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Romane

Wir kommen zurecht

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Über das Buch

Philipp hat gelernt, sich am Riemen zu reißen, den Mund zu halten und niemandem auf die Nerven zu gehen. Er ist fast achtzehn und steht kurz vor dem Abi. Sein Vater, ein erfolgreicher Chirurg, hat eine neue Freundin und »stemmt die Welt«, während seine Mutter nur noch ab und zu verschwommenen in seinen Gedanken auftaucht. Halt findet Philipp bei seinem besten Freund Lorenz, mit dem er fast alles teilt, bis auf seine unklaren Erinnerungen an einen Hund oder seine wilde Liebe zu Studentin Mascha. Als die Polizei anruft und wieder einmal nach Philipps Mutter sucht, muss er sich entscheiden, ob er weiterhin unsichtbar bleiben will oder endlich für sich selbst einsteht. Annika Büsing hat ein zartes, genau beobachtetes Buch über eine Familie geschrieben, die an der psychischen Erkrankung der Mutter fast zerbricht. Ganz nah kommt sie dem Denken, Fühlen und Leben ihrer Figuren. Wie durch ein Vergrößerungsglas blickt Wir kommen zurecht darauf, was Familie sein kann. Die, in die man hineingeboren wird und die, die man sich wählt.

Editionen (2)

ISBN9783969994542
VerlagSteidl Verlag
Erscheinungsdatum17.07.25
Seitenzahl288

Merkmale

2 Bewertungen

SympathischGlaubwürdigVielschichtigEntwickelndNachdenklichHerzerwärmend

Rezensionen & Bewertungen

141 Bewertungen

35 Rezensionen

4,1

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  • _butterblume_
    _butterblume_

    594 Follower

    5,0

    "Auf dem Weg hatte er seine Kopfhörer auf und tauchte ab in eine Welt, in der die Dinge an ihrem Platz waren: Das Herz in der Brust, die Gedanken im Kopf und die Erinnerungen ganz oben im Regal." "Ist es falsch, wenn man versucht, etwas richtig zu machen?" "Ne" sagte Lemmy, "aber es ist auch nicht richtig, wenn man immer versucht, nichts falsch zu machen." Die Geschichte von Philipp, der kurz vor dem Abitur steht und versucht mit sich und der Welt zurecht zu kommen. Eine komplizierte Welt für ihn, seine Eltern sind schon seit langer Zeit geschieden. Sein Vater, bei dem Philipp lebt, ist ein erfolgreicher Chirurg und hat wenig Zeit, Geduld und Verständnis für seinen Sohn und seine psychisch kranke Mutter taucht immer wieder mal auf und stellt seine Ordnung komplett auf den Kopf. Er erträgt solche Ereignisse und versucht möglichst wenig aufzufallen, Halt und Verständnis findet er nur bei seinem besten Freund Lorenz. "Wie durch ein Vergrößerungsglas blickt Annika Büsing darauf, was Familie sein kann. Die, in die man hineingeboren würde und die, die man sich wählt." (Klappentext) Annika Büsing ist wieder ein fesselnder Roman gelungen, in dem die Charaktere sehr fein und trotzdem stark gezeichnet sind. Gewohnt feinfühlig, empathisch und berührend geschrieben hat mich auch dieser Roman wieder begeistert. Deswegen gibt's von mir auf jeden Fall eine Leseempfehlung ⭐

    4. Juni 2025

  • 5,0

    Rezension nach Datum der Veröffentlichung ☺️

    22. Jan. 2025

  • laroute
    laroute

    131 Follower

    5,0

    Auch das dritte Buch von Annika Büsing habe ich sehr gerne gelesen. Es hat gar nicht die große Story, sondern eher einen Ausschnitt aus dem Leben von Philipp, seiner Familie und anderen Menschen, die für ihn wichtig sind. Dabei geht es ungefähr um die Zeit, in der Philipp 18 wird und Abitur macht. Man kann das Buch aber auch gut lesen, wenn man ein paar Jahre älter ist (die Autorin ist Jahrgang 1981). Sehr gut hat mir gefallen, wie vielschichtig die einzelnen Menschen erzählt werden. Nacheinander kommen im Laufe des Buches alle Personen mal in den Fokus und man erfährt näheres über ihre Gedanken und Beziehungen zueinander. Thematisch geht es neben dem Erwachsenwerden auch um die Beziehung zu den Eltern, Freundschaften, Liebesbeziehungen und zentral um die psychische Erkrankung von Philipps Mutter.

    22. Feb. 2026

3 von 35 Rezensionen

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Seitenbasierte Kommentare

Seite 18263%

Der Satz " Es ist schwierig für einen vierzehnjährigen , aus einem CT die Worte " Ich liebe Dich " herauszulesen. - Der Satz hat mich auflachen lassen. So treffend, wenn man hilflos ist, seine Gefühle zu zeigen .

Autorin / Autor

Über Annika Büsing

Annika Büsing, geboren 1981, wurde für ihren ersten Roman Nordstadt (2022) mit dem Mara-Cassens-Preis, dem Deutschen Jugendliteraturpreis und dem Literaturpreis Ruhr ausgezeichnet. Nominiert war sie für den Bayerischen Buchpreis, den Debütpreis des Harbour Front Literaturfestivals sowie den Bloggerpreis Das Debüt. 2023 erschien ihr zweiter Roman Koller, nominiert für den Evangelischen Buchpreis und den Preis Das zweite Buch der Christian & Ursula Voß Stiftung. Beide Romane von Annika Büsing wurden für die Bühne adaptiert. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in Bochum, wo sie an einem Gymnasium unterrichtet. Sie hat evangelische Theologie und Germanistik an der TU Dortmund studiert und einige Zeit auf Island und in Hamburg verbracht.

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