukommen. Die Geschichte hat mir insgesamt sehr gut gefallen, auch wie sie verpackt wurde - es ist wie gesagt eine Nacherzählung - und dementsprechend konnte ich schon erwarten, was im Laufe des Romans passieren wird. Jedoch hat mir leider die Form bzw. der Schreibstil der Autorin nicht wirklich zugesagt. Und zwar hat mich hier besonders die auffallend einfache Wortwahl gestört - gerade zu Beginn, als Episoden aus der Kindheit und Jugend Klytämnestras erzählt werden -, da dort ziemlich kurze Kapitel enthalten sind, die größtenteils nur kurze, einfache Sätze beinhalten. Das kann für den ein oder anderen natürlich von Vorteil sein, jedoch hatte ich zwischenzeitlich immer wieder das Gefühl, dass ich hier eine Nacherzählung eines griechischen Mythos für Kinder lese, da mir der Schreibstil einfach zu einfach und nicht genügend elaboriert erschien. Das kann eventuell daran liegen, dass sich die Figuren im Allgemeinen sehr modern ausdrücken, was ich trotz der Tatsache, dass es sich hier um eine moderne Nacherzählung handelt, in dem Ausmaß nicht erwartet hatte. Ich kann mir jedoch sehr gut vorstellen, dass es denjenigen, die eine sehr niedrigschwellige Version eines griechischen Mythos lesen möchten, gefallen könnte. Zudem ist mir die Handlung etwas zu schnell vorangeschritten, da sehr viel in der Zeit gesprungen wurde, es wurden kurze Episoden erzählt, die meines Erachtens gar nicht wirklich wichtig für die Handlung waren und vielmehr wie Lückenfüller wirkten. Nichtsdestotrotz hat mich dieser Roman sehr gut unterhalten, der gesamte Mythos ist schließlich sehr erschreckend und skandalös, wodurch der Unterhaltungsfaktor definitiv gegeben ist. Selbstverständlich kann man sich auch sehr gut in Klytämnestras Figur hineinversetzen, denn, was diese Frau erleben musste, ist wirklich unglaublich. Letztendlich war es für mich ein guter Roman, mit ein paar persönlichen Stolpersteinen und einer feministischen Protagonistin, die sich gegen die Männerwelt durchsetzt und Rache nimmt, also was will man mehr?!

"Klytämnestra weiß, dass Königskinder ungestraft Häuser niederbrennen, vergewaltigen, stehlen und töten dürfen. Doch den Sohn eines anderen Edelmanns umzubringen, ist strengstens untersagt." In der Popkultur ist die schöne Helena, Königin von Sparta, allgegenwärtig - die schönste Frau der Welt, wegen der ein Krieg mit Troja ausbrach und das trojanische Pferd geboren wurde. Doch was ist mit Helenas Schwester Klytämnestra? Was ist über sie bekannt? Dass sie ihren Mann Agamemnon, den König von Mykene, hasste und ihn sowie seine "Geliebte" Kassandra umbrachte, nachdem er ihre Tochter Iphigenie opfern ließ. Klytämnestra, die Königin der Rache. Costanza Casati nimmt sich der Figur der Klytämnestra an und erzählt ihre Geschichte - wie sie in Sparta zur Kriegerin erzogen wurde, sich stets als Beschützerin ihrer Schwester Helena gefühlt hat, aufgewachsen ist mit dem Anspruch, eine Herrscherin zu werden. Und wie sie immer und immer wieder am gewaltvollen Patriarchat gescheitert ist, immer wieder in die Rolle der ohnmächtigen Gattin zurückgedrängt wurde. Doch Klytämnestra nahm diese Rolle nie an - stattdessen schmiedete sie heimlich Pläne und verübte Rache. Während mir die Aufarbeitung der Geschichte aus der griechischen Mythologie sehr gut gefallen hat und ich vor allem die Beziehung zwischen Klytämnestra und Helena spannend fand, waren mir einige Erzählstränge aufgrund der vielen Zeitraffer zu oberflächlich. Genau wie die meisten Figuren - nur sehr wenige hatten das Privileg, ambivalent geschrieben zu sein, die Mehrheit, insbesondere unter den männlichen Charakteren, war sehr eindeutig gut oder böse. Dennoch war das Leseerlebnis für mich überwiegend positiv aufgrund der hoch gehaltenen Spannung und des feministischen Blickwinkels. Übersetzt von Sibylle Schmidt. CN: T0d, Tierm0rd, häusliche G3walt, s3xualisierte G3walt, M0rd, Blut, Kindst0d, Verg3waltigung, Abl3ismus
