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Was die Nacht verschweigt: Die Fortsetzung von WAS DIE TOTEN BEWEGT – Eine packende und atmosphärische Erzählung in der Tradition von Edgar Allan Poe

4,0(561)
Sprache
Deutsch
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Über das Buch

Alex Easton kehrt in einem neuen unheimlichen Abenteuer zurück. Alex Easton möchte der guten Miss Potter, einer Freundin, einen Gefallen tun und reist nach Gallazien. Dort findet Alex ihr Haus allerdings leer vor und der Hausmeister ist tot und über allem hängt eine unheimliche Stille. Die Einheimischen wollen nicht darüber sprechen, was passiert ist. Und keiner von ihnen will einen Fuß auf das Gelände setzen. Die Dorfbewohner flüstern etwas von einer unheimlichen Kreatur aus dem gallazischen Volksglauben. Easton weiß, dass nicht allzu viel Wert auf den Aberglauben der Einheimischen gelegt werden sollte, aber als beängstigende Visionen für schlaflose Nächte sorgen und sich die seltsamen Ereignisse häufen, bleibt keine Wahl, als sich dem dunklen Schatten zu stellen, der über dem Haus hängt … Die Fortsetzung von T. Kingfishers Bestseller-Novelle Was die Toten bewegt.

Editionen (1)

ISBN9783986665883
VerlagCross Cult Entertainment
Erscheinungsdatum23.10.24
Seitenzahl192

Merkmale

4 Bewertungen

AnschaulichGlaubwürdigSympathischSpannendVielschichtigMittel

Rezensionen & Bewertungen

561 Bewertungen

133 Rezensionen

4,0

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  • mateicee
    mateicee

    322 Follower

    3,0

    T. Kingfishers Was die Nacht verschweigt versteht sich offensichtlich als Hommage an den frühen Horror, an jene Erzähltradition, in der das Unheimliche vor allem in Zwischenräumen entsteht: in verschwiegenen Dörfern, in Andeutungen, im Schweigen der Figuren. Die Novelle beginnt mit einer Atmosphäre, die viel verspricht – ein abgelegenes Jagdhaus, ein Dorf, das sich in sich selbst verschließt, und eine Folklore, die im Hintergrund zu rumoren scheint. Doch je weiter die Erzählung voranschreitet, desto deutlicher zeigt sich, dass viele dieser vielversprechenden Elemente nur skizziert bleiben und nicht zu jener erzählerischen Tiefe finden, die ein Werk dieser Art tragen müsste. Die Erzählerfigur Alex Easton steht dabei im Zentrum eines merkwürdigen Widerspruchs. Ostensibel traumatisiert und weltmüde, zugleich aber naiv und herablassend, wirkt Easton weniger wie ein literarisch komplexes Subjekt, sondern eher wie eine Konstruktion, deren widersprüchliche Eigenschaften nicht zu einem inneren Zusammenhang finden. Obwohl die Geschichte aus seiner Perspektive erzählt wird, entsteht kaum jene Nähe, die es erlauben würde, das Geschehen emotional oder psychologisch zu verorten. Easton beobachtet und kommentiert, hält sich aber merkwürdig unbeteiligt an allem, was geschieht, sodass seine Distanz zu Menschen, Kultur und Folklore nicht als bewusstes Stilmittel, sondern eher als narrative Lücke erscheint. Auch das zentrale mythologische Element, die Moroi, bleibt schemenhaft in einem Maße, das nicht zu produktiver Unheimlichkeit führt, sondern zu einem Gefühl der Unausgereiftheit. Die Figur wirkt weniger wie ein mythisches Wesen mit erzählerischer Kraft und mehr wie eine Idee, die nicht zu Ende gedacht wurde. Ihre Präsenz bleibt symbolisch – Atemnot, Krankheit, Auszehrung –, ohne jene mythopoetische Tiefe zu erreichen, die dem Text eine echte metaphysische Dimension geben könnte. Wo Lovecraft oder Poe Bedeutung erzeugen, indem sie Räume des Unwissens öffnen, bleibt hier eher das Gefühl zurück, dass das Erzählte selbst nicht ausreichend entwickelt wurde. Dazu kommt eine Struktur, der man die Kürze des Buches deutlich anmerkt. Motive wie das verschlossene Dorf, der mysteriöse Tod des Verwalters, die Rituale der Witwe oder die zarten Entwicklungen zwischen Agnus und Miss Potter werden angerissen, aber nie in ihrer Bedeutung oder Wirkung entfaltet. Viele Handlungsstränge verlaufen ins Leere, atmosphärisch starke Ansätze werden liegen gelassen, und der Schluss kommt so plötzlich, dass er die zuvor aufgebauten Themen nicht verbindet, sondern lediglich beendet. Statt einer verdichteten Auflösung entsteht ein abruptes Verstummen, das weniger wie literarische Entscheidung wirkt, sondern wie ein abgebrochener Gedanke. So bleibt Was die Nacht verschweigt ein Werk voller spannender Ansätze, das atmosphärisch und stilistisch durchaus den Wunsch erkennen lässt, an die Tradition der subtilen Horrorliteratur anzuknüpfen, zugleich aber an seiner eigenen Kürze und Unentschlossenheit scheitert. Die Novelle liest sich wie der Entwurf eines größeren, dichter erzählten Buches – interessant im Klang, doch unvollständig in Form und Ausführung. Drei von fünf Sternen erscheinen angemessen: für Idee und Ton, weniger für die literarische Umsetzung.

