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„Zur Königin erwählt“ von Laura Sebastian ist das Finale der „Thrones & Curses“-Trilogie. Fantasy für Jugendliche ab 14 Jahren. Erneut knüpft die Geschichte nahtlos an seinen Vorgänger an. Beatriz findet sich wider Willen in Cellaria wieder und sieht sich erneut mit einer Zwangsehe konfrontiert. Daphne hat sich endlich gegen die Kaiserin ausgesprochen und muss sich ihr prompt stellen. Violie hat Sophronias Platz eingenommen und versucht gemeinsam mit Leopold, Temarin aus den Klauen Bessemias zu befreien. Ich kann nur sagen: was ein Abschluss! Sebastian ist es tatsächlich gelungen, sich mit jedem Band zu steigern. Die Entwicklung aller Charaktere, egal ob Haupt- oder Nebenfiguren, ist einfach großartig. Das ist auch gut so, denn bis zum Schluss liegt der Fokus aller drei Bände eben auf den Charakteren anstelle großer Action. Langweilig wird es trotzdem nicht, eher im Gegenteil. Schon in „Für die Krone geboren“ steigert sich das Tempo zusehends, in „Zur Königin erwählt“ legt Sebastian noch eine Schippe drauf. Was die „Thrones & Curses“-Trilogie in seiner Gesamtheit nun zu einem Highlight für mich macht, ist aber etwas ganz anderes: denn Sebastian schreibt hier tatsächlich eine Reihe von Frauen für Frauen. Zwar werden viele Bücher damit beworben, aber dies ist ungelogen das erste Mal, dass es zu 100 % stimmt. Natürlich gibt es relevante männliche Charaktere in der Reihe, aber die treibenden Kräfte liegen immer bei den Frauen. Die wahren Gegenspieler der Prinzessinnen? Die Kaiserin, die Königinmutter in Temarin, Gisella in Cellaria, die Himmelsdeuterin Aurelia in Friv. So mag es sein, dass sich Beatriz gegen die sexuellen Übergriffe des cellarischen Königs erwehren und Daphne gegen Attentäter kämpfen muss, doch die Strippenzieher sind immer weiblich. Ja, unsere Heldinnen sehen sich mit alltäglichen Sexismus konfrontiert, aber die einzig würdigen Gegner sind die genannten Damen. Dabei büßt keine dieser starken Frauen ihre Weiblichkeit ein. Sebastian macht aus ihnen keine Brienne von Tarth (obwohl ich überhaupt nichts dagegen hätte, mal wieder so einem Kaliber zu begegnen – dieser Charakter hat meinen größten Respekt!), sie gibt ihnen keine übernatürlichen Fähigkeiten (die eine Ausnahme mal ausgenommen). Unsere Pro- wie auch die Antagonistinnen sind unterschiedlich clever, haben unterschiedliche Talente, sind manipulativ und skrupellos – und vor allem sind sie alle in ihren jeweiligen Fachgebieten extrem gut ausgebildet. Gerade Letzteres lassen viele AutorInnen gerne unter den Tisch fallen. Ebenso sind eher negativ konnotierte Eigenschaften wie Manipulation und Skrupellosigkeit selten bei Protagonisten zu finden – für mich sind sie deswegen aber nicht weniger die Helden dieser Geschichte. Ebenso beeindruckt haben mich die rationalen und brutalen Entscheidungen, die die Prinzessinnen und ihre gefundenen Freunde stellenweise treffen müssen. Hut ab! Gleichermaßen erinnere ich mich an keinen einzigen Mord, der aus Freude am Leid anderer verübt wurde. Wie gesagt, auch die Protagonisten müssen unschöne Dinge in diesem Krieg tun, aber es wird nie verherrlicht, sondern als das Elend dargestellt, das es ist. Langer Rede, kurzer Sinn: Laura Sebastian hat sich mit dieser Reihe meinen Respekt verdient. Ganz klare Leseempfehlung – 5/5 Sterne.