Klytämnestra wächst mit vielen Freiheiten auf. Sie darf als Frau kämpfen, sie darf ihre Meinung frei äußern, sie darf ihr Leben genießen. Und das als Frau. Doch mit den ersten Werbern aus dem Ausland und Aussichten auf lukrative Hochzeitsarrangements lernt Klytämnestra schnell, dass Freiheit nicht ewig währt und ein kostbares Privileg in ihrem Land ist. Ihren ersten Mann wählt sie aus freien Stücken und bekommt ein Kind. Doch irgendwo lauert immer ein Wolf, den es nach dem dürstet, was bereits ein anderer besitzt. Ihr eigener Vater, ihre geliebte Mutter wissen um die Attentatspläne des tyrannischen Agamemnon auf ihren Ehemann. Unternommen wird nichts, Klytämnestras Glück liegt in Scherben und sie ist gezwungen, an der Seite eines Mannes, den sie verabscheut, in ein fremdes Königreich einzukehren, fernab ihrer geliebten Geschwister. Obwohl sie ihrer Mutter das Versprechen gibt, niemals ihre Rachegelüste überhand nehmen zu lassen - die Löwin ist gerade erst erwacht. Und ihre Rache wird wie ein Sturm über die Verräter rollen... "Klytämnestra" ist weitaus mehr als eine Neuinterpretation um die Orestes-Tragödie. Diese Geschichte ist eines von vielen Schicksalen unendlich vieler starker Frauen, die sich anpassen und kämpfen müssen, um in einer männerdominierten Welt zu überleben. "Klytämnestra" ist eine Hymne an alle Frauen, die ihre Freiheit durch gesellschaftlich auferlegte Rollenbilder einbüßen müssen. An alle Frauen, die von Männern unterdrückt, ignoriert, unterschätzt, ausgelacht und misshandelt werden. An alle Frauen, die ihre innere Löwin zähmen müssen, obwohl ihr Herz lauter denn je nach Rache schreit. An alle Frauen, die von religiösen Fanatikern ausgebeutet werden.
Seit meiner Begeisterung für die Welt von Percy Jackson habe ich eine tiefe Faszination für die griechische Mythologie entwickelt. Doch in all den Erzählungen über Helden und Götter war mir die Geschichte von Klytämnestra, der älteren Schwester von Helena, bisher unbekannt. Constanza Casati hat mit „Klytämnestra“ einen Roman geschaffen, der diese vergessene Figur in den Mittelpunkt rückt und ihre brutale, aber zugleich mitreißende Geschichte erzählt. • Was mich sofort ansprach, war der Fokus auf Klytämnestras Leben, ihre Schmerzen und ihre Gefühle. Die griechischen Gottheiten spielen hier eine untergeordnete Rolle, während sich die Erzählung auf Klytämnestras Schicksal konzentriert. Ihr Schmerz, ihre Wut und ihr unermesslicher Durst nach Rache waren so intensiv beschrieben, dass ich förmlich in ihre Welt eintauchte und ihre Motivationen nachvollziehen konnte. • Als Kriegerin erzogen, wurde Klytämnestra nachher unterdrückt und ihre Geschichte zeigt, dass sie bereit war, jeden Preis zu zahlen, um sich Gehör zu verschaffen. Trotz der Vielzahl an Namen und Figuren, die möglicherweise weniger bekannt sind, war es nicht schwierig, der Handlung zu folgen. Casati verwebt geschickt die verschiedenen Elemente und schafft eine mitreißende Erzählung, die einen von Anfang bis Ende fesselt. • Was mich persönlich besonders ansprach, war Klytämnestras Stärke und Unabhängigkeit. Sie ließ sich von keinem Mann unterdrücken und kämpfte für das, was sie für richtig hielt. In einer Welt voller Mythen und Machtstrukturen war sie eine herausragende und inspirierende Figur. • „Klytämnestra“ ist eine Geschichte, die einen in die Tiefen der griechischen Mythologie entführt und gleichzeitig die unbekannte, aber unglaublich starke Figur von Klytämnestra zum Leben erweckt. Ein Muss für alle, die starke Frauenfiguren und fesselnde mythologische Erzählungen lieben. • Danke an das @team.bloggerportal für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Klytemnästra ist ein Buch außerhalb meiner Comfortzone, meines Comfortgenre und doch genau