Durch das große Feuer

Durch das große Feuer

Hardback
4.6294

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Description

Eine unvergessliche Liebesgeschichte und ein mitreißender Pageturner.

„Ein Highlight! Ein sehr bewegendes und eindrucksvolles Buch.“ NDR eat.READ.sleep.

Gewinner des Waterstones Debut Prize for Fiction und des Debut Book of the Year bei den British Book Awards

Für die englischen Eliteschüler Henry Gaunt und Sidney Ellwood ist der Krieg noch sehr weit weg. Nur über die wöchentlichen Meldungen in ihrer Schülerzeitung erfahren sie von den jungen Männern, die im Kampf an der Front ihr Leben lassen, und feiern sie als Helden. Doch Gaunt ist viel mehr beschäftigt mit der heimlichen Anziehung, die er für seinen charmanten Freund Ellwood empfindet, ohne zu ahnen, dass auch dieser Gefühle für ihn hegt. Als sich die beiden schließlich nacheinander bei der britischen Armee melden, holt die Realität sie schnell ein – und verändert das Leben und die Freundschaft der beiden Männer auf unvorhersehbare Weise.

»Wer dieses Buch nicht liest, verpasst was.« Bonnie Garmus , Autorin von Eine Frage der Chemie

»Der Inbegriff eines Pageturners.« Sunday Times

»Eine außergewöhnliche Liebesgeschichte. Wann kamen mir Romanfiguren das letzte Mal so real vor, so liebenswert, so lebendig? Alice Winn haucht vertrauter Geschichte neues Leben ein und führt uns in diesem großartigen Debüt die ganze Bandbreite menschlichen Lebens vor Augen.« Garth Greenwell , Autor von REINHEIT und WAS ZU DIR GEHÖRT

»Durch das große Feuer ist ein großartiges Buch – mitreißend und überwältigend, klug und gefühlvoll, mit Anklängen an Wiedersehen mit Brideshead und Abbitte. Ich liebe es!« Lev Grossman

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Hardback
Pages
496
Price
24.70 €

Author Description

ALICE WINN wuchs in Paris auf und wurde in britischen Internaten erzogen. Sie studierte Englische Literatur an der Oxford University und lebt heute in Brooklyn, wo sie auch Drehbücher schreibt. „Durch das große Feuer“ ist ihr Debütroman und wurde für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert und von Waterstones zum Roman des Jahres gekürt.

Characteristics

4 reviews

Mood

Sad
Funny
Scary
Erotic
Exciting
Romantic
Disturbing
Thoughtful
Informative
Heartwarming
86%
N/A
8%
42%
71%
60%
75%
79%
62%
58%

Protagonist(s)

Likable
Credible
Developing
Multifaceted
64%
78%
87%
80%

Pace

Fast0%
Slow0%
Moderate75%
Variable25%

Writing Style

Simple0%
Complex0%
Moderate100%
Bildhaft (100%)Poetisch (100%)Außergewöhnlich (50%)

Posts

69
All
5

Schonungslos, Gnadenlos - Gräueltaten des 1. Weltkrieges

Der Roman von Alice Winn erzählt die Geschichte der Internatsschüler Henry Gaunt und Sydney Ellwood, die heimlich ineinander verliebt sind. Mit dem Ausbruch des Erster Weltkrieg wird Gaunt gezwungen, sich zum Dienst zu melden. si Der Druck, an die Front zu gehen, wächst – selbst für noch sehr junge Männer. Als Gaunt in den Krieg zieht, rücken die Schrecken des Krieges in den Mittelpunkt. Der Roman schildert eindrücklich die Grausamkeiten an der Front und den Gegensatz zwischen der Realität der Soldaten und der scheinbar unberührten Welt der Zivilbevölkerung. Die zermürbende Stellungskrieg wird klar und schonungslos erzählt. Ellwood folgt Gaunt in den Krieg, wo sie sich verlieren. Die Liebesgeschichte zweier junger Männer die heimlich geführt wird, hat mich sofort abgeholt. Kein Buch für Sonne und Strand! Definitiv zu empfehlen !

5

Es war schonungslos und schrecklich

Dieses Buch war unfassbar. Es hat mich geschockt in jeder erdenklichen Hinsicht. Jeder weiß, dass der Erste Weltkrieg schlimm war. Aber man ist sich dessen nicht bewusst. Zumindest ich war es nicht in diesem Maße. Trotz Geschichts LK habe ich dieses Leid nie so ernst genommen wie das des Zweiten Weltkriegs. Aber dieses Buch hat mich zum weinen gebracht. Richtig weinen. Und nicht weil etwas passiert ist an einer bestimmten Stelle, sondern einfach so. Durch einzelne Sätze und Formulierungen. Durch die Trostlosigkeit und Hoffnungslosigkeit. Durch das Leid und die Nüchternheit, ohne die ein Überleben ausgeschlossen war. Die Stelle die mir am intensivsten im Gedächtnis geblieben ist erlaube ich mir hier einmal zu zitieren. ,,Um neun Uhr verließen sie den Schützengraben. West wurde der Kopf abgeschossen, bevor er zwei Schritte gemacht hatte. Ellwood betrachtete kurz sein Gehirn. Pritchard hatte immer behauptet, er hätte keins, aber da lag es, grau, pochend mit Blutklümpchen durchsetzt." West Tod wird nicht aufgearbeitet. Sie kennen sich seit Jahren und trotzdem ist es nicht anders möglich, als seinen Tod so nüchtern und einfach zu betrachten, ohne Wahnsinnig zu werden. Die vollständige Entmenschlichung der Soldaten ist der einzige Weg zu überleben. Und dass hat mich so zerstört, allein beim lesen. Was mich wirklich sauer gemacht hat waren die Kommentare der Zeitungen und der Autorin auf dem Buch. Winn hat es geschafft einen Teil der Geschichte so nah und schrecklich zu erzählen, wie ich es noch nie zu vor erlebt habe. Und die Kommentare gehen alle samt auf die gut geschrieben ,,Action-Szenen" und die wunderbare Liebesgeschichte ein. Natürlich war es eine Liebesgeschichte die mir wahnsinnig nah gegangen ist, aber meines Erachtens war das nicht die Aussage des Buches und spiegelt es nicht wieder. Es hat die Schrecken des Krieges hervorgehoben und ist nicht in Verbindung zu bringen mit Platten ,,Action-Szenen" Gut vielleicht übertreibe ich auch ein wenig, aber ich hoffe mein Gedanke ist ansatzweise nach vollziehbar. Ich liebe und hasse das Ende gleichzeitig. Ich liebe, dass sie den Charakteren so treu geblieben ist, auch wenn es bedeutet, dass es nicht kitschig oder perfekt sein konnte. Es war echt und real. Und das ist auch der Grund weshalb ich es hasse. Aber jedes andere Ende wäre enttäuschend und falsch gewesen. Nur weil der Krieg aus ist hieß es nicht, dass alles war wie zu vor. Die psychischen Schäden waren perfekt dargestellt. Ich frage mich wirklich wieso ich dieses Buch nicht viel früher gelesen habe und warum ich nur durch Zufall davon erfahren habe. Es verdient so viel mehr Aufmerksamkeit. Ein Buch das es geschafft hat, dass ich nicht richtig schlafen konnte und einen Tag lang Bauchschmerzen hatte, sollte von mehr Menschen gelesen werden. Vielleicht wäre es für meine Psyche besser gewesen, wenn ich den Roman etwas distanzierter gelesen hätte, aber das wäre Verschwendung gewesen.

5

Poetisch und erschreckend zugleich

Das Grauen der Schützengräben im ersten Weltkrieg, 2 junge Männer, die in einander verliebt sind und sich (zuerst) nicht trauen, ihre Liebe zu gestehen. Dieses Buch hat mich sehr berührt und ich werde noch lange daran denken.

5

Ein sehr eindrückliches, intensives Buch, das mir wirklich unter die Haut ging.

