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Warum Frauen im Sozialismus besseren Sex haben

4,1(26)
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Über das Buch

Im August 2017 sorgte ein Beitrag von Kristen R. Ghodsee in der New York Times für Furore. Der Titel: Warum Frauen im Sozialismus besseren Sex hatten. Bei »Sozialismus« mögen viele an alte Männer in grauen Anzügen denken. Tatsächlich aber garantierten zahlreiche sozialistische Länder ihren Bürgerinnen durch die Integration in den Arbeitsmarkt, Lohngleichheit und eine aktive Sozial- und Familienpolitik ein hohes Maß an ökonomischer Unabhängigkeit. Das erlaubte vielen Frauen, ihre Partner nicht nur unter dem Gesichtspunkt wirtschaftlicher Absicherung, sondern eben auch unter dem der individuellen Entfaltung zu wählen.

Dreißig Jahre nach dem Ende des Staatssozialismus blickt die Historikerin und Ethnografin zurück und untersucht die Auswirkungen der kapitalistischen Transformation auf die Leben von Frauen. Die Lasten einer unregulierten Wirtschaft, so das Ergebnis ihres Essays, den sie nun erweitert als Buch vorlegt, tragen vor allem Frauen. Und sie sind es, die durch eine gerechtere Gesellschaft am meisten zu gewinnen haben.

Editionen (1)

ISBN9783518075142
VerlagSuhrkamp
Erscheinungsdatum29.10.19
Seitenzahl277

Rezensionen & Bewertungen

26 Bewertungen

5 Rezensionen

4,1

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  • bookloversister
    bookloversister

    21 Follower

    4,0

    Spannendes und wichtiges Buch!

    Ich würde sagen, von den feministischen und politischen Büchern die ich bisher gelesen habe, ist dieses bis jetzt das Komplexeste - und ich fand es richtig gut und spannend! Gerade der Aspekt bezüglich des Sozialismus und den Ideen bzw. Gedankengängen, warum der Kapitalismus uns allen schadet, ganz besonders aber eben Frauen, hat bei mir viele Gedanken angestoßen - denn was auch immer die Alternative sein könnte, der Kapitalismus ist keinesfalls alternativlos. Ich denke keine Frau überrascht es, wie wütend man wird, wenn man solche Bücher liest und das ist definitiv auch hier der Fall. Mir hat richtig gut gefallen, wie wissenschaftlich begründet die Aussagen sind und wie viele Namen, Persönlichkeiten und Bezüge genannt und hergestellt wurden, sodass dieses Buch nach der letzen Seite nicht zu Ende ist mit seiner Wirkung - sondern eigentlich gerade erst anfängt 😊.

    18. Apr. 2026

  • lea.liebt.books
    lea.liebt.books

    86 Follower

    4,5

    ich habe viel gelernt!

    Ein so so wichtiges und großartiges Buch, welches mich trotz der ganzen Fachbegriffe und Personen komplett gefesselt hat. Ich habe viel gelernt, geschimpft, gegoogelt und nachgedacht. Ich denke an sich ist das Buch nicht unbedingt was für Einsteiger im Bereich Feminismus und Solzialismus, mich hat es aber nicht gestört, dass ich viel nicht auf Anhieb verstanden habe und ein bisschen recherchieren musste. Es war mein erstes feministisches Buch und bleibt definitiv nicht mein letztes! Kanns allen, die sich mit dem Thema auseinandersetzen wollen wirklich nur ans Herz legen.

    5. Apr. 2026

  • myfantasticworld
    myfantasticworld

    10 Follower

    4,0

    Viel gelernt, gelacht, gegrübelt und viel gegoogelt

    Habe das Buch ausgeliehen, da ich mich mal an etwas schwereres trauen wollte und das war genau das richtige. Tolle Abwechslung zwischen Statistiken, Studien, persönlichen geschichten und Analysen. Ich musste “große” Wörter googeln, was nicht schlimm war da es mir mit meiner allgemeinen politischen und geschichtlichen Bildung geholfen hat. Hoffen wir mal das mehr (vorallem Männer) dieses Buch lesen, ich fühle mich nämlich ziemlich gesehen und gehört in diesem Buch. Auf einmal wirkt alles nicht mehr so kompliziert und verstrickt wenn es um politische Zukunft geht.

    12. Apr. 2025

3 von 5 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

Seite 3713%
lazyliterature
lazyliterature28. Apr. 2026

Schnell wird klar, dass das Nationalstaatsinteresse überwiegt und dadurch Frauen aus der „Heimchen am Herd“-Rolle rausgeholt werden können. Aber nur dann, wenn der Nationalstaat seine Errungenschaften und seine Vorherrschaft im Nationalstaatsensemble gefährdet sieht. Amerika lässt Frauen bei der Bildung zu, aus Angst, dass die sozialistischen Staaten ihnen die vordersten Plätze wegschnappen im Staaten-Gerangel. Frauen dürfen an den Olympischen Spielen teilnehmen, weil sie dann mehr Medaillen nach Hause bringen können - auch hier wieder die Staatenkonkurrenz als für mich einziger Grund, weshalb sozialistische Ideen umgesetzt worden sind. Es ist ekelhaft, wie der Neoliberalismus das alles kaputt gemacht hat über die letzten Jahrzehnte.

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Autorin / Autor

Über Kristen R. Ghodsee

Kristen R. Ghodsee, geboren 1970, ist Professorin für Russische und Osteuropäische Studien an der University of Pennsylvania. Sie schreibt unter anderem für The New York Times, Washington Post und The New Republic. 2019 erschien Warum Frauen im Sozialismus besseren Sex haben. Das Buch wurde in vierzehn Sprachen übersetzt. Zuletzt wurde im Suhrkamp Verlag Utopien für den Alltag. Eine kurze Geschichte radikaler Alternativen zum Patriarchat (2023) veröffentlicht.

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