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Utopia Avenue

4.1(48)
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English
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About the book

NEW YORK TIMES BESTSELLER - The long-awaited new novel from the bestselling, prize-winning author of Cloud Atlas and The Bone Clocks.

New York Times Book Review Editors' Choice - "Mitchell's rich imaginative stews bubble with history and drama, and this time the flavor is a blend of Carnaby Street and Chateau Marmont."--The Washington Post

"A sheer pleasure to read . . . Mitchell's prose is suppler and richer than ever . . . Making your way through this novel feels like riding a high-end convertible down Hollywood Boulevard."--Slate

NAMED ONE OF THE BEST BOOKS OF THE YEAR BY The Washington Post - NPR - USA Today - The Guardian - The Independent - Kirkus Reviews - Men's Health - PopMatters

Utopia Avenue is the strangest British band you've never heard of. Emerging from London's psychedelic scene in 1967, and fronted by folk singer Elf Holloway, blues bassist Dean Moss and guitar virtuoso Jasper de Zoet, Utopia Avenue embarked on a meteoric journey from the seedy clubs of Soho, a TV debut on Top of the Pops, the cusp of chart success, glory in Amsterdam, prison in Rome, and a fateful American sojourn in the Chelsea Hotel, Laurel Canyon, and San Francisco during the autumn of '68.

David Mitchell's kaleidoscopic novel tells the unexpurgated story of Utopia Avenue's turbulent life and times; of fame's Faustian pact and stardom's wobbly ladder; of the families we choose and the ones we don't; of voices in the head, and the truths and lies they whisper; of music, madness, and idealism. Can we really change the world, or does the world change us?

Editions (5)

ISBN9780812987218
PublisherRandom House Publishing Group
Publication Date05/04/21
Pages592

Reviews & Ratings

48 ratings

12 reviews

4.1

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  • flo
    flo

    45 Followers

    4.5

    Sehr unterhaltsame Biographie der fiktiven Band „Utopia Avenue“; dabei viel Zeit- und Musikgeschichte der 60er Jahre.