"Als ich ein Kind war, nahm meine Mutter mich oft zu Kriegsfriedhöfen mit und weinte dort. Sue las mir Edwardische Kinderbücher vor und hielt manchmal mitten im Satz inne, um mir zu sagen, dass alle Jungen zwangsläufig später in den Schützengräben umkommen würden." Dies ist ein Zitat aus Alice Winns Danksagung am Ende des Buches und es ist mehr als zutreffend. Es ist die Wahrheit. Denn jeder, der an der Front ist, stirbt. Ausnahmslos. Wer zurückkommt ist nicht mehr er selbst. Friedlich kommt das Cover daher, doch in "Das große Feuer" schreibt Alice Winn über die Gräuel und den Horror des ersten Weltkriegs. Über junge Männer, die, kaum der Kindheit entwachsen, in den Krieg geschickt werden. Worum geht's: Wir befinden uns in einem Internat auf dem Lande im England um 1914. Der erste Weltkrieg scheint noch sehr weit weg, obwohl auch die Jungen im Internat kaum noch ein anderes Thema als den bevorstehenden Krieg haben. Henry Gaunt und Sidney Ellwood führen aber auch innerlich schon ihre Kriege mit sich selbst aus. In einer Zeit, in der Homosexualität geächtet wird, ist es nicht leicht seine Gefühle zu offenbaren. Und dann kommt der Krieg ... Dieses Buch ging mir wirklich unter die Haut. Und zwar in vielerlei Hinsicht, denn die Autorin schafft es ganz wunderbar mit Worten umzugehen. Mal schreibt sie intensiv, dann wieder total nüchtern, doch gerade diese Nüchternheit birgt in sich eine ganz eigene Intensität, die mich sehr gepackt hat. So schreibt Winn zum Beispiel über das Töten und Sterben an der Front so vollkommen emotionslos und gerade damit, macht sie klar, dass das im Krieg gar nichts Besonderes ist. Es ist alltäglich. Krieg bedeutet sterben. Krieg bedeutet Verstümmelung. Krieg bedeutet Berge von Leichen. Und genau diese Art darüber zu schreiben macht deutlich was für ein Wahnsinn es ist Krieg zu führen. Auch habe ich mich beim Lesen gefragt, welche Faszination der Krieg auf Jungs und junge Männer ausübt, dass sie so euphorisch darüber sprechen und sich ja quasi jauchzend in den Krieg stürzen? Winn greift diese Faszination auf und zeigt uns die Jungs, die bester Laune an die Front kommen und es kaum erwarten konnten im Krieg mitzumischen. Der Schock und die Ernüchterung nach dem ersten Einsatz war dann um so größer. Die andere Seite dieses Romans ist die Liebesgeschichte zwischen Gaunt und Ellwood. Die sehr zartfühlend erzählt wird und die von Glück und Leid geprägt ist. Das Glück dem schrecklichen Krieg ein paar Momente des Friedens zu stehlen und dem Glück den Namen des Geliebten nicht auf der Gefallenenliste zu lesen. Dem Leid, zu sehen was die Gräuel des Krieges mit der Seele des geliebten Menschen anrichten. Wie sich dieses freundliche, hübsche Gesicht mehr und mehr zu einer verbissenen und wütenden Maske verzerrt. Wie die strahlenden, funkelnden Augen, in denen man sich verlieren konnte, zu dunklen, toten Tümpeln des Schmerzes werden. Ich bin ja nicht der größte Fan von Liebesgeschichten, es sei denn sie geben der Geschichte einen Mehrwert. Und das ist hier tatsächlich der Fall. Für mich hat die Autorin hier alles richtig gemacht. Ein Buch, das sehr eindrücklich und sehr intensiv ist und das ich wirklich bedenkenlos weiterempfehlen kann.

Ein sehr eindrückliches, intensives Buch, das mir wirklich unter die Haut ging.
4

Ein schonungsloser Roman über die Grauen des 1.Weltkrieges, verwoben mit einer queeren Liebesgeschichte. Verlangt dem Leser einiges ab.

Schwere Kost „Durch das große Feuer“ von Alice Winn war ein Buch, dass ich ein paar Mal fast abgebrochen hätte und dann doch wieder nicht zur Seite legen konnte. Es weckte zwiespältige Gefühle in mir, hat mich an mancher Stelle fasziniert an anderer Stelle angeekelt und erschüttert. Die Autorin platziert ihre Geschichte kurz vor Beginn des 1.Weltkrieges. Die Eliteschüler Henry Gaunt und Sidney Ellwood leben zu dieser Zeit im renommierten englischen Internat Preshute. Es ist ein Internat ausschließlich für Jungen und was mich beim Lesen gleich zu Beginn irritiert hat, war, dass hier gefühlt jeder homosexuelle Neigungen hatte und diese , natürlich heimlich, ( man durfte sich halt nicht erwischen lassen) auslebte. Das erschien mir schon reichlich übertrieben und unrealistisch. Auch die Freunde „Gaunt“ und „Elly“ sind verliebt , sind sich gegenseitig aber ihrer Liebe nie ganz sicher. Als sich der etwas ältere Henry Gaunt freiwillig zum Kriegsdienst verpflichtet, obwohl er eigentlich noch zu jung ist, ist Ellwood verzweifelt und will ihm schnellstmöglich nachfolgen. Es war erschütternd zu lesen, mit welchem Enthusiasmus diese jungen Männer damals in den Krieg zogen. Die Schülerzeitung „The Preshutian“ druckt ab Beginn der Kämpfe immer länger werdende sogenannte „Ehrenlisten“ ab , auf denen die Gefallenen gewürdigt werden und feuert den Wunsch der Jungen sich als Helden zu beweisen nach Kräften an. Sydney Ellwood schafft es in das Regiment von Henry Gaunt, der durch die vielen Verluste schon im Rang aufgestiegen ist und nun sein Vorgesetzter wird . Wenn man vom Grauen an der Front liest, darf man nicht zimperlich sein. Die Autorin beschreibt die unzähligen abgerissenen Körperteile und die von Blut durchtränkten Ackerböden nur allzu bildhaft. Sie erzählt auch sehr anschaulich , wie aus den einst fröhlichen jungen Männern seelische Wracks werden. Nach ein paar Monaten, wenn man denn so lange überlebt, gehen fast jedem Soldaten die Nerven durch. Kriegszittern hieß es damals, von posttraumatischen Belastungsstörungen spricht man heute. Sydney und Henry sorgen sich natürlich auch permanent umeinander und bei einer weiteren furchtbaren Schlacht im „Niemandsland „ wird „Gaunt“ dann auch tatsächlich getroffen und kann nicht einmal mehr in die englische Stellung geborgen werden. Für Sydney, der davon ausgeht, dass sein geliebter Freund tot ist, gibt es von da ab keinen Grund mehr den Krieg überleben zu wollen. Ich habe diesen Roman, der das Debüt der Autorin ist , als unfassbar intensiv empfunden. Alice Winn fängt, wie ich finde sehr gut die Stimmungen und Gefühle und das furchtbare Grauen, ja die Sinnlosigkeit des Krieges ein, der letztendlich nur Verlierer hinterlässt. Die Frauen, die die zu Hause gebliebenen Männer mit dem Überreichen einer weißen Feder als Feiglinge bloßstellten, stehen am Ende des Krieges alleine in den Trümmern. Die wenigen Männer, die aus dem Krieg zurückkehren sind schwerst traumatisiert. Die zarte Liebesgeschichte zwischen Henry und Sydney bildet ein starkes Gegengewicht zu der Brutalität an der Front. Es war ein Buch, dass mir einiges abverlangt hat, über dass ich aber sicher noch eine Weile nachdenken werde.

5

Alice Winn hat mit ihrem Buch "Durch das grosse Feuer" eine besondere Erinnerung an den ersten Weltkrieg geschrieben und mich auf sehr intensive Art und Weise in diese Zeit eintauchen lassen.

