Blick ins Buch

Romane

Der scharlachrote Buchstabe

3,1(142)
Sprache
Deutsch
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Über das Buch

Amerika im 17. Jahrhundert: Eine Frau, des Ehebruchs schuldig, steht am Schandpfahl und verrät nicht, wer der Vater ihrer Tochter ist. Die gestrenge puritanische Obrigkeit verurteilt sie, als Zeichen ihrer Schande lebenslang einen scharlachroten Buchstaben zu tragen. Die Folgen dieser übertriebenen Moralvorstellungen und die Mechanismen der gesellschaftlichen Ausgrenzung schildert Nathaniel Hawthorne mit psychologischer Raffinesse. Sein Roman ist einer der wichtigsten amerikanischen Klassiker des 19. Jahrhunderts, als sich das moderne Amerika mit dem Blick in seine Geschichte neu erfand. Mit seiner glasklaren Neuübersetzung gibt Jürgen Brôcan dem Roman eine Gestalt für heutige Leser; im Anhang erläutert er die historischen und literarischen Hintergründe.

Editionen (35)

ISBN9783446244900
VerlagHanser, Carl
Erscheinungsdatum24.02.14
Seitenzahl480

Rezensionen & Bewertungen

142 Bewertungen

20 Rezensionen

3,1

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  • missesther
    missesther

    84 Follower

    2,0

    Starker Kern - Bröselnde Hülle

    Ich feiere Schachtelsätze. Ich benutze sie selber ausgiebig. Reihe ein Komma an das nächste, füge noch einen weiteren Einschub in den Einschub ein, möchte den Gedankenfluss nicht durch einen Punkt beenden, bis am Ende des Satzes nur noch ein verlassenes kleines Verb, bei dem fast jeder Leser, bis auf den leiderprobten vielleicht, schon längst vergessen hat, wozu es eigentlich gehört, steht. ;-) Aber diese „Kunst“ betreibt Nathaniel Hawthorne in einem Ausmaße, das auch mir die Freude daran verdirbt. Ich musste mich durch das vom Autor selbst verfasste Vorwort quälen. Danach lief’s zwar besser, aber so richtig warm geworden bin ich mit diesem Werk leider nicht, aufgrund der immer wiederkehrenden Ausschweifungen und äußerst langatmigen, blumig-dramatischen Beschreibungen, wie sie um 1850 nunmal heißgeliebt wurden. Inhaltlich hohes Begeisterungspotenzial à la Dostojewski: Schuld, Loyalität, Integrität, Sühne, Selbstverdammnis und eine Prise Liebe.

    7. Feb. 2026

  • kathrin_cgn
    kathrin_cgn

    136 Follower

    1,5

    Klassiker, hin oder her!

    Ja, ich verstehe, dass es ein wichtiger Klassiker ist. Dennoch hat es mir nicht so wahnsinnig gefallen und mich fast in eine fette Leseflaute gestürzt. Ich habe mich sehr gequält. Alle Charaktere waren mit unsympathisch, die Story war lahm und die langen verschachtelten Sätze sehr anstrengend zu lesen. Es passierte fast nichts, dennoch gab es viel Geschreibe drum rum. Keine Empfehlung von mir. Da gibt’s wesentlich tollere Klassiker, die einen Mehrwert haben.

    Klassiker, hin oder her!

    13. Okt. 2024

  • mizg
    mizg

    4 Follower

    3,0

    Wie viel Symbolik bekomme ich in einen Roman? Hawthorne: Ja

    Die metanarrativen Aspekte/Eingriffe, vor allem gegen Ende, waren beim Lesen sehr interessant. Die großen Symbole, Kritiken und Merkmale dringen zwar relativ einfach durch, aber irgendwann habe ich es nicht mehr ausgehalten in zig Zeilen lesen zu müssen wie jetzt die Blätter an welchem Ast wie das Licht durchlassen. Wiederholt hatte ich das Gefühl, dass Hawthorne für eine möglichst genaue Beschreibung den Lesefluss opfert. Es hat sich gelohnt, aber es ist unwahrscheinlich dass ich es nochmal durchlese.

    29. Jan. 2026

3 von 20 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Nathaniel Hawthorne

Nathaniel Hawthorne (1804-1864) lebte einen großen Teil seines Lebens in Salem (Massachusetts) und Umgebung. Seine Romane und zahlreichen Erzählungen erweisen ihn als einen der wichtigsten amerikanischen Autoren der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

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