das, was ich gebraucht habe. Wahnsinnig feministisch und gedankenanregend bekommen wir das Leben der rachsüchtigen Königin, untreuen Ehefrau und Ehemann Mörderischen Klytemnästra erzählt. Aus ihrer eigenen Sicht und ungeschönt bewahrheitet. Man erfährt was die junge Frau alles erleiden muss, sowohl körperlich, emotional und psychisch um zu der zu werden die im Mythos als bösartige Frau zu gelten. Allerdings ist dieses Buch das perfekte Beispiel dafür, dass Geschichte und vor allem Frauen in der Geschichte nicht nur schwarz oder weiß, gut oder böse sind, sondern Taten und Geschehnisse Menschen zu dem machen was sie sind. Klytemnästra ist eine starke, selbstbewusste, ungebrochene Frau die durch Ereignisse und Machtgier von Männern viel zu viel durchmachen musste. Jeden einzelnen gedanken den sie fasst hat mich zum nachdenken gebracht und dafür sorgt, dass man sie besset versteht und mit ihr mitfühlt. Klytemnästra ist ein Buch voller Schmerz, Kraft und Feminismus. Spannend und gut erzählt bekommt man ihren Leidensweg und ihre Beweggründe geschildert. Ich kann euch diesed Buch echt nur ans Herz legen. Es bringt einen sehr zum nachdenken und gibt einen ganz anderen Ausblick auf eine Frau, die in der von Männerngeschriebenen Geschichte als rachesüchtige und grausamr Frau dargestellt wird. In unseren Zeiten eine wahnsinnig wichtige Lektüre. Unerwarteted Jahreshighlight 5+/5 *
Momentan ist das Angebot an feministischen Retellings griechischer Mythologie ziemlich umfassend. Der Markt wird schier überschwemmt und es ist schwierig, die guten Geschichten herauszupicken. Mit ‚Klytämnestra‘ von Costanza Casati, übersetzt von Sibylle Schmidt, hatte ich Glück und eine jener Geschichten erwischt, die mir gefallen haben – selbst wenn es für mich nicht perfekt war. Casatis Schreibstil hatte einen unglaublichen Sog, der mich total in die Story gezogen hat. Ich konnte mich schwer von den Seiten lösen. Sparta und Mykene erwachten vor meinem inneren Auge zum Leben, bei einer bildhaften Beschreibung eines Tanzes ist mir besonders aufgefallen, wie gut und detailliert Casati beschreiben kann. Die Liebe Klytämnestras zu ihren Geschwistern ist spürbar, die indifferenten Gefühle ihrer Eltern gegenüber ebenso. Alle Figuren sind vielschichtig dargestellt, selbst die Bösen der Geschichte sind nicht nur böse und gewalttätig. Und selbst die vermeintlich Guten sind nicht gefeit vor Fehlern und unentschuldbaren Taten. Und doch hätte ich mehr gewollt. Mehr Wut, mehr Feminismus. Was Klytämnestra erleiden muss, ist unfassbar. Ihr Ehegatte wird ermordet, ihr Sohn ebenfalls. Dann wird sie mit einem grausamen Mann verheiratet, der sich zum Ziel gesetzt hat, sie zu brechen. Ihre Tochter wird bekanntermaßen geopfert, um von den Göttern günstige Winde nach Troja zu erbitten – um Klytämnestras Schwester Helena aus den Fängen von Paris zu befreien, der sie aus einer unglücklichen Ehe „entführt“ hat. Viele dieser grausamen Szenen passieren mehr oder weniger im Off. Doch Casati lässt Klytämnestra ihre Wut nicht ausleben, vielmehr gibt es nach diesen tragischen Ereignissen Zeitsprünge, die die Trauer ausblenden, den unbändigen Zorn. Zwar wird Rache am besten kalt serviert, aber zehn Jahre schwelende Vergeltungspläne waren mir dann einfach zu zeitverzögert. Meine Kenntnisse über die griechischen Sagen sind eher rudimentär, darum kann ich nicht beurteilen, wie getreu Casati erzählt hat. Doch das Ergebnis hat mich total gut unterhalten. Wer aber auf der Suche nach Female Rage ist, wird von ‚Klytämnestra‘ eher enttäuscht werden. Hier wird die Rache sehr kalt serviert und verliert dadurch an Dringlich- und Glaubwürdigkeit. Nichtsdestotrotz ist die Geschichte nicht nur wegen Casatis Schreibstils lesenswert. Auch die Figuren sind so lebensnah und vielschichtig beschrieben, dass ich mich kaum von den Seiten lösen konnte.