    May 14, 2026

  • lesekosmos
    lesekosmos

    51 Followers

    4.0

    Unterhaltsam, aber nicht der beste Mitchell

    Was sagen Ihnen die folgenden Namen? Frank Zappa, Jackson Browne, Grateful Dead, Jefferson Airplane, Herman’s Hermits. Stirnrunzeln? Zu schwierig? Machen wir es einfacher. Leonard Cohen, Janis Joplin. Es schwant etwas? Ok, nun ist es eigentlich kein Rätsel mehr: John Lennon, Mick Jagger, Jimi Hendrix, Bob Dylan. In der Tat handelt es sich durchgehend um Bands oder Musiker, die solo oder in Musikgruppen in den späten Sechzigern, den Siebzigern oder sogar noch lange danach die weltweite Musikszene bestimmten. Kurzzeitig oder als Evergreens, wobei ein einzelner Herr in dieser Reihe mit den verbliebenen anderen rollenden Steinen bis zu einem Durchschnittsalter von circa 80 Jahren regelmäßig auf Welttournee ging. Doch das ist eine andere Geschichte. Nach seinen diversen literarischen Welterfolgen hat sich David Mitchell in ein ganz anderes, unerwartetes Metier gewagt. Eben in diese Musikszene der „Wild Sixties“, der wilden Sechziger. Der Plot: Ein talentierter und ehrgeiziger Produzent stellt in England – wo sonst – eine Band zusammen. Natürlich zieht man zu Beginn erfolglos über die Dörfer, aber wird schließlich – wie könnte es anders sein – zu Weltstars. Im Laufe des Karriere-Weges trifft man so ganz nebenbei alle oben angeführten Legenden der damaligen Musikwelt. „Cool“, denkt der Leser und spürt den Promi-Schauer den Rücken runterlaufen. Ach ja, ist ja nur eine Geschichte. Die Band gab es nie, sie ist rein fiktiv. Aber die anderen ja schon. Also wenigstens ein bisschen Gänsehaut darf dann doch sein. Aber es wäre nicht ein Werk von David Mitchell, wenn es nicht doch die typischen Fantasie-Exzesse abseits des Haupt-Erzählstranges gäbe. Jeder Protagonist der vierköpfigen Band erhält von Mitchell seinen ganz eigenen Charakter und seine ganz persönliche Story. Da ist Dean, der Junge aus sozial schwachem Umfeld mit dem gewalttätigen Vater. Dean, der Frauenheld und der Angeklagte in einem Vaterschaftsprozess. Aber auch Dean, der begnadete Bassist, Komponist und Texter. Dean, der neben dem schon allseits selbstverständlichen Koks auch LSD-Versuchen nicht abgeneigt ist. Jasper, der magische Gitarrist, der aber mit seiner Schizophrenie zu kämpfen hat. Jasper, der versucht, mittels Horologie und psychochirurgischer Seelentransplantation (was immer das ist), aus seinem Teufelskreis herauszukommen. An dieser Stelle erlaubt sich Mitchell ein wenig Story-Recycling. Jasper ist Niederländer und heißt mit Nachnamen De Zoet (gesprochen „de Zuut“). Klingelt was? In der Tat kommt sein Großvater bei der Analyse der Timeline aller Vorfahren kurzzeitig vor. Mitchells Buch aus dem Jahre 2014 „Die tausend Herbste des Jacob de Zoet“ lässt grüßen. Da ist Elf, nicht nur die Quotenfrau der Band, sondern weibliches Rückgrat der Gruppe, aber auch der Familie, die unter dem plötzlichen Kindstod bei Elfs Schwester leidet. Irgendwann entdeckt sie im Verlauf auch noch ein eigenes unterdrücktes Geheimnis. Am blassesten kommt Griff, der Schlagzeuger, weg, wie so viele Schlagzeuger der Welt (vielleicht abgesehen von Charlie Watts). Seine Persönlichkeit beschränkt sich auf den Tod des Bruders und ein paar Frauengeschichten. Und Schlagzeugspielen. Die vier entwickeln sich gemeinsam weiter, werden musikalisch besser, touren durch England und die USA, geben Konzerte, schuften Tag und Nacht in Studios und lassen auch keine Party aus. Alles in allem also alles genauso, wie man sich ein Bandleben in den späten Sechzigern so vorstellt. Ist das Buch von David Mitchell deshalb eine stereotype Flachpass- Geschichte? Eigentlich eher nein. Denn es drängt sich der Eindruck auf, dass David Mitchell genau das wollte. In diesem Autor schlummerte ganz offensichtlich über all die Jahre genau dieses Werk, denn seine Begeisterung für den Zeitgeist der Sechziger und Siebziger mit der Hippie-Flower-Power-Anti-Vietnam-Bewegung, sein Detailwissen zu den historischen Ereignissen, weltpolitisch wie in den Straßen von San Francisco, und seine Faszination und seine Kompetenz für die Musik der damaligen Zeit sind unverkennbar. Da hat sich einer seine Leidenschaft von der Seele geschrieben. Man sieht förmlich seine strahlenden Augen und das ist manchmal ein wenig ansteckend. Literarisch ist „Utopia Avenue“ allerdings nicht Mitchells bestes Werk und zum Beispiel mit „Wolkenatlas“ nicht vergleichbar. Stellenweise hat man fast das Gefühl, er hat bestimmte Passagen einem Ghostwriter oder aufstrebenden Jungautor übergeben. Geradezu plump wirkt sein(?) Stil, wenn er krampfhaft versucht, längere Dialoge aufzulockern. Ein Beispiel: „Würde das nicht alles ändern?“ Ein Müllwagen rumpelt vorbei. „Dein Leben wartet, Jasper!“ Der Auflockerungs-Müllwagen taucht immer mal wieder auf. Ebenso der zwitschernde Vogel oder das schreiende Kind auf der Straße vor dem Haus. Zwanghafte Bildeinschübe in einem einzigen Satz, die man in dieser Form nicht mal mehr in den Volkshochschulkursen für kreatives Schreiben in Wanne-Eickel oder Bad Ischl durchgehen lassen würde. Dennoch ist David Mitchell in Summe ein durchaus unterhaltsames Buch gelungen. Die einleitend abgefragten Grundkenntnisse sind hilfreich, aber keine Conditio sine qua non.

