50

50

Hardback
3.757
KalligrafieSuizidKommissarSelbstmord

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Description

Der 49-jährige Sochiro Kaji genießt als vorbildlicher Polizist einen tadellosen Ruf – bis er sich eines Tages vor seine Kollegen stellt und berichtet, seine Frau getötet zu haben. Im anschließenden Verhör gibt er an, dass seine Frau an Alzheimer erkrankt war und ihn gebeten habe, ihr Leben zu beenden. Der Fall scheint aufgeklärt, doch Kriminalkommissar Kazumasa Shiki findet keine Ruhe. Als er auf eigene Faust weiterermittelt, stößt er in der Wohnung von Sochiro auf eine geheimnisvolle Kalligrafie mit dem Text: »50 Jahre – ein Leben«. In Shiki keimt der Verdacht, dass Sochiro sich mit fünfzig das Leben nehmen wollte. Shiki beschließt, das Rätsel um jeden Preis zu lösen – und taucht immer tiefer ein in die dunkle Geschichte eines Ehepaares, für das der Tod keine Sache des Zufalls war.

Book Information

Main Genre
Crime
Sub Genre
Police Procedural
Format
Hardback
Pages
352
Price
22.70 €

Posts

13
All
4

Ein solider Kriminalroman, der durch seine Erzählweise heraussticht.

Im Buch geht es um einen Polizisten, der seine Frau ermordet hat. Seine Frau litt unter einer schweren Alzheimer-Erkrankung und bat um Sterbehilfe. Das Kuriose bei diesem Fall ist, dass man klären muss, was an den Tagen zwischen Tat und Selbstanzeige passiert ist. Zwei Tage, über die er schweigt und die Aussage verweigert. Zwei Tage, die die Ermittler aufklären wollen. Zwei Tage, die Hinweise enthalten auf die seltsame Botschaft, die er hinterlassen hat. Das Buch ist spannend, weil bis zum Ende die Frage im Raum steht, was in den zwei Tagen passiert ist und ob er in absehbarer Zeit einen Selbstmord plant. Die Erzählweise ist für mich eine neue gewesen. Der Perspektivenwechsel unterteilt das Buch. Ist die Geschichte aus einer Perspektive erzählt, wechselt es zur nächsten. Dennoch wird mit jeder neuen Perspektive die Geschichte weitergeführt. Die Personen der vorherigen Perspektiven tauchen auch wieder auf, aber nicht mehr als Erzählende Person. Wir begleiten die ersten Schritte der Ermittlungen beim Verhör, wechseln zum Staatsanwalt und danach zur Presse, dem beisitzenden Richter und dem Wärter. Durch die Erzählweise bleibt das Buch spannend und man bekommt Stück für Stück neue Puzzleteile. Mein Fazit: ein solider Kriminalroman, bei dem man bis zum Schluss rätseln kann. Keine Aktion, kein übermäßiges Blut vergießen. Ein Buch, das man gut zwischendurch lesen kann.

4.5

Auch wenn ich mir anhand des Klappentextes was ganz anderes vorgestellt habe, war es doch gut. Der Roman (für mich ist es kein Krimi) wird aus mehreren Sichtweisen erzählt. Die des Mörders fehlt allerdings. Man muss sich beim Lesen immer wieder klar machen, dass es sich bei dem Autor nicht um einen Europäer handelt und er somit eine komplett andere Lebens- und Denkweise hat. Auch das Handeln seiner Figuren ist von ganz anderen Werten geprägt als bei uns. Auf meinem SUB liegt noch „64“ von dem Autoren. Ich bin gespannt.

5

Fesselnd und ganz anders

Der Roman hat mich vom ersten Kapitel an mitgenommen. Dass die Spannung nicht durch Action und Dringlichkeit, sondern durch den Weg zur Auflösung selbst erzeugt wird, war eine wundervolle Abwechslung zu den sonst in vielen Thrillern immer ähnlich wirkenden Aufbau. Die Charaktere waren für mich glaubhaft und lebendig. Durch die Erzählweise erlebt man dieselben Charaktere aus verschiedenen Blickwinkeln, was ihnen Tiefe verleiht und dabei auch etwas über die Charaktere selbst erzählt. Das Buch hat mich abgeholt, mitgenommen und fasziniert mit Tränen in den Augen wieder in der Realität abgesetzt.