15. Juni 2025
„Zur Königin erwählt“ von Laura Sebastian ist das Finale der „Thrones & Curses“-Trilogie. Fantasy für Jugendliche ab 14 Jahren. Erneut knüpft die Geschichte nahtlos an seinen Vorgänger an. Beatriz findet sich wider Willen in Cellaria wieder und sieht sich erneut mit einer Zwangsehe konfrontiert. Daphne hat sich endlich gegen die Kaiserin ausgesprochen und muss sich ihr prompt stellen. Violie hat Sophronias Platz eingenommen und versucht gemeinsam mit Leopold, Temarin aus den Klauen Bessemias zu befreien. Ich kann nur sagen: was ein Abschluss! Sebastian ist es tatsächlich gelungen, sich mit jedem Band zu steigern. Die Entwicklung aller Charaktere, egal ob Haupt- oder Nebenfiguren, ist einfach großartig. Das ist auch gut so, denn bis zum Schluss liegt der Fokus aller drei Bände eben auf den Charakteren anstelle großer Action. Langweilig wird es trotzdem nicht, eher im Gegenteil. Schon in „Für die Krone geboren“ steigert sich das Tempo zusehends, in „Zur Königin erwählt“ legt Sebastian noch eine Schippe drauf. Was die „Thrones & Curses“-Trilogie in seiner Gesamtheit nun zu einem Highlight für mich macht, ist aber etwas ganz anderes: denn Sebastian schreibt hier tatsächlich eine Reihe von Frauen für Frauen. Zwar werden viele Bücher damit beworben, aber dies ist ungelogen das erste Mal, dass es zu 100 % stimmt. Natürlich gibt es relevante männliche Charaktere in der Reihe, aber die treibenden Kräfte liegen immer bei den Frauen. Die wahren Gegenspieler der Prinzessinnen? Die Kaiserin, die Königinmutter in Temarin, Gisella in Cellaria, die Himmelsdeuterin Aurelia in Friv. So mag es sein, dass sich Beatriz gegen die sexuellen Übergriffe des cellarischen Königs erwehren und Daphne gegen Attentäter kämpfen muss, doch die Strippenzieher sind immer weiblich. Ja, unsere Heldinnen sehen sich mit alltäglichen Sexismus konfrontiert, aber die einzig würdigen Gegner sind die genannten Damen. Dabei büßt keine dieser starken Frauen ihre Weiblichkeit ein. Sebastian macht aus ihnen keine Brienne von Tarth (obwohl ich überhaupt nichts dagegen hätte, mal wieder so einem Kaliber zu begegnen – dieser Charakter hat meinen größten Respekt!), sie gibt ihnen keine übernatürlichen Fähigkeiten (die eine Ausnahme mal ausgenommen). Unsere Pro- wie auch die Antagonistinnen sind unterschiedlich clever, haben unterschiedliche Talente, sind manipulativ und skrupellos – und vor allem sind sie alle in ihren jeweiligen Fachgebieten extrem gut ausgebildet. Gerade Letzteres lassen viele AutorInnen gerne unter den Tisch fallen. Ebenso sind eher negativ konnotierte Eigenschaften wie Manipulation und Skrupellosigkeit selten bei Protagonisten zu finden – für mich sind sie deswegen aber nicht weniger die Helden dieser Geschichte. Ebenso beeindruckt haben mich die rationalen und brutalen Entscheidungen, die die Prinzessinnen und ihre gefundenen Freunde stellenweise treffen müssen. Hut ab! Gleichermaßen erinnere ich mich an keinen einzigen Mord, der aus Freude am Leid anderer verübt wurde. Wie gesagt, auch die Protagonisten müssen unschöne Dinge in diesem Krieg tun, aber es wird nie verherrlicht, sondern als das Elend dargestellt, das es ist. Langer Rede, kurzer Sinn: Laura Sebastian hat sich mit dieser Reihe meinen Respekt verdient. Ganz klare Leseempfehlung – 5/5 Sterne.
15. Juni 2025








