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🌟🌟🌟🌟🌟 Ein junger Mann mit zarter Stärke kämpft sich durch die Schatten Glasgows! Sehr lesenswert!
„Mungos Fähigkeit zu lieben frustrierte sie. Seine Liebe war keine Selbstlosigkeit; er konnte einfach nicht anders. Mo-Maw brauchte so wenig, und er produzierte so viel, dass es reine Verschwendung war. Seine Liebe hatte keiner gesät, und sie blühte an einer Rebe, die keiner hegte. Sie hätte vor Jahren verkümmern müssen, wie bei Jodie, wie bei Hamish. Und doch hatte Mungo all diese Liebe zu geben, die bei ihm herumlag wie überreifes Obst, das keiner einsammelte.“ ~ Zitat Seite 300 ~ Oh Mungo, wie gerne würde ich Dich in den Arm nehmen und Dir leise ins Ohr flüstern, dass alles gut wird! Ich wusste, dieses Buch wird hart, denn wie schon der kleine Shuggie in Stuarts preisgekröntem Debut Roman „Shuggie Bain“ eine schreckliche Kindheit erfahren musste, erlebt „Young Mungo“ eine Jugend, die man keinem jungen Menschen wünschen möchte. Es ist eine Jugend im Arbeitermilieu Glasgows Anfang der 90er Jahre, die einfach nur rau, perspektivlos und von Gewalt durchzogen ist. In dieser Welt gilt Härte als Überlebensstrategie und mittendrin befindet sich der sensible und eher stille Mungo Hamilton. Zwischen einer alkoholkranken Mutter, einem gewalttätigen Bruder und den starren konfessionellen Fronten zwischen Protestanten und Katholiken sucht Mungo nach einem Ort, an dem er einfach er selbst sein darf. Und ja, dieses Buch scheint auf den ersten Blick sehr düster und aussichtslos. Trotzdem lohnt es sich so sehr, dieses Buch zu lesen! Denn entgegen allem Elend ist es auch eine Geschichte voller Zärtlichkeit, Sehnsucht und leiser Hoffnung. Und man spürt diese kleinen wunderbaren Momente so oft im Buch! Stuarts Sprache ist außerdem mal wieder brillant. Sie ist schonungslos, wenn es um Armut, Vernachlässigung und Brutalität geht, und gleichzeitig voller Empathie für alle Protagonisten. Ich hatte irgendwie das Gefühl, über dem gesamten Roman liegt eine große sich ausbreitende Wärme, die einen durch das Buch begleitet. „Young Mungo“ ist für mich definitiv mehr als eine tragische Coming-of-Age-Geschichte. Es ist ein Roman über Identität, über die Kraft erster Liebe und über den Mut, in einer feindlichen Umgebung zu sich selbst zu stehen. Absolute Leseempfehlung! 💙🏴🌟🌟🌟🌟🌟🏴💙
Feb 28, 2026
🌟🌟🌟🌟🌟 Ein junger Mann mit zarter Stärke kämpft sich durch die Schatten Glasgows! Sehr lesenswert!
„Mungos Fähigkeit zu lieben frustrierte sie. Seine Liebe war keine Selbstlosigkeit; er konnte einfach nicht anders. Mo-Maw brauchte so wenig, und er produzierte so viel, dass es reine Verschwendung war. Seine Liebe hatte keiner gesät, und sie blühte an einer Rebe, die keiner hegte. Sie hätte vor Jahren verkümmern müssen, wie bei Jodie, wie bei Hamish. Und doch hatte Mungo all diese Liebe zu geben, die bei ihm herumlag wie überreifes Obst, das keiner einsammelte.“ ~ Zitat Seite 300 ~ Oh Mungo, wie gerne würde ich Dich in den Arm nehmen und Dir leise ins Ohr flüstern, dass alles gut wird! Ich wusste, dieses Buch wird hart, denn wie schon der kleine Shuggie in Stuarts preisgekröntem Debut Roman „Shuggie Bain“ eine schreckliche Kindheit erfahren musste, erlebt „Young Mungo“ eine Jugend, die man keinem jungen Menschen wünschen möchte. Es ist eine Jugend im Arbeitermilieu Glasgows Anfang der 90er Jahre, die einfach nur rau, perspektivlos und von Gewalt durchzogen ist. In dieser Welt gilt Härte als Überlebensstrategie und mittendrin befindet sich der sensible und eher stille Mungo Hamilton. Zwischen einer alkoholkranken Mutter, einem gewalttätigen Bruder und den starren konfessionellen Fronten zwischen Protestanten und Katholiken sucht Mungo nach einem Ort, an dem er einfach er selbst sein darf. Und ja, dieses Buch scheint auf den ersten Blick sehr düster und aussichtslos. Trotzdem lohnt es sich so sehr, dieses Buch zu lesen! Denn entgegen allem Elend ist es auch eine Geschichte voller Zärtlichkeit, Sehnsucht und leiser Hoffnung. Und man spürt diese kleinen wunderbaren Momente so oft im Buch! Stuarts Sprache ist außerdem mal wieder brillant. Sie ist schonungslos, wenn es um Armut, Vernachlässigung und Brutalität geht, und gleichzeitig voller Empathie für alle Protagonisten. Ich hatte irgendwie das Gefühl, über dem gesamten Roman liegt eine große sich ausbreitende Wärme, die einen durch das Buch begleitet. „Young Mungo“ ist für mich definitiv mehr als eine tragische Coming-of-Age-Geschichte. Es ist ein Roman über Identität, über die Kraft erster Liebe und über den Mut, in einer feindlichen Umgebung zu sich selbst zu stehen. Absolute Leseempfehlung! 💙🏴🌟🌟🌟🌟🌟🏴💙
Feb 28, 2026