1.5

Vielleicht liegt es am Buch, vielleicht aber auch an mir und meinem westlich geprägten Geschmack (irgs), aber: Dieses Buch war so gar nicht meins.

Hideo Yokoyama gehört zu den bekanntesten Kriminalromanautoren Japans. Sein Roman "64" brachte ihm auch international große Anerkennung, unter anderem den Deutschen Krimipreis. Umso schwerer fällt es mir, eine so negative Bewertung zu seinem Roman "50" zu schreiben. Vermutlich spielen dabei die kulturelle Unterschiede eine große Rolle, die mir den Zugang erschwert haben: die Erzählstruktur, die Figuren und ihre Reaktionen blieben für mich oft fremd und schwer nachvollziehbar. Die Ausgangssituation von "50" klingt zunächst spannend: Ein Polizeibeamter tötet seine demenzerkrankte Frau und stellt sich danach. Statt Selbstmord zu begehen, um seine Ehre zu wahren, entscheidet er sich, weiter zu leben – und genau diese Frage nach dem „Warum“ treibt Polizisten, Staatsanwälte und sogar einen Richter um. Parallel dazu thematisiert Yokoyama die schwierige Dynamik zwischen Polizei, Justiz und Presse, die von Hierarchien, Rivalitäten und Informationssperren geprägt ist. Literarisch fand ich auf der Makroebene die Struktur mit mehreren Erzählern interessant (leider nur Männer). Auf der Mikroebene hingegen hat mich das Buch so gar nicht erreicht. Ich empfand es als ausgesprochen langatmig: Immer wieder wird derselbe Fall neu erzählt, ohne dass wirklich neue Erkenntnisse gewonnen werden. Statt schlüssiger Ermittlungsarbeit gibt es häufig nur Szenen, in denen eine Figur plötzlich „sicher ist, dass es so gewesen sein muss“. Auch die Auflösung konnte mich nicht überzeugen. Thematisch behandelt Yokoyama wichtige Fragen: den Umgang mit Demenz und Sterbehilfe, den Ehrenkodex und die Scham im japanischen Kulturkontext sowie die Bürokratie und den Machtkampf zwischen Institutionen. Für mich persönlich war der Zugang jedoch zu sperrig, die Figuren blieben distanziert und die Emotionen und Reaktionen waren für mich oft nur schwer nachvollziehbar. "50" ist sicherlich ein bedeutendes Werk innerhalb der japanischen Kriminalliteratur und für Leser:innen interessant, die mehr über die inneren Strukturen von Polizei, Justiz und Medien in Japan erfahren wollen. Wer hingegen einen klassischen Krimi mit Spannung, Wendungen und einer packenden Auflösung erwartet, könnte – so wie ich – enttäuscht werden.