Alice Winn's Buch hat mich ganz unmittelbar mit hineingenommen in die Schützengräben des ersten Weltkriegs, aber auch mit hinter die Frontlinien, in die Lazarette und Gefangenenlager. Die Szenen, die sie beschreibt, gehen unter die Haut, die Listen, die sie einbindet, machen betroffen, ihre Schilderung führt mich an viele Schreckensorte dieses Krieges und lässt mich den Kopf schütteln über all das "Verheizen" junger Menschen. Doch in diesem Krieg gibt es auch Zeiten der Ruhe und der Liebe, Orte der Hoffnung und der Zuversicht und eine Zugewandtheit unter aller Abgestumpftheit, die für manche Menschen Rettung bringt. Auch das thematisiert Alice Winn in ihrem Buch.

Alice Winn hat mit ihrem Buch "Durch das grosse Feuer" eine besondere Erinnerung an den ersten Weltkrieg geschrieben und mich auf sehr intensive Art und Weise in diese Zeit eintauchen lassen.
5

Highlight. Man wird durch die Freundschaft der Jungen durch die Geschehnisse des Krieges geführt und erlebt ihr Hadern mit sich und der Welt. Der Schreibstil ist für diese Geschichte genau richtig. Herzergreifendes Debüt

5

Lebenslesehighlight!

Alice Winn gelingt mit ihrem Debütroman „Durch das große Feuer“ etwas ganz Besonderes: Sie schafft es, mit Worten meisterhaft umzugehen und eine Geschichte zu erzählen, die wirklich unter die Haut geht. Zu Anfang war ich mir noch unsicher, ob ich dieses Buch abbreche, doch rasch entwickelte es sich zu einem wahren Highlight, das lange im Gedächtnis bleibt. Im Mittelpunkt stehen die beiden jungen Männer Henry Gaunt und Sidney Ellwood, die der besseren Gesellschaft angehören und eine höhere Bildung genießen. Ihre Gespräche, oft geprägt von Zitaten englischer Dichter oder griechischer Philosophen, verleihen der Geschichte eine tiefgründige und besondere Klangfarbe. Dieses Stilmittel mag anfangs etwas befremdlich wirken, gibt der Erzählung aber einen starken Kontrast zu der grausamen Realität des Krieges und schafft so eine intensive Atmosphäre, die das Buch sehr lebendig macht. Der Roman erzählt eine nuancierte Coming-of-Age-Geschichte der beiden Protagonisten und der Nebencharaktere. Trotz der grausamen Umstände wächst in den Protagonisten und damit auch beim Leser immer wieder ein Funken Hoffnung – besonders durch die große Liebe zwischen Henry und Sidney, die dem Roman eine zusätzliche emotionale Tiefe verleiht und zeigt, dass selbst in dunklen Zeiten menschliche Verbindung das Leben aufrechterhalten kann. Die offene und authentische Darstellung von Homosexualität in einer Zeit, in der diese – insbesondere im Militär – nur heimlich und tabuisiert existierte ist wirklich beeindruckend. Alice Winn gelingt es, die Gefühle der jungen Männer gefühlvoll zu schildern, ohne dabei in Klischees zu verfallen oder die Liebe zu instrumentalisieren. Dies verleiht der Geschichte zusätzliche Glaubwürdigkeit und emotionale Tiefe. Die Einbindung von Nebencharakteren und die Darstellung ihrer Gefühle durch Briefwechsel, Zeitungsartikel und persönliche Begegnungen erweitern die Perspektive und sorgen für einen facettenreichen Einblick in die damalige Gesellschaft. Dies beleuchtet beispielsweise auch das Schicksal der „Kriegsverweigerer“, die von ihrer Umwelt mit der berüchtigten weißen Feder gebrandmarkt wurden – ein meisterhaft skizziertes Bild gesellschaftlicher Zwänge und moralischer Konflikte. Mit eindringlicher Schilderung beschreibt Alice Winn nicht nur die Schlachten und das unmittelbare Kriegsgeschehen, sondern auch die langanhaltenden psychischen Folgen, die der Krieg bei den Soldaten hinterlässt. Traumata, Kriegsneurosen, Albträume – diese Themen werden hier offen und schonungslos behandelt und zeigen, wie schwer die Männer, aber auch ihr Umfeld unter den Kriegserfahrungen leiden. Kaum eine Seite vermittelt Langeweile, vielmehr fesselt der Roman mit seinem Spannungsaufbau von der ersten bis zur letzten Seite. Die Autorin hat das historische Umfeld des Ersten Weltkriegs scheinbar sehr sorgfältig recherchiert, was die Schilderung des Krieges umso erschreckender und zugleich glaubhafter macht. Ihre detailreiche und schonungslose Erzählweise stellt den Wahnsinn des Krieges in beeindruckender Deutlichkeit dar. Dabei bewahrt sie jedoch eine große Menschlichkeit und zeigt, wie viel Hoffnung, Schmerz und Liebe in den Menschen stecken, die von diesem unfassbaren Ereignis betroffen sind. Die Mischung aus Fakt und Fiktion ist der Autorin außergewöhnlich gut gelungen. Obwohl ich bereits vieles über den Ersten Weltkrieg wusste, habe ich durch dieses Buch tiefere neue Einblicke gewonnen. Diese Verbindung von historischen Tatsachen mit fiktionalen Elementen lässt die Geschichte lebendig und authentisch wirken. Thematisch erinnert „Durch das große Feuer“ stark an klassische deutsche Antikriegsliteratur wie „Im Westen nichts Neues“. Hier finden sich Parallelen in der Schilderung des sinnlosen Grauens, dem psychischen Leiden der Soldaten und dem Gefühl, im Heimaturlaub wie in einer fremden Welt zu leben – ein universelles Leiden, das unerheblich macht, in welchem Schützengraben man steht. Dieses Werk hat mich sehr bewegt und ist definitiv eine Leseempfehlung für alle, die sich für historische Romane, das Schicksal junger Menschen im Krieg und bewegende Liebesgeschichten interessieren.

5

Hervorragendes Buch, das die Schrecken und Kameradschaft des Ersten Weltkriegs mit einer zarten queeren Liebesgeschichte verbindet.

5

Ein Roman der zu Herzen geht und doch so bitter ist ..

Diese Geschichte handelt von Ellwood und Gaunt .. zwei Jungs in England kurz und während des 1. Weltkriegs. Von Freundschaft, Liebe, aber auch von der Bitterkeit des Krieges. Ein Krieg der wie alle Kriege nur eines vorbringt : Opfer.. Mehr mag ich gar nicht verraten, denn den Debütroman von Alice Winn muss man gelesen haben !!! ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Ein Roman der zu Herzen geht und doch so bitter ist ..
5

Das Buch war großartig. Eine schöne Liebesgeschichte verwoben mit den Schrecken des 1. Weltkrieges. Die ganze Geschichte fühlte sich echt an, sowohl das Schöne, als auch das Schreckliche. Und gerade das Schreckliche ließ sich oft kaum aushalten. Für mich ist es ein Antikriegsroman, der wieder einem deutlich zeigt, wie grausam und zerstörerisch Krieg ist. Die Liebesgeschichte zwischen Henry und Sidney hat mir richtig gut gefallen. Obwohl man sie auf "jeder" Seite fühlt, kommt sie eher ruhig daher ohne Kitsch, und fühlt sich einfach realistisch an. Große Leseempfehlung!!!

4.5

Wahnsinnig, packendes Buch. Kann ich jedem ans Herz legen.

