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Biografien

... trotzdem Ja zum Leben sagen

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Über das Buch

In seinem Buch. trotzdem Ja zum Leben sagen. Ein Psychologe erlebt das Konzentrationslager verarbeitete Viktor E. Frankl seine Eindrücke und Erfahrungen in Konzentrationslagern. Schon kurz nach Ende des Krieges vertrat er die Ansicht, dass vor allem Versöhnung einen sinnvollen Ausweg aus den Katastrophen des Weltkrieges und des Holocaust weisen könne. Er will nicht Mitleid erregen oder Anklage erheben. Noch weniger geht es um die Situation des Grauens. Sein Buch soll und kann vielmehr Kraft zum Leben geben. trotzdem Ja zum Leben sagen ist ein Buch, das über Jahrzehnte die Menschen bewegt. Die englische Fassung Mans’s Search for Meaning wurde bereits in 26 Sprachen übersetzt und hat eine Gesamtauflage von über 10 Millionen Büchern erreicht. Es wurde in die Liste der zehn einflussreichsten Bücher in Amerika aufgenommen. Ergänzt wird diese Lesung um ein rares Originaldokument: Ausschnitte einer Rede, die Viktor Frankl 1988 auf dem Wiener Rathausplatz anlässlich des 50. Jahrestages des Hitler-Einmarsches in Österreich hielt.

Editionen (7)

ISBN9783829118781
VerlagUniversal Music
Erscheinungsdatum13.04.07

Rezensionen & Bewertungen

376 Bewertungen

43 Rezensionen

4,2

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  • 5,0

    Hoffnung zwischen den Trümmern der Menschlichkeit

    Dieses Buch ist kein gewöhnliches Werk der Psychologie. Es ist ein Zeugnis des Überlebens – nicht nur des Körpers, sondern vor allem der Seele. Viktor E. Frankl schreibt in „…trotzdem Ja zum Leben sagen“ nicht mit Pathos, sondern mit einer stillen, beinahe nüchternen Klarheit über das Unvorstellbare: seine Zeit in den Konzentrationslagern der Nationalsozialisten. Und gerade diese Klarheit trifft mitten ins Herz. Was mich tief bewegt hat, ist das radikale Menschsein, das Frankl selbst im Angesicht des Entsetzlichsten nicht aufgibt. Inmitten von Hunger, Gewalt, Entmenschlichung, wo alles Sinnlose überhandnimmt, stellt er die vielleicht größte Frage: Wofür lebe ich? Seine Antwort ist keine billige Hoffnung, sondern eine philosophische Überzeugung, geboren aus dem Leiden selbst: Der Mensch ist frei, sogar im Leiden, eine Haltung einzunehmen. Diese Erkenntnis ist nicht abstrakt, sondern wurde in Baracken, bei Zwangsarbeit, im Angesicht des Todes geboren. Frankls Logotherapie, seine psychologische Antwort auf existenziellen Schmerz, ist mehr als Theorie. Sie ist gelebte Philosophie. Das Zusammenspiel von Psychologie und Philosophie in diesem Buch fühlt sich nicht konstruiert an, sondern wie eine einzige, dringliche Suche nach Sinn. Nicht trotz, sondern wegen des Grauens, das er erlebt hat. Dabei vermeidet Frankl jegliches moralische Urteil oder emotionale Überhöhung. Er beschreibt beobachtend, mitfühlend, fast medizinisch, was es heißt, Mensch zu bleiben in einer Welt, die alles Menschliche vernichten will. Das macht dieses Buch so kraftvoll: Es schreit nicht, es flüstert. Und doch hallt es lange nach. „…trotzdem Ja zum Leben sagen“ ist ein zutiefst menschliches Buch über Unmenschlichkeit. Es verbindet die dunkle Realität der NS-Konzentrationslager mit einer psychologischen und philosophischen Tiefe, die tröstet, ohne zu beschönigen. Wer begreifen will, wie der Mensch selbst im Abgrund noch Sinn finden kann, wird hier nicht nur Antworten finden – sondern auch Demut. „Wer ein Warum zu leben hat, erträgt fast jedes Wie.“ ~ Nietzsche

    22. Apr. 2025

  • buecherbunzel
    buecherbunzel

    515 Follower

    2,0

    Erwartungsgemäß erschreckend und berührend, jedoch sehr anspruchsvoll.

    Der österreichische Psychologe Viktor E. Frankl musste mehrere Jahre in unterschiedlichen deutschen Konzentrationslagern verbringen. In seinem Buch „…Trotzdem Ja zum Leben sagen“ beschreibt Frankl die unterschiedlichen Phasen der Gefangenschaft und beschreibt diese aus psychologischer Sicht. Neben dem notwendigen „Mindset“, welches nötig war, um die unfassbar grausame Zeit überleben zu können, geht Frankl auch auf Themen wie Sexualität, Religion oder Kunst im KZ ein. Ich muss hier in meiner Bewertung differenzieren. Inhaltlich ist dieses Buch wichtig und lehrreich. Es berührt und erschreckt immer wieder aufs Neue, auch wenn vieles bekannt ist. Wäre dies mein erstes Buch zu dieser schrecklichen Thematik, hätte ich ggf. zusätzlich anders bewertet, für mich persönlich gab es wenig Neues. Etwas unfair vielleicht, denn ich habe deutlich spätere Werke eben früher gelesen. Neu war für mich die psychologische Kurzbetrachtung nach der Befreiung und die Beschreibung der Depersonalisation und deren Folgen. Dies wiederspricht mM hingegen dem Klappentext, in dem es heißt „Die Erinnerungen sollen Kraft zum Leben geben“. Was ich ebenfalls schwer bewerten kann, ist der Schreibstil. Dieser hat sich seit Ersterscheinung 1946 scheinbar nicht anpassen lassen und ist entsprechend anspruchsvoll. Selbst bei Verzicht oder Abänderung einiger sehr alter -und mir teilweise nicht bekannter Wörter, würde dies am Stil nur bedingt etwas ändern. Flüssiges Lesen war mir nicht möglich, mehrfach musste ich Seiten mehrmals lesen und war danach trotzdem nicht schlauer. Zugegeben, wird auch an mir liegen😅 Als „neutraler“ Leser ohne engere Verbindung zur Psychologie, würde ich zur Aufarbeitung und zum Lehren andere Bücher empfehlen. Ob es sich um ein Werk handelt, welches bei der Selbstfindung hilft oder zum Mut machen anregt, möchte ich nicht beurteilen.

    Erwartungsgemäß erschreckend und berührend, jedoch sehr anspruchsvoll.

    27. Juli 2025

  • daniela2606
    daniela2606

    142 Follower

    5,0

    Ein etwas anderer Bericht über das „Leben“ im KZ. Wie macht ein Mensch anderen Menschen Hoffnung in einer Zeit und an einem Ort an dem kaum Hoffnung besteht den nächsten Tag zu überleben. Frankl ist Psychologe und genau so betrachtet er die Zeit. Mit viel Überlebenskampf macht er anderen Mut, um vielleicht nicht selbst die Hoffnung und den Verstand zu verlieren, mit dem täglichem Gewalt, Terror und Tod umzugehen.

    8. Apr. 2026

3 von 43 Rezensionen

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