Für Fans der griechischen Mythologie
Wie viel kann eine Frau ertragen? 𝘒𝘭𝘺𝘵ä𝘮𝘯𝘦𝘴𝘵𝘳𝘢: 𝘔𝘶𝘵𝘵𝘦𝘳, 𝘔𝘰𝘯𝘢𝘳𝘤𝘩𝘪𝘯, 𝘔ö𝘳𝘥𝘦𝘳𝘪𝘯, Ü𝘣𝘦𝘳𝘭𝘦𝘣𝘦𝘯𝘥𝘦 Ich liebe die griechische Mythologie, das ist kein Geheimnis. Und auch dieses Werk konnte mich wieder abholen. Es klingt komisch, aber ich fühlte mich tröstlich Zuhause in dieser Geschichte, in diesem Buch. Ein Teil der Geschichte um Klytämnestra war mir bekannt, aber ich hatte sie noch nicht aus ihrer Sicht gelesen. Uns Leser wird die Geschichte von Klytämnestras Kindheit an einfühlsam und sehr anschaulich erzählt. Wir verharren viel in Klytämnestras Gedanken und in Dialogen. Wer eine rasante Story erwartet, in der es Schlag auf Schlag geht, ist mit diesem Buch nicht gut bedient. Es lebt von einer sehr bildlichen und detailgetreuen Erzählung von Land, Speisen und Leuten. Man taucht in die Geschichte ein und ist in ihr gefangen. Wunderbar gezeichnete Charaktere, die man fühlt und die mir unheimlich nahe gekommen sind. Ich war geschockt und verärgert, was Klytämnestra angetan wird und den Tränen nahe wie sie immer gestärkt, aber auch ein Stück gebrochen aus diesen Erfahrungen hervor geht. Klytämnestras Leben zeigt, wie einseitig Geschichte, oder in diesem Fall Mythe, weitergetragen wird. Wer ist das wahre Böse, und wer ist es nicht?! Findet es doch am besten selbst heraus, indem ihr diese tolle und berührende Geschichte lest!

In dem Roman taucht man tief in die Welt der griechischen Mythologie ab. Protagonistin ist Klytämnestra. Wer mit dem Namen nichts anfangen kann: Sie ist die Schwester von Helena, Ehefrau von Agamemnon, Mutter von Elektra. Der Schreibstil ist lebendig, flüssig, packend! Die Autorin beschreibt Orte, Situationen, Personen mit so einer Tiefe, dass man nicht anders kann als ein genaues Bild davon im Kopf zu haben. Man liest von der Kindheit der Protagonistin und begleitet sie bis in ihr Erwachsenenleben. Dabei wird sie zu einer starken Frau erzogen, die mit viel Trauer und Wut konfrontiert wird, hervorgerufen durch ungerechte Situationen aufgrund patriarchaler Strukturen. Das Buch hat viele Seiten, klar wenn man ihr ganzes Leben mitverfolgen kann, dadurch entstehen auch ab und zu Längen. Teilweise liest man nicht aktiv von Dingen, sie werden nur im Nachhinein kurz erwähnt. Auch die Phasen in denen Klytämnestra trauert und ihre Wut aufbaut, werden nicht direkt beschrieben, sondern übersprungen. Teils vergehen zehn Jahre, von denen man nur im Nachhinein knapp erfährt. Dadurch hat man in diesem Buch nur sehr ruhige Wut. Ja, Klytämnestra ist sauer und handelt auch (teilweise) danach, jedoch sehr bedacht und langsam. Hier hätte ich mir etwas aktivere Wut gewünscht. Was mir noch sehr gefallen hat, ist das Personenverzeichnis am Ende vom Buch, denn sonst wäre ich oft verwirrt gewesen. Es sind viiiele Namen. Ebenso gibt es eine Karte, wodurch nochmal klarer wird wo die Schauplätze sind. Fazit: Obwohl es manchmal Längen gab und mir ein bisschen was gefehlt hat, würde ich das Buch auf jeden Fall empfehlen, wenn man eine fesselnde Neuerzählung der griechischen Mythologie (inklusive allen Ungerechtigkeiten und der Gewalt) aus Sicht einer Frau sucht.