5

Hallo du phantastischer Mensch Ich war zögerlich, als ich das Buch entdeckt hatte. Spielt es doch während des 1. Weltkrieges - und diese Kriegsszenarien mag ich eigentlich nicht so besonders. Dementsprechend lag das Buch auch erstmal eine Weile auf dem SuB… …bis ich es nun spontan aus dem Regal gezogen hatte. Und es war: Wow! Was soll ich über diese Geschichte schreiben? Was kann ich dir erzählen? Der Klappentext sagt alles, und auch was Garth Greenwell dazu geschrieben hat (siehe Klappentext unten) trifft es auf den Punkt. Das ist für mich die mit Abstand beste queere Liebesgeschichte, die ich jemals gelesen habe. Eine Geschichte von solch Menschlichkeit, dass es mir den Atem raubte. Eine Geschichte, die auch voller Grauen ist, voller Schmerz, Leid, Ohnmacht, Wut, Leidenschaft, Begierde, Verlangen, unbändiger Liebe… …einer Liebe, die schon so lange existiert, die im Internatsleben so heiß lodert und doch der Mut fehlt sie zu leben, über den Weg in den Krieg den man sich so "schön" und ehrenwert ausgemalt hat, führt, und selbst dort, zwischen dem Grauen, dieser Abscheulichkeit, an Stärke, an Wahrhaftigkeit nicht verliert. Die keinerlei Kitsch aufbietet. …einer Liebe, die all dies übersteht, eine Zeit, in der man überlebt, und doch ein Teil von einem stirbt. Diese Geschichte ist von solch Menschlichkeit, solch Ehrlichkeit, Echtheit, greifbar und intensiv, so groß, dass ich nur beeindruckt von diesem Debüt sein kann. Ein Buch, welches sicherlich in meinen Jahreshighlights landen könnte. (Rrzension aus Insta vom letzten Jahr - hatte es nun ein zweites Mal gelesen und fand es immer noch großartig.)

5

Das Buch hat mich sehr bewegt. Zwei liebenswerte Charaktere, die sich im Leid des Krieges wiederfinden müssen. Meine Augen sind nicht trocken geblieben. An vielen Stellen musste ich innehalten und verarbeiten, was ich gerade gelesen hatte. Gleichzeitig haben mir aber auch besonders die Stellen zugesagt, an denen Gaunt trotz der misslichen Lage in der er und seine Freunde sich befanden, mit seinen Freunden rumalbern konnte. Das Ende war herzzereißend und logisch. Ein wundervolles, tragisches, aber auch hoffnungsvolles Erstlingswerk, bei dem ich unbedingt meine Freunde zwingen möchte es zu lesen.

4.5

Was für ein großartiges Buch! Must read für alle Fans von "Im Westen nichts Neues" 🙌🏻

5

Ich habe noch nie ein so perfektes Buch gelesen

4

So absolut schonungslos wird hier über den 1. Weltkrieg berichtet. Himmel, war das hart. Die Liebesgeschichte hat mich nicht ganz abgeholt. Überhaupt war ich seltsam emotional distanziert. Wobei ich mich frage, ob das nicht genau so beabsichtigt war, denn anders hätte man diese Geschichte wohl gar nicht ertragen. Lesenswert in jedem Fall!

5

Die besten Freunde Gaunt und Ellwood, die zusammen aufs Internat gehen, hegen tiefere Gefühle füreinander, die sie dem anderen nicht gestehen können. Die Gesellschaft sieht solche Neigungen als heimliche Abnormitäten in der Jugend an, die sich mit dem Erwachsen werden legen müssen. War das Aufwachsen im Jungeninternat nicht schon hart genug, wird der Krieg ausgerufen und für die beiden führt der Weg zwangsläufig 'Durch das große Feuer'. In einer Mischung aus Erzählung, Briefen und Zeitungsausschnitten webt die Autorin Alice Winn die Geschichte der Internatsjungen Henry Gaunt und Sydney Ellwood in der Zeit des Ersten Weltkriegs. Der Schreibstil ist dabei der Zeit des Romans in guter und flüssig lesbarer Form angepasst. Bereits mit der Einführung der beiden Protagonisten erhält man erste Hinweise auf die tiefergehende Bindung zwischen den beiden, die schon länger besteht. Aber auch auf die Problematiken, die damit einhergehen. Neben der gesellschaftlichen Überzeugung, dass es zwar durchaus häufig vorkommt (gerade auf einem Jungen-Internat), aber abnormal ist und sich später gibt, erschreckt die scheinbare Normalität, mit der es in solchen Einrichtungen auch zu Missbrauch zwischen den Jungen kommt. Der Krieg hängt ab Beginn über allem und mit Ausbruch wird der wachsende Druck von Außen geschildet an die Front zu gehen. Selbst für die, die dafür eigentlich noch zu jung sind. Spätestens wenn Gaunt als Erster in den Krieg zieht, beginnt die Porträtierung der Gräuel des Krieges, die Unterschiede zwischen Unwirklichkeit für die Soldaten, die mittendrin sind, aber auch für die Zivilisten, die in einer ganz anderen Welt zu leben scheinen. Die Autorin hat es geschafft, dass ich mich beiden Protagonisten direkt nahe gefühlt habe und mit ihnen mitgelitten haben. Sie hat für mich zwei greifbare, vielschichtige Charaktere erschaffen. Die Beziehung zwischen den beiden, die teilweise wie ein zarter Tanz umeinander abläuft, teilweise wie ein Kampf ausgefochten wird, hat mich gefangen genommen und ständig für die beiden hoffen lassen. Auch die Nebencharaktere und deren Einbindung in die Geschichte haben mir sehr gut gefallen. Einige Teile waren durch Briefe zwischen den beiden Hauptcharakteren dargestellt, aber viele auch mit Nebencharakteren. Dies hat mir eine breitere Sicht auf die Geschehnisse erlaubt und auch auf die Eindrücke und Gefühle, die es mit diesen teilweise ganz unterschiedlichen Personen gab. Die Art wie explizitere Szenen zwischen Charakteren beschrieben wurde, war für mich in einer angenehmen Stufe zwischen Andeutung und Genauigkeit. Für sich genommen waren die Darstellungen der Kriegsgeschehnisse schon sehr erschütternd, da sie unglaublich real und fassbar nachgebildet wurden. Mit der persönlichen Bindung zu den Charakteren hat es das Ganze nochmal weitaus persönlicher und bedrückender werden lassen. Die innewohnende Grausamkeit und Brutalität der Kriegsszenen wird häufig auch genau so dargestellt und hat mich viele Male fassungslos zurückgelassen. Im Ganzen ist 'Durch das große Feuer' von Alice Winn für mich ein emotionales, aber sich absolut lohnendes Eintauchen in die harte Realität von Gaunt und Ellwood im Ersten Weltkrieg. Meine klare Leseempfehlung würde ich nur für die Leute einschränken, die mit den teils sehr bildhaften Darstellungen des Krieges nicht umgehen können. Das Rezensionsexemplar von #DurchdasgroßeFeuer kam von #NetGalleyDE und dem Eisele Verlag. Dadurch wurde meine Meinung nicht beeinflusst.

4

Anders als erwartet, aber trotzdem gut!

Anders als erwartet, aber trotzdem gut!
4

Puh, zwischendrin selber ganz schön abgestumpft wie die Protagonisten in der Geschichte um zum Schluss dann doch emotional sehr ergriffen zu sein.

5

Nie wieder Krieg

England vor, im und nach dem 1. Weltkrieg. Mittendrin Gaunt und Ellwood, zwei blutjunge Männer, die sich lieben. Was zu dieser Zeit strafbar war. Trotzdem schaffen sie es, gegen alles Schicksal und Kriegswüterei sich immer wieder zu finden. Was die Gräuel mit den jungen Männern gemacht hat, wird stark beschrieben. Ein fesselnder, besonderer Roman. Für mich „Im Westen nichts Neues“ in queer.

5

wow! so impactful and gut wrenching

3

Ein historischer Roman mit einem zu hohen YA-Anteil, der mich sehr müde macht. Unterhaltsam erzählt, aber Fokus und Anspruch gehen verloren.