    27. Nov. 2025

  • horrorlove2001
    horrorlove2001

    191 Follower

    4,0

    Gelungene Fortsetzung

    Ich mochte den zweiten Teil sehr gerne. Es war toll, Alex, Mrs Potter und Angus wieder zu treffen. Gerade Alex mag ich auch sehr gerne. Die Story an sich fand ich spannend, wobei erst im Mittelteil wirklicher Grusel aufkam, wie ich fand, dass hat meinem Lesevergnügen allerdings keinen Abbruch getan. Ich mochte auch wieder sehr den flapsigen Humor, der auch hier wieder öfter mal durchblitzte. Alles in allem eine gelungene Fortsetzung, obwohl ich den ersten Teil einen Tacken besser fand. Eine Leseempfehlung für diejenigen die Was die Toten bewegt bereits gelesen haben.

    18. Feb. 2026

  • 4,0

    Eine Rückkehr zum Ursprung des Unbehagens

    Was die Nacht verschweigt ist der zweite Band der Reihe von T. Kingfisher und knüpft nahtlos an die Qualitäten des Vorgängers an. Wie bereits im ersten Teil zeichnet sich die Geschichte durch eine unheimliche und düstere Atmosphäre aus, in der vor allem die Natur als die Wurzel alles Bösen fungiert. Die Autorin bleibt ihrer Tradition treu und liefert ein weiteres Mal ein interessantes sowie kurzweiliges Abenteuer ab, das die Leserschaft schnell in seinen Bann zieht. Im Mittelpunkt steht unsere Hauptfigur, die nach den vorangegangenen Ereignissen in ihre Heimat zurückkehrt, um auf dem familiären Anwesen Ruhe zu finden. Das Grauen im Schutz der Jagdhütte Doch die vermeintliche Sicherheit der elterlichen Jagdhütte erweist sich schnell als Trugschluss. Es wird zügig klar, dass auch mit diesem Herrenhaus etwas ganz und gar nicht stimmt. Die bedrohliche Stimmung baut sich subtil auf, während die wahre Gefahr viel zu spät erkannt wird. Was als Heimkehr beginnt, entwickelt sich dadurch rasch zu einem spannenden Kampf zwischen Leben und Tod. Kingfisher versteht es dabei meisterhaft, das Gefühl von Isolation und das unheimliche Eigenleben der Umgebung einzufangen, was diesen zweiten Band zu einer ebenso packenden Erfahrung macht wie den ersten Teil. Fazit und Empfehlung Wer bereits den ersten Band verschlungen hat, wird auch von dieser Fortsetzung begeistert sein. Das Buch ist die ideale Wahl für alle, die atmosphärischen Schauer und Geschichten über verfluchte Orte lieben. Durch die geringe Seitenanzahl und den gewohnt flüssigen Schreibstil eignet sich der Roman perfekt als intensive Lektüre für zwischendurch, die zwar eine wohlige Gänsehaut garantiert, aber dennoch den typischen, leichtfüßigen Ton der Autorin beibehält.

    Eine Rückkehr zum Ursprung des Unbehagens

    28. Apr. 2026

3 von 133 Rezensionen

Autorin / Autor

Über T. Kingfisher

T. Kingfisher ist das Pseudonym von Ursula Vernon. Die in North Carolina lebende mehrfach preisgekrönte Autorin und Illustratorin ist vor allem für ihre Kinderbücher bekannt. Sie wurde bereits für den Ursa Major Award und den Eisner Award nominiert und gewann 2015 den Nebula Award für die beste Kurzgeschichte und 2017 den Hugo Award für die beste Novelle. Ihr Debüt-Horrorroman wiederum wurde 2020 mit dem Dragon Award für den besten Horrorroman ausgezeichnet. 2023 erschien von ihr in Deutschland Wie man einen Prinzen tötet.

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