    Apr 5, 2026

  • fred.k
    fred.k

    106 Followers

    4.0

    Popkultur at its best.

    Wer David Mitchell schon gelesen hat, hat natürlich eine grobe Ahnung, was einem in seinen Romanen erwartet. Umso gespannter war ich, wie die Geschichte über eine Rockband in den 1960er Jahren in seinen üblichen Stil passt. Wir begleiten vier junge, begnadete Musiker*Innen auf dem Selbstfindungsweg, sowohl musikalisch als auch im Leben im Allgemeinen. Quasi zusammengewürfelt gründen sie die Band "Utopia Avenue" - ein Name, der mir direkt zugesagt hat. Vordergründig beschreibt der Roman, genau wie beim Klappentext angekündigt, den Weg dieser jungen Band zum Erfolg, der - wie sollte es auch anders sein - keineswegs geradlinig verläuft und die typischen Probleme einer rasanten Karriere mit sich bringt. Die Geschichte wird abwechselnd aus Sicht der einzelnen Bandmitglieder geschildert und beschreibt (nach meinem Laienverständnis) sehr interessant den kreativen Prozess hinter den Liedern der Band. Das ist der eine Teil, in dem (Rock-) Musikliebhaber auf ihre Kosten kommen. Der zweite ist die mühelose Verflechtung Mitchells zwischen Realität und Fiktion, die sich in diesem Roman durch haufenweise Gastauftritte berühmter Musik und Showbizlegenden der späten sechziger Jahre ausdrückt. Ich habe es sehr genossen, viele der Musiker, die ich sehr gerne höre, in der Geschichte auftauchen zu sehen. Durch diese Cameos bekommt man außerdem das Gefühl, kein fiktives Werk zu lesen, sondern eine Nacherzählung von Tatsachen. Fasst vergisst man, dass Utopia Avenue nie existiert hat. Ich war mehr als einmal traurig, dass ich mir die LPs der Band nie wirklich anhören kann, denn ich wäre sehr neugierig auf den Sound der Band. Die vier (eigentlich drei) Perspektiven dieses Buches aus der Sicht der verschiedenen Bandmitglieder haben mir insgesamt gut gefallen, wenngleich sie auch von wechselnder Qualität waren und mitunter etwas wie Füllmaterial wirkten. Der für mich mit Abstand stärkste Storyplot ist der des Gitarristen Jasper de Zoet. In diesem lässt Mitchell seine zweite große Stärke, die tadellose Verflechtung der Realität mit dem Übersinnlichen, ausleben. Dem geneigten Mitchell-Leser wird bei der Erwähnung des Namens "de Zoet" ein Licht aufgehen und damit kommen wir zu der zweiten "Handlungsebene" des Romans, der Verknüpfung sämtlicher von Mitchells Geschichten in einer Art Buchuniversum. Diese tritt in diesem Buch verhältnismäßig spät auf, hält aber das eine oder andere sehr schöne Easteregg bereit. Das gibt dem Buch eine tiefere Bedeutung. Nichtsdestotrotz wirkt die Geschichte trotz ihrer über 750 Seiten an einigen Stellen seltsam sprunghaft, da stets nur Episoden aus der Bandgeschichte erzählt werden und es insgesamt vier Perspektiven zu füllen gibt. Längen hatte das Buch für mich persönlich keine. Dafür stimme ich mit dem (etwas vorhersehbaren) Ende nicht überein und es hinterlässt bei mir einen leicht faden Beigeschmack. Trotzdem eine dicke Empfehlung für jeden, der entweder die 1960er und deren Musik liebt oder einfach gerne David Mitchell liest.

    Jul 2, 2025

3 of 12 reviews

SocialReads

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milynya
milynyaApr 6, 2026

Don't you hate it, wenn die männlichen Bandkollegen dich dauernd unterbrechen und glauben, wenn du dann sauer wirst, dass du deine Tage hast... Mein Mitgefühl, Elf.

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