5

Wow, dramatisch, düster lebensecht - eine große Empfehlung für Leute, die nicht vor Kriegsgeschichten zurückschrecken

Es sind nur wenige Jahre, es sind bloß ein paar unreife Jungs eines Internats und doch passiert hier so viel. Kriege reißen Risse in alle Schichten der Gesellschaft, Löcher, die sich niemals wieder ganz schließen lassen. Und irgendwo mittendrin sind zwei Männer, die sich lieben, obwohl sie es selbst vielleicht nicht wissen / es sich nicht eingestehen können. Sie fühlen sich an wie echte Menschen, man mag nicht alles an ihnen, schüttelt vielleicht sogar manchmal den Kopf und fühlt doch jede Sekunde mit. Jede Sekunde des Leidens, des Abstumpfens. Und so werden wir mit in die Schützengräben gezogen und der Sog steigt Seite für Seite, bis endlich die lang ersehnte Atempause kommt, aber völliges Glück liegt dort nie. Denn so ist das Leben, es gehören alle Formen Gefühle dazu, Zweifel und Freude, Hoffnung und Furcht, Wut und Glück. "Durch das große Feuer" enthält all diese Emotionen, ohne je beschönigend zu sein und zugleich verliert es sich nicht in den Grausamkeiten des Krieges. Sie gehören ebenso in diese Zeit, wie die beiden Protagonisten Gaunt und Ellwood auch. Ich werde das Buch bestimmt ein weites Mal lesen. 5 von 5 Sternen

5

Es gibt zahlreiche Romane und Sachbücher zum Ersten Weltkrieg und doch ist die Thematik immer wieder erschütternd. Alice Winn nimmt sich dem Ganzen auf feinsinnige Art an und ich kann die begeisterten Rezensionen auf jeden Fall nachempfinden! Leseempfehlung ☺️

5

Ein Buch über Liebe und Freundschaft während des ersten Weltkrieges. Mutig und tragisch zugleich.

Anfangs habe ich mich etwas schwer getan, bin mit den vielen Personen und deren Beschreibungen leicht überfordert gewesen 😅. Das Buch schildert ausdrucksvoll die Beziehung von Ellwood und Gaunt, Schüler eines englischen Internats. Als einer nach dem anderen an die Kriegsfront gerufen wird droht die Beziehung zu zerbrechen. Tolles Buch mit historischem Hintergrund.

5

Die Charaktere und ihre Gefühle waren so unfassbar realistisch, dass ich nach dem Lesen wirklich erschüttert war. Der Krieg wurde extrem realistisch und voller Brutalität beschrieben, sowas habe ich vorher noch nicht gelesen. Es war auf jeden Fall manchmal schwer auszuhalten. Ich werde es noch lange in Erinnerung behalten…

4

Lesenswert

Ein Buch was einen erdet und das Ausmaß eines Krieges gut einfängt. Es ist ein absolut lesenswerter Roman. Dennoch hab ich ca. 50 Seiten gebraucht, um mit dem Buch warm zu werden und die Personen auseinanderhalten zu können. Die eingearbeitete Lyrik passt gut zur Handlung, auch wenn ich kein großer Lyrik-Fan bin. Absolut grandios finde ich die Darstellung der emotionalen Veränderung und die Entwicklung der Charaktere.

3

Opcenito 3* jer prica nije ono sto sam ocekivao. Da, ww1 i da ljubavna prica, ali ocekivao sam intezivniju ljubavnu pricu. Ali ratni dio nije lose napisano. 3*

5

Das war emotionaler als gedacht

Ich weiß gar nicht warum, aber irgendwie habe ich ne Slightly trockene erste Weltkrieg Gay Story erwartet. Ich hab auf jeden Fall nicht damit gerechnet, emotional so in involviert zu sein. Ich hab angefangen zu lesen und dann konnte ich nicht mehr aufhören und dann war es auch schon vorbei. Es ist eine Geschichte über den ersten Weltkrieg - direkt an der Front, natürlich sterben Menschen. Aber ich hätte nicht damit gerechnet, dass mich fast jede einzelne Tod so mitnimmt. Und wir haben hier zwei junge Männer, die innerhalb dessen mit ihren Gefühlen zurecht kommen müssen. Und natürlich ist es absurd, zu denken, dass es eine schöne, romantische Geschichte werden kann - während des Ersten Weltkrieges. Hier wird nicht romantisiert. Das Leben ist Scheiße, was die leben. Und auch die Liebe schmerzt. *** Spoiler - kind of *** Und irgendwie ist das schlimmste dabei, dass selbst wenn man am Ende weiß, der Krieg ist vorbei, das war ja nur der erste 20 Jahre später geht’s ja weiter und unsere Boys, hier sind alle erst so um die 20.

5

Potential eines Jahreshighlights 😯

Ich war zögerlich, als ich das Buch entdeckt hatte. Spielt es doch während des 1. Weltkrieges - und diese Kriegsszenarien mag ich eigentlich nicht so besonders. Dementsprechend lag das Buch auch erstmal eine Weile auf dem SuB… …bis ich es nun spontan aus dem Regal gezogen hatte. Und es war: Wow! Was soll ich über diese Geschichte schreiben? Was kann ich dir erzählen? Der Klappentext sagt alles, und auch was Garth Greenwell dazu geschrieben hat (siehe Klappentext unten) trifft es auf den Punkt. Das ist für mich die mit Abstand beste queere Liebesgeschichte, die ich jemals gelesen habe. Eine Geschichte von solch Menschlichkeit, dass es mir den Atem raubte. Eine Geschichte, die auch voller Grauen ist, voller Schmerz, Leid, Ohnmacht, Wut, Leidenschaft, Begierde, Verlangen, unbändiger Liebe… …einer Liebe, die schon so lange existiert, die im Internatsleben so heiß lodert und doch der Mut fehlt sie zu leben, über den Weg in den Krieg den man sich so "schön" und ehrenwert ausgemalt hat, führt, und selbst dort, zwischen dem Grauen, dieser Abscheulichkeit, an Stärke, an Wahrhaftigkeit nicht verliert. Die keinerlei Kitsch aufbietet. …einer Liebe, die all dies übersteht, eine Zeit, in der man überlebt, und doch ein Teil von einem stirbt. Diese Geschichte ist von solch Menschlichkeit, solch Ehrlichkeit, Echtheit, greifbar und intensiv, so groß, dass ich nur beeindruckt von diesem Debüt sein kann. Ein Buch, welches sicherlich in meinen Jahreshighlights landen könnte.

5

A better “Song of Achilles”

This book was everything I had hoped „Song of Achilles“ would be. That and a sprinkle of poetry, a dash of Shakespeare and LOTS of pining and grieving. I loved all about it. “I hear the breaking bodies scream. Thankful I have hit my mark, I slither through the trenching dark. You bleed to death in all my dreams.” ~~~ Picture by @qiorno

A better “Song of Achilles”
5

Wundervoll!

Spoiler in der Bewertung!!! Ein wunderschön (trauriges) Buch. Schon als ich im Thalia den Buchrücken gelesen habe, wusste ich, dass ich wohl oder übel 24€ zahlen muss um dieses wundervolle, neue Lieblingsbuch zu lesen. Nach dem 1. Teil hatte ich erst Angst, dass es jetzt ohne Henry den Rest des Buches langweilig wird, weshalb ich umso erleichterter war, als er dann doch noch am Leben war. Sehr schön geschrieben, sodass es einen richtig fesselt. Ahh bin so traurig, dass ich es durch habe, aber wollte es auch unbedingt lesen.

5

Eine queere Liebesgeschichte in Zeiten des Ersten Weltkriegs. Der Autorin ist ein tolles Debüt gelungen, welches von den Schrecken des Krieges und der Kraft der Liebe erzählt. Emotional und schmerzhaft und wunderschön.

4.5

Dieses verdammte Buch hat mich zerrissen und dann wieder zusammengeflickt.

