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Romane

Der scharlachrote Buchstabe

3,1(141)
Sprache
Deutsch
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Über das Buch

Ein Klassiker zum Thema Ehebruch und einer der größten Schuld-und-Sühne-Romane der Weltliteratur: Hawthorne gestaltet in seinem Werk ein Grundthema menschlichen Schicksals, den Konflikt zwischen Vernunft und Gefühl. Im puritanischen Neuengland wird die stolze Hester Prynne in der Abwesenheit ihres Mannes schwanger und somit als Ehebrecherin entlarvt. Zum Zeichen ihrer Schande verurteilt man sie zum Tragen des scharlachroten Buchstabens. Äußerlich gebrandmarkt, bleibt sie innerlich ungebrochen und findet die Kraft, die Qual ihrer Strafe in Würde zu ertragen. Währenddessen zersetzt der scharlachrote Buchstabe jedoch das Leben der beiden anderen Hauptfiguren des Romans: Hesters Ehemann Roger Chillingworth fällt rettungslos seiner Rachsucht anheim, der Vater des Kindes – der junge, angesehene Priester Arthur Dimmesdale – zerbricht an seiner verheimlichten Schuld. Wie auch in seinem späteren Werk «Das Haus mit den sieben Giebeln», besticht Nathaniel Hawthorne (1804–1864) schon in seinem ersten Roman durch komplexe Symbolik. Er erklärt den Glauben an das eigene Gefühl zur einzig verbindlichen Grundlage menschlichen Handelns und distanziert sich von den starren Moralvorstellungen seiner Zeit, indem er das Verhalten seiner Figuren weder bewertet noch verurteilt. Er ermöglicht vielmehr die Aussicht auf eine neue Wahrheit, die die Beziehung zwischen Mann und Frau auf die sichere Grundlage beiderseitigen Glücks stellt.

Editionen (35)

ISBN9783717511762
VerlagManesse
Erscheinungsdatum01.09.57
Seitenzahl440

Rezensionen & Bewertungen

141 Bewertungen

20 Rezensionen

3,1

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  • missesther
    missesther

    84 Follower

    2,0

    Starker Kern - Bröselnde Hülle

    Ich feiere Schachtelsätze. Ich benutze sie selber ausgiebig. Reihe ein Komma an das nächste, füge noch einen weiteren Einschub in den Einschub ein, möchte den Gedankenfluss nicht durch einen Punkt beenden, bis am Ende des Satzes nur noch ein verlassenes kleines Verb, bei dem fast jeder Leser, bis auf den leiderprobten vielleicht, schon längst vergessen hat, wozu es eigentlich gehört, steht. ;-) Aber diese „Kunst“ betreibt Nathaniel Hawthorne in einem Ausmaße, das auch mir die Freude daran verdirbt. Ich musste mich durch das vom Autor selbst verfasste Vorwort quälen. Danach lief’s zwar besser, aber so richtig warm geworden bin ich mit diesem Werk leider nicht, aufgrund der immer wiederkehrenden Ausschweifungen und äußerst langatmigen, blumig-dramatischen Beschreibungen, wie sie um 1850 nunmal heißgeliebt wurden. Inhaltlich hohes Begeisterungspotenzial à la Dostojewski: Schuld, Loyalität, Integrität, Sühne, Selbstverdammnis und eine Prise Liebe.

    7. Feb. 2026

  • kathrin_cgn
    kathrin_cgn

    136 Follower

    1,5

    Klassiker, hin oder her!

    Ja, ich verstehe, dass es ein wichtiger Klassiker ist. Dennoch hat es mir nicht so wahnsinnig gefallen und mich fast in eine fette Leseflaute gestürzt. Ich habe mich sehr gequält. Alle Charaktere waren mit unsympathisch, die Story war lahm und die langen verschachtelten Sätze sehr anstrengend zu lesen. Es passierte fast nichts, dennoch gab es viel Geschreibe drum rum. Keine Empfehlung von mir. Da gibt’s wesentlich tollere Klassiker, die einen Mehrwert haben.

    Klassiker, hin oder her!

    13. Okt. 2024

  • mizg
    mizg

    4 Follower

    3,0

    Wie viel Symbolik bekomme ich in einen Roman? Hawthorne: Ja

    Die metanarrativen Aspekte/Eingriffe, vor allem gegen Ende, waren beim Lesen sehr interessant. Die großen Symbole, Kritiken und Merkmale dringen zwar relativ einfach durch, aber irgendwann habe ich es nicht mehr ausgehalten in zig Zeilen lesen zu müssen wie jetzt die Blätter an welchem Ast wie das Licht durchlassen. Wiederholt hatte ich das Gefühl, dass Hawthorne für eine möglichst genaue Beschreibung den Lesefluss opfert. Es hat sich gelohnt, aber es ist unwahrscheinlich dass ich es nochmal durchlese.

    29. Jan. 2026

3 von 20 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Nathaniel Hawthorne

Nathaniel Hawthorne (1804-1864) wurde als Spross einer alten puritanischen Familie in Salem, Massachusetts geboren. Sein Vater starb, als er vier Jahre alt war. Nach seinem Studium arbeitete er zunächst als Journalist, später im Zollamt von Boston. Seinen ersten Roman veröffentlichte er 1828. 1841 schloss er sich den Transzendentalisten an, einer Gruppierung um Henry D. Thoreau und Ralph Waldo Emerson, die eine naturverbundene, antimaterialistische Gesllschaftsordnung anstrebte. Er lebte vorübergehend in der sozialutopischen Brook-Farm-Kommune, beendete das Experiment jedoch nach einem halben Jahr. 1853 wurde er amerikanischer Konsul in Liverpool und lebte bis 1860 mit seiner Familie in Europa.

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