Spannende Geschichte einer unbekannteren Figur der griechischen Geschichte für alle Leser*innen von "Ich bin Circe"
Jeder kennt Prinzessin Helena, für die der Krieg um Troja begonnen wurde, doch ihre Schwester Klytemnästra, ihre starke, kampflustige Schwester ist nicht ganz so bekannt, dabei ist ihre Geschichte umso erzählenswerter. Gedemütigt von ihrem zweiten Ehemann, an den sie unter Zwang verheiratet, rächt sie sich und geht ihren eigenen Weg. "Klytemnästra" hat keine mythologischen Elemente wie "Ich bin Circe", dafür ist die Geschichte aber umso spannender, denn es geht um Leben und Tod. Große Leseempfehlung! Verena von @team.bloggerportal
4,5* Ein packender und herzzerreißender Roman über Liebe, Verrat und Rache. Die Handlung Klytemnästra ist die Tochter des Königs von Sparta, Schwester der schönen Helena und Ehefrau von Agamenon. Ihr wird vorgeworfen, eine skrupellose Mörderin zu sein, doch die wahre Geschichte sieht ganz anders aus. Meine Meinung Was für ein unglaublich guter Debütroman der Autorin. Klytemnästras Geschichte wurde so spannend, emotional und temporeich erzählt, dass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen wollte. Klytemnästra ist eine starke Protagonistin, die von Rache getrieben wird. All ihre Gefühle und Beweggründe sind nachvollziehbar und man fiebert richtig mit ihr mit. So sehr ich mit Klytemnästra mitfühlen konnte, so sehr habe ich Agamenon verabscheut. Dieser Mann ist so skrupellos und es bricht einen das Herz, was er Klytemästra antut. Der Roman wird mir definitiv in Erinnerung bleiben. Ich kann euch das Buch besonders ans Herz legen, wenn ihr gerne Romane über griechische Mythologie lest. Bei Klytemnästra gibt es einige Überschneidungen zu der Handlung in „Das Lied des Achill“ und es war interessant, diese Handlungsstränge aus einer anderen Perspektive zu lesen.
In "Klytämestra" entführt uns Constanza Casati in die Welt der antiken griechischen Mythen und fokussiert sich dabei auf eine der faszinierendsten, aber oft vernachlässigten Figuren: Klytämnestra, die Tochter des Königs von Sparta. Als ihr Ehemann Agamemnon ihre Tochter den Göttern opfert, um günstige Winde zu erhalten, beginnt Klytämnestra, gegen ihn zu intrigieren – ein Rachefeldzug, der sich als zentrales Thema durch das Buch zieht. Klytämnestra als Heldin ist eine ungewöhnliche Wahl. Von ihrer Schwester Helena und den trojanischen Kriegen hat man natürlich schon viel gehört und gelesen, aber ich kannte Klytämnestras tragische und von Leid durchzogene Lebensgeschichte bisher nicht. So war ich gespannt auf diese Geschichte einer Frau aus der griechischen Mythologie. Es erinnert an "Circe" von Madeline Miller, das mich zurück zu den griechischen Mythen brachte. Feministische Neuerzählungen, welche Frauenfiguren in den Mittelpunkt stellen, sind ja gerade absolut im Trend. Im Vergleich zu "Circe" ist Casatis Schreibstil allerdings weniger poetisch und melodisch. Er wirkt