5

Unfassbar bewegender Blick in die Zeit des ersten Weltkriegs, die Schrecken des Krieges im allgemeinen und die zerstörerische Kraft von Geheimnissen.

5

Ich wusste, dass die Thematik Erster Weltkrieg hart werden würde. Aber das.. war schrecklich und grausam. Und doch habe ich es geliebt, die Geschichte zu lesen. Wegen der Kämpfe, der Kanonen, dem Giftgas und den vielen, vielen Toten wirkten die Protagonisten umso lebendiger und menschlicher - selbst, wenn sie womöglich einen Teil ihrer Menschlichkeit zurücklassen mussten. Die Emotionen, die dieses Debüt in mir hervorgerufen hat, werde ich so schnell nicht vergessen. Sei es die verbotene Liebesgeschichte, die sich stellenweise so leicht und frei angefühlt hat. Oder seien es die authentischen Erzählungen von der Front, das Leid, die Hoffnungslosigkeit. Aber auch die Loyalität der Soldaten, ihr Galgenhumor und ihr jugendlicher Leichtsinn, der so gar nicht zum Kriegsalltag passt, aber notwendig ist, um die Zeit dort irgendwie zu überstehen.. Unglaublich lesenswert!

4

Klare Empfehlung!

Mit diesem Buch hat mich meine liebste Bibliothekarin aber so richtig aus meiner Komfortzone geholt. Brutalste, schonungslose Schützengrabenszenen aus dem 1. Weltkrieg und detaillierte Sexszenen bringen mich fast gleichermaßen aus dem Konzept, aber dieses Buch hat mir schnell gezeigt, dass es gelesen werden muss. Die Liebe und Freundschaft der beiden Protagonisten zueinander ist so mitreißend und aufwühlend, dass ich bis zum Ende gebannt mit ihnen auf ein gutes solches hoffte. Und die Beschreibungen des Kriegs, unterbrochen und ergänzt durch Briefe und Ausschnitte aus der Schülerzeitung ihrer Eliteschule, sind so grausam und unmenschlich, dass nichts einen stärkeren Kontrast zur Liebe bieten könnte. Der deutsche Jugendliteraturpreis ist absolut verdient, Altersangabe zurecht erst ab 16 Jahren. Klare Empfehlung von mir!

5

Dieser Roman wird noch lange in mir nachhallen, da bin ich mir sicher. Alice Winn hat hier ein Werk geschaffen, dass nicht nur die Brutalität, Gewalt und Unmenschlichkeit des 1. Weltkrieges aufzeigt, sondern auch eine zärtliche Liebe, Freundschaft, Zusammenhalt und Poesie in sich trägt. Diese Mischung trifft eine*n mitten ins Herz und hinterlässt viele Emotionen. Große Empfehlung!

5

Eine Geschichte die auf emotionaler Ebene, den Atem raubt.

Ich war zögerlich, als ich das Buch entdeckt hatte. Spielt es doch während des 1. Weltkrieges - und diese Kriegsszenarien mag ich eigentlich nicht so besonders. Dementsprechend lag das Buch auch erstmal eine Weile auf dem SuB… …bis ich es nun spontan aus dem Regal gezogen hatte. Und es war: Wow! Was soll ich über diese Geschichte schreiben? Was kann ich dir erzählen? Der Klappentext sagt alles, und auch was Garth Greenwell dazu geschrieben hat (siehe Klappentext unten) trifft es auf den Punkt. Das ist für mich die mit Abstand beste queere Liebesgeschichte, die ich jemals gelesen habe. Eine Geschichte von solch Menschlichkeit, dass es mir den Atem raubte. Eine Geschichte, die auch voller Grauen ist, voller Schmerz, Leid, Ohnmacht, Wut, Leidenschaft, Begierde, Verlangen, unbändiger Liebe… …einer Liebe, die schon so lange existiert, die im Internatsleben so heiß lodert und doch der Mut fehlt sie zu leben, über den Weg in den Krieg den man sich so "schön" und ehrenwert ausgemalt hat, führt, und selbst dort, zwischen dem Grauen, dieser Abscheulichkeit, an Stärke, an Wahrhaftigkeit nicht verliert. Die keinerlei Kitsch aufbietet. …einer Liebe, die all dies übersteht, eine Zeit, in der man überlebt, und doch ein Teil von einem stirbt. Diese Geschichte ist von solch Menschlichkeit, solch Ehrlichkeit, Echtheit, greifbar und intensiv, so groß, dass ich nur beeindruckt von diesem Debüt sein kann. Ein Buch, welches sicherlich in meinen Jahreshighlights landen könnte.

5

Story: England 1914: Henry Gaunt, dessen Mutter aus Deutschland stammt und Sidney Elwood sind von Kindesbeinen an beste Freunde und gehen auf dieselbe britische Eliteschule. Als der Große Krieg ausbricht, wird Gaunt schnell mit den Wünschen seiner Familie konfrontiert, sich freiwillig zu melden, um zu zeigen, dass man durch und durch britisch ist. Schließlich meldet er sich, auch um vor seinen Gefühlen zu Ellwood zu fliehen und kommt an die Front, ohne zu ahnen, dass sein Freund ebenfalls in ihn verliebt ist. Als Elwood ihm an die Front folgt und in seine Einheit kommt, erleben sie eine kurze gemeinsame Zeit der Offenheit, bis die Grausamkeit des Krieges sie einholt und auf brutale Weise auseinanderreißt … Eigene Meinung: Mit dem Roman “Durch das große Feuer” legt die britische Autorin und Drehbuchschreiberin Alica Winn ihr Debüt vor, dass 2023 nahezu zeitgleich in Groß-Britannien und Deutschland erschien. Der historische Roman ist in sich abgeschlossen. Inzwischen wurden auch die Filmrechte verkauft, eine Verfilmung der Geschichte von Elwood und Gaunt dürfte daher wahrscheinlich sein. Die Geschichte spielt in England, kurz nach Beginn des ersten Weltkriegs und beleuchtet die Freundschaft von Henry Gaunt du Sidney Elwood, die beide Eliteschüler sind und den Krieg nur aus der Schülerzeitung “The Preshutian” kennen, in dem zumeist die Listen der toten und verwundeten Mitschüler veröffentlicht werden. Während Gaunt dem Krieg kritisch gegenübersteht, können es die meisten anderen kaum erwarten, in den Kampf gegen die Deutschen zu ziehen. Wie schrecklich der Krieg, die Front und all die Kämpfe sind, erfahren sie nach und nach, da sich ausnahmslos jeder freiwillig meldet als sie alt genug sind. Alice Winn entführt die Leser*innen in eine schreckliche Zeit, an einen Ort, an dem es nur wenig Hoffnung zu geben scheint. Erschreckend ehrlich, mit starken, sehr eindringlichen Bildern legt sie die Grausamkeiten des Krieges offen, beschreibt die Zeit in den Schützengräben und die Kämpfe der Soldaten, die nicht nur gegen den Feind auf der anderen Seite zu kämpfen haben, sondern auch mit dem in den eigenen Reihen oder mit der eigenen Psyche. Gaunt und Elwood bleibt wenig Zeit, ihre Gefühle füreinander zu entdecken und bis zu einem gewissen Grad auszuleben, bis das Schicksal sie auseinanderreißt, doch die Autorin nimmt sich genügend Zeit, um die beiden einander näher zu bringen und ihre tiefgehenden Gefühle füreinander zu beleuchten. Teils arbeitet sie mit Rückblenden, um die Schulzeit der beiden zu beschreiben und den Figuren mehr Tiefe zu geben, teils mit der typischen Feldpost, in die die Soldaten in die Heimat schicken. Um die Geschichte so realistisch und authentisch wie möglich zu erzählen, hat die Autorin unzählige Quellen studiert und diverse Erinnerungen, Berichte und Erzählungen in ihr Werk einfließen lassen, was das Quellenverzeichnis am Ende des Buches deutlich macht. Dementsprechend ungeschönt sind die Beschreibungen und grausam die Schilderungen – und bleiben lange in den Köpfen der Leser*innen präsent. Die Figuren sind sehr authentisch und gut nachvollziehbar gestaltet – Gaunt ist zurückhaltender und zu Beginn kritisch dem Krieg gegenüber eingestellt, als die meisten seiner Freunde, die sich von den heroischen Ansprachen blenden lassen. Auch Elwood, der Gedichte liebt und selbst verfasst, sieht die Front zu Beginn als etwas, das überhaupt nicht der Wirklichkeit entspricht. Beide ändern sich im Laufe des Buches stark, denn der Krieg hinterlässt viele Spuren bei den beiden – sichtbar wie unsichtbar. Einzig ihre Gefühle zueinander werden stärker und helfen ihnen dabei, die vielen Grausamkeiten des Krieges zu überstehen. Auch die vielen Nebenfiguren, zumeist Schüler derselben Eliteschule, aber auch Soldaten aus dem einfachen Stand, werden gut nachvollziehbar und passend in Szene gesetzt. Jeder einzelne hat mit Sorgen, Ängsten und Problemen zu kämpfen und steht in Alice Winns Roman sinnbildlich für die vielen namenlosen Opfer des Krieges. Stilistisch legt Alice Winn ein beeindruckende Debüt vor, das durch große erzählerische Dichte, einem Hauch Poesie und einem sehr klaren, unverblümten Schreibstil besticht. Der Autorin gelingt es die Grausamkeiten des Krieges und die Unmenschlichkeit an der Front ebenso einzufangen, wie die Gefühle von Gaunt und Elwood zueinander. Mit starken, eindringlichen Bildern, die einem mitunter viel zu präsent erscheinen, erzählt sie von den blutigen Schlachten, der Hoffnungslosigkeit und den vielen Opfern, die jeder Kampf fordert, nutzt aber auch Elemente wie Gedichte und Frontbriefe, um die Gedanken der Leser*innen zwischenzeitlich in eine andere Richtung zu lenken und einen Funken Hoffnung zu wecken. Man fiebert mit den beiden jungen Männern mit, hofft, dass sie die Zeit irgendwie überstehen, obwohl man weiß, dass der Krieg sie für immer verändern wird, sollten sie überleben. Fazit: “Durch das große Feuer” ist ein eindringlicher Roman, der durch authentische, gut nachvollziehbare Charaktere, eine glaubwürdige Liebesgeschichte und eine klare, unverblümte Sprache besticht, die nichts beschönigt und die Schrecken des ersten Weltkrieges in vielen Facetten (von den Kämpfen, über die Schützengräben bis hin zur Kriegsneurose) deutlich zeigt. Alice Winn ist ein beeindruckendes Debüt gelungen, das lange im Gedächtnis bleibt und zum Nachdenken anregt, insbesondere da es den Fokus auf die Liebe zweier Männer legt, die in dieser Zeit in England verboten war. Wer mit den teils sehr bildhaften, realistischen Beschreibungen des Krieges kein Problem hat, sollte unbedingt einen Blick riskieren – “Durch das große Feuer” ist ein Buch, das man gelesen haben sollte.

