Blick ins Buch

Romane

Noir

2,9(53)
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Über das Buch

Nino Sorokin ist dabei, als der Unfall geschieht. Seine Eltern sterben, ihm bleibt eine besondere Gabe: Er sieht den Tod eines jeden Menschen voraus. Auch den eigenen. Von nun an ist er besessen von der Frage, wie man das Schicksal überlisten kann. Er weiß, er wird nur 24 Jahre alt – und sein Geburtstag rückt immer näher. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Ninos Suche führt ihn zu einem geheimen Zirkel von Mentoren, die Seelen sammeln. Und er begeht den größten Frevel, den der Zirkel kennt: Er verliebt sich in eine der Seelenlosen. In die geheimnisvolle Noir, die bereits auf der Schwelle zum Jenseits steht ...

Editionen (2)

ISBN9783862520282
VerlagROWOHLT Polaris
Erscheinungsdatum01.10.12
Seitenzahl384

Rezensionen & Bewertungen

53 Bewertungen

7 Rezensionen

2,9

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  • jinx
    jinx

    877 Follower

    4,0

    Ich frage mich, was für ein Mädchen sie einmal war und wie unsere Beziehung unter anderen Umständen hätte aussehen können. Aber an dieser Vorstellung hängen so viele klirrende Wenns, dass wir beide gar nicht mehr wir selbst wären und sie deshalb an Relevanz verliert. 🌟🌟🌟🌟🌟🌟🌟🌟🌟🌟🌟

    Dieses Buch finde ich unglaublich schwer zu bewerten da ich, um ehrlich zu sein, dass Ende nicht ganz verstanden habe. Also irgendwie schon aber eben irgendwie auch nicht. Das ist schwer zu erklären. Ich wußte nicht recht was mich in dieser Geschichte erwartet, dass Buch habe ich in einer Brockenstube gekauft. Und ich mag Überraschungen! Und hier wurde ich überrascht. Die Autorin hat einen unglaublich schönen und tollen Schreibstil. Das war das beste am Buch. Auch die ganze Geschichte an sich ist sehr spannend und gut aufgebaut. Ich wollte immer wissen wie es weiter geht und was mit Nino und Noir passiert. Wird er den Tod überwinden? Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und deswegen auch die relativ hohe Bewertung. Auch wenn sich für mich das Ende nicht ganz erschließt. Aber ich habe definitiv vor, andere Bücher von Jenny-Mai Nuyen zu lesen.

    Ich frage mich, was für ein Mädchen sie einmal war und wie unsere Beziehung unter anderen Umständen hätte aussehen können. Aber an dieser Vorstellung hängen so viele klirrende Wenns, dass wir beide gar nicht mehr wir selbst wären und sie deshalb an Relevanz verliert. 

🌟🌟🌟🌟🌟🌟🌟🌟🌟🌟🌟

    11. Juni 2025

  • mitbuchundherz
    mitbuchundherz

    42 Follower

    3,5

    Starker Anfang, fesselnder Schreibstil, interessante Themen aber leider hat sich das Buch irgendwann in eine Richtung entwickelt die ich nicht erwartet und nicht ganz verstanden habe.

    Das erste was ich mich gefragt habe, als ich das Buch anfing zu lesen war, warum ich nicht schon früher ein Buch von Jenny-Mai Nuyen gelesen habe, denn ihr Schreibstil fesselte mich sofort. Ich fand den Charakter von Nino sehr gut ausgearbeitet und interessant dargestellt. Ich mochte die Art und Weiße wie die Autorin die Dinge beschreibt und wie nachdenklich Nino oftmals erschien. Dank dem interessanten Schreibstil der Autorin fand ich also schnell einen Draht zu Nino und flog quasi gerade zu durch die erste Hälfte des Buches. Auch vom Thema war ich sehr angetan und ich habe spannend verfolgt wie Nino herauszufinden versucht, wie er seinen eigenen Tod verhindert oder was mit ihm passieren wird. Ich fand es sehr spannend zu lesen welche Überlegungen und Theorien die Figuren zu Seelen, dem Leben und dem Tod an sich hatten und auch die Gabe(n) der Figuren hat mich fasziniert. Das Nino den Tod anderer sehen kann hat mich schon auf dem Klappentext angesprochen und mich erst dazu bewegt das Buch zu lesen, allerdings hätte es davon für mich auch etwas mehr sein dürfen. Zwischendurch gab es immer wieder Kapitel, die anders als das Buch nicht aus der Erzählperspektive, sondern aus der "Du" Perspektive geschrieben wurden und nicht in der Vergangenheit spielten, sondern im "Jetzt". Was für mich sehr verwirrend war, weil ich direkt angesprochen wurde, was mich aber dann nicht groß störte und mein einziger Kritikpunkt gewesen wäre, wenn sich die Geschichte so weiterentwickelt hätte. In der zweiten Hälfte des Buches dann, als Noir eine immer größer werdende Rolle spielte, wurde das Buch für mich dann schwächer. Noir war zu Anfang noch sehr geheimnisvoll, was noch recht spannend war, doch sobald die beiden sich näher kamen änderte die Geschichte irgendwie komplett die Richtung, von dem was ich so spannend fand, hin zu einer Storyline die ich nicht wirklich verstand. Vielleicht fehlt mir dazu genügend Interpretationsvermögen aber das ruinierte mir ein bisschen das Buch, auch einfach weil ich diese Wendung überhaupt nicht kommen sah und nicht erwartet hätte. Ich habe so gespannt die Seelentransplantation verfolgt, das ich den Absprung in die Sucht nicht richtig mitbekommen habe. Ich denke schon, das die Wendung einen Sinn hatte und ich kann nicht mal ganz behaupten das ich Ninos Handlungen nicht nachvollziehen konnte, denn irgendwie macht es Sinn. Trotzdem bleibe ich am Ende mit einem großen Fragezeichen zurück. Vielleicht weil ich nicht genug Interpretationsvermögen habe, vielleicht weil ich gar nicht interpretieren möchte, vielleicht weil ich einfach nur verwirrt bin und mit dem Ende nicht ganz so zufrieden. Trotzdem hat das Buch Eindruck hinterlassen und ich habe Ninos Geschichte gerne gelesen und verfolgt. Ich mochte die Handlung, zumindest in der ersten Hälfte des Buches, fand die Grundidee interessant und liebte den Schreibstil, weswegen das definitiv nicht mein letztes Buch der Autorin war.