schlichter und erzählender, manchmal fast sprunghaft, wenn sie von einer Szene zur nächsten hüpft. Dieses Stilmittel lässt die Geschichte zwar zügig voranschreiten, doch hätte ich mir stellenweise mehr Tiefe und Verweilen in bestimmten Szenen gewünscht. Für mich gab es zu wenige Einblick in die menschliche Natur, das allgemeine Leben der Frauen in Sparta und dem griechischen Leben. Ein Punkt, der mir weniger gefiel, war das übermäßige Name-Dropping. Auch wenn Klytämnestra im Mittelpunkt bleibt, merkt man, dass die Autorin das Fachgebiet studiert hat. Für die Story wäre es vielleicht besser gewesen, weniger wichtige Randfiguren und ihre Verbindungen untereinander wegzulassen. Eine schöne Landkarte ist vorhanden, aber leider sind nicht alle erwähnten Orte darauf zu finden. Der Stammbaum ist zwar hilfreich, spoilert jedoch gleichzeitig, falls man Klytämnestras Geschichte nicht bereits kennt. Die Geschichte wird chronologisch erzählt, was ich als angenehm empfand. Allerdings konnte ich den Figuren nicht so nahe kommen, da die Erzählweise oft distanziert wirkt – im Stile alter Sagenerzählungen, was für mich nicht immer passend war. Trotzdem gab es einige schön geschriebene Stellen, die ich mir markiert habe. Klytämnestras Leidensgeschichte ist besonders bewegend: Wie viel Leid kann ein Mensch ertragen? Hauptthemen des Buches sind Familie, Rache und Gerechtigkeit. Klytämnestra selbst ist wahnsinnig vielschichtig und eine komplexe Figur. Ich habe viel über ihre Geschichte gelernt, die es wert ist, erzählt zu werden. In vielen Erzählungen wird sie als grausame und rachsüchtige Frau dargestellt. Casati schafft es jedoch, dass man eine große Sympathie für sie empfindet und die meisten ihrer Handlungen durchaus nachvollziehen kann. Es gibt eben oft zwei Seiten einer Medaille, und die Welt ist nicht nur schwarz und weiß. Alles in allem ist "Klytämestra" von Constanza Casati eine lohnenswerte Lektüre für alle, die sich für griechische Mythologie und starke Frauenfiguren interessieren. Trotz einiger stilistischer Schwächen bietet das Buch eine tiefgehende und menschliche Perspektive auf eine der faszinierendsten Figuren der antiken Literatur. Vielen Dank an den Goldmann Verlag für das Rezensionsexemplar
Sehr nüchtern geschriebene Story über eine sehr interessante Frau in der griechischen Mythologie. Im Gegensatz zu d en anderen Büchern, die ich bereits in diesem Genre las, waren hier die Götter auffallend abwesend. Ebenso die Nähe zu den Charakteren und die Emotionen, leider. Ob richtig schlimme oder richtig gute Sachen passiert sind - es war mir gleichermaßen egal. Schade.
Eine Geschichte über eine Frau, die viel aushalten musste, viel verlor und doch alles mit eisernem Willen durchsetzte und überlebte. Jedoch getrieben durch Hass & Rachsucht. Ein wirklich eindrückliches Buch & eine spannende Abwechslung die Geschichte aus dem Blickwinkel einer Frau erzählt zu bekommen, die mittendrin war.