5

In Memoriam by Alice Winn is definitely a very moving novel about the First World War. It was especially emotional not only in depicting homosexuality during war (Henry and Sidney) but also in its rich and frequently appearing poetry snippets. I loved the allusions to Thucydides, Tennyson and Keats. As a history and English major I fell connected to Henry and Sidney on both, the horrific burden of fighting in a war and the academic rather poetic influence in their lives. Especially Sidney Elwood’s character development caught my eye (I don’t want to spoiler anything, but his character development was one of best I have ever read - it is just so authentic). 5 ⭐️ nothing to criticize(this is pure perfection)

5

Anti-Kriegs-Literatur at its finest.

5

Lesen. Jetzt. Mitfiebern. Weinen!

TW Krieg, Homophobie, Gore, Blut, detaillierte grafische Gewalt, Tod, r*pe, ableismus, injuries, gun violence, Verlust, Trauer, ptsd, Panik Attacken, Depression, mental health, mobbing, Suizid, Rassismus, Klassismus, Alkoholmissbrauch Ich glaube, ich finde keine Worte, die diesem Buch gerecht werden, vollkommen egal, wie sehr ich mich anstrenge. So gern würde ich etwas darüber sagen, wie gut es mich abgeholt und in ferne Zeiten gebracht hat, weil das hat es zweifelsohne, allerdings hat es mich dabei so sehr zerstört, dass ich nicht nur einmal vor lauter Tränen nichts mehr sehen konnte und ein paar Minuten Pause machen musste. Alice Winn schafft es mit einem einzigartigen pragmatischen und nicht unnötig ausgeschmückten Schreibstil, die Situationen zu erfassen und vorzutragen, als wäre es nichts weiter als die Einkaufsliste und trotzdem bekommt man das beklemmende Gefühl in der Brust, sodass man manchmal glaubt, man sei mitten drin. Die Thematik ist traurigerweise auch hundert Jahre später noch aktuell und wichtig und besonders derzeit fühlt es sich so an, als wäre man als Menschheit in einer ewigen Zeitschleife gefangen. Krieg ist nie die Antwort, aber immer häufiger die Frage und jeden Tag wieder flehe ich unsichtbare Mächte an, sie würden ihn nicht wieder über uns bringen. Mein Herz riss mit all den Gefallen. Und zerbarst gänzlich, wenn ich die Nachrufe oder die Gedanken der Freunde las. Es tat umso mehr weh, weil ich nicht um fiktive Charaktere getrauert habe, sondern um all die namenlosen Menschen, die ihr Leben bisher geben mussten. Es hat sich irgendwann angefühlt, als würde ich nicht zwei Buchcharakteren folgen, sondern Menschen, die ich kenne. Jedes Mal, wenn ein Name in einer Zeitung stand, den ich schon mal gelesen hatte, zog sich mein Herz zusammen. Gaunt und Ellwood - und alle, die diese Geschichte auf so grausame Weise real gemacht haben - werde ich nie vergessen und ich werde dafür sorgen, nie müde zu werden, dieses Buch zu empfehlen. Lest es. Lasst die Geschichte nicht in Vergessenheit geraten. Erinnert euch.

Lesen. Jetzt. Mitfiebern. Weinen!
5

Dieses Buch verlangt dem Leser viel ab. Furchtbar plastische Kriegsszenen schildern grausam deutlich die Geschichten hinter den Namen in den Nachrufen der Zeitungen.. aber es entschädigt auch: mit einer unerwartet zarten und gefühlvollen Liebesgeschichte. Sidney ist eine zarte Künstlerseele, er liebt die Poesie und er liebt Henry. Und aus dieser Liebe heraus folgt er ihm an die Front nach Frankreich. Ich habe beide Männer sehr ins Herz geschlossen. Ich glaube noch nie habe ich eine homosexuelle Liebe mehr nachvollziehen können ( als heterosexuelle Frau). Das Buch zeigt uns aber nicht nur die Geschehnisse an der Front, sondern bietet Geschichten über Kameradschaft, Freundschaft, Liebe, Sehnsucht und Hoffnung. Ich fand es ganz ganz toll! 4,5 Sterne

4

Ein tolles Buch mit historischem/hartem Setting. Ich dachte, ich würde es nicht mögen - doch dann fand ich es toll.