    Starker Anfang, fesselnder Schreibstil, interessante Themen  aber leider hat sich das Buch irgendwann in eine Richtung entwickelt die ich nicht erwartet und nicht ganz verstanden habe.

    14. Juli 2023

  • tintenhain
    tintenhain

    411 Follower

    4,0

    Seit dem Autounfall, bei dem seine Eltern starben und den Nino Sorokin nur knapp und schwer verletzt überlebte, kann er erkennen, wann jemand sterben muss. Auch sein eigener Todeszeitpunkt ist ihm bekannt. Mit 24 Jahren wird er sterben, er weiß nicht warum und wie, aber dass ihm nicht mehr viel Zeit bleibt, sein Schicksal zu ändern. Kurz vor seinem 24. Geburtstag stoßen Nino und seine Freunde auf einen mysteriösen Zirkel, der mit Gläserrücken unter Drogeneinfluss, Kontakt zum Jenseits aufnimmt. Bei Nino funkioniert das so erstaunlich gut, dass der undurchsichtige Meister und Mentor Monsieur Samedi auf Nino aufmerksam wird. Nino lässt sich auf ein gefährliches Spiel ein, nicht zuletzt, weil die unnahbare Noir, ein zerbrechlich schönes Mädchen, das bei Monsieur Samedi lebt, eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf ihn ausübt. Als ich das Buch zum ersten Mal in der Hand hielt, war ich sehr angetan von der schönen Aufmachung. Das Cover zeigt die zerbrochene Autoscheibe vom Unfall der Eltern. Dieses Motiv wiederholt sich im Buch als Ankündigung des zweiten Erzählstranges, der im JETZT aus der Ich-Perspektive Ninos erzählt. Der Haupterzählstrang findet in der dritten Person als Rückblende statt. Zum Ende des Buches finden die beiden Stränge zueinander und verschmelzen in der Gegenwart. Ich muss sagen, ich habe mich zu Anfang doch sehr schwer getan, in die Geschichte hineinzufinden. Die “Vorblenden” in das Jetzt habe ich nur schwerlich in einen Zusammenhang bringen können, sie haben mich eher verwirrt. Wirklich verstanden habe ich sie erst als ich sie nach Beenden des Buches noch einmal las. Der Schreibstil Jenny-Mai Nuyens ist toll, auch wenn ich teilweise das Gefühl hatte, dass sie in der Konstruktion der Sätze übertrieben hat. Manches las sich wie aus einem Schreibseminar und wirkte eher aufgesetzt. Das hat mich beim Lesen auch gestört, aber etwa ab der Hälfte wurde das Lesen angenehmer und flüssiger. Ab und zu verliert sich die Autorin auch ins Philosophische, was der Geschichte den Drive nimmt. Andererseits bleibt soviel Spannung, dass ich mich nicht aufs Nachdenken und Philosophieren einlassen konnte. Nicht nur die Protagonisten, sondern auch die Nebenfiguren des Buches sind plastisch und bleiben im Gedächtnis, auch wenn mir das Gefühl in der Beziehung zwischen Nino und Noir gefehlt hat. Der Begriff der Liebe muss irgendwie ein anderer sein als in meiner Vorstellung. dafür dass Nino jemand ist, “der lieben kann”, bleibt er mir zu oberflächlich und sowohl die Liebe zu seiner Schwester als auch die zu Noir bleibt mir zu blass und emotionslos. Ein wenig Schwieirgkeiten hatte ich auch mit dem sorglosen und unkritischen Umgang mit Drogen aller Art, auch wenn zum Ende des Buches klarer wird, warum Drogen und Zigaretten eine zentrale Rolle spielen müssen. Bis dahin wirkt es eher verherrlichend, was ich für bedenklich halte. Hat man “Noir” erst einmal gelesen, ist es richtig gut, man muss nur dranbleiben. Vieles erschließt sich wirklich erst ganz zum Schluss und ich denke auch, dass “Noir” ein Buch ist, das man zweimal lesen muss. Ich kann mir gut vorstellen, das man dann mehr Muße hat, Jenny-Mai Nuyens Gedanken zu Leben, Seele, Unendlichkeit und dem “Tropfen im großen Fluss” besser zu folgen. © Tintenhain www.tintenhain.de

    23. Sept. 2022

3 von 7 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Jenny-Mai Nuyen

Jenny-Mai Nuyen wurde 1988 als Tochter deutsch-vietnamesischer Eltern in München geboren.Geschichten schreibt sie, seit sie fünf ist, mit zehn folgte das erste Drehbuch, mit dreizehn ihr erster Roman. Seit ihrem literarischen Debüt «Nijura – das Erbe der Elfenkrone» gilt sie als eine der größten Entdeckungen der letzten Jahre. Nach einem Filmstudium an der New York University lebt Jenny-Mai Nuyen heute in Berlin, studiert Philosophie und widmet sich dem Schreiben.

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