Es war von Anfang an nicht mein Buch. Spannende Grundidee und sicherlich ist Klytämnestra eine Frauenfigur der griechischen Mythologie, die ihren eigenen Roman verdient hat, aber leider ist mir eine Figur selterän dermaßen fern geblieben, wie Klytämnestra hier in diesem Buch. Ausführliche Rezi folgt
In einem bewährten und vertrauten Buddy-Read mit Bücherfreundin habe ich mit „Klytämnestra“ von Costanza Casati einen weiteren Roman zu Gschichten der griechischen Mythologie gelesen. Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut, da ich die Idee grandios fand, Klytämnestra einen Roman zu widmen, ihr eine eigene Stimme zu geben. Klytämnestra ist als Ehefrau von Agamemnon eine wichtige Figur der Troja-Geschichte, kommt dabei aber in der Regel nicht gut weg und wird oft sehr unsympathisch dargestellt. Auch in diesem Roman wird sie als stolz und machthungrig charakterisiert, aber sie liebt und hasst auch leidenschaftlich, nur dass sie mir das nicht wirklich sympathischer macht. Ihr Handeln, ihre Beweggründe, ihre Gefühle sind klar gezeichnet von der Autorin und ich kann durchaus verstehen, warum sie so handelt und fühlt, aber ich fühle sie nicht, ich fühle nicht mit ihr, leide nicht mit ihr. Was schade ist, denn In anderen Büchern, wo sie eher eine Nebenrolle spielt fand ich sie deutlich spannender und faszinierender. Sie hat zu wenig Konturen, um sich an ihr zu reiben zu wenig Charisma, um sie zu mögen. Letztendlich war sie mir einfach nur egal und das ist eine schlimmeres Urteil zu einer Hauptfigur, als wenn mir eine Hauptfigur unsympathisch ist. Leider bin ich nicht nur über die Darstellung von Klytämnestra enttäuscht, sondern vom kompletten Buch. Es ist so hübsch aufgemacht, so ein Schmuckstück im Regal, so eine gute Idee, aber meine Schwierigkeiten mit dem Buch haben sich schon im zweiten Leserunden-Abschnitt eingestellt. Ich könnte es auf den Arbeitsstress schieben, der zu dieser Zeit hoch war, aber es war einfach nicht mein Buch. Ich habe das Buch als langweilig und emotionslos erzählt empfunden. Das betrifft nicht nur meine Schwierigkeiten mit Klytämnestra sondern im Prinzip alles. Mich konnte Todesfälle oder Morde nicht berühren, ich rege mich nicht auf, kann noch nicht mal Agamemnon so leidenschaftlich hassen, wie er es verdient hätte. Mir fehlten Figuren (Götter und Göttinnen?), an denen ich mich reiben konnte, die mich faszinieren. Gegen Ende habe ich nur noch quergelesen, weil ich das „Drama“ einfach nur beenden wollte und dann kam auch noch ein Ende, das ich so nicht gut fand. Das war mir zu sehr „Friede-Freude-Eierkuchen“ wenn man das bei der Geschichte überhaupt sagen kann. Vor allem hat sich die Autorin hier nicht an das Ende von Klytämnestra aus der Troja-Geschichte gehalten sondern hat „zu früh“ ihren Roman beendet. Da s ist grundsätzlich erstmal kein großer negativer Kritikpunkt, aber ich hätte mir hierzu wirklich ein erklärendes und gutes Nachwort der Autorin gewünscht. Doch auch das haben wir hier nicht bekommen. Leider für mich ein Flop, auch wenn das Buch erstmal nicht aus dem Bücherregal ausziehen wird, noch ist Platz und es war zu teuer und ist zu hübsch, um es jetzt schon in einen öffentlichen Bücherschrank zu stellen. Es bleibt nur zu hoffen, dass der nächste Roman zu einer Geschichte/ Figur der griechischen Mythologie wieder besser wird.
🥹3/5 💕2/5 🌶️0/5
Wenn ihr griechische Mythologie und female rage mögt, dann ist dieses Buch definitiv etwas für euch. Wir begleiten Klytämnestra durch ihr Leben, was nur aus Leid und Trauer zu bestehen scheint. Aber sie gibt nie auf, weil sie sich verzweifelt an ihre Rache klammert. Dieses Buch ist auf grausame Art ehrlich, was bei dieser Nacherzählung aber auch nötig war. Man fragt sich während dem Lesen immer wieder: Wie viel kann ein Mensch eigentlich ertragen? Der Schreibstil war sehr schön und bildhaft, was manche Szenen nur umso brutaler machte. Jedoch hat mich die Erzählung aus der 3. Person ein bisschen gestört. Die feministische Perspektive auf die Ereignisse im Buch ist wunderschön eingearbeitet und gibt einem die Hoffnung, dass Klytämnestra doch ein gutes Ende nimmt. *unbezahlte Werbung/Rezensionsexemplar
4.5/5✨ Truly extraordinary! I loved how Clytemnestra is a strong woman but not only in terms of mind and manner but also physically, and seeing how having grown up as a fighter influenced her mind and way to rule was highly interesting. Also I found the agnostic trait of Clytemnestra and Tyndareus extremely fascinating, it's not a common trope and was very well done!
