»In Memoriam« ——— In Memoriam habe ich als Buddyread mit zwei Freundinnen gelesen und wir haben es alle sehr geliebt! Das Buch beinhaltet eine tragische Liebesgeschichte und zeigt unverschönt die Opfer des Krieges, wie es auch andere Bücher, die den Krieg thematisieren (z.B. Im Westen nichts Neues), tun. Der Patriotismus der Jungen ist hoch und sie wollen in den Krieg ziehen, werden sogar verachtet, wenn sie es nicht tun und der Tod gefallener Soldaten wird in den Zeitungen glamourös und patriotisch dargestellt. An der Front wird Ellwood und Gaunt klar, dass der Krieg nicht glamourös ist, sondern grausam und das die meisten Soldaten am Boden im Dreck sterben, voller Angst und Schmerzen. Mir hat gefallen, dass die Geschichte sich an die realen historischen Daten und Ereignisse gehalten und diese konstant eingebaut hat. Zudem wird auch beleuchtet, wie schwierig eine homosexuelle Beziehung zu dieser Zeit war, auch wenn es etwas unrealistisch ist, dass wirklich fast jeder im Buch homosexuell ist. Gaunt und Elwood sind tolle Hauptcharaktere und ihre Beziehung ist tiefgehend, auch wenn sie in meinen Augen manchmal toxisch zueinander waren. Doch dadurch werden auch die Ängste der Protagonisten widergespiegelt - schließlich kämpfen sie im Krieg und ihnen ist nicht erlaubt, sich öffentlich zu lieben, weshalb ihr Verhalten nicht unrealistisch wirkt. Manchmal war es etwas schwierig, die ganzen Charaktere auseinanderzuhalten, da sie meist beim Nachnamen genannt werden, auch bei Elwood und Gaunt musste ich durch die Er/Sie-Erzählweise immer mal überlegen, wer gerade spricht, doch mit der Zeit findet man sich da hinein. Das Buch hat mich emotional in seinen Bann gezogen und ich habe die Geschichte der beiden gerne verfolgt. Es ist nicht unbedingt eine leichte Lektüre, aber gut zu lesen und definitiv seine Zeit wert! • Storyverlauf/Handlung: 5/5 Charaktere: 4/5 Spannung: 3/5 Schreibstil: 4/5 Ende: 4/5 Cover: 4/5 Overall: 4/5

Ein tolles Buch mit historischem/hartem Setting. Ich dachte, ich würde es nicht mögen - doch dann fand ich es toll.

Dieses Buch war vieles, schlimm, schön, prägend, bereichernd, abverlangend. Es hat mir so viel gegeben, aber auch viel Kraft gekostet und war meist nicht einfach zu lesen. Dennoch konnte ich nicht aufhören, war so in der Welt von Gaunt und Ellwood gefangen und habe ständig darüber nach gedacht, auch wenn ich gerade nicht am lesen war. Die Echtheit der Geschichte und ihre Charaktere haben so viele Gefühle in mir geweckt, ich habe sie geliebt, um sie gebangt, um sie getrauert und vieles mehr. Dazu sehr beigetragen hat auch Alice Winns Schreibstil, der so fesselnd ist mit seiner Poesie, die sich sogar in den brutalen, schrecklichen Momenten wiederfindet und durch die das ganze noch intensiver wird. Alice Winn schafft es Dinge auszudrücken ohne sie immer direkt in Worte zu fassen, indem sie sie durch die Zeilen durchscheinen lässt. Die Schrecken des 1. Weltkrieges wurden so genau und ungeschönt beschrieben, dass ich das Gefühl hatte mit den Soldaten an der Front zu sein und dennoch weiß ich, dass es nur ein kleiner Teil der Schrecken war, die die Menschen damals erlebt haben, in den ich Einblick bekommen habe. Jedes Mal musste ich mich mental vorbereiten, bevor ich weitergelesen habe, aber dennoch konnte ich nicht anders, als jedes Wort, jede Emotion so sehr zu fühlen und zu lieben bzw. oft auch zu hassen. Ich habe Gaunt und Ellwood so geliebt, diese beiden Jungen, die einander so geliebt haben, aber sich lange nicht getraut haben es dem jeweils anderen zu gestehen, aus Angst einander zu verlieren und sich etwas eingestehen zu müssen. Umso schöner war es zu lesen wie ihre Freunde/Kameraden mit der Beziehung der beiden umgegangen sind und es einfach akzeptiert haben. Ich hatte eine bestimmte Vorstellung wie das Buch endet und wurde tatsächlich überrascht, worüber ich fast froh bin! Ich weiß, dass dies eines der Bücher ist, über das ich noch Jahre später nachdenken werde ❤️

5

So viele junge Menschen, eine ganze Generation ausgelöscht und teilweise qualvoll gestorben in den Schützengräben. Das ist das Ergebnis des ersten Weltkrieges. Winn erzählt die Geschichte junger Soldaten, die eben noch in ihrer Elite Schule gemeinsam Latein gelernt und Tennyson gelesen haben. Aber auch eine Liebesgeschichte, die Aufgrund von Erziehung und Stand, eine geheime ist. Lange auch unausgesprochen ist, aber gleichzeitig trotzdem in Handlung ausgedrückt wird. Lange glauben beide, das der jeweils andere nur ein Spiel spielt. Obwohl es genug Hinweise gibt, die das Gegenteil erzählen könnten. (und auch ihren Freunden im Umfeld ist zum Teil sehr klar, wie wichtig sie einander wirklich sind.) Der Krieg zerrstört alles, Freunde werden nach und nach getötet. Die Angst, sich zu verlieren umgibt die beiden jungen Männer. Nach und nach verlieren sie all ihre Illusionen und es bleibt die Realität des Krieges, die Erkenntnis, das niemand wirklich verstehen kann, was hier passiert, außer jemand, der mit ihnen dort war. Im Schützengraben oder auch auf dem "Schlachtfeld". Für mich war der Roman eine Intensive Leseerfahrung, auch weil ich finde, das die Autorin durch die Art und Weise, wie "In Memoriam" erzählt wird, aufzeigt, das Krieg vor allem Leben zerrstört, Freundschaften, Liebe, alles von dem wir finden das uns als Menschen zu Menschen macht, erscheint als eine Utopie, der wir zwar nachjagen, die wir aber durch Krieg endgültig begraben. Eine neue Illusion von Normalität entsteht. Und allen ist bewusst, das es nur eine Realität ist, um all jenen weiterhin die Illusion zu lassen ,die nicht dabei waren. Mich hat vieles auch sehr wütend gemacht. Vor allem der Umgang der Gesellschaft gegenüber jungen Männern, der Druck sich freiwilig zu Melden war immens. Z.B, wurden ihnen weiße Federn als Zeichen der Verachtung vor die Füße geworfen - Jungen! die noch nicht Alt genug waren um überhaupt eingezogen zu werden. Gaunts eigene Mutter zwingt ihn sich zu melden, weil sie Angst vor Repressalien hat, aufgrund der deutschen Verwandtschaft (tatsächlich ist sie selbst Deutsche). Und seine eigene Schwester unterstützt diese Ansichten sogar noch. Die Elite Schule auf der die meisten Figuren gegangen sind, überschlägt sich in ihrer Schülerzeitung gerade zu, den Glorreichen Tod ihrer eigenen Absolventen und Schüler zu zelebrieren. Durch den Abdruck von Gefallenenlisten wird auch mir als Leserin so klar gemacht, wie jung diese Männer waren. Die Autorin beschränkt sich auf England, aber mir ist selbstverständlich klar, das es in Deutschland und anderen am Krieg beteiligten Ländern nicht anders ablief. Die Liebe zwischen Ellwood und Gaunt ist es, was sie beide am Leben erhält. Das klingt im ersten Moment kitschig, aber persönlich fand ich, das es nicht so erzählt wird. Es fühlte sich echt an und ich finde es normal, das man sich an eine Hoffnung klammert, wenn alle um einen herum sterben und man nicht weiß, ob man es selbst überleben wird. Gegen Ende hätte ich mir etwas mehr Kapitel gewünscht um die psychischen Folgen noch etwas stärker zu fokussieren. Trotzdem, für mich ein echtes Highlight und ein Buch, das mich sehr nachdenklich zurück lässt.

4.5

Ein eindringliches, sehr realitätsnahes Buch über den Wahnsinn des 1. Weltkrieges, begleitet von einer berührenden Liebesgeschichte. Große Leseempfehlung!

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