5

Heute bin ich wieder mit einem japanischen Krimi am Start und kann vorweg verraten, dass mich dieser Krimi wieder sehr berührt hat und nach „13 Stufen“ definitiv ein weiteres kleines Highlight aus dem Krimigenre war.   Auch hier sei gleich gesagt, dass es weder um Action noch um viel Gewalt geht. Stattdessen tauchen wir erneut in die japanische Kultur und das japanische Justizsystem ein, müssen uns mit menschlichen Tragödien auseinandersetzen und uns bewusst machen, dass es manchmal nur einen unwegsamen Weg gibt.   Der Aufbau des Buches ist interessant: Das Buch besteht aus verschiedenen Abschnitten, jeweils aus der Perspektive einer der am Mordfall beteiligten Personen. Doch fangen wir doch von vorne an:   Sochiro Kaji gilt als vorbildlicher Polizist. Dennoch bringt er seine Ehefrau um und stellt sich erst am dritten Tag seinen Kollegen.   Für mich war es interessant, die Reaktion seiner Präfektur zu erleben. Tatsächlich hatte man erwartet, dass Sochiro Kaji seinem Leben nach dem Mord an seiner Ehefrau ein Ende setzt. So hätte er seinen Kollegen vor einer großen Schande bewahrt. Sochiro Kaji entschied sich jedoch für das Leben. Allerdings findet man ihm zu Hause eine Kalligraphie mit der Bedeutung „50 Jahre – ein Leben“. Und so vermutet man, dass Sochiro Kaji noch 50 Jahre alt werden möchte, bevor er selbstbestimmt aus dem Leben scheidet.   Warum beging Sochiro Kaji einen Mord und ließ zwei Tage verstreichen, bis er sich stellte? Insbesondere die zwei Tage sollen ein entscheidendes Detail im gesamten Buch darstellen. Und warum seine Fixierung auf den 50 Geburtstag?   Die Geschichte wird aus sieben verschiedenen Perspektiven erzählt, unter anderem aus der Perspektive eines Chefverhörers, eines Staatsanwalts und eines Justizangestellten. Alle sind hoch motiviert, den Fall aufzuklären, geben jedoch am Ende den Staffelstab weiter. Die Gründe sind vielseitig und ich würde spoilern, würde ich an der Stelle zu viel über die Beweggründe verraten.   Der Beginn des Buches war stark und dann fühlte ich mich kurz verloren, weil mir nicht klar war, wohin „die Reise“ gehen soll. Doch auch hier war Geduld gefragt. Ich musste mich einlassen auf das Tempo der Protagonisten, darauf, dass Eile mich nicht weiterbringt und ich damit leben muss, dass nicht alles sofort beantwortet wird. Auch spielen Ehrgefühl, Loyalität und weitere soziale Normen eine wichtige Rolle.   Relativ unerwartet hat mich das Buch emotional sehr berührt und ich musste noch einige Zeit die Geschichte nachwirken lassen.

5

Das war gut. Japanische Literatur kommt eh immer gut bei mir an, aber dieser Kriminalroman war für mich was ganz neues. Die Geschichte eines Mordes wird aus mehrere Perspektiven erzählt, alles Menschen, die mit dem Mörder zu tun haben, wie ein Staatsanwalt, Polizist etc. ...ach und es geht um einen Polizisten, der den Mord an seiner Frau gesteht! Ein etwas anderer Kriminalroman, wo man auch viel über die Gesellschaft in Japan lernt und einen neuen Blick bekommt!

3.5

Hat mich emotional nicht berührt, vlt nicht gut übersetzt, zu männlich, wichtige Themen aber mich nicht erreicht

4

Kurzmeinung Genre: Krimi Handlung: Ein Polizist bringt seine an Alzheimer erkrankte Ehefrau um und stellt sich. Der Tod war ihr Wunsch. Sie wollte als Mutter sterben, sterben, solange sie sich noch an ihren Sohn erinnert. Doch warum stellt sich der Polizeihauptmeister nicht sofort? Warum zwei Tage später? Was hat er in dieser Zeit gemacht? Charaktere: Die Geschichte umfasst eine Vielzahl an Haupt- und Nebencharakteren, was es den Leser*innen nicht so leicht macht, den Überblick zu behalten. Die vielen japanischen Namen machen das Ganze nicht unbedingt leichter. Im Buch und eBook gibt es zu Beginn eine Auflistung der handelnden Personen. Das ist sehr gut. Beim Hörbuch fällt das leider weg. Schade, dass es zum Download der Hörbuchdatei kein PDF des Porsenenverzeichnises gibt. Spannung: Durch Spannung besticht dieser Krimi nicht. Eigentlich plätschert er eher vor sich hin, was nicht ganz unüblich ist bei japanischen Krimis. Schreibstil: Der Schreibstil ist sehr angenehm, jedoch wird die Geschichte sehr unaufgeregt erzählt. Die verschiedenen Blickwinkel, aus denen erzählt wird, runden die Geschichte immer ein stückweit mehr ab. Ende: Am Ende gibt es die Auflösung über die zwei Tage, die keine Fragen mehr offen lassen. Den*die eine*n wird sich die Frage stellen, ob der Grund eine ausreichende Basis für einen Krimi darstellt. In Deutschland wäre die Thematik in dieser Form sicherlich keinem Verlag ein Buch wert. Doch die japanische Gesellschaft ist da anders gestrickt. Hörbuch: Das Hörbuch wurde von Gerhard Gabers eingelesen, der eine wundervolle Erzählstimme hat! Sein etwas kratziges Timbre passt einfach wunderbar zu einem Hörbuch, das sich ganz langsam entwickelt. Fazit: Dieser Krimi ist typisch für japanische Bücher dieses Genres. Er entfaltet sich nicht durch Thrill, sondern durch die zweite Ebene der Geschichte. Leser*innen bekommen tiefe Einblicke in die japanische Gesellschaft und das japanische Justizwesen. Es ist sehr interessant zu lesen, welche Unterschiede es da zu uns gibt. Einiges erklärt dabei das Verhalten vieler Japaner, wie wir sie kennen. Das (Hör)buch ist auch für “Japaneinsteiger*innen” geeignet, um ein Gefühl für Bücher aus Japan zu bekommen. Nicht jeder*m liegt dieser Sprach- und Schreibstil und die Langsamkeit der Plotentwicklung. Ein bisschen mehr Spannung hätte nicht geschadet. Auch verwirrte mich etwas ein zu Beginn erwähnter, anderer Fall, den ich in Bezug zum Mord an der Ehefrau des Polizeihauptmeisters wähnte. Doch diese Fäden wurden einfach fallengelassen, sodass ich insgesamt einen Stern abziehen musste.

5

totale Empfehlung!!

Also also, mich haben am anfang die namen und perspektiven ein bissl verwirrt, aber später ging es. EY ES IS KRASS WIE ES GEENDET IST. Ich habe die letzten 160 Seiten in locker 3 stunden gelesen und I LOVED ITT. Es ist wirklich total spannend die geschichte von verschieden perspektiven erzählt zu bekommen!!

3

Lässt sich gut weglesen. Der verschiedenen Perspektiven auf die Handlung machen das Buch auf jeden Fall aus. Im Gesamtpaket konnte es mich nicht vom Hocker reißen.

3

Aufmachung Das war anders als erwartet, um ehrlich zu sein. Der Fall klingt spannend und wird aus sechs verschiedenen Blickwinkeln betrachtet, darunter Polizei, Justiz und Presse. Alles ist in der Außenperspektive verfasst. Der Schreibstil ist sehr flüssig und lässt einen, wenn man einmal liest auch flott einige Seiten weglesen. Fazit Inhaltlich muss ich sagen, haben vor allem die Verstrickungen zwischen Polizei und Justiz mein Interesse geweckt. Vor allem auch die Unterschiede in den Denk- und Verhaltensweise im Gegensatz zu Deutschland sind spannend. Allerdings hat man durch die verschiedenen Blickwinkel natürlich immer wieder das Grundgerüst des Falls gelesen, wenn auch jeder Charaktere seine eignenen Gedanken beisteuerte, fühlte es sich am Ende leider dennoch oft nach Wiederholung an, einfach weil wenig neues hinzukam. Die zwei besagten Tage über die Kaji schweigt sind eigentlich das Einzige was irgendwie ein wenig Spannung aufrecht hält. Der andere Fall, der zu Beginn auch relevant schien, wurde irgendwann untergraben. An einen Kriminalroman habe ich ehrlich gestanden andere Ansprüche. Das hier ist eher wie ein Roman, der einen Kriminalfall behandelt. Ich möchte nicht bestreiten, dass ich einiges daran sehr interessant fand, aber dennoch hat's mich nicht umgehauen. Ursprünglich war dies sein Debüt und evtl. haben sich seine Erzähltechniken gewandelt. Daher werde ich auf jeden Fall noch ein weiteres Werk lesen.

5

5 ⭐️; mal ein anderer Aufbau eines Krimis. Die Auflösung ist sehr gut durchdacht und endlich mal ein anderes Motiv als die sich so oft wiederholenden Motive des Krimibereichs.

4

Ich hätte nie gedacht, dass mich ein Krimi am Ende zu Tränen rühren würde

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